DER THEOLOGE
Nr. 25
Der Verrat an Jesus, dem Christus
Die Kirche -
ein "totalitärer" Götzenkult
Obwohl der Film The Da Vinci Code nur eine Verfilmung des Romans
Sakrileg ist, reagierte die Kirche zum Filmstart im Jahr 2006 aufgeregt. Denn auch wenn die
Einzelheiten nur fiktiv sind (z. B. die Existenz eines leiblichen
Nachkommens von Jesus), trifft der Kern der Handlung ins Schwarze: Die
Kirche verwaltet ein Lügengebäude und ist letztlich verantwortlich für den
größten Betrug der Menschheitsgeschichte. Dieser besteht darin, dass sie
sich als Stellvertreterin der Sache von Jesus ausgibt, während sie in
Wirklichkeit im Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth steht. Die
Kirche ist religionsgeschichtlich eine "synkretistische Mischreligion",
die sich aus Elementen antiker Mysterienreligionen, des alttestamentlichen
Priestertums, der archaischen
"Vielgötterei" und
von voodoo-ähnlichen Blut-Kulten zusammensetzt, in die man auch noch teilweise
gefälschte
Elemente der Lehre von Jesus von Nazareth mit hinein gewoben hat.
In ihrer Organisationsstruktur übernahm man die Verwaltungseinheiten des
Imperium Romanum, und man übertrug den totalen Herrschaftsanspruch römischer
Kaiser auf den katholischen Papst und auf die kirchliche Hierarchie. Zusammenfassend könnte man
die Kirche als einen "totalitären" Götzenkult"
bezeichnen.
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"Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus
gepredigt hat."
(Der Philosoph Friedrich Nietzsche in Tolstoj-Exzerpte,
Nachlass November 1887-März 1888 VIII 11 [257] und [244]) |
Gelegentlich wird die Kirche auch als "heidnisch"
bezeichnet. Hier ist zu bedenken, dass es andere heidnische Bewegungen gibt, die aufgrund einer
einigermaßen positiven Ethik mehr mit Jesus von Nazareth gemeinsam haben als die Kirche.
Diese Bewegungen dürfen bei einer Einordnung der Kirche in das "Heidentum"
ausdrücklich nicht mit den kirchlichen Verbrechen und negativen
Lehrinhalten in Verbindung gebracht werden, weswegen die gelegentliche Bezeichnung
"heidnisch" für die Kirche hier nicht missverstanden werden darf.

Obwohl es in den letzten 2000 Jahren immer wieder gelungen ist, den
Betrug der Kirche nachzuweisen, haben sich der Stuhl Petri und die zu seinem
"Anhängsel"
verkommenen Protestanten dennoch im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit neben
den Orthodoxen als
Vertreter des Christentums behaupten können. Auch der Versuch einiger
Freier Christen aus dem Jahr 2009, den beiden Großkirchen die
Verwendung des Prädikats "christlich" zu untersagen
(siehe dazu
http://www.christus-oder-kirche.de), hatte noch keinen juristischen Erfolg.
Hierbei ging es darum, mitzuhelfen, Jesus
von Nazareth zu rehabilitieren: Denn nahezu 2000 Jahre haben die Kirchen in
seinem Namen gemordet, Kriege geführt, mit der ewigen Verdammnis bedroht,
ehrliche Gottsucher irregeführt und zahllose Menschen um die Chancen ihres
Lebens gebracht. Zu allen Zeiten richtete sich die Abscheu vieler Menschen
deswegen leider auch gegen Jesus, den Christus, obwohl er unschuldig ist und
mit der Kirche und ihren Lehren, Praktiken und Verbrechen nichts zu tun hat.
Dazu ein Vergleich: Man stelle sich vor, ein naher Verwandter
von Ihnen hat eine einzigartige und großartige Idee in diese Welt gebracht, die allen
Menschen zugute kommt. Jahre später tritt eine Institution auf und
behauptet, sie würde jetzt für die Verwirklichung dieser Idee zuständig
sein. Tatsächlich hat sie diese aber bis zur Unkenntlichkeit entstellt, und
ihre positiven Wirkungen werden ins Gegenteil verkehrt. Dennoch behauptet
sie, dass es sich genau um das Werk handle, das Ihr Verwandter einst in die Welt
gebracht hat, und sie verwendet dafür immer wieder seinen angesehenen Namen und benützt seinen
guten Ruf. Würden Sie nun einfach hinnehmen, dass das
Andenken und der Ruf Ihres Verwandten auf diese Weise ruiniert werden?
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"Die Kirche gleicht dem Großinquisitor bei Dostojewski."
(Der evangelische Theologe Karl Barth in: Heinz Zahrnt, Die Sache mit Gott. Die protestantische Theologie im
20. Jahrhundert, München 1966, S. 38) |
Der Theologe Nr. 25 dient vor diesem Hintergrund der Beweisaufnahme.
Wenn es, vielleicht am "Ende unserer Tage", zu einer Art
"Welt-Tribunal" kommt,
von dem Jesus selbst in einem Gleichnis einmal sprach, dann werden alle
Fakten ans Licht kommen: Geständnisse, Beweise, Indizien, Zeugenaussagen ...
Nachfolgende Übersicht ist ein einfacher Beginn
damit, einige Ergebnisse zusammen
zu stellen. In anderen Ausgaben sind Fakten bereits ausführlicher dargelegt, z. B. in
Bezug auf Martin Luther und die evangelische Kirche die Ausgaben Nr. 1
und Nr. 3. Weniger auf die Hauptsache konzentriert, dafür mit
vielen Details versehen, sind die beiden Ausgaben Nr.
9 und Nr. 16, wo es um die römisch-katholische
Kirche geht. Am intensivsten mit der Lehre der katholischen Kirche setzt
sich die Ausgabe Nr. 18 auseinander, wobei
die offiziellen Lehrsätze überwiegend nur zitiert sind. In der Schrift der
"Freien
Christen" Nr. 1
wird über
beide Kirchen informiert und ansatzweise ein alternativer Weg skizziert. In
Der
Theologe Nr. 25 wird also einmal mehr ein Anfang gemacht, den
Verrat der Kirche an Jesus für alle Menschen guten Willens verständlich darzulegen.
Nachfolgende Bausteine können fortlaufend
ergänzt und präzisiert werden, und für Anregungen bedanken wir uns.
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"Es ist kontrovers, ob das Christentum von der
Mithrasreligion oder von der Isisreligion oder vom Attismysterium mehr
beeinflusst oder geprägt wurde ... Nach unserer Auffassung hat das
Christentum bei allen diesen Kulten Entlehnungen gemacht, bei der einen
mehr, bei der anderen weniger, bei der einen dies, bei den anderen anderes.
Uns scheint im besonderen, es habe vom Attiskult vor allem die
Bluterlösungslehre, vom Mithraskult die Sakramente und vom Isiskult ...die allgemeine Liturgie und z. B. die
Tempelgestaltung, aber auch die Spiritualität und die Devotion, bewusst oder
unbewusst, zum Vorbild genommen."
(Der
Historiker Dr. Robert Kehl in: Die Geheimnisse der Kirche, Zürich 1977, S.
1975) |
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Das lehrte Jesus von
Nazareth |
Das lehrt der totalitäre
Götzen-, Blut- und Herrscherkult
der Kirche |
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1.) "Liebet Eure Feinde,
segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen!"
"Du sollst nicht töten!" "Wer das Schwert nimmt, der wird
durch das Schwert umkommen." Bereits der Zorn ist eine gefährliche
Vorstufe des Tötens (Matthäus 5, 21 ff.44; 26, 52). |
Wie in den antiken
Kultreligionen entscheiden die Kirche und ihre Priester über Leben
und Tod. Dazu schwächten sie z. B. das Gebot "Du sollst nicht töten"
ab in "Du
sollst nicht morden" (so geschehen in der
evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung; vgl. dazu
http://www.das-weisse-pferd.com/99_08/holocaust-mahnmal.html). So ist etwa das Töten im
angeblich gerechtfertigten Krieg
(Katholischer Katechismus, Nr. 2309) erlaubt und auch die
Todesstrafe unter bestimmten Umständen (Nr. 2266).
Hier ist auch
Martin Luther hervor zu heben. Er forderte z. B. die Hinrichtung von
Andersgläubigen, "Hexen",
Prostituierten, aufständischen Bauern und vielen mehr.
Die Kirche ließ millionenfach
töten, und der Historiker Karlheinz Deschner schrieb den mittlerweile
"legendären" Satz: "Nach intensiver Beschäftigung mit der
Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und
Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine
Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so
scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die ... Kirche, ganz
besonders die römisch-katholische Kirche" (in: Die beleidigte
Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
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2.) Jesus setzt keinen "Heiligen" Vater als seinen Stellvertreter ein. Im
Gegenteil: Er lehrt: "Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf
Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 9).
Und er hältt es mit den Propheten (z. B. Jesaja 6, 3) und dem Seher Johannes
(Offenbarung 15, 4), wonach Gott allein
"heilig" ist und nicht ein Mensch.
Wenn Jesus dennoch vom "Heiligen Vater"
spricht, dann meinte er seinen Vater im Himmel (Johannes 17, 11).
Auch setzt er keine Hierarchie der Amtsträger ein, sondern
er hebt hervor:
"Ihr sollte euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer
Meister; ihr aber seid alle Brüder [und Schwestern]" (Matthäus
23, 8).
Eine
Unterwerfung unter einen Menschen wie eine Papst lehnt Jesus strikt ab. |
Der Papst ist der
angeblich
"Heilige Vater" auf Erden. Er gilt als Stellvertreter
Gottes - eine Übernahme aus dem totalitären antiken Heroen-, Herrscher-
und Götterkult. An der Spitze der Hierarchie des
Mithras-Kultes stand in damaliger Zeit der sanctus pater ("der heilige
Vater"), auch einfach "papa" genannt, wie später der "Papst"
(italienisch und spanisch "papa"). Als Insignien seiner Macht trug der
Oberpriester des Mithras-Kultes einen bestimmten Ring und eine
Stab, ebenfalls wie später der katholische Papst. Der Herrscher galt in vielen Systemen und Kulten als
unmittelbarer Vertreter Gottes. Römische Kaiser wurden nach ihrem Tod zu
"Göttern" erhoben, und die Päpste werden, vergleichbar dazu,
immer wieder "selig" oder "heilig gesprochen", zuletzt
Johannes Paul II. im Jahr 2011 "selig". Auch den Titel "Pontifex" hat
der Kirchenführer nicht von Jesus, sondern von den römischen Priestern
der vorkirchlichen Zeit
übernommen.
Und für den Pontifex der Kirche gilt
der "unfehlbare" römisch-katholische Lehrsatz: "Dem römischen Papst sich
zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig"
(Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430). Das hat
die Kirche wiederum von den Imperatoren des römischen Weltreichs übernommen,
denen sich alle Untertanen unterwerfen mussten.
Während die Christen Gott schlicht als "lieber Vater" anrufen (Römer
8, 15; vgl. Markus 14, 36), wird der Papst als "Eure Heiligkeit"
betitelt und der obere Klerus der Kirche als "Eminenzen" (die
Kardinäle) und "Exzellenzen" (die Bischöfe).
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3.) Jesus lehrt "Mein
Reich ist nicht von dieser Welt" (Johannes 18, 36) und: "Das
Reich
Gottes ist in euch" (Lukas 17, 21). Und Jesus widersteht der Versuchung, dass
ihm alle Reiche dieser Welt hätten zu Füßen liegen können (Matthäus
4, 8-11). |
Der Kirchenstaat
ist
von "dieser Welt" und wurde zunächst durch die
"Konstantinische Fälschung" bzw. "Konstantinische Schenkung" aus
dem Mittelalter begründet. Gemäß der gefälschten Urkunde, auf welche
viele Frankenkaiser herein fielen, habe Kaiser Konstantin Papst
Silvester I. um das Jahr 315 als Dank für seine katholische Taufe das
ganze weströmische Reich vermacht.
Im Jahr 1929 wurde der Kirchenstaat
durch den Diktator Benito Mussolini erneuert - als Dank der
Faschisten an die Kirche für ihre Hilfe bei der Bekämpfung der
Demokratie.
In unserer Zeit wird die Souveränität des Kirchenstaates nun von den Armeen der
Großmächte dieser Welt und von ihren Waffen garantiert.
Der Papst ist einer der am
intensivsten bewachten Staatsmänner der Welt (u. a. durch viele
Scharfschützen), und er genießt es, dass sich alle anderen Mächtigen
dieser Welt huldvoll vor ihm verbeugen.
Damit hat die Kirche das Angebot
angenommen, das Jesus zurückgewiesen hatte, dass nämlich "alle Reiche
der Welt" ihr zu Füßen liegen (siehe links und siehe u. a.
das Geschehen beim Tod von Papst
Johannes Paul II.). Der bekannte russische
Literat Fjodor Dostojewski lässt deshalb den Großinquisitor im Roman Die Brüder Karamasov zu Jesus sagen, "dass wir von
ihm das
annahmen, was du unwillig zurückwiesest, jene letzte Gabe, die er dir
anbot, indem er dir alle Reiche der Erde zeigte." Die äußere sichtbare Kirche gilt - ähnlich
antiken Herrschaftssystemen - als Abbild bzw. Vertreterin der
himmlischen unsichtbaren Herrschaft des jeweiligen Gottes bzw. Götzen.
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4.) Gott wohnt nicht in
Kirchen aus Stein bzw.: "Der Allerhöchste
wohnt nicht in Tempeln die mit Händen gemacht sind"
(Apostelgeschichte 7, 48).
Jeder Mensch, der ja das "Reich Gottes"
in sich trägt (siehe 3), ist auch ein "Tempel" des "Heiligen
Geistes" (Paulus, 1. Korinther 3, 16).
Gott lebt in Seiner
ganzen Schöpfung, denn: "Richte den Stein auf und du wirst mich
dort finden; spalte das Holz und ich bin dort" (Authentisches
Jesuswort auf dem antiken Papyrus Grenfell & Hunt, Logion I, 5. Der
Papyrus ist älter als die neutestamentlichen Handschriften).
Die ersten Christen treffen sich in freier Natur oder in schönen, aber schlichten Räumen.
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Steinerne
Prachtbauten und goldverbrämte Kirchen werden wie im Heidentum als Häuser
bzw. Dome Gottes verehrt. Das Gold stammt dabei z. B. aus Raubzügen in
Lateinamerika (wie z. B. die vielen Tonnen Gold für den Altar der
Kathedrale in Sevilla), wobei die früheren Hüter dieser Schätze zu Ehren
der Kirche massakriert wurden (vgl. dazu die Schrift
Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld).
Die
Gegenwart Gottes in allen Lebensformen wird
in der Kirche abgelehnt. Denn um diese Gegenwart Gottes zu erleben, braucht es keinen Kult,
keine Zeremonien und keine Priester. Deshalb wird die Kirche diesen
Glauben immer ablehnen. Stattdessen soll Gott in einer von einem Priester "verwandelten"
Hostie dingfest gemacht werden.
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5.) Jesus lehrt
kein rituelles Messopfer, sondern ein schlichtes,
aber feierliches Liebesmahl mit Brot und Wein zu seinem
"Gedächtnis", auch Agape-Mahl genannt. So
halten es auch die ersten Christen, die dankbar miteinander
speisten und im Bewusstsein der stärkenden Gegenwart Gottes die Gaben
der "Mutter Erde" aufnahmen.
Bei dem Mahl können sich gleichzeitig
auch viele Arme einmal satt essen. |
Ein rituelles "Heiliges Mahl", im Katholizismus "Eucharistie"
genannt, mit Altären, Messdienern, rituellen
Gewändern, Hostien, Weihwasser, Weihrauch und einem "ewigen Licht" gab es
demgegenüber im Mithraskult und anderen antiken Mysterienkulten. Von dort hat es
die Kirche übernommen und mit Inhalten aus der Jesus-Überlieferung
versetzt. Ähnlich wie später die Katholiken haben die "Heiden" im rituellen
Mahl ihren "Gott"
aufgegessen und sich auf diese Weise im Kult magisch mit ihm vereint. Bekannt
ist dies vor allem aus dem Dionysos-, Attis- und im
Mithraskult oder bereits im früheren
Baalskult in Ugarit. Und wie später vom Katholizismus übernommen, glaubten die
Anhänger des Gottes Osiris, beim "heiligen Mahl" tatsächlich das
"Fleisch" des für sie geopferten Gottes zu essen (zum
Hintergrund der Eucharistie siehe hier).
Eine Hostie wird verehrt. In Wirklichkeit ist der Geist Gottes schon vor
der katholischen "Wandlung" in ihr, weil er allgegenwärtig
in allen Lebensformen ist.
Ein solches Brimborium,
das die Kirche aus dem Mithras-Kult übernommen hat, wäre Jesus ein Gräuel. Denn er ist ein
natürlich denkender Mann des Volkes, und nicht ein Mann der Kirche.
Und dieser "Gott" wurde zuvor in einem "heiligen Gefäß", dem
"Tabernakel", aufbewahrt bzw. von Mithras-Priestern in einer so
genannten "Monstranz" durch die Gegend getragen.
Dies hat die
Kirche also exakt aus dem Mithras-Kult übernommen, wo man auch
bereits von einem "Sakrament" sprach. Bereits im Mithras-Kult waren
geweihte Hostien mit einem Kreuz versehen, und die Gläubigen nahmen im
"heiligen Mahl" Hostie und Wein zu sich, nachdem der Priester bestimmte
Formeln sprach. Anschließend wurden die nicht verwendeten Hostien wie
später in der Kirche weiter in der Monstranz aufbewahrt, welche die Form
einer goldenen Sonne hatte, da ja der Sonnengott angebetet wurde. Selbst
diese Form des Kultgefäßes hat die Kirche exakt übernommen (siehe
Foto links).
Auch die äußere Form der katholischen Messe wurde bis in
Einzelheiten hinein aus antiken Mysterienkulten übernommen: Altar,
Ministranten, Händefalten, Hinknien, Glöckchen usw. sind heidnisch.
Jesus kannte kein solches Brimborium. Der Mithras-Kult kannte
hingegen insgesamt
sieben Sakramente, die allein
durch den äußeren Vollzug wirken sollen - wie später die katholische Kirche. Taufe und Mahl galten
im Mithras-Kult als
Hauptsakramente - was sich später in der evangelischen Kirche wieder
findet, die nur diese beiden Kulthandlungen als Sakramente beibehalten
hat.
Die Handlungen von Jesus sind demgegenüber keine rituellen Sakramente.
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6.) "Lehret die Menschen und macht sie zu Schülern"
[so die wörtliche Übersetzung], bevor ihr sie
eines Tages tauft (Matthäus 28, 19). Jesus denkt dabei an eine
Geisttaufe, was z. B. Johannes der "Täufer" klar
ausspricht. Jesus "wird
euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen" (Matthäus 3, 11),
so Johannes. Wasser gilt
nur als ergänzendes Symbol und wird v. a. von ihm, Johannes, als
Symbol der inneren Reinigung verwendet.
Niemals lehrt Jesus einen
Einweihungsritus oder ein Sakrament, das eine Mitgliedschaft in einer Institution
begründet. Auch die
Taufen von Säuglingen sind eindeutig gegen seinen Willen, denn Jesus
spricht klar: Erst lehret, dann tauft! |
Durch den
Einweihungsritus der Säuglingstaufe wird schon den gerade erst
Geborenen ein angeblich
unzerstörbares Siegel eingebrannt, genau wie bei den
Mysterienreligionen. Gleichzeitig werden die
Säuglinge bzw. Kinder für alle
Zeiten zu Mitgliedern der Kirche gemacht (ein Kirchenaustritt soll
später
nur von der Kirchensteuerpflicht befreien können, nicht von der
eigentlichen Mitgliedschaft;
siehe dazu die Aussagen von
zwei Kirchenführern in "Freie Christen Nr. 1"). Erst nach der
Taufe werden - im Gegensatz zur Weisung von Jesus - die
bereits bei der Taufe der Kirche übereigneten
Kinder gelehrt.
Der Initiations-Ritus (bzw. das Aufnahme-Sakrament) stammt
dabei aus den hellenistischen Mysterienreligionen und wurde auch im Kult
des Gottes Mithras praktiziert, der nach dem kirchlichen Kult die
zweitstärkste Religion im antiken Mittelmeerraum war; dort allerdings
noch nicht für Säuglinge.
Diesen heidnischen Ritus hat die Kirche
schließlich totalitär perfektioniert: Innerlich
dadurch, dass er zur "Heilsnotwendigkeit" erklärt wurde. (Ein in seiner
Echtheit umstrittenes Jesuswort zur Geisttaufe (Markus 16, 16) bezieht
man dazu fälschlicherweise auf den eigenen Wasser-Ritus). Und äußerlich
z. B. durch Einführung einer "Nottaufe" eines Kindes auch
gegen den Willen seiner Eltern. Wer sein Kind noch nicht taufen lassen möchte
(sondern den Menschen später selbst entscheiden lassen will), wurde
früher auf Veranlassung der katholischen und der evangelischen Kirche hingerichtet.
Heute droht ihm bei beiden großen Kirchen z. B. der Verlust seines
Arbeitsplatzes. Beispiele dafür sind
dokumentiert.
Zur Taufe selbst: Taufkleid, Taufkerze, Taufpaten und Taufgelöbnis stammen auch
nicht von Jesus, sondern wurden ebenfalls aus den okkulten Mysterienreligionen
übernommen. Der dabei vorgenommene "kleine Exorzismus" (die
stellvertretende Widersagung an Satan z. B. durch die Paten des Kindes;
heute oft abgemildert) stammt aus archaischen voodoo-ähnlichen Kulten
und hat ebenfalls mit Jesus nicht das Geringste zu tun.
Siehe dazu auch:
"Der Theologe Nr. 40" - Die
kirchliche Taufe: Angelhaken der dunklen Macht
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7.)
Jesus lehrt den barmherzigen Gott, der jedem Seiner Kinder nachgeht wie
dem "verlorenen Schaf" bis es gefunden ist (vgl. Lukas 15).
Er lehrt auch das
Gesetz
von Saat und Ernte (z. B. Matthäus 7, 1-2; Johannes 5, 14), das gerecht
abwägt (z. B. Matthäus 5, 26). Wörtlich spricht Paulus davon in
Galater 6, 6-7. Dieses Gesetz ist selbstverständliches Gedankengut in der Zeit
des Alten und Neuen Testaments. Eine ewige Hölle lehrt Jesus nicht, und
sie lässt sich auch nicht biblisch belegen (siehe dazu
Der Theologe Nr. 19 - Es gibt keine ewige
Verdammnis; auch nicht in der Bibel). |
Wer
sich nicht zu Lebzeiten zum kirchlichen Glauben bekehrt, obwohl er die
Kirche kennt oder wer austritt, wird angeblich später ewig verdammt
(Belege siehe bei Der Theologe Nr. 18,
darin v. a. den Lehrsatz Nr. 381).
Gott sehe im einzelnen voraus, wer später ewig gequält werde
(Kirchliche
Prädestinationslehre).
Die evangelischen Gründerväter Martin Luther und
Johannes Calvin lehren sogar, Gott bestimme die davon betroffenen Menschen
bereits als Säuglinge zur ewigen
Verdammnis voraus. So wie die Heiden ihren Göttern vielfach auf Gedeih
und Verderb ausgeliefert waren, so sind es auch die Kirchenchristen
ihrem Gott. Die evangelische Kirche leugnet in diesem Zusammenhang sogar
den freien Willen. Die Menschen
sind nach Luther ohne eigene Wahl- bzw. Entscheidungs-Möglichkeit dem
Streit zwischen Gott und Teufel ausgeliefert. Alle Menschen seien
zudem mit einer tödlichen Erbsünde
behaftet (für die sie auch noch voll verantwortlich gemacht werden, obwohl sie es
nicht verursacht haben). Und Leid und Verdammnis liegen nach kirchlicher
Lehre letztlich im
angeblich "unausforschlichen Willen Gottes" begründet.
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8.)
Jesus betont immer wieder das Tun seiner Lehre! Es kommt also
darauf an, sie in die Tat umzusetzen (z. B. Matthäus 7, 12.21.24, Lukas 10, 25-27). |
Die
Kirche verfälschte diese Lehre dahingehend, dass der Glaube und die
kirchlichen Sakramente für das "Heil" notwendig seien, nicht das rechte
Tun. Dies haben vor allem die evangelischen Kirchen betont. Und die
katholische Kirche hat sich mehr oder weniger diesem Glauben
angeschlossen (vgl. die
Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre beider Großkirchen). Für
den "Empfang" der Sakramente brauche es jedoch wiederum den kirchlichen Kult.
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9.) Das
Gebot "Du sollst nicht töten" gilt nach Jesus auch gegenüber Tieren,
wie z. B. aus apokryphen Schriften außerhalb der Bibel deutlich wird
(siehe "Der Theologe Nr. 7", Teil 1,
Jesus
war ein Freund der Tiere).
Mit ihm, Jesus,
soll die Jesaja-Prophezeiung wahr werden, wo selbst die bisherigen
"Raubtiere" kein Fleisch mehr fressen (11, 6-9). Und
auch die Hosea-Prophezeiung vom neuen Bund Gottes mit den Tieren soll
sich erfüllen, wonach Mensch und Tier
"sicher wohnen" können
(2, 20). Es gibt kein gegenseitiges Jagen und Töten mehr. |
Die
Kirche führt die Tradition der grausamen Opferkulte fort, wo Tausende
von Tieren zur Besänftigung der zornigen Götter massakriert wurden. Zwar
sei der "Zorn Gottes" im kirchlichen Kult durch das "Opfer des
Gottessohnes" angeblich "besänftigt" worden, doch für die Tiere bedeutet
das keine Erleichterung. Im Gegenteil: Ihnen wird von der Kirche die
unsterbliche Seele und die Fähigkeit zu
leiden abgesprochen (Die "Heiligen" Augustinus
und Thomas von Aquin; vgl. Der Theologe Nr. 7,
Teil 4). Tiere dürfen jetzt
praktisch schrankenlos gejagt, gegessen und zu allen möglichen Zwecken verwendet
werden, z. B. für grausame Tierversuche. In der Massentierhaltung
dürfen die Geschöpfe notfalls auch zur Regulierung der Preise vernichtet
werden, so dass sie unter der Herrschaft des kirchlichen Kults heute zu
Milliarden rücksichtslos "geopfert" werden (siehe dazu die
entsprechenden Erlaubnisse im Katholischen Katechismus, Nr. 2417, Nr.
2418, Nr. 2456 und Nr. 2457). Der Mensch sei nach
kirchlicher Lehre dazu beauftragt, durch Töten der Tiere auch ihre
Anzahl auf der Erde festzulegen, wie aus entsprechenden
Verlautbarungen zur Jagd hervorgeht.
Nach ihrem milliardenfachen grässlichen Tod kommen die Tiere auch nicht
in den von der Kirche geglaubten "Himmel", weil dieser ausschließlich Menschen
vorbehalten ist. (Wie erbärmlich muss es dann dort zugehen und wie
herzlos muss es dort sein!)
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10.) Jesus warnt vor
den Schriftgelehrten und Theologen. Er ruft: "Weh euch, ihr Heuchler,
die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen,
aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat" (Matthäus 23,
27). Jesus will niemals Pfarrer und Priester, geschweige denn
Exzellenzen (Bischöfe), Eminenzen (Kardinäle) und dergleichen. Keiner ist nach seiner
Lehre höher
gestellt als der andere. |
In der Kirche
übernahmen die schriftgelehrten Theologen und Priester die Herrschaft.
Sie schufen eine Trennung zwischen dem bestimmenden Klerus und den
gehorsamen Laien. Wie in den heidnischen Kulten geben sich die Priester
faktisch als Mittler zu Gott aus (im katholischen Kult gelten die
Bischöfe offiziell als Stellvertreter des Mittlers "Christus";
vgl. "Der Theologe Nr. 2" über die angebliche
Mittlerschaft der Priester). Im Mithraskult nannte man auch den
Leiter der Gemeinde z. B. "Pater", wie später den Pfarrer im kirchlichen
Christentum. Nach kirchlicher Lehre ist die Unterwerfung unter den
obersten Priester, den Papst, zudem für alle Menschen heilsnotwendig (siehe
oben).
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11.) Jesus hat ein natürliches Verhältnis zu seinen
leiblichen
Eltern Maria und
Josef. Die geistige Verwandtschaft ist ihm aber wichtiger als die
Blutsverwandtschaft. So lehrt er: "Wer ist meine Mutter und meine
Brüder? ... Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine
Schwester und meine Mutter" (Markus 3, 33.35). |
Die Kirche übernahm die heidnischen Legenden von den
Jungfrauengeburten
antiker Heroen und übertrug sie auf Jesus und Maria. Im Gegensatz zu
Jesus führte die Kirche zudem eine Marienverehrung ein.
Der Autor Ralph Woodrow
schreibt dazu: "Die Erfindung der
Marienverehrung der Römischen Kirche als Ersatz für die antike Verehrung
der Mutter-Gottheit, ist eines der herausragenden Beispiele, wie das
babylonische Heidentum in unsere Tage hineinreicht. Die Tatsache, dass
in heidnischen Religionen die Mutter genauso (oder noch mehr) angebetet
wird wie ihr Sohn, ist vielleicht der größte Beweis dafür, dass sich
Marienanbetung aus der früheren Anbetung der heidnischen Mutter-Gottheit
heraus entwickelte!" (Die Römische Kirche - Mysterien-Religion
aus Babylon, Marienheide 1992, S. 19; Buch leider vergriffen)
Der katholische Marienkult hat mehrere heidnische
Vorbilder, z. B. auch die Legenden von Isis und Horus in Ägypten. Und
Isis-Statuen wurden in Prozessionen genau so herum getragen wie später die
katholischen Marienstatuen.
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Babylonische
Gottheit mit Kind
Isis mit Horus in Ägypten
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12.) Jesus verdient
seinen Lebensunterhalt als Zimmermann, und auch seine Jünger sind
überwiegend als Handwerker tätig. Selbst der Kirchenlehrer Paulus lebt
noch von seiner Tätigkeit als Zeltmacher (siehe 1. Thessalonicher 2,
9). Alle leben nach dem Gebot
"Bete und arbeite". |
Die Kirche verlangt für
ihre Hierarchie und für ihren Beamten- und Verwaltungsapparat Abgaben und Steuern vom Volk. In allen Kulturkreisen
musste das einfache Volk die jeweiligen Kulte, die mit den Herrschenden
im Bunde waren, finanzieren. In der Kirche brauchen
die Amtsträger bis heute keiner normalen Arbeit nachzugehen und sie werden auch
reichlich für das Beten bezahlt. Die staatlichen Milliardensubventionen
(ca. 15 Milliarden Euro jährlich aus dem allgemeinen
Steueraufkommen) für innerkirchliche Zwecke in Deutschland sind ein
Höhepunkt dieser Entwicklung (Näheres dazu in
Der
Theologe Nr. 46).
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13.) Jesus lehrt,
nicht auf das Verwesliche zu blicken, sondern auf das Unvergängliche,
den Geist. Er lehrt einen lebendigen Gott und keine Verehrung von
Leichenteilen. |
Wie die antiken
Götzenkulte entwickelte die Kirche einen aufwändigen und teuren
Bestattungs-, Toten- und Reliquienkult, v. a. nach ägyptischem Vorbild.
Dort gab es zahllose Grabstätten von getöteten Göttern mit einzelnen Gliedern wie
Beinen, Armen oder auch dem Schädel der Verehrten. Für deren angebliche Echtheit
wurde gebürgt, so dass die Gläubigen sie verehren konnten (Lies dazu z. B.
Alexander Hislop, The Two Babylons, New Jersey 1959, S. 179). Auch im Katholizismus werden an
zahllosen Orten vermoderte Leichenteile bzw. blanke Knochen geschmückt, z. B. in Samt
eingewickelt und als Reliquien verehrt. Die kirchliche Lehre ist wie die
heidnischen Kulte materiebezogen und man lehrt dort auch die
Auferstehung des "Fleisches". Die
evangelische Kirche leugnet in diesem Zusammenhang sogar die Unsterblichkeit der Seele
und ihre Theologen vertreten überwiegend eine so genannte "Ganztod-Theorie" mit späterer Auferweckung
(siehe dazu
Freie Christen Nr. 6).
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14.)
Auch Jesus lehrt das Gebot
"Du sollst nicht ehebrechen". |
Beim Gebot "Du sollst nicht ehebrechen" werden in der Kirche viele
Ausnahmen gemacht. So werden bei einflussreichen Politikern z. B. auch
mehrere Ehen gesegnet und gegebenenfalls wieder für ungültig erklärt.
Eine zweite Form des Ehebruchs ist der Zwangszölibat für Priester, Kleriker und
Ordensleute. Diese müssen sich - ähnlich manchen Priestern in
heidnischen Kulten - verpflichten, niemals eine Ehe einzugehen. Dies ist
jedoch ein Bruch der Schöpfungsordnung Gottes. Denn der Schöpfergott hat die
Verbindung von Mann und Frau, die einander selbstlos lieben, eine
Familie gründen und anderen gemeinsam dienen, gewollt, und er setzte
keine Priester ein, die nicht heiraten dürfen.
Kirchliche
Amtsträger im Zölibat sehen sich vielfach genötigt, ihre Körperlichkeit zu
verdrängen, was hinterrücks immer wieder zu hetero- und homosexuellen Entladungen in
Orgien, Exzessen und Sexualverbrechen z. B. an Kindern geführt hat.
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15.) Im Arbeitsleben
soll das Gemeinwohl angestrebt werden. "Alle aber, die gläubig
geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam",
heißt es in der Apostelgeschichte über das Urchristentum (2, 44). |
Die
unbegrenzte Anhäufung von Privatbesitz gilt im kirchlichen
Christentum als das Normale. Gemeinwohl-Gedanken werden demgegenüber als gefährliche Ideologien
verdächtigt. Bischöfe verdienen ca. 10.000 € monatlich plus
zahlreiche weitere Vergünstigungen, und sie werden in Deutschland vom Staat bezahlt.
Auch im Einflussbereich der Kirchen
geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf. So verdienen einzelne
"wiedergeborene" "Jesus-gläubige" Manager in den USA mittlerweile bis zu ca. 1,2
Milliarden € jährlich, mehr als die Volkswirtschaft ganzer Staaten.
Währenddessen werden die Arbeitslosen und Armen weltweit immer mehr.
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16.) Jesus lehrt
die Vergebung der Menschen untereinander. Im Vaterunser heißt es
dazu: "Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren
Schuldigern".
In der Bergpredigt mahnt Jesus eindringlich zur
Aussöhnung, weil wir sonst für unsere Schuld bezahlen müssen.
(Matthäus 5, 23-26).
Priester oder Pfarrer braucht es dafür nicht. |
Wie in allen Kulten
muss nach kirchlicher Lehre der Priester oder Pfarrer im Namen Gottes "vergeben". Ob sich die
Menschen untereinander vergeben, ist für den kirchlichen Vergebungs-Kult
nicht entscheidend. Vergebung und Um-Vergebung-Bitten ist nicht mehr, wie
bei Jesus, ein Friedensschluss zwischen den Menschen, sondern ein
kultisches Geschehen zwischen Menschen, Priestern und der Gottheit. Das
Sakrament der Beichte bzw. die Ohrenbeichte kann vom Priester auch
als ein
Machtinstrument gegenüber den Gläubigen eingesetzt werden, was in der
Geschichte der Kirche auch vielfach so genutzt wurde.
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17.) Jesus
erklärte den Sinn der Lebensschule Erde: "Was ihr auf Erden
binden werdet, soll auch im Himmel [gemeint ist hier das Jenseits]
gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im
Himmel gelöst sein" (Matthäus 18, 18). Hier geht es um die innere
Freiheit: Alle Schuld und alle Belastungen, die auf der Erde z. B. durch
Reue, Vergebung und Wiedergutmachung gelöst werden, werden die Seele
auch im Jenseits nicht mehr belasten. Es ist gelöst, und die Betroffenen
sind diesbezüglich wieder frei. Wovon sich der Mensch jedoch abhängig
macht, daran wird er auch im Jenseits "gebunden" sein, d. h.
weiter davon
abhängig sein. In Matthäus 16, 19 spricht Jesus davon, dass
die Anwendung dieser geistigen Regel der "Schlüssel des Himmelreichs"
ist. Der Tod gibt dem Menschen demnach nichts und nimmt ihm
nichts. Es geht für die Seele im Jenseits an der Stelle weiter, an dem
das Leben im Diesseits beendet wird (vgl.
Der Theologe Nr. 2 über den urchristlichen Glauben an
Reinkarnation).
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Die Kirche
unterschlägt, dass Jesus mit dem Wort von den Schlüsseln des
Himmelreichs in Matthäus 18 (siehe
links) alle
Christen angesprochen hat. Sie greift nur die Parallelstelle in
Matthäus 16, 19 heraus, wo Jesus diese Gesetzmäßigkeit beispielhaft
seinem Jünger Petrus erklärt. In diesem Zusammenhang konstruiert sich die Kirche
nun selbst
als angebliche "Nachfolgerin" des Petrus und phantasiert, mit diesem
Satz hätte Jesus der Kirche als der Nachfolgerin des Petrus eine "Schlüsselgewalt"
verliehen. Und diese so genannte Schlüsselgewalt dürften wiederum - wie
in allen heidnischen Kulten - ausschließlich die Priester im "Sakrament
der Beichte" ausüben.
Die Kirche vertraut dabei darauf, dass die Leute zu dumm
sind, um das kirchliche Lügengebäude zu durchschauen und dass sie aus
Unkenntnis auf die kirchlichen Manipulationen hereinfallen.
So ist nicht
einmal sicher, dass Petrus überhaupt in Rom war. Und das angebliche
Petrusgrab unter dem Petersdom ist bereits als Legende entlarvt. Doch
selbst wenn die angeblichen Knochen des Petrus dort echt wären, würde das den Betrug
auf´s Ganze gesehen kaum
mildern. |
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18.) Jesus und seine
Jünger sind gekleidet wie das Volk. Sie begründen auch keine Feste,
Bräuche und Traditionen, sondern leben nach dem Gebot der Nächstenliebe
unabhängig von kultischen Vorschriften und Gebräuchen.
Jesus warnt auch vor den Heuchlern, "die gern in den Synagogen und an
den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen
werden" (Matthäus 6, 5). |
Die Kirche hebt ihre
Amtsträger durch besondere Gewänder vom Volk ab. Kleriker tragen
eine Art Frauengewänder, und der Papst zu bestimmten Anlässen
z. B. blutfarbige rote Schuhe. Ordensleute tragen Kutten und Hauben, womit
ihre Frömmigkeit vor allen Leuten dargestellt wird (siehe dazu auch
das kleine Bühnenstück Wenn der Papst auf
Reisen geht).
Auch kann die
Verkleidung als ein Symbol dafür gesehen werden, dass diese Menschen
etwas zu verbergen haben. Eine spezielle Frisur
der Mönche, die Tonsur, hatte die Kirche ursprünglich von den Isis-Priestern übernommen. Praktiken
und Gebräuche wie z.
B. die Fastenzeit oder andere rituelle Zeiten (wie sie z. B. in Klöstern und
kirchlichen Bruderschaften gepflegt werden) stammen ebenfalls überwiegend aus heidnischen
Mysterienreligionen.
In seinem Buch Salz der Erde (München 2004)
schreibt Papst Benedikt XVI. über seine Jugend: "Als später einmal
Kardinal Faulhaber in unsere Gegend kam, mit seinem gewaltigen Purpur,
hat der mir natürlich ... imponiert, so dass ich gesagt habe, sowas
möchte ich werden" (S. 56).
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19.) Jesus und seine
Nachfolger tragen auch keine bestimmten Hüte und Mützen. |
Die Kirche hat aus
heidnischen Kulten das Tragen von bestimmten Hüten und Mützen
übernommen. Z. B. gebraucht man die Tiara und Mitra des babylonischen
Fischgottes Dagon für Papst, Kardinäle und Bischöfe.
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Links die Tiara von Fischgott Dagon und Papst Innozenz III. mit der
Tiara. Rechts Dagon
mit seiner Mitra. Und daneben Papst Paul VI. mit der alten Fischgott-Mitra.
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20.) Jesus lehrt, alleine Gott die Ehre zu geben.
Zu den anderen Göttern sagte schon der Prophet Jeremia: "Man fällt im
Walde einen Baum und der Bildhauer macht daraus mit dem Schnitzmesser
ein Werk von Menschenhänden, und er schmückt es mit Silber und Gold und
befestigt es mit Nagel und Hammer, dass es nicht umfalle. Sie sind ja
nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld. Sie können nicht reden; auch
muss man sie tragen; denn sie können nicht gehen ..."
(Jeremia 10,
3-5)
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Die Heiligenverehrung mit Statuen, Prozessionen, Wallfahrten,
Rosenkranz und Reliquienverehrung pflegte man im Isis-, Dionysos- oder
Attiskult ganz ähnlich wie später im Katholizismus. Ähnlich den
heidnischen Götterstatuen fertigte man in der Kirche-, Christus-, Marien
oder "Heiligen"-Statuen, die man z. B. an kirchlichen
Feiertagen durch die Straßen trägt. Wie für die "heidnischen
Vogelscheuchen im Gurkenfeld" (Der Prophet Jeremia, siehe links)
gilt auch für sie: "Sie können nicht reden; auch muss man sie tragen;
denn sie können nicht gehen" (Jeremia 10, 5). Und so wie von den
kirchlichen Statuen einzelne "Wunder"
ausgegangen sein sollen, so war es auch schon bei den Isis-Statuen im
Altertum. |
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21.) Jesus lehrt: "Und
wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie
meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr
ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft"
(Matthäus 6, 7).
|
Die Kirche
übernahm demgegenüber ihre Gebete und Litaneien aus entsprechenden
heidnischen Religionen, z. B. den Rosenkranz und andere
Wiederholungsgebete (ähnlich beim Dionysos-, Isis- und Attis-Kult). Im bekannten Lexikon der religiösen Gegenstände
und Gebräuche von Charles Panati heißt es dazu: "In vielen früheren
Religionen glaubte man, die häufige Wiederholung eines Gebets würde
seine Wirksamkeit steigern. Hundertmal gemurmelt, hatte ... eine Bitte
... bei Gott bessere Chancen auf Erhörung als eine, die nur einmal
vorgetragen wurde" (S. 56 f.). Die Kirche hat hier nahtlos
angeknüpft und ihre Gebete sind vielfach "Leiergebete". |
|
22.) Für die ersten Christen ist Christus ein
großer Prophet und der
Sohn Gottes, der mit seinem Leben ein Vorbild für uns alle ist. Er ist
ein mächtiger Freidenker, der sich nicht in Institutionen und
Traditionen einfangen lässt.
Ein
Kruzifix ist den ersten Christen unbekannt, wie der christliche Zeitzeuge Minucius
Felix noch 150 n. Chr. bestätigt. |
Die Kirche sieht Jesus nicht als Vorbild, sondern als
Sühnopfer in einem
Opferkult, das mit allerlei Rankenwerk geschmückt wird.
So verehrt man
v. a. das "Kindlein Jesus" in der Krippe. Dazu übernimmt man am 25.12. das
Geburtsfest des Gottes Mithras für den katholischen Weihnachtskult.
Weiterhin verehrt man das Kruzifix, vergleichbar dem Attiskult,
wo der Gott ebenfalls an einen Pfahl geheftet und umher getragen wird.
Nach Ansicht von Religionssoziologen symbolisiert der Gekreuzigte
(Foto: Eine Darstellung aus dem Vatikan)
tiefenpsychologisch die Botschaft: "Wir haben diesen Mann besiegt"
- ähnlich archaischen Kriegerstämmen, wo z. B. im Kult die getöteten
Gegner aufgespießt wurden bzw. ihre Köpfe bei Prozessionen triumphierend
herum getragen wurden.
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23.) Jesus steigt niemals auf eine Kanzel, um zu den Menschen zu
sprechen.
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Die Kirchen übernahm die
Kanzeln aus dem Heidentum. Eine Kanzel war vor
allem in der Isisreligion üblich. Die Isis-Priester predigten von dort
zum Volk. |
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24.) Jesus benötigt
niemals einen Altar. |
Die Altäre übernahm die Kirche aus dem Judentum und den antiken
Heidenkulten. Dort wurden z. B. die Tiere bestialisch geschlachtet und
dem jeweiligen Gott geweiht. In einem gültigen katholischen Altar muss
z. B. eine Reliquie eingearbeitet sein, die den heidnischen Fetischen
(Amulette, die mit der Gegenwart der Gottheit in Verbindung gebracht
werden) gleicht. Die bis heute bedeutsame katholische Tradition der Altarbilder
stammt aus dem Mithraskult.
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25.)
Jesus spricht: "Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich
selbst erniedrigt, der wird erhöht" (Matthäus 23, 12). Er
warnt vor den Priestern und Theologen. "Sie binden schwere und
unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber
sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen" (Vers 4). Und:
"Sie sitzen gern obenan bei Tisch ... und haben´s gern, dass sie auf
dem Markt gegrüßt werden" (Vers 6).
|
Die
katholischen Würdenträger fordern die Menschen gerne zum Verzicht und
zum "Gürtel-Enger-Schnallen" auf. Die staatlichen Subventionen an die
Kirchen lassen sie jedoch nicht antasten. Bei Hilfsaktionen ruft man
dann die Menschen zum Geben auf und schmückt sich dann mit den Gaben
ihrer Mitglieder. Das milliardenschwere Kirchenvermögen
lässt man aber immer unangetastet, und so mancher Papst hinterließ auch
privat ein Millionenvermögen (z. B.
Pius XII., 80 Millionen DM).
Bei öffentlichen Veranstaltungen sitzen die Priester auf dem
vordersten Platz und bei der Begrüßung der Gäste bei öffentlichen
Veranstaltungen in Deutschland müssen die
"hochwürdigen"
Priester immer
zuerst begrüßt werden, also vor den Politikern. So ist es in den
protokollarischen Betimmungen offiziell vorgeschrieben. Also: Kirchenvertreter
immer zuerst, dann die
Politiker, dann die anderen. (Man könnte deshalb vermuten: Offenbar erst
die "Schlimmsten", dann würde es von Stufe zu Stufe etwas besser.)
|
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26.)
Jesus warnt vor den Herrschern: "Ihr wisst, dass die Herrscher ihre
Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es
nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei
euer Diener" (Matthäus
20, 25-26). |
Die
Kirche hängt sich meist an die Herrscher. Es begann damit, dass der
bis heute kirchlich verehrte und als "heilig" betrachtete Kaiser Konstantin (+ 337) der Kirche den
Weg zur einzigen Staatsreligion ebnete (ab 380). Das Konzil von Nizäa, das z. B.
die bis heute verbindliche kirchliche Lehre über die angebliche
Dreieinigkeit festlegte, wurde von ihm geleitet und stand unter seinem
direkten Einfluss. Der bekannte Religionswissenschaftler
Hubertus Mynarek erklärt dazu: "Auf der Synode von Nizäa im Jahre 325
erschien der Kaiser im Sonnenkleid der Mithras-Religion,
frenetisch gefeiert von den Bischöfen (zit.
während einer Veranstaltung zum Thema "Spart euch die Kirche"
am 1.3.2004 in Augsburg).
Konstantin war ein kriegerischer Gewaltherrscher und brachte auch
Konkurrenten sowie seine Frau Fausta und seinen Sohn Crispus um.
Auch die Päpste selbst lassen sich z. B. - vergleichbar den
ägyptischen Pharaonen - als "Stellvertreter Gottes"
huldigen und wie diese auf Sänften
umhertragen. Die Papst-Sänfte wurde seit Johannes Paul II. aus
praktischen Gründen motorisiert. Seither werden die früheren Sänften und
ihre Träger
durch das
"Papamobil" mit schusssicherem Panzerglas und mitlaufende
Leibwächter ersetzt.

Links Papst Paul VI. auf der Sänfte und
seine Träger,
rechts der Pharao auf der Sänfte und seine Träger
|
|
27.)
Jesus von Nazareth über die Klarheit: "Euer Ja sei ein Ja, euer
Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen"
(Matthäus 5, 37). |
Um
keine gesellschaftliche Lobby zu verärgern und damit weitere
Kirchenaustritte zu riskieren, macht die Kirche meist viele Worte im "Wenn
und Aber", oder sie redet von zeitbedingten "Entwicklungen".
Dazu
ein Beispiel: Der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen,
Alfred Buß, zur Haltung der Kirche zur praktizierten Homosexualität:
"Wir haben eine Wegstrecke zurückzulegen, und die Stationen sind: vom
'Nein' über das 'Nein, aber' zum 'Ja, aber' bis zum 'Ja" (Bild,
22.5.2009). Zwar klingt das nach einem "Ja", doch der Kirchenführer
sagt offenbar nicht, an welchem Ort der "Wegstrecke" sich die Kirche
befinde. Tatsächlich gibt es in der Kirche massive Befürworter und
massive Gegner einer praktizierten Homosexualität. Beide möchten die
Kirchenführer als Mitglieder halten.
|
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28.)
Jesus ist auferstanden. Es gibt kein Grab, zu dem man pilgern könnte
und keine Reste seines Körpers mehr auf der Erde, den falsche
"Nachfolger" zu Verehrungszwecken sicher gestellt hätten. Dies wäre ihm
ein Gräuel. |
Die
Kirche klammert sich - vergleichbar den heidnischen Kulten und
ihren Göttern - an angebliche Reste der körperlichen Erscheinung von
Jesus und damit in Zusammenhang stehende Kultgegenstände,
die allesamt zu den Reliquien gezählt werden. Im
Urchristentum verehrte man bewusst keine Bilder, um sich vom Heidentum
abzugrenzen. Anders die Kirche: So soll auf dem Turiner Grabtuch,
einer Fälschung aus dem Mittelalter, das Gesicht von Jesus abgebildet
sein. Ebenfalls auf dem genauso gefälschten Schweißtuch der Veronika,
mit dem der Schweiß des sterbenden Jesus abgewischt worden sein soll und
das 400 Jahre später plötzlich "gefunden" wurde (von diesem Schweißtuch
gibt es sehr viele: eines im Vatikan, eines im Dorf Manopello (das Dorf wurde
von Benedikt XVI. am 31.8.2006 deshalb extra besucht) usw.; ein angeblicher
Teil des Tuches gehört auch zum
Aachener Domschatz usw. Und nachdem man im 4. Jahrhundert plötzlich auch
das Kreuz "gefunden" hatte, an dem Jesus hingerichtet wurde
und es in Splittern auf der ganzen Welt verteilte, könnte man heute
durch die Zusammensetzung dieser Splitter "mindestens ein großes Schiff"
bauen (Der Historiker Horst Herrmann in: Spiegel online, 1.9.2006).
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wird fortgesetzt
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wird fortgesetzt |
Nachwort
Der "wiederkommende Christus" -
der größte Feind der Kirche?
"Jesus kommt wieder", heißt es im Bekenntnis der Kirchen. Doch wehe, er
käme wirklich! Es reicht der gesunde Menschenverstand, um sich klar darüber zu
werden, dass er die kirchlichen Dogmen, Bekenntnisse, Riten und Zeremonien nicht
segnen oder befürworten würde. Auch würde er nicht in den Vatikan
reisen, um sich bei seinem angeblichen Stellvertreter zu bedanken, dass der
Papst und seine Vorgänger so "tapfer" die Stellung in den letzten 2000 Jahren
gehalten hätten.
Wenn er auf leisen Sohlen kommen würde, würde er vielleicht als erstes freundlich
darauf hinweisen, dass man sein Leben als Jesus von Nazareth ganz falsch
verstanden hat. Und er würde um entsprechende Korrekturen der kirchlichen Lehre bitten.
Doch schon mit dieser Bitte würde er sich sogleich zum Gegner dieser Kirche
machen. Denn die kirchliche Lehre ist
nun mal in ihren wesentlichen Grundlagen "unfehlbar" und keiner Korrektur mehr
zugänglich (vgl. das Unfehlbarkeitsdogma von 1870; siehe dazu Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche,
Lehrsatz Nr. 85). Dies gilt für die römisch-katholische Lehre, doch
im Kern auch für die evangelische. Beide Kirchen lehren, dass sich Gott in der Bibel abschließend und
letztverbindlich geäußert haben soll. Ein wiederkommender Christus dürfe also
nicht mehr sagen als das, was nicht schon sowieso in der Bibel steht. Ein Mann,
der fortlaufend Bibelstellen zitiert. Das könnte man vielleicht durchgehen
lassen. Aber wehe, er sagt mehr. Sonst hätte sich die Kirche ja seit 1700 Jahren
geirrt. Und das dürfe niemals sein.
Wenn Jesus also wiederkommen würde,
selbst wenn er am Anfang sehr vorsichtig wäre, dann wäre der Konflikt mit den
Großkirchen unausweichlich. Denn diese müssten auf ihn hören, wenn sie wirklich
die Kirche
"Jesu Christi" wären, wie sie immer wieder behaupten. Doch sie werden mit Sicherheit nicht
auf ihn hören. Zu vieles
haben die Kirchen im Laufe ihrer Geschichte schon aufgebaut, was zu Jesus von Nazareth im Gegensatz steht
(siehe oben und die weiteren Themen in der Schriftenreihe des "Theologen"):
Die ganzen Lehre vom gerechten Krieg bis hin zur Seligkeit durch Glauben, obwohl
Jesus immer wieder vom rechten Tun sprach. Dann die Dogmen, von denen Jesus nie
sprach und die Sakramente, die er nie einsetzte. Die Kirchenhierarchie und den Beamtenapparat, die Konkordate und Staatsverträge,
die Schatzkammern und die vielen Reliquien, die riesigen kirchlichen Rechtssammlungen,
viele tausend Seiten von Kirchenjuristen aller Generationen geschrieben; dann die
Tradition, das Schaugepränge und Brimborium, das "Gehabe" und "Getue" der Amtsträger, die Weltjugendtreffen und Kirchentage
für die Jugend usw. usf. Doch was hat das alles mit Christus und mit Gott zu
tun?
Gott sei geheimnisvoll, so die Herren der Kirche. Und die Kirche
rechtfertigt ihr ganzes Treiben mit diesem angeblichen "Geheimnis Gottes", das
niemand lüften könne, dem sie aber, die Theologen der Kirche am nähesten kämen.
Doch man müsse dieses Geheimnis ja auch gar nicht lüften. Denn es genüge der Glauben der Menschen,
dass die Kirche durch ihre Predigten und Sakramente ihnen, den Gläubigen, den
Himmeln vermitteln könne, auch wenn sie vieles davon gar nicht verstehen (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 32).
Doch was wird sein, wenn Jesus wiederkommt und das "Geheimnis Gottes" endlich lüftet?
Was ist, wenn er den Menschen alles Wichtige erklärt? Schon kleine Widersprüche
zur kirchlichen Lehre würde ihn zum "Irrlehrer" machen, vor dem man warnt. Denn
würden ihm die Leute glauben, wäre mit seinem Wiederkommen auch das Ende der
kirchlichen Macht gekommen. Das weiß die Kirche, und deshalb hat sie Angst vor
ihm. Doch so schnell
würden sich die Herren der Kirche und ihre Helfer nicht geschlagen geben. Mit Zähnen und Klauen würden
sie um ihre Institution kämpfen, um ihre Macht und um ihre Privilegien; wie immer in den letzten 2000 Jahren.
Jesus kommt wieder. Wo käme denn die Kirche da hin, wenn da plötzlich einer
wäre, der ihr widerspricht!
So würde Jesus, wenn er nicht mehr vorsichtig wäre, wohl dem Papst in Rom die
Maske vom Gesicht ziehen. Und er würde wohl wieder seine "Wehe-Rufe" aussprechen, wie gegenüber den
Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit. "Weh euch, ihr Heuchler, die ihr das
Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hinein
wollen, lasst ihr nicht hineingehen" (Matthäus 23, 13). Und die Heuchler
mit ihrem Stehkragen und dem Kreuz um ihren Hals und an ihren Jacken würden sich wieder
zusammensetzen und beratschlagen, wie sie ihn beseitigen können: den
"Sektenführer", den "selbsternannten Christus", den "falschen Propheten", den "falschen Christus", den
"totalitären Guru", den "Scharlatan", den "falschen Heilsversprecher". Sogar einen untrüglichen "Beweis" würde man führen, um Christus zu "entlarven". Der Beweis
wäre: Christus hält sich nicht an die kirchlichen Dogmen und Bekenntnisschriften.
Diese aber enthalten die bewährte Tradition zahlloser Generationen. Und, was
noch schlimmer sei: Dieser vielleicht sogar "Verrückte" hält sich nicht einmal an
ihre Bibel. Er würde sich dort nur die Stellen herauspicken,
die ihm genehm sind. So wie er es schon als Jesus von Nazareth gemacht hatte,
als er damals der heiligen Überlieferung widersprochen hatte, und als er den
damaligen Theologen seine Worte entgegen rief: "Ich aber sage euch ..."
Sollte er sich das noch einmal getrauen? Die Bibel gelte doch in allen
Konfessionen als weltweit unbestrittene
"Grundlage der gesamten Weltchristenheit", so die Experten der Kirche. Und die Dogmen und Bekenntnisschriften der
Konfessionen seien doch die einzig rechtmäßigen
Auslegungen der Bibel. Dagegen kommt der wieder gekommene Christus nicht an: Ein
"Wichtigtuer" sei er, vermutlich psychisch sehr krank und von "wahnhaften
Größenphantasien" getrieben. "Ich aber sage euch ..." - Wo käme die Kirche denn
da hin, wenn einfach einer aufsteht und sagt: "Ich aber sage euch"? Einfach
nicht Ernst nehmen, gerade gut genug für das unterhaltsame Kaffeegespräch bei
einem Stück Kuchen nach der
Kirchenkonferenz. Ja, viel zu viel habe man sich schon mit diesem "armen
Schwein" beschäftigt. Viel zu viel Aufmerksamkeit habe er schon bekommen. Wir
beten noch kurz für ihn, und wenn der dann nicht Ruhe gibt, wird die Polizei
geholt. Zum Wohl allerseits.
Sollte er aber trotz dieser Verleumdungen in der Bevölkerung gut ankommen, würde
die Kirche das nicht einfach hinnehmen. Denn sie verfügt über viele Mittel und
Wege. Falls er also
wieder als erfolgreicher und beliebter Zimmermann
arbeiten würde, würde man dazu aufrufen, diesem "Sektenbetrieb" keine
Aufträge zu geben.
Auch die Verantwortlichen der Handwerkermesse würde man "warnen", so dass er
dort gar keinen Stand bekommt. Keine Zeitung soll Werbeanzeigen von ihm
veröffentlichen. Man könne die Absage ja damit begründen, seine Lehre sei nicht
mit den Geschäftsgrundlagen des jeweiligen Verlags vereinbar.
Die Kirche
hat überall ihre Leute sitzen, das würde auch ein wiederkommender Christus zu
spüren bekommen. Und so könnte
sie an allen Stellen versuchen, über
ihren Kritiker, den Christus, entsprechend "aufzuklären" oder, wo man das als notwendig
erachten würde, politisch oder juristisch gegen ihn vorzugehen oder eben einfach
die Polizei anzurufen.
Und die maßgeblichen Politiker würden
wieder respektvoll vor der Macht der Kirche buckeln. Denn wie sagte doch einer
der Kirchenführer
unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Seine Worte lauteten wie folgt:
"Dass die Kirche sich nicht umzustellen braucht, empfinden sicherlich die
meisten als einen Abglanz der Ewigkeit" (Dekan Georg März aus Würzburg, zit. nach C. Vollnhals, Evangelische Kirche und
Entnazifizierung, München 1989, S. 134).
Tief durchatmen. So war es, und so ist es, und so würde es immer sein. Die
Kirche sei der Abglanz der Ewigkeit.
So denken die Herren der Kirche und glauben, dass sie ewig so weitermachen
können.
Nahezu 2000 Jahre sind die Herrschenden und Regierenden gekommen und wieder
gegangen. Die Kirche aber blieb - an der Seite der gegenwärtigen oder -
klug vorausschauend - der künftigen Machthaber. Und immer wieder ließ sie sich mit Reichtum,
Privilegien und Vergünstigungen beschenken. Doch immer wenn sich durch einen
Propheten der Himmel ein Stück weit auf die Erde neigte, begann der Stuhl Petri
in Rom unmerklich ins Wanken zu kommen, und seine vielen kleinen evangelischen Schemel
zitterten mit. Doch wenn Christus käme, würde der Stuhl vielleicht für alle
sichtbar wanken, und die einzelnen Schemel würden der Reihe nach umfallen! Welche Gefahr
könnte von dem
wiederkommenden Christus ausgehen? Es gibt keine größere Gefahr für die real existierenden Kirchen. Wehe, er käme! Wehe, er käme wirklich noch ein zweites
Mal! Wehe, wehe! Wurde er nicht ans Kreuz genagelt? Hat er nicht
freundlicherweise nach seiner Auferstehung weitgehend geschwiegen? Hat man nicht
die "ketzerischen" Christus- und Gottespropheten in den letzten Jahrhunderten
erfolgreich zum Schweigen gebracht? Hat sich die Kirche nicht immer erfolgreich
gegen "Häresien", "Ketzereien" und "Sekten" gewehrt und diese immer "unschädlich" gemacht?
Würde er jetzt selber tatsächlich wiederkommen? Will er die Kirche gar zum "Endkampf"
provozieren?
Die Kirche braucht keinen wiederkommenden
Christus. Die Kirche ist eine mächtige Institution geworden, die mächtigste Institution des gesamten Erdkreises. Sie ist kein Tummelplatz mehr für
versponnene Wanderprediger. Die Kirche hat die Bibel. Die Kirche hat die Dogmen, und
ihre Gläubigen
sprechen Woche für Woche das apostolische Glaubensbekenntnis. Und die Kirche hat
den Papst. Sein "Urbi et Orbi" dringt machtvoll in alle Paläste dieser Erde und
auch in die letzte Hütte am Rande der Zivilisation. Und wie die Menschen ihm zujubeln, wenn er wieder und wieder zu ihnen
kommt. Kein Geld ist ihnen für den Papst und seinen Hofstaat zu schade. Dieser
Mann gibt ihnen Hoffnung. Er
ist ihnen Vorbild. Und er gibt ihnen Kraft, auch den Evangelischen. Und
natürlich nimmt die Kirche auch ihn, den Christus, liebevoll in ihre Obhut. Sie hat ihn
sich genommen als schweigenden Gott. Hilflos lallend
in der Krippe oder zum Schweigen gebracht am Kruzifix. Dort habe er uns erlöst.
Das muss reichen. Wehe, er würde sich tatsächlich getrauen,
noch einmal zu kommen ...
Literatur u.
a.:
- Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn, 1962, btb-Taschenbuch im
Goldmann-Verlag 1996
- Robert Kehl, Die Geheimnisse der Kirche, Zürich 1977
- Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?, Verlag Das Wort, Band 1, Marktheidenfeld
2005, Bände 2 und 3, 2006 (je Band für nur 5,00 € + Versand; 09391/504-135)
|
Der Text kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 25: "Die
Kirche - ein totalitärer Götzenkult", Wertheim 2006, zit. nach
www.theologe.de/kirche_verrat-an-jesus-christus.htm, Fassung vom
17.11.2011 |
Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer
interessanter Texte.
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Inhaltsverzeichnis
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1 - Luther-Evangelische Lehre
]
[
2 - Reinkarnation
]
[
3 - Luther-Christus
]
[ 4 - Kirche-Holocaust
]
[
5 - Paulus
] [
7 - Urchristentum-Tiere
]
[ 8 - Bibel
] [ 9 - Anneliese
Michel-Exorzismus ]
[
12 - Sektenbeauftragte ]
[
14 - Hieronymus-Bibel ]
[ 15
- Qumran ] [
16 - Papst ]
[
17 - Organspende ]
[
18 - Glaube der Kirche
] [
19 - Keine ewige Hölle ]
[
20 - Propheten ]
[ 23 - Kirche-Staat
]
[ 24 - Kirche und Hölle auf
Erden ]
[
25 - Götzenkult Kirche ]
[
28 - Luther-Juden ]
[
31 - Tiere-Kirche ] [
32 - Sakramente der Kirche ]
[
33 - Zehn Gebote ]
[ 34 -
Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit ]
[ 35 - Rechtfertigungslehre
]
[
40 -Taufe ] [
41- Apokalypse ]
[ 45 -
Maria ]
[ 46 - Kirchensubventionen
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[ 47 - Gotteserfahrung
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[ 48 - Positives Denken
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[ 49 - Prädestination ]
[ 50 - Genmanipulation
] [
51 - Petrus-Kirche ]
[ 53 - Atomkraft
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[ 54 - Papst Ratzinger
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[ 55 - Beichtgeheimnis
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57 - Pius XII. ]
[ 58
- Kreuzigung ]
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FC 1 - Kirchenaustritt
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FC 3 - Reichtum der Kirche ]
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