DER THEOLOGE
Nr. 58


 Der Kreuzestod von Jesus war der Wille seiner Gegner.
Was bedeutet "Erlösung" durch Christus?
 
 


Der furchtbare Kreuzestod von Jesus hätte überhaupt nicht sein müssen, wenn seine Jünger und die damalige Bevölkerung voll hinter ihm gestanden hätten. Und er wäre trotz dieses fehlenden Rückhalts zu verhindern gewesen, wenn der römische Prokurator Pontius Pilatus nicht Angst um seine Machtstellung und um sein Ansehen gehabt hätte. Denn er hatte das Todesurteil gegen Jesus gegen seine Überzeugung gefällt. So ist es in den Bibeln der Kirche zu lesen.

Angeblich aus Gründen der "Erlösung", so wird jedoch in der Kirche argumentiert, sei dieses "Kreuzesopfer" notwendig gewesen. Dabei werden antike Blutopfervorstellungen aus Ägypten und aus dem Baalskult, die auch in das damalige Judentum eingedrungen waren, auf das schreckliche äußere Geschehen auf Golgatha bei Jerusalem übertragen. Doch um die Menschen zurück zu Gott zu führen, hätte Jesus von Nazareth nicht gewaltsam am Kreuz sterben müssen. Er wollte damals das Friedensreich mit den Menschen aufbauen, das bereits von dem Propheten Jesaja angekündigt wurde, als dieser prophezeite: [So spricht Gott]: "Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf Meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land wird voll Erkenntnis Gottes sein, wie Wasser das Meer bedeckt" (11, 9).
Dass Jesus von Nazareth hingerichtet wurde und dieses Werk auf dem Planeten Erde nicht durchführen konnte, war also nicht "Gottes Willen", sondern der Wille der Gegner von Jesus. Und sie setzten sich durch aufgrund der Feigheit des römischen Prokurators und der Menschen, die versprochen hatten, Jesus zur Seite zu stehen, aber aus Angst oder aus Trägheit abgetaucht waren.

Was hat Jesus gewollt?

Jesus hatte immer wieder vom "Reich Gottes" gesprochen, das nun mit ihm auf diese Erde komme. Es ist aber "nicht von dieser Welt" (Johannes 18, 36), was bedeutet: Es ist kein äußeres Reich mit Hierarchie, Institutionen, Waffen usw., und es gründet auch nicht auf den vielen Ego-Prinzipien, wozu gehört: Der Machthungrigste gelangt an die Spitze. Sondern es ist ein "inneres Reich", indem Menschen zunächst beginnen, sich im Inneren selbst zu verändern und friedfertig zu werden. Diese Veränderungen sollten dann im Lauf der Zeit aber auch im Äußeren, also in der Gesellschaft, Gestalt annehmen; also: ein Reich nicht "von", aber "in" dieser Welt - eine kraftvolle und friedfertige Gemeinschaft inmitten den Wirren der Staaten und Gesellschaften.
 
In den Evangelien der Bibel gibt es sehr viele Berichte und Worte, die dies belegen. Zum Beispiel die Jesusworte: "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbei gekommen" (Markus 1, 14). Hierzu passen auch die Gleichnisse zu diesem Geschehen, etwa: "Mit dem Reich Gottes verhält es sich wie mit einem Senfkorn - ein kleiner Same wächst zum großen Baum." Das heißt: Es fängt klein an und wird immer größer (z. B. Markus 4,30 ff.). Und jetzt, also damals, sollte es beginnen und allmählich aufgebaut werden. Dafür rief Jesus die Menschen auf: "Kehrt um." Mit einem Blutopferkult um seine Person herum, wie ihn damalige und spätere Priester sich ausgedacht haben, hat das nichts zu tun.

Schon die Gottespropheten des Alten Testaments erhoben machtvoll ihre Stimme gegen den damaligen grausamen Blutopferkult mit Tausenden von Tierschlachtungen im Tempel zu Jerusalem. Und Jesus trieb die Tierhändler sogar aus dem Tempel hinaus. Er stellte sich als mutiger junger Mann gegen die damalige Priesterkaste und gegen die blutigen Traditionen und Festbräuche, die das religiöse Leben seiner Zeit dominierten. Das aber war sein Todesurteil, wie sich unschwer heraus arbeiten lässt, und woraus ebenfalls ersichtlich wird: Sein Tod war der Wille seiner Gegner.

Und was hat die Kirche daraus gemacht?

Und wie ist es heute? Jesus hängt ja schon lange nicht mehr am Marterkreuz, sondern im Christentum wird offiziell an seine Auferstehung geglaubt. In den Kirchen jedoch hängt Christus nach 2000 Jahren immer noch am Kreuz, und sein Sterben wird dort sogar gefeiert. Und gerade das ist für Papst Jorge Bergoglio besonders wichtig. Bereits in seiner ersten Messe nach seiner Papstwahl im Jahr 2013 hob er hervor: "Ich wünsche mir, dass alle … den Mut haben, … die Kirche auf das Blut des Herrn zu bauen, das am Kreuz vergossen wurde; und sich zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus". (radiovaticana.va, 14.3.2013)

Der grausam hingerichtete Jesus als "einzige Herrlichkeit"? Wer Ohren hat zu hören, der höre. Der katholische Religionsführer bekennt sich also ausdrücklich zum gekreuzigten Christus, also zum toten Mann am Kreuz. Doch warum bekennt er sich gerade beim Thema "Herrlichkeit" nicht vor allem zum auferstandenen Christus, zu dem lebendigen freien Geist?

Seine entlarvenden Worte zeigen auf, dass auch dieser Papst die Tradition der Priesterkaste fortführt, die Christus seit 2000 Jahren nachweisbar am liebsten als den toten Mann am Kreuz präsentiert. Und bei allem kirchlichen Wenn und Aber: In dieser Situation ist er eben auch der Mann, der nichts mehr sagen oder verändern kann, sondern der durch die Hinrichtung zum Schweigen gebracht wurde.
Vor 2000 Jahren waren es die damaligen Religionsführer, die den Tod von Jesus wollten. Doch schon bald sind es die neuen Religionsführer der Kirche, die im Grunde ebenfalls seine Gegner sind, auch wenn sie vordergründig das Gegenteil vorgeben.

So soll ein Kreuz mit Corpus, wie es in der Kirche üblich ist (siehe z. B. links; Essener Münster, Andreas Praefke, Public Domain, Wikimedia Commons) dem Unterbewusstsein der Menschen die vermeintliche Niederlage von Jesus von Nazareth symbolisieren.
Ein Kreuz ohne Corpus ist im Gegensatz dazu das Auferstehungskreuz. Dies ist ein Kreuz des Sieges
(siehe z. B. rechts; Wikimedia-Commons-, Caspar David Friedrich, 1815). Wer auf ein solches Kreuz blickt, der macht sich bewusst: Christus hängt nicht mehr am Kreuz. Er hat trotz der unvorstellbaren Martern am Kreuz stand gehalten und ist längst auferstanden. Und er möchte auch in uns auferstehen.
 
Papst Jorge Bergoglio sagte weiterhin, die Kirche werde auf dem "Blut des Herrn" aufgebaut. Hier kommt es darauf an, diese Worte richtig zu deuten, denn was damit gemeint ist, ist nicht von vorne herein offensichtlich. Und die Bedeutung, die man vor gibt, ist eben nicht die unterschwellige Begründung, die man verschweigt.
Wir erinnern dazu an die Worte von Jesus laut dem Matthäusevangelium: "Was ihr getan habt, einem dieser meiner geringsten Brüder (und Schwestern), das habt ihr mir getan" (Kapitel 25). Vergleicht man dazu die Kirchengeschichte, dann zeigt sich: Das Blut unzähliger von der Kirche gefolterter und ermordeter Menschen, auf dem die Kirche und ihre Macht tatsächlich gründet, ist laut Jesus von Nazareth auch sein "Blut". Auf den Gebeinen dieser unzähligen Opfer der Kirche ist in der Tat der Stuhl Petri und damit der ganze Kirchenapparat, der sich um diesen Stuhl herum entwickelte, aufgebaut. Und so war es ja auch in Argentinien von 1978-1983. Die Militärdiktatur hätte in dieser Zeit ohne den Pakt mit der Kirche, zu der auch der heutige Papst gehörte, niemals diese furchtbare Macht ausüben können.
So stimmen die Worte: Die Kirche werde auf dem "Blut des Herrn" aufgebaut. Und passend dazu gründet die gesamte kirchliche Lehre eben kaum auf dem Glauben an den lebendigen Christus, sondern vor allem auf dem getöteten. Siehe dazu noch einmal die entsprechenden Papstworte in seiner ersten Messe.

Und wenn Papst Jorge Bergoglio heute den "Armen" und leidenden Menschen immer wieder das Kreuz mit dem getöteten Christus vor Augen hält, was haben die Armen dann von ihm zu erwarten? Kaum mehr als wiederum nur vertröstende Worte und ein paar Almosen, aber keine Kirche, die ihren weltlichen Machtanspruch aufgibt und ihren Reichtum mit den Armen teilt.

Doch wie war es möglich, dass der Auftrag von Jesus auf diese massive Art und Weise kirchlich verfälscht wurde?
Lesen Sie in dieser Ausgabe des Theologen mehr zu dem Geschehen vor 2000 Jahren auf dem Hügel Golgatha vor Jerusalem, und was Priester und Theologen in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten daraus machten.

 

1 Was genau ist damals mit Jesus passiert?

2 Jesus starb keinen Sühnetod und es gibt keine ewige Verdammnis
    2.1. Die Lehre vom stellvertretenden Sühnetod von Jesus ist Götzenkult
    2.2. Jesus wollte ein Friedensreich aufbauen, keinen Opfertod sterben
    2.3. Jesus hat sich trotzdem "hingegeben"
    2.4. Vor dem Tod am Kreuz
    2.5. Das Sterben von Jesus als Symbol für die Menschheit
    2.6. Kirche entlarvt sich als Bündnisgenossin der Finsternis
    2.7. Die falsche Drohbotschaft einer ewigen Hölle
    2.8. Anhang: Evangelische Kirche verstößt gegen eigenes Bekenntnis


 
3 Die Kreuzigung als Zeichen der Unbeugsamkeit der Menschen und der "Erlöserfunken"

4 Und was ist mit der Auferstehung?

5 Die geistige Deutung des Kruzifix

6 Der gekreuzigte Jesus als Symbol für die Menschen

7 "Die Passion Christi" (Filmbesprechung)
    7.1. Mitfühlen
    7.2. Die dämonische Bedeutung des Kruzifix
    7.3. Die Erlösung
    7.4. Niedergang - und Hoffnung


8 Seelischer Kindsmissbrauch: Immer wieder der tote Mann am Kreuz

9  Jesus, der Christus, der Freie Geist - nicht das Sühnopfer der Priester
 

 


1
Was genau ist damals mit Jesus passiert?

Die Christenheit gedenkt am Karfreitag der Kreuzigung von Jesus von Nazareth. Was ist damals mit diesem Mann geschehen?

Hier zunächst ein Ausschnitt aus Frank Thadeusz, Mordsache Jesus Christus, in: Der Spiegel Geschichte, Nr. 6/2011, S. 77:
"´Ich finde es außergewöhnlich, dass Jesus überhaupt in der Lage war, den Opfergang zum Kalvarienberg anzutreten`, sagt Frederik Zugibe [Chefpathologe aus den USA und Experte beim Thema Folterverletzungen und Kreuzigung aus medizinischer Sicht] ... Offenkundig sah Jesus seinem Schicksal durchaus nicht mit Gelassenheit entgegen. Während des letzten Treffens mit seinen Jüngern schwitzte er Blut - unter Medizinern ein deutliches Symptom für starken Stress oder gar Todesangst ..." Dramatisch "war die ... Folterung mit dem Flagrum, einer Art Peitsche mit mehreren Lederriemen, in deren Enden scharfe Knochensplitter oder Bleikegel eingeflochten waren. ´Das ist, als würde einem ein Baseball mit voller Wucht gegen die Rippen geschmettert - es verursacht einen sehr heftigen Schmerz, der Wochen anhalten kann`, sagt Zugibe. Vielleicht wurde Jesus mit der nach jüdischem Recht höchstzulässigen Anzahl von 40 Hieben bestraft. ´Es gibt wenig Zweifel, dass die brutale Auspeitschung ein wesentlicher Grund für sei frühes Ableben war`, sagt Zugibe. Insbesondere Brustkorb und Lungen hatten wohl schweren Schaden genommen. Blutüberströmt und besudelt mit Erbrochenem wurde Jesus dann einer Marter zugefügt, die nur für ihn ersonnen worden war: Die römischen Soldaten setzten ihm eine geflochtene Krone aus Gemeinem Stechdorn auf und schlugen mit einem Stock auf seinen Kopf ein. Diese Folter sei bisher als bloße Schmähung des ´Königs der Juden` unterschätzt worden ... Tatsächlich jedoch habe die sadistische Krönung Jesus seinem Ende deutlich näher gebracht. Schmerzen wie nach der Behandlung mit einem glühenden Schürhaken seien die Folge gewesen ... Der geschundene Heiland war bereits dem Tode nah, als seine Peiniger ihn am Kreuz fixierten. Die Römer nutzten wohl dicke Eisennägel von zwölf Zentimeter Länge. Wurden sie durch die Fersen getrieben, rissen zahlreiche Nervenbündel entzwei. ´Jesus erlitt einen der schlimmsten Schmerzzustände, die der Menschheit bekannt sind`, folgert Zugibe ... Bei jeder kleinsten Bewegung am Kreuz raste der Schmerz wie ein Stromstoß durch den Körper ... Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trat der erlösende Tod ein."

So weit die Darlegung aus Der Spiegel Geschichte. Und das heißt: Dass Jesus "einen der schlimmsten Schmerzzustände" erlitt, "die der Menschheit bekannt sind", das ist also für Papst Bergoglio die "einzige Herrlichkeit" (siehe hier und auch Papst Ratzinger). Die Kirche lehrt, das alles habe von vorne herein so sein und so kommen müssen. Und in den folgenden Jahrhunderten hat sie sich ja auch ähnlich grausame Foltermethoden für ihre Gegner ausgedacht (siehe hier). Doch wer will dieses Leid, diese entsetzlichen unaussprechlichen Qualen? Gott? Nie und nimmer. Jedoch der "Gott" der Kirche, der hat das so gewollt und mit ihm die Mächte, die wollten, dass Jesus unter der Folter kapituliert und an seiner Aufgabe verzweifelt.
Gemessen an diesem Geschehen sind die alljährlichen verkitschten kirchlichen Weihnachts- und Osterfeste mit ihren kulinarischen Fleischgenüssen (in Wirklichkeit grausamen Tieropfern vergleichbar den Opfern im damaligen Jerusalem) ein weiterer Spott und Hohn.

 

Ur-Matthäus-Evangelium:
Soldaten wurden bestochen, besonders grausam zu Jesus zu sein

In dem Ur-Matthäus-Evangelium, das in Hebräisch verfasst und von der Kirche nicht in die Bibel aufgenommen wurde, aber durch den "heiligen" katholischen Kirchenvater Hieronymus überliefert wurde, steht geschrieben: Vier römische Soldaten wurden von Gegnern von Jesus "bestochen", "sie sollten den Herrn so hart geißeln, bis das Blut von seinem ganzen Körper flösse. Sie hatten dieselben Soldaten auch bestochen, dass sie ihn kreuzigten." (Historia passionis Domini, saec. XIV-XV. [14.- und 15. Jahrhundert], foll. 44)

Mit dem letzten Satz ist offenbar gemeint:
Diese vier Soldaten und keine anderen sollten dafür sorgen, dass sie das Todesurteil vollstrecken und besonders grausam durchführen können.
Und warum diese vier? Römische Soldaten, die nur ihre "Pflicht" erfüllen wollten, hätten von sich aus keinen Grund gehabt, besonders bestialisch gegen Jesus vorzugehen und ihn so qualvoll wie nur möglich zu foltern und hinzurichten. Sie würden, wenn sie auch nur einen Funken Gewissen in sich spürten, eher versucht haben, die Qualen des Opfers zu vermindern. Die besondere Grausamkeit jener vier Soldaten - sowohl beim Foltern als auch bei der nachfolgenden Kreuzigung - hätten sich gemäß des Ur-Matthäusevangeliums die Gegner von Jesus aus den Kreisen der Priesterkaste bei den römischen Soldaten mit Geld erkauft.
 

 


2
Jesus starb keinen Sühnetod, und es gibt keine ewige Verdammnis

Vielen Menschen wurde von Kind auf in der Kirche und in kirchlichen Gemeinschaften erzählt, dass Jesus sich habe ans Kreuz nageln müssen, um dort unsere Schuld und unsere Sünden zu tragen, das heißt, sie sozusagen auf sich zu übertragen und sie uns auf diese Weise wegzunehmen. Weiterhin wird dort gelehrt, dass ein Mensch zu seinen irdischen Lebzeiten dieses vermeintliche "Geschenk" für sich annehmen bzw. in Anspruch nehmen müsse, sonst würde ein angeblicher "Zorn Gottes" über ihm verbleiben, und deswegen müsse er dann nach seinem Tod die ganze Ewigkeit lang in der höllischen Verdammnis entsetzlich leiden.
Wenn Letzteres stimmen würde, dann wären aber die Sünde und das Grauen viel größer als die Liebe Gottes. Doch was für ein "Gott" würde sich eine solche "Schöpfung" mit diesen "Regeln" ausdenken und unter diesen Umständen überhaupt installieren? Wäre es dann nicht viel besser gewesen, dies gar nicht erst zu tun? Doch das ist nicht die einzige notwendige Anfrage an die Lehre der Kirche.
Eine weitere Anfrage lautet: Wenn Jesus wirklich am Kreuz von Golgatha alle unsere Sünden "weggenommen" haben soll, warum sind dann die "Christen", die daran glauben, so große Sünder? Wenn die Sünden doch angeblich "weg genommen" seien, warum sündigen die Gläubigen dann so viel weiter? Auch da kann doch etwas nicht stimmen.

In der Kirche wird auf diese Frage hin mit vielen theologischen Phrasen darum herum geredet, doch für den gesunden Menschenverstand gilt das Entweder-Oder: Entweder die Sünden sind weg oder sie sind weiterhin da. Und wenn sie weiterhin da sind, dann hat sie Jesus auch nicht "weggenommen". Alles andere sind nur kirchliche Floskeln.
Oder noch einmal anders gefragt: Wenn Jesus also angeblich die Sünden jener Menschen weg genommen habe, die ihm ihre Sünden aus religiöser Überzeugung zuvor aufgebürdet hätten, warum haben ausgerechnet die Menschen dieser Religion dann so unsägliches Leid, Elend und Sündengrauen über die Menschheit und den Planeten Erde gebracht?
Oder: Soll nach dieser Theorie die Sündenlast vielleicht deshalb scheinbar "weg genommen" sein, damit sich die auf diese Weise "Entlasteten" nun wieder "frohen Mutes" mit neuen Sünden belasten können? Das aber ist die schlimmste Gottesvorstellung, die überhaupt denkbar ist - ein Glaube, bei dem man grenzenlos sündigen und Verbrechen begehen könne, weil einem von dem betreffenden Gott ja am Ende allein dank des korrekten Glaubens alle Sündenlasten weggenommen würden.

Ein Blick in die Religionsgeschichte zeigt, dass ein solches Denken mit Jesus überhaupt nichts zu tun hat. Es ist eine Verhöhnung des Mannes aus Nazareth, der immer auf das rechte Tun und auf das Halten der Gebote hinwies. Und bei näherem Hinsehen zeigt sich weiter: Das ganze Sühnopfer-Denken mitsamt seinen modernen intellektuellen Gespreiztheiten kommt nicht von Gott, sondern es stammt aus Götzenkulten der Antike. Von dort ist es ins Judentum und in die Bibel eingedrungen, und es wurde im kirchlichen Christentum dann nur auf die Spitze getrieben. Doch es war, ist und bleibt eine Form des "Baalkults", also "Götzendienst".

 Die Lehre vom stellvertretenden Sühnetod von Jesus ist Götzenkult

Die Lehre von einem angeblich stellvertretenden Sühnetod von Jesus stammt aus dem antiken Judentum bzw. Heidentum und setzt einen zornigen Gott voraus, den man durch Menschen- oder Tieropfer umstimmen oder besänftigen könne, wie ausführlich in Der Theologe Nr. 37 nachlesbar ist. Jesus lehrte demgegenüber aber einen all-weisen und liebenden Schöpfergott, der keine äußeren Opferhandlungen will und braucht, sondern der um das Vertrauen der Menschen wirbt und der ihnen selbst dann nachgeht, wenn sie schon "verloren" zu sein scheinen (z. B. Gleichnis vom "verlorenen" Sohn). Die Kirche hat nun aber - ausgehend vom Hebräerbrief des Neuen Testaments - die alten heidnischen Vorstellungen vom zornigen Gott wieder erweckt, welche die Israeliten einst aus Ägypten übernommen hatten. Und man hat sie dahin gehend variiert, dass anstelle der bisherigen grausamen Tier- oder gar Menschenopfer jetzt Christus das Opfer sei und von nun an der Glaube an diese angeblich notwendige Opfertat nötig sei, um "gerettet" zu werden.
Doch wie gesagt: Das ist die Lehre des Hebräerbriefes, dessen Verfasser noch nicht einmal bekannt ist. Manche schreiben den Brief dem Paulus zu, weswegen er es Ende des 4. Jahrhunderts doch in die Bibel "schaffte", nachdem sein Inhalt auch schon damals als höchst suspekt galt. Der bekannte Kirchenlehrer Origenes sagte, es fehle der Beweis, dass ihn ein Apostel geschrieben habe. Und sprachwissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist z. B. die Einleitung und der Schluss nachweislich gefälscht (siehe z. B. C. Breytenbach; Paulus, die Evangelien und das Urchristentum). Im Brockhaus Konversationslexikon heißt es zum Sachverhalt:
"Der Brief an die Hebräer wurde im Abendlande bis ins 4. Jahrh. als nichtpaulinisch vom Kanon ausgeschlossen." (S. 956; http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=122270)

Blut, Blut, Blut - Für den Menschen mit einem intakten und noch nicht durch kirchliche Indoktrination zerstörten oder deformierten Gewissen entlarvt sich der Hebräerbrief in der Bibel selbst, wenn es dort heißt:

"Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung." (Hebräer 9, 22)

Und auf diesen zweifelhaften, im Urchristentum abgelehnten und in der Kirche umstrittenen Brief wird nun die ganze kirchliche Sühnopferlehre gegründet. Hinzu kommen noch wenige Aussagen des Paulus, der Jesus allerdings überhaupt nicht kannte (vgl. Der Theologe Nr. 5). Doch auch bei Paulus kommt das Wort "Sühnopfer" nur an einer einzigen Stelle vor, in Römer 3, 25. Doch damit ist selbst bei Paulus ursprünglich wohl etwas anderes gemeint. Es heißt dort: Ihn, also Christus, habe Gott "dazu bestimmt, hylasterion zu sein in seinem Blut, als Erweis seiner Gerechtigkeit". Das betreffende Wort "hylasterion", das hier mit "Sühnopfer" ins Deutsche übersetzt wurde, ist ansonsten vor allem das Wort für den "Deckel" der "Bundeslade" Israels, auf dem ein Symbol bzw. Bild des Thrones Gottes angebracht war. Es mit "Sühnopfer" zu übersetzen, ist bereits eine Interpretation aufgrund der Sühnopfervorstellungen des Alten Testaments. Nahe liegend wäre, Christus in diesem Satz als "Garanten" und Beweis der Liebe Gottes zu verstehen.*

Was sich Paulus bei seinen Worten in Römer 3, 25 nun genau gedacht hatte, als er das Wort "hylasterion" verwendete, kann an dieser Stelle auch dahin gestellt bleiben. Denn Paulus ist nicht "Gott".
Der "Sühnopfer"-Gedanke in der Übersetzung dieses Paulusbriefes, dem Römerbrief, geht auf jeden Fall zurück auf die Fälschung der Priesterschrift im Alten Testament, eine der Quellenschriften der fünf "Mosebücher". Die Priester waren es, die den Opfergedanken vor allem aus Ägypten mitbrachten und in die israelitische Religion einführten. Demnach durfte der
Oberpriester nur einmal im Jahr vor die Bundeslade treten (der Truhe, die vor allem die Tafeln mit den Zehn Geboten enthielt) und er musste - laut von Priestern selbst erfundenen Riten - dazu einen Stier und einen Widder schlachten. Der Qualm des verbrennenden Stieres sorgte dann angeblich dafür, "dass die [Rauch-]Wolke vom Räucherwerk den Gnadenthron bedeckte" [hylasterion = Gnadenthron = eben der Deckel der Bundeslade, der den Thron Gottes symbolisiert] (3. Mose 16, 13). Dann besprengte der Priester die Bundeslade erst mit dem Stierblut und dann mit dem Widderblut. Das heißt: Die Priester haben die Bundeslade und den Gottes-Thron auf furchtbarste Art und Weise durch Tierschächtungen geschändet.
Darauf haben die wahren Gottespropheten Israels immer wieder unter Lebensgefahr eindringlich hingewiesen, wie z. B. Gott durch Jeremia: "Denn Ich habe euren Vätern, als Ich sie aus Ägypten heraus führte, nichts gesagt und nichts befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft" (7, 22). Jeremia wurde auf Veranlassung der Priester darauf hin in eine Schlammgrube geworfen, wo er verhungern sollte, doch die Babylonier retteten bei der Eroberung von Jerusalem das irdische Leben des Gottespropheten.

Wenn diese Lehre vom
"Sühnopfer" aber nicht von Gott kommt, von wem dann? Sie stammt von der Priesterkaste, die das Volk bis heute in allen Religionen und Kulten von Gott weg führen will. Und so haben auch die Priester der Kirche die Sühnopfervorstellungen mit in ihre Verfälschung des Christentums hinüber gezogen wie einst die Priester des Judentums, die diese Vorstellung aus Ägypten übernommen hatten. Doch es ist purer Götzenkult, und solches wurde von allen Gottespropheten bekämpft.

Zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth wurde dieser Kult vor allem noch im mithräischen Baalskult gepflegt:
"Der Einzuweihende begab sich in eine Grube, um sich mit dem tropfenden Stierblute besudeln zu lassen und so in einer sehr eindrucksvollen Zeremonie das Tierische in ihm selbst zu transzendieren [Anmerkung = angeblich auf eine höhere Bewusstseinsstufe zu heben]. Die Reinwaschung durch das Blut wurde später vom Christentum übernommen: Durch das Blutvergießen Jesu wurden wir (angeblich) von unseren Sünden erlöst, und heute noch wird jeden Sonntag in den christlichen [in Wirklichkeit: "heidnischen"] Kirchen symbolisch das Blut Christi getrunken, das uns vergeistigen soll. Der Petersdom in Rom erhebt sich übrigens just an dieser Stelle, wo damals die Taurobolien (Stieropfer) des Mithraskultes gefeiert wurden." (Zeitenschrift Nr. 7/1995)

Und so kommt das Wort "Sühnopfer" auch an keiner einzigen Stelle (!) in den Evangelien vor und auch - von der einen eventuellen Ausnahme, die wir oben besprochen haben, abgesehen - bei Paulus nicht. Auch das Wort "Opfer" kommt in diesem Zusammenhang nur bei den Paulus-Schülern vor, noch nicht einmal bei Paulus selbst. Und zwar einmal im Epheserbrief eines Paulusschülers, in 5, 2, wobei ebenfalls nicht klar ist, was der Schreiber hier meint. Von einem "Sühnopfer" ist jedenfalls nicht die Rede. Und in den vier Evangelien kommt das Wort sowieso kein einziges Mal vor. Nur der eingangs charakterisierte Hebräerbrief spricht mehrfach von "Opfer", wobei die Theologen ja noch nicht einmal wissen, wer ihnen dieses "Kuckucks-Ei", also diesen Brief, unterschoben hat. Es ist wirklich ein haarsträubender Befund.

Jesus wollte ein Friedensreich aufbauen, keinen Opfertod sterben

Doch was wollte Jesus stattdessen wirklich? Er war also nicht auf dieser Erde, um ein "endgültiges" Opferlamm für einen zornigen und anders nicht zu besänftigenden Gott zu sein, sondern um ein Friedensreich ("Reich Gottes") mit den Menschen aufzubauen, die dieses Reich zunächst in ihrem Inneren erschließen, denn er sagte auch: "Das Reich Gottes ist in(wendig) in euch" (Lukas 17, 21).  Dafür hat er die Menschen in die Nachfolge gerufen, und dafür hat er ihnen auch den gütigen Gott gelehrt. Und wer das bejahte, der hatte in seinem persönlichen Leben die Aufgabe, auch nach seinen Geboten zu leben. Zum Opfer der damaligen Priester und Schriftgelehrten und der römischen Obrigkeit wurde Jesus erst, als die Menschen ihn im Stich gelassen hatten - sowohl die Bevölkerung, obwohl er sehr vielen Menschen zuvor Gutes getan hatte, als auch seine unmittelbaren Anhänger und Jünger. Das geht alles auch aus der Bibel hervor.
Im kirchenchristlichen Abendland sind wir nun aber daran gewöhnt, die Bibel, und vor allem das Neue Testament, mit der Brille der alten heidnischen Sühnetod-Vorstellung zu lesen, weil die Institutionen Kirche und ihre Priester, Pfarrer und Theologen es uns Jahrhunderte lang so einflößten. So werden auch viele Bibelstellen in diese Richtung interpretiert, die ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang standen oder auch ganz anders verstanden werden können. Dies kann hier nicht ausführlich dargelegt werden, doch zumindest am Beispiel einiger in der Christenheit bekannter Redewendungen kann es aufgezeigt werden.

Papst Joseph Ratzinger verhöhnt Jesus:
Er habe sich das Kreuz als "Thron" gewählt.

"Welche Vorstellung haben wir vom Messias, welche Vorstellung haben wir von Gott? Das ist eine entscheidende Frage, die wir nicht umgehen können, um so weniger, als wir gerade in dieser Woche aufgefordert sind, unserem König zu folgen, der als Thron das Kreuz wählt". (radio vatican, 01.04.2012 gs)

Dass brutale Soldaten Jesus dicke Eisennägel durch die Füße trieben, dass Nervenbahnen unter grässlichem Schmerz zerrissen sind, und, und, und ... das war nach Papst Ratzinger also der "Thron", den Jesus selbst gewählt haben soll. Doch nicht Jesus hat das Kreuz gewählt, und schon gar nicht als "Thron", sondern seine Gegner haben sich für diese Wahl entschieden, um ihn besonders qualvoll ermorden zu können.

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner verhöhnt Jesus:
Er sei "gekreuzigt glücklich" gewesen.

"Im Heiligen Geist wird dieses Paradoxon realisierbar. Der Geist macht es möglich, gekreuzigt glücklich zu sein ... Die Kirche ist die Epiphanie, die Erscheinung des Heiligen Geistes ... Immer häufiger landet man vor einer Ampel, die ja meistens rot ist. Man sollte ... sich erinnern, dass Rot die Farbe des Heiligen Geistes ist und dann schlicht die drei Worte beten ´Komm, Heiliger Geist`, bis es wieder grün wird, an der Ampel und im eigenen Herzen." (Pfingstpredigt im Kölner Dom, 27.5.2012, zit. nach http://www.kath.net/detail.php?id=36738)

Doch: Mit solchen Phrasen versucht der Widersacher von Christus, den Spott auf die Spitze zu treiben.

Jesus hat sich trotzdem "hingegeben"

So kann man sagen, dass Jesus die Schuld seiner Jünger vielfach "trug", aber ganz praktisch und nicht dogmatisch im Sinne einer Sühnopferlehre. Z. B., indem er immer wieder deren Fehler ausbügelte oder sich schützend vor sie stellte. In diesem undogmatischen Sinne kann man auch folgerichtig sagen: Jesus hat sich für uns geopfert. Er hat sich nämlich bis zur letzten Konsequenz für die anderen Menschen eingesetzt und er ist seinem Auftrag nie untreu geworden. Deshalb hat er auch - im übertragenen Sinn - sein Blut "für uns vergossen", denn er selbst hätte es um sehr vieles leichter haben können. Doch er ist den letztlich einzig noch möglichen Weg für einen wahren Gottesboten zu Ende gegangen, nachdem die Mitmenschen versagt hatten: Den Weg der Standhaftigkeit trotz Folter und Todesurteil und den Weg der großen Einsamkeit. Und man könnte - wenn man so will - in diesem Sinne von "Gottes Lamm" sprechen, wenn man das Lamm als ein Symboltier für die Unschuld versteht. Und Jesus hat mit seinem Leben und Sterben auch seine eigenen Worte wahr gemacht, dass man diejenigen, die den Leib töten können, nicht zu fürchten braucht. Und von seinen Seelenkämpfen bis zu seinem Tod, vor allem im Garten Gethsemane, schreibt ja auch das Neue Testament.

Vor dem Tod am Kreuz

Wäre eine Erlösung für Menschen erst nach einem angeblichen stellvertretenden Sühnetod möglich gewesen, dann hätte Jesus auch das "Gleichnis vom verlorenen Sohn" nicht erzählen dürfen. Oder er hätte hinzufügen müssen, dass es erst gelten werde, nachdem er als "Opfer" gestorben und wieder auferstanden sein würde. So aber erzählte er vom liebenden Vater und von unserer Rückkehr zu Ihm, völlig unabhängig von seinem späteren Sterben. Nirgends spricht Jesus von einem zornigen Gott, dessen Zorn er durch seinen späteren grausamen Tod besänftigen müsse, um die Menschen erlösen zu können. Nur einmal ist bei einem eventuellen Jesuswort ohne einen solchen Zusammenhang von einem "Lösegeld" (griechisch: lutron) die Rede (Markus 10, 45; parallel Matthäus 20, 28) - wahrscheinlich ein späterer kirchlicher Einschub in den Text. Dabei kommen als Empfänger eines solchen eventuellen "Lösegelds" ja in Wirklichkeit "Satan" bzw. die Mächte der Finsternis in Betracht und nicht Gott, falls dieses Wort tatsächlich einmal so gesprochen wurde. Nach dem Motto: Wenn die Mächte der "Finsternis" Jesus in die Hände bekommt, dann würden dank dieses "Lösegelds" womöglich die Jünger vor ihrem Zugriff verschont bleiben. Die Kategorie des "Lösegelds" entstammt also nicht den himmlischen Prinzipien, sondern den Mafia-Welten der Menschen.

Das Sterben von Jesus als Symbol für die Menschheit

Dass sich das gewaltsame Sterben und der Tod von Jesus, der nicht so hätte kommen müssen, irgendwann abzeichneten, das hat Jesus mehr und mehr geahnt und auch Andeutungen dazu gemacht. Die dabei empfundenen Ängste sind kaum vorstellbar. Im Garten Gethsemane hat er Blut geschwitzt, so heißt es. Dies ist aus medizinischer Sicht bei Todesangst möglich. Aber dass es so kam, war nicht der Wille Gottes, sondern der Wille der finsteren Mächte und der bösartige Wille von Menschen. Diese haben es so "beschlossen", wie es auch im Neuen Testament heißt (vgl. Lk. 22, 20-22), und die Ereignisse sind auch deshalb so gekommen, da andere Menschen, die versprochen hatten, Jesus die Treue zu halten, versagt haben. So gesehen ist das Leben und Sterben von Jesus auch ein Symbol für die Menschheit in ihrer Gottverlassenheit, die sich für Untreue, Feigheit und Trägheit entscheidet anstatt Jesus wirklich nachzufolgen und ihm zu vertrauen.

Kirche entlarvt sich als Bündnisgenossin der Finsternis

Und über den so genannten "Jünger" Judas, der den Aufenthaltsort von Jesus an die Priesterkaste verraten hat, sagte Jesus selbst: "Weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre" (Matthäus 26, 24). Wenn die Hinrichtung von Jesus also für das menschliche "Seelenheil" notwendig gewesen wäre, wie die Kirche behauptet, dann würde Jesus hier die Unwahrheit sagen. Dann müssten er und alle Menschen Judas für sein Tun letztlich dankbar sein. Ohne Verrat hätte es nämlich dann keine "Erlösung" gegeben. Denn freiwillig hätte sich Jesus von Nazareth niemals seinen Mördern ausgeliefert.
Selbst der Kirchenlehrer Paulus gibt an einer Stelle zu, dass die Hinrichtung nur stattfand, weil die Menschen nicht in der "Weisheit Gottes" lebten. Er schreibt: "Wir reden von der Weisheit Gottes, ... die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hätte; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt." (1. Korinther 2, 7-8)
Und auch Petrus hätte - wenn die Kirchenlehre stimmen würde - die Priesterkaste und ihre Helfershelfer nicht mit den Worten anklagen können: "Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet ... Den Fürsten des Lebens habt ihr getötet" (Apostelgeschichte 3, 14-15). Laut Vatikan- und Lutherkirche müsste man den Mördern von Jesus aber dankbar sein, weil Jesus angeblich nur so seinen "Thron" habe besteigen und wir angeblich nur so "gerettet" werden konnten. Damit entlarven sie sich in unserer Zeit aber in Wirklichkeit als Bündnisgenossen der damaligen Mörder. Und deshalb hängt bei ihnen der "Fürst des Lebens" bis heute tot am Marterkreuz - genauso , wie es die finsteren Mächte damals und heute wollten und wollen.
Dennoch konnte die Hinrichtung das Erlösungsgeschehen nicht verhindern. Es geschah nur auf eine andere Art als geplant. Wie
genau hat uns aber Jesus, der Christus erlöst? Siehe dazu die TV-Sendung in der Sendereihe Die Rehabilitation des Christus Gottes.

Die falsche Drohbotschaft einer ewigen Hölle

Und bis heute werden viele Menschen von der Drohbotschaft der Kirche mit ihrer angeblich ewigen Hölle davon abgehalten, Christus zu vertrauen, der in Jesus als Mensch unter uns lebte. Und hier kann man ebenfalls sagen, dass es in der Bibel gar keine Lehre von der ewigen Verdammnis gibt, wie sie von den beiden Großkirchen gelehrt wird. Denn auch bei diesem Thema werden einzelne Bibelstellen mit der Brille dieser Verdammnislehre gelesen, an die man sich durch das kirchliche Dogma und die Jahrhunderte langen Indoktrinationen gewöhnt hat. Doch bei genauem Hinschauen zeigt sich, dass es bei den scheinbaren biblischen Belegen gar nicht um eine unendliche Verdammnis geht. Dazu wurde eine eigene Ausgabe des Theologen verfasst, die Ausgabe Nr. 19, www.theologe.de/theologe19.htm. Allerdings wird jeder Mensch einst das ernten müssen, was er gesät hat, wenn es nicht rechtzeitig bereinigt und wieder gutgemacht ist und das kann - je nach Ausmaß - lange dauern, aber eben nicht "ewig" bzw. nicht unendlich.

Einiges zu diesem Thema steht auch in Der Theologe Nr. 2 (Es gibt keinen strafenden Gott) und auf den übrigen Seiten in Der Theologe Nr. 1, z. B. was die evangelisch-lutherische Kirche über die ewige Verdammnis lehrt.
 

* Anmerkung: Die Bundeslade enthielt das Wertvollste, was das Volk hatte, die Gesetzestafeln mit den von Gott durch Seinen Propheten Mose geoffenbarten Zehn Geboten. Und an den beiden Griffen dieses Thrones sind Statuen von zwei Cherubim, also Erzengeln, angebracht. Deshalb ist der ursprüngliche Sinn des Wortes "hylasterion" der "Deckel", also Schutz für den Inhalt der Bundeslade, für den Gott selbst - symbolisiert durch die Gegenwart Seines Thrones - sorgt. So wie auf diese Weise die wertvolle unverfälschte Gottesbotschaft - symbolisch - bewacht wurde, so ist es nun Christus, der über den Inhalt des Bundes Gottes mit den Menschen wacht  und ihn vor Verfälschung schützt. Paulus schrieb "in seinem Blut", was man verstehen kann wie: Er ließ sich auch nicht beugen, als man sein Blut von ihm forderte und blieb auch "in seinem Blut" standhaft. Er, Jesus, der Christus, ist der Garant, der den Willen und die Botschaft Gottes, wie sie früher durch die Gottespropheten des Alten Testaments verkündet wurde, nun den Menschen nahe gebracht hat und bis in alle Details vorgelebt hat. Und Christus ist nun immer gegenwärtig, so wie früher die Bundeslade die Gegenwart Gottes symbolisiert hat. Eine kirchliche "Sühnopfer"-Deutung wurde dann nachträglich in dieses Geschehen hinein interpretiert. Doch die Ereignisse selbst haben damit überhaupt nichts zu tun.
 



Anhang: Evangelische Kirche verstößt gegen eigenes Bekenntnis

Dass die Sühnopferlehre eine grobe Verfälschung der ursprünglichen christlichen Lehre ist, wird mehr und mehr auch in den Institutionen Kirche so gesehen. Das führt dort zu einem Glaubenskampf, da sich innerkirchlich nun die Vertreter der Sühnopferlehre und die Zweifler bzw. diejenigen, welche die Verfälschung aufzeigen, gegenüber stehen.
Doch Faktum ist: Die Sühnopfer-Lehre ist unverzichtbarer Teil der evangelischen und katholischen Lehre, und wer erkannt hat, dass sie falsch ist, stellt sich damit klar außerhalb der Kirche. Doch das möchten nicht alle wahrhaben. Vor allem die evangelische Kirche gerät deshalb hinsichtlich ihrer Sühnetod-Lehre in immer größeres Chaos, nachdem vor allem prominente Vertreter das eigene Bekenntnis hier plötzlich anzweifeln oder gar widerrufen, darunter der bis 2014 amtierende EKD-Vorsitzende, also ihr höchster Repräsentant, während die Lehre offiziell nicht geändert wird. Doch solches ist schizophren.


Die nachfolgenden Details versuchen, die evangelische Lehre zu diesem Thema darzulegen und sind deshalb recht schwere Kost. Um eine einfache Antwort auf die Frage "Starb Jesus eine Sühnetod?" zu bekommen, sind sie nicht mehr wichtig. Dazu reicht bereits alles bisher Gesagte. Wer das auch so sieht, kann gleich im übernächsten Kapitel weiterlesen. Für speziell am evangelischen Glauben Interessierte sei jedoch noch das Folgende hinzugefügt.

Hier also die teilweise komplizierten Details für den, der sich näher mit der evangelischen Lehre und den innerkirchlichen Konflikten dazu beschäftigen möchte:
Ausgerechnet der damalige EKD-Chef und Hoffnungsträger des deutschen Protestantismus, Nikolaus Schneider, ehemaliger Präses der Rheinischen Kirche in Düsseldorf, stritt diese kirchliche Kernlehre ab. Die Tageszeitung Die Welt schreibt: "Nikolaus Schneider, Präses der großen Rheinischen Landeskirche, glaubt nicht, dass Jesus am Kreuz stellvertretend die Strafe der Menschen auf sich genommen hat. Gott brauche kein Sühneopfer, ´denn es muss ja nicht sein Zorn durch unschuldiges Leiden besänftigt werden`, sagte Schneider kürzlich" (28.3.2010).
Klare Worte, wenn auch nicht evangelisch, denn in den bis heute verbindlichen Grundlagen der Kirche, den Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche (u. a. Göttingen 1982), auf die alle evangelischen Pfarrer auch in den so genannten "unierten" evangelischen Kirchen vereidigt werden (wo sich die Lutheraner mit den "Reformierten", die sich an den Schweizer "Reformatoren" Zwingli und Calvin orientieren, zusammengeschlossen haben), heißt es unmissverständlich:
"Es ist allein ein einziges, wahrhaftiges Sühneopfer, Opfer für die Sünde, in der Welt gewesen, nämlich der Tod Christi ... Denn der Prophet [Jesaja] hat das Wort Schuldopfer auf Christi Tod bezogen, anzuzeigen, dass die Schuldopfer im Gesetz nicht das rechte Opfer wären, die Sünde zu bezahlen, sondern es müsste ein anderes Opfer kommen, nämlich Christi Tod, wodurch Gottes Zorn sollte gesühnet werden ... Darum bleibt dieses fest stehen, dass nur ein einzig Opfer gewesen ist, nämlich der Tod Christi ... Gottes Zorn zu versühnen" (Apologie der Konfession XXIV; S. 355).

Dieses bis heute verbindliche Bekenntnis formulierte damals der "Reformator" Philipp Melanchthon.
Deshalb hofft man in der evangelischen Kirche auch inständig, dass der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider seine Ablehnung dieses Kernsatzes nicht wiederholt. Doch dessen Kirche, die Evangelische Kirche im Rheinland, hat die Vorstellung ihres ehemaligen Präses in einem Kirchenpapier zur Sühnetodvorstellung mit dem Titel Aus Leidenschaft für uns (Düsseldorf 2010) sogar bekräftigt. Darin wird das bisherige evangelische Bekenntnis glatt abgelehnt. Wörtlich heißt es dort in für evangelische Verhältnisse seltener Klarheit: "War der Tod Jesu ein Sühneopfer? Die Frage lässt sich einfach beantworten: Er war es nicht" (S. 30).

Und in der kopflastigen Begründung der kirchenamtlichen Glaubensaussage heißt es dazu weiter:
"In der Bibel dient die kultische Handlung der Realisierung von Gottes Vergebung. Vergebung bedeutet, dass das menschliche Verhalten die Beziehung zu Gott nicht mehr belastet. Die Änderung des Verhaltens und ein Wieder-gut-Machen da, wo es möglich ist, sind untrennbar damit verbunden. In Lebenszusammenhängen und Rechtssystemen, in denen vergeltende Sühne selbstverständlich ist, mag der Satz ´Gott selber ist erschienen zur Sühne für sein Recht` (Evangelisches Gesangbuch 16, 2) eine Veranschaulichung für Vergebung sein. Er meint: Gott selbst stellt die von ihm geforderte Gerechtigkeit her, er vollbringt die geforderte Sühneleistung, ein begangenes Übel muss nicht durch Zufügung eines vergleichbaren Übels ausgeglichen werden. So zeigt er sich als der gnädige Gott, der einen anderen Weg wählt. Der Mensch wird entlastet von dem, was er ohnehin nicht leisten kann: sein gestörtes Verhältnis zu Gott wieder gut zu machen. Dort aber, wo der Sühnegedanke nicht mehr beheimatet ist, liegt das Missverständnis nahe, es ginge Gott gewissermaßen persönlich darum, Sünde durch Zufügung eines Übels, das die Menschen oder stellvertretend für sie Jesus ertragen müssen, auszugleichen. Der Gedanke der Wiederherstellung der Gerechtigkeit geht verloren ... [Doch] Gott fordert nicht ein Menschenopfer, er gibt sich selbst."

So weit also eine modernisierte evangelische Auslegung der Ereignisse: Falls man das alles intellektuell verstehen möchte, ist daran zutreffend, dass Gott in der Tat niemals ein "Menschenopfer" forderte. Doch so richtig wird die Götzenlehre eines Sühnetods doch nicht verworfen. Sie "mag", so das Zugeständnis in bestimmten "Lebenszusammenhängen" "eine Veranschaulichung für Vergebung sein". Auch das ganze Drumherum an der Erklärung der Rheinischen Kirche ist wiederum nicht eindeutig und es bleibt in der Schwebe, so dass summa summarum der ganze kirchliche Unsinn mit neuen komplizierten Wortkonstruktionen noch weiter angereichert anstatt verringert wird.

In Wirklichkeit wurde Jesus schlicht deshalb hingerichtet, weil das Volk von den damaligen Priestern und Theologen aufgewiegelt wurde. Und dies war möglich, weil die Menschen ihm nicht gefolgt sind und weil sie Jesus und seine Friedensbotschaft, die Bergpredigt, verraten haben. Und das ist heute leider nicht anders als damals.

Doch was soll der evangelisch Gläubige jetzt glauben? Soll er sich weiter an das verbindliche Bekenntnis halten, welches lautet: "Darum bleibt dieses fest stehen, dass nur ein einzig Opfer gewesen ist, nämlich der Tod Christi, Gottes Zorn zu versühnen"?  Oder soll er sich an die Änderung der Lehre halten, die jetzt im Rheinland gilt und die lautet: "Der Tod Jesu war kein Sühnopfer", sondern eine Art Entlastung.
Für den einfachen Gläubigen ist damit ein ziemliches Chaos entstanden. Vielleicht könnte man die kirchliche Antwort am ehesten mit folgendem Satz zusammenfassen: "Das ist alles nicht so wichtig, zahle einfach Kirchensteuer!"

 


3
Die Kreuzigung als Zeichen der Unbeugsamkeit der Menschen
und der Erlöserfunken

In einer "Botschaft aus dem All" aus dem Jahr 1989 werden durch Prophetenwort die Hintergründe der Kreuzigung von Jesus erläutert. Sie war demnach nicht nötig für die Erlösung, sondern sie war das "Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen". In dieser "Offenbarung" heißt es, dass Christus selbst, der in dem Menschen Jesus von Nazareth einverleibt = inkarniert war, hier zu uns Menschen spricht und über das damalige Geschehen aufklärt.

Die Frage nach dem Autor wird an dieser Stelle aber nicht weiter thematisiert. Zur Prophetie seit Jesus von Nazareth siehe auch hier. Jeder kann dies für sich selbst bedenken. Hier geht es um die Inhalte der Prophetie.

"Mein Auftrag als Jesus von Nazareth, des Christus Gottes, war, den Erlöserfunken
(mehr dazu siehe hier) in die Seelen der Menschen einzusenken. Mein Leiden und der physische Tod waren das Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen. Hätten sich die Söhne und Töchter Gottes aus dem Geschlechte David von Johannes und auch von Mir rufen lassen und wären sie dem Christus in Jesus treu gefolgt, so wären weitere Söhne und Töchter Gottes aus anderen Geschlechtern hinzugekommen, um Mir getreu nachzufolgen. Daraus hätte sich ein Volk ergeben, welches bewusst das Volk David für das Friedensreich Jesu Christi hätte sein können. Weil das Geschlecht David, das im Auftrag des Erlöserwerkes steht, in der Sünde verblieb, umhüllte Ich Mich mit einem Teil seiner Schuld sowie Teilen der Schuld einzelner aus anderen Geschlechtern.
Dadurch konnte Ich gefangen genommen werden. Und so begann das Leiden. Wäre das Geschlecht David nicht in der Sünde verblieben, so hätte Ich wohl den Erlöserfunken allen Seelen und Menschen gebracht; jedoch die Leiden und den physischen Tod am Kreuze hätte Ich dann nicht erdulden müssen. So litt Ich für die Söhne und Töchter der Menschen, weil sie nicht bewusst Söhne und Töchter Gottes wurden, indem sie Gottes Willen erfüllten. Wäre das Geschlecht David zu Mir gestanden, so hätte das ganze Geschehen einen anderen Verlauf genommen. Und hätte das gesamte jüdische Volk - einschließlich seiner Schriftgelehrten und Pharisäer - den Sohn Gottes an- und aufgenommen, indem sie das Gesetz Gottes erfüllt hätten, dann wäre die Teilkraft in der Urkraft geblieben. Denn wer das ewige Gesetz erfüllt, bedarf keiner Stütze."

(aus: Das ist Mein Wort, Alpha und Omega, Das Evangelium Jesu, Die Christus-Offenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen, Verlag Das Wort, Marktheidenfeld 2003, Kapitel 6, S. 93-94)

Warum ist der "Erlöserfunke" (oben auch "Teilkraft aus der [göttlichen] Urkraft" genannt) demnach notwendig gewesen? Den Menschen und schließlich der ganzen Schöpfung drohte aufgrund des Jahrtausende langen menschlichen Fehlverhaltens einschließlich aller Grausamkeiten - eine allmähliche Auflösung der Formen., bei den Menschen eine Auflösung ihrer Seele. So wird bis heute von manchen östlichen Meistern oder Weisheitslehrern als Zielpunkt des Schöpfungs- und Evolutionsgeschehens eine "Auflösung aller Formen" gelehrt. Und was für manchen vielleicht "neutral" oder "empfindungslos" klingt, wäre in Wirklichkeit mit unsäglichen Schmerzen und Qualen verbunden gewesen. Dahinter stecken Pläne der von Gott, dem All-Geist, abgefallenen Geistwesen, Gott auf diese Weise besiegen zu können und sich dadurch Seiner Schöpferkraft zu bemächtigen. Es stand letztlich der Erhalt der ganze Schöpfung Gottes auf dem "Spiel". Hätte Jesus, der Christus, an Seinem Auftrag gezweifelt oder hätte er sich dazu hinreißen lassen, zu sündigen, wäre Sein geistiges Potenzial belastet worden und die Übertragung des "Erlöserfunkens" wäre nicht möglich gewesen, und das Weltgeschehen hätte seinen Lauf genommen - bis hin zur letztlichen Auflösung aller Formen. Dazu heißt es in der oben genannten Botschaft aus dem All wörtlich:

"Der ewige Vater, dessen Sohn Ich Bin, übergab Mir die Kraft, das zu vollbringen, was in Seinem Willen, dem ewigen Gesetze, steht: alles Sein als Ganzes zu bewahren. Durch die Erlösertat empfing jede tiefbelastete Seele den Erlöserfunken. Damit ist die Seele gestützt, und somit ist die Möglichkeit ausgeschlossen, dass sie sich im allgegenwärtigen Geist, dem Gottesstrom, auflöst, und in diesen als strömende Energie übergeht. Durch die Erlösung wird die Seele wieder zum Geistwesen und bleibt in der Geistform das Kind Gottes. Hätte ich Mein Erbe nicht ausgelöst und als Stütze und Entwicklungskraft den Fallkindern gegeben, dann hätten sich viele Geistkörper infolge der immer mehr werdenden Belastungen aufgelöst. Dadurch wäre das Gleichmaß der Schöpfung ins Wanken gekommen, und die Auflösung aller geistigen Formen wäre unausweichlich die Folge gewesen. (Kapitel 20, S. 196)

Die Vorstellungen von der Auflösung der Formen sind jedoch weiter in verschiedenen Religionen verbreitet. Buddhismus und Hinduismus sind teilweise von ähnlich formulierten Vorstellungen geprägt, so dass nicht immer sicher ist, ob gemäß der jeweiligen hinduistischen oder buddhistischen Lehr-Richtung die geistigen Schöpfungsformen erhalten bleiben sollen oder eben nicht.
Der "Erlöserfunke" stoppte nun aber diese Entwicklung in Richtung drohender Auflösung. Denn er stammt aus dem "geistigen Erbe" des Christus, das im ganzen Kosmos, im sichtbaren wie im unsichtbaren, "allgegenwärtig" ist. Und er verhindert, dass sich auch die menschliche Seele irgendwann auflösen kann bzw. dass die Energie der Seele sich in einer Art unpersönlichem "Nirwana" oder in einem unpersönlichen "Urstrom", in einem so verstandenen "Brahman" auflöst. Gleichzeitig ist der Erlöserfunke als Kraft und als Stütze, d. h. als zusätzliche Energie, in jeder einzelnen Seele aktiv, was Seele und Menschen stärkt und auch als tiefes inneres Glück empfunden werden kann.
Damit hilft der "Erlöserfunke" den Menschen konkret, nach den Geboten Gottes zu leben und die Aufgaben ihres Lebens positiv zu meistern. Dieses kosmische Geschehen, das Jesus, der Christus, vollbrachte, ist allerdings mit intellektuellem Verstandesdenken nicht beweisbar.

Und es wird in den Kirchen abgelehnt. Dass die Institutionen Kirche den Menschen verschweigen, warum Christus wirklich auf die Erde gekommen ist und dass sie Seine Erlösung ablehnen und durch furchtbare Blutkult-Opferlehren aus antiken Götzenkulten ersetzt haben und behaupten, diese ihre Erfindung sei die "Erlösung", das gehört zu ihrer kosmisch massivsten Schuld. Hinzu kommt die kirchliche Verleugnung des ehernen Gesetzes von Saat und Ernte in Verbindung mit der Möglichkeit der Reinkarnation. Anstelle des unzerstörbaren "Erlöserfunkens" in jeder menschlichen Seele, der jedem Menschen und jeder Seele eines Tages die Rückkehr in die "ewige Heimat", ermöglicht, setzten die Institutionen Kirche die grässlichste aller Grässlichkeiten, die Lehre einer ewigen Hölle für alle Menschen, die von ihrem Dogmenwahn abweichen, was letztlich nahezu alle Menschen betreffen soll, wie beispielhaft durch nur einige bis heute kirchlich verbindliche Verfluchungen bewiesen wird. Vordergründig zelebriert man mit schönen Reden, äußerem Brimborium und charmanten Nettigkeiten die Falschheit, um die Menschen in den Abgrund zu locken. Dahinter steckt aber immer noch der alte satanische Wunsch der Auflösung aller Formen, was eine Zerstörung der ganzen Schöpfung beinhaltet. Deshalb auch die kirchliche Zustimmung zu Kriegen, zur atomaren Verseuchung, zu den Massakern am Tierreich - alles das zielt in diese Richtung, Gott, den Ewigen, den All-Einen, durch Zerstörung Seines Werkes zu besiegen.

Und in den östlichen Religionen wie Buddhismus und Hinduismus und bei den östlichen Meistern und Weisheitslehrern wird das Wissen um die Erlösung ebenfalls abgelehnt oder es ist dort nicht bekannt. Stattdessen wird in diesen Traditionen entweder die Auflösung aller Formen gelehrt. Oben eben die Erhaltung der Formen und deren Eingehen in ein "Nirvana" (oder "Nirwana", dem "Erlöschen" falscher persönlicher Vorstellungen) oder eine Identität mit dem "Brahman" (der Absolutheit, der "heiligen" Kraft), ohne dass dabei aber Christus und der Christusfunke berücksichtigt werden.

Diese Christus-Erlöserkraft ist jedem Menschen und jeder Seele dabei von Christus - genau genommen - nur geliehen. Das heißt: Kehrt die Seele dank dieser Hilfe zurück in ihre ewige Heimat, in das "Urprinzip des Lebens", bringt sie gleichzeitig auch diese Leihgabe zurück, und der "Funke" geht wieder unmittelbar ein in das geistige Potenzial des Christus, aus dem er gegeben wurde.
Und nur auf diese Weise gelangt auch eine bereits weit entwickelte Seele einst zurück in die "Absolutheit" der reinen Schöpfung, in das "Urprinzip des Lebens". So also - nur skizzenhaft und in aller Kürze - das kosmische Geschehen.

In diesem Zusammenhang ist auch das Jesuswort zu verstehen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Johannes 14, 6). Manche Seelen und Menschen kommen auch ohne das Bewusstsein um diese Kraft sehr weit voran auf ihrem Weg, wenn sie ein diszipliniertes Leben nach den Geboten Gottes führen oder z. B. auf einem hinduistischen oder buddhistischen Weg viele Schritte zur selbstlosen Liebe gehen. Auf der Zielgeraden des Evolutionsweges haben aber auch sie die Aufgabe, den Erlöserfunken, der auch in ihnen wirkt, zurück zu bringen.
Aufgrund des freien Willens muss jedoch kein Geistwesen dies tun, so dass es auch "lange" in der Vorstellung leben kann, dass es Christus und Seine Erlösertat nicht brauche. Ist das Geistwesen irgendwann dann doch dazu bereit, den Erlöserfunken zurück zu bringen, ist damit "automatisch" die Anerkennung verbunden, dass Christus in der Schöpfung allgegenwärtig ist und dass Er dadurch auch in einem selbst wirkt. Damit ist für manches Wesen die letzte große Hürde vor der Rückkehr in die ewige Heimat genommen.
Siehe zu dem Thema "Erlösung" auch die TV-Sendung in der Sendereihe Die Rehabilitation des Christus Gottes)

Dies alles, wovon hier berichtet wird, können wir leider erst mithilfe unseres Verstandesdenkens darlegen, weil uns die durch Prophetenwort dazu gegebenen Botschaften aus der geistigen Welt überzeugt haben. Das heißt: Dieser mit unserem Bewusstsein hier formulierte Inhalt geht also zurück auf verschiedene Botschaften aus dem All. Um seine Dimension im Inneren aber wirklich zu erfassen und zu erfahren, müssen auch wir noch viele Schritte tun.

Zur Ergänzung: Obwohl Christus in der Schöpfung allgegenwärtig ist, ist Er nicht identisch oder "wesenseins" mit dem Vater-Mutter-Gott, dem Schöpfergott, wie die kirchliche Dreieinigkeitslehre fälschlicherweise behauptet, sondern auch Er ist "Geschöpf" und damit "Kind". So ist das Verhältnis von Jesus, dem Christus, zum Schöpfergott genau wie bei jedem anderen Menschen das Verhältnis eines Kindes zum "Vater", dem "Vater-Mutter-Gott". Und so betete auch Jesus gemäß den Worten der Bibel "Abba, Mein Vater"
(Markus 14, 36) und Er lehrte: "Der Vater ist größer als Ich." (Johannes 14, 28)

Viele Menschen tun sich mit der Darlegung dieser geistigen Hintergründe allerdings sehr schwer und sie fragen sich, ob es denn notwendig sei, dies zu wissen oder sich in Gedanken darüber zu vertiefen. Notwendig ist es sicher nicht, diese Einzelheiten zu kennen, um ein ethisch und charakterlich vorbildlicher Mensch zu werden. Doch in der festen Zuversicht, dass die Kraft des Christus unzerstörbar in uns wirkt, haben viele Zeitgenossen überhaupt erst die innere Basis gefunden, ihr Leben zu meistern und auch größere Schwierigkeiten zu überwinden. Und dieses Kraftpotenzial ist ja auch real und wird unbewusst auch von vielen in Anspruch genommen, die dessen Herkunft gar nicht kennen.
Und ein guter Analytiker, der seinen Glauben auch mit dem Verstand erfassen möchte, wird natürlich Näheres wissen wollen. Für Menschen, die an den großen Zusammenhängen im Kosmos und auf der Erde interessiert sind, sind diese Informationen deshalb zentral.

 


4
Und was ist mit der Auferstehung?

Ca. 2000 Jahre lang dauern nun schon die Diskussionen über das Thema Auferstehung. Es heißt, in der Kirche würde man daran glauben. Die Kirche behauptet eine angebliche Auferweckung und neue Aktivierung der sterblichen Leiber, d. h. der Leichen - bis hin zu einer angeblich leiblichen Himmelfahrt Marias gemäß der katholischen Lehre. Doch was ist dann z. B. mit den Menschen, die sich feuerbestatten ließen?
Der Religionswissenschaftler Hubertus Mynarek weist darauf hin, dass die kirchliche Auferstehungslehre im Grunde genommen auch nicht ehrlich ist: "Wenn sie [die Kirche] ehrlich zu sich selber wäre, glaubte sie nicht einmal an die Auferstehung der Toten." Hubertus Mynarek hat - vor allem während seiner Zeit als Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien - in Kirchenkreisen, vor allem in den führenden Ebenen, viele Amtsträger kennen gelernt, die gar nicht an die Auferstehung glaubten, obwohl sie vordergründig anders predigten. (vgl. dazu Hubertus Mynarek, Herren und Knechte der Kirche, http://www.mynarek.de/literatur.html)

Was aber ist damals geschehen?
Laut dem Matthäusevangelium der Bibel wird Jesus von Nazareth von so genannten "Sadduzäern" auf die Probe gestellt. Es handelt sich hierbei um eine Gruppierung im Umfeld der Priesteraristokratie, welche die Unsterblichkeit der Seele bzw. eine Auferstehung leugnen. Sie erfinden die Geschichte einer siebenfachen Witwe und wollen wissen: "Nun in der Auferstehung, wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt?" (22, 28)
Die überlieferte Antwort lautet: "Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen. sondern sie sind wie Engel im Himmel. Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: ´Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.`? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden." (22, 29-33)
In diesen wenigen Worten sind bereits zwei wesentlichen Antworten enthalten:
1) Auf der Erde wird geheiratet und gestorben. Die "Engel im Himmel" haben einen Dualpartner, dem sie in ewiger selbstloser Liebe verbunden sind, um gemeinsam Gottes Willen in den himmlischen Familien zu erfüllen. Jeder Mensch weiß im Grund seiner Seele um seinen Dualpartner und sucht ihn, findet ihn jedoch auf der Erde nicht, wenn er nach irdischen Maßstäben einen Partner sucht. Wenn alles Begehren bereinigt ist und er ebenfalls wieder als reines Geistwesen in der anderen Welt seine Heimat gefunden hat, findet er auch wieder automatisch zu ihm und zur ursprünglichen Großfamilie. Die Ehen auf der Erde werden geschlossen, "bis dass der Tod euch scheidet", was auch das Gebot beinhaltet: "Du sollst nicht ehebrechen". Erst der Tod wird diese Ehe, die nur für die Erdenzeit geschlossen wurde, beenden.
2) Wären Abraham, Isaak oder Jakob irgendwann "tot" gewesen, wäre der "Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs" ein Gott auch der Toten. Doch sie waren nie tot, sondern sind, wie alle Menschen, nur vom Diesseits ins Jenseits gewechselt, als Lebende. Damit weist Jesus von Nazareth auf die Unsterblichkeit der Seele hin. Im übertragenen Sinn könnte man dazu auch "Auferstehung" sagen: Die Seele steht im Jenseits ohne ihren Körper wieder auf.
Dies alles setzt voraus, dass es eine geistige Welt gibt, der unsere Seele angehört und dass das irdische körperliche Leben nur eine vorübergehende Zeit ist, in welcher die Seele in einen menschlichen Körper inkarniert ist.

Die Antwort von Jesus hat jedoch noch nicht alle Fragen beantwortet.
Mehr dazu lesen wir in einer urchristlichen Prophetie, dem Werk Das ist Mein Wort (bestellbar bzw. nähere Informationen beim Gabriele-Verlag) Dor werden weitere Details aufgedeckt, zum Beispiel über die Auferstehung von Jesus selbst.  Wer glaubt, dass es nichts Übernatürliches gibt und auch keine "Wunder", dass aber alle Materie beseelt ist, in ihrem Wesen also etwas Geistiges, für den ist eine mögliche Antwort folgende. Es handelt sich um eine Zusammenfassung mit eigenen Worten aus den Inhalten dieses Werkes:

1) Es gab keine leibliche Auferstehung von Jesus, wie die Kirchen bis heute behaupten. Es wurde also kein Leichnam wieder zum irdischen Leben erweckt.
2) Es fand sich bereits nach einigen Tagen aber auch keine verwesende Leiche mehr.
3) Einige damalige Nachfolger von Jesus sahen mit ihrem inneren Auge bzw. durch ihr erweitertes Bewusstsein den unsterblichen Seelenleib von Jesus, der beim Tod am Kreuz die körperliche Hülle verlassen hat  so wie bei jedem Tod die unsterbliche Seele ihre sterbliche Hülle verlässt. Es waren also Bilder, Visionen. Manche der Anhänger hatten solche Visionen, andere aber auch nicht, weswegen es unter den Anhängern von Jesus ein ziemlich "aufgeregtes" Hin und Her gab, was hier wohl geschehen sei.
4) Was aber geschah dann mit dem Leichnam? Die enorme "Strahlkraft" des geistigen Leibes von Jesus, dem Christus, hatte auch den materiellen Körper vollständig durchdrungen, bis in jede einzelne Körperzelle hinein. Aufgrund dessen wurde der beim irdischen Sterben "abgelegte" materielle Körper von der in den Zellen weiterhin aktiven Geistkraft in sehr kurzer Zeit absorbiert. So war nach kurzer Zeit tatsächlich kein Leichnam mehr im Grab zu finden, und der Körper von Jesus wurde von dort auch nicht gestohlen. Die Überlieferung vom "leeren Grab", die  von Generation zu Generation weiter gegeben wurde, entspricht also der Wahrheit.

Vermutlich wird jetzt so mancher sagen. Wer kann mir solches beweisen? An eine solche "Dematerialisation" (Unsichtbarmachung) kann ich nicht glauben. Dies braucht auch niemand zu glauben. Und es ist auch für einen intellektuell geprägten Menschen, dem die Kraft des Geistes völlig anhanden gekommen ist, auch nicht mehr so ohne weiteres fassbar. Darauf wies schon Jesus von Nazareth hin, als er den so genannten "Sadduzäern" seiner Zeit entgegen hielt: "Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes." (Matthäus 22,29)

Was in dem Werk Das ist Mein Wort dargelegt wird, ist aber auch eine Erklärung, die in ca. 1900 Jahren in Rahmen der Kirchengeschichte überhaupt nicht besprochen wurde und wofür man eben an keine "Ausnahmen" von den Naturgesetzen glauben muss; nur an die Möglichkeit, dass der die Materie durchdringende Geist grundsätzlich und nicht nur in dieser Situation zu weit mehr fähig ist als jeder von uns bisher erfahren hat.
Und in diese Richtung wird uns in Zukunft auch die Quantenphysik noch einiges erschließen.
Zusammengefasst kann man sagen: Es war ein natürlicher Vorgang, keine kirchliche geglaubte Ausnahme von Naturgesetzen.

Wie verhält sich nun der Auferstehungsglaube zur Unsterblichkeit der Seele? Die Unsterblichkeit der Seele ist eine klare und eindeutige Aussage, die zum Urwissen der Menschheit gehört. In den Glauben von der "Auferstehung von den Toten" legen Menschen jedoch unterschiedliche Bedeutungen und Interpretationen hinein, weswegen es hier manchmal Missverständnisse gibt.
Da es keinen Tod der Seele gibt, kommt es folglich auch zu keiner späteren Auferweckung einer vermeintlich komplett gestorbenen Seele, wie es vor allem in der evangelischen Kirche gelehrt wird. Dort wird in der Regel gar nicht an eine unsterbliche Seele geglaubt. Man streitet es zwar auch nicht ausdrücklich ab und toleriert, wenn jemand in diese Richtung denkt. Es wird im Protestantismus jedoch grundsätzlich behauptet, dass man zwischen dem Menschen und seiner Seele angeblich gar nicht unterscheiden könne. Man behauptet also, der Mensch "ist" gleich seine Seele. In diesem Sinne glaubt man weiter an eine so genannte "Ganztod-Theorie", der dann irgendwann später im Jenseits eine Auferstehung folgen solle (mehr dazu siehe hier). So die evangelische Konstruktion bzw. Erfindung zu diesem Thema.
In der katholischen Kirche glaubt man zwar offiziell an eine Unsterblichkeit der Seele. Jedoch konstruierten die Päpste darum herum jedoch eine so kompliziert und absurde Lehre, dass die Seele dann trotzdem "auferweckt" werden müsse, nur eben nach dem Interpretationsmuster "Katholisch".

Wir glauben jedoch nicht an die katholischen und evangelischen Lehren, sondern Auferstehung bedeutet für uns vor allem:
Jesus hängt nicht mehr als toter Mann am Kreuz, sondern er lebt = er ist auferstanden; in dem Sinne, wie es in Das ist Mein Wort dargelegt haben. Das Auferstehungskreuz ist deshalb ein Kreuz ohne Corpus, ein Siegeskreuz. Entscheidend für uns ist dabei jedoch: Christus ist selbst die "Auferstehung" und das Leben. Und er möchte in uns auferstehen, in unseren Herzen, indem wir tun, was er lehrte.
So hat es Jesus, der Christus auch selbst gelehrt, was jeder Konfessionsangehörige auch in seiner eigenen Bibel nachlesen kann, zum Beispiel:
"Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben" (Johannesevangelium 111, 25-26).
Das heißt: Der irdische Tod ist nur der Tod der Hülle, das "Wesen" oder die Seele "wird nimmermehr sterben".

Und man könnte weiter fragen: Aber was ist mit denen, die nicht in diesem Sinne "leben" und der Botschaft des Christus Gottes "glauben"? Sie sind "geistig tot" und auch in diesem Sinne kann man vom Tod sprechen, also vom "geistigen Tod" - ein Zustand in dem unzählige Menschen leben, obwohl sie auf der Erde ihr Dasein fristen. Dennoch könnte man im übertragenen Sinne sagen: Sie sind tot, auch wenn sie mit ihrem Leib auf der Erde existieren. Geistiger Tod bedeutet, kaum Zugang mehr zur Kraft Gottes in sich zu haben oder nicht mehr zu wissen, wer man im Grunde seiner eigenen Seele überhaupt ist, sondern einzig die Materie als "Wahrheit" anzunehmen und von einer Art "Erhaltungs"-Energie für den menschlichen Körper zu leben, bis eben die irdischen Lebensuhr abgelaufen ist. Dann gilt: Der Tod nimmt uns nichts und er gibt uns nichts. Jede Seele existiert in dem Bewusstsein weiter, in dem sie "hinüber" gegangen ist. Sie hat nur keinen menschlichen Körper mehr zur Verfügung.

 


5
Die geistige Botschaft des Kruzifix
Warum hängt Jesus in der Kirche immer noch am Kreuz?

Warum hängt Jesus in der Kirche immer noch am Kreuz? Obwohl er doch nach kirchlicher Lehre auferstanden ist? Und warum sagte Papst Bergoglio bei seiner ersten Ansprache als Papst: "Ich wünsche mir, dass wir alle … den Mut haben, … die Kirche auf dem Blut des Herrn aufzubauen, das am Kreuz vergossen wurde; und uns zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus?" (zit. nach http://www.vaticanhistory.de/wordpress/?p=6909, 15.3.2013)
Ein furchtbarer Martertod als "einzige Herrlichkeit"? Ein solcher Satz zeigt auf, dass auch dieser Papst in der Tradition der Priesterkaste steht, die Christus am liebsten als den toten Mann präsentiert, der von der damaligen Priesterkaste zum Schweigen gebracht wurde.

Dass der Glaube an den auferstandenen Jesus demgegenüber ein Fremdkörper in den Kirchen ist, lässt sich auch tiefenpsychologisch aufzeigen. So wird dort nicht oder nur sehr selten der lebendige Jesus von Nazareth gezeigt, sondern meist das Kruzifix mit dem unter furchtbarem Leid sterbenden Jesus. Obwohl Jesus nach offizieller kirchlicher Lehre auferstanden sei, zeigt man nur selten das Auferstehungskreuz ohne den Corpus des geschändeten und hingerichteten Christus, sondern man zeigt meist den toten Mann am Kreuz. Angeblich sei nur auf diese Weise die "Erlösung" möglich gewesen. Dieses Denken hat man aus heidnischen Blutopfer-Kulten übernommen (der betreffende "Gott" müsse durch ein blutiges Menschen- oder Tieropfer besänftigt oder versöhnt werden), die in das Judentum und von dort auch in die Institution Kirche eingedrungen sind. Und so wird das schreckliche Sterben von Jesus in den Institutionen Kirche seit Jahrhunderten gefeiert.
Papst Johannes Paul II. trug bei bei öffentlichen Auftritten sehr oft ein Kruzifix mit einem besonders gekrümmten sterbenden Jesus an einem Stab demonstrativ vor sich her (siehe Foto unten). Dies ist vom Bild her ähnlich wie bei kriegerischen Volksstämmen, wenn sie die Leichen oder Skalps ihrer getöteten Gegner triumphierend vor sich hertrugen, denen sie zum Beispiel zuvor auch noch alle Knochen gebrochen haben. Vordergründig wird in der Kirche zwar die Botschaft suggeriert: So habe uns Jesus angeblich erlöst. Bei der Suche nach der tieferen Bedeutung erscheint jedoch eine ganz andere Vorstellung nahe liegend: "So haben wir Jesus besiegt." Wenn man so will, das dunkle Geheimnis der Kirche.

Dazu passt, dass die Kirchen die Lehren von Jesus vielfach in ihr Gegenteil verkehrt haben. Und würde Jesus heute zu den Kirchenoberen sprechen und nicht "tot am Kreuz hängen", was würde er wohl über die kirchlichen Würdenträger sagen? Was sagte er als Jesus von Nazareth zu den damaligen Würdenträgern: "Ihr Heuchler, ihr Schlangenbrut, ihr übertünchten Gräber!"? Mit diesen und ähnlichen Worten ging er mit den Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit ins Gericht (siehe Matthäusevangelium, Kapitel 23). Würde er heute anders reden?

Und auch, wenn Papst Bergoglio sagt, dass die Kirche auf "dem Blut des Herrn" aufgebaut werde, dann ist die tiefere Bedeutung eine andere als die vordergründige. Jesus sagte laut dem Matthäusevangelium: "Was ihr getan habt, einem dieser meiner geringsten Brüder und Schwestern, das habt ihr mir getan" (Kapitel 25). In diesem Sinne ist das Blut unzähliger von der Kirche gefolterter und ermordeter Menschen auch das "Blut des Herrn", auf dem die Kirche und ihre Macht folglich aufgebaut wurden. Auf den Gebeinen dieser unzähligen Opfer der Kirche ist in der Tat der Stuhl Petri und damit der ganze Kirchenapparat, der um diesen Stuhl herum konstruiert wurde, aufgebaut. Wenn der Papst dann am so genannten Gründonnerstag, dem Tag vor dem Karfreitag, einigen Menschen, im Jahr 2016 Flüchtlingen, die Füße wäscht, dann ist dieses Symbol dazu eine PR-Aktion, eine Form von Marketing, die von den Hintergründen der Kirche ablenken soll.

Zu den martialischen Worten von Papst Bergoglio passt auch: Er greift wieder zum Kreuzstab von Papst Johannes Paul II., der einen besonders gequälten und geschundenen Leichnam von Jesus zeigt (siehe links). So Pressemeldungen vom 8.4.2013. Papst Joseph Ratzinger hatte zwischenzeitlich einen weniger martialischen Stab gewählt. Doch wie gesagt: Die geistige, aber natürlich nicht kirchenoffizielle Bedeutung von Kruzifix und Kreuzstab, Ferula genannt, könnte sein, mit warnenden Worten: "Wir haben Jesus besiegt. Wir haben ihn gefoltert, gequält und zum Schweigen gebracht. Wir zeigen euch mit diesem Stab seine Niederlage. Wir, die Priester, wir sind die Sieger. Wir haben die Macht. Jesus kann nicht mehr sprechen. Jetzt sind wir es, die Priester, die reden. Unterwerft euch vor diesem Stab." Doch wer das Kruzifix anbetet, der ist von seiner eigenen Dunkelheit umwölkt, weil er nicht sieht, welcher Macht er sich damit anvertraut.

Das Kruzifix ist das Banner der Finsternis, um Jesus, den Christus zu verhöhnen und Seine vermeintliche Niederlage, Sein Scheitern darzustellen. Diese Botschaft versucht man, in das Unterbewusstsein der Menschen einzupflanzen, während man deren Oberbewusstsein mit einer komplizierten Dogmenlehre füttert.
Dahinter steckt der Versuch, dass der lebendige Christus nicht in den Menschen auferstehen kann. Denn dann würde der Betrug der Priester immer mehr entlarvt, und die Wehe-Rufe von Jesus gegenüber den damaligen Religionsführern würden umso mehr die heutigen Kirchenführer treffen.

Foto: José Cruz/Abr, Agencia Brasil, 1997, Wikimedia-Commons-Lizenz


Link
: Gesprächsrunde zu dem Thema:
CHRISTUS ODER VATIKAN
Christus ist auferstanden: Warum dann das Kreuz mit Corpus?

http://www.der-freie-geist.de/video/christus-oder-vatikan


 


6
Der gekreuzigte Jesus als Symbol für die Menschen

Auszug aus: Der Theologe Nr. 2 - Reinkarnation

Der Journalist: Sie haben vorhin von einem schwerwiegenden Schicksal gesprochen [einer Frau, die bei einem Raubüberfall getötet wurde]. Was haben Sie damals [als evangelischer Theologe] den Angehörigen der ermordeten Frau gesagt? Und was würden Sie heute anders sagen, wenn Sie noch einmal in diese Situation kommen würden?

Der Theologe: Ich halte es für gut, wenn bei einer solchen Abschieds- oder Trauerfeier auch Menschen aus dem Verwandten-, Freundes- oder Bekanntenkreis zu Wort kommen können, falls sie das möchten und dazu in der Lage sind. In unserer Gesellschaft spricht allerdings meist nur ein Pfarrer oder anderer Redner. Damals als evangelischer Vikar verglich ich das Schicksal der jungen Frau mit Jesus von Nazareth, der unschuldig den Tod durch Kreuzigung erlitt und der sterbend rief: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" So wollte ich trösten, indem ich sinngemäß weitergab: "Auch ihm erging es nicht besser." Aber ein echter Trost ist das nicht. Denn wie viel nützt einem das, wenn man wieder glücklich und froh werden möchte, wenn man dann hört, ein anderer leidet genauso schlimm oder gar schlimmer?

Der Journalist: Die Worte von Jesus am Kreuz gehen dennoch vielen Menschen nahe.

Der Theologe: Je eindrücklicher man das Leiden von Christus vermitteln kann, so erhoffen sich gerade manche Theologen, desto eher könne das vielleicht trösten. Doch macht man sich dabei wirklich bewusst, wie es Jesus von Nazareth bei den entsetzlichsten und unverschuldeten Folterqualen erging? Oder projiziert man nur das eigene Leid, wie immer dies auch verursacht ist, nur in dieses Geschehen hinein? Das Schicksal von Jesus dient einem gemäß einer bestimmten Frömmigkeit dann vor allem als eine Art Spiegel für das eigenen Leid. Oder man sucht eben auf diese Weise eine Verbindung zu Gott, obwohl man eigentlich das Gefühl hat, Gott habe einen verlassen. Eventuell heißt es auch, Gott selbst sei in Jesus gefoltert, gequält oder ermordet worden. Damit soll eine bestimmte Art zu glauben vertieft werden, dass Gott bzw. Jesus einen aus deren eigener Erfahrung heraus verstehen. Doch vielen helfen solche Gedanken überhaupt nicht, und sie drehen sich weiter in ihren Schmerzen, ohne die Gründe dafür zu finden. Deshalb wird dann von Theologen noch hinzugefügt, dass Jesus später auferstanden sei, was von Betroffenen aber oft nur als Vertröstung empfunden wird. Denn es gibt ihnen wiederum nicht die Möglichkeit, hier und jetzt Hilfe oder Linderung zu erfahren, und die Verzweiflung bleibt.
Letztlich wird den Menschen von der Kirche nicht nur das Gesetz von Ursache und Wirkung verschwiegen, sondern auch, worin die Erlösung genau besteht, nämlich in der Übertragung des göttlichen Erlöserfunkens von Christus in alle Seelen und Menschen, und zwar als zusätzliche Kraft, Hilfe und Stütze [weitere Hintergründe siehe oben].
Das ist natürlich am Anfang Glaubenssache, lässt sich jedoch erfahren, so dass es sich jeder sogar selbst beweisen kann.

Der Journalist: Was aber hat nun Jesus mit den Worten "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" gemeint?

Der Theologe: Die Lehre von Jesus ist ja sehr schlicht und klar und für jedes Kind verständlich. Was seine letzten irdischen Lebensstunden betrifft, wird allerdings eine Dimension berührt, die man nicht so leicht in menschliche Worte fassen kann und wo besonders spürbar wird: Der menschliche Intellekt verfehlt das Geschehen, denn man sieht bekanntlich nur mit dem Herzen gut. Und in diesem Sinne kann zuallererst gesagt werden: Es ist etwas Entsetzliches, was hier geschah. Und als zweites würde ich dann ergänzen: Diese Worte von Jesus am Kreuz sind ein Symbol für die Situation der Menschen, die Gott verlassen haben und die an dieser Gottverlassenheit und furchtbarem Elend vielerlei Art leiden, wenn man nur an die Hungerkatastrophen und Kriege denkt.
In einer durch Prophetenwort übermittelten Christusoffenbarung  unserer Zeit erklärt Christus dazu selbst:
"So war Mein Ruf am Kreuz der Ruf vieler Generationen, die sich verloren glaubten und glauben. Denn Mein Leiden und Sterben war und ist ein Symbol für das Leiden und Sterben der Menschen. Meine Worte ´Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?` sind Worte der Menschen in allen Völkern und Generationen, die in ihrem Unglauben Gott für ihre Sünden anklagten und anklagen. Ich sprach diese Worte nicht für Mich, sondern als Symbol für viele" (Das ist Mein Wort, S. 886).

Der Journalist: Doch das Elend der Menschen und Völker gibt es ja auch ohne die Kreuzigung von Jesus. Hätte nicht wenigstens diese verhindert werden können? Oder anders gefragt: War dieses Symbol denn notwendig?

Der Theologe:
Wie schon gesagt: Die Kreuzigung war nicht notwendig. Bestimmte Menschen hätten sie aufgrund ihrer Macht verhindern können, wie vor allem der römische Statthalter Pontius Pilatus, aber andere Menschen wollten es so und letztlich auch Pilatus, auch wenn er seine Hände nach dem Urteil symbolisch angeblich in "Unschuld" wusch. Dieses Symbol ist bedeutungslos und entlastet ihn nicht von seiner Verantwortung. Er sprach das Urteil, um sich nicht bei den Gegnern von Jesus unbeliebt zu machen.
Gott hat den Gottessohn also den Menschen überlassen, die ihrerseits Gott verlassen haben, und Er hat in deren freien grausamen Willen nicht eingegriffen, weil Er solches niemals tut
. In diesem Sinne hat Er Jesus dieses Schicksal nicht erspart. Und Jesus wurde so auch zum Symbol für die vielen Menschen, die sich aufgrund ihrer Gottesferne weiterhin gegenseitig martern und kreuzigen.

Der Journalist: Dabei kam Christus doch laut christlichem Glauben auf die Erde, um den Menschen wieder den Weg zu Gott und zu Frieden und Glück zu zeigen?

Der Theologe: Ja. Und dazu musste er allein schon durch seine Inkarnation in einen menschlichen bzw. materiellen Körper auf der Erde äußerlich den Weg großer Gottferne wählen. Denn die Erde könnte man auch als den am weitesten von Gott entfernten Punkt des Kosmos bezeichnen. Und in seinem Erdenkörper selbst kam es dann zu einer weiteren negativen Steigerung, weil es die Menschen, die ihn bekämpften, so wollten: Jesus erlebte furchtbarstes Leiden, vor allem bei der Hinrichtung am Kreuz, was ja äußerlich auch als eine Steigerung der Gottferne gesehen werden kann, da Gott das Glück und die Herrlichkeit ist.
Jesus durchlitt also im Äußeren den extremsten Punkt der Gottferne, den Menschen sich selbst und anderen antun und den ein daran leidender Mensch in seiner Verzweiflung als "Gottverlassenheit" deuten kann. Natürlich ist man nie wirklich von Gott verlassen. Aber die Worte am Kreuz, unter unvorstellbaren und entsetzlichsten Schmerzen gesprochen, sind auch keine "rhetorische Frage".
Eine Antwort darauf lautet: Die Mächte der Finsterns haben alles, aber auch wirklich alles aufgeboten, um sich an Jesus zu messen und ihn zu Fall zu bringen - sei es durch einen Widerruf oder durch einen Zweifel oder eine Klage gegenüber Gott oder manches andere denkbare Szenario. Ihr Ziel war, dass die mächtige Erlöserkraft, die in Jesus pulsierte, durch ein Fehlverhalten von ihm beschädigt und in ihrer Wirkung damit neutralisiert würde.

Diese ganze schaurige Situation zeigt dabei auf: Dieses Leiden ist alles von Menschen gemacht, die ihrerseits Gott verlassen haben und die gegen ihren Nächsten wüten - hier auf bestialischste und hinterhältigste Art gegen einen wunderbaren Menschen, der ihnen nichts angetan hat, sondern auch ihnen die Befreiung brachte. Auf unsere heutige Zeit übertragen könnte man, auch sagen: Anstatt ihren eigenen Zustand zu begreifen, der ihnen durch das Mordopfer Jesus am Kreuz vor Augen gehalten wird, machen Menschen weiterhin Gott für ihr Leiden verantwortlich, oder sie suchen eine Antwort im angeblichen Verhalten Gottes anstatt bei sich selbst.
Doch die Tragödie von Golgatha macht unmissverständlich klar: Nicht Gott hat Jesus ans Kreuz gebracht, sondern die Menschen. Das Verhalten der Menschen ist also die Antwort auf die Frage Warum. Die Menschen sind es, die ihren Nächsten in die furchtbare äußere Gottferne treiben, in Leiden und grausamen Tod, obwohl Gott Herrlichkeit und Glück ist. Und hinter diesen Menschen steckten damals die stärksten Mächte der Dunkelheit, die Jesus besiegen wollten. Und diese Mächte stecken heute hinter denen, die das furchtbare Geschehen von damals als angeblich "heilsnotwendiges Opfer" verklären.

Der Journalist: Das heißt dann: Das reale Leiden von Jesus ist ein Symbol für das Leiden der Menschen, die im Banne der dunklen Mächte leben. Dazu passt dann auch das bekannte Wort des römischen Prokurators Pontius Pilatus angesichts der Folterungen von Jesus: "Ecce Homo", zu deutsch "Siehe, der Mensch" (Johannesevangelium 19, 5).

Der Theologe: So ist es. "Siehe, der Mensch!" So also müssen die Menschen und alle Kreatur weltweit unter ihren zu Bestien gewordenen Brüdern und Schwestern leiden; und unter den Feiglingen, wie Pilatus selbst einer war, da er die Kreuzigung nicht verhindert hat, obwohl er dazu in der Lage war. So manchen ist dabei die Folter ihres Gegners noch nicht einmal genug, und sie verlangen sogar die Steigerung der Folter durch den Foltertod und eine angeblich ewige Hölle für das Opfer - so manche "Heilige" der römisch-katholischen Kirche (siehe z. B. hier).
"Ecce homo", "siehe der Mensch", waren die Worte von Pilatus - symbolhafte Worte für die ganze Menschheit. Dabei hätte gerade Pilatus eine ganz andere Geschichte schreiben können, wenn er auf sein Gewissen gehört hätte und auf seine Frau, die ihn vor einem Todesurteil eindringlich gewarnt hatte, und wenn er nicht so feige gewesen wäre, dem Druck der Ankläger aus Angst um sein Ansehen nachzugeben. Er hätte diese Kreuzigung verhindern können und konnte seine Hände deswegen nicht in "Unschuld waschen", wie er es der Überlieferung nach versucht hat. Auch er stellte sich unter das Banner der Finsternis. Und so erfüllte sich auf diese Weise auch die Ankündigung des Propheten Jesaja: "Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen" (53, 4).
Im Anblick des gekreuzigten Jesus kann also jeder Mensch mit noch nicht erkaltetem Herz erkennen, was diesem Menschen angetan wurde und was sich Menschen untereinander und anderen Lebewesen auch sonst antun. Und sie könnten aus dieser Erschütterung heraus ihrem Leben, wenn sie möchten, eine neue Richtung geben.

Der Journalist: Kann der gequälte Jesus einem also trotzdem helfen, dass es einem selbst bald wieder besser geht?

Der Theologe:
Wenn man dadurch ansatzweise das Mitfühlen lernt und sich das Herz für den Nächsten auf diese Weise mehr öffnet, dann schon.
Aber so ist es eben sehr oft nicht. Wenn jemand immer wieder auf das Kruzifix blickt und das Leid von Jesus bedenkt und dabei auch seine persönlichen Leidempfindungen vertieft, kann dies sogar dazu führen, dass sich das eigene Leiden verschlimmert, verbunden mit weiterhin um sich selbst kreisendem Selbstmitleid. Die meisten Menschen beschäftigen sich viel zu sehr mit sich selbst und verstärken dadurch noch das Leid.
Ich habe in einer Wohnung einmal eine Figur des gekreuzigten Jesus hängen sehen. Auf dieses so genannte "Kruzifix" aus Holz hatte der Bewohner eigenes Blut gerieben, so dass sein Blut zum Blut der Jesusfigur wurde. Oft wenn es ihm schlecht ging, schaute er dann auf diese Figur und suchte Trost im Gebet. Mit einem solchen Verhalten setzt man sich aber der Gefahr aus, dass das eigene Leid im Selbstmitleid sich sogar so weit verfestigt, dass man nur mit allergrößter Mühe wieder davon loskommt.
 
Heute erscheint mir das Kruzifix mit dem sterbenden oder toten Jesus auch wie ein Symbol für ein Verharren in Leid und Elend, obwohl es einen Weg heraus gibt. Auch der Mann, von dem ich hier erzähle, sagt heute, dass er auf diese Weise letztlich keine Hilfe fand. Und von manchen Menschen wird sogar berichtet, dass ihr Körper nach einer bestimmten Zeit an den Stellen blutete, an denen die Nägel den Körper des Jesus von Nazareth durchbohrten. Möglicherweise ist das eine noch viel weitergehende Form dieser gefährlichen Identifizierung, womit aber keinem geholfen ist.
Denn Jesus hängt schon lange nicht mehr als Sterbender am Kreuz. Er lebt, und er will, dass wir mit ihm leben und glücklich sind. Man könnte auch sagen: Er möchte in uns auferstehen und dafür gibt er uns doch die Kraft, und diese Kraft ist in uns. Ein Symbol dafür ist z. B. eine brennende Kerze oder ein Kreuz ohne Corpus.

Der Journalist:
Kreuz ohne Corpus oder Kruzifix mit Corpus - ist das wirklich ein so großer Unterschied?


Der Theologe: Ja. Denn das Kreuz mit dem sterbenden oder toten Körper, das Kruzifix, ist ein Todeszeichen, das unbewusst eine vermeintliche Niederlage des Mannes aus Nazareth symbolisiert. So wie es die Dämonen oder Mächte der Finsternis gerne gehabt hätten. Und es ist ja ein Zustand, der so bald wie nur irgendwie möglich beendet gehört. In der Kirche wird er jedoch verfestigt und immer wieder sogar gefeiert. Ein "leuchtendes" Kreuz ohne Corpus ist demgegenüber ein "Lebenssymbol", eine Art Auferstehungskreuz. Dessen Bedeutung ist dann: Auch diese grausame Hinrichtungsmethode konnte Jesus und das, wofür er einstand, nicht zur Strecke bringen. Nur der irdische Körper konnte getötet werden. Doch der Geist in Jesus, dem Christus, war stärker und ließ sich auch in dieser für uns gefühlsmäßig letztlich nicht nachvollziehbaren Situation nicht beugen. Und auch uns schenkt er diese Kraft.
Und, um auf das eingangs erwähnte Beispiel anlässlich einer Beerdigung zurück zu kommen: Die frohe Botschaft des christlichen Glaubens hat nichts damit zu tun, dass es Jesus wohl noch schlechter erging als einem selbst. Und sie liegt auch nicht darin, dass ich eines Tages in den Himmel auferstehe, wenn ich nur glaube, dass Jesus dorthin auferstanden ist. Die Frage ist nämlich: Bin ich dann wirklich im "Himmel"? Die Hoffnung, dass eines Tages alles Leid ohne unser Zutun weg gewischt sein könnte, ist sehr gefährlich, weil das so nicht möglich ist.

Der Journalist: Wieso nicht?

Der Theologe: Weil niemand außer Kraft setzen kann, was auch in der Bibel der Kirchen bezeugt ist: "Was der Mensch sät, das wird er ernten." Wer anderes lehrt, täuscht die Menschen und wiegt sie in falscher Sicherheit. Außerdem: Wenn ich glaube, dass das Leid spätestens nach dem Tod vorbei ist, dann gebe ich mir möglicherweise gar nicht die Mühe, die Ursache der jetzigen Leiderfahrungen bei mir selbst zu finden und die mir geschenkten Tage zu nützen, um an mir zu arbeiten, eventuell um Reue zu bitten, damit ich andere auch leichter um Vergebung bitten kann.
Und mehr noch: Wer glaubt, dass man alleine durch Glauben nach dem Tod plötzlich leidensfrei sein könne, für den ist auch das schreckliche Leid anderer Menschen auf dieser Erde nicht mehr ganz so schlimm. Und der wird sich auch weniger anstrengen, um mitzuhelfen, es aus der Welt zu schaffen. Er wird bestrebt sein, dem Leidenden den aus seiner Sicht richtigen Glauben zu bringen. Und zu diesem Zweck versucht er vielleicht auch, ihm im Äußeren zu helfen. Die Hilfe ist dann aber nicht selbstlos, sondern vielfach Teil einer Missionsstrategie und damit eine sehr zweifelhafte "Hilfe", die oft für viele Verstimmungen und Irritationen bei den zu Missionierenden sorgt.
Die falschen kirchlichen Vertröstungen begünstigen darüber hinaus, dass das Leiden sich sogar verschlimmert, wenn die noch nicht erkannten und noch nicht aufgearbeiteten Ursachen weiter wirken.
Dies gilt auch über den Tod hinaus.
So könnte man sagen: Wozu denn alle die vielen Worte über Kruzifixe und Kreuze, wenn ich nicht heraus finde, warum ich leide? Oder warum andere Menschen gequält werden? Oder Tiere? Und wozu die vielen Worte, wenn es nicht zu einer Verbesserung der Situation führt? Eine Erlösung vom Leid der Seele durch den Tod gibt es eben nicht. Der Tod nimmt uns nichts und er gibt uns nichts. Es gibt kein "Ruhe in Frieden", dieser Friedhofs- und Grabstein-Spruch ist total falsch. Es geht drüben an der Stelle weiter, wo es hier aufgehört hat. Und hier ist es angebracht, dass alle kleinlaut und demütig werden, man selbst eingeschlossen. Und jeder, der lautstark anderes verkündet, dem kann man letztlich nur in aller Bescheidenheit entgegen halten: Dann warten wir es halt ab.

 


7
Zum Film "Die Passion Christi": Der Kreuzestod war nicht notwendig

Seit nahezu 2000 Jahren gedenken Menschen des Leidens und der Hinrichtung des Jesus von Nazareth. Kurz vor Ostern im Jahr 2004 zeigten die Kinos in den westlichen Ländern »Die Passion Christi« in allen Einzelheiten. Unterschwellig könnte dies auf den Eindruck abzielen, dass er letztlich besiegt wurde. Doch was geschah damals wirklich?

 "Das alles war notwendig", lehren die Kirchen, "damit wir erlöst werden". Nein, "das Leiden und der Kreuzestod hätten nicht sein müssen", heißt es in der durch Prophetenmund gegebenen Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort aus dem Jahr 1989. Vielen Gottsuchern fällt ein Stein vom Herzen, wenn sie sich zu dem Glauben durchgerungen haben, dass Gott niemals ein Blutopfer von Seinem Sohn zur Erlösung der Menschen forderte. Sondern dass Jesus zum Opfer hartherziger Menschen wurde – damals und immer wieder in den letzten 2000 Jahren.

Mitfühlen

Im Vordergrund des zweistündigen Films steht manchmal die Darstellung der Gewalt an Jesus, was dem Streifen in den meisten Filmkritiken zum Vorwurf gemacht wurde: "Nur Blut, Schmerzen, Hass", "Pornografie der Gewalt", "Frohe Botschaft für die Sado-Maso-Szene" (Die Zeit); "Nur Schrecken, keine Reinigung" (Die Welt); "Brutale Phantasie" (Süddeutsche Zeitung). In diesem Zusammenhang wurde vielfach kritisiert, dass in einer Zeit, in der die Brutalität in den Gesellschaften weltweit zunimmt, der Film angeblich auch noch die Vorlieben solcher Zuschauer bediene, die sich mit Gewaltdarstellungen "voyeuristisch" unterhalten würden. Doch kann das sein? Oder schauen sich Gewalt-Voyeure nicht andere Filme an?
Denn viele Menschen sollten diese Szenen einmal sehen. Denn mindestens so schlimm war es tatsächlich gewesen. Und wer nicht wegschaut, kann jetzt vielleicht besser mit dem leidenden Jesus mitfühlen und erahnen, was er für die Menschen getan hat.

Doch die wenigsten Zuschauer können einen solchen Film unvoreingenommen betrachten. Denn wir leben in einer Gesellschaft, in der die römisch-katholische Kirche das Leiden und den Tod des Jesus seit Jahrhunderten auf ihre Weise gedeutet hat - eine Missdeutung, die Millionen von Menschen verinnerlicht haben: Demnach stünde hinter dem Geschehen ein zorniger Gott, der den Tod des Jesus als blutiges Sühneopfer für die Sünden der Menschen angeblich benötigte, um die daran Glaubenden zu erretten, während die anderen ewig verdammt würden.
Mit dieser Deutung wird bis heute versucht, Gottsucher von den Sakramenten und Ritualen der veräußerlichten kirchlichen Kult-Religion abhängig zu machen; einer Kultreligion, die das Verbrechen an Jesus täglich im so genannten "Messopfer" symbolisch wiederholt. Dabei erklären die katholischen Theologen auch noch, diese Handlung dürfe gar nicht "symbolisch" verstanden werden. Sondern bei diesem Vorgang würde "real" Wein in das Blut von Christus und Brot in seinen Leib verwandelt, den sich die Gläubigen zur Festigung ihrer angeblichen Erlösung dann in Form einer Oblate einverleiben.
Viele kirchlich gebundene Menschen steigerten sich in der Vergangenheit sogar so massiv in das damalige Hinrichtungsgeschehen hinein, dass es immer wieder zu Selbstgeißelungen oder gar zu Selbstkreuzigungen kam. Doch das hat Jesus nie gewollt, und auf diese Weise kommt man ihm, wenn man ihm selber glauben möchte, auch nicht näher. Denn er gab z. B. als sein Vermächtnis weiter, "einander zu lieben, wie ich euch geliebt habe", wie es etwa im Johannesevangelium in der Bibel zu lesen ist. Jesus hat immer wieder betont, dass es auf das Tun des Guten ankomme, und er lebte es den Menschen auch vor. Mit der kirchlichen Version des Erlösungsglaubens hat dies aber nichts zu tun.

Die dämonische Bedeutung des Kruzifixes

Auch die Kirchenvertreter beklagen, dass in dem Film zu viel Blut fließe und zu wenig über die Botschaft von Jesus berichtet wird. Doch haben nicht ausgerechnet die Institutionen Kirche über Jahrhunderte Grauen und Blut über die Menschheit gebracht? So müssten sie sich eigentlich selbst anklagen. Außerdem: Der Regisseur und gläubige Katholik Mel Gibson hat es in seiner Kirche ja so gelernt, dass es angeblich auf die Kreuzigung ankomme, weswegen er dieses Geschehen auch das Zentrum seines Films stellte. Und nach evangelischem Glauben genüge sogar "allein" der Glaube an die oben dargelegte angebliche "Heilsbedeutung" des Kreuzestodes Jesu. Das Tun eines Menschen spiele für das Heil nach evangelischer Lehre keine Rolle - ein krasser Widerspruch zur Lehre Jesu.
Vielen Menschen, denen die Kreuzes-Frömmigkeit schon immer unheimlich war, fiel es deshalb wie Schuppen von den Augen, als sie in der durch Prophetenmund 1989 gegebenen Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort gelesen haben, wie Christus die Hintergründe dieser blutigen kirchlichen Symbolik wie folgt erläutert:
"Die Dämonen schufen das Kreuz mit dem Corpus. Damit wollen sie Meine Niederlage symbolisieren. Doch das Kreuz und der Gekreuzigte wurden und sind ihr Kreuz und ihre Niederlage. Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist … Deshalb halten diejenigen Menschen das Kreuz mit dem Corpus hoch, die noch ihre Sünden hochhalten, die ihr niederes Ich schätzen" (S. 873).

Die meisten Christen und ihre Anführer sind nach wie vor weit von dem großen Geist entfernt, der durch Jesus von Nazareth wirkte, und von seiner Kraft der selbstlosen Liebe. Dabei könnte diese Kraft in jedem Menschen wirken, wenn man seine Lehre befolgte. Denn Jesus war nicht auf dieser Erde, um sich hinrichten zu lassen, sondern um die Menschen in die innere Freiheit zu führen und mit ihnen die Erde im Geiste Gottes zu gestalten. Er wollte keine äußere Religion mit Priestern und goldverbrämten Häusern aus Stein. Niemals hat er davon gesprochen. Auch nicht von Dogmen, Sakramenten, Riten und Zeremonien. Sondern er lehrte, »das Reich Gottes ist inwendig in euch«. Wozu dann also immer wieder das Kruzifix mit der Darstellung seiner Hinrichtung?

Die Erlösung

Was Jesus lehrte, z. B. die Bergpredigt, war über alle Jahrhunderte hinweg noch teilweise in der Bibel enthalten. Der tiefere geistige Hintergrund bei seinem Tod jedoch war den Menschen früher und heute verborgen und wurde vor allem in der Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort von Christus neu aufgedeckt. Demnach hat sich ein Teil der Kraft des Christus, die aus der Urkraft Gottes stammt, zum Zeitpunkt seines leiblichen Todes in alle Menschen und Seelen als "Erlöserfunke" eingepflanzt - ein für das menschliche Auge unsichtbarer Vorgang in der geistigen Welt (Näheres in der TV-Sendung über die Erlösertat).
Hätten mehr Menschen vor der Zeit Jesu nach den Geboten Gottes gelebt, so diese Botschaft aus dem All, dann hätte auf der Erde schon damals das Friedensreich begonnen, das die großen Propheten Israels vorhergesagt hatten und das Jesus, der Christus, mit seinen Nachfolgern auf der Erde aufbauen wollte. Und der "Erlöserfunke", der seit dem Geschehen auf dem Hügel Golgatha allen Menschen und Seelen Kraft gibt, ihr "Sündhaftes" zu erkennen und zu bereuen und ihr Leben im Sinne der Gottes- und Nächstenliebe neu zu gestalten, hätte nicht übertragen werden müssen.
Christus erklärt auch, wie bedrohlich sich die Situation für die gesamte Menschheit in den Tagen vor seiner Hinrichtung vor 2000 Jahren zugespitzt hatte. Die Erlösertat war schließlich notwendig geworden, um einen noch tieferen Fall der Menschen in Barbarei und Grausamkeit zu verhindern, aus dem heraus dann keine Befreiung mehr möglich gewesen wäre. Die Zukunft des Planeten Erde und seiner Bewohner und die Möglichkeit der Rückkehr zu Gott für alle Menschen und Seelen hing tatsächlich an dem Verhalten eines Einzelnen. Jesus, der Christus, hat damit die ganze Schöpfung gerettet.
Christus offenbarte dazu durch Prophetenwort:
"Denn hätte Ich nur eine Sünde begangen, z. B. ein ungesetzmäßiges Wort gesprochen oder Mich auf irgendeine Art und Weise verteidigt, dann hätte die Erlösertat nicht vollzogen werden können" (S. 869). Und: "Ich zweifelte nicht und sündigte nicht, und so konnte das ‘Vollbracht’ gesprochen werden, damit die Teilkraft aus der Urkraft, ein Teil Meines geistigen Erbes, in Funken in die Seelen einfließen konnte. Weder die Verhöhnung noch der Spott mit dem Purpurmantel und der Dornenkrone und dem Rohrstock konnten Mich zur Sünde bewegen. Ich blieb im Ewigen, in dem Ich Bin, Christus" (S. 876).
So blieb also der Anteil der Urkraft Gottes in Jesus unbelastet und er konnte dadurch zur Erlöserkraft werden, die im Inneren jedes Menschen seither als stützende und helfende Energie wirkt.

Niedergang – und Hoffnung

Die Erlösung ist also ganz anders erfolgt als von den Kirchen gelehrt. In Das ist Mein Wort erklärt Christus dazu weiter:
"Was während zweitausend Jahren fälschlicherweise in Meinem Namen aufgebaut wurde, schwindet dahin: eine Macht, die sich zwar christlich nannte und nennt, jedoch nicht christlich war und ist, die auf vielerlei Art und Weise Meinen Namen, Christus, missbrauchte und missbraucht" (S. 871).
Gleichzeitig gibt er Hoffnung und Trost:
"Die Neue Zeit erwacht und wird aus den Trümmern der Vergangenheit erstehen. Die Meinen werden verwüstetes Land wieder zum Blühen bringen durch ihre selbstlose Arbeit" (S. 872). Dann wird niemand mehr gefoltert und gekreuzigt, und auch die Tiere und die Natur müssen nicht mehr bestialisch leiden. Das ist es, was Jesus wollte, und für den Durchbruch dieser Neuen Zeit tat Jesus alles, was ihm nur irgendwie möglich war, und dafür war er bereit, auch den ärgsten Feind zu lieben und das größtmögliche Leid auf sich zu nehmen.
 
Wenn nun so mancher, dem vielleicht im Kino die Tränen kamen, damit beginnt, die Lehre Jesu zu verwirklichen und wenn er sich ihn zum Vorbild nimmt, dann waren diese Tränen nicht umsonst geweint. Denn der Gott, den Jesus von Nazareth uns nahe brachte, zeigte durch Jesus Seine Liebe auch während dieses grausamen Verbrechens. So ließ sich Jesus nicht dazu verleiden, seine Gegner und Peiniger zu beschimpfen oder zu verurteilen. Im Gegenteil: Er betete für sie mit den Worten "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", womit er seine Lehre der Feindesliebe auch im Augenblick größter Anfechtung durchhielt.
Wenn wir uns aber ausschließlich mit dem Leid auseinandersetzen, vergessen wir, dass Christus in uns auch auferstehen will, indem wir seine Lehre Schritt für Schritt erfüllen. 


Überarbeitete Filmbesprechung aus: Zeitschrift Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 4/04

 


8
Seelischer Kindsmissbrauch: Immer wieder der tote Mann am Kreuz

Die Kirche zeigt immer wieder auf den toten Jesus am Kreuz, obwohl Er doch auferstanden ist. Damit soll unterschwellig die sinngemäße Botschaft verbreitet werden: "So haben wir Ihn besiegt und zum Schweigen gebracht. Dafür reden jetzt wir, die Priester."

Und gerade Kinder erfassen manchmal sofort, dass hier etwas Schreckliches geschah und dass dieser Foltertod überhaupt nicht für unsere "Erlösung" "notwendig" war, wie die Kirche behauptet.

In einem Interview wurde dazu der bekannte Fernsehmoderator und überzeugte Katholik Markus Lanz (früher RTL, jetzt ZDF) einmal gefragt:
"Karfreitag - was für Erinnerungen haben Sie da?" (domradio.de, 1.4.2013)

Und der Moderator antwortete:
"Ich war immer froh, wenn es vorbei war. Sagen wir es mal so, weil man da jedes Jahr wieder diese Folterdinge nochmal kleinteilig erzählt und beschrieben bekommt und das verstört einen als Kind tatsächlich. Ich kenne auch Menschen, die sagen, ich konnte deswegen nie in eine Kirche gehen, ich kann das nicht sehen, wie ein Mensch an einem Kreuz hängt, mit Nägeln in den Füßen und in den Händen.
Ich bin so in dieser Welt groß geworden, das ist Teil meines Weltbildes, aber deswegen hat mich das nicht größer irritiert, will ich sagen. Aber ich kann verstehen, dass einen das verstört. Aber vielleicht sind wir alle mittlerweile verweichlicht und können das nicht mehr so gut ab, das kann auch sein."

Hier wird also die Regung des Gewissens als "Verweichlichung" gedeutet.
Zur Erinnerung: In früheren Jahrhunderten hat die Kirche versucht, mit öffentlichen Scheiterhaufen, dieser "Verweichlichung" entgegen zu wirken, was ihr heute allerdings nicht mehr möglich ist.

 


9
Jesus, der Christus, der Freie Geist, nicht das Sühnopfer der Priester

Nachfolgend lesen Sie das für die Veröffentlichung auf theologe.de geringfügig überarbeitete Manuskript für eine Filmaufzeichnung einer Gesprächsrunde zur Kreuzigung von Jesus von Nazareth und zur Bedeutung des Geschehens bis in unsere Zeit.

Sprecher 1:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
herzlich willkommen zu unserer Lesung "Jesus, der Freie Geist – nicht das Sühnopfer der Priester".
Im Jahr 2015 hatte Papst Franziskus die Philippinen besucht, ein Land voll bitterer Armut, in dem ein schwerer Taifun im Jahr 2013 zusätzlich viel Not über das Land und die Menschen brachte.
Über 80 % der Einwohner sind Katholiken, meist arme Menschen, die sich von der reichen Kirche Hilfe für Seele und Leib erhoffen. So hatte ein Mädchen, das lange Zeit als so genanntes "Straßenkind" ums Überleben kämpfte, bei diesem Anlass den Papst gefragt, warum Gott das zulasse, dass Kindern so etwas angetan wird.
Der Papst sagte dazu: "Der Welt von heute fehlt das Weinen! … Die große Antwort, die wir alle geben können ist, weinen zu lernen".
Eine Frage dazu: Was hat der Papst in diese "große Antwort", wie er sie nennt, alles hinein gelegt? Eine echte Hilfe für Menschen oder letztlich nur Vertröstung und emotional formulierte Ablenkung von den Ursachen von Leid und Not?

Und: Ist die "große Antwort" des Papstes, wie er sagt, auch eine helfende Antwort, die auch die Gottespropheten des Alten Bundes und Jesus, der Christus, die Menschen lehrten?
Ist das Leben vieler im Elend lebender Menschen nicht wie ein ständiges Weinen, ohne dass die Leidenden dies extra lernen müssen? Sie weinen, doch sehnen sie sich - wie im Grunde jeder Mensch - nach Glück und Freude.
"Gott wird abwischen alle Tränen", heißt es dazu in der Bibel der Kirche, und Jesus von Nazareth machte nach Seinen Möglichkeiten Arme satt und zeigte den Menschen Wege aus Ungleichheit und äußerer und innerer Not heraus. Und Er sprach in Seiner Bergpredigt: "Selig, die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden."



Sprecher 2
:
Der Papst sprach bei seinem Philippinen Besuch im Jahr 2015 auch über Jesus. Ich zitiere, was der Papst am 17. Januar 2015 gepredigt hatte: "Ich sehe ihn, ans Kreuz genagelt, und von dort aus enttäuscht er uns nicht. Auf diesem Thron wurde er geweiht, Herr zu sein, und dort machte er alle Plagen durch, die wir erleben. Jesus ist der Herr! Und er ist Herr vom Kreuz aus, dort herrschte er."
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Das furchtbare Marterkreuz als Thron und als Weihe? Hat der Papst so etwas wirklich gesagt? Was denkt sich das Kirchenoberhaupt dabei?
Das Kirchenoberhaupt ist sich, während er so redet, bewusst, dass Jesus dort unsägliche Folter- und Sterbensqualen erlitt, denn er sagt es ja selbst: "Dort machte er [- Jesus - ] alle Plagen durch, die wir erleben."
Doch warum? Wer ließ Ihn ans furchtbare Marterkreuz nageln, so dass Er dort alle Plagen durchmachen musste? - Er, der Gottessohn, der wie zuvor die wahren  Gottespropheten des Alten Bundes das Friedensreich verkündete – ein Reich, in dem die Menschen nach den Geboten Gottes leben und wo weder Mensch noch Tier mehr leiden müssen.
Dieses Reich wollte und will Jesus, der Christus, mit Seinen Nachfolgern auf die Erde bringen. Doch wer nagelte Ihn stattdessen ans Kreuz? Es war die damalige Priesterkaste. Und wer hält Ihn bis heute als toter Mann am Marterkreuz festgenagelt? Wer nennt dieses Hinrichtungsinstrument gar einen Thron und bezeichnet die qualvolle Hinrichtung als Weihe? Es ist die heutige Priesterkaste.


Sprecher 3
:
Papst Franziskus, der oberste Priester unserer Zeit verklärte also das Marterkreuz von Golgatha zum angeblichen "Thron" erklärt. Dort soll der unschuldig verurteilte Jesus von Nazareth also eine Weihe bekommen haben, während ihm schwere Eisennägel durch die Sehnen geschlagen wurden.
Ein angesehener Mediziner in den USA, Frederich Zugibe, erklärt, was damals geschah:
"Die Römer nutzten wohl dicke Eisennägel von zwölf Zentimeter Länge. Wurden sie durch die Fersen getrieben, rissen zahlreiche Nervenbündel entzwei. ´Jesus erlitt einen der schlimmsten Schmerzzustände, die der Menschheit bekannt sind`, … Bei jeder kleinsten Bewegung am Kreuz raste der Schmerz wie ein Stromstoß durch den Körper ... Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trat der erlösende Tod ein."

Dazu sagt nun der Papst: "Dort [- also bei seinem Todeskampf -] herrschte er", "Von dort aus enttäuscht er uns nicht". Doch was soll das für unzählige leidende, verhungernde und im Elend vegetierende Menschen bedeuten?
Sie möchten wieder glücklich und frei von Schmerzen werden und erhalten von einem Mann, den seine Anhänger "Stellvertreter von Christus" nennen, die sinngemäße Antwort, dass Jesus ja noch mehr als sie gelitten habe. Das ist richtig. Doch werden sie deswegen wieder froh?
Und was haben sie davon, wenn im Überfluss schwelgende Kardinäle und Bischöfe im Vatikan lernen, mit ihnen zu weinen, wie es der Papst anregt? Was würde denn ein solches Weinen inmitten gehorteter Schätze an Gold, Konzernbeteiligungen, Immobilien und Geldanlagen aller Art bedeuten, wenn gleichzeitig die Elenden dieser Erde verhungern und verdursten? Und warum setzen sie ihre milliardenschweren irdischen Reichtümer nicht dafür ein, um den Notleidenden nicht nur Almosen und emotional ausgeklügelte Worte zu bringen?



Sprecher 4:
Um hinter die Worte des Kirchenoberhauptes im Vatikan blicken zu können, hilft auch ein Blick auf das, was er sogleich nach seiner Papstwahl im März 2013 gepredigt hatte. Ich zitiere:
"Ich wünsche mir, dass wir alle ... den Mut haben ... zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf dem Blut des Herrn aufzubauen, das am Kreuz vergossen wurde; und uns zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. Und so wird die Kirche voranschreiten."
Papst Franziskus nennt also den grausam hingerichteten Jesus sogar "einzige Herrlichkeit"? Was aber soll das für eine "Herrlichkeit" sein?
Zur offiziellen Antwort auf diese Frage gehört die Behauptung, die Hinrichtung des Gottessohnes sei für die "Erlösung" der Menschen angeblich notwendig gewesen. So steht es in den Dogmensammlungen und Glaubensartikeln der Kirche. Und zwar deshalb, da Gott-Vater, der Ewige, der Schöpfergott, der die vollkommene Liebe ist, die Hinrichtung von Jesus angeblich als ein "Sühnopfer" gebraucht hätte? Und warum sollte das so gewesen sein? Damit Er, Gott, durch dieses Blutopfer gnädig gestimmt würde und sich deswegen der sündigen Menschen erbarmen könne. So die Antwort dieser Religion. Doch was für ein Gott wird hier den Menschen gelehrt?

Ist das nicht der Gott Baal, der Götze, der in antiken Götterkulten durch Blutopfer von Tieren und Menschen gnädig gestimmt werden musste? Der Gott Baal, dem die Priesterkaste bereits in der Zeit vor Jesus mit ihrem Opferkult huldigte. Er war auch der Gott Baal, gegen den die wahren Gottespropheten wie Jesaja, Jeremia, Daniel, Ezechiel, Hosea, Amos und viele mehr immer wieder die Stimme erhoben. Dieser Gott musste durch blutige Sühnopfer besänftigt werden.
Nicht der Vater-Mutter-Gott, der Gott, den uns Jesus nahe brachte, benötigt also ein solches Opfer, sondern der Götze Baal, wie es in antiken Götzenkulten überliefert ist.
Deshalb die Frage: Welcher Gott ist es nun, der von Papst und Kirche verehrt und angebetet wird? Wer immer es ist: Es ist nicht der Gott, zu dem Jesu betete "Abba, lieber Vater!"


Sprecher 5
:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Der Papst behauptete also, der gekreuzigte Jesus, der einen der schlimmsten vorstellbaren Schmerzzustände erlitt, sei die "einzige Herrlichkeit", und in diesem Sinne solle die Kirche voran schreiten.
Doch wie kommt die Institution Kirche dazu, grausamste Schmerzen als "einzige Herrlichkeit" zu preisen? Ist das nicht eine Verhöhnung von Jesus, dem Christus?
Die Kirche sei auf dem Blut von Jesus aufgebaut, so weitere Worte des Kirchenoberhaupts.
Tatsache ist, dass die Institution Kirche im Laufe der Kirchengeschichte das Blut unzähliger Nachfolger von Jesus vergossen hat: Die Katharer in Südfrankreich, die Brüder und Schwestern des Freien Geistes im mittelalterlichen Europa oder die so genannten Täufer der Reformationszeit, um nur einige zu nennen.
Hierzu könnte man die Worte von Jesus zitieren, die lauten: "Was ihr Meinen geringsten Brüdern und Schwestern angetan hat, das habt ihr auch Mir getan." Indem das Blut der Nachfolger Jesu vergossen wurde, wurde also auch das Blut von Jesus selbst vergossen, das besagt dieser Stelle aus der Bibel der Kirche. Und auf diesem Blut von Jesus wurde die Kirche über Jahrhunderte tatsächlich aufgebaut.



Sprecher 6:
Doch den Priestern war Folter und Hinrichtung ihrer Gegner dabei noch nicht genug. Sie behaupten in ihren Lehren bis heute die Steigerung von Folter und Foltertod der Opfer durch eine nachfolgende angeblich ewige Hölle, ewiges grausames Feuer, ohne Ende und ohne jede Pause.
Gleichzeitig erklären sie den qualvollen Martertod von Jesus als Weihe, Salbung, Thronbesteigung oder einzige Herrlichkeit. So könnte man fragen: Müssten diejenigen, die solches lehren, nicht in der Tat lernen zu weinen, wie der Papst predigte? Zu weinen über sich selbst und über das, was sie hier mit Jesus tun und was sie unzähligen Menschen an Schlimmem angetan haben oder ihnen weiterhin androhen.

Die kirchlichen Religionsführer bekennen sich also immer wieder zum gekreuzigten Christus, also zum toten Mann am Kreuz und zu Seinem unter Qualen vergossenem Blut.
Doch warum bekennen sie sich gerade beim Thema "Thron" und "Herrlichkeit" nicht vor allem zum auferstandenen Christus, zu dem lebendigen Freien Geist, der trotz qualvollem Leiden am Kreuz durchgehalten hat und wieder in die ewige Heimat zurück gekehrt ist, wie es die Christen bekennen?
Anders gefragt: Wenn Jesus auch nach kirchlichem Glauben auferstanden sei, warum hängt Er dann dort bis heute immer noch am Kreuz? Warum sieht man an den kirchlichen Kruzifixen bis heute immer noch den sterbenden Jesus oder seinen toten Corpus?



Sprecher 7:

In einer "Botschaft aus dem All" aus dem Jahr 1989 werden durch Prophetenwort die Hintergründe der Kreuzigung von Jesus erläutert. Sie war demnach nicht nötig für die Erlösung, sondern sie war das "Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen". In dieser Botschaft heißt es, dass Christus selbst, der in dem Menschen Jesus von Nazareth einverleibt = inkarniert war, hier zu uns Menschen spricht und über das damalige Geschehen aufklärt. [Die Frage nach dem Autor und nach den Umständen dieser Botschaft wird an dieser Stelle nicht weiter thematisiert. Zur Prophetie seit Jesus von Nazareth siehe auch hier. Jeder mag dies für sich selbst bedenken].
Christus selbst gab demnach durch Prophetenmund im Jahr 1989 eine Antwort, durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in unserer Zeit. Seine Worte sind aufgeschrieben in dem kosmischen Werk Das ist Mein Wort, Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen. Ich zitiere:
"Die Dämonen schufen das Kreuz mit dem Corpus. Damit wollen sie Meine Niederlage symbolisieren. Doch das Kreuz und der Gekreuzigte wurden und sind  i h r  Kreuz und ihre Niederlage. Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist. Nur der trauert über Meinen Tod als Jesus, der noch nicht in Mir, dem Christus, bewusst auferstanden ist. Wer noch nicht bewusst in Mir auferstanden ist, wer also noch in der Sünde lebt, der ruft immer wieder: "Kreuzigt Ihn, kreuzigt Ihn!" Deshalb halten diejenigen Menschen das Kreuz mit dem Corpus hoch, die noch ihre Sünden hochhalten, die ihr niederes Ich schätzen. Der Mensch, der seine Sünde und diese sündhafte Welt liebt, denkt an den Gekreuzigten und nicht an den Auferstandenen, da er selbst noch nicht in Mir auferstanden ist."  

 Christus selbst, der als Jesus von Nazareth unter uns lebte, klärt also durch Prophetenmund auf: Das Kreuz mit Corpus soll dem Unterbewusstsein der Menschen die vermeintliche Niederlage von Jesus von Nazareth symbolisieren.
Und wer das Symbol verehrt, das die Niederlage von Jesus zeigen soll, der hält auch seine Sünden noch und schätzt sein niederes Ich. Die Taten der Kruzifix-Verehrer im Laufe der Kirchengeschichte geben vielfach Zeugnis davon. Und die Kriminalgeschichte im Namen des Kreuzes mit Corpus reicht bis zu den Kinderschänderverbrechen von Priestern in jüngster Zeit.
Ein Kreuz ohne Corpus ist im Gegensatz dazu das Auferstehungskreuz und ein Kreuz des Sieges. Es zeigt auf: Christus hängt nicht mehr am Kreuz. Er ist der Sieger. Er hat trotz der unvorstellbaren Martern am Kreuz stand gehalten und ist längst auferstanden. Und Er möchte auch in uns auferstehen, so dass jeder Nachfolger Jesu, der die Schritte ins wahre Leben tut, früher oder später erfahren kann, was Christus hier selbst durch Prophetenwort offenbarte: Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist.

 

Sprecher 8:
Und die Konsequenz daraus ist: Die Auferstehung von Jesus ist die wahre Herrlichkeit, nicht das Marterkreuz, wie der Papst behauptet. Die Auferstehung ist das Zeichen der Herrlichkeit Gottes, die in jedem von uns lebendig werden kann, je mehr sich jemand dafür öffnet und sein Leben nach den Geboten Gottes ausrichtet.
Die Päpste jedoch lehren völlig anders. So auch Papst Benedikt XVI., der Vorgänger von Papst Franziskus, der bereits Ähnliches sagte und schrieb wie sein Nachfolger, und der behauptete, dass sich Jesus "als Thron das Kreuz wählt". Papst Benedikt predigte weiter: "Das Kreuz Jesu tritt an die Stelle aller anderen Kult-Akte als die einzige wirkliche Verherrlichung Gottes, in der sich Gott selbst verherrlicht."



Sprecher 9:
Der Foltertod von Jesus soll also auch laut Papst Benedikt eine "Verherrlichung Gottes" gewesen sein. Beide Päpste reden also gleich.
Dass brutale Soldaten Jesus dicke Eisennägel durch die Füße trieben, dass Nervenbahnen unter grässlichem Schmerz zerrissen sind, und, und, und ... das soll also auch nach Papst Joseph Ratzinger der "Thron" gewesen sein, den Jesus selbst gewählt haben soll, und nach Papst Jorge Bergoglio soll es gar die "einzige Herrlichkeit" sein.
Doch nicht Jesus hat das Kreuz gewählt, und schon gar nicht als "Thron", sondern Seine Gegner haben sich für diese Wahl entschieden, um Ihn besonders qualvoll ermorden zu können und Ihn auf diese Weise zum Schweigen zu bringen. Das ist die Realität. Doch wer hat diese Realität mit einem theologischen Denkgebäude umgarnt? Der listig schöne Worte verwendet von Weihe, Salbung, Thron und Herrlichkeit und manchem mehr, während der Mensch, der ein waches Bewusstsein hat und der seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, etwas ganz Anderes wahrnimmt.



Sprecher 10
:
Christus selbst enthüllt in unserer Zeit in Seinem machtvollen prophetischen Wort, was damals geschah und was noch heute viele Menschen prägt. Ich zitiere eine weitere Stelle aus dem Offenbarungswerk Das ist Mein Wort:

"Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus. Sie wollen mit dem toten Körper am Kreuz der Menschheit die Vorstellung einprägen, der Sohn Gottes sei der Sünde erlegen. Doch Ich Bin auferstanden und zum Ewigen zurückgekehrt. Ich habe euch die Erlösung gebracht. Das Kreuz ohne den toten Körper symbolisiert die Auferstehung und den Sieg über die Finsternis. Daher werden alle Menschen, die in Mir leben und durch die Ich lebe, es mit dem Kreuz des Sieges halten, das ohne Corpus ist. Denn ebenso, wie Ich den Sieg über die Finsternis errungen habe, so haben die Menschen und Seelen den Sieg über die Sünde errungen, die an Mich bewusst glauben und täglich mehr den Willen des All-Heiligen tun."



Sprecher 11
:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Christus spricht hier vom Sieg von Menschen über die Finsternis. Doch vor dem Sieg steht der Kampf. Doch wer hält uns weiterhin die Symbole einer Niederlage von Christus vor Augen, obwohl Er, Christus, längst der Sieger ist?
Christus erklärt hierzu weiter durch Prophetenwort:
"Nur  d e r  Mensch schaut auf das Kreuz mit dem Gekreuzigten, der sein Ich noch nicht gekreuzigt hat und sein Menschliches festhalten möchte."
"Wer an den Gekreuzigten denkt und den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde. Er hat Mich in seinem Herzen noch nicht an- und aufgenommen. Wer also den Corpus am Kreuz bejaht und an dem Kreuz mit dem gemarterten Leib festhält, der ist noch nicht in Mir, dem Christus, auferstanden. Er gibt von sich selbst Zeugnis, dass er noch in der Knechtschaft der Sünde lebt und sich von dem Sündhaften beeinflussen lässt."



Sprecher 12
:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Vergleichen wir diese Christusworte "Wer den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde" mit dem, was seit nahezu 2000 Jahren im so genannten Christentum geschah und geschieht – den ganzen Grauen der Kirchengeschichte mit Kreuzzügen, Hexenwahn, Ketzerverbrennung bis hin zu den Sexualverbrechen an Kindern und so genannten "ekklesiogenen Neurosen" unserer Zeit, also den durch kirchliche Lehren verursachten seelische Störungen.
Vergleichen wir diese Verbrechen also damit, dass in allen den Jahrhunderten bis in die Gegenwart den Menschen immer wieder der tote Mann am Kreuz gezeigt wurde, ja oft auf den Scheiterhaufen noch direkt vor die Nase gehalten wurde, bevor die Opfer der Kirche lebendig verbrannten!
Das war in früheren Jahrhunderten.
Doch auch in unserer Zeit werden Menschen aufgefordert, stetig auf die Hinrichtungsstätte mit dem sterbenden und getöteten Jesus zu blicken? Und in dieser Religion gibt es auch Männer, die, in ein feierliches Gewand gehüllt, auch einen Kreuzstab mit einer besonders gequälten und geschundenen Jesusfigur hochhalten.
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
was zeigt sich, wenn man bei diesen Betrachtungen einmal die intellektuellen Konstruktionen der Theologie beiseite lässt? Wenn sich der Weihrauch in Luft auflöst, was nimmt man dann wahr? Einen Mann, der gefoltert, getötet und durch Kreuzigung zum Schweigen gebracht wurde, der wird herum gezeigt. Und der theologisch nicht indoktrinierte Zeitgenosse fragt sich: Warum? Als Triumph über diesen Getöteten? Oder vielleicht als Abschreckung für die, die Ihm nachfolgen wollen?



Sprecher 13
:
Christus klärt in Seiner Offenbarung durch Prophetenwort unmissverständlich auf:

"Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus."
Und: "Wer das Kreuz mit dem toten Körper aufstellt und anbetet, der zeigt auf den physischen Leib und stellt damit der Menschheit fälschlicherweise Meine Niederlage dar. Er verehrt den toten Körper, anstatt zum Auferstandenen zu beten, zum Inneren Licht, dem Vater in Mir, dem Christus. Das Symbol der Auferstehung, der Himmelfahrt, ist das Kreuz ohne Corpus."
"Das Kreuz wurde mit dem Leib Jesu aufgerichtet, doch der Leib wurde vom Kreuz genommen, und der Auferstandene hat Sich gezeigt und offenbart. Das bedeutet, dass Ich, Christus, das auferstandene Leben in allen Seelen und Menschen Bin. Der wahre Christ sieht das Kreuz, das ohne den Gekreuzigten ist, als das Zeichen der Erlösung und als die Auferstehung in Gott. Das Kreuz ohne Corpus symbolisiert auch den Weg von der Erde in die Himmel, zum Herzen Gottes."


Sprecher 14:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer! Christus spricht hier vom Inneren Licht, das uns den Weg von der Erde in den Himmel zeigt, unserer wahren Heimat, die wir einst verlassen haben und die jeder Mensch aus seinem innersten Wesen heraus wieder finden möchte.
Dieses Innere Licht vermag in uns das Negative in unserem Leben umzuwandeln, wenn wir bereit sind, unser falsches Tun zu bereuen, um Vergebung zu bitten, es wieder gut machen und nicht mehr zu tun. Dann kommen wir Gott und dem Glück und der inneren Freiheit immer näher.
Das ist die Botschaft der Befreiung und dafür ist Christus gekommen. Nicht, um sich als Opfer für einen zürnenden Gott hinrichten zu lassen, hinter dem kein anderer steckt als der Götze Baal, gegen den schon die wahren Gottespropheten des Alten Testaments gesprochen haben.
Priester und Theologen haben den Tod von Jesus von Nazareth aber dafür missbraucht, um die Sühnopferlehren antiker Götzenkulte weiter pflegen zu können. Und Sein Tod wird bis heute missbraucht, um die Sühnopferlehren der antiken Baalskulte in ein moderneres Gewand zu kleiden und um in der Folge immer weiter sündigen zu können.
In diesem Zusammenhang kann man auch einmal fragen: Was hat die Verehrung des Kreuzes mit Corpus denn in den letzten 2000 Jahren alles gebracht? Nicht zuletzt unzählige von Priestern und Pfarrern gesegnete oder gar ausgerufene Kriege, die neues unermessliches Leid verursachten, geben Zeugnis davon.


Sprecher 15:
Liebe Mitmenschen! Jesus von Nazareth lehrte niemals: "Gott hat Mich als ein Sühnopfer für eure Sünden ausgewählt" oder "Holt euch immer wieder eine Lossprechung von euren Sünden bei einem Priester". Sondern Er lehrte: "Gehe hin, und sündige hinfort nicht mehr."
Den Sühnopferkult samt Ritualen und Sakramenten haben sich Kirchenlehrer und Theologen ausgedacht, die sich am Priesterkult oder am Schriftgelehrten Paulus orientierten, aber nicht an dem mutigen jungen Mann Jesus von Nazareth.
Jesus hat den Theologen Seiner Zeit mächtig die Stirn geboten und ihnen entgegen gehalten: "Weh euch, ihr Schriftgelehrten! Ihr geht nicht in das Himmelreich und hindert auch die daran, die hinein gehen wollen."
Jesus lehrte die Bergpredigt, das praktische Tun in der Gottes- und Nächstenliebe, das mit der Selbsterkenntnis beginnt, nämlich bei allen Widrigkeiten zunächst den Balken im eigenen Auge zu finden und zu entfernen. Wer das  erlernt, dem fällt es auch immer leichter, nach den Geboten Gottes zu leben und dadurch dem inneren Glück und der inneren Freude näher zu kommen. Danach, liebe Mitmenschen, sehnt sich doch im Grunde genommen jeder Mensch. Und dazu braucht es weder Pfarrer noch Priester noch Sakramente oder Kirchen aus Stein.


 Sprecher 16:
Und damit das leichter gelingen kann, hat Jesus, der Christus, allen Seelen und Menschen einen Teil Seines geistigen Erbes übertragen. Auch das hat Er selbst in dem großen Offenbarungswerk "Das ist Mein Wort" erklärt. Es ist der Erlöserfunken, ein mächtiges Kraftpotenzial in unserer Seele, weswegen der Weisheitslehrer Jesus von Nazareth auch zum Erlöser aller Seelen und Menschen wurde.
Dieses große kosmische Geschehen, das für die irdischen Augen unsichtbar geschah, vollzog sich am Kreuz von Golgatha.
Aber, und das ist wichtig, es hätte nicht an diesem furchtbaren Ort geschehen müssen, und Jesus hätte nicht auf diese Weise sterben müssen, wenn die Menschen damals Seine Lehre an- und aufgenommen und erfüllt hätten.
So wurde Jesus, der Christus, zwar am Kreuz von Golgatha zu unserem Erlöser, weil unsere Seele seither aus der Quelle der inneren Kraft, der Christus-Erlöser-Kraft, schöpfen kann und weil sie sich nicht mehr auflösen kann, wie es in manchen östlichen Religionsausprägungen gelehrt wird und was unsägliche weitere Qualen bedeuten würde.
Doch für dieses unbeschreibliche Geschenk, der Übertragung des Erlöserfunkens in alle Seelen und Menschen, wäre das Marterkreuz nicht notwendig gewesen, und dafür hätte Jesus nicht gewaltsam sterben müssen. So hat es Christus in unserer Zeit selbst durch Prophetenwort offenbart.


Sprecher 17:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer
Ich wiederhole, weil es von zentraler Bedeutung ist, und mit diesen Worten möchten wir uns dann auch von Ihnen verabschieden:
Jesus, der Christus, wurde zu unserem Erlöser, weil Er uns einen Teil Seines geistigen Erbes und damit Seiner göttlichen Kraft übertrug, den Erlöserfunken. Dieses für unsere menschlichen Begriffe unvorstellbar große Potenzial geistiger Kraft können wir im Grunde unserer Seele erwecken, indem wir uns Ihm, Christus, in unserem Inneren zuwenden und indem wir das tun, was Jesus uns in Seiner Bergpredigt lehrte. So kann Christus dann in uns mehr und mehr auferstehen, und das wird dann auch zum innere Halt in Gott, unserem liebenden Vater, der uns nicht leidend sehen möchte, sondern frei und glücklich.
"Wer es fassen will, der fasse es", so die Worte von Christus in unserer Zeit "Und wer es lassen will, der lasse es." In diesem Sinne, alles Gute und Auf Wiedersehen.

 


 

Der Text kann wie folgt zitiert werden:
"Der Theologe", Herausgeber Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 58: Der Kreuzestod von Jesus war der Wille seiner Gegner. Was bedeutet Erlösung durch Christus? Wertheim 2007, zit. nach http://www.theologe.de/kreuzigung.htm, Fassung vom 27.3.2016,
Copyright © und Impressum siehe hier.

 

Buchempfehlung: Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth, von Dieter Potzel, Matthias Holzbauer u. a, Marktheidenfeld 2013, 12,90 €

Das Knäblein in der Krippe und der tote Mann am Kreuz - was haben die beiden gemeinsam? Sie können nicht reden! Ein Zufall? Sicher nicht! Stumm soll Er sein, zum Schweigen soll Er gebracht werden, damit niemand erfährt, dass Er in Wirklichkeit der geistige Revolutionär war, der den Priestermännern bereits vor 2000 Jahren die Stirn bot. Er besaß den unglaublichen Mut, ihnen vor dem Volk das Recht abzusprechen, sich als "Mittler" zwischen Gott und die Menschen zu stellen. Der Mensch braucht keine Mittler, wenn er Gott näherkommen will, denn Gott, der Allgeist, ist in jedem Menschen selbst gegenwärtig. Das war und ist die Lehre des Nazareners. Er hat weder Priester eingesetzt noch eine Kirche gegründet. Doch Sein Name wird von den heutigen Theologen und Priestern missbraucht, die sich zu Unrecht auf Ihn berufen, in Wirklichkeit aber Traditionen und Kulte aus antiken Götzenkulten übernommen haben.

TV: http://www.der-freie-geist.de/video/der-mutige-junge-mann-jesus-von-nazareth-folge-01 - Gesprächsrunde zum Thema Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth - Nicht das Krippen-Jesulein, nicht der tote Mann am Kreuz, Folge 1

TV: http://www.der-freie-geist.de/video/christus-ja_kirche-nein_warum in der Sendereihe Die Rehabilitation des Christus Gottes: Eine Gesprächsrunde über die wahre Botschaft des Jesus von Nazareth und die Hintergründe Seines Todes in der Sendereihe Die Rehabilitation des Christus Gottes

TV: http://www.der-freie-geist.de/video/die_erloesertat_des_christus-gottes in der Sendereihe Die Rehabilitation des Christus Gottes: Wie hat uns Christus erlöst? Eine Gesprächsrunde über die Bedeutung der Erlösertat von Christus für alle Menschen; was die Institutionen Kirche den Menschen verschwiegen haben


TWITTER   FACEBOOK   STUDIVZ  


Online-Zeitschrift "Der Theologe"  

Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer interessanter Texte.
Alle Theologen-Ausgaben finden Sie auf der Startseite
[ theologe.de ]
Weitere Seiten mit Hintergrundinformationen finden Sie bei [ Inhaltsverzeichnis ]

 [ 2 - Reinkarnation ]  [ 3 - Luther-Christus ]  [ 4 - Kirche-Holocaust ]  [ 5 - Paulus ]
 [ 6 - Krieg, Waffenexporte ]  [ 7 - Tiere ]  [ 8 - Bibel ]  [ 9 - Exorzismus ]  [ 12 - Neue Inquisition ]  
    [ 14 - Hieronymus-Bibel ]  [ 15 - Qumran ]  [ 16 - Vatikan ]  [ 17 - Organspende ]  [ 18 - Dogmen ] 
 [ 19 - Keine ewige Hölle ]
  [ 20 - Propheten ]  [ 23 - Kirche-Staat ]  [ 25 - Götzenkult Kirche ]  
 [ 28 - Luther-Juden ]  [ 31 - Klimakatastrophe ]  [ 33 - Zehn Gebote ]  [ 40 -Taufe ]  [ 41- Apokalypse ] 
     [ 46 - Kirchensubventionen ]  [ 48 - Positives Denken ]  [ 49 - Prädestination ]  [ 50 - Genmanipulation ]
     [ 51 - Petrus-Kirche ]  [ 53 - Atomkraft ]  [ 56 - Weltjugendtag ]  [ 58 - Kreuzigung ]  [ 59 - Abendmahl ] 
 
    [ 61 - Nachruf auf Kirche ]  [ 63 - Pfarrer ]  [ 65 - Esst kein Fleisch ]  [ 66 - Kaiser Konstantin ]
   [ 67 - 500 Jahre Reformation ]  [ 68 - Verfluchungen der Kirche ]  [ 70 - Papst Bergoglio ] 
[ 74 - Pfingsten ]  [ 75 - Würzburg ]  [
82 - Kirchenaustritt ]  [ 90 - Kreuzzüge ]   
[ FC 3 - Reichtum der Kirche ]  [ FC 6 - Kirche und Tod ]  [ Glaubenstest ]  [ Vaterunser ]  
  [ Urchristentum ]  [ Prophetie ]  [ Sex-Verbrechen von Priestern ]  [ Schwarzbuch Kath. Kirche ] 
  [ Schwarzbuch Evang. Kirche ]  [ 2005 bis 2013 ]
 [ Aktuell ]  [ Links ]  [ E-Mail ]  [
Impressum ] 

 




Die Zeitschriften
DER THEOLOGE (Impressum; bitte Grafik anklicken), Ausgaben Nr. 1, 3, 8, 70 und Auszüge aus Nr. 41 sind kostenlos auch inGratis-Hefte "Der Theologe" gedruckter Form erhältlich. Ebenfalls die Hefte "Freie Christen Nr. 1" - Es braucht keine Kirche aus Stein und Stoppt die Milliarden für die Kirche (Herausgeber: Initiative Mahnmal) mit einem ähnlichen Inhalt wie DER THEOLOGE, Ausgabe Nr. 46. Dazu einfach eine E-Mail mit Ihrer Postadresse senden und diese Hefte anfordern.
 
Über eine finanzielle
Unterstützung
freuen wir uns natürlich:
IBAN: DE06 6739 0000 0002 0058 08 bei der Volksbank Main-Tauber, BIC: GENODE61WTH, Kontoinhaber: Dieter Potzel, Verwendungszweck: "Der Theologe". Vielen herzlichen Dank! (Selbstkosten ca. 8,50 € in Deutschland; ca. 11,00 € außerhalb Deutschlands) Möchten Sie die
Verbreitung der Inhalte des
"Theologen"
im Internet fördern, dann setzen Sie einfach einen Link zu unserer Hauptseite oder zu anderen Seiten oder weisen Sie anderweitig auf diese Seiten hin.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Ihr Völker der Erde, holt die Lehre des Jesus von Nazareth, des Freien Geistes, vom Kreuz herab". Dies ist die zentrale Botschaft der Broschüre Brüder und Schwestern, fürchtet euch nicht - der Geist unseres himmlischen Vaters ist mit uns. - Christus, der Freie Geist, außerhalb der Kirche. Die Broschüre enthält den Text der Lesung, die man sich auch als Video-Aufzeichnung ansehen kann. Sie ist gratis erhältlich in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch bei info@der-freie-geist.de. Der Text ist auch als PDF-Datei einsehbar.