DER THEOLOGE
Anhang zur Ausgabe Nr. 7


Jesus war ein Freund der Tiere
Apokryphe Quellen



Vorwort: Vielen Menschen ist es ein Anliegen, sich auch den Tieren gegenüber richtig zu verhalten und sie fragen nach, wie denn Jesus von Nazareth mit den Tieren umgegangen ist. Nur wenig ist dazu in den Bibeln überliefert. Es gibt jedoch ein apokryphes (= "verborgenes") Evangelium, Das Evangelium des vollkommenen Lebens genannt (Humata Verlag, Bern, o. J.). Es wurde auch unter dem Namen Das Evangelium der Heiligen Zwölf (Humata Verlag, Bern 1988) veröffentlicht und unter den Namen Das Evangelium Jesu (Verlag DAS WORT, Rottweil 1968).
Im Vorwort der englischsprachigen Ausgabe dieses Evangeliums schreibt G.J.R.Ouseley im Jahr 1902: "
Dieses Urevangelium christlicher Inspiration ist eines der ältesten und vollständigsten frühchristlichen Fragmente." Doch: Stammen die Texte wirklich aus der Antike? Oder handelt es sich "nur" um eine "Inspiration" späteren Datums?

Wie ist der Stand der Wissenschaft? Im 20. Jahrhundert hat man einige Fragmente des antiken Ebionäerevangelium gefunden, und in der Tat: Eine Textstelle stimmt genau mit einer entsprechenden Passage in Das Evangelium Jesu überein, was ein starkes Indiz dafür ist, dass Das Evangelium Jesu tatsächlich bereits in frühchristlicher Zeit existierte.
Andere antike Textfragmente, also einzelne Passagen, die von der theologischen Wissenschaft dem Ebionäerevangelium zugerechnet werden, finden sich jedoch nicht im medial neu empfangenen Evangelium Jesu, aus dem unten dann zitiert wird. So ist es von daher nicht zwingend, eine Identität beider Evangelien anzunehmen, auch wenn es nicht ausgeschlossen werden kann. Denn ob die Zuordnung antiker Textfragmente durch Theologen immer zutreffend ist, müsste gegebenenfalls auch noch einmal auf den Prüfstand.

Doch es gibt noch eine andere Spur. Bei Das Evangelium Jesu bzw. Das Evangelium des vollkommenen Lebens könnte es sich insgesamt um das antike - also frühchristliche - und in der theologischen Fachliteratur Evangelium der Zwölf genannte Evangelium handeln. Letztgenanntes Evangelium ist nur vom Titel her bekannt, sein Inhalt ist leider völlig vernichtet. Dafür spricht zum Beispiel, dass das Evangelium Jesu auch unter dem Titel Das Evangelium der Heiligen Zwölf überliefert ist.

Das Evangelium Jesu diente 1989 auf jeden Fall als Grundlage für das umfassendere Werk Das ist Mein Wort, Alpha und Omega, Das Evangelium Jesu, Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen, das in jenem Jahr durch Prophetenwort übermittelt wurde. Dort wird der Text von Das Evangelium Jesu "erklärt, berichtigt und vertieft". Auf diese Weise ist ein neues in sich stimmiges und umfassendes Werk mit über 1000 Seiten über das Leben von Jesus und das kosmische Geschehen bis in unsere Zeit hinein entstanden. Als dessen Autor wird Christus selbst angegeben, der durch einen Propheten, in diesem Fall eine Prophetin, den Inhalt übermittelt hat.
In diesem Fall kann sich jeder interessierte Wahrheitssucher selbst einen eigenen Eindruck davon verschaffen, denn das Werk ist über den Buchhandel oder den Verlag selbst frei erhältlich. Und es enthält - wie gesagt -, vom übrigen Text abgesetzt, auch den kompletten Text von Das Evangelium Jesu.


In den folgenden Absätzen haben wir aus Das Evangelium Jesu einige Kapitel zum Thema "Die Tierliebe Jesu" ausgewählt, die uns den "historischen" Jesus, wie Er einst über die staubigen Straßen Palästinas zog, ein großes Stück näher bringen können. 


Befreiung der Vögel

Jesus bringt Frieden zwischen allen Tieren und dem Mensch

Die Rettung des fliehenden Löwen

Wehe den Jägern!

Die Heilung des tauben Mannes

Jesus befreit Tiere

Jesus heilt ein Pferd

Jesus hilft einem Kamel

Worte von Jesus gegen Blutopfer

Worte von Jesus gegen das Fleischessen

Tiere sind unsere Geschwister

Jesusworte über die richtige Ernährung

Die Umkehr des Vogelfängers

Die Heilung des blinden Mannes

Konflikt mit den Schriftgelehrten wegen Tieropfer und Fleischessen

Jesus geht gegen die Priester und Schlächter im Tempel vor

Jesus schafft das Fleischessen ab

Jesus verbietet Seinen Jüngern, ein Passahlamm zu schlachten
 



Befreiung der Vögel
7. Und eines Tages kam der Knabe Jesus an einen Ort, wo eine Falle für Vögel gestellt war, und es standen einige Knaben dabei. Und Jesus sprach zu ihnen: "Wer hat diese Schlinge hierher gelegt für die unschuldigen Geschöpfe Gottes? Siehe, sie werden in gleicher Weise in einer Schlinge gefangen werden." Und Er erblickte zwölf Sperlinge, die waren wie tot.
8. Und Er bewegte Seine Hände über ihnen und sprach zu ihnen: "Flieget hinweg, und solange ihr lebet, denket an Mich." Und sie erhoben sich und flogen hinweg mit Geschrei. Die Juden, die das sahen, waren sehr erstaunt und erzählten es den Priestern.
(Kap. 6)

 

Jesus bringt den Frieden zwischen allen Tieren und dem Mensch
15. Denn der Geist göttlicher Menschlichkeit erfüllte Ihn und erfüllte so alle Dinge um Ihn und machte Ihm alles untertan; und also erfüllten sich die Worte der Propheten [Jesaja]: "Der Löwe soll liegen bei dem Kalbe und der Leopard bei dem Zicklein und der Wolf bei dem Lamm und der Bär bei dem Esel und die Eule bei der Taube. Und ein Kind soll sie führen.
16. Und niemand soll verletzen oder töten auf Meinem heiligen Berge; denn die Erde soll erfüllet werden von der Erkenntnis des Heiligen ebenso, wie die Wasser bedecken das Bett des Meeres. Und in diesen Tagen will Ich nochmals einen Bund schließen mit den Tieren der Erde und den Vögeln der Luft, mit den Fischen des Meeres und mit allen Geschöpfen der Erde. Und Ich will den Bogen zerbrechen und auch das Schwert, und alle Werkzeuge des Krieges will Ich verbannen von der Erde, und sie sollen weggelegt werden in Sicherheit, damit alle ohne Furcht leben."
(Kap. 6)
 


Die Rettung des fliehenden Löwen
18. Und eines Tages ging Er einen Bergpfad entlang am Rande der Wüste; da traf Er auf einen Löwen, den verfolgte eine Menge Menschen mit Steinen und Wurfspießen und wollte ihn töten.
19. Aber Jesus schalt sie mit den Worten: "Warum jagt ihr die Geschöpfe Gottes, die edler sind als ihr? Durch die Grausamkeit vieler Generationen wurden sie zu Feinden der Menschen gemacht, die eigentlich ihre Freunde sein sollten.
20. So wie in ihnen die Macht Gottes sichtbar wird, so zeigt sich auch Seine Geduld und Sein Mitleid. Höret auf, dieses Geschöpf zu verfolgen! Es will euch kein Leid tun. Seht ihr nicht, wie es vor euch flieht und erschreckt ist von eurer Gewalttätigkeit?"
21. Und der Löwe kam herbei und legte sich vor Jesu Füße und zeigte Ihm seine Liebe. Und das Volk staunte sehr und sagte: "Sehet, dieser Mensch liebt alle Geschöpfe, und Er hat Macht sogar über die Tiere der Wüste, und sie gehorchen Ihm."
(Kap. 6)



Wehe den Jägern!
6. Als Jesus mit einigen Jüngern dahinging, begegnete Er einem Manne, der Hunde zur Jagd auf andere Tiere abrichtete; und Er sprach zu dem Manne: "Warum tust du das?" Und der Mann entgegnete: "Weil ich davon lebe. Was für einen Nutzen haben diese Tiere denn? Diese Tiere sind schwach, die Hunde aber sind stark." Und Jesus sprach zu ihm: "Dir fehlt es an Weisheit und Liebe. Siehe, jedes Geschöpf, welches Gott erschaffen hat, hat seinen Sinn und Zweck. Und wer kann sagen, was Gutes in ihm ist und zu welchem Nutzen für dich oder die Menschheit?"
7. Und für dein Auskommen: Siehe die Felder, wie sie wachsen und fruchtbar sind, und die fruchttragenden Bäume und die Kräuter! Was willst du noch mehr als das, was dir die ehrliche Arbeit deiner Hände gibt? Wehe den Starken, die ihre Stärke missbrauchen! Wehe dem Schlauen, der die Geschöpfe Gottes verwundet! Wehe den Jägern! Denn sie sollen selbst gejagt werden."
8. Und der Mann war sehr erstaunt und ließ davon ab, die Hunde zur Jagd abzurichten, und lehrte sie, Leben zu retten und nicht, es zu verderben. Und er nahm die Lehre Jesu an und wurde Sein Anhänger.
(Kap. 14)
 
 

Die Heilung des tauben Mannes
8. Als Jesus in ein Dorf kam, begegnete Er einem Manne, der taub war von Geburt an. Und dieser glaubte nicht an das Rauschen des Windes oder den Donner oder an die Schreie der Tiere oder die Stimmen der Vögel, die vor Hunger klagten oder weil sie verwundet waren, oder daran, dass andere dies hörten.
9. Und Jesus hauchte in seine Ohren, und sie waren geöffnet, und er hörte. Und er genoss mit unendlicher Freude die Laute, die er früher geleugnet hatte. Und er sagte: "Jetzt höre ich alles!"
10. Doch Jesus sprach zu ihm: "Warum sagst du, du hörest alles? Kannst du etwa die Seufzer der Gefangenen oder die Sprache der Vögel oder der Tiere hören, wenn sie miteinander reden, oder die Stimmen der Engel und der Geister? Denke daran, wie viel du nicht hören kannst, und sei demütig in deinem Mangel an Wissen."
(Kap. 15)



Jesus heilt ein Pferd
1. Es geschah, dass der Herr aus der Stadt zog und mit Seinen Jüngern über das Gebirge ging. Und da kamen sie an einen Berg mit sehr steilen Wegen. Dort begegneten sie einem Mann mit einem Lasttier.
2. Das Pferd aber war zusammengebrochen, denn es war überlastet. Der Mann schlug es, bis das Blut floss. Und Jesus trat zu ihm hin und sprach: "Du Sohn der Grausamkeit, warum schlägst du dein Tier? Siehst du denn nicht, dass es für seine Last viel zu schwach ist, und weißt du nicht, dass es leidet?"
3. Der Mann aber erwiderte: "Was hast Du damit zu schaffen? Ich kann mein Tier schlagen, so viel es mir gefällt; denn es gehört mir, und ich kaufte es für eine schöne Summe Geldes. Frage die, die bei Dir sind; sie sind aus meiner Nachbarschaft und wissen es."
4. Und einige von den Jüngern antworteten und sagten: "Ja, Herr, es ist so, wie er sagt, wir waren dabei, als er das Pferd kaufte." Und der Herr erwiderte: "Sehet ihr denn nicht, wie es blutet, und höret ihr nicht, wie es stöhnt und jammert?" Sie aber antworteten und sagten: "Nein, Herr, wir hören nicht, dass es stöhnt und jammert!"
5. Und der Herr wurde traurig und sprach: "Wehe euch, der Stumpfheit eures Herzens wegen hört ihr nicht, wie es klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer um Erbarmen, und dreimal Wehe über den, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual!"
6. Und Er schritt weiter und berührte das Pferd, und das Tier erhob sich, und seine Wunden waren geheilt. Aber zu dem Manne sprach Er: "Gehe nun deinen Weg und schlage es künftig nicht mehr, wenn auch du Erbarmen zu finden hoffest." ...
8. Und Er sagte auch: "Ich Bin gekommen, die Opfer und die Blutfeste abzuschaffen. Wenn ihr nicht aufhören werdet, Fleisch und Blut der Tiere zu opfern und zu verzehren, so wird der Zorn Gottes* nicht aufhören, über euch zu kommen; ebenso wie er über eure Vorfahren in der Wüste gekommen ist, die dem Fleischgenusse frönten und von Fäulnis erfüllt und von Seuchen aufgezehrt wurden."

(Kap. 21; V. 8a ist auch im antiken apokryphen Ebionäerevangelium enthalten. Dort heißt es wörtlich:
"Ich bin gekommen, die Opfer abzuschaffen, und wenn ihr nicht ablasst zu opfern, wird der Zorn nicht von euch ablassen." Die ganze Geschichte ist offenbar auch Teil einer koptischen Bibelhandschrift, die in Paris aufbewahrt wird).

* In der "Neu-Offenbarung"
Das ist Mein Wort, Verlag Das Wort (Marktheidenfeld 2004, 4. Auflage, S. 217) wird diese Passage wie folgt "berichtigt": "Es wäre gut, wenn der sündige Mensch erkennen würde, dass er den so genannten ´Zorn Gottes` selbst geschaffen hat. Der ´zürnende Gott` ist das menschliche Ich, das Rache übt für das, was er selbst verursacht hat; denn was der Mensch sät, das wird er ernten."

 

Jesus befreit Tiere
1. Einen Tag, nachdem Jesus Seine Rede beendet hatte, geschah es an einer Stelle bei Tiberias, wo sieben Quellen sind, dass ein junger Mann Ihm lebende Kaninchen und Tauben brachte, damit Er sie mit Seinen Jüngern verzehre.
2. Und Jesus blickte den jungen Mann liebevoll an und sprach zu ihm: "Du hast ein gutes Herz, und Gott wird dich erleuchten; aber weißt du nicht, dass Gott am Anfang dem Menschen die Früchte der Erde zur Nahrung gab und ihn dadurch nicht geringer machte als den Affen oder den Ochsen oder das Pferd oder das Schaf, [und dass er nicht wollte], dass er seine Mitgeschöpfe tötet und ihr Fleisch und Blut verzehrt?
3. Ihr glaubt, dass Moses zu Recht befahl, solche Geschöpfe zu opfern und zu verzehren, und so tut ihr es im Tempel; aber siehe, ein Größerer als Moses ist hier und kommt, die Blutopfer des Gesetzes und die Gelage abzuschaffen und wieder herzustellen die reine Gabe und das unblutige Opfer, wie es im Anfange war, nämlich Körner und Früchte der Erde.
5. Lasset daher die Geschöpfe frei, dass sie sich in Gott freuen und die Menschen nicht in Schuld bringen." Und der Jüngling setzte sie frei, und Jesus zerriss ihre Käfige und ihre Fesseln.
6. Doch, siehe, sie fürchteten, wieder eingefangen zu werden, und wollten nicht weg von Ihm. Aber Er sprach zu ihnen und hieß sie gehen, und sie gehorchten Seinen Worten und enteilten voll Freude.
(Kap. 28)
 


Jesus hilft einem Kamel
12. Jesus zog nach Jerusalem und begegnete einem Kamel mit einer schweren Last Holz. Das Kamel konnte sie nicht den Berg hinaufschleppen, und der Treiber schlug es und misshandelte es grausam, aber er konnte das Tier nicht von der Stelle bringen.
13. Und als Jesus es sah, sprach Er zu ihm: "Warum schlägst du deinen Bruder?" Und der Mann erwiderte: "Ich wusste nicht, dass es mein Bruder ist. Ist es nicht ein Lasttier und dazu gemacht, mir zu dienen?"
14. Und Jesus sprach: "Hat nicht derselbe Gott aus dem gleichen Stoffe dieses Tier geschaffen und deine Kinder, die dir dienen, und habet ihr nicht denselben Atem beide von Gott empfangen?"
15. Und der Mann staunte sehr über diese Rede. Er hörte auf, das Kamel zu schlagen, und befreite es von einem Teil seiner Last. So schritt das Kamel den Berg hinan, und Jesus ging vor ihm, und es blieb nicht mehr stehen bis an das Ende seiner Tagesreise.
16. Das Kamel erkannte Jesus; denn es hatte die Liebe Gottes in Ihm gefühlt. Und der Mann wollte mehr von der Lehre wissen, und Jesus lehrte ihn gerne, und er wurde Sein Anhänger.
(Kap. 31)
 


Worte von Jesus gegen Blutopfer
1. Jesus lehrte Seine Jünger im äußeren Hofe des Tempels, und einer von ihnen sagte zu Ihm: "Meister, es wird gesagt von den Priestern, ohne Vergießen von Blut gebe es keine Vergebung von Sünden. Können denn die gesetzlichen Blutopfer die Sünden hinweg nehmen?"
2. Und Jesus antwortete: "Kein Blutopfer von Tier oder Vogel oder Mensch kann Sünden hinweg nehmen. Denn wie kann eine Schuld durch das Vergießen von unschuldigem Blut getilgt werden? Nein, es wird die Schuld noch vergrößern.
3. Die Priester empfangen sehr wohl solche Opfer zur Versöhnung von den Gläubigen für die Vergehen gegen das Gesetz des Moses, aber für die Sünden gegen das Gesetz Gottes gibt es keine Vergebung, es sei denn durch Reue und Besserung."

(Kap. 33)

 


Worte von Jesus gegen das Fleischessen
4. Steht nicht geschrieben in den Propheten: Nehmt eure Blutopfer und eure Brandopfer, und weg mit ihnen! Höret auf, Fleisch zu essen; denn Ich sprach darüber nicht zu euren Vätern, noch habe Ich es ihnen befohlen, als Ich sie aus Ägypten führte **. Aber dies habe Ich befohlen:
5. Gehorchet Meiner Stimme und wandelt die Wege, die Ich euch befohlen habe, und ihr werdet Mein Volk sein, und es wird euch wohl ergehen. Doch sie waren nicht geneigt und horchten nicht.
6. Und was befiehlt euch der Ewige anders, als Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben und demütig zu wandeln mit eurem Gott? Stehet nicht geschrieben, dass Gott am Anfange die Früchte der Bäume und die Samen und Kräuter zur Nahrung bestimmte für alles Fleisch?
7. Aber sie haben das Bethaus zu einem Haus von Dieben gemacht, und an Stelle des reinen Opfers mit Weihrauch haben sie Meine Altäre mit Blut besudelt und das Fleisch der geschlachteten Tiere gegessen.
8. Ich aber sage euch: Vergießet kein unschuldiges Blut, noch esset das Fleisch. Seid aufrichtig, liebet die Barmherzigkeit und tut recht, und eure Tage werden lange währen im Lande.
(Kap. 33)
 
** Siehe dazu z. B. das Wort Gottes durch Prophetenmund in Jeremia 7, 22: "Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern".
 


Tiere sind unsere Geschwister
7. Jesus kam in ein Dorf und sah dort eine kleine Katze, die herrenlos war, und sie litt Hunger und schrie zu Ihm. Und Er nahm sie hoch, hüllte sie in Sein Gewand und ließ sie an Seiner Brust ruhen.
8. Und als Er durch das Dorf ging, gab Er der Katze zu essen und zu trinken. Und sie aß und trank und zeigte Ihm ihren Dank. Und Er gab sie einer Seiner Jüngerinnen, einer Witwe mit Namen Lorenza, und sie sorgte für sie.
9. Und einige aus dem Volke sagten: "Dieser Mann sorgt für alle Tiere. Sind sie Seine Brüder und Schwestern, dass Er sie so liebt?" Und Er sprach zu ihnen: "Wahrlich, diese sind eure Mitbrüder aus der großen Familie Gottes, eure Brüder und Schwestern, welche denselben Atem des Lebens von dem Ewigen haben.
10. Und wer immer für einen der Kleinsten von ihnen sorgt und ihm Speise und Trank gibt in seiner Not, der tut dieses Mir, und wer es willentlich duldet, dass eines von ihnen Mangel leidet, und es nicht schützt, wenn es misshandelt wird, lässt dieses Übel zu, als sei es Mir zugefügt. Denn ebenso wie ihr in diesem Leben getan habt, so wird euch im kommenden Leben getan werden."

(Kap. 34)
 


Jesusworte über die richtige Ernährung
1. Und einige Seiner Jünger kamen zu Ihm und sprachen zu Ihm über einen Ägypter, einen Sohn des Belial, der lehrte, dass es nicht wider das Gesetz sei, die Tiere zu quälen, wenn ihr Leiden den Menschen Nutzen bringe.
2. Und Jesus sprach zu ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch, wer Vorteile zieht aus dem Unrecht, das einem Geschöpf Gottes zugefügt wird, der kann nicht rechtschaffen sein. Ebenso wenig können die mit heiligen Dingen umgehen oder die Geheimnisse des Himmels lehren, deren Hände mit Blut befleckt sind oder deren Mund durch Fleisch verunreinigt ist.
3. Gott gibt die Körner und die Früchte der Erde zur Nahrung; und für den rechtschaffenen Menschen gibt es keine andere rechtmäßige Nahrung für den Körper.
4. Der Räuber, der in ein Haus einbricht, das von Menschen gebaut ist, ist schuldig; aber selbst die Geringsten von denen, die in ein Haus einbrechen, das von Gott gebaut ist, sind die größeren Sünder. Deshalb sage Ich zu allen, die Meine Jünger werden wollen, haltet eure Hände frei vom Blutvergießen, und lasset kein Fleisch über eure Lippen kommen; denn Gott ist gerecht und gütig und hat befohlen, dass die Menschen leben sollen allein von den Früchten und den Saaten der Erde.
5. Aber wenn ein Tier sehr leidet, so dass sein Leben ihm eine Qual ist, oder wenn es gefährlich wird für euch, so erlöset es von seinem Leben rasch und mit so wenig Schmerz, als ihr könnt. Schicket es hinüber in Liebe und Barmherzigkeit und quält es nicht, und Gott, euer Vater, wird euch Barmherzigkeit zeigen, ebenso wie ihr Barmherzigkeit gezeigt habt denen, die in eure Hände gegeben sind.
6. Und was ihr immer tuet dem Geringsten Meiner Kinder, das tuet ihr Mir. Denn Ich Bin in ihnen, und sie sind in Mir. Ja, Ich Bin in allen Geschöpfen, und alle Geschöpfe sind in Mir. An allen ihren Freuden erfreue auch Ich Mich, und an allen ihren Schmerzen leide auch Ich. Darum sage Ich euch: Seid gütig miteinander und mit allen Geschöpfen Gottes."

(Kap. 38)
 


Die Umkehr des Vogelfängers
1. Und als Jesus nach Jericho ging, begegnete Ihm ein Mann mit jungen Tauben und einem Käfig voller Vögel, welche er gefangen hatte. Und Er sah ihren Jammer darüber, dass sie ihre Freiheit verloren hatten und außerdem Hunger und Durst litten.
2. Und Er sprach zu dem Manne: "Was tust du mit diesen?" Und der Mann antwortete: "Ich lebe davon, dass ich die Vögel verkaufe, die ich gefangen habe."
3. Und Jesus sprach zu ihm: "Was denkst du, wenn ein Stärkerer oder Klügerer, als du bist, dich gefangen nehmen und dich fesseln würde oder auch dein Weib oder deine Kinder und dich ins Gefängnis werfen würde, um dich zu seinem eigenen Vorteile zu verkaufen und seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen?
4. Sind diese da nicht deine Mitgeschöpfe, bloß schwächer als du? Und sorget nicht derselbe Gott, Vater und Mutter, für sie ebenso wie für dich? Lasse diese deine kleinen Brüder und Schwestern in Freiheit, und siehe zu, dass du solches nie wieder tust, sondern dass du ehrlich dein Brot verdienst."
5. Und der Mann erstaunte über diese Worte und Seine Vollmacht und ließ die Vögel frei. Als die Vögel herauskamen, flogen sie zu Jesus, setzten sich auf Seine Schultern und sangen Ihm.
6. Und der Mann fragte weiter nach Seiner Lehre, und er ging seines Weges und erlernte das Korbflechten. Durch seine Arbeit erwarb er sich sein Brot und zerbrach seine Käfige und Fallen und wurde ein Jünger Jesu.
(Kap. 41)
 


Die Heilung des blinden Mannes
10. Und es war ein Mann, welcher von Geburt an blind war. Und er bestritt, dass es so etwas gebe wie die Sonne, den Mond und die Sterne, oder dass es Farben gebe. Und sie versuchten vergeblich, ihn zu überzeugen, dass andere Menschen das sähen. Und sie brachten ihn zu Jesus, und Er salbte seine Augen und machte ihn sehend.
11. Und er freute sich mit Staunen und Furcht und bekundete, dass er zuvor blind war. "Und jetzt, danach", sagte er, "sehe ich alles, ich weiß alles, ich unterscheide alle Dinge, ich bin ein Gott."
12. Und Jesus sprach zu ihm: "Wie kannst du alles wissen? Du kannst nicht sehen durch die Wände deines Hauses noch lesen die Gedanken deiner Mitmenschen noch verstehen die Sprache der Vögel oder der wilden Tiere. Du kannst nicht einmal die Ereignisse deines früheren Lebens, deine Empfängnis oder deine Geburt in dein Gedächtnis zurückrufen.
13. Denke mit Demut daran, wie viel dir unbekannt bleibt, ja unsichtbar. Und wenn du also tuest, dann wirst du klarer sehen."

(Kap. 41)

 

Der Konflikt von Jesus mit den Schriftgelehrten wegen Tieropfer und Fleischessen
12. Und einige der Ältesten und Schriftgelehrten des Tempels kamen zu Ihm und sagten: "Warum lehren Deine Jünger die Menschen, dass es wider das Gesetz ist, das Fleisch von Tieren zu essen, da sie doch nach dem Befehl des Moses als Opfer dargebracht werden?
13. Denn es ist geschrieben: Gott sprach zu Noah: Furcht und Schrecken vor euch soll auf jedes Tier des Feldes kommen und auf jeden Vogel der Luft und jeden Fisch im Wasser, wenn sie in eure Hände gefallen sind."
14. Und Jesus sprach zu ihnen: "Ihr Heuchler, wohl sprach Jesaja von euch und euren Vorvätern: ´Dieses Volk ist Mir nahe mit seinem Munde und ehret Mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist ferne von Mir, denn sie beten Mich vergeblich an und lehren in Meinem Namen als göttliche Lehren, was Gebote der Menschen sind, um ihre eigenen Gelüste zu befriedigen.`
15. Und ebenso gibt Jeremia Zeugnis, wenn er über die Blutopfer sagt: ´Ich, euer Gott, befahl nichts davon in den Tagen, als ihr aus Ägypten gekommen seid, sondern Ich befahl euch nur Rechtschaffenheit, Festhalten an den alten Gebräuchen, Gerechtigkeit zu pflegen und demütig vor eurem Gott zu wandeln.
16. Ihr aber habt nicht auf Mich gehört, der euch von Anfang an alle Arten von Samen gab und Früchte der Bäume und Kerne für die Nahrung und zur Heilung von Mensch und Tier.`" Und sie entgegneten: "Du sprichst wider das Gesetz."
17. Und Er sprach abermals über Moses: "Wahrlich, Ich spreche nicht wider das Gesetz, sondern gegen die, welche sein Gesetz verdarben, das er wegen der Härte eurer Herzen erlaubte.
18. Doch siehe! Ein Größerer denn Moses ist da!" Und sie gerieten in Zorn und hoben Steine auf, um sie auf Ihn zu werfen. Aber Jesus ging mitten durch sie hindurch und war vor ihrer Gewalt verborgen.

(Kap. 51)
 


Jesus geht gegen die Priester und Schlächter im Tempel vor
3. Und Er sprach zu ihnen: "Schafft all das hinaus und macht nicht Meines Vaters Haus zu einem Kaufhaus. Steht es nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Diebeshöhle daraus gemacht und es mit allen möglichen Gräueln erfüllt."
4. Und Er duldete nicht, dass einer eine Schüssel voll Blutes durch den Tempel trug oder dass Tiere getötet würden. Und Seine Jünger dachten daran, dass geschrieben steht: "Der Eifer um Dein Haus hat mich gefressen."
(Kap. 71)



Jesus schafft das Fleischessen ab
9. "Wahrlich, Ich sage euch, darum bin Ich in die Welt gekommen, dass Ich abschaffe alle Blutopfer und das Essen des Fleisches der Tiere und Vögel, die von Menschen geschlachtet werden."

(Kap. 75)
 


Jesus verbietet seinen Jüngern, ein Passahlamm zu schlachten
27. Nun war Judas Ischarioth in das Haus des Kaiphas gegangen und sagte zu ihm: "Siehe, Er hat das Passahmahl gefeiert innerhalb der Tore mit Mazzen an Stelle des Lammes. Ich aber hatte ein Lamm gekauft; doch Er verbot, dass es getötet werde. Sieh, der Mann, von dem ich es gekauft habe, ist Zeuge."
28. Und Kaiphas zerriss seine Kleider und sagte: "Wahrlich, dieses ist kein Passahfest nach dem Gesetze des Moses. Er hat eine Tat begangen, die todeswürdig ist; denn es ist eine schwere Übertretung des Gesetzes. Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen? Ja, soeben sind zwei Räuber im Tempel eingebrochen und haben das Gesetzbuch gestohlen, das ist das Ergebnis Seiner Lehre. Lasset uns den Leuten, die Ihm folgen, sagen, was Er getan hat; denn sie fürchten die Macht des Gesetzes."

(Kap. 76)
 



Literaturangabe:
Das ist Mein Wort, Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die Christus-Offenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen, 5. Auflage, Marktheidenfeld 2008; früherer Untertitel: Die Christus-Offenbarung, welche die Welt nicht kennt. Das Buch kann beim Gabriele-Verlag Das Wort angefordert werden (19,80 € + Versand); 09391/504-135; es enthält auch den vollständigen Text von Das Evangelium Jesu.


Folge 22:
http://www.der-freie-geist.de/video/der_krieg_gegen_die_tiere_und_ein_plaedoyer_fuer_die_all-einheit_des_lebens


 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe 7, Jesus und die ersten Christen waren Freunde der Tiere, Anhang: Jesus war ein Freund der Tiere - Apokryphe Quellen, zit. nach http://www.theologe.de/jesus_freund_der_tiere.htm, Fassung vom 4.12.2015

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