DER THEOLOGE
Nr. 42
Die Auferstehung des Baal
Die Institutionen Kirche und ihre Priester: der Baals-Kult der Gegenwart
Im Alten Testament gibt es immer wieder den Gegensatz zwischen dem Gott der Propheten und seinem Widersacher, dem Baal, dem "Götzen". Wer sind die Diener des Baal heute? Die Kirche vereinnahmt die großen Gottespropheten Israels heute zu Unrecht für sich. Denn in Wirklichkeit hat sie mehr mit Baal gemeinsam als mit dem Schöpfergott oder mit Jesus, dem Christus. Lesen Sie einige Skizzen zur "Auferstehung" des Baal in den Institutionen Kirche. Glaubt man an die Möglichkeit der Reinkarnation, dann stellt sich zudem die Frage: Sind die Priester des Baal immer wieder inkarniert und machen seit nahezu 2000 Jahren bis heute auf eine ähnliche Art und Weise weiter wie bereits im 1. Jahrtausend vor Christus?
1)
Wie war es um das Jahr 1300 v. Chr. in dem antiken Stadtstaat Ugarit im Norden
des heutigen Syrien?
"Die verstorbenen Könige werden vergöttlicht und bekommen einen eigenen Kult.
Damit erreichten sie den gleichen Rang wie der Gott Baal selbst. Archäologische
Ausgrabungen bestätigten, dass fast jede Stadt ihren eigenen Tempel für die
Kulthandlungen hatte. Es gab heilige Pfähle oder Steine, die als Phallussymbol
angesehen wurden ..." (Wikipedia, 1.2.2010)
Und in Jeremia 11, 13 heißt es: "Denn so viele Städte, so viele
Götter hast du ... so viele Schandaltäre habt ihr aufgerichtet, um
den Baal zu opfern."
Zum Vergleich: Heute gibt es in der Kirche Heiligsprechungen. Die "Heiligen"
sind die Nachfahren der antiken "Götter". Und: Zahlreiche Städte mit
überwiegend katholischen Einwohnern haben einen so genannten "Schutzpatron"
mit eigenen Altären. Und es gibt ein Brauchtum bzw. einen Kult um diesen
Patron. Und was die "heiligen Pfähle", die "Phallussymbole"
betrifft, siehe dazu den großen
Obelisk auf dem Petersplatz in Rom.
2)
König Ahasja von Juda wird vom Gottespropheten Elia der Tod prophezeit, nachdem
der König sich in seiner Krankheit nicht an den Schöpfergott gewandt hatte, sondern an
Baal von Ekron. Wen bitten die Katholiken um Hilfe? Gott? Oder
"unseren lieben Heiligen", der bestimmte Gebrechen heilen oder lindern soll?
Für jede Krankheit ist ein anderer "Heiliger" bzw. Baal
zuständig.
Und so spricht der Gottesprophet Jeremia: "Die Propheten weissagten im
Namen des Baal und hingen den Götzen an, die nicht helfen können" (2, 8).
Baals Hilfe nützt also nichts, ja, es gibt sie gar nicht. Auch das erinnert an
die katholischen Heiligen, deren Anrufung auch nichts nützt. Es hat nur
suggestive Wirkung. Und so wie natürlich damals viele Baals-Anhänger riefen "Baal
hat geholfen", wenn sich z. B. eine Krankheit besserte, so rufen heute viele
Katholiken: "Der Heilige hat geholfen."
3)
Im Alten Testament stehen Priester und echte
Gotetspropheten im Gegensatz. Doch bei Baal gab es sowohl Priester als auch Propheten. Priester und Propheten
waren also bei Baal kein Widerspruch, sondern sie ergänzten einander, so
wie kirchliche Propheten nur verdeutlichen dürfen, was die Priester zuvor
im Dogma und im Bekenntnis festlegten.
4)
2. Könige 17, 16 beschreibt im Zusammenhang des Baalsdienst: Zwei
gegossene Kälber, Kinderopfer (steht auch klar in Jeremia 19, 5; 32, 35),
Wahrsagerei, Prostitution. Zu den Kinderopfern der Kirche zählen z. B.
die 50.000 indianischen Kinder, die von 1920-1996 in den Umerziehungsschulen der
Kirche gefoltert, vergewaltigt, zu Menschenversuchen missbraucht und schließlich
direkt oder indirekt getötet wurden, oder die man medizinisch unbehandelt
sterben ließ (siehe
hier). Kinderopfer sind im weiteren Sinn auch alle die
Zehntausende von Kindern, die von den kirchlichen Priestern des Baal sexuell
missbraucht wurden und werden. Und im übertragenen Sinn auch die Tausende von
Priesterkindern, die von ihren Vätern verleugnet werden oder die aufgrund der
Problematik der Priesterschaft ihres Vaters in ihrem eigenen Leben später nicht
zurecht kommen.
5)
Jeremia beschreibt auch, wie die Anhänger des Baalskult leben: "Ihr seid Diebe,
Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal" (7, 9). Es ist wie
in der Volkskirche heute: Darin tummeln sich "Diebe, Mörder, Ehebrecher und
Meineidige" und allesamt werden "allein aus Glauben" selig bzw. nach Beichte und
Absolution durch einen Priester. Dabei kann ein pädophiler Priester dem anderen
nach katholischer Lehre die Absolution erteilen. Nur sich selbst kann ein
Priester nicht lossprechen, aber er findet leicht einen zweiten, der noch
schlimmer ist als er. Und der spricht ihn sofort los. Der aktive Glaube, das
positive ethische Tun, spielt für das Seelenheil beim Baalskult offenbar keine
Rolle. Wie in der Kirche.
Hierzu passt auch: Der König Ahab, der in der Zeit des Elia dem Baal huldigte,
beschlagnahmt diktatorisch auch den Weinberg des Nabot, ohne dass er hierbei
offenbar gegen ein Gebot Baals verstoßen hatte. Es gab bei Baal nämlich keine
Zehn Gebote oder etwas vergleichbar anderes Ethisches oder Soziales wie beim
Schöpfergott und bei Christus.
6)
Und immer wieder wird ein neuer Altar für Baal errichtet. Genau wie für
den katholischen Gott. Er braucht immer einen Altar. Der Schöpfergott braucht
jedoch keine Häuser aus Stein und schon gar keine Altäre. Aber im Katholizismus
und bei Baal geht es nicht ohne.
7)
2. Könige 23, 4 nennt "alle Geräte, die dem Baal ... gemacht waren".
Wie die katholischen Kultgegenstände. Für den Schöpfergott braucht es
keinen einzigen Kultgegenstand. Für Baal bzw. den katholischen Gott sind die
Kirchen voll davon.
8)
Beim Baal wird auch geschworen (Jeremia 12, 16); wie im
Katholizismus beim katholischen Gott oder bei der Bibel. Jesus lehrte hingegen,
nicht zu schwören.
9)
Nach Jeremia 32, 29 wurden dem Baal auch "Räucheropfer"
dargebracht; vergleiche den kirchlichen "Weihrauch" oder den barbarischen Umgang
der Kirche mit den Tieren.
Sehr interessant ist nämlich: Unmittelbar vor der Prophezeiung des Friedens
zwischen Mensch und Tier beim Propheten Hosea heißt es: "Denn ich will
den Namen der Baale von ihrem Munde wegtun, dass man ihrer Namen nicht mehr
gedenken soll. Und ich will zur selben Zeit für sie einen Bund schließen mit den
Tieren auf dem Felde, und mit den Vögeln unter dem Himmel ... usw." (2,
19-20). Das heißt: Unter Baal gibt es keinen Frieden zwischen Tieren und
Mensch. Exakt wie im Katholizismus.
10)
Nach Hosea 2, 10 werden die Israeliten dafür getadelt, dass sie nicht
erkennen, "dass ich [Gott] es bin, der ihr Korn, Wein und Öl gegeben hat und
viel Silber und Gold, das sie dem Baal zu Ehren gebraucht haben."
Baal zu Ehren werden also Silber und Gold gebraucht, vergleichbar den
prunkvollen Kirchen mit viel Gold und Silber.
Das steht auch bei Hosea 13, 2: Über die Baals-Anbeter heißt es: "Aus
ihrem Silber gießen sie Bilder, wie sie sich´s erdenken, Götzen, die doch nur
Schmiedehandwerk sind. Dann sagen sie von ihnen: Wer die Kälber küssen will, der
soll Menschen opfern."
Das ist auch vergleichbar dem Katholizismus. Alle möglichen Kultheiligtümer
werden von den Gläubigen verehrt oder gar geküsst. Und wer sich den Zugang dafür schaffen will,
muss z. B. zahlen oder hatte sich früher das Land erobert, wo die Kultstätten
stehen (z. B. der katholische Kreuzzug nach Jerusalem, wo die Kreuzfahrer dann
auch die Kultgegenstände vor Ort küssten).
Baal wurde also nicht nur in der Zeit des Alten
Testaments verehrt. Noch mehr wird ihm in der Zeit des Neuen Testaments
gehuldigt. Jesus hängt in der Kirche als toter Mann am Kreuz. Baal hingegen ist
dort auferstanden.
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Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
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