DER THEOLOGE
Nr. 54
Der blinde Blindenführer in Rom
und sein Missbrauch von Jesus
Die Falschaussagen in
den Papst-Büchern
Glaube, Wahrheit, Toleranz und Jesus von Nazareth
Nachlese zum so genannten
Pontifikat von Joseph
Ratzinger (2005-2013)
Vorbemerkung:
In den unruhigen Tagen des Jahres 2013 kündigte Papst Benedikt XVI.
am Rosenmontag seinen Rücktritt an, worauf hin in der Nacht im Petersdom ein
Blitz einschlug - ein Symbol für das, was mit dieser Erklärung eingeleitet
wurde. Der ehemalige Papst [Stand: ab 28.2.2013, 20.01 Uhr] gilt
vielen als einer der "klügsten Theologen" und er ist sicher ein
Intellektueller. In dieser Ausgabe des Theologen möchten wir einigen
Glaubenslehren von Joseph Ratzinger auf den Grund gehen. Angesichts seiner
Abdankung als vormals "Benedikt XVI." ist dies gleichzeitig eine Nachlese zu
seinem "Pontifikat" als Papst von 2005-2013. Jesus von Nazareth sprach
jedoch nie von einem "Pontifikat", geschweige denn von einem irdischen
"Stellvertreter", worüber wir in
Der Theologe Nr. 51
ausführlich geschrieben haben. Hier geht es nun um eine Auseinandersetzung,
was die Inhalte der Lehre des "Stellvertreters" betrifft, die nicht mehr
viel mit dem zu tun hat, den sie zu vertreten vorgibt. Notgedrungen müssen
wir dazu allerdings auch auf die intellektuellen Denkschienen des
katholischen Dogmatik-Professors Ratzinger einsteigen, doch wir hoffen, so
dabei so verständlich wie möglich geblieben zu sein.
Die unten zitierten
Absätze aus dem
Buch von Joseph Ratzinger
Glaube, Wahrheit, Toleranz
(Freiburg 2003) beinhalten das religiöse Programm des Papstes.
Er baut dort
einen falschen Gegensatz
auf
zwischen
"Mystik"
und "Offenbarung", zwischen Gotteserfahrung im eigenen Inneren und
dem "Ruf Gottes" an den Menschen, dem z. B. die alttestamentlichen
Gottespropheten
gefolgt sind.
In Wirklichkeit gehört nämlich beides zusammen, "Mystik" und "Offenbarung", es sind die beiden
Seiten ein und derselben Sache. Denn die Erfahrung vieler Menschen ist: Wer durch ein Leben
nach den Geboten Gottes (wie den Zehn Geboten) sein Bewusstsein erweitert, macht auf diese Weise
erste Schritte zur Gotteserfahrung. Er erlebt die Nähe, den "Ruf"
und die "Antworten" Gottes in seinem Alltag (erste ansatzweise "Offenbarungen"), und er vernimmt diese
dabei in seinem Inneren
(erste ansatzweise "mystische" Erfahrungen). Doch nur über ein noch
einigermaßen intaktes Gewissen kann ihn ein solcher "Ruf Gottes" überhaupt erreichen.
Deshalb gibt es auch viele Menschen, die zwar von einem "Ruf Gottes"
sprechen, den sie angeblich vernommen haben, die in Wirklichkeit jedoch nur
eine Mixtur aus gespeicherten Inhalten
ihres Egos, z. B. aus ihrem Unterbewusstsein, gehört haben.
Ein echter Gottesprophet muss deswegen immer auch ein
tugendhafter Mensch sein, ein Mystiker
oder zumindest ein ehrlicher Gottsucher auf dem mystischen Weg. Denn nur über einen "Kanal", den dieser
Mensch durch ein Leben nach den Geboten Gottes und durch entsprechende
Gedanken und Empfindungen bereits von einigem Ballast (z. B.
Intellektuelles, egoistisch Leidenschaftliches, Selbstsüchtiges, Niederträchtiges)
gereinigt hat, kann die
"göttliche" Welt ihn überhaupt erreichen. Ansonsten "empfängt" er eben nur solches,
was seinem eigenen Bewusstseinsstand und seinen Speicherungen z. B. in
seinem Gehirn entspricht.
Und erst der fortgeschrittene Mystiker, der das
Gebot von Jesus "Ihr sollt vollkommen sein" (Matthäus 5, 48) -
eventuell nach vielen inneren Kämpfen - weit gehend erfüllt, könnte den
"Ruf Gottes" in allen Facetten vernehmen, und er kann dann gewiss sein,
dass der Ruf, den er z. B. als Prophet hört, wirklich von Gott kommt und
dass er nicht von Kräften getäuscht wird, die sich als "Gott" ausgeben
(wie
z. B. beim Ex-US-Präsidenten George W. Bush).
Dieser Mensch könnte dann als ein Prophet wirken, der als solcher auch
lehren kann, da der sowohl die Stimme der göttlichen Welt
in menschliche Sprache übersetzen kann, als auch aus seinem eigenen
Bewusstsein die Wahrheit in all ihren Aspekten "schöpfen" und an
andere Menschen
übermitteln kann. Dies trifft z. B. für die großen Gottespropheten des Alten
Testaments zu wie Mose oder Jesaja, deren Botschaften in der Bibel
allerdings durch "Schriftgelehrte" und Priester vielfach verfälscht wieder
gegeben werden. Und auch in unserer Zeit lebt nach der Überzeugung vieler
Menschen wieder ein solcher
"Lehrprophet"
unter den Menschen.
Den zweiten Typ eines Propheten neben dem
"Lehrpropheten" könnte man als "Künderpropheten" bezeichnen.
Dieser ist ein tugendhafter Mensch, der über einen "gereinigten" Kanal in
seinem Inneren ebenfalls die "göttliche" Stimme vernehmen kann. Er kann jedoch noch
nicht aus seinem eigenen Bewusstsein die "göttliche" Welt erfassen wie ein
fortgeschrittener oder nahezu "vollkommener" Mystiker. Die Autoren
des Theologen haben selbst diese Erfahrung nicht, haben sich jedoch
neben ihrem Quellenstudium auch bei erfahrenen Menschen kundig gemacht.
Und während der mystische Weg zu Gott im eigenen Herzensgrund für jeden Menschen offen steht, gibt es
offenbar nur
sehr wenige, die einen Auftrag aus der geistigen Welt hatten oder haben, um ein Prophetenamt
auch auszuüben,
was besagt, das von ihnen Gehörte auch als Botschaft anderen Menschen weiter zu geben.
Allerdings gibt es viele Menschen, die von sich behaupten, dass es bei ihnen
so sei. Als Kriterium für echte oder falsche Prophetie gab Jesus von
Nazareth dazu die "Früchte" an, die ein Prophet oder vermeintlicher Prophet
in seinem täglichen Leben bringt (Matthäus 7, 15ff.). Doch dabei gilt zunächst: Nur derjenige kann überhaupt berufen werden, der die Nähe Gottes
bewusst oder unbewusst schon ein Stück weit erfahren hat.
Joseph Ratzinger hingegen konstruiert
demgegenüber einen
falschen Gegensatz zwischen "Mystiker"
und "Prophet" und er stellt sich scheinbar auf die Seite der
Propheten. Zwar erkennt der ehemalige Papst auch die Existenz "christlicher Mystiker" an. Doch
diese sind für ihn nur Menschen, die mit ihren "Erfahrungen" "bestätigen",
was die katholische Kirche durch ihre Päpste und Theologen zuvor erfunden hat.
Oder sie sind für ihn Menschen, die mit ihrer "Schau" zumindest nicht
mit dem römisch-katholischen Dogma in Widerspruch stehen. Es ist also
z. B. jemand, der in seinen Gehirnzellen "schaut", dass Marias Leiche angeblich im
Grab unverwest geblieben sein soll; oder der in einer "Vision" "schaut", wie sich eine Oblate
durch die Wandlungsworte eines Priesters angeblich tatsächlich in den "Leib
Christi" verwandle oder andere Absurditäten aus dem katholischen Dogmen- und
Lehrgebäude. Diese haben aber nichts mit Gott zu tun, sondern sie sind dem
allzumenschlichen Sumpf von
2000 Jahren blutigem Katholizismus entwachsen, und hierfür ist das Wort "Mystik" auch
ein gravierender Missbrauch.
Auf diese Weise ist der Theologe Joseph Ratzinger
auch einer der schärfsten
Gegner jeder Gotteserfahrung. Denn schon kleine Gotteserlebnisse zeigen
dem Menschen, der diese Erfahrung macht, dass der Katholizismus und seine Abspaltung, der Protestantismus,
im Wesentlichen aus falschem
intellektuellen Ballast bestehen. Und ihm ist dann auch klar, dass dieser Ballast den Gehirnen sündhafter Menschen
entsprungen ist, niemals jedoch einem "Ruf Gottes". Zugespitzt kann man
formulieren:
Die Theologie des Papstes hat den Sinn, Gotteserfahrungen bei
den Menschen zu verhindern, um sie auf diese Weise als "gehorsame"
= "hörige" Schafe im Pferch des
kirchlichen Dogmen- und Sakramentengebäudes halten
zu können.
Vor diesem Hintergrund wird ein Leser die schönfärberischen
und wohlklingenden Worte des Papstes anders hören und lesen und die
Irreführung darin leichter erkennen.
Auch ergibt sich daraus, dass der
Ex-Papst auf´s Ganze gesehen gar kein Verständnis für die Person des Jesus von Nazareth hat
und deswegen ihn und seinen Namen missbraucht. Wir dokumentieren in diesem
Zusammenhang im 4. Kapitel mehrere Passagen aus seinem Buch
Jesus von Nazareth,
Teil 2,
Freiburg 2011.
|
Jesus von Nazareth über die damaligen
Theologen und Schriftgelehrten: "Lasst sie, sie sind blinde
Blindenführer!
Wenn aber ein Blinder den anderen führt, so fallen sie beide in die Grube."
(Matthäusevangelium, Kapitel 15,14) |
Liebe Leserinnen, liebe Leser. Manches gerade auf dieser Seite Geschriebene ist vielleicht nicht auf Anhieb leicht verständlich. Das liegt einerseits an dem Bemühen, hier zunächst das Gewirr einer absurden kirchlichen Macht-Theologie darzustellen, damit es verstanden und entlarvt werden kann. Und dann ist es natürlich auch nicht immer leicht, Wahrheiten aus anderen Dimensionen in der Sprache unserer dreidimensionalen Welt mit ihren Begrenzungen von Raum und Zeit darzulegen. Dies gilt vor allem im Hinblick auf echte Gottespropheten. Aber es gilt auch für diese Studie, in der wir den Propheten und den Mystikern einigermaßen gerecht werden möchten, obwohl wir selbst weder Propheten noch Mystiker sind, sondern einfache Gottsucher auf dem mystischen Weg mit einer gewissen theologischen "Bildung". Dennoch hoffen wir, die Gottesverfälschung durch Päpste und Machtkirchen aufzeigen zu können und die Türen für eine echte Gotteserfahrung ein wenig öffnen zu können.
1)
Zitate des Papstes aus dem Buch Glaube,
Wahrheit, Toleranz
2)
Erklärung der Papstzitate - Die Theologie von Joseph
Ratzinger
3)
Was bedeuten diese Ansichten des Papstes in Glaube,
Wahrheit, Toleranz?
4) Der verfälschte Jesus
und der falsche Christus von Joseph Ratzinger in dem Buch Jesus von
Nazareth, Band 2
4.1.
- Der Papst deutet das Ankommen
von Jesus in Jerusalem kultisch.
4.2.
- Der
Papst
spricht das "Volk" von Mitverantwortung am Tod von Jesus frei.
Kreuzigung
sei angeblich "notwendig" gewesen.
4.3. -
Die Tempelaustreibung spielt der Papst herunter, und er erwähnt das Leid
der Tiere nicht, weil er dafür kein Gefühl hat.
Die grausamen Tieropfer werden vom Papst sogar
nachträglich gerechtfertigt.
4.4. -
Der Papst verfälscht die Botschaft des Stephanus, der
sterbend rief, Gott
wohnt nicht in Häusern aus Stein.
4.5. -
Die Worte von Jesus über die Apokalypse der Endzeit
wird vom Papst verharmlost und "schöngeistig" umgedeutet.
4.6. -
Der Papst dichtet in das Gebet von Jesus zu
Gott, seinem Vater, die "Stiftung der Kirche" hinein.
4.7. - Der Papst deutet das ernste Abschiedsessen von Jesus mit
seinen Jüngern zur "Gründung" der katholischen Kirche um.
4.8. - Der Papst verklausuliert das Ringen um Leben und Tod im Garten Gethsemane
mit philosophischen Floskeln.
4.9. -
Der Papst deutet den Foltertod von Jesus um als "Verherrlichung
Gottes".
4.10.-
Der Papst
fabuliert in den sterbenden Jesus gar die kirchlichen "Grundsakramente"
hinein.
4.11.- Der Papst glaubt, dass es Jesus sei, der das Boot der Kirche
vor dem Untergang schützt.
5) Joseph Ratzingers Rede von der angeblichen
"Abwesenheit Gottes - "Gotteskrise" ist in Wirklichkeit eine Kirchen- und
Papstkrise
Joseph Kardinal
Ratzinger: Der "notwendige Einsatz" der Inquisition
6) Nachrichten
Ratzinger-Schülerkreis will "Aufklärung" überwinden. Schuldbekenntnis für
Entstehung der Aufklärung in Gespräch / Atheistische Plakataktion in Polen
Joseph Ratzinger hat in seinem Buch Glaube, Wahrheit, Toleranz geschrieben:
Joseph Ratzinger hat in seinem Buch Glaube, Wahrheit, Toleranz geschrieben:
4.4.
-
Der Papst verfälscht die Botschaft des Stephanus, der
sterbend rief, Gott wohnt nicht in Häusern aus Stein.
Der
Papst wörtlich:
"Leben und Botschaft des heiligen Stephanus sind Fragment geblieben, das
jählings mit der Steinigung abbricht ... Die theologische Vision zu Ende zu
führen und von ihr her die Kirche der Heiden aufzubauen, fiel einem anderen zu:
Paulus ..." (S. 53)
Hierzu kann gesagt werden:
Benedikt XVI. bezieht die Botschaft des Stephanus, dass Gott nicht in Häusern aus
Stein wohne, nur auf den damaligen jüdischen Tempel und die
zugehörigen Tempelopfer, was eine antisemitische und verfälschte Auslegung der Bibel ist.
Denn Stephanus meinte: Gott wohnt
grundsätzlich (!) nicht
in Häusern aus Stein,
auch in keinen späteren katholischen oder evangelischen
Steinkirchen, und auch nicht in Tabernakeln und
ähnlichem - alles, was man später zur angeblichen Ehre, in Wirklichkeit aber zur
Verhöhnung Gottes, dem Leben in allem Sein, bauen und herrichten ließ und was
letztlich nur der eigenen
Selbstbeweihräucherung dient. Doch dabei kann sich der Papst nicht einmal auf Paulus
berufen. Zwar war Paulus bereits der
erste, der die Lehre von Jesus zu verfälschen begann, doch auch Paulus sprach
noch nicht von
Steinkirchen, sondern, wie Jesus, vom menschlichen Leib als einem "Tempel des
Heiligen Geistes". (1. Korinther 3, 16f., 6, 19)
4.5. -
Die Worte von Jesus über das Ende der materialistischen
Welt werden vom Papst verharmlost und mit nichtssagenden Sprüchen umgedeutet
"Die apokalyptischen Worte Jesu haben nichts mit Hellseherei zu tun. Sie wollen
uns gerade von der äußeren Neugier auf das Anzuschauende abbringen und zum
Wesentlichen führen: zum Leben auf dem Boden des Wortes Gottes ..."
(S.68)
Hierzu kann gesagt werden:
Die Menschen in unserer Zeit spüren immer deutlicher, dass wir in der so
genannten Endzeit
leben. Die Apokalypse, wie sie Jesus von Nazareth und der Seher Johannes in der
Bibel vorher gesagt hatten, hat längst begonnen. Der Papst jedoch versucht, die
Menschen mit theologischen Floskeln ("zum Leben auf dem Boden des Wortes
Gottes") davon abzulenken.
4.6. -
Der Papst vergewaltigt die Bedeutung des Gebetes von Jesus zu
Gott, seinem Vater, indem er Jesus darin die Stiftung der Kirche andichtet.
In diesem Gebet nach dem Johannesevangelium, Kapitel 17, spricht Jesus von der Einheit seiner Nachfolger, nicht von einer Kirche. Und
er betet zum "Heiligen
Vater", womit er jedoch "Gott" meint - im krassen Gegensatz zur Kirche, die mit
"Heiliger Vater", einem Gottesnamen, ihren Papst schmückt, der auch
auf diese Weise zum "Götzen" wird. Der gegenwärtige Papst
schreibt:
"Blicken wir zum Schluss auf das Ganze der Bitte um die Einheit zurück, so
dürfen wir sagen, dass in ihr sich Stiftung der Kirche vollzieht, auch wenn das
Wort Kirche nicht fällt ... Die Kirche entspringt dem Gebot Jesu ... Im Gebet
wird das grausame Geschehen am Kreuz zu ´Wort`, zum Versöhnungsfest zwischen
Gott und Welt. Daraus entspringt die Kirche als die Gemeinschaft derer, die auf
das Wort der Apostel hin an Christus glauben." (S. 119)
Hierzu kann weiter gesagt werden:
Das klarste an dieser Passage ist der Halbsatz "auch wenn das Wort Kirche nicht
fällt". Das Wort fällt in der Tat nicht, und gemeint ist die Kirche schon
dreimal nicht. Die Kirche entspringt nämlich nicht dem Gebot Jesu, sondern ihre Führer
und ihr Dogmen- und ihr Lehrgebäude sind bei genauerem Hinsehen ein Verstoß gegen
nahezu alle Gebote.
Und das grausame Geschehen am Kreuz ist kein
"Versöhnungsfest zwischen Gott und Welt", sondern ein schrecklicher Höhepunkt
der Unversöhnlichkeit und Hartherzigkeit der Menschen. Nur für die Priester, die
sich vor der Gotteserfahrung der Menschen fürchten und den Gottsuchern die
angebliche Notwendigkeit ihrer Kulte und Sakramente einreden wollen, ist der Tod
von Jesus "versöhnlich". Endlich haben sie ihn zum Schweigen gebracht. Denn fast
hätte er die Menschen noch davon überzeugt, dass diese überhaupt keine Priester, Pfarrer und
Theologen brauchen, weil Gott ihnen ja näher ist als ihre Arme und Beine.
(Weitere geistige Hintergründe der Kreuzigung von Jesus siehe
hier)
4.7.
-
Der Papst deutet das ernste Abschiedsessen von Jesus mit
seinen Jüngern zur Gründung der katholischen Kirche um
"Der evangelische Theologe Ferdinand Kattenbusch hat 1921 zu zeigen
versucht, dass die Stiftungsworte Jesu beim letzten Abendmahl der eigentliche
Akt der Kirchengründung seien ... Kattenbusch hatte recht: Mit der Eucharistie
ist die Kirche selbst gestiftet. Sie wird eins, sie wird sie selbst vom Leib
Christi her, und sie wird zugleich von seinem Tod her geöffnet auf die Weite der
Welt und die Geschichte hin ... Die Kirche kommt vom Abendmahl, aber eben
deshalb von Tod und Auferstehung Christi her, die er in der Gabe von Leib und
Blut vorweggenommen hat." (S. 158)
Hierzu kann
gesagt werden:
Wenn der Papst von keinem in die Schranken gewiesen wird, dann setzt er scheinheilig eine
Geschichtsfälschung hinter die andere, so wie auch hier. Denn das Abschiedsessen von Jesus mit seinen
Jüngern hat mit Eucharistie und Kirchengründung nichts zu tun. Auch haben Jesus
und die Jünger normal gegessen, und sie ließen sich keine angeblich real in
Menschenfleisch "verwandelte" Oblate von einem Priester in den Mund
einführen.
Jesus hat keine Sakramente eingesetzt, sondern er sprach beim Abendmahl vom
Geist Gottes auch in den Früchten des Feldes und im Brot.
4.8.
-
Der Papst
verklausuliert das Ringen um Leben und Tod im Garten Gethsemane mit
philosophischen Floskeln
"Das Drama des Ölbergs besteht darin, dass Jesus den Naturwillen des Menschen
aus der Opposition in die Synergie zurückholt und damit den Menschen in seiner
Größe wiederherstellt. In dem menschlichen Naturwillen Jesu ist sozusagen in ihm
selbst der ganze Widerstand der menschlichen Natur gegen Gott anwesend. Unser
aller Eigensinn, die ganze Opposition gegen Gott ist da, und ringend zieht Jesus
die widerständige Natur in ihr eigentliches Wesen hinauf. Christoph Schönborn
sagt dazu, ´dass der Übergang vom Gegensatz zur Gemeinschaft der beiden Willen
durch das Kreuz des Gehorsams führt. In der Agonie von Gethsemane vollzieht sich
dieser Übergang` (Christus-Ikone, S. 131). So ist das Gebet ´nicht mein Wille,
sondern der deine (Lk. 22, 24) wirklich ein Sohnesgebet an den Vater, bei dem
der menschliche Naturwille ganz hineingeholt ist in das Ich des Sohnes, dessen
Wesen sich eben in dem ´nicht ich, sondern du` ausspricht, in der völligen
Übergabe des Ich an das Du Gott Vaters. Dieses ´Ich` aber hat die Opposition des
Menschseins in sich aufgenommen und umgewandelt, so dass nun im Sohnesgehorsam
wir alle mit anwesend sind, wir alle in die Sohnschaft hineingezogen werden."
(S. 182f.)
Hierzu kann
gesagt werden:
Im Garten Gethsemane ging es um Leben und Tod und darum, ob die Jünger die
Gefangennahme von Jesus und die drohende Hinrichtung noch verhindern konnten.
Denn es hätte noch eine Möglichkeit gegeben, dass die Jünger, wenn sie wach
geblieben wären, Jesus vor der Verhaftung hätten schützen können. Die
schöngeistigen Ausführungen des Papstes von einer Rückholung "der Opposition in die Synergie"
und dergleichen entstammen aus einer völlig anderen intellektualistischen
Theologen-Welt. Das selbstgefällige
salbungsvolle und intellektuelle Wortgeklingel von Theologen macht aus Jesus ein
philosophisches Kunstgebilde, und der Theologe J. Ratzinger philosophiert narzisstisch über verschiedene Naturen bzw. "Ichs" von Jesus
anstatt ihm in aller Schlichtheit und Demut nachzufolgen. Dann wäre nämlich
Schluss mit "Eminenz" und "Exzellenz", mit "Eurer Heiligkeit", mit "Monsignore"
und "Hochwürden" und mit anderen gestelzten und gespreizten Eitelkeiten, und es
gäbe nur noch Bruder und Schwester
4.9.
-
Der Papst deutet den Foltertod von Jesus um als
"Verherrlichung Gottes"
"So leuchtet in dieser Welt das große Geheimnis des Kreuzes auf. Die neue
kosmische Liturgie ist vollzogen. Das Kreuz Jesu tritt an die Stelle aller
anderen Kult-Akte als die einzige wirkliche Verherrlichung Gottes, in der sich
Gott selbst verherrlicht durch den, in dem er uns seine Liebe schenkt und so uns
zu sich hinaufzieht ... Unter dem Kreuz beginnt die Kirche der Heiden. Vom Kreuz
her sammelt der Herr die Menschen zur neuen Gemeinschaft der weltweiten Kirche
..." (S. 247f.)
Hierzu kann gesagt
werden:
Der Foltertod von Jesus ist keine "Verherrlichung Gottes", sondern eine
versuchte Verherrlichung der Dämonen. Sie, die satanischen Kräfte, der Widersacher
Gottes, wollten Jesus am Kreuz sehen. Und zwar als Verherrlichung ihrer Macht
und als Zeichen ihres Triumphes, damit sie sagen und jedem zeigen können: "Wir
haben ihn besiegt".
Dazu auch die Frage: Wenn Jesus auch nach kirchlichem Glauben auferstanden sei, warum
hängt er dann in der Kirche bis heute immer noch am Kreuz? Warum sieht man an
den Kruzifixen bis heute den sterbenden Jesus?
Mit der offiziellen kirchlichen Antwort "Wegen der Erlösung" täuscht der Papst die Menschen. Und er verwendet dafür die
Vernebelungs-Strategien seiner Theologie und die Weihrauch-Schwaden für das Volk. In diesem Fall, indem er die Ereignisse mit
seiner Sühnopfer-Theologie so deutet, als ob Gott den Tod von Jesus als ein "Opfer"
gebraucht hätte.
Doch nicht der Vater-Mutter-Gott, der Gott des Jesus von
Nazareth, benötigt dieses Opfer, sondern der Götze Baal, dem der Papst in
Wirklichkeit anhängt, der wollte es so. Die Sicht des Papstes ist nichts anderes als ein
bestialischer Höhepunkt antiker Götzenkult-Theorien und nicht deren Überwindung,
wie der Papst suggeriert. Das ist das eigentliche "Geheimnis des Kreuzes", wenn
in der Kirche davon gesprochen wird. Und der Inhalt des Geheimnisses heißt, in
kurze Worte gefasst: "Wir, die Priester, haben Jesus besiegt! Wir haben ihn kalt
gestellt und uns an seine Stelle gesetzt". Unfreiwillig und indirekt gibt dies
der Papst sogar zu, wenn er von der "Kirche der Heiden" spricht, denn
Kirche ist
nun mal nicht christlich, sondern heidnisch, wie sich dutzendfach belegen lässt.
Dass die geistige Welt sich dennoch nicht von den
Dämonen und ihren Helfern und Helfershelfern besiegen ließ, darauf weisen
jedoch folgende Hintergründe zum
Kreuzigungsgeschehen hin. Jesus hat allen Seelen und Menschen einen Teil
seines geistigen Erbes übertragen, aber dafür hätte er nicht gewaltsam sterben
müssen.
4.10. -
Der Papst fabuliert in den sterbenden Jesus gar die kirchlichen
"Grundsakramente"
hinein
"Blut und Wasser flossen aus dem durchbohrten Herzen Jesu. In allen
Jahrhunderten hat die Kirche, dem Wort des Sacharja gemäß, auf dieses
durchbohrte Herz geschaut und in ihm die Quelle des Segens erkannt, die im Blut
und Wasser vorgedeutet ist ... Die Väter haben in diesem doppelten Strom von
Blut und Wasser ein Bild für die beiden Grundsakramente - Eucharistie und Taufe
- gesehen, die aus der durchbohrten Seite des Herrn, aus seinem Herzen
entspringen. Sie sind der neue Strom, der die Kirche schafft und die Menschen
erneuert. Bei der geöffneten Seite des am Kreuz entschlafenen Herrn haben die
Väter aber auch an die Erschaffung Evas aus der Seite des schlafenden Adam
gedacht und so in dem Strom der Sakramente zugleich den Ursprung der Kirche
gesehen: die Erschaffung der neuen Frau aus der Seite des neuen Adam." (S.
249f.)
Hierzu kann noch gesagt werden:
Im "Strom der Sakramente" Blut (für die so genannte Eucharistie) und Wasser (für
die Säuglingstaufe) (in Wirklichkeit dem Flüssigkeitsverlust im
Körper des
sterbenden Jesus) hätten die kirchlichen Schöngeister demnach die Kirche als
"neue Frau" erblickt, die dem Leib des Gekreuzigten bei
dessen qualvollem Tod entnommen würde -
eine dreistere Verhunzung des Todes von Jesus ist kaum vorstellbar.
4.11.
-
Der Papst glaubt, dass es Jesus sei, der die Kirche vor dem Untergang schütze
"Der
scheidende Jesus geht nicht irgendwo hin auf ein fernes Gestirn. Er geht in die
Macht- und Lebensgemeinschaft mit dem lebendigen Gott ein, in Gottes
Raumüberlegenheit. Darum ist er nicht ´weggegangen`, sondern nun immer von
Gottes eigener Macht her bei uns und für uns da ... Das Boot der Kirche fährt
auch heute im Gegenwind der Geschichte durch den aufgewühlten Ozean der Zeit.
Oft sieht es aus, als ob es untergehen müsse. Aber der Herr ist da und kommt zur
rechten Zeit ..." (S. 309f.)
Hierzu kann gesagt werden:
Alles dies ist nichts als Missbrauch: Missbrauch von Jesus von Nazareth und
Missbrauch, des guten Namens von Jesus dem Christus.
Die Kirche wird nicht von Jesus geschützt und gehalten, sondern in
erster Linie durch Milliarden
von Euro an staatlichen Subventionen im Jahr und von der Einschüchterung, dass
ein Kirchenaustritt in eine angeblich ewige Verdammnis führe. Ginge es wirklich nach dem
"Herrn", dann wäre längst Schluss mit Kirche und Papst. Und die Menschen wären
frei und sie würden Gott in sich, in ihrem Inneren, in ihrem Herzen erfahren,
und sie würden wissen, dass Gott ihnen auch in jedem Menschen, ja in allen
Lebensformen begegnet. Das ist, um die beiden Worte des Papstes im richtigen
Sinne zu gebrauchen, "Mystik" und "Offenbarung" zugleich (siehe
oben).
|
Joseph Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI.: Der "notwendige Einsatz" der Inquisition
|
6
Nachrichten
19.9.2012 -
Ratzinger-Schülerkreis will "Aufklärung" überwinden - "Schuldbekenntnis" für
kirchlichen Anteil an Aufklärung im Gespräch / Atheistische Plakataktion in
Polen: "Ich töte nicht, ich stehle nicht, ich glaube nicht."
- Der evangelisch-lutherische Bischof Ulrich Wilckens war der erste
evangelische Würdenträger, der von Papst Benedikt XVI. im Sommer 2012 zu dem
Treffen des so genannten Ratzinger-Schülerkreises in der Papst-Residenz von
Castel Gandolfo eingeladen wurde. Darüber berichtete die evangelische
Nachrichtenagentur idea: "Die
etwas 30 Teilnehmer hätten darin übereingestimmt, dass es eine zentrale
Aufgabe der Kirche sei, gemeinsam dafür einzutreten, dass die bis in die
Gegenwart reichenden Folgen der Aufklärung im 18. Jahrhundert überwunden
werden" (idea-spektrum Nr. 38/2012).
Gemeint ist in diesem Umfeld vor allem die Abwendung der Menschen vom Gott
der Kirche aufgrund ihrer Vernunft, was man kirchlicherseits natürlich
bedauert, obwohl der gesunde Menschenverstand und eine hohe Ethik und Moral
zwangsläufig zu einer Abkehr vom Gott der Kirche führen müssen.
In diesem Sinne ist auch eine Plakataktion in Polen zu verstehen, die
von Atheisten verantwortet wird. Auf den Großflächen-Plakaten steht z. B.:
"Ich töte nicht, ich stehle nicht, ich
glaube nicht"
(idea-spektrum Nr. 38/2012). Das
Motto nimmt darauf Bezug, dass keine Institution mehr Menschen töten ließ
als die Kirche und dass der heutige kirchliche Reichtum geschichtlich auf
den "größten Raubzug aller Zeiten" zurück geht, bzw. vor allem
Blutgeld ist. In
Polen sind immer noch 86 % der Bürger römisch-katholisch, vor allem aufgrund
der Säuglingstaufen und der Drohungen mit grausamster ewiger Hölle gegenüber
den Eltern, wenn die Säuglinge nicht sofort zu Kirchenmitgliedern gemacht
werden. Beim Ratzinger-Schülerkreis sieht man die Wurzeln für die immer
stärkere Abkehr von der Kirche im 18. Jahrhundert und möchte diese
überwinden. Man könnte auch sagen, man will diesbezüglich wieder hinter das
18. Jahrhundert zurückkehren.
Und was brachte das 18. Jahrhundert?
In der Tat: In Düsseldorf wurden noch 1738 zwei Frauen bei lebendigem Leibe
als "Hexen" verbrannt. Und die letzte "Hexe" wurde in Deutschland noch 1756
auf dem Scheiterhaufen verbrannt, in Landshut. Danach war die
Aufklärung jedoch stärker, und die Kirche kann nun seit ca. 250 Jahren ihre
Kritiker nicht mehr einfach hinrichten lassen.
Die Kirche sieht das "Problem" natürlich offiziell woanders. Nämlich darin, dass die Leute
ihr schlicht nicht mehr glauben.
Der erste hochrangige Protestant unter dem harten Kern der Papst-Anhänger
forderte deshalb nun: "Die Kirchen sollten ein gemeinsames
Schuldbekenntnis im Blick auf die Entstehung der Aufklärung und ihrer
Wirkung bis in die heutige Zeit ablegen". Die
Nachrichtenagentur schreibt weiter: "Mit diesem Vorschlag sei er auf breite
Zustimmung gestoßen, so Wilckens."
|
Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
Hier eine Auswahl der Theologen-Ausgaben und einiger anderer
interessanter Texte.
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5 - Paulus
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12 - Sektenbeauftragte ]
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- Qumran ] [
16 - Papst ]
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18 - Glaube der Kirche
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19 - Keine ewige Hölle ]
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[ 23 - Kirche-Staat
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25 - Götzenkult Kirche ]
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28 - Luther-Juden ]
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31 - Tiere-Kirche ] [
33 - Zehn Gebote ]
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41- Apokalypse ]
[ 45 -
Maria ]
[ 46 - Kirchensubventionen
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[ 47 - Gotteserfahrung
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[ 49 - Prädestination ]
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[ 53 - Atomkraft
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[ 54 - Papst Ratzinger
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60 - Mahnmal für Kirchenopfer
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[ 61 - Nachruf auf Kirche
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