DER THEOLOGE
Nr. 38


Der Gott Mammon und seine Kinder

Die Gesellschaft, die Kirche und das Geld
 

"Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben; oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." (Jesus von Nazareth, Bergpredigt, Matthäus 6, 24; vgl. auch seine Gleichnisse vom reichen Kornbauern (Lukas 12, 16-21) und vom reichen Mann und armen Lazarus (Lukas 16, 19-31) und eine Aktualisierung in der Erzählung Das neue Herz).

"Kirche und Geld, die untrennbaren siamesischen Zwillinge" (Gerhard Rampp, Bund für Geistesfreiheit, Augsburg)

"Wenn die Menschen Gerissenheit, Habgier und Rücksichtslosigkeit als Erfolgsantriebe bejahen, entsteht der Raubtierkapitalismus. Das Wirtschaftssystem spiegelt den Reifezustand der Gesellschaft wider ...  Selbst Manager, die für eine offensichtliche Straftat belangt werden, ernten meist Milde ... Scharen von unverantwortlichen Zockern auf den Finanzmärkten bleiben ungeschoren ... Dass sie nicht bestraft werden können, ist bezeichnend und spiegelt einen Sittenverfall in unserer Gesellschaft wider." (Der Psychoanalytiker Dr. Horst Eberhard Richter, zit. nach Spiegel online, 18.8.2009)
 

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2006 / 2007
Skrupellose Kirche in Berlin und Brandenburg - Ausgetretene müssen wieder Kirchensteuer zahlen

Fehlende Austrittsbescheinigungen - Großkirchen erschleichen sich Hunderttausende von Euro

2008

Landesbischof Friedrich gegen Begrenzung von Managergehältern

Turbulenzen um vergoldete Stele in Haßfurt - Jesus wollte keine goldverbrämten Kirchen

Bankenpleite: Der einfache Steuerzahler bezahlt wieder die Zeche

Auch deutsche Steuerzahler finanzieren Bankenpleite in den USA. Dafür Kirchensubventionen streichen

Evangelische Kirche verzockt 4,3 Millionen Euro bei Lehman Brothers

Die "totale" Herrschaft des Mammon: US-Finanzminister war bis 2006 Chef von Goldman Sachs

Finanzkrise: Werden wir von Kriminellen ausgenommen?

Die Schere öffnet sich weiter: Banken-Manager kassieren, Steuerzahler und Sparer haften

Astronomische Bürgschaften: Irland gibt sich als erstes Land damit praktisch auf

Wie der Gott "Mammon" die Herrschaft übernahm / Banker fühlt sich als Schwerverbrecher /
Zum Vergleich: Fünf Billionen Dollar Schaden pro Jahr durch gnadenlose Abholzung der Wälder

Der Mittelstand sinkt immer mehr ab

Bankrott-Manager belohnen sich mit 70 Milliarden Dollar "Sonderzuwendungen" / Vatikan hortet Gold / Sänger Udo Lindenberg kritisiert Kirche

Die Schere: Bahnfahren wird immer teurer, Bahn-Manager erwarten Boni-Millionen
Auch Millionen-Boni für Postbank-Manager

Spielcasino Wirtschaft: So geht alles früher oder später kaputt

Evangelisch-lutherische Kirche verliert nochmals 200.000 Euro

Kirche spendiert Papst-Bruder Konzert für über 150.000 Euro

Erhöhung der Kirchensteuer ab 1.1.2009 - Deshalb: Kirchenaustritt jetzt

Die etwas andere Weihnachtserfahrung: Papst und Bischöfe kommen nicht durchs Nadelöhr

2009


Jahreswende 2008 / 2009: Kein Grund zum Feiern: Countdown der Natur- und Wirtschaftskatastrophen

Bibelgläubiger Unternehmer kapitulierte und ließ sich von Zug überrollen

Bankraub - früher illegal, heute legal? Die Herrschaft des Gottes Mammon auch in Deutschland

Der "Raubzug" geht weiter: Bank-Bosse kassieren Zusatz-Millionen


Wie Großkonzerne den deutschen Steuerzahler legal übers Ohr hauen - Die Ethik-Krise hinter der Wirtschafts- und Finanzkrise / Sonderboni usw.: Vorstände sahnen mächtig ab

Wie der Zusammenbruch des deutschen Bankensystems in letzter Minute verhindert wurde

Umverteilung geht weiter: Staatshilfen von Millionären eingesteckt

Kirchensteuer-Einnahme-Rekord 2008 - Jetzt geht es wieder etwas zurück

USA: Banken moralisch bankrott - Kommt irgendwann die Sklaverei zurück? - Hurra, wir sind alle HRE

Höllenfahrt immer schneller: Noch nie so viele Hungernde und Hungertote, noch nie so maßlose Spitzengehälter

Kirchlich orientierte Gewerkschaften: "Lohndrücker im Namen Gottes"

Evangelische Diakonie: Bonuszahlungen für Manager, horrende Abfindungen, interne Zeitarbeitsfirma

Eine Tonne Gold im Vatikan

Über 20 % der Immobilien Italiens gehören der Kirche

2010


Nach BayernLB-Desaster nun 200 Milliarden neuer Schrott bei Hypo Real Estate offensichtlich

Goldman Sachs half, Staatsbankrott von Griechenland zu vertuschen

"Weh Euch, Ihr Reichen!" 25 Hedge-Fonds-Manager verdienten im Krisenjahr 2009 25 Milliarden Dollar

"Der geheime Milliardenschatz der Kirche"

Geldverschwendung, Selbstherrlichkeit und Missachtung der Laien: Katholiken fordern Rücktritt von Bischof Schraml

Worauf es der Kirche ankommt: Wer nicht mehr zahlen will, ist kein Katholik mehr

Viel Geld: Kirche räumt knallhart ab

Gigantisches Defizit der deutschen Kommunen - Einer der Gründe: die Kirche

"Neue Beweise: Die üblen  Machenschaften der Vatikanbank"

Pfarrer veruntreute eine Millionen Euro

Neue Finanzskandale der Kirche in Deutschland: Die geheimen Milliarden des "Bischöflichen Stuhls" / Katholische Kirche in Deutschland  verfügt über 50 Milliarde Euro Bares

Prunksucht, Diebstahl, undurchsichtige Kassen in der Kirche

Rentner weigerte sich, Kirchengrundsteuer zu bezahlen: Konto gepfändet

2011

Wie lange müssen alle Firmen in der Schweiz noch Kirchensteuern zahlen? Wann beenden Gerichte endlich das Mittelalter?

Griechenland: Priester bekommen Staatsgelder für jeden Gottesdienst

Weltweite Proteste des untergehenden Mittelstandes gegen das Finanzssystem mit dem Prinzip von Mega-Reich und Bettelarm

2012

Demonstration auf dem Petersplatz gegen Reichtum und Korruption des Vatikan mit Schlagstöcken aufgelöst


Lesen Sie dazu auch: Freie Christen Nr. 3 - Der  Reichtum der Kirche ist Blutgeld
Weitere Meldungen zum Thema "Kirche und Geld" finden Sie in:
Der Theologe Nr. 16: Die Päpste Johannes Paul II. Benedikt XVI. und das Papsttum im Vatikan
Der Theologe Nr. 23: Das Staatsross und sein kirchlicher Reiter

Sowie die Serie über Kirche und Geld in der Zeitschrift Das Weisse Pferd



2006 / 2007
 

17.12. / 19.12.2006 - Skrupellose Methoden der Kirche in Berlin und Brandenburg - Ausgetretene müssen wieder Kirchensteuer zahlen - "Skrupellos" nannte Rechtsanwalt Karsten Sommer das "Geschäftsgebaren" v. a. der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Berlin-Brandenburg, das diese seit einigen Jahren betreibt (Der Tagesspiegel, 13.3.2006). Zieht nämlich ein Bürger neu in Berlin zu, reicht es nicht, wenn dieser erklärt, konfessionslos zu sein. Er muss einen Kirchenaustritt schriftlich nachweisen können oder verbindlich erklären, niemals getauft worden zu sein. Die Kirche ließ dann das Taufregister seines Geburtsorts durchforsten, um diese Auskunft zu kontrollieren (frei nach dem Motto "Sobald das Wasser über den Scheitel rinnt, darfst du bald zahlen, liebes Kind"). Doch was geschieht, wenn man irgendwann einmal getauft wurde, jedoch die spätere Austritts-Bescheinigung nicht mehr findet oder nie eine solche erhalten hat? Dann kann man sich nur durch sofortigen erneuten Kirchenaustritt (und erneute Zahlung der Kirchenaustrittsgebühr) vor weiteren Forderungen der Kirche schützen. Man muss dann "nur" vom ersten Kirchensteuer-Bescheid bis zur Wirksamkeit des zweiten Austritts an die Kirche zahlen. Manchmal machte sich die Kirchensteuerbehörde nicht einmal die Mühe, einem Bürger seine Taufe nachzuweisen und stempelte ihn einfach per Behördenwillkür zum evangelischen oder katholischen Kirchenmitglied. So berichtete z. B. der von Düsseldorf nach Berlin gezogene Hans Gabriel, er wurde von der Kirchensteuerbehörde kurzerhand auf Verdacht als "römisch-katholisch" erklärt, obwohl er niemals "römisch-katholisch" getauft wurde (Berliner Zeitung, 19.1.2006) und ca. 1967 oder 1968 aus der evangelischen Kirche ausgetreten war. Nur durch erneuten Austritt konnten er und seine Frau die Forderung der Kirche schließlich auf 3.000,00 Euro begrenzen.

Vor allem gutgläubige ehemalige DDR-Bürger, die noch keine Erfahrungen mit den Machenschaften der Kirche hatten, traf es hart. Sie erhielten bei ihrem ersten Kirchenaustritt in den staatlichen Stellen der DDR keine Bescheinigungen, und die dort zuständigen Amtsgerichte hoben die Austrittserklärungen nur 10 Jahre auf. Diese sind also heute nicht mehr vorhanden. Obwohl der Bürger also nachweislich keinen Fehler machte, nützt es ihm nichts. Die Kirchensteuer-Uhr tickt, und jeden Monat, den er sich weigert, das schäbige "Spiel" mitzuspielen und erneut gebührenpflichtig auszutreten, da er ja schon ausgetreten war, muss er wieder zahlen. Zivilcourage wird in diesem Fall sehr teuer.

Die Kirche rechnet es sich selbst dabei als fair zu, dass sie offenbar nicht darauf besteht, Kirchensteuer vier Jahre rückwirkend nachzufordern, wozu sie juristisch sogar ermächtigt wäre (nicht zufällig besteht jeweils immer die Hälfte der jeweiligen Kirchenleitungen aus professionellen Juristen). Sie erhob ihre Forderungen "nur" vom Augenblick des ersten neuen Bescheids und erließ nach eigenen Angaben davon noch einmal 50 %. Dass ihr aber insgesamt 0 % zustehen, weil die Menschen rechtskräftig ausgetreten waren und aufgrund der damaligen Rechtslage keine Bescheinigungen darüber ausgestellt worden waren, erwähnt sie nicht. So wurde nämlich auch bei den meisten Austritten im Westen Deutschlands keine Bescheinigung ausgestellt, sondern dem Aussteiger nur ein Protokoll verlesen, das er unterschreiben musste und das bei den Behörden-Akten verblieb.

Und bis vor kurzem gab es mit diesen Verfahren auch keine Probleme. Bis die Kirche in Berlin und Brandenburg nach dem Ende der DDR auf die Abzock-Idee kam, eine solche Bescheinigung von Neuzugezogenen einzufordern oder andernfalls auch Ausgetretene wieder als Kirchensteuerzahler zur Kasse zu bitten. "Vor allem die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg sei dabei ziemlich gnadenlos, sagt Ulrich Tünsmeyer, Bildungsreferent beim Humanistischen Verband, der hunderte, meist ostdeutsche Betroffene kennt" (Berliner Zeitung, 19.1.2006).

Ca. 3.600 Personen forscht die Kirchensteuerstelle in Berlin derzeit auf diese Weise jährlich aus (Der Tagesspiegel, 28.2.2006), pro Tag zehn Bürger. Diese Schikanen beschränken sich derzeit auf Berlin und Brandenburg, doch wer weiß, ob nicht auch bald andere Landeskirchen von diesem "Blut" "lecken" und einen zusätzlichen Geldstrom auf diese Weise in ihre Kassen lenken wollen (vgl. dazu eine Serie über Kirche und Geld in der Zeitschrift Das Weisse Pferd). Die Kirche weiß sich vor allem bei der deutschen Justiz immer in guten Händen: 39 Mal kam es deswegen zu Gerichtsverhandlungen. Und "alle Fälle seien [nicht ganz überraschend] von der Landeskirche gewonnen worden" (Der Tagesspiegel, 13.3.2006).

Eine Möglichkeit der Solidarität mit den von der Kirche schamlos Abgezockten: Sofort austreten und auf jeden Fall: Kirchenaustrittsbescheinigung verlangen und sicher aufbewahren! Und was die wenigsten wissen: Durch die staatlichen Milliardengeschenke an die Kirchen (pro Jahr über 14 Milliarden Euro, siehe www.stop-kirchensubventionen.de) muss jeder Aussteiger in Deutschland trotz allem die Kirche mit finanzieren - und zwar pro Kopf durchschnittlich in doppelter Höhe seines theoretischen Kirchensteuerbeitrags. So könnte man sich durch Kirchenaustritt wenigstens einen Teil sparen.

PS: Doch die Kirche "droht" auch in diesem Fall den Bürgern weiter. Aus ihrer Sicht bleiben die einmal Getauften auch ohne Kirchensteuerzahlungen für alle Ewigkeiten Mitglieder der Kirche, aus der auch im 21. Jahrhundert angeblich niemand wirklich austreten könne (Der Beweis dafür siehe z. B. in der Schrift Freie Christen Nr. 1). Das erinnert an die frühere Verhalten der Kirche, dass Kirchensklaven niemals freigelassen werden dürfen (siehe hier). Doch niemand braucht sich von diesen wahnhaften Besitzansprüchen auf die Menschen einschüchtern zu lassen. Aus der Geschichte sind solche Gebaren vielfach von den Machtorganisationen bekannt, deren Zeit abläuft.

Und noch ein Tipp für werdende Eltern: Lasst Euer Kind nicht taufen. Gott und - wer daran glauben möchte - seine Schutzengel machen keine Unterschiede zwischen einem getauften und einem ungetauften Kind, und Jesus hat eine Kindertaufe niemals gewollt. Dass dies wichtig oder gar notwendig sei, ist alles nur die Einschüchterung der Kirche (siehe Der Theologe Nr. 40).

PS: Im Jahr 2006 haben sich die Kirchensteuereinnahmen um 7,3 % auf über eine halbe Milliarde Euro erhöht (565 Millionen). Für das Jahr 2007 erwarten die Kirche und die Wirtschaft weitere Steigerungen, und die Großverdiener werden sich die Gehälter wohl wieder maßlos erhöhen. Nur der einfache Bürger wird immer mehr ausgenommen.

Siehe dazu auch unsere nachfolgende Meldung vom 28.2.2007.

Links
:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/07.03.2006/2391710.asp
http
://www.kirchensteuern.de/Texte/RasterfahndungInBerlinZwangszuweisungenFebr2006.htm
 



28.2. / 13.3.2007 - Fehlende Austrittsbescheinigungen - Großkirchen demonstrieren ihre Macht und erschleichen sich Hunderttausende von Euro - Man könnte es "Betrug" nennen, was die Kirche in Berlin tut - obwohl es juristisch nicht als "Betrug" gilt. Und obwohl die Kirche bereits in zahllosen Zivilprozessen gegen Kirchenaussteiger gewonnen hat, ist sie schon jetzt der moralische Verlierer ihrer eigenen Machenschaften.
Worum es dabei geht, musste als einer von vielen auch der Stern-Reporter Claus Lutterbeck und seine Ehefrau erleben, nachdem sie ins Visier der kirchlichen Anwälte und Finanzbeamten geraten waren. Die Kirche kassierte bei beiden rückwirkend für die Jahre 2003 und 2004 über das Finanzamt Kirchensteuer ab - obwohl der Reporter schon im Jahr 1976 ausgetreten war und seine Frau 1971. Nachdem die beiden neu in Berlin zugezogen waren, respektierte die Kirche einfach die amtliche Eintragung "konfessionslos" nicht mehr. Sie erklärte Claus Lutterbeck kurzerhand zum Mitglied der evangelischen Kirche und seine Frau zum Mitglied der römisch-katholischen Kirche und ließ bei beiden ohne Rücksprache einfach abkassieren.
Erst nachdem das 1971 für Lutterbecks Frau zuständige katholische Pfarramt ihr eine Kopie ihres damaligen Austritts zusandte, wurde ihr der anteilige Betrag zurückerstattet. Doch "eine Entschuldigung gab es nicht. Auch keine Auskunft darüber, wer dem Finanzamt die Falschmeldung gab, wir seien Kirchenmitglieder," schreibt Lutterbeck im Stern (22.2.2007).
Aus anderen Quellen ist jedoch bekannt, dass die Kirche z. B. in der Kindheit der Bürger nachforschen lässt (siehe hier). Stößt sie dabei auf eine Säuglingstaufe, wird der Betroffene unter Umständen wieder zum Kirchenmitglied gemacht. Dabei vertritt die Kirche die Rechtsauffassung, dass ein ehemaliges Mitglied im Konfliktfall die Beweispflicht seines Austritts hätte.

Und was das bedeuten kann, erlebte der Stern-Reporter selbst. Nachdem auch er um eine Austrittsbestätigung gebeten hatte, erfuhr er bei der für ihn zuständigen evangelischen Behörde in Bonn, dass das Austrittsregister schlampig geführt wurde und nicht alle Austritte eingetragen wurden. Offiziell klang dies jedoch so: "Eine Überprüfung in unserem Archiv ergab, dass Herr Lutterbeck nicht aus der Kirche ausgetreten ist." Ein Skandal, denn tatsächlich wurde nur kein Vermerk gefunden. Zunächst verschwiegen wurden jedoch die erst später zugegebenen "Lücken" im Archiv. Und die parallel angelegten Unterlagen im Bonner Amtsgericht, bei dem der Austritt damals rechtmäßig erfolgte, hatte man dort natürlich turnusgemäß nach 10 Jahren vernichtet.
Nicht schlampig und lückenhaft geführt werden jedoch die kirchlichen Taufregister, die als Grundlagen für die Zahlungspflicht dienen. Und auch im Fall des Stern-Reporters legten die Finanzbehörden ihm eines Tages eine Kopie seines Taufscheins vor und erklärten ihm bei diesem Anlass, dass er verpflichtet sei, seinen Austritt zu beweisen, wenn er die eingezogene Kirchensteuer zurück haben möchte. Und dieser gab sich alle Mühe: "Ich legte ... eine Bescheinigung meines Arbeitgebers vor, wonach mir seit 1976 keine Kirchensteuer abgezogen wurde. Ebenso ein Dokument des Einwohnermeldeamtes, das mir bei meiner Heirat 1984 bescheinigt hatte, konfessionslos zu sein. Ich bot eine eidesstattliche Erklärung meiner 80-jährigen Mutter an. Alles juristisch irrelevant, triumphierte der Kirchenjurist Dr. Arne Ziekow, deutsche Richter interessieren sich nur für das Austrittsdokument. Wo ich es herbekomme, sei mein Problem, rechtlich sei die Kirche nicht verpflichtet, diese Dokumente aufzubewahren. Da wünschte mir Dr. Ziekow viel Glück: Man sei schon oft verklagt worden, ich dürfe raten, wie viele Prozesse man verloren hatte. Keinen! Er lächelte sanft" (Stern, 22.2.2007).
Und solche Urteile haben wohl auch damit zu tun, dass die meisten Richter entweder evangelisch oder katholisch sind (siehe dazu auch die Meldung Neutrale Richter gesucht!). Und was diesen Skandal besonders groß macht: In der Regel wurde in den letzten Jahrzehnten bei einem Kirchenaustritt nämlich überhaupt kein Austrittsdokument ausgehändigt. Weder in der Bundesrepublik geschweige denn in der ehemaligen DDR. Dies geschah meist nur "auf Verlangen". Es genügten das amtliche Protokoll der Austrittsbehörde und deren Meldungen an die Finanzbehörde und die Kirchenbehörde. Deshalb besitzen Millionen von Bundesbürgern keine amtliche Kirchenaustrittsbescheinigung - eine Zeitbombe, wenn das Beispiel der Kirchen in Berlin und Brandenburg Schule macht. 
Der Stern geht davon aus, dass die Kirche auf diese Weise wohl schon "Hunderttausende von Euro" abgezockt hat - alles Geld, das sie zu Unrecht aus gutgläubigen Menschen herausgepresst hat. Bei dem Reporter erstattete die Kirche "bizarrerweise" schließlich die falsch eingezogene Kirchensteuer für 2003, behielt aber zu Unrecht die ebenfalls falsch eingezogene Kirchensteuer für 2004. Claus Lutterbeck legte Widerspruch ein, weil ihm diese kirchliche Gnade zu wenig war, und er schreibt: "Auf eine Antwort oder das Geld warte ich bis heute. Ob diese Abzocke rechtens ist, wird nun ein Berliner Gericht entscheiden."

Wenn also schon ein versierter Journalist kaum gegen die Juristen der Kirche ankommt, um wie viel mehr hat dann wohl ein einfacher Bürger Probleme, gegen die evangelischen und katholischen Finanzhaie sein Recht zu bekommen. Dazu ein Tipp: Kinder gar nicht erst taufen lassen. Dann erspart man ihnen später die Kirchensteuer. Die kirchlichen Lehren über die Taufe sind ohnehin eine Irreführung und Schaumschlägerei. Auch wollte Jesus niemals eine Kindertaufe; vgl. dazu z. B. unsere Meldung hier, sowie die Meldung vom 17.12.2006 und www.theologe.de/taufe_katholisch_evangelisch.htm

Doch das ist noch lang nicht alles: In Deutschland müssen auch Kirchenaussteiger, Moslems, Juden usw. jährlich über 14 Milliarden Euro zusätzliche Subventionen für die beiden Großkirchen aufbringen. Und dies ebenfalls ganz "legal". Siehe dazu www.stop-kirchensubventionen.de
 



2008

12.1. / 16.1.2008 - Landesbischof Johannes Friedrich gegen Begrenzung von Managergehältern - Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat sich beim Jahresempfang der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft am 8.1.2008 in Augsburg gegen eine Begrenzung von Managergehältern ausgesprochen. "Auf keinen Fall dürfe diese Frage im Zusammenhang einer Neiddebatte geführt werden" (idea, 8.1.2008). Der Abstand zu den niedrigsten Einkommen müsse allerdings "vermittelbar" sein. Dies gelte z. B. für einen Manager, der Arbeitsplätze erhalte und nicht abbaue. Ob das allerdings ein Monatsgehalt von z. B. 300.000,00 € rechtfertigt, was in Deutschland vielfach vorkommt? Das wären selbst bei einer straffen Sechs-Tage-Woche 12.000,00 € am Tag und selbst bei einem 12 Stunden-Tag täglich 1.000,00 € in der Stunde - in Wirklichkeit also viel mehr. Und in den USA und in anderen Ländern ist es noch um ein Zigfaches mehr. Sowohl in Deutschland als auch weltweit klafft die Schere zwischen Arm und Reich dabei immer weiter auseinander.
So kann man auch fragen, wie die Haltung des deutschen Landesbischofs Friedrich bei der Bevölkerung in Indien, Sudan oder Mexiko ankommen würde? Würden es z. B. Arbeit suchende und verzweifelte Slumbewohner für gerechtfertigt empfinden, wenn sie von der Kirche belehrt werden, sie sollen nicht neidisch sein, wenn andernorts jemand eine Million im Monat verdient?
Mit Jesus, dem Christus, hat die Haltung des Landesbischofs jedenfalls nichts zu tun. Denn es ist eine evangelische Einstellung, aber keine christliche. Und es ein weiterer Verrat an dem Mann aus Nazareth, der sagte: "Weh Euch, ihr Reichen!" (Lukas 6, 24) Und: "Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in das Reich Gottes" (Markus 10, 24). So bezogen auch Jesus selbst und seine Jünger keine "vermittelbaren" Spitzengehälter. Sie waren Menschen des Volkes und keine Vertreter der Oberschicht ihres Landes wie die Kirchenführer heute. Demgegenüber setzten sich Urchristen außerhalb der Kirche zu allen Zeiten für Gerechtigkeit ein und rechtfertigten nie die krassen Einkommensunterschiede, die in unserer Welt von Jahr zu Jahr drastischer werden. Anders die Kirche, die selbst immensen Reichtum aufhäuft (z. B. in Form von Immobilien, Gold und Aktienpaketen) und meist nur Spenden ihrer Mitglieder vereinzelt an Notleidende weitergibt.
Auch Landesbischof Johannes Friedrich verdient mit ca. 11.500,00 € im Monat plus zahlreiche Vergünstigungen für kirchliche Verhältnisse ein Spitzengehalt (das übrigens der Staat (!) - also alle Steuerzahler - bezahlen muss, und nicht die Kirche). Viele "Kirchenschafe" müssen hingegen mit 1.000,00 € oder 1.500,00 € im Monat auskommen. Vermittelbar werden diese Unterschiede immer weniger. Vor allem, wenn man die Heizkosten nicht mehr bezahlen kann. Oder wenn man nicht weiß, wie man ab Mitte des Monats sich und seine Kinder durch den Monat bringen soll. Denn bei vielen geht es bereits um die nackte Existenz - ein Problem, dass der Landesbischof bei seinem Gehalt natürlich nicht kennt. Also kann er locker predigen, die Geringverdienenden sollen nicht neidisch sein. Vielleicht fürchtet er aber auch, dass die eingelullten "Kirchenschafe" diese Gegensätze bald nicht mehr tolerieren und austreten. Dann sparen sie wenigstens die Kirchensteuer und können von dem eingesparten Geld ihren Familien zumindest das kärgliche Taschengeld etwas erhöhen. Die Armen und Hungernden dieser Welt werden sich den überdimensionalen Gegensatz zwischen Arm und Reich auf Dauer jedenfalls nicht mehr gefallen lassen. Die nackte Not setzt sie in Bewegung, und sie werden sich auch von einer materiell satten "Kirche der Reichen" nicht mehr vertrösten lassen.
Vgl. dazu auch
www.stop-kirchensubventionen.de

Aktuell: Die Nokia-Manager beschlossen, das Handy-Werk in Bochum zu schließen und die Fertigung u. a. nach Rumänien zu verlagern. Dort betragen die Arbeits- bzw. Personalkosten nur 10 % der Kosten in Deutschland, allerdings nicht bei den Bossen. Diese streichen ihre Hunderttausende bzw. Millionen ein, gleich, wo produziert wird. Ca. 2300 Mitarbeiter in Deutschland würden arbeitslos. Vielleicht sind die rumänischen Arbeiter auch nicht so neidisch wie die deutschen, wovor Landesbischof Friedrich gewarnt hat. Allerdings klafft in Rumänien die Schere zwischen Superreich und Arm noch mehr auseinander und bald auch noch mehr in Deutschland.
 



10.4. / 13.4.2008 - Turbulenzen um vergoldete Stele bei Katholiken in Haßfurt - Jesus von Nazareth wollte keine goldverbrämten Kirchen aus Stein - In der bekannten katholischen Ritterkapelle in Haßfurt in Unterfranken soll neu eine vergoldete Stele (ein hoher freistehender Pfeiler) aufgestellt werden. Doch über 2.000 Bürger haben sich jetzt in einer Unterschriftenaktion schon dagegen ausgesprochen (Fränkischer Tag, 10.4.2008). Dahinter steckt vielfach noch die Ahnung, auch bei gutwilligen Katholiken, dass Jesus von Nazareth niemals eine reiche Kirche mit goldverbrämten Kirchengebäuden aus Stein wollte. Und dass er niemals wollte, dass Menschen in seinem Namen Kunstschätze anhäufen. Was wäre das auch für ein Gott, der diesen Prunk braucht sowie die zahllosen Messen, die dort gefeiert werden, und die unzähligen Kultgewänder, Hüte und Mützen der Priester, den Samt und den Purpur? Und die vielen Kniebeugen und den Weihrauch und die langen Litaneien und die Altäre, Stelen und Säulen und den ganzen Pomp, der ja auch sehr viel Geld kostet. Jesus, der Christus, wollte das alles nicht. Er wollte stattdessen eine schlichte und kraftvolle Nachfolge (ohne Priester, Altar, Sakramente, Rituale usw.) und, dass den Notleidenden geholfen wird.
Lesen Sie dazu: "Freie Christen Nr. 1": Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein - Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.

 



19.9. / 21.9.2008 - Die Schere von Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Beispiel: Finanzskandal und Bankenpleiten: Der einfache Bürger bezahlt wieder die Zeche / Die kriegerische Regierung Bush erhöht Schulden drastisch auf nun 11,3 Billionen Dollar - "Der Steuerzahler zahlt die Zeche", so Focus online Money am 19.9.2008 über die Finanz-Praktiken in den USA. Wörtlich heißt es: "Die Bush-Regierung hat in nur wenigen Jahren ein Defizit von rund 9,7 Billionen Dollar angehäuft [Anmerkung: Jeder Unternehmer und jeder Privatmann, der vergleichbar wirtschaftet, wäre längst am Ende und womöglich des betrügerischen Bankrotts angeklagt]. Durch Steuerschecks an verschuldete Hausbesitzer in diesem Sommer und die Hilfen für gestrauchelte Banken erhöht sich das Minus in diesem Jahr voraussichtlich um weitere 400 Milliarden Dollar – gut doppelt so viel wie im vergangenen Jahr mit 161,5 Milliarden Dollar. Damit überschreitet das Staatsdefizit in diesem Budgetjahr, das im September endet, die Zehn-Billionen-Marke", genauer bis zu 11,3 Billionen (Spiegel online, 21.9.2008). Nun traut sich wenigstens die Bundesregierung, der US-Regierung den Vorwurf zu machen, alle in diesem Zusammenhang sinnvollen wirtschaftspolitischen Auflagen nach dem Motto "Wir nicht" ignoriert zu haben und somit nicht nur das Desaster verursacht, sondern auch andere Länder mit hinein gezogen zu haben.

Derweil wächst die Armut in den USA und den westlichen Ländern immer weiter an, und der Mittelstand geht kaputt, während die Verelendung in den so genannten Ländern der Dritten Welt ohnehin schon lange noch weiter zunimmt. Die Schere von Superreich und Arm geht weltweit immer weiter auseinander. Und die "Zocker" bekommen für ihr desaströses Jonglieren mit Milliarden weiterhin Millionengehälter, die sie sich zudem ständig massiv erhöhen, während der einfache Bürger mit immer weniger auskommen muss. Nicht nur in den USA. Was das "Hilfspaket" der US-Regierung für die Zocker-Banken betrifft, kritisiert hierzu der Nobelpreisträger für Wirtschaft Joseph Stiglitz: "Der 700-Milliarden-Dollar-Plan sei nur eine ´kurzfristige Lösung`, mit der die riskanten Anlagen in die Hände der Steuerzahler gelegt würden, sagte Stiglitz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (zit. nach Spiegel online, 22.9.2008). "Kein privater Investor wolle diese Anlagen haben, ´aber dem Steuerzahler drückt man sie auf. Das ist ungeheuerlich`, kritisierte er." Und weiter: "Ich frage mich, was ist das für eine Gesellschaft, in der wir zwar 85 Milliarden Dollar für AIG [eine Zocker-Bank] haben, aber nicht für kranke Kinder [weil die Regierung kein Geld für die Krankenversicherung von Kindern aus armen Verhältnissen bezahlen wollte]? Das macht mich wütend."
 
Vielleicht sollten die "Zocker" und die mit ihnen verbündeten Politiker einmal in ihrer eigenen Bibel lesen, in der z. B. durch den Propheten Amos verkündet wurde: "Darum schicke ich Feuer ... es frisst Jerusalems Paläste ... weil sie die Kleinen in den Staub treten und das Recht der Schwachen beugen" (2, 5.7). Oder: "Weh denen, die das Recht in bitteren Wermut verwandeln und die Gerechtigkeit zu Boden schlagen. Bei Gericht hassen sie den, der zur Gerechtigkeit mahnt, und wer Wahres redet, den verabscheuen sie. Weil ihr von Hilflosen Pachtgeld annehmt und ihr Getreide mit Steuern belegt ... Ihr bringt den Unschuldigen in Not, ihr lasst euch bestechen und weist den Armen ab bei Gericht" (5, 7-11.12b). Und weiter: "Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit feinstem Öl und sorgt euch nicht um den Untergang Josefs" (6, 6). Oder der Prophet Jesaja: "Dein Silber wurde zur Schlacke, dein Wein ist verwässert" (1, 22). Und: "Ihr, ihr habt den Weinberg geplündert; eure Häuser sind voll von dem, was ihr den Armen geraubt habt" (4, 14). Und: "Weh euch, die ihr Haus an Haus reiht und Feld an Feld fügt, bis kein Platz mehr da ist und ihr allein im Land ansässig seid" (5, 8). Auch die anderen Propheten sprachen ähnlich. Z. B. Jeremia: "Weh dem, der seinen Palast mit Ungerechtigkeit baut, seine Gemächer mit Unrecht ... Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken, dabei aber für Recht und Gerechtigkeit gesorgt? Und es ging ihm gut. Dem Schwachen und Armen verhalf er zum Recht. Heißt nicht das, mich wirklich erkennen? Spruch des Herrn. Doch deine Augen und dein Herz sind nur auf deinen Vorteil gerichtet ..." (22, 13.14-17) Und viele Stellen dieser Art mehr, die deutlich machen, dass der Gott dieser Propheten nicht den Gegensatz zwischen Superreich und Bettelarm möchte, wie er derzeit weltweit immer mehr zunimmt (siehe dazu auch weitere Worte Gottes, gegeben durch die Propheten Jeremia und Amos). Und Jesus von Nazareth zog daraus folgende Schlussfolgerung für alle, die ihm nachfolgen möchten: "Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon" (Matthäus 6, 24). Die "Diener des Mammon" täuschen also die Menschen, wenn sie behaupten, sie würden Jesus nachfolgen.

PS: Diese Bibelstellen könnten sich auch die kirchlichen Vermögensverwalter und die Kirchenführer in ihren Palais (= Schlösser und Palästen) durchlesen. So wird alleine das Vermögen der beiden Großkirchen in Deutschland auf 500 Milliarden Euro geschätzt (Der Spiegel Nr. 49/2001).
 



19.9. / 23.9.2008 - Pleite der US-Bank Lehman Brothers: Staatliche Deutsche Landesbanken haben Forderungen von 1,7 Milliarden Euro - Zum Ausgleich Kirchensubventionen stornieren / Bayern: 290 katholische Würdenträger auf den staatlichen (!) Gehaltslisten; Geld stattdessen an die Bürger auszahlen - Der deutsche Steuerzahler wird zunehmend zur Kasse gebeten. Und immer mehr Bürger kämpfen trotz Fleiß und gutem Willen wirtschaftlich ums Überleben. Doch wohin geht das viele Geld, das der Staat abzieht? 550 Millionen Euro verlor die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), nachdem man noch schnell 300 Millionen in die USA überwiesen hatte, obwohl sich der Bankrott schon abgezeichnet hatte. Und 1,7 Milliarden Euro steht Lehman Brothers zudem bei den deutschen Landesbanken in der Kreide. Es seien doch nur "kleine" Beträge, monieren manche Verantwortliche. Immerhin hatte die KfW 10 Milliarden Euro bei der Pleite der Deutschen Industriebank (DIB) verloren, die im Jahr 2007 wiederum wegen der USA-"Immobilien-Krise" pleite ging. Das heißt: Milliarden-Forderungen gegenüber den Schuldnern aus den USA waren verloren. Soll man das alles einfach so hinnehmen?

Dann sind da z. B. als "Dauer-Ärgernis" auch die staatlichen Milliarden-Subventionen an die beiden deutschen Großkirchen - pro Jahr ca. 14,15 Milliarden Euro (www.stop-kirchensubventionen.de). Alleine in Bayern stehen z. B. 290 römisch-katholische Würdenträger aus der oberen Hierarchie auf der staatlichen (!) Gehaltsliste (siehe
 http://www.arbeitsgemeinschaft-trennung-staat-kirche.de/Staatsleistungen%20an%20die%20Kirchen.htm)
. Sie verkünden ihre Dogmen und praktizieren ihre Kulte, und der Bürger muss es bezahlen.

Und weiter das Beispiel Bayern: Auch die BayernLB (Bayern Landesbank) rechnet wegen der Lehman-Pleite mit "Ausfallrisiken" von 300 Millionen Euro. "Kleinigkeiten", nachdem wegen der Finanzkrise bei der BayernLB bisher schon insgesamt 4,9 Milliarden Euro "versenkt" werden mussten (Spiegel online, 19.9.2008). Wie wäre es, wenn die deutschen Bundesländer einmal ein Jahr lang die Subventionen für die Großkirchen stornieren und die Kirchen wenigstens einmal probeweise ein Jahr lang z. B. ihre Bischöfe und ihre Priesterausbildung selbst bezahlen dürfen? Die entsprechenden Mittel dafür dürften bei einem Vermögen der Kirchen in Deutschland von ca. 500 Milliarden Euro (Der Spiegel Nr. 49/2001) vorhanden sein. Die entsprechenden Konkordate und Staatskirchenverträge müssten dann im gleichen Zug entsprechend geändert werden. Damit könnte man das Desaster bei den Banken-Pleiten wenigstens einigermaßen wieder auffangen. Sonst muss der einfache Steuerzahler wieder für alles aufkommen. Für die Banken-Pleiten, für den Kirchen-Apparat, für den Krieg in Afghanistan usw. ...

PS:  Geht es nach der Regierung der USA, soll es noch viel schlimmer werden, und auch die Bürger Deutschlands sollen den amerikanischen Milliarden-Zocker-Banken und ihren Millionären Geld schenken, also dem Gott "Mammon" (vgl. Matthäus 6, 24) sogar direkt ein Opfer bringen (siehe z.B.
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/09/23/banken-pleite/warum-sollen_20wir-milliarden-fuer-us-banken-zahlen.html) Wer weiß, was noch alles auf uns zukommt, wenn das Opfer, wie es derzeit aussieht, nicht freiwillig erbracht wird.

PS: In Bayern sind am 28.9.2008 Wahlen. Die "C"-Partei, die für das Desaster der Landesbank entscheidend mitverantwortlich ist, hat bereits die Abermillionen-Subventionen an den Kirchen-Apparat verteidigt. Andere sagen jedoch: Das geht so nicht mehr weiter, dass z. B. Atheisten und Muslime auch die katholischen Dogmenverkünder und Zeremonienmeister bezahlen müssen. Der Bürger kann nicht grenzenlos "gemolken" werden. Der Wähler entscheidet.

PS
: Kleiner Lichtblick. Die Regierung will den Steuerzahler im Jahr durchschnittlich um 320,00 € entlasten (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKOE04564720080920). Das ist gut. Wir haben weiter errechnet: Wenn der Staat die Milliardensubventionen an die Kirchen streicht (nicht die jährlichen ca. 10 Milliarden Euro Subventionen für die kirchlichen Sozialwerke, nur die darüber hinaus gehenden zusätzlichen Subventionen von jährlich ca. 14.15 Milliarden Euro. vgl. www.stop-kirchensubventionen.de), dann könnte dafür jeder Steuerzahler pro Jahr 410,00 € bekommen. Damit kann er z. B. eine Zusatzrente erwerben oder etwas kaufen, was er dringend benötigt.
 



23.9.2008 / 13.1.2010 - "Kirche verzockt Millionen" - Evangelisch-Lutherische Kirche hatte 4,3 Millionen Euro in hochriskante Anlagen bei Lehman Brothers investiert / 2010: Kirche hat noch weit über 25 weitere Millionen bei Lehman Brothers - Kaum hat die Luther-Dekade (= Luther-Jahrzehnt bis zum 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017; vgl. hier) am 21.9.2008 begonnen, da folgt auch schon der erste Paukenschlag. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hatte ca. 1/12 ihres jährliches Kirchensteueraufkommens (ca. 51 Millionen Euro) bei der pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers in hochriskante Anlagen investiert. Auch viele "Scherflein der Witwen und Waisen" landeten also in den prallen Taschen der Zocker. Mehr dazu in der Nordwestdeutschen Zeitung:
http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_artikel.php?id=1787941
http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_politik_meinung_artikel.php?id=1787977&printme=TRUE


Aktualisierung
[25.2.2009] - Die 4,5 Millionen Euro (4,3 Millionen plus 200.000 (siehe hier) sind einer Meldung von idea-spektrum (Nr. 9/2009) zufolge definitiv verloren.

Aktualisierung
[13.1.2010] - Wie erst 2010 bekannt wurde, waren die Kirchen in Deutschland weit intensiver bei der US-Pleite-Bank Lehman Brothers engagiert als bisher angenommen. Verloren seien demnach auch: 4 Millionen der Versorgungskasse für evangelische Pfarrer in Dortmund, 21,07 Millionen Euro der Versorgungskasse für katholische Priester in Köln und eine unbekannte vermutliche Millionen Summe der Diözese Eichstätt. Auch noch weitere kirchliche Institutionen können betroffen sein, die bisher geschwiegen haben. Die Kirche klagt (Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 1, 3.1.2010).
 



24.9. / 26.9.2008 - Die "totale" Herrschaft des Mammon: US-Finanzminister Henry Paulson war bis 2006 alleiniger Chef von Goldman Sachs / Präsidentschaftskandidat John McCain vergleicht Desaster mit den Ereignissen des 11. September 2001 / Steuerzahler "hängen am Haken" / Folgt wieder ein Krieg? - Henry Paulson ist als ehemaliger Boss bzw. Chief Executive Officer (CEO = alleiniger Vorstand eines Unternehmens) der Zocker-Bank Goldman Sachs, verdiente dort im Jahr 2005 ca. 37 Millionen Dollar im Jahr und sorgte dafür, dass auch seine Untergebenen privat "säckeweise das Geld aus der Bank schleppen durften". Henry Paulson, genannt "Hank" Paulson, ist einer der Hauptverantwortlichen für das Banken-Desaster. "Unter seiner Verantwortung entstanden all jene hochriskanten Finanzprodukte, die bis heute kaum jemand versteht. All diese seltsam harmlos klingenden 3-Buchstaben-Kombinationen wie ´ABS`, ´CDS` und ´MBS`. All diese ´Massenvernichtungswaffen`, an denen die Weltfinanzmärkte zu kollabieren drohen – an denen aber gerade ... Goldman Sachs lange Zeit so blendend verdiente" (Focus online, 24.9.2008;
http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/us-finanzminister-der-zocker-der-die-welt-retten-will_aid_335359.html)
. Nachdem Paulson dann im Jahr 2006 zum obersten Finanzpolitiker der USA "mutierte" (sprichwörtlich vom Bock zum Gärtner gemacht wurde), verschenkt er jetzt 700.000.000.000 Dollar an Steuergeldern ohne staatliche Aufsicht an die Zocker-Banken (durch staatliches Aufkaufen von annähernd wertlosen Krediten). Praktisch bekommen offenbar jetzt alle Reichen und Mächtigen Geld geschenkt, die kurz vor dem Bankrott stehen
(vgl. http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2008-109_DerWendePunkt.pdf). Dadurch soll das möglicherweise verbrecherische Finanzgebaren (derzeit ermittelt das FBI) "gerettet" werden, das er einst selbst entscheidend verursachte und nebenbei "rettet er auch Goldman Sachs, seine ehemaligen Kumpels – und nicht zuletzt auch sein eigenes Geld" (Focus online, 24.9.2008).
Der Ex-US-Präsident Jimmy Carter kritisierte in diesem Zusammenhang, dass dies jeder US-amerikanischen Familie 10.000 Dollar kostet (Bild-newsticker, 24.9.2008; ein Betrag, den mancher Finanz- und Wettjongleur z. B. in weniger als einer Stunde verdient, obwohl er nichts produziert, d. h. "0 Wert" schafft).
Henry Paulson macht noch nicht einmal einen Hehl daraus und sagte der Kongresspräsidentin Nancy Pelosi: "Sie machen sich Sorgen, dass die Steuerzahler am Haken hängen könnten? Ach wissen Sie, die hängen doch schon längst am Haken.“
Noch wehren sich die Europäer und wollen ihre Steuerzahler nicht auch an diesem Haken aufspießen, und sie geben den USA derzeit kein Geld zur Rettung ihres Bankrott-Systems (über 10 Billionen Dollar Staatsschulden). Falls jedoch der Iran angegriffen wird und der Benzinpreis z. B. weltweit in die Höhe schnellt, wird den Europäern schon ihr "Trotz" vergehen, so denkt sich vielleicht mancher insgeheim. Dann würde manch´ anderer schon merken, was "Herren der Welt" noch vermögen, auch wenn diese schon pleite sind. Denn die Bomben funktionieren auch bei Bankrott (PS: Die Rüstungsausgaben sind in den USA ca. 13 x höher als z. B. in Russland).


Jesus von Nazareth klärte dazu die Menschen auf: "Wer im Kleinsten treu ist, der ist es auch im Großen. Und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen." Und Jesus fragte weiter: "Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?" Und so gilt für Urchristen auch der Satz: "Üb immer treu und Redlichkeit!" (Lukasevangelium 16, 10) Und in der Bergpredigt erklärte Jesus, der Christus: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon" (Matthäusevangelium 6, 24). Wenn also die Diener des Mammon von "Gott" sprechen, welchen Gott meinen sie dann?

Mittlerweile verglich der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain "die derzeitige Finanzkrise mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001" (Spiegel online, 25.9.2008). Damals folgte nach nur wenigen Wochen auch der Beginn des Krieges in Afghanistan und kurze Zeit später der Krieg im Irak. Kritiker warnen, die USA könnten vielleicht mit einem neuen Krieg von ihrer eigenen Pleite ablenken wollen, und sie mahnen die Völker zur Wachsamkeit, falls eine massive "Ablenkung" mit verstärktem Säbelrasseln beginnen würde. Düstere Vorzeichen: Bei der letzten finanziellen "Depression" in den USA von 1929-1939 brachte erst der 2. Weltkrieg die "glückliche" Wende. Die Rüstungsindustrie boomte und zog die Mammon-Welt wieder nach oben ...
 



25.9.2008 - Finanzkrise: Werden wir von Kriminellen beherrscht? / Prophetenworte gegen Betrüger und Unterdrücker: Sie werden fallen.
Siehe dazu den Artikel in Focus online:
http://www.focus.de/finanzen/news/oezgenc_oekonomie/finanzkrise-nieten-in-nadelstreifen-nein-ganoven_aid_335699.html
Sollten Straftaten vorliegen, wäre es dann sinnvoll, den Tätern Milliarden zu schenken und dabei zu hoffen, dass dann weitere Taten dieser Art in Zukunft ausbleiben? Oder werden die Täter dann nicht sogar ermuntert, in leicht veränderter Form weiter zu machen?
Vgl. dazu auch, was der echte Gottesprophet Jeremia (vgl. zu den Propheten Der Theologe Nr. 20) einst sagte: "Sie sind doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus; vom [falschen] Propheten bis zum Priester betrügen sie alle. Den Schaden meines Volkes möchten sie leichthin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da. Schämen müssten sie sich, weil sie Gräuel verüben. Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie fallen, wenn die anderen fallen" (Jeremia 6, 13-15a).
Oder der echte Gottesprophet Amos: "Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt. Ihr sagt: ... Wir wollen ... das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der HERR geschworen: Keine ihre Taten werde ich jemals vergessen. Sollte deshalb die Erde nicht beben, sollten nicht alle ihre Bewohner voll Trauer sein? Sollte nicht die ganze Erde sich heben wie der Nil, aufgewühlt sein und sich wieder senken wie der Strom von Ägypten? (Amos 8, 4-8)
Die Alternative dazu ist: "So spricht der HERR: Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, und rettet den Ausgeplünderten aus der Hand des Gewalttäters ... Hört ihr aber nicht auf diese Worte ... Zum Trümmerhaufen [wird] dann dieser Palast (Jeremia 22, 3a.5).
Weitere "prophetische Gottesworte" zur Krise siehe hier.

 



30.9. / 26.10. / 28.11.2008 / 12.2.2009 - Die Schere öffnet sich weiter: Banken-Manager kassieren ab, Steuerzahler und Sparer haften / BayernLandesbank bittet um Geld aus Berlin / Bürgschaften für Banken 2 1/2 x so groß wie gesamtes Brutto-Inlandsprodukt: Irland gibt sich als erstes Land damit praktisch auf / Hypo Real Estate in München braucht 100 Milliarden Subventionen plus x  - Bankenskandal jetzt auch in Deutschland: Für die Rettung der Münchner Hypo Real Estate bürgte der deutsche Steuerzahler (und damit hauptsächlich die kleinen Leute und der Mittelstand, der den großen Teil der Steuern zahlt) zunächst mit 26,6 Milliarden Euro für "faule US-Hypotheken" der Bank, die sonst keiner kaufen will. Die Hypo-Real-Estate-Verantwortlichen kassierten derweil weiter ihre unverschämten Spitzengehälter. Jetzt kam heraus: Die Hypo Real Estate brauchte noch mal schnell 25 weitere Milliarden vom Steuerzahler. Und vielleicht hinterher noch mal erst mal weitere 20 Milliarden.

Aktualisierung
[11.2.2009]: Und, wie sich heraus stellte, reichten diese über 70 Milliarden noch lange nicht und wieder nicht. Jetzt braucht die Hypo-Real-Estate insgesamt 102 Milliarden und hat sie auch bekommen. Das ist ein Drittel der Summe des gesamten Staatshaushalts. Ob das aber reicht, weiß auch noch niemand. Aktualisierung [19.2.2009]: Jetzt braucht die Hypo Real Estate die nächsten 20 Milliarden Euro, um nicht pleite zu gehen, macht bereits 122 Milliarden ... Und allein die acht Bank-Bosse verdienen für das Desaster, für das sie verantwortlich sind, zwischen 767.000,00 und 1.900.000,00 Euro im Jahr. (Bild, 6.10.2008,
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/06/finanzkrise/hypo-real-chef-funke-seine-rente-ist-sicher.html)
.
Hinzu kommen Pensionszusagen für alle "Vorstandsmitglieder" von 24,34 Millionen Euro im Jahr. Vorschlag: Zusagen sofort streichen, sonst gibt es keine neuen Milliarden. Die Vorstände verdienten bereits am Zocken mit den Ersparnissen ihrer Kunden so viel, dass sie sich für ihre Pension selbst ein paar Hunderttausend locker zurücklegen können.
[27.5.2009] - Wie massiv die Zocker-Banker die HRE (Hypo Real Estate) in den Abgrund trieben, siehe den Prüfbericht unter
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,627127,00.html

Die Skandale sind fast beispiellos. Jetzt wurde bekannt, dass die belgisch-französische Zocker-Bank Dexia, die vorläufig ebenfalls von den Steuerzahlern "gerettet" wurde, für seine Misswirtschaft gerade mal so eben 3,7 Millionen Euro Abfindung erhalten habe (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581749,00.html). Und wer weiß, was die anderen Skandal-Banker alles noch privat einstreichen. Der Gott "Mammon" belohnt seine Diener und frisst seine Kinder.

Und auch die Bayerische Landesbank BayernLB hat bereits angeklopft. "Notfalls brauchen wir eine Milliarde plus x", so Sparkassen-Präsident Siegfried Naser
(http://www.sueddeutsche.de/finanzen/287/312203/text/). Also: "Steuerzahler, gebt mir schnell man eine Subvention von ein paar Milliarden. Das ist doch eine Kleinigkeit gegenüber den über 100 Milliarden für die Hypo Real Estate." Also mal sehen, wer alles noch wie viele Milliarden braucht? Zur Erinnerung: In Banken werden keine Werte erwirtschaftet. Man handelt nur mit Werten, die andere erwirtschaftet haben oder auch nicht. Das "plus x" wurde am 19.10.2008 konkretisiert: Es gehe um insgesamt ca. fünf (!) Milliarden (Spiegel online, 19.10.2008), die man vom Staat bräuchte. Und der Wert scheint sich weiter zu steigern. Bald waren es bereits 5,4 Milliarden, welche die BayernLB aus Berlin möchte (22.10.2008). Und nach kurzer Zeit sickerte dadurch, dass die BayernLB auf jeden Fall zehn Milliarden insgesamt geschenkt braucht. Schließlich ist von einem Rettungspaket in Höhe von 30 Milliarden Euro die Rede (28.11.2008) - wie sagte doch der Verantwortliche Siegfried Naser: "Eine Milliarde plus x". Bei der Hypo Real Estate ist man mittlerweile bei 100 Milliarden plus x.

Solange der Staat nicht gegen das Milliarden-Zocken und das künstliche Erzeugen von Billionen-Geldblasen (kurze Erklärung siehe http://goldblogger.de/weltgeschehen/wo-sind-die-billionen.html) einschreitet, werden wohl immer neue Milliarden verlangt.

Die Rentnerin Ingrid Otto wäre jedoch vermutlich schon mit 10.000 € zufrieden. Ihr wurden an einem deutschen Bankschalter US-Lehman-Zertifikate über 10.000,00 € als angeblich "sicher" verkauft (ihre gesamten Ersparnisse). Nun wurden sie plötzlich auf den Wert "0" gestellt
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581478,00.html).
Die Dresdner Bank hatte offenbar die dramatische Lage von Lehman Brothers gekannt. "Dennoch hielt das Geldinstitut seine Berater offenbar an, Kunden, die Lehman-Zertifikate halten, nicht zu informieren", so Spiegel online am 1.10.2008
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581679,00.html).
Bei den angekündigten "Entschädigungen" für Opfer der deutschen Tochter von "Lehman Brothers" (26.10.2008) gehen die meisten Kleinanleger leer aus. Sie hatten von ihrer Hausbank (z. B. vor allem Citibank) Zertifikate der US-amerikanischen Zentrale erworben und dafür gibt es keine Entschädigung.
 
Die Schere zwischen Reich und Superreich einerseits und Arm auf der anderen Seite öffnet sich unterdessen immer mehr. Nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO verdienen Chefs im Vergleich zu ihren Angestellten von Jahr zu Jahr mehr. So verdienen in Deutschland z. B. Topmanager ca. 148-mal mehr als ein Durchschnittsverdiener (Main-Post, 17.10.2008) und noch ein zigfaches mehr als ein einfacher Verdiener, in den USA ist es noch drastischer. Gleichzeitig mit den Schwindel erregenden Einkommenssteigerungen für die Chefs steigt die Zahl der Hungertoten weltweit drastisch an.
Zu leicht lassen sich die Staaten dabei als Melkkuh für die Superreichen missbrauchen und werden von diesen praktisch verhöhnt. Dazu passt auch das Gotteswort durch den Propheten Jeremia: "Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, und rettet den Ausgeplünderten aus der Hand des Gewalttäters" (22, 3). Oder die Anklage des Propheten Jesaja: "Eure Häuser sind voll von dem, was ihr den Armen geraubt habt" (4, 14). Oder das Jesuswort in Lukas 6, 24: "Weh euch ihr Reichen!"

Als erstes Land gab sich Irland praktisch auf. Der Staat gibt den Großbanken 400.000.000.000 Euro an Bürgschaften (400 Milliarden = 0,4 Billionen; bild.de, 30.0.2008). Das ist das 2 1/2-fache des gesamten Bruttoinlandsprodukts. Anstatt die Praktiken des Finanz-Wahns zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, gibt sich der Staat im Ernstfall komplett auf und überreicht den Banken-Chefs praktisch einen Blanko-Scheck für jedes denkbare Finanz-Desaster. Damit wird der Staat zwar nicht formell, aber doch praktisch an die Großbanken übereignet. Siehe dazu auch eine weitere Meldung über Irland hier. Wer weiß, wann das nächste Land folgt. Ungarn soll bereits kräftig wackeln, und die Atommacht Pakistan soll auch nahezu bankrott sein.
In
Deutschland wählte man einen Weg, bei dem sich der Staat zumindest seiner Verantwortung für die Bürger bewusster ist. Er bürgt jetzt für alle privaten Spareinlagen mit einer Summe von über einer Billion Euro (Spiegel online, 6.10.2008). Mit einem riesigen "Flicken" soll also das ganze kaputte System gerettet werden. Es ist nur die Frage: Woher nimmt der Staat im Ernstfall das Geld? Und wie lange hält dieser "Flicken"?
Island folgte jetzt, indem der Staat per Notstandsgesetz "die komplette Kontrolle über das Bankengewerbe" übernimmt. Das bedeutet allerdings keine Verstaatlichung, würde den Politikern aber eine Verstaatlichung ermöglichen (Spiegel online, 7.10.2008).

Das gesamte weltweite Banken-Desaster erinnert auch an den größten Coup der Bankräuber im Drama von Bertolt Brecht, Die Dreigroschenoper: Die Bankräuber ändern eines Tages ihre Strategie und gründen jetzt eine Bank. Und ihr Boss Mackie Messer triumphiert darauf hin mit den Worten: "Denn was ist der Einbruch in eine Bank schon gegen die Gründung einer Bank!"
 



10.10. / 23.10.2008 - Wie der Gott "Mammon" die Herrschaft übernahm / Kleiner Banker fühlt sich als Schwerverbrecher / Top-Banker retten mit Staatsgeldern ihr kaputtes System und ihre Millionen / Doch Zusammenbruch des Öko-Systems finanziell noch viel gravierender / Allein fünf Billionen Dollar pro Jahr Schaden durch gnadenlose weltweite Abholzungen - Unmerklich für den einfachen Bürger vollzog sich in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, was jetzt kollabiert. Die totale Herrschaft des Gottes "Mammon" in den Ländern des Westens. Und der große "Gott" ist weiter sehr hungrig und schreit täglich nach mehr zum Fressen. Sein wesentliches Erkennungszeichen: Er schafft selbst keinen einzigen Wert, sondern nimmt durch Tricks, Zocken und falsche Situationsbeschreibungen andere aus, die durch ihre Arbeit etwas erwirtschaften und ansparen möchten, z. B. für ihre Alterssicherung.

Von Grund auf geändert wird jedoch auch durch den Zusammenbruch nichts. So werden durch die 700.000.000.000,00 Dollar, die man z. B. dem US-Steuerzahler zur Rettung des Mammon-Systems abnimmt, jetzt auch die Millionengehälter, Provisionen, Pensionen und fetten Abfindungen der Manager gesichert. Und in Deutschland ist es ähnlich - gigantische Summen werden bezahlt, die man dem einfachen Bürger wohl in Zukunft scheibchenweise abknöpft, um mit Flicken das kaputte System zu flicken, die aber irgendwann auch nicht mehr halten.
Den Skandal dabei fasst der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach in folgende Worte: "´In dem Milliardenpaket sind Aufputschmittel enthalten, um das, was in die Krise geführt hat, fortzusetzen`, sagte der emeritierte Professor für Christliche Sozialwissenschaft der Stuttgarter Zeitung. ´Dieses Paket schützt nicht den Sparer, sondern die für die Krise verantwortlichen Banken.` Es gebe vier Prominente unter den Hauptverursachern der Krise: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Commerzbank-Chef Martin Blessing, den Präsidenten des Bankenverbandes, Klaus-Peter Müller, und den Finanzchef der Allianz, Paul Achleitner [Anmerkung: allesamt Millionen-Verdiener]. ´Es ist auffällig, dass die vier Herren mit am Tisch saßen, als das 500-Milliarden-Paket geschnürt wurde`, sagte Hengsbach. Es gebe also eine wechselseitige Komplizenschaft" (Netzeitung, 15.10.2008). Denn offenbar saßen die Verursacher nicht als Angeklagte oder Beschuldigte dabei, von denen man Schritte zur Reue und Wiedergutmachung einforderte, sondern - wie bisher - als angesehene "Experten".

Die Banken haben mit Wissen der Politiker in den letzten Jahren und Jahrzehnten weltweit eine künstliche Geldblase in Höhe von ca. 600.000.000.000.000,00 Euro aufgepumpt - das heißt, es wurden den ahnungslosen Anlegern Billionen-Werte in "Zertifikaten", "Derivaten" und ähnlichem undurchsichtigem Zeug ohne realen Gegenwert vorgetäuscht (siehe z. B. http://www.welt.de/finanzen/article2565675/Die-gefaehrlichen-Produkte-der-Finanzbranche.html). Und die Politiker haben mit den "Dienern des Mammon" einen Pakt geschlossen, aus dem sie - weil sie nicht können oder wegen der wechselseitigen Verfilzung nicht wollen - nicht aussteigen, so dass man derzeit von einer "Verbanklichung" oder "Mammonisierung" des Staates sprechen könnte, mit dem der "Tanz auf dem Vulkan" weiter geht. 

Mittlerweile bekennt ein erster Banker, dass er sich als Schwerverbrecher fühlt, der ahnungslosen und vertrauenden Kunden Schrott-Zertifikate angedreht hat. Mit hohen "Zielvorgaben" wurde er zuvor von den Bank-Managern unter "unerträglichen" "Druck" gesetzt. Wichtige Informationen über die "wahre" Situation habe auch er nicht erhalten. "Unser System ist einfach nur korrupt und kaputt: Der Kunde wurde von den Bankchefs als Milchkuh gesehen, aus dem immer höhere Renditen rausgeholt werden müssen" (Bild, 11.10.2008).
Mehr dazu siehe auch:
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/2838/palaeste_fuer_die_chefs_koks_fuer_die_sekretaerin.html
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/11/erster-banker-packt-aus/wie-die-kunden-betrogen-werden.html
Der wegen Wirtschaftskriminalität einst zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilte Ex-Baulöwe Jürgen Schneider hat dazu erklärt: "Heute, muss ich sagen, ist mein Fall doch Peanuts gegen das, was sich die Banken erlauben". Bild schreibt: "Nach Ansicht des 74-Jährigen haben Bankmanager beim Handel mit faulen Krediten ´die Spekulationen mit Vorsatz in die Höhe getrieben – genau wie ich damals. Auch sie haben wie ich auf die Zukunft spekuliert. Das ist Betrug und muss hart bestraft werden`" (23.10.2008;
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/22/interview-bau-loewe-juergen-schneider/bankster-gehoeren-in-den-knast.html)
.
PS: Wir sind keine Richter. Aber an der Stellungnahme von Jürgen Schneider zeigt sich, dass es keine gesellschaftliche Übereinstimmung darüber mehr gibt, was noch rechtens ist und was bereits Wirtschaftskriminalität.

Hierzu ist zu ergänzen:
"Die Menschheit verliert durch die Umweltzerstörung mehr Geld als bei der aktuellen Finanzkrise. Besonders teuer ist die Abholzung von Wäldern weltweit. Sie verursacht Schäden bis zu fünf Billionen Dollar pro Jahr (!), ergab eine EU-Studie" (Spiegel online, 11.10.2008). Durch die gnadenlose Zerstörung des Planeten Erde durch mächtige "Diener des Mammon" werden "Naturwerte" unwiederbringlich zerstört, "die allen Menschen gehören". Zudem sind sie der notwendige Lebensraum von Tieren, ohne die der Mensch nicht überleben kann. Doch die Tiere werden vom Menschen, der selbsternannten "Krone der Schöpfung", ja ohnehin aus Profitgier weltweit bestialisch vernichtet, im übertragenen Sinne also auf dem Altar des Gottes "Mammon" zu Milliarden grausamst gequält und abgeschlachtet. Nach römisch-katholischer Lehre haben die Tiere keine unsterbliche Seele und sind nicht schmerzempfindlich wie der Mensch, was zu den geistigen Hintergründen für das beispiellose Desaster gehört
(http://www.das-weisse-pferd.com/03_04/tiere_seele.html).
Siehe dazu:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,583396,00.html

http://www.theologe.de/theologe7.htm#4

Die Alternative dazu wäre die einfache Lehre des Jesus von Nazareth gewesen, der auch die Tiere liebte (siehe dazu Der Theologe Nr. 7) und den Menschen in der Bergpredigt (Matthäusevangelium, Kapitel 5-7) die Goldene Regel erklärte, die lautet: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch", was z. B. im Wirtschaftsleben bedeutet: "Üb immer Treu und Redlichkeit".
 



12.10.2008 - Der Mittelstand sinkt immer mehr ab - Eindrücke aus den USA - Schon seit langem zeichnet sich in den westlichen Industrieländern die "Schere" ab, deren Klingen immer weiter auseinander gehen: Immer mehr Superreiche und Milliardäre einerseits, und immer mehr Arme und Verelendete andererseits. Der Mittelstand stirbt. Das aktuelle Finanzdesaster beschleunigt diese Entwicklung: Die Bank-Manager kassieren weiter ihre Millionen. Und der Staat, der das Geld der einfachen Steuerzahler sammelt, stützt mit diesen Einnahmen vermehrt die Banken und vielleicht bald auch Konzerne, an deren Spitze sich Milliardäre und Millionäre tummeln, welche nicht nur erwirtschaftete Gelder abschöpfen, sondern durch Finanztricks auch zusätzlich Geld von Anlegern absaugen (siehe dazu hier). Was wird am Ende dieser Entwicklung stehen? Zeichnet sich in Zukunft wieder eine neue Sklavenhaltergesellschaft ab? Eindrücke aus den USA zeigen: Familien, die sich gestern noch im Mittelstand wähnten, bevölkern jetzt in Zelten die Straßen -
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/12/finanzkrise-opfer/us-zeltstaedte-bestatter-grossbritannien.html
 



18.10. / 19.10.2008 - Bankrott-Manager in den USA belohnen sich mit 70 Milliarden Dollar "Bonuszahlungen" und "Sonderzuwendungen", bevor sie dann die staatlichen Rettungs-Milliarden für ihre Misswirtschaft abholen / Keine "Sonderzuwendungen" und "Boni" für Verhungernde / Vatikan stieg um auf noch mehr Gold / Sänger Udo Lindenberg kritisiert Kirche - Obwohl sie zahllose Sparer leichtfertig um ihr Geld gebracht haben und der Steuerzahler aufgrund ihres Zockens bis auf die Knochen ausgequetscht wird, gelten die Bank-Manager weltweit weiter als ehrbare Millionäre. In den USA genehmigen sie sich für ihre Bankrott-Wirtschaft jetzt Belohnungen in Höhe von 70 Milliarden Dollar an "Sonderzuwendungen" und Boni für das laufende Jahr. Der Steuerzahler bezahlt mit seinem Geld für die Banken auch diese Sonderzuwendungen. So entscheiden die Politiker. Wer weiß, wie viel von den weltweit Billionenzahlungen der Staaten an die Banken sich die Banker insgesamt in die eigenen Tasche stopfen.
Siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584916,00.html
Einen kleinen Einblick gibt ein Top-Banker, der bis zu 870 % Rendite abzockte und seine Kollegen verhöhnt, dass sie sich "auf seine Geschäfte eingelassen hätten" (Bild, 19.10.2008;
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/19/andrew-lahde/verhoehnt-manager-und-rechnet-mit-seinen-kollegen-per-brief-ab.html).
Allein 67,9 Millionen Dollar Bonuszahlungen zusätzlich zum "normalen" Millionengehalt erhielt im Jahr 2007 der Boss von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein (Münchner Merkur, 24./25.12.2007).


Was zu dieser Situation passt: Die US-Regierung Bush hatte die Zahl der FBI-Mitarbeiter im Bereich Wirtschaftskriminalität seit 2001 gezielt um 600 reduziert. Stattdessen hat man beim "Kampf gegen den Terror" das Personal erhöht. Die Behörde hatte deshalb immer weniger Personal, um bei Wirtschaftskriminalität effektiv tätig werden zu können (Bild, 19.10.2008). Bereits 2004 hatte das FBI vor kriminellen Machenschaften "im Zusammenhang mit dem Hypothekenmarkt gewarnt", doch es wurde weiter Personal gekürzt.

Gleichzeitig leiden ca. 900 Millionen Menschen bittere Hungersnot und 35.000 verrecken täglich, weil sie nichts zu essen haben. Bereits für 20 Milliarden Euro jährlich bräuchte niemand mehr zu hungern - nur ein Bruchteil von dem, was die Großbanken an Geschenken bekommen. Doch für die qualvoll Verhungernden machen die Staaten das Geld nicht locker. Geschweige denn, dass sie zumindest eine  "Sonderzuwendung" bekommen oder wenigstens ein Bonus-Brötchen (von dem in der Geschichte der Zivilisation beispiellosen Leidens und Aussterbens der Tiere weltweit gar nicht zu reden). "Mal schauen, wie lange das noch gut geht", denken sich der Gott Mammon und seine Diener in Wirtschaft, Politik, Kirche und Gesellschaft (siehe Matthäus 6, 24). Und sie fressen und fressen und fressen.

Dabei haben die Finanzexperten des Vatikan schon früher als andere Banker das Desaster vorher gesehen und Risiko-Papiere im Jahr 2007 "im großen Stil" verkauft und die Millionen so angelegt, dass bei dem kommenden Desaster nichts passiert. "Insgesamt erwarb der Vatikan Währung im Gegenwert von 520 Millionen Franken, sichere Anleihen für 800 Millionen und eine Tonne Gold im Wert von fast 30 Millionen Franken". Und angesichts der Finanzkrise hat er jetzt - ohne nennenswerte Einbußen hinnehmen zu müssen - verkündet, "das Geld ... nichts bedeutet" (Basler Zeitung, 14.10.2008). Doch warum verkauft der Vatikan nicht wenigstens 100 kg Gold von seiner rechtzeitig neu gekauften Tonne und hilft wenigstens ein paar qualvoll Leidenden? Nach Informationen der Zeitschrift Oggi aus dem Jahr 1952 (Nr. 42/1952) hortete der Vatikan schon damals nach den USA den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Dessen Wert soll schon damals 3,5 Milliarden Euro betragen haben.
Dazu sagte der bekannte Sänger Udo Lindenberg: "Früher wurden im Namen der Kirche ganze Völker und Kulturen niedergemetzelt und der Vatikan ist auf geklautem Gold aufgebaut. Da kann man doch nicht still halten" (Freies Wort [Tageszeitung von Suhl in Thüringen], 2.10.2008; vgl. dazu die Informationsschrift der Freien Christen Nr. 3, Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld).
Gottes Mühlen mahlen langsam, doch sie mahlen ... Das "Weltgericht" (siehe Matthäus 25, 31 ff.) hat bereits seine Plätze eingenommen.

 



25.10. / 1.11.2008 - Die Schere: Bahnfahren wird immer teurer. Doch Bahn-Manager bekommen für geplanten Börsengang Millionen-Boni / Dazu: Bis zu 37,5 % Steigerung der Gehälter und Boni bei den Vorständen / Und: Trotz Millionen-Verluste Millionen-Boni für Postbank-Manager - Unaufhaltsam und brachial vollzieht sich in unserer Gesellschaft das Prinzip der Schere: Das Einkommensgefälle zwischen Superreich und Arm wird immer größer. Wenn schon die Bank-Manager für ihre Misswirtschaft grandios Privatmillionen über Privatmillionen absahnen, dann möchten auch die Bahn-Manager ein größeres Stück vom Kuchen der Reichen und Super-Reichen. Z. B. anlässlich des geplanten Börsengangs der Bahn
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586564,00.html). Doch damit nicht genug. Die Bahn-Bosse wollen sich unabhängig davon die Gehälter und Bonuszahlungen um bis zu 37,5 % erhöhen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,587612,00.html). Immerhin, so die Bahn, liege die Vergütung immer noch "im unteren marktüblichen Bereich". Das heißt: Warum sollen sich immer nur die anderen Bosse den Hals voll stopfen bis zum Erbrechen? (geradezu grotesk wirkt demgegenüber das Gefeilsche von Arbeitgebern und Gewerkschaften um z. B. 2,2 % oder 2,5 % mehr Gehalt). Gleichzeitig werden die Preise für das Bahnfahren derzeit gerade weiter erhöht - vielleicht eine Art "Sonderopfer" der Bahnfahrer (von denen immer mehr Mühe haben, das Geld für eine notwendige Bahnkarte anzusparen) für die Manager. Interessant wäre in diesem Zusammenhang einmal die Aufschlüsselung des zynischen Wortinhalts des Wortes "marktüblich"
Und "hurra": Auch die Postbank-Manager kriegen Bonus-Millionen in Höhe eines gesamten Jahresgehaltes zusätzlich (also nicht etwas eines 13. Monatsgehaltes wie bei manchen Arbeitnehmern, sondern von zwölf (!)zusätzlichen Monatsgehältern) - trotz massiven Gewinneinbruchs und Überlebenshilfe von einer Milliarde durch den Mutterkonzern Post. Man hätte die gigantische Zusatzzahlung den Managern im Frühjahr versprochen, wenn sie die Postbank zu einem lukrativen Preis an einen Großkäufer verscherbeln könnten, der jetzt Deutsche Bank heißt.


Was waren das noch für Zeiten, wo die Post noch die Post war und von seriösen Postbeamten geleitet wurde! Da sind noch viele mit ihrem Postsparbuch an den Postschalter gegangen und waren vielleicht sogar ein wenig stolz, Postkunde zu sein.
Jetzt ist es so:
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/11/01/postbank-gewaehrt-managern/sonderbonus-hoehe-eines-jahresgehaltes.html

Und was waren das noch für Zeiten, wo die Bahn noch die Bahn war und von seriösen Bahnbeamten geleitet wurde! Da hat man sich noch am Fahrkartenschalter eine Fahrkarte gekauft und man zahlte gerne den Preis.
Denn man konnte sicher sein, dass die Post- und Bahnbeamten sich nicht die Taschen voll stopfen mit Bonus-Millionen, die man als solider Arbeitnehmer in Jahrzehnten nicht verdient.


Jesus von Nazareth lehrte unter anderem die Gerechtigkeit (Matthäus 5, 6), und er forderte die Reichen auf, für die Armen einzustehen. Doch nach der Lehre der Kirchen, vor allem der evangelischen, genüge alleine der Glauben (siehe z. B. Der Theologe Nr. 35). Das aber hat Jesus niemals gelehrt.
Und der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich setzte sich z. B. erst zu Jahresbeginn dafür ein, dass die Managergehälter nicht nach oben begrenzt werden sollen (siehe hier). Und bekanntlich werden ja weltweit auch nach unten keine Grenzen gesetzt. Das ist dann eben die Schere. Sie öffnet sich so weit, dass die Kluft zwischen Oben und Unten ein solches Ausmaß annimmt, dass alles auf einen noch nie da gewesenen Siedepunkt zusteuert, der jedoch gleichzeitig der Kipppunkt sein wird.
 



29.10. / 14.11.2008 - Spielcasino Wirtschaft - So geht alles früher oder später kaputt / Kirche mit im Boot der Reichen / USA: Geld aus dem staatlichen "Rettungspaket" für Milliardäre und Millionäre - Ohnmächtig merken Profi-Zocker, wie schnell die Top-Zocker ihnen die Hosen ausziehen können. Was derzeit z. B. mit den VW-Aktien passiert, zeigt, dass die Bosse aus dem Finanzdesaster keine grundlegenden Konsequenzen für eine Verbesserung der Lage ziehen. Im Gegenteil: Man versucht, das Casino "Wirtschaft und Finanzen" zum Ego-Vorteil einiger weniger immer weiter zu perfektionieren. Diese stehen dann am Ende ganz oben, während andere in immer größere Desaster fallen und dann nach der Hilfe des Staates rufen.
Dazu passt das Bild der auseinander gehenden Schere: Auf der einen Seite wenige Super-Super-Reiche, die immer noch reicher werden und auf der anderen Seite immer mehr Arme, die allmählich bettelarm werden. Das hat mit dem ursprünglichen Sinn eines fairen Handels nichts mehr zu tun. Der Gott "Mammon" feilt hier stattdessen an seinem Meisterstück. Und so wird eine ganze Volkswirtschaft zu einem gigantischen Wett- und Jonglierbüro. Es kommt immer weniger darauf an, hochwertige Waren ehrlich und zu einem fairen Preis zu produzieren und an die Bürger zu verkaufen, sondern mit immer gewiefterer Zockerei die Milliarden und Millionen abzuschöpfen, die man überwiegend den arbeitenden Menschen aus der Tasche zieht (oder indem man einfache Leute dazu verführt, mit Lock-Kredittricks maßlos über ihre Verhältnisse zu leben wie in den USA, wo vermutlich ca. Kredite in Höhe von ca. einer Billion Dollar nicht zurückbezahlt werden können). Doch es wird immer mehr Verlierer geben und am Ende verlieren wohl alle. So kann man im Hinblick auf Deutschland z. B. einmal fragen: Regieren eigentlich ein Bundeskanzler und sein Kabinett das Land? Oder bereits zu einem großen Teil die Top-Zocker und ihre Helfer?
Zum Thema siehe:
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:VW-Aktien-Porsche-Image/643797.html.


Hier hilft jedoch kein "starker Mann", der das Desaster scheinbar zu bändigen versucht und am Ende doch mit den Zockern in einem Boot sitzt; sondern einzig die Besinnung auf die urchristlichen Prinzipien "Freiheit, Gleichheit, Einheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit" sowie der Grundsatz: "Üb immer Treu und Redlichkeit". Daraus würde auch ein völlig anderer Umgang mit den Tieren und der Natur erwachsen, wenn diese nämlich nicht mehr zur "Profitmaximierung" des Gottes Mammon und seiner Diener ausgebeutet und malträtiert bzw. zu Millionen abgestochen und erschossen werden. Auch sie brauchen ihren Lebensraum, und nur so könnte auch der Planet Erde Schritt für Schritt allmählich wieder etwas gesünder werden.
Die Kirchen jedoch haben den Menschen diese Achtung vor dem Planeten Erde und seinen Geschöpfen nicht gelehrt, im Gegenteil (siehe Der Theologe Nr. 7). Und statt Vorbild im ehrlichen "Bete und arbeite" zu sein, lassen sich die Kirchenführer ungeniert vom Staat (!) bezahlen (siehe z. B. hier) und horten Berge an "Schätzen auf Erden" (vgl. Matthäus 6, 19 sowie die Informationsschrift der Freien Christen Nr. 3, Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld).


In der gegenwärtigen Finanzkrise fehle nun bezeichnenderweise auch "die Stimme der Kirche". So z. B. Holger Dohmen in einem Kommentar des Hamburger Abendblatts (24.10.2008). Was könnte der Grund sein? Immerhin meldete sich im Juli 2008 die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) mit der "Denkschrift" Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive zu Wort. Doch was mag diese bewirken?
In der Vergangenheit waren einzelne positive Ansätze in anderen "Denkschriften" in der Regel nur ein weiterer Kompromissversuch aus allen möglichen faulen Kompromissen - und selbst das meist noch um Jahre und Jahrzehnte zu spät. Damit wird nichts bewegt. Dies scheint auch hier wieder der Fall zu sein, auch wenn der EKD-Vorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, darauf hinwies, dass die Denkschrift auch "vor zerstörerischem Handeln auf den Kapitalmärkten warne" (idea, 2.11.2008). Doch wird nichts wirklich angetastet bzw. angeprangert, was die Reichen und Mächtigen ernsthaft stören könnte - ein Zeichen dafür, dass die Kirchenführer letztlich immer mit ihnen in einem Boot saßen und sitzen. So schreibt z. B. die Wirtschaftswoche unter der Überschrift Frieden mit dem Kapital über diese Denkschrift: "Auch die Globalisierung wird in dem Kirchen-Papier im wesentlichen positiv bilanziert. Denn sie ´eröffnet ärmeren Ländern die Möglichkeit, von Investitionen ausländischer Unternehmen zu profitieren, offene Märkte zu nutzen und ihr allgemeines Sozial- und Wohlstandsniveau zu verbessern`. Jetzt komme es darauf an, das Konzept der sozialen Marktwirtschaft ´weltweit tragfähig zu machen`" (5.7.2008).
Die weltweite Entwicklung geht jedoch mit großem Tempo schon lange in eine völlig andere Richtung: Armut und Verelendung nehmen sprunghaft zu, und der Planet Erde liegt im Fieber und gerät durch zunehmende Naturkatastrophen immer mehr aus den Fugen. Gleichzeitig bekämpfte und bekämpft die Kirche seit je her unbequeme Propheten und Mahner, welche die Ursachen dafür aufzeigen und die Menschen zur Umkehr rufen (als Beispiel siehe
http://www.das-wort.com/deutsch/gottesprophetie-aktuell/welchen-propheten-haben-eure-vaeter-nicht-verfolgt.php

Aktuell: Der Gott "Mammon" verhöhnt die Menschen derweil immer mehr. So schütten 33 US-Pleitebanken jetzt riesige Dividenden an ihre Aktionäre aus (darunter z. B. der Milliardär Warren Buffet), insgesamt 163 Milliarden (!!) Dollar. Und woher kommt das Geld? Aus dem Rettungsfonds (!!) der Regierung, also vom einfachen Volk. Und diese Dividenden machen mehr als die Hälfte dessen aus, was man bis dahin von der US-Regierung kassierte (immerhin: in Deutschland sind Dividenden aus Staatsgeschenken nicht erlaubt)
( http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/30/us-banken-hohe-dividende/
ausgeschuettet-rettungs-fonds-milliarden-verpulvert.html
;
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/us-banken-stecken-staatshilfe-in-dividenden;2076240).
Das "Rettungspaket" der US-Regierung stopfen sich also die Superreichen wieder zu einem großen Teil in die eigene Tasche, während für die Verhungernden dieser Welt noch nicht einmal ein kleines "Rettungspaket" geschnürt wurde; obwohl es nur einen Bruchteil von dem kosten würde (ca. 20 Milliarden Euro jährlich), was man jetzt in den Schlund der Banken und teilweise der Milliardäre und Millionäre wirft, die dort im Hintergrund wirken.
Und während Autofahren zwischenzeitlich wegen der Benzinpreise fast zum Luxus geworden ist und man nicht weiß, wie es sich weiter entwickelt, machten die Öl-Multis und ihre Manager Rekordgewinne; der Konzern Exxon Mobil wegen der zwischenzeitlich hohen Ölpreise z. B. im Jahr 2008 den höchsten Quartalsgewinn, den je ein Unternehmen in der Geschichte der USA erzielt hat
(http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/31/rekord-gewinne/fuer-oel-multis.html)
.
PS: Doch die Pole schmelzen und die Wasser werden kommen, und zwar aufgrund menschlicher Schuld
(http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/schmelzende-pole-mensch-als-schuldiger-ueberfuehrt_aid_344775.html).
 



31.10.2008 - Evangelisch-lutherische Kirche verliert nochmals 200.000 Euro / Obere Amtsträger werden in Deutschland vom Staat bezahlt - Nachdem die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg schon durch die Pleite von Lehman Brothers 4,3 Millionen Euro verloren hat, folgte nun ein weiterer Verlust von 200.000 Euro aufgrund einer Einlage bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, die jetzt in eine sicherere Anlage umgewandelt wurde
(http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_artikel.php?id=1826705)
. Der Vatikan hatte schon rechtzeitig vor Beginn der Finanzkrise zahlreiche "unsichere" Anlagen u. a. in eine Tonne Gold umgewandelt (siehe hier).
Bei dem 4,3 Millionen Euro Verlust handelte es sich kirchlichen Angaben zufolge "nur" um "Zinsen aus [anderen] kirchlichen Rücklagen", Höhe unbekannt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg zählt zu den kleinsten evangelischen Kirchen in Deutschland. Die Rücklagen der meisten anderen evangelischen Kirchen sind folglich um einiges höher.
Siehe dazu auch unsere Meldung hier.


Bei Spendenaktionen ruft die Kirche immer nur ihre Mitglieder dazu auf, tastet nie das eigene Vermögen an. Dies wird für die evangelischen und die katholische Kirche in Deutschland zusammen von Experten auf ca. 500.000.000.000 Euro (500 Milliarden) geschätzt (Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland, Aschaffenburg 2002). Zudem erhalten die beiden Großkirchen jährlich vom Staat ca. 14,15 Milliarden Euro staatliche Subventionen, soziale Subventionen (noch einmal ca. 10 Milliarden) noch nicht mitgerechnet. So wird z. B. das gesamte obere Kirchenpersonal (Bischöfe, Weihbischöfe, Domkapitulare, Landesbischöfe, Kirchenpräsidenten usw.) in beiden Großkirchen in Deutschland vom Staat bezahlt - entweder direkt wie in Bayern (dort stehen z. B. allein die Gehälter von 290 römisch-katholischen Würdenträgern auf den staatlichen Subventionslisten; siehe z. B.
http://www.arbeitsgemeinschaft-trennung-staat-kirche.de/Staatsleistungen%20an%20die%20Kirchen.htm) oder indirekt durch "Pauschalzuschüsse" in anderen Bundesländern. Und auch für die einfachen Pfarrer und Priester gibt es staatliche Lohnzuschüsse vom Staat - dazu viele weitere Privilegien (vgl. dazu www.stop-kirchensubventionen.de).
 



2.11.2008 - Kirche spendiert Papst-Bruder Konzert für über 150.000 Euro - Der 85. Geburtstag von Papst-Bruder Georg Ratzinger am 15.1.2009 wirft seine Schatten voraus. Die Feier im Vatikan kostet über 150.000 Euro, wovon das Bistum Regensburg 100.000 Euro übernimmt, "Gelder aus Steuermitteln, Mieteinnahmen und Spenden"
(http://www.focus.de/panorama/welt/papstbruder-neuer-aerger-um-geburtstagsfeier_aid_345323.html).
Wie wäre es, wenn der Vatikan alle "guten Katholiken" unter den Musikern bittet, einmal umsonst zu spielen. Dann könnte man Eintritt verlangen und den Erlös für Not leidende Menschen oder Tiere spenden. Und zur Feier des Tages (immerhin wird der Papst-Bruder ja 85, der Papst selbst ist erst 81) schmilzt man von der eben auf den Finanzmärkten erworbenen Tonne Gold mal 50 kg ab und legt den Gegenwert auf den Konzert-Erlös oben drauf. Und wenn alles dann nicht nur eine PR-Maßnahme zur Verbesserung des kirchlichen Images ist, sondern eine Herzensgabe, dann würde einst der Mühlstein nicht so schwer sein, der einen irgendwann in den Abgrund zieht.

 



9.11.2008 - Spürbare Erhöhung der Kirchensteuer ab 1.1.2009: Deshalb: Kirchenaustritt jetzt! Still und heimlich kassieren die Kirchen wieder mit. Ab dem 1.1.2009 wird die neue Abgeltungssteuer eingeführt, welche die bisherige Kapitalertragssteuer ersetzt. Auf alle "private Kapitalerträge" kassiert der Staat jetzt 25 % Abgeltungssteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag. Der bisher verheimlichte Skandal: Auf die Abgeltungssteuer wird zusätzlich auch noch Kirchensteuer drauf geschlagen, also 8 % in Bayern und Baden-Württemberg und 9 % in anderen Bundesländern. Zusätzlich zu der Kirchensteuer, welche die Kirchen sowieso schon bekommen.
Deshalb unser Tipp: Kirchenaustritt jetzt!
Alle Einzelheiten unter:
http://www.kirchenaustritt.de/
 



25.12. / 26.12.2008 - "Weh euch Reichen!" (Jesus) - Die etwas andere Weihnachtserfahrung: Papst und Bischöfe kommen nicht durchs Nadelöhr - "Weh euch Reichen!" ruft Jesus (Lukas 6,24). "Weh euch, die ihr jetzt satt seid! Denn ihr werdet hungern!" (V. 25) Worte aus der Vollmacht. Und: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme" (Lukas 18, 25). Seit Jahrzehnten verniedlichen die großen Kirchen das gewaltige Weihnachtsgeschehen und ziehen dem später erwachsen gewordenen Jesuskind einen Zahn nach dem anderen.
In diesem Jahr konnte man jedoch nicht anders als die Praktiken, die in die Finanzkrise führten, zu kritisieren, nachdem ein Bischof sich z. B. noch zu Jahresanfang, also bevor die Krise offenkundig wurde, gegen die Begrenzung von Managergehältern aussprach (siehe hier). Doch ob der Papst redet (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,598350,00.html) oder die Bischöfe (http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/kultur/952/452654/text/) - alles bleibt letztlich kraftlos, blass und unverbindlich.
Heribert Prantl, ein Journalist der Süddeutschen Zeitung, ist nur einer, der den Theologen ein großes Stück voraus ist, wenn er z. B. schreibt: "Von Jesaja bis Maleachi haben die Propheten Wirtschaftskriminalität und Korruption angeprangert, Gott als den Gott der Armen und der kleinen Leute verkündet und die Verlogenheit eines Kults angeprangert, der Gott benutzt, aber nicht ehrt. ´Ich hasse eure Feste, ich kann eure Feiern nicht riechen, eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen, euer Harfenspiel nicht hören.` Feiern angesichts schreiender Ungerechtigkeit empfindet der Prophet Amos als gotteslästerlich. Vor dem Feiern kommt anderes: ´Das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach`. Das ist eine zornige, strenge und tröstliche Weihnachtsbotschaft. Darin steckt das innere Feuer für eine bessere Lebensordnung"
(http://www.sueddeutsche.de/politik/907/452610/text/3/).
In den Kirchen hört man solches in der Regel nicht oder nur unverbindlich allgemein oder bis zur Unkenntlichkeit verharmlost. Die Bischöfe stehen derweil mit ihren feinen Gewändern, teuren Ringen, hohen Mützen und goldenen Krummstäben vor dem Nadelöhr. Im Gepäck hat jeder einen Teil des milliardenschweren Vermögens seiner Kirche: ein paar Goldbarren, Immobilienbriefe und Wertpapiere aller Art, hinzu genügend Schweizer Franken. "Für eine andere Zeit", so rechtfertigen sich zur Verblüffung der Umstehenden einige der Würdenträger, damit die Kirche dann, wenn es so weit sei, etwas geben könne.
Doch diese Zeit hat schon lange begonnen. Täglich klopfen Frauen, die im neunten Monat schwanger sind wie Maria, an die schweren Tore der Kirche. Oder Kinder, die etwas anderen brauchen als einen kirchlichen Segen oder ein paar Almosen aus dem Topf der staatlichen Subventionen. Und so stehen die Amtsträger ratlos vorm Nadelöhr und kommen nicht durch - auch wenn man schweren Herzens ein paar Goldbarren zurücklässt oder den Spitzhut abnimmt oder erst den Krummstab durchwirft, um dann hinterher kriechen zu wollen. Es geht nicht. Auch der Bauch ist bei manchem ein großes Hindernis.
In viele Einzelteile verpackt steht auch der Stuhl Petri vor dem Nadelöhr, doch nicht einmal die einzelnen Stücke passen durch. Man müsste ihn weiter zersägen und zu Kleinholz schreddern, doch dann würde man ihn hinter dem Nadelöhr nicht mehr wieder zusammenbauen können. Und so stellen sich die Würdenträger vor das Nadelöhr und fangen an zu predigen, die Hostie zu verteilen und zu beten, dass das Nadelöhr sich vergrößere. Doch da können sie lange warten.
Und so bewahrheitet sich in diesen Tagen einmal mehr das Wort des Jesus von Nazareth: "Weh euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen" (Matthäus 23, 13).

 



2009

1.1. / 4.1.2009 - Jahreswende 2008/2009: Kein Grund zum Feiern: Der Countdown der Wirtschafts-, Naturkatastrophen und Kriege hat begonnen - Der Kalender der Maya endet im Jahr 2012. Dann folgt wieder ein Jahr 0 (zu den Details:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/12/23/maya-kalender/endet-geht-welt-in-vier-jahren-unter.html)
. Zufall? Der Mensch hat sich durch eine weltweite barbarische Profit-Wirtschaft mit immer höheren Gewinnen, Dividenden und "Boni" für die Superreichen die Natur allmählich zum Feind gemacht, so dass die Erde im Fieber liegt und sich schüttelt. Und immer mehr brechen deshalb die Naturkatastrophen über den Menschen und seine Zivilisation herein. Diese wiederum betrachtet zunehmend wieder den Krieg als angebliche Lösung ihrer Probleme (nach dem nicht funktionierenden Motto "Bringe ich meinen Feind um, ist er weg"). Jeder, der mit offenen Augen und Ohren die Berichte liest, sieht und hört, was geschieht. Und wir erfahren wohl längst nicht alles, was sich schon zusammengebraut hat. Derweil ereignen sich auch zunehmend Wirtschaftskatastrophen, denn das brutale Ego-System von Immer-mehr-superreich und Immer-mehr-bettelarm hat auch in sich keinen Bestand.
Vgl. dazu auch einen interessanten zehn Jahre alten Artikel zur Jahreswende von 1998 auf 1999:
http://www.das-weisse-pferd.com/99_02/weissagung.html

Mehr zum Thema der Naturkatastrophen aus geistiger Sicht: Die Erde schüttelt allmählich die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren besten Freund zum Feind gemacht - siehe hier
 



8.1./ 1.4.2009 - Bibelgläubiger Unternehmer und Spekulant kapitulierte und ließ sich von Zug überrollen - Der grausame Selbstmord des evangelisch-lutherischen Milliardärs Adolf Merckle (74)hat viele Menschen erschüttert. Nach dem Forbes-Magazin (3/2008) war Adolf Merckle mit einem Vermögen vom umgerechnet 9,2 Milliarden Dollar der fünfreichste Deutsche. Im Jahr 2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, war zudem Träger des Sächsischen Verdienstordens und Ehrendoktor sowie Ehrensenator der Universitäten Tübingen und Ulm. Doch seine Arbeit war umstritten. So hat z. B. das Manager-Magazin unter dem Titel Der Pate von Blaubeuren im Jahr 2003 einen kritischen Artikel über ihn und seine Firmen veröffentlichte
(http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,270843,00.html). Dort wird jedoch nicht berücksichtigt, was Merckle dann mit den Gewinnen tat.


Schließlich hatte sich Adolf Merckle vor allem mit VW-Aktien verzockt, denn er hatte mit so genannten Put-Options-Risiko-Papieren auf den Kursverfall dieser Aktie spekuliert. Doch die Aktie schoss aufgrund des Verhaltens der Porsche-Manager stattdessen in die Höhe, erreichte in kurzer Zeit Wertsteigerungen von bis zu 300 %
(
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:VW-Aktien-Porsche-Image/643797.html). Adolf Merckle hatte nun an der Börse seinen "Meister" gefunden und dort nun ein Vermögen verloren. Insgesamt war von ca. eine Milliarde Euro die Rede. Und hier kennt der "Gott Mammon" nun einmal keine Gnade. Die Folge: Merckles Unternehmens-Imperium geriet ins Wanken (weltweit 100.000 Angestellte), die Pharmazie-Firma "ratiopharm" musste jetzt von seinen Söhnen verkauft werden.

Adolf Merckle sorgte auch für Aufsehen, als er z. B. zu Jahresbeginn 2004 allen 2.200 Mitarbeitern von "ratiopharm" in Ulm ein Buch schenkte, in dem für jeden Tag zwei Bibelverse abgedruckt sind, so genannte "Losungen". Und bei anderer Gelegenheit hatte er auch ein Buch mit evangelischen Inhalten des Journalisten und EKD-Synodalen Peter Hahne verschenkt.
Die "Losungen", so das Anschreiben zum Geschenk im Jahr 2004, "helfen gegen Angst und Hoffnungslosigkeit und geben Halt in der Unbeständigkeit des Alltags" (epd, 10.1.2004). Doch es gab keinen Bibelvers, der den evangelischen Milliardär von seiner furchtbaren Tat abbringen konnte. Seine Leiche war "völlig verstümmelt" (Bild, 8.1.2009). Vielleicht hätte es Adolf Merckle geholfen, wenn die Kirche nicht die Lehre von der Reinkarnation, vom Sinn der Lebensschule Erde und das Wissen, dass es keine Zufälle gibt, aus der christlichen Botschaft heraus gestrichen hätte (siehe dazu Der Theologe Nr. 2; vgl. dazu auch "Der Theologe Nr. 8" - Wie der Teufel in der Bibel hauste).

 



29.1. / 5.2.2009 - Bankräuber - früher illegal, heute legal? / Die Herrschaft des Gottes Mammon auch in Deutschland - Der SPD-Chef Franz Müntefering geißelte kürzlich "Manager als moderne Raubritter" (Spiegel online, 4.1.2009). Könnte man z. B. im Hinblick auf die Bank-Manager nicht auch oftmals eher von Bank-Räubern sprechen? Denn beginnt nicht schon dort der "Raub", wenn ein Manager, der Bank, der er vorsteht, Millionen für sein privates Wohlleben entnimmt - und zwar ohne ein ethisch verantwortbares Maß und vor allem, wie jetzt weltweit deutlich wird, ohne dass das Unternehmen dies erwirtschaftet hätte? Auch auf Unkenntnis können sie sich nicht berufen, denn sie sind die Manager mit den Einblicken in den betriebswirtschaftlichen Schrott und in die unseriösen und zerstörerischen Machenschaften. Und wird es nicht offensichtlich zum "Raub", wenn sie diese Entnahmen fortsetzen, obwohl ihre Banken vom Steuerzahler mit Milliarden subventioniert werden? 

Während jedoch ein gefasster Bankräuber früher immer vor Gericht gestellt wurde, üben diese Arten von Bankräubern heute, welche also vielfach ihre vom Steuerzahler mit Milliarden subventionierten Banken z. B. neben ihren Top-Gehältern auch durch Milliarden-Bonus-Entnahmen plündern, ihr Handwerk legal aus, was vor allem in den USA, aber auch in anderen Ländern geschieht.
Faktisch nehmen dabei die Politiker dem Steuerzahler das Geld weg, um über die staatlichen Bankenhilfen auch die Milliarden und Millionen für die Top-Bankmanager aufzubringen. Riesige Gehälter und Erfolgsprämien für Bankrottwirtschaft heute statt Banküberfällen früher - das ist der Unterschied. Die Gemeinsamkeit: Das Geld ist in beiden Fällen weg, und es hat jemand an sich genommen, der es nicht verdient hat. Die gesellschaftliche Ethik gerät durch die üblichen Praktiken solcher "Führungskräfte" völlig aus dem Ruder. Und die Politiker schauen vielfach nur mit großen Augen und offenen Mündern zu. Vielleicht müsste man für dieses Tun den Ausdruck "legale Verbrechen" erfinden, d. h., "Verbrechen", die der Gesetzgeber erlaubt. Doch sind es nicht nur die Bank-Manager, sondern es sind wohl die meisten Konzerne mehr oder weniger betroffen.

Ein weiteres Problem
: Wie will der Staat in den Schulen an die nächste Generation glaubwürdig vermitteln, dass Spitzengehälter und Milliarden-Erfolgs-Entnahmen bei gleichzeitiger staatlicher Subventionierung legal sind und dass diejenigen, die dies praktizieren, die erfolgreichsten Menschen der Gesellschaft sind? Und wie will das Bildungssystem angesichts dessen den Jugendlichen noch ethisch glaubwürdige Werte vermitteln? Schlimme Folgen werden wohl schon bald spürbar sein.

Zwar verzichten immerhin viele "Bankrott-Manager" auch auf ihre "Boni", doch ändert das nichts daran, dass die Schere zwischen Superreich und Bettelarm sowohl in den Industrieländern als auch weltweit überall immer weiter auseinander geht. Und auch ohne Bonus-Zahlungen beziehen viele Manager bankrotter Systeme und Betriebe noch Spitzengehälter bisher unbekannten Ausmaßes. Und viele Verantwortliche dieser Entwicklung nennen sich auch noch "Christen", doch Jesus, der Christus, hat das alles nicht gewollt.

Aktualisierung: Jetzt will US-Präsident Barack Obama den US-Zocker-Banken für zwei Billionen Dollar ("Billionen" ist kein Schreibfehler) ihre wertlosen Schrott-Papiere abkaufen
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604302,00.html). Woher er das Geld letztlich nimmt, sagt er jedoch nicht. Vielleicht denkt er sich: Da mir meine Vorgänger durch Misswirtschaft und Kriege (PS: Bomben und Raketen explodieren auch bei Bankrott) sowieso schon 10 Billionen Dollar Staatschulden hinterlassen haben, kommt es auf diese zwei auch nicht mehr an.

Aktualisierung [5.2.]: Während die Meldung "Krise trifft Industrie immer härter" verbreitet wurde (z. B. Bild, 5.2.2009), wurde gleichzeitig folgende Meldung verbreitet "Dax-Konzerne wollen Milliarden-Dividende ausschütten"
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,605681,00.html)
. Während immer mehr Menschen ihre Arbeit verlieren oder notgedrungen kurzarbeiten und ihre Firmen vielfach vor dem Kollaps stehen, zahlen die 30 größten an der Börse notierten Konzerne Gewinnausschüttungen an Aktionäre "gemessen am Börsenwert der Firmen" "so hoch wie nie" zuvor in der Geschichte. Das ist die Herrschaft des Gottes Mammon auch in Deutschland: Die Arbeiter und Angestellten werden zunehmend überflüssig und werden ganz allmählich in Richtung Verarmung abgeschoben. Die Geldgeber kassieren jedoch satte Gewinne, obwohl die Aufträge für die Industrie einbrechen. Das ist auch das Prinzip der Schere, nach dem derzeit im Westen die Wirtschaft überwiegend funktioniert: Reiche werden immer reicher, Arme immer ärmer und der Mittelstand bricht weg und die Politiker haben die Aufgabe, solange immer neue Flicken auf dem maroden Gebilde anzubringen, wie ihnen noch etwas einfällt.


Aktualisierung
[10.2.]: Riesenskandal in der Schweiz: UBS-Bankrott-Bank macht 19,7 Milliarden Schweizer Franken an Verlust und bekommt 66 Milliarden Schweizer Franken an Staatshilfe! Und zahlt 2,2 Milliarden Schweizer Franken zusätzliche Bonus-Zahlungen an die Manager. Das ist der Gott Mammon. Er nimmt selbst dort, wo er verliert. Und er nimmt von den einfachen Leuten. Und auch in der Schweiz: Staatliche Unterstützung fließt in die privaten Taschen der Millionäre. Und das alles hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit irgendeiner Ethik zu tun (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606674,00.html).

Lesen Sie dazu auch
:
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/milliardenpraemien-banker-in-den-usa-kennen-keine-skrupel_aid_365995.html
 



11.2. / 21.2. / 6.3.2009 - Der "Raubzug" geht weiter: Bank-Bosse kassieren dank staatlicher Hilfen immer weiter Zusatz-Millionen / "Unvertretbare Risiken" wegen "exzessiver Bonus-Zahlungen" / Wenn Großbanken Staaten verhöhnen / Die Weherufe der Propheten hallen in der Atmosphäre - So demontieren sich die westlichen Gesellschaften von innen: Die Banker entnehmen sich weiterhin grandiose Bonus-Belohnungen (Summen, welche die meisten ehrlichen Arbeiter in Jahren nicht verdienen) bei gleichzeitigen staatlichen Milliardenhilfen, um die Pleiten ihrer Bankrott-Banken zu verhindern. Aktuell siehe
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/02/11/gierige-banker/klagen-millionenpraemie-ein.html
und http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,607418,00.html
Wesentlich dabei ist: Die Banker belohnen sich mit den Bonus-Zahlungen vor allem für ihre riskanten und hochspekulativen Finanzpokergeschäfte.
Anders ausgedrückt: "Exzessive Bonuszahlungen verleiten Finanzmanager dazu, unvertretbare Risiken einzugehen. Die Folgen sehen wir jetzt in der Finanzkrise", sagt EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (Bild, 21.2.2009). Das ist eine Eigenschaft des Gottes Mammon: Es wird nicht mithilfe der Vernunft entschieden, sondern die Gier nach Bonus-Millionen treibt die Banker vielfach in Bankrott- und Ruin-Geschäfte zum Schaden der ganzen Zivilisation. Und die Politiker pumpen Steuergelder über Steuergelder in das desaströse System, um noch größeren Schaden abzuwenden, wie sie bekunden. Doch hat man die Probleme an der Wurzel gepackt oder schaufelt man letztlich nur Milliarden oder bald gar Billionen in Fässer ohne jeden Boden?

Ein besonders brutales Beispiel für die Verhöhnung der Staaten und ihrer Bürger durch die Großbanken gibt die US-Großbank Merrill Lynch. Die Financial Times schreiben: "
Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat der New Yorker Staatsanwaltschaft zufolge ungeachtet von Milliardenverlusten und Staatshilfen heimlich die Auszahlung von Millionen-Boni beschleunigt ... Insgesamt habe Merrill Lynch seinen gescheiterten Managern absichtlich zulasten der Steuerzahler ´heimlich und verfrüht` großzügige Boni über insgesamt 3,6 Milliarden $ ausgezahlt, schreibt Cuomo [der Oberstaatsanwalt von New York] weiter. Mitte Januar vermeldete Merrill für das vierte Quartal einen Verlust von 15,3 Milliarden $" (Financial Times, 25.2.2009).

Während 20 Milliarden Euro reichen würden, um alle Hungersnöte auf der Welt für ein Jahr zu beenden - was aber die Politiker weltweit nicht aufbringen wollten und wollen - bekommt allein die Münchner Bank Hypo Real Estate schon über 120 Milliarden Euro an Geschenken bzw. Bürgschafts-Garantien, und es sollen weitere Zeitbomben in Höhe von ca. 600 Milliarden Euro außerhalb der offiziellen Bilanz dort ticken, die aber angeblich "sicher" seien. Auch daran zeigt sich der Gott Mammon: Einerseits Hungertote, die man im Elend sterben lässt, andererseits Manager, Bosse, Chefs, Vorstände, Vorstandsvorsitzende, Kapitalgeber und viele mehr, deren Spitzengehälter in immer astronomischere Höhen galoppieren - abseits jeder wirtschaftlichen Vernunft und Realität - und für deren Praktiken die Bürger aller Länder mit ihren Steuern zahlen, wenn sie weltweites Chaos anrichten.
So fordert z. B. der entlassene Chef der Münchner Pleite-Bank, Georg Funke, noch vier Jahre sein Top-Gehalt von der Bank, außerdem eine riesige Betriebspension bis ans Lebensende
(http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/06/hre-ex-chef-georg-funke/pleite-banker-will-noch-4-jahre-gehalt-kassieren.html oder:
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/hypo-real-estate-gescheiterter-bankenboss-will-millionen-einklagen_aid_377660.html)
.
Über seine und seiner Kollegen maßlose Misswirtschaft siehe den Bericht unter
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,627127,00.html
Die Maßlosigkeit, Irrealität und Anti-Ethik im Bereich der Banken und Wirtschaft ist schier grenzenlos. Die verantwortlichen Millionäre scheinen nicht zu begreifen oder wollen offenbar nicht begreifen, was passiert ist: Ihre Läden sind pleite und zudem gigantisch verschuldet. Kein Unternehmer kann seinen Betrieb an die Wand fahren, vom Staat im Anschluss daran Milliarden über Milliarden für das Unternehmen kassieren und für sich privat noch bis ans Lebensende Millionen über Millionen aus dem Pleite-Betrieb heraus ziehen, obwohl dieser nichts anderes mehr ist als ein gigantischer Sozialhilfeempfänger auf Kosten aller Bürger.
Siehe auch unsere Meldung über die moderne Form des "Bankraubs"
.
Und auch die Weherufe der Propheten über die Reichen und Gierigen hallen wieder in der Atmosphäre: Siehe hier.

 



8.3. / 11.3. / 27.3. / 25.9.2009 - Wie Großkonzerne den deutschen Steuerzahler legal übers Ohr hauen / Die Ethik-Krise hinter der Wirtschafts- und Finanzkrise / Banken-Manager: Ein Insider packt aus / Einzelne Hegde-Fonds-Manager genehmigten sich Vergütungen und Boni in Höhe von über einer Milliarde Dollar im Jahr
- Die Wirtschafts- und Finanzkrise wird immer härter. Und es wurde bereits in der Vergangenheit mit Tricks gezockt, die erst allmählich ans Tageslicht kommen. Einer der Tricks ist ganz einfach: Der Mutter-Konzern in den USA zieht alle Gewinne und noch weit mehr in die USA ab, wo niedrigere Steuern zu bezahlen sind. Dadurch hat dann der Tochter-Konzern in Deutschland keinen Gewinn mehr. Und um sogar hohe Verluste zu erreichen, könnte man z. B. die Lizenzgebühren für Patente, die in Deutschland bezahlt werden müssen, beliebig hoch ansetzen, je nachdem, wie hohe Verluste man dort möchte. Um diese dann zu kompensieren, "muss" die Tochterfirma, von der man den Gewinn abgezogen hat, nun Kredite aufnehmen. Und dafür kassiert man dann den deutschen Steuerzahler ab, indem man z. B. Gewinn mindernde "Schuldzinsen" steuerlich geltend macht. So weit der legale Trick zu Lasten des deutschen Staates. Doch jetzt bittet man diesen Staat, also die Steuerzahler, sogar um Milliardenhilfen. So ungefähr geschehen z. B. bei Opel/General Motors. Und wer weiß, ob diese Gelder nicht auch ganz legal in die Taschen des Mutter-Konzerns geschmuggelt werden können. Man bräuchte dort ja bloß irgendwelche Forderungen bzw. Kosten erhöhen. Und der einfache Bürger steht ohnmächtig daneben. Siehe z.B.
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/08/opel/politiker-empoert-ueber-steuerflucht.html

Und die Manager der Konzerne und Großbanken nehmen die staatlichen Milliardengeschenke ja in der Regel auch als Rettungspakete für ihre Privat-Millionen in Anspruch, die sie dank der staatlichen Hilfszahlungen weiter dem Betrieb entnehmen können, wenn der Staat das nicht unterbindet. Oder es sind die Ex-Bosse wie Gerhard Funke von der Hypo Real Estate (HRE), die sich Gelder über Gelder privat von der Firma erklagen wollen - was gar nicht möglich wäre, wenn der Staat nicht mit 102 Milliarden Euro die Pleite verhindert hätte (siehe z. B. hier). Doch das reicht hinten und vorne nicht. Während Ex-Top-Manager Funke privat eine Million nach der anderen bis an sein Lebensende von der Bank verlangt, braucht die Hypo Real Estate die nächsten 10 Milliarden vom Staat (http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/hypo-real-estate-krisenbank-braucht-zehn-milliarden-euro_aid_379164.html).
Und während der Staat in der Regel keinen mittelständischen oder kleinen Betrieb vor dem Bankrott rettet, besteht die Tendenz, dass er die Konzerne und Großbetriebe mit Milliardenzahlungen rettet, weil dort mehr Leute beschäftigt sind und bzw. mit verwickelt sind. Doch auch auf diese Weise geht letztlich der Mittelstand zunehmend mit unter, und die Schere zwischen Reich und Arm öffnet sich immer weiter.

Und steckt hinter dieser globalen Wirtschafts- und Finanzkrise nicht eine fehlende Ethik? Mit dem urchristlichen "Üb´ immer Treu und Redlichkeit" hat das weltweite Wirtschafts- und Finanzgebaren schon längst nichts mehr zu tun.


Was lernen die Schüler dazu in den Schulen? Z. B. auch in den so genannten "Elite"-Schulen? Welche Werte werden ihnen dort beigebracht? So verzichtet man in Deutschland in fast allen Bundesländern auf einen überkonfessionellen Ethik-Unterricht im Sinne der positiven Werte des deutschen Grundgesetzes. Stattdessen überlässt man das Feld lieber dem speziellen Konfessionsunterricht der Kirchen (den auch die meisten Verantwortlichen für die Krise durchlaufen haben), bietet Ethik nur als Alternative für diejenigen an, die nicht in den - vom Staat finanzierten - kirchlichen Unterricht wollen und das auch nicht überall (PS: Was die römisch-katholische Kirche z. B. lehrt, siehe hier). Anders in Berlin. Doch auch dort versuchen die Kirchen, auf Staatskosten ihren speziellen Konfessionsunterricht als Alternative zu einem Ethik-Unterricht für alle, den es dort seit 2006 gibt, durchzusetzen. So dass die bestehende Regelung - welche bei guten bzw. deutlich verbesserten Lehrinhalten und guten Lehrern sehr gute Voraussetzungen für eine positive Wertevermittlung bietet - erst in einem Volksentscheid am 26.4.2009 bestätigt werden muss (siehe dazu hier).

Aktualisierung [10.3./14.3.] - "Der dreiste Postbank-Raub" - Millionen-Sonderboni trotz hoher Verluste bei den Postbank-Vorständen - insgesamt eine Gehaltserhöhung um 54 % für das katastrophale Verlustjahr 2008
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,612324,00.html).
Focus online
schrieb dazu: "Der dreiste Postbank-Raub"
(http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/boni-der-dreiste-postbank-raub_aid_378996.html).
Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung: Postbank-Chef Wolfgang Klein ist - anders als die meisten anderen - einsichtig und will dafür 2009 auf Gehalt verzichten. Im Jahr 2008 hatte er 3,3 Millionen Euro verdient. Das dürfte auch 2009 noch reichen.

Lesen Sie auch: Banken-Manager - ein Insider packt über Hintergründe aus (Spiegel online, 23.3.009)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,614140,00.html

"Milliarden werden ohne Sinn und Verstand verschleudert" (24.3.2009)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,615094,00.html

"Die miesen Tricks der Bonus-Mafia" (25.3.2009)
http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/managergehaelter-die-miesen-tricks-der-bonus-mafia_aid_383672.html

"Hedge-Fonds-Manager schaufeln sich die Taschen voll" (25.3.2009). Sie ziehen in den USA sogar schon die Milliarden ab, nicht nur die Millionen. "Insgesamt strichen demnach vier Manager für 2008 jeweils mehr als eine Milliarde Dollar an Vergütungen und Prämien ein"
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/25/milliarden-fuer-hedge-fondsmanager/dax-bosse-verzichten.html
58 Millionen Euro Gehalt: Vorstände der Dresdner Bank sahnen mächtig ab (27.3.2009)
http://www.mainpost.de/nachrichten/wirtschaft/topthemen/Dresdner-Bank-Chefs-lassen-sich-Abschied-vergolden;art30838,5047542
Dazu Finanzminister Peer Steinbrück: Sie fügen "unserem Gesellschaftssystem schweren Schaden zu". Der Gott Mammon ist eben der krasse Gegensatz zu "Treu und Redlichkeit" und zu den positiven ethischen Werten. Es zeigt auch das Versagen des Bildungssystems. Denn die Bosse sind gleichzeitig die hofierte "Elite" dieses Systems.
Aktualisierung: Unternehmen lassen kriminelle Manager gewähren (Spiegel online, 25.9.2009;
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,651061,00.html

 



8.7.2009 - Wie der komplette Zusammenbruch des deutschen Bankensystems in letzter Minute vorerst verhindert wurde - Lesen Sie das Protokoll des Schreckens unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,634872,00.html.
Sowie: http://www.heise.de/tp/blogs/8/141720
Doch wie lange hält der Flicken auf dem Mammon-System?
 



13.7.2009 - Umverteilung geht weiter: Staatshilfen von Millionären eingesteckt - Die Umverteilung der Gelder geht weiter. Banken und Betriebe, die mit Staatshilfen gerettet wurden, zahlen darauf hin weiter Millionen-Boni an ihre Millionäre. Faktisch wird damit das Geld dem Steuerzahler genommen und ein großer Teil davon dem Millionär gegeben. So arbeitet der Gott Mammon, und die Politiker sind unfähig, das zu verhindern, oder sie wollen es auch gar nicht verhindern. Jüngstes Beispiel:
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/07/13/bank-chef-jens-nonnenmacher/bonus-trotz-staatshilfe.html
 



25.7.2009 - Neuer Kirchensteuer-Einnahme-Rekord: 9,76 Milliarden Euro im Jahr 2008 - jetzt geht es wieder etwas zurück - In den letzten beiden Jahren stiegen die Kirchensteuer-Einnahmen kräftig an. Die evangelischen Kirchen nahmen so im Jahr 2007 9 % mehr ein als 2006. Dann erhöhten sich 2008 die Einnahmen sogar um 10 % gegenüber 2007. Ähnlich war es bei der römisch-katholischen Kirche. So erreichte man für das Jahr 2008 den Rekordwert von 9,76 Milliarden Euro Kirchensteuereinnahmen, 5,06 Milliarden Euro für die römisch-katholische Kirche, 4,7 Milliarden Euro für die evangelischen Kirchen. Doch für die Jahre 2009 und 2010 drohen jetzt wieder ein Rückgang um ca. 5-10 % auf frühere Rekordhöhen, obwohl sich die Kirche sogar "ihren" Anteil an der neuen Abgeltungssteuer seit 1.1.2009 sicherte (http://www.welt.de/politik/deutschland/article4186726/Katholiken-und-Protestanten-wird-das-Geld-knapp.html).
Deshalb greifen die Kirchenoberen wieder zum altbewährten Mittel, um den Geldstrom aus vielen Kanälen in die Großkirchen hinein am Laufen zu halten. So heißt es in der Welt: "Im Erzbistum Köln bleiben Kindergärten auf der Strecke, auch Schulen und diakonischen Projekte" (25.7.2009).
Doch diese Rechnung ist eine Heuchelei. Denn die beiden Großkirchen geben nur 8-10 % der eingenommenen Kirchensteuer für öffentlich-soziale Zwecke aus, der Löwenanteil ist für die riesigen institutionellen Apparate. Und für kirchliche Kindergärten zahlt zudem der Staat (!) durchschnittlich 70 - 80 % der Kosten, für kirchliche Schulen gar ca. 100 % und auch für "diakonische Projekte" zahlt der Staat zusätzlich. Alles zusätzlich zu den Kirchensteuereinnahmen. Und es gibt noch eine dritte Einnahmequelle für die Großkirchen. Neben der Kirchensteuer und der weitgehenden Staatsfinanzierung der kirchlichen Sozialprojekte kommen noch einmal zusätzlich ca. 15 Milliarden Euro an Subventionen für Personalkosten, Priesterausbildung, konfessionellen Religionsunterricht usw. hinzu (vgl. dazu http://www.stop-kirchensubventionen.de). In Deutschland müssen also alle Bürger die Groß-Kirchen bezahlen, obwohl es bereits mehr Konfessionslose gibt als Katholiken oder Protestanten.
Mit Jesus von Nazareth haben die Institution Kirche und die Kirchensteuer jedoch nichts zu tun. Er erklärte, dass man dem Staat Steuern zahlen muss ("Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist ..."). Von einer zukünftigen Steuer für eine neu zu schaffende Institution Kirche, die der "Kaiser" für die Kirche eintreiben soll, sprach er nicht. Wer also für Jesus ist, der tritt aus.
 



1.8. / 14.8. / 5.10.2009 - USA - Sozialhilfe für Millionäre und Milliardäre: Banken moralisch bankrott / Goldman Sachs: Siebenstellige Boni auch für durchschnittliche Angestellte / Island: Bank vor Pleite von Großaktionären geplündert / Kommt irgendwann die Sklaverei zurück? / "Gehaltsexzesse" auch in Deutschland: "Gierbanker schlagen wieder zu" / Hurra, wir sind alle HRE! - Die Realität übertrifft manchmal alle Schwarzmalereien. Die Generalstaatsanwaltschaft in New York deckte jetzt auf, was im Jahr 2008 mit den Staatsgeldern der Regierung Bush-Rice für die Großbanken passierte: Von den 175 Milliarden Dollar Staatshilfen wurden 32,6 Milliarden für Bonus-Zahlungen an die Millionäre in den Chefetagen der Banken bezahlt (Main-Post, 1.8.2009), meist konfessionelle Kirchenchristen. Und weiter: Diese Boni in Höhe von 32,6 Milliarden Dollar waren sogar höher als die vor allem durch die Staatshilfen erzielten "Gewinne".
Das heißt: Es wurden mehr Milliarden an die wenigen Bosse entnommen als durch die Wirtschaftstätigkeit und die Staatshilfen zusammen eingenommen wurden. Kein gesellschaftskritisches Lehrbuch aus dem letzten Jahrhunderten hätte sich diesen Horror bei der Beschreibung der westlichen Gesellschaftsordnung je träumen lassen. Und: Sieht es in Deutschland wirklich ganz anders aus?
Und wohin wird diese Entwicklung führen? Die Betriebe gehen also trotz Staatsmilliarden kaputt, wenn man mehr entnimmt als hinein gibt. Die Leute verlieren die Arbeitsplätze, und zudem gehen die Staaten kaputt. Bleibt am Ende eine kleine Minderheit übrig, die ihre "Geldspeicher" mit Waffengewalt überwacht, während man mit dem Rest der Menschheit und dem, was von dem Planeten Erde noch übrig ist, machen kann, was man will?

Und weiter: Die durch Staatshilfen zwischenzeitlich gerettete US-Bank Goldman Sachs zahlt nicht nur Millionen-Boni an die Bosse. Auch der durchschnittliche Angestellte kann 2009 mit einem Zusatzbonus von einer Million Dollar rechnen (Focus online, 4.8.2009). Schön für die Angestellten, doch was ist mit den Angestellten anderer Betriebe? Formiert sich hier nicht eine Art "Staat im Staate"?

Und in Deutschland aktuell? "Gierbanker schlagen wieder zu" - Neues von der HSH Nordbank und der Hypo Real Estate (HRE) am 12.8.2009: Eine Sonderzahlung von 500.000 Euro an den Vorstandschef der Bankrott-Hypo-Real-Estate, weil ein staatliches Gesetz sein Gehalt mittlerweile auf 500.000 Euro "begrenzt". Und 100.000 Euro "Bleibeprämie" für 500-600 Mitarbeiter der HSH Nordbank, damit diese das vom Staat erhaltene Bank-Schiff nicht verlassen und woanders kassieren.
(http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/08/12/skandalbank-hsh/zahlt-100000-euro-bleibepraemie-trotz-stellenabbau.html).
Spiegel online schreibt von "Gehaltsexzessen" der Bosse (14.8.2009).

Aktualisierung: Und wieder braucht die HRE viel, viel Geld von uns allen, um das Desaster zu verlängern (13.9.2009), vielleicht zum sechsten, siebten oder achten Mal (wer hat mitgezählt?). Plötzlich seien neue "unrealisierte Verluste" in Höhe von 16,3 Milliarden aufgetaucht, die von den Bossen offenbar so geschickt versteckt worden sind, dass man es erst jetzt merkt. Praktisch heißt das: Die HRE braucht schon wieder 26 neue Milliarden, um diesen Verlusten standzuhalten. Erst vor ein paar Wochen hat sich der Vorstandschef eine Sonderzahlung von 500.000,00 Euro genehmigt, und wer weiß, wer noch alles Sonderzahlungen bekommt. Die Politiker sollten einmal ausrechnen, was jeder Deutsche bisher an Sonderopfern schon für die HRE gebracht hat. Am besten kann der einfache Bürger dies wohl verschmerzen, wenn er sich sagt: Nach "Wir alle sind Papst" aus dem Jahr 2005 jetzt "Wir alle sind HRE" aus dem Jahr 2009. Und dazu noch ein Vorschlag: Die Politiker sollen entweder die Bundeswehr in Afghanistan finanzieren oder die HRE in Deutschland, oder das Geld soll dafür verwendet werden, die Klima-Apokalypse abzuwenden. Die Politiker sollen sich für eines entscheiden: Entweder Krieg gegen die Taliban, Dauer-Rettung der HRE oder Verhinderung des Kollaps des Planeten - das Geld reicht nur für ein Projekt, nicht für alle drei. Doch wie es derzeit ausschaut, versuchen die Politiker, zwei davon durchzubringen.
 
Und in Island, so stellte sich heraus, trieb das Wirtschaftssystem auf andere Weise seine Blüten. Dort haben die Großaktionäre und ihre Geschäftsfreunde die Kaupthing-Bank kurz vor ihrem Bankrott geplündert. Als die Insider dem bevor stehenden Bankrott ins Auge sahen, haben sie sich noch schnell Kredite in Höhe von fünf Milliarden Euro ohne jegliche Sicherheit unter den Nagel gerissen, bevor man das Schiff versenkte. Mit anderen Worten: Man hat die Bank noch schnell geplündert, bevor jemand merkt, dass das Ende gekommen ist. Ein Vorgeschmack, wie es vermutlich auch anderswo gehandhabt würde. Und das alles legal.

Als es noch rechtzeitig war, haben Propheten vor bedrohlichen Entwicklungen dieser Art gewarnt. Doch die Kirche hat sie lächerlich gemacht und bekämpft, und sie hat damit verhindert, dass rechtzeitig die Weichen hätten umgestellt werden können. Heute, nachdem alles längst zu spät ist, hinkt - wie immer - die Kirche mit ihren Mahnungen hintendrein - als ob es eine Strategie wäre, immer so lange zu warten, bis das Ruder ohnehin nicht mehr herum gerissen werden kann.
Noch im Januar 2008 hatte sich Landesbischof Johannes Friedrich dagegen ausgesprochen, die Managergehälter nach oben zu begrenzen.
Mehr dazu siehe bei:
Aufruf an Bischof Huber zur Umkehr 


Aktualisierung (5.10.2009): Hurra! Und schon wieder braucht die HRE-Zockerbank 10 Milliarden Euro Staatshilfe. Erst vor drei Wochen brauchte man mal schnell 16,3 Milliarden, jetzt schon wieder 10 Milliarden. Dabei ist doch noch gar nicht Weihnachten. Wehe, wehe, wer das letztlich alles bezahlen muss.
 



13.10. / 15.10.2009 - Die Höllenfahrt der Menschheit wird immer schneller: Noch nie gab es mehr Hungersnot auf diesem Planeten und noch nie gab es solche Spitzengehälter - Alles spitzt sich in den "letzten Tagen" dieser Zivilisation dramatisch zu. Z. B. war der Gegensatz zwischen Hyper-Super-Reichen und Hungertoten, wofür Politiker, Wirtschaftler und auch Kirchen in die Verantwortung tragen, noch nie so krass wie im Jahr 2009. Folgende beiden Nachrichten wurden am 13.10.2009 zeitgleich verbreitet:
1) Mehr als eine Milliarde Menschen hungern und verhungern elendiglich - http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,655055,00.html

2) US-Banker mit neuen Rekord-Gehältern - Auch Staats finanzierte Banken erhöhen die Einkommen der Bosse um teilweise 20 %. Damit werden die Gehälter des bisherigen Gehalts-Rekordjahres 2007 um 10 % übertroffen zu einem neuen Rekordjahr 2009. http://www.welt.de/finanzen/article4840583/Diese-US-Banken-zahlen-die-hoechsten-Gehaelter.html
Anstatt dass der Staat also dem Hungernden Brot gibt, schenkt der dem Superreichen noch mehr Geld. Und das betrifft sicher nicht nur die USA.
Spiegel online schreibt: "An der Wallstreet werden Rekordvergütungen ausgezahlt, in Europa klagen Investmentbanker zu Dutzenden ihre Boni für das Katastrophenjahr 2008 ein. In den Geldinstituten werden den Kunden hemmungslos Zertifikate aufgeschwatzt - als hätte es die Finanzkrise nie gegeben" (15.10.2009). Und die Politiker und Kirchenführer tun nichts dagegen und schleichen sich insgeheim auch mit ins Boot der Superreichen und Mächtigen, von wo man das Boot der Bettelarmen allmählich abzukoppeln versucht. Doch die Bettelarmen können noch schwimmen, und ihre Wut wächst ...
 



24.11.2009 - Kirchlich orientierte "Gewerkschaften": Niedriglöhne noch weiter gedrückt - Lesen Sie dazu
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/lohndruecker-im-namen-gottes/
 



4.12.2009 - Evangelische Diakonie: Bonuszahlungen und hohe Abfindungen für Manager sowie eigene Zeitarbeitsfirma, um Lohnkosten für Angestellte und Arbeiter nach unten drücken zu können - Die Boni-Praktiken bei den Bankern schufen auch bei manchen Kirchenbossen Begehrlichkeiten. Nun kam heraus: Die evangelisch-lutherischen Rummelsberger Anstalten bei Nürnberg zahlten Sonderboni für Kirchenmanager und in einem Fall eine für kirchliche Verhältnisse stattliche Abfindung für einen Manager in Höhe von 450.000,00 Euro, weil sich offenbar zwei Bosse nicht verstanden. Auf der anderen Seite werden die evangelischen Kirchenmitglieder immer wieder zu Spenden für Rummelsberg gebeten, teils mit Spendendosen, mit denen Kinder von Tür zu Tür ziehen. Und um die Lohnkosten im unteren Lohnbereich weiter drücken zu können, hat die Rummelsberger Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche auch eine eigene Zeitarbeitsfirma gegründet, die Arbeitskräfte für die Diakonie zu "Dumping-Löhnen" "entleiht" anstatt die Menschen in einem ordentlichen Arbeitsverhältnis zu beschäftigen.
Erst vor kurzem gerieten die Evangelischen Einrichtungen von Rummelsberg in die Schlagzeilen. Der leitende Ratsvorsitzende, ein evangelisch-lutherischer Pfarrer, musste wegen gewalttätiger sexueller Missbrauchs-"Experimente" mit Diakonen-Schülern gehen. Auch hier kam jetzt heraus, dass Ratsvorsitzender Karl Heinz Bierlein zusätzlich zu seinem Spitzengehalt noch eine weitere monatliche Zahlung in Höhe von 2.000 Euro erhalten hat (z. B. http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1130010&kat=27), wovon die Aufsichtsgremien nichts wussten..
"Vertrauen dahin", schreiben die Nürnberger Nachrichten am 30.11.2009.
Aktualisierung: Der Nachfolger von Direktor Karl Heinz Bierlein in Rummelsberg, Rektor Wolfgang Bub, "wirft" nach ca. einem Jahr bereits "hin". Einiges sei geschehen, "was für mich jenseits der Grenze des Zumutbaren lag" (Süddeutsche Zeitung, 9.12.2009). In dem Diakoniewerk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit 6100 Beschäftigten wird "mit harten Bandagen um die Richtung gekämpft".
 



12.12.2009 -
"Mehr als eine Tonne Gold"  in der Vatikanbank? - Die Rheinpfalz schreibt am 28.11.2009, zu Beginn der diesjährigen Adventszeit: "Die Vatikanbank ist einer der geheimsten Einrichtungen der Weltfinanz. Sie veröffentlicht keinerlei Bilanz, unterstellt sich keinen internationalen Kontrollen und ist - mitten in Italien - so etwas wie ein Steuerparadies. Ihr Vermögen wird auf fünf Milliarden Euro geschätzt; außerdem liegt in ihren Tresoren angeblich mehr als eine Tonne Gold". Jetzt gerät die Vatikanbank wieder wegen des Vorwurfs in die Schlagzeilen, dass dort in großem Stil Gelder der Mafia gewaschen wurden.
 



25.12.2009 - Über 20 % der Immobilien Italiens gehören der Kirche - "´20 bis 22 Prozent der Immobilien in Italien gehören der Kirche`, zitierte die Wirtschaftszeitschrift ´Il Mondo` vor zwei Jahren den Fachmann Franco Alemani von der Gruppe Re, die Mönche und Ordensschwestern bei ihren Immobiliengeschäften berät." Und sind von der Immobiliensteuer befreit.
Lesen Sie mehr im Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/_b=2503146,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage

Mehr dort auch zu den Machenschaften der Vatikanbank IOR ("Institut für gute Werke"). Wirtschaftsprofessor Prof. Dr. Mario Comana erklärt, dass es "nichts Vergleichbares in der westlichen Welt gibt ..." und dass es "außerhalb jeder Kontrolle" agiert.
Das Handelsblatt weiter: "Auch der letzte Papst, der beim IOR aufräumen wollte, Johannes Paul I., überlebte nur 33 Tage im Amt. Nur einen Tag nach der Ankündigung, die Führungsriege zu entmachten, starb er am 28. September 1978 unter merkwürdigen Umständen." Und die Nonne, welche die Leiche fand, verpflichtete sich zu "lebenslangem Stillschweigen" (sie wird wissen, was sonst passiert).
Prof. Dr. Massimo Teodori bezeichnete die Vatikanbank als "eines der größten Zentren der finanziellen Kriminalität Italiens zwischen den 70er-Jahren und den 90er-Jahren".
Und heute? Neue Details enthüllte zuletzt das Testament des verstorbenen Renato Dardozzi, einem Insider der Finanzen des Vatikans. "Zu Lebzeiten wollte sich Dardozzi wohl nicht mit dem IOR anlegen, das er eigentlich beaufsichtigen sollte".

Lesen Sie auch
: Der Betrugs-Bankrott der Banco Ambrosiano und das IOR - Roberto Calvi, der "Bankier Gottes", hängt tot unter der Brücke der Barmherzigen Brüder in London.
 



9.1. / 13.1. / 30.1.2010 - Nach Milliarden-Desaster der BayernLB! Unfassbar: Hypo Real Estate - Nach 120 Milliarden Euro Subventionen nun neuer Schrott im Wert von 200 Milliarden Euro entdeckt - Es ist unfassbar, dass dies in Deutschland, und gar im Musterland Bayern möglich ist. Bei der Hypo Real Estate aus München, die wir alle schon mit 120 Milliarden Euro vor dem Bankrott schützen mussten, wurde der nächste Schrott im Wert von neuen 200 Milliarden Euro gefunden
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,671019,00.html).

Erst vor Tagen war ein neues 3,7-Milliarden-Desaster der Bayerischen Landesbank BayernLB aufgedeckt worden, dass die CSU-Stoiber-Regierung zu verantworten hat (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,670086,00.html).
In diesem Zusammenhang ist bereits der Präsident des Bayerischen Sparkassenverbandes Siegfried Naser zurück getreten (siehe oben), bekommt jedoch weiter ein Millionengehalt (http://www.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft-finanzen/trotz-ruecktritts-wegen-bayernlb-affaere-noch-millionen-naser-611363.html). Siegfried Naser hatte bereits als ehemaliger katholischer Landrat von Kitzingen eine unrühmliche Rolle beim Skandal-Verkauf des ehemaligen Kreiskrankenhauses Dettelbach gespielt (http://www.das-weisse-pferd.com/02_09/dettelbach.html). Damals machte er auf Druck der beiden Großkirchen den Umbau in eine Naturklinik mit Millionenverlust für den Landkreis rückgängig. Die Klinik entstand dafür andernorts mit großem Erfolg (www.naturklinik.com).
Mittlerweile wird in der Skandal-BayernLB nicht nur wegen Untreue ermittelt, sondern es geht auch um "weitere Straftatbestände" (Bild, 13.1.2010).
 



2010


14.2. / 16.2.2010 - Griechenland zahlte 300 Millionen Euro an US-Bank Goldman Sachs, um bevorstehenden Bankrott zu vertuschen - Unfassbar: Sind die Wirtschaftstricks nicht schwere Kapitalverbrechen? - Kennen Sie das Instrument des Cross-Currency-Swap? Nein? Wir auch nicht. Aber alles scheinbar legal. Oder auch nicht. Der damals verantwortliche deutsche Finanzminister Hans Eichel zur Einführung des Euro in Griechenland: "Wir sind einem offenkundigen Schwindel aufgesessen" (Focus online, 16.2.2010). Doch eine Strafe gibt es nicht. Denn was soll´s? so sagen sich Banker und Politiker: Hauptsache, es gibt bald wieder Millionen-Boni und Diätenerhöhungen!
Lesen Sie mehr über einen Aspekt des Finanzdesasters der westlichen Welt in
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677750,00.html.
 



3.4.2010 - "Weh euch, ihr Reichen!" 25 Hedge-Fonds-Manager verdienten im Jahr 2009 25 Milliarden Dollar - Der Westen nennt sich und sein System "christlich". Ein Beispiel: 25 Hedge-Fonds-Manager in den USA verdienten im Krisenjahr 2009 insgesamt 25 Milliarden Dollar, also im Durchschnitt eine Milliarde Euro pro Mann. Und das nicht durch ehrliche Arbeit im Dienste der Bevölkerung, sondern nur durch Spekulation. Doch dies ist nur ein kleines Beispiel für die Politik, der sich die Herren dieser Welt verschrieben haben. Die Herren dieser Welt bekommen also die Milliarden. Doch wo fehlen sie? Und wem werden sie weg genommen?
(http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/04/03/25-milliarden-dollar-die-irren-gehaelter/der-hedgefonds-manager.html) "Weh euch, ihr Reichen!" Die Worte des Jesus von Nazareth sind aktueller denn je.
Allein diese 25 Männer hätten das Verhungern auf dem Planeten weitgehend beenden können, von den anderen zigtausenden Menschen gar nicht zu reden. Denn hätte sich jeder von ihnen mit einem Jahresgehalt von vier Millionen Dollar begnügt, hätten sie im Jahr 2009 zusammen 100 Millionen Dollar verdient. Mit den übrigen 24,9 Milliarden Dollar hätte man den Hunger auf der Welt zunächst weit gehend beenden können (siehe hier). Und wenn noch ein paar Mega-Reiche mitgemacht hätten, hätten wohl auch die ärgsten Umweltschäden beseitigt werden können.
 



6.4.2010 - "Der geheime Milliardenschatz der Kirche"
- Lesen Sie http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,686793,00.html
Allein zum Kapitalvermögen heißt es dazu: "Eines zumindest lässt sich sagen: Beide Kirchen - die katholische und die evangelische - haben laut [Carsten] Frerk [Buch "Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland] zuletzt 1993 gesammelt Einnahmen von 2,6 Milliarden Euro aus Kapitalvermögen offen gelegt. Legt man eine Verzinsung von fünf Prozent zugrunde, so ergibt sich daraus ein Kapitalvermögen von rund 52 Milliarden Euro. Dabei waren die Vermögen der Wohlfahrtsverbände, Hilfs- und Missionswerke noch nicht eingerechnet."
Das ist aber nur das bloße Kapitalvermögen und das war schon 1993, also vor 17 Jahren. Hinzu kommt ein unermessliches und x-faches Vermögen an Immobilien und Kunstschätzen.
Alleine die beiden Großkirchen in Deutschland könnten mit einem Mal die Hungersnot in der Welt wenigstens für ein Jahr beenden, denn dafür bräuchte es nur 20 Milliarden Euro. Doch von dort kommt nichts. Man ruft immer nur die Gläubigen zum Spenden auf. Das eigene Milliardenvermögen wird nicht angetastet. Außerdem besitzt die Kirche noch Tonnen an Gold.
Und hinzu kommen Jahr für Jahr weitere Milliarden des Staates für Priesterausbildung, Bischofsgehälter usw. Der Bürger mit seinen Steuergeldern muss also auch noch die steinreichen Großkirchen subventionieren (vgl. dazu auch http://www.stop-kirchensubventionen.de, sowie http://www.freie-christen.com/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.html).
Und das, obwohl die Bischöfe und Priester nichts erwirtschaften. Es sind letztlich alles dem Volk weg genommene Gelder, die der Kirche ein Leben in Reichtum und Luxus ermöglichen.

 



1.5.2010 - Geldverschwendung, Selbstherrlichkeit und Missachtung der Laien: Katholiken fordern Rücktritt von Bischof Wilhelm Schraml - Mehr dazu unter http://www.sueddeutsche.de/bayern/901/510026/text/
 



4.5.2010 - Worauf es der Kirche ankommt: Wer nicht mehr zahlen will, ist kein Katholik mehr - Oder anders formuliert: Nur wer weiter bezahlt, bleibt Katholik. Denn wer beim staatlichen Standesamt oder Amtsgericht aus der römisch-katholischen Körperschaft des öffentlichen Rechts austritt, ist kein Katholik mehr. Wer also die Kirchensteuer nicht bezahlen will, wird automatisch auch aus der Glaubensgemeinschaft der Kirche ausgeschlossen (einschließlich angeblich ewiger Hölle) - selbst wenn er Millionen spenden würde. Allein dies entlarvt einmal mehr das System der Kirche.
Zum Urteil der staatlichen Gerichte (wie immer) zugunsten der Kirche:
http://vghmannheim.de/servlet/PB/menu/1253793/index.html?ROOT=1153033
 


 

10.5.2010 - Viel Geld: Die Kirche räumt knallhart ab - Das Magazin Panorama deckt auf, wie die Kirche die Bürger maßlos ausnimmt, zusätzlich zu den "üblichen" Kirchensteuern, den staatlichen Milliardensubventionen für Bischofsgehälter und vieles mehr, der teilweisen staatlichen Komplettfinanzierung kirchlicher Sozialdienste (während die Kirche dort jedoch das Sagen hat) und dem massiven Erwartungsdruck nach viel Geld, den die Kirchenvertreter gegenüber allen Kommunen ausüben. Dazu die Beispiele 2 und 3. Beispiel 1 zeigt, wie Kirchenmitglieder im kommunalen Amt ihrer Kirche helfen, die Mitglieder im Kirchenpferch zu halten.
Beispiel 1: Kirchengebundene Politiker und Beamte setzen die Kirchenaustrittsgebühr bei ihrem Standesamt bewusst übermäßig hoch an, um austrittswillige Bürger vom Kirchenaustritt abzuschrecken. Die 50 oder 60 Euro Gebühr kann man am ehesten als eine Gemeinheit bezeichnen, vor allem gegenüber Geringverdienern. Ein handfester Skandal ist jedoch folgendes:
Beispiel 2: Die Kirche erkennt Austritte in der DDR teilweise wegen angeblichen Formfehlern nicht an. Obwohl es evangelische Pfarrer waren, welche die früheren Mitglieder nicht korrekt informierten, liegt die Beweispflicht für den Austritt beim Bürger. Nicht die Kirche muss also beweisen, dass der Bürger bei ihr noch Mitglied ist. Sondern der Bürger muss beweisen, dass er ausgetreten ist. Die kirchliche Knute ist das Taufregister. Durch diesen Eintrag werden in der Regel Säuglinge zu späteren Steuerzahlern gemacht. Kann der Ausgetretene seinen Austritt nicht nachweisen, weil er z. B. seinem damaligen Pfarrer vertraute, werden massive Geld-Nachforderungen über Jahre erhoben. Denn die Kirche weigert sich zunächst, bei einem Austritt den Eintrag im Taufregister zu streichen und nimmt dann später eben diesen Eintrag in ihrem Taufregister als Beweis, um ihre Geldforderungen zu begründen. Im gezeigten Beispiel eine fünfstellige Summe. Die evangelische Kirche findet das richtig und besteht knallhart auf ihrer Steuerforderung.
Deshalb: Lassen Sie sich Ihren Kirchenaustritt amtlich bestätigen und bewahren Sie das Dokument genauso sorgfältig auf wie Ihre Geburtsurkunde. Sonst könnten auch Ihnen massive kirchliche Forderungen drohen, z. B. nach einem Umzug, sobald ein neues Finanzamt für Sie zuständig ist. Die Kirche lässt Sie niemals freiwillig frei und sie weigert sich bis heute, Sie aus dem Taufregister zu streichen, selbst wenn Sie das verlangen. Hier gibt es mittlerweile aber immer mehr Bürger, die sich gegen diese unrechtmäßigen Praktiken der Kirche wehren. Denn die Taufregister werden gelegentlich von Kirchenbeamten durchforstet, um Leute darin zu finden, die man nachträglich zur Kasse bitten kann, weil sie ihren Austritt nicht nachweisen können.
Beispiel 3: Ein Bürger ohne Kirchen-Konfession muss in vielen Bundesländern auch für seinen konfessionell noch gebundenen Ehepartner Kirchensteuer bezahlen (das so genannte "besondere Kirchgeld"), wenn dieser weniger verdient als er. Die Kirche findet das in Ordnung. Wenn er seinen Partner liebe, werde er auch der Kirche das Geld bezahlen, so ein Kirchensprecher.
Hier können Sie den Beitrag selbst sehen:
http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama462.html
Zu all´ dem ist zu sagen: Die Schlange giftet und dreht sich, wie sie will. Immer mehr Menschen befolgen jedoch die Worte des Propheten Johannes über die Hure Babylon, ein Bild für die Kirche in der "Endzeit": "Tretet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und nichts empfanget von ihren Plagen" (Bibel, Offenbarung 18, 4).
 



14.5.2010 - Gigantisches Defizit der deutschen Kommunen - Einer der Gründe: die Kirche - Noch nie hatten die deutschen Städte und Gemeinden in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein solches gigantisches Defizit wie 2010. In diesem Jahr wird das bisherige Rekord-Defizit-Jahr von 2003 noch einmal verdoppelt (z.B. http://www.stern.de/wirtschaft/geld/haushalte-in-der-krise-kommunen-droht-groesstes-defizit-aller-zeiten-1566271.html). Den Städten und Gemeinden fehlen 15 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa der Summe, mit denen der Staat jährlich die beiden Großkirchen subventioniert (für Bischofsgehälter, Priesterausbildung, Kirchenrenovierungen usw.), zusätzlich zu den Subventionen für ihre sozialen Dienstleistungen, die nochmals extra vom Staat bezahlt werden (vgl. http://www.stop-kirchensubventionen.de). Das Defizit der Kommunen könnte also ausgeglichen werden, wenn der Staat die Kirchensubventionierung beendet.
Die beiden Amtskirchen sind auf vielfache Weise eine der Gründe dafür, warum die Kommunen überhaupt so hoch verschuldet sind. Denn die Kirchen kassieren seit 200 Jahren jährlich "Entschädigungen" für einzelne Enteignungen ihres früheren zusammen geraubten Besitzes, und einen Teil davon zahlen jährlich die Kommunen. Diese Zahlungen an die Kirche wurden im 20. Jahrhundert durch die Konkordate und Staatsverträge aller deutschen Bundesländer mit den beiden Großkirchen festgeschrieben und addieren sich auch im 21. Jahrhundert jährlich auf zig Milliarden Euro, obwohl die Zahlungen schon durch die Verfassungsgebote von 1919 (Weimarer Reichsverfassung) und 1949 (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland) beendet werden sollten.
So trägt ein Großteil der hoch verschuldeten Städte und Gemeinden seit ca. 1810 die so genannte "Baulast" für die Kirchen. Das heißt: Wenn die Kirche für eine halbe Million Euro renoviert wird, dann zahlen das nicht etwa die Kirche und ihre Gläubigen, sondern die politische Gemeinde muss bezahlen, wenn sie die "Baulast" hat, egal, ob sie dafür in ihrem Haushalt Geld hat oder nicht. Die Kirche verlangt das Geld und die Gemeinde muss es aufgrund der 200 Jahre alten Verträge zahlen - aus den Steuern und Abgaben aller Bürger, nicht nur der konfessionellen.
Denn die kirchenabhängigen Politiker von CDU, CSU, SPD, FDP und GRÜNEN weigern sich beharrlich, die verfassungswidrigen Staatsverträge und Konkordate mit den Großkirchen (welche der Kirche viele Rechte zugestehen, wie  sie den Staat faktisch ausnehmen können) zu kündigen, und sie lassen sich lieber auf den Kirchentagen von den restlichen Gläubigen feiern und hofieren.
Und bittet eine politische Gemeinde doch einmal die Kirche um "Gnade" und um eine Ablösung der Zahlungen, wie es die Weimarer Reichsverfassung und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vorschreiben, dann fordert die Kirche für die Ablösung eine hohe neue "Entschädigung". In Karlstadt in Bayern verlangte die Kirche z. B. 1997 eine staatliche Vorauszahlung für die nächsten 25 Jahre, dann würde die Kirche nach 26 Jahren nichts mehr wollen. Da verarmte Kommunen aber eine Vorauszahlung für 25 Jahre schlicht nicht aufbringen können, ist es ihnen gar nicht möglich, die Zahlungen an die Kirche auf diese Weise zu beenden und man zahlt deshalb notgedrungen endlos jährlich weiter (Beispiele dafür z.B. in der Schrift "Der Prophet Nr. 13 (http://www.das-wort.com/deutsch/kostenlos/schlagt-die-bibel-zu---der-prophet-13.php). Dabei muss in dem genannten Beispiel die Stadt auch für eine Pfarrstelle bezahlen, die es zwar 1810 gab, aber seit 1984 gar nicht mehr gibt. Doch die Kirche kannte keine Gnade und forderte aufgrund der seit Jahrhunderten üblichen "Observanz" (= Gewohnheitsrecht) von der Stadt auch weiter das Geld für einen kirchlichen Dienst ein, den es also gar nicht mehr gibt. Das ist eben die Tradition. Es ist weiter so ähnlich wie im Mittelalter und wer weiß, ob dann die Kirche in 25 Jahren wirklich Ruhe geben würde.
Denn zu den verfassungswidrigen "Zahlungsverpflichtungen" der Kommunen an die Kirche kommen noch die unübersehbaren freiwilligen Zahlungen hinzu, weil sich eine Mehrheit von Gemeinde- und Stadträten, die teilweise identisch mit den Kirchenvorständen sind, den Bitten der Kirche um weiteres Geld nicht "verschließen" möchten.
So mancher Bürger ist erst aufgewacht, als er hörte, dass Bischof Walter Mixa nicht etwa von der Kirchensteuer bezahlt wurde, sondern vom Staat, wie alle anderen Bischöfe auch. Aber nicht nur er saugte an den Zitzen des Staates. Auch die Leiter der mittlerweile berüchtigten bischöflichen Knabenseminare werden vom Staat bezahlt und unzählige Hochwürden mehr. Oder wissen Sie z. B., was ein katholischer "Dignitär" ist bzw. eine "Dignität" und was er so tut? Nein? Müssen Sie auch nicht. Aber Sie bezahlen ihn, von Ihren Steuern. Das sollten Sie wenigstens wissen.
Und der einfache Politiker vor Ort kann dagegen nichts machen, da die führenden Politiker von CDU, CSU, SPD und FDP nach dem Krieg und die kirchenabhängigen Politiker vor dem Krieg den Staat teilweise an die Kirche ausgeliefert haben. Wie ist das geschehen? Indem sie der Kirche in den besagten Konkordaten und Verträgen zugesichert haben, dass der pausenlose staatliche Geldregen für die Kirche nur mit kirchlicher Zustimmung verändert werden dürfe - völlig unabhängig, wie es dem Staat finanziell geht.
Im 21. Jahrhundert wird es jedoch Zeit, diese "Verträge" endlich als sittenwidrig und als staatsschädigend und für null und nichtig zu erklären. Auch wenn die letzten derartigen Knebel-Verträge erst in den 90er-Jahren in den Bundesländern der ehemaligen DDR abgeschlossen wurden, oftmals von kirchenabhängigen Politikern, die aus dem Westen Deutschlands in den Osten gezogen waren. Doch wie gesagt: Viele Politiker sitzen gleichzeitig auf den Kirchentagen oder in den Kirchengremien und lassen die politischen Gemeinden offenbar lieber pleite gehen als das Verfassungsgebot wenigstens 91 Jahre später (1919-2010) zu erfüllen und die Milliardenzahlungen an die Kirche endlich zu beenden.
 



25.5.2010 - "Neue Beweise: Die üblen  Machenschaften der Vatikanbank" - Einer der Hauptverbrecher, Erzbischof Paul Marcinkus, wörtlich: "Man kann die Kirche nicht mit Ave Marias führen". Er wurde im Vatikanstaat vor dem Zugriff der italienischen Justiz und Polizei geschützt. Lesen Sie mehr im Handelsblatt:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/_b=2587524,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage
 



26.5.2010 -
Der achte oder neunte Verbrecher im Priestertalar in Würzburg (vgl. hier): Pfarrer veruntreute eine Millionen Euro: "Ein ehemaliger katholischer Priester aus Unterfranken soll als früherer Gemeindepfarrer rund eine Million Euro Kirchen- und Spendengelder veruntreut haben" (bild.de, 17.5.2010). So hieß es zuerst. Dann musste die Summe auf vorläufig 1,5 Millionen Euro hoch gesetzt werden. Dann war es wieder "nur" eine Million. Der Priester wurde in ein Kloster abgeschoben. In seiner Wohnung wurden in mehreren Geldverstecken des Würdenträgers ein sechsstelliger Betrag gefunden (abendzeitung.de, 26.5.2010). Das Doppelleben des Pfarrers aus Karlstadt sowie die genaue Herkunft und die Verausgabung der Gelder sorgt derzeit für große Irritationen in der unterfränkischen Kleinstadt. Offenbar schwamm die Kirche so massiv im Geld, dass keinem das Fehlen der einen Million + x auffiel. Erst das Finanzamt brachte den Stein ins Rollen. Ausgerechnet Karlstadt ist bereits Schauplatz eines Dauer-Finanzskandals, da der Staat dort der Kirche Leistungen bezahlen muss, welche diese überhaupt nicht erbringt. Zumindest war dies bis vor kurzem noch so. Mehr dazu hier.
 



13.6.2010 - Neue Finanzskandale der katholischen Kirche in Deutschland / Die geheimen Milliarden des "Bischöflichen Stuhls" / Katholische Kirche in Deutschland hat ca. 50 Milliarden Euro allein an Barem - Im bayerischen Karlstadt entwendet der Dorfpfarrer im Laufe der Zeit eine Million Euro und versteckt die Scheine im Pfarrhaus. Im Bistum Münster sind 30 (!) Schwarzgeld-Konten eines leitenden Priesters aufgeflogen, im Bistum Limburg entwendete der Leiter der bischöflichen Finanzverwaltung fünf Millionen Euro und im Bistum Magdeburg wurden bei dubiosen Finanztransaktionen 40 Millionen Euro verbrannt, unter anderem durch Investitionen der katholischen Kirche in gentechnische Anlagen. "Durch solche Betrugsfälle gibt es nun Einblick in die geheimen Kassen der katholischen Bistümer, die große Teile ihres Vermögens jeweils in einem so genannten Bischöflichen Stuhl verbergen. Auf eine Spiegel-Umfrage nach dem Vermögenshaushalt des Bischöflichen Stuhls verweigerten 25 von 27 katholischen Bistümern die Auskunft". Nach Recherchen des Kirchenfinanzexperten Dr. Carsten Frerk jongliert allein die katholische Kirche in Deutschland mit 50 Milliarden Euro Bargeld (spiegel.de, 12.6.2010). Zusätzlich steckt ihr die Bundesrepublik Deutschland noch pro Jahr über sieben Milliarden Euro zu, z. B. für Gehälter von kirchlichen Obrigkeiten, doch bei den einfachen Bürgern wird gespart. Und die Politiker weigern sich, bei der Kirche auch nur einen Cent anzutasten. Und die meisten Bürger zahlen zudem weiter Kirchensteuer ohne Ende, weil sie von der Kirche im Hinblick auf das spätere Seelenheil eingeschüchtert werden. Deshalb sei hier einmal klar gesagt: Der Kirchenaustritt ist ein wichtiger Schritt näher zu Gott.
 



21.6.2010 -
"Prunksucht, Diebstahl, undurchsichtige Kassen: Die katholische Kirche wird von Finanzaffären erschüttert. Während an der Basis gespart werden muss, bleibt manchen Bischöfen kaum ein Wunsch unerfüllt". So Spiegel online am 14.6.2010 unter der Überschrift Geheime Parallelwelt. Der Hintergrund: Die beiden deutschen Großkirchen werden jährlich mit Milliarden Euro vom deutschen Staat = Steuerzahler bezahlt. Gehälter von Bischöfen, Dignitären, leitenden Knabenerziehern, Ausbildung von Priestern, neuer Goldüberzug in der Kirche - alles zahlen wir. Sogar für Pfarrstellen, die es gar nicht mehr gibt. Die Kirche pocht hier z. B. auf dem Gewohnheitsrecht, seit über 200 Jahren auch dafür Staatsgelder verschlingen zu können (siehe http://www.stop-kirchensubventionen.de/dotationen_gemeinden.html).
Lesen Sie mehr bei http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,700545,00.html

 



6.9.2010 -
Kirche verlangt von Rentner Kirchengrundsteuer. Nach Weigerung Konto gepfändet - Wussten Sie schon, dass man in Deutschland nicht nur Kirchensteuer bezahlen muss, sondern sogar Kirchengrundsteuer, und zwar für eigenen Grund und Boden und nicht etwa für Grund, welcher der Kirche gehört. So verlangt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern z. B. von ihren Mitgliedern nicht nur Kirchensteuer auf deren Einkommen, sondern auch eine Kirchengrundsteuer auf land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz. Weil ein 79-jähriger Rentner sich irgendwann weigerte, der Kirche weiterhin diesen Betrag zu zahlen, weil er ja schon an die Gemeinde Grundsteuer für seinen kleinen Besitz zahlen müsse, erschien zunächst der Gerichtsvollzieher, um die Kirchengrundsteuer bei ihm einzutreiben. Nachdem dieser aber niemanden antraf, wurde der Betrag jetzt von seinem Bankkonto gepfändet (Mainpost, 1.9.2010). Der Rentner trat jetzt aus der Kirche aus.
 



2011


10.4.2011
- Schweiz: Firmen müssen Abermillionen an katholischer und evangelischer Kirchensteuern zahlen, auch wenn ausschließlich Atheisten und Konfessionslose dort arbeiten - Wann beenden wirklich neutrale Gerichte endlich das Mittelalter in Europa? - "18 Kantone verlangen von juristischen Personen Kirchensteuern. So auch der Kanton Schwyz ... Jetzt hat ein Informatiker in Strassburg beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen die Schweiz erhoben, wie er den Medien am Mittwoch mitteilen liess. Der Inhaber der Firma ist ein nach eigenen Angaben konfessionsloser Atheist. Das Bundesgericht wies die Beschwerde der Firma im vergangenen September ab. Die Richter in Lausanne verwiesen auf die seit 130 Jahren geltende Rechtsprechung, wonach die Erhebung von Kirchensteuern bei Firmen die Religionsfreiheit nicht verletze. Der Beschwerdeführer erachte es als «eklatantes Unrecht und eine Verletzung seiner Religionsfreiheit, wenn er über seine Firma die katholische und evangelische Kirche finanzieren» müsse. Die Kirchensteuer für Unternehmen ... stelle ein krasses Unrecht dar und sei ein Relikt aus dem finsteren Mittelalter. Wenn die Religionsfreiheit gelte, müsse es eine Selbstverständlichkeit sein, dass Kirchen nur von ihren Mitgliedern Beiträge erheben dürfen ..." (Luzerner Zeitung, 6.4.2011).
Auch in Deutschland regiert noch das finstere Mittelalter, und es wird durch den staatlich finanzierten Papstbesuch mit seinen Eucharistiefeiern, Vigilen, Marienloben usw. noch ein Stück finsterer.
Während kleinere Gemeinschaften durch die Finanzrechtssprechung vielfach auch finanziell schikaniert werden, wird der katholischen und der evangelischen Kirche das Geld vorne und hinten rein gesteckt, fast 15 Milliarden Euro im Jahr an staatlichen Subventionen, darunter die Staatsfinanzierung von Tausenden von kirchlichen Amtsträgern oder die gesamte Priesterausbildung, zusätzlich zur staatlich eingezogenen Kirchensteuer. Was alleine von diesem Geld an erneuerbaren Energien statt Atomkraft finanziert werden könnte, ist erheblich. Auch die kirchliche Rechtfertigung mit einem Gesetz aus dem Jahr 1803 ist Lug und Trug, da damals nur Zahlungen für lebende Bischöfe vereinbart wurden, niemals für alle ihre Nachfolger bis zum Jüngsten Tag.

 



16.5.2011 -
Griechenland: Priester bekommen Staatsgelder für jeden Gottesdienst / Traut sich die Regierung an die Kirche heran? - Es ist schier unfassbar, wie mancherorts Millionen oder gar Milliarden an Euro verpulvert werden, die überhaupt niemand erwirtschaftet, wobei es solches wohl mehr oder weniger in den meisten Ländern gibt. Denn die Ethik und Moral nähert sich mehr und mehr dem Tiefpunkt, da die Institutionen Kirche lehren, der Glaube allein genüge. Besonders die Tiere, die furchtbar gequält werden und eine Seele haben, sind die Leidtragenden, da sie im kirchenchristlichen Abendland vor allem Zuchtmassen zur profitorientierten Fleischproduktion sind. Und weil die Kirche die Bergpredigt des Jesus von Nazareth als Utopie abtut, worin es heißt "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst", deshalb werden in allen Ländern auch demokratische Werte wie die Gleichheit und die Gerechtigkeit mit Füßen getreten.

Nur ein Beispiel: So bekommen Mitarbeiter des griechischen Präsidenten Papandreou 16 Monatsgehälter (zur Information: das Jahr hat 12 Monate), manche Staatsbetriebe in diesem Land zahlen gar 18 Monatslöhne. Ein einfacher Staatsangestellter kam auf über 8.000 Euro Monatseinkommen aufgrund von Zulagen für Händewaschen, Pünktlichkeit und Bedienen des Kopierers. Freie Tage für Lokführer werden mit 28 Stunden bezahlt (zur Information: der Tag hat 24 Stunden), Apotheken eine Gewinnspanne von 35 % staatlich (!) garantiert, und vor allem Politiker selbst sahnen fast beispiellos ab: Manche wurden mit 250.000 Euro Extra-Staatsleistung in den Ruhestand verabschiedet. Viele Politiker in diesem Land bekommen doppelte (!) Pension. Rentenzahlungen noch über 20 Jahre nach dem Tod des Rentenempfängers sind keine Seltenheit, wenn der Tod nicht gemeldet wird, und: Sogar die Priester werden vom Staat bezahlt, noch schlimmer als in Deutschland, wo die Priester und Pfarrer indirekt mit staatlichen Milliardenzahlungen an die Kirche bezahlt werden (bild.de, 13.5.2011). Und mehr noch: Für jeden Gottesdienst bekommt der Priester in Griechenland zusätzliche staatliche Zulagen. Und wer soll das alles bezahlen? Der griechische Staat ist pleite, aber irgendeiner wird das Geld schon bringen. Schließlich beten die Priester um Hilfe, und irgendetwas müssen die für den Staat teuren Gebete ja auch wieder bringen.

Immerhin hat die Regierung mit verschiedenen Kürzungen begonnen, aber ob sie sich auch an die Kirche traut? In Deutschland wird überall gekürzt, nur die Milliarden-Subventionen an die Kirche sind zuletzt immer mehr gestiegen. Zahlte z. B. das Bundesland Schleswig-Holstein der evangelischen Kirche 1957 neben anderen Millionen noch umgerechnet 65 Cent Kopfgeld für jedes ihrer Mitglieder, zahlt sie 2011 bereits 2,60 Euro pro Mitglied staatliches Kopfgeld.
 



14.10. / 15.10.2011 -
Staat, Wirtschaft und die Finanzlobby - Die schleichende Umverteilung von unten nach oben - Occupy-Bewegung: Weltweite Proteste des untergehenden Mittelstandes gegen das Finanzssystem mit dem Prinzip von Mega-Reich und Bettelarm - Weltweit ein ähnliches Bild, das Bild einer Schere, die sich immer weiter öffnet. Auf der einen Seite die Super-Mega-Reichen, auf der anderen Seite die verarmende Mehrheit und der zugrunde gehende Mittelstand. Dieser erkennt neues nahendes Unheil und geht auf die Straße, z. B. weltweit am 15.10.2011.

Der Plan der Bankenrettung durch Spitzenpolitiker - ohne dort jedoch in das milliardenschwere Gehalts- und Bonusgefüge einzugreifen - zeigt nur einen Ausschnitt des Desasters, bei dem es mittlerweile um Billionen geht, während der einfache Bürger jeden Euro umdrehen muss. Vielfach stellt sich die Situation so dar:
1) Top-Banker verdienen in wenigen Stunden so viel wie normale Angestellte in einem Jahr - für unüberschaubare Finanzgeschäfte, wo keinerlei Werte geschaffen werden (wie z. B. bei einem Handwerker, der ein Werksstück herstellt). Für ihren Privatgebrauch entnehmen sie Millionen über Millionen und werfen Ihresgleichen - darunter auch nicht funktionierenden staatlichen Bankrott-Systemen, die ebenfalls "gerettet" werden sollen - Millionen über Millionen in den Schlund. Und auch in anderen Konzernen werden von den Führungsleuten privat Millionen über Millionen in schwindelerregenden Höhen einfach entnommen. So wie auch Spitzenpolitiker und Kirchenobere einfach größere Mengen entnehmen, um sich auf der nach oben ziehenden Seite der Schere zu halten.

2) Die Banken und Firmen stehen unter Umständen vor der Pleite, und der Staat will die von der Bevölkerung eingenommenen Steuern wie schon 2009 z. B. wieder für "Bankenrettungen" ausgeben, damit dort z. B. die Top-Banker weiter ihre Millionen einstreichen können. Man nimmt es also überwiegend von den Mittelständlern, um Systeme von Superreichen und deren unverantwortliches Jonglieren mit Billionen weiter zu fördern.
Dies alles zeigt den Werteverfall in der Gesellschaft.

Ein konkretes Beispiel aus den USA: Die Großbank JPMorgan Chase lässt sich von staatlichen Steuergeldern subventionieren und finanziert damit die Millionengehälter der Bosse und betreibt eine Geschäftspolitik, "die kleine Unternehmen benachteilige" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,791939,00.html). Und solches und ähnliches ist weltweit die Regel.

Und während Deutschland im Herbst 2011 z. B. 100 Millionen Euro für angebliche Hostienverwandlungen und ein paar Reden des Papstes ausgab, geht die einfachste Ethik immer mehr vor die Hunde, welche besagt: "Üb immer Treu und Redlichkeit." Dies ist die Alternative, in Verbindung mit der Goldenen Regel des Jesus von Nazareth: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst."
 



2012


15.1.2012 -
Demonstration auf dem Petersplatz gegen korrupten und reichen Vatikan mit Schlagstöcken beendet - "Die mehrheitlich aus Spanien und Frankreich stammenden Demonstranten hatten gegen den ´Reichtum` des Vatikans und die ´Macht des Papstes` demonstriert. Sie riefen Slogans wie ´Korrupte Kirche`, ´Krimineller Papst` und ´Vatikan, zahl Deine Steuern wie alle anderen auch` (rp-online, 15.1.2012; http://www.rp-online.de/panorama/ausland/polizei-beendet-vatikan-protest-gewaltsam-1.2673141). Ein Demonstrant war zuvor auf den 30 m hohen monströsen Vatikan-Weihnachtsbaum aus der Ukraine geklettert. Drei Demonstranten wurden verhaftet. Vatikansprecher P. Federico Lombardi rechtfertigte die gewaltsame Räumung des Platzes am 14.1.2012. "Die Aktionen und Äußerungen der ´Indignati` [ = Empörte] seien unangemessen gewesen und hätten der Natur des Platzes widersprochen", so die klerikale Reaktion (kathweb.at, 15.1.2011). Der Vatikan genießt in Rom und in Italien milliardenschwere unermessliche Privilegien und Steuerfreiheit und einzelner seiner Institute stehen im Verdacht, Geldwaschanlagen zu sein, z. B. für die Mafia. Und auch in allen anderen Ländern bekommt die Kirche Milliarden über Milliarden an Subventionen, Steuerbefreiungen, Vergünstigungen und dergleichen, und sein Führungspersonal wird, wie in Deutschland, komplett vom Staat bezahlt (mehr dazu siehe hier).
Der Vatikanstaat wurde der Kirche 1929 vom faschistischen Diktator Benito Mussolini geschenkt - als Dank für dessen Mithilfe bei der Bekämpfung und Beseitigung der Demokratie. Papst Josef Ratzinger wurde zudem zweimal beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angezeigt - wegen Vertuschung von Kinderschänder-Verbrechen, die von Priestern begangen wurden. Der Papst ist gleichzeitig auf einzigartige Weise Exekutive, Legislative und Judikative des Vatikanstaates. Das heißt: Allein er macht Gesetze, allein er regiert dort, wie er es möchte, und er spricht selbst die Gerichtsurteile bzw. sein Wort steht höher als jedes anderweitige Urteil bzw. hebt dieses sofort auf.

 


 

Lesen Sie dazu auch: Freie Christen Nr. 3 - Der  Reichtum der Kirche ist Blutgeld
Weitere Meldungen zum Thema "Kirche und Geld" finden Sie in:
Der Theologe Nr. 16: Die Päpste Johannes Paul II. Benedikt XVI. und das Papsttum im Vatikan
Der Theologe Nr. 23: Das Staatsross und sein kirchlicher Reiter

Sowie die Serie über "Kirche und Geld" in der Zeitschrift Das Weisse Pferd

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Herausgeber Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 38, Der Gott Mammon und seine Kinder, zit. nach http://www.theologe.de/gott_mammon.htm, Fassung vom 15.1.2012

Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer interessanter Texte.
Alle Theologen-Ausgaben finden Sie auf der Startseite [
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[ Inhaltsverzeichnis ]

[ 1 - Luther-Evangelische Lehre ]  [ 2 - Reinkarnation ]  [ 3 - Luther-Christus ]  [ 4 - Kirche-Holocaust ]
[
5 - Paulus ]  [ 7 - Urchristentum-Tiere ]  [ 8 - Bibel ]  [ 9 - Anneliese Michel-Exorzismus ] 
 
 [ 12 - Sektenbeauftragte ]  [ 14 - Hieronymus-Bibel ]  [ 15 - Qumran ]  [ 16 - Papst ]
 [ 17 - Organspende ]  [ 18 - Glaube der Kirche ]  [ 19 - Keine ewige Hölle ]
  [ 20 - Propheten ]
 [ 23 - Kirche-Staat ]  [ 24 - Kirche und Hölle auf Erden ]  [ 25 - Götzenkult Kirche ]  

[ 28 - Luther-Juden ]  [ 31 - Tiere-Kirche ]  [ 32 - Sakramente der Kirche ]  [ 33 - Zehn Gebote ]
  [ 34 - Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit ]  [ 35 - Rechtfertigungslehre ]  [ 40 -Taufe ]  [ 41- Apokalypse ]
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[ 54 - Papst Ratzinger ]  [ 55 - Beichtgeheimnis ]  [ 57 - Pius XII. ]  [ 58 - Kreuzigung ] 
 
 [ FC 1 - Kirchenaustritt ]  [ FC 3 - Reichtum der Kirche ]  [ FC 6 - Kirche und Tod ] 
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