Freie Christen für den Christus der Bergpredigt



Die Bethlehem-Geschichte
von der Geburt Jesu

 

Vorbemerkung: Die Geschichte von der Geburt von Jesus ist vor allem durch die Bibel bekannt geworden. Doch dieses Buch enthält auch zahlreiche Unwahrheiten - wie die Legende einer Jungfrauengeburt, wonach Maria ohne das Zutun von Josef schwanger geworden sei. Diese Legende hat die Kirche aus antiken Götzenkulten übernommen und auf Maria und Jesus hin umformuliert. Und die kirchlichen Theologen haben weitere Unwahrheiten hinzu gefügt; etwa, dass die "Weisen aus dem Morgenland" "Heilige Drei Könige" gewesen sein sollen. Doch diese Männer waren weder heilig noch waren sie Könige, sondern sie waren Sterndeuter, welche die Vorgänge am Himmel und im Kosmos beobachteten.
Und vieles ist in der Bibel auch gar nicht beschrieben, was sich damals ereignet hat. Davon spricht auch der Evangelist Johannes spricht, wenn er schreibt:
"Es sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Wenn aber eins nach dem anderen aufgeschrieben werden sollte, so würde, meine ich, die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären"
(21, 25)
 
Manches Geschehen aus dem Leben von Jesus steht allerdings in urchristlichen Schriften außerhalb der Bibel, und diese Inhalte wurden in der nachfolgenden Weihnachtsgeschichte berücksichtigt. Dabei kann man heute nicht mehr wissen, ob sich nun jedes Detail exakt so zugetragen hat oder ob es vielleicht ein wenig anders war. Doch der Sinn und die Botschaft der Bethlehem-Geschichte sind klar, und alle Ereignisse, von denen die Geschichte handelt, sind gleichzeitig auch ein Symbol für die Menschheit.
Und dabei wird eines deutlich: Die Verniedlichung der Geburt von Jesus durch die kirchliche Tradition -
"Kindlein in der Krippe", "Jesulein süß" und dergleichen - entspricht nicht dem, was sich damals unter großen Schmerzen zugetragen hat. Auch passt es nicht zusammen, wenn man in unserer Zeit in Weihnachtsgottesdiensten und bei Adventsnachmittagen den Kindern von "Ochs und Eselein" und von den Schafen und Lämmchen der Hirten erzählt und später das Fleisch der geschlachteten Tiere bedenkenlos verzehrt. Maria und Josef hätten sicher nicht zugestimmt, wenn man auch nur eines der Tiere im Stall von Bethlehem erstochen und verzehrt hätte.

Die Bethlehem-Geschichte eignet sich zum Vorlesen
(z. B. mit wechselnden Sprechern) sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche und Kinder. Wer gut hinhört, für den werden die Ereignisse vor 2000 Jahren durch die nun folgende Geschichte ganz neu lebendig. Und wer dadurch besser erfasst, was damals wirklich geschah, für den könnte das Weihnachtsfest zu einem echten Fest der Liebe und des Verstehens werden.
 

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1
Einst lebte in der kleinen Stadt Nazareth Josef, ein älterer sehr geschickter Zimmermann, mit seinen Söhnen. Seine Frau war gestorben, und seine Söhne sind bereits erwachsen. Und Josef, der Witwer, hatte wieder geheiratet, seine junge Frau Maria. Weil sie als Kind sehr in sich gekehrt und verschlossen war, hatten ihre Eltern sie einst in den Tempel unter die Obhut der Priester gegeben, damit sie dort eine gute Erziehung bekäme. Sie ist einfühlsam und klarsichtig, und der veräußerlichte Tempelkult hatte Maria nie etwas bedeutet.
So war Maria froh, dass sie den Tempel verlassen konnte, als sie Joseph sie zur Frau nahm. Die Söhne Josefs jedoch freuten sich darüber nicht. Sie glaubten, ihr Vater könne in seinem Alter seine Begierden nicht mehr im Zaum halten, und er habe sich deshalb diese junge Frau genommen. Doch Joseph, der Zimmermann, ist ein rechtschaffener, vernünftiger und charakterfester Mann, der einfach das Richtige tun möchte. In seinen Gebeten ist er mit Gott in seinem Herzen verbunden, so dass er dort, in seinem Inneren, die Aufgabe vernehmen konnte, Maria zur Frau zu nehmen.
Und er sagte Ja dazu, ein Kind zu zeugen und groß zu ziehen, das Israel und die anderen Völker später zurück zu Gott führen würde. Und so ähnlich war es auch bei Maria. Sie hörte Ähnliches in ihrem Herzen und durch das geistige Schutzwesen an ihrer Seite, Gabriel genannt. Und auch sie gab ihr Ja dazu, und deshalb haben sich beide, Maria und Josef, gefunden. Bald mussten Josef und Maria den Spott der Bewohner Nazareths ertragen, die sagten: "Schaut, der alte Mann und die junge Frau! Und jetzt ist sie auch noch schwanger!" Auch die Söhne Josefs stimmten manchmal ein in diesen Spott und klagten: "Wir sind arm, doch jetzt müssen wir auch noch Marias Mund stopfen. Und wenn das Kind geboren ist, dann kommt noch ein Mund mehr dazu."

2
In jenen Tagen ergeht ein Befehl des römischen Kaisers Augustus: Alle Bewohner des Reiches müssen an einer Volkszählung teilnehmen und sich in Steuerlisten eintragen. Und jede Familie muss dazu an den Ort ihrer Herkunft reisen. Josef stammte ursprünglich aus Bethlehem in Judäa, aus dem Süden, drei Tagesreisen von Nazareth entfernt. Und der Befehl lautete für ihn daher: Er und seine Familie müssen sich in Bethlehem in die Steuerlisten eintragen lassen, also nur wegen des Steuergesetzes durch das Land ziehen. Von ihm und seinen Söhnen würden die Steuerbehörden die Reise wohl verlangen, so dachte sich Josef. Doch muss wirklich auch Maria auf diese anstrengende Reise mitkommen? Denn Maria ist doch hochschwanger, und mit der Geburt ihres Kindes muss jeden Tag gerechnet werden. Außerdem ist es doch die kalte und lichtarme Jahreszeit, und von Nazareth nach Bethlehem geht es oft durch unwegsames Gelände. Außerdem: Woher würde die Familie auf dieser Reise genug zu essen bekommen? So viel Vorräte haben sie gar nicht, dass es reichen würden.

 

3
Doch keine Bitte um Schonung der Frau hilft. Ob krank, ob schwanger oder hoch betagt – wen interessiert von den Reichen und Mächtigen die Not der Armen? Und wer kann sich in ihre Sorgen einfühlen? Der Statthalter Roms hat es so befohlen, und deshalb muss sich die ganze Familie Josefs mitten in der kalten Zeit zu Fuß auf die beschwerliche Reise machen. Josef und seine Söhne gehen zu Fuß, und Maria reitet auf dem Rücken eines Esels – durch Wälder und auf sandigen Pfaden, über Bäche und Hügel und auf steinigem Gelände. Josef ist voller Fürsorge für Maria und das Kind in ihrem Leib. Und auch der treue Esel tut seinen Dienst – immer auf der Hut, dass er auf unwegsamem Gelände nicht den Halt verliert. Oder dass Maria plötzlich den Halt auf ihm verlieren könnte. Niemand kann Maria die Ruhe geben und die Umgebung, die sie jetzt dringend braucht. Außerdem fehlt es immer wieder an Nahrung. Manchmal nehmen sie Kräuter am Wegesrand zu sich. Oder sogar Wurzeln. Satt wird davon keiner. Und Josef kann seine Sorge um seine Frau und das noch nicht geborene Kind kaum verbergen. Doch er und Maria halten sich in ihren Herzen fest an Gott, und sie vertrauen auf Seinen Schutz und Seine Hilfe, damit sie diese Strapazen irgendwie überstehen.
 

4
Endlich erschöpft und durchfroren in Bethlehem angekommen, sehnen sich alle nach einer warmen Unterkunft, um etwas zu schlafen und sich ein wenig zu erholen. Doch wer wird sie aufnehmen? Die Familie geht von einer Herberge zur anderen und klopft an. Doch eine hochschwangere Frau, und noch dazu bettelarm! Und jeden Augenblick könnte das Kind zur Welt kommen. Das könnte zu großen Unannehmlichkeiten führen, so denkt sich der kaltherzige Mensch. Wer fühlt sich ein in die Menschen und ihre Not, die nur um einen bescheidenen kleinen Schlafplatz bitten? In allen Quartieren werden sie abgewiesen. Niemand möchte die arme Familie aufnehmen.
Und so stehen oder sitzen sie hilflos mitten auf der Straße. Maria spürt, wie sich das Kind in ihrem Körper bewegt und geboren werden möchte. Soll sie es nun etwa auf der Straße zur Welt bringen? Und würde es nicht gleich erfrieren in der großen Kälte ohne Dach über dem Kopf? Maria fleht in ihrer Verzweiflung zu Gott um Hilfe, denn sie weiß nicht weiter. Da erbarmt sich eine ebenfalls arme Bauersfamilie. Die Bauersfrau geht auf Josef, Maria, die Söhne Josefs und den tapferen Esel zu und sie sagt: "Ein Zimmer habe ich nicht. Aber einen brüchigen Stall. In dem stehen einige Tiere. Dort könnt ihr bleiben in der Nacht, wenn ihr das wollt!"
Das ist die bescheidene Hilfe. Der Stall ist in eine Felsenhöhle hineingebaut, und es ist eine besonders kalte Nacht. Doch ein Feuer darf die Familie dort nicht anzünden. Nur die Körperwärme der Tiere strahlt den Menschen im Stall wenigstens ein klein wenig Wärme zu.

 

5
Da beginnen bei Maria auch schon die Wehen. Die junge Frau liegt mitten im Stroh für die Tiere, und sie hat starke Schmerzen. Kein Arzt und keine Hebamme sind zur Stelle wie bei den reichen Frauen. "Gott, Vater", so ringt Maria in ihrem Herzen, "in der Fremde und unter den einfachsten Verhältnissen, nicht einmal unter den Menschen, sondern unter den Tieren, kommt Dein Sohn auf diese Welt." Dann fällt sie völlig entkräftet zurück ins Stroh, denn schon der Ritt auf dem Esel ging über ihre Kräfte. Und die Söhne Josefs beginnen zu zweifeln, ob Maria die Nacht überhaupt überleben würde. Und sie zweifeln auch weiterhin an dem, was Josef und Maria zu ihnen sagten warum sie geheiratet haben und was mit dem Kind sei, das nun geboren wird. "Diese Erbärmlichkeit!", so die Söhne. "Wenn das etwas mit Gott zu tun haben soll, warum sorgt Gott dann nicht besser für Seinen Sohn und für dessen Eltern!"

 

6
Doch diese Geburt ist für die Welt ein Symbol. Gott zeigt damit der Menschheit, dass die Tierwelt den Menschen achtet und ihm Unterschlupf gewährt; ganz anders als der reiche Mensch! Und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Noch in dieser Nacht bringt Maria Jesus mitten unter den Tieren zur Welt. Die Tiere im Stall sind ruhig und sie nehmen liebevoll Anteil am Leben der Menschen, den Gästen in ihrer halb zerfallenen Unterkunft. Und sie spüren, dass hier etwas Großes geschieht, denn die Tiere leben in ihrem Inneren in der Einheit mit dem großen Schöpfergeist. Und es sind arme Menschen, die den Stall zur Verfügung stellten, so wie auch Jesus später sagt: "Nicht bei den Reichen werde ich Wohnung nehmen."

 

7
Der Stall in Bethlehem und die Geburt in der Fremde, weit weg vom irdischen Heimatort, bedeuten auch: Gott ist überall: im Tier, in der Natur, in der einfachsten Hütte. Er wohnt nicht in goldenen Palästen und nicht in reich verzierten und geschmückten Tempeln und Kirchen, sondern in einem Herzen, das von der Liebe zu Gott erfüllt ist.
Ein Tier weicht zur Seite und überlässt Maria seinen Futtertrog, damit sie das neugeborene Kind dort hinein legen kann. Es darf dafür mit an die Krippe der anderen Tiere. Dieses Symbol bedeutet: Die Tiere leben miteinander. Nur der habgierige nur um sein Ich kreisende Mensch kümmert sich weder um Essen noch Unterkunft für seinen Bruder.

8
Ganz in der Nähe dieser Ereignisse haben auch Hirten mit ihren Schafen ihr Quartier aufgeschlagen. Naturverbundene Menschen haben oft eine sehr sensible Seele. Und die Hirten spüren in dieser Nacht, dass Gott ihnen nahe ist, wie sie es noch nicht erlebt haben. Die Flammen ihres Lagerfeuers und in ihren Lampen züngeln viel heftiger als sonst. Sie können dieses außergewöhnliche Geschehen nicht wirklich erfassen und kennen auch seine Bedeutung noch nicht. Der eine sagt so, ein anderer so. Einige der Hirten vertrauen ihren Empfindungen und sie beschließen, von den Lampen geführt, in die Stadt Bethlehem hinein zu gehen ohne zu wissen, was sie dort genau erwarten könnte. In Bethlehem angekommen, stoßen sie gleich auf den halb zerfallenen Stall, in dem gerade das Kind geboren wurde. Noch liegt der neugeborene Mensch hilflos in einem Futtertrog für Tiere. Als Mann wird er später sagen: "Ich bin der gute Hirte. Ich rufe alle Menschen guten Willens. In Israel. Und in allen anderen Völkern dieser Erde! Höret meine Stimme: Das Friedensreich ist nahe herbeigekommen!"
Die Hirten treffen im Stall auch auf Josef, Maria und die Söhne Josefs. Alle sind sehr hungrig und frieren. Da spricht der Älteste der Hirten: "Ich hole Schafkäse und einige Schafe, deren Nähe euch ein wenig wärmen kann." Aus den Hirten spricht die Güte ihres Herzens, und sie geben alles, was sie können und was die Familie im Stall braucht. Auch ihr Besuch ist ein Symbol für die Welt. Er bedeutet: Die armen und schlichten Menschen werden Gott schneller erkennen und das Rechte tun als die Reichen und Stolzen.

9
In derselben Nacht klopft noch eine ältere Frau an und bringt etwas Brot mit. Sie hatte gehört, dass in dieser Stallhöhle ein Kind geboren wurde. Und sie nimmt das Kind in den Arm und fasst sich ein Herz: Sie führt Josef und seine Familie zu ihrem ärmlichen Zuhause. Es bietet nicht viel. Doch es ist ein warmes Quartier. Dort werden Maria und das Kind so gut versorgt, wie es möglich ist.

10
In dieser Zeit sind auch einige Sterndeuter aus dem Orient auf der Reise. Sie wissen von einer Prophezeiung. Der Befreier, der Erlöser der Menschen, der Messias, würde unter einer ganz bestimmten Sternenkonstellation auf diese Erde kommen. Dieser Mann wird der lang ersehnte König sein, der Messias, auf den das Volk Israel schon seit vielen Hundert Jahren wartet. Und der eines Tages auch zum König der anderen Völker wird. Diese Sternenkonstellation, von der die Prophezeiung einst kündete, zeigt sich jetzt am Himmel.
Und es geschieht, dass auch der jüdische König Herodes in Jerusalem von der Reise der weisen Männer erfährt. So lässt er die Männer an seinen Hof rufen und spricht zu ihnen: "Sucht sorgfältig nach dem Kind. Wenn ihr es dann gefunden habt, sagt mir wieder Bescheid, so dass auch ich kommen und es anbeten kann."
Der König redet süß. Doch finster sind seine Gedanken. "Wenn hier ein Kind geboren wird, das König werden soll", so seine Gedanken, "dann werde ich das nicht zulassen. Denn ich bin der König und nach mir der, den allein ich zum König bestimme." Und der König plant, das Kind zu finden, um es dann töten zu lassen.

11
Die Männer aus dem Orient, dem Morgenland, ahnen von dem furchtbaren Plan des Herodes nichts. So ziehen sie mit ihren Kamelen und Eseln voll freudiger Erwartung weiter ihres Weges. Und der Stern geleitet ihren Weg. Sie merken dabei aber nicht, wie ihre Tiere von der vielen Anstrengung müde und durstig geworden sind. Denn sie sind schwer mit Proviant, mit Geschenken und mit allerlei Habseligkeiten für die Reise beladen.
Da ist auf einmal der Stern verschwunden. Bestürzt schauen die Sterndeuter einander an.
"Wo ist der Stern? Warum ist er nicht mehr am Firmament zu sehen? Was ist geschehen?" Sie steigen von den Tieren ab. Da erst fällt ihnen auf, wie erschöpft die Kamele und Esel sind und wie die Tiere vor Durst leiden. Und so nehmen sie ihnen ihre schwere Lasten ab und suchen für sie eine Möglichkeit zum Trinken. Und schon bald finden sie einen Brunnen, denn ihre Reise steht unter einem guten Stern. Und gerade als sie Wasser für ihre durstigen Tiere schöpfen, spiegelt sich auf der Wasserfläche plötzlich wieder der Stern, den sie verloren hatten. Da ist ihre Freude groß und sie danken Gott für diese Führung und Hilfe.

12
Und so kommen auch die weisen Männer aus dem Orient in die Stadt Bethlehem, und sie finden dort den Ort, in dem das Kind und seine Eltern untergekommen sind. Wenn die Prophezeiung stimmt, dann haben sie hier, an diesem Ort, den Menschen gefunden, der später der König und Diener der Menschen werden würde. Die drei Männer beugen sich und gehen auf die Knie. Dann öffnen sie ihre Tücher und breiten ihre mitgebrachten Gaben aus. Und während sie Gott in dem Kind anbeten, werden sie selbst im Inneren tief beschenkt.
Und mit fröhlichem Herzen beginnen sie bald wieder ihre Heimreise. Doch während sie schlafen, haben hören sie im Traum eine Stimme: "Kehrt nicht wieder zu König Herodes zurück, wie ihr es ihm versprochen habt". Die Sterndeuter erwachen und sind erschrocken. Was ist zu tun? Und sie hören auf die Warnung in dem Traum. Nach ihrem Brauch zünden sie ein Feuer an und dankend beten sie Gott in der Flamme an für die Führung. Und so ziehen sie auf einem ganz anderen langen Weg zurück in den Orient, von wo sie einst aufgebrochen waren.

13
In Bethlehem haben sich Josef und seine Familie in die Steuerlisten eingetragen, wie es das Gesetz von ihnen forderte. Und Josef ist weiter besorgt. Denn Maria ist nach der Geburt noch ganz erschöpft. Sie braucht Ruhe, damit sie wieder zu Kräften kommt. Und noch weiß die Familie nicht, wie ihnen der Rückweg gelingen soll. Denn erneut steht ein beschwerlicher Fußmarsch bevor. Doch größer als die Sorge ist Josefs Zuversicht, und Josef und Maria spüren jeden Augenblick: Gott ist ganz nah und Er wird ihnen wieder beistehen, zurück nach Nazareth zu kommen.
So versuchen alle, noch etwas zu ruhen, um für die Rückreise Kraft zu sammeln. D
och etwas Böses liegt in der Luft. Jemand hätte gehört, dass Herodes dunkle Pläne schmieden würde. Und nachdem Josef eingeschlafen ist, träumt auch er schwer und ein Bote Gottes erscheint ihm im Traum und spricht: "Fliehe mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten und bleibe dort, bis dir weiteres gesagt wird."
Als Josef das hört, fährt ein furchtbarer Schreck in seine Glieder. Und er weiß auch: Sie dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren.

14 
Und sogleich, noch mitten in dieser Nacht, machen sich Josef und Maria mit Jesus auf. Sie fliehen zu Fuß aus Bethlehem
jedoch nicht zurück nach Nazareth, sondern in die entgegen gesetzte Richtung, noch weiter nach Süden in Richtung Ägypten. Murrend folgen auch die Söhne Josefs, und sie klagen: "Warum müssen wir fliehen? Warum kann Gott Seinen Sohn nicht anders schützen?" Doch sie gehorchen ihrem Vater Josef.
Maria ist weiter sehr schwach, jedoch voller Vertrauen in die Führung Gottes. So ziehen Maria, Josef und seine Söhne also nach Ägypten und bleiben solange dort, bis sie wieder zurückkehren können nach Nazareth. Und es dauert etwa sieben Jahre, bis der Bote Gottes Josef erneut im Traum erscheint und spricht: "Stehe auf und nimm das Kind und Seine Mutter und kehre zurück in das Land Israel."


 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Die Bethlehem-Geschichte von der Geburt Jesu, Freie Christen für den Christus der Bergpredigt, Marktheidenfeld 2003, zit. nach http://www.theologe.de/jesus_geburt.htm, Fassung vom 24.12.2011
 

 


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Und: Die Gänse klagen - ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die Gänse am Leben zu lassen
Was der große sterbende Baum im Vatikan uns sagen könnte

... sowie bleibend aktuelle Nachrichten und Hintergründe zum blutigen Weihnachtsfest:
Unschuldige Tiere als Opfer der Menschen - Grausame Schlachtungen im kirchlichen Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus / Für ein Weihnachts- und Silvestermenü vegetarisch
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Die Geburtstage von Buddha und Jesus

Die wahre Wein-Nacht - über die kirchliche Inquisition
 

Vielleicht nehmen Sie sich auch einmal etwas "stille Zeit" und schauen diesen Film. Eventuell nur in Ausschnitten, weil man nicht alles auf einmal verkraftet. Und schauen Sie ihn sich ohne deutsche Untertitel an. Lassen Sie einfach die Bilder auf sich wirken. Die Zeit lohnt sich.

http://www.earthlings.com/

Und bedenken Sie dazu immer wieder die Lehre der Kirche, welche besagt:
 
"Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss." (Der "Heilige" Augustin, De Civitate Dei I, 20)

Es spiele keine Rolle, ob man Tiere gut oder schlecht behandle, und "keiner sündigt, indem er eine Sache zu dem verwendet, wozu sie bestimmt ist."  (Der "Heilige" Thomas von Aquin, Summa theologica II. 64. I)

"Ich rufe auch die Heiligen an. Ich bin mit Augustinus, mit Bonaventura, mit Thomas von Aquin befreundet. Man sagt dann auch zu solchen Heiligen: ´Helft mir!`" (Papst Joseph Ratzinger in Licht der Welt, Freiburg 2010, S. 32)

"Hatte nicht schon der junge Theologieprofessor Ratzinger, damals also noch nicht Bischof, Kardinal oder Papst, in seinen Vorlesungen vor seinen Theologiestudenten vollmundig getönt, es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe." (Der ehemalige katholische Theologieprofessor Hubertus Mynarek in: Papst ohne Heiligenschein, Sonderdruck, Odernheim 2006, S. 4)

"Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt." (Katechismus der Katholischen Kirche, verfasst von Joseph Ratzinger, Lehrsatz Nr. 2418)

"Unter Gefühle verstehe ich Sympathie, Schuld, Verzeihung, Gewissen, Barmherzigkeit, Liebe. All das kann ein Tier nicht empfinden. Gott hat den Menschen die Welt geschenkt. Eine Welt, in der nur der Mensch lachen, lieben und denken kann." (Der Kapuziner-Abt Bruder Paulus, Nachfolger des Franz von Assisi, erklärt den heutigen Menschen im Auftrag der Kirche den angeblichen Unterschied zwischen Mensch und Tier, Bild, 22.2.2003)

 

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