DER THEOLOGE
Nr. 10
Thomas Müntzer und die
Zwickauer Propheten
Auf den Spuren von Christus, von Luther verfolgt
Zu Beginn des Jahres 1522, gut drei Jahre vor dem Bauernkrieg, kommt es in Wittenberg zu einer Begegnung mit schwerwiegenden Folgen. Ein Mann namens Markus Stübner aus Zwickau möchte Martin Luther ein Prophetisches Wort überbringen, das er aus der geistigen Welt für Luther empfangen habe. Doch Luther lässt Stübner kaum zu Wort kommen, beschimpft und verleumdet ihn. Mit dem Satz "Eurem Geist hau` ich auf die Schnauze" setzt er den Propheten vor die Tür, ohne ihn näher anzuhören. Stattdessen plant der "Reformator" eine Attacke auf die urchristliche Bewegung, die sich in Zwickau gebildet hat. Im April und Mai 1522 hält sich Luther schließlich mehrere Wochen in Zwickau auf und predigt mit staatlicher Unterstützung mehrfach gegen die dortigen Urchristen und ihre Propheten. Diese geraten darauf hin massiv unter Druck und fallen auseinander. Über Luther jedoch heißt es nach diesen Ereignissen des Jahres 1522: "Sein Ansehen und seine Macht sind nicht mehr anzutasten" (Michael Meisner, Martin Luther - Heiliger oder Rebell, Lübeck 1981, S. 133). Was aber hatte den Namensgeber und geistigen Vater des evangelischen Glaubens zuvor so aus der Fassung gebracht und zu dem Kampf in Zwickau provoziert?
Zwickau ist eine Stadt mit vielen armen und hart arbeitenden Menschen: Handwerkern, Bergarbeitern in den nahe gelegenen Erzgruben des Erzgebirges und Lohnarbeitern in den Textilmanufakturen. Einer davon ist der schlichte Tuchweber Nikolaus Storch, der eines Tages "Visionen" hat, wie es in Geschichtsbüchern heißt. Storch selbst spricht vom "inneren Wort." Aus der geistigen Welt erhält er demnach den Auftrag, die ethischen "Verwilderungen" in der Bevölkerung beim Namen zu nennen und zur Buße und ernsthaften Nachfolge Jesu aufzurufen. Auch der Tuchmacher Thomas Drechsel hört dieses "innere Wort" und vernimmt einen solchen Auftrag. Und der ehemalige Wittenberger Student Markus Stübner ist der dritte namentlich bekannt gewordene Prophet. Er gilt als der einzige "Gelehrte" der Bewegung.
Das innere Wort und das innere Licht
Durch das von Storch, Drechsel und Stübner weitergegebene Wort erfährt die
Bevölkerung ab 1520, dass die Sakramente der Kirche nutzlos sind, und Kindertaufe
und Priestertum nicht dem Willen Gottes entsprechen (vgl. auch
Der Theologe Nr. 32). Jeder Mensch trage ein
"inneres Licht" im Herzen, die Gottlosigkeit gehe zu Ende und das Friedensreich,
von dem die Propheten aller Zeiten sprachen, würde bald beginnen.
Die beiden Weber und der Student lösen Betroffenheit und überwiegend Zustimmung beim Volk aus.
Über den Aufbruch in Zwickau schreibt der Historiker Gerhard Wehr in der
Rowohlt-Monographie über Thomas Müntzer (Reinbek 1991): "Ein
euphorisches Glücksgefühl ließ schon die wirtschaftliche Abhängigkeit und
Bedrängnis der Weber und Berggesellen nicht aufkommen. Der tiefe Ernst, der sie
beseelte, erwuchs ihnen durch bedingungslose Nachfolge Christi ... Deshalb auch
ihre Skepsis gegenüber einer oberflächlich verstandenen Rechtfertigung des
Sünders, deshalb auch ihre Ablehnung einer ´billigen Gnade`" (S. 27).
Doch der Rat der Stadt Zwickau mit dem Bürgermeister Hermann Mühlpfort an der
Spitze fühlt sich
provoziert. Und Mühlpfort ist einer der engsten Freunde Martin Luthers. Der Wittenberger
Theologe widmet dem Zwickauer Bürgermeister im selben Jahr 1520 seine Schrift
Von der Freiheit eines Christenmenschen, in der Luther die zentrale
evangelische These aufstellt, "dass ein Christenmensch am Glauben genug hat" und
dass er "gewisslich von allen Geboten und Gesetzen entbunden" sei. Zwar seien
"gute Werke" wichtig, doch für das Heil nicht nötig, was von Kritikern manchmal
mit "billiger Gnade" umschrieben wird.
Dagegen wenden sich die Zwickauer Propheten. Denn Jesus von Nazareth sagte
mehrfach klar,
dass es auf das Tun seiner Botschaft ankomme, nicht auf den Glauben allein.
Das Vorbild der ersten Urchristen
Die beiden Zwickauer Pfarrer Nikolaus Hausmann und Thomas Müntzer reagieren
sehr unterschiedlich auf die prophetische Volksbewegung. Nikolaus Hausmann, Pfarrer der
Marienkirche, stellt sich dagegen. Thomas Müntzer, Pfarrer der Katharinenkirche, ist
jedoch beeindruckt und schließt sich an. Nach biblischem Vorbild werden in den nächsten
Wochen 12 "Apostel" gewählt. Ähnlich wie im frühen Urchristentum haben Frauen
gleichberechtigte Aufgaben in der Gemeinschaft, und einige von ihnen empfangen ebenfalls das
innere Prophetische Wort.
Aus der Ferne donnert Luther nun gegen die "Rottengeister", die in Zwickau "hausen".
Durch das Aufeinandertreffen von Anhängern und Gegnern der Gemeinschaft wären -
so die Kirchengeschichtsschreibung - "Tumulte" in der Stadt entstanden. Der
Staat greift ein - auf Seiten von Luther und der herrschenden Obrigkeit. So
werden Ende April 1521 fünfundfünfzig Christen, allesamt
Tuchmacherknappen, verhaftet, und der Pfarrer der Katharinenkirche, Thomas
Müntzer, wird aus der Stadt ausgewiesen. Das Leben aller Urchristen ist in großer Gefahr. Müntzer
flieht nach Böhmen, doch noch mahnt Luther, den Einsatz von Gewalt gegen die
entschiedenen Nachfolger Jesu zu begrenzen.
An den Hofkaplan des verantwortlichen Fürsten Friedrichs des Weisen schreibt er:
"Trage Sorge dafür, dass unser Fürst nicht seine Hände beflecke mit dem Blut
jener neuen Zwickauer Propheten."
Wenige Jahre später jedoch fordert Luther die gnadenlose Hinrichtung von
Predigern außerhalb der neuen evangelischen Amtskirche, "wenn sie gleich das
reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und ... Gabriel vom
Himmel wären"
(Quelle: siehe "Der Theologe Nr. 3").

Thomas Müntzer (1490-1525) -
nach dem Scheitern der Zwickauer
Propheten radikalisierte
sich sein Denken.
Bibel, Sakramente und Priester sind nicht nötig
Stadtpfarrer Hausmann, wie Bürgermeister Mühlpfort ein Vertrauter Luthers, weist auf
das "Verbrechen" der Volksbewegung hin:
"Man braucht keine Bibel, denn Gottes Geist redet unmittelbar mit uns; und
braucht man keine Bibel, so braucht man auch keine Predigt; braucht man aber
keine Predigt, so braucht man auch keinen geistlichen Stand mehr; Kindertaufe
ist wertlos, denn die ´Erleuchteten selbst sind die sichtbare Gemeinde der
Heiligen`".
Die Priesterkaste ist im Mark getroffen - Keine Pfarrer mehr? Keine
Wassertaufe und
damit keine Kirchenmitgliedschaft von Säuglingen mehr? Die Zwickauer Propheten
gehen in den Spuren des Jesus von Nazareth. Unruhe macht sich jetzt auch an der
theologischen Fakultät der Universität Wittenberg breit.
Einige Jahre später wird Professor Philipp Melanchthon "durchgreifen" und mit Zustimmung
Luthers vom Staat die Todesstrafe für Gegner der Säuglingstaufe durchsetzen. Im Jahr
1521 ist Melanchthons gesellschaftliche Position aber noch nicht gefestigt.
Während Luther, selbst noch kurzzeitig von Verfolgung bedroht, auf der Wartburg
in Eisenach die Bibel übersetzt, zieht eine Abordnung der Zwickauer Christen nach Wittenberg
und spricht mit dessen Mitstreiter Philipp Melanchthon. Und über seine Begegnung mit den Propheten schreibt
Melanchthon an den Kurfürsten Friedrich den Weisen: "Ich kann kaum sagen, wie
stark mich das beeindruckt. Jedenfalls hindern mich gewichtige Gründe daran, sie
unbeachtet zu lassen ... Ich würde Eure Hoheit nicht mit diesem Brief
belästigen, wenn die Sache nicht so wichtig wäre, dass sie eine rasche
Entscheidung erforderte. Auf der einen Seite müssen wir uns hüten, den Geist
Gottes zu dämpfen, auf der anderen Seite dürfen wir uns aber auch nicht vom
Satan gefangen nehmen lassen." Auch der neben Melanchthon und Luther dritte
Theologieprofessor in Wittenberg, Nikolaus von Amsdorf, ist von den Zwickauern tief
beeindruckt, und der Historiker Gerhard Wehr schreibt: Es war "die geistige
Kraft, die von diesen Männern ausgegangen sein muss" (a.a.O., S. 38).
Martin Luther bekämpft die Volksbewegung
Einer allerdings ist nicht beeindruckt. Von der Wartburg aus macht Luther seine
persönlichen Seelenqualen zum Kriterium, mit denen die Propheten geprüft werden
sollen, und er schreibt
an Melanchthon: "Frage, ob sie jene geistlichen Ängste ... erfahren haben, ...
Tod und Hölle ... Gott ist ein verzehrendes Feuer" (Walter Nigg,
Prophetische Denker, Rottweil 1986, S. 86). Doch für welchen Gott hat sich
Luther in seinen Seelenkämpfen entschieden?
Als die urchristliche Bewegung trotz Bedrückung und Verfolgung weiter wächst,
greift Luther selbst ein. Zunächst erklärt er sich 1522 noch bereit, Stübner zu treffen,
doch von Anfang an bezeichnet er die Offenbarungen vorab als Produkte einer erhitzten
Einbildungskraft und als Täuschung böser Geister. Stübner antwortet ihm, nicht jeder
könne die innere Schau verstehen, doch Luther lässt sich gar nicht auf einen ernsthaften
Dialog ein. Luther empfängt Stübner und hält ihm gleich entgegen: Die Bibel allein genüge. "Gott lässt es bei seinem Wort
[der Bibel] bleiben ... Ich will mit dir nichts zu schaffen haben, es sei denn,
du tust Zeichen", so der Theologe Luther, um Stübner gleich darauf zu
drohen: "Mein Gott wird deinen Gott verhindern, Zeichen zu tun ohne den
Willen."
Der bekannte evangelische Theologieprofessor Walter Nigg kommentiert die Begegnung mit folgenden Worten: "Im
Gespräch zwischen Luther und dem Zwickauer Propheten stand der Reformator einem
ganz konkreten prophetischen Anspruch gegenüber. Er war einen Moment lang von
ihm betroffen. Aber wirklich nur einen Augenblick, und dann unterdrückt er
sogleich die innere Bestürzung ... und polternd schrie er: ´Eurem Geist haue ich
auf die Schnauze`" (Nigg, a.a.O., S. 87). Dann lässt Luther den
Propheten wutentbrannt hinauswerfen.
Der Theologe Martin Luther beschließt, die urchristliche Bewegung von jetzt ab niederzukämpfen und
zu diesem Zweck selbst nach Zwickau zu reisen. Am 8.4.1522 quartiert er sich
dazu bei seinem Vertrauten, Bürgermeister
Mühlpfort, ein und hält nun eine Predigt nach der anderen in der Stadt. Kirche und
Staat verbünden sich - wie vielfach in der Geschichte - zur Diskriminierung und
Verfolgung kleinerer religiöser Gemeinschaften. Am 1. Mai 1522 lässt die
Stadt Zwickau schließlich 14.000 Menschen aus Zwickau und Umgebung vor dem Rathaus
versammeln, mehr als die Stadt Einwohner hat. Und auch als Zeichen der staatlichen
Unterstützung wird für Luther ein großes Fenster des Rathauses zur Kanzel
umfunktioniert. Und Martin Luther brüllt von hier aus seine Lehre in die
Volksmenge. Demnach
genüge allein der Glaube (siehe dazu auch
Der Theologe Nr. 35), und zur Vermittlung dieses Glaubens sei eine mit der
staatlichen Obrigkeit verbündete Amtskirche und ihre "Sakramente" Taufe und
Abendmahl heilsnotwendig.
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Der "Scheinglauben" der Lutherischen Konrad Grebel aus Zürich, ein Zeitgenosse Luthers und Müntzers, schreibt im Blick auf die "Lutherischen", an Thomas Müntzer, es wolle "heute jedermann im Scheinglauben selig werden, ohne die Früchte des Glaubens" (Brief an Thomas Müntzer, zitiert nach Barbara Beuys, Und wenn die Welt voll Teufel wär, Reinbek 1982, S. 248) Anmerkung: Konrad Grebel wurde wegen seiner Überzeugungen 1525 im Hexenturm in Zürich eingekerkert. Der Zürcher Stadtrat gehorchte dem "Reformator" Huldreich Zwingli. Grebels Mitstreiter Felix Manz vom Zürcher Stadtrat 1525 zu einer grausamen Hinrichtung verurteilt. Man warf ihn gefesselt in den Fluss, wo er ohne Chance ertrank. Und sein anderer Mitstreiter, Jörg Blaurock, verbrannte wegen seines urchristlichen Glaubens 1529 in Südtirol bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen. Grebel selbst starb kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis 1526 an der Pest, möglicherweise eine Spätfolge seiner Haft. Grebel, Manz und Blaurock widersetzten sich dem Befehl des Stadtrats von Zürich, einen Säugling spätestens am 8. Tag nach der Geburt im Sinne der neuen evangelischen Lehre zu taufen. |
Der Zwickauer Marktplatz -
im Jahr 1522 Schauplatz einer geistigen Auseinandersetzung
Diese Botschaft ist bequemer als die urchristlichen Ideale der Volksbewegung,
und sie sichert die Existenz des Pfarrer- und Priesterstandes. Denn der "allein
genügende" Glaube müsse vom "Heiligen Geist" mithilfe der Predigt eines Pfarrers und
der kirchlichen Sakramente vermittelt werden, so die Lehre Luthers.
Die meisten Hörer lassen sich auf die Seite des Redners ziehen, und die
urchristliche Bewegung hat in der Folgezeit nicht die Kraft, sich als - im öffentlichen Leben
spürbare - Gemeinschaft in der Stadt zu halten. Die Menschen treibt es
auseinander, und auch die Propheten bleiben nicht beieinander. So entschließt
sich z. B. Nikolaus
Storch, mit der prophetischen Botschaft durch die Lande zu ziehen, und er
stirbt später in einem Münchner Hospital.
Der Zwickauer Marktplatz - im Jahr 1522 Schauplatz
einer geistigen Auseinandersetzung
Luther gibt sich mit dem Stimmungsumschwung in Zwickau zu seinen Gunsten aber nicht zufrieden. Er verfolgt die Spuren der neuen Bewegung das ganze Jahr 1522 über auch in anderen Städten, in denen sich eine ähnliche Entwicklung anbahnte. Von Zwickau aus zieht er nach Leipzig, Erfurt, Weimar und in weitere Orte, um auch dort die Ansätze für ein urchristliches Leben auszureißen bzw. zu vernichten.
Der Bauernkrieg und die Hoffnung auf eine neue Zeit
Doch viele der Menschen, die sich 1522 noch auf Luthers Seite ziehen ließen, wurden drei Jahre später jäh aus ihren Hoffnungen gerissen. Als sich das soziale Unrecht an den Menschen im Jahr 1525 in Bauernaufständen Luft macht, ruft Luther die Fürsten zu gnadenlosen Massakern auf, dem auch viele seiner ehemaligen Anhänger zum Opfer fallen. Die Konflikte eskalieren.
Gezeichnet von den Bedrängungen und Verfolgungen der vergangenen Jahre gibt der ehemalige Zwickauer Pfarrer Thomas Müntzer das urchristliche Prinzip der Gewaltlosigkeit auf und setzt sich an die Spitze des Thüringer Bauernheeres. Er wird nach dem Scheitern der Aufstände und der militärischen Niederlage der Thüringer Bauern im Mai 1525 in Frankenhausen im benachbarten Schloss Heldrungen gefoltert und schließlich geköpft. Der Triumph Martin Luthers über seinen zuletzt erbittertsten theologischen und politischen Gegner, Thomas Müntzer, war vollendet.
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Martin Luther fordert die Fürsten auf, die aufständischen Bauern zu töten "Solch wunderliche Zeiten sind jetzt, dass ein Volk den Himmel eher mit Blutvergießen verdienen kann denn anders sonst mit Beten ... Steche, schlage, würge hie[r], wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst du nimmermehr erlangen. Denn du stirbst im Gehorsam gegenüber dem göttlichen Wort und Befehl."
(Wider die stürmenden Bauern, Weimarer Ausgabe der Lutherschriften
(= WA) 18, S. 357 - 361) Martin Luther: Prediger seien die allergrößten Totschläger, weil Gott es befehle "Prediger sind die allergrößten Totschläger. Denn sie ermahnen die Obrigkeit, dass sie entschlossen ihres Amtes walte und die Schädlinge bestrafe. Ich habe im Aufruhr alle Bauern erschlagen; all ihr Blut ist auf meinem Hals. Aber ich schiebe es auf unseren Herrgott; der hat mir befohlen, solches zu reden ..." (Tischreden, WA 3, S. 75) |
Für das Blutbad an 70.000 - 100.000 Bauern, das Luther von den Fürsten
verlangt hat, macht er jedoch Gott verantwortlich. Luther
predigte: " ... einen seligeren Tod kannst du nimmermehr erlangen", als beim
Töten der Bauern selbst ums Leben zu kommen, und er rechtfertigt sich im Anschluss
daran: "Ich habe im Aufruhr alle Bauern erschlagen; all
ihr Blut ist auf meinem Hals. Aber ich schiebe es auf unseren Herrgott; der hat
mir befohlen, solches zu reden ..." (Tischreden, Weimarer
Ausgabe der Lutherschriften III, S. 75). Doch auch wenn Martin Luther zahllose Menschen umbringen ließ - ihre Hoffnung,
ihre Ziele und ihre Sehnsucht nach einem gerechten Gott konnte er damit nicht auslöschen und auch nicht den Geist, der sie
berührte. Wenn die Zeit gekommen ist, werden sie wieder auferstehen ...
Literatur: Walter Nigg, Prophetische Denker - Löschet den Geist nicht
aus, Rottweil 1986, S. 85-98; einige Restexemplare für 10,00 € + Versand noch
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Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
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