DER THEOLOGE
Nr. 66


312 bis 2012: 1700 Jahre Schlacht an der Milvischen Brücke: Kirche feiert ihren "Heiligen" Kaiser
Kaiser Konstantin, der Totengräber des freien Christentums
Die "Konstantinische Wende": Die Verschmelzung von Mithras-Kult und Christentum zum Katholizismus


Kaiser Konstantin machte die katholische Kirche zur Machtkirche und zur Staatskirche - mit gravierenden Folgen für die nächsten 1700 Jahre bis in die Gegenwart. Welches waren die folgenreichen Weichenstellungen im Verhältnis von Staat und Kirche, die damals vorgenommen wurden und von denen wir, ja die gesamte Menschheit, bis heute betroffen sind? Was hat sich damals, vor 1700 Jahren, wirklich ereignet? Und mit welchen Folgen, die unsere Gesellschaft bis heute prägen?

Foto rechts: Konstantin der "Große", Heiliger der katholischen Kirche, Kapitolinische Museen Rom (Creative Commons Lizenz, Anthony Majanlathi 2005)



Die Überlieferung: Blutbad nach der Bekehrung zum Christentum

Kirchen feiern den Aufstieg des "Heiligen" Konstantin zum blutrünstigen Diktator, und sie verehren ihn

Schlacht an der Milvischen Brücke - Welcher Gott hat Konstantin den Sieg geschenkt?

Historiker streitet ab, dass Konstantin vor der Schlacht seinen Gott gewechselt hat

Hat Kaiser Konstantin das Götteropfer wirklich verweigert?

Keiner könne mehr Freund und Feind unterscheiden

"Die Kaiser von Carnuntum veränderten die Welt"

Konstantin brachte die Friedensbemühungen von Diokletian zum Einsturz

Der katholische Heilige Konstantin und sein ständiger Begleiter, der Gott Mithras

Das unvorstellbare Ausmaß des Mordens durch den verehrten Kaiser

Die Erfindung des "dreieinigen" Gottes durch den Mithras-Anhänger Konstantin

Die bestochenen Kirchenführer - die neuen Oberpriester des Imperium Romanum

Vorbereitung der grausamen katholischen Diktatur

Katholizismus: Baalskult im christlichem Gewand

Von der "Konstantinischen Wende" zur heutigen staatlichen Finanzierung der Kirche

Die Kirche als Erbin des Imperium Romanum: Die Lüge der angeblichen "Konstantinischen Schenkung"

Der Großinquisitor und das "Geheimnis" der Kirche
 



Die Überlieferung: Blutbad nach der Bekehrung zum Christentum

Konstantin wurde an einem 27. Februar zwischen 270 und 288 geboren und starb am 22. Mai 337. Unbestritten ist, dass am 29. Oktober des Jahres 312, also vor ca. 1700 Jahren, an der Milvischen Brücke in Rom, dem nördlichen Haupteingang über den Tiber, eine Schlacht stattfand, bei der zwei römische Kaiser mit ihren Armeen gegeneinander kämpften. Das römische Weltreich war damals gemäß der Reformen des Kaisers Diokletian unter vier Teilkaisern aufgeteilt, und an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms kämpften die beiden Herrscher der weströmischen Reichshälfte gegeneinander: Maxentius, der sich in Rom verschanzt hatte, und Konstantin, der aus Gallien, dem heutigen Frankreich, heran marschiert war. Es gab unzählige Verwundete und Tote, und am Ende "gewannen" die Truppen von Konstantin. Maxentius hingegen ertrank im Tiber. Diese Schlacht würde heute vermutlich außer wenigen Experten für antike Geschichtsschreibung niemanden mehr interessieren, wenn nicht der Sieger Konstantin heute als der Kaiser gelten würde, der dem Christentum im Römischen Reich zum Durchbruch verholfen haben soll. Und genau diese schicksalhafte Schlacht am 28.10.312 soll angeblich der auslösende Moment dafür gewesen sein, denn nur wenige Stunden vor dem Blutbad soll sich der Feldherr Konstantin der Legende nach angeblich aufgrund einer Vision zum Christentum bekehrt haben.

Kirchen feiern den Aufstieg des "Heiligen" Konstantin zum blutrünstigen Diktator, und sie verehren ihn

Gerade das Thema Konstantin ist ein augenfälliges Beispiel dafür, dass Geschichte nicht etwas Eindeutiges ist, das allen Fragen standhält und das weitestgehend erforscht ist, sondern Geschichte besteht im Grunde aus "Geschichten", die erzählt werden, die weitergegeben werden, und zwar in aller Regel von den Siegern, die damit natürlich einen ganz bestimmten Zweck erreichen wollen. Aber das heißt noch lange nicht, dass diese Geschichten alle der Wahrheit entsprechen, im Gegenteil. Anlässlich des Konstantin-Jubiläums bezieht man sich auf bestimmte Ereignisse aus der Antike. Die Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312 war ein grausames Gemetzel und steht deshalb nicht so sehr im Vordergrund der Feiern. Die Kirche feiert vielmehr Konstantins Aufstieg zum Alleinherrscher des gesamten römischen Reiches, der damals begann, obwohl er dabei buchstäblich über Leichen ging, letztlich sogar über die Leichen seiner eigenen Familienangehörigen. Und in mehreren Konfessionen, die sich "christlich" nennen – unter anderem der orthodoxen, der armenischen und der koptischen Kirche – wird Konstantin bis heute als "Heiliger" verehrt, obwohl er mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal offiziell Christ war, dafür aber eben ein Anhänger der Kirche.
So ging der Bau des ersten Petersdomes in Rom auf ihn zurück, genauso wie die Lateranbasilika in Rom, die Grabeskirche in Jerusalem und der Dom in Trier in Deutschland.
Konstantin steht folglich auch im Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche, obwohl er dort nicht offiziell heilig gesprochen wurde (siehe z.B. http://kirchensite.de/fragen-glauben/heiligenkalender/heiligenkalender-einzeldarstellung/datum/2000/05/21/heiliger-konstantin-der-grosse/).
Und auch im evangelischen Namenskalender der Evangelischen Kirche Deutschlands, EKD, ist der Name Konstantin am 21. Mai zu seinen Ehren aufgeführt, genau wie im Kirchenkalender der US-amerikanischen Lutheraner. Der 21. Mai gilt in den Großkirchen als sein Gedenktag. Es ist der Tag seiner Taufe, einen Tag vor seinem Tod am Pfingstfest 337, als er gerade wieder einen neuen Krieg und ein neues Blutbad geplant hatte.
Auch seine Mutter, die "heilige Helena" (248/250-330), die sich kirchlich taufen und danach angeblich die Reste des Kreuzes von Jesus "gefunden" hat, wird in allen Großkirchen verehrt.

Schlacht an der Milvischen Brücke - Welcher Gott hat Konstantin den Sieg geschenkt?

Aber bleiben wir zunächst noch bei der Schlacht an der Milvischen Brücke. Immerhin ist diese Schlacht ja eine historische Tatsache, denn da kristallisiert sich diese These vom "christlichen Kaiser" Konstantin heraus, daran wird sie bis heute festgemacht. Diese Legende hat sich nicht von selbst gebildet, sondern sie wurde von zwei kirchlichen Schriftstellern in die Welt gesetzt, die die Episoden teilweise in großem zeitlichen Abstand zu den Ereignissen niedergeschrieben haben. Es handelt sich zum einen um Laktanzius, der zeitweise der Erzieher Konstantins war, zum anderen um Eusebius von Cäsaräa, einen Bischof, der sich als Geschichtsschreiber betätigte. Beide Autoren werden zu den katholischen "Kirchenvätern" gezählt – was ihrer Glaubwürdigkeit und der Objektivität ihrer Aussagen in den Augen vieler Historiker merkwürdigerweise aber keinen Abbruch tut. Nach dieser kirchlichen Legende sah Konstantin am Nachmittag vor der Schlacht am Himmel ein Kreuzzeichen und hörte die Worte: "In diesem Zeichen wirst du siegen!" In der Nacht dann hatte er nach der Beschreibung der Kirchenväter einen Traum, in dem Christus ihm eine Kombination der griechischen Buchstaben Rho und Chi gezeigt haben soll, wir würden es "PX" lesen. Das sind die griechischen Anfangsbuchstaben des Namens "Christos" oder "Christus". Konstantin soll dann spontan seinen Soldaten befohlen haben, dieses Zeichen sofort auf ihre Schilder zu malen. Und nach dem militärischen Sieg habe sich Konstantin nach dem feierlichen Einzug in die Stadt Rom angeblich geweigert, wie üblich den römischen Göttern zu opfern, wodurch er ein weiteres Mal seine Bekehrung zum Christentum bekundet habe.
Das ist also die Geschichte, wie sie seit 1700 Jahren den Schülern erzählt wird. Christus hätte demnach wie ein antiker Kriegsgott zu Gunsten von Konstantin in die Schlacht eingegriffen.

Doch Jesus von Nazareth war ja kein Kriegsgott, ganz im Gegenteil: Er lehrte die Gewaltlosigkeit und sagte: "Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen." Die Geschichte um Konstantin steht somit im krassen Widerspruch zur Lehre von Jesus, was jedem Kind sofort ins Auge springt. Es ist absurd zu glauben, Christus würde einem Menschen im Traum erscheinen und ihm einen militärischen Sieg versprechen, für den er seine Feinde massenhaft töten muss. Und es ist eine Schande für die überwiegende Mehrzahl der Theologen und Historiker der vergangenen 1700 Jahre, dass sie diesen offensichtlichen Widerspruch nicht schon längst zum Anlass genommen haben, die gesamte Legende dorthin zu verweisen, wo sie hingehört: nämlich in den Bereich der Phantasie. Dass insbesondere die Theologen, die doch die Lehre Jesu bis ins letzte Detail im Kopf haben, diesen offensichtlichen Widerspruch kaum thematisiert haben, dafür gibt es jedoch eine Erklärung: Der Widerspruch wird in der Kirche bis heute bewusst verschleiert, natürlich nicht ohne Grund. Man möchte nicht einen großzügigen Förderer schlecht machen, auch wenn er noch so zweifelhaft oder sogar verbrecherisch war. Man würde ja sonst auch seine eigene Vergangenheit in Frage stellen.

Historiker streitet ab, dass Konstantin vor der Schlacht seinen Gott gewechselt hat

Es gibt allerdings einen Historiker, der sich im Jahr 2010 die Mühe gemacht hat, einmal unabhängig von allen kirchlichen Beeinflussungen den historischen Fakten auf den Grund zu gehen und die Plausibilität der Konstantins-Legende Punkt für Punkt auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen. Rolf Bergmeier, so heißt er, hat darüber ein Buch geschrieben, das den Titel trägt: Kaiser Konstantin und die wilden Jahre des Christentums – die Legende vom ersten christlichen Kaiser (Aschaffenburg 2010). Er stellt im Grunde ganz einfache Überlegungen an, inwieweit es z. B. überhaupt vorstellbar ist, dass die Soldaten Konstantins damals auf Befehl alle in kürzester Zeit ihre Schilder übermalten.
So heißt es in dem Buch: "Man muss sich einmal die praktische Durchführung dieser Malorgie vorstellen: Etwa 50.000 bis 100.000 überwiegend heidnische, des Griechischen nicht mächtige Soldaten, Barbaren aus Germanien, Britannien und Gallien, beginnen mitten in der Nacht, unmittelbar vor Schlachtenbeginn, mit Hunderten von Farbtöpfen die bisherigen Schildzeichen mit neuen geschaffenen, völlig ungebräuchlichen, theologisch und sprachlich unverständlichen Chi-Rho-Zeichen" – also dem angeblichen Christuszeichen – "zu übermalen! Was für ein organisatorisches Problem! Die Legionen sind in einem Feldlager über mehrere Quadratkilometer verteilt, acht bis zehn Soldaten in einem Zelt, und die Tribunen müssen mit Hilfe von Meldern die Unterführer heranholen. Diese müssen eingewiesen werden, um anschließend die Männer zu wecken und Befehle zu erteilen. Innerhalb weniger Stunden müssen Hunderte von Farbtöpfen und noch mehr Pinsel beschafft, der Anlass – ein Traum des Feldherrn – erklärt, das unverständliche Zeichen erläutert und den hartgesottenen Soldaten ein neuer Gott begründet werden! Sicherlich fünfhundert bis tausend Kilogramm Farbe sind in wenigen Stunden zu beschaffen und eine Unmenge Schilde müssen übermalt werden. Nachts und ohne logistische Unterstützung aus dem nahen Rom ein unmögliches Unterfangen" (S. 138).
Die Stadt Rom war ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingenommen; sie war für Konstantin und seine Truppen noch mehr oder weniger Feindesland.
Bergmeier beschreibt nun sehr ausführlich über mehre Seiten hinweg die aufs Äußerste angespannte Situation vor einer todbringenden Schlacht, und dass es sich – unabhängig von den logistischen Schwierigkeiten – kein Feldherr leisten konnte, so kurz vor einem Gefecht den angestammten Kriegsgott einfach auszuwechseln. Denn noch kurz zuvor, auf dem Marsch nach Rom, hatte Konstantin die traditionellen Götter Herkules, Mars und Sol invictus – den unbesiegten Sonnengott – als seine Garanten für den Sieg angerufen – und er hatte die Gefechte in den Augen aller mit diesen Göttern gewonnen! Und dann sollen nach der Schlacht 50.000 bis 100.000 Soldaten über dieses umwälzende Ereignis eines für sie nicht nachvollziehbaren und völlig überraschenden Religionswechsels im buchstäblich letzten Augenblick nicht ein Wort verloren haben? Es ist zumindest befremdlich. Es ist nämlich kein einziger historischer Beleg dieser skurrilen Szene neben den tendenziösen Kirchenschriftstellern Eusebius und Laktanz überliefert. Und das mitten im Zentrum der damaligen Weltmacht Rom, einer Hochkultur, in der ungezählte Menschen des Lesens und Schreibens mächtig waren.

Im Grunde sollen es ja zwei verschiedene Zeichen gewesen sein, die uns in unterschiedlichen Versionen dieser Legende präsentiert werden, ein Kreuz und eben das angebliche Christus-Monogramm, bestehend aus Chi und Rho. Doch beide Symbole, sowohl das Kreuz als auch das "PX" waren zu dieser Zeit keine Symbole des Christentums. Selbst wenn Konstantin eines dieser Symbole – oder beide – in der Schlacht verwendet hätte, so hätte niemand – weder seine Anhänger noch seine Gegner – wissen können, was er damit eigentlich aussagen will. Obwohl also beide Symbole zu dieser Zeit nicht als christliche Symbole in Gebrauch waren, heißt das jedoch nicht, dass sie von Euseb und Laktanz neu erfunden worden wären. Beide Symbole waren in der Antike sehr wohl bekannt, auch schon vor unserer Zeitrechnung. Das einfache Kreuz symbolisiert die Verbindung von oben nach unten in der Vertikalen und von rechts nach links in der Horizontalen – also zwischen "Gott" und den Menschen einerseits und zwischen den Menschen andererseits. Die Christen verwendeten es in den ersten Jahrhunderten allerdings nicht, wohl weil es sie zu sehr an die Hinrichtung ihres Erlösers erinnert hätte. Vor allem wären sie niemals auf die Idee gekommen, wie eine Trophäe auch noch den Leichnam des ermordeten Jesus dranzuhängen, wie es dann später in der Kirche üblich wurde. Doch das wäre ein anderes Thema. Und das Chi-Rho- oder PX-Zeichen symbolisierte z. B. bei den Griechen auch die Anfangsbuchstaben des Gottes Chronos, war also auch schon gebräuchlich.

Hat Kaiser Konstantin das Götteropfer wirklich verweigert?

Das alles würde also bedeuten, dass von diesen angeblichen Visionen Konstantins bei näherer Betrachtung kaum etwas übrig bleibt. Was ist dann aber mit der Aussage aus der Legende, Konstantin habe sich nach seinem triumphalen Einzug in die Stadt geweigert, wie üblich den römischen Göttern zu opfern?
Der Historiker Rolf Bergmeier bestreitet auch dies. Der Autor schreibt, dass es so kurz nach einer Schlacht schon rein organisatorisch gar keinen Triumphzug gegeben haben könne, zumal nach einer Schlacht in einem Bürgerkrieg, unter dem ja auch die Bevölkerung Roms gelitten hatte. Dann müsste man aber auch die Legende, dass Konstantin das traditionelle Götteropfer verweigert hätte, fallen lassen, eben weil dieser Triumphzug dann gar nicht stattgefunden hätte und man historisch gar nicht wissen kann, welchen Göttern Konstantin seinen Sieg dann tatsächlich zuschrieb.
Andere Forscher stellen es so dar, dass der Triumphzug zwar stattgefunden habe, aber die Götter zumindest mit einziehen durften. "
Am Tag nach der Schlacht (29. Oktober 312) hielt Konstantin durch die im Norden Roms gelegene Porta Flaminia triumphalen Einzug in die alte Reichsmetropole. ´Der Kaiser ist tot! Es lebe der Kaiser!` … die Tragefiguren der von den Soldaten verehrten Gottheiten, darunter der unbesiegte Sonnengott im Strahlenkreuz ... Sonnengott Mithras ... Auf einer langen Lanze aufgespießt steckte das abgeschlagene Haupt des überwundenen Feindes Maxentius" (Wolfgang K. Buchner, Zentrum der Welt, Gernsbach 1990, S. 686).
Doch zahlreichen kirchlich beeinflussten Historikern geht es eben darum, den Mythos Konstantin und seine vermeintliche Bekehrung zum kirchlichen Christentum vor der Schlacht an der Milvischen Brücke um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Und dazu passt eben eine Verweigerung des Götteropfers, ob es nun so war oder nicht.
Eine entscheidende Frage hierbei ist, warum ist gerade dieser römische Kaiser für die Kirchen so wichtig, dass man sein Leben so verklärt und mit Legenden umrankt?

Keiner könne mehr Freund und Feind unterscheiden

Das 4. Jahrhundert galt als eine ausgesprochen unruhige Zeit, auch innerhalb des damaligen Christentums. Dort hatten sich zunehmend konträre Strömungen in verschiedenen Glaubensfragen herausgebildet. Da gab es vor allem die Katholiken, welche die christliche Lehre mit heidnischen Kulten vermischt hatten, aber auch kleinere Gruppierungen, die sich jedoch auch untereinander uneins waren, was denn nun christlich sei und was nicht. Bischof Basileus von Caesarea beispielsweise schrieb über die damaligen Zustände in der Gesellschaft, "es sei wie eine Seeschlacht im dichten Nebel, keiner könne mehr Freund und Feind unterscheiden. Man vernehme nichts als wirres Geschrei, alles sei erlaubt, ehrliche und unehrliche Mittel, gemeinsam sei allen der zügellose Hass" (zit. nach Bergmeier, Schatten über Europa, S. 114). Man rühmt insbesondere Konstantin nun deshalb, da er damals "die Welt verändert" haben soll, indem er den jungen Katholizismus als einzige Religion des römischen Reiches deklarierte und gegenüber vor allen heidnischen Kulten massiv förderte. Man lässt aber völlig unter den Tisch fallen, dass dies gleichzeitig der Beginn war von Intoleranz und massiver Verfolgung sowohl von Heiden als auch von so genannten Ketzern, also nichtkatholischen Christen, und das im Namen Gottes.
Nach dem, was wir jetzt heraus gearbeitet haben, war also die Schlacht an der Milvischen Brücke nicht der geringste Grund zum Feiern, auch nach 1700 Jahren nicht. Doch die Legende Konstantin wird eben weiter genährt und auch anderweitig gefeiert.

"Die Kaiser von Carnuntum veränderten die Welt"

Ein weiteres Beispiel: Die alte Römerstadt Carnuntum, das liegt in Österreich an der Donau östlich von Wien. Dort wurde im April 2011 ein Denkmal enthüllt, das an ein Treffen von vier römischen Kaisern an genau dieser Stelle im Jahr 308 erinnern soll. Wahrscheinlich haben die wenigsten davon bisher gehört. Unter dem Motto "Die Kaiser von Carnuntum veränderten die Welt" wird jetzt auch dort Kaiser Konstantin geehrt. Und worum genau geht es bei dieser Ehrung?
Vor 1700 Jahren, also im Jahr 308, fand in Carnuntum unter der Leitung des damaligen Kaisers Diokletian die so genannte "Kaiserkonferenz" statt. Durch den Beschluss, eine neue Viererherrschaft festzulegen, wurden damals die Machtverhältnisse im Römischen Reich neu aufgeteilt. Als Herrscher im Osten wurden Galerius und Maximinus bestimmt, im Westen Licinius und Konstantin, genau jener Konstantin, um den es hier vor allem geht. Galerius war es dann, der schon wenige Jahre später – 311 – das "Toleranzedikt von Nikomedia" erließ und damit erstmals das Christentum im Ostteil des Reiches duldete. Diese Stadt liegt in der heutigen Türkei und heißt heute Izmit, ein Vorort von Istanbul. Zwei Jahre danach – 313, also ein Jahr nach der Schlacht an der Milvischen Brücke – wiederholten dann angeblich Konstantin und Licinius dieses Edikt noch einmal in der "Vereinbarung von Mailand" bzw. dem "Edikt von Mailand" für den Westen des Reichs. Somit habe sich innerhalb weniger Jahre durch eben die Kaiser von Carnuntum, durch diese Weichenstellung vor genau 1700 Jahren, ein folgenreicher Wandel vollzogen, der unsere Geschichte bis heute präge. Das kirchliche Christentum gelangt aus einer untergeordneten Stellung und teilweisen Bedrängnis heraus zur diktatorischen Macht in ganze Europa. So weit die Überlieferung. Und diese Ereignisse hat man nun aus der Vergessenheit geholt und möchte sie sogar mehrere Jahre lang feiern.


Hier wird ausgerechnet wieder Konstantin als Vorkämpfer der Religionsfreiheit und Toleranz gefeiert; obwohl die blutigen Schlachten während seiner gesamten Herrschaft mit der Lehre des Friedensstifters und Pazifisten Jesus von Nazareth überhaupt nichts zu tun haben. Zur Erinnerung: Konstantin hatte damals zunächst seinen kaiserlichen Rivalen Maxentius beseitigte. Dabei ging es hier nicht wirklich um Religionsfreiheit und Toleranz, sondern vor allem um Begünstigung des aufstrebenden Katholizismus.

Und da war es vor allem Licinius, der nach einer Absprache mit Konstantin in Mailand ein entsprechendes Schreiben bekannt machte, das dann 313 fälschlicherweise als "Mailänder Edikt" bezeichnet wurde. Zudem hatte bereits Galerius im Jahr 311 das ähnliche "Edikt von Nikomedien" veröffentlicht. Konstantin war hier also nur am Rande tätig. Doch die katholische Geschichtsschreibung hat es so hingebogen, dass man nachträglich den "heiligen" Konstantin statt Galerius und Licinius mit dieser Geschichte der Tolerierung und schließlich Begünstigung des Katholizismus in Verbindung bringen wollte.

Konstantin brachte die Friedensbemühungen von Diokletian zum Einsturz

Man muss allerdings dazu sagen, dass diese Zeit, als Konstantin Schritt für Schritt die Macht im römischen Reich übernahm, also die ersten beiden Jahrzehnte des vierten Jahrhunderts, wie schon erwähnt, eine sehr verworrene und chaotische Zeit war, über die auch Experten nur schwer den Überblick behalten können. Es herrschte ja ständig Bürgerkrieg. Wer an den blutigen Auseinandersetzungen aber einen erheblichen persönlichen Anteil hatte, wir ahnen es wahrscheinlich schon, war niemand anderes als der angeblich heilige Konstantin selbst. Sein Vater Konstantius war zwar einer der vier regierenden Kaiser gewesen, doch nach seinem Tod im Jahr 306 war nach Diokletians System der Vierkaiserherrschaft nicht Konstantin, sondern ein gewisser Severus als Nachfolger vorgesehen. Konstantin hielt sich aber nicht daran und ließ sich selbst zum neuen Kaiser ausrufen. Damit brachte er das mühsam aufgebaute und politisch durchaus bemerkenswerte Experiment der Vierkaiserherrschaft wieder zum Einsturz, noch ehe es sich überhaupt richtig bewähren konnte. Und das war eben der Beginn eines fast 20jährigen Bürgerkriegs, in dem sich zeitweise nicht nur vier, sondern sechs oder sieben Thronanwärter gegenseitig blutig bekämpften, in immer wieder wechselnden Bündnissen.

Vielfach unklar ist auch die Rolle der aufstrebenden Priesterkirche. Unter Diokletian Ende des 3. Jahrhunderts wurden Menschen, die sich "Christen" nannten, teilweise noch verfolgt – wobei man nicht genau weiß, wie viele Opfer es wirklich gegeben hat, denn die kirchlichen Schriftsteller haben in der Folgezeit auch hier vieles verfälscht und vermutlich maßlos übertrieben, ohne aber genaue Daten und Fakten zu nennen. Diese Verfolgung oder Bedrängung geschah aber eher aus machtpolitischen Gründen. Im Verlauf des dritten Jahrhunderts hatten die römischen Kaiser sich mehr und mehr mit Gott gleichgesetzt – und zwar mit einem Gott, der alles beherrschen sollte. Es gab also in dieser Zeit in der römischen Götterwelt die Tendenz weg von der traditionellen Vielgötterei hin zu einer Art Ein-Gott-Glauben. Und dieser oberste Gott, das war in der Regel der Sonnengott, der in verschiedenen Ländern und Provinzen unterschiedliche Namen tragen konnte: Amun-Re in Ägypten, Apollo in Griechenland, Mithras in Persien oder Baal in Palästina. Besonders der persische Mithras, den die Römer auch "Sol invictus", den unbesiegbaren Sonnengott, nannten, erfreute sich unter Kaisern, Feldherren und Soldaten immer größerer Beliebtheit. Und die Kaiser verlangten nun, dass die Bürger ihre Loyalität zum Kaiserhaus dadurch ausdrückten, dass sie dem Sonnengott ein Opfer brachten. Wer sich weigerte, wurde bestraft.

Der katholische Heilige Konstantin und sein ständiger Begleiter, der Gott Mithras

Was hatte diese Entwicklung des Kaiserkultes aber jetzt mit dem gleichzeitigen Aufstieg der katholischen Kirche zu tun, wie war das überhaupt möglich? Zu Zeiten des Bürgerkriegs mit fragilem Waffenstillstand und wechselnden Bündnissen konnte es sich keine der Parteien mehr leisten, die so genannten "Christen" gegen sich zu haben, auch wenn sie nur eine Minderheit von wenigen Prozent der Bevölkerung darstellten. Daher lenkte Galerius 311 im Namen seiner Mitkaiser ein und verlangte von ihnen nur noch, dass sie den jeweiligen Kaiser mit in ihr Gebet einschlossen. Das war jedoch nur der Versuch, den Staat irgendwie noch zu retten. Und darin waren sich die Kontrahenten mehr oder weniger einig. Mit Menschenrechten im heutigen Sinn oder sogar mit der Bekehrung eines Kaisers zum Christentum hatte das alles aber  überhaupt nichts zu tun.
Interessant in diesem Zusammenhang ist folgendes: Als es 308 in Carnuntum bei Wien wie erwähnt zu einem Treffen der Kaiser kam, unter Leitung des bereits zurückgetretenen Diokletian, ließen sie gemeinsam einen dort befindlichen Mithras-Tempel renovieren. Auch Konstantin war dabei anwesend. Und er ließ sich später Zeit seines Lebens, also auch nach seiner angeblichen Bekehrung zum katholischen Christentum, ebenfalls mit den Insignien des Sonnengottes darstellen und ernannte den Mithras zu seinem ständigen "Begleiter", der ihm bei seinen Schlachten helfen sollte. Das ist alles bekannt. Konstantin huldigte also dem mithräischen Baalskult.

Der Versuch von Konstantin, die katholische Kirche in diesen Staatskult mit einzubeziehen und ihr dafür Zugeständnisse zu machen, hatte also nichts mit irgendwelchen Menschenrechten oder Religionsfreiheit im heutigen Sinne zu tun und auch nicht mit ethischen Überzeugungen, wie man es uns glauben machen will. Das Christentum hat man ihm nur nachträglich von Seiten der Kirche angedichtet, um ihn besser vereinnahmen zu können. In Wirklichkeit ist Konstantin wohl Zeit seines Lebens ein Mithras-Anhänger geblieben. Aus seiner Sicht war das auch nachvollziehbar: Weshalb hätte er sich von dem Gott lossagen sollen, der ihm die vielen blutigen Siege auf den Schlachtfeldern und das brutale Aus-dem-Weg-Räumen seiner Widersacher bis dahin so reibungslos ermöglicht hatte? Unmittelbar nach der Schlacht an der Milvischen Brücke, also kurz nach seiner angeblichen Bekehrung zum kirchlichen Christentum, ließ Konstantin eine Münze prägen, auf der er gemeinsam mit seinem Begleiter, dem Sonnengott Mithras, abgebildet ist, auch das ist eine bekannte Tatsache. Auf dem Titelbild des Buches von Rolf Bergmeier ist sie zu sehen. Und noch 18 Jahre später, im Jahr 330, lässt Konstantin in seiner neuen Residenz Konstantinopel eine ursprünglich mehr als 30 Meter hohe Säule errichten, die noch heute teilweise zu sehen ist. Der Sockel der Säule stammt aus Heliopolis, dem Zentrum des altägyptischen Sonnenkultes. Und oben auf der Säule stand früher ein vergoldetes Standbild von Konstantin im Strahlenkranz des Mithras. Konstantin ließ sich also noch sieben Jahre vor seinem Tod selbst wie ein Sonnengott darstellen. Taufen ließ er sich der Überlieferung nach überhaupt erst auf dem Totenbett, und das nicht einmal katholisch, sondern von einem Bischof, der die arianische, von der Romkirche als "ketzerisch" verfolgte Glaubensrichtung vertrat.

Das unvorstellbare Ausmaß des Mordens durch den verehrten Kaiser

Konstantin war schon als junger Armeeführer ein blutrünstiger Tyrann, der z. B. Gefallen daran fand, gefangene gegnerische Soldaten in der Arena wilden Tieren zum Fraß vorzuwerfen. Später führte er einen Bürgerkrieg nach dem anderen, bis er schließlich, nach fast 20 Jahren der Gemetzel, alle anderen Kontrahenten aus dem Weg geräumt und sich zum Alleinherrscher aufgeschwungen hatte. Auch auf ehemalige Verbündete und die eigene Familie nahm er dabei keinerlei Rücksicht. Besiegte Gegner und deren Angehörige wurden auch dann nicht geschont, wenn er mit ihnen inzwischen verwandt oder verschwägert war. Und am Ende machte der notorische Verwandtenmörder Konstantin sogar vor der eigenen Frau und den eigenen Kindern nicht Halt. Er ließ auch seine Frau Fausta und seinen Sohn Crispus ermorden.
Man kann sich das Ausmaß des Mordens durch Konstantin kaum vorstellen. Der Historiker Karlheinz Deschner fasst diese schauerlichen Ereignisse und das, wie er ironisch schreibt, "christliche Familienleben" des angeblich "Heiligen" in seiner Kriminalgeschichte des Christentums so zusammen:
"... dieser Heilige ließ seinen Schwiegervater, Kaiser Maximian, 310 in Missilia (Marseille) erhängen (und danach alle Statuen und Bilder, die ihn darstellten, vernichten); er ließ seine Schwäger Licinius und Bassanius, Gatten seiner Schwestern Konstantia und Anastasia, erwürgen; den Prinzen Licinianus, Sohn des Licinius, 336 zum ... Sklaven degradieren, auspeitschen und in Karthago totschlagen; 326 seinen eignen (mit Konkubine Minervina kurz vor seiner Hochzeit mit Fausta gezeugten) Sohn Krispus umbringen, wohl vergiften, dazu ´zahlreiche Freunde` ... Und schließlich ließ das nur selten erreichte ´Vorbild auch an menschlicher Größe`" – Deschner zitiert hier einen katholischen Theologen – "seine Gattin Fausta, Mutter von drei Söhnen und zwei Töchtern, gerade noch auf Münzen als ´spes rei publicae` (Hoffnung des Staates) gefeiert, nun des Ehebruchs mit Krispus verdächtigt, doch kaum überführt (Konstantins eigene Seitensprünge waren notorisch) im Bad ersticken, wonach ihren ganzen Besitz auf einstigen Gebiet der Laterani endgültig der ´Papst` bekam" (Band 1, S. 264).

Und wichtig ist in diesem Zusammenhang: Karlheinz Deschner spielt hier darauf an, dass Konstantin und das erklärt wohl auch die unglaubliche Verehrung, die ihm die Vatikankirche trotz seiner zahllosen Verbrechen bis heute gewährt die Grundlagen für die Machtstellung der katholischen Kirche schuf, von der sie bis heute zehrt. Er schenkte der Kirche nicht nur den Lateranhügel in Rom, wo die Päpste dann für 1000 Jahre ihren Sitz hatten, sondern er ließ zahlreiche Kirchen auf Kosten des Staates (!) bauen, befreite die katholischen Kleriker bereits im Jahr 315 von Steuern aller Art, ernannte ihre Bischöfe zu staatlichen Richtern und führte ein Erbrecht zugunsten der Kirche ein. Bewusst wurde die Peterskirche bzw. der spätere katholische Petersdom über einer Kultstätte des Mithras-Kultes errichtet, wo grausame Stieropfer stattfanden - ein eindrückliches Indiz für die Verschmelzung von Mithras-Kult und Christentum in der neuen katholischen Mischreligion.
Der noch nicht mit dem Christentum vermischte Mithras-Kult wurde nur noch geduldet. Im Jahr 341 verbot Konstantins Sohn Konstantius dann die meisten heidnischen Kulte. Und im Jahr 356 wurden dann auch ihre Tempel geschlossen und erstmals bei die Ausübung der Kulte die Todesstrafe beschlossen, die dann im Jahr 380 auf das ganze Imperium Romanum ausgedehnt wurde. Zwar versuchte Kaiser Julian (361-363) zwischenzeitlich, diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen, doch der blutige Vormarsch des Katholizismus war nicht mehr zu stoppen. Im Jahr 371 "wurden zahlreiche chaldäische Magier hingerichtet; 377 die [noch vorhandenen] Mithras-Heiligtümer in Rom zerstört" (Zeitenschrift Nr. 7/1995). Der katholische "Pöbel" "plünderte die Tempel". In diese Richtung entwickelte sich die so genannte "Konstantinische Wende" also weiter.

Die Erfindung des "dreieinigen" Gottes durch den Mithras-Anhänger Konstantin

Dazu noch einmal die Frage: Welche Rolle spielten die so genannten Christen in diesem Machtspiel? Konstantin war ja ein gewiefter Machtpolitiker und er hatte frühzeitig erkannt, dass unter den zahlreichen christlichen Gruppen gerade die katholische Kirche über eine straffe, hierarchische Organisation verfügte, die er sich zunutze machen konnte. Und er vereinnahmte die Kirche, so wie das heute ein Mafiapate tun würde: indem er sie nämlich schlichtweg kaufte – durch die erwähnten zahllosen Privilegien und Geschenke. Und was machten die Kleriker? Es heißt ja: Gleich und gleich gesellt sich gern. Sie waren begeistert und fraßen ihm aus der Hand, wie der Religionswissenschaftler Prof. Hubertus Mynarek schreibt (Broschüre Spart euch die Kirche, Marktheidenfeld 2003, S. 26).
Sie nahmen es sogar hin, dass der Kaiser als Nichtchrist im Jahr 325 ein Kirchenkonzil nach Nizäa einberief, um dort unter seiner Regie über Glaubensfragen zu entscheiden, über die Gottgleichheit oder Gottähnlichkeit Christi. Denn der Diktator Konstantin wollte einfach Ruhe haben unter seinem Regime. Er wollte, dass alle gesellschaftlichen Kräfte in seinem Sinne funktionierten. Konstantin trat dort im Kostüm des Sonnenkaisers auf und ließ sich wie ein unfehlbarer, unbesiegbarer Sonnengott feiern, so wie es eben der Mithrasreligion bzw. dem mithräischen Baalskult entsprach. Die Theologen, die heute noch vom frommen Kaiser Konstantin sprechen, wissen sehr wohl um diese Umstände. Die komplizierte kirchliche Dreieinigkeitslehre wurde bei diesem Konzil unter der Führung von Kaiser Konstantin und seinem Baals-Gott per Abstimmung verabschiedet, und heute tut man so, als gehe diese Lehre auf Jesus zurück.

Die bestochenen Kirchenführer - die neuen Oberpriester des Imperium Romanum

Doch weshalb haben sich Christen gegen diese Vereinnahmung durch die Politik nicht gewehrt? Christus lehrte doch etwas ganz anderes. Haben sie nicht gemerkt, dass sie hier ein Bündnis mit den Götzenkulten, letztlich dem Baalskult, eingehen und dass sie die Botschaft des Christus an den Baalskult verraten, welcher dann vereinnahmte, was er brauchen konnte?
Warum haben sie sich nicht gewehrt? Weil zu diesem Zeitpunkt an die Stelle des ursprünglichen Christentums bereits eine hierarchische Machtkirche getreten war, die mit Jesus von Nazareth kaum noch etwas zu tun hatte. Der Mann aus Nazareth hatte weder Priester noch Bischöfe eingesetzt, und Er hat auch keine Kirche gegründet. Das ist heute auch unter so manchen Theologen anerkannt. Er und Seine Jünger ließen sich keine Privilegien gewähren, sondern sie lebten von ihrer Hände Arbeit. Jesus, der Christus, lehrte die Menschen, sich auf den Freien Geist auszurichten, der in jedem von uns lebendig ist, Er sprach nie von einem äußeren Reich. Das frühe Christentum, wie Jesus es lehrte, gründete also auf der inneren Freiheit jedes einzelnen und auf der Gleichheit und Brüderlichkeit untereinander. "Wer unter euch der größte sein will, der sei der Diener aller." Es sollte sich nach der Lehre des Christus auch niemand "Rabbi" nennen lassen. Das wurde in den urchristlichen Gemeinden noch ernst genommen. Doch später, als die Verwalter, Organisatoren, Schriftgelehrten und geübten Schönredner immer mächtiger wurden und den Freien Geist immer mehr verdrängten, verkam die Botschaft Jesu zur bloßen Formel, zur nicht erreichbaren Utopie. Und genau diese Schwachstelle nützte Konstantin aus, als er die Kirchenoberen mit Privilegien überhäufte und damit bestochen hatte und sie zu den neuen Oberpriestern des römischen Imperiums machte - nur vordergründig und offiziell zu Priestern des Christus, faktisch zu den neuen Baalspriestern. Und das ganze Gemisch nannte sich bald römisch-katholische Kirche.

Vorbereitung der grausamen katholischen Diktatur

Dennoch waren innerhalb der damaligen Kirche noch manche Elemente des frühen Christentums lebendig, so z. B. die Feindesliebe und die Friedfertigkeit, auch gegenüber der Natur und den Tieren, wie Jesus gelehrt hatte. Noch bis zur Zeit Konstantins konnte ein Soldat oder auch ein Jäger nicht Glied einer Gemeinde werden, solange er seinen Beruf nicht aufgab. Kaum war Konstantin aber an die Macht gekommen, so beschloss die Synode von Arles in Südfrankreich (314), damals noch Arelate, das Gegenteil, nämlich dass ab sofort jeder Soldat aus der Kirche ausgeschossen werden sollte, der desertierte. "Wer die Waffen wegwarf, wurde ausgeschlossen", schreibt dazu Karlheinz Deschner. "Vordem schloss man aus, wer sie nicht wegwarf" (siehe oben). Parallel dazu wurde im Osten des Reiches, bei der Synode von Ancyra, im Jahr 314 beschlossen, alle Priester, die gegen Tiertötungen waren und kein Tierfleisch essen wollten, aus dem Amt zu entfernen. Das Jahr 314 könnte man von daher auch als eine Art geistiges Geburtsjahr des Katholizismus bezeichnen und seiner brutalen Gewalt gegenüber Mensch und Tier in den nächsten Jahrhunderten.

Insofern trat vor 1700 Jahren tatsächlich ein gewaltiger und folgenschwerer historischer Wendepunkt ein, aber nicht nach oben, sondern nach unten. Konstantin begann auch, Glaubensrichtungen, die nicht den von ihm favorisierten entsprachen, also seine Macht nicht stärkten, zu verfolgen, so zum Beispiel die noch immer bestehende frühchristliche Bewegung der Markioniten, die unter anderem vegetarisch lebten. Oder auch die Donatisten in Nordafrika, die für mehr Gerechtigkeit unter den Menschen eintraten. Die einzigen, die davon profitierten, waren die katholischen Priester. Von der Religionsfreiheit, die wir angeblich Konstantin verdanken, wie uns heute manche Theologen Glauben machen wollen, bleibt da nicht viel übrig, im Gegenteil: Konstantin bereitete mit seiner Politik das vor, was sein Nachfolger Theodosius dann vier Jahrzehnte nach ihm vollenden sollte: die absolutistische religiöse Terror-Diktatur, in der nur noch Bestand haben durfte, was römisch-katholisch war, und alles andere grausam verfolgt und ausgerottet wurde, sei es jüdisch, heidnisch oder "ketzerisch". Es war der Anfang vom Ende der antiken Kultur und der Beginn einer neuen, dunklen Zeit: des so genannten Mittelalters.

Katholizismus: Baalskult im christlichem Gewand

Wenn Konstantin aber bis kurz vor seinem Tod ein Anhänger des Mithras-Kultes war – und da deutet ja vieles darauf hin – wie kann es sein, dass er dann die Verfolgung aller anderen Religionen, die dann unter Kaiser Theodosius ab dem Jahr 380 zum dauerhaften staatlichen Gesetz wurde, vorbereitet und begonnen habe? Es handelte sich um einen genialen Schachzug Konstantins, durch den er den alten heidnischen Mithras-Kult überflüssig und gleichzeitig den katholischen Klerus durch die Privilegien von seiner Person völlig abhängig machte. Und dies tat er, indem er wesentliche Elemente des Mithras-Kultes und der katholischen Religion – die ja zu diesem Zeitpunkt nur noch sehr eingeschränkt überhaupt christlich war – gleichsam vermischte. Es gab im Mithras-Kult eine ausgefeilte Priesterhierarchie mit speziellen Gewändern, an deren Spitze auch bereits ein Papst stand, es gab ein rituelles Abendmahl mit Brot und Wein, es gab sieben Sakramente, darunter Wassertaufe, Kommunion, Firmung und Beichte, es gab Altäre und Weihrauch und den Glauben an eine Auferstehung des Fleisches – alles Dinge, die Jesus von Nazareth nicht gelehrt hat. Alles bis heute feste Bestandteile des katholischen Glaubens, im Ursprung aber zu hundert Prozent aus antiken Götzenkulten stammend.
Näheres zum Ursprung der katholischen Eucharistie im Baalskult siehe in Der Theologe Nr. 59.
Die Ähnlichkeit der heutigen römisch-katholischen Religion mit dem heidnischen Mithras-Kult ist geradezu verblüffend. Und Konstantin hatte gezielt diese Vermischung von kirchlichem Scheinchristentum und Mithras-Kult gefördert, auch indem er z. B. im Jahr 321 den Sonntag, den Tag des Sonnengottes, zum offiziellen Ruhetag machte. Vier Jahre später beschloss dann das Konzil von Nicäa unter der Leitung Konstantins, das Geburtstagsfest des Gottes Mithras, den 25. Dezember, zum angeblichen Geburtstagsfest des Jesus von Nazareth zu machen – obwohl die ersten Christen die Geburt des Jesus nicht eigens feierten. Für sie war wichtiger, was ihr Herr gelehrt hatte und dass Er von den Toten auferstanden war. Und – nicht zu vergessen – Konstantin sorgte 325 auf demselben Konzil dafür, dass Christus, der Sohn Gottes, einfach mit Gott gleichgesetzt wurde. Auch das war ganz im Sinne der Sonnengott-Verehrung, denn nach dieser sollte es nur einen allmächtigen und siegreichen Gott geben. Und da Christus für die neue katholische Mischreligion "Gott" sein musste, wurde er einfach als "wesenseins" mit dem Schöpfergott definiert.
Die römisch-katholische Kirche könnte religionsgeschichtlich also als eine "synkretistische" Mischreligion aus dem mithräischen Baalskult, dem römischen Kaiserkult und einzelnen Elementen anderer Religionen sowie auch der christlichen Lehre eingeordnet werden. Zutreffender erscheint jedoch die Formulierung vom "Baalskult mit christlichem Gewand". Auf jeden Fall stellt sich die Kirche zu Unrecht als "christlich" dar, da das "Christliche" im katholischen Kultgebäude nur vordergründig ist, man könnte auch von einem "Blendwerk" sprechen.
Und um die Verschmelzung von Christentum und Mithras-Religion noch wirksamer zu machen, ging bereits Konstantin mit aller Schärfte gegen den Mithras-Kult in seiner mit dem Christentum unvermischten Form vor: "Zeitweise wagten es die ehemaligen Sonnenanbeter nicht einmal, zur Sonne und den Sternen emporzublicken, selbst die Bauern und Schiffer vermieden es, um nicht in den Verdacht chaldäischer Astrologie zu kommen - und die Todesstrafe zu riskieren" (Zeitenschrift Nr. 7/1995). Dabei ist gerade eine Verbindung zu Natur und Kosmos einmal eine Parallele anderer Art, in diesem Fall zwischen der Mithras-Religion und dem Freien Geist, der auch im Urchristentum wehte, und es zeigt, dass es auch im Mithras-Kult Positives gab. Denn sowohl bei Mithras als auch im freien Christentum wusste man um die Sonne als Lebens- und Kraftspenderin für die Erde und für alles Leben auf ihr, einschließlich der Menschen. Und so erklärte auch Jesus in einem Gleichnis mithilfe der Sonne die Liebe Gottes, des All-Geistes, und das Gebot der Feindesliebe für die Menschen (Matthäus 5, 38-40). Im Katholizismus wurden die Menschen nun aber verführt, Gott weder im eigenen Inneren zu suchen, wie es Jesus lehrte ("Das Reich Gottes ist inwendig in euch") noch in den Lebensformen des Kosmos und der Natur, sondern im Kult der Priesterkirche. Und dazu übernahm man den veräußerlichten Kult von Mithras und Baal, nicht aber die auch dort noch vorhandenen Natur-Aspekte aus dem universalen Wissen der Menschheit.

Insofern kann man zu Recht sagen: Konstantin war der Totengräber des frühen und des freien Christentums. Und er war auch der Bekämpfer des Freien Geistes, wie er sowohl im Urchristentum als auch in manchen außerchristlichen Philosophien und Bewegungen am Wirken war. Konstantin hat dem freien Christentum sozusagen den letzten Stoß versetzt, nachdem es zuvor schon durch die Priesterkaste zum großen Teil korrumpiert bzw. vereinnahmt worden war. Und wenn dann heute behauptet wird "Die Kaiser von Carnuntum veränderten die Welt", dann ist da sogar etwas Wahres dran. Sie haben im übertragenen Sinne die Verbreitung des veräußerlichten Mithraskultes bzw. des mithräischen Baalskultes vorbereitet – und zwar in der Verkleidung des Scheinchristentums! Und an den verheerenden Folgen trägt die Menschheit bis heute!
(Mehr dazu in Der Theologe Nr. 42 - Die Institution Kirche und ihre Priester - der Baalskult der Gegenwart)

Von der "Konstantinischen Wende" zur heutigen staatlichen Finanzierung der Kirche

Man spricht in der Geschichte von einer "Konstantinischen Wende", die im vierten Jahrhundert eingetreten sei. Die Vertreter der Kirchen verwenden diesen Begriff eindeutig positiv, indem sie behaupten, Kaiser Konstantin habe das Christentum endlich von der Verfolgung befreit. Doch Konstantin hat Anleihen und Reste einer freien Bewegung, die allen Mächtigen und Priestern ein Dorn im Auge war genommen, um daraus ein staatskirchenähnliches Gebilde zu formen. Die kirchliche Lehre wurde zwar erst unter Kaiser Theodosius, also einige Jahrzehnte später, im Jahr 380 endgültig zur Staatsreligion gemacht, aber Konstantin hat die Vorarbeiten dafür geleistet. Und im Grunde haben wir bis heute diese schicksalhafte enge Verflechtung von Kirche und Staat in vielen Ländern der westlichen Hemisphäre, auch wenn die Verfassungen dieser Länder etwas anderes aussagen. Denken wir nur an Deutschland, wo die beiden Großkirchen noch immer über immensen Einfluss verfügen und vom Staat jährlich Subventionen und Steuerbefreiungen in Höhe von ca. 15 Milliarden Euro erhalten – einfach so, ohne jede Gegenleistung! Also: Konstantinische Verhältnisse bis heute! Doch das wäre ein eigenes Thema.

Im 4. Jahrhundert haben sich dabei die Machtverhältnisse zugunsten der Kirche verschoben. Anfangs dominierte in diesem Jahrhundert noch Kaiser Konstantin die Kirche, auch noch beim Konzil von Nizäa im Jahr 325. Doch bald haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Heute dominiert vielfach die Kirche den Staat, so wie ein Reiter sein Ross beherrscht. Mit Christentum im Sinne des Jesus von Nazareth haben alle diese Vorgänge von Anfang an überhaupt nichts zu tun. Die so genannte "Konstantinische Wende" war eine Entwicklung hin zu einer Diktatur der Kirche. Diese wurde dann eben im Jahr 380 durch Kaiser Theodosius auch formell eingeführt, indem er den Katholizismus zur einzigen Staatsreligion erklärte und für Anhänger anderer Religionen die Todesstrafe einführte. Es war eine Abwendung von allen Ansätzen von Religionsfreiheit. Und es war eine Wende hin zum gigantischen Missbrauch des Namens Christi im Sinne der Grausamkeiten und Veräußerlichungen einer Baal-Religion. Also kein Grund zum Feiern oder zu irgendwelchen fröhlichen Jubiläen. Viel eher ein Grund zum mahnenden Gedenken und zur Wachsamkeit, gerade auch heute.

Die Kirche als Erbin des Imperium Romanum: Die Lüge der angeblichen "Konstantinischen Schenkung"

Dazu passt ein weiterer Sachverhalt, Stichwort: "Konstantinische Schenkung". Wir haben ja schon zahlreiche Fälschungen erwähnt, aufgrund derer Konstantin zum Heiligen der Kirche wurde. Die so genannte Konstantinische Schenkung ist davon sicher die bekannteste. Angeblich hatte Kaiser Konstantin Papst Silvester I. die Herrschaft über Rom, Italien und das ganze weströmische Reich geschenkt. Er habe die katholische Kirche also als Erbin des Imperium Romanum eingesetzt und ihr das Zepter und den Purpurmantel, die Zeichen der weltlichen Herrschaft, verliehen und die Vorherrschaft auch über alle anderen Kirchen. Und zwar angeblich als Dank für die Heilung von einer Krankheit und für die kirchliche Taufe.
Doch das ist eine Lüge durch und durch.
Viele Hundert Jahre lang haben die Päpste mit dieser angeblichen Schenkungsurkunde allerdings ihren Herrschaftsanspruch über Europa und unübersehbare Zahlungen der Staaten an die Kirche weiter gefestigt und immer wieder gegenüber den Staatsmächten durchgesetzt. Im 15. Jahrhundert hat man jedoch zweifelsfrei bewiesen, dass diese Schenkungsurkunde des Kaisers an die Kirche eine Fälschung aus der Zeit um das Jahr 800 ist. Doch es dauerte bis ins 19. Jahrhundert, bis der Vatikan schließlich auch zugab, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Es hat also eine "Konstantinische Wende" gegeben, also die Entwicklung zur Diktatur der Kirche in Europa, die mit der Bevorzugung der Kirche durch den Gewaltherrscher Konstantin begann und die 2012 vielfach gefeiert wird. Aber ganz so dreist und verlogen, wie die Kirche diese "Wende" später mithilfe der gefälschten Konstantinischen Schenkung Jahrhunderte lang darstellte, war diese "Wende" auch wieder nicht.

Aber es ist ja nicht die einzige Lüge. Wir haben viele weitere kirchliche Legenden entlarvt, was die Person des Konstantin betrifft. Die Hauptlüge betrifft jedoch Jesus von Nazareth. Das katholisch-konstantinische Staatschristentum ist von Beginn an auch ein riesiger Etikettenschwindel, ein dreister Betrug an der gesamten Menschheit - nämlich den Namen des Jesus von Nazareth, des großen Liebe- und Weisheitslehrers Christus, für das genaue Gegenteil zu missbrauchen: Nicht zum Frieden zu streben, sondern zum Krieg; nicht zur Gleichheit, sondern zur Ausbeutung; nicht zur Geschwisterlichkeit, sondern zur Unterdrückung der Frauen, der Sklaven, der Andersgläubigen, der Natur und der Tiere.

Der Großinquisitor und das "Geheimnis" der Kirche

Der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski hat in seiner  Erzählung vom Großinquisitor auf geradezu beklemmende Weise beschrieben, welche verhängnisvolle Entwicklung damals zur Zeit Konstantins ihren Anfang nahm. Der Dichter war anlässlich einer Reise auch nach Rom gekommen, und er war bestürzt über die Zustände, wie er sie dort im Vatikan vorfand. Mit seiner Erzählung Der Großinquisitor brachte er zum Ausdruck, wie die Kirche aus seiner Sicht die Lehre des Jesus von Nazareth in Wirklichkeit zutiefst verraten hat.
Die Geschichte spielt in Spanien, im Sevilla des 16. Jahrhunderts, wo die spanische Inquisition damals zur grauenvollen Höchstform auflief. Christus ist plötzlich wieder da, Er ist wieder erschienen, Er lehrt wie früher und schart die Menschen um sich. Der Kardinal Großinquisitor, also der oberste Ankläger der Kirche beim Inquisitionsgericht, lässt Ihn verhaften. Um Mitternacht kommt es dann zum Verhör, und in seiner Anklage spricht der aufgebrachte Großinquisitor zum wieder erschienenen Christus unter anderem die folgenden Sätze, die den ganzen Abgrund der Kirchengeschichte sehr gut zusammenfassen:
"Der furchtbare und kluge Geist (also der Teufel) redete zu Dir in der Wüste, und uns ist in den Büchern überliefert, dass er Dich dort versuchte. Ist das so richtig?... Wir sind nicht mit Dir, sondern mit ihm, das ist unser Geheimnis! Schon lange sind wir nicht mehr mit Dir, sondern mit ihm, schon acht Jahrhunderte. Acht Jahrhunderte ist es her, dass wir das von ihm annahmen, was Du mit Zorn zurückgewiesen hast, jenes letzte Geschenk, das er Dir anbot, indem er vor Deinen Augen die Reiche der Welt ausbreitete. Wir haben aus seiner Hand Rom und das Schwert Cäsars empfangen und uns als die Herren der Erde erklärt, die einzigen, wenn auch unser Werk bis jetzt noch nicht zu Ende geführt ist ... Wir nun haben uns mit dem Schwerte Cäsars gegürtet und Dich damit für alle Zeiten besiegt und sind ihm nachgefolgt."
 
Und dennoch hat sich die Kraft des Urchristentums als stärker erwiesen. Der Freie Geist lässt sich nicht ausschalten, auch wenn man noch so viele Menschen täuscht und umbringt. Durch die Geschichte gab es immer wieder Bewegungen, die an das frühe Christentum anknüpften, und es gibt sie bis heute. Wenn also jemand die Welt verändert hat, dann war es der Mann aus Nazareth mit Seiner Bergpredigt, die bis heute als innerer Kompass in der Welt ist und von der jeder, der es möchte, Gebrauch machen kann. (M. Holzbauer)
 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 66: Matthias Holzbauer, Kaiser Konstantin, der Totengräber des freien Christentums, zit. nach http://www.theologe.de/kaiser-konstantin_kirche.htm, Fassung vom 12.5.2014,
Copyright © und Impressum siehe hier.

Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer interessanter Texte.
Alle Theologen-Ausgaben finden Sie auf der Startseite
[ theologe.de ]
Weitere Seiten mit Hintergrundinformationen finden Sie bei [ Inhaltsverzeichnis ]

 [ 2 - Reinkarnation ]  [ 3 - Luther-Christus ]  [ 4 - Kirche-Holocaust ]  [ 5 - Paulus ]
 [ 6 - Krieg, Waffenexporte ]  [ 7 - Tiere ]  [ 8 - Bibel ]  [ 9 - Exorzismus ]  [ 12 - Neue Inquisition ]  
    [ 14 - Hieronymus-Bibel ]  [ 15 - Qumran ]  [ 16 - Vatikan ]  [ 17 - Organspende ]  [ 18 - Dogmen ] 
 [ 19 - Keine ewige Hölle ]
  [ 20 - Propheten ]  [ 23 - Kirche-Staat ]  [ 25 - Götzenkult Kirche ]  
 [ 28 - Luther-Juden ]  [ 31 - Klimakatastrophe ]  [ 33 - Zehn Gebote ]  [ 40 -Taufe ]  [ 41- Apokalypse ] 
     [ 46 - Kirchensubventionen ]  [ 48 - Positives Denken ]  [ 49 - Prädestination ]  [ 50 - Genmanipulation ]
     [ 51 - Petrus-Kirche ]  [ 53 - Atomkraft ]  [ 56 - Weltjugendtag ]  [ 58 - Kreuzigung ]  [ 59 - Abendmahl ] 
 
    [ 61 - Nachruf auf Kirche ]  [ 63 - Pfarrer ]  [ 65 - Esst kein Fleisch ]  [ 66 - Kaiser Konstantin ]
   [ 67 - 500 Jahre Reformation ]  [ 68 - Verfluchungen der Kirche ]  [ 70 - Papst Bergoglio ] 
[ 74 - Pfingsten ]  [ 75 - Würzburg ]  [
82 - Kirchenaustritt ]  [ 90 - Kreuzzüge ]   
[ FC 3 - Reichtum der Kirche ]  [ FC 6 - Kirche und Tod ]  [ Glaubenstest ]  [ Vaterunser ]  
  [ Urchristentum ]  [ Prophetie ]  [ Sex-Verbrechen von Priestern ]  [ Schwarzbuch Kath. Kirche ] 
  [ Schwarzbuch Evang. Kirche ]  [ 2005 bis 2013 ]
 [ Aktuell ]  [ Links ]  [ E-Mail ]  [
Impressum ] 

 




Die Zeitschriften
DER THEOLOGE (Impressum; bitte Grafik anklicken), Ausgaben Nr. 1, 3, 8, 70 und Auszüge aus Nr. 41 sind kostenlos auch inGratis-Hefte "Der Theologe" gedruckter Form erhältlich. Ebenfalls die Hefte "Freie Christen Nr. 1" - Es braucht keine Kirche aus Stein und Stoppt die Milliarden für die Kirche (Herausgeber: Initiative Mahnmal) mit einem ähnlichen Inhalt wie DER THEOLOGE, Ausgabe Nr. 46. Dazu einfach eine E-Mail mit Ihrer Postadresse senden und diese Hefte anfordern.
 
Über eine finanzielle
Unterstützung
freuen wir uns natürlich:
IBAN: DE06 6739 0000 0002 0058 08 bei der Volksbank Main-Tauber, BIC: GENODE61WTH, Kontoinhaber: Dieter Potzel, Verwendungszweck: "Der Theologe". Vielen herzlichen Dank! (Selbstkosten ca. 8,50 € in Deutschland; ca. 11,00 € außerhalb Deutschlands) Möchten Sie die
Verbreitung der Inhalte des
"Theologen"
im Internet fördern, dann setzen Sie einfach einen Link zu unserer Hauptseite oder zu anderen Seiten oder weisen Sie anderweitig auf diese Seiten hin.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Ihr Völker der Erde, holt die Lehre des Jesus von Nazareth, des Freien Geistes, vom Kreuz herab". Dies ist die zentrale Botschaft der Broschüre Brüder und Schwestern, fürchtet euch nicht - der Geist unseres himmlischen Vaters ist mit uns. - Christus, der Freie Geist, außerhalb der Kirche. Die Broschüre enthält den Text der Lesung, die man sich auch als Video-Aufzeichnung ansehen kann. Sie ist gratis erhältlich in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch bei info@der-freie-geist.de. Der Text ist auch als PDF-Datei einsehbar.