DER THEOLOGE
Nr. 31


Die Klimakatastrophe und das Leid von Tieren
 als Folge der kirchlichen Lehren


Der ganze Planet Erde schüttelt sich im Fieber: Die Naturkatastrophen sind nicht mehr aufzuhalten
Was bringt das "Katastrophenjahr 2014"? / Sinnlose Prestige-Projekte wie Stuttgart 21 passen nicht mehr in unsere Zeit



Zu Beginn des 21. Jahrhundertes folgt mittlerweile ein Katastrophenjahr dem nächsten: Naturkatastrophen, Hungersnöte und Kriege nehmen weltweit zu. Führende Wissenschaftler bestätigen: Die Situation auf dem Planeten Erde spitzt sich von Jahr zu Jahr weiter zu. Manche Menschen spekulierten aufgrund einer bestimmten Interpretation des Maya-Kalenders sogar auf einen "Untergang" der Welt am 21.12.2012 oder in zeitlicher Nähe zu diesem Datum. Solche Spekulationen über genaue Zeitpunkte sind niemals seriös, beinhalten jedoch tiefere Wahrheiten. Denn es gab bereits unzählige Warnungen vor einem drohenden Untergang unserer Zivilisation, als noch Zeit für eine Umkehr und für zukunftsweisende politische Entscheidungen gewesen wäre. Doch nun entwickelt sich der Klimawandel mehr und mehr zur nicht mehr abzuwendenden Klimakatastrophe für den ganzen Planeten und die heute noch heißesten Sommertage werden bald die kältesten sein.

Hört und sieht man dabei in den Medien Berichte über solche schicksalhaften Ereignisse, wird nur die Anzahl der dabei ums Leben gekommenen und verletzten Menschen gezählt. Die Tausende, ja Millionen von Tieren sind in der Regel nicht der Rede wert - ob es Tiere des Waldes sind, die in einer Feuersbrunst elendiglich ersticken oder verbrennen. Oder Tiere des Meeres, die qualvoll am Schweröl verenden oder durch die atomare Strahlung des Atommülls auf dem Meeresgrund "missgebildet" werden. Oder ob es unzählige Klein- und Kleinsttiere sind, die Bodenlebewesen, welche die Erde fruchtbar machen, die bereits bei den gesetzlich erlaubten und geförderten "Katastrophen" der modernen Landwirtschaft krepieren, z. B. durch Gülledüngung oder der Versprühung von Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden.

In dieser Ausgabe des "Theologen" soll es um die Frage gehen: Welchen Anteil hat die westliche Weltanschauung und Religion an dieser Entwicklung? Wie hat sie das Geschehen möglich gemacht und vorbereitet? Wer hat den Menschen erlaubt, den Planeten Erde zu malträtieren, auszubeuten und alles Leben auf der Erde je nach Anlass für den eigenen Profit und für einen übermäßigen Wohlstand und für den Luxus der Oberschichten der Weltbevölkerung zu vernichten?

Der Theologe Nr. 7
legt am Beispiel der Tiere den Absturz in Barbarei dar, der durch die Herrschaft der Kirche in Europa eingetreten ist. Denn in der antiken Philosophie und bei Jesus von Nazareth gab es noch eine hohe Ethik, welche auch die Tierliebe eingeschlossen hat. Doch das kirchliche Christentum trennte den Menschen von der Einheit der Schöpfung und erlaubte ihm unter Heranziehung von Bibelzitaten die Unterjochung des Planeten, vor allem mit dem Bibelwort "Macht euch die Erde untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel im Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht" (1. Mose 1, 28).
Damit stürzt die Menschheit jedoch den ganzen Planeten einschließlich der Menschen selbst in den Abgrund, in den sie nun von Jahr zu Jahr immer tiefer fällt.

Der Auftrag der Menschen wäre stattdessen gewesen, sich die Erde und alle ihre Bewohner in Liebe und Achtung vor deren Leben und durch sorgsame Pflege "nutzbar" zu machen, denn die Tiere möchten die Freunde der Menschen sein und ihnen dienen. Aber nicht, indem sie bestialisch gequält, aggressiv oder krank gemacht oder für den menschlichen Gaumengenuss oder für Luxusprodukte und zweifelhafte Forschungsergebnisse massakriert und getötet werden. Und dafür tragen die Priester in vielen Religionen die Verantwortung, hauptsächlich diejenigen im kirchlichen Christentum. Anstatt die Tiere zu schützen, sprachen ihnen die Pfarrer und Theologen die unsterbliche Seele ab. Und weil die so genannten "Gottesmänner" selbst eiskalt in ihrem Herzen geworden sind, verleugnen sie auch das Ausmaß des Leides der Tiere und degradieren ihre kleinen Brüder und Schwestern im abendländischen Rechtssystem sogar zu bloßen "Sachen".

Bild rechts: Der Bischof als Todesbote segnet die Jäger und die erschossenen Tiere - Szene aus einem Straßentheater

Die geistesgeschichtliche Trennung des Menschen von den anderen Lebewesen durch die Kirchenlehren ist der Bruch des Schöpfungsprinzips der "Einheit" allen Lebens. Und diese Trennung ist auch die tiefere Wurzel für die mehr und mehr zutage tretende Klimakatastrophe. Die Menschen haben in nahezu allen Bereichen massivst gegen die Einheit der Schöpfung Gottes und allen Lebens gehandelt, und sie setzen diesen Kurs größtenteils weiter fort. Durch gnadenlose und rücksichtslose Ausbeutung und Verschmutzung haben sie dabei auch ihren besten Freund, die Mutter Erde, zum Feind gemacht. Die Folge: Die Erde liegt nun im Fieber und versucht mehr und mehr, die qualvollen Ursachen ihres Leids abzuschütteln, um wieder zu genesen. Die Selbstheilungskräfte des Organismus "Erde" sind am Wirken. Und sie wirken immer stärker auf den Krankheitsherd ein, den gefühlskalten Menschen.
Aufgrund der Fülle der Informationen zu diesem Thema, wird das Thema dieser Ausgabe auch aktualisiert und fortgesetzt in den Ausgaben Der Theologe Nr. 65 - Mensch, esst kein Fleisch und in Der Theologe Nr. 73 - Dem stummen Frühling entgegen: Die Ausrottung der Tiere auf der Erde.

"Der Segen der Natur wird vernichtet durch den Segen Roms."

(Wilhelm Busch, Dichter, 1832-1908)

INHALTSVERZEICHNIS DER NACHRICHTEN

2005
Flutkatastrophe in Südostasien

Stoppt ein gefordertes Tiermassaker in Deutschland

Buddha-Statue auf dem Piz Badile als Protest gegen Gipfel-Kruzifixe

Die Geburtstage von Buddha und Jesus

2006
Landratsamt Würzburg: Krieg gegen Wildschweine?

Deutschland kauft neue Tiertötungsmaschinen

Aufhebung der Reform: Furchtbare Quälereien der Hühner sollen weitergehen

"Versuchstiere" klagen. Doch die Kirche verfälscht ihren Hilfeschrei

Vor Ostern: Hinrichtungsmaschinen fehlerhaft, Gänse-Massaker verzögert, Lamm-Massaker planmäßig

Größter deutscher Ostermarsch: Jesus kam auch für die Tiere

Mord an dem Bären: Bruno ist weder katholisch noch evangelisch

Minister Werner Schnappauf schnappte zu: Bayern wieder bärenfrei

"Wo sich Menschen ausbreiten, müssen andere Kreaturen weichen"

Die Hinrichtung von Bruno und die Fußball-Weltmeisterschaft: Eine Bären-Symbolik zum Nachdenken

Bruno darf nicht vergessen werden

Angebliche "Problemmutter": Jetzt soll Brunos Mutter exekutiert werden

Nachruf: Hat sich der letzte Bär geopfert?

Papstbesuch: Gammelfleisch bzw. Ekelfleisch für die Pilger?

Planen deutsche Waldbesitzer die Ausrottung des Rotwilds?

Skandal-Urteil gegen tierfreundliche Landwirte: Jagd dürfe nicht "ruhen". Richter sind selbst Jäger

Weihnachten - das Fest der toten Tiere


2007
Menschen haben sich ihren besten Freund zum Feind gemacht: Die Erde schüttelt ihren Feind ab

In diesem Jahr kein Osterbraten - denn das hat Jesus nicht gewollt

Katholisches Bayern: Ein Bär kann kein Grundrecht haben

Ein Kater ahnt Tod von Heimpatienten voraus

Unser Planet geht zugrunde - und die Kirchen warnen vor den Warnern

2008

Zur Schuld der Kirche am Tierleid - Erfahrung eines ehemaligen evangelischen Pfarrers

"Tiefgläubige" Vizepräsidentin-Kandidatin Sarah Palin: Eine fanatische und brutale Tiertöterin

Fünf Billionen Dollar Schaden pro Jahr durch gnadenlose Abholzung der Wälder

Entsetzen der Umwelt-Wissenschaftler über Kandidatin Sarah Palin - "Schlimmer geht´s immer"

Konfessionelle "Priesterkaste" möchte grausamen "Blut-Gott" beibehalten

Bestialisches Brauchtum - US-Politikerin Palin gibt Interview vor laufender Truthahn-Hinrichtung

Unschuldige Tiere als Opfer von Religionen - Für ein Weihnachts- und Silvestermenü vegetarisch


120 Jahre alte und 33 m hohe Fichte für den Vatikan abgeschlagen - Heuchlerische Papstrede

               
Ein Symbol: Der stellvertretende Tod des Vatikan-Baumes

2009

Keine Tiere erlaubt: Priester verweist blinde Frau mit Blindenhund aus der Kirche

Nobel-Restaurant schenkt 140 Jahre alten Hummer die Freiheit

Jäger verwechselt Kollegen mit Wildschwein - erschossen / Mensch zerstört ökologisches Gleichgewicht

Atommüll-Fässern in Asse droht Zerstörung / Was macht diese Generation mit der Erde?

Für die Schals der Amtsträger: Papst segnet zwei Lämmer; am Karfreitag werden sie dann erschlagen

Präsident des Umweltbundesamtes plädiert: Nur noch sonntags Fleisch essen

So ruinieren die Politiker das Klima auf unserem Planeten

Neues Kochbuch in der evangelischen Kirche - "Von allen guten Geistern verlassen"?

Zu Ehren des "heiligen" Fermin - Friedfertige Stiere massakriert

Erzbistum Bamberg: Natur sei für Menschen da, die Sau wird geschlachtet

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: Katholischer Pfarrer erschlägt zwei kleine Wildschweine

Schnecken aufspießen und Fische erschlagen: Wie eine junge Frau ihr Gewissen verliert

Kinofilm 2012 - Darstellung des Endes der materialistischen Zivilisation

Kirchliches Schlachtfest: An Weihnachten "muss es" bei der Kanzlerin eine Gans geben ...

Neues Filmdokument: Bestialische Tierquälerei in den deutschen Schlachthöfen

Todesfest Weihnachten: Wie der Christbaum stirbt

Papstbotschaft zur "Bewahrung der Schöpfung": Wort "Tier" kein einziges Mal erwähnt


2010
Findet die Apokalypse für die Kirche jetzt doch statt?

Die totale Endzeit für Tiere: Verdopplung der Fleischproduktion bis 2050 geplant

Der moralische Bankrott des kirchenchristlichen Abendlands erreicht einen neuen Höhepunkt: 54 Millionen neue Versuchstiere benötigt

Täglich fließen ca. vier Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko ... / Was tut man bei Atomunfall?

Wird aus der Erde ein Schweröl-Planet? Der göttliche Schöpfungsauftrag an die Menschen wurde schon zurück genommen

Die kosmische Schuld des Protestantismus am Niedergang der Zivilisation

Protestanten verwandeln Meer in Blut

Melanchthon-Jahr: Völlerei und Tierverachtung im Protestantismus


Kirchentag Mensch und Tier in Dortmund: Tierschützer von Kirche als Feigenblatt missbraucht


Tiermordland: Grundbesitzer werden per Gesetz zum Jagen und Morden von Tieren gezwungen. Sie dürfen aber auch Killer beauftragen

Neues EU-Recht: Die Vernichtung von Natur und Tieren durch die europäische Politik eskaliert

Die Bestie Mensch und seine Priester: Der Leidensweg der 500.000 Küken für das Oktoberfest

Stuttgart 21, die Zukunftsblindheit der politischen Führer und die Unterwanderung der Demokratie

Neuer Evangelischer Erwachsenen Katechismus: Das Leid der Tiere wird ignoriert

2011

Verfrühter evangelischer Spott über Klimaforscher

Stier aus Schlachthof geflüchtet - keine Gnade und kein Mitleid des hartherzigen Menschen

Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, verhöhnt Gott und Seine Schöpfung

Katholische Kirche plädiert für Fortsetzung der grausamen Massentierhaltung

EHEC kommt vor allem durch Fleischkonsum und Schlachttierhaltung / Kirche will auch zukünftigen Generationen Ausbeutung ermöglichen

Klostermetzgerei wirbt mit "stressfreier" Schlachtung. Doch das ist eine Irreführung

Evangelische Bratwurst kommt "besser" weg als katholische

Kirche verweigert Tieren weiterhin das "Person"-Sein / Keine kirchliche Liturgie bei Tierbegräbnis

Bischof Kurt Zollitsch lockt Gläubige aus der Natur in die Kirche

Evangelischer Spitzenpolitiker Rick Perry verhöhnt Naturgesetze / Überzeugter Katholik als größter Massen-Hühnerhalter Deutschlands

Papst lehnte als Kardinal einen kirchlichen Umweltbeauftragten ab und brachte kirchliche Atomkraftgegner zum Schweigen

Bischöfe beraten am Bonifatius-Grab? Warum fällte Bonifatius die Donarseiche?

Gratis-Broschüre: Endzeit - Klimawandel - Gott hat rechtzeitig gewarnt

Kirchenheiliger Hubertus, welcher mit der Jagd aufhörte, als Patron der Jäger missbraucht

1700 Fichten zum größten Weihnachtsbaum der Welt zusammengeschraubt

Krieg der Kirche gegen Tiere: Buchbesprechung / Priester spricht vor Schweinemästern

Schwein wehrt sich gegen kirchliche "Bestimmung" und ersticht Mann, der es schlachten will

2012
"Nur jeder dritte Schuss tödlich": Die grausamen Qualen der Tiere durch die Jagd

Deutschland steigert Fleischproduktion in immer neue Höhen

Auch in diesem Kulturkreis Kirche contra Tiere: Katholischer Priester verhindert Verbot der Hundequälerei und des Hundefleischhandels

EKD-Beauftragter rechtfertigt erneut den Fleischkonsum

Grausame legale Tiertransporte aufgrund von kirchlicher Ethik - Auch Hundewelpen betroffen

Stehen Priester und Theologen bewusstseinsmäßig oft unter den Tieren und Pflanzen?

Ein trauriger Adventsbericht: "Jäger, schieß uns ein Reh für die Weihnachtsfeiertage"!

2013
Jäger-Lobby im Bundestag torpediert Urteil des Europäischen Gerichtshofs zugunsten von Jagdgegnern

Warum der Protestantismus gelassen bei der Vernichtung der Welt zuschaut

Falsche Heilspropheten haben in der Kirche Konjunktur

Wie lange lassen sich konfessionelle Tierinteressenten noch von der Kirche brüskieren?

Hochwasser in Deutschland - Die Rückkehr der Fische

Neue evangelische Kampfschrift: "Du sollst nicht atmen."

Früher gab Kirche den "Hexen" Schuld an Naturkatastrophen, heute sollen sie "Geheimnis Gottes" sein

Evangelisches Magazin leugnet Klimawandel
 

 

"Die Zukunft wird grausam. Ich will nicht sehen, wie die Welt in zehn Jahren sein wird ... Ich bin nicht pessimistisch, ich bin realistisch. Die angesammelten Schulden, und was wir der Natur antun, die Fehler, die die Menschheit macht, häufen sich. Die Welt ist nicht mehr zu retten, das steht an der Wand geschrieben. Unsere Generation hat es noch gut gehabt. Heute leben wir in einer Welt von Spezialisten und Zauberlehrlingen. Wir sind keine Menschen mehr, nur noch Materialisten."

(Der weltbekannte Kinderbuchautor und Zeichner Tomi Ungerer in einem dpa-Interview vom 26.11.2011 anlässlich seines 80. Geburtstags am 28.11.2011)

 

Die alljährlichen Schlachtfeste der brutalen Christenheit

In ihren "Gottesdiensten" bestaunt die Christenheit in ihren Weihnachtskrippen "Ochs, Lämmchen und Eselein" im Stall zu Bethlehem. Dabei haben sie für ihren Gaumengenuss die Tiere bereits zu Millionen unter furchtbaren Qualen schlachten lassen, die Brüder und Schwestern der Tiere von Bethlehem. Das alles ist die Tradition der Theologen und Priester, die den Tieren die unsterbliche Seele und die Leidensfähigkeit absprechen, und die schon die Feinde des Jesus von Nazareth waren. Nach dem Schlachtfest zum Weihnachtsfest folgt bald das nächste große Schlachtfest zum Osterfest, und auch zwischen den Festen finden täglich Millionen von Schlachtungen statt.

Wenn Sie wissen möchten, wie es den Tieren in unserer Welt geht, dann schauen Sie beispielsweise den Film
http://www.veggiecafe.de/earthlings-deutsch.html

Jesus, des Christus, war aber auch ein Freund der Tiere. Lesen Sie nachfolgend, wer die Freundschaft mit den Tieren aufgekündigt hat:

"Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss." (Der Heilige Augustin, De Civitate Dei I, 20)

Es spiele keine Rolle, ob man Tiere gut oder schlecht behandle, und "keiner sündigt, indem er eine Sache zu dem verwendet, wozu sie bestimmt ist".  (Der Heilige Thomas von Aquin, Summa theologica II. 64. I)

"Ich rufe auch die Heiligen an. Ich bin mit Augustinus, mit Bonaventura, mit Thomas von Aquin befreundet. Man sagt dann auch zu solchen Heiligen: ´Helft mir!`" (Papst Joseph Ratzinger in Licht der Welt, Freiburg 2010, S. 32)

"Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt." (Katechismus der Katholischen Kirche, verfasst von Joseph Ratzinger, Lehrsatz Nr. 2418)

"Unter Gefühle verstehe ich Sympathie, Schuld, Verzeihung, Gewissen, Barmherzigkeit, Liebe. All das kann ein Tier nicht empfinden.
Gott hat den Menschen die Welt geschenkt. Eine Welt, in der nur der Mensch lachen, lieben und denken kann."
(Der Kapuziner-Abt Bruder Paulus, Nachfolger des Franz von Assisi, erklärt den heutigen Menschen im Auftrag der Kirche den angeblichen Unterschied zwischen Mensch und Tier, Bild, 22.2.2003; Bruder Paulus vertritt bis heute [2014] immer wieder die römisch-katholische Kirche im Fernsehen)

 

 


2005

7.1.2005 / 20.4.2006 / 1.1.2007 - Flutkatastrophe in Südostasien - Die führenden Theologen beider Kirchen geben anlässlich der Flutkatastrophe bundesweit Stellungnahmen zu der Frage ab "Wie kann Gott das zulassen?" Auf diese Weise tragen sie dazu bei, dass immer mehr Menschen ihren Glauben an Gott verlieren. Denn man macht Gott für Katastrophen mitverantwortlich und verschweigt, dass die Elemente der Erde aufgrund menschlicher Schuld aus den Fugen geraten sind und immer wieder geraten. Mit Gottes Willen hat dies nichts zu tun.
Lesen Sie dazu auch ein neues Buch über die kirchliche Verantwortung bzw. Mitschuld an Klimakatastrophen aus dem Verlag Das Wort mit dem Titel Der Schattenwelt neue Kleider (http://www.steinadler-schwefelgeruch.de/schattenwelt/inhalt.html).
Lesen Sie auch die Information der Freien Christen Nr. 6 - Der Tod - und was dann? Das Geheimnis der Kirchen und ein Blick hinter die Nebelwand. Sie deckt im Teil 1 Hintergründe der kirchlichen Lehre auf und weist auf eine positive Perspektive hin.
 



5.1.2005 / 10.12.2006 -
Stoppt ein gefordertes Tiermassaker in Deutschland! - Die Landwirte von Gut Greußenheim in Unterfranken verstehen sich als freie (und nicht als kirchliche) Christen, die im Einklang mit der Natur wirtschaften möchten. Aus diesem Grund wollen sie auch nicht, dass auf ihren Wiesen und vielen Feldern und in ihren Wäldern gejagt wird. Wildtiere, die dort Nahrung suchen, werden nicht als Schädlinge betrachtet, sondern ihnen wird der Teil der Ernte zugestanden, den sie brauchen. Denn die Früchte, welche die Erde hervor bringt, sind auch für die Wildtiere gedacht. Und die Landwirte lernen, das Verhalten und die Sprache der Tiere zu verstehen (Darüber gibt es auch Veröffentlichungen). Benachbarte Landwirte werden entschädigt bzw. es wird etwas getan, damit die Tiere nicht so leicht auf ihre Felder kommen. Nun wollte das zuständige Landratsamt Würzburg im Verbund mit katholischen und evangelischen Jägern das friedvolle Miteinander dort gewaltsam beenden und fordert gegen Androhung eines Zwangsgeldes die Erschießung einer großen Anzahl von Wildschweinen. Der katholische Landrat hat sich in der Vergangenheit öffentlich gegen den Glauben der Landwirte gestellt. Doch diese wehren sich und haben das Ruhen der Jagd auf deren eigenen Flächen beantragt (Ruhen der Eigenjagd), was in vielen anderen Ländern Europas (z. B. Schweiz, Italien, Frankreich) sowie in Baden-Württemberg in Einzelfällen schon erfolgreich und beispielhaft praktiziert wird. Es sollte auch auf einem kleinen Fleckchen Erde im nordwestlichen Zipfel Bayerns möglich sein. In der kommenden Woche entscheidet das Gericht, darüber, ob sofort Wildschweine erschossen werden müssen.

7.1.2005: Aktualisierung der Meldung vom 5.1.2005: Gericht schützt Tiere vor Massaker - vorerst. Eine vernünftige Entscheidung der Justiz: Vor einer abschließenden Klärung der strittigen Frage zwischen Tierschützern und Jägern bzw. der Jägerbehörde im Landratsamt Würzburg darf diese keinen "Sofortvollzug" ihrer Abschussanordnungen durchsetzen. Und auch keine hohe Zwangsgelder verlangen, wenn dies dem Jagdpächter nicht gelingt. Parallel dazu läuft der Antrag des Waldeigentümers auf Ruhen der Eigenjagd (siehe oben). So gibt es Hoffnung für die Wildtiere, dass ihnen auch in Bayern wenigstens ein kleines Fleckchen Erde zugestanden wird, auf dem sie nicht schwer verletzt oder erschossen werden.

PS: Die Landwirte arbeiten auch mit der Gabriele-Stiftung zusammen. Nähere Gratis-Informationen unter info@gabriele-stiftung.de

10.12.2006: Der Prozess vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg
 



12.10.2005 -
Buddha-Statue auf dem Piz Badile als Protest gegen Gipfel-Kruzifixe - Verschiedene Südtiroler Bergsteigergruppen wehren sich dagegen, dass die römisch-katholische Kirche auf jeden Berggipfel in den Alpen ein Kruzifix mit dem geschundenen Leichnam von Jesus aufstellt oder irgendein anderes Kreuz oder gar Statuen angeblicher "Heiliger". Als sichtbares Zeichen des Protests transportierten die Bergfreunde eine Buddha-Statue auf den 3000 Meter hohen Piz Badile. "Die 20 Kilogramm schwere Figur soll erst wieder ins Tal gebracht werden, wenn am Berg keine Heiligenbilder mehr zu sehen seien, sondern nur noch Fels und Eis", so die Initiative (idea-spektrum Nr. 41/2005), die sich gegen die Vereinnahmung der Natur durch die Kirche wendet. Die katholische Kirche reagierte prompt, und ein Zusammenschluss von Priestern hat sich die Entfernung des Buddha zum Ziel gesetzt. Durch ihren österreichischen Informationsdienst kath.net ließ man hierzu die Stellungnahme des Theologen Don Augusto Azzalini verbreiten, in der es unter anderem heißt: "Unsere Berge dürfen nicht von anderen Religionen verunreinigt werden, die nicht zu unserer Kultur gehören".
 




8.12.2005 / 24.11.2009 -
Die Geburtstage von Buddha und Jesus - Zu Ehren des Geburtstags von Buddha lassen Buddhisten vor dem Tempel symbolisch gefangene Vögel frei, was bedeuten soll: Nach dem Willen Buddhas sollen alle Menschen und Tiere so frei sein. Im Gegensatz dazu die kirchlichen Zeremonien und Bräuche zu "Ehren" des wieder bevorstehenden Geburtstags von Jesus. Die Kirchenchristen lassen zu diesem Anlass Millionen und Abermillionen gefangener Tiere schlachten, die vor ihrer "Bestimmung" als Gaumenschmaus an den Festtagen meist noch gequält und oft ohne Betäubung brutal hingerichtet werden, z. B. Gänse, Enten, Truthähne usw. Bei den Kühen, die uns derzeit aus mancher "Krippe von Bethlehem" friedlich anblicken, ist dies das ganze Jahr über Alltag. So werden z. B. die neugeborenen Kälbchen sofort nach der Geburt der Mutter weggenommen und in engste Boxen gesperrt, damit sich keine Muskeln entwickeln und das Kalbfleisch auf diese Weise besonders zart wird. Drei Tage lang brüllen Mutter und Kind verzweifelt nacheinander, "dann ist Ruhe", so ein evangelischer Landwirt, und "zartes" Kalbfleisch "mundet" besonders auch an Weihnachten ...

Durch die Tierquälerei der Kirchenchristen wird Jesus verhöhnt, denn er trat wie Buddha für die Freiheit von Menschen und Tieren ein. Er kam ja sogar unter "Ochs und Esel" in einem Stall zur Welt und warf später die Tierhändler aus dem Tempel, die dort Rinder, Schafe und Tauben zur Schlachtung angeboten hatten. Die Kirche und ihre gewissenlosen Theologen aber sprechen diesen sehr empfindsamen Geschöpfen die unsterbliche Seele und die Leidensfähigkeit, vergleichbar wie beim Menschen, ab. Dabei hat sogar die Genetik jetzt bestätigt, dass die für Gefühle und Schmerzempfinden verantwortlichen Gene bei Mensch und Säugetieren identisch sind.
Beim Schlachtschüssel-Essen beim Bauern oder Viehzüchter sind die Pfarrer und die Priester dann willkommene Gäste, und so mancher Amtsträger bekommt dort die "Ehre", in die erste Blutwurst beißen zu dürfen. Auch auf diese Weise dokumentieren die Würdenträger ihren Gegensatz zu Jesus. Und während Buddha und Jesus auch das Mitgefühl für die Tiere lehrten, bestimmt die Kirche den Menschen zum Herren über Leben und Tod der anderen Geschöpfe. Diese darf er dann z. B. zu bestialischen Versuchszwecken "gebrauchen" (Katholischer Katechismus, Lehrsatz Nr. 2417), und er solle sich die gesamte Erde (nach 1. Mose 1, 28) für seine Ego-Zwecke "untertan" machen, was er auf furchtbare Art und Weise gemacht hat und mit kirchlichem Segen auf immer brutalere Weise auch weiterhin tut.
 
So entscheiden z. B. im kirchenchristlichen Abendland die Jäger und Jagdbehörden über die genaue Anzahl der Tiere, die in Wäldern und Feldern nach ihrer Meinung existieren dürfen und über die anderen, die nach ihrer Meinung erschossen werden "müssen". Jäger und Jagdbehörden-Vertreter sind fast allesamt konfessionelle Kirchenmitglieder. Doch wehe, die überlebenden Tiere verhalten sich, z. B. wenn sie Hunger haben, nicht gemäß den Profit- und Lobby-Interessen der Menschen. Und so werden auch in dieser kalten Jahreszeit viele frierende Tiere (weil sie sich meistens kein dickes Fell mehr "anfressen" können) in freier Natur angeschossen bzw. umgebracht. Eine göttliche Schöpfungsordnung, die das Gleichgewicht in der Natur selbst regelt, wenn der Mensch das zulassen würde und wie es z. B. Jesus und manche östliche Religion lehrt, wird von der Kirche abgestritten. Haben Tiere Hunger und suchen sie im Wald oder auf einem Feld etwas zum Essen, gelten sie für im Kirchenchristentum als "Schädlinge", welche die Jäger niedermetzeln müssen, denn selten ist der erste Schuss gleich tödlich. Angeschossene Tiere schleppen sich oft noch Tage lange unter qualvollen Schmerzen durch den Wald, bis sie schließlich "verenden", oder sie verrecken mit aufgehackten Gliedern elendiglich in Fallen. Dies alles geschieht mit dem ausdrücklichen Segen beider großer Kirchen, sowohl der katholischen als auch der evangelischen. Nur zu den Festtagen heißt es vorüber gehend "Stille Nacht", solange man zum Schaden der eigenen Gesundheit das Fleisch der zuvor geschlachteten Geschöpfe in übergroßen Mengen verdaut. Und am nächsten Tag und in der nächsten Nacht wird dann wieder geschossen ...
Lesen Sie zum Thema Der Theologe Nr. 7 - Jesus und die ersten Christen waren Vegetarier.


Anmerkung: Die weihnachtliche Verehrung der Geburt und die karfreitagliche Hinrichtung von Jesus eignen sich auch deshalb gut für den kirchlichen Etikettenschwindel, da Jesus bei dem ersten Anlass noch nicht sprechen konnte und bei dem zweiten nicht mehr. In der Zwischenzeit ging er jedoch auf die Theologen und Priester seiner Zeit los und lehrte u. a.: "Weh euch, ihr Schriftgelehrten ..." (Matthäusevangelium, Kapitel 23).

 


2006


8.1. / 31.8.2006 - Landratsamt Würzburg: Krieg gegen Wildschweine? - Vor ca. einem Jahr stoppte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof eine Sofort-Anordnung der Unteren Jagdbehörde beim Landratsamt Würzburg für ein Massaker an Wildschweinen auf einem kleinen Stück Land bei Greußenheim in Unterfranken (siehe unsere Meldung vom 5.1.2005), das friedfertigen Landwirten gehört, welche die Jagd ablehnen. Nun ließen dort (wie bereits vor ca. einem Jahr) der katholische Jäger-Beamte Oswald Rumpel und sein katholischer Vorgesetzter, Landrat Waldemar Zorn einen Polizei-Hubschrauber im Tiefflug seine Runden drehen, um die Wildschweine - als Vorbereitung zu deren Jagd - zu zählen. Doch immer mehr Menschen nehmen das Verhalten der konfessionellen Jäger nicht mehr stillschweigend hin und protestieren; zuletzt in Würzburg 1000 Menschen, die für das "Ruhen der Eigenjagd" auf dem Gelände von Gut Greußenheim auf die Straße gegangen sind.

Der Hintergrund: Die Landwirte von Gut Greußenheim in Unterfranken verstehen sich als freie Christen, die im Einklang mit der Natur wirtschaften. Aus diesem Grund wollen sie auch nicht, dass auf ihren Wiesen, Feldern und in ihren Wäldern gejagt wird. Tiere, die dort Nahrung suchen, werden nicht als Schädlinge betrachtet, sondern ihnen wird der Teil der Ernte zugestanden, den sie brauchen, um zu überleben. Denn die Früchte, welche die Erde hervorbringt, sind auch für die Wildtiere gedacht. Die Landwirte lernen dabei auch, das Verhalten und die Sprache der Tiere zu verstehen. Ihre Erfahrung: Wo nicht gejagt wird, regelt sich die Population der Tiere zum Wohl von Landwirt und Tier von selbst, was auch Langzeitstudien europaweit bestätigen. Mit fundierten Beweisen und Materialien wurde bereits vor ca. einem Jahr ein "Ruhen der Eigenjagd" auf dem eigenen Land beantragt. Der Antrag schreckte jedoch die Jäger und "Jagdsportler" auf. Denn diese behaupten, nur durch massenhaftes Abschießen von Tieren kann die Schöpfung Gottes im Gleichgewicht gehalten werden. Und dafür bekommen sie seit Jahrhunderten auch den Segen der beiden Großkirchen.
 

Aus der Chronologie der letzten Wochen: Der letzte Hubschrauber-Tiefflug war nur die vorerst letzte Maßnahme einer Reihe von Anordnungen in den letzten Monaten:
Zunächst wurde der Antrag auf Ruhen der Jagd vom Landratsamt abgelehnt. Dann wurde in der Lokalpresse der verlogene Verdacht gestreut, bei "zu vielen" Wildschweinen könnten einige krank werden und evtl. Krankheiten in die Massentierställe der Umgebung hineingetragen. Dort werden v. a. Schweine und Rinder vor ihrer Schlachtung in furchtbaren Zuständen auf engstem Raum gehalten und gemästet, notfalls mit Pharmazie voll gepumpt. Dass es dieser Zustand ist, der die Tiere krank machen könnte, will man nicht so gern hören, denn es gilt als "normal".
Dann wurde gemutmaßt, es gebe im betroffenen Gebiet wohl "zu viele" Wildschweine, obwohl in vergleichbaren Revieren, in denen massiv gejagt wird, höhere Bestände vorkommen. Der permanente Jagdstress und die Zerstörung der Rottenstrukturen durch ständige Erschießungen lässt die Fortpflanzung der Tiere völlig aus dem Ruder laufen.
Schließlich hat man in den angrenzenden "Revieren" von Gut Greußenheim sogar die gesetzlich vorgeschriebenen Schonzeiten gestrichen. Um möglichst viele Tiere in die Jagd-Falle zu locken, wurde schließlich übermäßig Futter ausgestreut. Und darauf hin reisten regelrechte "Massakerbruderschaften" an und trafen sich zur Jagd an den Reviergrenzen.
Auch eine schwangere Bache (Leittier) wurde dabei wieder einmal erschossen, was die Rotte außer Kontrolle geraten lässt. Die Bache schleppte sich noch schwer verletzt auf das Gelände des Gutes, wo sie starb. Ein anderes Tier wurde tot aufgefunden, dem man zuvor den Kiefer weggeschossen hatte, so dass es nicht mehr essen konnte und deswegen verhungerte. Ein Sprecher des Hofgutes schreibt: "Man spekuliert offensichtlich auch darauf, dass durch die weiträumige Abknallerei entlang der Grenzen von Gut Greußenheim die Tiere auf dem Gelände von Gut Greußenheim Zuflucht suchen könnten", was wieder zum Vorwand genommen würde, um dort angeblich jagen zu müssen. Dies wäre dann also ein Versuch gewesen, auf "hohe" Zahlen hinzuarbeiten, welche die Jäger-Lobby in den Behörden als Rechtfertigung bräuchte, um direkt auf das Gut eindringen zu können.
Eine offenbar "bewährte" Methode. Denn: "Bereits im vergangenen Jahr gingen dem damaligen Flug des Hubschraubers einige Tage lang besonders massive Jäger-Einsätze an den Grenzen des Hofguts voraus - evtl., um dann innerhalb der Grenzen so viele Tiere wie möglich vor die Kamera zu bekommen."

Der Sprecher des Hofgutes weiter: "Es geht darum, das Ausmerzen von Tieren als moralisch und die Achtung ihres Lebens als unmoralisch hinzustellen. Um diese Falschmünzerei aufrechtzuerhalten, scheut die Jägerlobby keine noch so zweifelhaften Anstrengungen. Dass sie im Fall von Gut Greußenheim auch noch von den Amtskirchen - die in alter Hubertusmessen-Tradition gemeinsame Sache mit den Jägern machen - und insbesondere von zwei Lusttötern mit religiösem Sendungsbewusstsein [den kirchlichen so genannten "Sektenbeauftragten"] unterstützt werden, macht die Sache nicht besser ..."

Die Kirche beruft sich dabei auf die Bibel. "Macht euch die Erde untertan" (1. Mose 1, 28) heißt es dort oder: "Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter den Himmeln, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben" (1. Mose 9, 2), nach Aussagen renommierter Theologen der "Fluch der Urzeit". Mit Jesus von Nazareth, einem Freund des Lebens und auch der Tiere, und mit den großen Propheten des Alten Testaments hat das allerdings nichts zu tun. So verkündete schon der Prophet Jesaja ein Friedensreich auf dieser Erde, in dem Mensch und Tier miteinander in Frieden leben (Jesaja 11, 6-9). Doch wer Schritte in diese Richtung tun will, wird von den Kirchen als "Träumer" oder "Sektierer" bekämpft. Und dem Staat, der den Kirchen leider noch weit gehend hörig ist, fällt nichts Besseres ein, als mit unseren Steuergeldern Hubschrauberflüge zum Wohl der Jäger-Lobby zu finanzieren, während z. B. gerade zu dieser Zeit in Kaschmir die ums Überleben ringenden Erdbebenopfer jeden Hubschrauber dringend gebraucht hätten. 

Die Landwirte verstärken derweil die Bemühungen um das "Ruhen der Eigenjagd" auf ihrem Grund und Boden. Es wird doch wohl auch auf einem kleinen Fleckchen in Deutschland möglich sein, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus dem Jahr 1999, das ein solches Recht ausdrücklich bejaht, anzuwenden. Oder will Deutschland diese Rechtssprechung weiter ignorieren? 
Und wie ging es weiter? Das Skandalurteil vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg vom 7.12.2006: Jäger in Richterroben lehnen Ruhen der Eigenjagd ab.

Mehr zu den Vorgängen auf Gut Greußenheim bzw. Terra Nova lesen Sie unter
http://www.lusttoeter.de/jagdbehoerdeordnettiermassakeranchronik/index.html
Lesen Sie dazu auch: Der Theologe Nr. 7 - Jesus und die ersten Christen waren Vegetarier, v. a. Teil 4 - Antike: Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum

Lesen Sie auch,
wie die Massentierhaltung und der Einsatz von Sexualduftstoffen in den Ställen auf das Fortpflanzungsverhalten von Wildtieren oder gar Menschen übergreift.

 




14.1.2006 - Deutschland kauft neue Tiertötungsmaschinen - Im Jahr 2001 bekam man bereits einen Vorgeschmack zukünftiger Massentötungen. Ca. 400.000 gesunde Rinder wurden geschlachtet und auf Scheiterhaufen verbrannt, um den wg. BSE eingebrochenen Rindfleischpreis durch Senkung des "Angebots" wieder zu heben. Jetzt drohte die Vogelgrippe mit vorsorglichen Massentötungen weit größerer Mengen an gesunden Tieren, die in der Nähe von infizierten Tieren lebten. Und dazu wurde in Oberding bei München eine mobile Massentötungsanlage vorgestellt:
Drei Menschen gleichzeitig hängen die Tiere mit Füßen in die Maschine. Per Fließband werden diese dann in ein Wasserbad getaucht und dort mit Stromschlägen getötet. Als Ergänzung dazu hat alleine der Freistaat Bayern noch drei weitere Vergasungsanlagen angeschafft, wo unseren gefiederten Freunden mit CO2 der Garaus gemacht wird. Das "Positive" daran ist die möglicherweise mildere Todesart im Vergleich zum alltäglichen Normalfall, wo die Vögel, die für den Gaumengenuss des Menschen bestimmt sind, z. B. durch maschinelles Abreißen des Kopfes getötet werden. Oder wo man frisch geschlüpfte männliche Küken nicht nur vergast, sondern auch bei lebendigem Leib in der "Musmühle" zermalmt und zu Tierfutter verarbeitet: ca. 60 Millionen Küken im Jahr; weil die "dumme" Natur offenbar nicht begreift, dass die "Schöpfungskrone" Mensch weibliche Küken als "Nutztiere" braucht und keine männlichen.

PS: Das Töten in diesen barbarischen und immer roheren Ausmaßen ist nur möglich, weil die Kirche den Tieren von der Antike (Augustin) und dem Mittelalter der (z. B. Thomas von Aquin) bis heute die unsterbliche Seele und die volle Leidensfähigkeit abspricht. Deshalb gelten Tiere im kirchlich-abendländischen Rechtsverständnis auch als "Sachen" und nicht als Lebewesen. Doch wer weiß, wann dieser immer brutaleren Verrohung auch wieder verstärkt Menschen zum Opfer fallen?

 




4.3. / 11.5.2006 - Kirchenchristliche Partei jetzt in der Regierung: Aufhebung der Reform zugunsten von Tieren. Die furchtbaren Quälereien gegenüber den Hühnern sollen weitergehen - Ein kleiner Lichtblick für die furchtbar gequälten Hühner war die Gesetzgebung der rot-grünen Bundesregierung. Nur noch bis Ende 2006 sollten die alten Legebatterien zulässig sein. Jetzt regieren aber wieder die sich auf das kirchliche "Christentum" berufenden Parteien CDU und CSU, so z. B. CSU-Mann Horst Seehofer in Berlin. Vor allem in Zusammenarbeit mit der CDU in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen wurde nun entschieden, die Reform wieder zu kippen. Und auch die SPD/PDS-Regierung in Mecklenburg schloss sich gleich an. Hühner müssen wieder wie bisher mit ca. 800 Quadratzentimeter Lebensraum auskommen (weniger als ein DIN-4-Blatt). Nur in der Höhe gibt man der geschundenen Kreatur gnädigerweise 15 cm mehr (von 45 cm auf 60 cm) und überschreitet damit sogar die EU-Mindesthöhe um einige Zentimeter. Doch ein Flattern ist für die Hühner auch bei dieser Höhe nicht möglich. Und auch die neu einzurichtenden Sitzstangen und Nestecken werden die Tiere wegen der qualvollen Enge wohl kaum nutzen können, und man wird vermutlich auch weiter den Hühnern die Schnäbel teilweise abschneiden (das so genannte Schnabel-Kupieren), damit sie sich aus Verzweiflung nicht selbst gegenseitig verletzen. Und die alten Käfige sollen sogar bis Ende 2008 in Gebrauch bleiben (Spiegel online, 4.3.2006 und 11.5.2006; vgl. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,415546,00.html). Die nächste Seuche ist vorprogrammiert ... Lesen Sie dazu Teil 4 des "Theologen Nr. 7": Absturz in die Barbarei gegenüber den Tieren durch das kirchliche Christentum - In der Antike gab es noch eine hohe Ethik.

 


 

26.3.2006 - "Versuchstiere" klagen - doch die Kirche verfälscht ihren Hilfeschrei - Im Jahr 1999 erschien im Verlag Das Wort die Schrift Der Prophet Nr. 15: Tiere klagen - der Prophet klagt an (www.das-wort.com). Daran gibt der Prophet den gequälten Mitgeschöpfen eine Stimme, auch den so genannten "Versuchstieren". Am 20.5.2005 versuchte die Kirche nun, den Spieß umzudrehen. In einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich der Einweihung des neuen "tierexperimentellen Zentrums" der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen gab die evangelisch-lutherische Pfarrerin Christine G.-R. und der katholische Klinikseelsorger Hans B. den gequälten Tiere eine andere Stimme (zit. nach Tierrechte Nr. 4/05). Was ist die Wahrheit? Vergleichen Sie selbst. Siehe dazu auch den Artikel: Tiere fragen: Warum müssen wir so leben ? - http://www.das-weisse-pferd.com/00_16/tiere.html


Der Pfarrer gibt dem Tier eine Stimme
 

Der Prophet gibt dem Tier eine Stimme

"Das Tier sagte, es sei ein Geschöpf Gottes, es habe Gefühle. Manchmal habe es keine Lust zu arbeiten, manchmal liege es aber auch wegen großer Schmerzen nur herum. Manchmal sei es traurig, weil Mitglieder seiner Familie gestorben seien. Es gehe ihm aber gut, wenn es sein neues Zuhause anschaue, für das die Menschen so viel Geld ausgegeben hätten [das neue Versuchstierzentrum] - nur für sie - die Versuchstiere. Es betont, die Tiere stellten sich zur Verfügung, täten ihr Bestes für gute Ergebnisse, sieht ihr [sein] Dasein als ihre [seine] Aufgabe, ihre [seine] Arbeit, ihren [seinen] Beruf an. Sagt, dass es kein leichter Beruf sei, weil am Ende der Tod stünde für das Wohl der Menschheit; die Versuchstiere erwarten dafür Achtung, Behutsamkeit, Sorgfalt und Dank an Gott. Auch wegen des Geschenks des Forschergeistes sollten die Wissenschaftler Gott danken."

"Es folgten Gebete, Lobpreisungen Gottes, das Zentrum wurde gesegnet."

"Ihr habt mir den Tod eingepflanzt, Elend und immer größeres Elend, Jammer, immer größerer Jammer, Schmerz und unerträgliche Pein. Was bringt euch das? Hört ihr Menschen nicht? Ihr Menschen, versetzt euch einmal in meine Situation, in mich hinein. Mit meinem Schicksal bin ich nicht allein. Millionen Ratten, Mäuse klagen gleich mir. Vernehmt ihr nicht das Weinen, das Schreien, das Wehklagen, den Schmerz eurer Tiergeschwister? Was wird einst eure Klage sein? Denkt daran: Grausamkeit bringt den Menschen, der grausam ist, nichts als wieder Grausamkeit. Mich ängstigen der Menschen kalte Herzen. Jetzt "forscht" ihr in meinem missbrauchten, geschundenen, toten Körper nach Beweisen dessen, was ihr erdacht habt. Was wird das Ergebnis eures Lebens sein?"

Und der Prophet ergänzt: "Wer denkt, dass Ruhm und Ehre in der Forschungsarbeit seiner Seele auf Dauer Gewinn bringt, der unterliegt der Täuschung. Eventuell heute erhält der ´Berühmte` einen Doktorhut, morgen ein schwarzes Leichentuch, so, wie seine Seele geworden ist. Die Wärme des Herzens haben viele der ´Wissenschaft` geopfert. Wenn es jedoch um das eigene Kätzchen und um das so niedliche Schoßhündchen ginge, das der Wissenschaft geopfert werden sollte, was würden die ´Besitzer` dazu sagen? Sie wären sicher empört, denn man kann das diesen Tieren nicht antun. Wer der Meinung ist, dass alle anderen Tiere anders empfinden als das Kätzchen und der Schoßhund, dessen Herz bleibt auf der Strecke der Eigensucht. Machen wir uns doch endlich bewusst: Jeder Mensch erntet seine Früchte, und er wird sie auch essen müssen. Für so manchen werden sie sehr, sehr bitter sein."


 




8.4.2006 - Kurz vor Ostern: Hinrichtungsmaschinen fehlerhaft - Massaker an Gänsen verlangsamt sich, Massentötungen von Lämmern planmäßig - Weil die neuen Hinrichtungsmaschinen (siehe oben) nicht richtig funktionieren, zieht sich die Massentötung in der von Vogelgrippe befallenen Zuchtfabrik in Wermsdorf/Sachsen in die Länge. Derweil kippte der von der CDU dominierte Bundesrat einige geplante Verbesserungen für die Tiere bei der grausamen Massentierhaltung von Hühnern. Die Hühnerbarone drohten zuvor mit Abwanderung nach Osteuropa, weil dort noch mehr gequält werden darf als in Deutschland.
Planmäßig laufen dagegen die Vorbereitung zur massenhaften Abschlachtung der Lämmchen für den Osterbraten. Zur angeblichen Ehre von Jesu Auferstehung essen v. a. Kirchenchristen nach dem Kirchgang bevorzugt Lammfleisch (das so genannten "Osterlamm"). Vor ca. 2000 Jahren wurden die Lämmchen etwa zeitgleich mit der Hinrichtung von Jesus zum Passahfest massakriert - mehr als nur ein Symbol. Denn aus antiken Schriften außerhalb der Bibel geht hervor: Jesus kam auch für die Tiere (siehe "Der Theologe Nr. 7" - Jesus
und die ersten Christen waren Vegetarier). Zudem gilt: Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen (vgl. dazu die gleichnamige Schrift aus dem Verlag Das Wort: "Der Prophet", Ausgabe Nr. 16, gratis bestellbar bei info@gabriele-verlag.de

 



 

27.4. / 9.5.2006 - "Jesus kam auch für die Tiere" - größter deutscher Ostermarsch in diesem Jahr in Würzburg - Die Sorge um den Weltfrieden hat in diesem Jahr zu Ostern nur wenige Menschen mobilisieren können. In Frankfurt waren es mit 1000 Teilnehmern wohl die meisten, in Berlin zählte man 650, in Würzburg leider nur 65. Dafür kamen dort 1300 Demonstranten zu dem von den Landwirten von Gut Greußenheim angemeldeten Demonstrationszug unter dem Thema "Jesus kam auch für die Tiere" (900 blieben nach Polizeiangaben auch während der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz). Damit fand in diesem Jahr in Würzburg der größte Ostermarsch der Bundesrepublik stand. Leider wurde dieses Ereignis in Presse, Hörfunk und Fernsehen so gut wie totgeschwiegen. Nicht einmal dem Lokalblatt Main-Post war die größte Demonstration, die in Würzburg in letzter Zeit stattgefunden hat, ein Artikel wert. Lediglich im dort turnusmäßig erscheinenden Bericht der Würzburger Polizei erschienen 12 schmale und wenig aussagekräftige Zeilen. Dafür stehen in der Main-Post seitenweise positive Artikel über die Pfarrer der Umgebung und das Tun in ihren Pfarreien, auch wenn nur sehr wenige Personen an diesen Ereignissen beteiligt sind.
Die demgegenüber 1300 von den Medien verschwiegenen Demonstranten setzten sich u. a. für die Abschaffung der Jagd ein und wiesen auf das grausame Leid der Tiere gerade vor den kirchlichen Feiertagen hin, zu denen sie geschlachtet werden. Mit Hinweis auf die entsprechende Lehre von Jesus, die in den apokryphen Schriften außerhalb der Bibel nachzulesen ist, plädierten sie auch für eine vegetarische Ernährung.
Zum Thema "Jesus kam auch für die Tiere" lesen Sie z. B. auch in "Der Theologe Nr. 7".


      



 

24.6. / 28.6.2006 - CSU-Regierung beschließt erneut Mord an dem Bären. Was hat es damit zu tun, dass Bruno weder katholisch noch evangelisch ist? - Ein freilaufender Bär im katholischen Bayern ist für die Kirchenchristen in der Regierung ein Bär zuviel. Europaweit sorgte die Intelligenz des Tieres in den letzten Wochen für Bewunderung. Doch die Kirchen sprechen (anders als viele andere Religionen) jedem Tier die unsterbliche Seele ab und behaupten, das 5. Gebot ("Du sollst nicht töten") gilt nicht gegenüber Tieren.
Die Folge
: Eine beispiellose Bestialität gegenüber der Tierwelt, die auch dazu führte, dass Wildtiere im Laufe von Jahrhunderten panische Angst vor dem Schlächter und Jäger "Mensch" entwickelt haben. Und die Kirchenchristen haben aus dieser schlimmen Entwicklung nun abgeleitet, dass diese Angst "normal" sein müsse. Ein Wildtier, das sich wie Bruno menschlichen Siedlungen nähere (weil es vielleicht Hunger hat oder ein Freund der Menschen sein möchte), könne deswegen nicht "normal" sein und müsse schon deshalb vorsorglich ermordet werden.
Doch die Intelligenz des Bären, mit der er sich in den letzten Wochen seinen Jägern und Fängern immer wieder entzogen hatte, zeigte, dass Tiere doch mehr sind als seelenlose Abschussobjekte für die menschlichen Herren über Leben und Tod. Auch wäre es wenigstens ein kleiner Ansatz für ein positives ethisches Verhalten, wenn man den Bären für diese Leistung mit der Freiheit belohnen würde.
 
Der italienische Wild-Experte Alberto Stoffela von der Forstbehörde Italiens erklärt: Auch in Italien habe es mit Bruno Zwischenfälle gegeben, "aber das wurde toleriert". In Italien wurden Braunbären sogar wieder angesiedelt, obwohl bei einer Begegnung mit einem Menschen auch in Italien ein Risiko nie zu 100 % ausgeschlossen werden kann. Erst in Deutschland sei der Bär zum nationalen "Problem" geworden (Main-Echo, 24./25.6.2006).

Die Gnadenlosigkeit und Brutalität der bayerischen Behörden könnte auch einen unbewussten religiösen Hintergrund haben. Denn dem Tier fehlt aus kirchlicher Sicht etwas Wesentliches: Der Bär ist nicht getauft und ist deswegen weder katholisch noch evangelisch. Folglich könne er auch später nie den Himmel betreten (PS: In der "ewigen Seligkeit" soll man zwar alle 265 Päpste wieder treffen, aber kein einziges Tier). Und kann es dann so schlimm sein, ihn gleich umzubringen? "Wenn ... der Bär einem Jäger vor die Flinte laufe, solle der abdrücken". Mit diesen Worten brachte Roland Eichhorn vom Umweltministerium aus dem bayerischen Behörden-Jagd-Staat den angekündigten Tiermord auf den Punkt (ddp, 25.6.2006). Ein Tier muss sich nach kirchlicher Lehre dem Menschen gnadenlos unterwerfen: als Schlachtvieh, Versuchstier, Jägerbeute, Sonntagsbraten, dressiertes Haustier - und wehe, es versucht, aus der Reihe zu tanzen. Die Kirche kennt - wenn überhaupt - nur eine "Freiheit" für den Menschen und auch diese wird in den kirchlichen Prädestinationslehren bestritten oder Menschen, die sich nicht der Kirche unterwerfen, wurden Jahrhunderte lang hingerichtet.
Und es waren leider schon oft Deutsche, die aus ihrem Unterbewusstsein heraus die Muster-Söhne der Kirche sein wollten. So wird auch der Hofstaat im Vatikan zu einem großen Teil mit deutschen Millionen und Milliarden an Euros bezahlt. Die katholische Kirche bekommt in Deutschland nämlich Milliarden-Geschenke vom Staat und kann deshalb so viel Geld in den Vatikan weiter leiten.
In der Kirchen-Christenheit sind zudem die Massaker an den Tieren selbstverständlich. Deshalb wehe dem Tier, wenn auch nur ein Mensch Angst hat, dass ihm durch das Tier eventuell auch nur ein Haar gekrümmt werden könnte, auch wenn das Tier sich vielleicht nur wehrt ...
Lesen Sie dazu auch "Der Theologe Nr. 7", Ausgabe Nr. 4: Tragödie für die Tiere - Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum
 

Der Soinsee - Hier nahm Bruno zwei Tage vor seinem Tod ein letztes Bad.

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.
(Leo Tolstoi)

 



26.6. / 6.8.2006 - Minister Werner Schnappauf schnappte zu - Bayern wieder "bärenfrei" - Bruno am oberbayerischen Spitzingsee bei Schliersee "erfolgreich" erschossen - Jede auch nur theoretische "Gefahr" scheint nun gebannt: Bayern und damit Deutschland ist nach über 170 Jahren wieder "bärenfrei". Früher galten Städte, Dörfer und ganze Landstriche zeitweilig auch als "ketzerfrei", später als "judenfrei". Man verschleppte bzw. ermordete zuvor die betreffenden Menschen. Und es gibt zwei weitere makabre Parallelen zwischen den getöteten Anhängern religiöser Minderheiten und den getöteten Tieren: Beide sind weder katholisch noch evangelisch, und beide gelten als "gefährlich".
Die Leiche Brunos soll nun ins Museum nach München kommen. Man könnte ihn dort z. B. als Triumph der menschlichen Waffentechnik über die Natur ausstellen. Das junge Tier hatte mangels schlechter Erfahrung noch wenig Angst vor der Bestie Mensch und galt deshalb als "verhaltensauffällig". In Italien hatte die Bärenfamilie nämlich das Zutrauen von Menschen gewonnen und ließ sich von ihnen z. B. füttern.
Doch in im Behörden-Jagd-Staat Edmund Stoibers in Bayern gelten andere Sitten. Und leider war der Braunbär hier nicht "zu Gast bei Freunden", wie es in diesen Tagen anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland immer hieß, sondern zu Gast bei Feinden oder bei Menschen, die durch ihr Verhalten seinen Tod mit verursachten. Z. B. lief der Wirt des Rotwandhauses am 25. Juni 2006 schreiend auf den Bären zu, und er erklärte anschließend: "Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er sich vor uns fürchtete" (Bild, 26.6.2006). Dann rief der Wirt die Polizei, und das Landratsamt Miesbach schickte das Exekutions-Kommando los (vgl. die Exekutions-Kommandos des Landratsamtes Würzburg). Erfahrene Jäger oder Wildtierexperten mit Narkosegewehren schickte man bewusst nicht mit, obwohl dies ohne weiteres möglich gewesen wäre. Denn der Bär musste nun sterben, so der Beschluss des verantwortlichen Ministers Werner Schnappauf (CSU). So schrieb auch Dr. Jürgen Lange, der Vorsitzendes des Zoos in Berlin: "Auch überrascht, dass Bayern die eigenen Fachleute für Wildbiologie und Wildtiermanagement und vor allem aus dem Münchner Zoo anscheinend nicht zu Rate zieht, obwohl gerade sie über große Erfahrung im Umgang mit Blasrohr und Betäubungsgewehr verfügen" (Der Tagesspiegel, 28.6.2006).
Am Montag den 26. Juni 2006 um 4.50 Uhr war es dann so weit. Bruno wurde auf der Kümpflalm am Fuß der Rotwand (Gipfel auf 1884 m) nahe dem Spitzingsee im bayerischen Mangfallgebirge von seinen vermutlich katholischen Häschern gestellt. Dann schnappte das Todeskommando des katholischen "Umweltministers" Werner Schnappauf zu, und der Bär wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Bayrischzell abgeknallt. Waidmanns Heil und Waidmanns Dank!

Später erfuhr man etwas mehr über die Vorgeschichte: Am Tag zuvor wurde der verängstigte Bär von Touristen bereits in Richtung Gebirge getrieben. Und im Nachhinein ist es sehr verwunderlich, dass es wochenlang angeblich nicht gelungen sei, den Bär lebend zu fangen. Als der römisch-katholische Minister als Herr über Leben und Tod dann das Todesurteil verkündet hatte, brauchte es auf einmal nur ein paar Augenblicke, da war der Bär auch schon tot, angeblich "schmerzlos". Das kann sehr bezweifelt werden, da die Jäger in Deutschland z. B. Deformationsgeschosse verwenden, die sich erst im Körper des Tieres ausweiten und einzelne Stücke der Eingeweide aus dem Körper heraus sprengen. Dies "hilft" dazu, ein verwundetes Tier "dank" "verlorener" Körperteile (so genannter "Pirschzeichen") leichter zu finden und dann endlich wirklich zu erschießen.
Der sofortige Tod Brunos brachte selbst den Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ins Grübeln (siehe http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,423705,00.html). Nicht einmal den ersten Tagesanbruch nach dem Todesurteil hat der Bär überlebt. Mittlerweile pfeifen es sprichwörtlich die Spatzen von den Dächern, dass interessierte Kreise womöglich von vorneherein darauf abzielten, Bruno gar nicht zu betäuben und zu fangen, sondern zu töten und dass sie entsprechend schon lange in diese Richtung die Fäden zogen. Und der WWF = World Wildlife Fund in Deutschland und Österreich, der zusammen mit den Kirchen den Todesschwadronen vom Spitzingsee das moralische Alibi gab, könnte sich nun überlegen, ob er sich nicht umbenennen will in World Wildkill Fund Germany. Der Präsident des italienischen WWF sprach zwar von einem "Akt der Barbarei" (Focus online, 26.2.2006). Doch der deutsche WWF wies im Gegensatz dazu schon Ende Mai darauf hin, dass der Abschuss "gerechtfertigt sein kann" (wwf.at, 22.5.2006). Und nach Überzeugung des WWF in Österreich war die Tötung angesichts des Verhaltens des Tieres tatsächlich gerechtfertigt. "Bruno war nach unserer Einschätzung bereits ein Risiko-Bär", sagte die österreichische WWF-Sprecherin Susanne Grof (www.stern.de, 26.6.2006). Und angesichts der Schlussfolgerungen, die man aus dieser Meinung dann zog, bereut so mancher Tierfreund bereits, für diese Organisation jemals gespendet zu haben.
Lesen Sie dazu auch:
Der Theologe Nr. 7, Ausgabe Nr. 4: Tragödie für die Tiere - Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum
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Und: Wo die Tiere nicht erschossen oder geschlachtet werden - Gratis-Informationen anfordern bei info@gabriele-stiftung.de
Und: Initiative zur Abschaffung der Jagd unter www.abschaffung-der-jagd.de

Der letzte Blick von Bruno. Er richtet sich noch einmal auf und blickt Richtung Süden, wo seine Familie wohnt. Unten die Kümpflalm. Dort hatte sich das Exekutionskommando verschanzt.
 



28.6. / 2.7.2006 - "Wo sich Menschen ausbreiten, müssen andere Kreaturen weichen. Das ist die Botschaft, die hinter Brunos Tod steckt", schreibt die Stuttgarter Zeitung (27.6.2006). Die "Krone der Schöpfung" nimmt allen anderen Lebewesen knallhart den Lebensraum. So findet derzeit auf dem Planeten Erde ein gigantisches Artensterben statt, weil der Mensch in manchen Ländern jeden Quadratmeter für sich und seine eigensüchtigen Interessen beansprucht und anderen Geschöpfen höchstens ein kleines Gehege im Zoo gönnt. Ein Beispiel ist Deutschland, wo in freier Natur auf jedem Fleckchen Erde Tiere gejagt und getötet werden müssen. Besonders empörend für den Menschen ist es, wenn ein Tier Hunger hat und z. B. auf einem Feld etwas isst. Erst wenn der "Schädling" "erschossen" ist, lehnt sich der Mensch wieder zufrieden zurück. Das Kirchenchristentum beruft sich dabei auf die Bibel, in der es heißt: "Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden; in eure Hände seien sie gegeben" (1. Mose 8, 2). Doch das ist keine Erlaubnis zum barbarischen Abschlachten, sondern ein Fluch über den Menschen.
Eine kleine Ausnahme im Umgang zwischen Mensch und Wildtier war das Wiederansiedlungsprogramm für Braunbären in Italien, von wo die Familie Brunos stammt. Doch leider lernten die Bären nicht, wo sich die Nordgrenze Italiens befindet und dass sie außerhalb in ihren Tod laufen.
Mittlerweile wurden auch die ersten Unwahrheiten bzw. Lügen über den gewaltsamen Tod des Bären in Bayrischzell nahe des bayerischen Luftkurortes Schliersee im Landkreis Miesbach aufgedeckt. So wurde er nicht von nur einer Kugel gezielt getötet, sondern mindestens von zwei Kugeln getroffen: Die erste Kugel zerriss die Leber: "Der Leberschuss führte zu einem massiven Schock", erklärte der Tiermediziner Professor Henning Wiesner. Eine zweite Kugel zerfetzte dann seine Lunge, und die einzige unabhängige Zeugin, die Bäuerin Doris H., hörte noch einen dritten Schuss. Und: "Töteten Bruno doch drei Kugeln?" fragen sich auch anerkannte Fachleute (Bild, 28.6., 1.7.2006). Dr. Ulf Christian Hellinger, Fachreferent für Veterinärmedizin und Wildbiologie, erklärt den Obduktionsbericht. "´Ein Blattschuss war das nicht. Dafür sitzen die Schüsse zu weit hinten. Ich nehme an, dass der erste Schuss in die Leber gegangen ist. Bruno war nicht sofort tot, hat sich offenbar noch bewegt, vielleicht sogar gedreht, weil der zweite Schuss in der anderen Seite steckt. Dieser zweite Schuss war also kein Sicherungsschuss, er ist nachgesetzt worden, weil der Bär noch nicht ganz tot war ... Es muss einige Sekunden gedauert haben, bis der Bär verblutet war.` Der Experte fragt sich auch, was für Munition verwendet wurde. Die Behörden verraten es bisher nicht. Fakt ist: Bei einem starken Kaliber müsste das Projektil auch den Tierkörper durchschlagen. Hat es aber nicht. Ein Münchner Wildtier-Experte vermutet, dass eine Polizeiwaffe benutzt wurde: ´Die mangelnde Durchschlagskraft der Geschosse weist darauf hin`" (1.7.2006). Waidmannsheil und Waidmanns Dank.
Die Regierung Italiens hat mittlerweile bei der Europäischen Union in Brüssel offiziell gegen das Verhalten Bayerns protestiert. Und der Schweizer Tagesanzeiger bedauert, dass sich Bruno nicht zum Heilfasten begeben hat, um die Behörden des bayerischen Behörden-Jagd-Staates milde zu stimmen. Und mittlerweile ist auch der Protest in Deutschland selbst stärker geworden. So demonstrierten in Berlin am 1.7.2006 bis zu 300 Personen gegen die Erschießung Brunos und für die Abschaffung der Jagd (siehe auch www.abschaffung-der-jagd.de). Und in Schliersee beteuern inzwischen die Bürger, mit der Erschießung nichts zu tun zu haben.


- Lesen Sie dazu auch die Aufsehen erregende urchristliche Schrift Der Mord an den Tieren ist der Tod des Menschen gratis aus dem Verlag Das Wort oder als Hörbuch für 9,80 €
- Siehe dazu auch die Meldung über den Behörden-Krieg gegen die Wildschweine an einem anderen Schauplatz im Behörden-Jagd-Staat Edmund Stoibers.
- Vgl. die weiteren Meldungen über das Todesurteil gegen Bruno und seinen Tod vom 24.6.2006 und vom 26.6.2006

 



6.7. / 6.8. / 3.12.2006 - Die Hinrichtung von Bruno und die Fußball-Weltmeisterschaft - Eine Bären-Symbolik zum Nachdenken - Leben durfte der Bär, der sich nach Deutschland wagte, hier nicht, aber als Leiche gibt man ihn nicht an die Italiener zurück. Der erschossene kindliche Braunbär (der noch nicht einmal geschlechtsreif war) stammt aus dem Adamella-Brenta-Park im zu Italien gehörenden Südtirol, und die Italiener wollen ihr "Kind" deswegen jetzt auch zurückhaben. Doch Bayerns römisch-katholischer Umweltminister Werner Schnappauf aus dem Kabinett von Edmund Stoiber (CSU) verhöhnt die Italiener, sie hätten das Wildtier nicht richtig "erzogen" (Main-Echo, 14.7.2006), und er besteht darauf, dass die bayerischen Bären-Killer das Eigentumsrecht auf die Leiche haben.
In Italien gibt es weitere ca. 30 Bären, die dort in freier Natur leben dürfen (und im kleinen Slowenien sogar 500 (!) Bären) - es ist ein Teil eines EU-Projekts zur Erhaltung bedrohter Tierarten in Europa mit dem Namen "Life Ursus". Entsprechend wütend sind jetzt die Italiener: "Eine Europäische Union, die die ganze Welt auffordert, geschützte Arten zu retten und dann mit Gewehren einen Bären abknallt, ist einfach nicht glaubwürdig", so der italienische Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio. Und auch bei der EU-Kommission in Brüssel ist man sauer auf die Deutschen. Es könne nicht sein, "dass man den Bären erst ein freies Leben ´bezahlt`, um sie dann abzuschießen, nur weil sie tun, was man ihnen ermöglichen wollte; ein artgerechtes Leben zu führen" (Main-Post, 6.7.2006).
In diesem Zusammenhang wurde auch betont, dass Bären sich überwiegend vegetarisch ernähren (zu 75 % von Pflanzen, Wurzeln und Kräutern), eventuell betroffene Landwirte würden "entschädigt". Doch es darf auch niemanden verwundern, wenn ein seit Wochen und Monaten dauernd gehetzter Jungbär im Stress einmal "untypische" Verhaltensweisen zeigt. Das bayerische Todeskommando war auf jeden Fall ein klarer Verstoß auch gegen das deutsche Tierschutzgesetz.
Die bayerische Behörden-Jagd-Staat hatte zuvor zwar gebirgsungeübte finnische Bärenfänger eingesetzt (so machte z. B. einer der Hunde in den Bergen schlapp), die eigenen Wildtier-Experten und die Spezialisten für Betäubung jedoch nicht einbezogen. Außerdem wurde nach dem Todesurteil durch die überwiegend katholische CSU-Stoiber-Regierung nicht einmal der Versuch unternommen, den Jungbären mit einem Narkose-Gewehr zu betäuben. Man wendete eine in der Tradition vielfach "bewährte" Methode an, wonach das, was Probleme macht, was vielleicht ein Anstoß zum Umdenken sein könnte, einfach ausgemerzt wird.

Dass der Bär auch noch während der Fußball-Weltmeisterschaft ermordet wurde, in der Deutschland immer wieder seine Gastfreundschaft betonte, hat zusätzlichen Symbolgehalt. Nach einem Bericht des Tagesspiegel in Berlin (27.6.2006) sah der bekannte Sportkommentator Waldemar Hartmann mit dem gewaltsamen Tod des jugendlichen italienischen Bären auch die Weltmeister-Hoffnungen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gestorben: "´Nachdem jetzt der Bär tot ist, hat man auch die Seele des deutschen Fußballs erschossen`, sagte Hartmann der Münchner Abendzeitung. Seiner Ansicht nach sind die Zusammenhänge zwischen dem Bären und einem deutschen Weltmeistertitel ´sehr klar`. So trage sowohl der Endspielort Bern 1954 als auch Berlin 2006 einen Bären im Wappen." Und auch Kalifornien, wo Bundestrainer Jürgen Klinsmann wohnt, habe ein solches Tier auf seiner Flagge. Und diese Bären-Symbolik hat zumindest dazu beitragen, dass der behördliche Tiermord-Skandal vom Schliersee in der Fußball-Euphorie nicht unterging.
Die italienische Fußball-Nationalmannschaft besiegte dann bekanntermaßen die deutsche mit 2:0 und besiegelte damit die Prophezeiung von Sportreporter Hartmann. Als Ausgleich für den Tod Brunos wurde die deutsche Nationalmannschaft gleich dem Bär mit zwei gezielten Schüssen waidgerecht und erlegt. Und dafür bestritten die Italiener in der "Bärenstadt" Berlin das Endspiel und holten sich den Fußball-Weltmeister-Titel. Denn bei unseren südlichen Nachbarn darf wenigstens das Wappentier der deutschen Hauptstadt leben (wenn auch viele andere Tiere genauso wenig wie in Deutschland).
 



9.7. / 13.7.2006 -
Bruno darf nicht vergessen werden - Es gibt den Bären Bruno, der unbekümmerter war als im "Behörden-Jagd-Staat" Edmund Stoibers geduldet, obwohl er immer vor den Menschen davon gelaufen ist. Es gibt das Reh Bruno, das sich erdreistet, die deutsche Forstwirtschaft durch Knabbern an Bäumen zu schädigen, weil es sich aus Angst vor den Jägern nicht auf die Wiesen traut. Dann ist da noch das Schwein Bruno, das auf engstem Raum bis zur Schlachtung vegetieren muss und nie die Sonne sehen darf. Es gibt Bruno, die Versuchstier-Maus, Bruno, den kräftigen Ochsen, der gerade für das Münchner Oktoberfest gemästet wird und Bruno, den Fuchs, der in einer Jäger-Sprengfalle schreiend verreckt, als er auf Nahrungssuche für seine Welpen ist und noch viele mehr. Weltweit 45 Milliarden Tiere werden pro Jahr vom Mensch, der kirchlichen "Krone der Schöpfung", (überwiegend bestialisch) ermordet, obwohl das Gebot "Du sollst nicht töten" auch gegenüber den Tieren gilt.
Lesen Sie auch, warum diese Entwicklung z. B. in Europa so möglich war in: Der Theologe Nr. 7, Teil 4   -  Weitere Meldungen zu Bruno am 6.7.   28.6.   26.6.   24.6.
 



14.7. / 6.8.2006 -
Angebliche "Problemmutter" - Jetzt planen Exekutions-Experten die Hinrichtung von Brunos Mutter - Einem Bericht von www.prowildlife.de vom 14.7.2006 zufolge haben dieselben Hintermänner, "die schon den Abschuss von Bruno befürwortet hatten", bei einem Koordinationstreffen am 6. Juli 2006 in Trient in Norditalien als nächste Aktion die Exekution der achtjährigen Bärin Jurka gefordert, weil auch sie für "Probleme" verantwortlich sein soll. "Sie würde, so die Begründung, auch ihre derzeitigen Jungtiere zu potenziellen ´Problembären` erziehen", so heißt es in dem Bericht wörtlich.
Es handelt sich dabei anscheinend um die römisch-katholischen WWF-Leute aus Österreich (siehe oben). Die Ermordungs-Experten geben jedoch zu, dass Brunos Mutter deshalb zur "Problem-Mutter" geworden sein soll, weil sie von Jägern mit Gummigeschossen und Knallkörpern traktiert wurde und aus dieser Bekämpfung durch den Menschen lernte, "nie an einen Ort zurückzukehren, sondern weiter zu ziehen". Dieses Verhalten habe sie auch Bruno beigebracht, der deswegen seinen Häschern immer wieder entwischt sei. Doch jetzt wollen die Bären-Exekutions-Experten des WWF der Familie Brunos an den Kragen, offenbar frei nach dem Motto: "Tötet die Bären, denn wir Menschen sind die Herren über Leben und Tod."
Doch der von den Kirchen als
"Krone der Schöpfung" ausgezeichnete Mensch kann immer nur töten, und ist nicht einmal in der Lage, einen einzigen Floh neu zu schaffen oder zum Leben zu erwecken. So sollte man ihn besser nicht als "Herren über Leben und Tod" bezeichnen, sondern nur als "Meister des Todes". Doch woher nimmt er sich dann das Recht, seine Mitgeschöpfe allesamt zu malträtieren und umzubringen? Das Recht gibt ihm die Kirche, die alle Menschen der Erde zur Unterwerfung unter ihre Lehre und ihren Papst auffordert (siehe z. B. hier eines der betreffenden Dogmen). Während das ursprüngliche 5. Gebot "Du sollst nicht töten" auch die Tiere einschloss, spricht die Kirche den Tieren die unsterbliche Seele ab, erklärt sie zu nicht leidensfähigen Geschöpfen, gibt sie der "Herrschaft des Menschen" preis (Katechismus, Nr. 2417) und isst bzw. "frisst" sie zu Millionen auf.

Und so höhnte der Tier-Experte der römisch-katholischen Kirche, der Kapuziner-Abt "Bruder Paulus" aus Frankfurt am Main z. B. am 22.3.2003 in Bild: "Unter Gefühle verstehe ich Sympathie, Schuld, Verzeihung, Gewissen, Barmherzigkeit, Liebe. All das kann ein Tier nicht empfinden." Was Menschen als ein "Gefühl" [eines Tieres] deuten, sei ein Instinkt bzw. eine "Körperreaktion" bzw. andressiertes Verhalten, und auch eine Seele hätten die Tiere nicht, denn: "Seele heißt ´Nein` sagen können. Und ein Tier kann nicht entscheiden." Aus diesem Grund untersagt der katholische Katechismus auch dem Menschen, einem Tier die Liebe zuzuwenden, "die einzig Menschen gebührt" (Nr. 2418).

Der Prophet Jesaja schreibt in seiner Friedensreich-Vision jedoch, dass die Jungen von Kuh und Bären zusammen spielen und in Frieden mit dem Menschen leben (11, 7-8). Und der Prophet Hosea spricht von einem "Bund" Gottes mit den Wildtieren am Ende der materialistischen Zeit, so dass der Mensch keine Angst mehr vor ihnen zu haben braucht (2, 20).
Das todeswürdige Verbrechen von Bruno war, dass er bereits damit angefangen hat, die Prophezeiung zu erfüllen, nämlich den Menschen zu vertrauen und sie nicht mehr zu bedrohen
. Doch so etwas dürfe nie sein, so die deutschen Behörden, vor allem im Behörden-Jagd-Staat Edmund Stoibers in Bayern. Wenn ein Bär anfängt, dem Menschen zu vertrauen, dann müsse er hingerichtet werden.
Vor diesem Hintergrund fand auch die Demonstration am 5.8.2006 in Schliersee statt (siehe www.abschaffung-der-jagd.de)
.
 



14.7. / 6.8.2006 -
Nachruf: Hat sich der letzte Bär geopfert? - Es erinnert fast an den Kino-Hit Der letzte Samurai, was sich in Schliersee bzw. Bayrischzell in den Morgenstunden des 26.6.2006 zutrug, und es soll auch auf dieser Seite dokumentiert werden. Das Magazin Focus veröffentlichte schon am 3.7.2006 Details über die Ermordung des ersten Bären in Deutschland seit 170 Jahren.
Vier Männer bildeten das Exekutions-Kommando, um das Todesurteil des Behörden-Jagd-Staates von Edmund Stoiber zu vollstrecken, darunter ein Oberkommissar aus dem bayerischen Oberland und ein Beamter des Landratsamtes Miesbach. Die Sennerin der Kümpflalm weigert sich zunächst, das Exekutions-Kommando in die Hütte zu lassen. Doch der Polizist zeigt seinen Dienstausweis, und "ein anderer Beamter erklärt, dies sei ein ´behördlich angeordneter Einsatz`." Die Sennerin müsse die Alm öffnen, Befehl von oben.
Die Jäger verteilen nun viel Honig auf dem Gelände und ein totes Schaf. Gegen 4 Uhr am Morgen kommt Bruno tatsächlich - in friedlicher Absicht, weil er etwas essen möchte. Der Polizist sieht ihn und schreit "Der Bär ist da". Bruno ist aufgeschreckt und ahnt sofort die Gefahr. Er "prescht den Hang Richtung Auerspitze hoch" und zeigt seinen Mördern dadurch, dass sie nichts von ihm zu befürchten haben.
Mittlerweile haben die Männer des Exekutions-Kommandos aber ihre Gewehre geladen.
Und dann das Ende: Der Bär steht etwa 150 Meter oberhalb der Hütte auf einer Wiese. Jetzt flieht er nicht mehr, obwohl er es könnte. Er richtet sich auf den Hinterbeinen in seiner ganzen Größe auf, wendet den Schützen und ihren Gewehrläufen edel und stolz seine breite Brust zu. Er hat keine Seele, so lehrt die Kirche (siehe oben). Ihn zu ermorden, sei keine Sünde. Seine Killer kauern sich am Fenster der Almhütte. Dann drücken sie zwei oder dreimal mit ihrem Finger am Abzug. Gegen die Kugeln hat Bruno keine Chance. Er hat das unwürdige und am Ende barbarische Treiben gegen ihn beendet und sich geopfert. Nach der Lehre der Kirche wird er nie den Himmel betreten.

Lesen Sie auch: Auf Brunos Spuren: Wanderung zum Tatort zwischen Schliersee und Rotwand
 



12.9.2006 - Papstbesuch: Gammelfleisch bzw. Ekelfleisch für die Pilger? - Vgl. dazu in Der Theologe Nr. 7 das Thema Kirche und Tiere: Absturz in die Barbarei - Am 11.9.2006 beim Treffen mit dem Papst in Altötting gab´s Schweinebraten. Welche Tiere an den anderen Tagen "geopfert" wurden, ist nicht bekannt. Doch die Bewirtung der Journalisten im Pressezentrum war auch "vom Feinsten". Währenddessen ist nicht auszuschließen, dass für das einfache katholische Fußvolk von einem katholischen Betrieb u. a. "Gammelfleisch" serviert wurde. Bei einer Firma, die 7000 Pilger auf dem Islinger Feld versorgte, wurden nämlich "Anfang der Woche" 660 kg verdorbenes Fleisch gefunden. "Wie die Polizei und das Veterinäramt Ansbach am Mittwoch mitteilten, waren die Spanferkelhälften, Haxen, Wurstwaren, Grillhähnchen und Rollmöpse auf einem Volksfest in der Oberpfalz übrig geblieben und sollten auf einem Fest in Baden-Württemberg verkauft werden. Der Leiter des Veterinäramts Ansbach, Hans Moser, sagte, das Fleisch sei während der Fahrt in Plastikwannen gelagert und nicht gekühlt worden. Es habe bereits gestunken und sei zum Teil ´verfärbt und schmierig` gewesen" (Focus online, 14.9.2006). Hinweise, ob auch auf dem Islinger Feld dabei "verdorbenes Fleisch serviert wurde, gebe es bislang aber nicht, teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg mit."
 

"Hatte nicht schon der junge Theologieprofessor Ratzinger, damals also noch nicht Bischof, Kardinal oder Papst, in seinen Vorlesungen vor seinen Theologiestudenten vollmundig getönt, es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe."

(Der ehemalige katholische Theologieprofessor Hubertus Mynarek in: Papst ohne Heiligenschein, Sonderdruck, Odernheim 2006, S. 4)

 



23.10. / 27.10.2006 -
Planen deutsche Waldbesitzer die Ausrottung des Rotwilds? - Während der Mensch weltweit die Lungen des Planeten Erde, den Regenwald, vernichtet und damit zehntausendfaches Artensterben sowie den ökologischen Zusammenbruch der Zivilisation und millionenfachen Tod und Siechtum vorantreibt, geht es auch in deutschen Wäldern immer brutaler zu. Obwohl die Mutter Erde Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen sein soll, maßen sich die Menschen in der kirchenchristlichen Tradition gemäß 1. Mose 1, 28 ("Macht euch die Erde untertan") und 1. Mose 9, 2 ("Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden") die absolute Herrschaft über die Natur und ihre gnadenlose Ausbeutung für ihren Profit an. "Der Wald muss Gewinn abwerfen", so z. B. der Revierleiter der römisch-katholischen Stiftung Juliusspital in Würzburg (Main-Post, 23.10.2006). Geschmälert wird dieser Gewinn nach Meinung von ausschließlich profitorientierten "Waldbesitzern" vor allem von Rotwild (Hirschen) und Rehen, die sich im Wald vor den Jägern verstecken müssen und dort natürlich auch etwas zum Essen brauchen.
 
Millimetergenau wird von den "Experten" dabei jeder Baum danach abgesucht, ob vielleicht ein Hirsch oder Reh daran geknabbert hat. Die Untersuchungen sind die Vorarbeiten für die Hinrichtungsquoten der Wildtiere, die im Anschluss daran festgelegt werden. In diesem Zusammenhang wurden zuletzt sogar Forderungen laut, Rotwild nur noch "in eigens definierten Rotwildgebieten zu dulden" (Main-Post, 23.10.2006). Praktisch heißt das: Hirsche, Hirschkühe und ihre Kälber würden - wie so viele Wildtierarten vorher - in freier Natur ausgerottet und nur noch in bestimmten Revieren oder Wildparks ertragen. Nur dann, so die dahinter stehende Logik, würde das Holz der Bäume den maximalen Profit abwerfen. Die Logik ist die gleiche wie bei der Vernichtung des Regenwalds in anderen Erdteilen: "Profit für den menschlichen Nutzer, Leiden und Tod der Tiere sind egal, und ´Nach mir die Sintflut`".

Dabei sind Hirsche und Rehe (Rotwild und Rehwild) von Natur aus gar keine Waldtiere. Sie lieben die Weite von Feldern und Wiesen und würden dort auch Nahrung maßvoll zu sich nehmen (nur das Nötigste - im Gegensatz zur Völlerei des Menschen und seiner maßlosen Überproduktion von Fleischbergen und Ekelfleisch). Doch auf jedem Quadratmeter lauern den Tieren in Deutschland die Jäger auf - am Tag und in der Nacht und fast zu jeder Jahreszeit. Und ausschließlich profitorientierte Landwirte und Waldbesitzer gönnen den Tieren im übertragenen Sinn "kein Körnlein", weil sie dieses dann nicht mehr verkaufen können.
Deshalb wird ständig nach den Jägern geschrien, weil ein Tier, das etwas isst, automatisch als "Schädling" gilt. Und mögliche "Futterwiesen" (wo der Landwirt kein so großes Problem hätte) sind schon lange zu "Totschießwiesen" geworden, weil die Tiere dort am leichtesten umgebracht werden können. Viele Tiere trauen sich deshalb gar nicht mehr aus dem Wald heraus. Durch den permanenten Stress der Flucht vor den Jägern brauchen die Tiere auch viel mehr Nahrung als normalerweise üblich und verbeißen sich auch deshalb an Bäumen. Außerdem gerät das sich selbst ökologisch regulierende Fortpflanzungsverhalten der Tiere aus dem Ruder, da der Mensch ständig die gewachsenen Familienstrukturen zerschießt. Hinzu kommt vereinzelt eine Geburtensteigerung durch massive Mast einzelner Jäger. Dahinter steckt meist die Überlegung, möglichst viele Tiere umbringen zu wollen, um mit dem Ertrag des Fleisches wiederum die Jagdpacht bezahlen zu können, für sich selbst noch einen Profit zu haben und um durch hohe Abschussquoten bei den Tötungskollegen gut da zu stehen.

Die Hauptschuld an dieser Entwicklung trägt die Kirche. Sie hat den Tieren die Gefühle und die unsterbliche Seele abgesprochen und beschlossen, dass das 5. Gebot ("Du sollst nicht töten") nicht gegenüber den Tieren gilt (siehe dazu Der Theologe Nr. 7, Teil 4 - Mensch und Tier - Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum). "Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt", heißt es im Katholischen Katechismus (Nr. 2417). Doch was wäre das für ein Gott, der diese bestialische Herrschaft erlaubt und absegnet? Die Kirche jedoch tut es, und in den Reihen von Jägern, Waldbesitzern und Landwirten finden sich überdurchschnittlich viele treue Kirchenmitglieder. Und eine vegetarische Lebensweise ist unter Kirchenmitgliedern nach wie vor sehr selten oder gar verpönt. Und umgekehrt: Überdurchschnittlich viele Vegetarier, die nicht mehr die Nachfrage nach Wildfleisch und anderem Fleisch anheizen, sind gleichzeitig Kirchenaussteiger.

Das jüngste Beispiel für die kirchliche Scheinheiligkeit erlebten die Besucher der Hubertusmesse im Wiener Stephansdom am 21.10.2006, wo folgende Bitte an den grausamen Kirchengott gerichtet wurde, der beispielsweise unzählige Menschen in eine angeblich ewige Hölle schickt: "Herr, vergib all jenen, welche die Jagd und das jagdliche Brauchtum nicht verstehen und nicht akzeptieren!"

Doch mittlerweile ist es weltweit spürbar: Die Erde, die Natur und alle Lebensformen gehorchen dem egoistischen Tyrannen Mensch und seinen kirchlichen Segensspendern nicht mehr. Der Mensch hat sich die Mutter Erde, seinen besten Freund, zum Feind gemacht. Jetzt schlägt die Erde zurück. Und der Mord an den Tieren führt immer mehr zum Tod der Menschen. Die Apokalypse hat bereits begonnen ...

PS: Einen kleinen Gegenpol haben einige Landwirte aufgebaut, die auch mit einer Stiftung zusammenarbeiten, die wieder Lebensraum für Tiere erwirbt, wo diese nicht gejagt und erschossen werden und wo sie genügend Nahrung finden.
 



11.12.2006 - Tierfreundliche Landwirte wollen auf eigenem Grund und Boden 10 Jahre nicht jagen - von Jägern im Richtergewand abgelehnt. Lesen Sie den Bericht zu einem denkwürdigen Prozess
 



20.12. / 21.12.2006 / 9.11.2009 - Weihnachten - das "Fest" der toten Tiere - Maik Söhner von der Netzeitung führte ein Interview unter der Überschrift Das Fest der toten Tiere mit der Bestseller-Autorin Karen Duve (20.12.2006). Der Journalist hat damit den Nerv der Zeit getroffen. Das kirchliche und gesellschaftliche Weihnachtsfest ist in erster Linie das "Fest" der toten Tiere (siehe dazu unsere Meldung über die Geburtstage Buddha und Jesus), wobei das Wort "Fest" hier nur ironisch zu verstehen ist. Auch für den Gaumengenuss des Papstes wurde übrigens in der Nähe von Schwäbisch-Hall ein Reh umgebracht und der Kadaver in den Vatikan geschickt (Rhein-Neckar-Zeitung, 20.12.2006). Alle Jahre wieder ein anderes Tier. Im Jahr 2006 mal ein Reh ...

Ein weiterer Gedanke zum Weihnachtsfest: Die vielen abgeschlagenen Weihnachtsbäume in Kirchen und Wohnzimmern könnten auch ein Symbol für das weltweite Waldsterben sein: So wie die Familien im kirchenchristlichen Abendland alle Jahre wieder einen Baum abschlagen, schmücken und dann wegwerfen, so ähnlich geschieht es auch weltweit mit den großen Wäldern, den Lungen der Mutter Erde: Sie werden für kurzfristigen Profit abgeholzt, und auf diese Weise praktisch Stück für Stück weggeworfen. Bis die Erde irgendwann nicht mehr atmen kann.

PS: Vegetarische Weihnachtsmenüs finden Sie z. B. bei http://www.lebegesund.de. Den Rezeptsuchlauf nützen.

Foto: Noch freut sich die Ente ihres Lebens. Doch alle Jahre wieder droht Weihnachten, eines der grausamsten Schlachtfeste aller Zeiten, das "Fest der toten Tiere".
 


2007


25.2. / 8.7.2007 - Die Erde schüttelt allmählich die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren besten Freund zum Feind gemacht - 13 Jahre Zeit hätte die Menschheit noch, um ihren Planeten zu retten, beschwört die aktuelle UN-Klimastudie (z. B. Bild, 24.2.2007). Andere vergleichen das Weltenschiff jedoch längst mit der "unsinkbaren" Titanic, auf der die Menschen an Bord bis zuletzt mit Musik unterhalten und abgelenkt werden. Doch ob man "Näher, mein Gott zu Dir" spielt (wie bis zuletzt auf der Titanic) oder sich in einen Bewusstseinswandel hinein zu rocken versucht (wie am 7.7.2007 bei einem großen Konzert zur Rettung der Erde) - eine ernsthafte Umkehr einer Mehrheit von Menschen wird ohnehin nicht erfolgen, und selbst damit wäre diese Zivilisation nicht mehr zu retten.

Und so neigt sich der Bug des Ozeanriesen Titanic immer steiler in das Meer hinein: Weiterhin wird in den "guten Freund" Erde kräftig hinein gebombt, mit grausamsten Stoffen experimentiert, die Böden vergiftet, die radioaktive Verseuchung  vorangetrieben, die Weltmeere weiter verseucht, der Schutzschild in der Atmosphäre durchlöchert usw. Auch werden die Mitgeschöpfe der Menschen, die Tiere, in einer in der Geschichte der Menschheit weiterhin beispiellosen Bestialität vernichtet (Schlachthöfe, Tierversuche, Jagd, Zerstörung der Lebensräume usw.). Zudem wird derzeit verschwiegen, dass die Massentierhaltung und der Fleischkonsum einen, wenn nicht sogar den entscheidenden Anteil an der Katastrophe hat. Sie tragen zur Klimakatastrophe genauso viel bei wie der gesamte weltweite Verkehr - und hier wird von den Verantwortlichen nichts unternommen, weil man natürlich weiter Fleisch und Wurst konsumieren will. Immer mehr Waldflächen werden so für die Haltung von Millionen "Schlachttieren" gerodet (deren Methan-Ausstoß zudem zum Treibhauseffekt beiträgt), der Wasser- und Getreideverbrauch ist gigantisch (und fehlt hungernden Menschen), und die "Abfallprodukte" der industrialisierten Landwirtschaft tun ihr übriges usw. (siehe die umfangreiche einschlägige Literatur; z. B. auch Fleischessen zerstört nicht nur den Regenwald) - alles nur für den kulinarischen Fleischgenuss auf Kosten der gequälten Tiere.

Man könnte insgesamt sagen: Der überhebliche und gefühlsarme Mensch hat sich seinen besten Freund, die Mutter Erde, zum schlimmsten Feind gemacht.
Und die furchtbar gequälte Erde kann ihren Peiniger nicht mehr tragen und versucht ihn abzuschütteln, um gesunden zu können. Es ist alles bereits im Gange. Die täglichen Nachrichten bezeugen es. Doch es wird auch der Tag kommen, an dem die Überlebenden kommender Generationen mit dieser arroganten Generation als der bestialischsten abrechnen, die bis dahin den Erdplaneten bevölkerte. Spätestens dann wird die Geschichtsschreibung eine andere sein.

Und wer trägt die Schuld? Sicher viele. Doch wer trägt die Hauptschuld? Wer posaunt seit vielen Hundert Jahren, er würde die Sache "Gottes" auf der Erde vertreten? Wer verehrt seinen obersten Vertreter auch als "Lenker des Erdkreises"? Und wer hat die Menschen aufgefordert, sich den Planeten Erde mit Gewalt gegenüber Natur und Tieren "untertan" zu machen? Wer hat immer wieder Kriege befürwortet und Waffen gesegnet? Und wer hat selbst Atombomben mit Hinweis auf ein nebulöses Jenseits verharmlost? Wer hat den Tieren die unsterbliche Seele und die Leidensfähigkeit abgesprochen? Wer hat die Beseeltheit der Natur als "heidnischer Pantheismus" kritisiert? Und wer hat sich mit den Lippen zwar hier und da für die "Bewahrung der Schöpfung" ausgesprochen, doch die Aufklärung über tiefere Zusammenhänge verhindert? Wer hat in den letzten ca. 30 Jahren diejenigen, die auf Ursachen und Folgen hinwiesen, als "Sektierer" und "Endzeit-Apostel" verhöhnt, verspottet und bekämpft? Wer verweigert sich einer anderen Behandlung der Tiere, weil er Schlächter, Massentierhalter, Metzger, Jäger, Naturschänder, Chefs der Wurstkonzerne, Versuchstier-Ärzte als Mitglieder halten will? Wer plaudert gemütlich von der Apokalypse und veräppelt die Menschen, indem er lehrt, Gott werde dann schon irgendwie eingreifen? So soll dieser Gott die Gläubigen entweder im Diesseits irgendwie schützen (damit sie hinterher weiter Tiere schlachten und verspeisen und Bomben auf die "Bösen" abwerfen können) oder indem er sie im Jenseits gleich nach dem Sterben in die "Herrlichkeit" befördert (nach dem Motto "Nach mir die Sintflut - ich schau mir´s vom Himmel aus an")
Wer verhöhnt schließlich das Urwissen der Menschheit, welches lautet "Was der Mensch sät, das wird er ernten", indem er stattdessen lehrt "Allein der Glaube genügt"? Oder: "Die Hostie stärkt dich zur ewigen Seligkeit"? Und wer verhöhnt den Schöpfergott, indem man Naturkatastrophen immer wieder scheinheilig zu Seinen "Geheimnissen" erklärt anstatt die menschlichen Ursachen dafür zu suchen und auch treffsicher zu finden?

 



30.3. / 4.4.2007 - In diesem Jahr kein Osterbraten - denn das hat Jesus nicht gewollt / Katholischer Journalist Hartmut Stumpf rechtfertigt Ermordung von Tieren mit der Auferstehung von Jesus und verhöhnt damit den Mann aus Nazareth - Besonders für kleine Schafe ist das Osterfest ein Horror. Sie werden zuvor zu Hunderttausenden ihren Müttern weggenommen und abgestochen, damit sich das kirchliche Christentum an der Auferstehung Jesu laben könne.
Als Beispiel sei auf den Fernseh-Journalisten Hartmut Stumpf vom Bayerischen Rundfunk (BR) hingewiesen, einem fanatischen Katholiken. In seinem Magazin Unkraut warb er für das Osterlamm: "Es steht für das höchste Fest der Christenheit und es versinnbildlicht den Auferstandenen. Und die christliche Freude darüber, die zeigt sich durch die ganze Gestaltung dieses Osterfestes, denn nicht nur die Seele soll sich laben, sondern auch der Leib" (2.4.2007).
Anschließend wird in der Sendung ein Rezept für den Osterlamm-Braten vorgestellt. Doch Jesus hat niemals so etwas gewollt. Mit dem Glauben, die getöteten und verspeisten Lämmer versinnbildlichen "den Auferstandenen", wird der Mann auf Nazareth verhöhnt und zudem das große Leid der Tiere einmal mehr ignoriert. Nach römisch-katholischem Glauben haben Tiere weder eine unsterbliche Seele noch Gefühle (stattdessen nur Instinkte und "andressierte" Verhaltensmuster; mehr dazu siehe z. B. hier). In Wirklichkeit sind die Hüter des römisch-katholischen Kultes und ihr treuer Gefolgsmann Hartmut Stumpf dermaßen verroht und abgestumpft, dass sie die Gefühle der Tiere und ihre Schmerzen nur nicht wahrnehmen.
Und in einer anderen Unkraut-Sendung (vom Januar 2003) hatte sich Hartmut Stumpf auch als katholischer Inquisitor hervorgetan, der vegetarische Urchristen, die aus der Kirche ausgetreten sind, auf niederträchtige Art und Weise verleumdet hat.
Schon die Zeitgenossen von Jesus hatten eine Art "Osterlamm" geschlachtet, man nannte es "Passahlamm". Doch Jesus hat mit dieser grausamen Tradition gebrochen, wie schon zuvor der große Gottesprophet Jeremia. Lesen Sie mehr dazu in "Der Theologe", Ausgabe Nr. 7: Hat Jesus ein Passahlamm gegessen? Siehe dazu auch unsere Meldung vom 8.12.2005. Immer mehr Zeitgenossen sagen deshalb: An diesen Festtagen kochen wir gesund, gut und vegetarisch.
 



1.6. / 3.6.2007  - Katholisches Bayern: "Ein Bär kann kein Grundrecht haben" - Mit dieser Formulierung entlarvte sich der Rechtsanwalt des "Freistaats" Bayern, Peter Samberger, vor dem Verwaltungsgericht München. Die Kirche spricht den Tieren die unsterbliche Seele ab und nimmt nur bestimmte Menschen in ihren späteren "Himmel" auf. Und die kirchenhörigen Politiker und Juristen verweigern den Tieren deshalb auch die Grundrechte. Das Weltbild der Kirche gilt in Philosophie und Theologie als "anthropozentrisch" (= menschenzentriert), es dreht sich also um den Menschen: Der Mensch sei die "Krone der Schöpfung" und der Herr über Leben und Tod für alle anderen Geschöpfe, was den Planeten Erde letztlich in den Abgrund stürzt.
Und vor diesem Hintergrund entschied auch das Verwaltungsgericht: "Aus der bayerischen Verfassung lasse sich kein subjektiv-öffentliches Recht auf ´Nicht-Entnahme des Bären aus der Natur` ableiten" (ddp, 31.5.2007). Mit dieser Begründung wurde die Klage des Rechtsanwalts Bruno Riechwald gegen die "Rechtmäßigkeit" der Hinrichtung des Bären am 25.6.2006 abgewiesen. Und mit diesem zynischen Juristendeutsch wird einmal mehr der alltägliche Mord an den Tieren gerechtfertigt, in diesem Fall von einem Wildtier.
Mehr zum Drama um den Bären Bruno siehe die weiteren Meldungen auf dieser Seite. Die Vorgänge sind auch ein Symbol für die unermesslichen Qualen, welche der Mensch als die "Krone der Schöpfung" bzw. als der selbsternannte "Schöpfer des ökologischen Gleichgewichts" täglich seinen Mitgeschöpfen zufügt (siehe dazu z. B. unsere Meldung hier).
Lesen Sie dazu auch: "Der Theologe Nr. 7", Teil 4: Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum

 



26.7. / 14.8.2007 - Kater ahnt Tod von Heimpatienten voraus / Der "Gott der Unterwelt" erklärt Tierversuche "in vernünftigen Grenzen" als "sittlich zulässig" - Als Hospizhelfer engagiert sich ein kleiner Kater in Providence/USA. Lesen Sie dazu http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,496608,00.html - ein Beispiel mehr, dass Tiere Freunde des Menschen sein wollen. Die Kirche hat sie aber zu seelen- und gefühllosen Objekten ohne volle Leidensfähigkeit degradiert (vgl. http://www.das-weisse-pferd.com/03_04/tiere_seele.html), denen auf der Erde unvorstellbar grässliche Qualen zugefügt werden darf (http://www.theologe.de/theologe7.htm#4). Katzen sind z. B. "beliebte" "Versuchstiere", gemäß katholischem Katechismus-Lehrsatz Nr. 2417: "Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten", wobei das augenblickliche Grauen der Versuchstiere für die Kirche offenbar innerhalb dieser "vernünftigen Grenzen" stattfinde, so dass ihre Pfarrer und Priester sogar Versuchstierzentren segnen. Die Irreführungen der Kirche sind im wahrsten Sinne des Wortes "teuflisch"
(siehe z.B. http://www.universelles-leben.org/cms/?id=816&type=98 http://www.animalprotection.de/tierversuche1.htm,
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/44926/index.html u.a. ).

Nach der Lehre des Jesus von Nazareth ist bei einer körperlichen Krankheit auch von einer Krankheit in der Seele auszugehen, die sich dann auch im menschlichen Körper bemerkbar macht. Aus diesem Grund sagte er immer wieder: "Dein Glaube hat dich gesund gemacht" (Markus 5, 34 und viele vergleichbare Stellen). In ihrer Aussagekraft sinnlose, fehlerhafte bzw. zweifelhafte Tierversuche stehen im Gegensatz zum Geist des Heilers aus Nazareth und seinem Hauptanliegen, zu den seelischen Wurzeln von Krankheiten und zu den inneren Heilkräften im Menschen vorzudringen (vgl. auch http://www.das-weisse-pferd.com/01_02/gesundheit.html).

Auch gibt es keine Zufälle, so dass auch Unfälle mit der Lebensgeschichte eines Menschen in Verbindung stehen (mehr zum Thema "Saat und Ernte" und "Reinkarnation" z. B. in Der Theologe Nr. 2). Während Menschen Warnungen des Schicksals oft überhören, sind Tiefe sensibel und haben viel feinere Antennen als der Mensch. Sie nehmen vieles wahr, was der abgestumpfte Mensch nicht mehr sieht, hört oder fühlt; z. B. der Kater in Providence/USA, der erspürt, wann die Seele eines Menschen dabei ist, ihren Körper zu verlassen.
Doch die bornierten Amtskirchen lassen lieber unschuldige Tiere für einen angeblichen Fortschritt in Pharmazie und Kosmetik bestialisch zugrunde gehen. Dies bringt dem Menschen aber auf keinen Fall einen Segen, sondern sein Schuldkonto steigt ins Unermessliche. Nur für den "Gott der Unterwelt" sind Tierversuche "in vernünftigen
Grenzen sittlich zulässig", und nur er gibt dazu seinen Segen.
 



15.9.2007 - Unser Planet geht zugrunde - und die Kirchen warnen vor den Warnern - Man kann davon ausgehen, dass den Bürgern das wahre Ausmaß des dramatischen Sterbens auf unserem ursprünglich herrlichen Wohnplaneten weitgehend verschwiegen wird. Nur manchmal sickert es durch - wie in dem Artikel Friedhof Regenwald - So kämpfen die letzten Gorillas um ihr Überleben (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/14/gorilla-ueberleben/tiere-ueberlebenskampf,geo=2490284.html).
Und es zählt zu den allgemeinen Wahrheiten, wenn man sagt: Erst sterben die Tiere, dann der Mensch. Denn der Mensch hat einen Naturkörper und kann letztlich ohne die Einheit der Natur nicht leben.

Wer in der Vergangenheit rechtzeitig gewarnt und Alternativen aufgezeigt oder gar vorgelebt hat, wurde immer wieder verleumdet und lächerlich gemacht. Und handelte jemand dabei aus christlicher Überzeugung, traf ihn der kirchliche Bannstrahl, er sei ein "Sektierer" oder "Endzeit-Apostel", der in der Bevölkerung "Ängste schüre".
In dem Buch Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit - Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt (http://www.steinadler-schwefelgeruch.de/schattenwelt/inhalt.html) beschreibt der Journalist und Soziologe Matthias Holzbauer, wie die Kirche gegen prophetische Warnungen über die Entwicklungen auf dem Planeten Erde (z. B. aus den Reihen der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben) vorging.

Einige Beispiele:
"[Kirchliche] Sektenspezialisten warnen, dass die einseitige Konzentration auf apokalyptische Entwicklungen und die Endzeitverzögerung zu Todessehnsüchten führen können" (Tagesanzeiger Zürich, 13.10.1998).
"Das Geschrei um die Apokalypse", das die "apokalyptischen Brandstifter" machten, sei "ein von Menschen gemachtes Phänomen ..., aus der Erfahrung der Unvollkommenheit, aus Sehnsucht nach Reinigung und Erlösung" (Der evangelische "Sektenbeauftragte" Hugo Stamm; Aargauer Zeitung, 12.12.1998).
"Begierig greifen ... obskure Sekten ... solche Vorhersagen auf und wollen damit Endzeitstimmung und Ängste schüren - im Namen Jesu" (Der evangelische "Sektenbeauftragte" Bernhard Wolf, zit. nach Holzbauer, S. 143); dazu die Schlagzeile: "Will die Angst vor der Apokalypse nehmen: Pfarrer Bernhard Wolf" (Abendzeitung Nürnberg, 20.4.1999).
und viele Beispiele mehr

Der Soziologe Holzbauer fasst zusammen: "Das Problem ist [für die kirchlichen angeblichen "Experten"] nicht die Lage der Welt - das Problem erzeugen angeblich diejenigen, die darüber reden. Und Hinweise und Warnungen, die für alle hätten gelten sollen, werden schlicht zu einem egoistischen ´Überlebenstraining` einer ´Sekte` umgedeutet. Die Rechnung der kirchlichen Verleumder geht auf" (S. 144).
Doch allmählich werden dafür andere Rechnungen präsentiert ...
Siehe auch unsere Meldung vom 8.7.2007.

Zum religionsgeschichtlichen Hintergrund von Tieropfern, die der Kirche bis heute als Teil der "Heilsgeschichte" ihres Gottes mit den Menschen gilt, siehe Der Theologe Nr. 37 - Die blutigen Kirchen aus Stein und der Schöpfergott im eigenen Herzen und Der Theologe Nr. 42 - Die Institutionen Kirche und ihre Priester: der Baalskult der Gegenwart.

 


2008


28.3.2008 - Zur Schuld der Kirche am Leid der Tiere: Erfahrung eines ehemaligen evangelischen Pfarrers - Hier die Stellungnahme:

"Damit möglichst wenige austreten, will es die Kirche allen Interessengruppen mit nennenswerter Anzahl an Kirchenmitgliedern recht machen. Und dazu gehören nun mal Jäger, Angler, Metzger, Viehzüchter, Massentierhalter, Schlachthofbesitzer und Schlächter, Wissenschaftler und Angestellte in Tierversuchslabors usw. Und bei kirchlichen Gemeindefesten sind Würste, Braten und Steaks aller Art genauso wenig weg zu denken wie das kirchliche Glaubensbekenntnis in den voraus gehenden Gottesdiensten.
 
In meinen letzten Dienstmonaten als Pfarrer, kurz vor meinem Kirchenaustritt, wagte ich, im Konfirmandenunterricht einen seriösen Film zum Thema ´Fleischkonsum und Tierleid` zu zeigen, der zuvor auch mehrfach im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gelaufen ist – mit Beweisen über die mörderischen Begleitumstände unseres Fleischkonsums für die Tiere, aber auch für die Menschen selbst und den ganzen Planeten Erde, die niemand weg diskutieren kann.
Und da, wie alle Jahre wieder, das kirchliche Erntedankfest nahte, fragte ich die Kinder und Jugendlichen: ´Können wir angesichts dieses furchtbaren Leids der Tiere und von einigem Negativen mehr am Erntedankfest wirklich guten Gewissens für Fleisch und Wurst danken?` Ich ließ die Antwort offen, denn ich wollte keinem zu nahe treten. Nur zum Nachdenken anregen. Die Folge war, dass bei einem der 13- und 14-jährigen Kinder das Gewissen erwachte und er im Elternhaus ´sein` Stück Fleisch nicht mehr essen wollte. Und die Mutter beklagte sich deswegen bei dem leitenden Pfarrer der Kirchengemeinde.
 
Die Luft ist also sehr dünn für Tierfreunde in der Kirche. Und, wie bei so vielen anderen Themen auch, war mir klar, dass von der Kirche nicht die lebensnotwendigen Impulse für eine zukunftsfähige Gesellschaft ausgehen würden. Denn dort geht es nicht um Wahrheit und um Einsicht, sondern vor allem um Selbsterhaltung und gesellschaftlichen Machterhalt. Man kann sich allenfalls zu irgendwelchen Kompromissen aus schon bestehenden Kompromissen durchringen, die dann wiederum meist so formuliert werden, dass sie jede zahlungskräftige kirchliche Interessengruppe nach ihrem Gutdünken auslegen kann. Welch ein Gegensatz zu dem unbequemen Jesus von Nazareth – nicht nur auf diesem Gebiet. Und wehe denen, die sich, anders als die Kirche, ein Beispiel an Jesus von Nazareth nehmen und Klartext sprechen.
 
Als nach einigen Jahren – ich war jetzt längst ausgetreten – die BSE-Krise in den Medien ein großes Thema war, wagte ein kirchlicher Amtsträger nur ganz schüchtern, die Menge des gesellschaftlichen Fleischkonsums in Frage zu stellen – noch nicht einmal die blutige Sache selbst. Auch dachte er über vegetarische Angebote auf den Speiseplänen in kirchlichen Einrichtungen nach; natürlich nicht, um den Fleischkonsum dort zu ersetzen, sondern nur als Zusatzangebot; und auch kaum der Tiere wegen. Er dachte eher an die menschliche Gesundheit. Sogleich löste er jedoch einen Aufruhr in der lokalen Bauernschaft aus und bekam darauf hin einen großen Präsentkorb mit Fleisch- und Wurstwaren aus ´heimischer Schlachtung` geschenkt. Als ob es ein Gütesiegel wäre, wenn der Henker gleich um die Ecke wohnt. Und das Präsent erfüllte seinen Zweck. Der Würdenträger wurde nun mit dem geschenkten Schinken und mit strahlendem Gesicht in der Zeitung abgebildet, und seine ohnehin nicht sehr mutigen Aussagen erschienen so noch mehr abgemildert und relativiert, so dass sie nun fast völlig nichtssagend waren. Und die Interessengruppen der Viehzüchter und Metzger waren wieder zufrieden." (Dieter Potzel)
 
 



29.9.2008 / 15.11.2009 - "Tiefgläubige" Vizepräsidentin-Kandidatin Sarah Palin: eine fanatische Tiertöterin - Dass die "evangelikale" Kirchenanhängerin Sarah Palin als "Sport"-Jägerin Tiere zu ihrem privaten "Vergnügen" verwundet und tötet, war bereits bekannt. Dies ist eine Gemeinsamkeit mit der Spitzenpolitikerin der Demokraten und Entenjägerin Hillary Clinton, die ebenso gerne zum Vergnügen Tiere erschießt, die ihr nichts angetan haben (siehe hier). Nun werden bei den "Lust"-Tötungen Sarah Palins immer grausamere Details bekannt: "Im Mai 2008 soll sie eine Kampagne zur Streichung der Eisbären von der Roten Liste gefährdeter Arten unterstützt haben [damit sie umgebracht werden dürfen]. Außerdem legalisierte sie das Jagen von Wölfen und Bären in Alaska per Flugzeug", eine besonders feige Art der Jagd (Bild, 29.9.2008).
Die Seite http://www.grizzlybay.org/SarahPalinInfoPage.htm zeigt einige Fotos des Jagdtriebs der Familie Palin.
Am liebsten bringt die "tiefgläubige" Hoffnungsträgerin der konservativen amerikanischen Kirchenchristen die edlen Alaska-Karibu-Hirsche mit ihren prächtigen Geweihen um. Spiegel online zeigt sie vor einem Hirsch, den sie in den Hals und den Unterkiefer geschossen hat und der vermutlich qualvoll verblutete. Und es heißt dort: "Palins Speisekammer ist voll gestopft mit von ihr selbst erlegten Exemplaren der gesamten Tierwelt der alaskischen Tundra" (12.9.2008; http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,577469,00.html). Und weiter: "Jagdgewehre prägten ihre Kindheit, tote Körper von im wilden Nordwesten Alaskas erlegten Tieren". Und zum Foto mit dem getöteten Hirsch. "Sie lächelt ihr berühmtes Lächeln inmitten blutiger Beute." "Endlich einmal eine Frau, die richtig töten kann", so sagt sich vielleicht mancher Amerikaner. "Und dann noch gläubig".

Von dem russischen Schriftsteller Leo Tolstoi stammt der Satz: "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt".
Und in ihrer im Jahr 2009 erschienenen Biografie bekennt sich die evangelische Massen-Tiertöterin später auch brachial zum Fleischkonsum, gerade auch, wenn noch das Blut eines Tieres daran haftet: "
Ich liebe Fleisch. Ich mag Schweinshaxe, dicke Burger mit Speck, den Fettrand eines blutigen Steaks. Vor allem mag ich Elch und Karibu" (Focus online, 15.11.2009).
Wäre der 72-jährige John McCain zum Präsidenten gewählt worden und ihm etwas zugestoßen, wäre Sarah Palin die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika - mit Zugang zu viel größeren Waffen als denen, mit denen sie bisher schoss. Deshalb bekam sie von ihrer Partei vor der Wahl 2008 auch Politik-Kurse, um sich auf ihre möglichen neuen Aufgaben vorbereiten zu können.

 



10.10.2008 - Die Menschheit verliert durch die Umweltzerstörung mehr Geld als bei der aktuellen Finanzkrise - "Die Menschheit verliert durch die Umweltzerstörung mehr Geld als bei der aktuellen Finanzkrise. Besonders teuer ist die Abholzung von Wäldern weltweit. Sie verursacht Schäden bis zu fünf Billionen Dollar pro Jahr (!), ergab eine EU-Studie" (Spiegel online, 11.10.2008). Durch die gnadenlose Zerstörung des Planeten Erde durch mächtige "Diener des Mammon" werden "Naturwerte" unwiederbringlich zerstört, "die allen Menschen gehören". Zudem sind sie der notwendige Lebensraum von Tieren, ohne die der Mensch nicht überleben kann. Doch die Tiere werden vom Menschen, der selbsternannten "Krone der Schöpfung", ja ohnehin aus Profitgier weltweit bestialisch vernichtet, im übertragenen Sinne also auf dem Altar des Gottes "Mammon" zu Milliarden grausamst gequält und abgeschlachtet. Nach römisch-katholischer Lehre haben die Tiere keine unsterbliche Seele und sind nicht schmerzempfindlich wie der Mensch, was zu den geistigen Hintergründen für das beispiellose Desaster gehört (http://www.das-weisse-pferd.com/03_04/tiere_seele.html).
Siehe dazu auch:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,583396,00.html

http://www.theologe.de/theologe7.htm#4

Die Alternative dazu wäre die einfache Lehre des Jesus von Nazareth gewesen, der auch die Tiere liebte (siehe dazu Der Theologe Nr. 7) und den Menschen in der Bergpredigt (Matthäusevangelium, Kapitel 5-7) die Goldene Regel erklärte, die lautet: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch", was z. B. im Wirtschaftsleben bedeutet: "Üb immer Treu und Redlichkeit".
 



13.10. / 17.10.2008 / 16.12.2009 - Entsetzen der Umwelt-Wissenschaftler über Kandidatin Sarah Palin - "Schlimmer geht´s immer" / Lenkt Palin davon ab, dass auch die anderen keine Lösungen haben? / 2009: US-Politikerin fordert Boykott des Klimagipfels in Kopenhagen. Es gebe keinen "Klimawandel" und mehr Umweltschutz schade dem Wohlstand - Präsident George W. Bush schien lange Zeit einer der letzten Menschen zu sein, der sich gegen die Erkenntnis sträubte, dass der Klimawandel, der sich mehr und mehr zur Klimakatastrophe ausweitet, vom Menschen verursacht ist. Erst mit der Zeit zeigte er ein wenig Einsicht. Die Kandidatin Sarah Palin jedoch, die im Fall einer Präsidentschaft des Republikaners John McCain neue "Energieexpertin" der USA geworden wäre (und im Fall des Abtretens des bereits 72-jährigen McCain neue Präsidentin), habe noch vor kurzem in einem Interview gesagt, "Menschen hätten mit dem Klimawandel nichts zu tun". So schreibt Spiegel online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,583226,00.html).
Wörtlich sagte sie im Dezember 2007: "Ich bin kein Al-Gore-Weltuntergangs-Umweltaktivist, der die Veränderungen in unserem Klima menschlichen Aktivitäten zuschreibt". Weiterhin wurde noch an dem Tag ihrer Nominierung zur Kandidatin [31.8.2008] ein Interview zum Thema Klimakatastrophe veröffentlicht, in dem sie sagte: "Ich bin niemand, der den Menschen als Ursache betrachtet" (zit. nach Frankfurter Rundschau, 16.9.2008; http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/wahlen_in_den_usa/1595289_Eskimos-bringen-Palin-in-Bedraengnis.html).
Inzwischen erhielt die Gouverneurin von Alaska verschiedene Schulungen in Politik. So relativierte sie seither in einem Fernsehduell auch ihre Position und sagte, der Klimawandel sei "nicht nur vom Menschen verursacht", sondern auch von angeblich "zyklischen Temperaturschwankungen" (Spiegel online, 3.10.2008). Ist das nun - was den immerhin von ihr erstmals eingestandenen Anteil der Menschen betrifft (nachdem dies jedoch schon seit Jahren bewiesen ist) - teilweise eine neue Einsicht oder vor allem ein weitgehend folgenloses taktisches Manöver?
Es zeigt sich daran, wenn man fragt: Was würde aus einer solchen Haltung praktisch abgeleitet? Wenn vor allem "zyklische Temperaturschwankungen" Schuld sein sollen, ist dann ein radikales Umdenken und eine Umkehr überhaupt nötig? Und weiter: Wer soll dann wiederum Schuld sein an diesen "zyklischen Temperaturschwankungen", die den ganzen Planeten bedrohen? Vielleicht ihr Gott? Schon das wäre ein Grund, diesem "Gott" und seinen Hintermännern nicht im Geringsten zu vertrauen.

Ein gutes Jahr später [Dezember 2009] legt Sarah Palin nach und streitet den Klimawandel nun völlig ab. Die Wissenschaftler würden angeblich Daten fälschen und die Temperaturen würden ihrer Meinung nach weltweit sinken. Die Lügen-Propaganda der kirchlichen Fanatikerin im Wortlaut: "Führende Klimaexperten haben Aufzeichnungen zerstört und ihre Daten manipuliert, um den tatsächlichen Rückgang der weltweiten Temperaturen zu vertuschen". "Schon allein wegen dieses ´eklatanten Skandals`, fordert die konservative Republikanerin, müssten die USA jetzt den gesamten Kopenhagen-Gipfel boykottieren".
Mehr Rücksicht auf die Umwelt würde nämlich dem angeblich gottgegebenen Wohlstand in den reichen Industrie-Ländern schaden
. Und dahinter steckt womöglich auch die "Liebe" der Spitzen-Politikerin zu den Öl-Konzernen, welche die überdurchschnittlich viel "betende" Politikerin unterstützen. "Palin ist in ihrer Zeit als Alaskas Gouverneurin von fast allen großen Ölkonzernen unterstützt worden – von Exxon über Chevron und Conoco Phillips bis Shell. Ihr Ehemann Todd hat für BP gearbeitet. Sie selbst hat sich für neue Ölbohrungen stark gemacht und wollte dafür sogar ein Wildschutzgebiet im Norden ihres Bundesstaates, das ´Arctic National Wildlife Refuge`, freigeben lassen" (focus.de, 16,12.2009). Und auch sie selbst bringt Tiere in ihrer Freizeit als "Sport"-Jägerin am liebsten um.

Während die Klima-Apokalypse nicht mehr abzuwenden ist, die schlimmen Auswirkungen durch beherztes Handeln jedoch wenigstens hier und da ein wenig zu lindern seien, denkt die angeblich in "Jesus" "wiedergeborene" Kandidatin jedoch nicht im Geringsten daran. Spiegel online kommentiert hierzu einen Artikel des renommierten US-Wissenschaftsmagazins New Scientist und schreibt: "Nach acht Jahren der Gängelung der Wissenschaft [durch die Regierung Bush], der Hörigkeit gegenüber Öl-Lobbyisten und religiösen Eiferern, der Leugnung des Klimawandels und der Missachtung seriöser Studien kann es nur besser werden im Weißen Haus. Egal, wer Präsident wird. Doch inzwischen ist man sich nicht mehr so sicher. Spätestens seit McCain Sarah Palin zu seiner Vize-Kandidatin auserkoren hat, schwant manchem Forscher: Schlimmer geht's immer" (Spiegel online, 13.10.2008).
Damit wird auch die Verhöhnung des Jesus von Nazareth weiter auf die Spitze getrieben, der die Einheit von Menschen, Tieren und Natur lehrte (siehe z. B. hier; Hinweise in der Bibel in "Der Theologe Nr. 7"). Nach Palin würde ihr Kunst-"Jesus" angeblich irgendwann alles reparieren, egal, wie der Mensch sich bis dahin verhält. Doch auch die "Götter" von Obama, Biden und McCain sind nicht viel besser.

So hat letztlich auch die Wahl des ökumenischen Duos Barack Obama (evangelisch) und Joseph Biden (katholisch) von den Demokraten keine echte Umkehr gebracht, so dass die "Mächtigsten dieser Welt" die Menschheit und diese Zivilisation so oder so in noch nie da gewesene Katastrophen führen. Und hier und da lenken die teils Furcht erregenden Ansichten der Kandidatin Palin möglicherweise nur davon ab, dass auch der politische Gegner nichts anderes bieten kann als den einen oder anderen undichten "Flicken" auf einem porösen Schlauch, dem mehr und mehr die Luft ausgeht.

Siehe dazu auch unsere Meldungen: Glaubenswahn um die Wiederkunft von Jesus
Fünf Billionen Euro Schaden jährlich durch gnadenlose Abholzung der Wälder
Sarah Palin will Eisbären von der roten "Liste der gefährdeten Tierarten" streichen und Wölfe und Bären von Flugzeugen aus jagen lassen
Und: Der Theologe Nr. 7 über das tierfreundliche Urchristentum und die Barbarei gegenüber der Natur im kirchenchristlichen Abendland
Sowie:
Der Theologe Nr. 33 über die Zehn Gebote: Darin über das Orchester der Mutter Erde und über die
verlorene Einheit der Schöpfung
 



27.10.2008 - Konfessionelle "Priesterkaste" möchte grausamen "Blut-Gott" beibehalten - Dass wir in einer großen Zeitenwende leben, ist auch in der Theologie spürbar. So weist etwa der ehemalige evangelische "nordelbische" Landesbischof und Bibelübersetzer Ulrich Wilckens bei einem Vortrag in Bensheim darauf hin, dass sich das "Christentum" "heute einer Welle der Kritik ausgesetzt" sieht, die sich gegen "zentrale Inhalte ihres Glaubens richtet und etwa den Sinn des Kreuzestodes Jesu anzweifelt" (idea, 26.10.2008). Mit diesem Sinn meint er die "Vorstellung eines Gottes", "der zu seiner Versöhnung den Tod seines Sohnes brauche". Daran glaubt der ehemalige Landesbischof. Dies ist jedoch die grausame Vorstellung der Priesterkaste, für die bis zum Kommen von Jesus unschuldige Tiere abgeschlachtet werden mussten, um diesen Gott zu "beruhigen", und für die schließlich Jesus von Nazareth als angebliches "Sühnopfer" grausam hingerichtet werden musste.
In diesem Sinne entlarvt sich auch Altbischof Ulrich Wilckens. So schreibt idea über Aussagen seines Vortrags: "Das Verlangen, die durch die Auflehnung des Menschen gegen Gott, die Sünde, gestörte Lebensgemeinschaft wiederherzustellen, stehe ebenso hinter alttestamentlichen Opferritualen wie dem Kreuzestod Jesu Christi." Bischof Ulrich Wilckens weist also auf eine Kontinuität dieses Glaubens hin, der im Alten Testament durch die damaligen Priester repräsentiert wurde und in der Zeit des Neuen Testaments durch die Priester und Pfarrer der Kirche.

Gemäß dem Alt-Landesbischof und den konfessionellen Kirchen dienen also z. B. folgende angebliche Anweisungen Gottes dazu, die "gestörte Lebensgemeinschaft wiederherzustellen":
Der Priester soll beim Schaf "seine Hand auf den Kopf des Opfers legen und es vor dem Offenbarungszelt schlachten." "Den ganzen Fettschwanz, den er nahe an den Schwanzwirbelknochen ablösen soll", soll er Gott "darbringen" (3. Mose 3, 8-9).
Den Stier soll der Priester "abhäuten und ihn in Stücke zerlegen". Sein Fell und seinen Mageninhalt soll er "aus dem Lager hinaus an den Abfallplatz schaffen" (3. Mose 1, 6; 4, 11-12).
Von der Ziege soll er "den Kopf auf das Holz über dem Altarfeuer legen" (3. Mose 1, 11-12).
Der Taube soll er "ihren Kopf abtrennen", "ihren Kropf mit den Federn entfernen" und ihr die "Flügel einreißen, ohne sie dabei zu teilen ... Ihr Blut soll gegen die Altarwand ausgepresst werden" (3. Mose 1, 15-17).
Bei diesen Voodoo-ähnlichen Praktiken sollen die genannten Tiere zuvor ohne Betäubung abgemurkst werden – alles zur "Beruhigung" dieses Gottes. Und die brennenden Kadaver dienen dann "zum lieblichen Duft" für diesen Gott (z. B. auch 3. Mose 3, 1-17).

Angeblich wäre dieser Gott durch den Foltertod seines Sohnes dann endgültig "beruhigt" worden, so dass er den "lieblichen Duft" von Schlachthäusern und Fleischküchen heute nicht mehr braucht. Umso mehr sollen sich die Menschen dann an diesen Düften und Geschmäckern laben – in der Folge einer in der Geschichte der Zivilisation bisher beispiellosen Barbarei an den Mitgeschöpfen der Menschen in der Massentierhaltung (siehe dazu "Der Theologe" Nr. 7).
Doch schon die Gottespropheten des Alten Testaments sprachen vehement gegen diesen Opferglauben, der angeblich "Gottes Wort" sein soll (siehe z. B. hier). Daran knüpfte später Jesus von Nazareth an. Mit ihm hat ein solcher Glaube, der zu "alttestamentlichen Opferritualen" führte, wie es Bischof Wilckens sagte, ebenso nichts zu tun. Und auch die Vorstellung, dass Jesus durch seinen Tod einen angeblichen Zorn Gottes sühne, stammt nicht von Jesus. Denn Jesus von Nazareth war nicht auf der Erde, um sich hier zur angeblichen Genugtuung für diesen Gott zu Tode foltern zu lassen. Er wollte mit den Menschen ein Friedensreich aufbauen – als Vorbild für alle Menschen und Völker, um zu zeigen, wie Mensch und Tier in Einheit mit der Schöpfung in Frieden auf der Erde leben können. Zum "Opfer" der damaligen Priesterkaste und der römischen Besatzungsmacht wurde Jesus erst, als die Menschen, eingeschüchtert von den Priestern, ihn im Stich ließen (mehr dazu siehe hier).
Und heute sind es die geistigen Nachfolger der damaligen Priesterkaste, nämlich die Dogmatiker und theologischen Lehrer der konfessionellen Kirchen, welche die Menschen einschüchtern. Sie wollen die "Kirchenschafe" mithilfe der Drohung mit der ewigen Verdammnis (der grässlichsten aller religiösen Vorstellungen, erfunden im Kirchenchristentum; vgl. dazu Der Theologe Nr. 19) im Pferch ihrer Institution und ihres letztlich zornigen Gottes festhalten, auch wenn man es heute oft verbrämt formuliert und es nicht mehr so offen bezeugt wird - es ist die unverrückbare Lehre der Kirchen. Und dieser Gott öffnet die Türe für die "Seligkeit" angeblich nur dann, wenn der Mensch im kirchlichen Sinne "glaubt", also den Dogmen der Kirche hörig ist, was ebenso nicht das Geringste mit Jesus zu tun hat.

Doch die Zeitenwende ist im Gange. Und so wird heute auch entlarvt, wie die Kirche, angefangen mit Paulus, die Lehre des großen Friedenslehrers und Sohnes Gottes, Jesus von Nazareth, verfälschte und seinen furchtbaren Tod zu einem "Sühnopfer" im Sinne der alttestamentlichen Priesterkaste umdeutete (mehr dazu in Der Theologe Nr. 5).
Dabei hatte Jesus gewollt, dass die Menschen nach den Zehn Geboten und seiner Bergpredigt praktisch leben (siehe z. B. hier) und dass sie auf diese Weise den nahen Gott erleben, der ihnen dabei hilft, ihr Leben zu meistern. Dieser Gott lehrte niemals, ein unschuldiges Tier, das Er selbst erschaffen hat, zu Seiner "Beruhigung" abzustechen und für Seinen "Nasengenuss" zu verbrennen. Und dieser Gott hat auch nicht den Foltertod Seines Sohnes gewollt noch hat Er sich eine ewige Verdammnis für diejenigen Menschen ausgedacht, die dem kirchlichen Horror und Zeremonienkult nicht mehr folgen wollen.
So könnte man auch sagen: Jesus ist ein Mann des Volkes und nicht der Kirche. Und er lehrte einen Gott der Liebe und nicht der Kirche.

 



22.11. / 7.12.2008 - Thanksgiving Day in den USA: Bestialisches Brauchtum; US-Gouverneurin Sarah Palin plaudert in die Kamera, während Truthahn live geköpft wird / Kirche verfluchte Vegetarier - Jährlich werden in den USA 50 Millionen Truthähne geschlachtet und aufgegessen, im Durchschnitt also ca. 136.000 am Tag, ca. 95 pro Minute. Dafür wurden Hinrichtungsmaschinen entwickelt, in die der lebendige Truthahn kopfüber hineingesteckt wird. Dann wird ihm dort der Kopf abgerissen und der Schlachter zieht den Rumpf wieder heraus. Vor allem zum Thanksgiving Day, dem amerikanischen Erntedankfest an jedem 4. Donnerstag im November, werden in den Familien die zuvor furchtbar gemästeten und gequälten Mitgeschöpfe des Menschen verzehrt. Passend dazu auch eine kannibalische Zeremonie: "Ein bekannter Brauch an Thanksgiving ist das Brechen des Gabelbeins (wishbone) des Truthahns. Hierzu wird dieser Knochen getrocknet und dann von zwei Festteilnehmern mit je einem kleinen Finger auseinander gezogen. Derjenige, dessen Stück nach dem Bruch das größere ist, hat einen Wunsch frei" (Wikipedia, Thanksgiving, Stand: 22.11.2008).
In der Gouverneurs-Familie Palin ist die Gouverneurin selbst für die Besorgung des Truthahns zuständig. Dies sagt sie, nachdem hinter ihr im Bild gerade ein Truthahn in der Hinrichtungsmaschine geköpft wurde. Siehe
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/11/21/sarah-palin-interview/truthaehne-geschlachtet.html.
Die Redakteure von bild-online fragen, ob man die Politikerin mit den Filmaufnahmen vielleicht herein gelegt habe. Aber wieso herein gelegt? Was man sieht, ist eben die Realität, und dies sind nun mal die üblichen "Vorarbeiten" für die Festessen der Menschen. Und man sollte niemals ausblenden, was vor jedem Fleischmahl geschieht. Und was die evangelische Bibelanhängerin Sarah Palin betrifft: Sie ist ja selbst als zigfache Tiertöterin bekannt (siehe hier). Warum sollte sie also herein gelegt worden sein? Was man sieht, ist Bestandteil ihrer Welt.
Sarah Palin darf zwar nach der verlorenen Wahl nun nicht die Welt mitregieren, sondern muss sich weiterhin auf Alaska beschränken. Doch das Töten gehört auch zur Welt von Hillary Clinton, die als künftige US-Außenministerin vermutlich in Zukunft die mächtigste Frau der Welt ist. Siehe dazu unsere Nachricht hier.
Übrigens gibt es in den USA auch den zynischen "Brauch", dass der Präsident zwei Truthähne "begnadigt" (im Vergleich dazu: 50 Millionen Truthähne werden pro Jahr geschlachtet, den meisten davon bei lebendigem Leib unbetäubt der Kopf abgerissen). In diesem Jahr fliegen die "begnadigten" Tiere 1. Klasse nach Disney-Land, um dort als Attraktion für die Thanksgiving-Parade missbraucht zu werden (siehe z. B. http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=925499&kat=267). Doch Tiere spüren auch den Weh und den Schmerz, der ihren Artgenossen angetan wurde.


PS
: Diese Meldung ist keine spezielle Kritik an den USA und ihren Bräuchen. Vergleichbare bösartige "Bräuche" gibt es auch in Europa und anderen Kontinenten.
Die Hauptschuld daran trägt die Kirche. So ließ z. B. Papst Johannes III. auf der offiziellen Synode der römisch-katholischen Kirche 561 in Braga in Portugal verkünden:
"Wer die Fleischspeisen, die Gott zum Gebrauch der Menschen verliehen hat, für unrein hält und ... sich ihrer so enthält, dass er nicht einmal von Gemüse, das mit Fleisch gekocht wurde, kostet, ... der sei mit dem Anathema belegt" (Der 14. von 14 Bannflüchen, zit. nach Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Freiburg 2009, Lehrsatz Nr. 464). Vegetarisch lebende Tierfreunde müssen nach römisch-katholischer Lehre demnach in eine ewige Hölle.
Zum Vergleich: Im römisch-katholischen "Himmel" soll man später z. B. 264 Päpste wieder sehen, aber kein einziges Tier, denn Tiere hätten angeblich keine unsterbliche Seele. Jeder Mensch mit Herz und Gewissen wird deshalb im Jenseits diesen gespenstischen Ort meiden.
 
Siehe dazu auch: "Der Theologe Nr. 7": Jesus und die ersten Urchristen waren Freunde der Tiere.
Sowie weitere Meldungen zum kirchlichen Weihnachtsfest

 



8.12.2008 / 18.12.2009 - Unschuldige Tiere als Opfer der Menschen - Grausame Schlachtungen im kirchlichen Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus / Für ein Weihnachts- und Silvestermenü vegetarisch - Ob die jüdischen Schlachtfeste, das islamische Opferfest, das grausame hinduistische Opferfest für die Göttin Gadhimai in Nepal (300.000 Tiere werden vor 1.000.000 schaulustigen Menschen massakriert und das Fleisch hinterher an die Menschen verteilt) oder das kirchliche Weihnachts- oder Osterfest: In jedem Fall sind die Tiere die Leidtragenden dieser religiösen Praktiken. So könnte man zunächst fragen: "Was wäre das für ein Gott, der durch Tierschlachtungen gnädig gestimmt werden müsste?" Im kirchlichen Christentum wurden diese Götzen-Opfer nun durch einen angeblich freiwilligen Opfertod von Jesus ersetzt (siehe dazu hier). Doch bleibt damit auch der kirchliche Gott ein Gott, der einst ein solches Blutopfer für seine heutige "Gnade" brauchte, in diesem Fall angeblich das seines eigenen Sohnes. Und den Tieren wurde dadurch überhaupt nicht geholfen. Im Gegenteil: Als "Dank" für dieses "Opfer" bringt man dafür im Kirchenchristentum mehr Tiere um als je zuvor. Sie werden statt zu religiösen Opferzwecken nun zu Millionen als Festtagsbraten für den eigenen Gaumengenuss der Gläubigen "geopfert", was unzähligen Tieren mehr den grausamen Tod bringt als in anderen Religionen, wo man mit einer Schlachtung noch einen Gott "gnädig" zu stimmen versucht.

Eine Alternative dazu wäre ein vegetarisches Weihnachts- und Silvestermenü (Rezepte z.B. unter http://www.lebegesund.de) und grundsätzlich auch religiöse Feste ohne Tiertötungen bzw. ohne Fleischmahlzeiten. Und es braucht auch ein Land, wo Tiere weder gejagt noch geschlachtet werden (Gratis-Informationen bei info@gabriele-stiftung.de) und wo schon eine kleine Ahnung von dem Schöpfungsfrieden wahrnehmbar ist, den der Prophet Jesaja für das kommende Friedensreich verkündete: "Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Rinder miteinander treiben. Kühe und Bären werden zusammen weiden, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter. Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land wird voll der Erkenntnis des Herrn sein, wie Wasser das Meer bedeckt" (11, 6-9).

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.
(Leo Tolstoi)

Hier spricht der Prophet deutlich aus, dass auch Tiere, die heute noch "Raubtiere" sind, einst friedfertig leben und sich nicht mehr von dem Fleisch anderer Tiere ernähren werden. Dies ist natürlich nicht von heute auf morgen möglich. Doch die Voraussetzung ist zunächst die Umkehr des brutalen Räubers und Jägers Mensch, der im Unterschied zur aktuellen Situation mancher Tierarten gar nicht auf Fleisch angewiesen ist. Kehrt der Mensch um, dann wird auch in der Tierwelt ganz allmählich der ursprüngliche "Schöpfungsfriede" wieder einziehen und der Planet Erde würde sich nach und nach umgestalten. Denn die heutigen Raubtiere wurden in der Evolutionsgeschichte vor langer Zeit erst durch den Jäger und Schlächter Mensch ebenfalls zu Jägern und Tötern (siehe dazu hier).
Noch werden Menschen heute ausgelacht, die glauben, dass der Prophet Jesaja Recht hat und dass die Entwicklung wieder in die von ihm prophezeite Richtung gehen sollte. Die Zukunft wird jedoch zeigen, welche Form der Zivilisation überlebt und welche nicht.
 



11.12. / 25.12.2008 / 9.11.2009 - Neuer Höhenrekord - 33 m hohe und 120 Jahre alte Fichte für den Vatikan abgeschlagen - Heuchlerische Papstrede - Neben den Millionen von arglosen Tieren, die zum kirchlichen Weihnachtsfest geschlachtet werden, werden auch Millionen von Fichten und Tannen, die im vollen Lebenssaft stehen, alljährlich für das Fest umgehauen, allein in Deutschland 16 Millionen - ein Brauch, der sich im kirchenchristlichen Deutschland seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert entwickelt hat und sich von dort weltweit verbreitet hat (siehe hier).
Dass diese Tradition einem Todesurteil für die stattlichen Bäume gleichkommt, wird meist ignoriert. Und dass dieses Brauchtum in Zeiten gigantischen weltweiten Waldsterbens zudem ein Hohn ist, kommt noch hinzu. Das hindert die Kirche jedoch nicht daran, mit die jeweils größten "Christbäume" in einem Dorf oder in den Städten für sich abholzen zu lassen. Bereits der Name "Christbaum" ist dabei ein Unding, denn Christus hat nie Bäume zur Pflege eines Brauchs abhacken lassen.
Ein neuer Höhenrekord wurde dabei 2008 im Vatikan erzielt. "Seit 120 Jahren" war eine monumentale Fichte aus dem Klostertal bei Gutenstein im Bezirk Wiener Neustadt auf 33 m Höhe angewachsen. Die bisherige Rekordhöhe eines Vatikanbaumes war 31,5 m. Das Gewicht des Baumes im Vatikan ohne Wurzel betrug, wie man wog, neun Tonnen (vol.at, 28.11.2008). Dem Alter zufolge wäre der 33 m hohe Baum also um 1888 gepflanzt worden. Und im Jahr 2008 ließ man ihn nach 120 Jahren Leben also in ein paar Tagen auf dem Petersplatz in Rom sterben.
Zum Vergleich: Der im Vergleich zu anderen Bäumen "riesige" Weihnachtsbaum, der 2008 während der Straßenunruhen in Athen abbrannte, war "nur" 20 m hoch. Und der große traditionelle Weihnachtsbaum, den die USA alljährlich vor dem Kapitol in Washington aufstellen lässt, war im Jahr 2008 acht Meter hoch. Auch er wirkte bereits riesig, wenn man daneben die Menschen stehen sah.
 
Bäume sterben nicht mit Getöse. Sondern schier unmerklich und langsam zieht sich das Leben aus ihnen zurück, wenn man sie, für die Pflanze schmerzvoll, fällt. Oder wenn man ihre Wurzeln bzw. ihre Verbindung zum Erdreich kappt. Deshalb ist der Weihnachtsbaum auch ein Symbol der Warnung. Er stirbt, so wie sich auch immer mehr Tier- und Pflanzenarten in riesiger Zahl, doch schier unmerklich von diesem Planeten Erde verabschieden und die Menschen mehr und mehr ihrem eigenen Schicksal überlassen.

Während also in jedem Jahr auch das Sterben einer monumentalen alten Fichte im Angesicht des Stuhles Petri seinen Lauf nimmt, veranstaltet die Kirche ihr Kult-Brimborium darum herum: Mit dem Segen des Heiligenkreuzer Abtes Gregor Henkel-Donnersmarck begann 2008 der aufwändige Tieflader-Spezialtransport der Fichte vom österreichischen Klostertal nach Rom. In Rom angekommen wurde die riesige Fichte dann neben dem Obelisken auf dem Petersplatz in einen tonnenschweren Sockel gesenkt und mit Drahtseilen gesichert. Und am Freitag, den 12.12.2008 hatten Diözesanbischof Klaus Küng aus St. Pölten und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll mit 850 römisch-katholischen Pilgern im Gefolge den Rekord-Baum an Papst Benedikt XVI. übergeben. Neben dem Heiligkreuzer Abt Henkel-Donnersmark waren auch die Äbte Georg Wilfinger (Stift Melk) und Christian Haidinger (Altenburg) zur Baumübergabe mitgereist. Gleichzeitig verlieh Erwin Pröll Joseph Ratzinger die Statuette des "goldenen Heiligen Leopold" als Ehrenauszeichnung für den Kirchenführer.
Und sozusagen als abgehackte Zugaben schenkte die Abordnung aus Niederösterreich dem Vatikan auch 40 kleinere Weihnachtsbäume für die Audienzhalle und die Kurienbehörden (kathweb.at, 11.12.2008).
In seiner Dankesrede sagte Benedikt XVI. über den Baum: "Seine aufstrebende Gestalt, sein Grün und die Lichter auf seinen Zweigen sind Symbole des Lebens" (Radio Vatikan, 12.12.2008).

Doch schon bald lag der jetzt wurzellose Baum wieder quer, das Grün war zu Fahlgelb verwelkt und die Lichter alle abmontiert. Was ist der Baum im Vatikan dann also in Wirklichkeit für ein Symbol? Wer Ohren hat zu hören, der höre!


Ein Symbol: Der stellvertretende Tod des Vatikan-Baumes

Wie einen todgeweihten Gefangenen, den man aus der Provinz ins alte Rom brachte, fährt man die monumentale über 30 m hohe Fichte mit einem Tieflader in die Stadt. Zum Tode verurteilt und gefällt an dem Ort, an dem der Baum seit über 100 Jahren seine Schöpfungsaufgabe erfüllte und gerne weiter erfüllt hätte: den Menschen, den Tieren und seiner ganzen Umgebung zu dienen - fest und tief verwurzelt im Erdreich, dem er die für ihn lebenswichtigen Nährstoffe entnimmt, damit er Sauerstoff spenden kann und die Luft reinigen kann und damit er vieles mehr zum Wohle aller Lebewesen auf der Erdoberfläche und im Erdreich tun kann; auch als Lebensraum für Vögel und unzählige Klein- und Kleinsttiere.

Jetzt hat man den Baum jedoch mit der brachialen Gewalt einer Motorsäge von seinen Wurzeln getrennt, und man hat ihm den Halt genommen. Und man muss ihn in der Gefangenschaft mit Stahlseilen sichern, damit er nicht ungewollt einen von denen erschlägt, die seine imposante Höhe und sein langsames Sterben bestaunen. Denn so sehr er es auch versucht, aus sich heraus noch einmal Wurzeln zu schlagen: Es ist nicht mehr möglich. Er beginnt zu vertrocknen.

Der Baum leuchtete weit über 100 Jahre aus sich selbst. Dies jedoch wird von den schwarzen Herzen im Vatikan, denen er sterbend seinen letzten unfreiwilligen Dienst erweist, geleugnet. Weil man dort die Finsternis und Dunkelheit in der eigenen Seele auf die ganze Schöpfung Gottes projiziert und den Baum folglich als "unbeseelt" betrachtet.

Dabei spendete der große Baum Jahrzehnt um Jahrzehnt, ja bereits im dritten aufeinander folgenden Jahrhundert, Sauerstoff für die Mutter Erde und ihre Bewohner. Sein Schmuck waren und sind immer noch seine Zweige mit ihren immergrünen Nadeln.

"Macht Euch die Erde untertan", lehren die Führer der Kirche. Und so wie sie sich diesen großen Baum als jüngste Beute untertan gemacht haben, so haben sie sich die ganze Schöpfung untertan gemacht - und zur gnadenlosen Ausbeutung und zum Sterben verurteilt. Und so fahren sie in bisher nie bekanntem Ausmaß fort, weil die Priester und Theologen das Gesetz der Einheit nicht anerkennen, das besagt: "Menschen, Tiere, Pflanzen und die Elemente gehören zusammen. Was dem einen geschieht, geschieht bald auch dem anderen."

Und so ist das Sterben des 30 m hohe Weihnachtsbaum im Vatikan ein Symbol für den Zustand der Mutter Erde und für das Schicksal der Menschen.
Und wenn ein Naturfreund diesem machtvollen großen Baumes einmal eine Stimme geben würde, dann könnte der Baum vielleicht wie folgt sprechen:

"Vor euren Augen sterbe ich im Glitzer eures äußeren Scheins. Ich sterbe vor den Augen eines von euch ´heilig` genannten Vaters, der von euch auch der "Lenker des Erdkreises" genannt wird. Und ich sterbe hier zusammen mit unendlich vielen Bäumen dieser Erde. Wir, die grünen Lungen des Planeten, wollen euch dienen. Doch merkt ihr nicht, wie die hemmungslose Profitgier den ganzen Planeten zerstört! Hört ihr es noch nicht? Habt ihr es noch immer nicht gemerkt? Der Mensch ist dabei, die Natur, die unser aller Lebensgrundlage hier auf der Erde ist, zu vernichten.
 
Schaut mich an, den Baum, aber nicht nur während eures Festes, sondern sucht mich vor allem dann, wenn das neue Jahr begonnen hat.
Das Fest wird dann für viele schon wieder vergessen sein. Und Millionen von Bäumen haben dann dafür ihr Leben gelassen, nachdem man sie - wie mich, den großen Baum für den Vatikan - abschlug, mitten im vollen Lebenssaft.

Ich schätze die Ehre nicht, aus allen Bäumen dieser Welt auserwählt zu sein, im Angesicht eurer "Heiligkeit" sterben zu dürfen. Denn das ist nicht meine Bestimmung. Aber es wird zu eurer Bestimmung werden, denn ich bin für euch ein Symbol. Schaut an, was bald aus mir und allen den anderen Weihnachtsbäumen geworden ist, wenn bereits das neue Jahr begonnen hat! Und ihr seht dann auch, was gerade mit dem Planeten Erde und mit immer mehr Menschen passiert!

Und schaut schon heute in die Augen der Tiere, die zu Millionen auf grausamste Art ihr Leben lassen müssen für euer Fest - wie wir Bäume. Schaut in die Augen eurer Opfer in den Schlachthöfen und Metzgerkammern in eurem Advent. Und mich, den Baum, sucht wieder, wenn das Fest vorbei ist.
Was wird dann aus mir geworden sein, wenn die Gestalter eures falschen Prunks schon nach dem nächsten großen Baum Ausschau halten, der mich an Höhe vielleicht noch übertreffen soll? Seht, was dann noch übrig ist von meinem mächtigen Stamm und den herrlichen Zweigen und den immergrünen Nadeln! Ich kann euch dann keinen Sauerstoff mehr schenken. Sondern ich werde für viele, ja für sehr viele, dann nur noch wie ein Spiegel sein." 

Ausführlicher in: Was der große sterbende Weihnachtsbaum im Vatikan uns sagen könnte

Zunächst war der Baum im Vatikan jedoch mit der Rekordzahl von 2000 Christbaumkugeln sowie Lichterketten und Girlanden - sozusagen als festliche Sterbehilfe - geschmückt worden. Und am Samstag, den 13.12.2008, wurde der Baum in Anwesenheit von Kurienkardinal Giovanni Lajolo "illuminiert", wie vol.at schreibt, also künstlich beleuchtet. Am Sonntag, den 14.12.2008 schließlich, erfolgte als Abschluss der Baumübergabe auch noch eine Messe im Petersdom mit den Altenburger Sängerknaben, den Ziersdorfer Turmbläsern und allen österreichischen Priestern, die sich derzeit in Rom aufhalten.
Der Baum starb derweil weiter, was jedoch mit den heuchlerischen Worten von den "Symbolen des Lebens" vernebelt wurde.

Erinnert sei dazu auch an die Ansprache von Papst Benedikt XVI. zur Weihnachtsbaum-Übergabe im Jahr 2007. Damals stammte der Baum aus Südtirol in Italien. Nach net-tribune.de vom 17.12.2007 erklärte der Papst damals, "die Tanne sei ein Symbol für das Weihnachtsfest, denn mit ihren immergrünen Blättern erinnere sie an das Leben, das nicht sterbe".
Eine solche Rede könnte man vielleicht in einem gesunden Wald halten, doch vor einem abgeschlagenen Baum ist es alle Jahre wieder eine Scheinheiligkeit, denn schon nach einigen Tagen verwelken bekanntlich die "immergrünen Blätter" = Nadeln der Tanne oder Fichte, und sie würden beim Schütteln auch abfallen. Zurück bleibt immer nur ein kahles Baumgerüst, das nur noch daran erinnert, dass hier ein einst stattlicher Baum (der nebenbei zwei Weltkriege überlebte) sinnlos und nur für eine diffuse religiöse Kult-Gefühlsduselei der Gläubigen sterben musste.


PS: Ein neuer Rekord auch in Deutschland: In der reichsten römisch-katholischen Diözese der Welt, in Köln in Deutschland, deren Dom den Petersdom in Rom an Höhe deutlich überragt, wollte man natürlich auch beim Weihnachtsbaum nicht "kleckern". Man schlug im Jahr 2008 dazu eine 25 m hohe monumentale Fichte ab, "den größten Weihnachtsbaum des Rheinlands" (koeln-journal.de) - allerdings war es nicht der größte in Deutschland, denn auf dem Münchner Marienplatz stellte man mit einer 27 m hohen todgeweihten Fichte wohl ebenfalls einen Rekord-Baum auf (nach 22 m im Jahr 2006 und 26 m im Jahr 2007). Der sterbende Baum in Köln wurde dafür mit deutlich mehr Lämpchen als in München geschmückt, nämlich mit 140000 (gegenüber mageren 3000 in München), was zu einem neuen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde führte (koelnerweihnachtsmarkt.de).

PS
: Wer auf einen Weihnachtsbaum nicht verzichten will, kann ja auch einen edlen Baum mit künstlichen Nadeln in seinem Wohnzimmer schmücken. Und für wen es unbedingt eine lebendige Pflanze sein muss, der kann ja eine Fichte im Wald schmücken. So waren auch die Ursprünge dieses Brauchs zur Wintersonnenwende im antiken Mithras-Kult.
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Chile. Dort ist der Handel mit gefällten Tannenbäumen verboten. Es dürfen nur Bäume mit Wurzel verkauft werden. Die meisten an der Tradition orientierten Christen schmücken zu Weihnachten schöne Kunst-Bäume, die in jedem Jahr wieder verwendet werden können.
Lesen Sie dazu auch eine etwas andere Weihnachtsgeschichte für Kinder und Erwachsene: Die lebenden Weihnachtsbäume
 


2009


7.1.2009 - Keine Tiere erlaubt! Priester verweist blinde Frau mit Blindenhund aus dem "Gottesdienst" - "Tiere seien in einem christlichen Haus nicht gestattet" - Mit dieser Begründung forderte der katholische Pfarrer einer Pfarrei in Verona/Italien eine blinde Frau auf, "ihren Hund umgehend aus der Kirche zu entfernen" (Bild, 7.1.2009). Die blinde Katholikin versuchte zu erklären. Sie brauche ihren Hund, er zeige ihr den Weg. Doch der Priester blieb hart. "Hund und Halterin mussten den Gottesdienst verlassen."
Hintergrund: Vielleicht das dieses Erlebnis der blinden Frau die Augen geöffnet. Selbst wenn ein anderer Priester vielleicht "gnädiger" gewesen wäre: Die Kirche hat den Tieren die unsterbliche Seele abgesprochen und hat auch in ihrem "Himmel" keinen Platz für ein Tier (vgl. dazu Der Theologe Nr. 7 - Jesus und die Urchristen waren Freunde der Tiere).
Unser Vorschlag: Tierfreunde und ehrliche Gottsucher sollten keine Kirche aus Stein mehr betreten. Die Natur ist der schönste Dom und der Himmel ist seine Kuppel. Oder, wie schon der Urchrist Stephanus oder der große jüdische Gottesprophet Jesaja sagten: "Der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind" (Apostelgeschichte 7, 48; vgl. Freie Christen Nr. 1 - Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein).
 



10.1. / 12.10.2009 / 30.11.2011 - Jäger verwechseln andere Jäger mit Tieren - erschossen / Mensch zerstört weltweit ökologisches Gleichgewicht - Ist uns bewusst, wie gerade die genauso wie die Menschen schmerzempfindlichen Tiere in Wald und Flur derzeit unter der klirrenden Kälte leiden? Das Winterfell schützt meist nicht mehr ausreichend, da sich die Tiere durch die immer schlechteren Umweltbedingungen (z. B. Gift, minderwertige Nahrung) nicht mehr optimal auf den Winter vorbereiten können. Und dann kommen die Jäger und tragen auch bei -15° noch den Krieg in den Wald, wo die Tiere äußerste Ruhe brauchen, um ihre Kräfte nicht zu erschöpfen.
Ein Jäger in Baden-Württemberg sah bei einer solchen barbarischen Jagd 80 m vor sich im Gebüsch vermeintlich ein Wildschwein. Doch Jäger sehen oft altersbedingt nicht mehr so gut und sind oft auch nicht nüchtern. In diesem Fall ist der Schütze allerdings erst 44, und ob Alkohol im Spiel war, ist nicht bekannt. Der Schuss traf jedenfalls einen anderen Jäger in den Rücken. Er war im Unterschied zu den meisten Wildschweinen - die sich schwer verletzt oft noch tagelang durch den Wald schleppen, ehe sie qualvoll verenden - sofort tot. Ein tragisches Ende eines Menschen: Während er Tiere töten wollte, wurde er selbst für ein Tier gehalten und wurde getötet (Bild, 10.1.2009).
Solche Nachrichten liest man ständig. Nur zwei weitere Momentaufnahmen: Am 26.11.2011 wurde ein Jäger bei Leipzig ebenfalls tödlich von einer Kugel getroffen, die ein Wildschwein töten sollte (focus.de, 27.11.2011). Und in Vermont in den USA schoss ein Jäger ins Unterholz, wo er ein Reh vermutete und erschoss dabei seinen Freund und beging anschließend deswegen noch im Wald Selbstmord (t-online.de, 28.11.2011). Und, und, und ...

Auch alle die vielen Jäger könnten noch leben, wenn die Jagd endlich verboten würde
(siehe dazu http://www.abschaffung-der-jagd.de). Die Bestie Mensch nimmt den Tieren Zug um Zug den Lebensraum und schreit dann auf, wenn die noch übrigen Tiere etwas zu essen suchen. Für den Ego-Protz Mensch gilt ein essendes Tier vielfach als "Schädling", denn er will die Erde nur für sich ausplündern. Und ein Tier, das nicht mehr als seinen täglichen Bedarf an Nahrung decken möchte, schmälert nur den Profit, den der Mensch für sein Ego aus der Natur heraus schlagen möchte. Und ausgerechnet der Mensch, der es schaffte, in Kriegen nicht nur Seinesgleichen immer wieder zu zerbomben und zu erschießen, sondern die ganze Erde aus dem ökologischen Gleichgewicht zu werfen, maßt sich an, in Wald und Flur für ein "Gleichgewicht" sorgen zu wollen. Und er glaubt, dazu Tiere massenhaft erschießen zu müssen. Die Tiere sollen also schuld sein, wenn das "Gleichgewicht" in der Natur "gestört" sei. Dabei zerstört der Jäger z. B. durch den Abschuss von Leitbachen die Struktur ganzer Wildschwein-Rotten, die sich darauf hin unkontrolliert vermehren. Würden die Tiere nicht blutig gejagt, würde der Schöpfergeist in den Tieren die Vermehrung steuern, und ein ökologisches Gleichgewicht würde sich ohne die Gewehre der Menschen mit der Zeit von selbst einstellen, wie alle Erfahrungen auf diesem Gebiet zeigen.

PS: In Brandenburg haben Jäger z. B. Todesboxen für kleine Wildschweine entwickelt
(Bild, 5.9.2008). Man stellt die Boxen im Wald auf und legt Futter hinein, z. B. Mais. Freut sich ein Frischling über das gefundene Futter und läuft in die Box, fällt sie zu. Dann wartet der Frischling so lange, bis der Jäger vorbei kommt. Dann wird der gefangene Frischling vom Jäger aus der Todesbox heraus genommen und in eine zweite Box, die Hinrichtungsbox, gesteckt und dort mit einem Kleinkalibergewehr erschossen. Würde man ihn gleich in der Falle erschießen, könnten ja die Blutspritzer dort andere Tiere abschrecken. Das ist also ein Aspekt des Erfindungsreichtums von Jägern.

Gemäß eines Evangeliums, das nicht in die Bibel aufgenommen wurde, sagt Jesus von Nazareth:
"Siehe die Felder, wie sie wachsen und fruchtbar sind, und die fruchttragenden Bäume und die Kräuter! Was willst du noch mehr als das, was dir die ehrliche Arbeit deiner Hände gibt? Wehe den Starken, die ihre Stärke missbrauchen! Wehe dem Schlauen, der die Geschöpfe Gottes verwundet! Wehe den Jägern! Denn sie sollen selbst gejagt werden" (Das Evangelium Jesu 14, 7; http://www.theologe.de/jesus_freund-der-tiere.htm).
Vgl. dazu auch "Der Theologe Nr. 7": Jesus und die ersten Christen waren Freunde der Tiere.

 



10.1.2009 - Nobel-Restaurant schenkt 140 Jahre altem Hummer die Freiheit - Ein besonders "toller Fang" gelang Hummerjägern in den USA, als sie einen zehn Kilo schwerer Hummer gefangen hatten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Hummer um 1870 geboren wurde, also ca. 140 Jahre alt sein muss. Kurz vor seiner geplanten grausamen und üblichen Ermordung durch Hineinwerfen in kochendes Wasser hatte der Besitzer des Restaurant in New York, der den Hummer gekauft hatte, aber Gewissensbisse. Er entschied, den Hummer frei zu lassen und in einer Gegend wieder auszusetzen, in welcher der Hummerfang verboten ist (Bild, 10.1.2009).
Diese Nachricht ist ein guter Jahresbeginn. Doch auch alle anderen Hummer möchten die Freiheit. Und alle anderen Tiere, die nicht dazu geschaffen wurden, um geschlachtet zu werden und um in den Kochtöpfen der Menschen zu enden.
Im Schöpfungsbericht der Bibel heißt es ursprünglich: "Sehet da, Ich [Gott] habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe Ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut" (1. Mose 1, 29-31).
Erst später haben Priester und Schriftgelehrte dann die überlieferten Texte verfälscht und man hat Gott die Erlaubnis zum Fleischverzehr unterschoben (siehe dazu hier). Die Umkehr erfolgt, wenn immer mehr Menschen auf das Verzehren der Tiere verzichten.
Gute vegetarische Rezepte finden Sie z. B. unter http://www.lebegesund.de.

 



15.1. / 16.1.2009 - Atommüll-Fässern in Asse droht Zerstörung / Was macht diese Generation mit der Erde? / Höhere Krebsraten neben dem Lager Asse - Der radioaktive Müll aus Atomkraftwerken braucht teilweise 200.000 Jahre, bis seine tödliche verseuchende Strahlung abgebaut ist, teilweise auch nur 24.000 Jahre, je nachdem. Und die Politiker und Wirtschaftsführer dieser Generation maßen sich trotzdem an, solchen Müll tonnenweise zu produzieren, und die Kirchenführer geben vielfach ihren Segen dazu. Es wird schon nichts passieren, so das Geheuchel. Doch jetzt steht gerade eine Kammer mit 6.000 Fässern radioaktivem Müll im Lager Asse in Wolfenbüttel vor dem Einsturz. "
Es besteht die Gefahr, dass die Fässer zerstört werden", so Joachim Bluth vom niedersächsischen Umweltministerium (Bild, 15.1.2009). Kein Erdbeben, keine andere Naturkatastrophe, kein Land mit bestochener Regierung (davon geht man zumindest aus) und ohne Sicherheitsmaßnahmen, kein Angriff im Krieg, einfach so - und das inmitten des Landes mit den weltweit höchsten Sicherheitsstandards. Die Gefahr der einstürzenden Kammer im Atommülllager Asse mag vielleicht mit 2,2 Milliarden Euro Sanierungskosten (wer zahlt?) grob gebannt werden (Wikipedia, Stand: 16.1.2008). Doch ist das Lager ja nur ein kleiner Baustein im Riesenkomplex der Atomindustrie. Und wie sieht es woanders aus oder wie wird es aussehen z. B. in 100 Jahren, wenn z. B. 0,5 Promille der tödlichen Strahlung abgebaut ist. So ist das Atommülllager in Asse ein Symbol oder gar ein Vorbote für die tödliche Verstrahlung des Ganzen aufgrund der Politik dieser und der letzten Generation.

Und wie werden wohl nachfolgende Generationen einmal die selbstzerstörerische und gleichzeitig selbstgerechte Politik dieser Generation und ihre Religion beurteilen? Vermutlich würden irgendwann alle Geschichtsbücher umgeschrieben, falls es dann überhaupt noch geht. Denn wohin führen die derzeitigen Politiker die Menschheit?

Im Schöpfungsbericht in der Bibel vor langer Zeit hieß es einmal, dass die Menschen auch die Aufgabe haben, die Erde zu "bewahren" (1. Mose 2, 15). Damals ahnte keiner, wozu die heutige Generation einmal fähig sein könnte und was sie aus Gründen des maximalen Profits und für höchste Gehälter, Boni, Sonderzahlungen und Dividenden tut. Doch auch in unserer Generation gab und gibt es Propheten und weise Menschen, die schon vor Jahrzehnten Lösungswege aufgezeigt haben, doch ausgerechnet die Kirche warnte einst - als noch Zeit zur Umkehr war - vor den warnenden Stimmen (vgl. hier).

Siehe auch [10.2.2009]: "Atom-Sauhaufen" Asse bei http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1272418.html
Und:
"Eine neue Studie zeigt: Rund um die Asse erkranken überdurchschnittliche viele Menschen an Krebs." (fr-online.de, 14.4.2011)

Siehe dazu: Der Theologe Nr. 53 - Das Ja der Kirche zur Atomkraft - Kernkraftwerke mit dem Segen des kirchlichen Gottes

 



22.1.2009 / 30.11.2011 - Wolle für die Schals der Würdenträger: Papst segnete zwei Lämmchen - am Karfreitag werden sie dann mit dem Beil erschlagen - In der Basilika "Sankt Angese Fuori le Mura" in Rom werden alle Jahre wieder am Jahrestag der "heiligen" Agnes, dem 21. Januar, zwei Lämmer vom Papst gesegnet. Aus der Wolle dieser gesegneten kleinen Schafe werden später die Pallien (Einzahl "Pallium") für die Erzbischöfe gewebt - Schals, in die Kreuze eingestickt werden. Das Pallium gilt als Zeichen der Teilhabe an der "Hirtengewalt" des Erzbischofs mit dem Papst. Näheres zum Pallium erfahren Sie bei http://de.wikipedia.org/wiki/Pallium.
Mit Jesus von Nazareth hat das Pallium nichts zu tun. Er setzte weder einen Papst noch Erzbischöfe ein und er überreichte seinen Jüngern auch keine besonderen Schals. Seine Nachfolger waren gekleidet wie das Volk. Er setzte auch keine "Heiligen" ein wie die Päpste, denn für Jesus, den Christus, war Gott allein heilig, so wie es auch in Offenbarung 15, 4 und 16, 5 heißt. Und die "Hirtengewalt", die sich die Führer der katholischen Kirche aufgrund einer Zusage an Petrus (als dessen Nachfolger sich die Päpste betrachten) laut Matthäus 16, 19 zusprechen, ist eine falsche Interpretation der Bibel. Denn in Matthäus 18, 18 wird diese von der Kirche "Schlüsselgewalt" genannte Zusage allen Nachfolgern (!) verliehen, nicht nur dem Petrus.

So weit zum Pallium. Doch was passiert eigentlich mit den Lämmern, die im Video-Clip des Vatikan dem Zuschauer so vertrauensvoll in die Augen schauen? Dazu ist im Hamburger Abendblatt vom 29.6.1995 eine Reportage zu lesen, aus der wir nachfolgend einige Passagen dokumentieren. Es geht in dieser Reportage um die Nonne Emanuela, die in ihrem Kloster Santa Cecilia auf die Ankunft des Hamburger Erzbischofs Ludwig Averkamp wartete. Die Reportage enthüllt: Die Pallien der Erzbischöfe sind in Wahrheit - symbolisch gesprochen - blutige Schals, getränkt im Blut unschuldiger Tiere.

Die Nonne Emanuela erzählt: "´Dabei weiß er [der Erzbischof] wahrscheinlich gar nicht, dass es uns gibt und dass ich unter einem grausamen Brauch leiden muss`, sagt sie" ...
"Weil aber auch vor den Trappisten der Zahn der Zeit nicht haltmacht und die Mönche immer seltener werden, gibt der Prior von Tre Fontane zerknirscht zu, dass die Lämmer keineswegs wie früher auf dem Gelände des Klosters aufgezogen werden, man kauft sie einem Schäfer ab. Nach der Segnung fahren die Boten des Papstes die Tiere direkt in den Kirchenstaat, wo sie vom Papst gestreichelt werden. Dann sacken die vatikanischen Legaten die Lämmer wieder ein und bringen sie zum Kloster Santa Cecilia in Trastevere zu Schwester Emanuela" ...
"´Weil die Lämmchen ja nur ganz wenig Wolle haben, mischen wir die Lammwolle mit normaler Wolle`, sagt Schwester Emanuela. Die 17 Nonnen des Klosters müssen dann die Pallien zusammennähen" ...
"Der Brauch belässt es aber nicht dabei, dass die Lämmer geschoren werden, um die Pallien-Wolle zu produzieren, am Karfreitag müssen die Tiere geschlachtet werden. Das Fleisch wird an die Armen verteilt`, sagt Schwester Emanuela und versucht, die Tränen zu unterdrücken. Am Karfreitag muss eine der Nonnen in den Keller steigen, ein scharfes Beil holen und in den Klostergarten gehen. Keine der Nonnen mag die Lämmer töten, ... also wechseln sich die Nonnen ab, mit Ausnahme von Schwester Emanuela. ´Ich mach´ das nicht. Gegen das Pallium habe ich ja nichts, aber dass wir immer diese kleinen Lämmer töten müssen, ist schon grausam. Das Fleisch den Armen zu geben, macht ja auch nicht soviel Sinn, an denen ist doch noch gar nichts dran.`"

Quelle:
http://www.abendblatt.de/extra/service/944949.html?url=/ha/1995/xml/19950629xml/habxml950406_16335.xml

PS: Auch im Jahr 2011 hatte Benedikt XVI. wieder 41 Bischöfen diesen "Blutschal" verliehen.

Das Schlachten von Tieren hat mit Jesus von Nazareth nichts zu tun. Jesus, der Christus, war ein Freund der Tiere und ordnete niemals Schlachtungen an. Auch trug er keine Kleidungsstücke, für deren Herstellung Tiere umgebracht wurden. Und außerdem lehrte er die Reichen, ihren Reichtum zu teilen und den Armen Brot zu geben. Der Vatikan hortet jedoch seinen Reichtum und gibt im Rahmen von symbolischen Handlungen (wie oben dargelegt) nur einige Alibi-Gaben weiter.

 



23.1.2009 - Präsident des Umweltbundesamtes erklärt: Nur noch sonntags Fleisch essen - Andreas Troge (58), Präsident des Umweltbundesamtes in Berlin, plädierte anlässlich der Grünen Woche 2009, der weltgrößten Agrarmesse in Berlin, für ein Überdenken des "hohen Fleischkonsums" und eine "Rückkehr zum Sonntagsbraten". "Das tue nicht nur der Gesundheit gut, sondern nütze auch dem Klima", so Troge gegenüber der Berliner Zeitung (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0122/politik/0053/index.html).
Die Fakten liegen schon lange auf den Tisch und sind allgemein zugänglich:
 
In der durch künstliche Befruchtung hochgezogenen Massentierhaltung für das Fleisch der Reichen wird das Getreide verfüttert, das die Hungernden bräuchten, um zu überleben. Zudem werden Regenwälder und andere Flächen z. B. für Viehhaltung oder Viehfutter gerodet, auf denen man Getreide und Gemüse für die Armen anbauen könnte.
Durch den vermehrten Methanausstoß aufgrund der ausschließlich für den Fleischkonsum gezüchteten Tiere wird das Klima massiv geschädigt, von anderen Schäden durch die industrialisierte Massentierhaltung gar nicht zu reden (siehe z. B. oben den Artikel aus der Berliner Zeitung). Der Fleischkonsum schädigt das Klima insgesamt mehr als der Straßenverkehr.
Tiere sind empfindsame und schmerzempfindliche Wesen und spüren, was mit ihnen geschieht. In ihnen steckt ebenso der Wunsch nach Freiheit wie im Menschen.
Fleischkonsum ist massiv gesundheitsschädlich.
Und, und, und ...
Doch einmal mehr wehrt sich die Partei, die den Namen "christlich" chronisch missbraucht, gegen den Vorschlag des Präsidenten: "
Herr Troge soll uns mit seinen Verboten verschonen und uns nicht die Lust am Essen nehmen", so der Katholik und CDU-Lobbyist für Fleischkonsum im Bundestag, Peter Bleser (Bild, 23.1.2009). Jesus, der Christus, war demgegenüber kein Lust-Tieresser, sondern ein Freund der Tiere - siehe hier sowie Der Theologe Nr. 7; dazu auch eine Antwort auf die Frage: Hat Jesus nicht auf Fleisch gegessen? Ab hier.

Für uns geht der Vorschlag von Präsident Andreas Troge zwar in die richtige Richtung, aber noch nicht weit genug.
Wir schlagen vor: "Hört endlich auf mit dem Fleischverzehr: Um der Menschen willen, um der Tiere willen, der eigenen Gesundheit zuliebe und um des ganzen Planeten Erde willen!"
Und: Metzger, Schlachter und Schlachttierzüchter, bitte umschulen! - Eine kleine Milliarde weniger für die Großbanken und ihre Boni-Empfänger, dafür diese Milliarde für Eure Umschulung!

Hier u.a. einige Links aus dem Verlag "Das Weisse Pferd" und weitere Informationen zum Thema

 



10.2.2009 - So ruinieren die Politiker das Klima auf unserem Planeten - Politiker und Lobbyisten großer Konzerne sind oft ein und dieselben Leute - zum Schaden aller.
Nachfolgend dokumentieren wir einen Ausschnitt aus einem Artikel in Spiegel online vom 10.2.2009. Es beweist, dass viele engagierte Menschen, auch in der Wirtschaft, etwas für eine Umkehr tun. Doch die Lobby-Politik der Alteingesessenen und deren Gesetze und Verordnungen pervertieren vielfach die guten Ziele. Hier dazu ein abschreckendes Beispiel, das die Politiker zu verantworten haben.

"
Windräder und Solaranlagen revolutionieren den deutschen Strommix, sie schaffen Arbeitsplätze und machen das Land unabhängiger von Importen. Doch sie ändern nichts am Klimawandel. Im schlimmsten Fall schadet der Zubau der Ökoenergien dem Klima sogar. Denn je mehr Windräder ans Netz gehen, desto weniger Strom können Kohlekraftwerke absetzen - an sich eine wünschenswerte Entwicklung. Das Problem ist jedoch, dass die Menge der insgesamt zur Verfügung stehenden CO2-Zertifikate gleich bleibt. Mit anderen Worten: Pro Kilowattstunde Kohlestrom stehen auf einmal mehr Zertifikate zur Verfügung als bisher - der Preis der Verschmutzungsrechte fällt. In der vergangenen Handelsperiode ist genau dies geschehen: Eine Tonne CO2 kostete zeitweise nur knapp mehr als null Euro. Die großen Energiekonzerne haben damit keinerlei Anreiz, in Klima schonende Technologien zu investieren. Im Gegenteil: Ihre überschüssigen Zertifikate verkaufen die Unternehmen im europaweiten Handel, zum Beispiel an polnische oder slowakische Kohlekraftwerke. Diese dürfen dann mehr CO2 emittieren als eigentlich geplant - dank der deutschen Windräder. Angesichts der geringen Effizienzgrade in osteuropäischen Kraftwerken ist das alles andere als klimafreundlich. Besonders krass macht sich der Effekt bemerkbar, wenn die Ökobranche schneller wächst als angenommen. In den vergangenen Jahren war dies stets der Fall - die CO2-Planungen der EU-Kommission wurden damit von der Realität überholt."
 



20.4.2009 - Neues Kochbuch in der evangelischen Kirche mit "christlich" gebratenen Meerschweinchen: "Von allen guten Geister verlassen"? - Im Auftrag des Lutherischen Weltbunds (LWB) erschien jetzt im evangelischen Kreuz-Verlag in Stuttgart das Kochbuch Unser tägliches Brot – Rezepte, Gebete und Geschichten zum Grundrecht auf Nahrung. Eines der vielen dort vorgeschlagenen Fleisch-Rezepte: "Christlich gebratenes Meerschweinchen" - mit detaillierten Anweisungen, wie man das getötete Tier dafür auseinander nimmt; vom "Häuten" über das Herausnehmen der Organe bis hin zum Zerschneiden des Tieres. Nur: Wie genau man das Tier zuvor umbringt, überlassen die Lutheraner der Phantasie der Gläubigen. Tierschützer hatten protestiert und "fürchten, dass gerade jugendliche Meerschweinchenbesitzer das Rezept nachkochen könnten" (Bild, 20.4.2009).
Anlass für das Buch sei die Vollversammlung des Lutherische Weltbundes, ein geplantes Treffen von 400 evangelisch-lutherischen Kirchenführern vom 20.7 - 27.7.2010 in Stuttgart. Das Thema des Kirchentreffens: "Unser täglich Brot gib´ uns heute" (vgl. dazu auch unseren Artikel zum Vaterunser). In diesem Gebet heißt es also "Brot" und nicht "Fleisch". Die Kirche verteidigt in diesem Zusammenhang jedoch ihre Fleischrezepte, und man kann jetzt schon davon ausgehen, dass viele Tiere für den Gaumengenuss der Kirchenführer ihr Leben lassen müssen, darunter vielleicht auch erstmals Meerschweinchen. "Meerschweinchen-Braten" ist z. B. in den Anden "ein ganz wichtiges Lebensmittel", so die Vize-Generalsekretärin des Lutherischen Weltbundes. In der Schweiz ist der Verzehr jedoch verboten, in Deutschland allerdings erlaubt.
Die kirchlich empfohlenen Fleisch-Rezepte sind auch deshalb Stein des Anstoßes, da der weltweite Fleischkonsum nachweislich und maßgeblich mitverantwortlich für die weltweiten Hungersnöte sind und für den Klimawandel, der sich zum Klimakollpas ausweitet.

Zu diesem Thema hier auch einige Links aus dem Verlag Das Weisse Pferd:

Mehr zum neuen Kochbuch aus den Reihen der Kirche siehe
http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/aktuell/2009/04/18/meerschweinchen-braten/zoff-um-ekel-kochbuch-der-stuttgarter-kirchen.html. Die Boulevardzeitung Bild kommentiert: "Sind die denn von allen guten Geistern verlassen?"
(18.4.2009)

Und weiter zum Hintergrund:
Jesus und die ersten Christen beendeten einst den für manche "selbstverständlich" gewordenen Fleischkonsum (siehe dazu Der Theologe Nr. 7). Und der Kirchenvater Hieronymus, von der katholischen Kirche "heilig" gesprochen, erklärte im 4. Jahrhundert: "Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft; wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volk Wachteln vorwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen" (Adversus Jovinianum I, 18).
Die Kirche jedoch ging gegen das vor, was Jesus und Hieronymus lehrten. Sie sprach den Tieren die unsterbliche Seele und die Leidensfähigkeit ab und schuf damit die geistigen Voraussetzungen für die heutige Massentierhaltung und den hemmungslosen weltweiten Fleischkonsum. Das neue Kochbuch ist nur ein weiteres Glied in der Kette dieses Schreckens.

Eine Alternative: siehe z. B. http://www.brennglas.com/buecher/vegan-geniessen-international/index.php oder die vegetarisch-veganen Kochbücher vom Gabriele-Verlag Das Wort; Gratis-Information: info@gabriele-verlag.de



14.7.2009 / 9.10.2011 / 16.7.2012 - Katholischer Baals-Kult zu Ehren des "heiligen" Fermin: Friedfertige Stiere werden massakriert / War auch Jimeno Romero ein Baals-Opfer für den "heiligen" Fermin? / Schwer verletzte Stiere schlagen immer häufiger zurück / Erzbischof: Zuschauen beim Stiermord macht einen zu einem "besseren" Menschen - Alle Jahre wieder werden im Juli im tiefkatholischen spanischen Pamplona (Region Navarra) mehrere Tage lang zu Ehren des "heiligen" Fermin Dutzende von Stiere - begleitet von dem Gegröle der Menschen, überwiegend Katholiken - durch die Straßen getrieben und dann am Abend in der Arena unter weiterem Johlen abgeschlachtet. Die Stiere haben dort keine Chance, denn sie werden zuvor so gefoltert und brutalst zugerichtet, dass der Torero immer leichtes Spiel hat, das Tier weiter zu quälen und schlussendlich gar zu töten und damit den ungleichen Kampf zu "gewinnen". Lesen Sie mehr dazu unter: http://www.das-weisse-pferd.com/03_12/stierkampf_vor_gericht.html

Man könnte von daher sagen: Der Mensch erweist sich dadurch als "Krone" der Schöpfung, so wie es die Kirche lehrt, dass er die körperliche Überlegenheit des Stieres durch seinen Intellekt und durch Waffen, Waffentechniken und überlegene Tötungsmethoden wett macht. Und wenn die Kirche weiter lehrt, allein dieser Mensch sei "Gottes Ebenbild", dann kann einem vor diesem Gott nur grausen, der sich ein solches Ebenbild geschaffen haben soll. Der wahre Schöpfergott, der mit dem katholischen Gott nichts zu tun hat, hat jedoch die Einheit aller Lebensformen geschaffen, die miteinander in Frieden leben sollen und nicht eine "Krone" Mensch, die alle anderen Lebensformen töten und zu ihrem "Nutzen" und zu ihrem Freizeit-Vergnügen zerstören darf.

Was in jedem Jahr in Pamplona geschieht, entlarvt sich letztlich als Kult des aus der Antike bekannten Gottes Baal im katholischen Gewand (mehr dazu hier). Stieropfer waren seit je her ein Kennzeichen des Baal-Kults. Zur Zeit von Jesus und auch noch danach wurde zudem der Mithras-Kult praktiziert, eine Variante des Baal-Kults. Zentrale Kulthandlung war auch dort die Tötung von Stieren. Genau wie jetzt alle Jahre wieder in Pamplona.

Viele Menschen kommen Jahr für Jahr zu diesem katholischen Schauspiel nach Spanien. Stern.de schreibt über den Beginn der Feierlichkeiten im Jahr 2011: Die Katholiken und viele, die "nur" feiern wollen, "warteten auf den Abschuss des Böllers, des ´Chupinazo`, der traditionell als Startschuss des San-Fermin-Festes gilt. Die Feierlustigen begossen sich gegenseitig mit Sangria und tranken große Mengen Wein oder Bier" (6.7.2011). Das kirchliche Fest, auch San-Fermin-Festival genannt, gilt mittlerweile als eine Stierhatz, bei der die Massen in Blutrausch versetzt werden (Fotos aus dem Jahr 2011, wo z. B. beim gegenseitigen Bespritzen mit Sangria Frauen ihre Brüste entblößen, siehe unter http://www.stern.de/reise/europa/stierhatz-in-pamplona-springbreak-mit-blutrausch-1703160-b080f9e31cd773fd.htmlBlutrausch).

Im Jahr 2009 Jahr hatte der todgeweihte Stier Capuchino allerdings im Vorfeld einen der Männer des endzeitlichen Treibens in Pamplona, welche die Tiere zuvor provozierten und verhöhnten, tödlich verwundet. Der Getötete war Jimeno Romero (27), der bereits zum siebten Mal bei der "Stierhatz" teilgenommen hatte. Jimeno Romero war der 15. Tote der San-Fermin-Feierlichkeiten seit Beginn der Aufzeichnungen aus dem Jahr 1924.

Die Statue des katholischen "Heiligen" - Zu Ehren des "heiligen Fermin" werden heute die Stiere durch die Straßen getrieben, gefoltert und abgestochen. So wie beim Gott Baal im Alten Testaments. Der Katholizismus entlarvt sich einmal mehr als Baals-Kult im modernen Gewand.


Alle diese unsäglichen Tierquälereien werden zu Ehren des "heiligen" Fermin, des ersten katholischen Bischofs von Pamplona, durchgeführt. Die Heiligen sind die Nachfolger der antiken Götzen. Und so wie in der Zeit des Alten Testaments dem Moloch, dem Baal, dem Mithras und vielen anderen Göttern Stiere und andere Blutopfer dargebracht werden mussten, so ist es in modernisierter Form in Pamplona auch im Katholizismus. Doch wo steht in der Bibel etwas von der Verehrung von "Heiligen"? Es ist ein moderner Götzenkult.

Und eine weitere Frage ist: War auch Jimeno Romero ein Opfer für den "heiligen" Fermin? Der Stier Capuchino wurde noch am selben Abend in der Arena abgestochen, und sein ausgestopfter Kopf hat einen Rekorderlös gebracht. Auf der anderen Seite standen hohe Ausgaben. So hat man z. B. auch den Eltern des Blutopfers Romero 30.000 € versprochen. Romero war das bislang letzte Todesopfer.

Das Kirchen- bzw. Touristenvolk empfindet bei diesem grausamen Treiben Nervenkitzel und Belustigung. Kein Papst hat bisher dagegen protestiert, weswegen von deren Zustimmung ausgegangen werden muss. Denn "neben den Stierrennen" werden parallel dazu auch "religiöse Prozessionen organisiert" (focus.de, 14.7.2012). Und das alles ist eben einmal mehr römisch-katholisch. Christlich ist es nicht. Sondern es gehört zum Repertoire des Anti-Christlichen. Wie auch das tägliche Gemetzel an den unzähligen anderen Stieren in den Schlachthäusern der kirchenchristlichen Zivilisation - zum Gaumengenuss der Gläubigen, der "Kronen" der katholischen Schöpfung. Doch diese "Schöpfung" hat auf diese Weise keinen Bestand. Denn das Gesetz von Saat und Ernte ("Was der Mensch sät, das wird er ernten") gilt auch gegenüber Tieren. Nur: "Gottes Mühlen" mahlen langsam. Aber sie mahlen. Und sie mahlen immer stärker:
Am 21.5.2011 rammte ein schwer verwundeter Stier dem Torero Julio Aparicio ein Horn durch den Unterkiefer, so dass es am Mund des Torero wieder austrat. Julio Aparicio wurde "gerettet". Doch er hat die Botschaft nicht verstanden. Seit dem 1.8.2011 bringt er wieder Stiere um.
Der Torero Juan José Padilla ist immer einer der Helden der katholischen Stier-Niedermetzel-Festivals wie dem San-Fermin-Festival in Pamplona. Oder dem katholischen Festival Virgen de Pilar in Saragossa, in diesem Fall Stiermorden zur Ehre der "Jungfrau auf dem Pfeiler", einer von den Gläubigen verehrten Marienstatue in Saragossa. Die Maria Madonna del Pilar gilt als die Schutzheilige Spaniens. Am 7.10.2011 (fünf Tage vor dem Höhepunkt des Festes am 12.10.2011) traf ein bereits schwer verwundeter Stier den Kopf des Toreros, während die grölende Menge den Torero schon feierte. Als José Padilla dem Tier darauf hin zwei weitere Spieße in den Körper rammen will, kommt er ins Stolpern. Und auch dieses Mal kann der Stier zuvor ein Horn in den Unterkiefer seines Mörders bohren, und das Horn dringt beim Auge wieder heraus. Der Torero überlebt auch hier. Und die Mediziner taten alles für ihn. "
In einer rund fünfstündigen Operation rekonstruierten die Ärzte, darunter HNO-Spezialisten und Augenärzte, das Gesicht mit Titan-Platten und Gewebe" (bild.de, 9.10.2011). Für den Stier, der sich nur wehrte und - ohne Aussicht auf Erfolg oder Gnade - um sein Leben kämpfte, tat man natürlich nichts. Er wurde anschließend endgültig abgestochen, wie immer. Und auch dieser Torero hat die Botschaft nicht verstanden. Sein Ziel: "Ich will zurück in die Stierkampf-Arena"; und dort weiter Stiere zum Vergnügen und für die katholischen Heiligen quälen und morden. Ab Dezember 2011 war es dann so weit: Der nun einäugige Juan José Padilla sticht wieder Stiere ab. "Der seligen Jungfrau sei gedankt", wie man unter anderem in seinem Glauben sagt.
Es sieht allerdings danach aus, dass der heilige Fermin und die Madonna del Pilar nach so vielen Stieropfern bald wieder nach einem neuen Menschenopfer verlangen ... Doch in den Jahren 2012 und 2013 blieben Menschenopfer aus, sondern es gab lediglich vier Schwerverletzte, die von Stierhörnern zwischenzeitlich aufgespießt wurden. Fermin war wieder "gnädig", so könnte man das Überleben der Verletzten deuten. Doch 2014 soll es ja weiter gehen, das nächste Massaker zu Ehren des "Heiligen" ist längst geplant ...

Diese Stiere werden nicht dem "heiligen" Fermin oder dem Fleischkonsum geopfert. Sie leben auf einem deutschen Gnadenland in Frieden und Sicherheit.

Es ist die römisch-katholische Kirche, welche durch ihre "Heiligen" wie Augustin und Thomas von Aquin den Tieren die unsterbliche Seele und Leidensfähigkeit abgesprochen hat. Diese verkopften Männer haben kraft ihres eiskalten Intellekts und der ihnen später zugesprochenen "Heiligkeit" alle Tiere dem menschlichen "Nutzen" und der menschlichen Willkür unterworfen. Siehe dazu den Artikel Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum.

In diesem Sinne rechtfertigen heutige katholische Würdenträger auch den Stierkampf, z. B. einer der ranghöchsten Erzbischöfe, Jean Louis Bruges aus Südfrankreich, gleichzeitig Vorsitzender der Kommission der Katholischen Kirche für die Glaubenslehre in Frankreich und seit 2007 auch Sekretär der Kongregation für das katholische Bildungswesen. Er schrieb im Jahr 1996 in der südfranzösischen Zeitung Midi Libre: "
Ich glaube an die reinigende Kraft der Corrida [dem Stierkampf], ... der uns von den Schwingungen der inneren Gewalttätigkeit wäscht ... Wenn sie von einer guten Corrida ... herauskommen, fühlen Sie sich gereinigt, leichter, besser. Das ist ein Schauspiel, das Sie innerlich erleichtert und besser macht, dank dem, was Sie gesehen haben" (zit. nach Das Weisse Pferd, Nr. 11/2000). Doch Jesus lehrte niemals, dass der Mensch zu seiner inneren Erleichterung Tiere foltern und töten soll. Es ist einmal mehr die Lehre des Gottes Baal, die das "katholische Bildungswesen" inspiriert.

Buchtipp
: Lesen Sie dazu auch Der Stier Liebevoll - ein Kinderbuch im Gabriele-Verlag, 7,00 € plus Versand; Gratis-Prospekt anfordern oder gleich bestellen bei info@gabriele-verlag.de

Mehr zu den "Heiligen" lesen Sie hier.
 



18.7.2009 - Erzbistum Bamberg: Die Natur sei für den Menschen da, das Schwein wird geschlachtet - Eigentlich könnte man erwarten, dass die "Achtung vor der Schöpfung", von der in der Kirche aus Gründen des Zeitgeistes nun häufiger gesprochen wird, wenigstens mit einem letzten Rest an Achtung vor den Mitgeschöpfen des Menschen, den Tieren verbunden sein sollte. Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg predigte am 12.7.2009 anlässlich des jährlichen "Heinrichsfestes" jedoch anders: "Die Achtung vor dem Menschen ist Voraussetzung für die Achtung der Schöpfung". Von der Achtung der Tiere sprach er nicht.
Dabei wäre gerade in unserer Zeit nahe liegend, dass die Schöpfung ein Lebensraum für alle noch nicht ausgerotteten Geschöpfe Gottes sein sollte. Doch auch hier predigte der Erzbischof anders: "Die Schöpfung ist für den Menschen da, sie ist für ihn Wohn- und Lebensraum." Und weiter: "Wir müssen alle Menschen weltweit als Krone der Schöpfung ansehen" (http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/medien/all_news.html?f_action=show&f_newsitem_id=65480).
Was bleibt da noch für die Tiere? Eine unmissverständliche Antwort gibt darauf das Priesterseminar Bamberg und das Bistumshaus. Ihr erstes gemeinsames Sommerfest stellen sie unter das Motto: "Wir grillen eine Sau" (siehe Foto rechts).

Lesen Sie dazu auch: 1000 Jahre Bistum Bamberg: Kein Grund zum Feiern

 



1.8.2009 - Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: Katholischer Pfarrer und seine Begleiter erschlagen zwei kleine Wildschweine - Gegen den Pfarrer von Sori in Italien, Don Marco Fazio, und vier weitere Männer ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die viertgrößte italienische Tageszeitung Il Secolo XIX (gegründet 1886) schreibt: "Alle müssen sich der Anzeige wegen grausamer Tiertötung und Wilddiebstahl stellen. Im Klartext: Es ist nicht erlaubt, Tiere mit ungeeigneten Waffen und ohne Genehmigung zu töten. Das ´Beweisstück`, d. h. die Tierleichen, wurden in der Gefriertruhe der Kirche gefunden und vom Staatsanwalt in Gewahr genommen ... Unter den Anwesenden [des Gemetzels] waren auch einige Kinder. Zuerst waren sie von der Begegnung mit den zwei verängstigten kleinen Wildschweinen – die weit von der Obhut ihrer Mutter gelandet waren – vergnügt. Dann wurden sie aber vom Verhalten der Erwachsenen erschreckt" (31.7.2009; deutsche Übersetzung).
Der Pfarrer und seine Begleiter sollen zuvor Alkohol getrunken haben, ehe sie mit Stock und Schaufel die kleinen Tieren umbrachten. Ein Verteidiger des Pfarrers sagte zu dessen Entlastung, der Würdenträger habe die Tiere "nur" an der Flucht gehindert, während andere mit der Schaufel auf die Frischlinge eingedroschen haben (La Repubblica, 30.7.2009).

 



7.11.2009 - Schnecken aufspießen und Fische erschlagen - Wie eine junge Frau ihr Gewissen verliert - Franziska N., 18 Jahre jung, aus Wertheim in Baden-Württemberg wird in der Lokalzeitung Main-Echo mit ihrem "Hobby" Angeln vorgestellt. "Den ersten Fisch habe sie mit zehn Jahren gefangen. ´Eine große Forelle, ich hab sie die ganze Zeit gestreichelt, weil sie so schön war. Gleichzeitig war ich todtraurig und habe gedacht: armer Fisch`. Heute hat sie ihre Scheu überwunden. ´Das macht mir nix mehr aus`" (7.11.2009).
Bei ihr als Kind hat also das Gewissen noch angesprochen. Bei ihr als Jugendlicher war es bereits abgetötet. Die Hauptverantwortung dafür tragen die Institutionen Kirche, die lehren, dass Tiere zu töten erlaubt sei und dass man nur durch den rechten Glauben die ewige Seligkeit erreiche - egal, wie viele Tiere oder Menschen im Krieg man z. B. getötet habe. Das lassen die geistig toten Verantwortlichen der katholischen und evangelischen Kirche auch im Religionsunterricht an den Schulen so unterrichten.

Dabei hätte Franziska Neff allen Grund, ihre antrainierte Gewissenlosigkeit zu hinterfragen und sich zu erinnern, wie sie noch als Kind empfunden hatte. "Fische sind nicht dumm, es geht immer wieder darum, sie aufs Neue auszutricksen", so ihr Jugendbetreuer Florian W.
"Nicht dumm" also. Wäre nicht auch das ein Grund, deren Leben zu respektieren und ihnen nicht solchen Schmerz und solches Leid zuzufügen? "Das Schlimmste sei es, wenn man den Fisch schon gesehen habe und er sich im letzten Moment vom Haken losreiße", so Franziska Neff. Doch wie ist das aus der Sichtweise des Fisches? Dies wird jedoch in der Kirche nicht gelehrt. "Ja, und ich hab auch schon mal eine Nacktschnecke aufgespießt und damit einen kapitalen Barsch gefangen," erzählt die junge Frau skrupellos weiter.
Sehr wahrscheinlich hat sie entweder den katholischen oder den evangelischen Religionsunterricht besucht. Nach den bestialischen kirchlichen Lehrauffassungen sind die Gefühle der Tiere nur "andressierte" "Körperreaktionen" (siehe z. B. http://www.das-weisse-pferd.com/03_04/tiere_seele.html).

Die Gewissenlosigkeit beim Töten von Tieren führt bei vielen Menschen mit der Zeit auch zur Gewissenlosigkeit Menschen gegenüber. Viele Mörder haben nachgewiesenermaßen zuvor an Tieren "geübt". Der bekannte russische Dichter Leo Tolstoi bringt es auf den Punkt: "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt".

Vgl. dazu auch, wie ein evangelischer Pfarrer einem jungen Soldaten namens Hannes beibringt, im Krieg als Heckenschütze wehrlose Menschen zu töten. Zunächst brachte es der junge Mann nicht fertig. Dann machte es ihm der Pfarrer vor und "knallte" einen russischen Soldaten mit einem Scharfschützengewehr einfach "ab", der in einiger Entfernung arglos den Verkehr regelte. Darauf Hannes zum Pfarrer: "Jetzt, wo du es mir vorgemacht hast, kann ich´s auch". Die evangelischen und katholischen Bischöfe in Deutschland (wie der evangelische Bischof Meiser oder der katholische Bischof von Galen) hatten durch ihre Predigten im 2. Weltkrieg die jungen Männer zu Hunderttausenden zum Töten und Morden an die Front getrieben. Und sie hatten sie gleichzeitig infam belogen, indem sie ihnen erklärten, sie, die Priester und Pfarrer, könnten ihnen im Namen Gottes anschließend ihre Sünden vergeben.

Tipps zum Weiterlesen:
Der Prophet Nr. 15 - Tiere klagen - der Prophet klagt an
Der Prophet Nr. 16 - Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen

Gratis erhältlich bei info@gabriele-verlag.de

 



13.11.2009 - Film "2012" - Darstellung des Endes der materialistischen Zivilisation - Regisseur Roland Emmerich lässt für das Kino die Zivilisation untergehen.
Was ist - unabhängig vom Film - das realistische Szenario: Durch noch nie da gewesene starke Sonneneruptionen erhitzt sich der Erdkern. Dieser wird zur immer heißeren Herdplatte: Vulkane brechen weltweit aus, riesige Flutwellen überspülen die Länder, ein Polsprung bringt die Erdachse zum Kippen. Kontinente versinken, andere werden angehoben. Auf einigen Archen wird ein Teil der Menschheit sowie einige Tiere gerettet, um nach dem Rückgang der Fluten irgendwo ein neues Leben beginnen zu können.
Dieses Endzeit-Szenario ist nach Ansicht vieler Wissenschaftler realistisch. Heute liegt die Erde bereits im Fieber und wehrt sich immer heftiger gegen ihren Peiniger, den Menschen. Was kann der einzelne tun?

Der Film gibt darauf eine gute Antwort: Sich mit seinem Nächsten versöhnen, Frieden schließen, für den Nächsten da sein.
Und nur darauf kommt es an. Der Kirchenglauben und die kirchlichen Sakramente sind völlig nutzlos.
Im Film versammeln sich auch zahlreiche Menschen auf dem Petersplatz im Vatikan, darunter der italienische Staatspräsident. Doch die Gebäudewand mit dem Papst auf dem Balkon kippt beim Beben der Erde vornüber auf die Menschen, und auch der Petersdom stürzt ein und fällt auf die entsetzten Menschen. Und während viele andere Staatspräsidenten in einer der Archen überleben, kommt der italienische Präsident auf dem Petersplatz ums Leben.

Das könnte auch als Symbol verstanden werden: Keine Kirche oder äußere Religion bieten Schutz, und kein Segen "Urbi et Orbi" aus Rom. Und auch eine äußere Arche wird letztlich nicht der Schutz und die "Rettung" sein können, bedenkt man z. B. die Strahlungen, die dann auf der Erde vorherrschen.
 
Im Film wird dieses Thema ebenfalls sehr kritisch betrachtet: Viele Super-Reiche zahlen eine Milliarde Euro für einen Platz auf einer der Archen und gesellen sich zu den Mächtigen hinzu (Und mit diesen würde dann ja im Film auch ein Neubeginn erfolgen / Kritische Frage im Film: Warum wurden die Plätze nicht verlost? Weil man Geld für das Projekt brauchte).
Doch bei vielen, die für die Evakuierung abgeholt werden sollen, gelingt es nicht. Denn die Ereignisse überschlagen sich bzw., wie es auch schon in der Bibel steht, "Der Dieb kommt in der Nacht".
Einzig die innere Burg und Arche, Christus in jedem von uns, ist nach urchristlicher Lehre der sichere Zufluchtsort. Nur wer in diese "Arche" findet, über die Gottes- und Nächstenliebe, der rettet demnach seine Seele - gleich, was mit dem Leib, dem Menschen, früher oder später auf dieser Erde passiert. Und auch im Film wird deutlich, dass es auf innere Werte ankommt.

PS: Zeitgleich zum Filmstart geht auch folgende Meldung durch die Presse (13.11.2009): Grönlands Eisschild schmilzt so schnell wie noch nie, z. B. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,660693,00.html

PS
: Von Vorhersagen, die sich auf ein exaktes Datum beziehen (z. B. 21.12.2012), halten wir nichts, da jede Handlung in der Gegenwart die Zukunft verändert und nicht vorher bestimmt ist. Sinnvoll sind jedoch Zeiträume, auf welche die "Zeichen de Zeit" hinweisen (also z. B. "um das Jahr 2000") und die, je nachdem, hier und da variieren können.
 



30.11.2009 / 28.11.2011 - Kirchliches Schlachtfest Weihnachten: Die große Verhöhnung des Jesus von Nazareth - Pfarrerstochter Angela Merkel (CDU) ist auch in diesem Jahr das negative Vorbild - In der Zeitung Main-Echo war im Jahr 2009 folgendes zu lesen: "An Weihnachten muss es bei der Kanzlerin eine Gans geben, sonst ist es kein richtiges Weihnachten. Anders als ihr Vorgänger Gerhard Schröder, der das Flehen seiner Stieftochter Clara erhörte und die für den Festschmaus vorgesehene Gans Doretta begnadigte, kennt Merkel kein Pardon. Das Federvieh wird [in der Regel bei lebendigem Leib] gerupft und kommt ins Ofenrohr. Noch weiß die Auserwählte allerdings nichts von ihrem Schicksal, unbeschwert verbringt sie ihre Tage auf dem Hofe des Christdemokraten und Hobby-Gänsehalters Wolfhard M. in Grammendorf" (28.11.2009).
 
Parallel dazu laufen in der Adventszeit auch die kirchlichen Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren, verbunden mit arglistigen Täuschungen. Man predigt von "Ochs und Eselein an der Krippe des süßen Jesulein", während man weitgehend ignoriert, was Jesus später als Erwachsener lehrte und während man hinten herum wieder den alljährlichen Segen für die Massaker an den "Krippentieren" von Bethlehem und den vielen anderen Tiere gibt - eines der grausamsten Schlachtfeste der Menschheitsgeschichte, das u. a. Hunderttausenden von Gänsen eine qualvolle Mästung und einen schmerzhaften Tod bringt und den tierkannibalischen Genussmenschen vielfach Magenschmerzen oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen. So warnte z. B. die Zeitung Bild am 2.12.2009 vor einer "Schwerstarbeit für den Magen" u. a. durch Gänsebraten und gibt auch im Vorfeld Tipps: "So kommt Ihr Magen heil durch den Advent".
Und die Kirche täuscht die Menschen einmal mehr, indem sie ihnen vorgaukelt, Tiere hätten keine unsterbliche Seele und wären nicht so leidensfähig wie Menschen.

Foto: Gans - Am kirchlichen Martinstag und vor allem zum kirchlichen Weihnachtsfest wird ihr der Hals umgedreht. Um den Gaumengenuss für die "Krone" der Schöpfung noch weiter zu steigern, werden die Gänse in vielen Regionen des kirchlichen Abendlandes zuvor grausam "gestopft". Es wird gegen den Widerstand des Tieres mithilfe eines Rohres immer mehr Futter in seinen Magen hinein gestampft, was u. a. zur Überfettung der Leber führt. In Frankreich gilt dies dann als "nationales Kulturerbe", woraus die beliebten Delikatessen der "Gänsestopfleber" und der "Gänseleberpastete" gewonnen werden.

Und zum Glück wenigstens für die eine Gans Doretta war einst die damals 9-jährige Stieftochter von Ex-Kanzler Gerhard Schröder noch nicht so kirchlich indoktriniert wie es die Kirche mit anderen Kindern in ihrem Einflussbereich tut. Und in ihrem späteren "Himmel" im Jenseits, in den sie "allein durch Glauben" eintreten sollen, sollen die kirchlich gläubigen und indoktrinierten Christen kein einziges Tier mehr treffen, dafür aber womöglich weit über Hundert herum irrende Päpste, die sich hinsichtlich der internen Rangordnung nicht einigen können. Arme Christenheit.

Und dies, obwohl seit über 35 Jahren Christus wieder durch einen Gottespropheten zu den Menschen spricht und sie aufklären möchte. Doch er wird von der Kirche verhöhnt und verleumdet und seine Worten werden in den Schmutz gezogen (so wie alle wahren Gottespropheten in der Geschichte von den Priestern und Theologen verleumdet und verfolgt wurden anstatt einmal genau hin zu hören, was der Prophet zu sagen hat.
So hat sie sich auch einmal in das Bewusstsein eines solchen edlen Tieres hinein versetzt und dem Tier eine Stimme gegeben:

"Ich bin keine dumme Gans, was man mir auch nachsagen mag. Der Geist der Natur stattete mich mit Intelligenz aus. Instinktiv nehme ich wahr, was mir widerfährt. Vielfach wird meine Art nur ´gehalten`, um hingeschlachtet zu werden für den Futtertrog der Menschen. Wir Tiere fragen, und das immer wieder: ´Warum quält ihr Menschen eure Mitgeschöpfe? Hat das Böse in allen Herzen der Menschen Einzug gehalten?` Wir Tiere wollen ebenso unser Leben leben wie jeder Mensch auch. Ihr Menschen empfangt von der Natur viele Gaben, und das das ganze Jahr über. Warum müsst ihr uns Gänse mästen, um unsere Leber als Leberpastete zu verzehren? Die Grausamkeit der Menschen ist unser Los. Wir fürchten nicht den Tod, wenn unser Leben erfüllt ist und sich einem weiteren Dasein zuneigt. Unser Schrecken ist es, gleichmütig und kalt umgebracht zu werden von unseren Mitgeschöpfen, den Menschen, welche doch die Erde bewahren und alles, was sie trägt, lieben sollen. Wir Tiere, eure Mitgeschöpfe, möchten euch als Freunde, gleichsam als Geschwister, begegnen. Und ihr? Wir haben euch nichts getan. Warum tut ihr uns das an?"

Anschließend nimmt der Prophet, der in unserer Zeit eine Prophetin ist, selbst Stellung:

"Die Tiere haben den Menschen nichts zuleide getan. Warum tun die Menschen den Tieren so viel unsagbares Leid an? Die Masse der Menschen hat keine Vorbilder mehr. Die kirchlichen Würdenträger, welche den Menschen in Ethik und Moral Vorbilder sein sollen, wurden ruchlos und glitten auf der Rutschbahn des Egos ab. Z.B. am Weihnachtsfest segnen sie mit der Gänseleber im Bauch ihre Gläubigen. Sie sprechen wohl vom Maßhalten mit der Tierhaltung, mit der Tierschlachtung, doch jedes Maß ist schon zu viel, denn wenn ein Tier leidet, dann kann man nicht mehr vom Maßhalten sprechen. Wer will das ´Maß`, das leidende Tier, vor seinem Schöpfer rechtfertigen? Der Würdenträger oder die ´Bücher Mose`?  Die ´Bücher Mose` beinhalten in großen Teilen nicht das Gotteswort durch Mose, sondern grausame Anweisungen der damaligen Priesterkaste, die ihre Ausschweifungen, ihre Heidenkulte Mose untergeschoben haben. Die damaligen blutrünstigen Vorstellungen der Priesterkaste werden von der Denkweise der heutigen Menschen, einschließlich ihrer Vorbilder, der kirchlichen Amtsträger, um vieles übertroffen. Was die kirchlichen Obrigkeiten in ihrem Lehr- und Verhaltenswerk, dem Katechismus, offenbarten, übersteigt in der Praxis oft das Maß der Grausamkeit im Alten Testament. Das Alte Testament, so heißt es im Katholischen Katechismus, vollendet sich im Neuen; das Alte Testament erhellt das Neue, und umgekehrt. Dass es jedoch derart ´hell`-dunkel, ja düster wird, hat sich kein Mensch mit Charakter vorstellen können" (zit. nach "Der Prophet Nr. 15"; http://www.das-wort.com/deutsch/kostenlos/tiere-klagen---der-prophet-klagt-an.php vgl. auch Der Theologe Nr. 7: Jesus und die ersten Urchristen waren Freunde der Tiere).

Und schließlich: Weihnachten ist doch für die Kirchenchristenheit angeblich der Geburtstag von Jesus. Und normalerweise bekommt doch am Geburtstag das Geburtstagskind ein Geschenk, und nicht alle die anderen. Die Kirchenchristen überbieten sich aber stattdessen in kostbaren äußerlichen Geschenken für ihre Verwandten und zerbrechen sich den Kopf darüber, ob es wohl ausreichend sei, und sie lassen unzählige Tiere für ihren Gaumengenuss schlachten - angeblich weil Jesus Geburtstag hat. Hat man sich je einmal gefragt, ob das Geburtstagskind mit dieser Selbstbeschenkung der Geburtstagsgäste zu Lasten der Tiere einverstanden wäre? Und ist es auch nur vorstellbar, dass der einst kleine Mensch in der Krippe und spätere Weisheitslehrer es für gut befunden hätte, dass man die Tiere im Stall, die mit ihrer Körperwärme auch ihm einst ein wenig Wärme spendeten, zu Millionen abschlachtet (siehe dazu auch http://www.theologe.de/jesus_freund-der-tiere.htm). Und warum verweigert die Kirchenchristenheit dem Geburtstagskind ein Geschenk, wie es doch allein schon der Anstand gebühren würde? Oder was wird denn ihm geschenkt? Und wenn man schon ihm nichts schenkt, dann könnte man wenigstens der Gans das Leben schenken und sich für ein leckeres vegetarisches Weihnachtsmenü entscheiden (zur Orientierung siehe z.B. http://www.lebegesund.de), denn als Jesus sagte "Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan", da waren in diesen Worten auch die Tiere einbezogen.
Und hier lesen Sie mehr zu Weihnachten, wie es alle Jahre wieder gefeiert wird.
 



18.12.2009 - Einstimmung auf das größte Schlachtfest der Welt - Bestialische Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen - In einer Pressemeldung der Tierschutzorganisation PETA vom 18.12.2009 heißt es wie folgt: "Der SWR strahlte Undercover-Aufnahmen aus, die von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. zur Verfügung gestellt worden sind, auf denen in erschütternden Szenen die rechtswidrige Praxis deutscher Schlachthäuser gezeigt wird. Seit heute stehen die Filme auf der Website von PETA online ... "Der Vollzug der amtstierärztlichen Kontrolle versagt völlig", so der promovierte Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA. "Auf den Videoaufnahmen ist deutlich erkennbar, dass die ohnehin laschen Bestimmungen nicht eingehalten werden: Vor Schmerzen zuckend, nur halbbetäubt, an einem Fuß aufgehängt, stoßen Kühe und Schweine Todesschreie aus, während sie bereits mit dem Messer den Entblutungsschnitt erhalten. Es ist das pure Grauen und ein Skandal für eine moderne Zivilgesellschaft, so mit Tieren umzugehen!" In dem gezeigten Betrieb werden auch BIOLAND-Tiere geschlachtet. Die zuständige Veterinärbehörde hat gegenüber PETA zugeben, dass ein bestimmter Prozentsatz der Tiere vor dem Schlachten nicht genügend betäubt wird. PETA fordert die Konsumenten zu einem mitfühlenden Kaufverhalten und dem Verzicht auf Fleischprodukte auf."
Besonders vor Weihnachten, dem größten Schlachtfest der Welt, herrscht in den Schlachthöfen der abendländischen Christenheit Hochbetrieb und grauenhaftes ununterbrochenes Leid.
 



24.12.2009 / 28.11.2011 - Todesfest Weihnachten - Wie der Christbaum stirbt. Auch dies zeigt den Menschen, was auf sie zukommt - Das kirchliche Weihnachtsfest ist ein Symbol für den Untergang der Zivilisation durch die Zerstörung der Schöpfung Gottes durch die Menschheit. Mensch, Tiere, Pflanzen und Natur gehören zusammen: Sie bilden eine große Einheit im Schöpfungsgeschehen, und Mensch und Tier haben sogar denselben Atem, der auch der Odem Gottes ist, der Seine ganze Schöpfung beatmet. Die Kirche jedoch erklärte nur den Menschen zur "Krone" und zum "Herrscher" der Schöpfung, der sich eine angeblich unbeseelte Tier- und Pflanzenwelt mit roher Gewalt untertan machen dürfe und später den Himmel betreten dürfe, während die Seelen von Tieren angeblich mit deren Tod zugrunde gehen (so z. B. der "Heilige" Thomas von Aquin, mit dessen Seele in einem spiritistischen Gebet Papst Benedikt öfters spricht, um von dieser Seele im Jenseits Hilfe zu erhalten; in: Benedikt XVI., Licht der Welt, Freiburg 2010, S. 32). Die Folge dieser Lehren bekommt der Planet "Erde" und ihr "Herrscher", der Mensch, nun Jahr für Jahr immer deutlicher zu spüren. Man spricht "verharmlosend" vom "Klimawandel". Die gequälte und im Fieber liegende Mutter Erde stößt jedoch ihren Peiniger allmählich ab.

Das alljährliche Weihnachtsfest der kirchlichen Christenheit zeigt den Menschen dabei, was bald auch auf sie zukommt. Man quält und schlachtet Millionen von unschuldigen Tieren allein zum Gaumengenuss der Menschen und angeblich zur Ehre des Jesusknäbleins, der unter den Tieren im Stall von Bethlehem zur Welt kam und nicht bei den Menschen. Auch das ist ein Symbol: Die Tierwelt nimmt ihren Erlöser auf, nicht aber die Menschen. Das weitere Unrecht: Man gedenkt gerade an Weihnachten in den reichen kirchenchristlichen Ländern oft sentimental der hungernden Menschen. Doch verursacht die eigene Massentierhaltung und der maßlose, gigantische und gesundheitsschädliche Fleischkonsum unmittelbar diesen Hunger: Für ein (von den reichen Ländern subventioniertes) Steak für einen Reichen werden Mengen an Getreide verfüttert und Wasser verbraucht, die vielen Menschen das Leben retten würde (siehe z. B. http://www.das-weisse-pferd.com/01_03/welternaehrung.html, http://www.das-weisse-pferd.com/01_03/welternaehrung2.html).

Und man schlägt Millionen von Fichten und Tannen im vollen Saft und lässt sie in den Wohnzimmern sterben. Der sterbende Baum wird dabei mit allerlei Kugeln, Kerzen und Weihnachtsschmuck umhangen, um den Todeskampf zu verschönern - ein wirklich makabrer Todeskult. Doch wie es den Tieren und den Bäumen ergeht, das ist ein Symbol für die Täter - und zwar für das, was bald auch auf sie zukommen wird.

Vordergründig sieht man den schönen Schein, z. B. den aufwändig geschmückten Weihnachtsbaum bzw. Christbaum. Doch der junge Baum ist bereits im Alter zwischen acht und zwölf Jahren im Todeskampf. Er kämpft um sein Leben und wird verlieren. Andrea Polle von der Abteilung Forstbotanik der Universität Göttingen erklärt: "Wenn die Zellen des Baumes noch ausreichend mit Wasser gefüllt sind, betreiben sie Stoffwechsel - sie leben also" (Main-Echo, 24.12.2009). Deshalb sieht der Bauch im Wohnzimmer auch noch schön aus, weil er noch lebt. Allerdings fehlt jetzt ein lebenswichtiges Organ, die Wurzel. Pflanzen können sich nun unter Umständen helfen, neue Wurzeln zu schlagen, um zu überleben. Doch gilt das auch für den Weihnachtsbaum? Das Main-Echo schreibt: "Für eine abgesägte Tanne oder Fichte gilt das nicht. Sie können an der Schnittfläche keine neuen Wurzeln bilden, denn am Stamm ist das Pflanzengewebe zu stark verholzt." Die Wissenschaftlerin Andrea Polle weiter: "Die Vertrocknung setzt dem Leben des Weihnachtsbaumes schließlich ein Ende". Wenn die Wurzeln kein Wasser mehr nachliefern können, würden irgendwann auch die Zellen in den letzten Nadeln absterben.
Während beim Menschen und beim Tier der Atem entscheidend ist für Leben oder Tod, atmet die Pflanze also ein einem anderen, in einem längeren Rhythmus. Sie stirbt also langsamer, weil sie einen anderen Atem-Rhythmus hat.
Die Wissenschaftlerin tröstet sich wegen der sterbenden Bäume mit den Worten: "Der Weihnachtsgans geht es ja auch nicht anders." So ist es (vgl. hier). Erst der Baum, dann das Tier, dann der Mensch. Wie sich die Menschheit gegenüber Gottes Schöpfung und gegenüber den Ärmsten unter den Menschen gebärdet, das kann nicht mehr lange gut gehen (dies zeigt z. B. auch der Kinofilm Avatar - Aufbruch nach Pandora, wo eine naturverbundene Zivilisation durch den Menschen bekriegt wird). Die Apokalypse hat bereits begonnen ...

Weihnachten - Lesen Sie dazu auch unsere Meldungen:
Neuer Höhenrekord - 33 m hohe und 120 Jahre alte Fichte für den Vatikan abgeschlagen - Heuchlerische Papstrede
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Weihnachten - das Fest der toten Tiere
Verhöhnung von Christus - 10.000 sterbende Kinder pochen jeden Tag an die schweren Tore des Vatikan

Die Geburtstage von Buddha und Jesus

Wer nach lebendigen Alternativen zum weihnachtlichen Schlachtfest sucht, hier eine Weihnachtsgeschichte ohne Blut und Tod: Drei Kinder finden auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum die lebendigen Weihnachtsbäume.

Hier auch eine Alternative zur Darstellung der Bibel über die Geburt Jesu: Lesen Sie eine Geburtsgeschichte, die Berichte aus urchristlichen Schriften außerhalb der Bibel berücksichtigt und die frei ist vom falschen Dogma der Kirche (z. B. angebliche Jungfrauengeburt).
 



25.12.2009 / 30.11.2011 - Papstbotschaft zur "Bewahrung der Schöpfung": Das Wort "Tier" wird kein einziges Mal erwähnt / Vergöttlichung des Papstes und der Menschen in der Kirche - 11 Seiten lang ist die Botschaft von Benedikt XVI. zur "Bewahrung der Schöpfung" für den 1.1.2010. Der Papst gilt ja als ein "Meister" der geschliffenen Formulierungen und der ausgeklügelten Rede. Doch: Das Wort "Tier" kommt in seiner Botschaft zur angeblichen "Bewahrung" der Schöpfung kein einziges Mal vor, obwohl die "Schöpfung" zu einem großen Teil aus Tieren besteht. Allerdings taucht das "Tier" in dieser Botschaft acht Mal in Wortverbindungen auf: Orientierungen, existiert, orientiert, resultierenden, respektiert, profitiert, verabsolutieren, Verabsolutierung.
Bei den Protestanten ist es nicht viel besser. Ihnen ist es in ihrem Erwachsenen-Katechismus aus dem Jahr 2000 sogar gelungen, auf ca. 900 Seiten kein einziges Wort über Tierhaltung, Verzehr der Tiere, Tiertransporte, Tierversuche usw. zu "verlieren". Und auch 10 Jahre später, bei der 8. Auflage im Jahr 2010, wird das Leid der Tiere mit keinem Wort erwähnt.

Die kirchliche Religion gilt als "anthropozentrisch", das heißt auf den Menschen "zentriert". Doch dies ist für eine zutreffende Beschreibung noch nicht ausreichend. Die Kirche hat den Menschen darüber hinaus auch faktisch an die Stelle Gottes gesetzt, indem sie ihn zum "Herren über Leben und Tod" aller anderen Geschöpfe gemacht hat und indem sie das Wirken des Gottesgeistes in der gesamten Schöpfung leugnet.
Der Gottesgeist bzw. "Heilige Geist" wirke nach kirchlicher Lehre nur dort, wo Priester und Pfarrer die kirchliche Lehre unverfälscht predigen und die kirchlichen Kulthandlungen zelebrieren (vgl. hier z. B. die Definition bei den Lutheranern).
Und der katholische Kirchenführer gilt deshalb auch als Stellvertreter "Gottes", faktisch als Ersatz-Gott, dem sich laut dem "unfehlbaren "Dogma alle unterwerfen müssen, wie in anderen Religionen nur einem Gott. Und während Jesus noch zum "Heiligen Vater" im Himmel betet (Johannes 17,11), hat die Kirche diesen neutestamentlichen Gottesnamen ungeniert auf ihren Anführer übertragen.
Während die Kirche nun aber offiziell abstreitet, den Menschen zu ihrem "Gott" gemacht zu haben (da sie dann auch viele Mitglieder verlieren würde), wird zumindest der Kirchenpapst immer mehr als gottähnlich und "Gott" betrachtet. Papst Bonifatius VIII. (1235-1303) sagte einst noch ungeniert "Was bin ich anderes als Gott?" - so ähnlich wie mancher eventuell geisteskranke frühere römische Kaiser. Und in unserer Zeit huldigte Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano Joseph Ratzinger erst Ostern 2010 als neuer "sanftmütiger Christus auf Erden".

So könnte man im übertragenen Sinne sagen: In der kirchliche Religion wurde der Mensch selbst zum Götzen (wörtlich spricht man vom "Ebenbild Gottes"), der sich jedoch einem Obergötzen unterordnen müsse.
Natur und Tiere sind für diese Religion nur eine Art Kulisse für die menschlich-irdische Lebensgestaltung und sollen bzw. würden auf der Erde irgendwann zugrunde gehen, auch wenn der Papst natürlich, dem Zeitgeist Rechnung tragend, hier und da von der "Bewahrung der Schöpfung" spricht. In den späteren kirchlichen Himmel soll aber weder ein Baum noch ein Tier übernommen werden.
 


2010


15.1.2010 / 31.12.2010 - Findet die Apokalypse für die Kirche jetzt doch statt? - Es tut sich Merkwürdiges in der katholischen Kirche. Jahrhunderte lang hat die Vatikankirche verkündet, die so genannte "Endzeit" habe längst begonnen, nämlich mit Jesus von Nazareth, und sie werde in Gestalt der Kirche ihre Vollendung finden. Und jetzt plötzlich, am Beginn des Jahres 2010, werden ganz andere Töne angeschlagen. Nun, wo die weltweite Krise nicht mehr zu leugnen ist, wird von einer speziellen "Übergangs- und Krisenzeit" gesprochen. Und die Pressestelle des Ordinariats Würzburg gibt eine Pressemeldung heraus mit der Überschrift "Wir leben in der Endzeit" (POW, 3.1.2010). Diese Worte stammen von Bischof Friedhelm Hofmann persönlich, der zwar katholisch lehrmäßig korrekt hinzufügt: "Wir leben in der Endzeit, die mit der Geburt Jesu Christi begonnen hat" - dennoch stellte er das ganze Jahr 2010 unter das Thema Endspiel – Würzburger Apokalypse. Das letzte Buch der Bibel – also die Apokalypse bzw. Offenbarung des Johannes – solle "ganz bewusst in den Mittelpunkt gestellt werden".

Das Heft "Endzeit" - eine Antwort der Freien Christen auf die "Würzburger Apokalypse" der römisch-katholischen Kirche (gratis erhältlich)

Woher dieser kaum zu verhehlende Sinneswandel? Jahrzehntelang haben Kirchenfunktionäre, gerade auch aus dem Bistum Würzburg, Menschen verunglimpft und lächerlich gemacht, die versuchten, die Öffentlichkeit vor den Gefahren einer drohenden Klimakatastrophe zu warnen. Als "Endzeitapostel" wurden sie beschimpft, von Priestern beider großer Konfessionen. Von einer Umbruchszeit zu sprechen, das sei Panikmache – und das letzte Buch der Bibel, das sei ohnehin nur allegorisch zu verstehen (http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/der-schattenwelt-neue-kleider.php).
Und auf einmal? Da tut die Kirche so, als habe sie das Geschehen immer schon geahnt. Und als hätte sie schon immer etwas für die Natur übrig gehabt. So versucht sie, auch rasch noch auf den Zug des Klimaschutzes aufspringen! Doch der ist längst abgefahren. Der Papst verbreitet zwar seit kurzem Weltfriedensbotschaften mit "grünen" Appellen. Doch seinen Katechismus, in dem die Verachtung der Priestermänner für Natur und Tiere schwarz auf weiß nachzulesen ist, ändert er nicht.

Die evangelische Kirche
hinkt den neueren katholischen Erkenntnissen dabei noch vielfach hinterher. In der Ausgabe Nr. 2 des renommierten evangelischen Magazins idea-spektrum vom 13.1.2010 erschien zuletzt noch ein Artikel der bisherigen kirchlichen Art: Der unterhaltsame Weltuntergang - Die Spekulationen über das bevorstehende Ende der Welt schießen ins Kraut. Und weiter: "Geht es nach vielen Esoterikern, dürfte das angebrochene zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts schon bald zu Ende sein ... Warum fasziniert die Apokalypse derzeit wieder?"
Doch gerade als die Zeitschrift mit dem Spott über den "unterhaltsamen Weltuntergang" druckfrisch in den Briefkästen lag, gingen die ersten Meldungen von dem verheerenden Jahrhundert-Erdbeben in Haiti (UNO: "Die schlimmste Katastrophe aller Zeiten") durch die Presse.

Siehe dazu auch: Der Theologe Nr. 41 - Apokalypse: Die Offenbarung des Johannes für unsere Zeit
 



20.2.2010 / 4.6.2014 - Die totale Endzeit für Tiere - Verdopplung der Massentierhaltung und Fleischproduktion bis 2050 geplant - Doch die Erde macht nicht mehr mit - Die Apokalypse hat schon begonnen. Doch vor ihrem Höhepunkt, der gleichzeitig der Kipppunkt sein wird, treibt es die Menschheit erst noch auf die Spitze. Dazu gehört die Planung, die globale Massentierhaltung und Fleischproduktion, die schon heute die Hauptursache für Hungersnöte ist und zudem die Wasserknappheit massiv verschärft, zu verdoppeln. Bis 2050 soll es so weit sein. Um die rasant wachsende weltweite Nachfrage nach Fleisch zu befriedigen, "muss die Fleischproduktion von heute 228 auf 463 Millionen Tonnen steigen, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UNO am Donnerstag [18.2.] in ihrem Jahresbericht mit".
Mehr zu diesem Horror siehe unter
http://www.animal-health-online.de/lme/2010/02/19/fao-globale-fleischproduktion-muss-sich-bis-2050-verdoppeln/4251/. Doch eines ist sicher: Der Planet Erde macht hier nicht mehr mit. Und der Schöpfergott hat bereits den Hilfeschrei der bestialisch gequälten Tiere erhört und eine Entwicklung angekündigt, die den Fleisch- und Fischkonsum der Bestie Mensch beendet. Mehr dazu hier.
So weisen immer mehr Wissenschaftler auch auf den weltweiten Zusammenhang hin zwischen Massentierhaltung und Klimakollaps, und zu den Prognosen gehören. Bald werden die derzeit heißesten Monate im Sommer in Europa die kühlsten sein. Und Temperaturen wie im kalifornischen Death Valley mit über 50° Celsius werden Temperaturen sein, denen auch der Mensch dauerhaft ausgesetzt sein wird.
Darüber kann man die Kinder in unserer Generation schon einmal aufklären: Nach einer Zwischenzeit des "Weiterlebens" kommt bald die Zeit des "Überlebens" oder eben nicht ...
 



29.3.2010 - Der moralische Bankrott des kirchenchristlichen Abendlands erreicht einen neuen Höhepunkt: 54 Millionen neue "Versuchstiere" benötigt - Die Bestie Mensch treibt die Qualen für seine Mitgeschöpfe in ungeahnte Höhen. Wir klagen die Institution Kirche an, die den Tieren die unsterbliche Seele und die volle Leidensfähigkeit abspricht. Sie trägt die Hauptverantwortung an den neuen Massakern.
Mehr dazu hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,682876,00.html

 



29.5. / 23.6.2010 - Täglich flossen ca. 15 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko / Football, Jagdausflüge und fingierte Prüfberichte: Behörden waren von Konzern bestochen / Wie wäre das bei Atomkraftwerken? - Seit über einem Monat schoss das Öl in den Golf von Mexiko. Eine Technik, wie man bei einem solchen Unfall das aus der Erde heraus schießende Öl stoppt, hatten die Menschen bisher noch nicht entwickelt, vermutlich aus Kostengründen. Denn die  Konzern-Gewinne für die Ausplünderung des Planeten Erde in Höhe von vielen Milliarden Dollar jährlich sollen ja nicht "unnötig" geschmälert werden. Und erst vor wenigen Monaten haben die Ölkonzerne die größten Milliarden-Gewinne in der Geschichte der USA eingefahren - auf Kosten des Planeten Erde.
Und jetzt experimentiert man nach dem Super-Unfall vor der Küste der USA weiter und hofft, dass es mit irgendeiner Methode schon irgendwann gelingen werde, die Apokalypse wenigstens an dieser Stelle zu stoppen. Auf ausreichende Vorsorgemaßnahmen hatte man zuvor verzichtet, und nirgends auf der Welt sind die Sicherheitsvorkehrungen lascher als in den USA, das ja bis vor kurzem auch von einem Vertreter der Öl-Industrie als Präsident regiert wurde. Und die wenigen dafür tatsächlich oder nur angeblich installierten Vorkehrungen waren im Wesentlichen auch noch Schrott. Und auf Reparaturen im Vorfeld (als sich die mögliche drohende Katastrophe ankündigte, aber noch zu verhindern gewesen wäre) hatte man aus Kostengründen auch verzichtet. Und die US-amerikanischen Behörden waren bestochen und geschmiert. "Beamte der Behörde, so offenbarte jetzt ein Bericht des Innenministeriums, haben sich zu Jagdausflügen und Footballspielen einladen und mit Ölfirmenjets herumfliegen lassen. Im Gegenzug durften Ölmanager ihre eigenen Prüfberichte ausfüllen, mit dem Bleistift. Die Beamten zogen sie dann nur noch mit dem Kugelschreiber nach ... Viele Bohrprojekte wurden ganz ohne die vorgeschriebene Umweltprüfung erlaubt."
Schließlich hat man auch noch die eigenen BP-internen Sicherheitsvorkehrungen mit dem Segen der BP-Bosse nicht eingehalten, und wenige Stunden vor der apokalyptischen Katastrophe verlangte ein BP-Verantwortlicher gegen der erbitterten Protest der Techniker sogar, eine weitere Sicherheitsvorkehrung zu ignorieren (spiegel.de, 2.6.2010). Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch, dass der Ehepartner der überzeugt evangelischen US-Politikerin und Konzern-Lobbyistin Sarah Palin, die eine massive Politik gegen die Umwelt und die Tierwelt macht, bei BP arbeitete (siehe hier).

Nachdem ein Liter Öl eine Million Liter Wasser verseuchen kann, wären nach dieser Berechnung Ende Juni bereits ca. eine Billiarde Liter Wasser verseucht. Hinzu kommt, dass der Konzern BP zusätzlich tonnenweise die extrem giftige Chemikalie Corexit zur Ölbekämpfung ins Meer gekippt hat. Doch Ölkonzerne und ihre Bosse verdienen an der Ausbeutung des Planeten Erde so viele Milliarden, dass selbst ein solches apokalyptisches Unglück noch aus der Portokasse bezahlt werden kann - zumindest solange, bis man merkt, dass man Geld nicht essen kann. Natur und Tiere können ja vernichtet werden, so das tödliche Szenario, man müsse sie nach der Logik der Politiker und der Kirche (die Tiere dienen angeblich nur dem Nutzen des Menschen) nicht entschädigen. Nur den Räuber Mensch, dem durch eine Katastrophe ein Teil seiner Beute getötet und vergiftet wird, den müsse man "entschädigen".
 
Das ganze Szenario entwickelte sich im kirchenchristlichen Abendland, und fast alle Verantwortlichen nennen sich "Christen". Auch die Trauerfeier für die elf getöteten Arbeiter auf der Plattform fand vor einen großen Kreuz statt, und sie wurden als Helden und Märtyrer im kirchlich-gesellschaftlichen Sinne gelobt. Zuvor, im Jahr 2009, wurden die Männer von der Bohrinsel Deepwater Horizon alle noch gefeiert, weil ihnen die größte Tiefsee-Bohrung nach Öl gelungen ist, die es bisher weltweit je gegeben hat.
"Macht Euch die Erde untertan", so die biblische Aufforderung an die "Krone der Schöpfung", den Menschen, gemäß kirchlicher Lehre! Und die Kirche erlaubt die Ausbeutung und Vernichtung von Natur und Tieren zum angeblichen Wohle = Profit dieser "Krone", des Menschen. Von der Einheit allen Lebens, den Schmerzen aller Lebewesen und von den großen inneren Zusammenhängen (Was der Mensch der Mutter Erde und ihren Geschöpfen antut, fällt auf ihn selbst zurück) und von Gott, dem Schöpfer allen Lebens, haben die verkopften Pfarrer und Päpste keine Ahnung, sie sind letztlich nur Grabschaufelexperten.

Ähnliche Hilflosigkeit wie zuletzt im Golf von Mexiko könnte bei einem Atomunfall zu Tage treten [PS: Im März 2011 war es dann in Japan so weit]. Als 1986 der Reaktor von Tschernobyl explodierte, schickte die Sowjetunion Hunderte von Arbeiter in die Strahlenhölle, um den Reaktor in einen gigantischen Betonsarg einzumauern. Das führte zu einem Aufatmen im Rest der Welt, denn Widerspruch war damals dort nicht möglich. Der Strahlentod der Arbeiter folgte später.
Wenn das aber in Deutschland passiert, wen würde die Bundesregierung dann in einen explodierten Atommeiler zur Abdichtung der Lecks schicken? Das wäre einmal interessant, dies von der CDU/FDP-Regierung zu erfahren. Würde z. B. die katholische Kirche eine Eingreiftruppe aus Atomkraftbefürwortern segnen, die dann mit dem Versprechen des Papstes, anschließend den Himmel betreten zu können, sich der Radioaktivität entgegen wirft und die Verseuchung des Landes eindämmen könnte? Oder man könnte die Bundesregierung einmal fragen, was sie tun würde, wenn ein Erdbeben ein Atomkraftwerk zum Einsturz bringen würde? Oder ein Hochwasser den Meiler außer Kontrolle geraten lässt? Welche funktionierenden Pläne hat man dafür ausgearbeitet? Oder spielt man weiter Russisches Roulette, frei nach dem kirchlichen Motto: Allein der Glaube genüge für das Seelenheil, es wird schon nichts passieren.
Vgl. dazu auch "Der Theologe Nr. 53": Kernkraftwerke mit dem Segen des kirchlichen Gottes

 



23.6. / 4.8.2010 - Wird aus dem Wasserplaneten Erde bald der Schweröl-Planet? / Der göttliche Schöpfungsauftrag an den Menschen wird zurück genommen - Bis zum 15.7.2010 sind ca. 1.219 Milliarden Liter Schweröl in den Golf von Mexiko geflossen, dann wurde das Leck endlich gestopft und seit dem 3.8.2010 soll es endgültig dicht sein. Woche für Woche waren zuvor die Schätzungen der Ölmenge erhöht worden. Zuletzt gab BP zu, dass es täglich "bis zu 15,9 Millionen Liter" sein können, anfangs sagte man noch, täglich 800.000 Liter (bild.de, 20.6.2010). Geht man einmal davon aus, dass es "nur" 15 Millionen Liter waren und dass BP seit Anfang Juni täglich ca. zwei Millionen Liter davon abfing (tagesanzeiger.ch, 18.6.2010; bis auf einige Tag, an dem die Absaugglocke abgeschaltet war bzw. entfernt wurde), dann ergibt sich diese Schätzung.

Millionen von Tieren ersticken minütlich qualvoll und ihre Organe werden zersetzt. Da ein Liter Öl auch eine Million Liter Wasser verseuchen kann, könnten damit auch bis zu ca. 1.219 Billiarden Liter Wasser verseucht worden sein. Ein ökologisch für den ganzen Planeten und seine Bewohner notwendiger Lebensraum wurde gnadenlos vernichtet, auch wenn die Natur hilft, den Ölteppich zu zersetzen, denn die Mutter Erde gibt immer alles, was sie kann.

Würde der Verursacher für einen verseuchten Liter Wasser nur einen Cent Schadenersatz zahlen, was ja nur eine symbolische Anstandszahlung wäre, dann wären schon ca. 1,2 Billionen Euro aufgelaufen. Entsprechend gab auch BP-Chefökonom Christof Rühl zu, "die Umweltschäden der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko seien "womöglich nie wieder gutzumachen" (abendzeitung.de, 29.6.2010).

Fühlen wir uns einmal in die Opfer hinein, vor allem die unzähligen Tiere, die genauso leiden können wie Menschen. Und bitten wir für eine Umkehr der Menschen hin zu den Geboten Gottes - wozu auch gehört, die Tiere nicht mehr zu töten und zu verspeisen; siehe auch Der Theologe Nr. 7.
Der Lebensraum Meer ist vom Schöpfergott als Lebensraum für unzählige Tiere gedacht, vor allem Fische und Pflanzen, die teilweise vom Menschen noch gar nicht erforscht sind, und ein gesunder Wasserplanet Erde ist auch die Basis für einen gesunden Menschen. Dem Menschen wurde - gemäß der christlichen Tradition - einst die Sorge um die Schöpfung Gottes anvertraut, unter seine Obhut wurde der Planet gestellt. Doch der Planet und alles Leben auf ihm hat nur noch eine Chance, wenn dem Menschen diese Aufgabe wieder weg genommen wird und die Erde selbst sich nach und nach von den bestialischen Schandtaten reinigt, mit denen sie Jahr für Jahr immer mehr malträtiert wird. Dies ist bereits im Gange und wird vom Mensch verharmlosend "Klimawandel" genannt, was letztlich bedeutet: Nichts mehr, was heute die Basis der Zivilisation ausmacht, hat Bestand

De Realität am Golf von Mexiko war dabei so: "Den Vorsitzenden der Gremien [des US-Kongresses] zufolge hat BP aus Kosten- und Zeitdruck fünf hochriskante Entscheidungen getroffen, die am 20. April die Explosion auf der Bohrinsel Deepwater Horizon auslösten" (welt.de, 15.6.2010). "Um Geld zu sparen und schneller Gewinne einfahren zu können, habe sich BP wiederholt für billigere und damit riskante Technologien entschieden" (spiegel.de, 17.6.2010). Sicherheitsprobleme auf der Bohrinsel ´Deepwater Horizon` wurden von den Bossen "ignoriert". Und das, obwohl die Ölindustrie noch überhaupt keine funktionierende Technik für den Fall eines Unfalls entwickelt bzw. erprobt hatte. Das heißt: Der Hochseilartist fängt plötzlich auf dem Seil an, riskante und noch nie erprobte Luftsprünge zu machen, obwohl unten nicht einmal ein Fangnetz angebracht ist. Also: Keine Vorsorge für einen solchen Unfall, obwohl die Ölindustrie Milliarden und Abermilliarden an der Ausbeutung der Erde verdiente und den Verantwortlichen gigantische Spitzeneinkommen zahlt, wie sie kaum andere Menschen auf diesem Planeten bekommen. So verdient BP-Chef Tony Hayward z. B. 9,8 Millionen Euro im Jahr (spiegel.de, 30.6.2010). Mittlerweile gab der BP-Chef zu, es sei "unzweifelhaft wahr, dass wir nicht die Werkzeuge in unserer Werkzeugkiste hatten, die man braucht" (sueddeutsche.de, 3.6.2010). Noch nirgends auf der Welt gebe es solche Werkzeuge.

Ein großes Stück Erde wurde bereits Stück um Stück vernichtet und es ist eine der vermutlich größten Katastrophe aller Zeiten (2/3 des Planeten sind von den Weltmeeren bedeckt), verursacht durch verantwortungslosen Leichtsinn aufgrund der Profitgier, aber auch der religiösen Sorglosigkeit des Menschen ("Gott" werde es schon irgendwann wieder richten). Weiter gilt: "Am Golf von Mexiko bestimmt BP, wer die Ölpest zu Gesicht bekommt. Die Firma blockiere die Berichterstattung über die Katastrophe, sagen Journalisten. Mit riskanten Tricks erlangen Reporter Zugang zur Sperrzone - ihnen bieten sich grausige Bilder" (spiegel.de, 12.6.2010). Doch auch Polizei und Militär versuchten nach Kräften, die Berichterstattung zu verhindern. Sie würden im Auftrag von BP handeln. Wieso eigentlich von BP? Sind die USA nicht ein eigenständiger Staat? "Das Öl gehört BP", so die Antwort eines Sheriffs vor Ort.

 



23.6.2010 / 21.1.2013 - Die kosmische Schuld des Protestantismus am Niedergang der Zivilisation - Martin Luther lehrte, allein der Glaube an einen angeblichen "Sühnetod" von Christus sei im Hinblick auf das Seelenheil der Menschen maßgeblich. Und nur darauf käme es letztlich an. Alles, was der Mensch tue, Gutes oder Böses, und was daraus folge, sei demgegenüber nicht so wichtig. Diese Lehre jedoch ist lebensgefährlicher Unsinn, bedroht mittlerweile den ganzen Planeten Erde und hat mit Jesus nichts zu tun (vgl. z. B. Der Theologe Nr. 35). Denn mit seiner Lehre riss Martin Luther die Hemmschwelle gegenüber allen Verbrechen nieder, auch die Hemmschwelle gegenüber den apokalyptischen Verbrechen und Fahrlässigkeiten unvorstellbaren Ausmaßes. Denn die schlimmsten nur denkbaren Gräuel gehören für den evangelischen Theologen seither "nur" zu den so genannten "vorletzten" und damit zweitrangigen Dingen; auch die "hochriskanten Entscheidungen" von BP (siehe oben), die zur apokalyptischen Katastrophe im Golf von Mexiko führten, seien nur "vorletzte" Dinge; im Vergleich zu den so genannten "letzten" Dingen, die für das Seelenheil von Bedeutung seien, nämlich Entscheidungen über den angeblich "rechten" Glauben (vgl. unten die Stellungnahme des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler). Nicht zufällig sind die apokalyptischen Täter neben Katholiken meist Protestanten. Hier einige beispielhafte Belege für den evangelischen Glauben:
1957 - EKD-Vorsitzender Dr. Otto Dibelius
Selbst "die Anwendung einer Wasserstoffbombe sei vom christlichen Standpunkt aus nicht einmal eine so schreckliche Sache, da wir alle dem ewigen Leben zustreben." Wenn eine solche Bombe eine Million Menschen töte, so erreichten die Betroffenen "umso schneller das ewige Leben" (Otto Dibelius, Militärkirche oder kirchlicher Friedensdienst, zit. nach Manfred Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Beck-Verlag, München 1999, S. 259).
1993 - Billy Graham, einflussreichster protestantischer Prediger der Welt und Befürworter aller Kriege der USA
"Der Schrecken eines Atomkriegs geht - im Blick auf die Ewigkeit - vorüber. Der Zorn, der sich über alle ergießen wird, welche die angebotene Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus ablehnen, ist viel schrecklicher"
(Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?, Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173; vgl. auch "Der Theologe Nr. 22" über Billy Graham).
2006
- Der mittlerweile zurückgetretene evangelisch-lutherische Bundespräsident Deutschlands, Horst Köhler, auf der EKD-Synode im Jahr 2006 in Würzburg
"Was ich mir von den Kirchen wünsche, ist die klare Unterscheidung zwischen letzten und vorletzten Dingen. Alle Politik gehört zu den vorletzten Fragen. Die letzten Fragen - nach dem Sinn von Leben und Sterben - wach zu halten, darauf kommt es heute vielleicht am allermeisten an. Hier besonders erwarte ich die Stimme der Kirchen" (zit. nach idea-spektrum Nr. 22/2010).

2010 - "Basiswissen Christlicher Glaube", ein Glaubenskurs in der evangelischen Kirche
"Wenn in der Offenbarung [dem letzten Buch der Bibel] von einem tausendjährigen Reich die Rede war, an dessen Ende der Teufel aus seinem Kerker befreit und ein letztes Mal auf die Menschheit losgelassen werden sollte (Offenbarung 20), dann kehrte die Angst davor immer wieder. Man suchte nach Anzeichen für das Ende und weil man sie suchte, fand man sie auch. Vage Zukunftspropheten wie der französische Arzt Nostradamus (1503-1566) finden bis heute in Krisenzeiten aufmerksame Interpreten. Die Horrorgeschichten des Bußpredigers Johannes Tetzel über das Jüngste Gericht füllten die Kassen des Vatikans ... Diesem lukrativen Geschäft mit der Angst machte Martin Luther mit seiner Einsicht, dass Gott uns alleine aufgrund unseres Glaubens im Gericht gnädig ist, theologisch zumindest für die evangelische Welt prinzipiell ein Ende (Basiswissen Christlicher Glaube, München 2010, zit. nach Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 22/2010 vom 30.5.2010).

Protestanten glauben - wie auch Katholiken - sinngemäß, dass Jesus eines Tages wie durch "Knopfdruck" plötzlich auf die Erde wiederkommen würde und den apokalyptischen Horror (atomare Verseuchung, Vergiftung des Planeten, Katastrophen unvorstellbaren Ausmaßes, grausame Kriege, furchtbare Krankheiten) mit einer Art "Augenzwinkern" beende, weswegen sich die Kirchenchristen auch nicht scheuen, am apokalyptischen Desaster, wie z. B. Kriegen, selbst mitzumischen, da sie ja allein aufgrund ihres Glaubens sozusagen einst von der Hölle auf Erde in ihren Himmel hinein "katapultiert" würden, auch wenn sie z. B. selbst kurz zuvor noch Atombomben abgeworfen hätten.

Vgl. dazu auch die Offenen Briefe von Urchristen an den damaligen EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischof Professor Dr. Wolfgang Huber im Jahr 2009, vor allem den 2. Brief, der an die EKD-Denkschrift Umkehr zum Leben anknüpft.

Ein weiteres Beispiel aus der protestantischen Welt: Zu einem Gebetstag anlässlich der Öl-Katastrophe vor der Küste der USA versammelten sich "am 6. Juni [2010] Tausende Protestanten in den Anrainerbundesstaaten des Golfs ... Gott habe die Wasser des Roten Meeres zurück gehalten, um das Volk Israel zu retten; dann könne er auch dem Ölleck Einhalt gebieten", so die Botschaft von Dan Berry, Superintendent der evangelischen Wesleyan Church (Evangelisches Sonntagsblatt, 13.6.2010).
Doch was soll "Gott" denn tun? Selbst wenn Er dem "Ölleck" oder einer anderen Katastrophe auf der Stelle "Einhalt gebieten" würde, woran die hier versammelten Protestanten zu glauben versuchen, so würden die Menschen doch ihren Crash-Kurs fortsetzen, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann die nächste Katastrophe kommt. Solange keine Einsicht und Umkehr und eine Aufarbeitung der Ursachen der Katastrophen erfolgt, würde sich selbst bei der Chance für einen Neuanfang alles wieder in den Abgrund entwickeln. So wie es offenbar schon einmal war, wenn man aus den unzähligen Erzählungen und Mythen über eine vergangene Sintflut auf eine reale Sintflut zurück schließt, die den größten Teil der Erde schon einmal überschwemmt hatte.
Doch schon der jüdische Prophet Henoch sah in einer Vision dazu:
"Darnach wird die Gottlosigkeit noch weit größer sein als die, die zuerst auf der Erde begangen worden ist …" (1. Henoch 106, 19; vgl. hier)

Dabei macht den evangelischen bzw. lutherischen Glauben so gefährlich, dass selbst das allergrößte Verbrechen gegen die Menschheit, z. B. ein Völkermord, aus evangelischer Sicht nur ein "vorletztes" Ding sei, weswegen "rechtgläubige" Täter trotzdem allesamt ohne weitere Bedingungen den "Himmel" betreten können und dort dann quasi per angeblichem "Ratschluss Gottes" zu besseren Menschen "verzaubert" würden.
 

Während wir über den Himmel streiten, gehen wir auf Erden zugrunde.

(Heinrich Heine, 1797-1856)


In Wirklichkeit kann der "Himmel" aber nur kommen, indem immer mehr Menschen sich im Inneren ändern und Schritt für Schritt die Gebote von Jesus, dem Christus befolgen. Alles andere ist Irreführung und Scharlatanerie. Doch selbst, wenn die "Knopfdruck-Theorie" der Kirchenchristenheit von der plötzlichen Umwandlung der "sündhaften" Welt bzw. von einem von außen kommenden "Himmel" (in den die korrekt Gläubigen dann nur noch einzutreten bräuchten) stimmen würde, wie würde es dann langfristig weitergehen? Dann würde sich im Laufe der Zeit das höllische Desaster wieder neu einstellen, weil die Menschen in ihrem Inneren keine anderen geworden sind, es sei denn, man würde sie zwingen, bestimmte Dinge nicht mehr zu tun, doch das widerspricht dem göttlichen Prinzip der Freiheit. Es würde also auf Dauer gar nichts nützen, selbst wenn sich die kirchlichen Zauberträume kurzfristig erfüllen würden.
Und so lautet daher auch das eherne Natur-Gesetz von Saat und Ernte: Es werde präzise diejenige Ernte hervor gebracht, die zuvor jeweils gesät worden war, damit die Verursacher in der jeweiligen Ernte ihre Saat erkennen und diese ändern, ob im Diesseits oder im Jenseits.

 



26.6.2010 / 30.11.2011 - Protestanten als selbsternannte "Racheengel" der Apokalypse. Sie verwandeln das Meer in Blut - Auf den Färöer-Inseln färbt sich immer wieder das Meer in Blut. "Weißseitendelfine, Grindwale, Große Tümmler – Hunderte dieser Walarten fallen jedes Jahr dem Grindadràp, einem blutigen Gemetzel auf den Färöer Inseln, zum Opfer" (focus.de, 23.6.2010). Alle Jahre wieder hat der Grindadràp auf der zu Dänemark gehörenden Insel zu Beginn des Sommers seit über 400 Jahren "Tradition".
"
Schon die Kinder seien bei dieser Veranstaltung dabei und erlebten sie als etwas Natürliches." "Mit speziell für den Grindadràp hergestellten Messern schneiden die Färinger [so nennt man die Bewohner der Färöer-Inseln] den Delfinen die Kopfarterie durch", so Karlowski. "Da die Tiere auch unter Wasser etwa 20 Minuten ohne Sauerstoff bleiben können, verbluten sie bei vollem Bewusstsein," so Ulrich Karlowski, Diplombiologe und Sprecher der Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD). Nun soll diese grausame Tradition jedoch zumindest überprüft werden. Denn das Fleisch der Meeressäugetiere sei immer mehr "mit Schwermetallen wie Quecksilber und mit Pestiziden belastet". Doch dann im Jahr 2011 wieder das grässliche Massaker, wie alle Jahre.

Und das Meer "wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben" - Evangelische Tradition des Grindadràp (GNU-Freee Documentation Licence, GFDL, Arne List)

Die Einwohner der Insel sind fast ausschließlich gläubige Protestanten
. 84 % der  Bevölkerung sind Mitglieder der evangelisch-lutherischen Staatskirche und die lutherischen Pfarrer sind die maßgeblichen moralischen Instanzen des Landes. 10 % der Einwohner gehören zu so genannten evangelischen "Brüdergemeinden", die besonders auf eine gelebte Frömmigkeit im Alltag Wert legen. Und 5 % sind Mitglieder evangelischer Freikirchen. Sie alle setzen eine Endzeit-Prophezeiung aus der Apokalypse des Johannes in die Tat um. Dort, im letzten Buch der Bibel, heißt es: "Und der zweite Engel goss aus seine Schale ins Meer; und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben" (16, 3). Nun zeigt sich also z. B. in der Nordsee, wer diese geheimnisvollen "Engel" wirklich sind. Es sind die Menschen selbst, welche die Meere und damit auch ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstören (vgl. dazu auch die Katastrophe im Golf von Mexiko, wo sich das Meer braun färbte), und es kommt nur das auf sie zu, was sie selbst angerichtet haben.

Lesen Sie Wenn sich das Meer rot färbt in http://www.focus.de/wissen/bildung/tid-18749/massaker-wenn-sich-das-meer-rot-faerbt_aid_522145.html. Für den evangelischen Glauben gilt das Gebot "Du sollst nicht töten" nicht gegenüber Tieren, und Tiere spielen im evangelischen bzw. lutherischen Bekenntnis keine wesentliche Rolle. Der Evangelischen Kirche in Deutschland ist es in ihrem Erwachsenen-Katechismus aus dem Jahr 2000 sogar gelungen, auf ca. 900 Seiten kein einziges Wort über Tierhaltung, Tiertötung, Verzehr der Tiere, Tiertransporte, Tierversuche usw. zu schreiben, und auch der 8. Auflage aus dem Jahr 2010 ist das Tierleid nicht einmal eine Zeile wert.

Doch die Färinger sind ja nicht die einzigen brutalen lutherischen Tierschlächter. Denken wir nur an die grausamen Schlachthöfe in allen größeren Städten der Welt.


 



28.6.2010 - Melanchthon-Jahr 2010: Völlerei und Tierverachtung im Protestantismus - Die kirchlichen Lehren von den Tieren, die angeblich keine unsterbliche Seele haben und denen später der Himmel verschlossen bliebe, bahnten den Weg in die heutige tierquälerische Massentierhaltung mit ihrem hemmungslosen Fleischverzehr in den reichen Ländern der Erde. Diese Haltung den Tieren gegenüber zeigt sich auch an der damaligen Bewirtung von Philipp Melanchthon (1497-1560), dem großen protestantischen Reformator in Deutschland neben Martin Luther. Als Philipp Melanchthon einmal in Nürnberg einkehrte, wurde er wie folgt bewirtet: "Schweinekopf und Lendenbraten in saurer Sauce, Forellen und Eschen, Rebhühner mit Kapaun und Hecht in Sülze, Wildschweinbraten mit Pfeffersauce ... so ging´s zu, wenn der Herr Philipp kam ... im Alltag ging es bescheidener zu" (zit. nach Veranstaltungen in Luthers Landen, Kulturmagazin für Sachsen-Anhalt und Thüringen, 1997, S. 12).
 



26.8. / 4.9.2010 - 1. Kirchentag Mensch und Tier in Dortmund: Tierschützer von Kirche als Feigenblatt missbraucht - Im Vorfeld des 1. Kirchentages Mensch-Tier vom 27.-29.8.2010 gab Pfarrer Holger Janke vom Veranstalter AKUT (Aktion Kirche und Tiere e.V.) zu, dass die Tierschützer in der Kirche ihrer Institution ein Alibi geben: "Für die Kirche fungiere AKUT letztlich als eine Art Feigenblatt, denn nur unzureichend seien die amtskirchlichen Bemühungen zum Thema Tierschutz, meint Janke", so domradio.de (http://www.domradio.de/aktuell/66946/beten-und-bellen.html).
Und weiter heißt es bei domradio.de: "Die Schauspielerin und Politikerin Barbara Rütting ... hat wieder abgesagt, weil ihr die Ausrichtung des Kirchentags nicht radikal genug gewesen sei, bedauert Janke". Ein Beispiel dafür: "Wer nicht auf Fleisch verzichten wolle, solle zumindest Bio-Qualität kaufen, rät Janke. ´Dann weiß ich wenigstens, dass das Tier vor seinem Tod auch ein Leben gehabt hat, und nicht nur Folter.`"
Im Unterschied zu dem kirchlichen Aktionsverein lehren jedoch Nachfolger des Christus, dass das Gebot "Du sollst nicht töten" auch gegenüber Tieren gilt, weswegen sie sich vegetarisch ernähren - so wie es auch in der Schöpfungsordnung vorgesehen ist (siehe Bibel, 1. Mose 1, 29) und von Jesus, dem Christus, wieder bekräftigt wurde. Ganz anders jedoch die Lehren der Kirche.  

In einer Presseerklärung zu diesem Kirchentag riefen die "Freien Christen für den Christus der Bergpredigt" deshalb dazu auf: "Rettet die Tiere vor der Kirche". Ein "Kirchentag" für die Tiere sei ein "Widerspruch in sich". Hierbei "werde der Bock zum Gärtner gemacht". In einer ausführlichen Stellungnahme erklären die Freien Christen darüber hinaus: "Wird hier nicht ehrliches Engagement für die Tiere dazu missbraucht, der Institution Kirche als Feigenblatt zu dienen, um deren grauenhafte Kirchenlehre und Feindseligkeit gegen die Tierwelt zu verdecken?"

Der Veranstalter äußert sich ebenfalls zu diesem Thema: "Pfarrer Ulrich Seidel vermisst die Unterstützung der Amtskirchen. Auch die Bemühungen um Kontakte auf den großen Kirchentagen seien im Sande verlaufen. Er glaubt, dass das Thema ´Tier` auch in den beiden großen Kirchen nur mit Fingerspitzen angefasst werde. Einmal, weil man sich sage, dass zu allererst einmal der Mensch das von Gott berufene Wesen sei; zum anderen seien Agrar- und Jagd-Lobby so stark, dass man sich mit diesen Gegnern nicht anlegen wolle" (wdr.de., 29.8.2010).
Bei der Abschlussveranstaltung kamen dann auch nur ca. 80 Besucher und die Amtskirchen verweigerten jegliche finanzielle Unterstützung für diesen Kirchentag.

 



4.9. / 9.9.2010 / 12.10.2012 - Tiermordland Deutschland: Grundbesitzer werden per Gesetz zum Jagen und Morden von Tieren gezwungen. Sie dürfen aber auch einen Killer beauftragen - "Eigentum verpflichtet, auch zum Töten: nämlich von Tieren, wenn es sich bei dem Besitz um ein ausgewiesenes Eigenjagdrevier handelt. Wer über ein solches Grundstück verfügt, ist laut deutschem Recht verpflichtet, für regelmäßige Jagden darauf zu sorgen. Vor dieser Pflicht kann sich ein Jagd-Unwilliger nicht einfach unter Berufung auf weltanschaulich-religiöse Gründe oder sein Gewissen freistellen lassen. Darauf hat jetzt das Bundesverwaltungsgericht bestanden (Urteil vom 23.6.2010, Az. 3 B 89.09).
Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) berichtet, hatte eine GmbH & Co. KG, deren Grundstücke ein Eigenjagdrevier bilden, bei den Behörden ein zehnjähriges Ruhen der Jagd auf ihren Besitztümern beantragt. Die Gesellschafter und Mitarbeiter der GmbH hielten es für mit ihrem Gewissen nicht vereinbar, Tiere zu töten oder zumindest an der Tötung durch Dritte mitzuwirken - nur weil sie Besitzer eines Jagdreviers seien. In diesem Zwang wider ihr Gewissen sahen sie sich in der freien Wahrnehmung ihrer unveräußerlichen Menschrechte beschränkt. Dieser Argumentation wollten die Leipziger Richter nicht folge
n ...
" (Pressemeldung der Deutschen Anwaltshotline vom 3.9.2010).
Dahinter stecken einmal mehr die katholischen und evangelischen Lehren, welche den Tieren die volle Leidensfähigkeit, die unsterbliche Seele und den Recht auf einen Lebensraum absprechen. Und die Richter in Deutschland sind eben überwiegend katholisch oder evangelisch und zu einem großen Teil Jäger. Für die Kirche und die von ihr geprägten oder indoktrinierten Menschen müssen sich alle Lebewesen dem Ego-Wohl des Menschen und seiner Gaumenlust und seinem Profitdenken gnadenlos unterwerfen, auch durch einen qualvollen Tod, wenn sich davon irgendein Mensch einen vordergründigen Vorteil verspricht, z. B. ein paar Euro mehr im Geldbeutel.
Und auch wenn dabei der ganze Planet Erde zerstört wird, kämen die dafür verantwortlichen Täter gemäß kirchlicher Lehre dank ihres "rechten Glaubens" später in den "Himmel". Die Seelen der Tiere gehen jedoch angeblich mit ihrem Körpern zugrunde, so z. B. der große Kirchenheilige Thomas von Aquin, etwa, wenn ein angeschossenes Tier sich noch Kilometer lang durch den Wald schleppt, bis es elendiglich verendet. In diesem Augenblick geht nach katholischer Lehre dann auch seine Seele zugrunde, während der Jäger, der dem Tier die furchtbaren Qualen bereitet hatte, durch die Einnahme einer Hostie vor dem Sonntagsbraten bereits am ewigen Leben in Herrlichkeit teilhat.
Mehr Hintergrundinformationen dazu siehe in unserer Meldung hier sowie Der Theologe Nr. 7 über die Barbarei an den Tieren im kirchenchristlichen Abendland.

[2012] - Der Europäische Gerichtshof erlaubt Grundstücksbesitzern nun, die Tierjagd auf ihrem Grundstück einzustellen. Auch Deutschland muss dem Urteil Folge leisten. Doch wie die deutschen Politiker und Jägerlobbyisten versuchen, den Europäischen Gerichtshof und die Tierfreunde auszutricksen, siehe hier.

PS: Wollen Sie im Jenseits den "Heiligen" Thomas von Aquin und über 200 Päpste auf ihren Sänften wieder sehen, aber keine Tiere mehr, dann bleiben Sie katholisch. Möchten Sie jedoch wieder Tiere sehen und Menschen, die im Frieden miteinander und mit den Tieren leben, dann treten Sie aus!

 



8.9.2010 / 5..6.2014 - Neues EU-Recht: Die Vernichtung von Natur und Tieren durch die europäische Politik eskaliert - Die überwiegend von ihren kirchlichen Vorstellungen gesteuerten oder indoktrinierten Politiker Europas führen die Menschheit den nächsten Schritt nach unten in Richtung eigener Vernichtung. Dieses Mal haben sie die Bestialität gegenüber den Tieren bei den Tierversuchen noch weiter verschärft.
Wir zitieren dazu aus dem Kommentar der taz vom 8.9.2010:
"Da können Bürgerinnen und Bürger Petitionen schreiben, so viel sie wollen - das Brüsseler Gemauschel ist schließlich stärker. Und wieder einmal haben sich diese Befürchtungen mit der Neufassung der EU-Tierversuchsrichtlinie bewahrheitet ... Bahn frei für mehr Quälerei unter dem Deckmantel der ´Grundlagenforschung` und des ´unabdingbaren` Versuchs ... Der [ursprüngliche] Entwurf sah noch vor, dass sogenannte Alternativmethoden, sofern verfügbar, angewandt werden müssen. Bereits das Wort ´Alternativmethode` ist irreführend - als ob Tierversuche Standard wären, alles andere eine Abweichung.
Und genau das [Tierversuche als Standard] wird gesetzlich auch festgeschrieben: Nach der neuen Regelung müssen diese Methoden erst das gesamte Prozedere behördlicher Anerkennung durchlaufen, selbst wenn sie bereits seit langem praktiziert werden. Dafür sind umfangreiche Studien erforderlich, die das Verfahren auf Jahrzehnte ausdehnen können. Tierversuchen dagegen werden solche Hürden nicht zwingend auferlegt ... Nun aber dürfen die Mitgliedstaaten keine strengeren Tierschutzstandards mehr beschließen [Und weiter geht es also mit dem langsamen Kehlendurchschneiden und was man sich sonst alles noch ausdenkt und wer es verbietet, verstößt gegen die Gesetze] ... Wenig betrübt dürfte sich Forschungsministerin Annette Schavan zeigen, die im europaweiten Kniefall vor der Tierversuchslobby keine starke Figur gemacht hat".

Annette Schavan (CDU) ist bekanntlich praktizierende Katholikin, die 2011 mit der Luftwaffe der Bundeswehr sogar zur Privataudienz zum Papst geflogen ist, und über allem Gemetzel und aller Barbarei steht sowieso segnend der Papst, der im Katechismus der Katholischen Kirche Tierversuche ausdrücklich erlaubt und damit gefördert hat. So heißt es in Satz Nr. 2417: "
Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig." Und natürlich sagen die Politiker in Brüssel, dass das millionenfache Foltermassaker an den Tieren genau das ist, was "in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig" sei und dem entspricht , was der Papst erlaube. Passend dazu wurde Annette Schavan 2014 auch zur Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Vatikan ernannt, nachdem sie 2013 ihren Doktortitel aufgrund von Plagiaten verloren hatte.
Mahnende und warnenden Prophetenworte zum Schutz der Tiere werden von Kirche und Politik in den Wind geschlagen und verhöhnt. Die Folgen davon sind bereits immer mehr spürbar, doch noch immer kehren Kirche und Politik nicht um.

 



23.9.2010 - Die Bestie Mensch und seine Priester: Der Leidensweg der 500.000 Küken und Hühner für das Oktoberfest - Erzbischof Agostino Marchetto aus dem Vatikan "feierte" mit den Oktoberfestbesuchern im Zelt "Hippodrom" im Jahr 2010 das traditionelle römisch-katholische Pontifikalamt (wo der Bischof mit seinen "Insignien" wie Mitra, Zepter, Krummstab, Bischofsschal usw. auftritt) zum Oktoberfest in München. Im Jahr 2009 "feierte" der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich im Hippodrom dort auch den ersten evangelischen Oktoberfest-Gottesdienst. Und dann gibt es natürlich noch den ökumenischen Wies´n-Gottesdienst, an dessen Ende der Segen beider Großkonfessionen in die fleisch- und bierdunstgeschwängerte Atmosphäre hinein "geblasen" wird.
Die Kirche segnet damit wie üblich auch die grausamen Praktiken an den Tieren ab, und danach wird kräftig geschlemmt. In der Ochsenbraterei werden "ganze" Ochsen am Spieß gegrillt, ca. 200 werden so pro Oktoberfest als getötete Fleischkörper zur Schau gestellt. Hinzu kommen ca. 500.000 junge Hühner, die gerade wenige Wochen zuvor als Küken geschlüpft sind. Focus.de beschreibt den furchtbaren Leidensweg der Küken bis zu ihrer Bestimmung zum Gaumengenuss der Bestie Mensch. Denn auch die Tiere leiden, auch wenn die Kirche das bestreitet oder als "nicht schlimm" herunter zu spielen versucht. Jeder Mensch mit einem wachen Gewissen weiß, dass es anders ist.

Lesen Sie mehr über den grausamen Leidensweg der Tiere mit dem Segen der Kirche für das Oktoberfest unter
http://www.focus.de/panorama/welt/tid-19917/kult-mahlzeit-in-60-tagen-auf-den-teller_aid_554404.html

Dafür und für vieles mehr wird der Mensch einst büßen und seine Priester und Pfarrer werden als Hauptschuldige dafür zur Rechenschaft gezogen. Sie werden auch zur Rechenschaft gezogen für ihren Verrat an der Botschaft von Jesus (vgl. dazu Der Theologe Nr. 7) und an ihrer eigenen Bibel, denn nach dem Schöpfungsbericht sind die Tiere von Gott der "Fürsorge" des Menschen anvertraut.
 



1.10.2010 / 27.11.2011 /12.10.2012 / 1.10.2013  / 4.6.2014 - Stuttgart 21, die Zukunftsblindheit der führenden Politiker und die Unterwanderung der Demokratie

300 Jahre alte Bäume "geschreddert" und viele Jugendliche und Kinder verletzt

Ingenieur warf Kastanien, bevor ihm Auge zerstört wurde - Ermittlungsverfahren wegen Kastanien

Das naturfeindliche Gottesbild der Kirche

Keine zweite Erde für Gottes vermeintliches Ebenbild

Der grenzenlose menschliche Hochmut gegenüber anderen Lebensformen

Kirchenführer und Politiker ignorieren die Warnungen von Wissenschaftlern und Weisen

Die Vorwarnungen des Schicksals

Staatliche Gelderverschwendung: Für einen Bahnhofsneubau und die Kirchenhierarchien

Politiker ignorieren die Stimmen der Jugendlichen und die Zeichen der Zeit

Stuttgartopolis und die Unterwanderung der Demokratie

Schützt "Gott" die Atomkraftwerke und Stuttgart 21?

"Die Abgeordneten kannten gar nicht die Risiken" von Stuttgart 21

Erinnerung an eine Politik der "verbrannten Erde"

Was bewirkte die so genannte "Vermittlung" und wem nützt sie?

Bewaffneter stellvertretender Ministerpräsident verspottete Bürger und Jugendliche

Weitere Literatur
  

Foto: Stuttgart 21 lässt sich nur mit Polizeigewalt durchsetzen. Szene vor der Rodung von stattlichen Bäumen im Stuttgarter Schlossgarten - Lizenz: Mussklprozz; gemeinfrei nach Wikimedia-Commons

Der evangelisch-lutherische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und sein Innenminister Heribert Rech (CDU) ließen am 30.9.2010 Wasserwerfer, Reizgas und Knüppel auch gegen Hunderte von Jugendliche und Kinder einsetzen (einige Verletzte waren Kinder im Alter ab acht Jahren), damit die prachtvollen Bäume im Schlosspark von Stuttgart, die dort seit vielen Generationen stehen, für einen jede vernünftige Größenordnung sprengenden und geologisch höchst riskanten Bahnhofsneubau gefällt werden können. In seinem Gefolge auch der evangelisch-lutherische Pfarrer Johannes Bräuchle (CDU), der immer wieder mit der Bibelstelle Römer 13, 1 ("Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat") auf die Gehorsamspflicht der Bürger gegenüber der Obrigkeit hinweist (z. B. Fränkische Nachrichten, 13.11.2011).
Und auch der Religionsführer Martin Luther ging einst knüppelhart vor, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer gegen Römer 13 verstieß und der Obrigkeit nicht gehorchte.
Für weit über 1000 Kinder und Jugendliche war dies die erste Demonstration, an der sie teilgenommen hatten, und sie bekamen eine Lektion, die sie sicher niemals vergessen werden. Viele Jugendliche waren auch Tage danach "psychisch so angeschlagen, dass sie kaum über das Erlebte sprechen können. Immer wieder schildern sie den Einsatz von Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken als ´vollkommen unnötig`, ´ohne Bedrängnis`" (stern.de, 9.10.2010).

300 Jahre alte Bäume "geschreddert" und viele Jugendliche und Kinder verletzt

Die ersten 50 Opfer der gewaltsamen Räumung des Parks waren nach Berichten von spiegel.de dann auch allesamt Kinder, die teilweise schützende Kreise um die Bäume zu bilden versuchten. Und die Demonstranten waren insgesamt zu einem großen Teil Jugendliche und junge Menschen. Eine Mutter klagt: "´Ich bin fassungslos. Meine 16-jährige Tochter Marie hat nichts getan, die Gewalt ging ausschließlich von der Polizei aus! ... Marie wurde bei der Demonstration von einem Beamten zu Boden gestoßen. Als sie wieder aufstehen wollte, stand ein Polizist auf ihren Haaren`. Kurz darauf habe das Mädchen auch noch einen Schlag mit dem Stock abbekommen. ´Als sie sich unter einer Plane vor dem Wasserwerfer schützen wollte, haben Polizisten Pfefferspray darunter gesprüht`" (bild.de, 9.10.2010). Solche und ähnliche "Lektionen" bekamen Hunderte von Kindern.
Einige der Bäume waren über 300 Jahre alt, mit einem Stamm, bei dem es viele Menschen braucht, um ihn überhaupt umfassen zu können, was die Holzfäller und ihre Auftraggeber allerdings nicht im Geringsten stört, weil kein Bewusstsein für das Leben in allen Lebensformen - auch in Pflanzen und Tieren - vorhanden ist und keinerlei Respekt und Achtung vor solchen wuchtigen Bäumen. Was größenwahnsinnigen Planungen im Weg stünde, müsse eben weg, so diese Logik, und wenn es 1000 Jahre alt wäre.
Einem 22-jährigen "Parkschützer" drohen bleibende Sehschäden. Der Wasserwerfer hatte sein rechtes Auge frontal getroffen und zu schweren Verletzungen geführt. Ein 10jähriges Mädchen wurde durch einen Schlag auf den Kopf durch einen Polizisten so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus musste (focus.de, 2.10.2010). Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Baumfällaktion auch nach aktueller Gesetzeslage illegal war, da dafür vom Eisenbahn-Bundesamt noch gar keine Genehmigung erteilt worden war. Doch die damalige Regierung und die "Boni-Bosse" der Wirtschaft hatten an diesem Herbsttag 2010 ihr nächstes Etappenziel erreicht: 22 Platanen, die im Weg standen, wurden gefällt und danach teilweise einfach respektlos weggeworfen; nach 300 Jahren, in denen sie den Menschen Sauerstoff und Schatten gaben, einfach in einen "riesigen Schredder geschmissen" (taz.de, 1.10.2010), so wie die frisch geschlüpften männlichen Küken der Hühner-Massenaufzucht-Betriebe, weil diese eben keine Eier für den Profit der Mäster legen - "rein in den Schredder mit dem Leben, fertig, aus und Kasse".
So wie es auch in dem Kinofilm Avatar mit dem riesigen Heimatbaum und Heiligtum des Volkes der Na´vi auf dem Planeten Pandora geschah: "Weg mit dem ´Ding`!"

Ingenieur warf Kastanien, bevor ihm Auge zerstört wurde /
Stoppt den Machbarkeitswahn der blinden Politiker!

Dem Rentner und Ex-Ingenieur Dietrich Wagner wurde bei der Aktion der Wasserwerfer direkt auf die Augen gehalten, worauf dieser schwer verletzt wurde. Auf einem Auge bleibt er für immer blind, auf dem anderen kann er noch grobe Konturen erkennen (stern.de, 13.10.2010). Die Polizei rechtfertigte jedoch auch in diesem Fall ihr Tun. Deren Version der schlimmen Verletzung: Wagner habe zuvor mit kleinen Gegenständen geworfen und "hat sich direkt in den Strahl gestellt" (Stuttgarter Nachrichten, 7.10.2010). Wollten die Einsatzleiter des Polizeieinsatzes damit den Eindruck vermitteln, er habe seine Augen direkt in den Wasserwerfer gehalten? Fakt war unmittelbar nach der Tat: "Die Lider seien zerrissen, der Augenboden eines Auges gebrochen, die Netzhaut vermutlich eingerissen. Die Linsen sind zerstört, sie müssen durch Kunstlinsen ersetzt werden" (spiegel.de, 6.10.2010). Auf Dauer bleibt Dietrich Wagner fast ganz erblindet.
Der Darstellung der Polizei widersprechen auch öffentlich die Eltern vieler verletzter Kinder, die sich vor allem über "Polizeiprovokateure" beklagen, welche die Kinder gezielt angepöbelt und gerempelt hätten. "
Außerdem sei auf Youtube ein Video veröffentlicht worden, das zeige, dass der vermeintliche "Demonstrant", der Pfefferspray eingesetzt hatte, hinter der Polizeikette verschwand, nachdem er gesprüht hatte" (stern.de, 9.10.2010).
Die Version des dauerhaft schwer verletzten Rentners: "E
r habe versucht, Jugendlichen zu helfen, die vom Strahl des Wasserwerfers weggefegt worden waren. Deshalb habe er die Arme hochgerissen und den Polizisten gewunken, um ihnen zu bedeuten, sie sollten aufhören, berichtet der Ingenieur im Ruhestand. Dann traf ihn selbst der Wasserstrahl direkt ins Gesicht - er wurde ohnmächtig." "Er verstehe nicht, ´wie man gegen die Stuttgarter Bevölkerung ein solches Inferno anrichten kann`, sagte er" weiter. Und jetzt läuft gegen ihn auch noch ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung aufgrund einiger Kastanien, die er geworfen habe, was er auch zugibt: "Ich habe an jenem Tag ein paar Kastanien geworfen, die uns durch den Strahl der Wasserwerfer vor die Füße geschossen worden waren" (bild.de, 1.10.2013).
Dass er dafür fast ganz erblindet sei, wäre ein hoher Preis dafür.
Dietrich Wagner betonte jedoch, "keine Mitverantwortung für seine Verletzungen zu tragen. Er habe damit gerechnet, durch den Strahl des Wasserwerfers nass zu werden oder ´ein paar blaue Flecken` zu kassieren, ´aber nicht, dass ich blind geschossen werde`" (stern.de, 28.12.2010).
Alles das, was hier passiert ist, steht für weit mehr als nur für eine Auseinandersetzung mit ein paar schwer Verletzten. Neben den vielen Jugendlichen sind es vor allem ältere Bürger, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben und gegen Stuttgart 21 und den dahinter stehenden blinden und verhängnisvollen Machbarkeitswahn zu demonstrieren, der die Augen gegen den notwendigen Wandel in unserer Gesellschaft stur weiterhin verschließt. Und so spiegelt der schwer verletzte Ingenieur denen, welche die Gewalt der Staatsmacht gegen die Demonstranten einsetzen, jetzt deren Blindheit.

Das naturfeindliche Gottesbild der Kirche

Doch was sind die Hintergründe? Nach kirchlicher Lehre sind Tiere und Pflanzen seelenlose Wesen, mit denen der Mensch nach Belieben verfahren darf, wenn sich bestimmte Menschen davon scheinbar einen Nutzen versprechen. Nach dem Urwissen der Menschheit, das von der Kirche verdammt wird, ist jedoch die ganze Natur und ihre Lebensformen beseelt. Sie wird von Gott, dem Allgeist, dem universalen All-Geist, beatmet, und ist, in Abstufungen, auch schmerzempfindlich. Dieses Schmerzempfinden kann jedoch durch behutsamen Umgang mit einer Pflanze verkleinert werden, indem man keine Bäume im vollen Saft schlägt oder bei wirklich unvermeidbaren Fällungen einen Baum durch Kommunikation in Gedanken und Empfindungen so vorbereitet, dass sich das Leben in ihm schon zuvor etwas mehr zurückziehen kann. Und das sind keine esoterischen "Spinnereien", sondern dies hat auch Jesus von Nazareth so gehalten und den Menschen so erklärt, und es wurde seither in vielen Kulturen erprobt und ist dabei zu einer Fähigkeit vieler naturverbundenen Menschen geworden. Ganz praktisch heißt das dann z. B., dass sich ein Baum dann auch leichter und mit geringerem Energieaufwand fällen lässt. Selbst in der Bibel der Kirche wird der Einfluss dieser Kraft an einem negativen Beispiel bestätigt. Jesus erzählt dabei von einem Mann, der aus Frustration darüber, dass ein Feigenbaum keine Feigen trug, diesen durch Gedankenkraft gänzlichen verdorren ließ. "Nun wachse auf dir niemals mehr eine Frucht", so der Fluch des Mannes. "Und der Feigenbaum verdorrte zugleich" (Matthäus 21, 19).
Jesus erklärt an diesem Beispiel, dass jeder Mensch ein solches (durch die kirchliche Ignoranz und Barbarei) völlig verschüttetes geistiges Potenzial in sich trägt und dass er sogar auf Mineralien sichtbaren Einfluss nehmen kann. Diese fast völlig verloren gegangenen bzw. ausgerotteten Möglichkeiten werden in unserer Zeit meist nur noch in Filmen gezeigt wie in der Filmreihe Star Wars bei so genannten "Jedi-Rittern". Von den Institutionen Kirche wurden jedoch schon Gedanken in diese Richtung als "Ketzerei" und "Hexerei" verworfen und wurde früher sogar mit dem Tod bestraft.
Doch Menschen, Tiere, Pflanzen und alle Lebensformen bilden eine große Einheit im freien Geist, der alles Leben durchströmt. In diesem freien Geist ist dem Menschen besondere Rücksicht und Fürsorge gegenüber allen Lebensformen geboten.
Ganz anders die Folgen der verkopften Verlautbarungen der kirchlichen Machtinstitutionen. Deren "Heiliger" Bonifatius ließ im Jahr 724 die mächtige Donars-Eiche im hessischen Geismar fällen, um die "Überlegenheit" des kirchlichen Gottes gegenüber den Mächten der Natur zu "beweisen". Wohin dieses furchtbare Gottesbild und Naturverständnis jedoch führte, sieht man heute überall auf unserem Planeten, und die schrecklichen Auswirkungen rücken immer näher auch an die Täter heran. Und auch heute geben Pfarrer und Priester den kirchlich geprägten bzw. indoktrinierten Politikern weltweit weiterhin ihren Segen und helfen ihnen bei der gewaltsamen Durchsetzung von völlig unnötigen Mega-Projekten, bei denen massivst gegen die Einheit allen Lebens verstoßen wird und welche die Menschen noch weiter in den Abgrund führen.
Der "heilige" Bonifatius machte einst Kleinholz aus der Donarseiche für ein Zeitalter, in das sich der Mensch über die Natur und das Tierreich erhebt und sich und seinen Profit über alles stellt. Doch dieses Zeitalter bricht nun mehr und mehr in sich zusammen, und zunehmend erleiden auch die Menschen selbst die negativen Wirkungen. So im Südwesten von Frankfurt, wo durch eine neue Landebahn des Flughafens seit 21.10.2011 Hunderttausende von Anwohnern von 5.00 Uhr bis 23.00 Uhr pausenlos mit dem überlauten Schall landender Flugzeuge attackiert werden. Hier wurde für 600 Millionen Euro eindeutig eine Grenze überschritten, doch Stuttgart 21 kostet noch weit mehr als das Zehnfache, von mindestens 6, 9 Milliarden Euro ist derzeit die Rede. Und es soll noch schlimmer kommen. Die sechs Stunden Nachtruhe zum Schutz der Menschen möchte die Regierung aus CDU und FDP durch das Bundesverwaltungsgericht aufheben
lassen.

Keine zweite Erde für Gottes vermeintliches "Ebenbild"

In dem Filz von Kirche und Politikern, die der Natur gegenüber weitgehend empfindungslos sind, trägt die Kirche jedoch die größere Schuld. Denn die angebliche Unbeseeltheit der Natur ist Teil eines umfassenderen kirchlichen Lehrgebäudes, welches man "das anthropozentrische Weltbild" der Kirche nennen kann. Danach ist das angebliche "Heil" des Menschen in seiner angeblichen "Gottesebenbildlichkeit" das Maß aller Dinge, wobei ausgeblendet wird, dass der Mensch ohne eine intakte Tierwelt und Natur auf Dauer überhaupt nicht überleben kann. Diese "anthropozentrische" kirchliche Weltsicht liegt dem vordergründigen Pro und Contra zu Stuttgart 21 zugrunde.
Der oben schon erwähnte evangelisch-lutherische Pfarrer und Stuttgart-21-Befürworter Johannes Bräuchle (CDU-Stadtrat) habe sogar versucht, ein Plakat von Demonstranten im Stuttgarter Schlosspark abzureißen (http://www.buntgrau.de/index.php/2010/10/03/pfarrer-johannes-brauchle-begeht-sachbeschadigung-im-stuttgarter-schlosspark/). Und der lutherische Pfarrer vertritt auf seine Weise das naturfeindliche Gottesbild der Kirche: "Es würde mir nicht im Traum einfallen, z. B. jetzt bildhaft gesprochen, den Talar anzuziehen und im Park eine Andacht zu halten zum Schutz von Bäumen" (zdf.de, 12.9.2010). Das ist keine überraschende Aussage eines evangelischen Theologen und Pfarrers. Die grünen Lungen des Planeten Erde, die, wie alle Lebensformen, auch vom Gottesgeist durchströmt werden und überlebensnotwendig für das Leben auf der Erde sind, bedeuten nach den Kirchenlehren nichts.
Die Stuttgart-21-kritische evangelische Pfarrerin Guntrun Müller-Enßlin beklagt in diesem Zusammenhang die vermeintlich "neutrale" Haltung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Württemberg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart: "In dem Moment, wo sie [die Kirche] nicht Stellung nimmt, nimmt sie auch Stellung, und zwar für die Seite der Macht und für den herrschenden Status Quo und unterstützt ihn damit" (zdf.de, 12.9.2010).
Im Vorfeld der Volksabstimmung über Stuttgart 21 am 27. November 2011 zog Pfarrer Johannes Bräuchle sogar mit Vorträgen durchs Land und verglich Gegner von Stuttgart 21 mit der nationalsozialistischen "SA" und sprach im Zusammenhang mit Versuchen, den Wahn noch zu stoppen, in Anlehnung an die Machtergreifung von Adolf Hitler von einem "Ermächtigungsgesetz" (Pfarrer fährt schwere Geschütze auf, Fränkische Nachrichten, 12.11.2011). Dies war dann selbst der sich neutral gebenden Kirchenleitung zu viel und Bräuchle wurde vorläufig suspendiert, später aber dann doch wieder rehabilitiert - eben typisch Kirche.

In Wahrheit hat sich der gnadenlose Mensch bereits der ganzen Erde "ermächtigt". Und dies hat dazu geführt, dass der ganze Planet bis heute furchtbar malträtiert wird und im Fieber liegt. Unzählige Tier- und Pflanzenarten sind bereits ausgestorben, 17.000 weitere Tier- und Pflanzenarten sind akut vom unmittelbaren Aussterben bedroht (taz.de, 13.10.2010), und bald kann die Erde ihren Peiniger und Quäler, den Menschen, nicht mehr tragen. Ab dem Jahr 2030 bräuchte die bestialische Menschheit einen zweiten Planeten Erde, um mit der Malträtierung und Ausbeutung wie bisher fortfahren zu können (spiegel.de, 13.10.2010). Doch die bekommt sie nicht. Stattdessen sollen die Züge durch Stuttgart 21 rasen, um am Ende etwas früher als bisher in Paris oder Bratislava anzukommen (damit die Geschäftsleute vielleicht noch Zeit haben für einen schnellen Porno am Ankunftsort).

Trotzdem fordert in den USA z. B. die so genannte Tea-Party-Bewegung aus überwiegend tief gläubigen Protestanten und Bibelanhängern (u. a. Sarah Palin, Rick Perry) gar die drastische Reduzierung von Umweltschutzauflagen und Klimaschutzüberlegungen, die Fortführung aller Kriege (z. B. in Irak und in Afghanistan) bis zum endgültigen "Sieg" und rigoroses wirtschaftliches Wachstum ohne irgendwelche Grenzen, Rücksichtnahmen und Einschränkungen, frei nach dem Motto: "Machen wir Kleinholz aus dem ganzen Planeten, Jesus werde es hinterher schon wieder irgendwie gerade biegen." Doch das macht "Jesus" nicht. Stattdessen werden die Menschen ernten, was sie gesät haben, wenn sie nicht rechtzeitig umkehren.

Der grenzenlose menschliche Hochmut gegenüber anderen Lebensformen

Die kirchliche Lehre ("Macht euch die Erde untertan und herrschet"; "Furcht und Schrecken vor euch komme über alle Tiere" (1. Mose 1, 28 und 9, 2-3)) hat die Unterwerfung und Knechtung der Schöpfung Gottes zum Ego-Wohl und Profit und im Filz-Interesse der menschlichen Oberschicht verursacht. Dies geschieht auch durch Atomkraft und Lagerung von Jahrhunderte lang tödlich verstrahltem Atommüll auf dem Meeresgrund oder in irgendwelchen Schrott-Schächten, durch rücksichtslose Ausbeutung und Vergiftung des Planeten, durch bestialisches Quälen und Ausrotten von Tieren (nach dem Motto: "Was Gott schuf, wird von uns wieder beseitigt") durch Missachtung von Naturgesetzen, z. B. bei der Begradigung von Flüssen oder bei der Verlegung (!) des Grundwasserspiegels oder durch Missachtung und Ignorierung geologischer Beschaffenheiten wie jetzt bei Stuttgart 21. So sollen allein unterhalb der Stadt Stuttgart z. B. 33 km (!) Tunnel gegraben werden, in höchst brüchigem Gestein. Der Mensch erhebt sich in seinem technischen Machbarkeitswahn mit kirchlichem Segen wie eh und je in grenzenlosem Hochmut über die Natur, über die Naturgesetze und über alle anderen Lebensformen, und er ignoriert alle Warnungen, dies nicht zu tun, wenn es um aussichtsreiche Milliarden-Profite geht. Es wird schon nie etwas passieren. Doch auf diese Weise macht er alle Erdbewohner zum Versuchsobjekt von hochriskanten Machbarkeiten und aufs Ganze gesehen den Planeten Erde für zukünftige Generationen zunehmend unbewohnbar, denn irgendwann ist die Erde mit ihren Selbstheilungskräften am Ende.

Kirchenführer und Politiker ignorieren die Warnungen von Wissenschaftlern und Weisen

Doch seit Jahren werden die Politiker und Kirchenführer von Wissenschaftlern und Weisen immer wieder gewarnt, wohin unsere Welt zusteuert - durch so genannte Naturkatastrophen oder Unglücksfälle technischer Art, die allesamt letztlich vom Menschen und seinem Machbarkeitswahn verursacht sind. Und gerade junge Menschen merken, dass alle noch verbleibenden Kräfte und Ressourcen der Erde dafür eingesetzt werden sollten, die grausamen Folgen dessen, was wir "Klimawandel" nennen, in der Zukunft wenigstens abzumildern und Nischen zu schaffen, in denen noch Alternativen möglich sind. Doch die Politiker und Kirchenführer führen das Volk blind in die Katastrophe, als ob es keine Alarmstufe rot gäbe und dort, wo sie, die Politiker, agieren und ihre "Rettungsschirme" installieren, schon nichts passiere. Als ob es keine Wissenschaftler und Weisen gäbe, halten sie stur auch an gigantischen Milliardenprojekten aus einer anderen, einer längst vergangenen Zeit fest, wo es noch um das "Noch höher, noch weiter und noch schneller" ging - als ob eine Verkürzung der Bahn-Reisezeit von Stuttgart nach Ulm auch nur ein wichtiges Problem unserer Zeit löst. Vorhaben wie Stuttgart 21 passen nicht mehr in unsere Zeit, wo es um die Rettung von Überlebensmöglichkeiten auf diesem Planeten geht und darum, einen weiteren Absturz von Millionen Menschen in Armut, Not und Elend zu verhindern. So könnte die Bahn als Schritt in die richtige Richtung zum Beispiel die Fahrpreise drastisch senken, so dass immer mehr Menschen, vor allem die Ärmeren, die Bahn immer mehr nützen könnten. Oder sie könnte unverzüglich den Bahnhof Lindau sanieren, wo hochgiftiges Arsen den größten Trinkwasserspeicher Europas, den Bodensee, mehr und mehr versucht (siehe hier). Stattdessen werden die Preise weiter erhöht und die eingenommenen Milliarden für einen solchen Wahnsinn wie in Stuttgart zum Fenster hinaus geworfen.

Doch die Betonköpfe an der Spitze von Parteien und die Lobby-Verbände der Konzerne schließen wahnhaft einfach aus, dass auch der Neckar in Stuttgart eines Tages einmal massiv über die Ufer treten könnte oder dass ein Erdbeben auch einmal Stuttgart betreffen könnte oder manches mehr. Die Politiker, Kirchen- und Wirtschaftsführer merken nicht den Wandel der Zeitenwende oder sie verschweigen ihn, um weiter im gewohnten Luxus zu schwelgen. Und die Kirchenführer verhöhnen dabei auch noch Jesus von Nazareth, der die Menschen mahnte, auf die "Zeichen der Zeit" zu achten (z. B. Matthäus 24, 32ff.). Und erheben auch in unserer Zeit wieder Propheten, Seher und Mahner ihre Stimme (im Mittelalter wurden sie auf den Scheiterhaufen verbrannt), so werden sie von der Kirche als "Endzeitapostel" verhöhnt und lächerlich gemacht.
Dabei werden die Menschen schon jetzt immer mehr von den negativen Wirkungen des immer weiter steigenden Größenwahns getroffen. So im Südwesten von Frankfurt, wo durch eine weitere neue Landebahn des Flughafens seit 21.10.2011 Hunderttausende von Anwohnern von 5.00 Uhr bis 23.00 Uhr pausenlos mit dem überlauten Schall landender Flugzeuge attackiert werden. Hier wurde für 600 Millionen Euro eindeutig eine Grenze überschritten, doch Stuttgart 21 kostet noch weit mehr als das Zehnfache davon. Von mindestens 6,9 Milliarden Euro war zwischenzeitlich die Rede, Steuern von allen Bürgern. Und in Frankfurt soll es auch noch schlimmer kommen. Die sechs Stunden Nachtruhe zum Schutz der Menschen möchte die Regierung aus CDU und FDP durch das Bundesverwaltungsgericht aufheben lassen.
Und in diesem Zusammenhang ist auch zu betrachten, dass die Milliardenkosten für den neuen Berliner Großflughafen Berlin-Schönefeld (BER) völlig aus dem Ruder laufen und die Eröffnung über Jahre immer wieder hinaus geschoben wurde und wird, Kosten Ende 2014 über fünf Milliarden Euro, weitere Kosten bis zur Eröffnung vielleicht 2017 kaum kalkulierbar.

Die Vorwarnungen des Schicksals

Doch wie bei jeder drohenden Grenzüberschreitung oder gar Katastrophe gibt das Schicksal noch rechtzeitige Vorwarnungen, damit die Verantwortlichen doch noch innehalten und den Hebel umlegen können. Dies geschieht auch in Stuttgart. Ein Beispiel: Am 12.10.2010 blieb der ICE 691 nach Stuttgart kurz vor Stuttgart plötzlich auf freier Strecke stehen - Stromausfall - sechs Minuten vor der geplanten Ankunft in Stuttgart, wo Bahn-Boss Rüdiger Grube gerade vor geladenen Gästen in der Industrie- und Handelskammer erklärt, das gigantischen Projekt kompromisslos und notfalls mit Polizeigewalt gegen alle Widerstände durchzuziehen. 550 Reisende saßen drei Stunden fest, bis es weiter ging, aber die Verlegung des Grundwassers von unten nach oben bei gleichzeitiger Verlegung der Gleise von oben nach unten soll für die Bahn und die Politiker auch unter zunehmend apokalyptischeren Bedingungen kein Problem darstellen.

Mehrere Zehntausend Menschen gehen gegen die falschen Weichenstellungen für die Zukunft auf die Straße (Foto: Marco Bartoli / Holder; gemeinfrei nach Wikimedia-Commons)

Als ob der ICE sich unter diesen Umständen weigern würde, Stuttgart anzufahren
. Manchmal scheinen sogar Blech und Strom ein höheres Bewusstsein zu haben als der Mensch.
Die Bahn-Manager und Ihresgleichen ignorierten Hunderttausende von aufgebrachten Bürger auch dadurch, dass seit 8.10.2010 der Bau von Tunneln, Schächten und Unterführungen für Stuttgart 21 offiziell ausgeschrieben wurde (PS: In München, Frankfurt und Mannheim (München 21, Frankfurt 21 und Mannheim 21) und 21 (!) weiteren deutschen Großstädten wurden vergleichbare Pläne bereits im Vorfeld abgelehnt.)

Staatliche Gelderverschwendung:
Für einen sinnlosen Bahnhofsumbau und die Kirchenhierarchien

Dahinter stecken vielfach dieselben Männer, die in unserer Zeit auch die jährlichen Milliardensubventionen für die beiden Großkirchen "bis auf´s Messer" verteidigen - mit rechtlichen Argumenten aus der Zeit, in der die Kirche noch Scheiterhaufen zur Ermordung Andersgläubiger anzünden ließ. Und so werden die Bischöfe, Domkapitulare, Dignitäre, Benefiziaten, Vikare und Priester und ihr Milieu, in dem es auch in unserer Zeit zu unzähligen Verbrechen gegenüber Kindern gekommen ist, mit Privilegien überschüttet wie vor 400 Jahren, gerade in Baden Württemberg (siehe hier) über hundert Millionen Euro jährlich alleine für "kirchenregimentliche Zwecke". Auch das hat mit einem weltanschaulich neutralen und demokratischen Staat längst nichts mehr zu tun. Und während sich die CDU/FDP-Regierung bei Stuttgart 21 auf eine vermeintliche demokratische Legitimierung aus dem letzten Jahrhundert berief, berufen sich die Kirchenführer sogar auf eine angebliche "Legitimierung" aus dem Jahr 1803, Anfang des vorletzten Jahrhunderts. Doch bei näherem Hinsehen ist nicht einmal das legitim (siehe http://theologe.de/kirchensubventionen_stopp.htm#3), geschweige denn demokratisch, und es verstößt sogar gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 140. Aber die meisten Politiker wollen es so, da sie selbst diesen Kirchen angehören und - Grundgesetz hin und her - bei Androhung angeblich ewiger Verdammnis die Interessen ihrer Kirche in der Politik vertreten müssen (z. B. römisch-katholische Zwei-Schwerter-Theorie oder evangelisch-lutherische Zwei-Reiche-Lehre).
Auch bei den Zukunftsprojekten haben führende Politiker jedes Augenmaß und jeden Realitätssinn verloren. Anstatt die Züge tauglich für die zunehmenden Wetterextreme zu machen und die Fahrpreise sozial zu gestalten, investiert man zig Milliarden in Lobby-Prestige-Projekte für einige Reiche. Dabei wäre es vordringlich, dass die Klimaanlagen in den Zügen bei extremer Hitze nicht mehr ausfallen oder die Heizungen bei extremer Kälte. Oder dass die Fahrgäste nicht stundenlang in extremer Kälte oder Hitze oder bei nicht funktionierenden sanitären Anlagen ausharren müssen bis zum Kollabieren, weil der Zug oder die Oberleitung irgendeinen technischen Defekt hat.

Politiker ignorieren die Stimmen der Jugendlichen und die Zeichen der Zeit

Wache Menschen und Seelen, vor allem jüngere Menschen, erleben in unserer Zeit mit Schrecken, was vor allem der Mutter Erde und den auf ihr lebenden Tieren angetan wird, und sie sehen, dass die maßgeblichen Politiker und Kirchenführer unfähig sind, um zu begreifen, was alles längst diese Zeitenwende beinhaltet.
Auch die Arroganz der Politiker, die selbstherrlich verkünden, vor 10, 15 oder 20 Jahren getroffene "demokratische" Gremien- und Verwaltungsentscheidungen lassen sich niemals im Leben mehr rückgängig machen oder unter völlig veränderten Umständen neu entscheiden, erschreckt vor allem junge Menschen. Sie waren damals teilweise noch gar nicht geboren. Und heute verkündet ihnen die Staatsmacht, was sie, die Jugendlichen darüber denken, sei uninteressant und belanglos für die politische Entscheidung. Sie haben nur dem zu gehorchen, was vor ca. 15 oder 20 Jahren von einigen Politikern (die heute schon teilweise tot sind) und Richtern in einer ganz anderen Situation entschieden wurde, und sie können sich natürlich noch an der "Ausgestaltung" des Projektes beteiligen. Aber in Frage gestellt wird es nicht - egal, wie viele Millionen Bürger dagegen seien. Hauptsache, das Planfeststellungsverfahren war korrekt. Auf diese Weise wird die Demokratie unterwandert, ausgehöhlt und unmerklich abgebaut.
Doch auch vor 10, 15 oder 20 Jahren wurde die Bevölkerung nicht gefragt, was gerade bei einem solchen Projekt, das alle Bürger unmittelbar betrifft und das von allen bezahlt werden muss, ein selbstverständlicher demokratischer Vorgang wäre, wenn man Demokratie ernster nehmen und nicht die eigenen Machtinteressen voran stellen würde. Stuttgart 21 wurde also bis zum Jahr 2011 niemals dadurch "demokratisch legitimiert", dass man die Betroffenen auch nur einmal gefragt hätte. Stern.de schreibt z. B. über jene, die es geschafft hätten, dass das Bahnprojekt Stuttgart 21 ´zu einer Metapher für eine kaltschnäuzige Cliquenwirtschaft geworden ist`" (http://www.stern.de/politik/deutschland/streit-um-stuttgart-21-fahrt-auf-schwaebischem-filz-1611232.html). Nun wurde nach einem Regierungswechsel zumindest Einigung über eine "Volksabstimmung" am 27.11.2011 in Baden-Württemberg erzielt - immerhin ein Eingeständnis früherer Fehler auf diesem Gebiet und ein Schritt in die richtige Richtung. Dass diese Abstimmung aus vielschichtigen Gründen das Projekt nicht stoppte, war allerdings keine Überraschung: Mussten doch Gegner des Mega-Projekts ankreuzen, dass im Falle des Stopps enorme Entschädigungszahlungen aufgebracht werden müssten. Und so sagten dann manche Bürger "Weiterbauen", obwohl sie bei einer anderen Fragestellung vor einigen Jahren gar nicht erst für den Beginn des Baus gestimmt hätten. So droht zwar nun langfristig eine der größten Bauruine der Republik, aber ,it der Beschwichtigung, man habe die Bevölkerung zumindest nicht komplett abgehängt.

Stuttgartopolis und die Unterwanderung der Demokratie

Denn wenn die Politiker nicht oder nur wenig interessiert, was die Bevölkerung denkt, entsetzt und erbost das gerade junge Menschen. So wurden auch hier positive Werte der Demokratie von der Lobby- und Filzpolitik der Mächtigen lange Zeit immer wieder unterwandert und ausgehöhlt. Der ehemalige Stuttgarter Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) ist z. B. gleichzeitig nebenberuflicher Berater der Abrissfirma, die den bisherigen Bahnhof abreißt. Und die Lebensgefährtin von Günther Oettinger, Friederike Beyer, ist im Vorstand der Stiftung "Lebendige Stadt" tätig, die vom Chef des ECE-Konzerns gegründet wurde, der dort, wo heute noch Gleise sind, für 500 Millionen Euro ein 43.000 m2 großes Einkaufszentrum mit bis zu 200 Geschäften, 500 Wohnungen, Hotel, Restaurants und 1600 Parkplätzen bauen will, eine Art "Stuttgartopolis", was zwar für uninformierte Bürger verlockend klingen könnte, jedoch ebenfalls zu einem Alptraum in noch nicht da gewesener Größenordnung führen würde. Insgesamt sind gar 11.000 Wohnungen geplant, mit entsprechenden Parkplätzen usw. An den vier Ecken sollen vier neue Hochhäuser eine neue "Stadtkrone" (der damalige Oberbürgermeister Schuster) bilden (Stern Nr. 42, 14.10.2010). Auch Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) und Baden-Württembergs ehemalige Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) waren vor dem Erwachen der Bevölkerung hinsichtlich Stuttgart 21 in der Pro-Stuttgart-21-Stiftung (stern.de, 13.10.2010). Kein Wunder also, dass der Gemeinderat von Stuttgart mit Bürgermeister Wolfgang Schuster an der Spitze deshalb einen Bürgerentscheid zu Stuttgart 21 bereits im Jahr 2007 mehrheitlich ablehnte, und wer weiß, welche privaten "Geschäfte" von wem da noch alles schon gemacht waren oder bereits fest eingeplant sind. Folglich ist auch von daher nahe liegend, dass so mancher denkt: Die Bevölkerung solle so etwas besser nicht entscheiden, das machen nur die Politiker. Und Fakt ist nun einmal: Bei dem Bauprojekt geht es um Unmengen an Geld und um knallharte Lobby- und Verteilungsinteressen. Der evangelisch-lutherische Konzernchef Martin Herrenknecht (CDU) steht mit seinen Tunnelbohrmaschinen schon lange bereit, eine Spende an die CDU erfolgte vorab (70.000 Euro im Jahr 2009; Stern Nr. 42), der evangelische Ex-Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) ist Aufsichtsrat seiner Firma.

"Schützt Gott die Atomkraftwerke und Stuttgart 21?" Arsen vom Bahnhof Lindau gelangt in Bodensee

Lothar Späth sagte in einem Interview im Jahr 2010: "Wenn Sie die Genehmigung für ein Atomkraftwerk unterschreiben, können Sie nur den lieben Gott bitten, dass er den, der die Dinge ausgearbeitet hat, auch mit dem richtigen Verstand gesegnet hat" (http://www.gerwin.de/content.php?id=45). Wenn also der konfessionelle Gott angeblich schon die Atomkraftwerke schütze, dann wohl doch erst recht Stuttgart 21, denken die kirchlichen Pro-Stutttgart-21-Leute. Dafür sollen nun 150 km neue Tunnel gebohrt werden. Stuttgart und die Schwäbische Alb in Richtung Stuttgart sollen dabei unterhöhlt werden, um ein paar Bahnreiseminuten einzusparen. Der EU-Kommissar Siim Kallas aus Estland hält Stuttgart 21 deshalb auch für "unverzichtbar", um die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Bratislava, welche durch Stuttgart und Ulm führt, um eine nennenswerte Anzahl von Minuten verkürzen - damit mehr Bosse 1. Klasse ICE buchen statt das Flugzeug nehmen. Dazu die Frage: Und was macht der Manager, der Stuttgart auf seiner Reise nur als eine dunkle lange Endlos-Röhre wahrgenommen hat, dann abends im Hotel in Bratislava mit der eingesparten halben Stunde? Falls er nicht wegen Stromausfall irgendwo unter der Stuttgarter Erdoberfläche liegen geblieben ist? Vielleicht noch einen Whisky mehr oder eine Porno-DVD ...
Zum Vergleich: Im Jahr 2014 wurde bekannt: Aus dem Bahnhof Lindau sickert "seit Jahrzehnten" hochgiftiges Arsen in den Bodensee, den größten Trinkwasserspeicher Europas. Das Arsen und andere hochgiftige Schwermetalle stammen von Diesel-Lokomotiven. Die Bahn erklärt, das Arsen werde im Boden gebunden, aber es gelangt eben doch über das Grundwasser in den Trinkwasserspeicher. "Die Deutsche Bahn und das Lindauer Umweltamt reagieren gelassen", heißt es. Man warte mit der Sanierung bis zu einem Neubau des Bahnhofs, und das kann noch Jahre oder gar Jahrzehnte dauern. Angeblich sei die Arsen-Konzentration unterhalb der zulässigen Grenzwerte und verteilt sich im Bodensee bis hin zu Werten "unterhalb der Nachweisgrenze".
Doch was heißt das schon? Wer bestimmt denn solche "Grenzwerte"? Und wie viel Ahnung haben diese Behörden davon, wie auch geringste Mengen dieses Giftes die menschlichen Körper schädigt und mit zerstört? Anstatt dass die Bahn hier unverzüglich handelt, schwelgt man lieber in Stuttgartopolis und Stuttgart 21 und bunkert dafür die Milliarden. Soll "Gott" hier vielleicht auch dafür sorgen, dass das Trinkwasser nicht irgendwann unleugbar zur Arsen-Brühe verkommen ist? Was machen die Behörden hier mit den kommenden Generationen?

"Die Abgeordneten kannten gar nicht die Risiken" von Stuttgart 21

Zur Erinnerung an die jüngere Geschichte um das Bahnprojekt in Stuttgart: Als die weitere Forcierung von Stuttgart 21 wegen der überdimensionalen Kosten schon fast gestoppt waren, hat es im Jahr 2007 der damalige evangelisch-lutherische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU), der auch massivst privat in das Projekt verwickelt ist (siehe oben) durch eine Finanz-Zusage bzw. Spende von 950 Millionen Euro von Baden-Württemberg an den Bund für den Schienen-Neubau Stuttgart-Ulm wieder aktiviert. Klar blieb die CDU dann als Partei "pro Stuttgart 21". Abgesehen davon macht das Bauvorhaben aber wenig Sinn, es ist einfach "ein teurer Spaß der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg" (Stern Nr. 42, 14.10.2010), das demonstrierende Volk hält der Ex-Minister für "Kindsköpfe".
Den
"Kindsköpfen", den Schülern und Jugendlichen geht es demgegenüber um etwas anderen als um Ego-, Prestige- und millionenschwere Lobby-Interessen: z. B. um mehr Geld für die Bildung, um Zukunftschancen und um sinnvolle Investitionen für ihre Zukunft. Und mancher wünscht sich einfach nur, dass Bahnfahren einmal deutlich günstiger wird und für jeden erschwinglich statt Jahr für Jahr immer teurer und teurer. Im Herbst 2010 wurden zum achten Mal (!) in sieben Jahren die Preise für die meisten Reisenden und Pendler erhöht, unter anderem um Stuttgart 21 und die immer unverschämteren Millionen-Boni der Vorstände und Manager zu finanzieren. Deshalb gilt: Gute Bahnverbindungen und sinkende Preise für Bahnfahrten statt Stuttgart 21 und Millionen-Boni für Bahn-Manager und Vorstände und über 30%-ige Gehaltserhöhungen für die Bahn-Bosse.
Also: Eine Bahn für die Bevölkerung statt eine Bahn als Selbstbedienungsladen für Manager und als Spekulationsobjekt für Milliardenverschiebungen im Filz von Parteien, Kirche, lokalen Medien und Großkonzernen (siehe hier). Parlamente hätten entschieden, sagen die Anhänger von Pro-Stuttgart-21. Doch unter welchen Umständen? Alle kritischen und negativen Gutachten zu Stuttgart 21 in diesem Zusammenhang "wurden von der Landesregierung unter Verschluss gehalten". "Die Abgeordneten kannten also gar nicht die Risiken von S21" (Stern Nr. 42, 14.10.2010). Funktioniert so eine Demokratie?
"Der 15-jährige Christian schiebt seine Hose nach oben und zeigt auf eine Wunde am Schienbein. ´Stahlkappenschuhe`, sagt er. Einen Schlagstock hat er in die Rippen bekommen, Pfefferspray ins Auge, doch er lässt sich nicht entmutigen" (abendzeitung.de, 1.10.2010). Er gehört zu der Generation, die für den Filz der "Alten" kaum mehr Verständnis hat.

Erinnerung an eine Politik der "verbrannten Erde"

Das martialische Vorgehen von Regierung und Polizei im Herbst 2010 erinnerte viele Menschen auch an eine Politik der "verbrannten Erde", die man aus Kriegen kennt, wenn eine Armee, die verliert, auf dem Rückzug noch so viel Schaden wie möglich anrichtet. Obwohl sich die Wahlniederlage der CDU/FDP-Regierung bei den Landtagswahlen am 27.3.2011 bereits damals abzeichnete, versuchten die Regierenden, bis dahin noch so viel wie möglich vollendete Tatsachen zu schaffen, obwohl es spätestens ab dieser Zeit nicht mehr so wie bisher weitergehen konnte. So wurden offenbar immer mehr Aufträge vergeben, welche die Kosten für einen möglichen späteren Ausstieg aus dem Projekt noch weiter in die Höhe trieben - und das alles "im Namen des Volkes". Auch so wird Demokratie unterwandert und ausgehöhlt. Im Interview mit der Welt am Sonntag wies der Fraktionschef der Grünen im Landtag genau auf diese hinterlistige Regierungspolitik hin: "Je mehr große Aufträge vergeben werden, desto schwieriger und teurer wird der Ausstieg" (10.10.2010). Und der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin sagte es in seiner heftigen Kritik an Bahn-Chef Rüdiger Grube noch klarer: "So schafft er Schadensersatzansprüche von morgen." Und: "Wir wollen den Bahn-Chef davor schützen, sich am Geld der Steuerzahler zu versündigen, indem er jetzt einen Tunnel bestellt, der möglicherweise gar nicht gebaut wird" (spiegel.de, 16.10.2010). So wurde zuletzt mit Spott gegenüber den vielen Millionen von aufgewachten Gegnern von Stuttgart 21 der Bau eines Tunnels für 800 Millionen Euro ausgeschrieben - von unseren Steuergeldern. Und die Gegner wurden gezwungen, bei der Abstimmung 2011 damit auch für höhere Schadenersatzsummen zu stimmen!

Was bewirkte die so genannte "Vermittlung" und wem nützt sie?

Der lutherische Landesherr Stefan Mappus habe damals eventuell sogar geplant, so Umweltschützer Ende September 2011, "die Eskalation weiter zu treiben, um endlich das zu bekommen, was bisher fehlte: die Gewalt" (spiegel.de, 30.9.2010). Doch er änderte schon 2010 seine Strategie hin zu mehr Beruhigungs-Dialog, stellte dabei jedoch klar, dass Stuttgart 21 - Dialog hin oder her - unter allen Umständen gebaut wird. Unterstützt wurde er schon damals dabei von der evangelisch-lutherischen Pfarrerstochter und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und seinem damaligen römisch-katholischen Adjutanten und Innenminister Heribert Rech (CDU). "Merkel und Mappus wollen uns kriminalisieren", sagte Schauspieler Walter Sittler zu stern.de (1.10.2010). Stefan Mappus selbst hatte am Donnerstag [dem 30.9., als es zu den kriegsähnlichen Zuständen kam] andere Pläne: Er amüsierte sich auf dem Bauerntag in Stuttgart und trank entspannt mit den Landwirten Bier."
Nachdem der CDU-Politiker Heiner Geißler sich zwischenzeitlich als "Vermittler" zwischen Befürwortern und Gegnern von Stuttgart 21 für einen Weiterbau von Stuttgart 21 bei einigen "Verbesserungen" ausgesprochen hatte, kochte bei vielen Demonstranten erneut die Wut hoch. Doch der "Schlichterspruch" war vorhersehbar, weswegen viele besorgte Bürger von Anfang an den "Braten rochen" und sich gar nicht an dem Verfahren beteiligt hatten. Trotz dieser nachträglichen öffentlichen Aufarbeitung inhaltlicher Aspekte wollten sie weiterhin das Projekt nicht hinnehmen, und sie forderten deswegen nach wie vor eine Abstimmung der Bürger, die aus den "Schlichtungsgesprächen" möglicherweise ganz andere Konsequenzen ziehen als der "Schlichter" selbst. Außerdem macht die Meinung eines weiteren CDU-Politikers noch lange keine Demokratie. Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus konnte sich dennoch derweil in Ruhe die Hände reiben und er war bereits die ganze Zeit der "Schlichtung" über bestens gelaunt. Er sah danach auch "keinen Grund mehr" für irgendeinen Protest und rief der Bevölkerung jetzt zu, sie sollen "zu Hause bleiben".
Doch dann hatten er und seine Regierung im März 2011 bekanntlich die Wahl verloren. Und so kam es am 1. Advent 2011 also doch zu einer Volksabstimmung im gesamten Bundesland, und alle Seiten warfen noch einmal ihre Argumente ins Feld. Allerdings war auch diese Abstimmung durch das Wahlverfahren bereits im Vorfeld erheblich belastet, da ein Sieg der Stuttgart21-Gegner nur bei einer bestimmten Anzahl an Wählern anerkannt worden wäre. Da die Gegner dann aber schließlich zwar in vielen Städten gewonnen haben, aber die Mehrheit der abgegebenen Stimmen insgesamt verfehlten, nehmen die Dinge nun ihren Lauf. Wie lange bzw. wann eventuell aufgrund der gesellschaftlichen Umwälzungen und zunehmender Katastrophen der Bau vielleicht doch noch gestoppt wird, bleibt abzuwarten.

Bewaffneter stellvertretender Ministerpräsident verspottete Bürger und Jugendliche

So fühlten sich also die Befürworter des Projekts nach der Abstimmung bestärkt, und manches Fehlverhalten der Vergangenheit erschien plötzlich nicht mehr so gravierend. Doch das täuscht, und diese Erfahrungen wirken für viele Menschen weiter. Etwa, wenn der stellvertretende Ministerpräsident der letzten Landesregierung, der römisch-katholische Justizminister Dr. Ulrich Goll von der FDP, in den letzten Monaten seiner Amtszeit die besorgten Bürger verspottete. Die Demonstranten seien "wohlstandsverwöhnt" (z. B. spiegel.de, 4.10.2010).
Auch hier sind einige Hintergründe hilfreich: Der Minister war bisher vor allem als Jäger bekannt, der auch privat mit einer großkalibrigen Pistole herum läuft - ein Sonderrecht, das er sich im Unterschied zu allen anderen Bürgern zugesteht. Schon als Jugendlicher habe er "mit allem herumgeschossen" und nahm Schießtraining "aus Jux und Tollerei". Er habe auch noch eine zweite Waffe in Griffweite, um seine "Familie wirksam zu schützen". Auch ist der bewaffnete ehemalige Minister als einseitiger Unterstützer der Kirche und Bekämpfer religiöser Minderheiten bekannt (siehe dazu hier).
Ex-Justizminister Dr. Ulrich Goll holte für sich zudem einen Wohlstand aus dem Staat heraus, von denen die meisten kritischen und wachen Bürger, deren Steuergelder für Stuttgart 21 verpulvert werden sollen, nicht einmal träumen können. Die Schwäbische Zeitung schreibt: "Mit hoher Drehzahl verkehrt Goll aber auch privat. Bei Ausflügen mit seiner BMW, in der Garage stehen auch zwei Harleys, nimmt er den Nachwuchs im Seitenwagen mit. Zu einer gefährlichen Begegnung sei es schon gekommen, erzählte der Zigarrenraucher und Ferrari-Besitzer" (schwaebische.de, 6.5.2010).
PS
: Der römisch-katholische CDU-Landtagspräsident und Stuttgart 21-Befürworter Peter Straub verlangte vom Staat einen 300-PS starken Porsche als Dienstwagen (ab 76.000 Euro) und er gab erst nach Protesten aus der Bevölkerung klein bei zugunsten eines Mercedes-S-Klasse; http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2537717_0_3510_-diskussion-um-dienstwagen-straub-verzichtet-auf-porsche.html.

"Eine Stuttgarter Mutter von vier Kindern steht am provisorischen Absperrzaun und schüttelt den Kopf. ´Ich habe bei zwei von meinen Kindern das Klassenzimmer ehrenamtlich gestrichen`, sagt sie, ´ich fahre keinen Sportwagen, wie der Herr Goll`" (stern.de, 6.10.2010). Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement hilft sie auch dem Staat, Gelder zu sparen.
Doch wie wird es ausgegeben? Für die Bevölkerung? Oder im Sinne der Schere, bei der die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht? Für millionenschwere nicht mehr zeitgemäße Prestigeprojekte zum Profit einiger weniger, während die Mehrheit der Bevölkerung immer mehr auch finanziell bluten muss und sich bald auch eine Bahnfahrt nicht mehr leisten kann?

Weitere Meldungen zu Stuttgart21 vom 12.10.2012 lesen Sie hier.

Es wäre genug Geld da für so viele lebensnotwendige Dinge für Mensch und Tier auf dem Planeten Erde.
Doch "
offensichtlich hat sich ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bundesbürger daran gewöhnt, dass Milliarden und Abermilliarden für Projekte verpulvert werden, die mit dem Wörtchen ´überflüssig` eher unzureichend beschrieben sind."
(Kommentar von Manfred Bleskin von ntv.de am 24.7.2013 über Stuttgart 21 bzw. wegen der Verzögerungen Stuttgart 22, Stuttgart 23 oder sehr wahrscheinlich wird es sowieso nichts; nur die Milliarden sind weg)

Lesen Sie dazu auch das spannende Buch Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit. Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt, siehe http://www.steinadler-schwefelgeruch.de/schattenwelt/inhalt.html
Sowie den Artikel über Stuttgart 21 mit dem Titel Die unterwanderte Demokratie in:
http://www.das-weisse-pferd.com/2010/stuttgart21_unterwanderung_der_demokratie.html

Und hier der Film mit allen notwendigen sachlichen Hintergrundinformationen: Was geschieht, wenn Stuttgart 21 verwirklicht würde? http://www.youtube.com/watch?v=qAkkjWgbDvQ
 



29.11.2010 - Neuer Evangelischer Erwachsenen Katechismus ignoriert das Leid der Tiere - Der neue evangelische Katechismus ist im November 2010 erschienen (8. Auflage, Hannover 2010). Wie bei den voran gegangenen Auflagen wird auch dieses Mal wieder das unermessliche Leid der Tiere durch Massentierhaltung, Schlachthöfe, bestialische Tierversuche, furchtbare Jagd, Entzug ihres Lebensraums und Ausrottung einfach totgeschwiegen. Auch die Zerstörung der Wälder weltweit, um neue Flächen für die Massentierhaltung zu schaffen, um damit die unersättliche menschliche Gier nach Fleisch zu befriedigen, wird im Katechismus überhaupt nicht erwähnt. Kein Wort auch über die Alternative einer gesunden vegetarischen und tierfreundlichen Ernährung. Dass immer mehr Menschen weltweit keine Tiere mehr für ihre Gaumenlust töten möchten, ist den evangelischen Priestermännern in ihrem Katechismus also nicht einmal eine Fußnote in allerkleinster Schrift wert.

Wie bei der Kirche gewohnt, gilt nur der Mensch als "Gottes Ebenbild", und nach vereinzelten Aussagen über die Tiere muss man in dem 1021 Seiten langen Mammutwerk für den evangelischen Kirchenchristen mühsam suchen. Was man dann an spärlichen Zeilen doch findet, ist aufs Ganze gesehen - gemessen an dem Leid der Tiere - ein Hohn. So hat man z. B. in extra verkleinerter Schrift darauf hingewiesen, dass Paulus vor ca. 2000 Jahren einmal über die "Erlösung aller Geschöpfe" geschrieben habe (S. 84; siehe auch unten). Dieser Hinweis wird ohne weitere Kommentierung gegeben und steht auch kaum um der Tiere willen in diesem Werk, sondern, um eine Information über diesen Aspekt der Bibel zu geben. Das heißt: Die evangelischen Theologen nehmen überhaupt nicht zur Kenntnis, wie die geknechtete Tierwelt vor allem in unserer Zeit unüberhörbar nach Erbarmen schreit. Dies ist ein Beweis, dass sie geistig tot sind.
 
Da es jedoch seit mehren tausend Jahren offiziell zum biblischen Schöpfungsauftrag gehört, die Schöpfung zu "bebauen und zu bewahren" (1. Mose 2, 15) und diese in unserer Zeit wie noch nie in der Geschichte der Kosmos zerstört wird, lautet ein neues Kapitel im Katechismus auch Die natürlichen Lebensgrundlagen.
Das ist aber schon seit Jahrzehnten ein selbstverständliches Anliegen von allen Menschen in allen Religionen und Kulturen, und von daher ist es keine Auszeichnung, wenn dies mit zuletzt auch zu einem Unter-Thema in einem kirchlichen Buch wird. Dort ist dann von den "Tugenden eines bescheideneren und genügsameren Lebensstils" die Rede, jedoch wiederum nicht vom unermesslichen Leid der Tiere und der ganzen Mutter Erde mit allen ihren Lebensformen. Unter der Überschrift Biblische Grundgeschichten wird zwar geschrieben, dass die Bewahrung der Schöpfung die "besten Kräfte" des Menschen beansprucht und nur "unzureichend in Angriff" genommen werde (S. 524). Gleichzeitig schränkt man jedoch im selben Gedankengang wieder ein, es wäre "ein Missverständnis, das zu Überheblichkeit führen würde, wenn unter ´Bewahrung der Schöpfung` die Erhaltung der Welt als Ganzer durch den Menschen verstanden würde" (S. 524).
Das grenzt ja an Zynismus. Es geht doch mittlerweile gar nicht mehr um die "Erhaltung der Welt als Ganzer durch den Menschen", sondern schon längst um die faktsiche "Zerstörung der Welt als Ganzer durch den Menschen", und es ist die Frage, ob die Menschen wenigstens einen kleinen Teil der Welt langfristig noch erhalten können. Das das "Ganze" schon längst verloren ist, pfeifen doch schon die Spatzen von den Dächern.
Demgegenüber zielt der Satz aus dem Katechismus kritisch auf diejenigen Menschen, die erkannt haben, dass der "Glaube" nicht genügt und dass die Menschheit gerade dabei ist, die "Welt als Ganze", also die gesamte Zivilisation, in den Abgrund zu stürzen und die sich deswegen besorgt fragen, was denn vielleicht doch noch gerettet werden könnte. Den Tierversuchs-Wissenschaftlern, Jägern, Fischern, Massentierhaltern, Metzgern, Schlachtern, Ausbeutern des Planeten und vielen mehr, die sich an der Einheit allen Lebens versündigen, gibt die Kirche dagegen in Tausenden von Fällen ihren Segen.

Schließlich heißt es für den evangelischen Kirchenchristen im Katechismus noch: "Wie aber wird man dieser ursprünglichen Güte [Gottes, von der die Bibel schreibt,] inne? Durch das Ansehen der ´Vögel unter dem Himmel und der Lilien auf dem Felde` (Mt. 6, 26.28), d. h. durch eine Art Schöpfungs-Meditation" (S. 525) - ein Vorschlag, von dem in früheren Auflagen des Katechismus bis zum Jahr 2009 noch nicht die Rede war. Das "Ansehen" der Vögel und der Pflanzen ist demzufolge ein Fortschritt in der Entwicklung der evangelischen "Spiritualität". Und der Katechismus weist dabei auf die Bergpredigt des Jesus von Nazareth hin, wonach Gott die Tiere der Erde ernähren möchte. Doch anders der Mensch im evangelischen Glauben, der - wie viele andere - das Wohlergehen der Tiere zigtausendfach verhindert, der vielfach die Tiere quält, und für den ein Futter suchendes Tier in erster Linie ein "Schädling" ist, das vom Jäger abgeschossen gehöre, auch wenn es z. B. ein Muttertier ist, das Nahrung für seine Jungen sucht.
 
Wie wäre es deshalb mit einer etwas anderen "Schöpfungs-Meditation", die ehrlicher das praktische evangelische Verständnis von Natur und Tieren zum Ausdruck bringen würde als das bloße "Ansehen" der Natur? So könnte man z. B. zu den Festtagen ein konsequent konfessionelles Meditations-Gebet sprechen, wenn man einen der unzähligen geschlachteten "Vögel unter dem Himmel", der Gänse, Enten, Truthähne und Hühner, vor sich auf dem Teller hat.
Diese Meditation könnte dann ehrlicherweise sinngemäß so lauten: "Seht die Vögel auf eurem Teller, Gott braucht sie nicht mehr zu ernähren, denn ihr habt ihnen schon als Küken die Schnäbel abgeschnitten, sie grausam ´gestopft` und gemästet, ihnen den Hals umgedreht, sie bei lebendigem Leib durch kochendes Wasser gezogen, und jetzt füllt ihr Fleisch euren Bauch."
Und dazu könnte auch noch das bekannte Zitat des evangelischen "Religionsvaters" Martin Luther passen. Offenbar nach einem Fleischgelage ließ er seinem ordinären Geist schamlos freien Lauf und rief seinen Tischnachbarn zu: "Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmecket?"
Die Touristen in der Lutherstadt Wittenberg, "die in chromglänzenden Bussen kommen, grölen und klopfen sich" bei diesem Lutherspruch "auf die Schenkel", wie das Hamburger Abendblatt am 29.11.2003 in einer Reportage berichtet. Dies ist also ein Auswuchs der lutherischen (Fr)Ess-Kultur. Ein Tier hat ihm zu "schmecken", solange der Gläubige noch nicht im "Himmel" ist. Das Leid des Tieres braucht den Gläubigen nicht zu interessieren. Die Wahrheit, die den Menschen in der Kirche verschwiegen wird, ist jedoch: Das Leid der Tiere wird zum Grab der Menschen. Und alles, was der Mensch dem Tier antut, muss er einst selbst erleiden, wenn er nicht rechtzeitig umkehrt.
 
Dann findet man im neuen Evangelischen Erwachsenen Katechismus schließlich noch ein nichtssagendes Wort zur Genmanipulation. Die Kirchen wollen "nicht einseitig Position beziehen, sondern die Diskussion offenhalten" (S. 529). In Wirklichkeit ist die Genmanipulation der letzte Frevel an der Schöpfung Gottes.

Die Irreführung der Menschen durch die Kirche und der von der Kirche abgesegnete Schrecken an den Mitgeschöpfen der Menschen setzt sich also auf vielfache Weise und in immer größerem Ausmaß fort.
 


2011


13.1.2011 - Verfrühter evangelischer Spott über Klimaforscher - Das evangelische Magazin idea-spektrum macht sich über folgende Aussage des renommierten Klimaforschers Mojib Latif vom 1.4.2000 indirekt lustig: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor 20 Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben." Die evangelische Zeitung kommentiert dazu: "Tatsächlich war schon der Winter 2009/10 sehr hart. Die Dezember 2010 ist der kälteste seit mehr als 40 Jahren gewesen. Seit 110 Jahren ist noch nie so viel Schnee in Mitteleuropa gefallen" (Nr. 2/20111 vom 12.1.2011).

Was das Kirchenmagazin jedoch übersah, steht in einer dpa-Meldung vom 13.1.2011: "Im Jahr 2010 hat sich der weltweite Hitzerekord von 2005 nach Angaben der Nasa wiederholt. Beide Jahre gelten nun gemeinsam als die wärmsten seit Beginn exakter Wetteraufzeichnungen. Das teilte das Goddard Institute der US-Raumfahrtbehörde am Mittwoch (Ortszeit) mit ... Insgesamt sei es 2010 auf der Erdoberfläche, kombiniert aus Land- und Ozeanwerten, um 0,74 Grad Celsius wärmer gewesen als im Durchschnitt, hieß es in der Mitteilung weiter ... Die Nasa-Wissenschaftler rechnen weltweit gesehen dennoch damit, dass 2010 und 2005 nicht lange die Liste der wärmsten Jahre anführen werden. Der Trend zeige deutlich, dass die globale Erwärmung an Fahrt aufnehme. ´Sollte sich der Trend fortsetzten, wie es zu erwarten ist, wenn Treibhausgase weiter zunehmen, dann wird der 2010-Rekord nicht lange halten`, sagte der Direktor des Goddard Institutes, James Hansen."

Mit anderen Worten: Der Klimaforscher Mojib Latif hatte doch recht. Die Erwärmung nimmt rasant zu. Was er vor elf Jahren einzig zu wenig berücksichtigte, war, dass auch die Wetter-Extreme zunehmen werden. Deshalb erlebte Deutschland im Jahr 2010 eben auch den kältesten Dezember seit mehr als 40 Jahren innerhalb des weltweit wärmsten Jahres seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die kirchlichen Beschwichtigungsversuche sind also einmal mehr eine Irreführung der Menschen. Denn trotz eines Kälteausschlags im Dezember war 2010 war ein Jahr des Hitzerekords, und dieser Trend setzt sich unaufhaltsam fort.
 



25.1.2011 - Stier flieht aus Schlachthof - erschossen und trotzdem geschlachtet - Obwohl dem Stier eine schier unglaubliche Tat gelungen ist, hat der hartherzige Kirchenmensch keinerlei Erbarmen. Der wuchtige Koloss mit 22 Zentner Gewicht floh aus dem Schlachthof in Marktredwitz in Oberfranken in die Fußgängerzone. Es war friedlich und richtete dort keinen "Schaden" an. Doch seine Henker hatten schon die Polizei auf ihn angesetzt. Das prachtvolle Wesen wurde dann auf der Straße erschossen und anschließend trotzdem geschlachtet. Der Landwirt war "genervt" von dem genialen Tier und sagte: "Ich habe überhaupt kein Mitleid mit ihm" (http://www.frankenpost.de/nachrichten/fichtelgebirge/marktredwitz/art2442,1423548 mit einem Bild des fliehenden Stieres auf der Hauptstraße).

Das ist der hartherzige Mensch, dem die Kirche und auch der Papst eingeredet hat, Tiere hätten keine Leidensfähigkeit wie der Mensch und keine unsterbliche Seele, und sie wären zum Geschlachtet-Werden geboren. So braucht man nach dem Katechismus der Katholischen und der
Evangelischen Kirche auch kein Mitleid mit ihnen zu haben, weswegen der Landwirt aus Sicht der Kirche richtig reagierte. Nicht einmal diesem einen kraftvollen Stier, der der Vernichtungsmaschinerie der konfessionellen Massentierhaltung kurzzeitig entkommen ist, gewährt die charakterlose "Krone der Schöpfung" als Anerkennung einen Platz in einem Gnadenhof. Jesus von Nazareth hat alles anders gewollt. Doch was der Mensch den Tieren antut, das fällt immer mehr auf ihn zurück ...
 



6.4. / 30.11.2011 / 4.6.2014 - Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, verhöhnt Gott und Seine Schöpfung - "Die Natur ist nicht vollkommen, sonst gäbe es keinen Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf", so der Kirchenführer Reinhard Marx anlässlich der Atom-Katastrophe in Japan (http://nachrichten.rp-online.de/politik/warum-laesst-gott-so-etwas-zu-hilft-beten-1.578969).
In Wirklichkeit ist die Schöpfung Gottes und die Natur vollkommen. Siehe Schöpfungsbericht, 1. Mose 1, 31: "Und Gott sah an alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut!"
Der Mensch hat sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte die Natur zum Feind gemacht, so dass der Planet Erde nun im Fieber liegt und die Naturelemente gegenüber dem Zerstörer zurückschlagen. Und man könnte fragen: Ist das vielleicht so, damit der Planet seiner zunehmenden Vernichtung durch den Menschen noch Einhalt gebietet?

Bischof Reinhard Marx aus München verhöhnt auch Jesus von Nazareth, der in der Bergpredigt sagte: "Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist" (Matthäus 5, 48).
Der Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf besteht also in der Kindschaft des "Geschöpfs" gegenüber dem Schöpfer, aber nicht darin, wie der Bischof mutmaßt, dass Gott angeblich unvollkommene fehlerhafte Wesen erschuf und zudem eine angeblich fehlerhafte Natur, die den Menschen nun quäle.
Doch damit nicht genug. Der Kirchenführer weiter: "Keine andere Religion bringt Leiden, Schmerz und Angst des Menschen so nahe in die Wirklichkeit Gottes hinein wie der christliche Glaube." Das ist kompletter Unsinn.
Richtig wäre: "Keine andere Religion schiebt die Schuld für Leiden, Schmerz und Angst des Menschen so auf Gott wie der kirchliche Glaube."

Doch Bischof Reinhard Marx und Seinesgleichen wirken auf ihre Art nur an der Prophezeiung mit, die im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, der Apokalypse, vorhergesagt ist:
"Und die übrigen Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, bekehrten sich doch nicht von den Werken ihrer Hände ... und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei" (9, 20.21) ... Und die Menschen ... lästerten den Namen Gottes ... und bekehrten sich nicht, ihm die Ehre zu geben ... und die Menschen ... lästerten Gott im Himmel wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre und bekehrten sich nicht von ihren Werken" (16, 9.11). Diese "Werke" sind die Ursachen für die Katastrophen, wie die Wissenschaft mehr und mehr feststellt, nicht Gott und eine von ihm laut Bischof Marx angeblich "unvollkommen" erschaffene Natur.

Siehe z. B. Der Theologe Nr. 53 - Das Ja der Kirche zur Atomkraft - Kernkraftwerke mit dem Segen des kirchlichen Gottes.

Am 7.4.2011 erschütterte dann erneut ein Erdbeben der Stärke 7,1 die Küsten vor Japan? Die Erde und ihre Meere, die jetzt mit todbringenden radioaktiven Stoffen vollgepumpt werden, wehrten sich weiter. Wie viele Erdbeben und viele Tsunamis braucht es noch, bis der Mensch endlich den Pakt mit dem Oberteufel "Atomkraft" kündigt und noch rettet, was irgendwie noch zu retten ist? Der Aufbau einer überwiegend dezentralen Energieversorgung mithilfe von Sonne, Wind und Wasser wäre so einfach gewesen, und es gibt immer noch unzählige Möglichkeiten, wenn man nur einen Bruchteil der Milliarden und Billionen Euro dafür verwendet, die man in den letzten 60 Jahren für die Kernkraft und ihre gewaltsame Durchsetzung gegenüber den protestierenden Menschen vergeudet hat. Aber dann hätte man natürlich nicht seine Atombomben, die "Sicherheit, Frieden und Geborgenheit" geben und vor allem die Kirche vor 50 Jahren vor dem "Kommunismus" "geschützt" habe und welche die Menschen auch in Zukunft vor den "Russen" schützen sollen ...
So griff der überzeugt evangelische EU-Kommissar Günter Oettinger (CDU) z. B. die deutschen GRÜNEN im Europaparlament an (7.4.2011), weil diese auch gegen das erste Atomkraftwerk in Polen protestieren, das dort gerade mit großem Aufwand und Stolz konstruiert wird. Sinngemäß also immer weiter nach dem Motto: "Bei uns wird schon nicht passieren, und natürlich auch in Polen nicht." Der polnische Papst, der am 1.5.2011 "selig" gesprochen wurde und am 27.4.2014 "heilig", und der deutsche Pro-Kernkraft-Papst würden ihre Länder schon zu schützen wissen, frei nach dem Motto: "Betet, betet, betet und schießt schon mal die nächsten Atomkerne entzwei ..."

 



14.5. / 22.5.2011 - Katholische Kirche plädiert für Fortsetzung der Massentierhaltung - Normalerweise ist die Taktik der Kirche folgende: Man zieht eine Position durch (z. B. die Unterstützung Hitlers oder die Rechtfertigung der Atomkraft oder die Ausbeutung der Schöpfung), doch werden für die Gegenposition parallel dazu eine oder einige Alibi-Einrichtungen geschaffen, in der einige Kirchenvertreter gegenteilige Ansichten äußern dürfen, um auf diese Weise auch diejenigen Menschen an die Kirche zu binden, die anders denken als es der Hauptposition entspricht.
So z. B. bei den Tieren. Die Kirche spricht ihnen die unsterbliche Seele und die volle Leidensfähigkeit ab, aber in Münster darf zum Beispiel der Theologe und Biologe Rainer Hagencord im "Institut für Theologische Zoologie" einige abmildernde Ansichten äußern und im Namen der Kirche für den Tierschutz sprechen.

Doch wehe, der Alibi-Mann geht zu weit, wie jetzt Rainer Hagencord! Dieser wandte sich nämlich in einem Begleitheft zur Firmung an Kinder und Jugendliche, die oft noch ein Gewissen haben und noch nicht so geistig tot sind wie die Kirchenführer. Felix Glenn, der Bischof von Münster, distanzierte sich darauf hin im Namen der römisch-katholischen Amtskirche u. a. von nachfolgenden Sätzen Dr. Hagencords, die zwar alle zu 100 % der Wahrheit entsprechen, die jedoch nicht im Sinne der Kirche sind:

"Und welches Leben durfte das Schwein führen, dessen Fleisch den unnachahmlichen Geschmack des Burgers für einen Spottpreis ausmacht? ... Es hat nie die Sonne gesehen, und seine einige Monate dauernde Existenz auf Spaltböden nennt die Industrie Fleischveredelung."
"40 Millionen Hahnenküken wurden vergast, geschreddert oder durch Elektroschocks getötet, weil sie für die Eierproduktion unbrauchbar waren."
"All dies geschieht in riesigen Fabrikanlagen auf dem Land; die Transporter fahren meist nachts; auf deren Werbeflächen und Verpackungen der Hühner- und Putenbrüste, dem Schweinefilet für 1,99 € lächeln uns die Gequälten auch noch an."
"Die Küken und Jungrinder sind keine Rohlinge der Fleischindustrie, sondern Gottes geliebte Geschöpfe, die zumindest bei ihm allesamt einen Namen haben."
(http://www.bonifatiuswerk.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Standpunkt_Hagencord.pdf)

Diese Sätze lösten also die Empörung der römisch-katholischen Massentierhalter aus sowie der "traditionellen" katholischen Bauernschaft und des katholischen Bischofs, und sie dürfen nun nicht mehr im Namen der Kirche verbreitet werden.

Das heißt unter anderem:
Im Namen des Bischofs und der Kirche darf nicht mehr behauptet werden, dass ein Schwein, das für einen Burger verarbeitet wurde, nie die Sonne gesehen habe, obwohl es nie die Sonne gesehen hat.
Im Namen des Bischofs und der Kirche darf nicht mehr behauptet werden, dass 40 Millionen Hahnenküken vergast, geschreddert oder durch Elektroschocks getötet wurden, weil sie für die Eierproduktion unbrauchbar waren, obwohl sie für die Eierproduktion unbrauchbar waren, weswegen sie vergast, geschreddert oder durch Elektroschocks getötet wurden.
Im Namen des Bischofs und der Kirche darf nicht mehr behauptet werden, Küken und Jungrinder sind keine Rohlinge der Fleischindustrie, sondern Gottes geliebte Geschöpfe, die bei Ihm einen Namen haben, obwohl sie Gottes geliebte Geschöpfe sind, die bei Ihm einen Namen haben.
Im Namen des Bischofs und der Kirche darf auch nicht mehr von "riesigen Fabrikanlagen auf dem Land" gesprochen werden, sondern stattdessen nur noch von "traditionellen bäuerlichen Produktionsweisen mit dem Ziel besserer Haltungsbedingungen".

... und einiges mehr.

Es war Generalvikar Norbert Kleyboldt, der sich im Namen des Bischofs von Münster und der gesamten Kirche über den Tierfreund in den eigenen Reihen beschwerte und erklärte, dass Dr. Hagencords "abwertende Beschreibung traditioneller bäuerlicher Produktionsweisen" "ausdrücklich nicht die Meinung des Bischofs und des Bistums sind". Stattdessen ermuntere der Bischof die Massentierhalter und die Bauernschaft, "das selbstgesetzte Ziel für bessere Haltungsbedingungen und gesunde Tiere weiter zu verfolgen" (domradio.de, 12.5.2011). Das heißt dann vielleicht: zwei Quadratzentimeter mehr Platz für ein gequältes Huhn im Käfig, aber frühestens in zehn Jahren, und dergleichen mehr ...

Denn die Kirche lehrt unter anderem:
"Gott hat die Tiere unter die Herrschaft der Menschen gestellt ... Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen" (Katechismus der Katholischen Kirche, Lehrsatz Nr. 2417).
Und: "Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt" (Katechismus der Katholischen Kirche, Lehrsatz Nr. 2418).

Nun hat also der Bischof von Münster eine Interpretation dafür gegeben, was dies unter anderem bedeutet:
Männliche Küken nicht mehr bei lebendigem Leibe zu "verschreddern" wäre also demnach "keine angemessene Liebe zu den Tieren", da eine solche "Liebe", welche die Küken vor dem Verschreddern schützen würde, einzig Menschen gebührt. Auch Schweine im Freien zu halten oder Kälbchen bei der Mutter zu belassen, sei nicht katholisch. Denn dies würde in der Tat der "traditionellen bäuerlichen Produktionsweise" widersprechen und wäre offenbar ebenfalls eine Zuwendung von Liebe in einem Ausmaß, das "einzig Menschen gebührt"
.

Dies alles ist nur ein weiterer Beweis: Die Kirche ist für die Fortsetzung der Massentierhaltung, sie ist gegen die Tiere und sie führt letztlich einen Krieg gegen die Schöpfung Gottes.
Wer die Wahrheit über das Leid der Tiere sagt, wird von ihr mundtot gemacht, und wer dort Mitglied bleibt, macht sich schuldig auch am unermesslichen Leid der Tiere
.
 



9.6. / 10.6.2011 -  Warnung vor Gemüse in Deutschland. Doch EHEC kommt vor allem durch Fleischkonsum und Massentierhaltung / Kirche will, dass auch zukünftige Generationen die Erde ausbeuten und die Tiere quälen können  - "Infektionen mit dem EHEC-Erreger werden in den häufigsten Fällen durch das Essen von Fleisch verursacht. Darauf hat der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, in Nürnberg hingewiesen" (dapd-Meldung vom 3.6.2011). Darüber hinaus gelangt der EHEC-Erreger in erster Linie durch Mist und Gülle aus der Massen- und Schlachttierhaltung auf entsprechende Felder.

Die Albert-Schweitzer-Stiftung schreibt dazu: "
Tiere in der Intensivhaltung sind besonders anfällig für Krankheiten, weil ihre Immunsysteme zum einen durch den Mangel an Licht und Bewegung geschwächt sind und ihre Verdauungssysteme aufgrund der falschen Ernährung mit Kraftfutter besonders anfällig für Durchfallerreger wie EHEC sind" (mehr dazu unter http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung). Die EHEC-Seuche ist also eine weitere Folge unseres bestialischen Umgangs mit Tieren. Doch Regierung, Massenmedien und die Fleisch-Lobbyisten warnen nun grundsätzlich vor Gemüse, als ob "zwei Schnitzel ohne Beilagen" plötzlich gesünder seien.

Die tieferen Ursachen
liegen jedoch im totalen Verlust jeglicher Kommunikation mit der Mutter Erde durch den Ego-Menschen. Dieser hat jedes Bewusstsein der Einheit allen Lebens verloren, seitdem er vor allem von der kirchlichen Religion zur "Krone der Schöpfung" befördert wurde, der alles seinem vordergründigen Nutzen unterwerfen dürfe.
Beispielhaft wird dies in dem Lehrsatz Nr. 2417 aus dem Katholischen Katechismus deutlich, in dem es heißt: "Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidung bedienen ... Wissenschaftliche Tierversuche sind zulässig, wenn sie in vernünftigen Grenzen bleiben und dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten" [was natürlich für alle (!) "wissenschaftlichen Tierversuche" gilt. Denn noch nie hat die Kirche offiziell gegen auch nur einen Versuch protestiert].

Und bezeichnenderweise steht dieser Lehrsatz aus dem Katechismus über die Tiere in dem Kapitel über das 7. Gebot "Du sollst nicht stehlen" und nicht etwa beim 5. Gebot "Du sollst nicht töten". Und es bedeutet: Das Töten von Tieren wird bei dem Gebot "Du sollst nicht stehlen" mit abgefertigt. Und das besagt: Der tötende Mensch soll den zukünftig tötenden Menschen nicht die Erde und die Tiere "stehlen", denn auch zukünftige Menschen wollen ja noch ausbeuten, töten, schlachten und herrschen. Das ist das kirchliche Denken.

So wird von dieser Ego-Kult-Religion auch allen anderen Lebewesen die Seele abgesprochen und dem "Profit-Menschen" die gnadenlose Herrschaft und Ausbeutung über Tiere, Pflanzen und den ganzen Erdplaneten erlaubt - sofern dabei nur kein Mensch zu Schaden komme. Und dass man dabei spätere Menschengenerationen nicht völlig vergisst, rechnet man sich schon als "hohe Ethik" an.
Als Maßstab dient dabei nur der vordergründige scheinbare "Nutzen" für den Ego-Menschen, mit dem jede Art von Grausamkeit und Vernichtung legitimiert wird. Wenn es deshalb in diesem Umfeld heute immer häufiger auch heißt, die Natur müsse aber bewahrt und gepflegt werden, dann ist damit also ausdrücklich nicht gemeint, dass dies um der Natur selbst willen oder um der vielen Tiere und Pflanzen geschehen solle. Nur wieder deshalb wird ab und zu so geredet, damit auch zukünftige Ego-Mensch-Generationen den Planeten weiter ausbeuten können.

Dazu passt, wenn auch nur indirekt, folgende Meldung:
"EHEC-Gefahr auch im Gottesdienst! ...Das Robert-Koch-Institut warnt wegen der Infektionsgefahr vor dem Eintunken der Hostie in den Abendmahlswein.
Es sei nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen, dass tödliche Erreger auf den Händen von Abendmahlsteilnehmern auf diesem Wege verbreitet werden könnten ..." (bild.de, 9.6.2011).
 



10.7.2011 - Klostermetzgerei von Plankstetten wirbt mit "stressfreien" Schlachtungen von Schweinen. Doch das ist eine Irreführung - Tiere spüren, was man ihnen antut und sie wissen, dass man sie für den menschlichen Gaumengenuss massakriert. Es spüren sogar Tiere derselben Gattung, wenn anderen Tieren dieser Gattung irgendwo auf der Welt Leid angetan wird oder umgekehrt für sie gesorgt wird und sie nicht umgebracht werden. Davon berichten z. B. Menschen, die sich in Tiere hinein fühlen können. Die eiskalten Kirchen-Theologen spüren das natürlich nicht.
 
Was meint das Kloster nun aber genau mit "stressfreier Schlachtung"? Das katholische Benediktiner-Kloster Plankstetten wirbt damit, seine "Mastschweine" vor der Schlachtung möglichst gut zu behandeln. Beim Tag der Offenen Tür im Benediktiner-Kloster missbrauchte man kleine Schweine sogar zu einem "Ferkelrennen", um den falschen Eindruck von fröhlichen Tieren zu suggerieren. Und die Nachrichtenagentur KNA schreibt u. a.: "Aufgrund des kurzen Transportweges zur klostereigenen Metzgerei erfolge auch die Schlachtung ´schonend und stressfrei`" (http://www.kna.de/webnews/kwn09/20110708-BD-1533.39FE-1.html).

Dazu die Frage: Haben Schweine eine Seele? Haben sie einen Charakter, ein eigenes Wesen? Wer ihnen in die Augen schaut und noch nicht geistig tot ist, bekommt eine Antwort.
Was die Schweine beim Geschlachtet-Werden an Leid durchmachen, lässt sich in Worten nicht beschreiben, auch wenn es angeblich "stressfrei" ist, wie in der katholischen Metzgerei. Damit kein Blut mehr im Fleisch ist, das ja überwiegend das ursprüngliche Muskelgewebe des Tieres ist, wird das Tier erst betäubt und dann nur so weit abgestochen, dass das noch arbeitende Herz das Blut gar aus dem Gewebe pumpt. Mit anderen Worten: Das Tier ist voll am Leben, leidet, und die Betäubung wirkt kaum. Wenn es der Mensch nicht glaubt, wird eines Tages ähnliches auf ihn zukommen, damit er es dann glaubt, weil er es nun sicher weiß, weil er es selbst erfahren hat.
 
Es gibt also keine stressfreie Schlachtung, wie die Theologen aus Plankstetten behaupten. Noch dazu, wenn die Metzgerei in unmittelbarer Nähe ist, und die jeweils überlebenden Tiere, auch die kleinen Ferkel, schon hautnah mitbekommen, eventuell hören, was auch ihnen bald bevor steht - ohne Chance, dem zu entkommen. Und die noch überlebenden Tiere merken sehr gut, was mit ihren Artgenossen geschieht, die geschlachtet werden.
 



17.7.2011 - Evangelische Bratwurst kommt "besser" weg als katholische Bratwurst - Keine Satire, sondern Realität: http://www.kircheinbayern.de/node/838 - Die Kirche blendet das furchtbare Leid der Tiere in den Massentierställen und den Schlachthöfen meist völlig aus und auch die Hungersnöte unzähliger Menschen aufgrund des Fleisch- und Wurstkonsums in den reichen Ländern. Denn es ist mittlerweile unbestritten: Das Fleisch der Reichen frisst das Brot der Armen. Für die Kirche zählt in dem Film über die Bratwurst von kircheinbayern aber einmal mehr nur der "gute" Geschmack von Fleisch und Wurst, und dies ist nicht nur in diesem Film so, der Bratwürsten evangelischer Metzger alles in allem ein besseres Geschmacks-Zeugnis ausstellt als Bratwürsten katholischer Metzger. Wenn jemand hier kritisch nach der Herstellung der Wurst fragen würde, würde er in diesem Milieu als Spaßverderber gelten.
Das Leid der Tiere ist für die Kirche nicht existent. Der Evangelische Katechismus schreibt keine Zeile darüber, und der Katholische Katechismus erlaubt alle Bestialitäten, sofern der Menschen seine Vorteile daraus ziehen könne. Doch auch hier täuschen die Kirchenführer die Menschen und geben niedrigstes ethisches Niveau als "Gottes Willen" aus. Doch dadurch entlarven sich die Großinstitutionen auch mehr und mehr als der Baalskult der Gegenwart. Und es gilt, auch wenn die Kirche sich noch so sehr dagegen sträubt: Der Mord an den Tieren wird zum Leid und zum Tod der Menschen. Denn das "Gesetz von Saat und Ernte", das zum Urwissen vieler Religionen gehört, ist gerecht, auch wenn die Kirchenchristen noch so viel von ihrer angeblichen "Erlösung" sprechen. Vom Gesetz von Saat und Ernte werden sie nicht "erlöst". Es gilt.

 



11.8.2011 - Kirche contra die Einheit allen Lebens / Evangelische Kirche verweigert Tieren das "Person"-Sein und eine "Liturgie" für Tierbegräbnis - Die Tiere sind den Menschen zur Seite gestellt, damit diese wieder in das Bewusstsein der "Einheit allen Lebens" finden, das die hartherzigen und abgestumpften Menschen verloren haben. Alles Leben wird vom großen Schöpfergeist beatmet, und Mensch und Tier haben denselben Lebensodem von Gott. Der Mensch sollte also auch das Mitgefühl für seine kleinen "Brüder und Schwestern", die Tiere, entwickeln, sich ihrer erbarmen und den Lebensraum Erde mit ihnen teilen. Diese Einsichten werden jedoch bekämpft und verhindert von den Institutionen Kirche, obwohl selbst in den Bibeln der Kirchen noch folgendes zu lesen ist:
"Das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden" (Paulus, Römerbrief 8, 20).

Dies besagt: Die Tiere und alle Lebewesen warten darauf, dass die Menschen endlich zu wahren "Kindern Gottes" werden, die sie nicht mehr quälen, abschlachten, jagen, zu Versuchszwecken missbrauchen und als "Sache" abqualifizieren.
Und weiter in der Bibel bei Paulus im Römerbrief: "Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes."
Dies bedeutet: Auch die Tiere lieben die Freiheit und sehnen sich nach derselben Freiheit, welche die Kinder Gottes für sich in Anspruch nehmen bzw. nach der sie sich sehnen. Der Mensch sollte also die Gefangenschaft der Tiere nach und nach beenden und ihnen wieder den Lebensraum zugestehen, der für Gottesgeschöpfe würdig ist und von Gott für die Tiere auch so vorgesehen ist.

So stünde es also bereits in der Kirchenbibel bei Paulus. Doch dagegen gehen die Kirchen vor, welche den anderen Geschöpfen Gottes neben den Menschen die Freiheit und die unsterbliche Seele absprechen und ihnen auch absprechen, genauso leiden zu können wie Menschen. Der "Himmel", den die Kirchen ihren Gläubigen versprechen, soll völlig tierlos sein, denn deren Seelen, wenn ihnen überhaupt eine zugestanden wird, würden mit ihrem Tod "zugrunde gehen", so z. B. der große "Heilige" der Kirche, Thomas von Aquin. Folglich werden auch diejenigen Menschen von der Kirche kritisiert, deren Gefühlsebene noch nicht ganz abgetötet ist und die auch über den Tod eines Tieres trauern oder wegen eines besonders qualvollen Todes von Tieren.

So hat die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) jetzt den Tieren erneut das "Person-Sein" abgesprochen und in diesem Zusammenhang eine "christliche" Begleitung bei der Bestattung eines Tieres abgelehnt, und sie hat wörtlich bekräftigt:
"Nach biblischem Zeugnis und christlichem Verständnis [Anmerkung: beides falsch] kommt nur dem Menschen Person-Sein zu. Das unterscheidet den Menschen grundlegend vom Tier. Eine liturgisch gestaltete Bestattung würde diese Differenz verwischen" (Oberkirchenrätin Christine Noschka, zit. nach idea-spektrum Nr. 30/31/2011). Der kirchliche Beistand für einen Protestanten, der um ein getötetes oder verstorbenes Tier trauere, bedeute folglich, "dass man den Trauernden helfen müsse, den Unterschied zwischen Mensch und Tier zu verstehen" (idea-spektrum). Mit anderen Worten: Er brauche doch deswegen nicht so zu trauern.

Die evangelische Kirchenleitung widerspricht damit energisch ihrem Kollegen, Oberkirchenrat Jens Feld, den seine Begegnungen mit Tieren zu der Meinung führten, dass diese eine "Seele" hätten. Ganz offenbar hatte man deshalb bei der evangelischen Kirche Angst, aufgrund von Oberkirchenrat Feld bei der römisch-katholischen Kirche, der "Mutter" der kirchlichen Barbarei an den Tieren (siehe z. B. hier), in "Verruf" zu kommen und damit den Fortschritt der Ökumene zu gefährden; weil eben ein evangelischer Theologe in leitender Funktion ein klein wenig mehr für die Tiere empfindet als seine geistig toten evangelischen und katholischen Kollegen. Genau aus diesem Grund schrieb die Kirchenleitung von Hessen-Nassau (EKHN) in Darmstadt ihre Klarstellung, dass Tieren angeblich kein "Person-Sein" zukomme, an die drei katholischen Bistümer Mainz, Limburg (mit Bischof Tebartz-van Elst an der Spitze) und Trier, deren Einzugsgebiet sich mit dem der EKHN deckt. Was der Theologe Jens Feld behaupte, sei nur dessen Privatmeinung und lediglich "von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt". Sehr "gnädig". Früher hätte man ihn dafür umgebracht; gleich den Tieren, die ihm ein Anliegen sind.
Sein möglicher Aufstieg zum Kirchenpräsidenten ist damit natürlich vom Tisch und seine Karriere faktisch beendet.

Dass es aus diesem Grund auch weiterhin kein kirchliches Bestattungswort, kein Kirchengebet und keine "Liturgie" beim Tod eines Tieres gibt, ist nur folgerichtig. Ein Tier ist weder katholisch noch evangelisch, es ist folglich auch nicht kirchensteuerpflichtig, sondern es lebt in der Einheit mit dem großen All-Geist, dem Schöpfer von Himmel und Erde. Tiere leben also in der Gegenwart Gottes und würden nie auf die absurde Idee kommen, dass sie Priester oder Pfarrer oder eine Institution Kirche oder gar eine kirchliche Begräbnisliturgie brauchen. Und Tiere, die eines natürlichen Todes sterben, sterben ohne Angst, weil sie wissen, dass sich ihre Tierseele aus dem Leib entbindet und in den jenseitigen Ebenen weiter geführt wird.

Nur den bestialische Tod in den Schlachthäusern oder beim Gejagt-Werden, wo selten der erste Schuss gleich richtig trifft, fürchtet das Tier. Oder die bestialischen Versuche in den Versuchslabors, die allesamt mit dem Segen der Kirche arbeiten. Und die Tiere leiden, dass  Menschen ihren Lebensraum mit dem Segen der Kirche immer mehr gegen "Null" reduzieren, weil nur der Mensch für die Kirche das Maß aller Dinge ist, und weil dieser Wälder, Felder, Meere, ja den ganzen Planeten, zunehmend bis in den letzten Winkel hinein nur zum eigenen Profit knechtet und malträtiert ohnegleichen. Und Tiere, die in diesem Profit-System des konfessionellen Machtmenschen und von Seinesgleichen keinen Platz mehr haben, werden eben ausgerottet. Und da ihnen ohnehin kein "Person-Sein" zukomme, ist das für jemanden, der so denkt, ohnehin mehr eine allgemeine oder statistische Feststellung.

Deshalb wäre in der Tat eine kirchliche
"Liturgie" für ein gestorbenes Tier eine Verhöhnung des Tieres und des Schöpfergottes, der den Tieren den Atem gab; jedoch nicht, damit der Mensch ihnen den Atem zum eigenen Profit und zum Gaumengenuss wieder nimmt. Feinfühlige Menschen werden deshalb vor allem den qualvollen Tod von Tieren in ihrem Inneren betrauern - ohne Kirche und Pfarrer. Und sie werden sich dafür einsetzen, dass auch Tiere ein Leben führen können, das ihnen würdig ist.
Das Grauen der Tiere in unserer Gesellschaft wird demgegenüber mit solchen die Gewalt legitimierenden oder schönen, aber hohlen kirchlichen Texten, die den Tieren nichts bringen, gerechtfertigt: www.ekd.de/EKD-Texte/tier_1991_tier4.html


PS
: Obwohl Tiere vom Papst und der Kirche nichts zu erwarten haben außer dem "Segen" für ihren meist qualvollen Tod, scheute sich die Stadt Erfurt nicht, Einnahmen aus der Tierhaltung, in diesem Fall der Hundesteuer, für die Kosten des Papstbesuches zu verwenden. Papst Joseph Ratzinger lehrte, "es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe" (siehe hier), eine weitere Verhöhnung Gottes. Im ersten noch unverfälschten Schöpfungsbericht der Bibel ist z. B. klar festgehalten, dass für Menschen und für Tiere die pflanzliche Nahrung vorgesehen ist und folglich keine Tiere zur Ernährung getötet werden sollen.
 



29.8. / 28.11.2011 - Bischof Robert Zollitsch lockt Gläubige aus der Natur in die Kirche - Die Sehnsucht der Menschen, im Einklang mit der Natur zu leben, machte sich auch Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, zunutze, als er am 28.8.2011 auf einem Berg im Schwarzwald eine katholische Messe feierte und bei diesem Anlass predigte, die Menschen könnten gerade in der Natur "Gott in besonderer Weise nahe kommen". In den Bergen, so der Bischof, seien Menschen "offen für das Wirken Gottes" und "vielleicht dem Himmel ein Stück näher als in den Niederungen unseres Alltags". Robert Zollitsch weiter wörtlich: "Wir werden demütig und bescheiden, ja still, im Anblick dieser Weiten, weil wir spüren, dass wir Gott dabei in unmittelbarer Weise begegnen" (ebfr.de, 28.8.2011).

Der Kirchenführer machte sich in dieser Predigt auch die echten Gottespropheten zunutze und sagte: "Mose ist es, der auf dem Sinai Gott begegnet und die 10 Gebote für sein Volk empfängt. Elia ist es, der Gott auf dem Berg im leisen Säuseln des Windes erfährt. Und Jesus Christus ist es, der am Berg Golgatha für uns sein Leben hingibt."
Fast konnte man also meinen, wenigstens einer der Katholikenführer habe sich vielleicht doch geändert und gibt jetzt zu, dass man Gott eben nicht in dem Prunk ihrer kirchlichen Steinhäuser findet und dass sich Gott schon gar nicht von einem Priester in eine Oblate hinein verwandeln lässt. Am Ende seiner Predigt machte Erzbischof Zollitsch jedoch deutlich, was er mit seinem Ausflug in die Berge bezweckte, denn er predigte schlussendlich, dass die Nähe Gottes in der Natur aber nicht bedeute, dass man im Wald beten könne anstatt einen katholischen Gottesdienst besuchen zu können. Und zur Krönung seiner Predigt zitierte er Papst Joseph Ratzinger - der nahezu zeitgleich die angebliche "Abwesenheit" Gottes beklagt hatte - mit den Worten, "dass Jesus im Glauben nachfolgen heißt, in der Gemeinschaft der Kirche mit ihm zu gehen".

Hier wird also die Erfahrung der Gegenwart Gottes in der Natur dazu missbraucht, um die Leute doch wieder in die Institution Kirche zu locken.
Die Natur soll also als Rettungsanker für das lecke Kirchenschiff herhalten. Und es wird gerade nur so viel vom freien Gottesgeist, der sich an keine Religion oder Kirche binden lässt, abgekupfert, dass man damit auf dem lecken Kirchenschiff den Dogmen- und Hostienrausch weiter fortsetzen kann.
 



8.9.2011 - US-Spitzenpolitiker Rick Perry verhöhnt Naturgesetze / Überzeugt katholischer deutscher Politiker ist größter "Masthähnchen"-Produzent Deutschlands - Rick Perry ist ein fanatischer evangelischer Bibelfundamentalist (jedes Wort der Bibel sei "Gottes Wort"), und er möchte für seine Partei der Republikaner Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Obwohl erwiesen ist, dass der Planet Erde schon lange völlig kollabiert wäre, wenn alle Menschen so leben würden wie die US-Amerikaner, so interessiert das die kirchlichen Politiker in den USA in der Regel nicht.
Nun steuert der Planet auch so auf den Kollaps zu, weil die Menschen auf´s Ganze gesehen die Schöpfung Gottes bewusst weiter vernichten und damit Gott und Seine Schöpfungsordnung und Seine Naturgesetze verhöhnen - die Vernichtung der grünen Lungen des Planeten, der Regenwälder, ist nur ein kleines Beispiel; die atomare Verseuchung ein weiteres ...
 
In vorderster Reihe steht dabei das katholische und protestantische Kirchenchristentum mit seinen so genannten freikirchlichen evangelischen Ablegern, die sich mehr und mehr als apokalyptische Gegenspieler des Schöpfergottes in Stellung bringen
. Klimakatastrophe? Umweltkollaps? Für Rick Perry alles Unsinn. Jede Warnung, und davon gab es bereits Hunderte, wird abgetan oder gar ins Lächerliche gezogen. Dass die Naturkatastrophen ihre Ursache im menschlichen Fehlverhalten haben (die Erde wehrt sich), wird von den Bibelfundamentalisten und der Mehrheit der Kirchenchristen ebenso abgestritten wie das Gesetz von Saat und Ernte selbst, obwohl es wortwörtlich auch in ihrer Bibel steht, bei Paulus im Galaterbrief. "Man solle die amerikanische Wirtschaft bitteschön nicht wegen einer bisher nicht belegten ´wissenschaftlichen Theorie` in Gefahr bringen" (spiegel.de, 8.9.2011), so Rick Perry.

Nach evangelisch-evangelikaler Lehre, die Rick Perry vertritt, könne sinngemäß die komplette Schöpfung vernichtet werden, weil sein falscher "Christus" ja bald wiederkomme und alles im Handumdrehen wieder in Ordnung bringe und er gleichzeitig die Zerstörer aus den evangelischen und katholischen Konfessionen allein aufgrund deren Glauben (sozusagen mit Augenzwinkern) in den Himmel befördere.
Die evangelische Theologie spricht beim Thema "Natur und Schöpfung" von "vorletzten Dingen" im Unterschied zu den "letzten", welche angeblich das "Seelenheil" betreffen und die anders als die "vorletzten" einzig entscheidend seien. Damit wird die Schöpfung Gottes von dieser zerstörerischen Religion zu einer zweitrangigen Angelegenheit herab gestuft. Entsprechend gehen die Weltspitzenpolitiker mit ihr um; wie auch mit den Tieren, die wie "Sachen" vernichtet werden, obwohl auch in ihnen der Gottesgeist lebt, was natürlich von der Kirche auch abgeleugnet wird. Höchstens ein paar unverbindliche und folgenlose Sprüche kommen zu diesem Thema von den Kirchenmänner; in dem Sinne wie "Wir müssen die Schöpfung mehr achten und bewahren", was für jeden normalen Mensch eine Selbstverständlichkeit ist und wozu er kein Zitat eines Kirchenmannes benötigt.

Was die Schöpfungsfeindlichkeit des Kirchenchristentums im Einzelfall für Folgen haben kann, zeigt auch das Beispiel des überzeugt katholischen Unternehmers und CDU-Kommunalpolitikers Paul-Heinz Wesjohann, dessen Unternehmen
Wiesenhof pro Woche 4,5 Millionen junge Hühner umbringen lässt. Das Unternehmen macht einzig mit dieser Barbarei zwei Milliarden Euro Jahresumsatz. Dafür wurde der Chef sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, und er ist in der Kirche hochangesehen und er durfte als Katholik sogar auf dem Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden sprechen. Der größte Massentierhalter von Hühnern in Deutschland bezeichnet sich als "gläubiger Christ", der nur den "göttlichen" Auftrag der Bibel in die Tat umsetze "Macht euch die Erde untertan ..." (https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0831/seite1/0039/index.html) Paul-Heinz Wesjohann hebt als soziale Tat hervor, dass die Hähnchen in den letzten 50 Jahren preisgünstig geblieben seien und er verbindet damit die Philosophie: "Beim Essen geht es doch vor allem um Genuss. Den sollte man allen Menschen gönnen."
Der Mensch wird also auch in dieser Philosophie isoliert vom Tier betrachtet. Bereits als Zehnjähriger faszinierten Paul-Heinz Wesjohann tote Tiere: "Wenn ein Tier starb, sah ich mir die Därme an und lernte, zu erkennen, an welcher Krankheit es verendet ist" (http://www.welt.de/wams_print/article3420307/Gefluegelzucht-ist-eine-grosse-soziale-Tat.html). Und nie hat ihn seine Kirche den Respekt vor dem schützenswerten Leben in allen Tieren gelehrt, weil es diese Lehre in der Kirche eben nicht gibt. Stattdessen wurde ihm dort die Unterjochung der Mitgeschöpfe zum menschlichen Verzehr als angeblicher "göttlicher Auftrag" beigebracht. Wer trägt also dafür die Verantwortung? Der milliardenfache Massentierhalter und Hühnerschlächter oder seine Inspiratoren in der Kirche und ihr Führer in Rom?


Siehe dazu auch: "Fleisch und Spiele": SV Werder Bremen und sein Sponsor Wiesenhof, FC Schalke 04, FC Bayern München - Fußball und Massentierhaltung
 



30.9.2011 - Papst nur scheinbar "für" die Umweltbewegung - In den 70er-Jahren lehnte er die Einsetzung eines katholischen Umweltbeauftragten ab, und in den 80er-Jahren brachte er kirchliche Atomkraft-Kritiker zum Schweigen - Papst Joseph Ratzinger ging bei seiner Deutschlandreise im Jahr 2011 auch kurz auf das überlebenswichtige Thema "Bewahrung der Schöpfung" ein, als er die Umweltbewegung scheinbar lobte, die in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland erstarkte. Sie sei ein "Schrei nach frischer Luft gewesen." Doch was fast wie eine Zustimmung klang, war in Wirklichkeit eine massive Abwertung. Denn der Papst weiter: Sie enthalte "zu viel Irrationales" und es sei damals wohl "kein Fenster aufgerissen" worden.
Was besagt: Alles, was engagierte Menschen darauf hin für die Mutter Erde und die Umwelt getan haben, sei nicht die Lösung gewesen. Der Papst blieb sich damit treu, denn nach kirchlicher Logik könne es nur die Kirche selbst sein, die "Fenster öffnen" könne. Doch die Kirche war es im Gegenteil, die einst die Fenster geschlossen und die dicke Luft auf dem Planeten überhaupt erst verursacht hatte. Sie hat über Jahrhunderte mit ihrem Leitspruch "Macht euch die Erde untertan" die ganze Schöpfung Gottes gnadenlos und mit Gewalt der menschlichen Verfügungsgewalt und Willkür unterworfen. Bis heute.

Und dass der Papst in den 70-er und den 80er-Jahren sogar gegen die Umweltbewegung arbeitete und sie aufzuhalten versuchte, hierzu zwei eindrückliche Beispiele:
Als die namhaften Umweltschützer Hubert Weinzierl, Bernhard Grzimek und Enoch zu Guttenberg im Jahr 1978 den damaligen Münchner Kardinal Ratzinger aufsuchten, um ihn um die Einsetzung eines katholischen Umweltbeauftragten zu bitten, gab der Kardinal zur Antwort: "Wir haben gerade erst den Galilei überwunden, und jetzt kommen Sie schon wieder mit etwas Neuem" (Süddeutsche Zeitung, 15.7.2009).
Und kurz nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl im Jahr 1986 schickte Papst Karol Wojtyla Kardinal Joseph Ratzinger nach Bayern, um die im bayerischen Klerus zaghaft aufkeimende atomkritische Diskussion schleunigst zu beenden: "Kirchliche Amtsträger dürften nicht, so Ratzinger, in der Debatte um die Atomenergie ´Orakel spielen` und ´von oben her` mit einer Sachkompetenz sprechen, die ihnen nicht zukomme" (Der Spiegel, 29.9.1986).
Und noch im Jahr 2007 hielt er als Papst eine Festrede zum 50jährigen Bestehen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, dem Institut der weltweiten Atomlobby, dem der Vatikan auch als Mitglied angehört. Wörtlich sagte Joseph Ratzinger: "
Der Heilige Stuhl stimmt voll und ganz den Zielsetzungen dieser Organisation zu; er ist seit ihrer Gründung deren Mitglied und unterstützt auch weiterhin ihre Tätigkeit ... den friedlichen und sicheren Gebrauch der Kerntechnologie ..." (http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/angelus/2007/documents/hf_ben-xvi_ang_20070729_ge.html) So viel zum Thema "Sachkompetenz", die er einzelnen Atomkraftkritikern in der Kirche abgesprochen hat.

Mehr dazu in Der Theologe Nr. 53 - Das Ja der Kirche zu Atomkraft - Kernkraftwerke mit dem Segen des kirchlichen Gottes
Dass nun im Jahr 2011, wo viele Katastrophen und verhängnisvolle Entwicklungen unumkehrbar geworden sind, der Papst noch mit als "Trittbrettfahrer" auf den Umweltzug mit aufspringen möchte, kann man aus seiner Strategie heraus verstehen. Es ist aber eine Heuchelei. Erst vor wenigen Wochen rechtfertigte seine Kirche erneut die Massentierhaltung.
 



4.10.2011 - Bischöfe beraten sich am Bonifatius-Grab - Warum fällte der "heilige" Kirchenmann die Donars-Eiche? In Fulda "am Grab des heiligen Bonifatius wollen sieben Erzbischöfe, 20 Bischöfe und 42 Weihbischöfe das Rätsel knacken, das Benedikt XVI. ihnen im Freiburger Konzerthaus aufgegeben hat: Was ist mit der Forderung nach ´Entweltlichung` der Kirche und nach Verzicht auf ´Privilegien` gemeint?" (welt.de, 4.10.2011) Eine Frage könnte dabei sein: "Wenn wir auf ein Privilegium verzichten, wie viel Millionen oder Milliarden Euro können wir dafür vom Staat als ´Entschädigung` verlangen, falls wir tatsächlich verzichten?" (siehe auch hier)
Das Bonifatius-Grab ist dabei ein Symbol. Der "heilige" Bonifatius holzte im Jahr 724 eine viele Hundert Jahre alte Eiche, die den Germanen heilig war, einfach um, um die Überlegenheit des katholischen Gottes zu beweisen. Bonifatius ist auch der Patron des Bistums Erfurt, und Papst Joseph Ratzinger hatte zuletzt bei der Messe auf dem Erfurter Domplatz am 24.9.2011 noch einmal die Bedeutung des Bonifatius für das Leben der Katholiken hervor gehoben.
Während die Zeitgenossen von Bonifatius noch wussten, dass die Natur und auch die Pflanzen beseelt sind und mit Achtsamkeit und Ehrfurcht behandelt werden müssen, missionierte sie der Kirchenheilige damit um, dass die Natur angeblich unbeseelt sei und der totalen Verfügungsgewalt des Menschen, des angeblich einzigen Ebenbildes Gottes, unterworfen werden müsse. Der Gott "Donar", dem die Eiche geweiht war, sei dem katholischen Gott unterlegen und Donar werde die Fällung nicht verhindern können. Und Donar bzw. Thor hat dies tatsächlich nicht verhindert. Kurzfristig schien also Bonifatius mit seiner brutalen Baumfällaktion Erfolg zu haben. Nachdem die Donarseiche krachend zu Boden fiel, blieb der "Zorn Donars" zunächst aus, und Bonifatius triumphierte mit dem Kruzifix (mehr dazu hier).

In den folgenden Jahren ging der Mensch dann mit dem Segen der Kirche immer brutaler mit der Natur um, bis zur Regenwaldzerstörung der Gegenwart. Doch Gottes Mühlen mahlen langsam, dafür gründlich. Und in unserer Zeit, in der die kirchlich abgesegnete Naturvernichtung auf die Spitze getrieben wird, schlägt die Natur zurück, und so manchem scheint es, als sei dazu auch "Donar" wieder auferstanden. Die Natur gibt heute eine späte, aber eindringliche und umumkehrbare Antwort auf das Fällen der Donarseiche durch Bonifatius. Diese Antwort ist auch eine Kampfansage der Natur an die Kirche, die Bonifatius "heilig" sprach und ihn und sein Denken bis heute glühend verehrt.
 



13.10.2011 - Gratis-Broschüre: ENDZEIT - Klimawandel - Gott hat rechtzeitig gewarnt - Lesen Sie die Broschüre Endzeit - Klimawandel - Gott hat rechtzeitig gewarnt der Freien Christen für den Christus der Bergpredigt. Einfach E-Mail senden an info@freie-christen.com, Postadresse angeben und schreiben: Hiermit bestelle ich die Gratis-Broschüre "Endzeit - Klimawandel". Auch Bestellung von mehreren Broschüren möglich.
 



2.11.2011 - "Heiliger" Hubertus für die Jagd missbraucht. Er hatte der Jagd abgeschworen - Am 3.11., dem Hubertustag, werden überall in Europa wieder Tausende von Tieren in Wald und Flur feierlich erschossen. Und anschließend schwenken die Priester wie alle Jahre wieder ihr Weihrauchfass über den Kadavern, und in den folgenden Hubertusmessen werden die Jäger von den Priestern gesegnet und gelobhudelt. Und danach fließt meist der Alkohol in Strömen.
Doch allmählich berichtet auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland von den Lügentricks der Kirche hinsichtlich der nach kirchlicher Lehre zum Abschuss, zur Schlachtung und zu Tierversuchen frei gegebenen Tiere - http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hubertus123.html - So war beispielsweise das von der Kirche missbrauchte Erlebnis des Hubertus mit einem Hirsch für diesen der Grund, um das Jagen endlich zu beenden.
Selbst im Großen Hausbuch der Heiligen der katholischen Kirche ist beschrieben, wie Christus zu Hubertus gesprochen habe, gerade als er den Hirsch erschießen wollte: "Eine klagende Stimme ertönt: 'Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!'" Darauf hin hat Hubertus nie wieder gejagt.
Doch die Lügenpriester der Kirche verfälschen diese Erzählung bis heute in eine Aufforderung zur "maßvollen" Jagd, was aber Ausrottungen von Tieren, komplette Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts und Hobby-Erschießungen einschließt.
Und dass ausgerechnet Hubertus, welcher der Jagd abschwor, zum katholischen "Patron" der Jäger wurde, ist nur eine von zahllosen bösen Absurditäten und Missbräuchen dieser Religion. Hier wird nicht nur der Menschen- und Tierfreund Jesus schändlich missbraucht, sondern auch der einsichtige Hubertus. Wer Ohren hat, zu hören ...

 



13.11.2011 - Naturfrevel - Auch in diesem Jahr wird in Dortmund in Deutschland der "größte Weihnachtsbaum der Welt" aufgestellt. Dazu werden 1700 Fichten abgehackt und zu einem 45 m hohen Baum zusammengeschraubt. Und wie bisher kommt - nach Engagement der Kirche in dieser Sache - auf die Spitze ein kirchliches Symbol statt eines Fußballs. Siehe hier.
Der Brauch, Bäume zu schmücken, stammt aus dem mithräischen Baalskult, ohne dass dort allerdings dafür Bäume abgehackt wurden. Dies ist eine Erfindung des kirchlichen Abendlandes und wird durch die Dortmunder Baumverschraubungen nur auf die Spitze getrieben. Der tatsächlich höchste oder einer der höchsten abgeschlagenen Bäume der Welt steht alle Jahre wieder vor dem Petersdom im Vatikan. Er wird dazu Hunderte oder Tausende von Kilometern durch Europa gefahren.
Lesen Sie dazu auch: Die lebenden Weihnachtsbäume
Sowie: Der abgeschlagene Weihnachtsbaum im Vatikan ist ein Symbol

 



30.11.2011 - Der Krieg der Kirche gegen die Tiere - Lesen Sie dazu auch:
Die Kirche lehrt: Jesus war kein Vegetarier - Besprechung des Buches des evangelischen Theologen Sebastian Moll
Der katholische Theologe Pater Reinald Ricker spricht vor der Interessenvereinigung der Schweinemäster Deutschlands
 



6.12.2011 – Schwein in Rumänien wehrt sich gegen kirchliche "Bestimmung" und tötet Mann, der es schlachten will – Rumänien ist kirchlicher als fast alle anderen Länder und es gibt dort nur 0,2 % Konfessionslose (im Vergleich zu ca. 34 % in Deutschland). 86,7 % der Bewohner sind rumänisch-orthodox, 6,7 % evangelisch, 5,6 % katholisch, 0,3 % muslimisch, 0,5 % sonstig gläubig
Und wie in allen kirchlich geprägten Ländern ist auch im zutiefst kirchlichen Rumänien die Adventszeit eine grausame Leidenszeit für die Tiere. Spiegel.de schreibt: "In Rumänien ist das Schweine-Schlachtfest im Familien- und Freundeskreis sowie das anschließende Zubereiten der Würste und Pasteten der Inbegriff der Adventszeit. Die Tiere werden das Jahr hindurch mit Blick auf Weihnachten gemästet" http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,802086,00.html.


Laut der Lehre der Kirchen ist es die Bestimmung der Tiere, sich für die Menschen schlachten zu lassen, und Papst Ratzinger erklärte als Theologieprofessor, es könne dem Tier "doch gar nichts besseres passieren, als  ...
auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe" (
zit. nach Hubertus Mynarek in: Papst ohne Heiligenschein, Sonderdruck, Odernheim 2006, S. 4).

Die Tiere sehen das aber völlig anders als die Kirche. So auch ein Schwein in Rumänien, das seine "Bestimmung" verweigern wollte, indem es heftig gegen die Hand des Schlächters ausschlug, als es abgestochen werden sollte. Dabei ist das Messer in den Hals des Schlächters gefahren, so dass dieser dabei getötet wurde. Die Verzweiflung und das Leid in der Familie des Mannes ist nun sehr groß. Und dies war nach kirchlicher Lehre im wahrsten Sinne des Wortes auch eine "Todsünde" des Schweins, denn "Sünde" bedeutet wörtlich "Zielverfehlung" = "Bestimmungsverfehlung". Und die "Bestimmung" des Schweins wäre nach Lehre der Kirche und des Papstes gewesen, sich in der Adventszeit abstechen zu lassen und nicht, es zu verhindern versuchen. Doch welcher Mensch erfasst auch nur annähernd das Leid dieses Tieres und der vielen anderen Tiere?

Laut Lehre der Bibel müsse das Schwein nun erst recht getötet werden. In 2. Mose 21, 28 heißt es im Hinblick auf Rinder (Schweine werden im Judentum und im Islam nicht geschlachtet): "Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau so stößt, dass der Betreffende stirbt, dann muss man das Rind steinigen und sein Fleisch darf man nicht essen."
Die Kirche hat deshalb im Mittelalter auch einen Todesstrafenkatalog für Tiere eingeführt. So heißt es z. B. bei Wikipedia (Stand: 6.12.2011): "Ab dem 14. bis ins 17. Jahrhundert gab es gerichtliche Prozesse gegen Tiere, etwa gegen verwilderte Schweine, die Kinder angegriffen hätten". "Hintergründe solcher Auffassungen waren unter anderen die europäische Rezession, verstärkte Häretikerverfolgungen, Inquisition".
Und die vom kirchlichen Inquisitionsgericht verurteilten Tiere wurden je nachdem grausamst "gehenkt, verbrannt, ertränkt, erwürgt oder lebendig begraben".

Was mit dem Schwein in Rumänien geschah, wurde nicht berichtet, doch vermutlich wurde es nicht lange nach seinem Befreiungsversuch erst recht abgestochen.
Doch der bei seinem grausamen Schlachtversuch an dem Tier getötete Mann könnte noch leben, wenn er rechtzeitig dem kirchlichen Brauchtum dem Rücken gekehrt und damit aufgehört hätte, Tiere zu töten. Denn das Gottesgebot "Du sollst nicht töten" gilt auch gegenüber Tieren. Und für alle, die sich nicht daran halten wollen und Tiere töten oder z. B. für ihren Gaumengenuss töten lassen, ereignet sich weltweit mehr und mehr: "Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen," z. B. auch durch so genannte "Zivilisationskrankheiten" aufgrund des Fleischkonsums.
Und vielleicht bringt ja das schlimme Schicksal des Schlächters in Rumänien so manchen Menschen ins Nachdenken, dass es gar nicht stimmen kann, was die Kirche lehrt oder erlaubt.
Vgl. dazu auch hier.
 


2012

26.1.2012 - "Nur jeder dritte Schuss tödlich" - Die grausamen Qualen der Tiere durch die Jagd - Alle Jahre wieder halten die Priester scheinheilige Predigten zum Hubertustag, dem Tag des "Heiligen", der als katholischer Patron der Jäger gilt, obwohl sich Hubertus nach einer Begegnung mit einem Hirsch geschworen hat, nie wieder zu jagen. Doch das ist nicht die einzige dreiste Lüge. Das Jagen wird als naturnahes, romantisches und "waidgerechtes" Töten verklärt, und kaum ein Bürger macht sich Vorstellungen, was dabei mit den Tieren geschieht. Tierschutznews.ch schreibt am 24.1.2012 unter der Überschrift Nur jeder dritte Schuss ist tödlich folgendes:

"So berichtet beispielsweise die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT), dass bei Drückjagden auf Wildschweine in Hessen nur etwa ein Drittel mit Blattschuss erlegt wurden. Mehr als 60 % der Tiere hatte man dagegen entweder den Kiefer weggeschossen, ein Bein zersplittert oder mit Bauchschuss oder am Rückenmark schwer verletzt. Besonders kritisch sei auch das Schießen auf Rehwild im Rahmen von Bewegungsjagden. Denn flüchtendes Rehwild könne aufgrund seiner arttypischen Bogensprünge nicht sicher getroffen werden ... Auch beim Deutschen Landwirtschaftsverlag erfährt man, dass bei Bewegungsjagden nur 25-30 % der Tiere durch Blattschuss erlegt werden. ´Viele der ´angebleiten` Tiere werden auch bei Nachsuchen nicht aufgefunden – wenn diese überhaupt durchgeführt werden`, erläutert Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland, ´denn viele Jäger verheimlichen den Mitjägern mögliche Fehlschüsse, während schwer verletzte Tiere irgendwo im Dickicht verbluten oder verhungern`" (http://tierschutznews.ch/probleme/fischen-jagd-pelz/1254-staatlich-geduldete-tierquaelerei-nur-jeder-dritte-schuss-ist-toedlich.html).

Wer sich auch nur ein wenig mit den Fähigkeiten und auch mit dem Fortpflanzungsverhalten der Tiere beschäftigt hat, der weiß, das in der göttlichen Schöpfung alles auf geniale Weise geregelt ist. So können Tiere auch die Größe ihrer Population sinnvoll steuern, wenn die Bestie Menschen nicht ständig durch Massaker und Tötungen alles durcheinander schießen würde, um auf diese Weise den Tieren den Lebensraum zu nehmen, dem Ego-Profit des Menschen jedoch die scheinbar maximalste Ausbeute zu sichern. Die Jagd bringt sehr viele "Schäden" im Wald und in der Landwirtschaft überhaupt erst hervor, wie mehr und mehr nachgewiesen werden kann. Und es ist ein von der Kirche erlaubter bzw. sogar geforderter schwerster Verstoß gegen die Einheit der Natur, wonach Mensch und Tiere gemeinsam die Erde bevölkern sollen und zusammen gehören.
Die Kirchenlehrer aller Zeiten, die nicht die Spur einer Ahnung von der Intelligenz, Genialität und Leidensfähigkeit der Tiere hatten und haben, ersetzen bis heute die Schöpfungsordnung Gottes und deren weise Gesetze durch abstruse kopfschwere Kirchen-Dogmatik, in der die Tiere keine Rolle spielen und die von Außenstehenden oft sogar als "krankhaft" empfunden wird, wenn man z. B. an den Reliquienkult denkt.

Alle Versuche, die sinnvolle Regulation innerhalb der Natur auch nachzuweisen, indem die Jagd z. B. probeweise in bestimmten Regionen verboten würde, scheiterten bisher an der traditionell kirchentreuen Jägerlobby, die bis heute eisern an den Prinzipien des Reichsjagdgesetzes von Hermann Göring (NSDAP) vom 3.7.1934 festhält, das in Deutschland weitgehend in das Bundesjagdgesetz und in die Länderjagdgesetze übergegangen ist. Der unfähige Mensch wird darin zum Herren über Leben und Tod der Tierwelt bestimmt, sei es durch "Hege" oder durch Töten, je nach dem intellektuellen Gutdünken der "Krone der Schöpfung", des Menschen.
Doch das Gebot "Du sollst nicht töten" gilt auch gegenüber Tieren. Und so wird der furchtbare Krieg der Menschen gegen die Tiere in den Wäldern, auf den Wiesen und auf den Feldern immer mehr den Verursacher selbst treffen, den Menschen ...

 



13.2.2012 - "Mastfabrik Europas" - Deutschland treibt Fleischproduktion in immer neue Höhen - Bereits von 2009 auf 2010 stieg die Menge von in Deutschland produziertem Fleisch von 7,7 Millionen Tonnen auf 8,0 Millionen Tonnen. Nun brachte das Jahr 2011 eine weitere Steigerung auf 8,2 Millionen Tonnen, so viel "wie nie zuvor" (focus.de, 13.2.2012). Das würde statistisch im Durchschnitt über 100 kg Fleisch pro Bundesbürger im Jahr bedeuten. Doch einer der Gründe für die immer größeren Fleischberge ist auch der Fleisch-Export, der von 2001 bis 2010 um 250 % gestiegen ist.
Aber auch die Bundesbürger selbst verzehren im Durchschnitt immer mehr Fleisch und Wurst. "1980 konsumierte der durchschnittliche Deutsche 30 Kilogramm Fleisch und Wurst pro Jahr. 2009 waren es rund 88 Kilogramm", also fast das Dreifache. "Der ´statistische Rest` wird exportiert: Deutschland ist einer der größten Fleischexporteure der Welt" (http://www.klimaretter.info/ernaehrung/nachricht/10401-deutschlands-fleischexporte-explodieren). Die taz schreibt: "´Das System der Massentierhaltung in immer größeren Betrieben basiert auf Antibiotika-Missbrauch, schlechten Tierhaltungs-Bedingungen und dem Import gentechnisch veränderter Futtermittel`, kritisierte die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Bärbel Höhn ... Deutschland habe sich seit 2005 unter den [römisch-katholischen] CSU-Agrarministern Horst Seehofer und Ilse Aigner zur ´Mastfabrik Europas` entwickelt" (23.1.2012).
Und das, obwohl die Menschen in einer mächtigen Botschaft aus dem All im Jahr 2001 dazu aufgefordert wurden, das Töten der Tiere und den Verzehr von Fleisch endlich zu beenden (Gratis-Information dazu anfordern bei info@gabriele-verlag.de). Doch die Mahnung wird nicht nur in den Wind geschlagen, sondern ihr Inhalt immer extremer ins Gegenteil verkehrt. Der geistige Hintergrund: Die römisch-katholische und die evangelische Kirche, der die meisten führenden Politiker und Fleischproduzenten angehören, erlauben den Menschen den ungezügelten und grenzenlosen Fleischkonsum und das damit verbundene unsägliche Leid der Tiere.
 



20.2.2012 - Grausam gequälte und geschlachtete Hunde in Thailand - Auch in diesem Kulturkreis Kirche contra Tiere: Katholischer Priester verhindert Verbot des Hundefleischhandels - Einige Auszüge aus dem Artikel in spiegel.de (20.2.2012): "Für viele Thailänder ist Hundefleisch immer noch eine Delikatesse. Es gilt als Energiespender und Aphrodisiakum. Vor allem schwarze Hunde sind begehrt: Ihr Fleisch soll besonders anregend wirken ... Die Methoden, mit denen die Hunde umgebracht werden, sind barbarisch: Sie werden vor ihrem Tod gequält und geschlagen. Meist wird ihnen das Fell noch bei lebendigem Leib abgezogen. Die Todesängste, die die Tiere dabei ausstehen, führen zur vermehrten Adrenalinausschüttung - und machen das Fleisch angeblich zarter und schmackhafter ... Fotos der gequälten Hunde in den engen Drahtkäfigen riefen nicht nur die Tierschützer auf die Barrikaden. Viele Thailänder sind entsetzt und spenden spontan Geld zur Rettung der Tiere ... Der frühere Gouverneur der Provinz Sakon Nakhon, Panchai Borvornratanapran, ... wollte Handel und Verkauf von Hundefleisch in seiner Provinz verbieten. Fast 500 Hundeschlächter zogen protestierend durch die Straßen von Tha Rae. Der katholische Priester Somkiat Polchangwang erklärte öffentlich: ´Wenn wir den Hundefleischhandel nicht hätten, könnten wir nicht überleben.` Der Gouverneur stand auf verlorenem Posten."
Die Massaker gehen also weiter - mit dem vollen Segen der katholischen Geistlichkeit und ihren verführerischen falschen Argumenten. In Wirklichkeit gilt: Der Mord an den Tieren wird mehr und mehr der Tod der Menschen.
 



22.2.2012 - EKD-Beauftragter rechtfertigt erneut den Fleischkonsum - Mit viel intellektueller Argumentation stemmt sich die evangelische Kirche gegen den notwendigen Wandel in unserer Gesellschaft beim Ernährungsverhalten. Dass alle fünf Sekunden auf dieser Erde in Kind unter 10 Jahren verhungert, daran haben sich die meisten Kirchenführer offenbar schon gewöhnt.

Und so wird auch der Fleischkonsum gerechtfertigt, obwohl die Unmengen an Getreide und Trinkwasser, die bei der Tiermast weltweit einzig für den menschlichen Gaumengenuss verbraucht werden, letztlich den Verhungernden fehlen, was aber nur ein Aspekt des weltweiten Dramas ist: Unsägliche Qualen der Tiere, Schädigung der Gesundheit der Menschen und Milliarden Euro an Steuersubventionen für die Fleisch-Erzeuger, um Fleisch "billig" zu halten sind weitere Aspekte. Zerstörung der Böden und der Kleinlebewesen durch Gülle, Klimaveränderungen durch schädliche Ammoniak-Emissionen aus der Gülle und den Ausstoß von Methan-Gas durch das viele "Schlachtvieh", Übertragung von Krankheitskeimen durch Fleisch, Antibiotika-Resistenzen beim Menschen durch Antibiotika in der Tiermast usw. sind weitere Aspekte, und man könnte seitenlang hier vieles weitere aufzählen.
Nun hielt der evangelische Theologe Dr. Sebastian Moll mit dem Buch Jesus war kein Vegetarier dagegen - ein Satz, der überhaupt nicht stimmt. Und zu Beginn der "Fastenzeit" 2012 legte der Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg und gleichzeitige Beauftragte der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands) für agrarsoziale Fragen, Dr. Clemens Dirscherl, nach. Unter der Überschrift Wie Jesus Christus auch, dürfen wir in Maßen Fleisch essen veröffentlichte er ein Plädoyer für die Fortsetzung des Fleischkonsums (idea-spektrum Nr. 8/2012). Eine Gegenposition dazu vertrat ein Facharzt für Innere Medizin, Dr. Lothar Erbenich aus Berlin, welcher der religiösen Minderheit der Adventisten gehört, und der  u. a. daran erinnert, dass unser Leib ein "Tempel des Heiligen Geistes" sein soll, dem nichts "Schädliches" zugeführt werden solle.

Wenn Tiere wählen könnten, dann wäre es vorbei mit der Macht der Kirche

Wenn Tiere wählen könnten, dann wäre es vorbei mit der Macht der Kirche. Aus diesem Grund ist es logisch, wenn es in diesem Umfeld heißt: "Auf die Idee, Tieren das Wahlrecht zuzusprechen, ist (zumindest bisher) zum Glück noch niemand gekommen."

(Der evangelische Theologe und Buchautor Dr. Sebastian Moll ("Jesus war kein Vegetarier"); idea-spektrum Nr. 18, 3.5.2012)

Der EKD-Mann plädiert dagegen für den Fleischkonsum und missbraucht dazu zunächst den Schöpfungs-Mythos: Damit Adam und Eva sich angeblich nach Gottes Willen mit Tierfellen bekleiden konnten, mussten "zweifellos Tiere geschlachtet" werden "zum Nutzen des Menschen", so der Kirchenmann.
Doch die Erzählung von den Tierfellen, mit denen Gott angeblich die ersten Menschen nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies bekleidet haben soll, ist nur ein Mythos bzw. eine Legende. "Gott" hat keinesfalls vom Himmel her Tiere ermordet, ihnen das Fell abgezogen und Adam und Eva als Kleidung überreicht. Und dass "Gott" nach dieser Logik sich dazu vielleicht auch des Felles eines verstorbenen Tieres bedienen könnte, wird überhaupt nicht erwogen.
Dann argumentiert Dr. Clemens Dirscherl mit dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn, wo der Vater angeblich aus Freude über den zurück gekehrten Sohn ein "gemästetes Kalb" schlachtet.
Wörtlich: "Jesus hätte niemals ein Bild verwendet, das uns in die Irre führt - er meinte dieses Freudenfest mit Spießbraten wörtlich! Deshalb bin ich auch sicher, dass sich des Menschen Herz an einem knusprigen Sonntagsbraten erfreuen darf - genauso wie an einem schönen Glas Wein."
Dazu die Frage: Ist das nun die Botschaft der Kirche angesichts von 17.000 Kindern, die täglich verhungern? Und zählt man die Erwachsenen dazu, sind es mehr als doppelt so viele Menschen, die täglich an Unternährung sterben. Und sagt Christus den reichen und übersättigten Wohlstandschristen der Industrieländer angesichts dieser seit Jahren beispiellosen Tragödie: "Lasst euch euren knusprigen Sonntagsbraten schmecken"?

Dass das Gleichnis vom verlorenen Sohn in der "apokryphen" Schrift Das Evangelium Jesu ohne "gemästetes Kalb" (!) überliefert wird und in der Bibel also offenbar in einer an diesem Punkt gefälschten Form vorliegt, interessiert die Kirche natürlich nicht. Da zählt nur die Bibel. Doch wegen der Welthungerkatastrophen, die von dem EKD-Beauftragten nicht verleugnet wird, gelte für ihn bei Fleisch: "Weniger ist mehr".
Der Agrar-Experte der EKD schließt sein Plädoyer pro Fleisch mit den Worten: "Tiere als unsere Mitgeschöpfe verdienen mit ihrer von Gott gestifteten Würde unseren Respekt - essen dürfen wir sie dennoch, am besten aus regionaler Erzeugung." Das ist ein typischer Kirchen-Satz, und man könnte den Sinn auch in folgende Worte fassen: "Du verdienst meinen Respekt, aber umbringen tue ich dich trotzdem". Außerdem ist der Satz von der "regionalen Erzeugung" der Tiere ein entlarvender Versprecher. Tiere werden nicht vom Menschen regional oder überregional "erzeugt". Der Mensch kann nicht einmal einen einzigen Floh "erzeugen", geschweige denn ein Säugetier. Er nimmt den Tieren nur das Leben, den Atem, den Gott den Menschen und allen Tieren als Lebensodem gegeben hat.

Doch das Gebot "Du sollst nicht töten" gilt auch gegenüber Tieren, und der Schöpfungsbericht in der Bibel beschreibt klar, was aus der Sicht Gottes "sehr gut" ist (1. Mose 1, 31) und wie die Schöpfung funktionieren soll: "Sehet da, Ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise" (Vers 29).
Erst die Priester haben später diese Schöpfungsordnung geändert und ihre Fälschung, wie sie im 1. Buch Mose 9 niedergelegt ist, Gott unterschoben. Immerhin gibt man zu, dass jetzt "Furcht und Schrecken" in der Tierwelt vor den Menschen herrschen sollen (Vers 2). Aber nicht, weil Gott das so will, sondern weil die Priester und Kirchen das seither so wollen. Was Gott will, ist der Schöpfungsfriede zwischen Mensch und Tier ohne gegenseitiges Töten, wie Er es auch durch den wahren Gottespropheten Jesaja verkündet hat (Kapitel 11, 6-9). Und bei Jesaja heißt es auch nach der Übersetzung Martin Luthers: "Wer einen Stier schlachtet, gleich dem, der einen Mann erschlägt" (66, 3).
Doch solches wird von den Kirchen in den Wind geschlagen. Die Folgen des von ihr erlaubten und gesegneten gegensätzlichen Verhaltens, die billionenfachen Tiermorde, fallen in unserer Zeit nun immer mehr auf den Menschen zurück. Denn der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen, so wie es auch der Kirchenchrist noch seiner Bibel entnehmen könnte, in der auch steht: "Irret euch nicht. Gott lässt Seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten" (Galaterbrief 6, 7). Doch die Kirchen versuchen mit aller Kraft, die Menschen blind für diese Wahrheit zu halten.

 



2.3.2012 - Grausame legale Tiertransporte in Deutschland - Auch Hundewelpen betroffen - Für die Kirche egal - Die von den beiden Großkirchen indoktrinierten Politiker von CDU und CSU haben sehr lange gebraucht, um sich überhaupt dazu durchzuquälen, den Tierschutz 2002 ins deutsche Grundgesetz aufzunehmen. Im Jahr 2000 waren sie noch dagegen gewesen. Verbessert hat sich für die Tiere jedoch nichts. Es wird sogar ständig schlimmer, die Gesetze werden nicht wesentlich verbessert. Denn nach kirchlich-abendländischer Lehre haben Tiere keine unsterbliche Seele, kein eigenes Lebensrecht und sie müssen ausschließlich dem menschlichen Nutzen und Profit dienen. So steht es sinngemäß im katholischen Katechismus (wörtlich hier). Die Evangelischen schreiben in ihrem Katechismus nicht einmal etwas über dieses Thema. Es ist den eiskalten evangelischen Ethikern völlig egal, und was gemacht wird, wird verschwiegen und damit akzeptiert.

So ist auch Alltag, was durch einen LKW-Unfall auf der Autobahn A 61 bei Schifferstadt zufällig ans Tageslicht kam. Der LKW war grausam vollgestopft mit Hundewelpen.
Bild.de schreibt am 2.3.2012: "Als die Autobahnpolizei mit der Tierrettung am Unfallort ankommt, bietet sich den Einsatzkräften ein trauriges Bild: Die Welpen liegen eng aneinander in viel zu kleinen Käfigen. Aus dem Lastwagen stinkt es bestialisch nach Urin und Kot.
Tierretter Michael Sehr zu BILD: ´Ein ganz entsetzlicher Anblick! Die armen Welpen tapsten völlig traumatisiert umher, waren in einem elenden Zustand. Sie lagen in den viel zu engen Boxen regelrecht übereinander gestapelt.` Das Unfassbare: Dieser Tierquäler-Transport ist legal! Polizeisprecherin Simone Eisenbarth zu BILD: ´Rein juristisch liegt keine Straftat vor, da die Tiere gültige Impfpässe und Begleitpapiere haben. Uns sind leider die Hände gebunden.`"
Und wer hat der Polizei die Hände gebunden? Der Gesetzgeber? Und von welcher Ethik wird der Gesetzgeber dominiert? Von der kirchlichen. Dort liegen die Wurzeln für das Elend der Tiere.
 



23.9.2012 - Kirche: Angeblich keine Empfindungen im Tier- und Pflanzenreich - In Wirklichkeit: Kaum Empfindungen bei Priestern und Theologen
Tiere und Pflanzen empfinden, sind oft viel sensibler und schmerzempfindlicher als Menschen. Sie stehen in diesem Sinne vom Bewusstsein über den Priestern und Theologen, welche lehren:
"Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss." (Der "heilige" Augustinus, De Civitate Dei I, 20)
Es spiele keine Rolle, ob man Tiere gut oder schlecht behandle, und "keiner sündigt, indem er eine Sache zu dem verwendet, wozu sie bestimmt ist." (Der "heilige" Thomas von Aquin, Summa theologica II. 64. I)
"Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt." (Katechismus der Katholischen Kirche, verfasst von Joseph Ratzinger, Lehrsatz Nr. 2418) - Was das bedeutet, siehe z. B. hier.
"Unter Gefühle verstehe ich Sympathie, Schuld, Verzeihung, Gewissen, Barmherzigkeit, Liebe. All das kann ein Tier nicht empfinden. Gott hat den Menschen die Welt geschenkt. Eine Welt, in der nur der Mensch lachen, lieben und denken kann." (Der Kapuziner-Abt Bruder Paulus, Nachfolger des Franz von Assisi, erklärt im Auftrag der Kirche den angeblichen Unterschied zwischen Mensch und Tier, Bild, 22.2.2003)


Wenn Sie auch so denken, dann bleiben Sie katholisch!
Wenn nicht, dann treten Sie aus!


Foto links: Der "heilige" Kirchenlehrer Thomas von Aquin - Es spiele keine Rolle, wie man Tiere behandle
Foto rechts: Ziege - Dazu die katholische Kirche: Wir leben in einer "Welt, in der nur der Mensch lachen, lieben und denken kann" (PS: Vgl. dazu Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, KZs, Zweiter Weltkrieg, Religionskriege, Vergewaltigung von Kindern durch Pädophile, Morde, Folter, Erfindung einer ewigen Hölle usw.)
 


 

12.12. / 13.12.2012 - Ein trauriger Adventsbericht: "Jäger, schieß uns ein Reh für die Weihnachtsfeiertage!" - Ein Leser berichtete uns wie folgt: "In dieser kalten und dunklen Jahreszeit frage ich mich manchmal, wie wohl die Tiere im Wald durch den Winter kommen. Einmal, bei einem Spaziergang, freute ich mich sehr, als einige Meter vor mir zwei Rehe den Waldweg überquerten. Ich machte mir schon Gedanken, ob es überhaupt noch Rehe dort gibt, da ich schon lange nichts mehr von ihnen gesehen oder gehört habe. Dann erschrak ich, denn nur wenige Meter weiter sah ich den Geländewagen des Jägers. Und zwei Tage später hörte ich dann, wie der benachbarte Jäger ein Reh angeschossen habe, das wenige Meter aus dem Wald heraus gekommen war. Das Reh sei verwundet in den Wald zurück geflüchtet und bis jetzt immer noch nicht gefunden worden, weder qualvoll verendet noch schwer verletzt und noch lebend. Fast zur gleichen Zeit hörte ich von Gesprächen zwischen den Jägern und einem der Metzger des Ortes, und auf einmal lief mir ein kalter Schauer über den Rücken: Natürlich, Weihnachten naht, und manche Leute wollen zum Fest Rehbraten essen, und haben beim Metzger entsprechende Vorbestellungen gemacht. So läuft das also. Der Metzger braucht so und so viele Rehe und sagt darauf hin dem Jäger Bescheid, wie viele er schießen muss, um die Gaumenfreuden der Metzgerskunden zu erfüllen. Von wegen also Hege und Pflege und ökologisches Gleichgewicht. Dieses scheinheilige Gesäusel. Es geht um etwas ganz anderes. Jetzt werden die Tiere geschossen für die Weihnachtsbraten."

PS: Dazu passt auch der Artikel 100 Jäger erlegen bei Wimmelbach 69 Rehe unter  http://www.infranken.de/regional/forchheim/100-Jaeger-erlegen-im-Wald-bei-Wimmelbach-69-Rehe;art216,365176
In dem Artikel heißt es unter anderem: "Als [der Förster] Erich Daum am Ende der Nikolausjagd seine Bilanz zieht, kann er eine Rekordausbeute vermelden: 36 Wildschweine und 69 Rehe. Insgesamt waren 100 Jäger und 35 Jagdhunde auf einem Gebiet von 1700 Hektar unterwegs. ´Heute hatten wir aber auch optimale Bedingungen für diese Jagd`, erläutert Daum. Der Schnee habe geholfen, die Tiere besser zu sehen und zu hören. ´Mit der Ausbeute dieser Jagd ist es uns auch gelungen, den gesetzlich vorgeschriebenen Abschussplan bereits frühzeitig zu erfüllen`, freut sich der Förster. Das ermöglicht ihm auch, dass er schon jetzt die Schonzeit für die Waldtiere einläutet: ´Normalerweise beginnt die Schonzeit ja erst im Januar, aber nachdem unser Soll erfüllt ist, beginnt die Schonzeit schon jetzt.`"

Nun gibt es ja keine Zufälle. Warum beginnt die Schonzeit "normalerweise" im Januar? Da steckt bestimmt auch das kirchlich missbrauchte Fest Weihnachten und der Appetit der Christenheit auf Rehbraten und anderes Wild dahinter, neben dem Appetit auf Gänsebraten, Entenbraten usw. Weibliche Rehe, so genannte Ricken, sind übrigens im Dezember trächtig, also schwanger. Doch "macht nix", sagen die Jäger, Metzger und Fleisch-Gourmets. Oder wie es in dem zitierten Artikel heißt: "Während einige Wildorgane wie beispielsweise das Herz bei Feinschmeckern sehr beliebt sind und am Streckenplatz deshalb extra gelagert werden, landen andere Organe wie beispielsweise Magen und Darm in großen Abfalltonnen." Und natürlich auch die Embryonen. Denn die sind als Weihnachtsschmaus ebenfalls weniger beliebt.

Und wer hat das alles zu verantworten? Es sind einmal mehr die Institutionen Kirche, vor allem die katholische Kirche, welche den Jägern extra einen "Heiligen" als "Schutzpatron" zur Seite gestellt hat, den "heiligen" Hubertus, obwohl Hubertus nie mehr jagte, nachdem er beim Anblick eines prächtigen Hirsches eine Christusvision hatte mit den sinngemäßen Worten "Hubertus, warum jagst du mich?"
Doch genau das ist die böse und verlogene Strategie der Kirche: So wie man Jesus, der unter den Tieren im Stall zur Welt kam, auf das Schändlichste kirchlich institutionell - als Krippenbaby oder toten Mann am Kreuz, aber auf alle Fälle schweigend - vereinnahmt und missbraucht, so tut man es auch mit Hubertus, der zum Christusnachfolger wurde, als er mit der Jagd aufhörte. Die Kirche verunstaltet auch sein Andenken zu einer Art "Ruhestandsjäger", der angeblich die aktiven Jäger beschützt, obwohl sein Entschluss, nicht mehr zu jagen, niemals bedeutete, dass er dafür andere Jäger "segnete". Man könnte auch sagen: Der Segen für dieses blutige Werk kommt in jedem Fall von unten. Vielleicht töten oder verwunden sich auch deswegen immer mehr Jäger versehentlich gegenseitig oder kommen bei anderen Jagdunfällen zu Schaden.


Foto rechts zur kirchlich-gesellschaftlichen Tradition: Auszug aus "Stilleben mit Reh, Hasen und Schnepfen", Original-Ölgemälde von Heinrich Wilhelm Trübner um das Jahr 1873 in der Kunsthalle Mannheim (Foto gemeinfrei unter der Lizenz Wikimedia Commons)

Würde die Kirche die Jäger und ihre grausames Tun nicht mehr segnen, würde es besser um die Tiere stehen und um die Menschen. Dort, im kirchlichen Kulturgut, liegen einmal mehr die Wurzeln des Übels und seine Verbrämung durch das berüchtigte sprichwörtliche Jägerlatein.
 


2013
 

10.1.2013 - Verkommt Deutschland zur Bananen-Republik? - Gesetzesentwurf versucht, Urteil des Europäischen Gerichtshofs, dass Grundstücksbesitzer nicht mehr zur Duldung der Jagd auf ihrem Grundstück gezwungen werden dürfen, zu unterlaufen -  Bei einem Politiker stellt sich heute in der Regel die Frage, für wen sitzt er als Lobbyist im Bundestag oder im Landtag? Eine starke Lobby haben dabei die Jäger, die vor allem unter den so genannten "Großkopferten" überdurchschnittlich stark vertreten sind. So soll es den wenig noch übrig gebliebenen Tieren in unseren Wäldern auch weiter wie bisher an die Eingeweide gehen, und die Lobby versucht, mit einem neuen Gesetz sogar ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 zu torpedieren. Mehr dazu in der Pressemitteilung des Vereins Leben bewahren e.V., die den Skandal öffentlich macht und die wir aufgrund der Brisanz hier in voller Länge veröffentlichen:
 
"Eine schallende Ohrfeige für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und für alle aufrechten Bürger, die in Deutschland noch an ethische und demokratische Werte glauben. Es ist noch schlimmer, als wir befürchteten", so bezeichnete Dr. Johannes Hofer,
Vorstandsmitglied des Vereins Leben bewahren zum Schutz von Umwelt, Natur und Tieren und ihrer Rechte international, den vorliegenden Gesetzesentwurf zur Änderung des Jagdrechts.
Zur Erinnerung: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat mit Urteil vom 26.6.2012 verbindlich festgestellt, dass ein Grundstückseigentümer in Deutschland nicht mehr dazu gezwungen werden darf, wie bisher Mitglied einer so genannten Jagdgenossenschaft sein zu müssen. Die damit verbundene Pflicht, die Ausübung der Jagd durch Dritte auf seinem Grundstück trotz entgegenstehender ethischer Motive dulden zu müssen, verstößt gegen Artikel 1 Protokoll Nr. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Dieses Urteil muss nun ohne Abstriche in nationales Recht umgesetzt werden. Dementsprechend heißt es zur jetzt vorliegenden  Gesetzesänderung in der Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 19.12.2012 wörtlich: "Die Bundesrepublik Deutschland hat als Unterzeichnerstaat der Menschenrechtskonvention die Pflicht, das Urteil umzusetzen und eine konventionskonforme Rechtslage herzustellen."
Im Entwurf des Ministeriums sind aber faktisch eine ganze Reihe von Hindernissen eingebaut, die ein Antragsteller erst überwinden muss, wenn er sein Recht auf Ruhen der Jagd in Anspruch nehmen möchte: Es geht dabei unter anderem um die Widerstände der Nachbarn, die Berücksichtigung finden sollen, es geht um die angebliche Gefahr drohender Wildseuchen, um den durch eine Befriedung eventuell gefährdeten Schutz von Land- Forst- und Fischereiwirtschaft samt zugehöriger Schadenersatzforderungen; eine Wartezeit von bis zu neun Jahren bis zum Ablauf des Pachtvertrags kann möglich sein. Im Falle von Treibjagden soll die Ausübung der Jagd auch gegen den Widerstand des Eigentümers erlaubt bleiben. Sogar eine zwangsweise behördliche Anordnung der Jagd auf Rechnung des Eigentümers ist vorgesehen.
"In geradezu scheinheiliger Weise werden diese Stolpersteine für den verfassungsmäßig garantierten Gewissensschutz der Bürger in einem Gesetzentwurf versteckt", so Dr. Hofer, "der offenbar über die Köpfe der ahnungslosen Bundestagsabgeordneten hinweg durch den Bundestag gepresst werden soll. Dreister und zynischer geht es wohl nicht mehr, noch offensichtlicher hätte man die Interessen der Jägerlobby gar nicht bedienen können. Hier kann man nicht mehr von einem Kniefall vor der Jägern sprechen, hier handelt es sich um einen klassischen Kotau, den die verantwortlichen Politiker, allen voran Frau Ministerin Aigner, hingelegt haben. Sollte dieser Entwurf tatsächlich so beschlossen werden, wäre das eine Tragödie für den Rechtsstaat, vor allem aber für die Wildtiere!" Die Vorgangsweise der Landwirtschaftsministerin findet er umso skandalöser, als Ilse Aigner Angehörige einer Partei ist, die das "C" ganz vorne in ihrem Namen trägt und damit vorgibt, die Lehre des Jesus von Nazareth zu erfüllen. "Nicht nur, dass es im krassen Gegensatz zur friedvollen Lehre Jesu steht, andere Lebewesen mutwillig zu töten, man bemüht sich nicht einmal darum, das zu verbergen, geschweige denn, daran etwas zu ändern!"
"Der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, beschrieb das wahre Wesen der Jagd ja bereits vor Jahrzehnten sehr drastisch", so Tierarzt Dr. Hansjörg Schilling zum Ministerentwurf, "von ihm ist folgende Aussage überliefert: ´Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.` Genau so ist es, erst vor wenigen Tagen sind laut Medienberichten zwei Wildschweine in Neubrunn bei Würzburg auf der Flucht vor Jägern auf die Dachterrasse eines zweistöckigen Hauses gerannt, wo sie dann erschossen wurden. Die Anwohner hatten Glück, sie kamen mit dem Schrecken davon." Und er ergänzt: "Wo soll ein solches irrwitziges Jägerverhalten noch hinführen? Deutschland ist auf dem besten Weg, zu einer Bananen-Republik zu verkommen, wo jede Lobby tun kann, was sie will, und das Volk nichts zu sagen hat. Wenn man ernsthaft beginnen würde, das blutige Hobby Jagd objektiv zu beleuchten, würde sich sofort herausstellen, dass diese für Natur und Tiere völlig unnötig und kontraproduktiv ist. Das starre Festhalten an der Jagd widerspricht völlig den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft, sogar Jäger selbst geben das zu. Wie viele namhafte Fachleute sollen das denn noch bestätigen, bis die Politiker endlich aufwachen: Jagd ist hinterlistige Tötung des arg- und wehrlosen Mitgeschöpfes und sonst nichts!`"
www.leben-bewahren.org, info@leben-bewahren.org

PS: Das skandalöse Gesetz ist mittlerweile erlassen.

 



20.1.2013 - Warum der Protestantismus "gelassen" der "Vernichtung der Welt" zuschaut - Die evangelischen Theologen lassen weltweit verlauten, der Mensch könne sich nicht "selbst erlösen", womit sie meinen: Er könne nichts dazu tun, da angeblich die "Gnade Gottes" alles tue. Diese Gnade würde dann angeblich im Jenseits für alle offenbar werden. Wenn sich Menschen jedoch anstrengen, Gott näher zu kommen, dann treten sehr oft protestantische intellektuelle Bedenkenträger oder "Sektenexperten" auf und bemäkeln den angeblich nichts bringenden Versuch einer "Selbsterlösung".

Ähnlich wie bei Einzelnen hält es der Protestantismus mit der ganzen Weltsituation, in der die materialistische Zivilisation sehenden Auges mehr und mehr ihrer Selbstzerstörung entgegen steuert. Während es weltweit viele Menschen gibt, die auf die eine oder andere Weise noch mithelfen wollen, das Ruder herum zu reißen oder das Kommende zumindest abzumildern, bleibt die protestantische Theologie seelenruhig und verkündet sinngemäß ein angeblich wundersames Eingreifen "Gottes" am Ende der Zeiten, weswegen man sich weiter den Rotwein schmecken lässt und ungeniert die Dinge laufen lässt, die die Welt in den Abgrund stürzen, diese sogar teilweise befürwortet. Oder schlimmer noch: Man schiebt "Gott" selbst zu, dass er es angeblich sei, der am Ende die Welt "vernichten" würde, so dass man mit Gelassenheit der kommenden Dinge harrt, da man gleichzeitig auf eine zauberähnliche "Auferstehung" in Herrlichkeit spekuliert.

Doch das ist eine Verhöhnung Gottes. Denn Gott ist weder ein Zauberer, der per göttlichem "Knopfdruck" am Ende der Zeiten die Rettung der Zivilisation bewerkstelligt oder den einzelnen protestantisch Gläubigen in den "Himmel" gleichsam katapultiert, noch ist Gott ein Wesen, das den anderen der beiden Knöpfe drückt, der die materialistische Welt zerstört. Gott wird also weder auf die eine noch die andere Weise in das Gesetz von Ursache und Wirkung eingreifen, das sich einzig und allein der Mensch selbst geschaffen hat, nachdem es unzählige positive göttliche "Eingriffe" gab in Form von Handreichungen für die Menschen - z. B. durch die Botschaft der Umkehr durch Jesus von Nazareth oder durch viele Propheten und weise Menschen seither, die allesamt in den Wind geschlagen wurden; und zwar vor allem durch den Protestantismus, der lehrt: "Allein der Glaube genügt." Doch wofür soll der Glaube genügen? Die Versprechungen des Seelenheils sind in Wirklichkeit leer, also eine grobe Irreführung.
 
Beispielhaft für die protestantische Sichtweise, welche die Welt maßgeblich mit dorthin versenkt hat, wo sie sich heute schon zu einem großen Teil befindet, zitieren wir nachfolgend den Kommentar des Theologen Klaus Jürgen Diehl in der evangelischen Zeitschrift idea-spektrum Nr. 48/2012:
"´Darüber, wer die Welt  erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.` Dieses dem englischen Tierschützer George Adamson (1906-1989) zugeschriebene Bonmot geht mit großer Gewissheit davon aus, dass die künftige Vernichtung der Welt allein das Werk menschlichen Größenwahns sein wird. Doch diesen letzten Triumph der Selbst- und Weltzerstörung wird Gott den Menschen nicht einräumen. Mag der Mensch auch erfolgreich dabei sein, die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zu zerstören, so wird Gott in seiner souveränen Schöpferallmacht allein durch sein Wort den Schlusspunkt setzen: ´Ich bin das A und O ...` (Offenbarung 22, 13)".
"A und O" stehen hier für die beiden griechischen Buchstaben Alpha und Omega, dem ersten und dem letzten Buchstaben des griechischen Alphabets. Wenn Gott das "Omega" spricht, wie es in der Offenbarung des Johannes tatsächlich heißt, dann bedeutet dies jedoch nicht den protestantisch erwarteten "Schlusspunkt", so als ob Gott letztlich die Welt vernichten würde. Sondern es bedeutet die Ankündigung der Ernte einer Jahrhunderte langen negativen menschlichen Saat, indem nun alle noch nicht gesühnten negativen Ursachen sich zu einem negativen Höhepunkt verbinden. Da das Gesetz von Saat und Ernte allerdings auch im Jenseits gilt, werden die Vertreter des Protestantismus davon nicht ausgenommen und ihre Gnadenlehre wird sich spätestens dort in Luft auflösen, die man - im übertragenen Sinne - nicht einmal mehr atmen kann.

 



16.2.2013 - Falsche Heilspropheten haben Konjunktur in der Kirche. Doch Gott lässt Seiner nicht spotten – Jüngstes Beispiel: Die evangelisch-konservative Nachrichtenagentur idea weist unter der Überschrift Kein Grund für eine Weltuntergangsstimmung in großer Aufmachung auf den Artikel Und sie erholt sich doch im PM-Magazin Nr. 3/2013 hin. Autor ist der Journalist und selbst ernannte "Zukunftsforscher" Matthias Horx.
Matthias Horx polemisiert dort gegen die Zukunftsprognosen des seriösen Club of Rome, der seiner Meinung nach durch das angebliche Schüren von Paranoia vor allem Aufmerksamkeit erheischen wollte. "Dass wir diesen Planeten gleichsam ´umbringen` könnten und uns selbst gleich mit, ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete Größenwahn-Fantasie unserer Zeit", wird er von idea.de am 15.2.2013 zitiert (http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/kein-grund-fuer-eine-weltuntergangsstimmung.html) und er zaubert die Fakten in einer Weise um, dass alles "gut" würde.
So erfindet er neue Szenarien, wie die Behauptung, dass "breite Mittelschichten" zur "Durchsetzung neuer Umweltschutz-Technologien" führen (PM). Doch die "Mittelschichten" werden weltweit immer schmäler, und die neuen Technologien als Heilmittel gegen Klimawandel = Klimakatastrophe anzupreisen, reicht hinten und vorne nicht. Solche Technologien mögen hier und da einen Fortschritt zu etwas Besserem signalisieren, doch sind diejenigen, die darauf vertrauen, vergleichbar mit Menschen, die durch kräftiges Pusten einen Sturm aufhalten und zurückdrängen möchten, der sich schon längst in der Atmosphäre der Erde abzeichnet.

Auf seiner Homepage horx.com bewirbt der "Zukunftsforscher" auch seinen Vortrag Anleitung zum Zukunftsoptimismus - Warum die Welt nicht schlechter wird. Dazu schreibt er: "Die Lage der Zukunft scheint katastrophal: Die Umwelt ist in höchster Gefahr, der Kapitalismus böse, die Globalisierung eine Katastrophe. Doch hinter solchen Zukunftsbildern stecken Ideologien, Ängste und verzerrte Weltbilder Dieser provokante Vortrag entlarvt die medialen Täuschungen und psychologischen Fehlleistungen des grassierenden Zukunfts-Pessimismus. Er trainiert die mentale ´Future Fitness` der Zuhörer aus allen Branchen." 
Der Hinweis auf die "Branchen" deutet darauf hin, dass er mithilfe dieser Vorträge vor entsprechend vermögendem Publikum auch seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Jesus, der
Seher Johannes und die wahren Gottespropheten lehren deshalb auch etwas ganz Anderes. Aber sie verdienten mit ihren Warnungen auch kein Geld, sondern wurden gekreuzigt, erschlagen oder aus der Gesellschaft verbannt.

Die moderne philosophische, journalistische oder kirchliche Heilsprophetie blendet auch völlig aus, dass die "Apokalypse" schon jetzt in großen Teilen der Welt Alltag ist. Ca. 40.000 Menschen sterben täglich an Hunger oder an den unmittelbaren Folgen und vieles mehr, so dass das Vertrauen auf Umweltschutz-Technologien sich meist nur auf die Hoffnung bezieht, einige Oasen ungleich verteilten Wohlstands mehr schlecht als recht funktionsfähig zu erhalten. Man stellt also in Aussicht, das Boot, in dem man selber sitzt, manövrierfähig zu halten, während alle anderen Boote untergehen oder schon untergegangen sind. Und man predigt denen, die noch nicht untergegangen sind: "Ich glaube, uns trifft es nicht, nur die Milliarden anderen, deshalb bitte ´Future Fitness` (= Fitness für die Zukunft) statt schlechter Stimmung."
Außerdem bewirken neue Technologien nichts gegen das unermesslich Leid der Tiere und ihre gleichfalls unermesslich leidvollen Folgen für deren Peiniger, und sie können, wie "alte" Technologien auch, für die Fortsetzung unheilvoller anderer Entwicklungen missbraucht werden.

Die Kirchenoberen jedoch holen sich die falschen Heilspropheten gerne mit in ihr Boot, und sie reden den Verursachern von Katastrophen, garniert mit ein bisschen Kritik, zu Munde. Ja, sie sitzen schon lange mit denen im selben Boot, die nur ihre eigenen "Schäfchen" ins Trockene bringen wollen, während man die naiv gläubigen "Lemminge" zu Millionen den Abgrund hinunter stürzen lässt.
 
Von einer "Erholung" der Erde sprachen zwar auch Jesus und alle Propheten – aber erst nach einer tief greifenden unbequemen Umkehr, und nachdem der malträtierte Planet seine Peiniger und alles abgeschüttelt haben wird, was diese auf der Erde an Leid und Schmerz an Menschen, Tieren und der ganzen Schöpfung Gottes anrichten. Da hilft keine "billige Gnade" der protestantischen und vornehmlich lutherischen Theologen, die nichts bringt außer der verhängnisvollen Illusion, mit ein paar kleinen Veränderungen wie bisher weitermachen zu können. Denn Gott lässt Seiner nicht spotten.

 



16.4.2013 - Wie lange lassen sich konfessionelle Tierinteressenten noch von der evangelischen Kirche brüskieren? - In einem Rundschreiben an Freunde kündigt Frau Vivian K. Wichmann von AKUT e.V. (Aktion Kirche und Tiere e.V.) am 20.2.2013 Veranstaltungen parallel zum Evangelischen Kirchentag vom 1.5. - 5.5.2013 in Hamburg an.
In dem Schreiben heißt es: "Liebe Tierfreunde, da der Ev. Kirchentag es abgelehnt hat, den Termin für einen Gottesdienst für Mensch und Tier im Programm aufzunehmen, findet nun - zu meiner großen Freude - parallel zum ´großen` Kirchentag ein Kirchentag für Mensch und Tier ... statt."

Der Kirchentag hatte also die Kirchenmitglieder, die kleine Schritte in Richtung Tierfreundschaft tun, zuvor ausgegrenzt. Der AKUT-Vorsitzende, Pfarrer Holger Janke, rät: "Wer nicht auf Fleisch verzichten wolle, solle zumindest Bio-Qualität kaufen" (domradio.de, 26.8.2010). Doch ein echter Tierfreund bringt seinen Freund, das Tier, nicht zur Bio-Fleisch-Produktion in den Schlachthof. Dennoch ist für die Evangelische Kirche selbst die Position von Pfarrer Janke innerhalb des Kirchentags ein Ärgernis und die Initiativen von AKUT sind nicht tolerierbar.
Dies ist verständlich wenn man weiß, wie viele Massentierhalter in "ihre" evangelische Kirche eingebunden sind, und dass von den Angestellten der großen Tiervernichtungsanstalten Millionen an Kirchensteuern aufgebracht werden. Da ist der Kirche selbst eine "Bio-Fleisch"-Empfehlung zu viel. Vgl. dazu die katholische Kirche mit ihrer Verteidigung angeblich "traditioneller bäuerlicher Produktionsweisen" einschließlich der Massentierhaltungs-Fabriken. Doch bei allem Kompromissgeist der konfessionellen Tierinteressenten: Auch sie sollten sich nicht länger als Feigenblatt für die Institution Kirche missbrauchen lassen. Lesen Sie dazu auch unsere Meldung zum 1. Kirchentag Mensch und Tier 2010 in Dortmund.

 



13.6. / 17.6.2013 - Hochwasser in Deutschland - Die Rückkehr der Fische - Für viele Menschen in Deutschland führte das Hochwasser zu einer materiellen Katastrophe, viele bürgerliche Existenzen sind zunächst ruiniert, und die Politiker versprechen Hilfen beim Wiederaufbau. Kaum jemand bedenkt jedoch, welche beruflichen "Existenzen" zum Beispiel im Einklang mit der Schöpfungsordnung stehen und welche nicht. Vor allem die Fische in den Meeren, Flüssen und Seen leiden grausam unter der Kreatur Mensch. Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, wie sensibel und schmerzempfindlich diese Tiere sind und welche Qualen sie durch die Fischerei und den "Angelsport" erleiden. Fische sind ebenso wenig zum Verzehr durch Menschen vorgesehen wie andere Tiere, was auch im ursprünglichen Schöpfungsbericht der Bibel noch nachzulesen ist (1. Mose 1, 29-31), doch in der "Gattung Mensch" kommen nur sehr wenige zur Einsicht. Nun hat die Natur an einem Ort wieder ein Stück weit in ihrem Sinne "reguliert". Der Fluss Elbe wehrte sich auf diese Weise gegen die Einzwängung hinter immer höhere Deiche und Dämme und hat sich vielfach seine früheren Auen wieder geholt. Diese waren der natürliche Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, bis die "Gattung Mensch" auch diesen Lebensraum beschnitten oder ganz weg genommen hat; so wie Tieren grundsätzlich auf dem Planeten Erde ein Lebensraum nach dem anderem weg genommen wird, wenn es um den menschlichen Profit oder das menschliche Eigenwohl geht, das Tiere ausschließt. Nun empfinden Menschen, das, was ihnen geschah, sei grausam, doch wo liegen die Ursachen?
Eines der markanten Fotos dieser Katastrophe war, als Fische aus dem Fluss durch das Fenster von außen in ein Haus schauten, das von der Überschwemmung betroffen war.

Ist es ein furchtbarer Zufall oder ein Symbol, dass zwei der am meisten von der Hochwasser-Apokalypse betroffenen Orte den Namen "Fisch" im Ortsnamen haben: Fischerdorf bei Deggendorf und Fischbeck bei Stendal - Orte mit einer langen grausamen Tradition der Fischerei in der Vergangenheit.
Spiegel.de
berichtet auch von einer unter gegangenen Fischerei in einem anderen Ort: "Das Gebäude der Fischerei ist komplett überschwemmt. Von der Eingangstür ist nur noch der obere Rand zu sehen, der Räucherraum, der Schlachtraum, die Hälterung können nicht mehr betreten werden. Knapp 400 Quadratmeter Betriebsstätte sind zu einer Unterwasserwelt geworden." (13.6.2013)
Die Fische sind auch hier zurück gekehrt; nicht in den Schlachtraum, um hier wie anderswo oft noch bei lebendigem Leib bestialisch aufgeschlitzt zu werden, sondern schwimmend in ihrem Lebensraum, dem Wasser. Doch dies ändert noch wenig daran, dass sie trotzdem immer mehr aussterben, denn gnadenlos wird jeder Quadratmeter Meer, See und Fluss weiter leer gefischt. Es sei denn, der Mensch ist zwischenzeitlich nicht mehr dazu in der Lage. Haben sich die Täter jedoch wieder "erholt", beginnt in der Regel das Gemetzel und seine Befürwortung und der Verzehr der Tiere von Neuem? Von einer Umkehr und einem gesegneten Neubeginn sind viele noch weit entfernt. Und so heißt es heute "Land unter". Was wird morgen sein? "Welt unter".
 
Die Gattung "Mensch" verstößt aus Gründen des hemmungslosen Profits weiter weltweit in einem noch die dagewesenen Ausmaß gegen die Einheit allen Lebens, dem Zusammenwirken von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mineralien mit den Elementen der Erde, und auch diese Jahrhundertflut in Deutschland wird wohl nur bei sehr wenigen Menschen etwas ändern. Die von der Kirche zur "Krone der Schöpfung" erklärte Gattung "Mensch" hat der Erde und allen ihren Bewohnern den Krieg erklärt (man kann von einer weltweiten Vernichtung der Tierwelt im Sekundentakt sprechen, in Verbindung mit exzessivem Fleischkonsum) und man bekriegt sich auch gegenseitig, wozu vor allem auch Deutschland als drittgrößtes Waffenexportland der Welt (und zweitgrößtes Jagdwaffenexportland der Welt) die Mittel bereit stellt. Der ganze Wohnplanet Erde wird mehr und mehr vom Menschen zerstört. Doch die "Mutter Erde" wehrt sich dagegen immer verzweifelter durch das, was man verharmlosend "Klimawandel" nennt. So mancher Mensch sieht oder empfindet dabei die Not seines Nächsten, der vom Schicksal betroffen und niedergeschlagen ist und packt z. B. selbstlos mit an oder leistet anderweitig Hilfe - ein guter Beginn, um dann bald auch die Not der Tiere wahrzunehmen, damit eine Hilfe auch dem großen Ganzen zugute kommt.

Foto rechts: Eine Forelle im Bachbett. Ihre gute Tarnung nützt ihr nichts, wenn der Mensch sie angeln will. Der Angelhaken bohrt sich durch ihr besonders schmerzempfindliches Gewebe im Mundbereich. Ist die Forelle dann an Land gezogen ergeht es ihr ähnlich, wie wenn der Mensch unter Wasser gezogen würde. Sie verendet qualvoll. Es sei denn, sie wird vorher erschlagen oder lebendig aufgeschlitzt. (Stefan Weigel, 2008, Creative Commons Attribution 3.0 Unported licence).

Siehe dazu auch den Kommentar auf http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-wir-sind-schuld-an-der-flut-a-904744.html. Darin heißt es:
"Welchen Beweis brauchen die Klimawandelleugner, bevor ihnen die Augen aufgehen? Was muss geschehen, damit die Wachstumsprediger dazulernen? Keiner von ihnen wird später sagen können, er habe nichts gewusst."
Und dieser Kommentar schließt mit den Worten: "In der Krise gibt es einen Moment der Hellsichtigkeit. Dann liegen das Problem und seine Ursachen klar vor uns. Dann entscheidet sich, ob wir lernen oder nicht. Meistens lernen wir nicht ... Wer unter neuen Lebensbedingungen alte Wege geht, endet im Aus. Das hat den Leuten auf den Osterinseln den Rest gegeben, den Wikingern auf Grönland und den Maya. Wenn wir die nächsten sind, sollten wir nicht überrascht sein."

Nachtrag:
Auch f
ür 8000 (!) Schweine bei Fischbeck ging es nach dem Dammbruch um Leben oder "jetzt schon Tod", also vor dem Stromschlag und dem Aufgeschlitzt-Werden im Schlachthof. Der Landrat, ein CDU-Politiker, sorgte sich um "Seuchengefahr" für den Menschen beim Ertrinken der Schweine. Bei volksstimme.de heißt es am 15.6.2013: "Von Fischbeck aus ergießen sich die Wassermassen nordöstlich über Schönhausen, Klietz, Scharlibbe und Kamern bis in einen Polder bei Jederitz an der Havel. Nicht rechtzeitig geräumt werden konnte ein Schweinemastbetrieb in Scharlibbe. Einsatzkräfte haben Sandsäcke um den Betrieb mit 8000 Tieren herumgelegt und pumpen Wasser ab. Doch es ist ungewiss, ob sie die Schweine retten können. ´Die Tiere stehen auf Gitterrosten, unterhalb steht das Wasser`, sagt Landrat Wulfänger. ´Wir müssen aufpassen, dass wir nicht bald 8000 tote Schweine haben, sonst besteht akute Seuchengefahr.`"
Den Landrat beschäftigte also vor allem eine mögliche Seuchengefahr. Kein Wort wird jedoch darüber geschrieben, was das für die hochsensiblen Schweine bedeuten würde, ertrinken zu müssen und nicht einmal versuchen zu können, sich zu retten wegen der Gefangenschaft.
Der Aufruf zur sofortigen Evakuierung der Menschen des Ortes Scharlibbe erfolgte, wie man den Medien entnehmen kann, am Mittwoch, den 12.6.2013, weil das Wasser bald komme. Die Tiere ließ man aber erst einmal in Gefangenschaft stehen, und drei bzw. vier Tage später (!) heißt es dann, jetzt stehen schon ihre Gitterroste im Wasser, wir wissen nicht, ob wir sie noch "retten" können. Es gibt in Deutschland keine Evakuierungspläne in Katastrophenfällen für Tiere, sie sind juristisch weiterhin den "Sachen" gleich gestellt. Und bei einem ertrunkenen Schwein berechnet der Massentierhalter anschließend den Profit, der ihm entgangen ist und lässt ihn sich von der Versicherung oder der Katastrophenhilfe ersetzen.
Dann ging das Wasser zurück, und in der gigantischen Schweinemastanlage wurde das restliche Wasser abgepumpt, so dass viele jetzt sagen: "Alles noch einmal gut gegangen. Also weiter so wie zuvor."
Doch es ist der milliardenfache Mord an den Tieren mit seinen auch für den Menschen tödlichen Nebenwirkungen (auch Massentierhaltung ist ein entscheidender Faktor bei der Klimakatastrophe), der das "Weiter so wie zuvor" nicht mehr allzu lange zulässt.

Ein Umdenken ist kaum in Sicht. Wir wissen allerdings von einem Mann, der ins Nachdenken gekommen ist.
Bei der gezielten Überflutung einer Wiese wurde nicht zuvor nach Rehkitzen geschaut, die zu dieser Jahreszeit dort im Gras liegen. Man dachte offenbar nur an den Menschen und öffnete ein Schleusentor, um die Wassermassen weg von den Häusern zu lenken. Welchen Tieren die Wiese derzeit Lebensraum bietet und was man hier tun könne, war anscheinend kein Thema. Von zwei Rehkitzen hörte man später. Eines sei ertrunken, nachdem die Schleuse geöffnet wurde, ein zweites hat ein beherzter Mann mit Müh und Not gerettet und auf einen Tierhof gebracht.

 



6.10.2013 - Neue evangelische Kampfschrift "Du sollst nicht atmen" - "Die kosmische Schuld" speziell "des Protestantismus" am Niedergang der Zivilisation haben wir bereits beispielhaft dargelegt. Ein neues Beispiel liefert jetzt der Evangelische Theologe Dr. Sebastian Moll, der an der Universität Mainz die Studenten zu evangelischen Pfarrern ausbildet. Nach seinem bei den Verkaufszahlen "erfolgreichen" Pamphlet Jesus war kein Vegetarier legte er jetzt in diesem Sinne nach. Du sollst nicht atmen (Asslar 2013) ist eine evangelische Kampfschrift gegen die Warnung vor der Klimakatastrophe und sie ermuntert die "Macher" dieser Gesellschaft zum "Weiter so" (vgl. http://www.amazon.de/review/R3FDOCBUJ42S4R/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R3FDOCBUJ42S4R).
Wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Bereich "Ökologie" werden dabei schlicht geleugnet und mit spitzer Feder durch Halbwahrheiten ersetzt.
Nachfolgend einige Leseproben, die dokumentieren, wie man innerhalb der Kirche die apokalyptische Entwicklung und die vielfältigen Mahn- und Weckrufe an die Menschen schlicht leugnet und die Zeitgenossen auf vielerlei Art und Weise manipuliert. Dafür missbraucht der promovierte Theologe - wie seine Theologen-Kollegen - Gott und Christus. Denn sein Buch will er so verstanden wissen:
 
"Gottes Gebote behalten ihre Gültigkeit, aber es geht darum, sie richtig zu verstehen. Dieses richtige Verständnis hat Jesus uns gebracht, bestätigt wird es durch den Apostel Paulus." (S. 96)
In diesem Zusammenhang zitiert der Autor auch den beliebten evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der den Pazifismus von Jesus mit dem Hinweis auf "Gott" ablehnt, "der das freie Glaubenswagnis verantwortlicher Tat fordert und der dem, der darüber zum Sünder wird, Vergebung und Trost zuspricht." (S. 106) [mehr dazu hier]
Das Ergebnis der neuen evangelischen Studie von Sebastian Moll ist dabei:
"Aus dem christlichen Gottesbild ergibt sich somit unmittelbar das christliche Menschenbild, das Bild vom Menschen als verantwortungsvollen Gestalter. Und dieses Menschenbild ist in der Tat anderen überlegen." (S. 117)

Im Einzelnen kommt Dr. Moll bei der Darlegung dieser vermeintlichen "Überlegenheit" unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

Zur Wasserknappheit in vielen Ländern der Erde und drohenden Katastrophen: "Wir haben dieses Wasser anderen Regionen weder weggenommen noch sonst irgendwie unrechtmäßig erworben. Ebenso wenig gibt es irgendeine realistische Möglichkeit, unser deutsches Wasser per Leitung in die Sahelzone zu transportieren." (S. 18)
Zu den Hungerkatastrophen (37.000 Verhungernde täglich) und andern Nöten: "Dass wir am Elend der Dritten Welt schuld sind, ist, wie [der Islam-Kritiker] Siegfried Kohlhammer richtig erkannte, ´ein weitverbreitetes Vorurteil bei Linken und Grünen aller Art ...` Die These der Ausbeutung der Dritten Welt durch den Westen lässt sich auf jeder denkbaren Ebene widerlegen ... Auf die Idee zu kommen, dass die armen Staaten dieser Welt unter Umständen für ihre Armut selbst verantwortlich sein könnten, ist für einen Gutmenschen völlig undenkbar." (S. 39.41)
"In gewisser Weise ist Mutter Natur selbst Gentechnikerin ... In Wahrheit stellt nicht Gentechnik, sondern Fortschrittsfeindlichkeit die wahre widernatürliche Haltung dar ... Meiner Ansicht nach kann man in diesem Fall [der Blockierung der Gentechnik] von unterlassener Hilfeleistung sprechen." (S. 52.54)
"Tatsächlich sind Menschenverachtung und Tierliebe in gewisser Weise zwei Seiten derselben Medaille." (S. 59)
"Andauernd hören wir vom Artensterben. Um den Irrsinn der Hysterie zu verstehen, muss man sich ein wenig in zoologischer Klassifizierung auskennen ... Die Schmarotzerfliegen bilden eine Familie, von der weltweit über 8000 Arten existieren. Das bedeutet, wenn Sie morgen mal wieder die Schreckensnachricht hören, dass im vergangenen Jahr Tausende von Arten ausgestorben sind, können Sie beruhigt sein, denn mit ein wenig Glück haben einige der Schmarotzerfliegenarten überlebt." (S. 61f.; vgl. auch hier)
"Wer sich weigert, das Grundgesetz der Natur anzuerkennen, dass ein Wesen sterben muss, damit ein anderes leben kann, verharrt in einer kindlich-trotzigen Haltung und weigert sich, erwachsen zu werden ... Meinen Sie, ein Tiger käme auf die Idee, seine Beute, die er gerade erlegt hat, in gerechte Stücke aufzuteilen und einen fairen Anteil an seine hinkende Schwester abzugeben?" (S. 64.80; vgl. Gewalt im Tierreich)

"Seit Beginn dieses Buches haben wir ihre [der Pharisäer] Machenschaften verfolgt und ihre moderne Inkarnation in Form der Gutmenschen erkannt. Nun ist es an der Zeit, entschlossen zurückzuschlagen." (S. 73; doch sind die heutigen "Pharisäer" wirklich die so genannten "Gutmenschen"? Dieser Vergleich ist nur ein Ablenkungsmanöver, um zu verschleiern, dass die damaligen Schriftgelehrten und Theologen ihre Nachfolger in Wirklichkeit in den heutigen Schriftgelehrten und Theologen gefunden haben, die sich heute nur anders - nämlich "christlich" - nennen)
"Das ist ja das Tolle am Papstamt, es ist unfehlbar und zugleich lernfähig. Immerhin wurde auch Galilei bereits im Jahr 1992 von der Kirche rehabilitiert." (S. 77) [Anmerkung: Galileo Galilei wurde nicht von der Kirche rehabilitiert. Mehr dazu hier.]
"Es mag sein, dass wir den Großteil unserer Gene mit den Tieren gemeinsam haben, von mir aus können es 99 % sein. Aber der qualitative Unterschied bleibt bestehen, und auf diesen dürfen wir stolz sein." (S. 81)
"Gleichheit wird gesucht ... Vor ebendieser Gleichmacherei kann uns der Stolz bewahren. Denn Stolz ist der natürliche Feind der Gleichheit." (S. 86)
"´Weniger ist mehr`. In bestimmten Lebenslagen mag dieser Satz zutreffend sein, aber in seiner inflationären Verwendung ist er nichts weiter als Opium fürs Volk. Weniger ist nämlich zunächst mal weniger ... Und das Credo ´Ohne Fleisch fehlt dir nichts` treibt den Irrsinn auf die Spitze. Jedes Mal möchte ich ausrufen. Doch, ohne Fleisch fehlt mir Fleisch." (S. 90)
"Nun hat die Sexualität aber seit den 68ern weitestgehend als Sündenpfuhl ausgedient. So wurde es für die modernen Pharisäer nötig, ein weiteres Grundbedürfnis der Menschen anzuzapfen, um über sie herrschen zu können. Man entschied sich für das Essen, und das war noch brillanter." (S. 92)
"In Wirklichkeit hat es das flächendeckende Waldsterben natürlich weder in Deutschland noch sonst irgendwo auf der Welt jemals gegeben. Unser Land ist nach wie vor zu etwa einem Drittel mit Wäldern bedeckt, in den vergangenen Jahrzehnten sind sogar eine Million Hektar dazu gekommen. So gesehen ist das Waldsterben tatsächlich ein deutsches Phänomen - denn nur uns Deutschen konnte man einen solchen Unsinn einreden." (S. 101; vgl. http://www.das-weisse-pferd.com/04_06/fleisch_regenwald.html
)
Über die Tempelaustreibung von Jesus: "In diesem konkreten Fall stellte er die Wahrung der Ehre Gottes über Sanftmut und Friedfertigkeit." (S. 108; zur Bedeutung der Tempelaustreibung siehe hier)

Schließlich: Während Menschen mit Worten vieles verbergen und in ihre vordergründig schönen Worte oft ganz andere, negative Inhalte hinein legen, lenkt der Theologe Moll in die gegenteilige Richtung ab. Der vorletzte Satz seines Buches lautet: "Merken Sie sich: Der Wahrheitsgehalt einer Aussage hängt nicht von der Gesinnung des Sprechenden ab." (S. 120)
Doch was will der Autor mit einem solchen Satz bezwecken? Denn in Wirklichkeit kommt nämlich vor allem der Inhalt bestimmter Worte, also beispielsweise die Gesinnung des Sprechenden, beim Hörer an. Denn auch Gedanken und Empfindungen sind Kräfte, nicht nur Worte - ob sie nun vordergründig richtig oder falsch sind -, auf die so mancher herein fällt. Die Gedanken und Empfindungen dahinter sind jedoch die stärkeren Kräfte. Und es ist auch die Gesinnung, die den Charakter des Sprechenden ausmacht, nicht die von ihm gebrauchten Worthülsen. Die Worte sind nur das Vordergründige, vergleichbar der Schale einer Walnuss. Wesentlich bei einer Nuss ist aber der Inhalt, also der Kern der Nuss, ob er gut schmeckt oder bitter.
 



24.11. / 25.11.2013 -
Früher gab Kirche den "Hexen" Schuld an Naturkatastrophen, heute sollen die Katastrophen "Geheimnis Gottes" sein - In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung steht über die Wetterkatastrophen des 17. Jahrhunderts zu lesen: "… Wer aber die Anklagen von damals liest, der findet, zwischen all dem Blödsinn über Sex mit dem Unaussprechlichen, ermordeten Säuglingen und Fahrten durch die Lüfte, auch die einzige handfestere und realistischere Ursache: Immer wieder heißt es, die Hexen und Hexer hätten den Wein erfrieren lassen und den Weizen auch. Sie hätten den Frost herbeigezaubert, sie hätten den Hagel geschickt, kalten Regen und Stürme, so furchtbar, dass kein Mensch sich an heftigere erinnern konnte. Heute wissen wir, dass das Jahr 1626 das kälteste in der jüngeren Klimageschichte war. Die mittelalterliche Warmzeit war im späten 15. Jahrhundert zu Ende gegangen, und jetzt, in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts, hatte die sogenannte Kleine Eiszeit ihren Tiefpunkt erreicht. Woher sollten die Menschen aber wissen, was sie da erlebten – wo sie doch keine Wetterstationen hatten, keine Temperaturaufzeichnungen. Und von schwankender Sonnenaktivität konnte niemand eine Ahnung haben. Jeder warme Sommer nährte die Illusion, dass eigentlich alles beim Alten war. Und wenn im nächsten Herbst der Wein erfror, weil der Frost schon im September kam, spielte offensichtlich der Teufel sein Spiel. Der Zusammenhang von Klimawandel und Hexenwahn ist evident; es ist in allen Anklagen das schlechte Wetter, das nur durch Zauber zu erklären ist …“ (aus FAZ, 24.11.2013, Artikel "Der Winter der Welt")

Die kleinen Klimakatastrophen aus dem 17. Jahrhundert wurden demnach von der Kirche dem Teufel und den Hexen zugeschoben, die darauf hin zu Tausenden hingerichtet wurden.
Was kommt jedoch auf uns zu? Das steht nicht im Artikel. Doch die heutigen und kommenden Klimakatastrophen und wen es trifft, werden von der Kirche schon heute dem angeblichen "Geheimnis Gottes" unterschoben - mit angeblich nur beschränkter menschlicher Eigenbeteiligung. Dabei sind es die Kirchen selbst, welche die Einheit allen Lebens verleugnen und die tieferen Zusammenhänge im Leben von Menschen, Tieren, Pflanzen und von allen Lebensformen von sich weisen und die Menschen auch hier in die Irre führen. So werden alle Geschöpfe Gottes vom Lebensodem Gottes durchströmt, jedes Geschöpf ist empfindsam, und es ist einzig der Mensch, der das Gleichgewicht zerstörte und zerstört. Zugrunde liegt die grausame Unterwerfung des Erdplaneten und aller Lebensformen unter den von der Kirche zur "Krone" erkorenen sündhaften Menschen. Diese haben aus Profittrieb und Hochmut mittlerweile ein solches Chaos angerichtet, dass sich die Erde nun mehr und mehr wehrt, um ihre Peiniger abzuschütteln. Dies wird auch in der Bibel der Kirchen bereits vorher gesagt, in der Offenbarung des Johannes.

Wie werden die zunächst überlebenden Menschen reagieren? Aufgrund der kirchlichen Lehre, dass "Gott" in seiner angeblichen Geheimniskrämerei die Menschen und den Erdplaneten leiden lässt statt ihnen zu helfen, begehren immer mehr Menschen gegen diesen "Gott" auf, was ein Fortschritt ist. Dabei verwerfen viele jedoch auch den nichtkirchlichen Glauben an Gott, für den klar ist: "Was der Mensch sät, das wird er ernten" - zu allen Zeiten. Nicht Gott ist also schuld, sondern einzig die Menschen aller Generationen selbst.
Und, um es noch einmal klar zu formulieren: Schuld sind also weder die "Hexen" noch der Geheimdienst eines unergründlichen Gottes, sondern die Menschen in allen Generationen selbst - der eine mehr, der andere weniger -, deren negative Ursachen schon immer auch negative Auswirkungen auf die Elemente der Erde hatte. Und die Täter berufen sich wiederum zu Tausenden auf die Institutionen Kirche, die ihnen erlaubte, Tiere zu malträtieren und zu verzehren, Wälder rücksichtslos abzuholzen und nach menschlichem Gutdünken weltweit ein grausames Regiment in der Natur aufzurichten. Dabei wäre es den Menschen geboten, die Einheit allen Lebens zu erspüren, die Gesetzmäßigkeiten dieser Einheit zu erforschen und von daher ihre Handlungsweisen abzuleiten, so wie es auch in der Bibel der Kirchen steht. Der Mensch wird darin aufgefordert, dass er den "Garten Eden" in Liebe und Rücksicht "bebaute und bewahrte" (1. Mose 2, 15).
Die Priester jedoch gestatteten ihm schon in biblischen Zeiten das Töten, und die kirchliche Priester- und Pfarrerschaft samt aller Päpste baute das Verhältnis Mensch-Natur aus zu einer Erlaubnis hemmungsloser Unterjochung und millionenfachem Ausbeuten und rücksichtslosem Quälen und Morden, was besonders in unserer Zeit der routinemäßigen qualvollen und kirchliche gesegneten Massentierhaltung offensichtlich wird.
Es bewahrheitet sich auch hier das Wort des Philosophen Friedrich Nietzsche:
"Was ein Theologe als wahr empfindet, das muss falsch sein: man hat daran beinahe ein Kriterium der Wahrheit." (Der Antichrist, 1894, Kapitel 9)

Doch wenn die Klimakatastrophe weiter fortschreitet, was mittlerweile unabwendbar ist, werden so manche Menschen nur schwer unterscheiden können zwischen dem todbringenden mörderischen Kirchen-Gott und dem Glauben an einen lebendigen Gott, der in Seiner Schöpfung gegenwärtig ist und den Menschen niemals etwas Böses schickt und ihnen niemals Schaden zufügt. Und dies würde laut Offenbarung des Johannes zu Folgendem führen:
"Die übrigen Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, bekehrten sich doch nicht von den Werken ihrer Hände ... und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei" (9, 20). "Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze und lästerten den Namen Gottes ... und bekehrten sich nicht, Ihm die Ehre zu geben" (16, 9).
Dies zeichnet sich in unserer Zeit ganz allmählich, aber stetig ab. Was heute aus der Sahel-Zone im nördlichen Afrika für Temperaturen gemeldet werden, das werden in nicht allzu ferner Zukunft die Temperaturen in Nordamerika und Europa sein, so dass sich die Prophezeiung des Sehers Johannes bewahrheiten werden.

Foto rechts: "Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze und lästerten den Namen Gottes" (Lizenzfrei nach Wikimedia Commons; P.R. Binter, 2006)

So wie also laut dem FAZ-Artikel die Abweichler vom kirchlichen Glauben früher als "Hexer" und "Hexen" wegen der Katastrophen verfolgt wurden, so würde es in Zukunft direkt gegen Gott gehen. Diese düstere Prophezeiung wird von den Institutionen Kirche vorbereitet, indem diese ihre eigenen (im Laufe der Kirchengeschichte vielfach praktizierten) Grausamkeiten auf "Gott" projizieren, was sowohl das Leben auf der Erde als auch die Jenseitsvorstellungen betrifft. Dort will man dann per Dogma Andersdenkende unendlich im Feuer brennen sehen und hat für diese grässliche Rachevorstellung einen angeblich auch im Jenseits strafenden, zürnenden und richtenden Gott erfunden. Dabei war und ist es die Kirche selbst, die zürnt, richtet und strafen will. Und so würden auch diejenigen wieder in große Gefahr geraten, welche an Gott, den "freien Geist", glauben und die Institutionen Kirche deshalb verlassen haben. Es sei denn, den Menschen gelingt es zuvor, die Macht der kirchlichen Großinstitutionen über Seelen und Menschen weitgehend zu brechen und weltweit bekannt zu machen, dass das Wesen der Kirche und das Wesen Gottes krasse Gegensätze sind.
 



4.12.2013 - Evangelisches Magazin leugnet Klimawandel - Das bekannte schweizerische evangelische Magazin Factum versucht, die Gläubigen zu beruhigen. Es gebe überhaupt keinen Klimawandel, und schon gar keinen vom Menschen verursachten. Die Temperaturen seien seit 15 Jahren gleich, beim Nordpol würde das Eis im Vergleich zum "Spätsommer 2012" derzeit kräftig wachsen - anscheinend wird aber dabei unterschlagen, dass dies nur so ist, weil gerade der Winter naht. Und der Südpol hätte seit Beginn der Messungen mehr Eis als jemals zuvor, so die kirchlichen Leugner des Klimawandels. Von den Gletschern würden manche sogar wachsen statt zu schmelzen. Es seien die Medien, die das angeblich falsche Bild eines Klimawandels verbreiten, da sie "auf Übertreibung und Katastrophismus getrimmt sind." (factum-magazin.ch, 26.11.2013)

Folglich seien auch die Eisbären überhaupt nicht bedroht, sondern würden sich rasant vermehren, von 5.000 in den 60er Jahren auf 25.000 heute. Irgendwelche "Ureinwohner" würden "bestätigen", dass die Bestände seit Jahren ständig steigen.
In Deutschland verbreitete das bekannte Magazin idea-spektrum diese "Forschungsergebnisse" ihrer Schweizerischen Kollegen (Nr. 49/2013).
Hier jedoch wird sich in Bälde auf der Erde erweisen, dass "allein der Glaube" an solches nicht genügt.
Und dass der evangelische Glaube auch im Jenseits nicht genügt, sondern eine dreiste Irreführung der Menschheit ist, wird sich für jeden dann spätestens dort erweisen.

Foto links: Antarktis (Lyubomir Ivanov, 2004, Wikimedia-Commons Lizenz)
 
Was aber heute schon nachweisbar die Erde betrifft: Im Hinblick auf das Eis am Südpol erklärt die Nasa-Forscherin Claire Parkinson: "Diese Zunahme hält aber nicht annähernd Schritt mit dem Rückgang in der Arktis". Es schmilzt also weit mehr Eis als sich neu bildet. Der "antarktische Sonderfall" hat dabei im zunehmenden Chaos der Elemente gravierende Tücken und hat zunächst mit der "Isolation" der Region zu tun. Er "stellt daher die globale Erwärmung nicht infrage". Und eine Nasa-Studie belegt zudem, dass das Südpol-Eis "immer dünner" wird (sueddeutsche.de, 14.11.2012) - es schmilzt dort also nicht in der Fläche, sondern in der Dicke.
Und dass sich die Eisbären-Population kurzzeitig erholt hat, liegt daran, dass die Vergnügungs-Massaker an den Tieren und die Hobby-Jagden vielfach verboten wurden.
Die schleichende Klimakatastrophe dezimiert die Tiere jedoch wieder. "Sie ertrinken, weil das Eis aufgrund der Klimaerwärmung nicht dick genug ist" - obwohl sie sich im Überlebenskampf anzupassen versuchen. So sind die Eisbären "durchschnittlich 50 kg leichter als noch 20 Jahre zuvor" (zit. nach Wikipedia, Stand: 4.12.2013). Und dass aufgrund einzelner lokaler Krisenfaktoren ein Gletscher auch einmal wachsen kann, ändert nichts an der so genannten "Massenbilanz" der weltweiten Gletscherschmelze - seit 1850 und verstärkt in den letzten Jahren.

Es gebe keinen Klimawandel, beschwichtigen auch in Deutschland "Schönwetter-Propheten" - vielfach bezahlte Lobbyisten von Schadens-Verursachern - angesichts der Stürme "Christian" und "Xaver" im Herbst 2013. Man könne diese als "Einzelereignisse" verstehen (bild.de, 5.12.2013). Dann seien es also zunehmend bedrohlichere "Einzelereignisse", die sich mehr und mehr häufen.

Vergleichen Sie dazu das Buch Der Schattenwelt neue Kleider - Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt
Siehe auch unsere Meldung:   Warum der Protestantismus gelassen der Vernichtung der Welt zuschaut

Siehe dazu auch eine aktuelle Studie http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-arktisschmelze-koennte-extremwetter-in-europa-verstaerken-a-937859.html
Wenn man allerdings so lange wartet, bis auch der letzte dämonische Lobbyist mit "Wissenschaftsstatus" eines Tages zugibt, dass der Mensch den Klimawandel verursacht, der mehr und mehr zur Klimakatastrophe wird, dann häuft man immer neue Ursachen an, die wieder entsprechend furchtbare Wirkungen nach sich ziehen.
 




Ein völlig anderer Umgang mit den Tieren - nähere Informationen anfordern bei der Gabriele-Stiftung, info@gabriele-stiftung.de
Siehe dazu auch der Link: http://www.abschaffung-der-jagd.de
Herzhafte vegetarische Rezepte finden Sie z. B. hier

Lesen Sie auch:
Der Theologe Nr. 7 - Jesus und die ersten Christen waren Freunde der Tiere
sowie im Anhang dazu die Quellensammlung Jesus war ein Freund der Tiere und den ergänzenden Beitrag
Auch in der Bibel wird deutlich: Tiere sollen nicht getötet werden
Der Theologe Nr. 37 - Die blutige Tempelkult und der Schöpfergott im eigenen Herzen
Der Theologe Nr. 53 - Das Ja der Kirche zur Atomkraft - Kernkraftwerke mit dem Segen des kirchlichen Gottes

Der Theologe Nr. 65 - Esst kein Fleisch, hört auf damit!

Vegetarier - gottlose Ketzer?

Siehe hierzu eine Pressemeldung des Buch-Verlags bei http://www.openpr.de/news/638093.html

 

"Wer sagt oder daran festhält, der Himmel, die Sonne, der Mond, die Sterne und die Gewässer, die oberhalb der Himmel sind, seien irgendwelche beseelten und vernunftbegabten Kräfte, der sei mit dem Anathema belegt [= ewig verflucht]."

(Edikt des Kaisers Justinian, veröffentlicht als Dokument der Synode von Konstantinopel im Jahr 534, zit. nach Heinrich Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Herausgeber: Peter Hünermann, 42. Auflage, Freiburg 2009, Lehrsatz Nr. 408)

 

Anfang des 19. Jahrhunderts gab es auf dem Gebiet der heutigen USA ca. 60 Millionen Bisons. Im Jahr 1902 gab es nur noch 23 einzelne dieser prachtvollen Büffel. Dazwischen kamen die weißen Siedler, überwiegend Protestanten, und metzelten alle Tiere nieder - teils für Schuhsohlen, teils, um den Indianern die Ernährungsgrundlage zu entziehen und um sie auszuhungern, teils aus Spaß am Morden. Die letzten 10.000 Bisons wurden durch Scharfschützen an den Wasserstellen abgeknallt. "Allein der Glaube genüge für das Seelenheil", so die Religion des weißen Mannes.                                                       Foto: Jack Dykinga, Lizenz: Wikimedia Commons

 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 31: Die Klimakatastrophe und das Leid von Tieren als Folge der kirchlichen Lehren, Wertheim 2007, zit. nach http://www.theologe.de/tiere_kirche.htm, Fassung vom 4.6.2014, Copyright © und Impressum siehe hier.


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