DER THEOLOGE
Nr. 25
Der Verrat an Jesus, dem Christus
Die Kirche - keine
Jesusnachfolge,
sondern
ein "totalitärer" Götzenkult
Obwohl der Film The Da Vinci Code nur eine Verfilmung eines Romans mit dem Titel Sakrileg ist, reagierte die Kirche zum Filmstart im Jahr 2006 aufgeregt. Denn auch wenn die Einzelheiten nur fiktiv sind (z. B. die Existenz eines leiblichen Nachkommens von Jesus), trifft der Kern der Handlung ins Schwarze: Die Kirche verwaltet ein Lügengebäude und ist verantwortlich für den größten Betrug der Menschheitsgeschichte. Dieser besteht darin, dass sie sich als Stellvertreterin der Sache von Jesus ausgibt, während sie in Wirklichkeit im Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth steht. Die Kirche ist religionsgeschichtlich eine "synkretistische Mischreligion". Sie setzt sich aus Elementen antiker Mysterienreligionen, des alttestamentlichen Priestertums, der archaischen "Vielgötterei" und von voodoo-ähnlichen Blut-Kulten zusammen, in die man auch noch teilweise gefälschte Elemente der Lehre von Jesus von Nazareth mit hinein gewoben hat. In ihrer Organisationsstruktur übernahm man die Verwaltungseinheiten des Imperium Romanum, und man übertrug den totalen Herrschaftsanspruch römischer Kaiser auf den katholischen Papst und auf die kirchliche Hierarchie. Zusammenfassend könnte man die Kirche folglich als einen "totalitären" "Götzenkult" bezeichnen.
|
"Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus
gepredigt hat." |
Gelegentlich wird die Kirche auch als "heidnisch" bezeichnet. Hier ist zu bedenken, dass es andere "heidnische" Bewegungen gibt, die aufgrund einer überwiegend positiven Ethik mehr mit Jesus von Nazareth gemeinsam haben als die Kirche. Diese Bewegungen dürfen bei einer Einordnung der Kirche in das "Heidentum" ausdrücklich nicht mit den kirchlichen Verbrechen und negativen kirchlichen Lehrinhalten in Verbindung gebracht werden, weswegen die gelegentliche Bezeichnung "heidnisch" für die Kirche hier nicht missverstanden werden darf.
Obwohl es in den letzten 2000 Jahren immer wieder gelungen ist, den Betrug der Kirche nachzuweisen, haben sich der Stuhl Petri und die zu seinem "Anhängsel" verkommenen Protestanten dennoch im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit neben den Orthodoxen als Vertreter des Christentums behaupten können und den guten Namen des Jesus von Nazareth damit böse zu missbrauchen. Denn nahezu 2000 Jahre haben die Kirchen in seinem Namen gemordet, Kriege geführt, mit der von ihnen erfundenen ewigen Verdammnis gedroht und ehrliche Gottsucher irregeführt und in Leid und Elend gestürzt. Zu allen Zeiten richtete sich die Abneigung vieler Menschen deswegen leider auch gegen Jesus, den Christus, obwohl er mit der Kirche und ihren Lehren, Praktiken und Verbrechen überhaupt nichts zu tun hat.
Dazu ein Vergleich: Man stelle sich vor, ein naher Verwandter von Ihnen hat eine einzigartige und großartige Idee in diese Welt gebracht, die allen Menschen zugute kommt. Jahre später tritt eine Institution auf und behauptet, sie würde jetzt für die Verwirklichung dieser Idee zuständig sein. Tatsächlich hat sie diese aber bis zur Unkenntlichkeit entstellt und ihre positiven Wirkungen ins Gegenteil verkehrt. Dennoch behauptet sie, dass es sich genau um das Werk handle, das Ihr Verwandter einst in die Welt gebracht hat, und sie verwendet dafür immer wieder seinen angesehenen Namen und benützt seinen guten Ruf. Würden Sie nun einfach hinnehmen, dass das Andenken und der Ruf Ihres Verwandten auf diese Weise ruiniert werden?
|
"Die Kirche gleicht dem Großinquisitor bei Dostojewski." |
Der Theologe Nr. 25 dient vor diesem Hintergrund der Beweisaufnahme. Wenn es, wohl am "Ende unserer Tage", zu einer Art "Welt-Tribunal" kommt, von dem Jesus selbst in einem Gleichnis einmal sprach, dann werden alle Fakten ans Licht kommen: Geständnisse, Beweise, Indizien, Zeugenaussagen ...
Nachfolgende Übersicht ist ein Beginn.
Einige Ergebnisse wurden dafür zusammen gestellt. In anderen Ausgaben des
Theologen sind Fakten ausführlicher dargelegt, z. B. in
Bezug auf Martin Luther und die evangelische Kirche die Ausgaben Nr. 1
und Nr. 3. Weniger auf die Hauptsache konzentriert, dafür mit
vielen Details versehen, sind die beiden Ausgaben Nr.
9 und Nr. 16, wo es um die römisch-katholische
Kirche geht. Am intensivsten mit der Lehre der katholischen Kirche setzen
sich die Ausgaben Nr. 18 und
Nr. 68 auseinander, wobei
die offiziellen Lehrsätze überwiegend nur zitiert sind. In der Schrift der
Freie
Christen Nr. 1
wird über
beide Kirchen informiert und ansatzweise ein alternativer Weg skizziert.
In dieser Ausgabe von Der
Theologe also erst einmal ein Anfang gemacht, den
Verrat der Kirche an Jesus für alle Menschen guten Willens verständlich darzulegen.
Nachfolgende Bausteine können fortlaufend
ergänzt und präzisiert werden, und für Anregungen bedanken wir uns.
|
"Es ist kontrovers, ob das Christentum von der
Mithrasreligion oder von der Isisreligion oder vom Attismysterium mehr
beeinflusst oder geprägt wurde ... Nach unserer Auffassung hat das
Christentum bei allen diesen Kulten Entlehnungen gemacht, bei der einen
mehr, bei der anderen weniger, bei der einen dies, bei den anderen anderes.
Uns scheint im besonderen, es habe vom Attiskult vor allem die
Bluterlösungslehre, vom Mithraskult die Sakramente und vom Isiskult ...die allgemeine Liturgie und z. B. die
Tempelgestaltung, aber auch die Spiritualität und die Devotion, bewusst oder
unbewusst, zum Vorbild genommen."
|
|
Das lehrte Jesus von Nazareth |
Das lehrt der totalitäre Götzen-, Blut- und Herrscherkult der Kirche |
|
1.) "Liebet Eure Feinde,
segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen!"
|
|
|
2.) Jesus setzt keinen "Heiligen" Vater als seinen Stellvertreter ein. Im
Gegenteil: Er lehrt: "Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf
Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 9).
|
|
|
3.) Jesus lehrt "Mein
Reich ist nicht von dieser Welt" (Johannes 18, 36) und: "Das
Reich
Gottes ist in euch" (Lukas 17, 21). |
|
|
|
|
|
5.) Jesus lehrt
kein rituelles Messopfer, sondern ein schlichtes,
aber feierliches Liebesmahl mit Brot und Wein zu seinem
"Gedächtnis", auch Agape-Mahl genannt. So
halten es auch die ersten Christen, die dankbar miteinander
speisten und im Bewusstsein der stärkenden Gegenwart Gottes die Gaben
der "Mutter Erde" aufnahmen. |
|
|
6.) "Lehret die Menschen und macht sie zu Schülern"
[so die wörtliche Übersetzung], bevor ihr sie
eines Tages tauft (Matthäus 28, 19). Jesus denkt dabei an eine
Geisttaufe, was z. B. Johannes der "Täufer" klar
ausspricht. Jesus "wird
euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen" (Matthäus 3, 11),
so Johannes. Wasser gilt
nur als ergänzendes Symbol und wird v. a. von ihm, Johannes, als
Symbol der inneren Reinigung verwendet. |
|
|
7.)
Jesus lehrt den barmherzigen Gott, der jedem Seiner Kinder nachgeht wie
dem "verlorenen Schaf", bis es gefunden ist (vgl. Lukas 15).
|
|
|
8.) Jesus betont immer wieder das Tun seiner Lehre! Es kommt also darauf an, sie in die Tat umzusetzen (z. B. Matthäus 7, 12.21.24, Lukas 10, 25-27). |
|
|
9.) Das
Gebot "Du sollst nicht töten" gilt nach Jesus auch gegenüber Tieren,
wie z. B. aus apokryphen Schriften außerhalb der Bibel deutlich wird
(siehe "Der Theologe Nr. 7", Teil 1,
Jesus
war ein Freund der Tiere). |
|
|
|
|
|
11.) Jesus hat ein natürliches Verhältnis zu seinen leiblichen Eltern Maria und Josef. Die geistige Verwandtschaft ist ihm aber wichtiger als die Blutsverwandtschaft. So lehrt er: "Wer ist meine Mutter und meine Brüder? ... Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter" (Markus 3, 33.35). |
|
Babylonische
Gottheit mit Kind
Isis mit Horus in Ägypten
|
12.) Jesus verdient seinen Lebensunterhalt als Zimmermann, und auch seine Jünger sind überwiegend als Handwerker tätig. Selbst der Kirchenlehrer Paulus lebt noch von seiner Tätigkeit als Zeltmacher (siehe 1. Thessalonicher 2, 9). Alle leben nach dem Gebot "Bete und arbeite". |
|
|
13.) Jesus lehrt, nicht auf das Verwesliche zu blicken, sondern auf das Unvergängliche, den Geist. Er lehrt einen lebendigen Gott und keine Verehrung von Leichenteilen. Er ist der "Auferstandene" und es gibt kein Grab, zu dem die Gläubigen pilgern können. |
|
|
14.) Auch Jesus lehrt das Gebot "Du sollst nicht ehebrechen". |
|
|
15.) Im Arbeitsleben soll das Gemeinwohl angestrebt werden. "Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam", heißt es in der Apostelgeschichte über das Urchristentum (2, 44). |
|
|
|
|
|
|
Die Kirche
unterschlägt, dass Jesus mit dem
Wort von den Schlüsseln des
Himmelreichs in Matthäus 18 (siehe
links) alle
Christen angesprochen hat. Sie greift nur die Parallelstelle in
Matthäus 16, 19 heraus, wo Jesus diese Gesetzmäßigkeit beispielhaft
seinem Jünger Petrus erklärt. In diesem Zusammenhang konstruiert sich die Kirche
nun selbst
als angebliche "Nachfolgerin" des Petrus und phantasiert, mit diesem
Satz hätte Jesus der Kirche als der Nachfolgerin des Petrus eine "Schlüsselgewalt"
verliehen. Und diese so genannte Schlüsselgewalt dürften wiederum - wie
in allen heidnischen Kulten - ausschließlich die Priester im "Sakrament
der Beichte" ausüben. |
|
18.) Jesus und seine
Jünger sind gekleidet wie das Volk. Sie begründen auch keine Feste,
Bräuche und Traditionen, sondern leben nach dem Gebot der Nächstenliebe
unabhängig von kultischen Vorschriften und Gebräuchen. |
|
|
19.) Jesus und seine Nachfolger tragen auch keine bestimmten Hüte und Mützen. |
|
Links die Tiara von Fischgott Dagon und Papst Innozenz III. mit der Tiara. Rechts Dagon mit seiner Mitra. Und daneben Papst Paul VI. mit der alten Fischgott-Mitra.
|
|
Die Heiligenverehrung mit Statuen, Prozessionen, Wallfahrten, Rosenkranz und Reliquienverehrung pflegte man im Isis-, Dionysos- oder Attiskult ganz ähnlich wie später im Katholizismus. Ähnlich den heidnischen Götterstatuen fertigte man in der Kirche-, Christus-, Marien oder "Heiligen"-Statuen, die man z. B. an kirchlichen Feiertagen durch die Straßen trägt. Wie für die "heidnischen Vogelscheuchen im Gurkenfeld" (Der Prophet Jeremia, siehe links) gilt auch für sie: "Sie können nicht reden; auch muss man sie tragen; denn sie können nicht gehen" (Jeremia 10, 5). Und so wie von den kirchlichen Statuen einzelne "Wunder" ausgegangen sein sollen, so war es auch schon bei den Isis-Statuen im Altertum. |
|
|
Die Kirche übernahm demgegenüber ihre Gebete und Litaneien aus entsprechenden heidnischen Religionen, z. B. den Rosenkranz und andere Wiederholungsgebete (ähnlich beim Dionysos-, Isis- und Attis-Kult). Im bekannten Lexikon der religiösen Gegenstände und Gebräuche von Charles Panati heißt es dazu: "In vielen früheren Religionen glaubte man, die häufige Wiederholung eines Gebets würde seine Wirksamkeit steigern. Hundertmal gemurmelt, hatte ... eine Bitte ... bei Gott bessere Chancen auf Erhörung als eine, die nur einmal vorgetragen wurde" (S. 56 f.). Die Kirche hat hier nahtlos angeknüpft und ihre Gebete sind vielfach "Leiergebete". |
|
22.) Für die ersten Christen ist Christus ein großer Prophet und der Sohn Gottes, der mit seinem Leben ein Vorbild für uns alle ist. Er ist ein mächtiger Freidenker, ein Freier Geist, der sich nicht in Institutionen und Traditionen einfangen lässt. Ein Kruzifix ist den ersten Christen unbekannt, wie der christliche Zeitzeuge Minucius Felix noch 150 n. Chr. bestätigt. |
|
|
|
Die Kirchen übernahm die Kanzeln aus dem Heidentum. Eine Kanzel war vor allem in der Isisreligion üblich. Die Isis-Priester predigten von dort zum Volk. |
|
24.) Jesus benötigt niemals einen Altar. |
|
|
|
|
|
26.) Jesus warnt vor den Herrschern: "Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener" (Matthäus 20, 25-26). |
Links Papst Paul VI. auf der Sänfte und
seine Träger,
|
|
27.) Jesus von Nazareth über die Klarheit: "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere ist von Übel". (Matthäus 5, 37). |
|
|
28.) Jesus ist auferstanden. Es gibt kein Grab, zu dem man pilgern könnte und keine Reste seines Körpers mehr auf der Erde, den falsche "Nachfolger" zu Verehrungszwecken sicher gestellt hätten. Dies wäre ihm ein Gräuel. |
|
|
wird fortgesetzt |
wird fortgesetzt |
Der wiederkommende Christus -
der größte Feind der Kirche
"Jesus kommt wieder", heißt es im Bekenntnis der Kirchen. Doch wehe, er
käme wirklich! Es reicht der gesunde Menschenverstand, um sich klar darüber zu
werden, dass er die kirchlichen Dogmen, Bekenntnisse, Riten und Zeremonien nicht
segnen oder befürworten würde. Auch würde er nicht in den Vatikan
reisen, um sich bei seinem angeblichen Stellvertreter zu bedanken, dass der
gegenwärtige Papst und alle seine Vorgänger so "tapfer" die Stellung in den letzten 2000 Jahren
gehalten hätten.
Wenn er zunächst vorsichtig und auf leisen Sohlen kommen würde, würde er vielleicht als erstes
darauf hinweisen, dass man sein Leben als Jesus von Nazareth ganz falsch
verstanden hat. Und er würde vielleicht um eine entsprechende Klarstellung
seiner Lehre bitten.
Doch schon mit dieser einfachen Bitte würde er sich sogleich zum Gegner dieser Kirche
machen. Denn die kirchliche Lehre ist
nun mal in ihren wesentlichen Grundlagen "unfehlbar" und keiner Korrektur mehr
zugänglich (vgl. das Unfehlbarkeitsdogma von 1870
und einen weiteren "unfehlbaren"
Lehrsatz über die "ganze kirchliche Überlieferung"). Dies gilt für die römisch-katholische Lehre, doch
im Kern auch für die evangelische. Beide Kirchen lehren, dass sich Gott in der Bibel abschließend und
letztverbindlich geäußert haben soll. Ein wiederkommender Christus darf
demzufolge also
nichts anderes sagen als das, was sowieso schon in der Bibel steht. Ein Mann,
der fortlaufend Bibelstellen zitiert - das könne man vielleicht durchgehen
lassen. Aber nichts anderes. Auch keine anderen Interpretationen der Bibel.
Für diesen Fall würde ihn die katholische Kirche ewig verdammen (siehe
hier). Und
beide Großkirchen würden dann sicher behaupten: "Dieser Mann könne unmöglich der
wiedergekommene Christus sein. Denn er lehrt etwas anders als wir." Würden
sie sich anders verhalten, dann müssten sie ja zugeben, dass sie sich seit ca. 1700 Jahren
geirrt haben. Und das dürfe niemals sein.
Wenn Jesus also wiederkommen würde,
selbst wenn er am Anfang sehr vorsichtig ist, dann wäre der Konflikt mit den
Großkirchen unausweichlich. Denn diese müssten auf ihn hören, wenn sie wirklich
die Kirche
"Jesu Christi" wären, wie sie immer wieder vordergründig behaupten. Doch sie werden mit Sicherheit nicht
auf ihn hören. Zu vieles
haben die Kirchen im Laufe ihrer Geschichte schon aufgebaut, was zu Jesus von Nazareth im Gegensatz steht
(siehe die weiteren Themen in der Schriftenreihe des "Theologen"):
Die ganzen Lehre vom gerechten Krieg bis hin zur Seligkeit durch Glauben, obwohl
Jesus immer wieder vom rechten Tun sprach und vieles mehr: die Dogmen, von denen Jesus nie
sprach und die Sakramente, die er nie einsetzte; die Kirchenhierarchie und den Beamtenapparat, die Konkordate und Staatsverträge,
die Schatzkammern und die vielen Reliquien, die riesigen kirchlichen Rechtssammlungen,
viele tausend Seiten von Kirchenjuristen aller Generationen geschrieben; dann die
Tradition, das Schaugepränge und Brimborium, das "Gehabe" und "Getue" der Amtsträger, die Weltjugendtreffen und Kirchentage
für die Jugend usw. usf.
Doch was hat das alles mit Christus und mit Gott zu
tun? Gott sei geheimnisvoll, so die Herren der Kirche. Und sie
rechtfertigen ihr ganzes Treiben mit diesem angeblichen "Geheimnis Gottes", das
niemand lüften könne, dem sie aber, die konfessionell geweihten bzw.
installierten Theologen am nähesten kämen.
Doch man müsse dieses Geheimnis ja auch gar nicht lüften. Denn es genüge der Glaube der Menschen,
dass die Kirche durch ihre Predigten und Sakramente ihnen, den Gläubigen, den
Himmeln vermitteln könne, auch wenn sie vieles davon gar nicht verstehen.
Doch was wird sein, wenn Jesus wiederkommt und das "Geheimnis Gottes" endlich lüftet?
Was ist, wenn er den Menschen alles Wichtige erklärt? Schon kleine Widersprüche
zur kirchlichen Lehre würden ihn zum "Irrlehrer" machen, vor dem man warnt. Denn
würden ihm die Leute glauben, wäre mit seinem Wiederkommen auch das Ende der
kirchlichen Macht gekommen. Das weiß die Kirche, und deshalb hat sie Angst vor
ihm. Doch so schnell
würden sich die Konfessionspriester und ihre Helfer nicht geschlagen geben. Mit Zähnen und Klauen würden
sie um ihre Institutionen kämpfen, um ihre Macht und um ihre Privilegien; wie immer in den letzten 2000 Jahren.
Christus kommt wieder. Doch wo käme denn die Kirche da hin, wenn es sich dabei
um einen Mann handeln würde, der ihr widerspricht?
So würde Jesus, wenn er nicht mehr vorsichtig wäre, wohl dem Papst in Rom die
Maske vom Gesicht ziehen. Und er würde wohl wieder seine "Wehe-Rufe" aussprechen, wie gegenüber den
Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit. "Weh euch, ihr Heuchler, die ihr das
Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hinein
wollen, lasst ihr nicht hineingehen" (Matthäus 23, 13). Und die Heuchler
mit ihrem Stehkragen und dem Kreuz um ihren Hals und an ihren Jacken würden sich wieder
zusammensetzen und beratschlagen, wie sie ihn beseitigen können: den
"Sektenführer", den "selbsternannten Christus", den "falschen Propheten", den "falschen Christus", den
"totalitären Guru", den "Scharlatan", den "falschen Heilsversprecher".
Sogar einen untrüglichen "Beweis" würde man führen, um Christus zu "entlarven". Der Beweis
wäre: Dieser Christus, wie er sich nennt, hält sich nicht an die kirchlichen Dogmen und Bekenntnisschriften.
Diese aber enthalten die bewährte Tradition zahlloser Generationen. Und, was
noch schlimmer sei: Dieser vielleicht sogar "Verrückte" hält sich nicht einmal an
ihre Bibel. Er würde sich dort nur die Stellen herauspicken,
die ihm genehm sind.
Und man könnte an dieser Stelle hinzufügen: Ja, genau. So wie er es schon als Jesus von Nazareth gemacht hatte,
als er damals der "heiligen" Überlieferung widersprochen hatte, als er sie
korrigierte und als er den
damaligen Theologen seine Worte entgegen rief: "Ich aber sage euch ..."
Sollte er sich das noch einmal getrauen? Die Bibel gelte doch in allen
Konfessionen als weltweit unbestrittene
"Grundlage der gesamten Weltchristenheit", so die institutionell
beglaubigten Experten. Und die Dogmen und Bekenntnisschriften der
Konfessionen seien doch die einzig rechtmäßigen
Auslegungen der Bibel. Dagegen käme der wieder gekommene Christus nicht an. Ein
"Wichtigtuer" sei er, vermutlich psychisch sehr krank und von "wahnhaften
Größenphantasien" getrieben. "Ich aber sage euch ...?" Wo käme die Kirche denn
da hin, wenn einfach einer aufsteht und ruft: "Ich aber sage euch"? Einfach
nicht Ernst nehmen, gerade gut genug für das unterhaltsame Kaffeegespräch bei
einem Stück Kuchen nach der
Theologenkonferenz. Ja, viel zu viel habe man sich schon mit diesem "armen
Schwein" beschäftigt. Viel zu viel Aufmerksamkeit habe er schon bekommen. Wir
beten noch kurz für ihn, dann packt ihm ein Stück Kuchen ein, und wenn er dann nicht
endlich Ruhe gibt, wird eben die Polizei geholt. Basta.
Sollte er aber trotz dieser Verleumdungen in der Bevölkerung gut ankommen, würde
die Kirche das nicht einfach hinnehmen. Denn sie verfügt über viele Mittel und
Wege. Falls er also
wieder als erfolgreicher und beliebter Zimmermann
arbeiten würde, würde man dazu aufrufen, diesem "Sektenbetrieb" keine
Aufträge zu geben.
Auch die Verantwortlichen der Handwerkermesse würde man "warnen", so dass er
dort gar keinen Stand bekommt. Keine Zeitung soll Werbeanzeigen für seine
Dienstleistungen
veröffentlichen. Man könne die Absage ja damit begründen, seine Lehre sei nicht
mit den Geschäftsgrundlagen des jeweiligen Zeitungsverlags vereinbar.
Die Kirche
hat überall ihre Leute gleich Lobbyisten sitzen. Das würde auch ein wiederkommender Christus zu
spüren bekommen. Und so könnte
sie an allen Stellen versuchen, über
ihren Kritiker, den Christus, entsprechend "aufzuklären" oder, wo man das als notwendig
erachten würde, politisch oder notfalls juristisch gegen ihn vorzugehen oder eben einfach
die Polizei anzurufen.
Und die maßgeblichen Politiker würden
wieder respektvoll vor der Macht ihrer religiösen Obrigkeiten buckeln. Denn wie sagte doch einer
der Kirchenführer
unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs? Seine Worte lauteten wie folgt:
"Dass die Kirche sich nicht umzustellen braucht, empfinden sicherlich die
meisten als einen Abglanz der Ewigkeit" (Der evangelische Dekan Georg März aus Würzburg, zit. nach C. Vollnhals, Evangelische Kirche und
Entnazifizierung, München 1989, S. 134).
Oder wie sagte ein Kirchenführer unserer Zeit?
"Der
Priester ist die Fleisch gewordene Bündnistreue Gottes zu uns Menschen. Wir Priester bekommen unsere ganze Heilsbedeutung, unsere geistliche
Gewichtigkeit, unsere geistliche Vollmacht für die Menschen dadurch, indem wir
vor dem Angesichte Gottes stehen und ihm in die Augen und das Herz schauen. Der Priester ist der
Mann vor Gott. Es ergreift mich immer zutiefst, wenn ich die Sehnsucht von
Menschen nach dem Priester zu spüren bekomme"
(Joachim Kardinal Meisner bei seiner Predigt im Kölner Dom am 15.6.2012).
Tief durchatmen. So war es, und so ist es, und so würde es immer sein. Und
dieser "Irrlehrer, der die Christenheit durcheinander bringt"? Er ist weder
Priester noch hat er auch nur ein einziges Semester Theologie studiert. Er kann ja
noch nicht einmal fehlerfrei reden und schreiben. Und mit seinen "Sprüchen" über
Gott versucht er doch nur, seinen "Minderwertigkeitskomplex" zu überspielen. Die
Kirche jedoch ist "der Abglanz der Ewigkeit", geführt von Männern, die
Gott "in die Augen und das Herz schauen" und deren Körper "die Fleisch gewordene
Bündnistreue Gottes" ist und die an den Universitäten zu Theologen ausgebildet
wurden.
So denken die Herren der Kirche, und sie glauben, dass sie ewig so weitermachen
können.
Nahezu 2000 Jahre sind die Herrschenden und Regierenden gekommen und wieder
gegangen. Die Kirche aber blieb - an der Seite der gegenwärtigen oder -
klug vorausschauend - der künftigen Machthaber. Und immer wieder ließ sie sich mit Reichtum,
Privilegien und Vergünstigungen beschenken. Doch immer wenn sich durch einen
Propheten der Himmel ein Stück weit auf die Erde neigte, begann der Stuhl Petri
in Rom unmerklich ins Wanken zu kommen, und seine vielen kleinen evangelischen
Beistell-Schemel
fingen an, zitternd zu vibrieren. Doch wenn Christus käme, würde der Stuhl vielleicht für alle
sichtbar umfallen, und die einzelnen Schemel würden der Reihe nach umkippen wie
Dominosteine! Welche Gefahr
könnte also von dem
wiederkommenden Christus ausgehen? Es gibt keine größere Gefahr für die real existierenden Kirchen. Wehe, er käme! Wehe, er käme wirklich noch ein zweites
Mal! Wehe, wehe! Wurde er nicht ans Kreuz genagelt? Hat er nicht
freundlicherweise nach seiner Auferstehung weitgehend geschwiegen? Haben wir ihn
nicht seit 2000 Jahren immer wieder tot am Kreuz präsentiert? Nur an Weihnachten
zur Abwechslung einmal lächelnd in eine Krippe gelegt? Hat man nicht
die "ketzerischen" Christus- und Gottespropheten in den letzten Jahrhunderten
erfolgreich zum Schweigen gebracht? Und hat sich nicht die Kirche immer erfolgreich
gegen "Häresien", "Ketzereien" und "Sekten" gewehrt und diese immer "unschädlich" gemacht?
Würde er jetzt selber tatsächlich wiederkommen? Will er die bewährten
Institutionen gar zum "Endkampf"
provozieren?
Die Kirche braucht keinen wiederkommenden
Christus. Sie ist eine mächtige Institution geworden, die mächtigste Institution des gesamten Erdkreises
und einer der größten Finanzmächte obendrein. Sie ist kein Tummelplatz mehr für
versponnene Wanderprediger. Die Kirche hat die Bibel. Sie hat ihre Dogmen und
Bekenntnisschriften, und
ihre Gläubigen
sprechen Woche für Woche das apostolische Glaubensbekenntnis. Und es gibt den
Mann auf dem "Heiligen Stuhl", als "Heiliger Vater" verehrt, der Papst,
zum Zeichen für die Einheit der Christenheit, denn es handelt sich ja nur
um einen Einzigen, einen einzigen Mann! Unterwerfung und Unterordnung unter ihn
bedeute "Einheit". Und sein "Urbi et Orbi" dringt machtvoll in alle Paläste dieser Erde und
auch in die letzte Hütte am Rande der Zivilisation. Und wie die Menschen ihm zujubeln, wenn er wieder und wieder zu ihnen
kommt. Kein Geld ist ihnen dafür zu schade. Dieser
Mann gibt ihnen Hoffnung. Er
ist ihnen Vorbild. Und er gibt ihnen Kraft, auch den Evangelischen. Und
natürlich hat die Kirche auch ihn, den Christus, in ihre Obhut genommen. Sie hat ihn
sich genommen als schweigenden Gott. Hilflos lallend
in der Krippe oder zum Schweigen gebracht am Kruzifix. Dort habe er uns erlöst.
Das muss reichen. Wehe, er würde sich tatsächlich getrauen,
noch einmal zu kommen ...
|
Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer
interessanter Texte.
Alle Theologen-Ausgaben finden Sie auf der Startseite
[
theologe.de ]
Weitere Seiten mit Hintergrundinformationen finden Sie bei
[
Inhaltsverzeichnis
]
[
2 - Reinkarnation
]
[
3 - Luther-Christus
]
[ 4 - Kirche-Holocaust
] [
5 - Paulus
]
[
6 - Krieg, Waffenexporte ] [
7 - Tiere
]
[ 8 - Bibel
] [
9 - Exorzismus ] [
12 - Neue Inquisition ]
[
14 - Hieronymus-Bibel ]
[ 15
- Qumran ] [
16 - Vatikan ]
[
17 - Organspende ]
[
18 - Dogmen
]
[
19 - Keine ewige Hölle ]
[
20 - Propheten ]
[ 23 - Kirche-Staat
]
[
25 - Götzenkult Kirche ]
[
28 - Luther-Juden ]
[
31 - Klimakatastrophe ] [
33 - Zehn Gebote ]
[
40 -Taufe ] [
41- Apokalypse ]
[ 46 - Kirchensubventionen
] [ 48 - Positives Denken
]
[ 49 - Prädestination ] [ 50 - Genmanipulation
]
[
51 - Petrus-Kirche ]
[ 53 - Atomkraft
]
[ 56 -
Weltjugendtag ]
[ 58
- Kreuzigung ]
[ 59 - Abendmahl ]
[ 61 - Nachruf auf Kirche
]
[ 63 - Pfarrer
] [ 65 - Esst kein Fleisch
] [ 66 - Kaiser Konstantin
]
[
67 - 500 Jahre Reformation ] [
68 - Verfluchungen der Kirche
]
[ 70 - Papst Bergoglio
]
[ 74 - Pfingsten ]
[ 75 - Würzburg
] [
82 - Kirchenaustritt
]
[ 89 - Sektenbeauftragter
]
[
FC 3 - Reichtum der Kirche ]
[
FC 6 - Kirche und Tod ] [ Glaubenstest
] [ Vaterunser ]
[
Urchristentum
] [
Prophetie ]
[
Sex-Verbrechen von Priestern
]
[ Schwarzbuch Kath.
Kirche ]
[ Schwarzbuch Evang.
Kirche ] [ 2005 bis
2013 ] [ Aktuell
] [
Links
]
[
E-Mail ]
[
Impressum
]
|
|