DER
THEOLOGE
Nr. 45
Die Mutter von Jesus von
Nazareth
und der katholische Marienkult
um die angebliche "Gottesmutter"
Wer war Maria? Wer ist Maria? Was wurde aus ihr gemacht?
Diese Ausgabe des "Theologen" ist eine erste mosaikartige Zusammenstellung von einigen Fakten und Hintergründen zum Thema. Sie wird bei Gelegenheit jeweils erweitert und ausgearbeitet.
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Jesus von Nazareth sprach nie davon, dass er nicht von Josef gezeugt worden sei. Und erst recht nicht davon, dass er stattdessen angeblich vom "Heiligen Geist" gezeugt worden sei. Auch sprach er nie davon, dass seine Mutter Maria angeblich "unbefleckt" von deren Mutter empfangen worden sei. Und niemals lehrte er, seine Mutter sei "die Mutter Gottes". Er sprach schlicht von seiner Mutter. |
1) Die Marienverehrung
ist ein heidnischer Götzenkult
2) Was steckt hinter Marienerscheinungen?
3)
Das Geheimnis der "Jungfrau Maria"
ist gelüftet
4) Auszug aus: Dave Hunt, Die Frau und das Tier
Erscheinungen und die offizielle katholische Lehre
Maria und der Islam
Maria und Johannes Paul II.
Ein verführerischer Geist
Der Jesus des Katholizismus: Maria untergeordnet
Die Wiederbelebung der alten römischen Religion
Das alte Spiel beginnt von vorne
Der Vatikan und die Neue Weltordnung
Eine ernstliche Warnung vom Himmel
5)
Die römisch-katholischen Lehren und Dogmen zu
Maria
6)
Weitere Überlegungen zu Maria
6.1. - Maria und die kirchliche Lehre
von der Dreieinigkeit
6.2. - Hat Maria Gott geboren?
6.3. - Martin Luther,
die evangelische Kirche und Maria
6.4. - Jungfrauengeburt?
6.5. - "Unbefleckte" Empfängnis?
6.6. - Leibliche Himmelfahrt?
6.7. - Maria ist eine Frau
7)
Wird Maria zur "Miterlöserin"?
8) Maria nicht verehren, sondern sie schätzen und achten
1) Die
Marienverehrung ist ein heidnischer Götzenkult
Jesus hatte ein natürliches Verhältnis zu seinen leiblichen Eltern
Maria und Josef. Die geistige Verwandtschaft war ihm aber wichtiger
als die Blutsverwandtschaft. So lehrte er: "Wer ist meine Mutter und meine
Brüder? ... Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine
Schwester und meine Mutter" (Markus 3, 33.35).
Die Kirche jedoch übernahm die heidnischen Legenden von den
Jungfrauengeburten antiker "Helden" und Heroen und übertrug sie auf Jesus und Maria.
Im Gegensatz zu Jesus führte die Kirche zudem eine Marienverehrung
ein, die sie ebenfalls aus heidnischen Mutter-Kind-Mythen abgeschaut hat. Der Autor Ralph Woodrow schreibt dazu: "Die Erfindung der
Marienverehrung der Römischen Kirche als Ersatz für die antike Verehrung der
Mutter-Gottheit ist eines der herausragenden Beispiele, wie das
babylonische Heidentum in unsere Tage hineinreicht. Die Tatsache, dass in
heidnischen Religionen die Mutter genauso (oder noch mehr) angebetet wird
wie ihr Sohn, ist vielleicht der größte Beweis dafür, dass sich
Marienanbetung aus der früheren Anbetung der heidnischen Mutter-Gottheit
heraus entwickelte!“ (Ralph Woodrow,
Die Römische Kirche - Mysterien-Religion aus Babylon, Marienheide 1992, S.
19; Buch leider nur noch antiquarisch
erhältlich)
So könnte man schon an dieser Stelle zusammenfassen: Der Marienkult ist
letztlich ein heidnischer Götzenkult. Denn es waren die alten Mysterienkulte Babylons,
in denen eine solche Verehrung einer weiblichen Gottheit mit Kind
praktiziert wurde, was später auch im Katholizismus übernommen wurde.
Der katholische Marienkult hat
jedoch insgesamt mehrere religionsgeschichtliche Vorläufer und Vorbilder, z. B. die Legenden von Isis und Horus in
Ägypten. Und Isis-Statuen wurden in Prozessionen genau so herum getragen wie
später die katholischen Marienstatuen. In Ägypten verehrte man zudem die "Himmelskönigin".
Das Volk Israel entschied sich zeitweise ebenfalls für die Verehrung dieser
Himmelskönigin, was von dem Propheten Jeremia im 6. Jahrhundert heftig kritisiert wurde
(siehe hier). Der
katholische Marienkult hat später die Nachfolge auch dieser Verehrung der
angeblichen "Himmelskönigin" angetreten. Und
auch in Indien verehrte man die Göttin Indrani mit Kind oder auch Krishna
als Kind mit seiner Mutter Devaki. Die katholische Kirche hat sich also
dieser Kulte bedient und ihnen nur ein "christliches" Mäntelchen
bzw. "Maria"-Mäntelchen umgehängt.

Devaki und Krishna Babylonische Gottheit und Kind Isis und Horus Indrani mit Kind
2) Was
steckt hinter Marienerscheinungen?
2.1. - Marienerscheinungen sind wie alle vergleichbaren Erscheinungen ein
"astrales" Phänomen, das heißt: Es handelt sich
meist um
Kontakte mit der für das irdische Auge unsichtbaren Seelenwelt, meistens mit
niederen Regionen dieser jenseitigen Bereiche. Dabei kann nahezu ausgeschlossen werden, dass
tatsächlich das Geistwesen, das in Maria, der Mutter von Jesus von
Nazareth, einst inkarniert war, damit etwas zu tun hat. Das heißt:
Es handelt sich in der Regel um Irreführungen der Menschen, da die Kräfte
hinter den Erscheinungen nicht diejenigen sind, als die sie sich ausgeben.
2.2. - Der Komplex der Marienverehrung einschließlich von
Marienerscheinungen ist ein riesiges römisch-katholisches
Energiefeld, das sowohl im Diesseits als auch im Jenseits seine
Kreise zieht und hier und da seine unübersehbaren Sender und Empfänger hat. Es bestehen
dabei
Kommunikationsbahnen vom Diesseits ins Jenseits und vom Jenseits ins
Diesseits.
Meist ist eine solche Kommunikation mit dem jenseitigen Energiefeld mit Energieverlust für den
betroffenen Menschen auf der Erde verbunden. Denn die Erscheinungen und
Kontakte kosten Kraft, weil vor allem die "Erscheinenden" die Energie der
betreffenden Menschen brauchen, um sich entsprechend kund tun zu können.
2.3. - Nach dem Prinzip "Senden und Empfangen" treten
solche
"Erscheinungen" in der Regel bei Leuten auf, die in ihren Gedanken,
Phantasien, Wünschen, Gebeten usw. eine solche Vorstellungswelt
bereits zuvor massiv nährten und aktuell weiter nähren. Dabei besteht für die
Menschen aus diesem Umfeld auch die verstärkte Gefahr
einer Besetzung bzw. Besessenheit oder als Vorstufe
dazu die Gefahr von "Umsessenheiten". Denn jenseitige Seelen bedienen sich oftmals der
Gehirne von
Menschen, um ihre ehemaligen Vorstellungen, die sie
einst auf der Erde gepflegt hatten, als sie noch in einem
Menschenkörper inkarniert waren, nun aus dem Jenseits
weiter pflegen zu können. Dies können z. B. egobezogene Wünsche nach
einem geistigen Lehramt sein oder das Streben nach menschlicher Anerkennung
aufgrund verschiedener medialer Fähigkeiten oder Praktiken.
2.4. - Die ethisch-moralische Qualität der jenseitigen Sende-
und Empfangsstationen
hängt nach dem geistigen Gesetz "Gleiches zieht zu Gleichem"
maßgeblich von den
Sendern bzw. Empfängern im Diesseits ab, also den Medien, die z. B.
Marienerscheinungen empfangen. Dies ist dann oft die Folge davon, dass die
betroffenen Personen eine solche Erscheinung in ihren
Wunsch- und Phantasiebildern intensiv herbei gesehnt haben. Dabei besteht sowohl auf diesseitiger als auch auf jenseitiger Seite oftmals der Drang
nach einer Aufwertung durch Weitergabe von geistigem Wissen oder
angeblichen Prophezeiungen. So ist es das wahrscheinlichste Szenario, dass sich eine niedere Seele aus der
jenseitigen Welt als "Maria" ausgibt und ihren eigenen Seelenkörper in das
Bewusstsein eines Menschen einzuspiegeln versucht, der dann wiederum glaubt,
darin "Maria" zu sehen. Mit einer solchen
Täuschung gelingt es einer möglichen jenseitigen Quelle, sich
unter gläubigen Menschen auf der Erde Gehör zu verschaffen. Würde sie ihre eigentliche
Identität preisgeben, würde sich wohl kaum jemand für die Inhalte ihrer
Mitteilungen interessieren und auch das Medium könnte sich mit dieser Erscheinung nicht
aufwerten. Und so gilt nach dem Gesetz "Gleiches zieht zu Gleichem" z. B.
grundsätzlich: Intolerante Fanatiker ziehen aus der
Astralwelt wieder intolerant Fanatisches an, ethisch
überwiegend untadelige Leute eher eine ethisch weiter entwickelte Seele usw.
Allerdings gilt auch: Ethisch höher stehende Wesen aus der geistigen Welt geben sich für solche Einsprachen
gar nicht her, so dass es sich in der Regel um so
genannte erdgebundene Seelen
handelt, die diejenigen zu kopieren versuchen, als die sie sich ausgeben, gerade bei Christus- oder Marienerscheinungen.
Zudem ist es auch möglich, dass das Medium gar nicht von "drüben" empfängt,
sondern aus seiner
eigenen Vorstellungs- und Bilderwelt schöpft, die sich unter
Umständen bereits verselbstständigt hat und sich als angebliche "Erscheinung"
von der Person des Mediums abgespalten hat.
2.5. - Der Wahrheitsgehalt einer Erscheinung
oder deren falsche Vorstellungsinhalte hängen dabei grundsätzlich davon ab, was das
Medium selbst für richtig und für falsch hält. Es kann also durchaus zu
"wahren", d. h. sachlich richtigen Einsprachen oder sinnvollen
Handlungsanweisungen kommen (z. B. "Bessert Euer Leben ...").
2.6. -
Wenn eine solche Erscheinung die selbstlosen
Liebekräfte wecken soll, dann soll dieses Positive hier nicht abgewertet
werden. Und ein Mensch, der in diesem Sinne handelt, kann in diesen Aspekten
durchaus positiv für seine Mitmenschen und seine Umwelt wirken.
Doch ist grundsätzlich sehr großes Misstrauen angebracht. Vor allem dann, wenn Erlebnisse nur in Verbindung
mit bestimmten Dogmen oder Riten auftreten oder aufgetreten sind und
dann dazu gebraucht oder missbraucht werden, diese Dogmen und Riten zu festigen.
Dabei bleibt letztlich immer die Frage, welche Energie hinter einer
Erscheinung steckt, da die positive = göttliche Energie auf dieser Erde
in der Regel schlicht und
unspektakulär durch ein Leben nach den Geboten Gottes vermehrt wird,
ohne dass es dazu medialer Erscheinungen bedarf.
Umgekehrt ist aus Erfahrungen bekannt, dass bestimmte spirituelle Techniken
Energien freisetzen können, die aber gerade nicht die positive
Energie ist, die sich ein Mensch als innere Basis selbst erarbeitet
hat. Vielmehr hat sich der Mensch durch eine geistige Technik oder einen Kult
in ein Abhängigkeitsgeflecht begeben, das massive negative
Aspekte enthält. So benützt der Mensch, geistig gesehen, eventuell auch
geliehene = negative Energie aus diesem Energiefeld, die der betroffene Mensch
oder die spätere Seele im Jenseits eines Tages zu 100 % plus Zins und Zinseszins dorthin zurück geben muss.
Wir zweifeln also nicht die mögliche "Echtheit" einer
Erscheinung als solcher an, sondern wir verneinen die "Echtheit" ihres
vermeintlichen Urhebers, in diesem Fall von Maria. Da die Mutter von
Jesus eine schlichte Frau war und den Marienkult
niemals befürworten würde, halten wir es für ausgeschlossen, dass sie
selbst hinter den Erscheinungen in diesem Umfeld steckt. Hierzu kann
man auch bedenken, wie viele Marien-Projektionen die Gläubigen im Laufe
der letzten fast 2000 Jahren in die Atmosphäre gesendet haben, die
folglich übervoll davon ist, ja regelrecht überquellt und überschäumt. Und dies
wiederum macht es
für medial veranlagte Marienverehrer leicht, von dort Abrufungen
vorzunehmen. Das
ist ein gigantisches Energiefeld, in dem sich unzählige Seelen tummeln,
und aus dem immer wieder neue "Marienerscheinungen" nach dem Prinzip
"Senden und Empfangen" abgerufen werden können.
2.7. - Wenn es so ist, dass Marienerscheinungen häufiger
bei Kindern
auftreten, was wir nicht beurteilen oder nachprüfen können, dann könnte dies damit erklärt
werden, dass bei Kindern und älteren Menschen die Grenzen zwischen
Diesseits und Jenseits noch vielfach durchlässiger sind bzw. wieder
durchlässiger geworden sind. Bei einem Kind liegt das jenseitige
und eventuell auch letzte diesseitige Vorleben noch nicht so lange zurück
(vgl. dazu
www.theologe.de/theologe2.htm) und die Fixiertheit auf die
materielle Erscheinungswelt ist noch nicht so starr und undurchlässig
geworden wie bei
den meisten Erwachsenen. So gibt es auch Berichte von kleinen
Kindern, die offenbar munter über ihr letztes irdisches Leben
plauderten, was in späteren Jahren jedoch aufhörte. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass in
solchen Kindern, die von Marienerscheinungen sprechen,
Seelen inkarniert sind, die bereits durch ihr Vorleben mit
angeblichen
"Marienerscheinungen" zu tun hatten, was dann z. B. durch
eine entsprechende Erziehung und ein entsprechendes Umfeld in diesem Leben wieder
neu aktiv
wurde. Aus geistiger Sicht ist dies die Chance, dass der Betroffene in diesem Leben den Betrug
durchschaut und sich davon löst. Denn es ist gemäß dem
geistigen Prinzip "Gleiches zieht zu Gleichem" ja kein Zufall, in
welchem Umfeld eine Seele inkarniert.
3)
Das "Geheimnis der Jungfrau
Maria" ist gelüftet:
Sie und ihr Mann Josef wünschten sich ein Kind,
und sie zeugten den Körper
von Jesus.
Was ist
für die Kirche denn so Schlimmes daran, wenn sich Maria und Josef innig
und selbstlos liebten und sich ein gemeinsames Kind miteinander
wünschten? Liebe Leser, finden Sie das schlimm, dass Jesus auf
natürliche Art und Weise gezeugt wurde wie alle anderen Menschen auch?
Oder finden Sie es schlimm, dass Maria spätestens dann eben keine
Jungfrau mehr war? Und was ist denn so schlimm für die Kirche, wenn
Jesus, der Christus, der innig mit Gott, seinem himmlischen Vater,
verbunden war, auch einen irdischen Vater hatte, der seinen Körper
gezeugt hatte?
Das "Geheimnis" der Jungfrau Maria lässt sich also lüften: "Lieben Sie
Ihren Mann oder Ihre Frau von Herzen, und wenn Sie es beide möchten,
dann kommen Sie zusammen, um ein Kind zu zeugen und es in Ihrer gemeinsamen Liebe groß zu ziehen! Sorgen Sie zusammen für dieses Kind, und Sie erfahren
dann selbst das ´Geheimnis
der Jungfrau Maria`."
Ein Priester kann dieses
"Geheimnis" nicht lüften, denn ihm ist es verboten, erleben zu dürfen,
wie sich Mann und Frau bemühen, sich in selbstloser Liebe einander zu schenken und sich ein Kind zu wünschen
anstatt aneinander ihre
Begierden abzureagieren.
Die Kirche versucht durch ihre Männerhierarchie und
ihren Zölibat stattdessen, die Schöpfungsordnung Gottes aus dem Gleichgewicht zu
bringen und letztlich von innen heraus zu beschädigen, was bis hin zu
Zerstörungen vielfacher Art gehen kann, z. B. auch den Seelenmord an
sexuell missbrauchten Kindern durch seelisch zurück gebliebene Priester.
Und wenn
z. B. ein Stellvertreter des Bischofs predigt, die Jungfrau Maria sei
die "Ursache unserer Freude" und sich kurz darauf umbringt,
weil ein ehemaliger Ministrant mit ihm "Schluss machen" will, dann
fragen sich immer mehr Menschen: Inwiefern kann die
"Verehrung" eines konfessionell geglaubten "Geheimnisses der Jungfrau" wirklich "Ursache"
der "Freude" sein? Oder ist es nicht vielmehr die Maske des frommen
Scheins, hinter dem sich ganz andere Dinge verbergen.
Auch aus diesem Grund haben wir hier einmal das "Geheimnis der Jungfrau Maria"
gelüftet.
4)
Auszug aus Dave Hunt, Die Frau und das
Tier:
Das Nachrichtenmagazin
Time
berichtet
(30.12.1991), rund um die Welt habe es so viele Erscheinungen der
"Jungfrau
Maria"
gegeben, dass das
"ausgehende 20. Jahrhundert zum Zeitalter der Marienwallfahrten" zu den
vielen Heiligtümern geworden ist, die man zum Gedächtnis an diese
Erscheinungen errichtet hat. Allein in Frankreich gibt es 937
Marienheiligtümer. Von 1961 bis 1965 kam es im nordwestspanischen Dorf
Garabandal zu etwa 2.000 Visionen, begleitet von okkulten Phänomenen und
apokalyptischen Botschaften an die Welt. Im Jahre 1983 sahen Hunderte von
palästinensischen Arabern "die Jungfrau Maria" in der Nähe von Bethlehem.
Sie ist in jedem Winkel der Welt erschienen: Da gibt es noch Dozule ... und
Kibeho in Ruanda ... Erscheinungen Unserer Lieben Frau im japanischen Akita
... Erscheinungen in Chile, in Australien und in Polen ... in Kanada ...
Kairo, Amsterdam, New York u.a.m.
Diese Erscheinungen
haben Millionen Menschen zum Glauben an die Maria des Katholizismus geführt.
Die
Heiligtümer im französischen
Lourdes
ziehen alljährlich etwa
5,5 Millionen Pilger an; 5 Millionen kommen zur Schwarzen
Madonna in Polen; Fatima in Portugal
"zieht jährlich stets
4,5 Millionen Pilger aus immer mehr Ländern an". Seitdem Johannes Paul II.
das Marienheiligtum im
irischen Knox
besucht hat,
"verdoppelte sich die Besucherzahl auf 1,5 Millionen Menschen pro Jahr. Um
den Andrang zu bewältigen, eröffnete man 1986 einen neuen Flughafen in
Knox." In
Orlando in Florida
ist kürzlich
ein Heiligtum der "Maria, Königin des Universums" eröffnet worden. Das
Heiligtum Unserer Lieben Frau von
Guadalupe bei
Mexiko City
"zieht jedes Jahr an die 20 Millionen Besucher an". Rund um die Welt wird
Marias wirksamer Schutz gefeiert. Unsere Liebe Frau von Lanka, der man
zuschreibt, während des 2. Weltkriegs eine japanische Invasion verhindert zu
haben, ist seit 1948 die
Patronin von Sri
Lanka.
Unsere
Liebe Frau von
Copacabana
ist "Patronin der
bolivianischen Marine ... Unsere Liebe Frau von Coromoto Patronin von
Venezuela". Der polnische Präsident
Lech Walesa
pilgerte nach
Fatima, wo er "Dankgebete
für die Befreiung Polens darbrachte".
Johannes
Paul II. glaubt, dass
"Maria dem
Kommunismus in ganz Europa ein Ende gemacht hat". Moskaus Erzbischof
Kondrusiewicz
pilgerte im Jahre 1991
aus gleicher Überzeugung nach Fatima, worüber das sowjetische
Nationalfernsehen zur besten Sendezeit berichtete. In Moskau soll in Kürze
aus Dank für ihren Sieg über den Kommunismus ein Heiligtum "Unserer Lieben
Frau von Fatima" errichtet werden, die unmittelbar vor dem Fall der Berliner
Mauer in der Sowjetunion erschienen war. Kondrusiewicz möchte, dass ihr
Heiligtum zu einem immerwährenden Gedächtnis an diese große Eroberung wird
... "Jeder betet Gott auf seine eigene Weise an mit Frieden im Herzen." Das
sagt
Unsere Liebe Frau von Medjugorje
im Süden von
Bosnien-Herzegowina, wo die Visionäre behaupten, die Jungfrau sei in den
letzten 13 Jahren täglich erschienen.
Erscheinungen und die offizielle katholische Lehre
Die Marienerscheinungen
würden wohl kaum so große Gefolgschaften anziehen, wenn die offiziellen Dogmen
das nicht unterstützten. Den Katholiken wird beigebracht, zu Maria zu beten, und
man verspricht ihnen, sie werde sie vor jeder Gefahr beschützen und jeden Wunsch
gewähren. Der neue Katechismus der katholischen Kirche erklärt mit einem Zitat
vom 2. Vatikanischen Konzil: "Schon seit ältester Zeit wird die selige Jungfrau
unter dem Titel der ´Gottesgebärerin` verehrt, unter deren Schutz die Gläubigen in allen
Gefahren und Nöten bittend Zuflucht nehmen." Hier haben wir offizielle
katholische Lehre von oberster Stelle, die Maria eine Autorität und Macht
zuschreibt, welche allein Gott zusteht!
In der ganzen Bibel gibt es nicht ein Gebet an Maria,
nicht einen Fall, dass sie
jemandem auf wunderbare Weise geholfen hätte, und auch keine Verheißung, dass
sie das könnte oder täte. Von Mose bis zur Offenbarung wird Schutz und Hilfe
allein
bei Gott bzw. Christus
gesucht,
allein von Gott bzw.
Christus verheißen und allein bei Gott bzw. Christus gefunden. Das belegen
Hunderte von Versen, von denen die folgenden nur eine kleine Zusammenstellung
sind: Eine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme
(5. Mose 33, 27). Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten
reichlich gefunden (Psalm 46, 2). Auf Gott ruht mein Heil ... der Fels
meines Schutzes, meine Zuflucht ist in Gott (Psalm 62, 8). Ich sage zum
HERRN: Meine Zuflucht ... mein Gott, ich vertraue auf ihn (Psalm 91, 2).
Fürchte dich nicht ... ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der
Heilige Israels (Jesaja 41, 14). Herr [Jesus], rette mich! (Matthäus
14, 30). Herr [Jesus], hilf mir! (Matthäus 15, 25). Lasst uns nun mit
Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade [Gottes], damit wir Barmherzigkeit
empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe! (Hebräer 4, 16).
Der
unendlich machtvolle und liebende Gott, und Christus (der eins ist mit dem
Vater), haben über die Jahrhunderte alle, die auf ihn vertrauten - wie verheißen
- beschützt.
Weshalb sollte dann jemand Maria anrufen?
Ist sie vielleicht mächtiger
als Gott oder hat sie mehr Mitleid oder ist sie verlässlicher oder antwortet sie
schneller? ...
Dem Bildnis
Unserer Lieben
Frau von Guadalupe
hat man während seiner
letzten Reise durch die USA Wundertaten zugeschrieben. Die Ehrerbietung, mit
denen es in Mexiko empfangen wurde, sehen u. a. wie folgt aus: Die öffentlichen
Busse in den Außenbezirken von Mexiko City haben blumengeschmückte Gnadenbilder
der Jungfrau auf ihren Armaturenbrettern, mexikanische Fabriken hängen vielfach
Bilder der Jungfrau auf, um von schlechtem Benehmen abzuschrecken, und
Zigtausende der alljährlichen Pilger der Basilika beenden ihre Reise rutschend
auf ihren Knien.
Maria um Hilfe und Schutz anzuflehen bedeutet, dass sie Gott zumindest an Macht
gleichkommt und vor Gott bzw. Christus bevorzugt wird.
Das ist nicht die Maria
der Bibel.
Der Katholizismus ... Seine "Maria", eine für alle Religionen geeignete Göttin,
wird bereits von einem Viertel der Weltbevölkerung angebetet. Außerdem hat sich
ihre Tauglichkeit zur Beherrschung einer loyalen Menschenmasse Jahrhunderte lang
auf nationaler Ebene erwiesen: Maria war im Jahre 1037 die
"erklärte Königin
des ukrainischen Volkes",
und der hl. König Stephan
hatte ihr etwa zur gleichen Zeit
Ungarn geweiht.
"Richard II. weihte im Jahre 1381
England
feierlich als ´ihre Mitgift`
an Maria ..."
Frankreich
wurde im Jahre 1638 auf
Befehl Ludwigs
XIII. an Maria
geweiht, welcher sagte: "Wir weihen ihr insbesondere unsere Person, unseren
Staat, unsere Krone und unsere Untertanen";
Polen
im Jahre 1656 durch König
Kasimir. "Alle südamerikanischen
Kolonien Spaniens
wurden Maria im Jahre 1643
durch eine ´feierliche Einsegnung` unter dem Befehl König Philips IV. geweiht",
und 1664 geschah gleiches "für
Portugal
und alle seine Kolonien auf
die Anregung König Johanns IV. hin ...
Österreich
im darauf folgenden Jahr"
usw. Im Jahre 1846 schrieben die Bischöfe von
Amerika:
"Wir ... stellen uns selbst
samt allen, die unserem Amt vertrauen ... unter die besondere Schirmherrschaft
der heiligen Mutter Gottes ..." (Soul
Magazine April 1993)
Maria scheint jedoch eine Besonderheit zu sein, durch die selbst die Muslime zu einem universalen Glauben geführt werden können ... Die einzige, die ihr möglicherweise und ernsthaft diese Stellung streitig macht könnte, ist Fatima, die eigene Tochter Mohammeds. Aber nach dem Tode Fatimas schrieb Mohammed: "Du sollst die gesegnete aller Frauen im Paradiese sein, nach Maria." Bischof Fulton J. Sheen schrieb ein interessantes Buch, Mary and the Moslems – The World`s First Love, 1952 ... und sagt, wie bemerkenswert es sei, dass "Unsere Liebe Frau die Weitsicht hatte, in dem portugiesischen Dörfchen namens Fatima zu erscheinen (das nach der Tochter Mohammeds während der muslimischen Besatzung benannt wurde) und so als Unsere Liebe Frau von Fatima bekannt wurde. Wenn in Afrika, Indien oder sonst wo eine Statue ´Unserer Lieben Frau von Fatima` durch muslimische Gebiete getragen wird, strömen die Muslime tatsächlich zu Hunderten herbei, um sie zu verehren." Innerhalb von zwei Tagen kamen im indischen Bombay schätzungsweise 500.000 zur Ehrerbietung dieses Abgottes herbei.
Niemand ist mehr von
der Echtheit der Erscheinungen in Fatima überzeugt,
als der gegenwärtige Papst
[1995 - Johannes Paul II.].
Und niemand zeigt auch eine größere
Hingabe an Maria.
Johannes Paul
II., der "sich selbst und sein Pontifikat ganz Unserer Lieben Frau geweiht hat,
trägt das M an seinen Gewandsärmeln, und sein persönlicher Wahlspruch lautet
"Totus tuus sum Maria" ("Maria, ich bin ganz dein"). Der Papst hat für seine
besondere Hingabe ungewöhnliche persönliche Gründe. Der Mordversuch an ihm wurde
am 13. Mai 1981 verübt, dem Jahrestag der ersten angeblichen Erscheinung der
Jungfrau vom 13.
Mai 1917 in
Fatima. Während
seiner Genesung sagte sie ihm in einer Vision, dass sie ihm sein Leben für eine
bestimmte Aufgabe für den Friedensprozess gerettet habe, die er zu erfüllen
hätte. Als Johannes Paul II. nach seiner Gesundung in den Vatikan zurückkehrte,
betete er an den Gräbern seiner direkten Vorgänger und sagte: "Hier könnte nun
ein weiteres Grab sein, aber die selige Jungfrau ... hat es anders gewollt."
Voll Dank und Ehrerbietung fügte er hinzu: "Bei allem, was an jenem Tag geschah,
fühlte ich die außerordentliche mütterliche Bewahrung und Fürsorge, die sich
stärker als die tödlichen Kugeln erwies." Wozu brauchst du also Gott, wenn du im
Schutz Mariens stehst?
Der dankbare Papst unternahm am 13. Mai 1982 eine feierliche Wallfahrt nach
Fatima, wo er vor der Statue Unserer Lieben Frau von Fatima betete. Tausende
hörten ihn sprechen und die Welt an Maria weihen, so wie sie es gefordert
hatte." Bei mindestens drei weiteren Gelegenheiten, am 16. Oktober 1983, am 25.
März 1984 und am 8. Dezember 1985 ... weihte er die Welt an Unsere Liebe Frau"
(The Fatima Cruz ader, 1986) und nannte dabei insbesondere das russische
Volk. Jetzt, da die Berliner Mauer gefallen ist und der Sowjetkommunismus sich
in ganz Osteuropa aufgelöst hat, schreibt man darin Unserer Lieben Frau von
Fatima die Erfüllung ihrer Verheißung zu, dass bei einer Weihe der Welt und
Russlands an ihr Unbeflecktes Herz durch die Päpste und Bischöfe, Russland sich
bekehren und Frieden sein wird!
Eine solche Aussage steht in vollem Gegensatz zu den klaren Lehren der Bibel,
die "Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus" (Römer 5, 1)
... anbietet ... Weltfriede kann nur
dann aufgerichtet werden, wenn Christus wiederkehrt ... Doch die Maria des
Katholizismus ist als die eine, durch die der Friede kommen soll, an die Stelle
Christi getreten, und der jetzige Papst und seine Kirche unterstützen diese
Irrlehre. Die heutige Welt (einschließlich derjenigen, die sich selbst Christen
nennen) ist nur allzu bereit, eine Lösung für ihre Probleme anzunehmen, die
Christus außen vor lässt. Dass die Frau auf dem Rücken des Tieres sitzt [Offenbarung
des Johannes, Kapitel 17], scheint
darauf hinzudeuten, dass diese Pseudomaria der Erscheinungen bei dem falschen
Frieden, durch den der Antichrist "viele vernichten wird" (Daniel
8, 25),
eine Schlüsselrolle spielt. Die Gestalt, die als Jungfrau von Fatima erschien
und verkündete, dass der Herr "ihr den Frieden der Welt anvertraut hat", bietet
anstelle von Christus ihren eigenen Friedensplan an: Betet täglich den
Rosenkranz, damit in der Welt Frieden wird ...
Jeder Papst der vergangenen 60 Jahre hat Unsere Liebe Frau von Fatima verehrt. Die Weihe an ein mystisches "Unbeflecktes Herz" ist an die Stelle der Hingabe an Christus getreten, und der Gehorsam zu "Unserer Lieben Frau" bringt den Frieden. Die Erscheinung ist gewiss nicht Maria! In Fatima sagte die Erscheinung, die für sich selbst die Autorität Christi beansprucht: Ich werde euch niemals im Stich lassen. - Das ist die Verheißung Christi an seine Jünger, und sie setzt Allgegenwart voraus, eine allein Gott zustehende Eigenschaft ...
Der Jesus des Katholizismus: Maria untergeordnet
Den Erscheinungen schreibt
man zu, dass sie die Menschen auf Jesus hinweisen, doch bei den Pilgern an den
Marienwallfahrtsorten ist nur wenig von einer wirklichen Hingabe an Christus zu
erkennen. Immer und immer wieder betet man den Rosenkranz, und ständig ist die
Rede von Maria anstatt von Gott bzw. Christus. Ihr gilt die ganze Hingabe, und
die Pilger sehen sich selbst als ihre Knechte an, die ihren Willen erfüllen.
Außerdem ist der Jesus, der in den Erscheinungen vorgestellt wird, eine
Fälschung und stets Maria untergeordnet ... Am 15. Februar 1926 erschien "das
Jesuskind" wieder und drängte die Katholiken, "diese Hingabe und
Wiedergutmachung an das Unbefleckte Herz seiner heiligen Mutter zu verbreiten".
Dabei erklärte es, dass dem Unbefleckten Herzen Marias Wiedergutmachung
geleistet werden müsse,
damit die Menschheit gerettet wird!
Das ist
wiederum Gotteslästerung
der schlimmsten Art. Die
wirkliche Mutter Jesu oder er selbst würden das niemals verlangen. Christus ist
kein Kind mehr und würde deshalb nicht mehr in dieser Gestalt erscheinen -
und wozu sollte
er das auch?
Als er ... starb, war er ein erwachsener Mann, und jetzt sitzt er
mit einem verherrlichten Auferstehungsleib zur Rechten des Vaters. Die
Vorstellung, Christus sei immer noch ein kleines Kind in Begleitung seiner
Mutter, widerspricht allem logischen Denken, der Wirklichkeit und
vor allem der Bibel.
Doch wer kein
Problem mit dem Glauben daran hat, Millionen einzelner Hostien würden sich in
den tatsächlichen stofflichen Leib Christi verwandeln, "ganz und völlig", hat
auch keine Schwierigkeit zu glauben, dass Christus als kleines Kind auf der Erde
erscheint, obwohl er gleichzeitig als erwachsener Mann mit seinem
Auferstehungsleib im Himmel ist. Außerdem sagte der wirkliche Jesus nach seiner
Auferstehung zu seinen Jüngern, dass "allen Nationen in seinem Namen Buße zur
Vergebung der Sünden gepredigt werden" sollte (Lukas 24, 47).
... In der
Bibel gibt es
keinen Hinweis darauf, dass man Maria Wiedergutmachung wegen Sünden leistet
müsse, und erst recht nicht darauf, dass dies "für die Rettung der Menschheit"
notwendig sei. Alle Erscheinungen präsentieren in dreister Weise ein falsches
Evangelium der Errettung durch Maria und des üblichen sakramentalen
Katholizismus des Fegefeuers, der Rituale und der Werke ...
Die Wiederbelebung der alten römischen Religion
Die weltweite
Wiedererstehung des Römischen Reichs ... wird offenbar von einer Wiederbelebung
seiner Religion begleitet sein, die, wie wir gesehen haben, in einem Heidentum
besteht, das unter einem dünnen Anstrich christlicher Terminologie überlebt hat.
Es ist schließlich als römischer Katholizismus bekannt geworden. Statuen von
Fruchtbarkeitsgöttinnen wurden in Maria umbenannt. Von den römischen Kaisern
fertigte man Bildnisse an, und wer sich weigerte, sich vor diesen niederzuwerfen
und den Kaiser als Gott anzubeten, wurde getötet. Als Nachfolger der römischen
Kaiser ließen auch die Päpste all jene umbringen, die ihnen und ihrer Religion
die Untertänigkeit verweigerten. Das ist unbestreitbare Geschichte, von der die
Bibel sagt, dass sie sich unter dem Antichristen wiederholen wird: [Es wurde
befohlen] dem Tier [dem Antichristen] ... ein Bild zu machen ... [und] das Bild
des Tieres ... bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht
anbeteten (Offenbarung 13,14.15) ... Wenn der Papst zur Zeit irgendwo
auftritt, kann man jedoch eine ihm entgegen gebrachte Verehrung beobachten, die
der gleichkommt, die die Welt dem Antichristen zollen wird, wenn sie ihn als
Gott anbetet.
Erschreckend aufschlussreich ist folgender Bericht vom
Weltjugendtag in Denver 1993:
"In seiner weißen Tracht besteigt Johannes Paul II. die Stufen zu seinem Stuhl,
einem thronartigen Gebilde aus Eichenholz. Noch einmal winkt er den stehenden
Pilgern zu, dann steigt er hinauf und setzt sich ... Die Musik spielt sanft
weiter, als ein Jugendlicher vom Internationalen Jugendforum von der Vorbühne
verliest: ´Ich sah eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder
Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen vor dem Thron und vor dem Lamm
stehen, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Und sie rufen
mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und
dem Lamm!`
Die Bedeutung dieser besonderen Schriftstelle in diesem Zusammenhang ... schlug
bei den Protestanten Alarm und versetzte sie in Furcht und Schrecken. Die Verse
stammen aus Offenbarung 7, 9-10 und stellen den Blick auf Christus und
seinen Thron im Himmel dar. ´Die große Volksmenge, die niemand zählen konnte`
ist die wahre Kirche, die Gemeinde, die Braut ... Im Cherry Park sitzt jedoch
der Papst auf einem Thron vor Jugendlichen aus vielen Nationen und Sprachen. Sie
jubeln ihm zu, als diese Schriftstelle vorgelesen wird. Gibt der Papst sich
einschmeichelnd als Christus auf seinem Thron und die Jugendlichen zu seinen
Füßen als seine Schafe aus ...? ... Die Arroganz ist überwältigend, obgleich
Johannes Paul einen demütigen Eindruck vermittelt. Wer sich mit der Bibel nicht
auskennt und auch die Bedeutung der polnischen Hymne nicht kennt, sieht und
merkt nichts von dieser Arroganz. Er sieht und fühlt Liebe ... Papst Johannes
Paul II. hat offenbar einen Geist von gewaltiger verführerischer Kraft ... Er
lässt sich Abba/Vater nennen und sitzt dabei in weißen Gewändern auf einem Thron
... In ihren nationalen Trachten gekleidete Jugendliche, die jeden Kontinent
repräsentieren, kommen mit ihren Nationalflaggen nach vorn. Sie betreten die
Mittelstufen und platzieren ihre Flaggen auf dem Podium, buchstäblich zu den
Füßen Johannes Pauls" (Hayes,
Trumpet, 1993).
Der Vatikan und die Neue Weltordnung
Die neue Welteinheitsreligion wird alle Glaubensrichtungen gleicherweise tolerieren, sofern sie nur bereit sind, sich in der wohltätigen Rettung der Menschheit miteinander zu vereinen ... Von Rom bis Washington sprechen die geopolitischen Analytiker von einer "neuen Allianz" zwischen der größten Militärmacht der Welt, der USA, und dem größten geistlichen Führer der Welt, dem Papst. Diese Allianz wird schon bald zwischen dem Weltherrscher und dem Vatikan bestehen ...
Im spanischen
Santiago de Compostela
hielt die Konferenz
Weltweiter Christlicher Gemeinschaften (WCC) vom 4.-13. August 1993 ihre 5.
Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung. Die römisch-katholische Kirche
war zum allerersten Mal offizielle und volle Teilnehmerin an einem WCC-Treffen.
Das Ziel, das die Teilnehmer anstrebten, ist eine Weltkirche – und nicht eine
Weltkirche, die durch Glauben vereint ist, als vielmehr eine, die sichtbar in
den Augen der ganzen Welt vereint ist. Die Abgeordneten einigten sich auf die
Aussage: Es gibt keinen Weg zurück ... von der alleinigen ökumenischen
Bewegung, die die Belange der Einheit der Kirche und die Belange bezüglich
... der Probleme der Welt in sich vereint. Diese bedeutsame Erklärung
erkennt an, dass die Weltkirche in Zusammenarbeit mit der Weltregierung
operieren muss ... Die Vernunftehe zwischen dem Antichristen und der falschen
Weltkirche wird jedoch nicht unbegrenzt andauern ... Eine der schärfsten Anklagen,
die Gott gegen die Frau auf dem Tier erhebt, ist die, dass sie nicht allein mit
"Ware von Gold und Silber und Edelgestein" gehandelt hat, sondern auch mit
"Leibeigenen und Menschenseelen" (Offenbarung 18, 12.13). In der
Zwischenzeit ergeht eine "Stimme aus dem Himmel", die mit erschreckendem Tonfall
ruft: "Geht
aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit
ihr nicht von ihre Plagen empfangt!
Denn ihre Sünden sind
aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeit gedacht … Darum
werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer
wird sie verbrannt werden ..."
(Offenbarung 18, 4-8) ...
Mögen all jene, die Christus und sein Evangelium lieben, in Mitleid und wahrer
Einheit zusammenfinden, um so viele wie möglich vor diesem harten Gericht zu
retten.
Auszug aus Dave Hunt, Die Frau und das Tier, Bielefeld
1995,
gekürzter Text aus den Seiten 421-436. Das komplette Buch deutet die darin geschilderten Ereignisse aus einer
protestantischen Sicht, welche die Ökumene mit dem Katholizismus als einen
falschen Weg betrachtet. Sie erhalten es für 12,90 € / SFr 21,90 bei Christliche
Literatur-Verbreitung e.V., Postfach 110135, 33661 Bielefeld,
info@clv.de.
5) Die
römisch-katholischen Lehren und Dogmen zu Maria
479 - "Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechts, von jedem Fehl der Erbsünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und deshalb von allen Gläubigen fest und standhaft zu glauben. Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmaßt, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonst wie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt."
483 -
"Da er [Gott] ihr [Maria] die große Ehre erweisen konnte, sie von
der Verwesung des Todes zu bewahren, muss man also glauben, dass er es
wirklich getan hat."
485 - "Sie [Maria] erhielt als herrliche Krone aller ihrer Ehrenvorzüge,
dass sie von der Verwesung im Grab verschont blieb."
487 - "… es ist eine von Gott offenbarte Glaubenswahrheit, dass die unbefleckte, immer jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen wurde."
479
- Die Verkündung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis durch Papst
Pius IX. in der Bulle "Ineffabilis Deus" (8. Dezember 1854)
483 -
Apostolische Konstitution Papst Pius´ XII. "Munificentissimus Deus"
(1. November 1950)
485 - Apostolische Konstitution Papst Pius´
XII. "Munificentissimus Deus" (1. November 1950)
487
- Apostolische Konstitution Papst Pius´ XII. "Munificentissimus Deus"
(1. November 1950)
Die Quellen sind zitiert nach Josef Neuner/Heinrich Roos, Der
Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, Regensburg
1971, 13. Auflage 1992. Die beiden fett gedruckten Lehrsätze
sind die beiden Mariendogmen von 1854 und 1950 und sie gelten als
"unfehlbar".
Die Dogmen der römisch-katholischen Kirche sind sowohl in der
hier zitierten Lehrbuchsammlung von Neuner/Roos als auch in
dem römisch-katholischen Standardwerk von Heinrich Denzinger,
Enchiridon symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei
et morum (Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen
Lehrentscheidungen) veröffentlicht. In der Bearbeitung von
Peter Hünermann erschien der "Denzinger" neu im Herder-Verlag
in Freiburg, zuletzt im Jahr 2009 die 42. Auflage.
Die Unterschiede im Wortlaut zu Neuner/Roos beruhen auf unterschiedlichen
Übersetzungen des lateinischen Original-Textes. Nachfolgend hier
die
ausführliche Zitierung der beiden Marien-Dogmen nach der Quelle
Denzinger/Hünermann gegenüber
der gekürzten Fassung bei Neuner/Roos oben. Beide Dogmen
gelten als "unfehlbar".
Lehrsatz Nr.
2803 (andere Übersetzung oben unter Nr. 479 bei Neuner/Roos) - "Zu Ehre der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit,
zur Zierde und Auszeichnung der Jungfrau und Gottesgebärerin, zur
Erhöhung des katholischen Glaubens und zum Wachstum der christlichen
Religion, kraft der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der
seligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer (eigenen) erklären,
verkünden und definieren Wir, dass die Lehre, welche festhält, dass
die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis
durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes
im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des
Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Urschuld unversehrt
bewahrt wurde, von Gott geoffenbart und deshalb von allen Gläubigen
fest und beständig zu glauben ist."
Lehrsatz Nr. 2804 (andere
Übersetzung oben unter Nr. 479 bei Neuner/Roos) - "Sollten
daher, was Gott verhüte, sich welche herausnehmen, im Herzen anders
zu sinnen, als von Uns definiert wurde, so sollen diese erkennen und
fortan wissen, dass sie, durch eigenen Richterspruch verurteilt,
Schiffbruch im Glauben erlitten haben und von der Einheit der Kirche
abgefallen sind, und dass sie außerdem durch ihre Tat selbst den vom
Recht festgelegten Strafen unterliegen, wenn sie es wagen sollten,
das, was sie im Herzen sinnen, mündlich, schriftlich oder auf
irgendeine andere äußerliche Weise zum Ausdruck zu bringen." (aus
der Bulle "Ineffabilis Deus" vom 8. Dezember 1854, womit das Dogma
von der angeblich unbefleckten Empfängnis von Maria durch ihre
Mutter Anna durch Papst Pius IX. proklamiert wurde. Der Abfall von
dieser Lehre nach Lehrsatz Nr. 2804 bedeutet gleichzeitig die
angeblich spätere ewige Hölle für den Gläubigen.)
Lehrsatz Nr.
3903 - (vgl. oben Nr. 487
bei Neuner/Roos) - "Zu Ehren des allmächtigen
Gottes, welcher der Jungfrau Maria sein besonderes Wohlwollen
schenkte, zur Ehre seines Sohnes, des unsterblichen Königs der
Zeiten und Siegers über Sünde und Tod, zur Vermehrung der
Herrlichkeit seiner erhabenen Mutter und zur Freude und Begeisterung
der ganzen Kirche, kraft der Autorität unseres Herrn Jesus Christus,
der seligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer (eigenen),
verkünden, erklären und definieren Wir deshalb ...: Es ist von Gott
geoffenbarte Glaubenslehre, dass die Unbefleckte Gottesgebärerin und
immerwährende Jungfrau Maria nach Vollendung des irdischen
Lebenslaufes mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit
aufgenommen wurde."
Lehrsatz Nr. 3904 (vgl. oben Nr. 487
bei Neuner/Roos) - "Sollte
daher, was Gott verhüte, einer wagen, das entweder zu leugnen oder
absichtlich in Zweifel zu ziehen, was von Uns definiert wurde, so
soll er wissen, dass er vom göttlichen und katholischen Glauben
völlig abgefallen ist."
(aus der
Apostolischen Konstitution Papst Pius´ XII., Munificentissimus Deus
vom 1. November 1950, womit das neue Dogma proklamiert wurde. Der
Abfall von dieser Lehre nach Lehrsatz Nr. 3904 bedeutet gleichzeitig
die angeblich spätere ewige Hölle für den Gläubigen.)
Die beiden Mariendogmen sind
eine einzige Verhöhnung von Gott-Vater, von Christus und von Maria.
6) Weitere Überlegungen zu Maria
6.1. - Maria und die
kirchliche Lehre von der Dreieinigkeit
Die katholische Kirche
lehrt drei göttlichen Personen, die
Person "Gott Vater", die Person "Gott Sohn" und
die Person
"Heiliger Geist". Und wenn man über die Zeugung von Jesus spricht, dann
heißt es in der Kirche, Maria sei vom Heiligen Geist "überschattet" worden? Doch
der "Schatten" ist ja etwas Dunkles. Dabei soll doch der
"Heilige Geist" nach
kirchlicher Lehre eigentlich etwas "Lichtes" sein. Welcher
"Schatten" hat sich
aber nun über die Person der Maria gelegt? Nach
kirchlicher Lehre hätte die "Überschattung" darin
bestanden, dass Maria von der "Person" des Heiligen Geistes die
Leibesfrucht empfangen hätte. Doch es sind in Wirklichkeit die Dogmen der
Kirche, die den Schatten über Maria bilden.
Nach dem Dreieinigkeits-Dogma der Kirche sind es also drei
göttliche Personen, die insgesamt e i n Gott sein sollen. Nun
soll im Zusammenhang mit Maria aber nur eine dieser drei Personen aktiv
geworden sein, nämlich der "Heilige Geist". Kann das sein?
Jesus von Nazareth nennt später eindeutig Gott-Vater
seinen Vater, obwohl doch eine andere Person der kirchlichen
Dreieinigkeit, nämlich der "Heilige Geist", der
Zeugende bzw. Befruchtende gewesen sein soll.
Und genauso steht es auch in der kirchlichen Bibel: "Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom
Heiligen Geist" (Matthäus 1, 20). Ist also
Gott-Vater nun der Vater von Jesus, wie Er es selbst sagte? Oder ist
der "Heilige Geist", wie es die Kirche sagt? Oder ist nicht Josef
der leibliche Vater von Jesus, während Gott-Vater der geistige Vater
von Jesus, dem Christus, ist? Und so hätte es Jesus auch gemeint als
er von Gott, seinem "himmlischen" Vater sprach.
Aber noch einmal zurück zum "Heiligen Geist": Wenn der Heilige
Geist für die Kirche tatsächlich eine "Person" sein
soll, warum wird dann an Pfingsten von der "Ausgießung"
des Heiligen Geistes gesprochen? Kann sich etwa eine Person auf
andere Personen "ausgießen?" Oder versuchte hier die Kirche, den
All-Geist = den Heiligen Geist als "Person" dingfest zu machen -
eventuell, damit dieser dann für eine Zeugung in der Lage sein soll?
Und ist das alles nicht absurd, frei nach dem Satz des großen
Kirchenlehrers Tertullian, der auch dem Kirchenvater Augustin
zugeschrieben wird: "Credo, quia absurdum" = "Ich glaube, weil es
absurd ist"?
Mehr zur so genannten "Dreieinigkeit" siehe
hier.
6.2. - Hat Maria Gott geboren? Und wer hätte
dann die Seele Gottes erschaffen?
Durch ihre Geburt
wird Maria nach kirchlichem Dogma zur "Gottesgebärerin" (Konzil
von Ephesus, 431), und sie wird folglich seither auch als die "Mutter Gottes" bezeichnet.
Und grundsätzlich ist es so, dass nach kirchlicher Lehre Gott zudem bei jeder Zeugung
parallel dazu die Seele des Gezeugten erschaffen würde. Wenn
Maria nun also die "Gottesgebärerin" sein soll, wer
hätte dann parallel zu der Zeugung Gottes die "Seele Gottes"
geschaffen?
Die Verehrung der Maria als "Gottesmutter"
hat nichts mit Jesus, dem Christus zu tun, denn dieser sprach
schlicht von seiner Mutter, aber niemals von einer "Gottesmutter". Die
Marienverehrung wurde unter anderem aus dem Isis-Kult abgeleitet,
der sich um Isis, der ägyptischen "Gottesmutter" und "Himmelskönigin"
entwickelte, um dem z. B.
das Volk Israel in Ägypten verfallen war.
Auf dem Konzil von Ephesus im Jahr 431 wurde an die Stelle
von Isis nun Maria gesetzt. Auch die Göttinnen Diana (eine römische
Göttin) und Artemis (eine griechische Göttin) wurden durch Maria ersetzt.
Und viele Titel der antiken heidnischen Muttergottheiten gingen nun auf Maria
über, genauer auf die "Kult-Maria" des Katholizismus: "Himmelskönigin", "Gnadenspenderin", "Unbefleckte",
"Gottesmutter" und "Gottesgebärerin". Das Konzil von Ephesus
erklärte im Jahr 431 also die leibliche Mutter Jesu zur "Gottesmutter" und
sie machte
diese neue Lehre zu einem Dogma, das in allen Großkirchen (römisch-katholisch,
evangelisch, orthodox) seither geglaubt werden muss. Doch wird nicht mit diesem Begriff die
Vorstellung erweckt bzw. bewusst in Kauf genommen, dass Maria
sozusagen über Gott stehe? Denn sie wäre demzufolge die Mutter "Gottes" und
"Gott" wäre ihr Kind.
Was hat Jesus gesagt? Er sprach: "Mein Vater ist größer als
ich" (Johannes 14, 28). Also ist
doch Gott, nämlich Gott-Vater (den man auch als den
Vater-Mutter-Gott bezeichnen könnte) größer als Jesus. Und Jesus ist
dann nicht selbst Gott,
denn Gott ist ja größer als er, sondern er ist Gottes Sohn. Wenn Maria dann aber trotzdem
von der Kirche als "Gottesgebärerin" bezeichnet wird, dann
wird dadurch der abstruse Eindruck erweckt, als hätte sich Gott
selbst, also Gott-Vater,
in Maria einverleibt.
6.3. - Martin Luther, die
evangelische Kirche und Maria
Die evangelische Kirche ist deshalb hier
vorsichtiger, und ihre
Theologen orientieren sich lieber an den wenigen Aussagen, die sich zu Maria in der Bibel finden
lassen. Im Evangelischen Erwachsenenkatechismus heißt es:
"Evangelische Marienverehrung kann bescheidener sein, weil die Bibel
bescheidener ist" (4. Auflage, S.393). Was aber die wenigsten
Gläubigen wissen: Auch nach dem evangelischen Bekenntnis wird Maria
ausdrücklich als "Mutter Gottes" bezeichnet (Konkordienformel,
Epitome VIII.7), was ja auch logisch ist, da das Dogma von der
"Gottesgebärerin" aus dem Jahr 431 auch für den Protestantismus
gilt.
Und Martin Luther schreibt über Maria: Es "will
auch mit dem Herzen bedacht sein, was das sei, Gottes Mutter sein"
(Auslegung zu Lk 1, 46 ff; 1521; zit. nach Katechismus, S. 393).
Und Martin Luther meint weiter: "Die großen Dinge sind nicht anders, denn
dass sie Gottes Mutter ist worden, in welchem Werk so viele und so
große Güter ihr gegeben sind, dass sie niemand begreifen kann. Denn
da folget aller Ehre, alle Seligkeit, und dass sie im ganzen
menschlichen Geschlecht eine einzigartige Person ist über alle, der
niemand (darin) gleich ist, dass sie mit dem himmlischen Vater ein
Kind, und ein solches Kind hat ..."
Dieses evangelische
Gedankengut ist gleich dem katholischen durch und durch verworren. In der katholischen
Kirche heißt es, der "Heilige Geist" hätte Maria befruchtet. Nach
Martin Luther ist hier aber eindeutig Gott-Vater der Befruchtende
("dass sie mit dem himmlischen Vater ein Kind ... hat") und
sozusagen der Partner Marias. Nach der Lehre Martin
Luthers hat also Maria mit Gott-Vater ein Kind, gleichzeitig wird
sie aber auch von Martin Luther als "Mutter Gottes" bezeichnet.
Das wenige, was an
den Ausführungen Luthers stimmt, ist, dass Maria eine einzigartige
Frau war und als solche Frau auch geschätzt und geachtet werden
sollte.
6.4. - Angebliche
Jungfrauengeburt: Die Kirche macht Maria und Josef zum Gespött
Maria war im Inneren mit Gott verbunden und eine stille und
bescheidene Frau. Auch in äußerer Not, z. B. kurz vor der Geburt von
Jesus, verlor sie nie das Vertrauen in die Führung Gottes. Und durch
ihre Hingabe an Gott konnte sie Jesus eine gute Mutter sein. Und in
dem Kind, dessen irdischer Vater der Zimmermann Josef ist, konnte
Christus, der Sohn Gottes, inkarnieren. Das kirchliche Dogma von der
angeblichen Jungfrauengeburt macht demgegenüber Josef und Maria zum Gespött vieler
Menschen. Dabei ist Maria Mutter geworden wie jede andere Mutter auch.
Doch die Kirchen haben ihr eine Jungfrauengeburt und einiges mehr
angedichtet - so wie die antiken Götzenkulte und Mythen ihren
Muttergottheiten solche "Wunder" angedichtet haben. Und das Schlimme
dabei ist auch, dass infolge dieser kirchlichen Maria-Konstruktionen
auch der Zeugungsakt als etwas Ungöttliches betrachtet wird, das bei
Jesus nach kirchlicher Lehre eben nicht sein durfte. Und eine
wesentliche Folge davon war die Verstärkung
der Schuldkomplexe bei den Menschen, und zwar bei allem, was mit Zeugung zusammenhängt. Und
dies geschah für die
gesamte so genannte Christenheit im Zeitraum von beinahe 2000 Jahren.
Und diese massive Abwertung von natürlichen Zeugungen bedingt als eine der
vielen Wurzeln letztlich auch den Absturz unzähliger Priester in pädophile Exzesse und
Verbrechen, während sie gleichzeitig ihre Vorstellung von Maria
verehren.
6.5. - Angebliche "unbefleckte
Empfängnis" von Maria im Körper ihrer Mutter Anna
Die Kirche überhöhte die Gestalt Marias und versah sie mit einem
Heiligenschein, den die echte Maria, die schlichte und demütige Frau, die vor
2000 Jahren in Palästina lebte, sicher nicht befürwortet hätte. So
gibt es z. B. auch das Dogma von der "unbefleckten Empfängnis",
wonach Maria im ersten Augenblick ihrer "Empfängnis" im Schoß ihrer
Mutter Anna, also ihrer eigenen Zeugung, von jedem "Fehl" und jeder "Schmach" der
angeblichen Erbsünde rein bewahrt geblieben sei.
Dies wurde von Papst Pius IX. im Jahr 1854 als neue unfehlbare
Glaubenswahrheit verkündet. Doch
wer auch hier einmal seinen Verstand einschaltet, der müsste sich fragen: Warum hätte
Gott fast 1900 Jahre gebraucht, um dann Papst Pius IX. angeblich ein
solches Kuriosum zu
offenbaren? Benötigt Gott also tausend Jahre und mehr, bis Sein Wort
zu bestimmten Ereignissen bei uns ankommt? Wenn es also tatsächlich zu dieser "unbefleckten
Empfängnis" gekommen sein sollte, warum hat Gott das nicht schon Anna, der
Mutter Marias, verkündet? Und spätestens den Dogmenverkündern auf
dem Konzil von Ephesus im Jahr 431 hätte Er es doch schon offenbaren können,
denn damals haben die Herren der Kirche über diese Dinge ausführlich debattiert
und ein angeblich unfehlbares Dogma verkündet. Hielt Gott sie
alle vielleicht für noch nicht
reif für diese Lehre, weswegen er wartete, bis auf der Erde der zölibatäre Papst
und "Frauenversteher" Pius IX. zum Zuge kommen würde, der besser verstehen soll als Anna und Maria
selbst, was mit diesen beiden Frauen im 1. Jahrhundert vor Christus geschehen sein soll? Von diesem Papst wird
unter anderem berichtet, dass er Heilung suchenden Menschen in Rom Unterwäsche
von sich schickte. Doch die Berührungen mit den päpstlichen Kleidungsstücken führten
zu keinen nachweisbaren Heilungen bei den Kranken, was die spätere
Seligsprechung des Papstes erschwerte. Jedoch nimmt der Papst für sich
in Anspruch, die Vorgänge bei der sexuellen Vereinigung von Anna und ihrem Mann
im 1. Jahrhundert vor Christus exakt und einzigartig verstehen zu können, und
die Romkirche hat dies im Dogma ein für alle mal so fixiert.
Dazu noch eine weitere Frage: Warum hätte
Gott sich für diese angebliche "Offenbarung" die katholische Kirche "erwählt",
um das zu verkünden und nicht die evangelische? Ist Gott parteiisch? Und hält Er
mehr von der katholischen Kirche als von der evangelischen oder von der
orthodoxen? Hätte Er der evangelischen und der orthodoxen Kirche dann nicht zum Ausgleich auch ein
Dogma offenbaren können? Oder wäre es nicht von vorneherein glaubwürdiger
gewesen, das Dogma wäre den Protestanten offenbart worden, die sich seit je her
etwas schwerer mit dem Marienkult tun als die Katholiken? Dann wäre doch eine
Annäherung zwischen den Konfessionen erfolgt und nicht eine weitere Entfernung.
Lassen wir zudem einmal das Wort "unbefleckt" auf uns
wirken. Darin steckt doch auch die "Befleckung", womit die
Kirche die "Befleckung" mit der angeblichen "Ur-Sünde", der so genannten
"Erbsünde", während eines Zeugungsaktes von Mann und Frau, meint. Für die Kirche
geschieht also im Augenblick der Zeugung bei der Vereinigung von Mann und Frau eine
folgenschwere "Befleckung", die den Gezeugten alleine
schon deswegen - ohne spätere Inanspruchnahme der kirchlichen "Gnadenmittel"
- in die ewige
Verdammnis führen würde, auch wenn die Vereinigung der Eltern liebevoll und harmonisch
war.
Und ist das auch einer der Gründe, warum viele Priester ihre Zeugungsorgane
lieber an Körpern von unschuldigen Kindern reizen und dort zur Befriedigung
bringen als dass sie zu einer "Befleckung" eines neu geborenen Menschen
beitragen? Und werden dennoch Priesterkinder geboren, so möchte sich die Kirche
dann auch nicht mit diesem "Übel" "beflecken" und lässt der Mutter und dem Kind großzügig
Unterhalt zukommen, falls diese, so hört man, kein großes Aufhebens von der
Vaterschaft macht oder gar, so hört man, einen anderen leiblichen Vater zu
Papier bringt als den Priester.
6.6. - Angebliche leibliche Himmelfahrt: Ist Marias
"Fleisch und Bein" im Himmelreich?
Katholiken müssen schließlich auch glauben, dass einzig Maria leiblich
aufgefahren sei in den Himmel. Falls das stimmt, bedeutet das
umgekehrt aber auch, dass naturgemäßes Sterben ja fast einer Sünde
gleichkommen würde.
Doch was tun "Fleisch und Bein" im Himmelreich, das doch ein geistiges
Reich ist? Und wie soll denn neben der Seele Marias in einer
geistigen Welt auch ihr materieller Leib dort existieren
können, wie es das Dogma verlangt? Und selbst wenn dieser Leib, wie
fortgeschrittene Katholiken zur vermeintlichen "Rettung" des absurden Dogmas
einwerfen, gar nicht mehr richtig materiell sei, sondern durchaus auch bereits
geistig sein soll, warum heißt es dann im Dogma, Maria wäre "mit Leib und Seele"
in der Herrlichkeit? Es heißt also eindeutig "Leib". Was wäre dann also der Unterschied zwischen diesem
Auferstehungsleib, wenn es nicht mehr der irdische Leib sein soll, und ihrer
Seele? Hätte Maria dann also zwei Leiber und eine Seele? Den irdischen Leib,
der
sich laut kirchlicher Lehre ohne Verwesung zum auferstandenen Leib, dem nun zweiten Leib gewandelt
haben soll und die Seele obendrein? Außerdem: Welchen Sinn macht es, dass
Marias Leib der bisher einzige Leib an diesem Ort sein soll, während andere
Leiber erst am Jüngsten Tag folgen sollen? Ist das nicht auch für Maria eine
Zumutung, solange alleine in diesem Zustand existieren zu müssen?
Wer seinen von Gott
gegebenen Verstand einschaltet, der kann auch bei diesem Dogma
nur den Kopf schütteln und vor allem für Herzensdenker ist es etwas ganz und gar
Fremdes und von Gehirn-Akrobaten Konstruiertes.
Denn es ist völlig unlogisch und nach der von Gott selbst gegebenen Schöpfungsordnung
auch unmöglich, dass alle Leiber verwest seien bis auf den Leib von Maria, wie es
die katholische Lehre zu glauben verlangt (siehe die beiden Lehrsätze bei
Neuner/Roos Nr. 483 und Nr. 485).
Nach katholischer Lehre habe also die ausgebliebene "Befleckung" bei der Zeugung
offenbar auch die spätere
Verwesung verhindert. Doch würde dieser Nonsens stimmen, dann hätte Gott bei
Maria sein Naturgesetz einfach umgestoßen.
Doch warum gibt uns Gott Naturgesetze und stößt sie dann für die kirchlichen
Dogmen wieder um? Wenn uns die
katholische Kirche also weis machen möchte, dass auch der
Leib von Maria, und nicht nur deren Seele, unverwest in den Himmel aufgefahren
sei, so ist das zwar katholisch,
aber weder logisch noch christlich. Denn der Leib eines Menschen ist
nun mal ein Naturkörper und er gehört der Erde an, aus der er gemacht ist,
weswegen es bei Bestattungen auch heißt: "Erde zu Erde, Asche zu Asche und Staub
zum Staube". Jedoch gilt auch: Die Seele kehrt zurück in ihre ewige Heimat
zu Gott, aus
der sie einst ausgegangen ist.
6.7. - Maria ist eine Frau
Maria ist eine Frau. Hat diese Tatsache vielleicht eine wichtige
Bedeutung für das kirchliche Lehrwerk? So stellt sich die Frage, ob nicht die Verherrlichung
einer Frau eine Kompensation darstellt? Dazu ein Beispiel: Der "heilige" Alphonsus Liguori wurde
von Papst Pius IX. zum "Doktor" der Katholischen Kirche erhoben. Er schrieb
ausführlich, dass Gebete, die an Maria gerichtet sind, viel wirkungsvoller
seien, als die an Jesus gerichteten. Doch wozu diese massive Verherrlichung
dieser Frau? Um ein Gegengewicht dafür zu schaffen, dass alle anderen
Frauen in der Kirche unterdrückt und benachteiligt werden? So hat die
Kirche ihre eigene Art gefunden, das Wort des Paulus in die Tat umzusetzen, das
dieser im 1. Korintherbrief geäußert hat: "Wie in allen Gemeinden der Heiligen, sollen die Frauen
schweigen in der Gemeindeversammlung" (14, 34). Doch
Jesus von Nazareth sprach
weder von einer "Heiligkeit" seiner Mutter noch von den übrigen
Frauen, die angeblich schweigen sollen. Ganz im
Gegenteil. Er praktizierte die Gleichheit und in seiner Nachfolge
waren auch viele Jüngerinnen (vgl. z. B. Lukas 8). Im Imperium Romanum
galt dagegen das Patriarchat, und auch Paulus war ein Römer. Das erklärt so
manches.
Würde sich die römisch-katholische Kirche nur römisch-katholisch nennen, aber nicht
zusätzlich auch noch christlich, oder würden sich die kirchlichen
Obrigkeiten nur als die Nachfolger des Paulus bezeichnen, dann wäre das
konsequent. Mit Jesus, dem Christus, hat die
katholische kirchliche Obrigkeit jedenfalls nichts zu tun. Es ist
eine spezielle Männergesellschaft überwiegend fortgeschrittenen Alters, die sich
schon durch ihre frauenähnliche Kleidung von allen anderen Männern abhebt. Dabei
wähnen sich die katholischen Patriarchen näher bei Gott als die Familienväter.
Von diesen Familienvätern zeugt nun so mancher in Achtung vor dem Leben ein Kind, er
beschützt Mutter
und Kind, und er ist zeitlebens der Familie eine gute Stütze. Auch
geht er einer geregelten Arbeit nach wie die Jünger von Jesus und wie auch Jesus
selbst, der als Zimmermann arbeitete. Anders als die Priester, die sich von der
Kirchensteuer und vom Staat bezahlen lassen und keine Familie gründen dürfen,
obwohl Gott doch die Ehe von Mann und Frau gesegnet hat, niemals jedoch den
Zwangszölibat von Priestern.
So ist es sicher auch kein Zufall, dass eine Institution, in der die Frauen
keine gleichberechtigten Mitglieder sind und deren Priester keine
Frau heiraten dürfen, den Namen "Mutter Kirche" erhielt und dass ihre "Kinder"
mit absurden Lehren und Vorschriften gelenkt werden. Von Gott her gibt es die
Polarität von "männlich" und "weiblich". Wo aber ein Prinzip das andere
verdrängt, z. B. das männliche das weibliche, da ist die Schöpfungsordnung
Gottes gestört, und es kommt zu schlimmen gegen Gott gerichteten Auswüchsen und
Trieben.
Ist also die Polarität zwischen Mann und Frau gestört, wie z. B. durch
das Zölibat und die "Mutter Kirche", dann kann sich schon allein dadurch
keine gottgemäße und gesunde Entwicklung vollziehen. Und die Unfruchtbarkeit
der Mutter Kirche erkennt man auch an den Kirchenaustritten und an den Taten und
Untaten unzähliger Priester in dieser Welt. Und so steht auch schon in der
Bibel
geschrieben: "Geht hinaus aus ihr, Mein Volk, dass ihr nicht teilhabt
an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen"
(Offenbarung 18, 4). Gemeint ist das Hinausgehen, der Austritt aus der "Hure
Babylon", nach der Überzeugung vieler Bibelkenner ein Symbol für die
endzeitliche Kirche.
Und es dauerte 2000 Jahre, bis viele Kinder der "Mutter Kirche" dies
nun allmählich erkennen.
Literatur zu Kapitel 6: "Der Prophet Nr. 13" - Schlagt die Bibel zu:
Der Verrat an Jesus, dem Christus, und an den Propheten, Würzburg 1998;
(http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen/broschueren-der-prophet/der-prophet-nr-13.html).
Die dort zu lesenden Inhalte wurden hier sinngemäß übernommen und durch weitere
Überlegungen ergänzt.
7) Wird Maria zur "Miterlöserin"?
Sucht man im Index des offiziellen römisch-katholischen Lehrbuchs
von Heinrich Denzinger und Peter Hünermann, Kompendium der
Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen (42.
Auflage, Freiburg 2009) nach Maria, so lautet das erste
Stichwort: "Ihr Anteil am Erlösungswerk" (S. 1791). Der
Gedanke einer eventuellen "Miterlöserschaft" durch Maria liegt also
im Katholizismus von vorne herein sehr nahe.
Hier zunächst ein Brief einer Leserin aus Brasilien:
"... Darum glaube ich, es wird bereits an der Glaubensschraube
gedreht. Ganz nach dem Motto: Gebt dem Volk, was es haben will.
Große Organisationen denken schließlich immer langfristig.
Glaube wird je nach Zeitbedürfnis von Klerikern den jeweiligen
Forderungen angepasst. Immer mit dem Ziel, eine gewonnene
Machtposition zu erhalten, auszubauen, oder auch zurück zu erobern
... Die RKK [Römisch-katholische Kirche] ist bis heute noch ein
totaler Männerverein. Die Frauen springen immer mehr ab. Diese
Frauenfeindlichkeit ist aber so verwurzelt und historisch gewachsen,
dass es fast nicht möglich ist, das mit logischen Argumenten auf
neue Beine zu stellen ... Wie soll man die Frau gleichzeitig
gleich- und trotzdem ruhig stellen? Man gebe ihr ein Idol, dem sie
nacheifern kann. Und da macht sich die RKK meines Erachtens
Maria zunutze ... 1854 das Mariendogma über die unbefleckte
Empfängnis, 1870 wird noch mal daran erinnert, dass der Papst
wirklich unfehlbar ist. 1950 wird Maria leiblich in den Himmel
aufgenommen. Drei so verrückte Dogmen, in so kurzer Zeit, mitten
im Zeitalter der Aufklärung und Industrialisierung? Und warum
so spät? Maria war doch von Anfang an dabei. Und jetzt kommen
die Diskussionen, um das nächste Dogma vorzubereiten. Maria als
Miterlöserin ... Man könnte fast von einer himmlischen
Gegenrevolution sprechen. Aber warum Maria und nicht Jesus?
Marien-Erscheinungen häufen sich rund um den Erdball und
Wallfahrtsorte schießen wie Pilze aus dem Boden. Und alle haben ihre
privaten Seher und Propheten. Sie lässt Jesus, zumindest in der
RKK, anscheinend gar nicht mehr zu Wort kommen. (Angeblich ein
typisch weibliches Verhalten) ... Ihre Stellung wird kontinuierlich
angehoben. Jesus dagegen wird fast nur noch historisch gesehen und
bewertet. Es sieht fast so aus, als würde hier eine Göttin
produziert werden? ... Modernisten wiederum setzen die Säge an
Jesus an. Damit wird der Weg für Maria ein bisschen geebnet. Sie
muss sich langsam in den Götterstand hocharbeiten. Also muss
Jesus runter. Dafür sorgt schon das Rosenkranzgebet mit seiner
Unverhältnismäßigkeit und suggestiven Wirkung ... Kirchliche
Anerkennung oder nicht spielt bei Marienverehrung für den
Volksglauben eh keine Rolle. Aber er wird kräftig angeheizt. Dabei
wird auch streng darauf geachtet, was Maria so alles mitteilt. Ist
es schön katholisch, dann ist es echt, wenn nicht, ist es eine
Fälschung oder kommt von der anderen Fraktion. Wie Sie wissen, lebe
ich in Brasilien, hier schlägt Maria besonders hohe Wellen, weil
sie unter anderen Namen in jeder Naturreligion eine wichtige Rolle
spielt. Über Maria ist es ein Leichtes, zu missionieren.
Manchmal habe ich den Eindruck, hier ist eine andere RKK am Werk.
Es fallen mir nur
die Unterschiede sehr stark auf. Sie sind gravierend im Vergleich
mit Europa ... Es sind dieselben Professoren. Die kriegen alle die
Herzchen in die Augen. Da wird nicht mehr rationell gedacht. Die
Dogmen werden verteidigt bis aufs Messer. Wir leben im
Marianischen Zeitalter ... Ich glaube einfach, dass Maria zur
Göttin erhoben werden soll. Aber wie könne es weitergehen? Wir
schreiben das Jahr 2xxx: Der 3. Weltkrieg ist vorbei. Maria hat ja
angekündigt, dass es sich nicht mehr vermeiden lässt und das große
Strafgericht kommt. Jesus hat sich immer noch nicht blicken
lassen. Also ist es jetzt auch an der Zeit, das Dogma zu
verkünden. Miterlöserin und alle schönen Titel, die dazu gehören ...
Frauen dürfen jetzt auch Priesterinnen werden ... Die
Liturgie muss geändert werden. Maria braucht ihre eigene
Kulthandlung. Da muss wahrscheinlich unbemerkt ein bisschen an der
Bibel revidiert werden. Aber das war noch nie ein Problem. Ein neues
Dogma wäre auch nicht schlecht. Gott hat ja schon seinen
unfehlbaren Stellvertreter auf Erden. Und Maria? Kriegt eine
Päpstin. Nicht ganz so unfehlbar, aber immerhin ... Papst und
Päpstin heiraten. Die Unfehlbarkeit gilt nun als weiter vererbbar.
Der erste unfehlbare kleine Horus wird geboren. Und das am
Nikolaustag. Na, wenn das kein deutliches Zeichen Gottes ist?"
(Iris Costa)
Und auch wenn es in
Wirklichkeit nicht so weit kommt, was ist schon in Vorbereitung? Tatsächlich soll die Mutter Jesu, welche die "Mutter Kirche"
im Jahr 431 schon zur "Gottesgebärerin" hochstilisiert
hatte, nach Focus Nr.
52/1997 auch noch Göttin werden, "Göttin Maria", wenn
es nach dem Willen zahlreicher einflussreicher Katholiken geht.
Nach dem schriftlich bekundeten Willen von 42 Kardinälen, 500
Bischöfen und fast fünf Millionen Katholiken in 157 Ländern soll
dieses Dogma in der katholischen Kirche eingeführt werden. Nach dem
Focus-Bericht würde aus der Dreifaltigkeit, der angeblichen Trinität von
Gott-Vater, Sohn und Heiligem Geist dann eine Vierfaltigkeit bzw.
Viereinigkeit einschließlich Maria,
der Mutter des Gottessohnes, werden. Maria würde von der Mittlerin
zur eigenständigen Gottheit aufsteigen. Die ältesten Ursprünge der
weiblichen Gottheit (Mutter Erde) zögen, so Focus, über die
Hintertür der Marienfrömmigkeit nun vollends in den "christlichen" Himmel ein.
Dazu die Frage: Soll damit Maria, die Christus zur Welt brachte, erneut verunglimpft
werden und Gott-Vater oder der "Person" Heiliger Geist als Ehefrau
zugesprochen werden? Soll also Maria, die als Mensch eine große
Tat im Glauben, Vertrauen und in der Hingabe an Gott erbrachte -
nämlich durch
die Geburt des Jesus, des Christus, im Stall zu Bethlehem - nun zur
"Göttin" gekürt werden, und von wem?
Bislang war das abendländische
Christentum ja auf einer patriarchalischen Dreieinigkeitsformel
aufgebaut worden. Wenn sie jemand leugnete, wurde er hingerichtet,
so die Gesetze über viele Jahrhunderte. Heute darf man zum Glück
kritisch nachfragen. So gibt es nach katholischer Lehre demnach im Himmel eine Art "Männerwirtschaft", vergleichbar der
ausschließlich männlichen Hierarchie in der katholischen Kirche.
Nach katholischer Ansicht besteht diese "Trinität" aus drei Personen,
"Gott-Vater", "Gott Sohn" und dem "Heiligen Geist". Nun
könnte also
noch eine Frau hinzukommen, die "Göttin Maria", woraus sich dann die
Vierfaltigkeit ergäbe.
Es ist abzuwarten, ob ein Oberhaupt der katholischen Kirche dieses
Dogma in der nächsten Zeit durchdrücken wird, wie dies zuletzt die Päpste Pius IX. und
Pius XII. bei den beiden letzten Mariendogmen getan haben.
Sollte die "Göttin Maria" also demnächst zum Dogma erhoben werden,
dann müsste in der Kirche z. B. auch das 1. Gebot "Ich bin der Herr, dein Gott,
der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft geführt habe. Du
sollst keine anderen Götter haben neben mir" geändert werden. Denn
Maria hätte dann ja auch damals dort mitgewirkt.
Und würde es tatsächlich zu
dem neuen Dogma der "Göttin Maria"
kommen, dann würde das auch Auswirkungen auf das Vaterunser haben,
in das man auch Maria mit integrieren müsste. Oder müsste man nicht
dann ehrlicherweise den
Inhalt des Gebetes einfach umdrehen und von den Zuständen in der
Kirche und auf der Erde ausgehen, die man dann auch im Himmel
wieder finden möchte? Dann könnte man z. B. beten: "Heiliger Vater
unser in Rom, geheiligt ist dein Name, dein Reich
komme, wie auf Erden, so auch im Himmel."
Nach dem Urwissen vieler
Religionen besteht der "Himmel"
aus gebenden und empfangenden Prinzipien, aus Wesen bzw.
"Personen", die männlich und weiblich sind, jedoch im
geistigen und nicht im geschlechtlichen Sinne. Die Menschen auf der
Erde sind demnach alle in menschliche Körper eingekleidete
Geistwesen, deren eigentliche Heimat ein Ort in diesem Himmel ist.
Das gilt auch für Maria. Maria, die Mutter
von Jesus, ist als Geistwesen im ewigen Sein nach verschiedenen
Quellen einer der sieben
Seraphim, der weiblichen Gesetzesengel im Zenit, dem göttlichen
Zentrum der Schöpfung. Diese Seraphim haben neben den sieben Cherubim im
Zenit, also dem "Heiligtum des Himmels"
ihren Wohnort. Demnach war in dem schlichten Menschen Maria der Seraph der Barmherzigkeit
einverleibt - also ein hohes Geistwesen vor Gottes Thron - jedoch
nicht im hierarchischen Sinne wie in der Kirche, denn im Himmel gilt
die Gleichheit aller Geschöpfe. So z B. der Inhalt zahlreicher "Offenbarungen" aus dem
Gottesgeist und prophetische Botschaften in unserer Zeit (siehe
dazu unten). Das Bestreben, aus
Maria eine "Miterlöserin" machen
zu wollen, ist jedoch, wie auch die übrige kirchliche Lehre zu
Maria, ein Humbug.
Die katholische Kirche entlarvt sich immer mehr. Und sie tut dies
noch um ein weiteres, wenn sie aus Maria, der Mutter Jesu, eine
"Göttin" machen würde.
8) Maria nicht verehren, sondern sie schätzen
und achten
Nachfolgend ein Hinweis auf die Broschüre
"Der Prophet Nr. 12", Der Unbekannte, der sich selbst fremd ist. Brauchen
wir Heilige als Fürbitter? Würzburg 1997.
Dort findet sich eine Darlegung, wer
Maria wirklich war und wie wir heute mit Maria umgehen können. Der Text
beginnt mit folgenden Worten:
"Gerade Maria, die Mutter Jesu,
sollten wir sehr schätzen, denn sie hat viel um Jesus, ihren Sohn,
gelitten. Wir Menschen sollten unsere himmlische Schwester Maria
achten, sie lieben und ihr danken für ihr Durchhalten, für das
Große, das sie als Mensch geleistet hat, für den großen Glauben und
das Vertrauen in Gott, unseren ewigen Vater, und in den
Verkündigungsengel, aber auch für das Vertrauen, das sie in Josef
setzte, der sie zur Frau nahm und ihren Körper achtete. Wir können
Maria dadurch danken, indem wir das befolgen und tun, was Jesus, ihr
leiblicher Sohn, lehrte ..."
Lesen Sie weiter bei:
http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen/broschueren-der-prophet/der-prophet-nr-12.html.
Zu Maria lesen Sie auch: Die Bethlehem-Geschichte über die Geburt von Jesus
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Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
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