DER THEOLOGE
Nr. 69


Wie transsexuelle Pfarrer der Schöpfungsordnung
den Kampf ansagen

Pfarrer werden nach Geschlechtsumwandlung zu Pfarrerinnen - Hat Gott bei ihnen einen Fehler gemacht?
Kirche und Homosexualität



Was hat die evangelische Kirche ihrem "Gott" nicht schon alles angedichtet! Beginnend mit Luther soll sein Wille angeblich gewesen sein, Andersdenkende wie die friedfertigen Täufer hinzurichten. In den folgenden Jahrhunderten wurde ihr "Gott" dann dazu gebraucht, einen Krieg nach dem anderen anzustacheln oder zu rechtfertigen, zuletzt zum Beispiel den Deutsch-Französischen Krieg, den 1. Weltkrieg und den 2. Weltkrieg. Nach dem 2. Weltkrieg soll "Gott" seinen Segen dann zur weltweiten Nutzung der Atomkraft gegeben haben, dann zum exzessiven Fleischkonsum, den Tierversuchen und der Ausbeutung der Erde, schließlich zum Frevel der Genmanipulation. "Gott" habe beides erschaffen, so der Kirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Roger Busch, im Jahr 2000: "Die Natur und die Kraft, sie zu verändern" (zit. nach Das Weisse Pferd Nr. 12/2000) - eine Lehre, womit er im Namen seiner Kirche für den Ausbau der Gentechnik plädierte. Immer musste Gott herhalten, damit die Kirche dem jeweiligen Zeitgeist hinterher laufen oder diesen selbst bestimmen konnte. Nun wird an Schöpfungsordnung gerüttelt, wie sie in der kirchlichen Bibel niedergeschrieben ist. Dort heißt es, dass Gott die Menschen als "Mann und Frau" schuf und weiter: "Danach betrachtete Gott alles, was Er geschaffen hatte, Und Er sah, dass es sehr gut war" (1. Mose 1, 31). Vergleicht man dazu aktuelle Entwicklungen in der Kirche, muss man allerdings fragen: Lügt Gott? Und belügt er die Kirchenoberen, indem er ihnen Seine All-Weisheit vorgaukelt, aber dann schwerwiegende Fehler bei der Erschaffung von Tausenden von Menschen macht? Zusammen mit diesen Menschen habe er auch einige Pfarrer in vermeintlich geheimnisvoller Absicht angeblich "in einen falschen Körper gesteckt", wie in einigen Zeitungen zu lesenist. 


Erschafft Gott eine Frau in einem Männerkörper?

Pfarrer spürt beim Abschminken: "Ich bin kein Mann"

Lutherische Kirche hilft dabei, Fehler ihres "Gottes" auszubügeln

Martin Luther kritisiert transsexuelle Würdenträger im Vatikan

Zwei miteinander verheiratete Pfarrerinnen auf Stellensuche

Die Seele entscheidet sich vor der Inkarnation für ihr Geschlecht als Mensch, nicht Gott

Intersexualität

Sieben eigene Kinder und ein Grabstein

Die katholische Kirche stellt das Kirchenrecht über staatliches Recht

Die Sichtbarkeit der evangelischen Kirche in den Pfarrhäusern

Geschlechtsumwandlung unter dem "leuchtenden Angesicht Gottes"

Erfahrung einer freiwilligen Penisreduktion als traditionell protestantische Vorstellung?

"Chemie macht alle Menschen gleich"

Exkurs: Das homosexuelle Pfarrhaus und die Verurteilung der Homosexualität in der Bibel der Kirche

Transsexualität und die angebliche Jungfrauengeburt Marias

13-jährige Jungen nehmen die Anti-Baby-Pille: Ladyboys in Thailand

Wenn ein Jugendlicher sexuelle Orientierung beim transsexuellen Pfarrer sucht

Wo liegt die Kirche noch überall falsch? Oder: Stimmt überhaupt etwas?


Kampfansage an die bisherige Schöpfungsordnung

Die Wurzeln von "Transgeschlechtlichkeit", Gentechnik, Umweltzerstörung u. a.

"Sie sind ihr Gehirn" - Unterscheidung von Mann und Frau wird in Zweifel gezogen
Ablehnung des eigenen Körpers
Wenn die Begriffe "Mann" und Frau" abgelehnt werden
Kann man auch einem Mann eine Gebärmutter einsetzen?

Anhang zu homosexuellen Priestern: "Sie verteidigen ihr Biotop mit Zähnen und Klauen"


Nachrichten
Neues Chaos um die Homosexualität im Vatikan



Erschafft Gott eine Frau in einem Männerkörper?

Konkret geht es um die Frage: Erschafft "Gott" hin und wieder eine Frau in einem Männerkörper? Oder umgekehrt einen Mann in einem Frauenkörper? Bisher war die evangelische Antwort sinngemäß: Nein, denn Gott mache keinen solchen Fehler. Nun wird jedoch immer offensichtlicher, dass die Kirche dieser Ansicht nicht mehr ohne Weiteres folgt, sondern es Bestrebungen gibt, vermeintliche Fehler ihres "Gottes" zu korrigieren. Es geht hier um den Umgang mit ihren transsexuellen Pfarrern, die man in ihrem Glauben unterstützt, ihr Gehirn würde ihnen ihr "richtiges" Geschlecht signalisieren, das aber nicht mit ihrem körperlichen Geschlecht übereinstimme, worauf hin Geschlechtsumwandlungen erfolgen - vom Pfarrer zur Pfarrerin.
Doch woher wollen diese denn so genau wissen, dass ihr Gehirn "richtig" liegt und der Körper "falsch"? Könnte es nicht auch eine andere Erklärung für den Situation geben? Und werden dann durch eine Geschlechtsumwandlung (die Kosten im sechsstelligen Bereich verursacht) die Probleme "gelöst" oder nehmen diese nicht sogar weiter zu, so dass sich das Durcheinander noch vergrößert? Und könnte nicht auch der Körper passend sein und im Gehirn liegen Fehler zugrunde? Wie entsteht denn ein Gehirn und wie entwickelt es sich?
Was ist schließlich mit der Seele des Menschen? Glaubt das egobezogene menschliche Gehirn überhaupt, dass in der sterblichen körperlichen Hülle eine unsterbliche Seele wohnt, die sich beim Sterben des Körpers wieder von diesem löst, auch von dessen Gehirn? Könnten nicht sowohl Körpergeschlecht als auch Gehirn auf ihre Weise "richtig" sein, und für die Unterschiede gibt es eine logische Erklärung, die in der Seele des Menschen zu finden ist?
(siehe hier)


Zumindest ist der Körper bei all den betroffenen Pfarrern eindeutig zu 100 % männlich gewesen, bevor die evangelischen Theologen mit den Geschlechtsumwandlungen begonnen haben. Dies ist eindeutig. Und eindeutig ist auch, dass das Gehirn eines Tages tot ist; und zwar vielfach schon abgestorben, während der übrige Körper noch lebt, woraus sich auch die so genannte "Hirntod"-Definition der Transplantationsmedizin ergibt. Eindeutig ist weiterhin, dass das Geschlecht eines Menschen in den allermeisten Fällen unmissverständlich an den körperlichen Merkmalen feststellbar ist. Was sich jedoch im Gehirn eines Menschen abspielt, ist demgegenüber vielschichtig, kann nachweisbar Täuschungen unterliegen und ist oft in hohem Maße abgründig, wenn man z. B. an so genannte "Geisteskrankheiten" denkt oder an das Krankheitsbild der Schizophrenie. Wie verlässlich ist also das jeweilige Empfinden des eigenen Gehirns und seine Entscheidungen, die nachweislich auch wandelbar sind? Ist es verlässlicher als eindeutige körperliche Merkmale?

Und noch eine weitere Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem Gehirn und dem "gesunden Menschenverstand"? Wem kann man eher trauen, und wem sollte man eher einmal misstrauen?
Papst Bergoglio betet: "Herr, befreie uns vor der Versuchung des gesunden Menschenverstands"! (radiovaticana.va, 20.4.2013) Die Folge: Die Katholiken müssen z. B. an eine Jungfrauengeburt Marias glauben, an eine reale (!) Verwandlung von Wein in Blut beim Abendmahl, an eine ewige Hölle für Kirchenaussteiger, an eine Vergebung einer angeblichen Erbsünde bei der kirchlichen Säuglingstaufe, an eine Unfehlbarkeit des Papstes in Lehrfragen und an manches Absurde mehr. An eine mögliche Erschaffung einer Frau in einem Männerkörper glauben sie jedoch definitiv nicht, weswegen die transsexuellen evangelischen Pfarrer (durch die nach lutherischer Lehre "Gott" auch weiterhin den "Heiligen Geist" vermittelt) auch die "Ökumene" belasten. Für die Vatikankirchen sind und bleiben sie Männer und sonst nichts, was diese jedoch energisch zurück weisen.


Damit hier keine Missverständnisse entstehen: Wir sprechen hier nicht von den sehr wenigen Menschen, deren Geschlecht bei der Geburt in der Tat nicht eindeutig definierbar ist. Mehr dazu hier.
Und wir urteilen auch nicht über Menschen, die "transsexuell" veranlagt sind, obwohl - wie in den allermeisten Fällen  - das Geburtsgeschlecht eindeutig ist. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Veranlagungen und das Bemühen um eine gute vorbildliche Orientierung bei der Lösung von Problemen ist immer gut. Aber man sollte nicht "Gott" für seine Veranlagungen verantwortlich machen, wenn man damit nicht zurecht kommt.

Pfarrer spürt beim Abschminken: "Ich bin kein Mann"

Auslöser für das Wiederaufflammen der seit ca. 2011 währenden Transsexuellen-Debatte in der Kirche war im Jahr 2013, dass der evangelisch-lutherische Pfarrer Andreas Zwölfer von Neufahrn nach dem Segen im Sonntagsgottesdienst am 14.4.2013 erklärte: "Ich bin eine transsexuelle Frau." Dabei stand er vor dem Altar mit der Aufschrift "Dienet dem Herrn" und neben ihm stand seine Frau Claudia, ebenfalls Pfarrerin. Das Ehepaar ist mit seinem Sohn erst im September 2011 nach Neufahrn gezogen, zuvor war Andreas Zwölfer neun Jahre lang Pfarrer in der Friedenskirche in Ansbach. "Mit Fünf habe ich meine Mutter gefragt: Wann werde ich schwanger?", erklärt der noch offizielle Mann gegenüber der Abendzeitung (abendzeitung.de, 15.4.2013). Ein einschneidendes Erlebnis sei im Jahr 2011 gewesen, "als er beim Fasching gefragt wurde, ob man den ´Herrn Pastor` schminken dürfe. Beim Abschminken spürte er dann: ´Ich bin kein Mann, war immer eher ein Mädchen`" (welt.de, 16.4.2013). Und weiter: "Das Gehirn ist richtig - aber der Körper passt nicht dazu."
Haben also die Zellen der Eltern bei der Zeugung fehlerhaft gearbeitet? Denn von ihnen stamme ja der Körper. Doch was soll denn hier falsch gewesen sein? So liegt für ein Kirchenmitglied, das an seinen Gott glaubt, eben der Verdacht nahe, dass dieser "Gott" zwar ein richtiges weibliches Gehirn erschaffen habe, es aber dann - in diesem Fall - ausgerechnet dem männlichen Baby der Eltern Zwölfer eingepflanzt habe. In diesem Sinne heißt es in bild.de: "Gott hat ihn in den falschen Körper gesteckt. Der Pastor zu BILD: ´Mein Gehirn war schon immer weiblich – nur mein Hormongeschlecht passt eben nicht dazu. Ich gleiche also mein Geschlecht an mein Gehirn an`" (bild.de, 17.4.2013).


Zum Hintergrund: In der Öffentlichkeit kennt man beispielsweise die "Travestie". Darunter versteht man verschiedene Formen von "Kunst", wobei ein Mann als Frau auftritt oder umgekehrt. Neben der Travestie als "Kunst" gibt es so genannte Transvestiten, worunter man Männer oder Frauen versteht, welche freiwillig und ohne künstlerischen Anspruch die übliche Kleidung des anderen Geschlechts tragen. Doch während Transvestiten oder Travestie-Künstler - aus welchen Gründen auch immer - jeweils durchgehend oder gelegentlich die andere Geschlechtsrolle übernehmen, ist diese Nische individueller Lebensgestaltung für einige evangelische Pfarrer nicht ausreichend. Sie verstanden bzw. verstehen sich als Transsexuelle oder so genannte "Transgender", das heißt als Frauen in einem aus ihrer Sicht eben falschen männlichen Körper. Pfarrer Zwölfer verwendet das Wort "transgeschlechtlich" (familie-zwoelfer.de).

Foto rechts: Oliver Knöbel ist der bekannteste "Travestie"-Künstler Deutschlands (Wikimedia-Commons-Lizenz, A&D-Fotos, 2005). Unter seinem Künstlernamen Olivia Jones tritt Oliver Knöbel in der Öffentlichkeit immer in einer Rolle als Frau auf. Eine Stellungnahme von Olivia Jones zum Konflikt bei Pfarrer Zwölfer ist noch nicht bekannt.

Die Transsexualität ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) der UNO eine Geschlechtsidentitätsstörung. Diese Störung haben die Pfarrer bei sich nun dadurch zu beheben versucht, dass sie an sich eine Geschlechtsumwandlung vorgenommen haben, bzw. sie nehmen diese gerade vor. Die evangelisch-lutherische Kirche unterstützt sie dabei und lässt die einstigen Pfarrer seither und auch in Zukunft als "Pfarrerinnen" arbeiten. Und man kann davon ausgehen, dass weitere transsexuelle Pfarrer hinzu kommen, die sich dauerhaft zu Frauen verwandeln lassen, um auf diese Weise diese von der WHO so benannte "Identitätsstörung" zu beheben. Dabei entwickeln sich innerhalb der Kirche neue Auffassungen von "Gottes Schöpfung", die nicht mehr mit den herkömmlichen lutherischen Lehren übereinstimmen. Das ohnehin schon vorherrschende Chaos in der Kirche wird dadurch noch weiter vertieft.
Ein nächster Schritt in diese Richtung ist der Versuch, die Unterscheidung von Mann und Frau grundsätzlich aufzuweichen bzw. aufzulösen. Einzelne Transsexuelle oder Travestie-Künstler legen sich dabei aus Prinzip nicht auf eine Geschlechterrolle fest, sondern präsentieren sich z. B. als Mischwesen. So der österreichische Sänger und Travestie-Künstler Thomas Neuwirth, der als Frau Conchita Wurst auftritt und als "Frau" jedoch bewusst einen Vollbart trägt - teils künstlich, teils echt. Interessant wäre die tiefere Motivation für eine solche Figur, die dem Künstler ja als eine Art zweite Identität dient, also sicher mehr ist als ein Mittel, um Ruhm und Geld zu verdienen. Pfarrer Andreas Zwölfer hat hierzu auch einige Lehraussagen getroffen (siehe hier).

Lutherische Kirche hilft dabei, Fehler ihres "Gottes" auszubügeln

"Die Gemeinde in Neufahrn würde den beliebten Pfarrer Zwölfer gerne zum Bleiben bewegen" und auch seine Vorgesetzten scheinen "erleichtert", wie focus.de am 16.4.2013 schreibt. Die Kirche unterstützt ihren Amtsträger auf seinem transsexuellen Weg. "Pastor Zwölfer bekommt Rückendeckung von der bayerischen Kirchenleitung. Dekan Siegfried Stelzner versprach, den transsexuellen Geistlichen auf seinem weiteren beruflichen und privaten Wegen zu begleiten und zu unterstützen" und "die Kirchenleitung habe zugesagt, ihn weiter in seinem Beruf arbeiten zu lassen" (kath.net, 18.4.2013). "Es sei die Aufgabe der evangelischen Kirche, Pfarrer Zwölfer bei seinem Weg beizustehen, betonte der Landshuter Dekan" (sueddeutsche.de, 22.4.2013). Die Lutherkirche hilft also dabei, den Fehler ihres "Gottes" auszubügeln.
Die lutherische Lehre müsste deshalb im Prinzip ergänzt werden um einen Satz, der etwa so lauten könnte: "Bei Schöpfungsfehlern oder unerklärlichen ´Geheimnissen` Gottes bei der Erschaffung eines Menschen kann die Kirche korrigierend eingreifen." Denn sie stellt sich damit faktisch über Gott, so wie sie ihn bisher verstand. Doch selbst in dieser Richtung sich sonst eher ablehnend äußernde konservative Protestanten denken in diese Richtung. So erklärt der Leiter des evangelischen Diakonie-Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz, Rolf Trauernicht, zu der Situation von Pfarrer Andreas Zwölfer: "Wir wissen nicht, was Gott sich dabei gedacht hat, aber wir glauben, dass Gott für jeden Menschen einen guten Weg vorgesehen hat" (zit. nach idea.de, 16.4.2013). Auch diese Stellungnahme enthält das klare Bekenntnis: Der Verantwortliche für dieses Geschlechts-Chaos sei eben "Gott", und man blicke einmal mehr bei dessen angeblichen Geheimnissen nicht durch.

Martin Luther kritisiert die transsexuellen
 katholischen Würdenträger im Vatikan

Während die römisch-katholische Kirche die Transsexualität nicht anerkennt, wird die Lutherkirche zunehmend zu einer Hochburg der Transgender-Bewegung. Auf ihren Religionsgründer können sich die modernen Lutheristen dabei aber nicht berufen. Dieser wurde bei seiner Pilgerreise in Rom offenbar mit  "transsexuellen" Priestern, Bischöfen und Kardinälen konfrontiert und schrieb später darüber wie folgt:

"Nun ist oben bewiesen und ist öffentliche Wahrheit, dass der Papst, die Kardinäle und der ganze Römische Hof und [seine] Rotten nichts anderes sind als ein Stall voll großer, grober, tölpelhafter schändlicher Esel ... So kann ... ein natürlicher Esel, der Säcke in die Mühle trägt und Disteln frisst, den heiligen Römischen Hof richten, ja alle Kreatur mit ihm. Denn ein Esel weiß, dass er ein Esel und keine Kuh ist, er weiß, dass er ein Männlein und kein Fräulein ist. Ein Stein weiß, dass er Stein ist, Wasser ist Wasser, und so fort durch alle Kreatur. Aber die rasenden Papstesel zu Rom wissen nicht, dass sie Esel sind. Ja, wissen auch nicht, ob sie Weiber oder Männer sind. Summa, sie können nichts als Stifte, Klöster und der Welt Güter fressen, Königen die Kronen rauben und stehlen und eitel unnatürliches verkehrtes teuflisches Werk und Wesen führen, worüber alle Kreatur erschrickt, zittert, bebt und schreiet; über den Eselstall, zu dem, der sie solchem verderblichen Dienst unterworfen hat."

(Wider das Papsttum in Rom, vom Teufel gestiftet, Weimarer Ausgabe der Lutherschriften, Band 54, S. 285-287)

Zwei miteinander verheiratete Pfarrerinnen auf Stellensuche

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, deren Kirchenrat Busch ja schon im Jahr 2000 von der Kraft sprach, die Natur mithilfe der Gentechnik zu verändern (siehe oben), sieht sich also erneut damit konfrontiert, eine "von Gott erschaffene Natur" abzuändern, um wieder Klarheit zu schaffen, wie sie glaubt. Denn nach lutherischer Lehre trage eben "Gott" die Verantwortung für die falsche Zuweisung eines weiblichen Gehirns in den männlichen Körpers des einstigen Babys. Anschließend wollten sich die beiden dann miteinander regulär verheirateten Pfarrerinnen und Eltern eines Sohnes - die transsexuelle und die von Geburt an weibliche - eine neue Pfarrstelle suchen. Bis Juni 2013 arbeiteten sie jedoch weiter in Neufahrn. Schon damals nannte sich der Pfarrer "Dorothea Zwölfer" und erschien zu seinem ersten Kaffee-und-Kuchen-Termin nach der Darlegung seiner Situation, seinem "Outing", mit dottergelbem Pulli, Wildlederstiefeln und einer Damenhandtasche. Und er predigte vor dem Kaffeetrinken: "Fürchte dich nicht" (sueddeutsche.de, 22.4.2013). Dorothea bedeutet "Geschenk Gottes", und er habe sich diesen Namen zusammen mit seiner Frau ausgesucht. Nur eben: Welcher "Gott" macht nun dieses Geschenk? Gratis ist es jedenfalls nicht, denn bis zu 180.000,00 Euro kostet der Prozess einer solchen Geschlechtsumwandlung. Wer kommt dafür auf? Hier stellt sich auch die Haftungsfrage auf finanzieller Sicht. Wenn die Kirchenleitung ihrem Pfarrer einen bekenntniskonformen Glauben an den "Gott" ihrer Kirche bestätigt und wenn sich diese Kirche gleichzeitig als rechtmäßige Vertreterin dieses "Gottes" auf der Erde versteht, dann liegt es nahe, dass sie auch für eventuelle "Fehler" oder kostenpflichtige "Geschenke Gottes" in die Pflicht genommen werden müsste. Schließlich erhält sie von den Gläubigen ja auch mehrere Milliarden Euro pro Jahr an Kirchensteuern.

Die Seele entscheidet sich vor der Inkarnation für ihr Geschlecht als Mensch, nicht Gott

Zurück zum Thema des menschlichen Geschlechts: Die hier beschriebene religiöse Problematik entsteht, weil die Kirche die Unsterblichkeit einer vom Körper unabhängigen Seele leugnet, die im Laufe ihres Evolutionsweges mehrfach in einen menschlichen Körper inkarnieren kann. (vgl. dazu Der Theologe Nr. 2) So ist es durchaus nicht ausgeschlossen, dass z. B. eine weibliche Seele in einer bestimmten Inkarnation einmal einen männlichen Körper wählt, um in diesem Körper und mit diesem Geschlecht einiges zu erleben oder zu lernen, nachdem sie eventuell in früheren Inkarnationen als Frau Gravierendes falsch gemacht hatte, vermutlich gegenüber einem Mann oder gegenüber Männern. Das gleiche gilt für eine männliche Seele, die in einer bestimmten Inkarnation einen weiblichen Körper wählt. Das körperliche Geschlecht ist also nicht eine fehlerhafte Zuweisung Gottes, sondern eine ursprüngliche Entscheidung der eigenen Seele für die Dauer einer Inkarnation.
Allerdings kann es auch sein, dass eine solche Entscheidung, einmal das andere Geschlecht anzunehmen, bereits für eine vergangene Inkarnation getroffen worden war und in die jetzige Inkarnation teilweise noch prägend mit hinein wirkt. Gerade bei Kindern sind oft noch Ahnungen oder gar Erinnerungen an frühere irdische Leben im Bewusstsein, bevor sie dann unter den Eindrücken dieser irdischen Existenz bald vergessen sind. Damit kann z. B. die Frage eines Jungen im Kindergartenalter, wann er denn schwanger werden könne, zusammen hängen. (vgl. dazu einen Artikel über das Buch "Reinkarnationsbeweise" von Ian Stevenson)

"Intersexualität"

Ein Sonderfall sind dabei z. B. Babys, deren Geschlecht bei der Geburt nicht eindeutig ermittelbar ist, wobei es auch hier nicht Gott anzulasten ist, wenn ein Kind etwa mit Hoden und Eierstöcken geboren wird, wovon berichtet wird, oder wenn - wovon ebenfalls berichtet wird - eine Frau beispielsweise einen männlichen Chromosomensatz habe. Auch das sind weder "Zufälle" noch von der Polarität abweichende Konstruktionen Gottes, sondern es hat auch hier immer mit den Menschen und Seelen selbst zu tun.
Und dazu allgemein gesprochen: Jede in einen Körper inkarnierte Seele prägt auch die eigenen Körperzellen bis hin zu einer Einwirkung auf die Gene, wodurch der Inhalt der eigenen Gedanken und Empfindungen auch in den Körperzellen gespeichert wird und diese mit formt, so dass man sagen kann: Der Körper ist bzw. wird - auf der Basis der Gene von Vater und Mutter - ein Spiegelbild der Seele. So wirkt die Seele bereits auf den gezeugten Embryo ein und erst recht später, wenn sie den Körper ganz in Besitz genommen hat.
Betrachtet man nun, wie der Zauberlehrling Mensch auch z. B. durch die Genmanipulation, die Umweltverschmutzung, die Radioaktivität oder weitere negative Einflüsse die "Schöpfungsordnung" in die eigenen Hände genommen hat, dann ist es vorstellbar, wie innere, also seelische Voraussetzungen und äußere Ursachen zusammenwirken können, auch was die Geschlechterentwicklung in allen ihren Details betrifft.
Man denke nur an die übermäßige Radioaktivität oder an noch nicht eindeutig definierbare "Stoffe", die durch menschliches Fehlverhalten die Atmosphäre der Erde belasten. Diese können im materiellen Bereich zu Ausformungen führen, die es im ursprünglichen geistigen Bereich nicht gab, wo die Polarität von "männlich" bzw. "weiblich" (oder wie immer man es formuliert) als Prinzip der Schöpfungsordnung eindeutig ist.
 
In den speziellen Situationen, wo also ein Geschlecht bei einem Baby nicht eindeutig bestimmbar ist, erlaubt die deutsche Gesetzgebung ab dem 1.11.2013, den Geschlechtseintrag in der Geburtsurkunde zunächst offen zu lassen, was den großen Vorteil hat, die Entwicklung des Kindes bei solchen speziellen Situationen in den ersten Lebensjahren zu berücksichtigen, bevor dessen Eltern das Geschlecht definitiv festlegen bzw. Operationen durchführen lassen, um zu einer Festlegung zu kommen. Man spricht hier von "intersexuell" bzw. "Intersexualität". Einzelne Verbände fordern darüber hinaus das Verbot von Operationen "intersexueller" Kinder, und es wird von vielen Fachleuten empfohlen, damit bis zur Pubertät zu warten (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aktivisten-fordern-operationsverbot-intersexueller-kinder-a-930978.html). Auch das macht Sinn, da das Kind bis dahin selbst die Richtung vorgeben kann. Doch auch hier ist es eben kein Zufall, welche "männliche" oder "weibliche" Seele in einen solchen Körper inkarniert.

Das Urwissen der Menschheit von der Reinkarnation gibt also auf vielfältige Art Hinweise, warum und wieso etwas so geworden sein könnte, wie es geworden ist und welche lebensbejahenden Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können. Ein klar definierbares biologisches Geschlecht ist jedoch in allen Fällen richtungsweisend, was die Seele in diesem Leben sich entweder selbst auferlegt hat oder was ihr widerfährt, um daraus zu lernen. Es war auf jeden Fall ihr eigener seelischer "Magnetismus", der sie in diese Situation gebracht hat.
Von einem "falschen" Geschlecht sprach Jesus von Nazareth jedoch nicht und auch die Gottespropheten vor noch nach ihm nicht. Geschlechtsumwandlungen gehören zu den kostspieligen medizinischen Machbarkeiten einer zunehmend untergehenden Zivilisation, die nur auf das Äußere schaut und geistig-seelische Zusammenhänge ignoriert.


Die transsexuelle Pfarrerin Andreas Dorothea Zwölfer darf jedoch laut evangelischen Bekenntnisschriften auf gar keinen Fall an Reinkarnation glauben, und er/sie denkt ja auch nicht so. Sonst würde ein Lehrzuchtverfahren gegen ihn eröffnet und er würde seinen Pfarrer-Status verlieren. Deshalb will er bzw. sie jetzt einfach den "Schöpfungsfehler" korrigieren. Und so wie er denkt (siehe auch hier), ist es kirchlich erlaubt. Und damit ist Andreas Dorothea Zwölfer nicht der einzige Pfarrer, der zuletzt zur "Pfarrerin" wurde, sondern in kurzer Reihenfolge bereits der dritte in Folge, und wer weiß, wie viele noch kommen.

Sieben eigene Kinder und ein Grabstein

Doch der Reihe nach: Am 2.1.2011 erklärte bereits der damalige Pfarrer Hans-Gerd Spörkel aus Rees-Haldern, dass er mit der Hormonbehandlung beginne, die ihn im Laufe der nächsten Monate zur Frau werden lassen; die gleiche Behandlung, mit der 2013 auch Pfarrer Andreas Zwölfer begonnen hat. "Der Pfarrer der evangelischen Gemeinde sei Land auf Land ab in Frauenkleidern gesichtet worden", heißt es im offiziellen Nachrichtenportal der Evangelischen Kirche evangelisch.de am 20.1.2011 über die Zeit davor, und dass die vermeintlichen Gerüchte einen wahren Kern hatten. "Im Traum habe ich meinen Grabstein gesehen mit meinem männlichen Vornamen darauf", so der Pfarrer. "Da dachte ich, das ist nicht meine Lebensgeschichte" (welt.de, 3.2.2013).
Doch was heißt "Ist nicht meine Lebensgeschichte"? Bis dahin hatte der Pfarrer immerhin geheiratet und sieben Kinder gezeugt und die Verantwortung für sie übernommen.
Schließlich trat er ebenfalls nach einem evangelischen Gottesdienst vor die Gläubigen, und er erinnert sich: "Morgens habe ich lange überlegt: Was ziehe ich an? Was sage ich? Welche Stimme benutze ich? Vielleicht einen Ticken höher als sonst?" Dann war es so weit: Der Kaffee war ausgeschenkt, der Kuchen verteilt, und der Pfarrer erklärt: "Ich werde zur Frau". Schließlich gab es lang anhaltenden Beifall und ein einstimmiges Urteil des Kirchenvorstands vor Ort: Die Gemeinde werde die Verwandlung ihres Pfarrers zur Pfarrerin mittragen. Auch hier hatte die evangelische Kirche aufs Ganze gesehen "Rückhalt geboten". "Er kommt jetzt eben geschminkt zum Dienst und trägt Frauenkleider unter dem Talar", so evangelisch.de. "Jetzt gelte es, christliche Nächstenliebe und Toleranz in der Praxis zu erproben", so ein Kirchenvorstand. Pfarrer Hans-Gerd S. nannte sich seither Pfarrerin Elke S. und war überzeugt, seinen Pfarrdienst jetzt sogar besser ausüben zu können: "Menschen mit psychischen Problemen schätzen diesen Hintergrund. Das ist eine neue Kompetenz für mich als Seelsorger," so der evangelische Amtsträger.

Die katholische Kirche stellt das Kirchenrecht über das staatliche Recht

Und wie ist das bei einem katholischen Priester, der sein Geschlecht umwandeln lässt? Duldet die Kirche nach einer Geschlechtsumwandlung eines gültig geweihten Priesters eine oder mehrere transsexuelle Frauen als erste Priesterinnen? Denn die Priesterweihe eines Mannes ist katholischerseits definitiv nicht rückgängig zu machen, auch nicht nach einer amtlich festgestellten Geschlechtsumwandlung bei einem Mann, der durch das katholische Weihesakramente nach den Aussagen von Erzbischof Kardinal Meisner zuvor zum katholischen speziellen "Mann vor Gott" wurde. Und dies ist in der Romkirche eben nur für Männer möglich.

Im Jahr 2000 hat sich die Glaubenskongregation des Vatikan, die moderne Inquisitionsbehörde, damit befasst und eine kirchenrechtlich verbindliche "Direktive" erlassen, welche eine staatlich, d. h. amtlich bestätigte Geschlechtsumwandlung nicht anerkennt - nicht die einzige Situation, in der sich die Kirche über bzw. gegen den Staat und das staatliche Recht stellt, sich aber weiterhin zu einem großen Teil staatlich finanzieren lässt. Für den Staat ist ein solcher Priester jetzt also eine Frau, für die Kirche aber weiterhin ein Mann. "Die Direktive wurde bereits im Jahre 2000 erlassen und damals den päpstlichen Nuntiaturen sowie den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen übermittelt. Allerdings wurde die Existenz des Dokumentes erst jetzt von der Glaubenskongregation bestätigt", schreibt kath.net am 1.2.2003. Solches läuft im Vatikan - im Gegensatz zum Protestantismus - viel verdeckter. Und dass dies nicht nur theoretische Überlegungen sind, bestätigt der römisch-katholische Theologie-Professor Dr. Klaus Lüdicke: "Dass die Glaubenskongregation dazu eine Direktive herausgegeben hat, spricht dafür, dass es einen solchen Fall gegeben hat" (rp-online.de, 17.1.2013). Das heißt also: mindestens einen. Wer weiß, wie viele insgesamt? Die römisch-katholische Kirche hat also bereits ihre erste Priesterin oder ihre ersten Priesterinnen, verweigert aber dem staatlichen Recht die Zustimmung, wonach ein Priester durch Geschlechtsumwandlung amtlich zu einer Frau werden kann. Dr. Lüdicke: "Nach katholischer Auffassung ist es nicht möglich, das biologische Geschlecht zu verändern". Auch in anderen Fällen, z. B. bei der Vertuschung von Vergewaltigungen von Kindern durch Priester, erhebt sich die Kirche über den Staat. Sie stellt ihr Kirchenrecht einfach über das staatliche bzw. bürgerliche Recht, praktisch die "päpstliche Geheimhaltungspflicht" über eine vielfach gebotene staatliche Anzeigepflicht. Und im konkreten Fall des transsexuellen Priesters heißt das: Ein zur Frau gewordener Priester mit amtlich bescheinigter Geschlechtsumwandlung ist für die katholische Kirche auch weiterhin ein Mann, auch wenn laut amtlichen Dokumenten das Geschlecht "weiblich" ist. Er ist dann wahrlich "transsexuell", je nachdem, unter welches Recht er sich begibt: Im Rechtsbereich der Kirche ist er ein Mann, im Rechtsbereich des Staates eine Frau. Erst wenn der Staat auch von der Kirche - wie von jedem anderen Bürger auch - die Einhaltung der staatlichen Rechte einfordern würde und die Kirche nachgibt, wäre die Geschlechtsumwandlung allseits vollzogen. Seine Tätigkeit als Priester wird ihm aber in jedem Fall untersagt, auch als "Mann", als welcher der transsexuelle Priester dort weiter gilt. Aber seine Weihe zum Priester, und damit nach Kardinal Meisner seine Weihe zum "Mann von Gott", bleibe erhalten, was immer das nun bedeuten soll.

Die Sichtbarkeit der evangelischen Kirche in den Pfarrhäusern

Anders wie gesagt die evangelische Kirche: Sie lässt ihre in Pfarrerinnen umgewandelten ehemaligen Pfarrer weiter als Würdenträger arbeiten. Damit werden auch die Unterschiede in der so genannten "Ökumene" größer und die römisch-katholische Kirche kann sich Hoffnungen darauf machen, bisher noch evangelische "Lemminge" verstärkt wieder einverleiben zu können; und zwar diejenigen, die lieber dem einen katholischen Anführer in Rom folgen möchten als den für sie immer weniger zu durchschauenden evangelischen "Anführern". Denn während in der katholischen Kirche der Papst an der Spitze der Kirchenhierarchie entscheidet, wo es lang geht, weiß man in der Lutherkirche nie, was einen dort genau erwartet. "Christlich" ist beides nicht, denn wer Christus nachfolgt, orientiert sich an Jesus von Nazareth und nicht an Kirchenführern, Priestern und Pfarrern.
Im Vorfeld des Evangelischen Kirchentages in Hamburg im Jahr 2013 erschien zum Thema "Konfessionen" in der Zeitung Christ und Welt (Nr. 16/2013) ein Artikel der Kulturbeauftragten der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) Petra Bahr mit dem Titel Die unsichtbare Konfession. Die Kulturbeauftragte des Protestantismus stellt hier die weltweit in den Medien präsenten Ereignisse um den Rücktritt von Papst Ratzinger und die Wahl von Papst Bergoglio dem Protestantismus gegenüber und sie schlussfolgert: "In einer Gesellschaft, in der christlicher Glaube zur Option geworden ist, braucht es Anlaufstellen, die mehr und anderes sind als Büros mit Messingschildern. Wer auf der Suche nach der Sichtbarkeit der evangelischen Kirche ist, könnte die Pfarrhäuser wiederentdecken ... ein Pfarrhaus hat jeder vor der Tür." Das heißt: In Neufahrn bei Freising wird die evangelische Kirche sichtbar, wenn die beiden Pfarrerinnen Zwölfer die Tür öffnen; und in Rees-Haldern, wenn man einen Termin bei Pfarrerin Elke Spörkel bekommt, vorher Pfarrer Hans-Gerd Spörkel. Oder aber man findet den Weg zur Sichtbarkeit der evangelischen Kirche beispielsweise über Pfarrerin Christine Bergmann, früher Gemeindepfarrer Christoph Bergmann.

Geschlechtsumwandlung unter dem "leuchtenden Angesicht Gottes"

Pfarrer Christoph Bergmann alias Christine Bergmann integrierte dabei ihre Erfahrungen der Geschlechtsumwandlung in die evangelische Gottesvorstellung und führte die evangelische Kirche damit in weitere Absurditäten. Über ihr Buch Und meine Seele lächelt aus dem Jahr 2011 schreibt sie selbst: "Ich bin diesen Wandlungsweg als Theologin gegangen, ganz bewusst, unter dem leuchtenden Angesicht Gottes ... Meine Transsexualität ist ein Beispiel für die Wandlung des Lebens zu seiner innersten Berufung und ich möchte dazu ermutigen und auch locken, der inneren Stimme zu folgen." So heißt es wörtlich auf der Seite des Buchverlags (http://www.fabrica-libri.de/index.php?id=343)
Deshalb bräuchten sich Eltern, die ihre Kinder zu Pfarrerin Bergmann schicken, eigentlich nicht zu wundern, wenn eines Tages vielleicht ihr Sohn vor ihnen steht und sagen würde: "Die Pfarrerin hat mich gelockt, meiner inneren Stimme zu folgen, und ich möchte jetzt auch unter dem leuchtenden Angesicht Gottes zur Frau werden." 
An den theoretischen Grundlagen dieses Menschen- und Gottesbildes innerhalb der Lutherkirche arbeitet derzeit bereits Pfarrer Andreas Zwölfer, und er identifiziert dabei den Menschen mit seinem Gehirn, was den Transplantations-Medizinern entgegenkommt, die den Hirntod als "Tod" definieren und dabei ignorieren, dass die unsterbliche Seele nach einer Hirntod-Diagnose bei einer Transplantation noch mit dem Körper verbunden und voll schmerzempfindlich ist.

Im Buch von Pfarrer bzw. Pfarrerin Bergmann geht es jedoch weniger um Theorien. In ihrem Buch beschreibt die Pfarrerin bzw. der Pfarrer seine Verwandlung in eine Pfarrerin vor allem als "spiritueller Weg, ein Weg der Gottesbegegnung und Menschwerdung". Der Geschlechtsumwandlung vorausgegangen sei eine Woche intensiver Exerzitien im so genannten geistlichen Zentrum Schwanberg, dem offiziellen Meditationszentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Erfahrung einer freiwilligen Penisreduktion als traditionell protestantische Vorstellung?

Als Außenstehender könnte man hier fragen: Was wird hier in die Menschen hinein meditiert? Bzw.: Welchem Gott kann man im spirituellen Zentrum der bayerischen Lutherkirche begegnen? Pfarrerin Bergmann lässt keine Zweifel daran, dass es der evangelisch-lutherische Gott ist, denn es gehe bei ihren Erfahrungen um einen Weg "nicht jenseits, sondern diesseits der christlich-traditionellen Vorstellungen". Mit anderen Worten also: "Gut" traditionell kirchlich protestantisch. Evangelisch eben. Man könnte an dieser Stelle die Vorgänge auch etwas weniger blumig umschreiben, wenn man sich bewusst macht. Hier wurde freiwillig eine Penisreduktion bzw. eine Art "Penisamputation" vorgenommen, und dies wird als "diesseits der christlich-traditionellen Vorstellungen" beschrieben.
Auch die Frau von Pfarrerin Bergmann erklärte, ihrem früheren Mann und ihrer jetzigen Frau die Treue zu halten und die Familie mit nun zwei Frauen und zwei Kindern blieb zusammen. Pfarrerin Bergmann ist zuversichtlich:
"Meine Frau begleitet mich auf dem schweren Weg" (bild.de, 18.9.2008). Was übrigens sinngemäß auch über die lutherische Bischöfin Stockholms gesagt wurde, die mit ihrer registrierten lesbischen Lebenspartnerin die Bischofsresidenz teilt und die den Sohn ihrer Partnerin adoptierte, so dass der Junge nun von zwei erziehungsberechtigten Frauen, der Bischöfin und seiner leiblichen Mutter, erzogen wird.
 

Das Thema "Geschlechtsumwandlung" wurde 2005 auch in der Büttenrede des bekannten deutschen Komikers "Otto" aufgegriffen, und zwar in seinem sarkastischen Lobpreis auf die Chemie. Ein Komiker und Kabarettist, früher der "Hofnarr", darf sich heraus nehmen, Dinge unverblümt und ungestraft anzusprechen, die viele Menschen zwar auch so empfinden, aber sich aus bestimmten Rücksichten heraus nicht zu sagen trauen.

"Chemie macht alle Menschen gleich"

... Und was ist denn am Kalb das Schöne ? / Doch nicht das Fleisch ! - Die Östrogene !
Der Stoff ist wirklich ungewöhnlich / er macht den Mann der Gattin ähnlich.
Der Schniedel schrumpft, die Büste quillt / schon isser Mamas Ebenbild !
Sie schaut ihm neidisch auf den Busen / jetzt kann er mit sich selber schmusen.
Ob Mann, ob Frau, ob hart, ob weich / Chemie macht alle Menschen gleich.

Im Wasser tummle sich Gestalte / des sollt´ mer net für möglich halte.
Die Vielfalt dieser Wucherungen / hat noch kein Dichter je besungen.
Ich tue es und sing für Sie: / "So schöpferisch ist die Chemie ..."
Den Fischen aber sei gesacht: / Tumor ist, wenn man trotzdem lacht !

(Aus der Büttenrede des Künstlers Otto Waalkes aus dem Jahr 2005,
zit. nach http://www.radio-paralax.de/board/thread.php?postid=8678)


Exkurs: Das homosexuelle Pfarrhaus und die Verurteilung der Homosexualität in der Bibel der Kirche

An dieser Stelle sei als Exkurs bemerkt: Aufgrund der Öffnung des traditionellen evangelischen Pfarrhauses für immer mehr homosexuelle Pfarrer mit ihren Partnern wäre es manchem Kirchenchristen am Ende vielleicht lieber, einer davon würde sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen, um die in der eigenen Bibel beschriebenen Grundsätze wieder her zu stellen. Der Zustand der Kirche diesbezüglich ist völlig chaotisch. Erst zum 31.3.2013 hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens ihrem Jugendevangelisten Lutz Scheuffler gekündigt, da dieser die Kirchenoberen mit Berufung auf die Bibel nicht mehr als "geistliche" Leiter anerkannte, weil diese wiederum das Pfarrhaus für homosexuelle Lebenspartnerschaften öffneten (Der Sonntag, 12.9.2012). In Westfalen lebt mit Superintendentin Katrin Göckenjan eine Kirchenführerin "offen lesbisch" und definierte im Namen ihrer Kirche den Begriff "Familie" um. Dies habe nichts mit Mann oder Frau zu tun, sondern "sei dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen" (idea-spektrum Nr. 19/2013), was immer das heißt.

Was liegt hier kirchlich zugrunde? Gerade bei diesem Thema zeigt sich, dass den führenden Protestanten ihre eigene Bibel letztlich gleichgültig ist, während ihre so genannten "Sektenbeauftragten" kleinere Gemeinschaften verleumden und mit dem heuchlerischen Argument bekämpfen, diese würden sich nicht nach der Bibel richten. In Wirklichkeit richtet man sich selbst nicht nach der eigenen Bibel, sondern schneidert sich dieses Buch so zurecht, wie man es gerade braucht, während man in erster Linie versucht, nach Einfluss und Geld zu streben. Dass dies auch innerhalb der Kirche zu heftigen Konflikten führt, da natürlich jeder die Bibel nach seinem Gutdünken anders auslegt, ist eine logische Folge davon.

Die Kirche Argentiniens, die Militärdiktatur
und die Homo-Ehe

Die Frankfurter Rundschau fasst als Gesamteindruck über das Verhalten der römisch-katholischen Kirche während der Militärdiktatur in Argentinien von 1976-1983 zusammen, "dass die Tausenden von Toten, die Zehntausenden von Verschwundenen der Militärdiktatur keinen öffentlichen Einspruch wert waren. Sehr wohl aber die Einführung der Homo-Ehe." (15.3.2013)


Doch um welche Sätze geht es hier genau? Zu diesem Thema heißt es in der für Katholiken und Protestanten "heiligen" Schrift wörtlich: "Wenn jemand bei einem Manne liegt, wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben" (3. Mose 20, 13). Wer die Bibel also wirklich ernst nimmt, müsste die Todesstrafe für alle praktizierenden Homosexuellen fordern, was ja auch in früheren Jahren so war. Doch diese Forderung ist eben eine Forderung des biblischen "Gottes"; nicht des Schöpfergottes, der keine Todesurteile verkünden lässt; genauso wenig wie Jesus von Nazareth.
Und im so genannten Neuen Testament werden weiterhin diejenigen gebrandmarkt, die "Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt" haben. "Darum", so heißt es in der Bibel der Kirche, "hat sie Gott dahin gegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen haben und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben" (Römer 1, 25-26). Dieser Satz von Paulus ist laut evangelischer Kirche "reines Gotteswort", aber man schert sich nicht darum und macht das Gegenteil, sogar in kirchenleitender Position. Und wenn es einer nicht mehr mit trägt, wie der ehemalige Jugendevangelist aus Sachsen, wird er entlassen. Doch dann sollte man in der Kirche auch nicht so tun, als sei man der "Gralshüter" der eigenen Bibel, sondern man sollte zugeben: "Wir machen das, was wir wollen, und die Bibel wird eben dabei berücksichtigt oder auch nicht. Eben so, wie wir es gerade brauchen."

Man könnte auch sagen: Es möge ja jeder leben wie er möchte, solange er keinem Dritten Schaden zufügt, was natürlich auch für Bischöfe, Superintendenten und Pfarrer gilt. Aber die evangelische Kirche sollte doch endlich damit aufhören, sich christlich zu nennen, wenn sie ihren "Gott" wie eine Gummipuppe zurecht biegt und nach Bedarf immer so umformt, wie es gerade zeitgemäß günstig erscheint. Denn damit werden die Menschen ein ums andere Mal für dumm zu verkauft, indem man immer "Gott" vor seine Vorstellungen und Praktiken schiebt. Und die Kirche sollte sich auch nicht länger Jahr für Jahr staatliche Milliardensubventionen dafür bezahlen lassen, dass man vorgibt, den Menschen dafür "Orientierung" anzubieten. In kaum einer Organisation ist das Durcheinander und die internen Widersprüche größer als in der Kirche, und es wird nun weiter dadurch vergrößert, dass bei einigen Pfarrern das männliche Geschlecht umstritten ist.
Das Durcheinander hat im übrigen auch die römisch-katholische Kirche. Bedingt durch das Zölibat wird z. B. der Anteil homosexueller Würdenträger im Vatikan auf ca. 60 % geschätzt, während diese Lebensform aber gleichzeitig massiv verurteilt wird. Die Heuchelei wird also dadurch auf die Spitze getrieben, dass man Homosexualität offiziell verurteilt, jedoch im Verborgenen eventuell sogar mehrheitlich praktiziert.

Transsexualität und die angebliche Jungfrauengeburt Marias

Für Außenstehende ist dieses kirchliche Milieu ohnehin schwer durchschaubar und voller Absurditäten. Und bereits beim einfachen Lesen der kirchlichen Dogmen und Bekenntnisschriften wird man mit Abstrusem konfrontiert, von denen angeblich sogar das spätere Seelenheil abhänge. Allein, dass Woche für Woche jeder Gläubige das "Glaubensbekenntnis" sprechen muss, Jesus sei "von der Jungfrau Maria" geboren, ist eine Verhöhnung des gesunden Menschenverstandes und des Schöpfergottes. Denn die Schöpfungsordnung hat ohne Wenn und Aber hervor gebracht, dass ein Mensch durch "körperliche Vereinigung" eines Mannes mit einer Frau gezeugt wird. Dies gilt allerdings nicht für die Kirche. Hier soll Gott selbst gravierend gegen Seine eigene Ordnung verstoßen haben und eine naturwissenschaftlich unmögliche Jungfrauengeburt Seines Sohnes mithilfe Seiner "Geistkraft" eingeleitet haben. Oder soll Maria am Ende vielleicht auch "transsexuell" und mit ein paar Samenzellen im Körper erschaffen worden sein, und der kirchliche "Gott" habe die spätere Jungfrauengeburt dann vielleicht auf diese Weise im weiblichen Körper in die Wege geleitet? Zu wundern bräuchte man sich über solche Spekulationen nicht, denn nach "unfehlbarem" katholischen Dogma seit 1950 wurde Maria ja bereits als einziger Mensch angeblich "unbefleckt" empfangen, weil sich beim Sexualakt ihrer Mutter Anna mit ihrem Mann nicht wie üblich die angebliche Erbsünde auf den Embryo übertragen haben soll, während das bei allen anderen Zeugungen anders sein soll. Für das "Unbeflecktheitsdogma" brauchte die Kirche immerhin gut 1900 Jahre. Wer weiß, was also noch folgt.
 
Liebe Leserinnen, liebe Leser, bitte werfen Sie uns an dieser Stelle nicht "Polemik" vor. Das ist keine Polemik. Das ist von seinen Grundlagen her absurder Katholizismus pur und - was Jungfrauengeburt und Glaube an eine Erbsünde betrifft - auch Protestantismus pur; nur eben mit "normaleren" Worten formuliert und nicht mit frommen herum eiernden Vokabeln garniert.
Verständlich von daher, dass Papst Bergoglio am 20.4.2013 betete: "Herr, befreie uns vor der Versuchung des gesunden Menschenverstandes!" (http://de.radiovaticana.va/news/2013/04/20/%E2%80%9Eherr,_befreie_uns_von_der_versuchung_des_gesunden_menschenverstands%E2%80%9C/ted-684797) Wehe also denen, die ihr von Gott erhaltenes Gehirn auch entsprechend einsetzen! Und die am Ende plötzlich merken, wer oder was hinter der Kirche in Wirklichkeit steckt.

"Heillose Verwirrung herrscht ... im Bereich der Geschlechterorientierung."

(Der evangelische Pfarrer Michael Diener von der Evangelischen Allianz über den Evangelischen Kirchentag 2013; zit. nach idea-spektrum Nr. 19/2013)

So führt der Gebrauch des gesunden Menschenverstandes dazu, dass man davon ausgehen kann, dass Maria und Josef, wie sie aus der Überlieferung bekannt sind, zwei schlichte und ehrbare Menschen waren und wohl die Eltern von Jesus von Nazareth. Doch wer das glaubt, soll für diese Einschaltung seines Verstandes später sogar ewige Höllenstrafen erleiden. Stattdessen müssen die Gläubigen für bare Münze nehmen, was die Kirche aus antiken Götzenkulten übernommen hat, im übertragenen Sinne aus dem "Baalskult". Denn dort waren angebliche Jungfrauengeburten weit verbreitet, und die Kirche hat sich für ihre Lehre aus diesen Kulten bedient.

Doch dieses Milieu ist eben auch ein idealer Nährboden für weitere Orientierungsprobleme im Bereich der Geschlechtlichkeit bzw. der Polarität. Dass hier nun zu den drei am  meisten bekannten Pfarrern noch mehr Pfarrer hinzu kommen, die sich als "transsexuell" fühlen und sich für eine Geschlechtsumwandlung entscheiden, legt ein Blick auf die Statistik nahe. Bei einem Bevölkerungsanteil von bis zu 0,1 % transsexuell veranlagten Menschen in Deutschland (http://www.corinna.transgender-germany.de/2012/08/wie-viele-transsexuelle-gibt-es.html) würde dies auf die evangelische Pfarrerschaft in Deutschland hochgerechnet ca. 20 transsexuelle Pfarrer bedeuten. Dazu kämen anteilmäßig katholische Priester, die sich vielleicht auch am liebsten umwandeln lassen würden.

13-jährige Jungen nehmen die Anti-Baby-Pille: "Ladyboys" in Thailand

Interessant zum Thema Transsexualität sind auch einige Aspekte aus dem Film Ladyboys - Thailands drittes Geschlecht (http://www.spiegel.tv/filme/ladyboys/).
In Thailand lassen sich immer mehr sehr junge Männer mit Hormonen und Umwandlungsoperationen in Frauen verwandeln, man nennt sie Ladyboys. Viele arbeiten im Nachtleben von Bangkok, manche haben auch weniger auffällige "bürgerliche" Berufe. Der Einsatz von Chemie und Chirurgie wird immer "perfekter", die Umwandlungs-"Ärzte" haben Hochkonjunktur. Professionelle Plastische Chirurgen wie Dr. Suporn bilden aus der Peniseichel des Mannes seine neue Klitoris und schaffen es, dass das sexuelle Empfinden sogar stärker wird als bei einer als Frau geborenen Frau. Doch nicht jeder kann sich eine solche Operation leisten und lebt weiter mit Penis, der ihn "stört" oder von dem er sagt: Der "gehört dort nicht hin." Dr. Suporn berichtet: "Manche hassen ihren Penis so sehr, dass sie ihn sich selber abschneiden."

Die plastische Chirurgie erlebt vor allem bei den "Reichen und Schönen" einen Boom. Neben dem Verlangen nach Geschlechtesumwandlungen lassen sich auch immer mehr Menschen einzelne andere Körperteile verändern. Auch hier ist der Ausgangspunkt jeweils das menschliche Gehirn: "Mein Busen ist zu klein", "meine Nase zu krumm", "mein Po zu dick", so urteilt das Gehirn. Die entsprechenden Operationen sind zwar bei weitem nicht so einschneidend wie bei einer Geschlechtsumwandlung. Doch auch hier wird geleugnet, dass der Körper ein Spiegel der Seele ist und ihren Körper selbst formte, nachdem sie zunächst in einen Körper mit bestimmten Genen inkarniert war. Stattdessen wird auch in diesen Bereichen "Gott" die Verantwortung gegeben.

"Ich wurde von Gott nicht so geschaffen, und wenn mich Gott nicht so geschaffen hat, muss mich halt der Schönheitschirurg erschaffen.“

(Erotik-Model Micaela Schäfer, zit. nach http://www.amica.de/beauty/body-diaeten/tid-4031/pass-auf-micaela-diese-stars-bereuen-ihre-schoenheits-ops_aid_23012.html)

Vielen Ladyboys sieht man es nicht einmal mehr im Bikini an, dass sie als Jungen geboren wurden. Ein Junge begann bereits mit 13 Jahren damit, regelmäßig die Anti-Baby-Pille zu nehmen und ... wurde immer mehr zur Frau. Eine Operation machte nach einigen Jahren die Verwandlung perfekt. Erfahrene Transsexuelle hatten ihm diesen Tipp mit der Anti-Baby-Pille gegeben.
In Thailand gibt es auch viele Schönheitswettbewerbe für Transsexuelle. Umwandlungs-Experten raten dazu, dass spätestens mit 22 Jahren mit der Hormontherapie begonnen werden müsse, um noch auf der ganzen Linie "überzeugende" Ergebnisse zu erzielen - möglicherweise ein "Wermutstropfen" für Deutschlands transsexuelle Pfarrer, die allesamt schon älter sind. Oder anders herum formuliert: Je früher man beginnt, desto "besser" soll es angeblich sein.

Eine thailändische Mutter sagt auf die Frage, ob sie einen Sohn oder eine Tochter habe: "Das müsst ihr euch schon selber anschauen."
Ein schwerer "Rückschlag" für die Transsexuellen-Szene erfolgte dann 2013. Sorrawee Nattee hatte 2009 mit 20 Jahren den größten mondänen Schönheitswettbewerb für Ladyboys und Ladymen, "Miss Tiffany 2009", gewonnen, und er wurde Schönheitskönigin. Dann die Wende: Der Ladyboy entschied sich im Alter von 24 Jahren, wieder ganz Mann zu sein und buddhistischer Mönch zu werden. Dazu ließ er sich unter anderem die Brustimplantate wieder entfernen. Eine vollständige Geschlechtsumwandlung zur Frau hatte er zuvor noch nicht vollzogen. Dann wäre die Rückumwandlung zum Mann sehr schwer geworden. Jetzt sei er aber wieder "hundertprozentig ein Mann, physisch und emotional", so der Abt des Klosters (zit. nach spiegel.de, 14.5.2013).

Wenn ein Jugendlicher sexuelle Orientierung beim transsexuellen Pfarrer sucht

Wie ist die Situation in Deutschland? Ist ein solcher Trend wie die Ladyboys in Thailand auch hier möglich. Welche Tipps würden transsexuelle evangelische Pfarrer den ihnen anvertrauten Jugendlichen z. B. im Religionsunterricht an staatlichen Schulen geben, wenn ein Junge seinen Pfarrer als Vorbild sieht und auch eine Frau werden will? Vor allem, wenn man weiß, dass ein früherer Beginn einer Geschlechtsumwandlung "bessere" Ergebnisse bringt? Oder wenn der Jugendliche zum Evangelischen Kirchentag fährt, wo es 2013 in Hamburg bereits einen so genannten "Workshop" dazu gab. Hier ist also für diejenigen Eltern Wachsamkeit geboten, welche allmähliche Geschlechtsumwandlungen bei ihren noch minderjährigen Kindern nicht befürworten. Jeder kirchlich Gläubige könnte sich fragen: Würden ich meinen minderjährigen Sohn oder meine minderjährige Tochter, die sich gerade in der Pubertät befinden und nach Orientierung suchen, bei einem transsexuellen Pfarrer vertrauensvoll in Obhut geben? Oder kämen hier nicht Bedenken auf, ob das Kind hier nicht vielleicht in ein Seelenchaos mit hinein gezogen werden könnte, mit dessen kirchlicher Interpretation es dann nicht mehr zurecht kommt? Dann zählen Sie laut Pfarrer Zwölfer zu den "Schwachen im Glauben". Denn wer Probleme mit seiner, des Pfarrers, Transsexualität habe, der gehöre nach Pfarrer(in) Zwölfer eben zu den "Schwachen im Glauben" (bild.de, 17.4.2013), auf die man allerdings Rücksicht nehmen müsse, weswegen das Ehepaar jetzt aus Neufahrn wegzieht.
Um die Anliegen der "Trans-Menschen", wie Pfarrer Zwölfer sie nennt, in der Gesellschaft noch besser zu verankern, plant der lutherische Pfarrer auch die Gründung eines "gemeinnützigen" Vereins und die Herausgabe einer monatlichen Zeitschrift. Und schon jetzt hat er als Pfarrer die Möglichkeit, im staatlich finanzierten evangelischen Religionsunterricht, dem Konfirmandenunterricht, der Senioren- und Erwachsenenbildung oder anderen staatlichen oder kirchlichen Einrichtungen in diesem Sinne zu werben und auch zu predigen. Es ist möglicherweise nur noch eine Frage der Zeit, wann z. B. die lutherische Kirche erste Details dieser Studien auch in ihrem Katechismus zur Diskussion stellt oder übernimmt.
Die Bürger Neufahrns werden allerdings nicht mehr unmittelbar erleben, wie sich das Leben ihres Würdenträgers weiter verändert, so "wie das einer Raupe, die sich in einen Schmetterling verwandle"
(Pfarrer Zwölfer laut sueddeutsche.de, 22.4.2013).
In Rees-Haldern war es anders. Die Gläubigen waren Zeugen einer ca. zweijährigen Verwandlung. Anfang 2013 waren bei Hans-Gerd Spörkel dann die Voraussetzungen so weit gediehen, dass die abschließenden Operationen erfolgen können, so dass er auch von Gesetzes wegen nun eine Frau ist, als die er sich in den letzten beiden Jahren bereits präsentierte, nämlich als die evangelische Pfarrerin Elke Spörkel (welt.de, 3.2.2013). Dennoch gibt Elke Spörkel im Blick auf die letzten zwei Jahre Pfarrdienst zu: "Da ist auch ein bisschen Mann drin." Für viele Gläubige war sie auch immer noch "der Herr Pfarrer". Doch nach den Operationen ist sie nun auch amtlich Frau Pfarrerin.

Wo liegt die Kirche noch überall falsch? Oder: Stimmt überhaupt etwas?

Noch einmal zur Verdeutlichung: Wir urteilen hier nicht über Transsexualität, und wir tolerieren selbstverständlich, was jeder hier in eigener Verantwortung aus seinem Leben macht. Aber wir weisen auch auf mögliche Folgen hin, wenn Jugendliche oder gar Kinder in das transsexuelle Kalkül mit hinein gezogen werden. Und wir zeigen auf, wie "Gott" auf absurde Weise mit hinein gezogen wird in das eigene Identitäts-Dilemma, obwohl es sich einzig um menschliche Problematiken handelt, mit denen Gott nichts zu tun hat.
Anders die Kirche. Die Lehr-Probleme der Evangelisch-lutherischen Kirche werden nach dem Bekenntnis zu Pfarrer Zwölfer nun immer heftiger, nachdem man das Thema nach der Geschlechtsumwandlung von "Pfarrer Spörkel" in "Pfarrerin Spörkel" und nach der Geschlechtsumwandlung von "Pfarrer Bergmann" in "Pfarrerin Bergmann" noch mehr oder weniger ausgesessen hatte. Doch wenn die Kirchenführung bald zugibt - was aus ihrer Sicht überfällig ist -, bisher über die Erschaffung eines Menschen durch Gott falsch oder unvollständig gelehrt zu haben, dann stellen sich viele Gläubige natürlich auch die Frage: "Wo liegt die Kirche noch überall falsch?" Oder: "Stimmt überhaupt etwas?"

Oder ist nicht bei der Kirche in der Tat ein "Gehirn" im falschen Körper? Nach außen erscheint z. B. der Protestantismus vordergründig "christlich", aber in seinem "Gehirn" ist er vor allem eine intellektuelle Überarbeitung und Modernisierung alter heidnisch-katholischer Kulte (siehe dazu Der Theologe Nr. 25). In diesem Fall wäre es sehr wünschenswert, wenn sich das Hintersinnige nach außen kehren würde und wenn der oberflächliche "christliche" Schein sich als die intellektuelle evangelische Variante des Baal-Kults zeigt, um die es sich in Wirklichkeit handelt.

Kampfansage an die bisherige Schöpfungsordnung und die eigene Seele

Im Grunde genommen geht es hier um weit mehr als es vordergründig den Anschein hat, nämlich um eine Auflösung des Schöpfungsprinzip der Polarität mit den beiden Polen "männlich" und "weiblich". Und hier widersprechen die evangelischen Würdenträger, welche dies praktizieren oder befürworten, auch dem Schöpfungsbericht der Bibel, in dem es heißt: "Gott schuf den Menschen zu Seinem Bilde und schuf sie als Mann und Frau; ... und siehe, es war sehr gut." (1. Mose 1, 27.31) Dabei ist aus der Sicht der heutigen Psychologie selbstverständlich, dass der Mann auch weibliche Anteile in sich trägt und die Frau auch männliche, ein Verhältnis von ungefähr 2/3 zu 1/3 erscheint sinnvoll, was aber nichts an der Polarität zwischen "Männlich" und "Weiblich" ändert, auch wenn sich beide Pole aus geistiger Sicht durchdringen.
Für Pfarrer Zwölfer ist es jedoch "schwierig", Menschen im Hinblick auf das Geschlecht "richtig anzusprechen". Und das ist in der Konsequenz eine mit dem üblichen evangelischen "Wenn-und-Aber" und "Sowohl-als-auch" garnierte Kampfansage an die bisherige Schöpfungsordnung. Und es ist zudem eine Kampfansage des menschlichen Gehirns an die eigene Seele, die sich bei der Inkarnation in einen Menschenkörper für das körperliche Geschlecht entschieden hat, mit dem sie geboren wurde (siehe nächster Absatz unten).
Anstatt einem deutlichen Bekenntnis zu "Mann" und "Frau" bzw. zu "männlich" und "weiblich" gemäß der Schöpfungsordnung eröffnete die Evangelische Kirche im Jahr 2014 sogar ein "Studienzentrum für Genderfragen in Kirche und Theologie" in Hannover. Dafür gibt die Kirche pro Jahr mehr als eine Viertelmillion Euro aus, genauer gesagt: Es handelt sich um einen Etat von 280.000,00 € pro Jahr von der EKD, der Evangelischen Kirche in Deutschland (Nachrichten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, München, Jahrgang 2014, S. 155). Das Zentrum soll die Arbeit des bisherigen EKD-"Frauenstudien- und Bildungszentrum" mit aktuellen Fragestellungen fortsetzen.

Doch nicht nur das Prinzip der Polarität wird nicht mehr ohne weiteres anerkannt. Auch das Schöpfungsprinzip der Dualität wird in Frage gestellt, wonach jeweils ein Mann zusammen mit jeweils einer Frau eine Familie gründen kann. Hier setzte zuletzt der Evangelische Kirchentag 2013 in Hamburg neue Maßstäbe. Dort sprach die Geschäftsführerin des Verbandes "Evangelische Frauen für Deutschland" Eske Wollrad in der Diskussion zu dem Thema "Was ist gerecht in Sachen Geschlecht? Frauen, Männer, Gender oder ganz neue Wege". Sie plädierte dafür, das Thema "Treue" nicht nur auf einen Menschen zu beziehen. Das evangelische Magazin idea-spektrum berichtet: "Wollrad wünscht sich nach eigenen Worten eine Kirche, die sich ... einsetze auch für ... Inter- oder Transsexuelle. Später sagte sie, polyamoröse Beziehungen - also Liebesbeziehungen zu mindestens zwei erwachsenen Menschen zur gleichen Zeit - müsse man in den Blick nehmen ... Sie sei dagegen, Beziehungen nur über das klassische Zweiermodell zu definieren" (idea-spektrum Nr. 19/2013), welches sich aus dem Schöpfungsprinzip der Dualität ableitet.
Beim Kirchentag gab es auch ein eigenes Zentrum, das sich "Regenbogen" nannte und wo auch ein "Abendmahl" unter dem Regenbogen gefeiert wurde. Während sich die überwiegend jugendlichen Kirchentagsteilnehmer mit den Themen "homosexuell, lesbisch, multisexuell, asexuell, solosexuell, transsexuell oder auch polyamorös" auseinandersetzen konnten, stand die Familie mit einem Mann, einer Frau und eventuell Kindern im Abseits. Das Magazin idea-spektrum schreibt: "Ansonsten wurde über die klassische Familie in Vorträgen eher der Mantel des Schweigens ausgebreitet" (Nr. 19/2013). Ein Vortrag lautete auch: "Wenn mein Kind nicht Mädchen oder Junge ist". Die "Erfahrungen" aus Thailand zeigen - wie gesagt - dazu: Je früher eine "Geschlechtsumwandlung" erfolgt, je "überzeugender" für deren Befürworter die Ergebnisse.
Von daher ist die Frage nicht unbegründet, ob Jungen bald auch in Deutschland ermuntert werden, damit zu "experimentieren", so wie manche Jugendliche auch mit Drogen experimentieren. Und es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann es möglich wird, dass sich "Transgender" oder gar mehrere "polyamorös" lebende Menschen vor dem Altar vom evangelischen Pfarrer zu neuen Formen von "Familie" zusammen schmieden lassen. Währenddessen wird weiter vor "Sekten" gewarnt, wo z. B. noch jeweils ein Mann und eine Frau bestrebt sind, sich die eheliche Treue halten. So warnt auch der transsexuelle Pfarrer Zwölfer auf seiner Homepage vor "Sekten" und verweist auf entsprechende kirchliche "Beratungs"-Stellen.

Die Wurzel von "Transgeschlechtlichkeit",
Gentechnik, Organverpflanzung, Atomkraft, Tiertötungen und Umweltzerstörung und manchem mehr

Die evangelische Förderung der "Transgeschlechtlichkeit" ist dabei letztlich nur ein Mosaiksteinchen, das mit vielen anderen zusammen das Bild einer neuen Zivilisation ergibt, in welcher sich hilfreiche Ordnungen und notwendige Lebensgrundlagen mehr und mehr auflösen bzw. zerstört werden. Hier zählt auch die Förderung der Gentechnik dazu, bei der es ebenfalls um eine Kampfansage an die bisherige Schöpfung Gottes geht. Und weiter reiht sich hier die maßgebliche Verantwortung der evangelischen Lehre für die Klimakatastrophe und die Ausbeutung des Planeten Erde ein, inklusive der Ignorierung der Tiere als fühlende Wesen. Und quasi als "I-Punkt" passen dazu, was die Gesellschaft betrifft, die Bejahung einer Atombewaffnung; und was den Einzelnen betrifft, die Organverpflanzung, die ebenfalls zu einem schweren Identitäts-Chaos in der Seele der Empfänger führt. Alles hat - auch wenn die Motive jeweils sehr verschieden sein können - die gleiche Wurzel und letztlich vergleichbare Folgen. Und warum hat die Kirche wohl seit ihrer Entstehung bisher jeden großen Krieg gerechtfertigt oder sogar dazu aufgerufen? Warum wohl? Es ist immer die gleiche Wurzel mit mehr oder weniger immer den gleichen Folgen, die sich in Zukunft allerdings noch deutlicher zeigen werden als bisher, so dass noch so mancher darüber ins Nachdenken kommt, wem die Kirche in Wahrheit dient.
Dass dabei vor allem die Evangelisch-Lutherische Kirche ein geeignetes endzeitliches Religions-Korsett zur Verfügung stellt, ist auch kein Zufall der Zivilisation. Mit ihrer im krassen Gegensatz zu Jesus von Nazareth formulierten Lehre "Allein der Glaube genügt für das Seelenheil" ließe sich sogar der ganze Planet Erde in die Luft jagen, ohne dass die Verantwortlichen gemäß ihres Glaubens negative Folgen zu befürchten hätten. Im Jenseits würden sie nämlich bei der vermeintlichen "Auferstehung der Toten" dann in den kirchlichen Himmel befördert, wenn sie Anhänger dieses angeblich allein seligmachenden "Glauben" sind und sich wähnen, dass ihre Sünden vergeben seien. "Doch Gott lässt Seiner nicht spotten", steht selbst in ihrer Bibel.
 

"Sie sind ihr Gehirn!"

Pfarrer Zwölfers neue Lehre vom Menschen und seinem "Hirngeschlecht" - Unterscheidung von Mann und Frau
wird in Zweifel gezogen

Auf der Homepage der beiden Pfarrerinnen Zwölfer findet sich ein Foto der Evangelisch-lutherischen Kirche von Neufahrn und ein Werbebanner für die Bibel; dazu einige auch für die Kirche neue Lehren und Verweise auf den Blog von Pfarrer Andreas Zwölfer. So unterscheidet der lutherische Amtsträger die Menschheit in Trans-Menschen und Cis-Menschen und prägt dazu den Begriff des "Gehirngeschlechts". "Cis Menschen sind die, deren Chromosomen- und Gehirngeschlecht nicht voneinander abweicht" (http://aufwind2012.wordpress.com/worterbuch/), das heißt, etwas über 99,9 % der Deutschen. Und weiter: "Bei Transmenschen weicht dagegen das Chromosomen-, Hormon- und Genitalgeschlecht vom Hirngeschlecht ab. Entscheidend für die eigene Wahrnehmung ist aber sowohl bei Cis- wie auch bei Transmenschen das Hirngeschlecht und nicht primär das Genitalgeschlecht".
Diese Lehre ist aber eine erhebliche Veränderung der so genannten "Anthropologie", so wie sie bisher in der evangelischen Kirche gelehrt wurde. Pfarrer Zwölfer beruft sich dabei vor allem auf die Studie Sie sind ihr Gehirn - im falschen Körper von Dr.med.univ.Dr.phil. Horst-Jörg Haupt aus dem Jahr 2012 (Gersau in der Schweiz), die den Menschen aufspaltet in Gehirn einerseits und den restlichen Körper andererseits und der die menschliche Identität am Gehirn festmacht.

Ablehnung des eigenen Körpers

Es ist sicher kein Zufall, dass solche Thesen im protestantischen Milieu und unter lutherischen Theologen entstehen, denn der Protestantismus ist eine intellektuelle verkopfte Lehre, die den sterblichen menschlichen Gehirnzellen entspringt und wo die Existenz einer unsterblichen Seele, deren Spiegel der menschliche Körper ist, geleugnet wird. Pfarrer Andreas Zwölfer entwickelt also die lutherische Lehre konsequent weiter und reduziert das Wesen des Menschen faktisch auf sein Gehirn, was auch einer Ablehnung des eigenen Körpers gleichkommt.

Die für Transsexuelle geplante neue Begrifflichkeit "Gender Dysphoria" / "Geschlechtsdysphorie"  hält der Theologe bzw. die Theologin Zwölfer für problematisch. Denn "ich habe nicht nur ein Problem mit meiner Geschlechterrolle, sondern mit meinem Körper, der nicht zu meinem Gehirn passt. Das geht weit über gender hinaus. Darum beschreibt der Begriff etwas, was wir sein sollen, aber nicht sind. Und darum verletzt auch dieser Begriff die Menschenrechte".
Doch wer soll das verstehen und glauben? Wenn also eine Person mit einem männlichen Körper sogar eine Verletzung der "Menschenrechte" darin erblickt, auf diese "Form" der Männlichkeit als Teil der eigenen Identität angesprochen zu werden, dann zeigt sich darin letztlich eine völlige Ablehnung des eigenen Körpers bzw. eine moderne Form der Körperfeindlichkeit. Und dies zeigt sich auch daran, wenn beispielsweise die Krankenkasse die Kosten für eine Geschlechtsumwandlung bei einem im Prinzip gesunden Körper übernehmen soll. Das Gehirn des Menschen erklärt diesen dann im Sinne der Krankenkassenstatuten als "krank".

Wenn sogar die Begriffe "Mann" und "Frau" abgelehnt werden

Was die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Mann und Frau von der Schöpfungsordnung her betrifft, erklärt Pfarrer Andreas Zwölfer, der lutherische Würdenträger aus Bayern, dass "manche auch die Begriffe ´Mann` und ´Frau` zu kategorisierend empfinden und diese deshalb ablehnen. Wie viel davon wirklich Trauma ist oder mehr ein Ausdruck von Nonkonformismus, ist unmöglich zu durchschauen."
(http://aufwind2012.wordpress.com/2012/11/27/warum-es-gut-ist-uber-worte-nachzudenken/)

Dies kann dann so weit gehen wie bei der Philosophin Judith Butler aus den USA. Sie fordert, "für mindestens 20 Jahre auf die Worte ´Mann` und ´Frau` zu verzichten, etwa bei Angaben im Personalausweis" (idea-spektrum Nr. 22/2013).
In diese Richtung der Auflösung der Geschlechterpolaritäten können auch die Auftritte des österreichischen Sängers Thomas Neuwirth verstanden werden, der unter dem Namen Conchita Wurst im Jahr 2014 den europäischen Gesangswettbewerb Eurovision Song Contest gewonnen hat. Neuwirth alias Wurst tritt weder als Frau auf wie z. B. Oliver Knöbel alias Olivia Jones noch lässt er sich zur Frau umoperieren wie die thailändischen Ladyboys oder Pfarrer Zwölfer, sondern er präsentiert sich bewusst als Mischwesen zwischen Mann und Frau, nämlich als Frau mit teils echtem und teils falschem Vollbart (siehe Foto; Lizenz: Wikimedia Austria; Ailuria).
Was aber ist die tiefere Motivation für eine solche Figur, die dem Künstler ja als zweite Identität dient. Die Figur ist für den homosexuellen Künstler offensichtlich mehr als nur ein Mittel, um Ruhm und Geld zu verdienen. Bei der Siegerehrung des Wettbewerbs in Kopenhagen verkündet er dann auch einen Siegeszug dieser von ihm in Szene gesetzten Geschlechterauflösung. "We are unstoppable", so seine Worte.

Was sind die größeren Zusammenhänge?

Dagegen ist sicher nichts einzuwenden, wenn es darum geht, dass jeder nach seiner eigenen "Facon" "selig" zu werden versucht. Nachdenklich wird es aber bei der Außenwirkung, wenn z. B. die "Macher" in unserer Gesellschaft diese Praktiken in die vorderste Reihe stellen; und wenn dann beispielsweise nicht über die Qualität von Musik abgestimmt wird, sondern über sexuelle Orientierung und Nationalitätenkonflikte. In einer Petition aus Russland an die Veranstalter des European Song Contest heißt es: "Den beliebten internationalen Wettbewerb, den auch unsere Kinder an den Bildschirmen verfolgen, haben europäische Liberale zu einem Schaufenster der Perversion verkommen lassen."
Und kritisch wird es, wenn die eigene "Facon" darüber hinaus dazu führt,
dass Andersdenkende, welche diese "Facon" für eine Abweichung von der "Schöpfungsordnung" halten, verleumdet werden.
Oder wenn Lehrpläne für staatliche Schulen geschrieben werden, die Kindern helfen sollen, ihre eigene "Identität" und ihre Wertevorstellungen zu entwickeln. Welches sind dann die Vorbilder?
Oder wie ist es, wenn es um mit einer solchen Lebensweise verbundene Kosten geht, für die man Geld aus der Krankenkasse will (vgl. unten), z. B. für teilweise Geschlechtsumwandlungen. Dann ist es eben nicht mehr nur eine private Angelegenheit von Einzelnen.
Und es gibt noch einen umfassenderen Zusammenhang. So zielen bestimmte "Kräfte" auf eine Auflösung der bisherigen Schöpfungsordnung, auf der - als einem positiven Fundament - die Zivilisationen bislang noch hier und da beruhten. Dazu wird vor allem die Genmanipulation eingesetzt, und noch manches andere. Der Geschlechtsverkehr mit Tieren (= Sodomie), die Förderung von Kriegen und die Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten gehören auch dazu, insofern dadurch bisher funktionierende Ordnungs-Gefüge aus den Fugen geraten. Und dafür können eben auch so genannte "Transgender" entsprechend gebraucht bzw. missbraucht werden, auch wenn diese vordergründig nur ihr privates Wohl im Auge haben und möglicherweise sonst Pazifisten oder Gentechnik-Gegner sein können.

Kann man einem Mann auch eine Gebärmutter einsetzen?

Noch nicht sicher ist, wohin vieles im Einzelnen noch führt. Nach wie vor geht es bei diesem Thema vielen Betroffenen um Geschlechtsumwandlung, wobei die Unterscheidung der Geschlechter prinzipiell beibehalten wird. Doch wie umfassend sind solche Operationen? So wird bisher bei solchen "Umwandlungen" die weibliche Gebärmutter noch nicht berücksichtigt. Doch wenn der medizinische "Fortschritt" weiter geht, ist es vielleicht in Bälde möglich, bei einer für "hirntot" erklärten Organspenderin die Gebärmutter zu entnehmen und diese im Rahmen einer Umwandlung anschließend einem bisherigen Mann einzusetzen, so dass auch dieser eventuell biologisch ein Kind bekommen kann.
Erinnert sei hier an die Frage von Pfarrer Zwölfer als Kind: "Wann werde ich schwanger?" Offen ist bei solchen und anderen Überlegungen immer auch, ob die Krankenkassen Kosten übernehmen würden, was bedeuten würde, dass alle Beitragszahler dies mit ihren Beiträgen unterstützen müssten. Dies ist heute schon der Fall bei manchen Geschlechtsumwandlungen oder deren Folgen, an denen sich die Krankenkassen beteiligen. Damit wird dann befürwortet, dass es für manche Menschen eine "Krankheit" sei, als Mann oder als Frau geboren zu sein.
Einiges Grundsätzliche zum Thema Travestie, Transsexualität, Auflösung der Geschlechteridentitäten siehe hier.

 


 

 


 

Anhang:
"Sie verteidigen ihr Biotop mit Zähnen und Klauen"
Kirchliche Doppelmoral zum Thema "Homosexualität" - Gespräch mit Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann, der ersten katholischen Theologieprofessorin weltweit

Unter Papst Bergoglio will sich die römisch-katholische Kirche mehr gegenüber homosexuellen Menschen öffnen, die einen Platz in dieser Kirche suchen. Dies führt allerdings zu Problemen, da praktizierende Homosexuelle nach der Bibel der Kirche hingerichtet werden sollen (3. Mose 18,22; 20,13).
Auch die kirchliche Lehrüberlieferung, die von den Gläubigen ohne Ausnahme bei Androhung ewiger Hölle geglaubt werden muss, ist eindeutig anders. So verkündet Papst Alexander VII. im Jahr 1665 in Übereinstimmung mit den Kirchenheiligen und Kirchenlehrer Thomas von Aquin: "Knabenliebe, Homosexualität und Unzucht mit Tieren" seien "Sünden derselben untersten Gattungsbestimmung". (Dogmensammlung von Denzinger/Hünermann, Lehrsatz Nr. 2044)
Und noch im Jahr 1975 erklärt die vatikanische Glaubenskongregation unter Papst Paul VI. in dem Schreiben Persona humana vom 29.12.1975 unter anderem: "In unserer Zeit haben einige ... gegen die beständige Lehre des Lehramts ... begonnen, homosexuelle Beziehungen bestimmter Personen mit Nachsicht zu beurteilen, ja, sie sogar geradezu zu entschuldigen ... In den Heiligen Schriften werden sie als schwere Abirrungen missbilligt, ja sie werden sogar als verderbliche Folge der Verschmähung Gottes dargestellt. Diese Auffassung der Göttlichen Schriften ... bezeugt ..., dass die Handlungen der Homosexualität ihrer inneren Natur nach nicht in Ordnung sind und niemals auf irgendeine Weise gebilligt werden können." (Lehrsatz Nr. 4583)

Nachfolgender Auszug aus einem Interview mit der katholischen Theologin Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann stammt aus dem Jahr 2002 und wurde uns urheberrechtlich vom
Verlag Das Weisse Pferd zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Es kann also nach theologe.de zitiert werden. Auch Frau Dr. Ranke-Heinemann sieht, wie die katholische Lehre und Tradition früherer Jahrhunderte, vielfache Querverbindungen zwischen Pädophilie und Homosexualität. Und Ihre Sicht der Dinge stimmt mit der Einschätzung von Vatikan-Experten aus den Jahren 2012 und 2013 überein, dass im Vatikan ein machtvolles "Homosexuellen-Netzwerk" wesentliche Fäden zieht.
Im Oktober 2014 wurde in einem Zwischenbericht von der Bischofssynode im Vatikan auch erklärt, dass "Homosexuelle die christliche Gemeinschaft bereichern könnten" - im krassen Gegensatz zu 1975, wo man noch von "schwerer Abirrung" und "Verschmähung Gottes" sprach - obwohl die frühere Lehre gar nicht geändert werden darf. Also "Bereicherung" durch "schwere Abirrung"?
Was könnte dahinter stecken? Steht die nun denkbare kircheninterne Legalisierung der Homosexualität in Verbindung mit einer ins Auge gefassten späteren Seligsprechung von Würdenträgern, deren sexuelle Orientierung sich immer weniger verbergen lässt? Diese wäre dann auch offiziell kein Hindernis für eine Seligsprechung mehr. Im Abschlussdokument fehlte dann die Formulierung, da sich die Bischöfe nicht zu mindestens zwei Dritteln darauf einigen konnten. Vor diesem aktuellen Hintergrund siehe nachfolgenden Auszug aus dem Interview mit Uta Ranke-Heinemann.

Redaktion
: Welches sind Ihrer Meinung nach die Wurzeln des sexuellen Missbrauchs an Kindern durch Priester?

Ranke-Heinemann: Durch die Begünstigung der homosexuell Veranlagten verwechselt mancher junge Mann - in aller Unschuld - seine homosexuelle Veranlagung mit göttlicher Berufung. In keinem Beruf ist der Anteil der Homosexuellen so hoch wie im katholischen Klerus - und da wiederum: je höher in der Hierarchie, desto größer der Prozentsatz. 60 % des Vatikans sind homosexuell.

Wieso werden nach Ihrer Auffassung die Homosexuellen begünstigt?

Ranke-Heinemann: Das oberste Gebot der Priestererziehung lautet, besonders seit der Mönch Luther eine Nonne geheiratet und eine riesige Priesterheiratswelle ausgelöst hatte: "Kein Skandal mit Frauen." Je höher man in der Kirchenhierarchie steigt, desto mehr wird man handverlesen. Da werden nur Leute genommen, bei denen man in diesem Punkt sicher ist. Bischöfe müssen eigens schwören: keine Frauenpriester, keine Priesterfrauen, keine Verhütung. Daran sieht man übrigens, zu welchem Zölibats-Credo das Christentum zusammengeschrumpft ist ...

Warum will die Kirche den Zölibat nicht aufgeben? 

Ranke-Heinemann: Die Homosexuellen im Vatikan würden mit Abschaffung des Zölibats ihr ideales Biotop verlieren, darum halten sie mit Zähnen und Klauen an ihm fest. Wenn nämlich jetzt plötzlich die First Lady des Papstes den Kardinälen die Schau stehlen würde, dann käme dieses frauenlose, monosexuelle Terrarium durcheinander. Bisher ist es doch so: Alle Hirten sind Männer, alle Frauen sind Schafe. Dieses klare Oben und Unten wäre gefährdet.

Werden nun die Priester durch dieses frauenlose Umfeld in Richtung Pädophilie geprägt oder haben sie schon vorher diese Neigung?

Ranke-Heinemann: Jedenfalls haben die Homosexuellen in keinem Beruf so leicht Zugang zu Jungens, in diesem Fall z. B. Messdienern.

Was sagen Sie zu den Fällen in USA? [Anmerkung der Redaktion: Es gab bereits 2002 Klagen wegen sexuellen Missbrauchs von Knaben durch katholische Würdenträger]

Ranke-Heinemann: In den USA wird um viel Geld prozessiert, da hat die Kirche vor allem Angst um ihr Geld. Das handelt sich ja nicht nur um drei Euro fünfundsiebzig.

Bei größeren Austrittswellen werden auch die Einnahmen aus der Kirchensteuer weniger.

Ranke-Heinemann: Ja. Große Mäzene sind abgesprungen. Deshalb versucht der Vatikan nun zwei Dinge aus der Schusslinie zu ziehen: Sein Geld und den Zölibat. Beim Zölibat behauptet er einfach, er sei gottgewollt. Mit dem Geld ist das schwieriger.

Ihr neues Buch für diesen Herbst [2002] trägt den Titel "Nein und Amen, mein Abschied vom traditionellen Christentum" - warum treten Sie dann nicht aus?

Ranke-Heinemann: ... Früher kam man in die Kirche rein durch Zwangstaufe und raus in meinem Fall durch Ketzerverbrennung. Heute spielt sich das nur noch auf der Steuerkarte ab. Ich bin laut Canon 1364 des katholischen Kirchenrechts als Ketzerin exkommuniziert, aber mein Geld ist nicht exkommuniziert. Daran hat die Kirche bei ihrer Sorgfalt, die Kirchensteuer auch der Exkommunizierten wasserdicht zu zementieren, bis hin zum Konkordat mit Hitler, nicht gedacht, dass ich auf diese Weise unkündbar bin. Ich musste einmal 42.000 Mark Kirchensteuer zahlen und bekam sogar einen Dankesbrief von meinem Bistum. Es war das Geld für mein Buch "Eunuchen für das Himmelreich", für dessen Thesen ich exkommuniziert worden war und für dessen Geld mir mein Bistum nun dankte.


 


 

Nachrichten:

4.10. / 7.10.2015 - Neues Chaos um die Homosexualität im Vatikan - Die Show geht weiter - Papst beklagt "schizophrene Existenz" der Kurie im Vatikan - Welchen Einfluss hatte die "Virgo potens", die "starke Jungfrau" in Rom? - "60 % der Vatikans sind homosexuell", so die Schätzung von Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann im Jahr 2002. Am 4.10.2015 wurde dort eine Familiensynode eröffnet, und ausgerechnet der ranghohe Kleriker Krzysztof Charamsa bestätigt am Tag zuvor die Aussagen der ehemaligen Theologieprofessorin Ranke-Heinemann und weitet sie aus auf den ganzen Klerus. "Gegenüber der polnischen Ausgabe des Magazins ´Newsweek` vom Samstag stellte Charamsa fest, der Klerus sei ´überwiegend homosexuell und traurigerweise auch homophob bis zur Paranoia`" (spiegel.de, 4.10.2015) - also sowohl homosexuell als auch homosexuellenfeindlich. Gleichzeitig bekannte er sich zu seiner gelebten Homosexualität: "Ich habe jetzt einen Partner, der mir geholfen hat, meine Ängste in die Kraft der Liebe zu verwandeln". Also nicht der katholische "Gott" habe geholfen, sondern der homosexuelle Partner.

Dr. Charamsa ist Sekretär der Internationalen Theologischen Kommission des Vatikan und Mitarbeiter der obersten Inquisitionsbehörde, der "Kongregation für die Glaubenslehre" und Theologiedozent an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Nach seinem Bekenntnis zu seinem Partner, den er mit dem Namen Edouard vorstellte, wurde er allerdings von seinen Aufgaben suspendiert. Das heißt auf vielfache Art: Die Show geht weiter. Charamsa bleibt dennoch römisch-katholischer Priester und formuliert sein Ziel mit den Worten, "eine ´zurückgebliebene` und ´paranoide` Kirche zu bewegen".

Inwiefern die Päpste selbst Teil der paranoiden Welt sind oder sie nur mehr oder weniger zur Kenntnis nehmen oder decken, ist offen. Benedikt XVI. wurde nachgesagt, in einer schizoiden Situation zu leben - http://www.theologe.de/theologe16.htm#Homosexuellen-Netzwerk

Und erst im September 2015 kam es in den USA zu einer Begegnung des Nachfolge-Papstes Franziskus mit einem anderen homosexuellen Paar, der "einzigen offiziellen Audienz" bei seiner USA-Reise. Wörtlich heißt es bei spiegel.de: "Die einzige offizielle Audienz in Washington hat der Papst dem Vatikan zufolge seinem alten Bekannten Yayo Grassi und dessen Lebensgefährten gewährt. Grassi erklärte gegenüber CNN, Franziskus habe ihm drei Wochen vor dem Treffen mitgeteilt, dass er ihn gerne umarmen würde". Und nach der Audienz erklärte der Papst-Bekannte: "Ich kann sagen, dass sich der Papst mit mir getroffen hat, obwohl er wusste, dass ich schwul bin, und wir hatten eine außergewöhnliche und sehr bewegende Unterhaltung" (3.10.2015). Das Treffen des Papstes mit einer als "homophob" bezeichneten Standesbeamtin sei dagegen inoffiziell gewesen.
Prof. Dr. Ute Ranke-Heinemann gab zu diesem Thema aus ihrer Erfahrung einen Einblick hinter die Kulissen des Vatikans:
"Das oberste Gebot der Priestererziehung lautet, besonders seit der Mönch Luther eine Nonne geheiratet und eine riesige Priesterheiratswelle ausgelöst hatte: ´Kein Skandal mit Frauen.` Je höher man in der Kirchenhierarchie steigt, desto mehr wird man handverlesen. Da werden nur Leute genommen, bei denen man in diesem Punkt sicher ist" (siehe oben). Und die statistisch gesehen größte Sicherheit, dass ein Kardinal oder Bischof keine sexuelle oder partnerschaftliche Beziehung mit einer Frau beginnt, hat man eben bei homosexuellen Würdenträgern.

Bis heute ist zum Beispiel nicht geklärt, welche Rollen die rechte Hand von Papst Pius XII., die Haushälterin Pascalina, Virgo potens = die "starke Jungfrau" genannt, alle im Detail ausfüllte. Papst Joseph Ratzinger lobte zum Beispiel die "Virgo potens", weil sie es verstanden habe, "für Pius XII. den menschlichen Lebensraum zu schaffen, den er brauchte", was immer das alles heißen mag. Sofort nach dem Tod des Papstes musste sie "unverzüglich" ihre Wohnung räumen, was als außergewöhnlich abrupt galt.
Uta Ranke-Heinemann sprach ja allgemein von der Befürchtung,
wenn "plötzlich die First Lady des Papstes den Kardinälen die Schau stehlen würde".

Dass der bis dahin ranghohe Vatikan-Kleriker Krzysztof Charamsa die angeblich "heilsnotwendige" Kirche als "paranoid" bezeichnet, ist dabei keine Einzelstimme. Der Papst selbst beklagte in seiner Weihnachtsansprache am 23. Dezember 2014 die Krankheiten der Kurie, dem Zentrum der römisch-katholischen Kirche in Rom. Dazu gehören laut Franziskus die "Krankheit der geistigen und geistlichen Versteinerung", "spirituelles Alzheimer", "schizophrene Existenz", "die Krankheit des weltlichen Profits" und die "Pathologie der Macht".
Da der Papst am 1. Januar 2015 weiterhin vom "Leib und Blut der Kirche" als der "geschichtlichen Konkretheit des Leibes Christi" gesprochen hat, bedeutet das: Franziskus heftet dem Leib Christi geistige und geistliche Versteinerung, spirituelles Alzheimer, schizophrene Existenz, weltlichen Profit und die Pathologie der Macht an. Alles das wird vom Papst also nicht nur der Kurie als dem Zentrum der Kirche im Vatikan zugeordnet, sondern auch Christus, denn die Kirche sei ja angeblich die "geschichtliche Konkretheit" seines Leibes. Dies ist eine Verhöhnung, denn Christus hat nicht, aber auch gar nichts mit dem "Leib und Blut der Kirche" zu tun.
Auch fordert die Vatikankirche die Gläubigen weiterhin zur Unterwerfung unter diese - wie sie selbst zugibt - im Zentrum in Rom schizophrene, pathologische und spirituell demente Kirche auf, die Andersgläubigen unverändert die ewige Höllenstrafen androht.

 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
"Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 69: Wie transsexuelle Pfarrer der Schöpfungsordnung den Kampf ansagen, Wertheim 2013, zit. nach http://www.theologe.de/transsexuelle_evangelische_pfarrer.htm
Fassung vom 11.10.2015;
Copyright © und Impressum siehe hier.

 

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