DER THEOLOGE
Nr. 41
Apokalypse:
Die Offenbarung des Johannes erfüllt sich in unserer Zeit
Zum Verständnis der Prophetie des Sehers Johannes in
der Bibel für die Gegenwart
Nachdem die
Welt-Katastrophen zunehmen und immer mehr Menschen bei der Entwicklung des
Klimas, der Umwelt, der Wirtschaft oder des Friedens auf unserem Planeten schwarz sehen,
vermehren sich nun auch in der Kirche die Stimmen, die zaghaft zugeben, dass wir in
der so genannten "Endzeit" leben. Auf diese Weise wird
auch das letzte Buch der Bibel
aktuell, die "Offenbarung = Apokalypse des Johannes", die eben von
dieser Endzeit spricht.
Dabei werden dem Propheten
Johannes zukünftige Vorgänge auf der Erde sowie in der unsichtbaren Welt
enthüllt.
Bei nüchterner
Betrachtung beantwortet diese Endzeit-Prophetie viele Fragen. Besonders
interessant ist in dieser "Geheimen Offenbarung des Johannes", wie
sie auch genannt wird, die Stelle, die sich auf die Hure Babylon bezieht. Lüften
Sie mit uns das Geheimnis.
In dieser Ausgabe des "Theologen"
werden nicht alle Kapitel und Verse ausgelegt, sondern einzelne Bibelstellen,
die uns besonders wichtig erscheinen und die uns und vielleicht auch Sie ins Nachdenken
bringen könnten.
Priester gegen
Gottespropheten
Das Omega ist
gesprochen
Der Engel,
nicht der Pfarrer, als Leiter der Gemeinde
Vergeltung nach
den Taten, kein Heil durch Glauben
Es Gott und dem Teufel recht machen wollen
Das gemeinsame
Abendmahl mit Christus und ohne einen Priester
Blick in die
siebendimensionale Welt
Gott allein ist
heilig. Wer aber ist dann der
"Heilige"
Vater?
Die Sterne des Himmels fallen herab
Das Siegel Gottes auf der Stirn von Menschen
Kampfhubschrauber vor den inneren Augen des Propheten?
Warum kehren die Menschen nicht um?
Apokalypse bedeutet
"Enthüllung"
Die Frau und der Drache
666
und die Macht des Kaufens und Verkaufens
Gott erhört den Hilferuf der Mutter Erde und schützt
ihren Peiniger nicht mehr
Die Erntezeit auf dem Planeten Erde ist gekommen
Der Mensch trägt ab, was er selbst verursacht hat
Welche Blut vergossen haben, trinken nun Blut
Falsche Propheten behaupten Unschuld der
Menschen. Deshalb verfluchen diese Gott
Wer ist die Hure Babylon? Das Geheimnis wird gelüftet
"Ziehet
aus von ihr, mein Volk!"
Demütige Sprachrohre Gottes, vom Staatschristentum
verfolgt und verspottet
Der äonenlange Abgrund und das
Friedensreich
Ein neuer Himmel und eine neue Erde ohne
Kirchen aus Stein
Das Buch des Lebens und das gerechte Gericht
Das Wasser des Lebens umsonst
Anmerkungen
Priester gegen
Gottespropheten
Kapitel 1, 1 – Offenbarung Jesu Christi,
die Gott ihm gegeben hat, damit er Seinen Knechten zeigt, was bald geschehen
muss.
Für Urchristen des 21. Jahrhunderts ist es
selbstverständlich, dass Christus sich in der Geschichte immer wieder durch Propheten offenbarte. So hat er es
auch gemäß des Johannesevangeliums selbst vorher gesagt: "Noch vieles
habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener
kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen"
(16, 12). Noch in den ersten christlichen Gemeinden sprach Christus ganz
selbstverständlich durch Propheten, wie z. B. der 1. Brief des Paulus an die
Korinther belegt, in dem es heißt: "In einem jeden offenbart sich der Geist
zum Nutzen aller; dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu
reden ... einem anderen prophetische Rede; einem anderen die Gabe, die Geister
zu unterscheiden (12, 7-10). Und auch Johannes wirkte als
Prophet. Und entweder handelt es sich dabei um den Jünger Johannes in sehr hohem
Alter oder um einen anderen Propheten mit Namen Johannes. Auf jeden Fall empfing
er auf der griechischen Insel Patmos, wohin er als
Gefangener verbannt wurde, die Offenbarung, die wir heute als Offenbarung des Johannes
oder auch als Geheime Offenbarung des Johannes kennen.
Doch die
Priester aller Zeiten und Kulturen stellten sich immer gegen die wahren
Gottespropheten, weil die Propheten kein Blatt vor den Mund nahmen, wenn es
darum ging, das Machtgehabe und den Betrug der Priester zu entlarven. In
den Großkirchen erfanden die Priester und Theologen dann sogar die Lehre, dass die
Offenbarungen mit Jesus, dem Christus, angeblich abgeschlossen seien und dass es nach ihm
keine mehr geben werde. Mit anderen Worten: "Wir wollen nicht mehr, dass Christus
noch einmal durch Prophetenmund spricht." Bzw.: "Alle Gottespropheten müssen ab
jetzt ihren Mund halten".
Doch damit widersprechen die
Kirchenführer sowohl Christus selbst als auch ihrem Lehrer und "Heiligen" Paulus,
für den Propheten noch selbstverständlich waren.
Und sie widersprechen damit auch ihrer eigenen
Bibel, in der nirgends geschrieben steht, dass die Offenbarung mit Jesus, dem
Christus, abgeschlossen sei, wie es die Kirche ihren Gläubigen weis zu machen
versucht.
Und in diesem Zusammenhang beargwöhnen die Institutionen Kirche und ihre Führer bis
heute auch die Offenbarung des Johannes, und ihre Theologen streiten sich
über die Bedeutung dieses Buches. Und dass es im 4. Jahrhundert überhaupt in die Bibel der Kirchen aufgenommen wurde,
erntete in der Kirche einst viel Widerspruch.
Auch Martin Luther mochte die
Offenbarung überhaupt nicht: "Mein Geist will sich in dies Buch nicht schicken",
zitiert z. B. die evangelische Zeitschrift Chrismon den Gründervater der
evangelischen Kirche (Ausgabe Nr. 7/2008).
Wenn wir nun einmal näher betrachten, was in der Apokalypse durch Johannes
alles geschrieben steht, dann versteht man den Widerwillen der kirchlichen Obrigkeiten,
die Angst vor ihrer Enttarnung und
vielleicht auch manchen heimlichen Groll, dass es den einstigen Priestermännern nicht gelungen
war, die
Aufnahme des Buches in die Bibel der Kirchen zu verhindern.
1, 8
– Ich
Bin das Alpha und das Omega, spricht
Gott, Der Herr, Der ist und Der war und Der kommt, Der Herrscher über die ganze
Schöpfung.
Gott ist der Beginn, das "Alpha", symbolisiert
durch den ersten Buchstaben des griechischen Alphabets. Und Er ist das "Omega",
wie der letzte Buchstabe des Alphabets heißt. Zu Ihm kehren alle willigen
Menschen und Seelen früher oder später zurück, und Er wird auch den Planeten
Erde in Seinem Geist erneuern. Das "Omega" bedeutet jedoch auch das Ende des
gottfernen bösen Treibens der Menschen auf der Erde – mit der gnadenlosen
Ausbeutung des Planeten im Dienst der Profitgier und mit dem Krieg der
Menschen untereinander und gegen die Tiere und gegen das ganze Naturreich. Ist
das "Omega"
gesprochen, bedeutet das auch, dass nun die negativen Wirkungen aller bis dahin von Menschen gesetzten
negativen Ursachen eintreten. So sind also die Vorhersagen der Katastrophen in der Offenbarung des Johannes
letztlich nichts anderes als die geballte negative Ernte der negativen Saat der
Menschen in allen Generationen, die sich nun entlädt (siehe dazu Der
Theologe Nr. 2). Und betrachtet man das, was sich auf der Erde um die
Jahre 2011 und 2012 mehr und mehr auftut, dann verstärkt sich der Eindruck zur Gewissheit: Das Omega ist
gesprochen.
Viele weitere Details dazu werden in einer
weiteren Christusoffenbarung aus
dem Jahr 1989 erklärt. Sie trägt den Titel: Das ist Mein Wort, Alpha und
Omega, Das Evangelium Jesu, Die Christus-Offenbarung, welche inzwischen die
Christen in aller Welt kennen. Ist diese wirklich eine Christusoffenbarung?
so fragen sicher viele. Jeder kann ihren Inhalt selbst nachlesen und auf den
Seite des Verlags Das Wort (www.das-wort.com)
einsehen.
Der Engel, nicht der Pfarrer, als Leiter der Gemeinde
Kapitel 2 und 3
enthält die sieben Sendschreiben an Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts nach
Christus. Jedes Sendschreiben trägt dabei die Adresse:
An den Engel der Gemeinde in ...
Wer sind diese "Engel"? In der Kirche werden die Gemeinden von Pfarrern und
Priestern geleitet, und die Kirchenchristenheit hat sich an diese
Religionsführer gewöhnt. Doch das hat Jesus, der Christus, niemals gewollt. Der
"Engel" der urchristlichen Gemeinden ist kein "Schriftgelehrter", also kein Gelehrter der Theologie, sondern
er ist ein Mensch, der durch sein Leben nach den Zehn Geboten und der
Bergpredigt des Jesus von Nazareth wieder zu dem geworden ist,
der er von seinem Ursprung her war – ein Kind Gottes, das in seinem Inneren
wieder ein reines Herz trägt und Gott, seinem Schöpfer, in Treue dient. Er
ist den Weg gegangen, den Jesus von Nazareth allen seinen Nachfolgern aufzeigte,
und für den er folgendes Ziel beschrieb: "Ihr sollt vollkommen sein, wie euer
Vater im Himmel vollkommen ist" (Matthäusevangelium 5, 47).
Die
kirchlichen Obrigkeiten halten diesen Satz der Bergpredigt jedoch für eine
Utopie, und sie verspotten jeden, der glaubt, den Weg bis zu diesem Ziel auf der
Erde auch tatsächlich gehen zu können. Stattdessen berufen sich die kirchlichen
Amtsträger auf ihr Sünder-Sein, das sie als unabänderlich betrachten, weswegen
die Menschen angeblich die so genannten "Gnadenmittel" ihrer Kirche bräuchten (wie
Säuglingstaufe, Einnahme von Hostien, angebliche Vergebung von Sünden durch Priester
usw.). Doch nach Gottes Willen sollten niemals studierte Theologen und
intellektuelle Kult-Priester die Gemeinden leiten, und Jesus von Nazareth sagte
über die Theologen aller Zeiten: "Weh Euch, ihr Schriftgelehrten, ihr Heuchler!
Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber
ihr lasst auch die nicht hinein gehen, die hinein gehen wollen"
(Matthäusevangelium 23, 13). Wer aber stand dann den ersten urchristlichen Gemeinden vor? Es ist
ein "Engel", der im frühen Urchristentum eine Gemeinde leitet, nämlich ein Mensch, der die Gebote Gottes ganz oder weit gehend erfüllt,
der aber sehr demütig ist und sich damit in keiner Weise hervor tut.
Vergeltung nach den Taten, kein Heil durch Glauben
2, 23
–
Im Sendschreiben von Christus an die Gemeinde von Thyatira
heißt es weiter: Alle Gemeinden werden erkennen, dass ich
es bin, der Herz und Nieren prüft, und ich werde jedem von euch vergelten, wie
es seine Taten verdienen.
Hier wird die gerechte "kosmische Buchhaltung" beschrieben, die alles wägt und prüft, so dass jeder Mensch nur
empfängt, "wie es seine Taten verdienen". Doch die Kirche hat diese
Lehre massiv verfälscht und hat so genannte "Sakramente" erfunden, die man
angeblich zum Seelenheil brauche, und sie hat eine ewige Hölle erfunden,
in der alle aus ihrer Sicht falsch Gläubigen für alle Ewigkeiten grausam leiden
müssten. Und die evangelische Kirche hat unter Berufung auf den Kirchenlehrer
Paulus sogar noch hinzu erfunden, dass allein der
richtige Glaube für das Seelenheil genüge. Die Taten eines Menschen spielen für
das, was ihm einst vergolten wird, nach evangelischer Lehre angeblich überhaupt keine
Rolle. Welch ein Gegensatz zu Jesus, dem Christus und zur Offenbarung des Johannes!
Und diese Lehre vom "allein selig machenden Glauben" findet mittlerweile auch die
Zustimmung der römisch-katholischen Kirche
(Gemeinsame
Erklärung beider Großkirchen zur Rechtfertigungslehre aus dem Jahr 1999),
denn deren Untaten und die ihrer "Söhne und Töchter" sind mittlerweile
zahlreicher, als dass man sie noch zählen und erfassen könnte, weswegen auch dieser Kirche die
Anerkennung der von Martin Luther entwickelten Lehre sehr gelegen kommt.
Doch sie können der "Vergeltung" nicht entgehen, wenn die negativen Taten nicht
rechtzeitig erkannt und bereut wurden, dafür um Vergebung gebeten und von den
Opfern vergeben wurde und eine angemessene Wiedergutmachung erfolgte. Dabei sind
es nicht Gott oder Christus, die "vergelten", was kirchliche Theologen vielfach
lehren und was auch in manche Prophetenschriften der Bibel hinein geschrieben
wurde (wie auch oben in Vers 23; siehe dazu auch
hier). Sondern es ist das eherne "Gesetz von Saat und Ernte", welches
die ganze Bibel durchzieht (wörtlich z. B. bei Paulus, Galaterbrief 6, 7),
das hier wägt und misst.
Es Gott und dem Teufel recht machen wollen
3, 15
–
Und im Sendschreiben von Christus an die Gemeinde von
Laodizea heißt es: Ich kenne deine Werke. Du bist weder
kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß
noch kalt, will ich dich aus meinem Munde ausspeien.
Die Christenheit führt den Namen des Christus seit fast 2000 Jahren im Mund.
Doch was hat sie mit Christus, dem großen Weisheitslehrer, gemacht?
Wie hat sie sein Werk und seine Freiheitslehre missbraucht, verhöhnt und
verspottet, indem sie das Gegenteil davon tat und lehrte?
Häufig ist in der Christenheit jedoch auch die Lauheit zu beobachten: Einmal ein
bisschen für Christus, ein andermal ein bisschen dagegen. Einmal ein bisschen
kalt, ein andermal ein bisschen heiß. Einmal tun, was Christus wollte, nämlich
etwas, was man leicht tun kann. Ein andermal bewusst das tun, was er nicht
wollte, weil man doch ein sündiger Mensch sei; und sich auf diese Weise so
bequem wie möglich auf den Sonnenseiten der Welt durch die Zeiten mogeln. Und
gibt es jemanden, der diesen Kompromissgeist der Lauheit besser beherrscht als
die vielen Jongleure in den großen Institutionen Kirche, die vorgeben, es Gott recht
machen zu wollen, aber gleichzeitig den Teufel nicht verärgern wollen, und die
es letztlich am meisten sich selbst recht machen? Einmal für Christus – damit
werden die Menschen getäuscht. Dann wieder gegen ihn – damit entlarven
sie sich. Insgesamt hat dieses Jonglieren nichts mit Christus zu tun. Und er
offenbart dazu in der Apokalypse? Ich
kenne deine Werke ...
Das gemeinsame Abendmahl mit Christus und ohne einen Priester
3, 20
– Und weiter heißt es in dem Schreiben an
die Gemeinde in Laodizea:
Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine
Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl
halten, ich mit ihm und er mit mir.
Christus ist nicht ferne von uns, sondern er lässt sich in unserem Inneren
finden, so wie es auch beim Evangelisten Lukas heißt: "Das Reich Gottes
ist inwendig in Euch" (17, 21). Christus klopft an unsere Herzenstür und
wer diese Tür öffnet, der findet die Verbindung zu ihm. Dazu braucht es keinen
Priester. Und jedes gemeinsame Mahl, bei dem die Gaben, welche die Mutter Erde uns
bereitwillig schenkt, dankbar aufgenommen werden, ist ein Mahl mit Christus. Wir
nehmen es auf in dem Bewusstsein, dass Christus und seine Kraft auch in den
Pflanzen, Früchten und Kräutern wirken. Dazu braucht es weder einen Priester noch
ein so genanntes Messopfer noch eine angebliche Wandlung oder Segnung einer Oblate. Und
so war auch das Abendmahl der ersten Christen ein gemeinsames Mahl ohne das
Fleisch getöteter Tiere und im Dank an den Schöpfergott und an Jesus, den Christus. Und so
feiern es viele Menschen auch heute. Es war und ist keine sakramentale Kulthandlung.
Ganz anders als das "Sakrament", welches die Kirche
ihren Gläubigen heute als "Abendmahl" vortäuscht.
Blick in die siebendimensionale Welt
4, 4 –
Und rings um Gottes Thron standen vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen
saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern und mit goldenen Kränzen auf
dem Haupt. Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben
lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes.
Die sieben "Geister" Gottes sind die sieben Ureigenschaften bzw.
Mentalitäten Gottes, die alle ineinander enthalten sind und die jeweils eine
eigene Himmelsebene prägen. Es handelt sich dabei um die Ebenen der Ordnung, des
Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Liebe und der
Barmherzigkeit, so wie es eine aktuellere
Christusoffenbarung und auch Offenbarungen früherer Jahrhunderte erläutert.
Jedem dieser Ebenen steht ein Cherub vor, ein Engel vor Gottes Thron und ein
Seraph, das weibliche Dualwesen zu dem Cherub. So gibt es also sieben Cherubim
und sieben Seraphim. Alleine die Cherubim werden 35 Mal in der Bibel erwähnt,
doch die Kirche mit ihren intellektuellen und bewusstseinsarmen Theologen
kann nicht viel mit ihnen anfangen, geschweige denn mit der weiteren Schau der
Herrlichkeit der Himmel, die Johannes hier gewährt wird.
Gottes Thronsaal, den Johannes hier sieht, das Heiligtum, ist unvorstellbar groß.
Und diese Schau in die siebendimensionale Welt
konnte der Seher Johannes deshalb auch nur sehr unvollkommen in unsere dreidimensionale
Welt übersetzen. Und obwohl es im Heiligtum auch Throne gibt, die Bewusstseinsstufen
symbolisieren, wovon
Christus hier durch Johannes spricht, gilt unter allen Geschöpfen Gottes die
absolute Gleichheit – keiner ist also mehr oder weniger als der andere. Anders
als es sich leider auf der Erde entwickelt hat, wo es die gottferne Hierarchie gibt, das
Oben und Unten, und die Kirchenhierarchie. In den himmlischen Welten gibt es
unterschiedliche Bewusstseinsstufen und unterschiedlich große oder kleinere
Aufgaben, und die Throne der "Ältesten" symbolisieren ihren Teil der Verantwortung für
die Schöpfung Gottes. Doch in den Kirchen fehlt jede Ahnung von dieser
Welt, die Johannes in seiner Apokalypse sieht, weil man keinerlei Verbindung
dorthin hat. In der Offenbarung des Johannes wird der Blick in die Heimat
der Menschen jedoch in vielen Kapiteln
ansatzweise beschrieben. Es ist der Ort, aus dem wir alle kommen und wohin wir
einst alle wieder zurückkehren können.
Gott allein ist heilig. Wer aber ist dann der "Heilige" Vater?
4, 8 –
Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs
Flügel, außen und innen voller Augen. Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht, und
rufen: ´Heilig, heilig, heilig, ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die
ganze Schöpfung; Er war und Er ist, und Er kommt.`
Auch diese Wesen aus dem Thronsaal sind den nur
materialistisch orientierten Menschen völlig fremd. Sie benötigen nicht den
Schlaf ihrer Körper, wie die Menschen, deren Seelen in irdische und damit
vergängliche und verwesende Naturkörper eingebunden sind, sondern sie leben in
der Energie und Kraft Gottes. Und sie geben alleine Gott die Ehre. Denn Er allein
ist heilig, wie es auch im späteren Kapitel 15, 3-4, im Lied des Mose,
heißt:
Gerecht und zuverlässig sind Deine Wege, Du König der
Völker. Wer wird Dich nicht fürchten, Herr, wer wird Deinen Namen nicht preisen?
Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an;
denn Deine gerechten Taten sind offenbar geworden.
In der Bibel der Kirchen werden an anderen
Stellen in deutscher Übersetzung Menschen mit einem ehrbaren Lebenswandel zwar
manchmal auch "Heilige" genannt. Doch das ist nicht der Wille Gottes, wie er durch
die Propheten Mose, Jesaja oder Johannes verkündet wurde und durch Jesus, den
Christus. Aus deren Worten wird klar: Gott allein ist heilig. Und wenn also nun
Gott alleine "heilig" ist, wer verbirgt sich dann hinter dem, der auf Erden "Heiliger Vater"
genannt wird?
Was lehrte hierzu Jesus von Nazareth? "Ihr sollt niemanden unter euch Vater
nennen auf Erden, denn Einer ist euer Vater, der im Himmel ist"
(Matthäusevangelium 23, 9). Wenn also Jesus lehrt, dass
kein Mensch auf Erden im geistigen Sinne "Vater" genannt werden sollte,
mit wem ist dann der im Bunde, der sich im Gegensatz zur Lehre Jesu "Heiliger
Vater" nennen lässt? Auch Jesus selbst sprach einst vom "Heiligen Vater".
Wen meinte er damit? Er betete zu Gott für seine Nachfolger mit den Worten: "Ich gehe zu Dir,
Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen, den Du mir gegeben hast, damit sie
eins sind wie wir" (Johannesevangelium 17, 11).
Hat Jesus hier etwa
einen Besuch beim späteren Papst angekündigt? Natürlich nicht, denn er
hat zu Gott, seinem himmlischen Vater gesprochen, doch die römisch-katholische
Kirche hat dreist und frech den Namen Gottes, "Heiliger Vater", so wie
er in der Bibel genannt wird, auf ihren Papst übertragen und
diesen Menschen damit als neuen Götzen inthronisiert.
Da für den Christen jedoch der Schöpfergott allein "heilig" ist, werden in
der Vision des Johannes auch keine von Menschen
"Heiliggesprochenen" angerufen, die in Wirklichkeit nur Seelen sind, die irgendwo zwischen Himmel und Erde ihren Weg
suchen – wie alle anderen Menschen und Seelen auch. Doch wer hat die
"Heiliggesprochenen" zwischen Gott und die Menschen gestellt, so dass die
Betenden sich nicht mehr unmittelbar an Gott, ihren liebenden Vater, Der es
immer gut mit ihnen meint, wenden, sondern
einen fehlbaren oder gar verbrecherischen Menschen dazwischen schalten?
Auch wird jetzt offenbar, dass Gott ein gerechter Gott ist und dass
Er nicht ein geheimnisvoller Gott ist, wie es die Priester und Theologen in den
Kirchen darzustellen versuchen, um damit zu verbergen, dass sie selbst ein
dunkles Geheimnis in sich
tragen. Und dieses beinhaltet, dass sie gar keine Verbindung zum Schöpfergott und
dem Vater von Jesus, dem Christus, haben, sondern dass sie die Vermittler zu
ganz anderen Göttern und Mächten sind.
Die Sterne des Himmels fallen herab
Ab dem Kapitel 5 sieht Johannes die
Katastrophen, die über die Menschheit hereinbrechen. So heißt es z. B.:
6, 13 – Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn ein heftiger Sturm ihn schüttelt.
Zu Lebzeiten des Sehers Johannes war es schwer
vorstellbar, was genau diese heftigen Einschläge auf der Erde verursachen würde.
Es müssten Sterne sein, so das Bewusstsein des Sehers. Heute wissen wir, dass
es auch Meteoriten sein können oder die Satelliten der Menschen, die eines Tages
wieder vom Himmel fallen. An vielen Stellen der Apokalypse ist deutlich, wie
Johannes Bilder einer zukünftigen Zeit mit dem Wissen seiner Zeit in Worte zu
fassen versucht.
Das Siegel Gottes auf der Stirn von Menschen
7, 1-3
– Danach sah ich: Vier Engel standen an
den vier Ecken der Erde. Sie hielten die vier Winde der Erde fest, damit der
Wind weder über das Land noch über das Meer wehte, noch gegen irgendeinen Baum.
Dann sah ich vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel
des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem
Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu: ´Fügt dem Land, dem
Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das
Siegel auf die Stirn gedrückt haben.`
Für Johannes, so wie seine Offenbarung in der
Bibel der Kirchen wieder gegeben ist, hatte es scheinbar den Eindruck, als seien
es die Engel Gottes, die der Erde Schaden zufügen könnten. Doch Gott und Seine
Engel tun niemals etwas Negatives und fügen niemals irgend jemandem Schaden zu.
Auch sind sie nicht die Richter oder die Bestrafenden. Der strafende Gott ist
eine kirchliche Erfindung. In Wirklichkeit sind es ausschließlich die Menschen
aller Generationen selbst, die sich nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung
selbst bestrafen, indem sie ernten, was sie zuvor in den "Acker" der Welt
eingesät haben. Die "Endzeit" ist also das schlussendliche Ergebnis des
menschlichen Handelns auf dieser Erde, und sie ist nicht von Gott so gewollt
oder hervor gebracht. Und durch die Reinkarnation, welche Christus ebenfalls
lehrte, was man noch in antiken Schriften außerhalb der Bibel nachlesen kann
(mehr dazu z. B. in Der Theologe Nr. 2),
ergibt sich: Die Menschen unserer Generation sind auch an den Taten früherer
Generationen beteiligt, die in der nun angebrochenen "Endzeit" ebenfalls zur
Wirkung kommen, sofern die Wirkung nicht schon früher eingetreten war.
Alle Prophezeiungen und Offenbarungen der Bibel sind jedoch von Priestern und
Schriftgelehrten verfälscht bzw. "überarbeitet" worden. So erging es zum
Beispiel den großen Propheten des Alten Bundes wie Jesaja, Jeremia, Daniel, Hosea und vielen anderen.
Ihre ursprünglichen Botschaften
sind zwar in den
biblischen Prophetenbüchern noch zu einem großen Teil enthalten. Die
wissenschaftliche Theologie hat jedoch auch mehrfach spätere "Überarbeitungen"
nachgewiesen. Und so wird es auch der Offenbarung des Johannes ergangen sein
–
gerade ihr. Denn die frühen kirchlichen Theologen stritten ja heftig über ihren
Inhalt und hielten sie zum Teil sogar für eine "Irrlehre". So etwa der in der
katholischen Kirche verehrte Kirchenvater Eusebius (3. Jahrhundert), der von
einer "Fälschung" sprach. Doch es liegt nahe, dass auch hier die
Gesetzmäßigkeit der Projektion gilt, welche lautet: "Was man anderen vorwirft, betrifft in
Wirklichkeit einen selbst." In Wirklichkeit sind demnach die Kirche und ihre
Theologen die Fälscher.
Und was die Offenbarung des Johannes selbst
betrifft, könnte man sagen: Sie stammt ja aus dem ersten
Jahrhundert. Doch die ältesten heute noch zugänglichen Abschriften von ihr stammen erst aus dem
4. Jahrhundert, in dem die Institution Kirche zur einzigen Staatsreligion aufsteigt, für Andersgläubige die Todesstrafe eingeführt wird
und die Barbareien im antiken heidnischen Rom bald um ein mehrfaches überboten
werden. So ist es
wahrscheinlich, dass in die ursprüngliche Offenbarung des Johannes auch die Idee
eines strafenden Gottes von kirchlichen Schriftgelehrten "eingearbeitet" worden war, bevor man
den Text schließlich doch in die Bibel aufnahm. Doch der Kraft und dem mächtigen
prophetischen Christus-Gottesgeist, der in dieser Apokalypse durchdringt,
und der mit der entstehenden Gewalt-Institution Kirche nichts zu tun hat, konnten
die Theologen dennoch nicht Einhalt gebieten. Er wirkt noch bis heute nach, wenn
man als unvoreingenommener Zeitgenosse die Offenbarung des Johannes
auf sich wirken lässt.
Und liest man diese Schrift genau, dann kann man
nämlich auch noch heraus lesen, welches die Aufgabe der
Engel tatsächlich ist. Sie hielten die vier Winde der Erde fest. Das
heißt: Sie halten das Unheil noch zurück, so lange es irgendwie möglich ist. Und
warum tun sie das? Bis wir [andere
Engel] den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.
Das Siegel auf der Stirn hat dabei nichts mit
einem Kult, einem Ritual oder einem Sakrament zu tun. Hinter der Stirn befindet sich
im Seelenleib des Menschen das Bewusstseinszentrum der Liebe (so das Urwissen
der Menschen über den Seelenleib mit seinen Bewusstseinszentren bzw. Chakren,
das in vielen Religionen und Weltanschauungen bekannt ist). Verwirklicht der Mensch in
seinem Alltag diese selbstlose Liebe, dann kommt dieses göttliche Kraftzentrum
mehr und mehr zum Pulsieren. Es erscheint dann als ein für das irdische Auge
unsichtbares Siegel auf der Stirn.
Die Engel halten also in diesem Fall die verheerenden Stürme noch so lange
zurück, bis viele ehrliche Nachfolger von Jesus verstärkt in Christus und in der
selbstlosen Gottesliebe gegründet sind. Dieses "Siegel" verleiht dann innere
Kraft, so manchen äußeren Stürmen stand halten zu können, und es ist unabhängig von jedem
äußeren Glaubensbekenntnis oder irgendwelchen Mitgliedschaften oder
theoretischen Überzeugungen. Es ist schlicht und kraftvoll das unbestechliche "Liebezentrum", das sich
genau in dem Maß zum hier gesehenen "Siegel" weitet, wie der Mensch aus der
selbstlosen Liebe zu geben bereit ist. Und dies entspricht auch dem Licht in den
Lampen der "klugen Jungfrauen", von dem Jesus von Nazareth im Gleichnis von den
klugen und den törichten Jungfrauen gesprochen hat (Matthäusevangelium,
Kapitel 25).
Kampfhubschrauber vor den inneren Augen des Propheten?
9, 7 –
Und die Heuschrecken sehen aus wie
Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind; auf ihren Köpfen tragen sie etwas, das
goldschimmernden Kränzen gleicht, und ihre Gesichter sind wie Gesichter von
Menschen, ihr Haar ist wie Frauenhaar, ihr Gebiss wie ein Löwengebiss, ihr Brust
wie ein eiserner Panzer; und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von
Wagen, von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen. Sie haben Schwänze
und Stacheln wie Skorpione, und in ihren Schwänzen ist die Kraft, mit der sie
den Menschen schaden ...
Liebe Leser, welche Worte würde wohl ein Mann, der um das
Jahr 100 lebte, gebrauchen, wenn er in einer Vision vielleicht mehrere
Kampfhubschrauber sehen würde? Wir stellen hier keine Spekulationen an. Doch
jeder kann sich ein eigenes Bild machen. Hat Johannes in seiner Apokalypse nur
über Ereignisse seiner Zeit gesprochen, wie es uns kirchliche Theologen oftmals glauben machen wollen? Und hat er sich dann getäuscht, als die weiteren
endzeitlichen Ereignisse damals dann ausgeblieben sind? Oder hat er zukünftige Ereignisse gesehen, die
sich in unserer Zeit erfüllen?
Warum kehren die Menschen nicht um?
9, 20
– Aber die übrigen Menschen, die nicht durch diese Plagen
umgekommen waren, wandten sich nicht ab von den Machwerken ihrer Hände. Sie
hörten nicht auf, sich niederzuwerfen vor ihren Dämonen, vor ihren Götzen aus
Gold, Silber, Erz, Stein und Holz, den Götzen, die weder sehen, noch hören, noch
gehen können. Sie ließen nicht ab von Mord und Zauberei, von Unzucht und
Diebstahl.
Warum, so kann man fragen, kehren die Menschen in
der größten Not nicht um und bessern ihr Leben? Die Antwort ist leider
erschreckend einfach. Weil sie von den Priestermännern brutal in die Irre
geführt werden. Vor allem die Priester und Pfarrer der Kirche haben die Menschen bis zum heutigen Tag nicht über das Gesetz von Saat und
Ernte aufgeklärt, wonach jedes Unglück in der Geschichte der Menschheit
letztlich auf menschliche Ursachen zurückzuführen ist. Diese Ursachen können nur sehr kurz, aber
auch Äonen lang zurück liegen und sie können auch aus verschiedenen Inkarnationen
der jeweiligen Seele stammen. Allen voran die Kirchenmänner haben dieses
Gesetz von Ursache und Wirkung, dieses kostbarste Urwissen der Menschheit, durch ein angebliches "Geheimnis Gottes" ersetzt.
Und so werden die Menschen auch nicht darüber aufgeklärt, dass exzessiver Reichtum, Mord, Diebstahl oder
sexuelle Gewalt und vieles mehr in der Seele des Verursachers gespeichert
werden. Aber nicht nur dort, sondern auch in den Gestirnen des Kosmos, die in
ihrer geistigen Funktion Speicherplaneten des menschlichen Verhaltens sind, weswegen die Astrologie einen wahren Kern
enthält. Nun, in der Endzeit, sind diese Speichersterne voll, und sie "regnen
mehr und mehr ab", was bedeutet: Die negativen Ursachen kommen immer schneller
und immer gravierender bei den Verursachern zur Wirkung.
Doch weil nach der
Lehre der Kirche auch ein Mörder oder Kinderschänder-Verbrecher "allein durch Glauben" selig würde und nicht
durch Reue, Vergebung und Wiedergutmachung, und weil die Seligkeit von der
Kirche erst recht
einem Soldaten zugesprochen wird, der tötet, deshalb machen die Menschen mit dem Morden und
Töten weiter und mit vielem Negativem mehr, und sie verstehen die Botschaft der
endzeitlichen Ereignisse nicht. Und deshalb verstehen sie auch die unzähligen
Vorwarnungen nicht, die der Gottesgeist in Seiner Barmherzigkeit gegeben hat und
immer wieder gibt, damit die Menschen doch noch umkehren, bevor es zu weiteren
Schicksalsschlägen oder Katastrophen kommt. Alles das wird den Menschen von
den Kirchenführern und Priestermännern bis zum heutigen Tag vorenthalten. Sie sind die großen
Verführer der Menschheitsgeschichte und dafür werden sie spätestens dann büßen,
wenn die irregeleiteten Menschen und Seelen erkennen, wer sie einst verführt hat.
Apokalypse bedeutet "Enthüllung"
10, 7
– Denn in den Tagen, wenn der siebte Engel seine Stimme
erhebt und seine Posaune bläst, wird auch das Geheimnis Gottes vollendet sein;
so hatte Er es Seinen Knechten, den Propheten, verkündet.
Es sind in unserer Zeit die Großkirchen, die bei
allen Menschheitsfragen von einem angeblichen "Geheimnis" Gottes sprechen.
Doch wenn der Papst "Gottes Stellvertreter" wäre, warum weiht ihn dann Gott
nicht in das "Geheimnis" ein? Ein guter Chef weiht doch seinen Stellvertreter in
alles Wesentliche ein. Hier jedoch ist das nicht passiert. Da kann doch irgendetwas nicht stimmen.
Wer jedoch wird tatsächlich eingeweiht und wem werden die "Geheimnisse" enthüllt? Zunächst
ein Blick auf das Wort "Apokalypse". Es stammt vom griechischen Wort "apokalypsis",
und es bedeutet "Enthüllung, Offenbarung". Bei etwas bisher "Verborgenem" wird
nun also der Schleier gelüftet, das bisherige "Geheimnis" wird jetzt offenbart.
Die Worte "Apokalypse" und "Offenbarung" kann man folglich als Synonyme
verwenden. Doch durch wen offenbart nun Gott das, was vielen Menschen bisher als
Geheimnis erschien? Nicht durch Priester und Theologen. Sondern, wie Christus
durch Johannes hier offenbart, durch Seine "Knechte", die Propheten,
die nach kirchlicher Verfälschung der Tatsachen angeblich durch die kirchlichen Priester
ersetzt worden seien. Doch wie heißt es im Gegensatz dazu auch
später in der Offenbarung des Johannes: "Das Zeugnis Jesu ist der
Geist prophetischer Rede" (19, 10).
In der evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung der Bibel wird die
"Vollendung" dieses "Geheimnisses" im Kommentar als "endgültige Offenbarung der
Königsherrschaft Gottes" gedeutet. Damit wird der Sinn der Worte auch gut
getroffen. Also: Jetzt ist die "Endzeit", in der durch den lebendigen
Gottes-Geist das angebliche "Geheimnis Gottes" offenbar wird. (1)
Dies ist der Sinn. Einzelne Wörter sind demgegenüber vielfach missverständlich oder
mehrdeutig, weswegen es an anderer Stelle in der Bibel ja auch heißt: "Der
Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig" (2. Korintherbrief 3, 7).
Man kann den Sachverhalt in dieser Vision auch einfacher formulieren. Gott hatte und hat niemals
Geheimnisse. Nur der Theologe verbirgt sich in seiner Unwissenheit und seinem
sündigen Bewusstsein hinter angeblichen "Geheimnissen Gottes". Doch wenn die
Zeit gekommen ist, dann wird alles offenbart, auch das dunkle Geheimnis der Theologen. Und diese Zeit ist
nun
gekommen.
11, 19;
12, 1-2.4.12-13-14.17
– Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in
Seinem Tempel wurde die Lade Seines Bundes sichtbar. Da begann es zu blitzen, zu
dröhnen und zu donnern, es gab ein Beben und schweren Hagel. Dann erschien ein großes Zeichen am
Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und
ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor
Schmerz in ihren Geburtswehen ... Der Drache stand vor der Frau, die gebären
sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war ... Weh aber
euch, Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinab gekommen; seine Wut ist
groß, weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt. Als der Drache
erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn
geboren hatte. Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben,
damit sie in der Wüste an ihren Ort fliegen konnte ... Da geriet der Drache in
Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen
Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus
festhalten.
Dem endzeitliche Kampf zwischen "Frau" und
"Drache" geht hier zunächst ein anderes kosmisches Ereignis unmittelbar voraus:
die Sichtbarkeit der neuen Bundeslade; im Alten Testament wurden darin die
Steintafeln mit den von Gott über den Propheten Mose gegebenen Zehn Geboten
aufbewahrt; das Kostbarste, was die Menschen damals hatten. Doch was wird sie in
der so genannten "Endzeit" enthalten? Es folgen schwerwiegende Naturereignisse,
vielleicht Katastrophen und schließlich der Krieg des Drachen gegen die Frau und
die Nachfolger von Jesus.
Der Drache ist hier erklärt als der "Teufel", und auch hier macht Christus durch
Johannes deutlich: Das "Wehe" für "Land und Meer" kommt durch den Teufel und
durch die von ihm Verführten und durch alle ihre Werke und nicht durch Gott. Und
wer ist die Frau?
In der römisch-katholischen Kirche wird als Deutung vorgegeben, diese Frau sei
hier die angebliche Jungfrau
Maria, die Jesus zur Welt bringt (so Papst Joseph Ratzinger z. B. in einer
Ansprache am 11.10.2010;
http://www.kath.net/detail.php?id=28531). Nun stimmt es zwar, dass die Geburt des Menschen Jesus durch seine Mutter
Maria einst auch unter größten Gefahren für Eltern und Kind geschah. Und im
Neuen Testament heißt es dazu, dass König Herodes den Neugeborenen töten wollte.
Doch in der Apokalypse werden die Ereignisse ca. 2000 Jahre später beschrieben –
in der Endzeit, kurz vor dem Ende der materialistischen Zivilisation. Warum
sollte Christus also hier plötzlich zurück blenden auf seine Geburt in dem Kind Jesus
– ein Ereignis, das damals ca. 100 Jahre zurück lag und bereits einen glücklichen
Ausgang nahm? Oder warum sollte Christus hier plötzlich Maria, die Mutter von
Jesus, in dem er einst einverleibt war, erneut so ins Zentrum stellen, obwohl
sie doch ihren
göttlichen Auftrag auf der Erde bereits
erfüllt hatte?
Oder glaubt man in der Kirche, hier wäre am Ende von ihrer eigenen Geburt, der
Geburt der Kirche, durch die "Muttergottes Maria" die Rede? Und
auch dies würde ja von heute aus gesehen schon ca. 1900 Jahre zurück liegen und würde nicht in die "Endzeit"
passen? Und alles, was die katholische Kirche seither dieser im Erdenkleid
schlichten Frau Maria angedichtet hat, hat ohnehin nichts mit der Lehre des
Jesus, des Christus zu tun – ob sie nun "ohne Erbsünde" gezeugt sein soll oder
als einziges bzw. erstes Wesen "leiblich" in den Himmel aufgefahren sein soll oder vieles
mehr, was in Wirklichkeit aus den antiken Götterkulten wie z. B. dem ägyptischen Isis-Kult
stammt und von der Kirche auf ihre Marienfigur übertragen wurde. Die kirchliche
Maria ist also ein Phantom und sie hat mit der Mutter des Jesus von Nazareth
nichts mehr zu tun.
Des weiteren gibt es auch die Deutung, mit der Frau in der Offenbarung,
Kapitel 12 sei nicht
Maria, sondern gleich die Kirche selbst gemeint. Diese Deutung vertrat nach Aussagen
von Gottesdienstbesuchern auch der Bischof von Würzburg, Friedhelm Hofmann. Er
habe dies bei einem
Gottesdienst in der Würzburger Kirche St. Alfons am 10.2.2010 anlässlich des Kirchenprojekts "Endspiel
– Würzburger Apokalypse" sinngemäß so gesagt. Und das würde den Männern in hohem Alter,
die frauenhafte Kleider tragen,
natürlich gefallen, wenn sie selbst mit der Frau gemeint wären.
Doch kann es wirklich Anhaltspunkte geben, dass die Frau und ihr Kind bzw. ihre "Nachkommen", wovon der Seher
hier spricht, ein Bild für die katholische Kirche und ihrer Kleriker sein
könnten?
Eventuell in Verbund mit der katholischen Maria-Gestalt? Dies ist sicher nicht möglich.
Denn diejenigen sind gemeint, "die den Geboten Gottes gehorchen", so die
klare Antwort des Sehers. Es sind also gerade nicht die vermeintlich
"Rechtgläubigen" oder die "Getauften" oder diejenigen, die beim Priester
gebeichtet haben und die Hostie zu sich nehmen oder gar die Priester selbst oder wer auch immer. Sondern
schlicht diejenigen, die nach den Zehn Geboten und anderen Geboten Gottes leben,
die also das in die Tat umsetzen, was Gott durch Christus offenbarte. So wie es
Christus als Jesus von Nazareth selbst im Gleichnis vom Weltgericht
(Matthäusevangelium, Kapitel 25) erklärte; und so auch seine Worte durch den
Propheten Johannes. Es kommt also nur auf das Tun an, wie es auch der Mensch
Jesus eindringlich seinen Mitmenschen nahe brachte, als er z. B. von den Zehn
Geboten sprach und hinzufügte: "Tu das, so wirst du leben" (Lukasevangelium
10, 27). Und das Tun in der Kirche hat ja nicht erst seit den massiven
Sexualverbrechen von Priestern an Kindern in unserer Zeit nicht viel mit den Geboten Gottes zu tun. Die
Blutspur der Kirche in der Geschichte zieht sich von Jahrhundert zu Jahrhundert
–
von den kriegerischen und selbstherrlichen Päpsten bis hin zu den eifrigen einfachen Gläubigen, die das Holz für
die Scheiterhaufen herbei schleppen durften.
Doch wer ist dann die Frau? Hier hilft eine Rückschau auf die sieben
Sendschreiben in Kapitel 2 und 3 weiter. Die urchristlichen Gemeinden werden von
einem "Engel" geführt, einem Menschen, der durch ein Leben nach den Geboten
Gottes sein Leben so weit gereinigt hat, dass er in inniger Verbindung zu Gott
und zu Christus steht. Auch in unserer Zeit gibt es einen solchen Menschen, der
zudem das Amt eines Lehrpropheten innehat, so dass sich bewahrheitet hat, was im
Johannesevangelium voraus gesagt ist: "Noch vieles habe ich Euch zu sagen, aber
ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit,
wird er euch in die ganze Wahrheit führen" (16, 12). Der Geist der
Wahrheit ist der Christus-Gottes-Geist, der nach Überzeugung von immer mehr
Menschen in unserer Zeit durch Gabriele, die
Botschafterin und Prophetin Gottes, wieder zu uns sprechen konnte und kann.
Diese direkte
und unvermittelte Zuordnung mag vielleicht manchen überraschen und niemand muss
dies glauben. Doch dies entspricht der Erfahrung vieler Menschen aus persönlichen Begegnungen und nachdem
sie
große Teile ihres umfangreichen Werkes gelesen haben. Gabriele ist
dabei nur der Mensch. Doch in dem demütigen Menschen ist eines der Geistwesen vor
Gottes Thron inkarniert.
Ein bloßes Für-Wahr-Halten dieser Aussage oder auch nicht ist
dabei jedoch
nicht entscheidend. Aber jeder kann die durch sie gegebenen unzähligen Offenbarungen und Botschaften aus dem
All nachlesen, da sie frei zugänglich sind und
kein "Geheimnis" darstellen. Und
man kann diese prüfen, indem man den Inhalt im eigenen Leben ausprobiert. Und dann könnte
sich für einen Gottsucher so manches "Geheimnis" enthüllen,
wenn er sich nämlich selbst beweist, was die Wahrheit ist.
Und so wie Gott und Christus vor 2000 Jahren unter anderem durch den Propheten Johannes
gesprochen haben, so hat er in den vergangenen 2000 Jahren immer wieder durch
unerschrockene und ehrliche Männer und Frauen gesprochen, die meist auf den
Scheiterhaufen der Kirche hingerichtet worden sind. Und sollte Er ausgerechnet
in unserer Zeit keinen Propheten geschickt haben, der alle Geschicke der
Menschheit und der Erde mit seinem Bewusstsein durchdringt und Hilfen über
Hilfen anbietet. So hat Christus eben auch in
unserer Zeit, der Endzeit, erneut durch einen Propheten gesprochen und er
spricht weiter. Und alles das ist auch voraus gesagt in der Apokalypse des Johannes,
wo in der Tat von der Frau gesprochen wird, welche dem wiederkommenden Christus die Wege
bereitet. Der Prophet ist in unserer Zeit also eine Frau, als Mensch eine Schwester unter
Geschwistern in Gleichheit, doch von ihrem Auftrag her ist es die "hohe Frau" aus der
Offenbarung des Johannes, so wie es vorher gesagt ist.
666 und die Macht des Kaufens und Verkaufens
13, 11
– Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei
Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache ... Es brachte die Erde und
ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten, dessen tödliche Wunde geheilt war
... es befahl den Bewohnern der Erde, ein Standbild zu errichten zu Ehren des
Tieres, das mit dem Schwert erschlagen worden war und doch wieder zum Leben kam.
Es wurde ihm Macht gegeben, dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu verleihen,
so dass es auch sprechen konnte ... Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das
Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens ... seine
Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.
"Das Totenhemd hat keine Taschen", heißt es im
Volksmund – doch ganz im Gegensatz dazu wurde Presseberichten zufolge dem
verstorbenen Papst Johannes Paul II. ein Beutel mit Geld mit ins Grab gegeben –
und zwar allesamt Münzen aus nahezu allen Nationen, die während seines Pontifikats geprägt wurden. Damit hat die
katholische Kirche ein interessantes Zeichen gesetzt: eine Verbindung zwischen
dem Papsttum einerseits und der Macht, in allen Ländern zu kaufen oder zu
verkaufen andererseits. Die Verbindung ist auch insofern real, da Kirche und
Vatikan auf die Finanzierung durch Staaten, Wirtschaft und zahlungskräftige
Gläubige angewiesen sind, da ihre Kardinäle und Priester nicht für ihren
Lebensunterhalt arbeiten. Und mit Jesus, der im Gegensatz zu den Priestern von
seiner Arbeit als Zimmermann lebte, und der lehrte "Ihr könnt nicht Gott dienen
und dem Mammon", hat diese Grab-Beigabe sowieso nichts zu tun.
Und so ist es
auch nicht verwunderlich, dass es noch manche andere kühnen Spekulationen über
das Papsttum und die Zahl 666 gibt. Etwa, dass die Bezeichnung "Vicarius Filii
Dei" = "Stellvertreter des Sohnes Gottes" scheinbar zufällig die Zahl 666
ergibt, wenn man alle lateinischen Buchstaben, denen im lateinischen Alphabet
auch ein Zahlenwert zugeordnet ist,
addiert (V+I+C+I+V+I+L+I+I+D+I = 5+1+100+1+5+1+50+1+1+500+1). Kirchliche Theologen widersprechen
hier und weisen darauf hin,
dass der Papst offiziell als "Vicarius Christi" = "Stellvertreter Christi"
gelte und nicht als "Vicarius Filii Dei", was nach der Addition eine andere Zahl ergeben würde. Und sie selbst spekulieren deshalb
ihrerseits auch mehrheitlich, dass die Zahlensymbolik am ehesten auf den
römischen Kaiser Nero zutreffen würde, womit man wieder von der Gegenwart in die
Vergangenheit ablenkt. Und so gibt es noch einige Überlegungen mehr, etwa auf den
römischen Feldherrn und späteren Kaiser Titus bezogen. Für Martin
Luther war allerdings schon vor ca. 500 Jahren klar,
dass der Antichrist der Papst in Rom sei.
Doch wir wollen
es an dieser Stelle kurz machen: Wir wissen nicht, was genau mit der Zahl gemeint ist. Und
wir können auch nicht mit Sicherheit sagen, wen genau die beiden Tiere, die
einander zuarbeiten, aus der Sicht von Christus bzw. des Sehers Johannes
symbolisieren sollen.
Deutlich ist jedoch: Eines der Tiere sieht aus wie ein Lamm, aber es redet wie
ein Drache – es ist also ein Ungeheuer im Lammkostüm, sprichwörtlich ein "Wolf
im Schafspelz".
Kirchliche Theologen flüchten auch hier wieder in die
Vergangenheit und behaupten, hier sei vermutlich der Kaiserkult im antiken Rom
gemeint. Und dieser gehörte natürlich zu den damaligen Zeitumständen des Johannes von Patmos. Doch
wo werden heute, in der "Endzeit", wovon auch die Kirche mittlerweile spricht
und wovon dieses biblische Buch handelt, andere Mächte "angebetet" als Gott
allein? Bzw. wo gibt es heute anbetungsähnliches Verhalten oder "Anrufungen" von
Menschen? Und wo geschehen heute "Wunder" oder angebliche Wunder, um die
Menschen damit zu täuschen? Und wo spricht man heute "lammfromm", während die
Taten vielfach denen von reißenden Wölfen entsprechen? Oder wo tragen heute
Männer Frauenkleider und verbergen dahinter, wer sie in Wirklichkeit sind? Und welche Macht der Erde ist, so könnte man weiter
fragen, bereits unter gegangen, jedoch wieder zum Leben erweckt worden? Meint
der Seher womöglich tatsächlich das antike Rom und seine Kulte, die untergingen,
in der folgenden Zeit jedoch in anderem Gewande wieder zum Leben erweckt wurde?
Und wenn in der Vision zudem von der "Macht" geschrieben steht, dem Standbild
des Tieres Lebensgeist zu verleihen, so dass es auch sprechen konnte, dann
könnte man sich auch hier fragen: Hatte der Prophet Johannes im 2.
Jahrhundert in seiner Zukunftsvision vielleicht Fernsehbilder gesehen? Auf die
Vergangenheit bezogen würde sich ein "sprechendes Standbild" nur schwer erklären
lassen. Für die Gegenwart ist es klar.
Gott erhört den Hilferuf der Mutter Erde und schützt ihren Peiniger nicht mehr
14, 6
– Dann sah ich: Ein anderer Engel flog hoch am Himmel. Er hatte den Bewohnern
der Erde ein ewiges Evangelium zu verkünden, allen Nationen, Stämmen, Sprachen
und Völkern. Er rief mit lauter Stimme: ´Fürchtet Gott, und erweist Ihm die
Ehre! Denn die Stunde Seines Gerichts ist gekommen. Betet Ihn an, Der den Himmel
und die Erde, das Meer und die Wasserquellen geschaffen hat.`
Erneut macht Christus auch hier deutlich: Gott
alleine gebührt die Ehre. Nicht Maria soll verehrt werden oder angebliche
"Selige" oder "Heilige" oder "Heilige Väter". Sondern der Schöpfergott. Und
Nachfolger des Christus beten Ihn, den Schöpfergott, nicht in Kult-Häusern aus Stein an, sondern
als Den, der alles Leben mit Seinem Geist durchdringt und beatmet. Der Himmel
und Erde geschaffen hat und erhält, die großen Ozeane und die Wasserquellen – zum Wohl der Menschen und aller
Lebensformen im Meer und auf dem Land. Das ist das ewige Evangelium für Menschen aller Kulturen und
Religionen weltweit. "Sein" Gericht, wie es in der Bibel der Kirchen formuliert
ist, ist deshalb nicht von Ihm verursacht. Sondern Er hält nun nicht mehr die
schützende Hand über den Verursacher des unermesslichen Leids auf dem Planeten.
Dies hatte Er sehr lange getan, damit der Verursacher, der Mensch, noch umkehren,
bereuen und wieder gut machen kann. Doch jetzt
erfüllt Christus den Hilferuf der Mutter Erde mit ihren Tieren und anderen Geschöpfen
gegenüber ihrem Peiniger, dem Menschen, und er lässt den Geschehnissen mehr und
mehr ihren
Lauf. So kann sich die Erde, die im Fieber liegt, wehren und ihren Peiniger nach
und nach abschütteln, um wieder zu gesunden. Und um wieder Lebensraum für
friedfertige Menschen, für Tiere, Pflanzen und zahllose Lebensformen sein zu
können, die dann in Einheit miteinander leben. Das ist das Gericht, das
überhaupt nicht in diesem Ausmaß hätte kommen müssen, wenn die Kirche und die
Menschen auf die Warnungen gehört hätten. Diese Geschehnisse führen aber auch zu
einer Erneuerung.
Die Erntezeit auf dem Planeten Erde ist gekommen
14, 15-16
– Und ein anderer Engel ... ´Schick deine
Sichel aus und ernte. Denn die Zeit zu ernten ist gekommen: Die Frucht der Erde
ist reif geworden.` Und der, der auf der Wolke saß, schleuderte seine Sichel
über die Erde; und die Erde wurde abgeerntet.
Hier spricht der Prophet aus, was alle Propheten
zu allen Zeiten mit ähnlichen Worten ausgesprochen haben. So auch der Prophet
Amos im Alten Bund, als Gott durch ihn prophezeite und als
Amos sprach: "Dies zeigte mir Gott, der Herr,
in einer Vision: Ich sah einen Korb mit reifem Obst. Er fragte: ´Was siehst du,
Amos?` Ich antwortete: ´Einen Korb mit reifem Obst.` Da sagte der Herr zu mir:
´Mein Volk Israel ist reif für das Ende. Ich verschone es nicht noch einmal`"
(8, 1-2).
Es ist nun die große Erntezeit auf dem Planeten Erde angebrochen. Das Gesetz von Saat und
Ernte war bis dahin zu allen Zeiten auch ein großes, ja unermessliches
Gnadengeschenk für die gottferne Menschheit. Denn durch Gottes Ratschluss und
dank Seiner Liebe zu Seinen Kindern setzte die Ernte nicht sogleich nach der
schlimmen Saat ein. Stattdessen wurde der Mensch immer wieder durch Propheten
und weise Männer und Frauen gemahnt, sein böses Tun zu bereuen, um Vergebung zu
bitten, zu vergeben, Unrecht wieder gut zu machen, und das erkannte Unrecht
nicht mehr zu tun. Der Mensch, der Böses tat, sollte gerade nicht das Negative
ernten, das er gesät hatte. Das ist die göttliche Barmherzigkeit. Es sollte
stattdessen sein böses Tun erkennen und einsehen, dass es falsch war, wozu auch
das
bestialische Verhalten gegenüber der Tierwelt gehört. Und dann
hätte er durch Umkehr und Wiedergutmachung die Möglichkeit bekommen, das Unheil,
das er anderen zuvor angetan hatte, von sich selbst abzuwenden, also der drohenden
negativen Wirkung durch Umkehr und Buße zuvor zu kommen und sie damit zu
verhindern. Doch diese
einzigartige Chance des Lebens haben im Laufe der Zeiten die wenigstens Menschen
genutzt, so dass die böse Frucht jetzt zur Ernte reifte und die aufgestauten
Wirkungen nicht mehr zu stoppen sind. Diese "Ernte" ist zugleich eine
"Reinigung" der Erde von allem, was gegen Gottes Schöpfung gerichtet ist.
Und warum ist es so weit gekommen? Weil zu allen Zeiten die Mahner, die
Propheten, von den Priestern, Pfarrern und Theologen verfolgt, verleumdet und der Lächerlichkeit preisgegeben wurden, wie
es schon der Christusnachfolger Stephanus aufzeigte: "Ihr Halsstarrigen, ihr,
die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter
schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt?"
(Apostelgeschichte 7, 51-52)
Der Mensch trägt ab, was er selbst verursacht hat
15, 1
– Dann sah ich ein anderes Zeichen am Himmel, groß und wunderbar. Ich sah
sieben Engel mit sieben Plagen, den sieben letzten; denn in ihnen erreicht der
Zorn Gottes sein Ende.
Hier sei noch einmal darauf hingewiesen, dass der "Zorn Gottes" eine Erfindung der kirchlichen Obrigkeiten ist, die sich auch eine ewige Hölle bzw. eine ewige Verdammnis ausdachten. Wer weiß, was Christus hier ursprünglich in die Worte durch den Propheten Johannes hinein gelegt hatte und welche Worte Johannes dafür tatsächlich verwendet hatte? So gibt es den göttlichen "Ernst" und die göttlichen Wehe-Rufe, wie sie Jesus von Nazareth den Theologen und Schriftgelehrten seiner Zeit entgegen rief, indem er ihnen das Gesetz von Saat und Ernte vorhielt (Matthäusevangelium, Kapitel 23). Natürlich könnte man dies auch als "Zorn" bezeichnen, aber besser jedoch als ungeschminkten Ernst, welcher aus der Liebe Gottes kommt – ein Ernst, dessen Wucht zum Tragen kommt, wenn der Mensch hartnäckig in seinem Fehlverhalten verharrt. Doch selbst darin ist noch die Barmherzigkeit enthalten: So kann vielleicht auch noch durch eine heftige Erschütterung manches Gewissen geweckt werden und viele lange leidvolle Umwege zurück zu Gott können vermieden werden. Denn eine ewige Hölle gibt es nicht. Jeder Mensch und jede Seele werden sich eines Tages nicht mehr anders entscheiden wollen als für die Umkehr. Im Hinblick auf das irdische Leben ist hingegen jetzt für viele Menschen und Seelen die Bewährungszeit ans "Ende" gekommen. Und es erfolgt nun die "Abtragung" in den "Plagen" auf der Erde. Diese kommt mit dem Tod nur an ein vorläufiges "Ende". Weiter geht es dann mit der "Abtragung" in den jenseitigen Bereichen. Jedoch auch diese Leidenszeit wird irgendwann ein Ende haben, wenn die Seele dann im Jenseits umkehrt ...
Welche Blut vergossen haben, trinken nun Blut
16, 4
– Der dritte Engel goss seine Schale über die Flüsse und Quellen. Da wurde
alles zu Blut. Und ich hörte den Engel, der die Macht über das Wasser hat,
sagen: ´Gerecht bis Du, der Du bist und der Du warst, Du Heiliger; denn damit
hast Du ein gerechtes Urteil gefällt. Sie haben das Blut von Heiligen und
Propheten vergossen; deshalb hast Du ihnen Blut zu trinken gegeben`.
Auch hier könnten einige Missverständnisse
entstehen. Zum einen wird hier, wie an manchen anderen Stellen der Bibel, manchmal von
"Heiligen" gesprochen, womit jedoch niemals von einer Kirche "heilig"
Gesprochene gemeint sind, sondern Menschen mit einem ehrbaren Lebenswandel. Doch
es sind deshalb keine "Heilige", so wie es an anderer Stelle
auch heißt
(Offenbarung 15, 4), dass allein Gott heilig ist. Die
Bibel der Kirche
enthält also Wahres und Falsches nebeneinander. Neben wahren Gottesworten durch
die Propheten und durch Jesus, den Christus, auch die Worte von fehlbaren
Menschen, Theologen und Schriftgelehrten. Und so könnte des weiteren hier das
Missverständnis entstehen, dass die Engel Gottes die aktiven Täter eines
Strafgerichts seien. Tatsächlich jedoch entfaltet das
Gesetz von Saat und Ernte darin seine volle Wirksamkeit. Und dieses
ist präzise gerecht, was jedoch für den menschlichen Intellekt nur
nachvollziehbar ist, wenn er die Gesetzmäßigkeit der Reinkarnation
berücksichtigt. Die Genauigkeit besteht in diesem Beispiel darin, dass diejenigen, die das
Blut von Propheten vergossen haben und immer wieder angeblich in Blut verwandelten Wein
getrunken haben, jetzt tatsächlich Blut zu trinken bekommen.
Falschen Propheten behaupten Unschuld der
Menschen. Deshalb verfluchen diese Gott.
16, 20 –
Alle Inseln verschwanden, und es gab keine Berge mehr. Und gewaltige
Hagelbrocken, zentnerschwer, stürzten vom Himmel auf die Menschen herab. Dennoch
verfluchten die Menschen Gott wegen dieser Hagelplage.
Weil die Menschen von der Priesterkaste falsch
über das Gesetz von Ursache und Wirkung belehrt wurden, geben sie letztlich Gott
die Schuld an den Unglücken. Die institutionelle Priesterschaft und die
beamteten Theologen schmieren bis heute den sündigen Menschen Honig um den Mund,
wie es die falschen Propheten im Alten Bund auch gemacht haben, wie etwa der
falsche "Heilsverkünder" Hananja, gegen den sich der echte Gottesprophet
Jeremia mit seiner unbequemen
Gottes-Botschaft nicht durchsetzen konnte (Jeremia, Kapitel 28). Und man
kann die falschen Propheten der Institutionen Kirche ja gerade daran erkennen,
dass sie seltenst den Menschen selbst die Verantwortung für Unheil und Unglück geben;
vor allem dann nicht, wenn es "gute" Katholiken oder Protestanten waren. Ja,
nicht einmal vorsichtige und behutsame Hinweise in diese Richtung werden in der
Regel gegeben, obwohl die Menschen dadurch anfangen könnten zu begreifen.
Stattdessen hat man in der Kirche das Urwissen der Menschheit, die
Reinkarnation, aus dem urchristlichen Gedankengut gestrichen (im Laufe einiger
Jahrzehnte bis zum Konzil von
Konstantinopel im Jahr 553) und durch die gottlosen Lehren einer angeblichen
"Erbsünde" und einer angeblichen "ewigen Verdammnis" ersetzt. Und innerhalb dieser abstrusen
Gedankenkonstruktionen wird dann von den Pfarrern und Priestern immer wieder von
einem "Geheimnis" Gottes oder dessen "unbegreiflichem Ratschluss" gesprochen.
Und Martin Luther erfand gar den "Deus absconditus", den angeblich "verborgenen
Gott", der seine angeblich dunkle Seite vor den Menschen verberge.
Kein Wunder
also, dass die Menschen durch diese Kirchenlehren zu Atheisten werden oder, wenn
sie hartes Leid trifft, dass sie gegen Gott aufbegehren und Ihn verfluchen, was
der Prophet Johannes hier in seiner Vision sieht. Und die Schuld daran tragen
die Priester, welche die Menschen in die Irre führten udn weiter hartnäckig
führen und die voller Hochmut weiter auf den Abgrund zusteuern. Und es bewahrheitet sich in dieser Vision einmal mehr, was Jesus,
der Christus über die Theologen und Priestermänner prophezeite: "Ihr verschließt
den Menschen das Himmelreich. Ihr geht nicht hinein; aber ihr lasst auch die
nicht hinein, die hineingehen wollen". Oder weiter: "Ihr zieht über Land und
Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er
gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm
ist wie ihr selbst" (Matthäus 23, 13-15).
Wer ist die Hure Babylon? Das Geheimnis wird gelüftet
17, 1-7.9.14-15.18 – Dann kam einer der
sieben Engel, welche die sieben Schalen trugen, und sagte zu mir: ´Komm, ich
zeige dir das Strafgericht über die große Hure, die an den vielen Gewässern
sitzt. Denn mit ihr haben die Könige der Erde Unzucht getrieben, und vom Wein
ihrer Hurerei wurden die Bewohner der Erde betrunken`. Der Geist ergriff mich,
und der Engel entrückte mich in die Wüste. Dort sah ich eine Frau auf einem
scharlachroten Tier sitzen, das über und über mit gotteslästerlichen Namen
beschrieben war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Die Frau war in Purpur
und Scharlach gekleidet und mit Gold, Edelsteinen und Perlen geschmückt. Sie
hielt einen goldenen Becher in der Hand, der mit dem abscheulichen Schmutz ihrer
Hurerei gefüllt war. Auf ihrer Stirn stand ein Name: Geheimnis; Babylon, die Große, die Mutter
der Huren und aller Abscheulichkeiten der Erde. Und ich sah, dass die Frau
betrunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Beim Anblick
der Frau ergriff mich großes Erstaunen.
Der Engel aber sagte zu mir: ´Warum bist
du erstaunt? Ich will dir das Geheimnis der Frau enthüllen und das Geheimnis des
Tieres mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern, auf dem sie sitzt ... Die
sieben Köpfe bedeuten die sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Sie bedeuten
auch sieben Könige ... Sie werden mit dem Lamm Krieg führen, aber das Lamm wird
sie besiegen. Denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige. Bei ihm
sind die Berufenen, Auserwählten und Treuen.` Und er sagte zu mir: ´Du hast die
Gewässer gesehen, an denen die Hure sitzt: Sie bedeuten Völker und
Menschenmassen, Nationen und Sprachen. Du hast die zehn Hörner und das Tier
gesehen; sie werden die Hure hassen, ihr alles wegnehmen, bis sie nackt ist ...
die Frau aber, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat
über die Könige der Erde.`
Hier enthüllt Christus durch Johannes die Identität der "Hure Babylon". Im Zentrum dieser Entlarvung steht das
Wort "mysterion" = "Geheimnis". In der evangelisch-katholischen
Einheitsübersetzung wird die Stelle übersetzt mit:
Auf ihrer Stirn stand ein Name, ein geheimnisvoller Name: Babylon, die Große,
die Mutter der Huren und aller Abscheulichkeiten der Erde.
Und Martin Luther
übersetzt: Auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: Das große
Babylon ... Was ist gemeint?
Der griechische Ur-Text lässt sich treffend am ehesten
übersetzen mit: Auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name: Geheimnis; Babylon,
die Große ... Und diese Übersetzung trifft
den Sachverhalt
auch am besten. Denn auf der Stirn der
Frau war offenbar nicht der ganze lange Titel gestanden: "Babylon, die
Große, die Mutter aller Huren und aller Abscheulichkeiten auf der Erde". Was
hätte dann noch das voran gegangene Wort "Geheimnis" für eine Bedeutung? Die
Enthüllung besteht doch gerade darin, dass die Hure Babylon, deren Grässlichkeit hier in dieser Vision
entlarvt wird, sich nach außen anders präsentiert als sie ist,
womit sie die Leute verführen konnte. Und sie benützt dafür das Codewort: "Geheimnis".
Sehr wahrscheinlich ist es also für Johannes so gewesen: Auf der Stirn der Hure stand
nur das Wort "Geheimnis". Und dann lüftet der Seher, was sich hinter
diesem Wort verbirgt, nämlich: "Babylon, die Große usw. ..."
Und wer ist es, der heute ständig das Wort "Geheimnis"
im Mund führt? Wer redet immer wieder vom "Geheimnis des Glaubens", vom
"Geheimnis Gottes", von der "Geheimnis der Menschwerdung Gottes" usw. In
welcher Religion ist also das Wort "Geheimnis" eines der zentralen Worte
überhaupt? Und wem wird in nahezu allen "Völkern und Menschenmassen, Nationen
und Sprachen" gehuldigt. Und wer spricht sich selbst zu "Lenker des Erdkreises"
zu sein und die "Herrschaft über die Könige der Erde" zu beanspruchen?
Und wenn man die geschilderten Eigenschaften der Hure
Babylon in die Weltgeschichte hinein stellt, wenn man die Verführungskünste,
den übergroßen Reichtum, die Gewalttätigkeit, die Macht und den Einfluss aller
möglichen Institutionen überdenkt, welche Deutung bietet sich dann auch von
daher an?
Die hier offenbarten Schilderungen geben
weiter Aufschluss darüber, dass es sich um eine in
Pracht und Pomp gewandte Hure handeln muss, die aber in ihrem "goldenen Becher",
den sie in der Hand hält, die "abscheulichsten" Inhalte birgt. Und
auch hier die einfache Nachfrage: Wer hebt immer wieder den "goldenen Becher" in
die Höhe und ist im Laufe der Jahrhunderte mit "abscheulichsten" Verbrechen
belastet?
Und der Inhalt
des Bechers wird noch detaillierter beschrieben: "Und ich sah, dass die Frau betrunken war
vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu."
Wenn wir in die Weltgeschichte blicken, dann erkennen wir unschwer auch hier, welche
Institution die meisten Nachfolger des Jesus verfolgt und hingemordet hat.
Denken wir an die "Ketzerverfolgung", z. B. an die Ausrottung der urchristlichen Katharer bzw. Albigenser in
Südfrankreich oder an die Ermordung der christlichen Täufer in Mitteleuropa. Oder an die unzähligen
Christusnachfolger oder ehrlichen Gottsucher, welche einzelne Inhalte des
konfessionellen Zwangschristentums anzweifelten, und die deshalb über
Jahrhunderte auf den
Folterbänken und Scheiterhaufen der Kirche gequält und
hingerichtet wurden wie die französische Gottesprophetin Marguerite Porete
(1310 lebendig verbrannt) oder der Mönch Girolamo Savonarola in Florenz (1498
verbrannt), um nur zwei Namen beispielhaft zu nennen. Der renommierte Kirchenkritiker Karlheinz Deschner
schreibt hierzu: "Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des
Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit ... keine Organisation
der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen
belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische
Kirche" (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
Die Hinweise aus der Vision des Johannes gehen dabei bis in Einzelheiten hinein.
So mag die Hure Babylon zwar auch als ein Symbol für die gottferne Priesterschaft in
vielen
Religionen und Epochen gedeutet werden können – es gibt aber auch maßgebliche und konkrete
Ausprägungen, an denen sich schließlich das endzeitliche Geschehen
entzündet, das Johannes in seiner Vision hier sieht. Und wer etwa sitzt in
unserer Zeit an den "vielen Gewässern" der Erde? In nahezu allen Ländern? Es
muss eine Organisation sein, die weltweit vertreten ist. Und welche Vertreter
einer Macht sind in "Purpur und Scharlach" gekleidet? Dies trifft auf eine
bestimmte Macht zu. Und die "sieben Köpfe" des Tieres würden die "sieben Berge"
bedeuten, "auf denen die Frau sitzt", so sagt es Johannes selbst.
Braucht es nun wirklich noch deutlichere Hinweise? Bekanntlich
ist Rom auf sieben Hügeln erbaut, weswegen auch kirchliche Theologen zugeben,
dass hier Rom gemeint sein muss – allerdings nach deren Interpretation wieder nur das
Imperium Romanum der Vergangenheit. Doch in der Apokalypse des Johannes geht es
um die "Endzeit" der materialistischen Welt, die sich in unserer Zeit weltweit
abzeichnet. Es geht gerade nicht um eine geschichtliche Rückblende in vergangene
Zeiten. Denn in früheren Zeiten war diese Welt noch nicht "reif" für diesen
letzten großen Kampf, sondern die von Gott abgewandten Menschen bekamen weitere "Gnadenzeiten"
geschenkt zur Umkehr.
Und die sieben Köpfe des Tiere, auf dem die Hure sitzt, bedeuten nach Johannes
auch "sieben Könige", d. h., sieben Staaten, welche von der Hure im Zaum
gehalten bzw. gelenkt werden. Und von wem werden viele Könige bzw. Politiker
denn in unserer Zeit "geritten", d. h. beeinflusst oder gar gelenkt? Wer also
hat die Zügel dieser Staaten wirklich in der Hand? Zu wem begeben sich die
Staatsmänner zu einer Audienz, fallen dort auf die Knie und küssen einen Ring?
Und wie verhält es sich bei der Frau mit dem "Wein ihrer Hurerei"? Bei welcher
Macht steht der Wein im Mittelpunkt des Kultes? Könnte dies nicht eine Anspielung auf
die zentrale magische Kulthandlung sein, bei der angeblich täglich Wein in
Blut verwandelt würde? Betrunken wurden die Bewohner der Erde
davon, d. h., sie konnten deswegen nicht mehr klar denken. Und kann man es nicht
treffend als "Hurerei" bezeichnen, wenn die "Frau" den Herrschenden ihre
Segensdienste anbietet (für Herrschaft, Krieg und für die Legitimation jeder Art
von weltlicher Macht) und im Gegenzug dafür von den Machthabern mit Anteilen an
der Macht und mit Reichtum, Privilegien und viel Geld ausgestattet wurde und
wird?
Als Papst Johannes Paul II. gestorben war, lauteten die Überschriften in den
Medien sinngemäß: "Von Präsident Bush bis Islamischer Dschihad – alle huldigen
dem Papst". Dies erinnerte in jenen Tagen viele Christen an die Versuchung von
Jesus, bei welcher der Versucher im Blick auf "alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht"
spricht: "Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und
mich anbetest" (Matthäusevangelium 5, 9).
"Mehr als eine Tonne Gold" würde in der Bank des Vatikan lagern, schrieben die
Medien kürzlich (z. B. Rheinpfalz, 28.11.2009). Und kein
Herrschaftssystem der Welt spricht so viel vom "Geheimnis" wie eben diese Macht in
Rom. Doch Christus sprach schon damals durch den Seher Johannes: Ich will dir das Geheimnis der
Frau enthüllen.
Die Hure Babylon ist des weiteren die Stadt, die die Herrschaft hat über die
Mächtigen dieser Welt. Der Papst wurde in seinem Krönungsritual als der "Rektor der Welt" bzw. als
der, "der den Erdkreises lenkt",
bezeichnet, und er gilt gleichzeitig als "Pontifex Maximus". Und der "Pontifex Maximus"
hat seinen Ursprung in Babylon. Es war der Titel des mit Fischschwanz-Talar und
Fischkopf-Hut bekleideten obersten Baals-Priesters Babylons. Der babylonische Baals-Priester gab sich als unfehlbarer Stellvertreter Gottes aus
und ließ sich Ring und Schuhe küssen (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 42). Und auf wen ist
nicht nur der Name "Pontifex maximus" übergegangen, sondern auch der damit
verbundene Inhalt? In späterer Zeit
war "Pontifex Maximus" zunächst Titel der heidnischen Priester und Könige Roms.
Solange, bis der "heilige" Papst Leo I. (440-461) diesen Titel dann zum ersten Mal
für das Papsttum in Rom reklamierte. Seither ist nur noch der Papst "Pontifex
Maximus", der einzige weltweit. Und wenn Johannes sieht, wie die Hure Babylon die Herrschaft über die Könige der
Erde innehat, so sei daran erinnert, dass dies oft auch unmerklich oder indirekt geschieht. So sind die Staaten dieser
Welt mit einem Ross zu vergleichen. Doch wer ist der Reiter auf dem Ross? Gehorchen
die Gläubigen der Romkirche in aller Welt ihrem Anführer, wozu sie gemäß ihres
Glaubens bei Androhung der ewigen Verdammnis verpflichtet sind, dann gehorchen
sie ihm auch in ihren politischen und gesellschaftlichen Ämtern (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 23).
"Dem römischen
Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig.
Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir", lautet einer der
"unfehlbaren" Dogmen bzw. Lehrsätze der römisch-katholischen Kirche (siehe z. B.
Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430).
Und auch die vom Papst in Rom abgefallene Kirche Martin Luthers verlangt von den
Politikern, die ihr angehören, dass diese der Kirche in ihrem Staatsamt dienen,
und somit folgt auch die Tochter dieser geheimnisvollen Weltmacht den Prinzipien ihrer Mutter nach.
Doch in der Vision wird auch enthüllt, dass einige der Könige eines Tages aus
dem Macht-Verbund ausscheren und nicht mehr um die Dienste und die Gunst der Hure buhlen. Du
hast die zehn Hörner und das Tier gesehen; sie werden die Hure hassen, ihr alles
wegnehmen, bis sie nackt ist ...
Auch dies ist in vielen Völkern bereits in Gang.
"Ziehet aus von ihr, mein Volk!"
18, 1-5.9-14.23-24 –
Danach sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herab
steigen: er hatte große Macht und die Erde leuchtete auf von seiner
Herrlichkeit. Und er rief mit gewaltiger Stimme: ´Gefallen, gefallen ist
Babylon, die Große! Zur Wohnung von Dämonen ist sie geworden, zur Behausung
aller unreinen Geister und dem Schlupfwinkel aller unreinen und abscheulichen
Vögel. Denn vom Zornwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken und die
Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben. Durch die Fülle ihres
Wohlstands sind die Kaufleute der Erde reich geworden.`
Dann hörte ich eine andere Stimme vom Himmel her rufen: ´Verlasse die Stadt,
mein Volk, damit du nicht mitschuldig wirst an ihren Sünden und von ihren Plagen
mit getroffen wirst. Denn ihre Sünden haben sich bis zum Himmel aufgetürmt und
Gott hat ihre Schandtaten nicht vergessen` (Lutherübersetzung: "Gehet aus von
ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und nichts empfangt
von ihren Plagen"; andere Übersetzung: "Ziehet aus von ihr, mein Volk ...") ...
Die Könige der Erde, die mit ihr gehurt und in Luxus gelebt haben, werden über
sie weinen und klagen, wenn sie den Rauch der brennenden Stadt sehen. Sie
bleiben in der Ferne stehen aus Angst vor ihrer Qual und sagen: ´Wehe! Wehe, du
große Stadt Babylon, du mächtige Stadt! In einer einzigen Stunde ist das Gericht
über dich gekommen.` Auch die Kaufleute der Erde weinen und klagen um sie, weil
niemand mehr ihre Ware kauft: Gold und Silber, Edelsteine und Perlen, feines
Leinen, Purpur, Seide und Scharlach, wohl riechende Hölzer aller Art und alle
möglichen Geräte aus Elfenbein, kostbarem Edelholz, Bronze, Eisen und Marmor:
auch Zimt und Balsam, Räucherwerk, Salböl und Weihrauch, Wein und Öl, feinstes
Mehl und Weizen, Rinder und Schafe, Pferde und Wagen und sogar Menschen mit Leib
und Seele. Auch die Früchte, nach denen dein Herz begehrte, sind dir genommen.
Und alles, was prächtig und glänzend war, hast du verloren: nie mehr wird man es
finden ... Deine Kaufleute waren die Großen der Erde, deine Zauberei verführte
alle Völker. Aber in ihr war das Blut von Propheten und Heiligen und von allen,
die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.
Hier wird zu Beginn der Prophezeiung der Fall der "Hure Babylon" vorweg
genommen. Und an den Worten wird deutlich, dass die Hure Babylon nicht nur
auf Rom beschränkt ist, sondern überall auf der Welt ihre Pfründe verstreut hat.
Und verbunden ist mit dem pulsierenden
satanischen Treiben weltweit – in allen Metropolen mit ihren Politikern, Bankiers,
Wirtschaftsbossen, Priestern und allen denen, die sich die Erde und die Welt in
ihrer Profitgier untertan gemacht und sie geschändet haben und mit allen, die an dem
einseitigen Reichtum profitiert haben, wie die hier genannten "Kaufleute dieser
Erde". Wieder wird deutlich, dass die Hure alle Völker dieser Erde verführt
hat. "Macht Euch die Erde untertan", so die kirchliche Botschaft an die
Mächtigen dieser Erde. Für die Armen blieben nur Almosen, wozu die Priesterkaste
immer nur andere aufruft, nie jedoch vom eigenen unermesslichen Reichtum etwas abgibt.
Allein in Deutschland wird das Vermögen der beiden Großkirchen auf ca. 500
Milliarden Euro geschätzt (Der Spiegel Nr. 49/2001), und der Goldschatz des
Vatikan wurde schon Mitte des 20. Jahrhunderts als der zweitgrößte der Welt nach
dem der USA bezeichnet (so z. B. in der italienischen Zeitschrift Oggi Nr.
52/1952). Und die Jahrhunderte lang andauernden Orgien und Schmäuse von Königen
und Bischöfen in den Palästen der weltlichen oder geistlichen Macht sind sprichwörtlich.
Die Borgias auf dem Papstthron im 15. und 16. Jahrhundert sind kein Einzelfall.
Und zu diesem Verführungs-Kartell gehört auch die Lehre, dass der "richtige"
Glaube "selig" mache und dass demgegenüber das rechte Tun nicht entscheidend sei
– was letztlich zu einem Freibrief für alle Arten von verbrämten Gräueln wurde,
für die ja dann später eine priesterliche "Absolution" (angebliche Lossprechung
von Sünden) möglich sei, wenn man glaubte, hier und da bei den Schandtaten vielleicht etwas zu weit
gegangen zu sein.
Die "andere Stimme", die dann in der Apokalypse erschallt, blendet wieder vor
den Fall zurück und sie spricht die Bewohner an, die vor dem Sturz Babylons in
dieser Stadt beheimatet sind. Das Wort "Ziehet aus von ihr, mein Volk" oder "Geht hinaus von ihr, mein Volk", wie es
Martin Luther übersetzt, kann wörtlich auch mit den Worten "Tretet aus von ihr,
mein Volk" übersetzt werden. Damit wird noch deutlicher, was der einzelne tun
kann. Und die Begründung dafür ist eindringlich und klar: Wer innerhalb Babylons
verbleibt und wer die Hure aus welchen Motiven auch immer unterstützt, sie
verteidigt oder eine Mitgliedschaft bei ihr unterhält, der macht sich mitschuldig an ihren Sünden. Und die Folge ist: Auch
er wird von den negativen Wirkungen, von dem Fall Babylons und den dabei
ausbrechenden "Plagen", getroffen.
Führt man sich auch nur annähernd die unzähligen noch ungesühnten Verbrechen der
Kirchengeschichte mit ihren Millionen von Ermordeten vor Augen, dann bleibt der
Bewohner Babylons in unserer Zeit bildlich gesprochen ein Ast am Stammbaum dieses Verbrechens.
Deshalb die eindringliche Mahnung durch das prophetische Wort: "Ziehet aus aus
ihr!" "Verlass´ die
Stadt!" "Geht hinaus aus ihr!" "Tretet aus von ihr, mein Volk". Dies erinnert
auch an den Untergang der Stadt Sodom im Alten Testament, die der rechtschaffene
Bürger Lot und seine Familie aufgrund einer ähnlichen Warnung in letzter Minute
verlassen haben. Und die Warnung beinhaltet auch: "Schau nicht mehr zurück!", so
wie Lots Frau, die wehmütig auf das ausschweifende Treiben Sodoms zurückblickte
und laut der Erzählung deshalb zur Salzsäule erstarrte, als ob sie noch ein
letzter Bannstrahl des sinkenden Imperiums getroffen hat.
Die Offenbarung des Johannes macht auch deutlich, dass der Fall Babylons mit dem
Fall des weltweiten Wirtschaftssystems zusammenhängt. Beides bedingt also
einander. Der Reichtum der Priesterschaft basiert einzig auf dem Reichtum der
herrschenden Wirtschaftsmacht, und diese wiederum wird durch die Priesterschaft
legitimiert.
Der Fall Babylons führt auch zum Ende der Versklavung, denn auch "Menschen mit
Leib und Seele" wurden zur Ware. Hier sei erwähnt, dass der Reichtum der Kirche
zu einem großen Teil mit eigenen Kirchen-Sklaven geschaffen wurde. So erlaubte
z. B.
Papst Nikolaus V. in seiner Bulle Dum diversas dem portugiesischen König,
"... die Länder der Ungläubigen zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu
unterjochen und in die ewige Knechtschaft zu zwingen" (zit. nach Friedhelm von Othegraven, Litanei des weißen Mannes, Struckum 1986, S. 101f.).
Und gegen Ende dieses Kapitels heißt es noch einmal
klar, worin die Schuld Babylons liegt: Deine Zauberei verführte alle Völker.
Aber in ihr war das Blut von Propheten und Heiligen und von allen, die auf der
Erde hingeschlachtet worden sind.
"Hoc est corpus meum". Mit diesen Worten zelebriert die Priesterschaft in Rom ihr kultisches Mahl,
das das Zentrum ihres Glaubens darstellt. Und es soll bedeuten, dass eine Oblate bzw. Hostie angeblich der "Leib Christi"
sei. In Wirklichkeit ist jeder
Mensch ein "Tempel des Heiligen Geistes", wie es das Neue Testament
bezeugt, und Gott wohnt in jedem Menschen, in jedem Tier und in jeder
Lebensform. Der kirchliche Kult und seine Sakramente haben damit nichts zu tun,
sie sind die "Zauberei". Und nicht zufällig
wurde aus dem Priesterwort "Hoc est corpus meum" die Zauberformel "Hokuspokus" abgeleitet, was
besagt: Es ist Zauberei, es ist Scharlatanerie, es ist Gift und Galle, es ist Verführung.
Und keine Stadt trägt schwerer am Blut der Gottes-Propheten und weisen Männer
und Frauen wie die klerikale Macht in Rom. Denn der Stuhl Petri ist auf den
Knochen seiner Opfer erbaut und wurde mit dem Blut Abermillionen verfolgter und hingerichteter Menschen
geleimt – in Kreuzzügen, Hexenverbrennungen, Inquisition, Ketzerausrottungen,
"gerechten" Kriegen, Plünderungen ganzer Kontinente usw. In dieser Stadt, so die
Vision, war das Blut von Propheten und Heiligen und von allen, die auf der Erde
hingeschlachtet worden sind. Doch jetzt fällt – teilweise erst nach
Jahrhunderten – dies massiv auf die Verursacher zurück, so dass sich hier das
Sprichwort bewahrheitet: "Gottes Mühlen mahlen langsam".
Demütige Sprachrohre Gottes, vom Staatschristentum verfolgt und verspottet
19, 10 – Jemand sagte zu mir: ´Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des
Lammes eingeladen ist.` Dann sagte er zu mir: ´Das sind zuverlässige Worte, es
sind Worte Gottes.` Und ich fiel ihm zu Füßen, um ihn anzubeten. Er aber sagte
mir: ´Tu das nicht! Ich bin ein Knecht wie du und deine Brüder, die das Zeugnis
Jesu festhalten. Gott bete an! Das Zeugnis Jesu ist der Geist prophetischer
Rede.`
"Zuverlässige Worte" sind also die Worte, die Gott durch Prophetenmund spricht
und nicht diejenigen, die sich Priester und Theologen ausdenken. Das ist heute
nicht anders als damals. Dabei sind die wahren Gottespropheten keine "Gurus",
als die sie seit nahezu 2000 Jahren von den Priestern und der Kirchenhierarchie
verleumdet werden, sondern es sind demütige Menschen, die in Treue zu Gott und
Christus ihr schweres, leidvolles und äußerst unbequemes Amt ausüben und die seit der Entstehung des
konfessionellen Staatskirchentums den Spott der Kirche obendrein erdulden
müssen. Ein solches demütiges Sprachrohr Gottes war Johannes von Patmos und
ebenso das Geistwesen, vor dem Johannes hier niederfallen möchte. Ich bin ein
Knecht wie du und deine Brüder, die das Zeugnis Jesu festhalten, so seine
Worte. Im Gegensatz dazu lässt der
Papst, auch wenn er sich oberflächlich demütig ziert, die ihm untergebenen Bischöfe und Priester vor sich auf den Boden liegen,
sich den Ring von ihnen küssen und sich huldigen. Das hat Gott nicht gewollt,
der immer wieder durch Seine Propheten mahnte.
Und der "Geist der prophetischen Rede" entspricht ganz dem Zeugnis Jesu –
ganz anders als die Dogmen der Kirche, die mit dem Zeugnis Jesu nichts zu tun
haben.
Der äonenlange Abgrund und das Friedensreich
20, 1-3.10 –
Dann sah ich einen Engel vom Himmel herabsteigen; auf
seiner Hand trug er den Schlüssel zum Abgrund und eine schwere Kette. Er
überwältigte den Drachen, die alte Schlange – das ist der Teufel oder der Satan
–, und der fesselte ihn für tausend Jahre. Er warf ihn in den Abgrund,
verschloss diesen und drückte ein Siegel darauf, damit der Drache die Völker
nicht mehr verführen konnte, bis die tausend Jahre vollendet sind. Danach muss
er für kurze Zeit freigelassen werden ...
[Doch sein teuflisches Bemühen scheitert]
Und der Teufel wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das
Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält, "in alle
Ewigkeit" [= Wortlaut der
evangelisch-katholischer Einheitsübersetzung].
Johannes von Patmos kündigt hier das Friedensreich auf dieser Erde an, während
der "Drache" im Abgrund liegt. Diese Reich währt ungefähr 1000 Jahre lang,
wobei diese
Zahlenangaben
symbolisch sind und nicht wörtlich zu nehmen sind. Und es
werden dann nur noch Menschen die Erde bevölkern, die weit gehend nach den
Geboten Gottes leben. Für schwer belastete Seelen gibt es nun keine Möglichkeit
der Inkarnation mehr auf der Erde, und Gottes Schutz hält für die Erdbewohner die "alte
Schlange" auf Distanz.
Dieses
Friedensreich wurde
bereits von Jesus von Nazareth und von den Propheten im
Alten Bund prophezeit, und es beinhaltet auch den Frieden zwischen Mensch und
Tier und zwischen den Tieren untereinander. Weil der Mensch aufgehört hat, die
Tiere zu töten und zu verspeisen, zieht auch in das Tierreich allmählich der
Frieden ein, und auch die Tiere hören mit der Zeit auf, einander zu töten, so wie es am
Anfang der Schöpfung war, worüber es im 1. Buch Mose heißt: "Sehet da, ich habe
euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle
Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf
Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt,
habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah
an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut" (1, 29-31).
Und der Propheten Jesaja verheißt, dass die Menschen im kommenden
Friedensreich wieder zu dieser anfänglichen Schöpfungsordnung zurückkehren, und
durch ihn verkündet der Schöpfergott: "Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein.
Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin
freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das
Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine
Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr auf meinem ganzen
heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie
das Meer mit Wasser gefüllt ist" (11, 6-9).
Nach dieser Zeit des Friedensreiches wird dem Widersacher allerdings noch einmal die
Möglichkeit geboten, die Menschen zu verführen. Denn so wie sich jemand
in Freiheit und ohne Glaubenszwang für Christus entscheiden kann, wenn er das
möchte, so haben auch die Kräfte der Finsternis die "Freiheit", weiterhin gegen
Gott aufzubegehren und einen erneuten Versuch zu unternehmen, Nachfolger des
Christus bzw. die Bewohner der Erde zu Fall zu bringen. Nachdem dies aber letztendlich scheitert, erfolgt
für den Widersacher Gottes und seine Helfer und Helfershelfer eine lange Zeit der qualvollen
"Abtragung" ihrer Bösartigkeiten und Verbrechen, allerdings keine ewige Hölle.
Es gibt bei dieser Bibelstelle, was die Zeitdauer betrifft, keinen einheitlichen
griechischen Original-Text. In manchen Handschriften heißt es "eis tous aionas
ton aionon" = "in den Äonen der Äonen". Man könnte also übersetzen "mehrere
Äonen lang", aber eben nicht "in alle Ewigkeit", wie die kirchlichen Übersetzer
den Text fälschen, indem sie den Eindruck erwecken, die Qualen würden nie
aufhören, so wie es ihr Dogma von ihnen zu glauben verlangt. In einigen anderen antiken Handschriften fehlen
diese Worte sogar ganz. Es wird in diesen alten Handschriften also überhaupt keine Zeitangabe gemacht,
und das könnte auch der ursprüngliche Text sein.
Und die
kirchlichen Obrigkeiten, mörderischen Päpste, Kreuzfahrer, Inquisitoren und
viele mehr werden letztlich froh und dankbar sein, dass es eine "ewige Hölle",
in die sie Andersgläubige millionenfach hinein verdammten, gar nicht gibt.
So würden auch sie in ihren Qualen am eigenen Seelenleib zwar einst erleiden, was sie durch
ihre früheren Untaten und Verbrechen anderen angetan haben. Doch sie können ihr
Tun in diesem langen qualvollen Leid auch bereuen und umkehren, wenn ihnen
bewusst wird, dass sie nur am eigenen Seelenleib ernten, was sie zuvor selbst
gesät haben, also anderen angetan haben. Kehren auch sie schließlich um, so
werden sie
schlussendlich, nach Äonen langer Leidenszeit, mit als letzte unter allen
Menschen den Weg zurück zu Gott finden, wie es auch Jesus von Nazareth bereits
prophezeite, als er über die Theologen seiner Zeit sagte: "Wahrlich, ich sage euch:
Die Zöllner und Prostituierten kommen eher ins Reich Gottes als ihr" (Matthäus
21, 31).
Und auch heute ist es so, dass vor allem die kirchlichen Schriftgelehrten über
Christusnachfolger und ihre Hoffnung auf ein Friedensreich spotten. So sind auch
die heutigen Theologen diejenigen, die demnach in noch größerer Gottferne leben als Geldbetrüger und
Prostituierte. (2)
Das Buch des Lebens und das gerechte Gericht
20, 12; 22, 12 –
Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die Großen und die
Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; auch das Buch des Lebens wurde
aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, nach dem, was in
den Büchern aufgeschrieben war ... ´Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe
ich den Lohn, und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht. Ich bin das
Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.`
Auch hier betont diese Christusoffenbarung noch einmal: Jeder Mensch wird nach
seinen Werken "gerichtet", und zwar gerecht. Wer demgegenüber lehrt, "allein der
Glaube genüge", entlarvt sich damit als Widersacher dessen, der Johannes von
Patmos diese Offenbarung eingegeben hat. Und wer stattdessen lehrt, der
Mensch müsse getauft werden oder an Dogmen glauben, entlarvt sich desgleichen
als Gegner dessen, von dem es in diesem Buch heißt: Ich bin das Alpha und das
Omega.
Ein neuer Himmel und eine neue Erde ohne Kirchen aus Stein
21, 1-2.12.22.25-27; 22, 3 –
Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen; auch das Meer ist nicht
mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel
herab kommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt
hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: ´Seht, die Wohnung
Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden Sein
Volk sein; und Er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren
Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine
Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen ...`
Die Stadt hat eine große und hohe
Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen
geschrieben: die Namen der zwölf Stämme Israels ... Einen Tempel sah ich nicht
in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung,
ist ihr Tempel, Er und das Lamm ... Nacht wird es dort nicht mehr geben. Und man
wird die Pracht und die Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen. Aber
nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Gräuel verübt und lügt ... Der
Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen, und Seine Knechte werden
Ihm dienen.
Hier sieht Johannes die Erde und den Kosmos nach der Reinigung und nach den
Turbulenzen am Ende der Zeit des Friedensreiches auf der Erde. Ein neuer Himmel
und eine neue Erde sind entstanden und werden nicht mehr vergehen. Und im Neuen
Jerusalem, der Hauptstadt der neuen Erde, leben die Menschen im Geiste Gottes.
Das bedeutet: In Freude und innerem Frieden. Und Gott selbst und Seine Liebe stehen für alle
Bewohner im Mittelpunkt. Das heißt: Sie leben aus der Kraft der Liebe Gottes und
geben diese weiter. Die Zeit der Priesterschaft mit ihren Dogmen, Kulten und
ihren Lehren von den "Geheimnissen Gottes" ist endgültig vorbei.
Auch der Tod und seine Schrecken sind vorbei. Denn die Bewohner der Erde wissen:
Die Seelen der Menschen sind unsterblich
und welche in den Himmel zurück gekehrt sind, leben nun wieder als reine Geistwesen in ihrer ewigen Heimat. Und es zeigt
sich nun auch, wie über viele Jahrhunderte, ja Jahrtausende, das große
Rückführungswerk für alle von Gott abgefallenen Seelen und Menschen andauerte.
Auch die zwölf Stämme Israels standen bereits in diesem göttlichen Auftrag, und
die großen Gottespropheten Israels hätten damals das Volk führen sollen. Daran erinnern
die zwölf Tore in dieser Vision.
Und was für Johannes ganz wichtig ist: "Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt".
Das heißt: Ende mit den Kirchen aus Stein, die Christus niemals wollte. Kein
Tempel, keine Dome, keine Kathedralen, keine Bischofskirchen, keine Stadt- und
keine Dorfkirchen und keine Kapellen mehr. Dafür ist nun kein Platz mehr. Denn die
Menschen kehren ein in ihren inneren Tempel, zu Gott und zu Christus in jeder
Seele, in jedem Menschen. So wie es bereits Jesus von Nazareth in der
Bergpredigt lehrte: "Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ
die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der
in das Verborgene sieht, wird dir´s vergelten" (Matthäus 6, 6;
Lutherübersetzung).
Nun ist auch der Reichtum nicht mehr ungleich verteilt wie unter den Obrigkeiten
und Räubern in der untergegangenen materialistischen Zivilisation. Sondern alle
Bewohner können sich an der "Pracht" und den "Kostbarkeiten" erfreuen, weil die
Gleichheit und der Frieden herrscht und nicht mehr das Oben und Unten.
22, 17 – Der Geist und die Braut aber sagen: ´Komm`! Wer hört, der rufe: ´Komm`.
Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens.
Die frohe Botschaft des Evangeliums war immer umsonst – ein Geschenk aus den
Himmeln. Die Kirchensteuerpflicht für als Säuglinge ohne ihr Einverständnis
getaufte Menschen hatte mit Christus nie etwas zu tun. Auch
die staatlichen Milliardensubventionen aus den
allgemeinen Steuereinnahmen für Bischofsgehälter, Steinkirchen-Bau, Pflege
kirchlicher Denkmäler, Priesterausbildung, immer häufigere Papstbesuche, Kirchentage usw. hatten und haben mit
Christus nicht das Geringste zu tun. Und dort hat man auch nicht das "Wasser des
Lebens" empfangen.
Die unerschöpfliche Quelle für das "Wasser des Lebens" ist in jedem von uns
selbst – umsonst. Und jeder kann den Weg zu dieser Quelle finden, indem er
Schritt für Schritt das tut, was Jesus, der Christus lehrte und lehrt.
Anmerkungen:
(1)
Dazu nur ein Beispiel: Jesus hatte Aramäisch gesprochen. Seine Worte wurden
dann ca. 50
Jahre später aber in Griechisch aufgeschrieben. Und die Kirche hat das
Griechische wiederum ins Latein übersetzt und diese lateinischen Worte
später
dogmatisiert. Und heute lesen wir die Texte dann z. B. in Deutsch, Englisch oder Spanisch.
Doch kann nun das deutsche oder spanische Wort zweifelsfrei das beinhalten, was z.
B. Jesus oder auch der Seher Johannes einst in Aramäisch bzw. Griechisch in eine
bestimmte Aussage hinein gelegt haben?
An dieser einfachen Überlegungen sieht man, dass es immer darauf
ankommt, was jemand mit einem Wort oder Satz gemeint hat, was er also damit
ausdrücken wollte und eben nicht darauf, welche exakte Lexikonbedeutung ein gar nicht
ursprüngliches Wort heute in der übersetzten Sprache hat. Es sei denn,
jemand würde die absurde Behauptung aufstellen, die lateinische
Kirchenübersetzung käme der ursprünglichen Botschaft näher als das, was Jesus
einst tatsächlich gesagt hat.
Konkret hat das
Wort "vollenden" hier nun die Bedeutung "enthüllen, offenbaren", wie es richtig
auch die konfessionelle Einheitsübersetzung erklärt: "Vollenden" bedeute
"Offenbarung".
(2) Der
Diktator Adolf Hitler hatte im Deutschland des 20. Jahrhunderts einst ein
1000-jähriges Schreckensreich angekündigt. Diesen Umstand machen sich manchmal
kirchliche Obrigkeiten und ihre Beauftragte zunutze, um Christen zu verleumden,
die an die Verheißung von Christus durch Johannes
glauben, und die auf das "Reich Gottes", wie es Jesus nannte, hoffen.
Dieses soll laut Offenbarung des Johannes ca. 1000 Jahre auf der Erde bestehen. "So etwas hatten wir doch schon einmal
in Deutschland", höhnen und lästern dann so manche Vertreter der Kirche.
Denn von "1000 Jahren" war auch gelegentlich im Hitler-Wahn die Rede.
Dabei hat das eine mit dem anderen nicht das allergeringste miteinander zu tun.
Und es ist etwas völlig anderes, wenn in unserer Zeit der Ruf des Jesus, des
Christus, in der ganzen Welt gehört wird, der lautet: "Kehrt um, denn das Reich
Gottes ist nahe" (vgl. Matthäus 4, 17 und viele Stellen mehr). Es hat
nicht nichts mit dem Katholiken Adolf Hitler zu tun, der auch ein großer
Verehrer von Martin Luther war. Dieser Diktator hatte im 20. Jahrhundert mit
tatkräftiger Hilfe aus den beiden Großkirchen versucht, die biblische
Verheißung in ihr Gegenteil zu verkehren.
Und Adolf Hitler zahlte bis zu seinem Tod
auch
immer pünktlich seine Kirchensteuer (im Unterschied zu den meisten anderen
Steuern, die er hinterzog oder nicht bezahlte), und er wurde niemals
exkommuniziert, wie unzählige Kommunisten Italiens. Warum auch?
|
Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und schauen diesen Film. Eventuell nur in Ausschnitten, weil man nicht alles auf einmal verkraftet. Ein Tipp: Ohne deutsche Untertitel schauen. Lassen Sie einfach die Bilder auf sich wirken. Die Zeit lohnt sich.
Und bedenken Sie dazu immer wieder die Lehre
der Kirchen, welche besagt:
|
Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer
interessanter Texte.
[
1 - Luther-Evangelische Lehre
]
[
2 - Reinkarnation
]
[
3 - Luther-Christus
]
[ 4 - Kirche-Holocaust
]
|