DER THEOLOGE
Kirchentage in Deutschland:
2. Ökumenischer Kirchentag
vom 12. Mai - 16. Mai 2010
in
München
Das Motto: "Damit ihr Hoffnung
habt" (1. Petrus 1, 21)
33. Deutscher
Evangelischer
Kirchentag
vom
1. Juni - 5. Juni
2011 in
Dresden
Das Motto: "... da wird auch dein Herz
sein" (Matthäus 6, 21)
34. Deutscher Evangelischer Kirchentag
vom 1. Mai
- 5. Mai 2013 in
Hamburg
Kirche ist nicht christlich
Die Finanzen
Besucher und Gäste, z. B. Katholiken und Moslems
Die Lehre
Die moderne Inquisition
Kirche und Judentum
Kirche und Krieg und Frieden
Kirche und Ökologie
Ökologie und Inquisition
Die Hölle "unter dem Teppich"
Die Ökumene
Kirchentage in Bremen,
München und Dresden -
Nachrichten
Aktuelle Klage: Kirche darf sich nicht mehr christlich nennen
Bisherige Evangelische Kirchentage auf
einen Blick
Literatur
Im Jahr 2005 kam Papst Benedikt XVI. zum katholischen Weltjugendtreffen nach
Köln
(das mit 15 Millionen Euro vom deutschen Steuerzahler subventioniert wurde).
Vom 6.-10.6.2007 hielt die Evangelische Kirche ihren Kirchentag
in Köln, der "Hauptstadt der Moslems" in Deutschland ab (11,7 %
Einwohneranteil). Und vielleicht ist Köln auch
die geheime deutsche Hauptstadt der römisch-katholischen Kirche, obwohl
es in Köln nur noch 40 % Katholiken gibt (hinzu kommen 17,5 % Evangelische und
ca. 30 % Konfessionslose). Doch nach wie vor ist die
Erzdiözese Köln die reichste der Welt, und die Diözese finanziert maßgeblich den
Vatikan in Rom (ähnlich wie im Mittelalter). Die beiden großen Kirchen in Deutschland werden
wiederum
zu einem großen Teil vom deutschen Staat finanziert. Und auch das soziale Engagement
der Kirchen ist überwiegend staatsfinanziert (siehe dazu www.stop-kirchensubventionen.de).
Der Evangelische Kirchentag in Köln erhielt
ebenfalls staatliche Subventionen in Millionenhöhe:
3,1 Millionen Euro vom Bundesland Nordrhein-Westfalen (idea-spektrum,
25.1.2006) und ein weiterer Millionenbetrag von der Stadt Köln. Man ging
zunächst von 1,5 Millionen Euro aus (KNA, 4.6.2007). In Köln stöhnten
darüber viele, weil man bereits dem katholischen Weltjugendtreffen im Jahr 2005 2,33
Millionen Euro geschenkt hatte plus 395.000 Euro für Quartiere und weitere
401.000 Euro an "zusätzlichen Ausgaben" (Kölner Stadtanzeiger, 29.1.2006).
Auch die Bundesrepublik Deutschland subventionierte den Evangelischen Kirchentag
in Köln mit weiteren 430.000 Euro.
Und auch
nachfolgender 32.
Evangelischer Kirchentag vom 20.-24.5.2009 in Bremen wurde vom nahezu bankrotten
Stadtstaat Bremen schon mit 7,5 Millionen Euro an zusätzlichen
Subventionen mitfinanziert
(z. B. taz Bremen, 28.2.2006). In Bremen organisierte der Bremer
Atheisten- und Freidenkerverbund BAFU auch Alternativveranstaltungen (http://www.bremen4u.de/citytalk/index.jsp?id=1661&1).
Der 33. Evangelische Kirchentag findet dann im Jahr 2011 in Dresden
statt, und auch dafür haben der Freistaat Sachsen und die Stadt
Dresden bereits 8,5
Millionen Euro Staatszuschuss eingeplant (epd, 16.12.2006; idea-spektrum
Nr. 6/2007). 34.
Evangelischer Kirchentag soll dann 2013 in Hamburg sein.
Vom 12.-16.5.2010 findet zwischendurch der 2. ökumenische Kirchentag (bzw. der
katholisch-evangelische Kirchentag) in München
statt (nach dem ersten solchen Ereignis im Jahr 2003 in Berlin; Motto: "Damit
ihr Hoffnung habt", entlehnt aus 1. Petrus 1, 21).
Hier werden Kosten von ca. 20 Millionen Euro erwartet. Die Stadt München
bezahle davon nach ersten Informationen zwei Millionen Euro, der Freistaat
Bayern vier Millionen Euro und das Bundesinnenministerium in Berlin 1,55
Millionen Euro, zusammen 7,55 Millionen Euro Staatssubventionen – die
Sachleistungen (wie z. B. Polizeidienst) noch gar nicht gerechnet, so die ersten
Informationen.
Dann wurden die Zahlen nach oben korrigiert: München zahlt 3,6 statt zwei
Millionen, Bayern fünf statt vier Millionen, der Bund anscheinend "nur" noch 1,5
Millionen statt 1,55 Millionen, ergibt zusammen 10,1 Millionen Euro
Staatssubventionen (Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 13, 29.2.2009),
also gut die Hälfte.
PS:
Der letzte Katholikentag, der 97., war 2008 in Osnabrück, es folgt
der 98. Deutsche Katholikentag vom 16.-20.Mai 2012 in Mannheim. Die Kirche lässt
sich also in jedem Jahr mindestens ein solches Ereignis mit
Millionen vom Staat subventionieren.
Besucher und Gäste, z. B. Katholiken und Moslems
Der 31. Evangelischer Kirchentag
war 2007 in Köln. Es
kamen hauptsächlich
Jugendliche und junge Erwachsene, die dort mit einem bunten
Programm unterhalten wurden, die jedoch auch Veranstaltungen über
verschiedene religiöse bzw. gesellschaftspolitische Themen besuchten.
Dies war 2009 in Bremen nicht anders. So
sprach in Köln der katholische Kardinal Karl Lehmann auf einer Veranstaltung zum Thema
"Kirche und Islam" z. B. den Wunsch aus, eine Messe in Riad/Saudi-Arabien zu
dürfen (mehr dazu siehe hier). Und
Vertretern der islamischen Gemeinden wehte ein rauer Wind entgegen.
Religionsfreiheit, so der Kardinal, könne nur "wechselseitig" praktiziert werden
(Spiegel online, 9.6.2007). Jesus von Nazareth lehrte jedoch: "Alles nun,
was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch"
(Matthäusevangelium 7, 12), was dem Sinn nach auch bedeutet: "Das tut ihr
ihnen zuerst," was von den Vertretern der Moslems nicht so erfahren wird.
"Deutschland tut sich schwer, nicht-christliche [= nicht-kirchliche]
Religionsgemeinschaften als gleichwertig zu akzeptieren", so Ayyub Axel Köhler
vom Zentralrat der Muslime in Deutschland auf dem Kirchentag
in Köln.
Die unzähligen Privilegien für die beiden Großkirchen und die Beargwöhnung oder
gar Bekämpfung vieler anderer (siehe unten)
beweisen dies auch. Und was den Islam betrifft: So darf zwar in Deutschland eine
Nonne oder evangelische Ordensschwester in kompletter Nonnentracht
einschließlich aufwändiger Kopf- und Gesichtsbedeckung als Lehrerin unterrichten
(PS: was verbirgt sie dahinter?), eine muslimische Lehrerin darf jedoch nicht
einmal ein dezentes Kopftuch tragen, wenn sie das möchte. Das eine sei angeblich
"normal", das andere sei ein Zeichen für die "Unterdrückung der Frau".
Kirchenvertreter kritisieren hier andere Religionen, obwohl der Kirchenlehrer Paulus
in der Bibel, die den Kirchen als "Gottes
Wort" gilt, z. B. schreibt: "Eine Frau aber, die betet oder prophetisch
redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als
wäre sie geschoren" (1. Korinther 11, 5).
Doch diese
Ungereimtheiten sind nicht das Gravierendste. Ein Blick auf die Lehre der
evangelischen Kirche zeigt einiges mehr. Denn was alles beinhaltet die Lehre?
Hierüber werden die Menschen in die Irre geführt. Schon
Papst Benedikt XVI. informierte die vielen Jugendlichen beim
Weltjugendtreffen in Köln im Jahr 2005 nicht über die verbindlichen Inhalte des römisch-katholischen Glaubens
(www.theologe.de/theologe18.htm). Die
Begeisterung über das Gemeinschaftserlebnis und über den Papst als hautnahen
"Star" wäre dann nämlich schnell in Ernüchterung umgeschlagen.
Nun versucht die evangelische Kirche bei ihren Kirchentagen einmal mehr den Eindruck zu erwecken, sie wäre
eine pluralistische, weltoffene und tolerante Institution, welche die
Botschaft von Jesus, dem Christus vertritt. Das
Kirchentagsmotto lautete dabei in Köln z. B. "Lebendig, kräftig und schärfer"
(aus der Bibel entnommen, Hebräerbrief 4, 12). Der Verfasser des biblischen Hebräerbriefes
charakterisiert damit das "Gotteswort". Und laut evangelischer Kirche
kann man dieses nur in der Bibel finden. Doch die Bibel ist voller Widersprüche
(www.theologe.de/theologe8.htm).
Woran soll man sich dann aber halten, wenn sich die Bibel widerspricht? Die evangelische Kirche nimmt
in diesem Zusammenhang für sich
in Anspruch, die Bibel richtig zu interpretieren. Martin Luther
jedoch,
der als eine Art "Gründervater" der evangelischen Kirche angesehen werden kann, stellte sich immer
wieder in
Gegensatz zu Jesus von Nazareth (Der Nachweis dazu am Beispiel
von 45 Gegenüberstellungen in
www.theologe.de/theologe3.htm.
So wollte Jesus weder Kirchen aus Stein mit Pfarrern, Altären usw. noch
befürwortete er Gewalt und Kriege. Und während Jesus lehrte, dass es auf das
rechte Tun ankomme, wurde dies in der Evangelischen Kirche verfälscht in "Allein
der Glaube genüge" (siehe dazu
www.theologe.de/glaube_rechtfertigungslehre.htm) und vieles mehr ...).
"Mensch, wo bist du?" lautete das
Motto 2009 in Bremen. So sprach Gott gemäß der Bibel nach dem Sündenfall. Und so
spricht er noch heute. Denn das kirchliche Christentum ist ebenfalls ein
Sündenfall. Denn Christus wollte niemals eine Kirche mit Dogmen, intellektuellen
Glaubensbekenntnissen, Kulten und Zeremonien.
Und so haben auch die bis heute verbindlichen Bekenntnisschriften der evangelischen
Kirchen (z. B. der einzelnen evangelisch-lutherischen Landeskirchen)
die Botschaft des Jesus von Nazareth erheblich verändert bzw. verfälscht (www.theologe.de/theologe1.htm).
Deswegen könnte man auch fragen: Wer folgt Luther nach, und wer folgt Christus nach?
Einzelne evangelische Pfarrer, die wieder Schritte in Richtung der ursprünglichen Botschaft von Jesus zurückkehren
wollen, gelten in der Kirche vielfach als Irrlehrer
(siehe dazu z. B.
http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2007_14_20_01.htm).
Zusammenfassend lassen sich beide großen Kirchen in Deutschland als
Götter-Kulte bezeichnen,
die sich aus Elementen verschiedener Herkunft zusammensetzen, vor allem aus
antiken "heidnischen" Kulten. In der Theologie hat man dafür den Begriff
"Snykretismus" (= Verschmelzung, Vermischung von Religionen) geprägt. Die Belege dafür in den vielen
Einzelfällen lesen Sie in
www.theologe.de/kirche_verrat-an-jesus-dem-christus.htm.
Auch beim Kirchentag erlebt man auf dem "Markt der Möglichkeiten"
immer wieder eine Art
modernen "Synkretismus" in Form von teils im Widerspruch zueinander stehenden
kirchlichen Strömungen und Interessengruppen.
Die evangelische Kirche gibt sich auf diese Weise gerne
weltoffen und tolerant. In Wirklichkeit hat sie in unserer
Zeit aber die Inquisition wieder belebt (www.theologe.de/theologe12.htm)
und viele, die auf dem "Markt der Möglichkeiten" auf den Kirchentagen nicht geduldet werden, sind
stattdessen im Visier der so genannten kirchlichen "Sekten- und
Weltanschauungsbeauftragten".
Diese modernen Inquisitoren hatten am Kirchentag in Köln sogar ein eigenes
thematisches "Zentrum" bekommen, dessen Name zwar neutral
geklungen hat
("Weltanschauungen"), wo Andersgläubige jedoch - wie auch bei allen Kirchentagen
zuvor - mit Verleumdungen "in
die Pfanne gehauen" wurden. Und in Bremen war es wieder ähnlich. Lediglich die Neuapostolische Kirche ist seit Jahren auf
einem Weg
der Anpassung an das Kirchenchristentum, und sie durfte deshalb in Bremen am 21. Mai
2009 sogar einen Vertreter auf ein Podium setzen, der sich dann im Gespräch mit
einem Sektenbeauftragten rechtfertigen durfte. Das Thema war natürlich aus
evangelischer Sicht formuliert und lautete: "Wie ökumenefähig ist die Neuapostolische
Kirche?" Womöglich bekommt sie in Zukunft nicht mehr den kirchlichen
"Sekten"-Stempel.
Anderen, missliebigeren, Minderheiten, die sich nicht auf diese Weise anpassen,
wirft die evangelische Kirche jedoch vor, "Sekten" zu sein. Dabei projiziert sie nur auf andere, was sie sich selbst
vorhalten könnte, nämlich eine Sekte zu sein, das heißt, eine Abspaltung
("Sekte" von lateinisch "secare" = abspalten) von der katholischen Kirche zu
sein. Und die katholische Kirche könnte wiederum als eine Sekte = Abspaltung vom Urchristentum
betrachtet werden. Genau genommen könnte man sogar sagen: Die katholische Kirche
ist die Nachfolgerin antiker
heidnischer Götzenkulte (z. B. des Mithras-Kultes), in die man einige Aspekte der
Botschaft von Jesus hinein gewoben hat (www.theologe.de/kirche-verrat_an_jesus_dem_christus.htm).
Und da die evangelische Kirche eine Abspaltung von der katholischen ist, könnte
man sie folglich als eine "Sekte hoch 2" bezeichnen, wie dies der bekannte
Kirchenkritiker Prof. Dr. Hubertus Mynarek tut. In der deutschen Gesellschaft
ist es den Kirchen jedoch gelungen, sogar den Staat für ihre "moderne
Inquisition" einzuspannen bzw. entsprechende staatliche Stellen mit
Kirchenvertretern zu besetzen.
Besonders die wenigen in Deutschland nach 1945 übrig gebliebenen jüdischen Mitbürger
und ihre Nachkommen werden von der Kirche hofiert.
Dabei wird die eigene kirchliche Vergangenheit erheblich beschönigt oder gar
verfälscht. In der Weimarer Republik und im Dritten Reich hatte man
"Juden und Sekten" gemeinsam und mit den gleichen Methoden bekämpft, was an vielen
Beispielen in der Dokumentation
Die evangelische Kirche und der Holocaust
nachgewiesen wird. Heute sind aus bekannten Gründen nur noch die "Sekten"
als kirchlicher Gegner übrig
geblieben. Siehe oben und siehe dazu auch:
Martin Luther und die Juden
Der antisemitische Landesbischof Meiser
Auch eine Friedensbewegung, welche von den Kirchen gefördert würde, stünde in Gefahr,
letztlich doch zum Steigbügelhalter für
den Krieg zu werden. In der Vergangenheit war die evangelische Kirche
fast immer für den Krieg (www.theologe.de/theologe6.htm),
und in der Gegenwart liebäugelt man immer wieder damit. Jesus von
Nazareth war jedoch Pazifist. Demgegenüber lehrt die evangelische
Kirche, dass auch die Aufforderungen zum Völkermord im Alten
Testament "reines Gotteswort" seien
(www.theologe.de/altes_testament.htm).
Das ist zwar - in Anspielung an das Kirchentagsmotto in Köln - "schärfer" als manches andere, aber sicher nicht "lebendig",
sondern tödlich.
Und auch der neuerliche Einstieg der Kirchen in die ökologische
Bewegung ist mehr eine Bewegung aus dem Zeitgeist heraus als aus dem
Zentrum der kirchlichen Lehre. Die Kirche handelt hier als
"Trittbrettfahrerin", denn ihre Lehre hat bis heute nachweislich gegenteilige und
schlimme Folgen für den ganzen Planeten Erde: So hat die Natur- und Tierfeindlichkeit im
europäischen Abendland
kirchliche Wurzeln bzw. Ursachen (www.theologe.de/theologe7.htm#4).
Gerade von kirchlich geprägten Ländern "gehe die globale Zerstörung
aus", so auch die Pfarrerin Mechthild Werner aus Erfurt beim Abschlussgottesdienst in Köln
am 10.6.2007 (Kölner Stadtanzeiger, 10.6.2007). Die Kirche hat nämlich alleine dem Menschen eine "gottesebenbildliche"
Sonderstellung in der Schöpfung zuerkannt und den Tieren eine
unsterbliche Seele abgesprochen. Zudem hat sie dem Menschen die Erlaubnis gegeben, alle
anderen Geschöpfe zu seinem Wohl töten zu dürfen und auch zu quälen, wenn dies
dem Menschen angeblich diene (z. B. bei Tierversuchen). Und gerade die Tiere leiden bis heute fürchterlich unter dieser
Tradition (www.theologe.de/tiere_kirche.htm),
die mit einer notwendigen Ökologie (und - religiös gesprochen - der Einheit der
"Schöpfung Gottes") nichts zu tun hat.
Bezeichnenderweise ist deshalb auch die Idee eines vom Philosophen Carl Friedrich von
Weizsäcker im Jahr 1985 angeregten kirchlichen Konzils für "Frieden,
Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" bereits 1991 wieder im Sande verlaufen.
Religiöse Minderheiten jedoch, die schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten vor
einer Klimakatastrophe warnen (als vieles noch rechtzeitig gewesen
wäre), wurden von der Kirche als "Endzeitapostel"
und "Sektierer" lächerlich gemacht (siehe z.B.
http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/der-schattenwelt-neue-kleider.php). Auch das hat Tradition.
Denn zu allen Zeiten haben die Kirchen Propheten und
aufrichtige Gottesboten verleumdet und verfolgt (z.B. die
Zwickauer Propheten im 16. Jahrhundert, siehe
www.theologe.de/theologe10.htm oder die Katharer im 13. Jahrhundert,
siehe
http://www.theologe.de/elisabeth_von_thueringen.htm#Katharer). Als Aufhänger für die kirchlichen
Verfolgungen dienten manchmal
Kleinigkeiten, oder es wurde einfach gelogen. Dabei projiziert die
Kirche immer wieder eigene Untaten, Verbrechen und Unzulänglichkeiten auf religiöse Minderheiten (www.theologe.de/kirche_hoelle.htm)
und baut so ein Feindbild auf.
In Wirklichkeit waren die Gottespropheten aller Zeiten, von denen auch im
Neuen Testament noch die Rede ist (z. B. 1. Korinther 12, 28; Epheser 3, 5), unbescholtene Mitbürger, die jeweils "kräftig" zu den
Menschen sprachen, wie es im Kirchentagsmotto von Köln hieß. D. h., sie sprachen aus einer
Vollmacht heraus. Die Kirche jedoch hat diese Vollmacht nicht, und sie
hängt stattdessen am Tropf des Staates (siehe auch oben:
Finanzen).
Der Kirchen-Apparat in Deutschland wird vor allem durch den
Kirche-Staat-Filz (bzw. einem Kirche-Staat-Komplott) am Leben gehalten
(www.theologe.de/kirche_staat.htm).
So werden sich auch ehrliche Gottsucher, die z. B. etwas zum Schutz unseres
Planeten tun möchten, auf Dauer nicht an kirchliche Verlautbarungen anhängen,
die letztlich im Kompromissgeist versickern.
Und was die wenigsten Gläubigen wissen: Die evangelische Kirche
lehrt auch einen "grausamen"
bzw. "verborgenen" Gott und eine ewige Hölle im
Jenseits, auch wenn es
als unmodern gilt, darüber zu predigen und weswegen das
Thema gerne "unter dem Teppich" gehalten wird. Doch es zählt
für die Kirche nicht, was gerade
modern ist, sondern was in ihren Bekenntnisschriften verbindlich festgelegt ist,
und dazu gehört eben auch die Lehre von der ewigen Verdammnis. Eine solche "ewige Hölle" ist
jedoch eine kirchliche Erfindung zur Einschüchterung der Menschen, und sie hat -
wie vieles andere auch - nichts mit Jesus von Nazareth zu tun
(www.theologe.de/theologe19.htm).
Es gibt jedoch für die Kirchenvertreter auch einen
"grausamen Gott" auf der Erde. Hierzu sei an den evangelischen Pastor Klaus Geyer
erinnert, der zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt wurde,
weil er seine Frau Veronika Geyer-Iwand erschlagen haben soll (www.theologe.de/luther_geyer.htm).
In der Todesanzeige für seine Frau sprach er z. B. theologisch versiert vom "grausamen" Gott,
während das Gericht stattdessen sinngemäß von einem "grausamen" Pfarrer ausging. Das Ehepaar Geyer
bzw. Geyer-Iwand war vor Jahren selbst noch regelmäßig
bei evangelischen Kirchentagen aktiv auf dem
"Markt der Möglichkeiten", z. B. auf dem Stand der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste
(ASF).
Während Klaus Geyer sich dem politisch "linken" Flügel der Kirche
zurechnete, gibt es auch einen konservativen bzw. "evangelikalen"
Flügel. Ein
Vorbild dafür ist z. B. der US-amerikanische Evangelist
Billy Graham, der mit
seiner Zustimmung zu allen US-amerikanischen Kriegen bereits zahllose Menschen in eine
"Hölle auf Erden" bomben ließ.
Schließlich spielt auch die Ökumene zwischen evangelischen und
katholischen Kirchenmitgliedern immer wieder eine große Rolle bei Kirchentagen.
Doch die beiden Großkirchen haben sich bis heute [2009] noch nicht auf ein
gemeinsames Abendmahl (bzw. eine gemeinsame Eucharistiefeier). d. h. ein
gemeinsames Einnehmen einer Oblate einigen können. Der Grund: Die in diesem Kult
verwendeten Oblaten sind - zusammengefasst und vereinfacht gesprochen - für die
Katholiken ein für allemal "Leib Christi", während sie für die Lutherischen nur
während der Einnahme "Leib Christi" sind, nicht mehr nach Beendigung des
Rituals. Und das ist für die römisch-katholische Kirche nicht hinnehmbar. Auch
behaupten die verantwortlichen Katholiken, nur ihre Priester könnten die Oblaten
in den "Leib Christi" verwandeln, dem evangelischen Pfarrer fehle diese
Fähigkeit, auch wenn er exakt dieselben "Umwandlungs"-Worte (also praktisch
denselben Zauberspruch) verwenden würde.
Auch der Kirchentag in Bremen war diesbezüglich wieder eine Enttäuschung für
alle Kirchenmitglieder, die diesen Unterschieden keine wesentliche Bedeutung
beimessen und welche die Oblate gemeinsam mit den Mitgliedern der anderen
Konfession einnehmen möchten. Und so hoffen die Gläubigen, dass vielleicht
erstmals beim ökumenischen Kirchentag (auch evangelisch-katholischer Kirchentag
genannt) 2010 in München erstmals ein gemeinsames
Ritual möglich ist.
Doch die Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentags Ellen Ueberschär bremst
schon jetzt. Es werde hier "in absehbarer Zeit keine Bewegung geben"
(Evangelisches Sonntagsblatt, 17.5.2009). Doch die Welt und die Menschen haben fürwahr andere Sorgen,
und dieses Hick-Hack bzw. diese kirchliche Erstarrung sollte nicht mehr mit Staatsgeldern finanziert werden.
Doch auch die übrigen Bereiche der Ökumene
funktionieren oft nur deshalb, weil weder die meisten Protestanten
wissen, was evangelisch ist, noch die meisten Katholiken, was katholisch ist.
Praktisch degenerieren die evangelischen Kirchen dabei mehr und mehr zu einem
"Anhängsel" der katholischen (vgl. z. B.
hier).
Während Martin Luther noch seine Stimme gegen Papsttum, Reliquien,
Ablass, Heiligenverehrung usw. erhob, haben seine Nachfolger ihre Kritik am
Katholizismus weitgehend eingestellt. Sie wünschen sich im
Gegensatz dazu, von der katholischen Mutterkirche wenigstens als "Kirche"
anerkannt zu werden (siehe dazu
hier), und sie können sich in diesem Zusammenhang sogar vorstellen, den Papst
als evangelisches Kirchenoberhaupt zu akzeptieren (siehe
hier).
Wer mehr über den römisch-katholischen
Glauben wissen möchte, mit dem sich die Evangelischen ökumenisch
verbrüdern wollen, der ist eingeladen, einen
Glaubenstest zu machen. So mag sich die Evangelische Kirche "evangelisch"
nennen und die katholische Kirche "katholisch". Doch beide sollten
so ehrlich sein und zugeben, dass ihr Glaube nicht mit Jesus von Nazareth und
seiner Lehre übereinstimmt. Sie sollen sich deshalb nicht mehr "christlich"
nennen.
|
Wer der Ketzerei überführt war, sollte
entweder auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden, oder man sollte ihm die Zunge
herausreißen, „da sie mit dieser Gott gelästert hätten“. Das Haus des Ketzers
wurde zerstört. Wer aus Todesangst seine „Irrlehren“ widerrief, sollte
„begnadigt“ werden – zu lebenslangem Kerker. Unter den damaligen Bedingungen –
Kälte, Ratten, Feuchtigkeit – war dies ein Todesurteil auf andere Art, das viele
dazu brachte, ihre Glaubensüberzeugung wieder zu bekunden, um lieber schnell auf
dem Scheiterhaufen zu sterben.
29.12.2009 -
Evangelisch-lutherischer Transplantationsmediziner ist Präsident des zweiten
Ökumenischen Kirchentags in München
- Der Transplantations-Mediziner Dr.med. Dr.phil. Eckhard Nagel aus
Bayreuth ist evangelischer Präsident des Zweiten Ökumenischen Kirchentags (ÖKT)
vom 12.-16.5.2010 in München.
Die
evangelische Kirche lehnt das Urwissen der Menschen von der Unsterblichkeit
der Seele ab und behauptet stattdessen einen Komplett-Tod mit späterer
Neu-Auferweckung durch "Gott". Folglich will sie von den
furchtbaren Leiden von Organspendern nichts
wissen, und sie ignoriert auch die seelischen Leiden der Organempfänger
(von deren Weiterleben im Jenseits noch gar nicht gesprochen, wenn die
durch Fremdorgane im Diesseits manipulierte Seele dort leidet und sich nicht mehr zurecht
findet).
8.5.2010 -
Ökumenischer
Kirchentag von Vorwürfen gegen Bischof Walter Mixa überschattet
- Fünf Tage vor Beginn des katholisch-evangelischen Kirchentages in München
wird die Kirchenwelt von neuen Enthüllungen gegen Bischof Walter Mixa
schwer belastet. Die in der Homosexuellen-Szene unter dem Namen "Monsi" (für
Monsignore) bekannte Exzellenz werden finanzielle Veruntreuungen und massive
Schläge gegen Kinder vorgeworfen. Walter Mixa war einer der ranghöchsten
Katholiken Deutschlands, bis der Papst am 8.5.2010 sein Rücktrittsgesuch
annahm. An seinem früheren Wirkunsort Schrobenhausen kursieren noch weiter
gehende Berichte über das Leben Mixas. Der Würdenträger "erholt" sich derzeit in einer "Klinik für
Alkoholiker" (spiegel.de, 8.5.2010). 8.5.2010 -
"Heidenspaß statt Höllenqual" auch in München
- Der Bund für Geistesfreiheit und andere
Organisationen wie z. B. der "Selbsthilfeverband der schwangeren Nonnen"
organisieren wie bereits in Bremen so auch in München wieder ein
Alternativprogramm zum Kirchentag. Schirmherrschaft hat der renommierte
Kirchenkritiker Karlheinz Deschner. 9.5.2010 -
Solange der Staat zwei Großkirchen finanziert, wollen die Kirchenführer
wohl nicht ernsthaft eine Ökumene. Denn dann fiele ja die Hälfte der staatlichen
Pfründen weg
- Das Kirchenvolk darf beim
Kirchentag etwas an der "Ökumene" schnuppern. Doch kein Kirchenführer wird
ernsthaft tatsächlich eine Vereinigung der beiden Großkirchenkonzerne
befürworten, solange der deutsche Staat beide Kirchenkonzerne in annähernd
gleicher Höhe mit Milliardensubventionen finanziert (ca. 20 Milliarden Euro
jährlich plus x). Denn bei einer Vereinigung würde ja unter Umständen die Hälfte der Milliarden
wegfallen.
34. Deutscher Evangelischer Kirchentag vom 1. Mai - 5. Mai 2013 |
|
Die Freien Christen für den Christus der Bergpredigt in allen
Kulturen weltweit sind vor Gericht gegangen: |
Frühere evangelische
Kirchentage:
Hannover (1 - 1949), Essen (2 - 1950),
Berlin (3 - 1951), Stuttgart (4 - 1952), Hamburg (5 - 1953), Leipzig (6 - 1954),
Frankfurt am Main (7 - 1956), Berlin (8 - 1957), München (9 - 1959),
Berlin (10 - 1961), Dortmund (11 - 1963), Köln (12 - 1965), Hannover (13 -
1967), Stuttgart (14 - 1969), Augsburg (1971, kein evangelischer Kirchentag,
sondern ökumenisches Pfingsttreffen), Düsseldorf (15 - 1973), Frankfurt am Main
(16 - 1975), Berlin (17 - 1977), Nürnberg (18 - 1979), Hamburg (19 - 1981),
Hannover (20 - 1983), Düsseldorf (21 - 1985), Frankfurt am Main (22 - 1987),
Berlin (23 - 1989), Ruhrgebiet (24 - 1991), München (25 - 1993), Hamburg (26 -
1995), Leipzig (27 - 1997), Stuttgart (28 - 1999), Frankfurt am Main (29 -
2001), Berlin (2003, kein evangelischer Kirchentag, sondern 1. Ökumenischer
Kirchentag), Hannover (30 - 2005), Köln (31 - 2007)
Literatur:
Und: Einige der hier vorgestellten Schriften gibt es auch als kostenlose
Druckschriften.
Der Theologe Nr. 1: Wer folgt Luther nach und
wer folgt Christus nach? Die geheimen Abgründe der evangelischen Kirche
Der Theologe Nr. 3: So spricht Martin Luther
- so spricht Jesus von Nazareth: Ein Vergleich
Der Theologe Nr. 8: Wie der Teufel in der Bibel
hauste
Freie Christen Nr. 1:
Gott wohnt nicht in
Kirchen aus Stein. Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein
Lesen Sie dazu auch den Artikel über den
Katholikentag. Einige speziell evangelische
Themen sind dort weggelassen. Dafür enthält er Aspekte, die im Unterschied zu
den Evangelischen die Katholiken betreffen.
|
Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer
interessanter Texte.
Alle Theologen-Ausgaben finden Sie auf der Startseite
[
www.theologe.de
]
Weitere Seiten mit Hintergrundinformationen finden Sie bei
[
Inhaltsverzeichnis
]
[
1 - Luther-Evangelische Lehre
]
[
2 - Reinkarnation
]
[
3 - Luther-Christus
]
[ 4 - Kirche-Holocaust
]
[
5 - Paulus
] [
7 - Urchristentum-Tiere
]
[ 8 - Bibel
] [ 9 - Anneliese
Michel-Exorzismus ]
[ 11 - Bischof Meiser
] [
12 - Sektenbeauftragte ]
[
14 - Hieronymus-Bibel ]
[ 15
- Qumran ]
[
16 - Papst ] [
17 - Organspende ]
[
18 - Glaube der Kirche
] [
19 - Keine ewige Hölle ]
[
20 - Propheten ] [ 23 - Kirche-Staat
]
[ 24 - Kirche und Hölle auf
Erden ]
[
25 - Götzenkult Kirche ]
[
28 - Luther-Juden ]
[
30 - Elisabeth von
Thüringen ] [
31 - Tiere-Kirche ] [
32 - Sakramente der Kirche ]
[
33 - Zehn Gebote ]
[ 34 -
Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit ]
[ 35 - Rechtfertigungslehre
]
[
39 - Bewaffnung im Vatikan
]
[
40 -Taufe ]
[
41- Apokalypse ] [
42 - Baal ]
[ 45 -
Maria ]
[ 46 - Kirchensubventionen
]
[ 47 - Gotteserfahrung
]
[
FC 1 - Kirchenaustritt
] [
FC 3 - Reichtum der Kirche ]
[
FC 6 - Kirche und Tod ]
[
Englisch - Bible
]
[
Spanisch - Teólogo ]
[
Kirchenaussteiger ] [
2009-1 ]
[
2009-2 ]
[ 2010-1
]
[ 2010-2
] [ Glaubenstest
] [
Pfarrer ]
[
Michelrieth ]
[ Vaterunser ]
[
Links
]
[
Frage und Antwort ]
[ 500 Jahre Reformation
]
[
Urchristentum
]
[
Prophetie ]
[
Geburt von Jesus ]
[
Sex-Verbrechen von Priestern
] [ Schwarzbuch Katholische
Kirche ]
[ Schwarzbuch Evangelische
Kirche ]
[ Kirchentag
]
[ Bischof Huber
]
[ Klage gegen evangelische
Kirche ] [ Klage gegen katholische
Kirche ]
[
E-Mail ] [
Impressum
]