DER THEOLOGE
Nr. 53


Das Ja der Kirche zur Atomkraft - Kernkraftwerke mit dem Segen des Kirchengottes


Die radioaktiven Verseuchungen der Weltmeere, der Erde und der Luft durch die Atomkatastrophe in Fukushima werden die Menschheit und den Planeten Erde noch 50.000 bis zu einer Million Jahre verfolgen. Menschen und Tiere werden elendiglich krepieren, Babys mit grauenhaften Verstümmelungen zur Welt kommen. Die Nahrung auf der Erde wird immer mehr verstrahlt sein, so dass viele Menschen eines Tages wohl nur noch die Wahl haben werden, sich dadurch zu vergiften oder zu verhungern. Das glauben Sie nicht und betrachten es als Panikmache? Die Zeit wird vieles an den Tag bringen, denn der radioaktive Tod kommt langsam und schleichender als hundert Schlangen. Der von manchen betriebene so genannte "Atomausstieg" kann dies nicht mehr aufhalten. Und nur allmählich sickern Informationen über das Ansteigen der radioaktiven Verstrahlung und ihre Auswirkungen weltweit in die Öffentlichkeit, denn man will die Menschen ruhig halten. Und es wird so getan, als sei zuletzt ja bloß Japan betroffen gewesen und vielleicht noch ein paar Länder wie China, die vielleicht das verseuchte Wasser abbekommen. In Wirklichkeit verteilt sich die atomare Verseuchung auch von Fukushima aus auf der ganzen Erde.  
Foto links: Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, Avda; Wikimedia Commons Lizenz

Das Ja zur Kernenergie bedeutet "mehr Kirchensteuer"

Ohne Kernenergie "verödet die Republik zum Morgenthau*-Modell: Kartoffeln und Kraut, Soja und Mais. Daraus wächst keine Kirchensteuer".
(Regensburger Bistumsblatt 1986, zit. nach Der Spiegel Nr. 40/1986)
 

Und so sitzt der deutsche Ex-Bundeskanzler und Katholik Helmut Kohl (CDU) nur in scheinbar unbedrohlichem Umfeld in seinem Rollstuhl und erklärt: "Wir sollten jetzt nicht so tun und vor allem auch nicht danach handeln, als sei uns das Risiko der Kernenergie erst durch Japan offenbar geworden und als bedeute Japan wirklich gänzlich neue Erkenntnisse ... Die Kernenergienutzung in Deutschland ist durch das Unglück in Japan nicht gefährlicher geworden, als sie es vorher gewesen ist. Und, dass es ein Risiko gibt, ist nicht neu, es war uns immer bewusst. Das Leben ist ohne Risiken nicht zu haben. Wer den Menschen dies verspricht, sagt schlicht die Unwahrheit. Es gibt kein Leben ohne Risiken, sie gehören zum Alltag wie Wind, Wasser und Sonne" (Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, bild.de, 26.3.2011).

Nach Hilfe in Fukushima:
51 US-Soldaten jetzt krebskrank

Aktuell [2014]: Die US-Soldaten des Flugzeugträgers "Ronald Reagan" wollten 2011 in Fukushima helfen. Jetzt haben sie Krebs, darunter Schilddrüsen- und Hodenkrebs, Gehirntumore und Leukämie. Für viele ist das Ende nun nahe.
(bild.de, 6.1.2014; http://www.bild.de/news/ausland/fukushima/us-matrosen-bei-hilfseinsatz-fukushima-radioaktiv-verseucht-krebserkrankungen-34095238.bild.html)

Die Atom-Herren der Welt nehmen den Atomtod einfach nicht ernst. Bild.de zeigt auch ein Foto, wie die Soldaten des Flugzeugträgers ihr Schiff mit Besen angeblich von der Radioaktivität frei schrubben.
Dass die Soldaten sich schon einmal auf ihren Tod vorbereiten können, wurde ihnen natürlich nicht gesagt.
Zum Vergleich: In den 80er-Jahren kursierte ein Foto, auf dem ein Verantwortlicher in einem bulgarischen Kernkraftwerk ein Leck mit einem Handtuch stopfte und berichtete: Er bete jeden Tag zu Gott, dass es keinen GAU gibt.
 

Eigentlich müssten bei diesen Worten des Alt-Bundeskanzlers die Institutionen Kirche aufschreien und einwenden: "Wie kann jemand die durch menschlichen Wahn entfesselte tödliche Radioaktivität mit den Schöpfungselementen Wind und Wasser und der Sonne vergleichen?" Die Elemente des Planeten Erde wären die Freunde des Menschen, wenn sich der Mensch seinen Wohnplaneten nicht zum Feind gemacht hätte, so dass dieser mehr und mehr im Fiebertaumel zurück schlägt. Doch niemand in der Kirche schreit auf, wenn der Altkanzler und gute Katholik Helmut Kohl den GAU in Japan in die Alltagsgeschehnisse einreiht, die nun mal eben so passieren können, weil man hier und dort den Schöpfergott und seine Gebote verraten hat. Damit die Investoren, Profiteure und Aktionäre der Atomkraft weiter Millionengewinne bekommen, macht man den ganzen Planeten Schritt für Schritt unbewohnbar und auch die Kirchensteuer stieg und steigt in Deutschland zusammen mit den Profiten. Das beweist die Politik der jeweiligen Regierung vor dem GAU in Fukushima, und auch nachher ist nicht wirklich ein durchgreifender Wandel des Bewusstseins eingetreten.

Wohin mit den Billiarden Becquerel? Rein in die Weltmeere /
EU setzt weiter gnadenlos auf Atomkraft: 40 neue AKWs

"In den Anlagen des havarierten AKW Fukushima standen einige Wochen nach dem GAU bereits 100.000 Tonnen radioaktives Wasser." Das meldete der Betreiber Tepco. Und die Verantwortlichen fürchteten schon damals, dass das verseuchte Kühlwasser übertreten könnte (stern.de, 3.6.2011). Sind die Anlagen bereits eine Art "Endlager" für die nächsten 100.000 Jahre? Oder wohin mit der Todesbrühe, die sich täglich neu bildet, denn das Atomkraftwerk wurde gleich an den Pazifik gebaut. Derzeit ist die gelagerte Vernichtungsbrühe 3,5 Millionen mal stärker verseucht als höchstens zulässig. Nebenbei erfuhr man, dass im Nachbar-Atomkraftwerk Fukushima-Daini auch ein paar Tausend Tonnen hochradioaktiv verseuchtes Wasser herumstehen, wo es einen Plan gibt, es einfach ins Meer zu kippen.

Vor Weihnachten 2011 kam dann irgendwann die Meldung, die kommen musste. Die Tanks sind schon wieder voll, nachdem bereits tausendtonnenfach Wasser mit der Belastung von 4,7 Billiarden Becquerel in den Pazifik geleitet wurde. Denn täglich dringen 200-500 Tonnen sauberes Grundwasser in die Todesanlage und werden in tödlichen Giftmüll umgewandelt, der Millionen von Jahre das Leben vernichtet. Das ist der Mensch. Aber wozu haben wir die Weltmeere?
Der Atomkonzern Tepco kündigte an, im März 2012 die nächsten hochgradig verseuchten Mega-Tonnen in den Pazifik zu kippen.
So schnell wird da schon keiner die Folgen merken. Es gelingt einfach nicht, das Eindringen von Wasser in die Todesruine zu stoppen (bild.de, 8.12.2011).

Wird sich das Papsttum seiner Verantwortung stellen, nachdem der Papst die Völker der Welt 2007 ermuntert hat, weiter auf Kernenergie zu setzen und ihnen damit scheinbar Gottes Segen gegeben hat? Und wann werden sich auch die anderen Förderer der Atomkraft in Kirche und Wirtschaft weltweit ihrer Verantwortung stellen und z. B. für ihre Ideale in Fukushima ihr Leben aufs Spiel setzen sterben, indem sie etwa mithelfen, dort die Lecks abzudichten?

Derweil setzt die EU gnadenlos "weiter im großen Stil auf Atomkraft, ein Grundsatzpapier sieht bis zu 40 neue AKW in 20 Jahren vor" (spiegel.de, 9.12.2011) Treibende Kraft dafür war zunächst der deutsche evangelisch-lutherische CDU-Politiker und EU-Kommissar Günther Oettinger
(rechts: Bildausschnitt eines Fotos: gemeinfrei nach Wikimedia commons; Urheber Nicomeier333).
Im Jahr 2013 hat der EU-Kommissar jedoch auch eine Haftpflichtversicherungs-Pflicht für Atomkraftwerks-Betreiber vorgeschlagen, die zur Folge haben könnten, dass sich die Atomkraft für die Betreiber wegen der Höhe der Versicherungsbeiträge nicht mehr lohnt. (ntv.de, 31.10.2013)


Und so ähnelten sich vielfach die Worte, gleich, ob sie von Politikern, die von der Kirche abhängig sind, stammen, oder direkt aus kirchlichem Mund. Allerdings setzen die meisten Kirchenführer in ihrem Instinkt für den Zeitgeist ab März 2011 nach Fukushima deutlich andere Akzente. Deshalb vermitteln sie seither den Eindruck, dass sie bereits längere Zeit auf dem Trittbrett des Zuges der Warnungen vor Atomkraft mitfahren. Und so erfolgen seither verstärkt Warnungen, und man sucht in diesem Zusammenhang auch in der kirchlichen Vergangenheit nach Erklärungen, die zu belegen scheinen, dass die Kirche angeblich schon immer gewarnt hätte.

Ein Jahr nach dem GAU von Fukushima:
Siechtum Richtung Jenseits

"Die Umweltorganisation Greenpeace hat rund 60 Kilometer vom Atommeiler entfernt eine 1000fach erhöhte Strahlung festgestellt." (stern.de, 9.3.2012)
 

In Wirklichkeit waren es jedoch die Kirchenführer beider Großkonfessionen, die das so genannte Atomzeitalter ethisch rechtfertigten und seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die Weichen eindeutig in Richtung der Katastrophen stellten. Seit dieser Zeit gibt es eine direkte Linie bis hin zu den Äußerungen von Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2007, in dem er sich klar und unmissverständlich für die Nutzung der Kernenergie aussprach. Und maßgeblich für die Kirche ist nun mal vor allem das, was der jeweilige Papst im Namen der Kirche lehrt und sagt. Er sei der "Fels" in der Brandung der Tsunamis und anderen Katastrophen (vgl. hier), das glauben seine Anhänger und vor allem die meisten deutschen Politiker, weswegen sie auch während der beginnenden Fukushima-Tragödie der Deutschlandreise des Papstes im Herbst 2011 entgegen fieberten und weswegen mehr als Hundert Millionen Euro Staatsgelder in diesen Besuch investiert wurden. Doch wofür? Hat ein Papstbesuch jemals auch nur ein Problem der Menschheit seiner Lösung näher gebracht? 
 

Falschmeldungen, Desinformation, Lüge

"Als am 11. März in Japan die Erde bebt, beginnt eine der größten Katastrophen in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie. In der Folge bestimmen Ahnungslosigkeit, Falschmeldungen und offenbar auch gezielte Desinformationen das Geschehen in den Medien."
(ntv.de, 19.5.2011)
 

 



1) Die Atomwaffen und ihre Lobby - Grabesritter in Aktion
2) Die Atomkraft und die Ohnmachtserklärungen der evangelischen Kirche
3) Katholische Kirche rechtfertigt Atombombeneinsatz und fordert deutsche Atombomben
4) Von den Atombomben zur "friedlichen" Nutzung der Atomkraft
5) Wie Tschernobyl fast nichts veränderte
6) Vor Fukushima: Stärkere evangelische Bedenken versinken im Wenn und Aber
7) Wissenschaftler und Propheten haben schon lange gewarnt
8) Noch einmal rollte ein Castor ins "ungeeignete" Lager nach Gorleben
 



1)
DIE ATOMWAFFEN UND IHRE LOBBY - GRABESRITTER IN AKTION
 

Die Atomkraft wurde vor allen in der vom kirchlichen Christentum geprägten USA forciert, die Sowjetunion zog nach.

1955 wurde in Deutschland dem überzeugten Katholiken Franz-Josef Strauß (CSU) vom Bundeskanzler und Ritter vom heiligen Grab Konrad Adenauer (CDU) das neu gegründete "Ministerium für Atomfragen" übertragen.

Bundeskanzler Konrad Adenauer sagte am 5.4.1957, Atomwaffen seien eine "Weiterentwicklung der Artillerie", es handle sich um "beinahe normale Waffen".

In der Dissertation von Lutz Hoerth, Die Evangelische Kirche und die Wiederbewaffnung Deutschlands 1945-1958, Dissertation, Berlin 2008, http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2008/1816/pdf/hoeth_lutz.pdf
heißt es u. a.: Adenauer glaubte [anlässlich einer Besprechung im Bundeskanzleramt im Juni 1953], "die Russen hätten das Ziel, den Vorsprung der Amerikaner in der Atomtechnik ... aufzuholen." (S. 170) Dies könne nicht hingenommen werden.

Lutz Hoerth zitierte auch DIE ZEIT vom 14.9.2006:
"In den Nachkriegsjahren kannte die atomare Begeisterung der Ingenieure und Politiker keine Grenzen. Spätestens im Jahr 1956 hätte sich die EKD [Evangelische Kirche Deutschlands] aber fragen müssen, warum die Industrie ihre Anteile am Karlsruher Kernforschungszentrum an den Staat abgab, das nun allein der Staat zu finanzieren hatte."
Die Richtung war klar: Der Staat und seine Bürger zahlen hier die Kosten, die betreffende Industrie macht die Gewinne.
Auch die SPD war begeistert von der Atomspaltung und versprach 1956 in ihrem Atomplan das "Zeitalter von Frieden und Freiheit für alle" (focus.de, 16.4.2011).

"Atomwaffen sind kein Spielzeug"

(UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zum 30 Jahre alten Diktator Nordkoreas Kim Jong Un, der zuvor immer wieder mit dem Angriff mit einer Atombombe gedroht hat und bereits alle Sicherungssysteme außer Kraft gesetzt hat. Er muss offenbar nur noch auf einen einzigen Knopf drücken; zit. nach spiegel.de, 6.4.2013)
 


Weiter heißt es in dem ZEIT-Artikel (14.9.2006) über Minister Franz-Josef Strauß (CSU):
"Der Bundesminister für Atomfragen, Strauß, erklärte die Kerntechnik sofort zur Existenzfrage ... Kann Deutschland mithalten oder wird es untergehen? Nur diejenigen Nationen, die Atomanlagen exportieren, können sich in der vordersten Reihe der Industrienationen behaupten. Damit stand er im Einklang vieler Wissenschaftler und Politiker der damaligen Zeit." (zit. nach Hoerth, S. 302)

Konrad Adenauer war sowohl Bundeskanzler als auch Ritter vom heiligen Grab zu Jerusalem, genau wie Banken- und Konzernchefs und hohe Mitarbeiter, z. B. in den Großbanken, welche die Kernkraft finanzieren oder bei den deutschen Kernkraftwerksbauern selbst. Maßgeblich im Dienste des heiligen Grabes zu Jerusalem wurde also die Atomtechnologie forciert. Die Kirche wiederum hatte und hat nachweislich Aktien in der Atomindustrie z. B. bei Siemens, neben Thyssen-Krupp einem der deutschen Kraftwerksbauer.
Bei stock.world.de ist am 18.10.2010 zu lesen:
"So sollen 44 der Grabesritter führende Stellungen im Bankgewerbe einnehmen. Auch in den großen deutschen Konzernen wie Daimler-Benz, BASF, Siemens [Atomkraft] und Thyssen [Atomkraft] sind 36 der Ordensritter tätig."
Mindestens einer der Grabesritter ist z. B. auch Vorstandsmitglied der Commerzbank.
Und: "Hermann J. Abs, der erst kürzlich verstorbene einstige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, ist auch Grabesritter" (zit. nach Friedhelm Schwarz, Wirtschaftimperium Kirche, Der mächtigste Konzern Deutschlands, Hamburg 2005, S. 114-120). Spiegel.de schreibt dazu: "Auch die Commerzbank soll mit einer Summe von 3,9 Milliarden [Euro] zu den großen Unterstützern [der Atomkraft von 2000-2009] zählen". Und die Deutsche Bank investierte lt. spiegel.de in diesem Zeitraum sogar das doppelte, 7,8 Milliarden Euro.
Und weiter: "
Auf der finnischen Halbinsel Olkiluoto entsteht derzeit [2011] einer der größten Kernreaktoren der Welt" einer der Hauptinvestoren und größten Geldgeber dieses Monster-AKWs ist die Krisen- und Pleitebank BayernLB, die zu 94 % dem Freistaat Bayern gehört, der von den konfessionellen Kernkraft-Anhängern und wer weiß wie vielen Grabesrittern der CSU regiert wird.
 

Die "sichere" Atomkraft

Atomkraft sei "sicher", sagen die Herren der Atomkraft seit 60 Jahren. Und Japans Atomkraftwerke zählen mit zu den sichersten der Sicheren überhaupt, sagte man bis März 2011.
Und die Deutsche Bischofskonferenz erklärte darauf hin: Wenn die "Fachleute" das so beurteilen, dann sei eine "Dämonisierung" der Kernenergie "unsachlich"
(siehe hier).

Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Ein Sicherheitschef in einem Atomkraftwerk in Europa (Koslodui in Bulgarien) fleht z. B. jeden Tag inniglich "dass es keinen GAU" gibt, der ganz Europa in ein Inferno verwandeln könnte. Es gab schon viele Beinahe-Katastrophen. "Wir wissen nie: Kriegen wir die Situation in den Griff? Oder kommt es zum GAU?" (zit. nach "Schlimmer als Tschernobyl, Tödliche Strahlen bedrohen ganz Europa", zit. nach Neue Revue, ohne Datumsangabe, 1986)

Und wer sind diese "Fachleute", welche die Atomkraft als "sicher" beurteilten und sich dafür den Segen der Kirche holten? Auch diese stehen selbst vielfach im Dienste der Kirche, wie es z. B. im Codex Iuris Canonici (CIC) der römisch-katholischen Kirche heißt:

Can. 225, § 2 - Sie [die Laien, also die "Fachleute"] haben auch die besondere Pflicht, und zwar jeder gemäß seiner eigenen Stellung, die Ordnung der zeitlichen Dinge im Geiste des Evangeliums zu gestalten und zur Vollendung zu bringen ...

Can. 227 - Die Laien [also u. a. die "Fachleute" für Atomkraft] haben das Recht, dass ihnen in den Angelegenheiten des irdischen Gemeinwesens jene Freiheit zuerkannt wird, die allen Bürgern zukommt; beim Gebrauch dieser Freiheit haben sie jedoch dafür zu sorgen, dass ihre Tätigkeiten vom Geist des Evangeliums erfüllt sind, und sich nach der vom Lehramt der Kirche vorgelegten Lehre zu richten.

Und im Katechismus der römisch-katholischen Kirche heißt es weiter:
Lehrsatz Nr. 899 - Die Initiative der christlichen Laien [der Atomfachleute] ist besonders notwendig, wenn es darum geht, Mittel und Wege zu finden, um die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten mit den Forderungen des christlichen Glaubens
und Lebens
[PS: die aus katholischer Sicht mit den Forderungen des Papstes, des Vatikans und der Bischöfe identisch sind] zu durchdringen ...
 

 



2)
Die Atomkraft und die "Ohnmachtserklärungen" der evangelischen Kirche

Es gibt zwei bemerkenswerte Aussagen des ersten EKD-Vorsitzenden, Landesbischof Otto Dibelius. Otto Dibelius war von 1949 bis 1961 der erste Ratsvorsitzende der neu gegründeten Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), und als CDU-Mitglied war er auch ein enger Vertrauter Konrad Adenauers und damit maßgeblicher Mitgestalter der deutschen Nachkriegs-Politik.
Zunächst eine grundsätzliche Aussage des Kirchenführers zur deutschen Demokratie aus dem Jahr 1945: Der Landesbischof und (spätere) EKD-Vorsitzende "lehnte die Einführung der Demokratie ab, die er eine ´fremde Ideologie` nannte, die bei den Deutschen durch die ´Erfahrung der Weimarer Zeit mit Arbeitslosigkeit und ineffizienter Außenpolitik` verbunden sei." (zit. nach Lutz Hoerth, Die Evangelische Kirche und die Wiederbewaffnung Deutschlands 1945-1958, Dissertation, Berlin 2008, S. 42)
Woher beim obersten Protestanten Deutschlands der Wind weht, das zeigt auch seine Predigt am 31.10.1917, als er als 37-jähriger evangelisch-lutherischer Pfarrer in Berlin bei den Feiern zum Jubiläum der lutherischen Reformation seine Freude über die Kriegsgefangenen des deutschen Kaiserreiches zum Ausdruck brachte:
"Mehr als 80.000 Gefangene sind eingebracht ... Ja, das ist eine herrliche Kunde für jedes deutsche Herz." (zitiert nach Barbara Beuys, Und wenn die Welt voll Teufel wär, Reinbek 1982, S. 500)

Über 30 Jahre später ging es dann für die Kirche nicht um den Jubel über Kriegsgefangene, sondern um die "Sorge" wegen der Atomkraft. Am 21.5.1954 erfolgte eine Stellungnahme des Vorsitzenden des Rates der EKD, Otto Dibelius, und seines Stellvertreters, Landesbischof Hans Lilje, zur Atomkraft, in der es unter anderem hieß:
"Wir bitten die Leitungen der christlichen Kirchen, sich bei den Regierungen der Länder, zu denen sie Zugang haben, mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass die Internationalen Gespräche über die Verwendung der Atomkraft fortgesetzt werden, dass Vereinbarungen getroffen werden, die die ungeheure Sorge von der Menschheit nehmen, die jetzt auf ihr liegt und dass diese Vereinbarungen von allen gehalten werden." (LKAB 37/17)

Dies sind jedoch nur nichtssagende kirchliche Floskeln, weil weltweite Vereinbarungen eben nie "von allen" gehalten werden. Für diese Einsicht hätte es gar nicht viel Verstand gebraucht und man hätte schon damals sicher wissen können, dass die Sicherheitsvorschriften erstens viel zu lasch sein werden und dass sie zweitens unterlaufen und gebrochen werden. Denn wenn ich ein Atomkraftwerk mit höchstem Sicherheitsstandard bauen kann, das dann natürlich entsprechend kostet, dann kann ich in unserem Weltwirtschaftssystem zu 100 % sicher sein, dass es ein Konkurrent viel günstiger baut, indem er die Standards nicht einhält oder trickreich umgeht und dadurch erhebliche Kosten einspart. Und da alle finanziell knapp sind, werden eben weltweit unzählige Schrottmeiler gebaut, von denen jeder einzelne den Planeten in den Abgrund stürzen könnte, und genau so ist es gekommen.

Doch Dibelius hatte sich längst für die Atomkraft und die Atombombe entschieden.
Die Verantwortung wurde aber von den evangelischen Kirchenführern geschickt auf die Politiker abgeschoben. Doch die Politiker würden nichts gegen den ausdrücklichen Willen ihrer "Beichtväter" tun (siehe oben am Beispiel der katholischen Politiker). So laviert man sich gemeinsam in den Abgrund und kann dann mit dem Finger auf den anderen zeigen, wenn es schief gegangen ist.

So stellte sich z. B. heraus, dass die japanischen Atomkraftwerke mit den angeblich weltweit mit höchsten Sicherheitsstandards auch vielen früheren Tsunamis ebenfalls nicht standgehalten hätten. So wurde Japan bereits am 15.6.1896 anlässlich des Meiji-Sanriko-Erdbebens von einem Tsunami getroffen, dessen Wellen bereits 23 m hoch waren. Und am 2.3.1933 waren die Tsunami-Wellen beim Showa-Sanriko-Erdbeben in Japan 28,7 m hoch. Und am 12.7.1933 löste bereits ein Erdbeben im Norden Japans gar einen 32 m hohen Tsunami aus. Und nun am 11.3.2011 waren die Wellen wie 1896 wieder bis zu 23 m hoch. Und zum "Glück" wurde das Kernkraftwerk Fukushima "nur" von einer 15 m hohen Welle getroffen, es hätte also noch schlimmer kommen können. Doch das Atomkraftwerk mit dem "höchsten" Sicherheitsstandard wurde nur so konstruiert, dass es Wellen bis zu einer Höhe von 5,70 m (!!) aushält.
Hier setzte ein Pokerspieler mit sehr schlechten Karten die ganze Welt gegenüber dem Teufel für Hunderttausende von Jahren auf´s Spiel, und der Teufel gewinnt natürlich. Dafür braucht er gar keine so guten Karten. Und der Papst sagte ja sogar ungeniert, macht weiter mit eurer "friedlichen" Nutzung! Und im Evangelischen Katechismus wird noch 2010 darüber fabuliert, die "Eintrittswahrscheinlichkeit" eines GAU stehe Atomkraft-Befürwortern zufolge "in keinem sinnvollen Verhältnis zu allgemein akzeptierten Risiken" (siehe unten). Dass dies aber eine an Dreistigkeit nicht zu überbietende Lüge ist, wie sich bereits einige Monate später – für wirkliche Fachleute nicht überraschend – heraus stellt, wird nicht geschrieben. Aber wie sagte der katholische Bischof Manfred Müller, der sich auch nach Tschernobyl noch weigerte, mit Atomkraft-Kritikern auch nur zu sprechen: "
Meine Berater sind die leitenden Beamten des bayrischen Umweltministeriums" der damaligen Regierung Strauß (Der Spiegel Nr. 40/1986).
Spätere Generationen, sofern diese noch auf der Erde wohnen können, werden diese Generationen und ihre Politiker und scheinheiligen "Seelsorger" eines Tages auf eine Weise beurteilen, die jedes Maß an bisher geäußerter Kritik sprengen wird.


Tschernobyl - 1,5 Milliarden Euro für neuen Sarkophag notwendig

Die Gewinne machen die Stromkonzerne und ihre Geldgeber. Doch wer zahlt die Schäden, die letztlich nicht mehr in Billionen ausgedrückt werden können?
In Tschernobyl hat man bereits 864 Millionen Euro unmittelbar für einen neuen Schutzmantel für den Betonsarg des 1986 explodierten Atomkraftwerks gesammelt.
740 Millionen Euro fehlen noch, und natürlich zahlt auch Deutschland. Der bisherige "Schutzmantel" ist mittlerweile voller Risse und Löcher

(http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,758042,00.html)
.
Und er begräbt keine Leiche unter sich. Die Todesstrahlen unter dem Beton müssen noch über eine Million Jahre darunter in Schach gehalten werden, jede Generation neu, ca. 50.000 Generationen lang, und es werden nicht die letzten 1,5 Milliarden Euro sein, die man dafür braucht, und der Beton hält nicht alles zurück. 800.000 Arbeiter setzte die Sowjetunion damals der hohen Strahlung aus, um ein noch größeres Ausbreiten der Strahlung zu verhindern. 3.800 Angestellte und Arbeiter sind noch im Jahr 2011 vielfach bei allmählicher Verstrahlung weiter damit beschäftigt, den Todesreaktor in Schach zu halten und die Folgen des GAUs zu kontrollieren und zu verwalten. In ca. 600 Jahren könnte die Gegend vielleicht erstmals wieder versuchsweise besiedelt werden, glauben Optimisten. Und immer neue Menschen werden in der Nähe geboren, die ausschauen wie Monster.

Dieses Leid haben die Politiker und Kirchenleute, die sich vor über 50 Jahren für den Ausbau der Atomkraft entschieden und die dies heute weiter betreiben, zu verantworten. Und in Japan wird es noch um vieles teurer und grausamer. Alle Beschwichtigungsversuche sind Augenwischerei. Denn Radioaktivität entweicht viel tückischer und wirkt viel nachhaltiger als die menschlichen Experten denken.

Zur weiteren Information:
http://www.klimaforschung.net/tschernobyl/
Hier sieht man unter anderem eine Tagesschau-Dokumentation, die beweist, wie der GAU in Tschernobyl damals genauso von den Politikern herunter gespielt und verharmlost wurde wie im Jahr 2011 der GAU in Fukushima. Doch die Folgen werden alles menschliche Vorstellungsvermögen mit der Zeit übersteigen. Siehe auch: http://www.n-tv.de/panorama/Ein-Einsatz-der-nie-vergeht-article3153996.html
 


Und die Kirche lullt die Menschen dabei ein mit ihrem heuchlerischen Gerede vom "Gottvertrauen". Kirchliche Stellungnahmen wie obige, dass sich Verantwortliche "mit Nachdruck" dafür einsetzen sollen, dass "Vereinbarungen gehalten werden", waren und sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden. Genauso gut hätte man gleich schreiben können, dass damit die letzten Tage der materialistischen Zivilisation angebrochen seien.

Doch im Denken von Kirchenmännern gibt es diese Dimension tatsächlich, allerdings in zynischer Verharmlosung. So spielte der oberste evangelische Kirchenführer und Landesbischof Otto Dibelius die weltweite Aufrüstung mit Atomwaffen unter Berufung auf seinen evangelischen Glauben herunter. Auf der 2. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Evanston/USA legte er 1954 folgendes Bekenntnis ab: "Die Anwendung einer Wasserstoffbombe ist vom christlichen Standpunkt aus nicht einmal eine so schreckliche Sache, da wir alle dem ewigen Leben zustreben. Und wenn zum Beispiel eine einzelne Wasserstoffbombe eine Millionen Menschen töte, so erreichen die Betroffenen um so schneller das ewige Leben." (zit. nach Ossietzky, Zweiwochenschrift für Politik/Wirtschaft/Kultur, Nr. 3/2013)

Atomkraft - die satanische Form der Energiegewinnung

Alles in der Natur ist Energie. Atome galten lange Zeit (als man noch keine Quanten kannte) als kleinste Bausteine der Materie bzw. der Schöpfung Gottes. Bei der Kernenergie werden nun Atome durch Neutronen beschossen und auf diese Weise zerrissen = zerstört, wodurch Energie frei gesetzt wird. Schon alleine dieser Vorgang der Energiegewinnung weist symbolisch auf die teuflischen Grundprinzipien von "Trennung", "Spaltung" und "Zerstörung" hin - im Gegensatz zum Prinzip der Einheit allen Lebens in der ursprünglichen Schöpfung Gottes.
 
Dass daraus hervor gegangene Spaltprodukte noch Tausende von Jahren tödlich strahlen, beweist zusätzlich, dass hier krass gegen die Schöpfung und gegen das Leben gearbeitet wird und nicht im Einklang mit ihm. Die Folgen von Hiroshima bis Fukushima beweisen es. Und die Strahlenschäden, die man bisher noch nicht als solche wahr genommen hat bzw. bewusst verbirgt, werden es in ihrer alles menschliche Maß übertreffenden Dimension noch mehr beweisen.
 
Energiegewinnung durch Zerstörung von Atomkernen, von Zentren des Lebens, ist die satanische Versuchung, der Wissenschaft und Kirche erlegen sind.

Gott ist das Leben, sein so genannter Stellvertreter in Rom ist jedoch für die Spaltung des Lebens auf der Erde (siehe hier) - so wie der Kirchenführer für die Spaltung in Himmel und Hölle in den jenseitigen Welten ist. Doch Gott ist und bleibt die Einheit, in der früher oder später alle Trennungen und Spaltungen wieder zusammengeführt werden können - wenn die Menschen wollen.
 


Einige Kirchenmitglieder, vor allem der spätere Bundespräsident und kurzzeitige EKD-Synodenpräsident Gustav Heinemann, wandten sich jedoch gegen die Atombewaffnung und gegen die Atomenergie, und sie erhoben das Thema sogar zu einer notwendigen Glaubensfrage. Das heißt: Ein Ja oder Nein gehört für sie zum Kernbereich des Glaubens dazu und ist eben keine nebensächliche Angelegenheit. Doch sie konnten sich in der evangelischen Kirche nicht durchsetzen und mussten sich dort schweren Anfeindungen aussetzen.

Einer der kirchlichen Befürworter der Atombewaffnung war z. B. Propst Hans Asmussen, ein bekannter Pfarrer der Bekennenden Kirche und der erste Präsident der Kirchenkanzlei der EKD von 1946-1948. Er schrieb 1958 an die damalige EKD-Leitung:
"Wer nicht will, dass unser Gemeinwesen atomare Waffen hat, muss uns sagen, wodurch das so verringerte Rüstungspotenzial auf einen wirksamen Bestand gebracht werden kann ... Wer sich mehr fürchtet vor der Atomwaffe als vor der Ertötung der Seelen, hat bereits jeden christlichen Glaubensartikel verraten ..." Wer so denkt, glaubt, "dass das animalische Leben mehr ist als der Geist". "Wer im Namen des Evangeliums über die Atombombe spricht, kann nicht übersehen,
dass die Atombombe eine Strafrute in der Hand Gottes ist", "ein Zeichen von dem kommenden Jüngsten Tage". (Kirchliches Jahrbuch 1958, S. 34-36)
Der Kirchenmann Asmussen betrachtete hier die Erziehungspolitik in Ostdeutschland bzw. der späteren DDR als "Ertötung der Seelen", der man aus kirchlicher Sicht die Drohung mit Atombomben entgegen halten müsse. Dabei fällt es atheistisch erzogenen Bürgern oft viel leichter, später freiwillig an einen Gott der Liebe zu glauben, wie Ihn Jesus lehrte, als dies bei massiv indoktrinierten jungen Katholiken oder Evangelischen möglich ist, die bereits durch die Taufe als Säuglinge aufgrund von Höllendrohungen zwangschristianisiert wurden.

Von sehr vielen Protestanten, besonders in der CDU, wurde die Atombombe in den 50er- und 60er-Jahren als ein neues geeignetes Instrument zur Verteidigung des westlichen Wirtschaftssystems und der westlichen Ordnung bejaht. Die CDU-Zeitschrift Evangelische Verantwortung machte sich sogar einen Text des Schweizer Theologen Peter Vogelsanger zu eigen, der in der Atombombe ein Mittel gegen den Antichrist erblickte, die den Christen von Gott gegen "das Untier aus dem Osten" gegeben sei. [P. Vogelsanger, Die Verantwortung der Kirche in der Atomfrage, in: Evangelische Verantwortung, August 1957]

Doch es gab auch, wie gesagt, einige namhafte Kirchenmänner, die es anders sahen und die heute – und wahrscheinlich demnächst noch mehr – als "Feigenblätter" und "Alibi" herhalten müssen. So wie die Kirche später aus jeder ihrer Schreckensepochen ein paar Mitglieder aus dem Hut zieht, die es jeweils anders sahen. Das hat System und ist im Grunde "satanisch", weil es dazu dient, die Menschen je nach Zeitgeist zu blenden.

In der evangelischen Kirche war man sich also nicht einig in der Frage der "Christlichkeit" der Atomwaffen, und man war auch unterschiedlicher Meinung beim Thema der Wiederbewaffnung Deutschlands, was in so genannte "Ohnmachtsformeln" mündete (Diether Koch, Der Streit über westdeutsche Rüstung in der ev. Kirche, 2001 S. 56-58; siehe hier).

Der renommierte evangelische Landesbischof Hans Lilje aus Hannover schlussfolgerte aus dem Meinungschaos in der Kirche gar, "dass unser Volk für die hier zu treffende Entscheidung noch nicht reif ist." (zit. nach Hoerth, S. 228)
Und was dachte das "unreife" Volk? "Laut Umfragen in der Bundesrepublik votierten im April 1957 nur 17 % der Bewohner z. B. für eine Atombewaffnung der Bundeswehr, 64 % lehnten sie ab" (S. 257). Der Bischof hat also kein Recht, hier das "Volk" vorzuschieben und damit vom eigenen Versagen abzulenken.
 

Evangelischer "Glaubenskurs" in der Zeit zunehmender Katastrophen:
Einlullung der Menschen

Problem, "dass sich die Erwartungen Jesu nicht erfüllt haben"

Mit folgendem Wortgeflimmer versuchen die Lutheraner, ihre Anhänger ruhig zu stellen:

"Aus solchen biblisch-bildlich-apokalyptischen Vorgaben, wie sie die Offenbarung des Johannes [dem letzten Buch in der Bibel] lieferte, speisten sich dann über Jahrhunderte im Abendland Hoffnungen, aber auch Todesängste der Menschen. Es waren innere Bilder vom Geschehen nach oder am Ende der Zeit. Naturgemäß war es immer schon schwierig, wenn nicht unmöglich, Prophezeiungen über das Ende aller Tage zu widerlegen oder als Scharlatanerie zu entlarven ... Diesem lukrativen Geschäft mit der Angst machte Martin Luther mit seiner Einsicht, dass Gott uns alleine aufgrund unseres Glaubens im Gericht gnädig ist, theologisch zumindest für die evangelische Welt prinzipiell ein Ende."
"Das Problem besteht darin, dass sich die Erwartungen Jesu nicht erfüllt haben ... Die göttliche Revolution und das Endgericht vollzog sich nicht, die Christen mussten sich in dieser Welt einrichten - bis heute ... Hat also die christliche Endzeiterwartung ausgedient? Ist an die Stelle der Verwandlungsutopien vielleicht längst die ewige Gleichzeitigkeit des Lebens im Hier und Jetzt getreten? ... Was uns bleibt von den letzten Dingen, ist zum einen natürlich der Glaube an eine individuelle Auferstehung, an ein Ewiges Leben in einer anderen Welt, in einer anderen Dimension, im Jenseits, bei Gott. Dieser Glaube ist die Antwort auf die Frage: Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? ... Auf der anderen Seite hat die christliche Eschatologie in 2000 Jahren Christentumsgeschichte aber immer wieder auch eine ungeheuere gesellschaftliche Dynamik entfaltet ..."


(zit. aus "Offenbarung und Endzeit", Teil Nr. 52 aus dem "Glaubenskurs" der evangelischen Kirche, zit. nach Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 21/2010 vom 23.5.2010, zehn Monate vor dem GAU in Fukushima)

Was immer hier mit der am Ende proklamierten angeblichen "gesellschaftliche Dynamik" gemeint sein soll - diese Ausgabe des "Theologen" zeigt, wohin kirchlicher Glaube wirklich führte und führt.
 


In diesen Zusammenhang passt dann auch eine Erklärung der Atomkommission der Evangelischen Studiengemeinschaft von 1959, die als "Heidelberger Thesen" berühmt geworden sind. Darin hieß es einerseits, die Kirche müsse "Waffenverzicht als eine christliche Handlungsweise" anerkennen, andererseits aber, sie müsse auch den Versuch, mit Atomwaffen einen Frieden in Freiheit zu sichern, "als eine heute noch mögliche christliche Handlungsweise" anerkennen.
(Diether Koch, a.a.O., S. 125)

Das schließlich klare Ja der Politik zur Kernenergie, zur Wiederbewaffnung Deutschlands und zur Stationierung US-amerikanischer Atomraketen hatte nach Lutz Hoerth die evangelische Kirche damals vor einer Abspaltung
einiger Kritiker bewahrt. Lutz Hoerth schreibt: "Durch die sich abzeichnende politische Entscheidung zur Wiederaufrüstung war die EKD gleichzeitig von der Bedrohung einer Spaltung der evangelischen Kirche befreit. Sie hatte sich als unfähig erwiesen, eine einheitliche Empfehlung auszusprechen." (Lutz Hoerth, a.a.O., S. 223)
Und die Entscheidungen der Politiker ließen weitere kirchliche Debatten schlicht im Sande verlaufen. Doch hätte es wirklich eine Abspaltung gegeben? Schwer vorstellbar. Die heute viel beschworenen Kritiker von damals blieben lieber im Bauch ihrer Sowohl-als-auch-Kirche (bei der sich der "Teufel" dann heraus suchen kann, was er braucht) als eine Nachfolge Jesu anzustreben, die früher oder später immer aus der Kirche heraus führt.

Ein weiteres Beispiel dazu:
Der Theologe Helmut Gollwitzer, wie der Theologe Karl Barth ein Gegner der deutschen Wiederaufrüstung, erklärte dazu sinngemäß, nachdem er innerkirchlich von hochrangigen evangelischen Befürwortern der Bewaffnung angegriffen wurde:
"Da es in der evangelischen Kirche keine päpstliche Instanz geben dürfe, konnte noch kein ´gemeinsames Wort` zu den bewegenden politischen Fragen zustande kommen. Im Sinne Luthers sei jeder für sich aufgerufen, so Stellung zu beziehen, wie er glaube, dass nach seiner Meinung die Kirchenleitung Stellung nehmen müsse ... Die Gegner der Wiederaufrüstung unter den evangelischen Geistlichen hätten weder im Namen ihrer Kirche gesprochen noch ihre eigene Gewissensentscheidung für alle evangelischen Christen verbindlich gemacht." (Hörth, S. 226)

Der katholische Bundeskanzler Konrad Adenauer wusste, dass man solche Leute trotz ihrer Kritik am Kurs der Regierung getrost sich selbst und ihren letztlich nichtssagenden gedrechselten Wortkonstruktionen überlassen könne. Von der Mehrheit der Kardinäle, Bischöfe und Priester würde er den Segen ohne Wenn und Aber sowieso bekommen. Und so machte sich Konrad Adenauer auch gleich selbst zu einem Sprecher des kirchlichen Abendlandes.
Lutz Hörth schreibt: "Nach Zeitungsberichten habe der Bundeskanzler zur Sicherheit der Bundesrepublik gesagt, die Grenzen seien nur im Atlantikpakt zur verteidigen. Nur im Schutz der amerikanischen Atomwaffen könne dafür gesorgt werden, dass unsere Kinder ´keine versklavten Heiden werden, sondern freie Menschen bleiben, die auf dem Boden des freien Christentums stehen` [so Adenauer wörtlich]." (S. 227)

Die evangelische Kirche rief angesichts dessen einmal mehr ihre Experten zu einer ihrer vielen Tagungen zusammen, wo man etwa zu dem zusammenfassenden Ergebnis kam, dass "in den Kirchengemeinden Meinungsvielfalt bestehen müsse, es dürfe zu dem Thema nicht nur eine Meinung geben". (S. 228)

Doch worauf lief das Ganze dann hinaus? Welchen Kurs nahm also die Kirche?
Es lief vor allem darauf hinaus, dass man die Wiederbewaffnung letztlich kritisch befürwortete und mit eigenen Militärpfarrern voll mit ins Boot stieg. Und bei der Atomkraft als Möglichkeit auch zur "friedlichen" Energiegewinnung gab es dann keinen nennenswerten kirchlichen Widerstand, im Gegenteil. Ein Denkmodell innerhalb der Kirche war nun in diesem Zusammenhang folgendes: Die Gegner der Atombewaffnung in der Kirche kommen den Befürwortern damit entgegen, dass man sich stattdessen für die "friedliche Nutzung" der Atomkraft stark macht. Doch beides hängt eben untrennbar zusammen: Die "friedliche" Nutzung der Kernkraft ist die Voraussetzung für die militärische. Und die Kirche hat sich im Ergebnis summa summarum für beide entschieden – da helfen keine taktischen und rhetorischen Manöver und Geschichtsklitterungen und auch keine Alibi-Personen.

Hier ein Beweis dazu: Der Direktor der Evangelischen Akademie von Bad Boll, Eberhard Müller "verwies auf das Programm des Weltkirchenrats zur atomaren Abrüstung [New Haven/USA, August 1957], in dem die Einstellung aller atomarer Experimente, ein Produktionsstopp für Kernwaffen, die stufenweise Abrüstung ... und die Intensivierung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Atomenergie gefordert wurden." (S. 278 f.)

"Jeder Reaktor ist eine Atombombe"

"Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet. Aber sehen Sie, es gibt keine friedliche Nutzung von Atomkraft. Das Wort Frieden ist in diesem Zusammenhang ein völlig falscher Begriff. Jeder Reaktor ist eine Atombombe. Deshalb hätte man in Japan, ausgerechnet in Japan, niemals auf diese Technologie setzen dürfen."

(Der Japaner Hideto Sotobayashi, zit. nach Berliner Zeitung, 23.4.2011; Sotobashi wurde in Nagasaki geboren und wuchs in Hiroshima auf. Als am 6.8.1945 die USA die Atombombe über der Stadt abwarfen, saß der damals 15-Jährige gerade auf der Schulbank. Seine Mutter wurde bei dem Angriff getötet)
 

 

3)
Katholische Kirche rechtfertigt Atombombeneinsatz und fordert deutsche Atombomben

Während also die evangelische Kirche angesichts der Frage der Atomwaffen im endlosen Wenn und Aber versank, gab die römisch-katholische Kirche der Atom-Lobby nicht nur ihren Segen, sondern war selbst treibende Kraft bei der Atomrüstung. Es war nach dem 2. Weltkrieg zunächst vor allem der Kölner Erzbischof und Kardinal Joseph Frings, der damals mächtigste Katholikenführer Deutschlands, der vor dem pazifistischen "Irrweg" warnte und zusammen mit dem katholischen Bundeskanzler Konrad Adenauer auf eine baldige Wiederbewaffnung Westdeutschlands drängte. Schon zuvor setzte sich der Kardinal für die Wiedereingliederung ehemaliger NSDAP-Mitglieder in leitende Positionen der Bundesrepublik Deutschland ein, und er unterstützte die Flucht von Nazi-Kriegsverbrechern aus Deutschland z. B. nach Südamerika, die so genannte "Rattenlinie" (Ernst Klee, Das Personallexikon zum Dritten Reich, Frankfurt 2003, S.168).

Dabei wollten CDU, CSU und katholische Kirche von Anfang an auch Atomwaffen. Im Jahr 1956 forderte der römisch-katholische CSU-Minister Franz Josef Strauß öffentlich auch Atombomben für Deutschland und 1957 tat dies der römisch-katholische Bundeskanzler Konrad Adenauer. Hinter CDU und CSU wiederum stand die römisch-katholische Kirche.

Im Jahr 1958 forderten dann vor allem der Paderborner Erzbischof und Kardinal Lorenz Jäger und mit ihm viele andere Würdenträger noch einmal Atombomben für Deutschland, da auch Russland über Atombomben verfüge. Für den angeblichen Verrat der Baupläne an Russland ließen die USA das Ehepaar Julius und Ethel Rosenberg am 19.6.1953 auf dem elektrischen Stuhl hinrichten - ein Fehlurteil, wie sich später heraus stellte.
Die katholische Kirche konnte sich mit ihrem Anliegen der Atombewaffnung Deutschlands aber nicht durchsetzen
, obwohl auch Erzbischof Kardinal Höffner (der Nachfolger von Kardinal Frings als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz) zusammen mit den führenden deutschen Moraltheologen der Papstkirche (Die Professoren Alfons Auer, Würzburg; Richard Egenter, München; Heinz Fleckenstein, Würzburg; Johannes B. Hirschmann, Frankfurt (Main); Nikolaus Monzel, München; Eberhard Welty, Walterberg) in einem katholisch-theologischen Gutachten im Jahr 1958 die begehrten Atomwaffen für Deutschland kirchlich absegneten bzw. anforderten. Nachdem der Bundestag im März 1958 mit der Mehrheit von CDU und CSU zunächst die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland unter dem Oberbefehl der NATO beschlossen hatte, legten die Kirchenführer im Mai dieses Jahre mit ihrem "Gutachten" pro Atomwaffen für Deutschland nach.

Denn die Stimmung unter der Bevölkerung war anders, nach Meinungsumfragen waren 83 % der Deutschen gegen die Atombewaffnung. Dagegen erklärten die Theologen der Vatikankirche öffentlich, dass der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffe
"nicht notwendig der sittlichen Ordnung" widerspreche und "nicht in jedem Fall Sünde sei" (zit.  nach Der Spiegel Nr. 3/1969) und dass eine Atombombe "eingesetzt", also abgeworfen werden dürfe, wenn der "Wert der bedrohten Güter" dies rechtfertige (zit. nach Der Spiegel Nr. 20/1958). Die Kirchenführer beschlossen sogar die katholische "Pflicht", Atombomben abzuwerfen, wenn z. B. die "moralische Existenz" von Völkern "auf dem Spiel stehe", was immer die kirchenmoralisch geprägten Gehirne darunter verstanden. Wörtlich: "Um dieser Pflicht willen dürfen und müssen den Bürgern auch große materielle und persönliche Opfer zugemutet werden". Und weiter theologisch gedrechselt: "Wollte man erwarten, dass Gott den Gewaltlosen von sich aus schützt, ohne dass die Menschen das zu ihrem Schutze Notwendige auch selbst tun, wäre das weit mehr Vermessenheit als christliches Gottvertrauen", womit die Kirche nahtlos an ihr Gottesbild anknüpft, mit dem sie schon seit 1700 Jahren Kriege führte.

Die Warnungen von Wissenschaftlern schlugen die Theologen in den Wind: "Es ist eine verallgemeinernde und unkritische Sprechweise, jede derartige Kampfmaßnahme heute von vornherein als Selbstmord ganzer Völker" oder gar "der ganzen Menschheit" hinzustellen, so das Gutachten (zit. nach Der Spiegel Nr. 20/1958). Damit widersprachen die katholischen Theologen und Bischöfe z. B. den Physikern vom "Verband deutscher Physikalischer Gesellschaften", die in diesem Zusammenhang vor "Selbstvernichtung" warnten (lt. Wikipedia). Doch erst die NATO selbst stoppte vor allem aufgrund des Drängens von Frankreich
Ende 1958 das Kreuzzugs-Verlangen von CDU, CSU und katholischer Kirche nach eigenen Atombomben für Deutschland. Die Atomwaffen unter NATO-Oberbefehl wurden jedoch im Land stationiert und sie stehen dort teilweise bis heute.

Von daher versteht es sich von selbst, dass von Seiten der römisch-katholischen Kirche natürlich erst Recht keine Einwände gegen die scheinbar "friedliche" Nutzung der Atomenergie kam, da man ja bereits die kriegerische Nutzung befürwortet hatte und eine notwendige Voraussetzung für einen "kriegerischen" Nutzen immer die nur scheinbar "friedliche" ist.

 



4)
Von der Atombewaffnung zur "friedlichen Nutzung" der Atomkraft – Wie diese in Gesellschaft und Kirche durchgedrückt wurde.

Dies geschah ab Ende der 60er-Jahre.

In Deutschland wurde die Atomkraft vor allem unter den SPD/FDP-Regierungen unter Helmut Schmidt / Hans-Dietrich Genscher Mitte der 70er-Jahre durchgesetzt
. Auch die CDU/CSU-Opposition war massiv dafür. Alle Parteien sind mit dem Kirchenchristentum aufs engste verbunden. Atomkraftgegner hatten deshalb im Parlament keine Stimme.

Die Anti-AKW-Bewegung wurde an anderen Orten von warnenden Außenseitern, darunter vielen Wissenschaftlern, aufgebaut und war also außerparlamentarisch. Und die Mehrheit der Deutschen war jedoch, vielleicht aus einem Überlebens-Instinkt heraus, trotz massiver Pro-Kernkraft-Beeinflussung dagegen oder äußerst skeptisch. Folglich formierte sich bald eine neue Partei, die dieses Anliegen auch politisch vertrat. "Die Grünen" wurden 1980 gegründet. Und über kritische Wissenschaftler und Studenten sickerte dieses Anliegen dann auch verstärkt in kirchliche Kreise hinein – es entsprach dem damaligen Zeitgeist.

Dazu heißt es unter http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40209041/default.aspx:
"Während noch 1968 die Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung "Atom" vorwiegend mit der Bombe und nur in Ausnahmefällen mit Kernkraftwerken assoziierte, erfuhr das Thema im Laufe der 1970er-Jahre eine starke symbolische Aufladung, die zunehmend auch die zivile Nutzung nuklearer Energie einbezog. Infolgedessen nahm der Atomdiskurs einen zentralen Stellenwert in den nun aufkommenden Umweltdebatten ein.
Die Entwicklung der Anti-Atomkraft-Bewegung, einer der größten Protestbewegungen in der Geschichte der Bundesrepublik, durchlief bis Ende der 1970er-Jahre vier Phasen. Die Frühphase setzte mit dem Bau der ersten Forschungsreaktoren in Karlsruhe und Jülich 1957 ein und dauerte bis Ende der 1960er-Jahre. Der Protest war zunächst lokal begrenzt und wurde auf offiziellen Wegen vorgetragen. Bürgermeister und Stadt- bzw. Gemeinderäte waren dabei die führenden Kräfte. Zunächst ging es jedoch weniger um die spezifischen Gefahren der Radioaktivität, sondern um allgemeine Veränderungen der Landschaft und des lokalen Wirtschaftsgefüges. Mit der Opposition gegen das Atomkraftwerk Würgassen Ende der 1960er-Jahre weitete sich die Protestbewegung erstmals überregional aus und bezog sich auch zunehmend auf die Kernkraft selbst. Doch die Schwelle zu plebiszitären oder außerrechtlichen Methoden wurde auch in Würgassen noch nicht übertreten.

Schleichende Völkermord an den Japanern
 und den anderen Bewohnern der Erde?

11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser wurden von den "Herren der Atomkraft" in Fukushima erst einmal einfach in den Pazifik gekippt, weil das Wasser, das nachfließt, noch viel mehr radioaktiv verseucht ist. Millionen Jahre lang.
Der Regierungssprecher Japans sagt hierzu bereits: "Riesige Auswirkungen auf den Ozean" werde es haben, wenn dies so weiter geht. Und es geht so weiter.
Warum schreien die Öffentlichkeit und der Papst nicht auf, da ein großer Teil des Planeten Erde auf diese Weise vernichtet wird?

Und warum strengen sich alle Völker diese Erde nicht an, um die Verseuchung des Pazifiks zu vermeiden und alle wissenschaftliche Kapazität dafür einzusetzen, wie man das Wasser vorläufig "endlagern" kann?

Nach einiger Zeit zogen radioaktive Wolken auch ins japanische Inland. Die Bürger dort erfuhren davon erst einmal nichts. Man wollte eine Panik vermeiden. Und alles nur, weil ein paar Minuten bzw. Sekunden lang ein Tsunami das "sichere" Atomkraftwerk umspülte.
 
Wie sagt der Jesuit, Papst-Berater und Atomkraft-Freund Prof. Dr. Gundlach: "Wir haben sicher Gewissheit, dass die Welt nicht ewig dauert" (siehe hier).

Und was macht in diesem Sinne die Atomenergie-Organisation IAEA, die Atomlobby-Organisation, mit seinem Mitgliedsstaat, dem Vatikan? Sie setzen weiter auf neue Atomkraftwerke, jetzt in Afrika.
Und was macht die EU? Sie setzt weiter voll auf Atomkraftwerke.
 

Erst mit dem Anti-AKW-Protest in Wyhl 1975 entstand eine Massenbewegung; sie entwickelte Elemente von Aktionsprotest, die heute zum Standardrepertoire gehören. Wyhl wurde zum "Symbolbegriff" für den Widerstand der Anti-Atomkraft-Bewegung. Allerdings standen die Motive für die Proteste auch hier zunächst nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem geplanten Kernkraftwerk, sondern richteten sich vor allem gegen ein "Ruhrgebiet am Oberrhein", das mit Überfremdung, Zerstörung der Agrarlandschaft und Verschlechterung der Kaiserstuhl-Weine durch die Nebelschwaden der Kühltürme assoziiert wurde ... Zudem näherte sich die Bewegung auch immer mehr dem Problem der Störfälle an – eine Wendung, die die Reaktorsicherheitsexperten längst vollzogen hatten, die aber in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen war.
Von Gewalt geprägt war besonders die Eskalationsphase der Proteste von 1976/77. Infolge der Einrichtung des ´nuklearen Entsorgungsparks` Gorleben konzentrierte sich der Protest auf das ungelöste Problem des Atommülls. In dieser Phase entwickelte sich die Kernkraftkontroverse zu einem zentralen gesellschaftspolitischen Thema. Zahlreiche Publikationen erschienen, immer mehr Stimmen wurden laut und heizten einen breiten Angstdiskurs an. Einen knappen Monat vor der Reaktorexplosion in Tschernobyl erlebte die Anti-AKW-Bewegung mit der Massendemonstration am Osterwochenende 1986 in Wackersdorf noch einmal einen Höhepunkt." Letztlich verhinderte der GAU in Tschernobyl den Bau der so genannten WAA in Wackersdorf.

Bis dahin war der gesellschaftliche Hauptstrom einschließlich der Kirchen auf Kernkraftkurs.

Zwei Beispiele:
Der Siemens-Konzern warb noch 1976 mit Großflächen-Anzeigen für Atomkraft. So erschien eine fast ganzseitige Anzeige am 19.3.1976 in der ZEIT. Der Text:
"Die bessere Alternative: Kernenergie. Ihre Nutzung ist technisch ausgereift und wirtschaftlich interessant. 1974 wurden bei uns 4 % des Strombedarfs aus Kernkraft gedeckt. Bis 1985 sollen es etwa 45 % sein, um die Deckung des zu erwartenden Bedarfs sichern zu können. Der Träger der Kernenergie, Uran, ist auf der Erde reichlich vorhanden. Und in 1 kg Uran steckt die nutzbare Energiemenge von über 30.000 kg Steinkohle. Die Risiken der Kernenergie sind heute technisch beherrschbar. Und sie soll bei uns auch immer nur eine von mehreren Quellen der Energieversorgung sein. Ohne sie aber wäre das Energiedefizit der kommenden Jahrzehnte nicht zu decken und damit unser Lebensstandard nicht zu halten. AN DER KERNENERGIE FÜHRT KEIN WEG VORBEI."

Die Zeitung Frankenpost veröffentlichte im Dezember 1976 eine neue Serie zum Thema Atomkraftwerke – Fluch oder Segen? – in der Schlussfolgerung pro Atomkraft.
Darin heißt es u. a. in Folge 5:
"Im Rasmussen-Report, an dem im Auftrag der amerikanischen Atom-Energiekommission 60 Wissenschaftler zwei Jahre lang gearbeitet haben, wird versucht, das Risiko beim Betrieb von Kernkraftwerken abzuschätzen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit eines Unfalltodes für den einzelnen Bürger durch Blitzschlag 25mal, durch Elektrizität 300mal und im Straßenverkehr 15.000mal so groß ist wie die Wahrscheinlichkeit, im Umkreis von 30 km durch einen Reaktorunfall zu sterben. Obwohl das Risiko bei Kernkraftwerken sehr gering ist, muss man aber die Sorgen der Menschen verstehen, die in der Umgebung solcher Anlagen leben müssen ... Wenn auch eine Reaktorkatastrophe äußerst unwahrscheinlich ist – wann sie im Einzelfall auftritt, lässt sich nicht vorhersagen. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Tipp im Lotto einen
Haupttreffer zu erhalten, ist etwa 1:14 Millionen. Trotzdem kann ein Lottospieler, bei viel Glück, schon am nächsten Wochenende gewinnen."

Und in Folge 6 heißt es dann abschließend:
"... das Risiko beim Autofahren ist wesentlich höher als das Risiko eines Kernkraftwerks; trotzdem setzen wir uns täglich ins Auto. An die Existenz einer Atombombe, ja sogar der Wasserstoffbombe, haben wir uns gewöhnt. Ob wir uns auch an Kernkraftwerke gewöhnen können?"
 

Atomkraftwerke im Krieg

Als Politiker und Kirchenmänner die Atomkraft befürworteten, weil sie "sicher" genug sei, erklärten diese damit unausgesprochen auch, dass ein Atomkraftwerk wahrscheinlich niemals in einen Krieg hinein gezogen wird und dass wahrscheinlich niemals ein Atomkraftwerk im Krieg angegriffen wird. Doch das ist eine Lüge, denn natürlich sind Atomkraftwerke grundsätzlich bevorzugte Angriffsziele für einen Kriegsgegner, da dort auch die Herstellung von Atomwaffen erfolgt.

Sollte dies eines Tages also trotzdem passieren wer zieht dann die Politiker und Kirchenmänner dafür zur Rechenschaft? Aus ihrem "Himmel" wird man sie notfalls heraus holen und sie dorthin schicken, wo es mit ihrer "Ruhe im Frieden" vorbei ist.
 


Führende US-Energiepolitiker haben in diesem Zusammenhang folgenden Entsorgungsplan im Hinblick auf die noch ungelöste Frage der so genannten "Endlagerung": "Anfang 1972 soll der neue Leiter der amerikanischen Atomenergiekommission, J. Schlesinger, prophezeit haben, dass man in etwas zehn Jahren den Atommüll mit Raumfähren in die Sonne schießen werde. Bei einem Versagen des Antriebs könnte aber der ganze Müll auf die Erde zurückfallen." (Flugblatt: Lebensschutz Wuppertal e.V., Postfach 131244, 5600 Wuppertal 1)
James Schlesinger war CIA-Chef, Verteidigungsminister unter Nixon und Ford und einer, der die US-Armee massiv atomar aufrüsten ließ.


Die Beurteilungen führender Wissenschaftler wurden dabei bewusst verschwiegen
und durch Beurteilungen von anderen "Wissenschaftlern" der Atom-Lobby ersetzt.

Einzelne Bürgerinitiativen wehrten sich.

Da die offiziellen Medien einen anderen Kurs betrieben, kursierten in der damaligen Zeit viele Flugblätter. Die obigen beiden Zitate entstammen z. B. einem Flugblatt mit dem Titel Mitbürger – Ihr werdet falsch informiert! Herausgeber: "Mündige Bürger, Schloßweg 2, 8501 Feucht". Datum: Oktober 1977

Die
"mündigen Bürger" haben z. B. an die damals führenden Politiker, die allesamt pro Atomkraft waren, geschrieben und die Politiker aufgefordert, auf elf Fragen zu antworten.

Angeschrieben wurden Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), Bundesforschungsminister Hans Matthöfer (SPD), Bundesinnenminister Werner Maihofer (FDP), Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs (FDP), Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg (CDU), Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU), Wirtschaftsminister Rudolf Eberle (CDU), Ministerpräsident Alfons Goppel (CSU), Wirtschaftsminister Anton Jaumann (CSU).
Das Ergebnis: "Keiner hat geantwortet ... wahrer Fortschritt durch Problemlösungen wird von den Parteipolitikern aller Parteien unterdrückt, denn geschäftsschädigende Problemlösungen erlaubt die Lobby nicht."
Weiter schrieben die "mündigen Bürger":
"Warum wird trotzdem weitergebaut? Weil die internationalen Großbanken riesige Summen in die Atomindustrie gesteckt haben. Geld, das Zinsen bringen muss. Damit auch offenkundige Fehlinvestitionen weiterhin Zinsen bringen, müssen die Konkurrenten (andere Energiemöglichkeiten) knapp gehalten oder abgewürgt werden."

Vor allem der Lehrer Hartmut Gründler (1930-1977) aus Tübingen versuchte mit zahlreichen Aktionen und Flugblättern - inspiriert vor allem durch Mahatma Gandhi - den Atomkurs Deutschlands zu stoppen und eine Energiewende herbei zu führen. Gründler setzte dazu mit verschiedenen Aktionen auf Aufklärung der Bevölkerung und appellierte immer wieder an die verantwortlichen Politiker und konfrontierte sie z. B. mit den Umweltprogrammen ihrer eigenen Parteien. Ab 1975 war er an ca. 20 Klagen gegen atomare Projekte beteiligt und im Jahr 1977 erhob er eine Verfassungsbeschwerde wegen Einschränkung seines Petitionsrechts. Doch die Politiker ließen ihn letztlich auflaufen. Nachdem auch ein Hungerstreik gegen den Atomkurs der Bundesrepublik Deutschland nicht die notwendige Aufmerksamkeit brachte, warf der Umwelt-Aktivist sein persönliches Leben hin. Am 16.11.1977 verbrannte sich Hartmut Gründler vor dem SPD-Parteitag in Hamburg selbst - aus Protest gegen die "fortgesetzte regierungsamtliche Falschinformation" in der Energiepolitik, besonders bezüglich der Endlagerung. "Presseorgane und Politiker, darunter auch den Kanzler, informierte er vorab schriftlich unter Beifügung seines politischen Testamentes" (Wikipedia: Stand: 10.10.2012). Die westlichen Massenmedien reagierten jedoch nur wenig und "berichteten kaum über die Hintergründe" - völlig anders als zuvor 1976 bei der Selbstverbrennung von Pfarrer Oskar Brüsewitz in Ostdeutschland wegen der Zustände in der DDR, als die Medien ganz im Sinne des Interesses von Pfarrer Brüsewitz reagiert hatten. Hartmut Gründler ist demgegenüber bis heute weitgehend unbekannt. Er war im Nachhinein einer der "Vorläufer" für die Anti-Atomkraftwerk-Bewegung (Anti-AKW) der kommenden Jahre; doch auch diese konnte die mit kirchlichem Segen operierenden Politiker, Wirtschaftsführer und Bankiers nicht stoppen, genauso wenig wie die 1980 gegründete Partei der GRÜNEN. Das "Atomzeitalter" mit seinen schleichend todbringenden Auswirkungen für den Planeten Erde ging in seine nächste Phase.
 

Deutschland: Atommüll-Lager Asse
Cäsium: Todesstrahlen 24 x höher als erlaubt

Weil es kein Endlager für tödlichen radioaktiven Müll gibt, müssen die "Zwischenlager" wie Asse einfach als "Endlager" herhalten, frei nach dem Motto: "Es wird schon nichts passieren". Alleine der Umstand, dass Politiker und Kirchenführer dieser und der letzten Generation die satanische Dreistigkeit besaßen, die aus Sicherheitsgründen "verantwortbare" Zwischen- und Endlagerung des Todesmülls für Millionen oder gar Milliarden von Jahren zu beschließen bzw. abzusegnen (das in Atomkraftwerken verwendete hochradioaktive Uran 235  hat eine "Halbwertszeit" von 704 Millionen Jahren, was bedeutet: nach ca. 1,4 Milliarden Jahren wird die Strahlung z. B. erst auf ein Viertel abgeklungen sein), wird diesen in den Augen späterer überlebender Generationen ein Urteil bescheren, das negative Urteile über andere Zeitepochen in den Schatten stellt und vor dem sich die Täter auch im kirchlichen Himmel nicht verstecken können.

Dennoch wird heute noch so getan, als ob wenigstens Deutschland alles im "Griff" habe, damit diese Generation weiter ihre Gewinnausschüttungen dank Atomstrom machen kann solange es hier keine Erdbeben gibt, kein Polsprung Meereswellen in deutsche Täler treibt und kein Flugzeug oder eine Bombe auf ein Atomkraftwerk fällt. Und solange auch der Boden sonst sich nicht bewegt.
Und so dümpelt hochradioaktiver Müll auch im maroden und einsturzgefährdeten Salzbergwerk Asse vor sich hin und viele Menschen beten jeden Tag, dass das Bergwerk bitte nicht zusammenfällt. Jetzt hat man in einem Loch in Asse radioaktives Cäsium gemessen. Die Belastung ist 24 Mal höher als selbst im "Zwischenlager" erlaubt (focus.de, 14.4.2011). Der negative Wert hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt. Warum? Die Experten zucken die Schultern. Sie wissen es nicht. Dies sei nicht vorhersehbar gewesen.
Welt.de schreibt: "Cäsium wird über den ganzen Körper – nicht nur die Schilddrüse – aufgenommen und hält sich weit länger in Organen, Gewebe und der Umwelt. Dadurch wurden nach Tschernobyl auch Boden und Pflanzen in der Ukraine verstrahlt und Milch und Fleisch auf Jahrzehnte hinaus verseucht. Jede Freisetzung von Cäsium ist eine Gefahr für den Menschen und die Umwelt, sagt Jacqueline Williams, Strahlungsbiologin an der Universität von Rochester in New York. ´Vor Tschernobyl glaubten wir, dass das Cäsium abgeschwächt wird, dass es nach dem Regen ausgewaschen wird`, sagt Williams weiter. Stattdessen habe sich Cäsium in der Vegetation angesammelt." (15.3.2011)


Lesen Sie dazu auch: Atommüll-Fässern in Asse droht Zerstörung - Was macht diese Generation mit der Erde?
 


Spiegel online
berichtet am 20.3.2011, wie Siemens, Thyssen-Krupp bis heute an der Kernkraft massiv verdienen. Kernkraft ist einer der Hauptexportschlager Deutschlands und wird auch von der Regierung gefördert. Hauptsächlich die deutschen Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank und einige Landesbanken zählen zu den Hauptinvestoren für Kernkraft, u. a. in Fukushima (z. B. die WestLB; spiegel.de, 20.3.2011). Der kartellähnliche Verbund von Großkonzernen, Banken, Parteipolitik, Medien und Kirche hatte also die Weichen gestellt (siehe oben) - allesamt überwiegend gute Kirchenchristen.

Katholisch

Dem entspricht auch eine Stellungnahme des Kommissariats der Deutschen Bischofskonferenz zur Atomkraft 1977: pro Kernkraft

Die Stellungnahme der katholischen Bischofskonferenz, drei Jahre später, 1980,
wird heute aber plötzlich so hingebogen, als wären die Bischöfe damals dagegen gewesen: http://www.domradio.de/comet/pdf/db28.pdf
Bei genauerem Hinsehen weichen sie jedoch aus und überlassen einmal mehr den katholischen "Laien", den "Fachleuten" die Entscheidung. So schreiben die Bischöfe und Federführung von Bischof Joseph Höffner:
"Es ist Aufgabe nicht der Theologie, sondern der Fachwissenschaft, festzustellen, ob der Bau von Brütern und Aufbereitungsanlagen, ob der Transport und die Ablagerung des Atommülls nach dem heutigen Stand der Wissenschaft und Technik auf eine Art und Weise möglich sind, dass mit Sicherheit Explosionen, Strahlenschäden und sonstige Katastrophen ausgeschlossen sind ... Es genügt nicht, dass die Fachwissenschaft erklärt, es sei wahrscheinlich, dass durch Sicherheitskontrolle und Überwachungstechnik Schäden verhindert werden. Erforderlich ist die Sicherheit. Ob diese Sicherheit erreicht werden kann, vermag ich als Bischof nicht zu sagen. Hier sind die Fachleute zuständig und verantwortlich. Falls katastrophensichere Kernkraftwerke gebaut und betrieben werden können, wäre eine ´Dämonisierung` der Kernenergie unsachlich."

Joseph Höffner hatte unter den Bischöfen immer noch die meisten "Bedenken", sprach nur von einer Sicherheit der Atomkraftwerke, die beim Faktor "999,9" statt bei wünschenswerten "1000,0" liege und wurde bald dafür vom Vatikan und dem Chef der Glaubenkongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, entsprechend zurecht gewiesen (siehe hier), damit sich seine "Bedenken" nach dem GAU von Tschernobyl nicht weiter ausweiteten.

Und dagegen kam das Volk nicht an, denn z. B. die Firma Siemens betonte immer wieder, die Kernkraft sei in diesem Sinne "sicher". Wer ist also schuld? Der Ingenieur oder der Priester? Mancher Ingenieur glaubt vielleicht, dass seine Konstruktion "sicher" sei, sonst müsste er Gewissensbisse haben. Bzw. er tötet seine Gewissensbisse ab und glaubt, durch den "Glauben" oder die Einnahme der Hostie "gerettet" zu sein.
Die Priester jedoch verraten und verkaufen die Schöpfung Gottes und sogar ungeniert ihre eigene Lehre über die "Fehlbarkeit der Menschen." Selbst Bischof Joseph Höffner und die Deutsche Bischofskonferenz hielten es nämlich für möglich, dass es die völlige Sicherheit vor Katastrophen gibt, wenn die "Fachwissenschaft" eben dafür gut genug sei. Obwohl jeder Mensch, der seinen Verstand gebraucht, weiß, dass es diese Sicherheit auch bei optimaler Fachwissenschaft niemals gibt. Die Kirche hätte also ein eindeutiges "Nein" aussprechen müssen – im Sinne des Jesuswortes "Eure Rede sei Ja, ja, nein, nein. Alles andere ist vom Übel." Die Kirche ist also "vom Übel" und diente und dient auch hier dem, der das Übel wollte und will. Deshalb haben die Priester die größte Schuld.


Deutschland: Die Menschen
sterben schon am Atommüll

"Eine neue Studie zeigt: Rund um die Asse erkranken überdurchschnittliche viele Menschen an Krebs."
(fr-online.de, 14.4.2011)


Was für ein Zufall! sagen dazu die Herren der Atomkraft.

Evangelisch
 
So lobte auch der Evangelische Erwachsenen-Katechismus von 1982 die Atomkraftwerke als "Höchstleistungen der Technik", in denen sich das "wissenschaftlich-technische Können unserer Zeit" "konzentriert". Sie gehören "zu den bemerkenswertesten Hervorbringungen des Fortschritts. Sie erzeugen relativ ´saubere` Energie zu einem, wie die Betreiber dieser Anlagen sagen, erschwinglichen Preis. Die Zahl von qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen, die in der Atomindustrie zur Verfügung gestellt werden, ist beträchtlich. Als die Welt noch unter dem Schock der militärischen Anwendung der ersten Atombomben stand, wurde die ´friedliche Nutzung der Kernenergie` als eine dringend wünschenswerte Umpolung dieses gewaltigen Energiepotenzials beschworen". (Hannover 1992, S. 290)
Die "ungeheuren Gefahren" werden "natürlich" nicht bestritten, wodurch es zum "Streit" kommt, "von dem man wünschen muss, dass die Kritiker niemals Recht bekommen, denn dies würde bedeuten, dass – wie es in Harrisburg in den USA im Frühjahr 1979 fast eintrat – ein verheerender Unfall Leben im weiten räumlichen Umkreis eines Atomkraftwerks vernichten und auf lange Zeit unmöglich machen würde." (S. 290)
Schließlich baute man in den Text noch eine kleine "Hintertüre" für den Fall, dass doch ein Unfall eintritt, und man schreibt: "Kann die Kirche hier mehr tun als zur Gewissensschärfung beitragen?"
Und die Protestanten fragen sich, ob die Kernenergie nun zu der Art von Energiegewinnung gehören könnte, die nach dem Wort der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz nicht "vorangetrieben werden darf" [was durch das klare gegenteilige Bekenntnis von Papst Benedikt XVI. zur Atomkraft 2007 faktisch ersetzt wurde]? Frei nach dem Motto: "Wir haben ja schon 1982 gewarnt". Doch wie gesagt: Man wünscht, "dass die Kritiker niemals Recht bekommen". Doch dieser "Wunsch", dass schon nichts passieren möge, ist im Ergebnis ein verbrämtes aber dennoch klares Ja zur Atomkraft.

So weit also die lutherische Kirche. Damit haben auch die Protestanten und ihre Pfarrer in ihrem ausgeklügelten Hin und Her die Schöpfung Gottes verraten und für höhere Kirchensteuern verkauft, natürlich verbunden mit dem "Wunsch", dass schon nichts passieren wird.
Für diesen Fall unterscheidet die evangelische Kirche seit Dietrich Bonhoeffer immer zwischen "letzten" und "vorletzten" Dingen. Atomkraft zählt zu den "vorletzten", was bedeuten soll: Selbst wenn bei "vorletzten Dingen" alles schief ginge, blieben ja immer noch die "letzten Dinge", der Glaube an das Seelenheil im Jenseits, auch wenn die Erde z. B. vorher in die Luft geflogen sei. Und so fördert speziell die Kirche auch mit ihrer Theologie den Untergang.
 



5)
Wie Tschernobyl fast nichts veränderte

Was in Tschernobyl passierte: Z. B. http://www.youtube.com/watch?v=ieL7R8a15-U&feature=related

Nach dem GAU in Tschernobyl im Jahr 1986 berichtet nun die linkskatholische Zeitung publik-forum in einem Sonderdruck (Publik-Forum aktuell; Postfach 700771, 6000 Frankfurt 70; ohne Datumsangabe) kritisch über Atomkraft. Man suchte dazu auch nach einem Papstzitat gegen Atomkraft, um die Leute für dieses Anliegen zu gewinnen, und man hat tatsächlich eines gefunden, das aber bei genauerem Hinsehen gar keines ist.
Demnach sagte Papst Johannes Paul II. bei einer Ansprache in Ravenna:
"Eine nukleare Katastrophe ist unter allen Umständen zu vermeiden. Der Ethik muss Vorrang vor der Wissenschaft gegeben werden ... Die neuen Technologien haben Jahrhundertträume verwirklicht, aber sie erlauben es dem Menschen auch, die Erde unbewohnbar, das Meer unbrauchbar, die Luft gefährlich und den Himmel beängstigend zu machen."
Der Papst sagte hier also offenbar nicht, die Kernkraft zu stoppen. Sonst hätten dies die Katholiken sicher zitiert. Er sagte nur, dass eine Katastrophe unter allen Umständen vermieden werden soll.

Doch was der Vatikan von einzelnen in der Kirche geduldeten "Linken" und ihrer Sorge wegen dem GAU in Tschernobyl hielt, das bewies er wie folgt. Papst Johannes Paul II. schickte im Herbst 1986 eigens den Atom-Hardliner und Chef der vatikanischen Glaubenskongregation Joseph Ratzinger nach Bayern, um die Bischöfe in Bayern "auf ihrem Atomkurs zu stützen"
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13521423.html). Einzelne kritische kirchliche Amtsträger "dürften nicht, so Ratzinger, in der Debatte um die Atomenergie ´Orakel spielen` und ´von oben her` mit einer Sachkompetenz sprechen, die ihnen nicht zukomme.“
Dies war auch ein massiver Seitenhieb des Papstes und seines Adlatus Joseph Ratzinger gegenüber Joseph Kardinal Höffner, der die Atomkraft unter den katholischen Bischöfen noch am kritischsten sah, ohne jedoch wirklich dagegen zu sein (siehe hier).
Bischof Manfred Müller aus Regensburg ist sogar ein so fanatischer Befürworter der Atomkraft, dass er angesichts der Pläne, in Wackersdorf bei Schwandorf in der Oberpfalz eine Wiederaufbereitungsanlage (WAA) zu errichten, jedes Gespräch mit Gegnern der geplanten Anlage ablehnte (Der Spiegel Nr. 40/1986). Der katholische Oberhirte weigerte sich, Bedenken der Kritiker überhaupt zur Kenntnis zu nehmen und sagte wörtlich: "Meine Berater sind die leitenden Beamten des bayrischen Umweltministeriums" der Regierung Strauß.

Siehe zu diesem Thema auch das Buch des Physikers, Kernkraftbefürworters und engagierten Lutheraners Dr. Hermann Henssen, Energie zum Leben – Die Nutzung der Kernkraft als ethische Frage, München 1993.
Und nach einigen Jahren bekräftigt der streitbare Lutheraner seine Position in der Studie Widerspricht die Nutzung der Kernkraft dem biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung? Vom 23.5.2002.
Die Antwort: Die weitere Nutzung der Kernkraft auf "hohen Sicherheitsniveau" sei für viele Christen "ethisch zu verantworten, ja sogar geboten" - http://www.energie-fakten.de/pdf/bewahrung.pdf

Ähnlich der katholische Moraltheologe Wilhelm Korff, Die Energiefrage – ihre ethische Dimension, Trier 1992.

In einer Rezension zu beiden Büchern unter http://www.udo-leuschner.de/rezensionen/rd9302ethik.htm heißt es:
"Die katholische Kirche hat es bisher vermieden, sich ex cathedra für oder gegen die Kernenergie auszusprechen. Sie neigt allerdings dazu, die ethische Verantwortbarkeit der Kernenergie zu bejahen. Das Buch des katholischen Moraltheologen Korff kann insofern als einigermaßen repräsentativ für die Konfession des Autors gelten."
Und:
"Wer mit der Kernenergie sympathisiert, wird hier gutes Argumentationsmaterial finden. Gleiches gilt für evangelische Christen, die durch die vorherrschende Tendenz innerhalb ihrer Konfession verunsichert sind."
Und als Schlussfolgerung:
"In dieser Situation können die beiden Bücher von Korff und Henssen zumindest deutlich machen, dass sich aus der christlichen Ethik, wie sie die beiden großen Konfessionen verstehen, keine eindeutige Stellungnahme zur Kernenergie ableiten lässt. Weder die katholische Kasuistik noch die protestantische Situationsethik können von einer der Parteien, die sich in dieser Frage gegenüberstehen, hundertprozentig in Beschlag genommen werden."

Katholische Bischöfe: Für "jedermann
ein passendes Zitat"

Die römisch-katholischen Bischöfe von Luxemburg, Metz und Trier gaben nach dem GAU von Tschernobyl eine "Erklärung" zu dem französischen Kernkraftwerk Cattenom in der Nähe der deutschen Grenze ab, die auf ein "Im-Prinzip-weiter-so" hinaus lief. In der Erklärung hieß es:
"Die einen müssen sich fragen lassen: 'Warum seid ihr so unbesorgt?' Die anderen müssen sich fragen lassen: 'Warum gerade diese Angst?'"
Das katholische Monatsblatt Imprimatur kommentierte: Für "jedermann ein passendes Zitat".
(zit. nach http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13521423.html).

 

Ganz in diesem Sinne formuliert die Studie des Beirats des Beauftragten des Rates der EKD für Umweltfragen im Jahr 1995 wie folgt:
"Unter dem Eindruck der Katastrophe von Tschernobyl votierten die Synoden vieler westdeutschen Landeskirchen und auch des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR für den Ausstieg aus der Kernenergie. Doch gab es innerhalb und außerhalb der Synoden Minderheiten, die bei allem Verständnis für die Sorgen der Mehrheit diese Beschlüsse nicht mittragen konnten, sie sogar für verhängnisvoll falsch hielten. Die Erklärung der Synode der nordelbischen evangelisch-lutherischen Kirche vom 30. Januar 1988 spricht diese Situation an: ´Wir wissen, dass unsere Entscheidung nicht von allen Mitchristen geteilt wird. Wir sprechen weder denen, die die Nutzung der Kernkraft als längerfristige Möglichkeit vertreten, noch denen, die dagegen protestieren, Verantwortungsbewusstsein und Christsein ab` (EKD-Text Nr. 52, 1995) mit anderen Worten: Auch, wer die Schöpfung Gottes bewusst auf´s Spiel setzt, gilt als verantwortlicher Christ.

Hierzu auch eine Studie unter http://www.johnernet.ch/johners/irene/teile/Angst-KKW.pdf Die Kirchenmitglieder und der Pfarrer hätten keine Angst vor dem Kernkraftwerk in ihrer Nähe. Sie haben andere Ängste.

Und hier ein Gutachten der katholisch-theologischen Fakultät der Universität München 2010 mit ein paar Zusammenfassungen der kirchlichen Stellungnahmen bis dahin.
http://www.kaththeol.uni-muenchen.de/lehrstuehle/christl_sozialethik/personen/1vogt/texte_vogt/vogt_kernenergie.pdf
Am Ende heißt es: "Der Ausstieg aus der Kernenergie ist geboten. Der Ausstieg ist jedoch erst dann ethisch in vollem Maß qualifiziert, wenn er so gestaltet wird, dass er ... kompensiert werden kann."

Entscheidend ist aber etwas ganz anders:
Der Papst äußerte sich am 29.7.2007 klar für Kernkraft. Und der Vatikan ist Mitglied der Atomlobby-Organisation IAEA.
Das spottet allen kirchlichen Ausstiegsszenarien Lügen und neutralisiert sie zur Bedeutungslosigkeit. Der Papst wörtlich:
"Heute vor genau 50 Jahren trat das Statut der IAEA in Kraft, der Internationalen Atomenergiebehörde, die mit dem Auftrag eingerichtet worden ist, ´in der ganzen Welt den Beitrag der Atomenergie zum Frieden, zur Gesundheit und zum Wohlstand zu beschleunigen und zu steigern`. Der Heilige Stuhl stimmt voll und ganz den Zielsetzungen dieser Organisation zu; er ist seit ihrer Gründung deren Mitglied und unterstützt auch weiterhin ihre Tätigkeit. Die in den letzten 50 Jahren eingetretenen epochalen Veränderungen machen deutlich, dass an den schwierigen Scheidewegen, an denen sich die Menschheit befindet, der Einsatz immer aktueller und dringlicher wird, für die Nicht-Verbreitung von Nuklearwaffen einzutreten, eine progressive und konzertierte Abrüstung von Kernwaffen zu fördern und den friedlichen und sicheren Gebrauch der Kerntechnologie für eine echte Entwicklung zu begünstigen, die die Umwelt achtet und immer auf die benachteiligteren Völker bedacht ist.“
(http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/angelus/2007/documents/hf_ben-xvi_ang_20070729_ge.html)

Zur Verdeutlichung
:
Die IAEA (International Atomic Energy Agency) (oder IAEO - Internationale Atomenergie-Organisation) ist keine neutrale Behörde in Sachen Atomenergie, wie verschiedentlich der falsche Eindruck erweckt wird. Sie ist in Wirklichkeit die weltweite Organisation der Atomlobby, die derzeit weiter versucht, auch Afrika mit Atomkraftwerken aufzurüsten und dort die "nukleare Werbetrommel rührt" (http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/atomkraft-fuer-afrika/, 27.4.2011). So will Kenia auch ein Atomkraftwerk und Atomboss Yukija Amano, ein Japaner, sagt:
"Wenn Kenia Kernkraft erzeugen will, werden wir zu Kenia stehen  Ich glaube fest, dass auch Entwicklungsländer Kernenergie nutzen sollen".
Die IAEA handelt in diesem Sinne auch im Auftrag des Vatikan, da dieser, wie der Papst ja auch zugibt, Mitglied der Atomlobby-Organisation ist und dorthin einen eigenen Vertreter entsandt hat. Angesichts dessen ist es eine Vernebelung mit Weihrauchschwaden, wenn einzelne Bischöfe nach Fukushima dem Zeitgeist Rechnung tragen und sich plötzlich gegen die Atomkraft aussprechen, während der Vatikan bewusst weiter im Atomlobby-Verbund bleibt.
Dessen Chef, Yukija Amano, hat sich auch zum GAU von Fukushima geäußert:
"Dieser Unfall ist nicht auf menschliches Versagen oder falsches Design zurückzuführen", sagte er. Die Naturkatastrophe habe jenseits menschlicher Vorstellung und Erfahrung gelegen (http://www.tagesschau.de/ausland/iaeaamano100.html). Die deutschen Politiker, Wirtschafts- und Kirchenführer, welche die Atomkraft befürworten, haben für den Ernstfall vermutlich einen ähnlichen Satz in der Hinterhand, denn sie sagen ja auch immer, in Deutschland sei nach "menschlicher Vorstellung und Erfahrung" kein solcher GAU möglich.

Dazu steuert der Papst dann noch seine Standard-Lüge von einem angeblichen "Geheimnis Gottes" bei, z. B. auf die Frage, warum die Menschen in Japan jetzt so leiden müssen. Der Papst dazu in einer weltweiten Fernsehübertragung wörtlich: "Wir haben darauf keine Antwort, aber wir wissen, dass Jesus wie ihr unschuldig gelitten hat." (http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=480620). Diese nur auf den ersten Blick liebevoll und demütig klingende Antwort ist nämlich im Kern eine Verhöhnung Gottes und eine Verdrehung der Fakten. Wenn nämlich die Menschen keine Schuld am GAU und an den Naturkatastrophen haben, wer dann? Am Ende muss wieder "Gott" herhalten, damit die Menschen ihre eigenen Verbrechen an der Mutter Erde und an ihren Mitmenschen möglichst nicht erkennen und möglichst nicht umkehren. Und Jesus muss herhalten, der in der Tat unschuldig gelitten hat, während der Papst trickreich sogar seine eigene Lehre verschweigt, um allen Menschen zu schmeicheln. Das Konzil von Trient sprach bei Androhung der ewigen Hölle für Andersdenkende z. B. über eine "zeitliche Strafe", welche von einem Sünder "entweder in diese Zeit oder im jenseitigen Reinigungsort zu bezahlen ist" (Kanon 30 über die Rechtfertigung vom 13.1.1547, zit. nach Denzinger-Hünermann, Lehrsatz Nr.1580).
Das heißt: Der Papst hätte gemäß seiner Dogmen und Lehren zumindest antworten müssen: "Gemäß dem Konzil von Trient würden die Menschen vermutlich ´zeitliche Strafen` für ´Sünden` erleiden, doch ob bei der Atomkraft menschliche Sünden und Fehler zugrunde liegen, weiß ich nicht. Deshalb haben wir auf die Frage keine Antwort."
Darauf hin hätten kritische Katholiken dem Papst dabei helfen können, um die Sünden und Fehler bei der Atomkraft zu erkennen.
Für den Zusammenhang ist jedoch wesentlich, dass der Papst und der Vatikan zur Atomlobby gehören.
Und der Chef der Atomlobby-Organisation Yukija Amano, der die Autorität des Vatikan im Rücken hat, sagt ja auch, der GAU habe nichts mit "menschlichem Versagen" oder "falschen Design" des Atomkraftwerks zu tun (siehe oben). Doch in diesem Fall ist die Lüge offensichtlich. Denn es hat in Japan schon mehrfach sogar höhere Tsunami-Wellen gegeben und das Design hätte keinen von ihnen stand gehalten.

Das untragbare Erbe der päpstlichen Atomlobby
für Menschheit und Erde

Eine der Folgen der päpstlichen Lobby-Politik für die Kernenergie: Das Grundwasser in Japan und der Pazifik ist verseucht, und der Wert des hochradioaktiven Jod-131 liegt vor Ort 10.000-fach über dem zulässigem Grenzwert (dadurch wird z. B. Kehlkopfkrebs ausgelöst). Und die Folgen für den restlichen Erdplaneten werden weiter herunter gespielt, denn unaufhörlich verstrahlt Radioaktivität aus Fukushima weiterhin unseren Wohnplaneten, die Luft, die Meere, die Erde.

Obwohl die zulässigen Grenzwerte für Verstrahlung extra erhöht wurden (was gestern noch als "verseucht" galt, ist heute in "Ordnung") sind z. B. 60 km von Fukushima entfernt die Böden um allen Schulen und Kindergärten herum verstrahlt, so dass der ganze Erdboden dort abgetragen wird, damit die Kinder beim Spielen keine Überdosis Radioaktivität abbekommen (spiegel.de, 28.4.2011). Aber wenn die Umgebung dieser Einrichtungen verstrahlt ist, dann ist es auch die Umgebung aller Wohnhäuser, aller anderen Einrichtungen, alle Gärten usw. Und wie sieht es dann 20 km weiter aus, wie 100 km? Kein Wunder, dass man den Menschen nicht die Wahrheit sagt.
 

Im Jahr 2007 schrieb der Bund Naturschutz dem Papst einen Brief voller Sorge, in dem es hieß:
"Eine mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird. Auch für diese zunehmende Gefährdung der Welt mit Atomkraftwaffen tragen Sie als Papst mit Ihrer Haltung Mitverantwortung. Doch das Problem der Atomenergie und die eigentliche Lehre aus Tschernobyl ist folgendes:
Wenn es in einem Atomkraftwerk zu einem schweren Unfall kommt, zu einer Katastrophe, die unwahrscheinlich ist und dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven ´Inventars` des AKW austritt, dann werden alle Menschen in diesem Gebiet ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben ... Es wäre schön, wenn Sie sich zu diesen angesprochen Fragen äußern würden" (http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/papst-benedikt-kernenergie-tschernobyl.html).

Und was haben der Papst aus seiner Sommerresidenz in Castelgandolfo bzw. der Vatikan auf diese Überlebensfragen der Menschheit geantwortet? "Sehr geehrter Herr Mayer! Das Staatssekretariat des Heiligen Stuhls bestätigt Ihnen den Eingang Ihres Schreibens vom 15. August an Papst Benedikt XVI., mit dem Sie Ihre Auffassung über die zivile Nutzung der Atomenergie darlegen. Mit freundlichen Grüßen. Prälat Gabriel Caccia."

Und einen solchen Mann haben die deutschen Politiker am 22.9.2011 im Bundestag sprechen lassen!

Im Auftrag des Teufels

Das satanische Ziel ist die Zerstörung der Schöpfung Gottes. Eine der stärksten "Waffen" im Dienste dieses Zieles ist die Kernkraft, und diejenigen, welche auf diese "Waffen" bauen, haben aber meist noch ein wenig Geduld.

Dazu ein weiteres Beispiel aus den USA, dem hochindustrialisierten Westen, wo die Reaktoren mit zu den "sichersten" zählen im Unterschied zu den "Schrottmeilern" in Osteuropa
, wo radioaktive Lecks z. B. mit Isolierband aus dem Baumarkt zugeklebt werden:
"Das Kernkraftwerk Diablo Canyon in Kalifornien in den USA steht auf gefährlichem Boden. Fast täglich beben die Felsklippen unter seinen beiden 1100-Megawatt-Reaktoren direkt an der Pazifikküste. Ein größeres Beben könnte den Atommeiler zu einem ´amerikanischen Fukushima` werden lassen. Denn er ist lediglich darauf ausgelegt, die Stärke 6,7 auf der Richterskala zu verkraften. Nach Prognosen von Geologen der U. S. Geological Survey liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort in den kommenden 30 Jahren ein Erdbeben der Stärke 6,7 oder höher ereignen wird, bei 99,7 Prozent" (focus.de, 14.4.2011).

Und in Japan wurde nach dem GAU in Fukushima wenigstens das Atomkraftwerk Hamaoka abgeschaltet. Ministerpräsident Kan verwies darauf "dass der Region nach Berechnungen von Experten mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den nächsten 30 Jahren ein schweres Erdbeben droht" (focus.de, 6.5.2011). Und selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann dann noch einen GAU verursachen.

Keine andere Generation vor uns hat eine solche Ausgangslage für die Zerstörung und Vernichtung der Schöpfung Gottes geschaffen. Neue Atomkraftwerke werden vor allem in China gebaut, doch dort ist man auch weltweit führend in der Entwicklung erneuerbarer Energien, während man im Westen und ehemaligen Osten hier Jahrzehnte verschlafen hat und sich stattdessen hauptsächlich auf die Atomkraft konzentriert hat und skandalöserweise auch weiter konzentriert, weil man damit kurzfristig mehr Profite machen kann und natürlich Atombomben bauen kann.

PS: Das Kernkraftwerk in Tschernobyl wurde übrigens über einem riesigen Grundwasserreservoir errichtet. Es drohte die Verseuchung des  Flusses Dnjepr und vom gesamten Schwarzen Meer, die auch 25 Jahre nach dem GAU noch nicht gebannt ist.
 


Ein junger Helfer aus Fukushima, dessen Eltern ums Leben kamen und dessen Elternhaus und alle Habseligkeiten zerstört wurden, schreibt an seine Firma Tepco: "Der Tsunami hat mir meine Eltern weggenommen, und ich weiß immer noch nicht, wo sie sind. Seit zwei Wochen arbeiten wir hier ohne Schlaf. Ich halte das nicht mehr aus" (ntv, 30.3.21011). Im ntv-Bericht heißt es weiter, die Arbeiter "müssen mit ein paar Keksen am Morgen auskommen, Mittagessen gibt es nicht, abends gibt es etwas Reis und Fisch aus der Dose. Sie haben nicht einmal genug Bleidecken um sich gegen die [tödliche] Strahlung zu schützen." Der junge Mann schreibt weiter: "Weinen ist nutzlos. Wenn wir jetzt in der Hölle sind, können wir nur versuchen, Richtung Himmel zu kommen."

Aus offizieller Sicht der römisch-katholischen Kirche müsste er dazu vor seinem möglichen Strahlentod noch zum Katholizismus übertreten. Seine Eltern, vermutlich Shintoisten, müssten jedoch ewig in der Hölle bleiben. Denn es gilt der unfehlbare (!) und bis heute gültige dogmatisch festgelegte Lehrsatz der Kirche: "
[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt" (http://www.theologe.de/theologe18.htm#381).

Und hierzu sei auch noch an eine Stellungnahme in der Kirche von fast ganz oben aus den 50er-Jahren des 20. Jahrhundert erinnert: Der Jesuit und laut Wikipedia "vorzügliche Repräsentant der katholischen Soziallehre", Prof. Dr. Gustav Gundlach, Rektor der päpstlichen Gregoriana-Universität Rom und engste Berater und Redenschreiber für die Päpste Pius XI. und Pius XII., schiebt im Zusammenhang eines möglichen atomaren Desasters die Verantwortung vorab sicherheitshalber auf "Gott".
Der Kirchenlehrer rechtfertigt die Atomkraft und einen möglichen Krieg mit Atomwaffen, der die Welt zerstören könnte, mit den Worten:
"Wenn die Welt untergehen sollte, wäre das auch kein Argument gegen unsere Argumentation. Denn wir haben erstens sicher Gewissheit, dass die Welt nicht ewig dauert, und zweitens haben wir nicht die Verantwortung für das Ende der Welt. Wir können dann sagen, dass Gott, der Herr, der uns durch seine Vorsehung in eine solche Situation geführt hat oder hineinkommen ließ, wo wir dieses Treuebekenntnis zu seiner Ordnung [die westliche Zivilisation] ablegen müssen, dann auch die Verantwortung übernimmt“ (zit. nach Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn, S. 656, hier zit. nach Wikipedia, Stand: 1.4.2011).
Kein Satanist könnte Gott mehr verhöhnen als die Herren der Kirche.
 



6)
Vor Fukushima: Stärkere evangelische Bedenken versinken im Wenn und Aber

Zwar plädierte die EKD-Synode in Bremen am 4.11.2008 für einen Ausstieg aus der Kernenergie, doch war dies noch lange kein klares Wort der evangelischen Kirche.
Erstens ist ein solche Stellungnahme einer EKD-Synode in keiner Weise bindend für die Synoden der einzelnen EKD-Gliedkirchen, die im Unterschied zur EKD-Synode kirchliche Gesetze beschließen können. Zweitens sind kirchliche Stellungnahmen dieser Art mit so viel Wenn und Aber behaftet, dass sie mit Recht kaum wahrgenommen werden. So heißt es etwa in einer epd-Meldung über die Haltung der besagten Synode auch: "Solange Kernkraftwerke in Betrieb sind, müssten Studien zur Sicherheit für die Restlaufzeit und für die Endlagerung unterstützt werden" (http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2008_11_05_3_kundgebung_klimaschutz.html, 5.11.2008). Damit wird die Aufmerksamkeit auf die "Restlaufzeit" gelenkt, und man kann mit einer solchen Aufgabenstellung den Ausstieg wieder gut auf die lange Bank schieben. Außerdem erfolgt keinerlei Distanzierung von Papst Benedikt XVI., der sich ein Jahr zuvor ja klar für die weitere Nutzung der Kernenergie ausgesprochen hat (siehe hier). Und drittens kommen diese Stellungnahmen ohnehin 60 Jahre zu spät, denn längst ist im Bild gesprochen der Dämon aus der Flasche entwichen und lässt sich nicht mehr einfangen. Da echte Propheten aber immer rechtzeitig warnen, ändert auch eine solche Stellungnahme 22 Jahre nach dem GAU in Tschernobyl nichts daran, dass hier mehr schlecht als recht getarnt der "falsche Prophet" spricht. Und so ist viertens hinzu zu fügen: Viele, die rechtzeitig und ohne Kompromisse gewarnt haben, wurden und werden weiter von der Kirche als Panikmacher verteufelt.
Zudem: Was heißt nun in dieser kirchlichen Stellungnahme "solange Kernkraftwerke in Betrieb sind"?
Dazu liest man in der EKD-Denkschrift Umkehr zum Leben im darauf folgenden Jahr 2009 eine Konkretion. Dort wird von der Möglichkeit des Ausstiegs bis 2050 (!) gesprochen, also frei nach dem Motto "Ihr habt ja noch fast ein weiteres halbes Jahrhundert Zeit". Zudem wird das Thema in der abschließenden Zusammenfassung der Denkschrift, was nun zu tun sei, gar nicht mehr eigens erwähnt.

Allgemein heißt es dort:
- "Wir bekennen, dass wir mit dem in den Industriestaaten vorherrschenden Lebensstil und einem allein auf Wachstum setzenden Wirtschaftssystem dieser Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung nicht gerecht geworden sind. Unser Lebensstil und unsere Wirtschaftsweise tragen dazu bei, dass die Ressourcen der Schöpfung in unverantwortlicher Weise ausgebeutet und Menschen ihrer Lebensgrundlagen und ihrer Lebenschancen beraubt werden. Damit machen wir uns schuldig vor Gott, seiner Schöpfung und unseren Mitmenschen. Der erste Schritt zur Umkehr muss deshalb sein, dass wir uns unser Versagen eingestehen und es nicht länger leugnen, schönreden oder die Probleme auf Nebenschauplätze verschieben ... Der Klimawandel fordert uns als Christen in ganz besonderem Maße heraus, zu einer neuen Lebenshaltung umzukehren. Christus befreit uns aus alten Denk- und Lebenssmustern und macht uns fähig zur Umkehr."
- "Auch wir in der Kirche haben uns zulange in der Illusion des grenzenlosen Wachstums leiten lassen und sind deshalb auch Teil der problematischen Entwicklung, die wir heute beklagen."

Erste verstümmelte Lebewesen
in Fukushima geboren

Jetzt wurde ein Kaninchen gezeigt, dass im Raum Fukushima schon am 5.5.2011 geboren wurde - ohne Ohren (bild.de, 5.6.2011). Wer wird demnächst alles noch geboren? Menschen mit drei Köpfen oder fünf Beinen? Es ist fraglich, ob die Öffentlichkeit dann je davon erfährt?
Und mittlerweile ist auch der weltweit geschätzte Grüne Tee aus dem japanischen Großanbaugebiet Shizuoka, 370 km von Fukushima entfernt, radioaktiv verseucht, wohl für die nächsten Jahrhunderte
(stern.de, 10.6.2011). Usw. usf.
 


Und hier die Konkretion der EKD zur Kernkraft im Jahr 2009, intellektuell ausgefeilt formuliert und so "beruhigende" Kompetenz vortäuschend:
"Angesichts der Endlichkeit der fossilen Energieträger und der explodierenden Rohölpreise hat die Debatte um eine stärkere Nutzung der Kernenergie an Intensität wieder zugenommen. Insbesondere der fehlende CO2-Ausstoß im Betrieb der Kraftwerke wird dabei von den Kernenergiebefürwortern hervorgehoben, um deren scheinbare Klimafreundlichkeit zu unterstreichen. Allerdings stellt die Kernenergie nicht ohne Grund bisher nur einen kleinen Teil der Energieversorgung. Weltweit stammen derzeit 16 Prozent der Stromerzeugung aus Kernkraftwerken, 65 Prozent aus fossilen Energieträgern. Wollte man die Verstromung fossiler Energieträger komplett durch Kernkraftwerke ersetzen, müsste die Zahl der Reaktoren von 445 auf 1.770 erhöht werden. Damit würden aber nur 10 Prozent der Treibhausgasemissionen vermieden. Wollte man gar die Stromversorgung der Länder des Südens – einschließlich China – derjenigen des Nordens angleichen, müsste die Zahl der Kernkraftwerke, sofern man den europäischen Stromerzeugungsmix weltweit realisieren wollte, dort von derzeit ca. 50 GW installierter Leistung auf weit über 50.000 GW steigern – dies käme einem Zuwachs um einen Faktor 1.000 gleich. Nicht nur gingen damit völlig unkontrollierbare Sicherheitsrisiken im gesamten atomaren Brennstoffkreislauf bis hin zur nach wie vor völlig ungeklärten Frage der Endlagerung einher. Auch ist Uran eine nicht erneuerbare und damit endliche Ressource. Beim gegenwärtigen Verbrauch und den heutigen Gewinnungskosten reichen die Uranreserven derzeit noch für etwa 35 bis 40 Jahre. Ohne die Wiederaufbereitung ist Kernkraft damit eine sehr begrenzte Übergangstechnologie, die aufgrund ihrer besonderen Risiken selbst in den meisten Ländern, die Kernenergie erzeugen, als hochproblematisch gilt. Ein zusätzlicher Ausbau – mit anderen Worten: jede Inbetriebnahme eines zusätzlichen Kernkraftwerks – verkürzt die Zeitspanne, in der Uran zur Verfügung steht.

Hinzu kommt, dass Kernenergie nicht klimaneutral ist, da bei der Gewinnung des Kernbrennstoff s, bei der Errichtung und dem Rückbau von Kraftwerken und dem (bisher nicht realisierten) Bau und Betrieb von Endlagern ebenfalls CO2 emittiert wird. Die vorliegenden Studien zu diesem Thema gehen von einem Minimum an CO2-Emissionen aus, das in etwa dem Umfang der indirekten CO2-Emissionen entspricht, die bei der Stromgewinnung aus Windkraft entstehen – ebenfalls eine "CO2-freie" Technologie, bei der aber auch die vor- und nachgelagerten Produktionsprozesse mit betrachtet werden müssen. Rechnet man die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle mit ein, sind die CO2-Emissionen aus Kernkraft – je nach zugrunde gelegten Rechenannahmen – zum Teil deutlich höher. Als Fazit kann gesagt werden, dass die Kernkraft gegenüber den erneuerbaren Energien deutlich klimaschädlicher abschneidet.

Der zukunftsfähigste Weg aus der Klima- und Energiekrise liegt im Ausstieg aus fossilen und atomaren Energien. Dass dieser Ausstieg schon bei heutigem Stand der Technik bis spätestens 2050 selbst für hochentwickelte Industrieländer wie Deutschland möglich ist, belegen zahlreiche Studien ..."
 

Das schleichende Kommen des Endes

"Laut New Scientist lagerten in Fukushima 1760 Tonnen Brennmaterial - zehnmal so viel wie in Tschernobyl ... Selbst mehrere hundert Kilometer vom Reaktorgelände entfernt hat man bis zu 1,2 Mikrosievert pro Stunde gemessen - normal sind weit unter 0,1 Mikrosievert pro Stunde ... Die sogenannte Kernschmelze schreitet unaufhaltsam voran, der Prozess ist nicht mehr zu stoppen. Dafür muss der Reaktor nicht mal eingeschaltet sein ... Kettenreaktion. Die ist nur zu stoppen, indem man die Brennstäbe entfernt. Weil das unmöglich ist, setzt sich der Vorgang fort ... Die Schiffe sollten sich nicht mehr als 100 Kilometer der Küste nähern ... In Tschernobyl wurden geschätzte 800.000 Liquidatoren zum Dienst abkommandiert, von denen viele schwere gesundheitliche Schäden davontrugen. Ein Einsatz von dieser Dimension wäre in Japan sicherlich nicht möglich. Das ist der Fluch dieser Technik. Kein anständiger Ingenieur baut solche schwer zu kontrollierenden Anlagen - und dann auch noch in einem Erdbebengebiet."
(Thomas Dersee von der Gesellschaft für Strahlenschutz, zit. nach spiegel.de, 31.3.2011)
 


In der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse wird die Kernkraft nicht mehr speziell erwähnt. Es heißt nur noch, man müsse vor allem auf  "umweltfreundliche Energieressourcen" umstellen. Ein klares unüberhörbares Nein zur Atomkraft, wenn es denn endlich beabsichtigt gewesen wäre, würde anders formuliert.

Zusammenfassend heißt es in der EKD-Denkschrift wörtlich: "Im Sinne von Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung erfordert eine zukunftsfähige energiepolitische Strategie deshalb: 1. das noch großenteils ungenutzte Potenzial einer Erhöhung der Energieproduktivität (Wohlstand pro eingesetzter Energiemenge) technologisch und politisch in den Vordergrund zu rücken, 2.
den Pro-Kopf-Verbrauch an Energie in den Industrieländern deutlich zu senken und 3. vor allem auf die Nutzung nachhaltiger, umweltfreundlicher Energieressourcen (Wasser, Sonne, Wind, Biomasse, Geothermie) umzusteigen, um dadurch einen nennenswerten Anteil des ansonsten benötigten Öls und anderer fossiler Brennstoffe zu ersetzen, ohne freilich die Fehler, die bei Agrokraftstoffen gemacht werden, zu wiederholen, 4. die Lebensformen und Wirtschaftsweisen aller Gesellschaften auf einen nachhaltigen Umgang mit Energie umzustellen, 5. die erforderlichen Technologien und finanziellen Mittel durch die Industrieländer bereitzustellen, um eine nachhaltige Energieversorgung in Entwicklungsländern zusichern.
Diese Energiewende ist keine Frage der technischen Machbarkeit mehr, sondern ausschließlich eine Frage des politischen Willens."
 

Monate danach: Strahlung in Fukushima
immer tödlicher

Die Strahlung wird in Fukushima immer tödlicher, auch wenn die Presse sich nicht mehr so viel damit beschäftigt. In Reaktor 1 entwich zwischenzeitlich Radioaktivität der Stärke von 4000 Millisievert pro Stunde. Das würde einer Belastung von ca. 35 Millionen Millisievert im Jahr entsprechen. Als absolute Höchstgrenze im Jahr sind 250 Millisievert toleriert, was auch schon tödlich gefährlich ist, bis zum 11.3.2011 waren es 100 Millisievert im Jahr, das sind 350.000 mal mehr als dieser Höchstwert. (bild.de, 5.6.2011)
 


Doch was wollte und will nun die Kirche genau? Wie immer ein Tanzen auf allen Hochzeiten, um die Fahne jeder zeitgemäßen Windrichtung anpassen zu können
und aus jeder Ecke Spenden, Steuern und Subventionen zu bekommen. Im neuen Erwachsenen-Katechismus der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) von 2010 wird deshalb einmal mehr klar gestellt, dass die Diskussion in der Kirche über das Thema "Atomkraft" keineswegs beendet sei. Und, ohne sich für ein Pro oder Contra zu entscheiden, werden erneut die Argumente der Befürworter und Gegner aneinander gereiht.
Jesus von Nazareth sagte jedoch im krassen Gegensatz zu den vielen unklaren kirchlichen Stellungnahmen: "Eure Rede sei Ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, ist vom Übel." (Matthäus 5, 37)

Im Evangelischen Katechismus heißt es unter anderem, dass Befürworter der Atomkraft erklären: "Zwar könne ein GAU niemals ganz ausgeschlossen werden: Die Eintrittswahrscheinlichkeit aber stünde in keinem sinnvollen Verhältnis zu allgemein akzeptierten Risiken, etwa durch einen Verkehrsunfall oder durch die alltägliche natürliche Strahlenbelastung gesundheitlich zu Schaden zu kommen. Damit sei ein ´Restrisiko` im Grund eine theoretische Annahme" (S. 544). Und dem widerspricht der Katechismus nicht.
 

Es ist viel schlimmer als gedacht

Es zeigt sich "dass an dem AKW viele Gefahren und Probleme noch längst nicht gebannt sind. Im Gegenteil: Immer mehr kommen hinzu ... David Lochbaum ... US-Kerntechniker ... habe bisher gedacht, die japanischen Kollegen seien immerhin kurz vor einem Durchbruch zu mehr Stabilität. Das Bild sei nun ein ganz anderes. Die Lage sei viel schlimmer als zunächst befürchtet". (spiegel.de, 6.4.2011)

Am 12.4.2011 stufte die Regierung Japans den GAU von der Stufe 5 auf die höchstmögliche Stufe 7 herauf. Ab dem 19.4.2011 wird wieder entwarnt. Doch alles nicht so schlimm. Die Menschen wollen und sollen ruhig gehalten werden.
 


Stattdessen wird am Ende zusammengefasst: "Wie die Debatte ausgeht, bleibt abzuwarten. Sie wird auch innerhalb der Kirche kontrovers geführt" (S. 545). Und an dieser Stelle folgt dann, allerdings extra klein gedruckt (!), der Hinweis auf oben erwähnte EKD-Synode von 2008, die sich für einen "Ausstieg aus der Kernenergienutzung" ausgesprochen habe.

Als die CDU/CSU/FDP-Bundesregierung im Jahr 2010 die Laufzeiten alter Atomkraftwerke in Deutschland verlängern ließ, stimmte deshalb auch der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider nicht zu und erklärte, dass die Atomtechnologie "Perfektion" erfordere, "wie sie Menschen zu leisten nicht in der Lage sind" (zeit.de, 29.9.2010). Hierbei übersieht der Kirchenmann jedoch, dass auch die "Perfektion" nicht ausreicht, denn bereits bei "störungsfreiem Normalbetrieb" wird tödliche Radioaktivität in die Umwelt abgegeben, die langsam und schleichend die Erde tödlich verseucht. Auch radioaktive Verstrahlung unterhalb "zulässiger Grenzwerte" verursacht also vielfach tödliche Krankheiten, wie Wissenschaft und Medizin mehr und mehr bestätigen müssen: etwa durch weit überdurchschnittliche Leukämie-Erkrankungen in der Umgebung von störungsfrei arbeitenden Kernkraftwerken.

Doch auch Nikolaus Schneiders Ablehnung der Laufzeitverlängerung ist eben eine kirchliche Einzelstimme, die 60 Jahre zu spät kommt, denn es hätten überhaupt keine Laufzeiten begonnen werden dürfen. Und selbst diese kritische Stellungnahme von Nikolaus Schneider ändert nichts daran, dass die Debatte in der Kirche weiter "kontrovers geführt" werde und andere führende Protestanten nicht auf Schneider hörten und hören. Folglich sahen die Regierungspolitiker auch keinerlei Veranlassung, ihrerseits auf den EKD-Ratsvorsitzenden zu hören. Denn sie kennen die Kirche und suchen sich dann einfach andere Kirchenmänner, die ihnen dann eben stattdessen den "Segen" geben, z. B. einen anderen innerhalb der evangelischen Kirche oder gleich den Papst er hat die Kernenergie noch 2007 befürwortet und seine Meinung zählt eben am meisten, bis hin zur angeblichen "Unfehlbarkeit" in Lehrfragen. Erst der Super-GAU in Fukushima schuf die nächsten schwer wiegenden Fakten und brachte neue "Bedenken" hervor.
 
Doch nicht einmal die neue gigantische Katastrophe bringt die meisten Kirchenmänner zur Einsicht.
Und so bekennt Großerzbischof Swjatoslva Schewstschuk aus der Ukraine, also dort, wo Tschernobyl liegt, mehr als zwei Wochen nach dem GAU von Fukushima etwa:

"Der Papst ist für alle Katholiken ein Fels in der Brandung. Auf ihn könne man sich verlassen". Der Großerzbischof der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine wörtlich: "Wenn ich vom Papst als Felsen spreche, so meine ich, dass er als Nachfolger Petri eben das Charisma einer Stütze hat ... wer sich an den Felsen Petri stützt, wird nie fallen" (http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=474601, 31.3.2011; siehe dazu auch Der Theologe Nr. 51 - Nicht Petrus, sondern Christus ist der "Fels").
Zwar sprach der Großerzbischof hier in allgemeiner Form über den Papst und nicht im Hinblick auf des Papstes Haltung zur Kernkraft. Doch wenn ich mich auf den Papst "verlassen" soll, dann eben auch hier, und der Papst ist für die Atomkraft. Und soll die Aussage des Großerzbischofs möglicherweise auch bedeuten, dass die Japaner sich eben leider bisher nicht "an den Felsen Petri" gestützt haben?


Zur Atomkraft siehe auch mehr über die fortdauernde Bedrohung aus Tschernobyl:
http://www.youtube.com/watch?v=zxJebubAsq0&feature=related

Und nur ein weiteres kleines Beispiel: Bedenkenlos haben die Regierungen und die Atom-Lobby seit 1982 bisher 114.772 Tonnen (= über 114 Millionen Kilogramm) Atommüll zusätzlich einfach in den Atlantik gekippt, wo keine Demonstranten einen Castor-Transport aufhalten konnten. Jetzt stellt sich heraus: Die Fässer sind undicht. Der Atlantik wird an dieser Stelle mehr und mehr verstrahlt (ntv.de, 1.11.2011). Die Politiker bagatellisieren wie üblich. Es sei ja noch alles innerhalb der zulässigen Grenzwerte (PS: Und wenn die Radioaktivität diese überschreitet, braucht man sie doch bloß zu erhöhen).

 



7)
Wissenschaftler und Propheten haben schon lange gewarnt

In einem Flugblatt von der aktion pro vita, Hölderlinstr. 2 A, 7000 Stuttgart, ohne Datum, wird Albert Einstein zitiert: "Atomenergie kann nur der Zerstörung dienen."

Prof. Dr. Max Born, Quantenphysiker, Physik-Nobelpreis 1954: "Es hängt von uns ab, von jedem einzelnen Staatsbürger in allen Ländern der Erde, dass dem herrschenden Unsinn [der ´friedlichen` Nutzung der Atomkraft] ein Ende gemacht wird." (Dr. Born starb 1970 - Born konnte immerhin zusammen mit 17 weiteren Atomphysikern erfolgreich mit verhindern, dass die Bundeswehr 20 Jahren zuvor mit Atomwaffen aufgerüstet wird (Göttinger Manifest), was der katholische Bundeskanzler Adenauer und sein katholischer Verteidigungsminister Strauß damals ebenfalls durchsetzen wollten.

Die US-amerikanische Literaturnobelpreisträgerin Pearl S. Buck sagte:
"Die Entdeckung der Atomenergie war vielleicht Gottes letzte Warnung an die Menschheit."

In einem weiteren Flugblatt von Lebensschutz Wuppertal e.V., Postfach 13 12 44, 5600 Wuppertal 1 heißt es:
"12.000 Wissenschaftler in aller Welt haben vor den Gefahren der Atomindustrie mit ihrer massenhaften Erzeugung von radioaktiven Abfällen gewarnt und einen Bau- und Genehmigungsstopp für Kernkraftwerke gefordert." Das Flugblatt stammt vermutlich auch aus dem Zeitraum 1976/1977.

Hannes Alfvén, schwedischer Physiker, Physik-Nobelpreis 1970:
"Es gibt keine Notwendigkeit, die dringend genug ist, um die Atomenergie zu rechtfertigen. Plutonium entsteht in jedem Reaktor ... Die Großproduktion dieses Stoffes gibt zwar einer kleinen Gruppe Macht und Reichtum. Uns allen aber droht der Tod."

Prof. Dr. Karl Bechert, Atomphysiker:
"Es ist sicher, dass radioaktive Strahlung Erbschäden hervorrufen kann ... Wer gibt den Betreibern von Atomkraftwerken das Recht, auch nur eine einzige Missbildung an Nachkommen zu verursachen. Warum dulden wir das, eine offensichtlich strafbare Handlung zuzulassen?"
(Da sich Dr. Bechert auch am Rande der evangelischen Kirche engagierte, sickerten durch ihn diese Gedanken womöglich auch in den Kirchenapparat hinein. Doch vielfach werden dort solche Aussagen nur als Feigenblatt für eine gewisse Meinungsoffenheit vereinnahmt, die man sich aber nicht zu eigen macht.)
 

Der Missbrauch und die Verhöhnung Gottes
für die Atomkraft

"Wenn Sie die Genehmigung für ein Atomkraftwerk unterschreiben, können Sie nur den lieben Gott bitten, dass er den, der die Dinge ausgearbeitet hat, auch mit dem richtigen Verstand gesegnet hat." (Der Ex-Ministerpräsident und mittlerweile [2016] demente Katholik Lothar Späth (CDU) in http://www.gerwin.de/content.php?id=45)

"Warum eigentlich protestiert niemand gegen die Sonne? ... Die Kernkraft ist ein Grundbaustein der Schöpfung Gottes. Gott hat uns die Erde mit einer besonderen Bestimmung geschaffen. Deshalb ist es tröstlich, was Paulus den Philosophen in Athen sagte: ´Gott hat festgesetzt, wie lange die Menschen bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen.`"
(Der evangelisch-lutherische Politiker Rudolf Decker*** zit. nach idea-spektrum Nr. 16/2011)
 


Auch Propheten hatten immer wieder gewarnt. So z. B. in einer Christus-Offenbarung in Lyon/Frankreich, zwei Jahre vor Tschernobyl, wo vor dem "Atommüll" gewarnt wurde, der "in die Erde und die Meere gebracht" wird, so dass sich die Meere mehr und mehr aufheizen. Zugleich würden Erdbeben sein und die Menschen sich bekämpfen. (zit. nach Der Schattenwelt neue Kleider, Marktheidenfeld 2006, S. 75)

Und was erleben wir heute? Der Atomkatastrophe in Fukushima folgten bürgerkriegsähnliche Zustände in Libyen, später in Syrien, die kein Ende nehmen. "Zugleich werden Erdbeben sein, und zugleich bekämpfen sich die Menschen." Doch das ist offenbar erst der Anfang. Was wäre geschehen, wenn viele Menschen von diesen Warnungen gehört und sie ernst genommen hätten? Hätte dann nicht noch vieles verhindert werden können?

Die Kirche hat Jesus, den Christus, und den Schöpfergott, einmal mehr verraten und echte Propheten der Lächerlichkeit und der Verleumdung preis gegeben. Dadurch entlarvte sie sich selbst als der "falsche Prophet". Und aus diesem Grund geschieht nun dies alles - und es mag noch manches kommen - und konnte nicht verhindert werden. Dabei werden die schicksalhaften Ereignisse auch in der Bibel der Kirchen vorher gesagt - als Wirkungen auf das negative Verhalten der Menschheit, die sich von Gott und Seinen Geboten abgewendet hat, sich die Natur zum Feind gemacht hat und diejenigen hasst, die sich bemühen, nach dem Willen des Schöpfergottes zu leben.
 

Menschen in des Teufels Hand

"Man muss befürchten, dass das Ganze in Gottes Hand ist, und dass sich in den nächsten Stunden weitere katastrophale Entwicklungen ergeben können", sagte der evangelisch-lutherische EU-Kommissar Günther Oettinger am 15.3.2011 zur Atomkatastrophe in Japan. (spiegel.de, 16.3.2011)

Doch es ist nicht in Gottes Hand. Es ist in des Teufels Hand, dem Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kirche bereitwillig die Hand gereicht haben, und der das Ganze deshalb jetzt fest in seinen Händen hält.
 


So spricht Jesus von Nazareth z. B. laut dem Matthäusevangelium:
"Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort ("aber nicht in Deutschland, unsere Atomkraftwerke sind sicher", sagen die "Herren der Atomkraft" in unserem Land und ihre kirchlichen Beichtväter) ... Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hinunter, etwas aus seinem Haus zu holen; und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen (Und warum nicht? Wegen der Strahlung?). Weh aber den Schwangeren und den Stillenden zu jener Zeit! Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat ... Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen ("aber nicht auf Deutschland", sagen die Herren der Atomkraft in unserem Land) und die Kräfte des Himmels werden ins Wanken kommen ..." (aber deutsche Atomkraftwerke seien sicher", auch wenn z. B. nach einem Polsprung Meereswellen 40 m hoch die nächst gelegenen Kernkraftwerke überspülen würden oder die Zwischenlager überfluten würden; nur die Japaner, die führenden Atom-Technologen der Welt, hätten bedauerlicherweise die Stärke der möglichen Erdbeben und die Höhe der möglichen Tsunami-Wellen falsch berechnet) (Matthäus 24, 7.17-20.29-30a).

Obwohl es auch in den Bibeln der Kirche steht, welche Umwälzungen auf den Planeten Erde zukommen werden, stimmten die Kirchen Jahrzehnte lang für die Atomkraft, obwohl es Energiealternativen gegeben hätte, wenn man nur gewollt hätte und die Milliarden dort investiert hätte statt in die Atomtechnologie. Und die Kirche bagatellisierte die biblischen Prophezeiungen mit der Lüge, das sei doch alles nur "mythologisch". Die biblischen Prophezeiungen hätten sich nun mal nicht erfüllt und seien für uns heutige "Christen" vielfach nur noch mythologische "innere Bilder" (vgl. hier). Trat aber jemand auf und sagte, das ist kein Mythos, "das wird eure Zukunft, wenn ihr nicht umkehrt", dann wurde er Jahrzehnte lang als fanatischer "Sektierer" und "Endzeitapostel" rufermordet, der womöglich eines Tages sogar einen Massenselbstmord inszenieren könnte, weil er so "sektiererisch" anstatt kirchlich denke.

Und obwohl die Kirche in ihrer Lehre ständig die Unvollkommenheit und Fehlerhaftigkeit des Menschen betont, erlaubte und segnete sie ihm eine Technologie ab, bei der keine Fehler gemacht werden dürfen, wenn man nicht will, dass der Erdplanet oder ein großer Teil davon zig-Tausende von Jahren unbewohnbar gemacht würden. Und man segnete eine Technologie, die schon im "Normalbetrieb" zur schleichenden und letztlich bis zum Tod führenden Strahlen-Belastung der Natur und alle Lebewesen führe. Damit hat die Kirche aufgezeigt, mit wem sie im Bunde steht. Sie hat den Schöpfergott verraten und auch ihre eigene Bibel. Ja sogar einige wenige wahre Aspekte ihrer eigenen Lehre. Heute nun zu behaupten "Jetzt sind wir auch dagegen", ist Heuchelei. Jetzt gibt es bereits Hunderte dieser tickenden Zeitbomben, und die bereits frei gesetzte tödliche Strahlung ist noch in einer Million Jahren nicht abgebaut. Und außerdem biedert man sich weiter den "Herren der Atomkraft" an, die jetzt immer noch sagen, wir setzen weiter auf "Atomkraft" und auf die verbesserte "Sicherheit", denn Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima waren doch nur bedauerliche "Einzelfälle". Oder, die - wie der katholische Altkanzler Helmut Kohl - weiter lehren: "Das Leben [welches!] ist ohne Risiken nicht zu haben".
 

Ein entschiedenes Jein

"Seehofers° entschiedenes Jein - Der bayerische Ministerpräsident rückt schon wieder ab vom Atomausstieg". (Überschrift in den Nürnberger Nachrichten vom 8.4.2011)
 


Denn man möchte die Atomherren, die z. B. jetzt gegen die zwischenzeitliche Stilllegung von Biblis 1 klagen, als Kirchensteuerzahler nicht verlieren. Und wenn sie auch, wie im März 2011 ein EON-Energie-Manager, ihr CDU-Parteibuch zurück geben, so will man sie auf jeden Fall als "Schafe" der Kirche halten und will auch weiterhin mit den Siemens- und vergleichbaren Aktien Geld für die Kirche verdienen. 
Zigtausende von missgebildeten Kindern, zigtausende von Menschen, die demnächst auf diesem Planeten dahin siechen, werden den Herren der Kirche und der Atomwelt jedoch früher oder später die Rechnung präsentieren. Wenn nicht in dieser Welt, dann in der anderen, von der die heutigen Schriftgelehrten irrtümlich glauben, sie könnten sich dort in ihren "Himmel" hinein retten.
 

Allmähliche Lebensvernichtung
durch Cäsium aus Fukushima

Allmählich dringt durch, dass immer mehr Landstriche, Wasser und Nahrungsmittel mit hochradioaktivem Cäsium aus Fukushima verstrahlt sind. Im Körper zerstört die Strahlung des radioaktiven Stoffs den Energiehaushalt, den Stoffwechsel und die DNA der Zelle. Die tödlichen Strahlen wirken ca. 200 Jahre, also bis etwa ins Jahr 2211. Bis dorthin genießen die Atomherren längst ihr "ewiges Leben", so glauben sie.

Doch sie haben die Rechnung ohne die Reinkarnation gemacht - was zum Urwissen der Menschheit gehört, von der Kirche aber im 6. Jahrhundert aus dem Christentum eliminiert wurde.
 


Selbst dort, wo in der Kirche einige Richtigkeiten angedeutet sind, bleiben diese windelweich und kommen um Jahrzehnte zu spät wie z. B. die EKD-Denkschrift Umkehr zum Leben (siehe hier). Auch dies zeigt auf, wie man Jahrzehnte lang alle Mahnungen von Wissenschaftlern und Propheten in den Wind geschlagen hat.

Aus diesem Grund antworteten einige Urchristen auf die Denkschrift mit einem Offenen Brief an Bischof Wolfgang Huber:
"Gott wird Sie und Ihresgleichen anklagen, denn durch die Verspottung und Verhöhnung des Gotteswortes haben Sie und Ihresgleichen mitgewirkt, dass viele Menschen weltweit die Botschaften und Mahnungen Gottes nicht rechtzeitig vernommen haben und sich nicht vorbereiten konnten auf die Katastrophen, die nun bereits eingetreten sind und in den nächsten Jahrzehnten erst recht eintreten werden, die Gott seit nunmehr 30 Jahren durch Seine Prophetin angekündigt hat. Eines Tages werden Sie und Ihresgleichen als falscher Prophet von diesen Menschen angeklagt werden." (http://www.theologe.de/bischof_wolfgang_huber.htm)

Greenpeace: "Menschenopfer" für den "Fortbestand der Atomindustrie"

Bereits am 7.4.2011 erschien folgender Artikel: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/140000-fach-ueber-dem-grenzwert/ - Am 19.5.2011 dann dieser:
http://www.n-tv.de/politik/dossier/Japan-handelt-wider-besseres-Wissen-article3372321.html

Darin weist Greenpeace der Regierung Japans und dem Atomkonzern Tepco "Handeln wider besseres Wissen" vor und "Menschenopfer für den Fortbestand der Atomindustrie".

Die Fakten
: "Verseuchtes Weidegras weit außerhalb der Sperrzone ... kontaminiertes Meerwasser und Fische mit 15.000 Becquerel pro Kilogramm [der schon viel zu hohe und gefährliche Höchstwert ist 300 Becquerel]. Dazu "Jod 131 und Cäsium in der Muttermilch, verseuchter Spinat" usw.
In Deutschland kaufte ein Händler Musikinstrumente aus Japan. Der Geigerzähler fing an zu ticken. Annahme verweigert, alles zurück nach Japan. Bis es auf anderem Weg doch zu uns kommt. Das verseuchte Meerwasser wird in ein bis zwei Jahren in Kalifornien erwartet. Aber bis dahin scheint doch alles wieder in Ordnung ... Derweil tritt weiter tödliche Radioaktivität unkontrolliert aus, doch der Teufel verweigert weiter die Kapitulation. Denn es läuft ja alles in seinem Sinne.

 

 



8)
2011 - Noch einmal rollte ein Castor ins "ungeeignete" Lager nach Gorleben

"Gorleben-Manipulation bewiesen", so die Frankfurter Rundschau in einem Bericht vom 23.11.2911 (http://www.fr-online.de/energie/atommuell-endlager-gorleben-manipulation-bewiesen,1473634,11184140.html). Und noch einmal rollte ein Castor-Transport zum 1. Advent 2011 mit Todesfässern nach Gorleben in Niedersachsen - offenbar zumindest zwischenzeitlich zum letzten Mal - und 19.000 Polizisten ist es wieder unter größter Anstrengung gelungen, die auf Millionen Jahre verseuchten Fässer ins Wendland hinein zu bekommen, gleich neben die Elbe, die vielleicht eines Tages so massiv über die Ufer treten könnte, dass das Todeslager auch gleich mit überflutet würde.
U. a. 2000 Schüler aus Lüchow protestierten wie bei jedem Transport dagegen, wie hier ihre Zukunft und die Zukunft der Region aufs Spiel gesetzt wird, und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Danneberg riet den Polizisten: "Wer noch Kinder bekommen möchte, sollte desertieren und weglaufen".
Die Atomlobby und die Behörden beschwichtigen jedoch wie immer: "Die Messungen ergaben in zwei Metern Abstand eines Behälters eine maximale Stundendosis von 75 Mikrosievert. Das entspräche drei Viertel des zulässigen Grenzwerts" (bild.de, 24.11.2011). Doch was heißt schon "zulässig"? Würden die Todesbehälter 750 Mikrosievert abstrahlen, dann bräuchte man den zulässigen Grenzwert einfach nur zu verzehnfachen. Und wenn 75 Mikrosievert in zwei Metern Abstand "harmlos" seien, dann könnte sich ja einmal ein Politiker eine Stunde daneben stellen und sich bestrahlen lassen, um die Bevölkerung zu beruhigen?

Erst vor einigen Tagen ist bei einem japanischen Fernsehmoderator, der Gemüse aus dem Raum Fukushima gegessen hat, um seine Landsleute zu beruhigen, Blutkrebs ausgebrochen, da die Strahlung von den Verantwortlichen grundsätzlich verharmlost und bagatellisiert wird.

Zudem wurde jetzt bekannt: Beim "nuklearen Entsorgungspark" Gorleben wurde in den 70er-Jahren manipuliert. Der Salzstock ist als "Endlager" für hochradioaktiven Reaktormüll ungeeignet. Das heißt: Es gibt derzeit kein Endlager für radioaktiv verseuchten Müll in Deutschland für die nächsten Millionen von Jahren. Wohin dann mit der tödlichen Strahlung? Wohin soll der Castor also in Zukunft rollen? Nach wie vor werde geprüft und geplant, das Lager Gorleben doch als "Endlager" zu nutzen, während man auch nach möglichen neuen Standorten sucht.
Wo also liegen die Fässer in den nächsten paar Millionen Jahren dann "sicher"? Wer soll die Strahlung abbekommen? Würde man dem "sicher" glauben, dann glaubt man auch, dass die Atomlobby in Politik und Industrie die Erdoberfläche auch in ein paar Tausend Jahren voll im Griff haben? Wer glaubt daran? Bitte melden! Was macht diese Generation mit der "Mutter Erde"? Manche Verantwortliche glauben, dass sie sich, mit der "letzten Ölung" versehen, in naher Zukunft in die "ewige Seligkeit" verabschieden können, bevor Schlimmeres passiert. Doch niemand kann sich "wegstehlen", denn zum Urwissen der Menschheit gehört: Was der Mensch sät, das wird er ernten, auch über den Tod hinaus.

Viele tausend Bürger, hauptsächlich Schüler und jüngere Menschen, konnten den 13. Castor-Transport nach Gorleben mehrere Tage lang aufhalten, es gab 355 verletzte Demonstranten, davon fünf Schwerverletzte und ca. 100 verletzte Polizisten, deren Einsatz weit über 50 Millionen Euro kostete. Diese vielen Millionen Euro werden aber von der Politik nicht der Atomindustrie in Rechnung gestellt, sondern dem Steuerzahler. Und die Menschen, welche gegen den Atomwahn demonstrieren, fordern, "dass die Politik den Bürgerprotest endlich ernst nehmen müsse und die Planung für ein mögliches Endlager in Gorleben sofort stoppen solle". Der Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner analysiert, der Protest richte sich auch dagegen, dass man vor allem der kommenden Generation "bei so grundlegenden Entscheidungen wie der Atommülllagerung kein Mitspracherecht einräumt" (bild.de, 29.11.2011). Mit anderen Worten: Hier muss ausgebadet werden, was die Atom-Betonköpfe seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts der kommenden Menschheit aufbürdeten.

Immer wieder Fingerzeige

Um schicksalhafte Ereignisse zu verhindern und die Menschen vielleicht doch noch zur Einsicht zu bringen, kommen vorab immer viele Warnungen und Mahnungen, hinter denen die geistig-göttliche Welt und das unumstößliche Gesetz von Ursache und Wirkung steht. So waren für das Ankunft des Castor-Transports am Wochenende des 1. Advent 2011 in Gorleben Stürme mit der Windgeschwindigkeit 8 oder 9 angesagt, die ein Umladen der Todesfässer verhindert hätten, wenn die Todesfässer im Rahmen des Zeitplanes eingetroffen wären.

Oder ein ICE blieb sechs Kilometer vor Stuttgart wegen Stromausfalls plötzlich stehen, gerade als Bahn-Chef Grube am 12.10.2011 das Giga-Projekt Stuttgart21 in Stuttgart erklären wollte.
 
Doch die Vertreter der Kirche tun diese Schicksalsboten in der Regel als belanglose "Zufälle" ab und erziehen die Menschen dazu, diese oftmals letzten Warnungen zu ignorieren oder nicht als solche zu erkennen.
Und früher wurden Menschen, die als Schicksalsboten wirkten, oft gar als "Hexen" oder "Hexer" verbrannt.

PS: Für die Kirche sind die Naturelemente und erst recht die Mineralien unbeseelte "Materie". Doch das kirchliche Welt- und Menschenbild wird durch die Naturwissenschaft, vor allem die Quantenphysik (Quanten als derzeit kleinste bekannte Informationsträger in "Teilchen" - oder Wellenform und nicht mehr materiell lokalisierbar), mehr und mehr als falsch widerlegt.
Die Quanten werden als Brücken - von einer geistigen Realität in die für uns sichtbare, aber nur scheinbare materielle Welt hinein - verstanden, vereinfacht gesprochen als Informationsträger vom "Geist" in die "Materie". Alle Materie ist also nur scheinbar und in Wirklichkeit "beseelt", was aus kirchlicher Sicht "Pantheismus" wäre, der dort verteufelt wird und mit angeblich ewiger Hölle bestraft werden soll.

 


Hier einige Anwärter für ein neues "Endlager" in Deutschland und mögliche Argumente von Befürwortern der Atomkraft
:
1) Irgendwo in den bayerischen Alpen - Die Berge wirken wie ein großer Deckel auf dem Todesmüll. Außerdem könnte ein Teil der Strahlung von vielen Urlaubern absorbiert werden, die nicht das ganze Jahr über vor Ort seien, und sie bliebe bei ihnen eindeutig unterhalb der zulässigen Grenzwerte im menschlichen Körper.
2) Unterhalb von Stuttgart 21 - Kein Gelände wurde intensiver untersucht und für sicher befunden. Wenn der Bahnhof nicht in sich zusammenfallen könne, dann seien auch die Atommüllfässer darunter zu 100 % sicher. Außerdem werde dort das Grundwasser nicht gefährdet, da dieses über die Erdoberfläche in Rohre verlegt werde.
3) Ostdeutschland, egal wo - Dort wandern überdurchschnittlich viele Bürger Richtung Westen. So wären weniger und überwiegend ältere Bürger davon betroffen, wenn das Lager doch nicht dicht halten sollte.
4) An irgendeine Grenze. Dann kriegen im Unglücksfall die Nachbarn die Hälfte der Tragödie ab. Grenze zu Tschechien bietet sich an, da die Tschechen ihren Schrott-Reaktor Temelin ja auch in nur 100 km Entfernung von der deutschen Grenze gebaut haben. Damit wäre man "quitt". Grenze zu Frankreich bietet sich an, da die Franzosen ihr Atomkraftwerk Cattenom sogar nur 12 Kilometer vor die deutsche Grenze gebaut haben. Dann wäre man hier auch "quitt". Außerdem müssten die Castor-Fässer dann nicht so weit rollen.
5) Tschernobyl in der Ukraine - Die Gegend ist eh schon verseucht, also noch ein paar tausend Fässer oben drauf. Dies wäre auch ein kleiner Ausgleich für die Strahlenbelastung anderer Länder seit dem Unglück 1986. Fukushima in Japan sei weniger geeignet, da es dort ja immer wieder Erdbeben oder gar Tsunamis gebe, was ja schon die "sicheren" Atomkraftwerke zum Einsturz brachte und den Super-GAU verursachte.
6) Nordsee - Raus aufs Meer und reinkippen, frei nach dem Motto "Aus dem Auge, aus dem Sinn". Falls die Fässer verrosten oder die Strahlung entweicht, verteile sich diese weiträumig im Meer.
7) Griechenland - Für die nächsten "Rettungsmilliarden" nimmt das Land dafür den ausländischen Atommüll auf. Irgendeine Ecke würde sich dort schon finden.
8) Die Kirche dürfe den Ort auswählen und verpflichtet sich dafür, vor Ort 24 Stunden am Tag beten zu lassen. Ihre Vertreter hatten ja über Jahrzehnte mit Hinweis auf ihren "Gott" die Atomkraft befürwortet, zuletzt der Papst im Jahr 2007.

 


Anmerkungen:

*
- Der "Morgenthau"-Plan von 1944 sah die Umwandlung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg in ein Agrarland vor, damit Deutschland nicht einen weiteren Angriffskrieg anzetteln könne
.
- Und das Regensburger Bistumsblatt der römisch-katholischen Kirche machte immer wieder Stimmung für die Atomenergie und für die geplante Wiederaufbereitungsanlage WAA in Wackersdorf.

** - Sehen Sie selbst bei http://www.youtube.com/watch?v=1lrUhQ1dtzw, wie der CSU-Spitzenmann im Herbst 2010 die Kernkraftkritiker beschimpft. Dr. Alexander Dobrindt spielt dabei darauf an, dass Atombomben und Atomenergie vor allem "Errungenschaften" des kirchlichen Abendlandes seien. Islamische Länder haben bisher weitgehend auf Atomkraft verzichtet. Von den derzeit [2011] 212 Atomkraftwerken sind lediglich in Pakistan zwei AKWs am Laufen (die Regierung braucht ja wie alle anderen Regierungen auch Füllstoff für ihre Atombomben). Und das geplante Kernkraftwerk im Iran will der Westen ja mit aller Macht verhindern.

*** Der CDU-Politiker, Atomkraft-Anhänger und Lutheraner Rudolf Decker ist langjähriger Landtagsabgeordneter der CDU (1968-1992), besitzt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und die Verdienstmedaille von Baden-Württemberg und wehrt sich nach dem GAU in Fukushima gegen die Abschaltung der Atomkraftwerke wegen zu befürchtender "negativer" Folgen für das Klima. Die Verhöhnung Gottes besteht zunächst darin, dass zwar die Atome "Grundbausteine der Schöpfung Gottes" sind, wie Rudolf Decker schreibt, aber eben nicht die satanische Zerstörung der Atomkerne, um dadurch Kernkraft zu gewinnen. Und die zweite Verhöhnung des Lutheraners ist, dass angeblich Gott "festgesetzt" habe, wann der Mensch sich selbst ausgerottet und seinen Wohnplaneten vernichtet habe. Doch das hat nichts mit Gott zu tun, der für das Leben und für den Erhalt der Mutter Erde ist. Für die zunehmende Unbewohnbarkeit ist alleine der Mensch selbst zuständig.

°
Der überzeugte Katholik Horst Seehofer ist CSU-Ministerpräsident von Bayern. Einer seiner Vorgänger, der überzeugte Katholik Franz-Josef-Strauß (CSU), war einer der vehementesten weltweiten Durchpeitscher der Atomkraft von den 50er- bis in die 80er-Jahre.

 
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Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
"Der Theologe", Herausgeber Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 53, Das Ja der Kirche zur Atomkraft, zit. nach
http://www.theologe.de/atomkraft_kirche_und_kernkraftwerke.htm, Fassung vom 8.11.2015,
Copyright © und Impressum siehe hier.

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"Ihr Völker der Erde, holt die Lehre des Jesus von Nazareth, des Freien Geistes, vom Kreuz herab". Dies ist die zentrale Botschaft der Broschüre Brüder und Schwestern, fürchtet euch nicht - der Geist unseres himmlischen Vaters ist mit uns. - Christus, der Freie Geist, außerhalb der Kirche. Die Broschüre enthält den Text der Lesung, die man sich auch als Video-Aufzeichnung ansehen kann. Sie ist gratis erhältlich in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch bei info@der-freie-geist.de. Der Text ist auch als PDF-Datei einsehbar.