DER THEOLOGE
Anhang zu "Der Theologe Nr. 20"


Propheten und Prophetinnen in den letzten 2000 Jahren und heute



1) Propheten in den letzten 2000 Jahren und die Anmaßung der Priester, die "prophetische Aufgabe" zu erfüllen

2) Beispiel: Gabriele

3) Der "wiederkommende" Christus - der größte Feind der Kirchen



 1) Propheten in den letzten 2000 Jahren, und die Anmaßung der Priester, die "prophetische Aufgabe" zu erfüllen

Die Kirchen lehren sinngemäß, Jesus wäre als "Sohn Gottes" gleichzeitig der letzte "Prophet" gewesen, durch den Gott direkt zu den Menschen gesprochen hätte. Jesus selbst lehrt dies aber ausdrücklich nicht. Er warnt vor den "falschen Propheten" und erklärt, wie man demgegenüber "wahre Gottespropheten" erkennen kann:

So heißt es in der Bibel, im Matthäusevangelium: "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte ... Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" (Bibel, Matthäus 7, 15-17.20).
An anderer Stelle spricht Jesus von dem "Geist der Wahrheit", der noch weiter gehende Wahrheiten verkündet als diejenigen, die er, Jesus selbst, in die Welt brachte: "Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen ..." (Johannes 16, 12-13).
Und selbst Paulus weiß ganz selbstverständlich von weiteren Propheten, wenn er schreibt: "Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen ..." (1. Korinther 12, 27-28).

Die Kirchen lehren im Unterschied zu Jesus und Paulus jedoch, dass die Prophetie bzw. die "Offenbarung" mit Jesus ganz bzw. überwiegend abgeschlossen wäre und nun das "Zeitalter" der Kirche begonnen hätte.
Mit ungeschönten Worten könnte man das auch so ausdrücken: Die Kirche will und braucht keine Propheten, denn es gibt für sie ja die Bibel, und diese wird von den kirchlichen Schriftgelehrten, eben den Theologen, ausgelegt. Und der Katholizismus reklamiert ja für sich, dass nur ihr Papst und das mit ihm verbundene römisch-katholische Lehramt die Bibel richtig auslegen könne.

Diese Situation kann man sich auch praktisch noch mehr verdeutlichen: Kann sich jemand vorstellen, dass ein Papst, Kardinal, Landesbischof oder Dekan auf einen Propheten hört, wenn "die geistige Welt" durch einen Propheten den betreffenden Würdenträger korrigieren möchte? Oder kann sich jemand vorstellen, dass ein Prophet auch nur einen von über 2000 Lehrsätzen im Katholischen Katechismus ändern darf? Oder dass er an einer einzigen evangelischen Bekenntnisformulierung etwas ändern darf? Nie und nimmer.
Sollte aber doch vielleicht einmal ein "Prophet" von der Kirche anerkannt werden, müsste die Prophetie mit dem "Kanon" (= der kirchlich verbindlichen "Richtschnur") der Bibel übereinstimmen, wie ihn die Theologen der Kirche festgelegt haben.
Doch die Propheten waren immer unbequeme Mahner, und sie richteten ihre Worte immer wieder auch gegen das institutionalisierte Amts-Christentum. Doch kann davon ausgegangen werden, dass so mancher Prophet von der Institution Kirche vereinnahmt oder ins Kloster verbannt wurde und seine Botschaft entsprechend der Kirchenlehre zensiert und damit gefälscht wurde. Ansonsten werden dort nur die "Haus- und Hofpropheten" geduldet, die lediglich das "prophezeien", was identisch mit der Lehre der kirchlichen Theologen und Priester ist.

So ähnlich war es schon zur Zeit des Alten Testaments, als den warnenden Prophezeiungen des Gottespropheten Jeremia vom "Hofpropheten" und Priesterhelfer Hananja widersprochen wurde (Jeremia 26). Die bequemen und halsstarrigen Zeitgenossen glaubten dem "Heilspropheten" Hananja, doch Recht behielt Jeremia. Und die Bevölkerung nutzte die Chance nicht, Unheil abzuwenden
, weil Hananja bewirkt hat, "dass dies Volk sich auf Lügen verlässt" (V. 15).
In der Zeit nach Christus wurde es dann noch schlimmer, weil die Kirche von vorne herein pauschal gegen Propheten außerhalb ihres Kirchenpferchs eingestellt ist, während die religiösen Obrigkeiten im Alten Testament ihre Worte wenigstens hin und wieder zur Kenntnis nahmen. Folglich wurden Propheten oder Menschen mit prophetischen Botschaften für die Menschheit immer wieder von den Priestern und Theologen der Kirche beschimpft, verspottet oder verfolgt, und man ließ sie dann z. B. auf den Scheiterhaufen hinrichten. Auf diese Weise erging es den Propheten nach Christus ähnlich wie denen des Alten Testaments. Ihr Leben war ständig bedroht.

Und so haben auch in den letzten 2000 Jahren immer wieder Prophetinnen und Propheten zu den Christen gesprochen. Selten ließen sich diese zu Lebezeiten von der Kirche vereinnahmen, weswegen diese vielfach erst nach deren Tod geschah, als sie sich nicht mehr dagegen wehren konnten. Manchmal wurden sie auch geduldet, z. B. in Klöstern. Oft jedoch wurden sie totgeschwiegen, verleumdet oder hingerichtet. Und in unserer Zeit werden sie von vorneherein lächerlich gemacht und in den Massenmedien werden alle als "Spinner", "Sektierer" oder "gefährliche Gurus" in einen Topf geworfen, die der Kirche nicht genehm sind. Dadurch werden auch viele weise Zeitgenossen aufgrund der kirchlichen Inspiration in den Schmutz gezogen und ihre Botschaften durch Rufmord kaltgestellt.

Umgekehrt könnte man fragen: Wohin hat denn nun die Kirche, die seit Jahrhunderten gegen die Propheten ist, die Christenheit geführt? Und was hat ihre Bibel den Menschen in 1700 Jahren gebracht?
Immer wieder hat man sich darauf berufen - nicht zuletzt, um Kriege zu rechtfertigen, um die Tiere quälen zu dürfen und sie auszurotten und um die Erde auszubeuten. Und immer ließ sich die Kirchenbibel so interpretieren, wie es die Täter - seien es Kriegsherren, Tierquäler oder Naturschänder - gerade benötigten.
Nach nahezu 2000 Jahren Kirchengeschichte kann man deshalb sagen: Der Zustand unserer Erde und der Gesellschaften zeigt zuhauf genau diejenigen "Früchte", an denen man, wie Jesus es lehrte, "den falschen Propheten" erkennen kann. Tausende Kinderschänderverbrechen von Priestern sind hier dann die letzen Ausgeburten dieser Früchte.
Dass die Kirchenführer die "falschen Propheten" sind, darauf findet sich schon ein Hinweis in den Weherufen des Jesus von Nazareth, als er sagte: "Auf dem Stuhl des Mose", des großen Gottespropheten des Alten Bundes, "sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer" (Matthäus 23, 2), also die damaligen Theologen und Priester. Zu Unrecht, wie Jesus beklagt. Denn diese "Propheten" sind die falschen, da sie verdrehen und verfälschen, was durch Mose übermittelt wurde, wie z. B. die Zehn Gebote.

Ähnlich erging es Jesus selbst. Auch auf seinen "Stuhl" - im übertragenen Sinne - haben sich wieder die Theologen gesetzt. Und eine der konfessionellen Hauptfraktionen spricht gar vom "Heiligen Stuhl", auf dem ihr angeblicher "Stellvertreter" von Jesus sitzt. Und dass sich damit wiederholte, was Jesus selbst in Matthäus 23, 2 anprangerte (die Schriftgelehrten haben sich auf den "Stuhl" des Gottespropheten gesetzt), das geben sie lehramtlich selbst zu. So heißt es z. B. in der Vatikan-Verlautbarung Kongregation für den Klerus aus dem Jahr 1994: Es sei angeblich der "Heilige Geist, der dem Priester in der Priesterweihe die prophetische Aufgabe überträgt". Prophet sei also ab jetzt der Priester. Damit werden die echten Propheten von der Kirche eindeutig ausgeschaltet und durch ihre Priester ersetzt.
Doch was hätten im Gegensatz dazu echte Propheten bewirken können, wenn man nur auf sie gehört hätte und nicht auf die Priester, die das Prophetenamt für sich beschlagnahmen?
 

Wenn die Propheten einbrächen

Wenn die Propheten einbrächen
durch Türen der Nacht,
mit ihren Worten Wunden reißend
in die Felder der Gewohnheit,

Wenn die Propheten einbrächen
durch Türen der Nacht
und ein Ohr wie eine Heimat suchten -
Ohr der Menschheit
du mit dem kleinen Lauschen beschäftigtes,
würdest du hören?
Wenn die Propheten
mit den Sturmschwingen der Ewigkeit hineinführen

Wenn die Propheten aufständen
in der Nacht der Menschheit
wie Liebende, die das Herz des Geliebten suchen,
Nacht der Menschheit
würdest du ein Herz zu vergeben haben?

(Auszug aus einem Gedicht von Nelly Sachs, jüdische
Literaturnobelpreisträgerin (1891-1970))
 

Nachfolgend einige Beispiele, wobei man jeden Propheten am Kriterium der "Früchte", von dem Jesus sprach, prüfen kann:
 
Montanus, Mani, Marcion, Bogumil, Girolamo Savonarola in Florenz (siehe z. B. in dem Büchlein Verfolgte Gottsucher), die Zwickauer Propheten Markus Stübner, Thomas Drechsel und Nikolaus Storch, Hans Böhm (der "Pfeifer von Niklashausen"), Sebastian Franck, Jakob Böhme, Johann Georg Gichtel, Emanuel Swedenborg, Birgitta von Schweden, Hildegard von Bingen, Theresa von Avila, Katharina von Siena, Joachim von Fiore, Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta, Margareta Porete (frz. Marguerite Porète bzw. Porrette), die Brüder und Schwestern des Freien Geistes in Italien, Gruppen freier Gottesfreunde und unzählige dem Namen nach nicht mehr bekannte Propheten, Prophetinnen und Gottesboten, die - wie z. B. Marguerite Porete 1310 auf dem Place de Grève, heute Place de l’Hôtel-de-Ville in Paris - auf den Scheiterhaufen der Kirche ihr Leben ließen.
Einige der hier genannten waren entweder noch teilweise im Kirchentum befangen (z. B. Katharina von Siena oder Birgitta von Schweden) oder aber ihre Botschaften wurden - gleich denen der alttestamentlichen Gottespropheten - von den Priestern nachträglich gefälscht. Letzteres ist das Wahrscheinlichere. Doch beinhalteten auch die durch sie gegebenen Botschaften in der vorliegenden Form einiges an geistiger Kraft zur Überwindung der Kirche und ihres Machtanspruchs.
 
 



2) Gabriele, Prophetin -
 bekämpft wie alle Propheten vor ihr

In unserer gegenwärtigen Zeit ist vor allem Gabriele Wittek zu nennen: In Veröffentlichungen wird oft mit der Bezeichnung "Gabriele, Würzburg" auf sie hingewiesen, auch "Gabriele, die Prophetin Gottes der Jetztzeit". Die durch sie gegebenen "Botschaften aus dem All" bzw. "Offenbarungen" können wir nach eingehender Prüfung uneingeschränkt als solche bejahen und das durch sie gegebene Prophetische Wort aus dem Christus-Gottesgeist ist unverfälscht für jeden Menschen einsehbar (z. B. hier) - im Unterschied zu den Gottespropheten des Alten Testaments, deren Worte durch die "Lügengriffel" (Jeremia 8, 8) der überarbeitenden Priester teilweise nur "beschädigt" überliefert sind.
 
Bei Gabriele gehören zu den Früchten ein weltweites Werk, das praktische Lebenshilfen für alle Menschen beinhaltet oder internationale Stiftungen für die Bewahrung der Natur und einen Lebensraum für Tiere. Als Ernährungsgrundlage dient der "Friedfertige Landbau" der Landwirtschaft. Hinzu kommen ein eigenes Heil- und Erziehungswesen, Konzepte für Bauen, Wohnen und Kleidung usw. und im 21. Jahrhundert verstärkt ein selbstloser Einsatz in Afrika (Brunnenbohren, Schulen, Waisenkinderbetreuung und vieles mehr). Dies alles weist darauf hin, dass die durch sie vermittelte urchristliche Lehre, die auf der Bergpredigt des Jesus von Nazareth aufbaut, keine Theorie darstellt, sondern praktisch lebbar ist und in erster Linie von ihr selbst auch so gelebt wird. 

Bei vielen anderen so genannten "Neuoffenbarungen" ist aus unserer Sicht überwiegend Zutreffendes mit Fehlern vermischt. So z. B. unsere Einschätzung der Schriften von Jakob Lorber, der im 19. Jahrhundert in Österreich wohnte und als "Schreibknecht Gottes" bekannt wurde, wobei seine Schriften dennoch viel näher an der Botschaft des Jesus von Nazareth sind als die Lehren der Großkirchen.

Da die Kirchen und ihre Helfer und Helfershelfer überwiegend Unwahrheiten, Verleumdungen und Gehässigkeiten über Gabriele und die Gemeinschaft "Universelles Leben" verbreiten lassen - das Los der Prophetinnen und Propheten zu allen Zeiten - hatten wir hier als kleines Gegengewicht einige Links zu Texten aus dem Verlag Das Weisse Pferd bis zum Jahr 2003 veröffentlicht. An ihnen konnte beispielhaft deutlich werden, welche Aufgabe ein Gottesprophet in unserer Zeit erfüllt und dass es ihm damit ähnlich ergeht wie Prophetinnen und Propheten früherer Zeiten.
Im Jahr 2014 veröffentlichte der Gabriele-Verlag Das Wort jedoch folgende Zeilen:

Viele Kommentare, die Sie möglicherweise im Internet über den geistigen Strom urchristlichen Lebens finden, entsprechen nicht den Tatsachen. Die alten Kamellen jahrzehntelanger Unwahrheiten, die über das Werk des Christus Gottes, das Universelle Leben und über uns Urchristen verbreitet wurden – und die wir immer wieder widerlegten –, beharrlich weiter aufzutischen, ist altbekannte Tradition der Institutionen Kirche und ihrer Anhänger. Wer im Internet sich davon anstecken ließ und daran glaubt und solche Fehlinformationen bis hin zu Beschimpfungen weiter streut, ist frei, das zu tun. Wir haben viele Jahre richtig gestellt. Jetzt ist genug. Haben Sie sich einmal mit dem Wort Antichrist vertraut gemacht? – Es ist der, der sich nur christlich nennt und die Lehre des Jesus von Nazareth über die schrittweise Erfüllung der Zehn Gebote Gottes und der Bergpredigt in das Gegenteil verkehrt. Letzteres heißt: Am Ende sieht man die Früchte – weniger gute, gute oder schlechte Früchte. Wir Urchristen bauen auf die unvoreingenommene Urteilsfähigkeit all jener, die noch in der Lage sind, eigenständig zu denken, zu prüfen und zu wägen. Leider ist das Internet derart ausgeartet, sodass man in vielen Fällen von einem Schlachtfeld reden kann, wo sich ein Kampf im Für und Wider entwickelt hat. Wir werden uns nicht in ein solches Territorium begeben, wo sich durch Rede- und Gegenrede Verleumdung, Hass und Rufmord entwickeln, doch jeder kann es halten, wie es ihm beliebt.

Darauf hin haben auch wir die Links aus dem Internet heraus genommen.
Nachfolgend allerdings ein Auszug aus einem Artikel aus der Zeitschrift Das Weisse Pferd, Ausgabe Nr. 16/1998, über die Berufung der Gottespropheten des Alten Testaments, der vielfach die Parallelen zur Berufung Gabrieles andeutet:  
"Nehmen wir z. B. den Bericht im Buch des Propheten Amos 7, 10-15. Amazja, der Priester der Stadt Bet-El, bekämpft Amos, und er versucht, ihn beim König Jerobeam von Israel schlechtzumachen. Zu Amos selbst sagte er: ´Du Seher, geh, flüchte dich ins Land Juda! Dort iss dein Brot, und dort magst du als Prophet weissagen! Aber in Bet-El darfst du nicht mehr als Prophet reden; denn das hier ist das Heiligtum des Königs und der Reichstempel.` Da antwortet ihm Amos: ´Ich bin kein Prophet und auch kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehzüchter, und ich ziehe Maulbeerfeigen. Aber der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: ´Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel.``
Gott nimmt den Propheten wie ein ´Werkzeug`, das in Seiner Hand das ausführt, was Er damit tun will. Notwendig dafür ist allerdings das Ja des Propheten. Dass der Prophet, wie z. B. Amos, in seinem Inneren verstehen kann, was Gott durch ihn aussprechen möchte, geht in der Regel auf eine längere Vorbereitungszeit zurück. Dies kann z. B. auch in vergangene Inkarnationen oder in das geistige Leben vor der Geburt zurück reichen. Ein "Wort Gottes" über den Propheten Jeremia heißt z. B.: ´Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker` (Jeremia 1, 5). Daran wird deutlich, dass die Schritte auf dieser Erde nicht die ersten Schritte in unserer Existenz sind.
Vielleicht beginnen wir, ein wenig von der menschlich schweren Aufgabe des Propheten zu begreifen, wenn wir lesen, was der Prophet Jesaja von sich sagt: ´Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen ...` (Jesaja 6, 5).
Jeder Prophet bekommt aber auch Hilfen für sein Prophetenamt, oder er vernimmt tröstende Worte. So spricht Gott z. B. zum Propheten Hesekiel: ´Das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen Mich nicht hören` (Hesekiel 3, 7).
Aufs Ganze gesehen haben wir aber wenig Berichte darüber, wie Gott einen Propheten auf seine Aufgabe vorbereitet. An jedem Propheten durfte sich auch der Widersacher messen, auch an Jesus von Nazareth, der in allen Versuchungen stand hielt (Matthäus 4, 1 ff.)."

So weit der Auszug aus Das Weisse Pferd. Wie war nun die Vorbereitung bei Gabriele, der Prophetin Gottes für unsere Zeit? In der im Gabriele-Verlag Das Wort erhältlichen Biographie ist zu lesen, dass es eine harte Schule war. Alles, was ihr als Mensch lieb und wert war, musste sie lassen, um Gottes Wort hören und weiter geben zu können. Auch war es ihr z. B. nicht gestattet, esoterische Bücher mit geistigem Wissen zu lesen, damit die Gehirnzellen für das Prophetische Wort frei bleiben.  Doch Gabriele wollte nie Prophetin sein und hatte sich jahrelang dagegen gewehrt. Doch sie hat sich letzten Endes Gottes Willen gebeugt und ihren Auftrag erfüllt. Sie hat die ganze Wahrheit, so weit sie mit menschlichen Worten für unsere Zeit gesagt werden kann, ausgesprochen. Und in ihrem Inneren hat sie den mächtigen Schatz der Himmel erschlossen, den man nicht in menschliche Worte fassen kann. Näheres dazu, darunter viele Details, ist in der Biographie nachzulesen - http://shop.gabriele-verlag.de/buecher/gottesprophetie-heute/gottesprophetie/25/biographie-die-gesandte-des-christus-gottes

Gerne verweisen wir Sie darüber hinaus auf den Bücher-Shop des Gabriele-Verlags Das Wort http://shop.gabriele-verlag.de/, wo sie einige der weiter erhältlichen Schriften, CDs und DVDs von und über Gabriele einsehen können, sowie einige der durch sie offenbarten Botschaften aus dem All. Die Seite der nach Gabriele benannten Internationalen Gabriele-Stiftung für alle Kulturen weltweit ist www.gabriele-stiftung.de

Literatur zum Gegensatz von Prophet und Priester
: Walter Nigg, Prophetische Denker, Löschet den Geist nicht aus, Rottweil 1986, ISBN 3-89201-004-8, mit dem ausgezeichneten und sehr informativen Kapitel Das Prophetische im christlichen Geschichtsraum. Es folgen spannend geschriebene Biografien des evangelischen Theologen Nigg zu den "prophetischen" Denkern John Henry Newman, Sören Kierkegaard, Fedor Dostojewski und Friedrich Nietzsche. Das Buch ist für 6,50 € + Versand erhältlich. Eine Biografie (2011) von Gabriele Wittek (Buchcover rechts) erhalten Sie ebenfalls beim Gabriele-Verlag.
 



 Der wiederkommende Christus -
 der größte Feind der Kirche


Zeitgemäße Gedanken des "Theologen" zu einem unbequemen Thema (Überarbeitete Fassung)

Ich bin Theologe. Aber weil ich Jesus, dem Christus nachfolgen möchte, kann ich nicht mehr der Institution Kirche angehören. "Jesus kommt wieder", "und wir bereiten uns darauf vor", heißt es zwar im Bekenntnis der Kirchenorganisationen. Doch wehe Ihm, wenn Er wirklich kommt oder durch Prophetenmund wieder zu den Menschen spricht. Es reicht der gesunde Menschenverstand, um sich klar darüber zu werden, dass Er die kirchlichen Dogmen, Riten und Zeremonien, das ganze Schaugepränge der Exzellenzen und Eminenzen bis hinauf zum Stuhl Petri nicht befürworten würde. Schon bei geringen Abweichungen würde Er sich sogleich zum Gegner der Pfarrer und Priester machen. Denn die kirchliche Lehre ist nun mal in ihren wesentlichen Grundlagen kirchlich "unfehlbar" und verbindlich und darum keiner Korrektur mehr zugänglich.

So sagte Papst Franziskus im Jahr 2013:

"Gerade weil alle Glaubensartikel in Einheit verbunden sind, kommt die Leugnung eines von ihnen, selbst von denen, die weniger wichtig erscheinen, der Beschädigung aller gleich" (Enzyklika Lumen fidei, 29.6.2013, Absatz 48).
Ein redender Gott, ein redender Christus, dürfe im veräußerlichten Christentum also nichts anderes sagen als das, was sowieso schon in den Bibeln und Dogmensammlungen steht; ein Mann, der fortlaufend Bibelstellen zitiert - das würde man vielleicht durchgehen lassen. Spricht Christus aber anders, wäre die Reaktion: "Es könne unmöglich Christus sein. Denn er lehrt etwas anders als wir."

Würden sie, die heutigen Theologen, jedoch auf Christus hören, dann müssten sie auch zugeben, dass sie sich seit ca. 1700 Jahren geirrt und die Menschen in die Irre geführt haben. Das wäre ihre große Chance, doch ob sie zumindest wenige nutzen?
Wenn Jesus, der Christus, also wiederkommt, dann scheint der Konflikt mit den Großkirchen unausweichlich. Denn diese müssten auf Ihn hören, wenn sie wirklich die Kirche "Jesu Christi" wären, wie sie behaupten.

Doch so vieles haben sie im Laufe ihrer Geschichte schon konstruiert, was zu Jesus von Nazareth im Gegensatz steht: Die Lehre vom angeblich gerechten Krieg oder dem Krieg als angeblich "letztem Mittel" bis hin zur Seligkeit allein durch Glauben, obwohl Jesus immer wieder vom rechten Tun sprach und vieles, vieles mehr: die Dogmen, von denen Jesus nie sprach und die Sakramente, die Er nie einsetzte, ausgeteilt von Priestern und Pfarrern, die Er niemals berufen hat; die Kirchenhierarchie und den Kirchenbeamten-Apparat, die Konkordate und Staatsverträge, die Schatzkammern mit Tausenden von Reliquien, kirchliche Rechtssammlungen mit Tausenden von Seiten, von Kirchenjuristen aller Generationen niedergeschrieben; die Tradition, das Schaugepränge und Brimborium, den "Habitus" der Amtsträger, die Weltjugendtreffen mit dem Papst auf dem erhöhten Podest usw. usw.

Gott sei geheimnisvoll, so die Herren der Kirche. Und sie rechtfertigen ihr ganzes Treiben mit diesem so genannten "Geheimnis Gottes", das angeblich niemand lüften könne und das sie, die konfessionell geweihten bzw. installierten Theologen, hüten wie ihren eigenen Augapfel, damit ja niemand den Schleier davor weg zieht.
Doch was wird es für sie bedeuten, wenn Gott den Menschen den Tröster schickt, den Heiligen Geist, den Christus-Gottes-Geist, den Freien Geist, der sie in alle Wahrheit führt, wie es bereits in den Bibeln der Kirchen vorher gesagt ist?
Was ist, wenn Er den Menschen alles Wichtige erklärt, was ihnen ermöglicht, den Weg zu Gott im eigenen Herzen und zu ihren Mitmenschen zu finden, zu ihren Nächsten, zu denen auch die "Übernächsten" gehören, die Tiere und alle Lebensformen, die den Atem Gottes in sich tragen?
Schon kleine Widersprüche zur kirchlichen Lehre würden Ihn, Christus, zum "Irrlehrer" machen, vor dem man warnt.
Denn würden Ihm die Leute glauben, wäre mit Seinen Offenbarungen und mit Seinem Wiederkommen auch das Ende der kirchlichen Macht gekommen. Das weiß die Kirche, und deshalb hat sie Angst vor Ihm.
Mit Zähnen und Klauen krallen sie sich deshalb die so genannten Würdenträger an ihren Institutionen fest, an ihrer Macht und ihren Privilegien; wie immer in den letzten 2000 Jahren.
Und so würde Er, der Christus, wohl wieder Seine "Wehe-Rufe" aussprechen, wie gegenüber den Theologen und Schriftgelehrten Seiner Zeit:

"Weh euch, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen" (Matthäus 23, 13).

Und die studierten Männer mit ihrem Stehkragen und den Ketten mit Kreuzen um ihren Hals und den Kreuzen als Schmuck an ihren Jacken würden sich wieder zusammensetzen und beratschlagen, wie sie gegen Ihn vorgehen können: den "Sektenführer", den "selbsternannten Christus", den "falschen Propheten", den "falschen Christus", den "totalitären Guru", den "Scharlatan", den "falschen Heilsversprecher". 
Sogar einen untrüglichen "Beweis" würde man führen, um Christus zu "entlarven". Dieser vielleicht sogar "Verrückte" hält sich nicht einmal an ihre Bibel. Er würde sich dort nur die Stellen herauspicken, die ihm genehm sind.
Und man könnte an dieser Stelle hinzufügen: Ja, genau. So wie Er es schon als Jesus von Nazareth gemacht hatte, als Er damals den Fälschungen der Priester in den Überlieferungen widersprochen hatte, als Er sie korrigierte und als Er den damaligen Theologen Seine Worte entgegen rief: "Ich aber sage euch ..."

Ein "Wichtigtuer" sei er, womöglich von "wahnhaften Größenphantasien" getrieben, das würde man Ihm dann vorhalten. Mit seinen "Sprüchen" über Gott versuche er vielleicht, seinen "Minderwertigkeitskomplex" zu überspielen. Ja, viel habe man sich schon mit diesem "armen Schwein" beschäftigt. Viel Aufmerksamkeit habe er schon bekommen. Wir beten noch für ihn, so die kirchlich Frommen, und wenn er dann nicht endlich Ruhe gibt, dann würden eben andere Geschütze aufgefahren.
Mit solchem muss man rechnen, wenn Christus wiederkommt oder wenn Er wieder zu den Menschen spricht. Denn es gibt keine größere Gefahr für die real existierenden Kirchen und ihr Geheimnis als den wiederkommenden Christus.
Denn dieses Geheimnis beinhaltet auch die Angst der Priester und Pfarrer, die man die Worte fassen könnte: "Wehe, er käme! Wehe, er käme wirklich noch ein zweites Mal! Wehe, wehe! Wurde er nicht ans Kreuz genagelt? Hat er nicht freundlicherweise nach seiner Auferstehung weitgehend geschwiegen? Haben wir ihn nicht seit 2000 Jahren immer wieder tot am Kreuz präsentiert? Nur immer an Weihnachten zur Abwechslung als Baby in eine Krippe gelegt? Haben wir nicht die "ketzerischen" Propheten in den letzten Jahrhunderten erfolgreich zum Schweigen gebracht? Und haben wir nicht immer "Häresien", "Ketzereien" und "Sekten" "unschädlich" gemacht? Würde er jetzt selber tatsächlich wiederkommen? Will er uns etwas zum Endkampf provozieren? Wehe, er würde sich das getrauen?

(Dieter Potzel, Theologe; im Jahr 2015 überarbeitete Fassung)

 


 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Propheten in den letzten 2000 Jahren und heute, Wertheim 2004, zit. nach
http://www.theologe.de/gabriele_wittek.htm, Fassung vom 15.4.2015

Hier gelangen Sie zu Der Theologe Nr. 20 - "Elia, Amos, Jeremia - Propheten als unbequeme Mahner ihres Volkes"

 

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Die Broschüre ist ebenfalls
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Der Text ist auch als PDF-Datei im Internet einsehbar;
Die Lesung dazu im Video dazu siehe dazu auch
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