DER THEOLOGE
Nr. 17
Die verschwiegenen Leiden
von Organspender
und Organempfänger
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Hirntote sind in Wirklichkeit sterbende Menschen, denn der menschliche Körper stirbt langsam und Schritt für Schritt. "Unstrittig" ist dabei z.B., "dass der Stoffwechsel in den Körperzellen noch eine Weile weiterläuft, wenn der Mensch eigentlich schon tot ist ..." (Der Spiegel Nr. 38/2005); d.h., wenn er schon für "tot" erklärt wurde, während er aber immer noch stirbt und sich die Seele allmählich vom Körper löst ...
"Ich konnte ihnen die Hoffnung nicht zerstören, aber nun habe ich keine
mehr, weil ich nicht auf ein falsches Leben setzen kann ..."
(Ein Jugendlicher
mit einem fremden Organ, der keine Kraft hatte, seinen Eltern
klarzumachen, dass er lieber sterben als fremde Organe erhalten will; aus
dem Buch "Herzloser Tod" von Ulrike Baureithel und Anna Bergmann,
Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 1999; siehe
hier)
"Die Leute sagen: ´Aber ich weiß, dass
es falsch ist. Es ist falsch. Mein Bauch sagt mir das.` Aber moralisches
Gespür ist nicht das letzte Wort."
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Krankenkassen fragen in Deutschland Mitglieder: Wollen Sie oder wollen Sie nicht?
Nun wird es also für jeden Menschen in
Deutschland langsam ernst. Konnte bisher jeder, der dies wollte, einen
Organspendeausweis ausfüllen oder umgekehrt auch eine Erklärung, dass er im Ernstfall
kein Organspender sei, so soll nun mit einem neuen Gesetz die Anzahl der Spenderorgane
erhöht werden. Eine so genannte "Erklärungslösung" sieht vor, dass
ab dem Herbst 2011 jeder
Bundesbürger mindestens einmal im Leben gegenüber seiner Krankenkasse eine
Erklärung für oder gegen Organspende abgeben müsse. Einigen Politikern und
Kirchenführern geht dies jedoch noch nicht weit genug. Sie hätten gerne eine
"Widerspruchslösung" oder "erweiterte Widerspruchslösung" eingeführt, bei
der grundsätzlich jeder Mensch als Organspender behandelt werden dürfe; es
sei denn, er hat zuvor widersprochen bzw. die Angehörigen widersprechen im
Ernstfall ("erweitert").
Bis jetzt gilt allerdings noch die
"Zustimmungslösung". Das heißt: Ohne persönliche Zustimmung bzw. ohne
Zustimmung seiner nähesten Angehörigen ("erweiterte Zustimmungslösung") dürfen dem Sterbenden die Organe bis
jetzt nicht entnommen werden. Doch in naher Zukunft wartet man in
Deutschland nicht mehr auf
eventuelle Zustimmungen. Sondern jeder wird zu Lebzeiten ausdrücklich danach gefragt. Doch die wenigsten
Menschen ahnen, worauf sie sich hier einlassen oder auch nicht.
Kirche
ersetzt Wissen um Reinkarnation
durch Lehren von "Erbsünde" und angeblich ewiger Hölle
Warum haben so viele Menschen panische Angst vor dem Tod? Es hat damit zu tun, dass die Kirche das Urwissen der Menschheit über Sterben, Tod und möglichen Reinkarnationen verteufelt und verdammt hat. Im kirchenchristlichen Abendland wurde dieses Wissen durch die kirchliche Lehre von einer angeblichen "Erbsünde" und einem nur einzigen irdischen Leben ersetzt, auf welches für den Menschen ein ewiger Himmel, ein Fegefeuer vor dem Himmelseintritt oder eine ewige Hölle folgen soll. Vor diesem religiösen Hintergrund sind deshalb viele Mediziner bestrebt, diese angeblich einzige irdische Lebenszeit eines Menschen mit allen Mitteln zu verlängern. Eine ihrer "Errungenschaften" ist dabei die Organverpflanzung von Mensch zu Mensch, vor allem die Herztransplantation, aber auch die Nierenspende, die als so genannte "Lebendspende" (der Spender lässt sich eine der beiden Nieren heraus operieren) schon routinemäßig durchgeführt wird und für die im Jahr 2011 z. B. angesichts vieler schwerster Nierenschäden durch den EHEC-Virus geworben wurde. Zudem werden vereinzelt auch Tierorgane in den Menschen verpflanzt, die so genannte Xenotransplantation.
Vorbereitung zur Organentnahme statt liebevoller Sterbebegleitung
Dieser medizinische
"Fortschritt" hat auch zu einem anderen Umgang mit dem
Sterben geführt. Rückt bei einem Menschen im Krankenhaus der Tod näher, ist
es nun nicht mehr das Hauptgebot der Stunde, ihm bzw.
seiner Seele beim Hinübergehen in die jenseitige Welt
liebevoll zur Seite zu stehen. Sondern es werden in dieser Zeit, wo immer
dies möglich ist, die
notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die
Entfernung seiner Organe vorzubereiten. Dies geschieht dann, während der
Betroffene gerade stirbt, und es
ist für den gerade in dieser Phase extrem schmerzempfindlichen Menschen und seine Seele trotz
Narkose bzw. Betäubung mit
unsäglichen Qualen verbunden, wie unzählige Erfahrungen und Indizien belegen
(siehe dazu unten im
Text). Und beim
Sterben halten dem Menschen dann nicht seine Angehörigen liebevoll die Hand
oder sie streichen ihm über die Stirn, sondern die Angehörigen werden
weggeschickt, denn sie dürfen bei dem, was nun getan wird, nicht dabei sein,
und sie würden es wohl auch kaum verkraften. Denn was nun geschieht,
kommt im Erleben des Spenders einer Art "Schlachthof" gleich. Die medizinischen
Spezial-Teams schneiden dem Sterbenden in Eile alles das heraus, was
unmittelbar darauf anderen Menschen eingepflanzt werden soll. Die Seele des
Sterbenden, die nicht an sein Gehirn gebunden ist, wird in dieser Lebens- =
Sterbensphase normalerweise noch einmal intensivst mit ihrem
bisherigen irdischen Leben konfrontiert, das sich dann im Rücklauf des
Lebensfilms noch einmal vor dem
inneren Auge abspielt. Noch so manche Selbsterkenntnis und Reue sind dabei
eine unschätzbare Hilfe auf dem weiteren Lebensweg für die Seele im Jenseits.
In diese Vorgänge aus
der weisen Schöpfungsordnung Gottes wird jetzt von den
Transplantationsmedizinern brutal hineingestochen und geschnitten. Damit
wird diese
letzte Chance, im Hinübergehen vom Diesseits ins Jenseits noch manches zu
bereuen und von Seele zu Seele um Vergebung bitten zu können, aufgrund
unsäglicher Schmerzen rabiat verhindert.
Das geistige Wissen der Bibel und die überhebliche Meinung der heutigen Mediziner
Doch dass die Seele bzw. der Leib
eines Menschen, in dessen Adern noch Blut fließt, furchtbar leiden kann,
auch wenn der
"Hirntod" zweifelsfrei
ermittelt ist, das wollen die meist kirchlich gläubigen Mediziner dann nicht
wissen. Und dies gilt auch für die kirchlichen Ethik-Experten, obwohl selbst in ihren Bibeln
eindeutig steht: "Des Leibes Leben
ist in seinem Blut"
(3. Mose 17, 11)
und nicht etwa: "Des Leibes Leben ist in seinem Gehirn", wie
es die kirchlichen Ethik-"Experten" heute propagieren.
Das heißt: Auch wenn das Gehirn von Ärzten schon für
"tot" erklärt wurde, ist "des Leibes Leben" immer noch "in seinem Blut",
was auch bedeutet: Die unsterbliche Seele befindet sich nach wie vor im
sterbenden Körper und durchdringt diesen weiterhin mit ihrem Lebensatem.
Noch hat sich die Seele also nicht (!) von ihrem Körper
gelöst, und sie ist weiterhin mit dem Körper über das so genannte "Silberband"
verbunden
(auf das z. B. Prediger 12, 1.6a hinweist), das auch ein Schmerzleiter ist. Das heißt: Der Organspender erleidet
vor allem über den Schmerzleiter, das "Silberband", bei diesem Vorgang, bei welchem
dem Körper gänzlich der Garaus gemacht wird, grässlichste
Schmerzen. Die vorgenommene Betäubung ist eben nicht vergleichbar
mit der Betäubung bei einer Operation, wo es um eine Gesundung des Körpers geht
und die Ärzte die Organe behutsam in ihren Funktionen bestärken.
Und wenn die
Transplantations-Chirurgen das hier Dargelegte bestreiten,
dann an sie die Frage: Können
die Mediziner ihre Meinung beweisen? Können sie den Spender hinterher
fragen, welche Schmerzen er hatte? Können sie ihn fragen, wie es ihm jetzt
geht? Und wenn nein, woher wollen sie dann wissen,
dass der Spender bzw. das Opfer beim Sterben durch ihr Tun nicht aufs Furchtbarste
leiden musste?
Sie werden es erfahren. Aber nicht mehr in dieser Welt. Und
dann Gnade ihnen Gott. Die Ärzte haben zumindest das 5. Gebot gekannt,
welches lautet "Du sollst
nicht töten." Doch die Mediziner töten mit kirchlicher Erlaubnis sterbende
Menschen, die alle nur erdenkliche Hilfe und seelischen Beistand bräuchten,
z. B. beim Loslassen und Abschied nehmen können, auch wenn keine Hirnströme mehr
von den groben technischen Instrumenten gemessen werden.
Denn nicht jede Regung der Seele lässt sich mit dem augenblicklichen Stand
der High-Tech maschinell erfassen. Das Sterben ist
dabei vergleichbar einer Geburt. Man wird in eine andere Welt
hinein geboren.
Weit größere Schuld als die Ärzte tragen jedoch die Priester
und Theologen der Institutionen Kirche, welche
das geistige Wissen über diese Dinge (und nicht nur über diese) in den
letzten 2000 Jahren ausgemerzt haben und die heute diejenigen verleumden, welche
- teilweise dank ihrer Innenschau - das verlorene Wissen und die Weisheit wieder zu den Menschen bringen.
Kirche
und Transplantationsmedizin
ignorieren das Leben der Seele
Die medizinischen Experten
und ihre kirchlichen Gewährsmänner versuchen nun ihrerseits, ihr Gewissen damit zu
beruhigen, indem sie sagen, sie würden unzähligen Organempfängern ein
"neues" Leben "schenken". Dabei wollen sie jedoch nicht
wahrhaben, dass ein Mensch mit einem fremden Organ gar nicht mehr
sein
Leben leben kann, das sich einst die Seele
im Jenseits für die vor ihr liegende Erdenzeit als Mensch vorgenommen hatte
bzw. das für den Werdegang dieses Menschen vorgesehen war und ist.
Denn die Kirche hat auch den Glauben bzw. das Urwissen der Menschheit über die
Lebensspanne
eines jeden Menschen verworfen. Demnach steht bereits bei der Geburt eines Menschen
der Zeitraum fest, innerhalb dessen seine Seele den menschlichen
Körper wieder verlässt, um von da an wieder im so genannten Jenseits weiterzuleben. Und auch
diesen Zeitraum hat sich die Seele im Jenseits oft selbst vorgegeben, bevor sie in
einen neu geborenen
Menschen inkarnierte. Auch verwirft die Kirche die weisen Fügungen der
göttlichen Welt und die Gesetzmäßigkeiten von "Saat und Ernte", obwohl
vieles davon auch noch in ihren Bibeln zu finden ist. Doch die Päpste,
Bischöfe und Pfarrer haben alles Wissen und alle Weisheit ersetzt durch die angeblich
"unausforschlichen Ratschlüsse" eines angeblich "geheimnisvollen" Gottes,
den man nach kirchlichem Glauben sogar anklagen könne. Doch der Tag wird
kommen, an dem sie selbst die Angeklagten sind, und die unzähligen Menschen und
Seelen der von der Kirche einst irregeführten Menschen die Kläger. Dann ist Schluss mit dem
"Geheimnis" Gottes, das letztlich nur das Geheimnis der Priester ist, dass sie von Gott weit weniger verstehen als die meisten anderen Menschen.
Die evangelische Kirche, die vor allem in Deutschland prägend wirkt, hat
dabei in ihrer
maßlosen Überheblichkeit sogar das Grundwissen um
die Unsterblichkeit der Seele aus ihrer Lehre gestrichen.
Es wird in dieser intellektualistischen Kirche überhaupt nicht mehr zwischen Seele und Mensch unterschieden.
Dieses Urwissen aller Religionen und Kulturen
wurde dort durch eine Lehre vom angeblichen "Ganztod" des
Menschen (der dem Tod auch seiner Seele gleichkommen soll) und einer späteren
angeblichen Auferweckung ausgetauscht, indem man einzelne Bibelstellen dafür aus
dem Zusammenhang riss und andere ignorierte
(siehe
hier).
Die
Nierenspende eines Politikers oder der Tod einer Politiker-Mutter
als Türöffner für die
öffentliche Meinung
So betrachten Menschen, die durch ein solches
intellektuelles Kirchentum geprägt sind, bei der Transplantationsmedizin auch
ausschließlich den sterblichen
Körper, bedenken aber nicht, was dabei mit der unsterblichen Seele geschieht. Und
aus dieser extrem materialistischen kirchlichen Sicht der Dinge wird wiederum geschlussfolgert,
dass das Risiko der
Transplantationen und mögliche negative Folgen geringer seien als der
mögliche Erfolg.
Ausgeblendet werden dabei die vielen verschwiegenen und schwerwiegenden Leiden von
Organspendern und Organempfängern, vor allem bei
Herztransplantationen, die auch von den Kirchenoberen nicht mehr weg zu
leugnen sind.
Und dies beginnt -
wenn auch in deutlich abgeschwächter Form -
auch bereits bei so genannten Lebendspenden, z. B. für Nierenspender und
Nierenempfänger - ein zerbrechlicheres irdisches Leben einerseits und
ein massiver Fremdkörper bzw. "Störsender", der das Leben des anderen oft
erst unmerklich und eine Zeitlang noch nicht deutlich wahrnehmbar belastet.
Die Nierenspende des SPD-Fraktionsvorsitzenden im
deutschen Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, wurde dabei in Deutschland im
Spätsommer 2010 von Transplantations-Interessengruppen und den Großkirchen als "Weichspüler" bzw. Türöffner
benützt, um die Organtransplantation weiter zu forcieren
(siehe dazu auch
hier).
Vordergründig
erscheint es hier so, als sei alles positiv, da eben die negativen Folgen noch nicht
sichtbar oder noch nicht spürbar sind, zumindest nicht für die
Öffentlichkeit. Und mithilfe dieser Blendung wird
dann suggeriert, dass z. B. die Organspende Sterbender genauso "positiv" sei
wie eine solche Lebendspende.
Und auch hier werden Erfahrungen von bekannten Politikern zu Türöffnern. Z.
B. der Tod der Mutter von CSU-Finanzminister Markus Söder
im Jahr 1994. "Meine Mutter könnte heute vielleicht noch leben, wenn es
damals eine Spender-Niere gegeben hätte", so wird der Politiker zitiert
(bild.de, 27.9.2011).
Dieser verständliche Schmerz oft noch nach vielen Jahren und Jahrzehnten geht natürlich
auch vielen Lesern nahe. Doch was eine
Spender-Niere bedeutet hätte, wird verschwiegen. Man will es nicht
wahrhaben bzw. man lehnt wissenschaftliche Forschungen ab, welche die
bekannten negativen Erfahrungen mit Organspenden bestätigen und vertiefen
könnten. Und maßgeblich sind auch bei diesen Werbeoffensiven wieder die beiden Großkirchen beteiligt
(siehe hier).
Nachfolgend als kleiner Gegenpol zu dieser Kampagne
einige Fakten, Erfahrungen und Hintergründe, welche die
Gedanken der Einleitung zu diesem Thema beweisen bzw. belegen. Die Zusammenstellung ist nur eine kleine
Auswahl und kann fortlaufend ergänzt werden. Im Unterschied zu Deutschland
ist die Schwelle zur Organentnahme in den meisten anderen europäischen
Ländern niedriger, so dass man dort sogar sehr leicht
und sehr schnell zum
Organspender wider Willen werden kann.
Näheres zur
rechtlichen Situation in diesen Ländern lesen Sie hier.
1. Der grausame Schmerz der Organspender
1.1. - Eine Krankenschwester, die einem Organspender das Leben
rettete, bevor - wie beschlossen - die Organe entnommen werden konnten,
fragte danach den verantwortlichen Arzt, warum er in der kritischen
Situation einfach das Zimmer verlassen habe. Der Arzt antwortete, er habe
die Lebenszeichen des Patienten nicht sehen können oder wollen, weil er
gedanklich schon mit dem Organempfänger beschäftigt war.
Dank der Aufmerksamkeit der Krankenschwester überlebte der unfreiwillige
Organspender das Debakel, wenn auch im Rollstuhl (ZDF, Organspende - der
umkämpfte Tod, 7.4.1994).
1.2. - Vier führende philippinische Chirurgen des Nationalen
Nieren-Instituts werden beschuldigt, ein Unfallopfer zum Zwecke der
Organentnahme getötet zu haben. Sie entnahmen einem 18-Jährigen, der
nach einem Sturz bei vollem Bewusstsein und ohne gravierende Körperschäden
eingeliefert wurde, beide Nieren und das Herz, als dieser noch "überaus
lebendig" war, wie Zeugen beobachtet haben wollen. Offensichtlich wurde
unbedingt eine Niere für einen wohlhabenden Patienten gebraucht. Die Ärzte
zeigten sich später öffentlich sehr zufrieden aufgrund der gelungenen
Transplantation (Frankfurter Rundschau, 26.8.1994).
1.3. - Ein Mann aus Frankfurt erzählt, wie er sich im Krankenhaus von
seiner sterbenden Frau verabschiedet. Sie war bereits hirntot und lag im
Koma. Als er das Sterbezimmer verlassen wollte, zeigte sich plötzlich ein
Ausschlag am Messgerät der hirntoten Frau. Es war, als ob die Seele
sagen wollte: "Geh jetzt noch nicht weg!" Der Mann blieb die ganze Nacht bei
ihr, hielt in Gedanken Kontakt zu ihr und beobachtete dabei weitere
Ausschläge des Messgeräts. Erst Stunden später hatte er das Gefühl, sich von
der Seele seiner Frau verabschieden zu können.
Ein Chirurg berichtete, dass während einer Organentnahme meist der
Blutdruck der hirntoten Menschen ansteige. Sind das nun
Reflexe des Rückenmarks, wie Transplantationsmediziner glauben machen
wollen? Oder zeigt sich daran, wie der sterbende Mensche in
Panik ausbricht und Schmerzen erleidet? (Tot oder lebendig, WDR,
21.2.1996)
1.4. - Die Psychologin und Sterbebegleiterin Daniela Tausch-Flammer
berichtet: "Hirntod bedeutet für mich in dem Sinne noch nicht tot, sondern
es bedeutet eigentlich, dass der Mensch noch im Sterben ist. Wir erleben es
häufig, wenn wir bei jemandem am Bett bleiben, nachdem er gestorben ist
oder nachdem die klinischen Werte da sind, dass sich auch dann noch etwas
verändert und [das] besonders eigentlich für die Angehörigen ganz
entscheidend ist, weil sie spüren: Da geschieht noch ganz viel ...
Oftmals erfahren sie Frieden oder eine Beruhigung und von daher ist für die
Angehörigen der klinische Tod, wo der Mensch noch beatmet wird, nicht
fassbar als der Tod."
Und der Theologieprofessor Dr. Klaus-Peter Jörns aus Berlin sagt: "Kaum jemand weiß, der
heute um die Organe angegangen wird, dass die Entscheidung über die
Organspende bedeutet, dass die Angehörigen nicht über den eintretenden
Tod hinaus bei ihrem Angehörigen bleiben können, sondern raus müssen und
erst den ausgestopften Menschen dann wieder zu Gesicht bekommen" (aus:
Kirche und Gesellschaft, TV-Bericht, November 1996).
1.5. - "Der Spender wird operiert im Augenblick des Hirntods, der
so genannten Null-Linie im EEG. Im selben Moment jedoch geben auch die
Körper- und Organzellen keinen elektrischen Impuls mehr ab. Das bedeutet,
dass sie allmählich absterben. Es beginnt nun die eigentliche Phase des
Sterbens des Menschen, die sich je nach Temperatur über 20 bis 40 Minuten
erstreckt. Erst danach hat sich die Seele wohl endgültig vom Leib gelöst.
Den Gehirntod mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen, ist eine
schwerwiegende Unwahrheit. In den Minuten, in denen die Organentnahme
stattzufinden hat, ist die Seele noch mit dem Körper verbunden und noch voll
schmerzempfindlich. In dieser Zeit findet im Bewusstsein des Sterbenden
zumeist das Ablaufen des Lebensfilms statt, was von der Seele höchste
Aufmerksamkeit verlangt. In dieser Phase sollte keine Störung die Seele
behindern. Denn auch jetzt kann sie z. B. durch Bitte um Vergebung noch
manches in Ordnung bringen, obwohl es ihr sterbender Körper nicht mehr
ausdrücken kann. War es ein plötzlicher, unerwarteter Tod, so war die Seele
darauf gar nicht vorbereitet und glaubt womöglich noch für einige Zeit, am
Leben zu sein und ihren Körper weiter durchdringen zu können. So ist es kein
Wunder, dass viele Ärzte und OP-Schwestern beobachten konnten, wie
angeblich tote Patienten auf dem Operationstisch sich mit aller Kraft gegen
die Organentnahme zur Wehr setzten, um sich schlugen, sich aufrichteten und
den Arzt wegzustoßen versuchten. Dieses bei ´Toten` unübliche Gebaren
versucht man zu verhindern, indem man zur Sicherheit eine Narkose durchführt
oder den Körper festbindet. Einige ´Experten` meinen, diese Bewegungen seien
nur Reflexe, wie man sie auch bei Froschschenkeln beobachten könne. Das
Argument, bei Tierversuchen könne Ähnliches gesehen werden, überzeugt nicht,
denn es wird dabei vergessen, dass auch Tiere eine Seele haben, die
empfindet und sich wehrt, solange sie den Körper noch nicht verlassen hat.
In Wirklichkeit
versucht die Seele des Menschen mit letzter Kraft, um
ihren Körper zu kämpfen und die Organentnahme vielleicht noch zu verhindern"
(aus den Aufzeichnungen eines Arztes, der bei
Organtransplantationen nicht mehr mitmacht; sie liegen der Redaktion
vor).
1.6. - Trotz grausamer Schmerzen werden in Großbritannien Organspender
weiterhin nicht betäubt, wie die Fachzeitschrift Anaesthesia im Jahr
2000 darlegte. In dem Fachmagazin wird zugegeben, dass die hirntoten Spender
bei der Organentnahme "möglicherweise" noch Schmerz empfinden. Trotz der
Beobachtungen der Ärzte, die auch das medizinische Personal "verstören",
wies das britische Gesundheitsministerium ihre Forderung nach Betäubung der
Organspender zurück. "Es gebe keine Zweifel", so das Ministerium laut einer
Meldung der Nachrichtenagentur Reuters vom 20.8.2000, "dass
Gehirntote keine Schmerzen empfänden". Das Klinikpersonal berichtete jedoch
folgendes: Bei den für die Organspende vorbereiteten hirntoten Menschen
steige der Blutdruck und der Herzschlag und die Glieder zucken. Teilweise
bäumten sich einzelne "Tote" so weit auf, dass sich sogar die
Oberkörper aus eigener Kraft aufrichteten. Dabei stießen die "Toten"
"gurgelnde" Laute aus. In Deutschland werden die
Spender zwar betäubt, um genau diese Abwehrreaktionen zu verhindern,
doch der furchtbare Schmerz wird durch die Betäubung offenbar nur
unwesentlich gemindert, da gerade ein sterbender Mensch extrem sensibel bzw.
schmerzempfindlich ist.
Und auch die Seele, die sich gerade erst von ihrem Körper gelöst hätte,
spürt wohl noch, was mit dem Leib geschieht und empfindet die Schmerzen auch
an ihrem Seelenkörper.
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Zwischenbemerkung
Nr. 1:
Was lehren demgegenüber die Kirchen
über den Hirntod?
"Der Hirntod bedeutet ebenso wie der Herztod den Tod des Menschen ...
Der unter allen Lebewesen einzigartige menschliche Geist ist
ausschließlich an das Gehirn gebunden."
(Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland zur Organtransplantation, 1990) |
1.7. -
Renate Greinert gab ihren 15jährigen Sohn als Organspender frei. Später
veröffentlichte sie die Broschüre Organspender - nie wieder,
erhältlich bei der emu-Verlags- und Vertriebs-GmbH, Taununsblick 1a,
56112 Lahnstein. Frau Greinert schreibt u. a.: "Ich
gab den Kampf um meinen Sohn auf. Eine ungeheuerliche Situation: Ich
wende mich von meinem Kind ab, das warm ist, lebendig aussieht und behandelt
wird wie ein Lebender, weil der Arzt sagt, mein Kind ist tot." Statt
ihrem eigenen Empfinden hatte sie den Ärzten vertraut. Doch ihr
Vertrauen wurde auf eine Probe gestellt:
"Und dieses Vertrauen in die
Aussagen der Mediziner in der Frage der Organspende besteht die Probe
nicht."
Als sie ihren Sohn vor der Beerdigung noch einmal sieht, erinnert er sie
"an ein ausgeschlachtetes Auto,
dessen unbrauchbare Teile lieblos auf den Müll geworfen wurden". Die
Mediziner hatten ihrem Sohn Herz, Leber, Nieren und die Augen entnommen,
sogar die Beckenkammknochen hatte man aus dem Körper herausgesägt. "Zerlegt
in Einzelteile war er dann über Europa verteilt worden. Er war zum
Recyclinggut geworden." Sie spricht mit Eltern, deren Kinder ebenfalls zu
Organspendern gemacht wurden. Und ihre innere Position wandelt sich: von
ihrem Ja, "um noch mehr Tod" zu verhindern, zu einem radikalen Nein und zum
Recht auf ein Sterben in Würde.
Ein Schuldgefühl, zu früh aufgegeben zu haben, macht sich breit, "denn was
verlassen wurde, war ein Lebender, kein Toter". Andere Mütter erzählen
ihr von nächtlichen Albträumen, in denen ihre Kinder schreien und ihnen
vorwerfen, sie verlassen zu haben. Und genau das hat auch sie getan.
Nicht Angehörige waren damals Sterbebegleiter, sondern das
Transplantationsteam, das anreist, um sich der Organe zu bemächtigen. Und
sie fragt: "Haben unsere Kinder etwas empfunden, als man sie vom Kinn bis
zum Schambein aufschnitt, ihre Körperhälften wie eine Wanne auseinander
spreizte, um sie mit eiskalter Perfusionslösung zu füllen?" Die Gewissheit,
dass ihr Sohn nicht tot war, sondern erst im Sterben lag, erfüllt sie mit
Angst und Entsetzen: "Es ist nicht zum Aushalten. Wir finden keinen Weg
aus der Schuld." Die Frau ahnt, dass die Seele die Schmerzen des
furchtbaren Eingriffs empfunden hat.
"Was würde ich tun, wenn einem meiner Kinder mit einer Organspende
geholfen werden könnte?" fragt Frau Greinert an anderer Stelle. "Würde
ich dann wenigstens ein Organ von mir hergeben?" Ihre Antwort lautet immer
wieder "nein". "Ich liebe meine Kinder, meine Familie, wie jede Mutter und
Frau es tut." Würde eines ihrer Kinder ein Organ brauchen - ihr fielen
sofort die vielen Organempfänger wieder ein, die sie im Laufe der Jahre
kennen lernte. Erschreckend, ein Leben lang mit einem unsichtbaren Band an
einen Transplantationsmediziner gekettet zu sein; die vielen Nebenwirkungen
durch die Medikamente, die die Abstoßung verhindern sollen und die noch
gesunden Organe schädigen. "Ich fühle mich auch nicht als Ersatzteillager
für meine Kinder: ... Im Extremfall hätte ich eine Niere, ein Stück
meiner Leber und vielleicht zwei Hornhäute abzugeben. So verstehe ich
aber meine Aufgabe und Pflicht als Mutter nicht. Immer würde ich sie auf
Krankheitswegen begleiten und sie unterstützen, bis zum Tode." Würde sie
nicht wenigstens eine Niere abgeben, da hört man doch viel Positives? "Nein,
auch das nicht, ich halte das Leben eines Dialysepatienten nicht für leicht,
aber ich beneide auch keinen Nierentransplantierten, der voller
Pilzinfektionen steckt." (Ein etwas ausführlicherer Bericht von Renate
Greinert siehe unter
http://www.kirchentag2005.de/presse/dokumente/dateien/P09_1_616.pdf)
1.8. - Im Klett-Cotta-Verlag erscheint
1999 das Buch von
Ulrike Baureithel und Anna Bergmann, Herzloser Tod, Das Dilemma der
Organspende.
Die Autorinnen schreiben Erschreckendes: So berichtet eine
Stationsleiterin, dass Hirntote einen gewissen "Widerstand"
leisten, wenn sie umgebettet werden. Schwestern und Pfleger sehen die
Patienten in ihren Betten als Patienten und nicht als Leichen. Vor ihnen
liegen Menschen, deren Herz schlägt, deren Hirn aber für tot erklärt wurde
und die deshalb auf die Organentnahme warten. "Warm" und weich werden die
offiziell "Toten" den Ärzten übergeben, "erstarrt" und ausgeschlachtet
werden sie zurückgebracht. "Und weil sie ihm ins Gesicht sehen müssen,
wissen sie, das ist erst der Tod", schreiben die Autorinnen. Was in der
Zwischenzeit geschah, hat, so ein Neurologe, "den Charakter einer Folter".
Einer Mutter, die der Organentnahme ihres hirntoten Sohnes zugestimmt
hatte, sagte bei dessen Anblick nach der Transplantation: "Er sah
aus, als wenn er einen schlimmen Todeskampf hinter sich hätte - gequält. Ich
habe mich immer wieder gefragt, was da passiert ist."
Was passiert ist, wird an anderer Stelle im Buch geschildert: "Die Leiche
kann während der Organentnahme ein bemerkenswertes Spektrum an sonst
gültigen Lebenszeichen aufweisen, die dem Totenstatus des Patienten absolut
widersprechen. Einmal abgesehen von dem lebendigen Herzen, dessen
normaler Schlag auf dem laufenden EKG-Monitor bildlich und akustisch im
Operationssaal gegenwärtig ist, ist bei Hautschnitten oder bei der Öffnung
des Bauchfells mit einer ansteigenden Herzfrequenz und einem höheren
Blutdruck, außerdem mit Hautrötungen, Schweißsekretionen oder mit Bewegungen
(‘Lazarus-Zeichen’) zu rechnen." Wenn ein solches Antwortverhalten des
Spenders die Ausschlachtung stört, werden Narkotika oder Muskelrelaxantien
gegeben. Die Autorinnen dazu: "So oder so - der mit Lebenszeichen
reagierende ‘Tote’ sorgt im Operationssaal für Unruhe und Verunsicherung,
was sich zu Angst, Grauen und Schrecken steigern kann."
Ulrike Baureithel und Anna Bergmann zitieren auch einen Arzt, der sich heute
weigert, an Transplantationen mitzuwirken: "Ich habe als Arzt für Anästhesie
Explantierte sterben und Transplantierte leben sehen. Ich würde heute zu
solchen Eingriffen keine Beihilfe mehr leisten."
1.9. - Die Autorinnen Baureithel und Bergmann üben in ihrem Buch
Herzloser Tod (siehe 1.8.) auch
grundsätzliche Kritik an der Transplantationsmedizin, die für sich den
Anspruch erhebt, Leben retten zu wollen. Sie schreiben: "Doch bei dieser Art
der Lebensrettung handelt es sich um ein gesellschaftliches Phänomen, das
nicht das Leben zum Ziel hat, sondern den hybriden Wunsch, den Tod
zu vernichten. Während tagtäglich der sinnlose Tod von Menschen in allen
Teilen der Welt - sei es durch Armut, Hunger oder Krieg - akzeptiert wird,
schürt die Transplantationsmedizin nicht nur den irrigen Glauben, sie könne
uns ein Stück Unsterblichkeit bescheren, sondern auch die Vorstellung, wir
hätten einen Anspruch darauf."
1.10. - "Kein Toter kann einem Lebenden sein Organ übertragen,
sondern der so genannte Tote hat noch seinen Herzschlag; es bestehen also
noch verschiedene Funktionen im Organismus, auch wenn sie künstlich - durch
Apparate - aufrecht erhalten werden. Auf jeden
Fall ist die Seele solange an ihren Körper gebunden, wie das Herz schlägt.
Der Herzschlag, ganz gleich, ob ihn der Körper noch aus eigener Kraft
zustande bringt oder nur noch mit Hilfe von außen, weist darauf hin, dass
Gott immer noch durch die Seele des Menschen atmet, der zur Organentnahme
vorbereitet wird. Daraus ergibt sich, dass die Seele des Menschen sich noch
im Körper befindet und Schmerzen empfindet, wenn das Herz aus dem Leibe
genommen wird. Jesus sprach niemals von einer Nächstenliebe, die eine
Organtransplantation gebietet. Jesus sagte: ´Folge du Mir, und lass die
Toten ihre Toten begraben!` Er sagte also nicht: ´Schlachtet eure Brüder und
Schwestern aus, die von euch Totgesagten, und erweckt Schwerstkranke durch
Organtransplantation zum ´neuen` Leben.` - Eines Tages werden kirchliche
Obrigkeiten und alle, die in einer Organtransplantation die ´göttliche
Nächstenliebe` wissen wollen, das Weltall-Gesetz vernehmen, den All-Geist,
der ihnen die Frage stellt: Kain, wo ist dein Bruder Abel? ... Was eine
Seele bei der Organentnahme durchmacht, dann, wenn sie vernimmt, was
geschehen soll, und vor allem, wenn es geschieht, wenn der scheintote Körper
mit einer Art Kreissäge aufgesägt wird und die Ärzte - überspitzt gesprochen
- im Blut des Aufgesägten waten, kann niemand ermessen. Die unsagbaren
Schmerzen gehen in die Seele dessen ein, der auf der ´Schlachtbank` liegt.
Die Seele kann ihren Körper nicht verlassen, weil durch entsprechende
Maschinen das Herz und alle weiteren Organe künstlich in Gang gehalten
werden ...
Ist das Organ entnommen und werden die
Maschinen beim Spender abgeschaltet, dann bleibt diese Seele bei ihrem
Organ, das für die Transplantation vorbereitet wird. Ist es transplantiert,
dann hängen zwei Seelen an einem Körper. Die eine, die zum Körper
gehört, und die andere, die zum transplantierten Organ gehört ... Wirken nun
die Programme des Spenderorgans auf den Empfänger ein und umgekehrt die
Programme des Empfängers auf die Seele, die an dem Spenderorgan ihres
ehemaligen Menschen hängt, dann finden beide nicht mehr zu ihren
persönlichen Lebensprogrammen" (aus einem Gespräch
zwischen einem Atheisten und einer Prophetin mit Namen Gabriele, welche
Einblicke in geistigen Vorgänge bei einer Organtransplantation erhielt; zit.
nach der Broschüre "Der Prophet", Ausgabe Nr. 14, Verlag Das Wort,
Marktheidenfeld 1999,
http://www.das-wort.com/deutsch/kostenlos/der-atheist---ein-freund-des-propheten---nr-14.php).
PS:
"Der Prophet" gibt in diesem Gespräch auch den
Kirchen einen konkreten Hinweis und schreibt: "Anstatt die
Organtransplantation zur ´Nächstenliebe` zu erklären, wäre es besser, sich
in die Nächstenliebe einzuüben, indem sie [in vielen ärmeren Ländern] ...
allein stehenden und bettelnden Kindern helfen, von denen immer wieder
einige eingefangen werden, um ihnen - überspitzt gesprochen - die
´kirchliche Nächstenliebe` aus dem Leib zu reißen, Organe für die
Organtransplantation."
Von
derselben Autorin stammen folgende Erläuterungen: "Der Arzt bescheinigt den
Tod eines Menschen [unter anderem] dann, wenn die Gehirnströme nicht mehr
messbar sind und der Arzt keinen Hauch des Atems mehr feststellen kann.
Dennoch kann dieser Mensch noch Tage am Leben sein, denn die feinen
Restströme aus der Seele, die Lebenskraft sind und die noch über das
Informationsband zum Sterbenden fließen - was allerdings mit den
groben Instrumenten, die der Arzt verwendet, nicht gemessen, also
registriert wird -, geben dem so genannten Toten noch die Möglichkeit, das
wahrzunehmen, was um ihn herum geschieht. Der Sterbende kann sich dann
allerdings nicht mehr bemerkbar machen, weil die noch im Menschen vorhandene
Seelenenergie, gleich Lebenskraft, dazu nicht ausreicht. Das Silberband, das
Informationsband, ist, wie gesagt, auch ein Schmerzleiter ...Wenn dann im
Körper Eingriffe vorgenommen werden, wie z. B. eine Obduktion oder gar eine
Organentnahme, so kann der Mensch, dem dies widerfährt, über den
Schmerzleiter, das Informationsband, die Obduktion oder gar die
Organentnahme schmerzhaft wahrnehmen. Er leidet unsäglich. Gerade den
Vorgang der Entnahme eines Organs erlebt der scheinbar Hingeschiedene, denn
der Körper des Totgesagten darf bei einer Organentnahme noch nicht
vollständig tot sein, weil sonst das entnommene Organ
medizinisch-chirurgisch nicht mehr verwendbar wäre ... So mancher wird
denken: ´Das glaube ich nicht` oder: ´Das ist ein Horrorszenario` ... Keiner
kann dem anderen beweisen, dass es so ist oder dass es nicht so ist. Wie
sagt der Kleine Prinz? ´Man sieht nur mit dem Herzen gut`" (aus: Das
Leben und Sterben, um weiterzuleben, Marktheidenfeld 2004, S. 88-91).
1.11. -
Zwei Kolumbianer konnten im letzten Augenblick aus einer medizinischen
Hochschule flüchten, in die man sie entführt hatte. Offenbar sollten ihnen
Organe entnommen werden. Die Ermittlungen verliefen nach einiger Zeit im
Sande, offenbar aufgrund von Seilschaften zwischen den Beteiligten. In
Argentinien, Mexiko und Kolumbien wurden Entführungen mit anschließender
Organentnahme nachgewiesen (Mord nicht ausgeschlossen, NDR,
2.10.1996).
Vgl. auch den in den USA
spielenden deutschen Spielfilm "Fleisch" (1983) von Rainer Erler, in dem
Urlauber zum Zwecke der Organentnahme überfallen werden. Sie werden dann
unter Verschleierung der Vorgeschichte und mit Hilfe einer kriminellen
Ärztin in ein reguläres Krankenhaus zur Transplantation eingeschleust.
1.12. - Eine renommierte Klinik in Tschechien geriet 1999 in die
Schlagzeilen. Während einer Organentnahme soll bei einem vermeintlich Toten
die Atmung wieder eingesetzt haben. "Möglicherweise wird der Hirntod", so
die Süddeutsche Zeitung, "nicht immer ausreichend geprüft".
Nach Angaben von Informanten wären Gelder in die Klinik geflossen, mit
denen die Entnahme von Organen "beschleunigt" werden sollte
(Süddeutsche Zeitung, 15.6.1999).
1.13. - In anderen Ländern wie z. B. Spanien genügt bereits der
Herzstillstand als Kriterium für den Tod und als Voraussetzung für
Organentnahmen. Diese sind deshalb dort noch viel schneller möglich als
in Deutschland. Der Patient kann sofort nach ersten Todesanzeichen mehr oder
weniger "ausgeweidet" werden. Mehr zur Situation in Spanien lesen Sie
hier.
1.14. - In der bekannten Poliklinik Umberto I. in Rom wurden Verstorbenen
illegal die Augen entfernt und durch Glasaugen ersetzt. Augenärzte haben
die begehrten Hornhäute für viel Geld zur Transplantation verkauft (Focus
online, 12.1.2007). Mittlerweile schützen dort bewaffnete Wachen die
gestorbenen bzw. sterbenden Menschen.
1.15. - Fehldiagnosen in Deutschland und
Niederlande: Patienten in letzter Minute vor Organentnahme gerettet - jetzt
sind sie wieder gesund: "Die TV-Journalistin
Silvia Matthies (München) ist bei ihren Recherchen gleich auf zwei Fälle
gestoßen, wo Patienten zur Organspende freigegeben werden sollten: in
Holland der Bauunternehmer Jan Kerkhoff und in Freiburg ein junger
amerikanischer Soldat. Im einen Fall intervenierte die Familie, im anderen
eine Krankenschwester - und so wurden die Patienten weiter gepflegt. Beide
konnten wenige Wochen später die Klinik verlassen ..." (idea-spektrum
Nr. 12/2007)
1.16. - Deutscher fuhr in Österreich ohne Widerspruchserklärung Ski:
Nach "Hirntod"
wurden ihm sofort die Organe
entnommen: Die Gefahr von Fahrten nach Österreich wird von Deutschen und
Schweizern meist unterschätzt. In Deutschland und in der Schweiz bedarf es
bei Organentnahmen der Zustimmung des Betroffenen oder seiner Angehörigen.
In Österreich nicht. Dort dürfen sogar von Touristen die Organe entnommen
werden, wenn sie keine Widerspruchserklärung mit sich führen, z. B. im
Portemonnaie an den Personalausweis geheftet (was normalerweise gefunden
wird, sofern die Erklärung nicht nach Mafia-Art verschwindet). Die
rechtliche Situation in Österreich "hat bereits dazu geführt, dass einem
Deutschen in Österreich nach einem Skiunfall mit diagnostiziertem Hirntod
die Organe entnommen werden" (idea-spektrum
Nr. 12/2007).
Auch die Angehörigen können dies nicht verhindern, wenn sie keinen
Widerspruch des Sterbenden vorlegen können. Häufige Österreich-Fahrer können
sich z. B. auch
beim Zentralen Widerspruchsregister
für Organentnahme ÖBIG, Stubenring 6, 1010 WIEN, als Nicht-Organspender
registrieren lassen und Verwandten eine Kopie darüber aushändigen. Siehe
dazu:
http://www.oebig.org/index.php?set_language=de&cccpage=leistungen_intro&set_z_leistungen_ebene1=9&set_z_leistungen_ebene2=9999&set_z_leistungen_ebene3=9999
Informationen über die rechtliche Situation in den einzelnen europäischen
Ländern siehe hier.
1.17. - Zustimmung zur Organtransplantation: Verwandte lassen Angehörigen allein und qualvoll sterben: Allmählich werden dunkle Ahnungen für viele Menschen zur Gewissheit. Sogar die evangelische Zeitschrift idea-spektrum beschreibt die Problematik, obwohl die Kirchen für Organspenden werben (siehe Zwischenbemerkungen 1 und 2). In der Ausgabe Nr. 12/2007 heißt es: "... die Angehörigen ... sollen Abschied nehmen von einem Menschen, der noch warm ist und dessen Herz noch schlägt. Sie sollen ausgerechnet während der letzten Atemzüge von diesem Menschen getrennt sein, weil er sein Leben auf dem Operationstisch während der Organentnahme vollends aushaucht." So nennt auch der evangelische Professor für Praktische Theologie, Dr. Klaus-Peter Jörns, im Unterschied zur offiziellen kirchlichen Lehrmeinung die Organentnahme einen "Eingriff ins Sterbegeschehen" (a.a.O.). Wer dies tut oder die Zustimmung dafür gibt, dem wird wohl einst die Frage gestellt werden: "Kain, wo ist dein Bruder Abel?" (vgl. dazu die Vorgänge bei der Organentnahme, die offenbar unvorstellbar schmerzhaft für den Organspender sind)
1.18. - Gewebetransplantationen:
"Ein Besenstil für einen Knochen" - Köperteile im Wert von bis zu
100.000 Dollar -
Inara Kovalevska aus Lettland wollte ihrem gerade verstorbenen Mann Gunar im
Sommer 2002 noch einen "letzten Liebesdienst" erweisen und ihn waschen und
festlich einkleiden. Das rechtsmedizinische Zentrum in Riga lehnte mit der
Begründung ab, der Anblick des Toten sei ihr nicht zuzumuten.
Ein Jahr später erfuhr sie von der Polizei, der Leiche ihres Mannes seien
Knochen und Knorpel entnommen und diese an eine Firma im Raum Nürnberg nach
Deutschland verkauft worden. Die Zeit schreibt: Die Firma
"bearbeitet Knochen und Sehnen aus Leichen oder auch kugelförmige Köpfe von
Oberschenkelknochen ... Zerlegt in ihre verwertbaren Teile, kann die
Leiche eines gesunden Menschen bis zu 100.000 Dollar einbringen, so die
amerikanische Autorin Annie Cheney, die für ihr Buch Body Brokers
[Knochenbrecher] drei Jahre in Leichenhallen und an medizinischen
Hochschulen der USA recherchierte. Nicht nur Knochen lassen sich ...
verwenden, als Großplantat, zersägt in Scheiben, zurechtgefräst zu Blöcken,
Stiften und Nägeln oder als Granulat - die gesamte Leiche ist zu einem
wertvollen Rohstoff geworden ... Nur rund 4.500 Patienten erhalten in
Deutschland jährlich ein neues Organ, doch mehrere Zehntausend profitieren
von der Verpflanzung kleinerer oder größerer Einzelteile - neben Knochen
auch Augenhornhäute, Gehörknöchelchen, Herzklappen, Gefäße, Sehnen oder
Hautstücke" (15.2.2007). Anstelle der entnommenen Knochen werden dem
Verstorbenen meist Besenstiele eingesetzt. Die Zeit berichtet in
diesem Zusammenhang auch von tödlichen Gewebespenden. Siehe hier unter
2.18.
Siehe hierzu auch den Artikel im Stern Nr. 42/2008:
http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Gewebe-Lukrativer-Leichenhandel/642530.html
PS:
Die Gewebespenden werden im Unterschied zu den Organen zwar von Leichen
entnommen, so dass man meinen könnte, wenigstens dabei empfindet der Spender
keinen Schmerz mehr. Doch das kommt darauf an. Parapsychologischen
Untersuchungen zufolge trägt die Seele, die einen Körper verlässt, noch eine
Zeitlang (das können Stunden, aber auch Tage sein) die Strahlung ihres
abgelegten Körpers und empfindet noch, was mit dem Körper geschieht,
weswegen auch dringend von einer zu frühen Einäscherung oder Beerdigung
abzuraten ist.
1.19. - "Sie haben wie die Geier darauf gewartet, dass
einer stirbt, damit sie an seine Organe ran können", berichtet Melanie
Sanchez, deren Vater in Fresno/Kalifornien von zwei Ärzten zu früh für
"hirntot" erklärt wurde, obwohl die Krankenschwester "einen starke Würge-
und Hustenreflex" feststellte und der Patient seinen Kopf bewegte. In einem
weiteren Beispiel soll ein Transplantationschirurg in Kaliforniern "den Tod
eines 26-Jährigen mit Schmerzmitteln beschleunigt haben, um dessen Organe
entnehmen zu können." Lesen Sie dazu den Artikel unter
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,476860,00.html.
1.20. - Indien: Lebende Organspender bleiben arm und werden kränker - Das
Geld für eine gespendete Niere wird schnell aufgebraucht bzw. die
gesundheitlichen Folgekosten nach einer Organentnahme sind langfristig oft
höher als der Verkaufserlös für das Organ. 1.000 Nieren jährlich werden aus
Indien exportiert. Lesen Sie dazu:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,488035,00.html
1.21. - Unerträglicher Schmerz bei Leichenöffnung - Toter wachte wieder
auf - "Weil der Schmerz unerträglich war", ist der verstorbene
33-jährige Carlos Camejo aus Venezuela am Beginn der Leichenöffnung
aufgewacht (Focus online, 15.9.2007). "In dem Moment" sei auch
plötzlich wieder "Blut gequollen" und die Obduktion wurde daraufhin sofort
abgebrochen.
Doch die Ärzte, die zuvor den Tod des Mannes festgestellt hatten, stehen
eventuell zu Unrecht am Pranger, denn der Mann war im medizinischen Sinne
womöglich tatsächlich schon gestorben. Doch wenn das geistige Band bzw.
"Silberband" oder Informationsband, das nach dem Urwissen zahlreicher Religionen die unsterbliche
Seele mit dem sterblichen Körper verbindet (so auch Bibel,
Prediger 12, 6a), noch nicht zu 100 % getrennt ist, obwohl der Tod rein
medizinisch schon festgestellt wurde, kann die Seele unter außergewöhnlichen
Umständen noch einmal den Körper unter Kontrolle bekommen, von dem sie sich
gerade trennt. In der Regel reicht bei Organspendern oder Obduzierten die
Kraft der Seele jedoch nicht, um noch einmal in den Körper zurückzukehren
und ihre entsetzlichen Schmerzen auch dem größten Skeptiker gegenüber
zweifelsfrei ausdrücken zu können. Oder der Körper wird bei einer
Organentnahme von den Medizinern "betäubt", so dass die Seele sich auch
deshalb nicht mehr durch ihn ausdrücken kann. Und sie muss die bestialischen
Schmerzen dann scheinbar stumm über sich ergehen lassen.
1.22.
- "Gerade den Vorgang der Entnahme eines Organs erlebt der scheinbar
Hingeschiedene, denn der Körper des Totgesagten darf bei einer
Organentnahme noch nicht vollständig tot sein, weil sonst das entnommene
Organ medizinisch-chirurgisch nicht mehr verwendbar wäre. Über
lebenserhaltende Geräte wird sein Körper am "Leben" erhalten. Diese
Maßnahmen, wenn sie auch mit künstlichen Mitteln erfolgen, binden jedoch die
Seele an ihren Körper, was besagt, dass das Informationsband, das unter
anderem, wie gesagt, die Schmerzen leitet, [" ... was allerdings mit den
groben Instrumenten, die der Arzt verwendet, nicht gemessen, also
registriert wird ..."] den Totgesagten noch mit Lebenskraft versorgt
(siehe auch hier). Der scheinbar
Hingeschiedene kann noch denken und fühlen, sich aber nicht mehr bewegen. Er
hat unvorstellbare Schmerzen, kann sich aber nicht mehr bemerkbar machen und
auch nicht mehr wehren. Diese schreckliche Situation ist leider allzu oft
bittere und leidvolle Wirklichkeit" (Gabriele, Der Zeitgenosse Tod,
Jeder stirbt für sich allein. Das Leben und Sterben, um weiterzuleben,
Verlag Das Wort, Marktheidenfeld 2004, S. 89).
2.
Das
seelische Leiden der Organempfänger
2.1. - Alexander, ein junger Mann, ließ sich Herz und Lunge
transplantieren. Aus der Klinik entlassen, verursachte er kurz
hintereinander zwei Autounfälle. Beim zweiten Mal musste er die Scheiben
einschlagen, damit er dem brennenden Auto entsteigen konnte. Er hatte keinen
Schock und erzählte vom Unfall, als ob es ihn nichts anginge. Er hätte keine
Angst gehabt, er habe einfach so schnell fahren müssen, meinte er kühl. "Mir
fiel ein", schreibt Elisabeth Wellendorf in ihrem Buch Mit dem
Herzen eines anderen leben?, dass Alexander die Organe eines jungen
Motorradfahrers bekommen hatte" und sie fragt: "Ob es da einen Zusammenhang
gibt? Gibt es vielleicht Informationen, die in den Zellen der Organe
gespeichert sind?" (vgl. hier)
Alexander sagt, "er wisse nicht, was mit ihm los sei. Irgendetwas sei
anders, sei ihm unverständlich. Es ängstige ihn auf einmal, dass der Verlust
seiner Angst ihn Gefahren nicht mehr früh genug wahrnehmen ließ" (S. 123).
2.2. - Elisabeth Wellendorf berichtet in ihrem Buch Mit dem Herzen eines anderen leben? auch folgendes: "Bei einem Treffen der Transplantierten war ich erstaunt zu hören, dass eigentlich jeder von ihnen versteckte Todesphantasien hatte. Alle fühlten sich angezogen von gefährlichen Situationen." Sie schreibt, wie sich die Transplantierten freiwillig in gefährlichste Situationen begeben, ja von ihnen magisch angezogen werden. "Eine Patientin ertappte sich dabei, dass sie im Parkhaus, von der offenen Balustrade in den Abgrund schauend, hin- und herkippte und sich nur schwer davon lösen konnte." Die Autorin fragt sich: "Waren sie in ihrem eigentlichen Weg unterbrochen worden und gab es ein innere, unbewusste Dynamik, ihn zu Ende zu gehen? ... Waren sie in ihrem Bewusstsein eigentlich gestorben, wenn sie jetzt einen zweiten Geburtstag feierten? (Alle Transplantierte, die ich betreut habe, feiern zwei Geburtstage.)" Hier fühlt die Autorin, dass es wohl für jeden eine Zeit gibt zu leben und einen Zeitpunkt zu sterben. Nun aber ist es dem medizinisch-technischen "Fortschritt" gelungen, künstlich den "eigentlichen Weg" zu verändern ...
2.3. - Ein
drittes Beispiel aus dem Buch Mit dem Herzen eines anderen leben? von
Elisabeth Wellendorf: Susan, das junge Mädchen, starb nicht.
Sie überlebte die Transplantation, wenn auch mit vielen Komplikationen.
Über den Spender der Organe sagte sie nachher: "Ich fühle mich an ihn
gebunden wie an einen Zwillingsbruder. Er begleitet mich ständig. Wir
sind einander verpflichtet. Manchmal habe ich das Gefühl, ich spüre ihn
genau, als hörte ich ihn atmen. Oder wenn ich unter dem Baum sitze, hängt er
oben im Geäst." Sie malte ein Bild dazu, auf dem beide wie mit einer
Nabelschnur verbunden sind, aber eine Wolkendecke verdeckte die Sicht
zwischen ihnen. Dies ist ein Erlebnis, das in ähnlicher Weise öfter von
Transplantierten berichtet wird. Es könnte bedeuten, dass die Seele des
Spenders noch an seine Organe und somit auch an den Empfänger der Organe
gebunden ist (vgl. hier).
Zudem besitzt jedes Organ die spezielle Schwingung des jeweiligen
Menschen. Ein verpflanztes Organ verursacht deshalb Dissonanzen im
Gefühlsleben des Empfängers.
2.4. - Spanien: Empfänger von Fremdorganen berichten: "Ich fühle
mich wie zwei Personen" (aus: Die Stimme Nr. 1/1994)
- Zehn Menschen, die fremde Organe erhalten haben, bekamen eine Prämie
für das Erzählen ihrer Erfahrungen: "Einer von ihnen erzählte: ´Ich weiß
nicht, wie es meinen Kollegen geht, aber ich empfinde mich, als wäre ich
zwei Personen ... Ja, das Erstaunlichste war, dass, sobald bei mir die
Transplantation vollzogen war, mich ein richtiges Fieber packte, um Motorrad
zu fahren. Während mir früher so etwas überhaupt nicht in den Sinn kam.
Deshalb fragte ich den Arzt, woran der junge Mann starb, dessen Herz mir
gespendet wurde. Die Antwort war: an einem Motorradunfall ...`
Ein anderer Organempfänger berichtet ähnliches. Seit er ein neues Herz hat,
fühlt er eine starke Zugehörigkeit zur Familie des Spenders, so ´als ob es
meine wäre`"
(vgl. hier).
2.5. - Martin S., 27 Jahre alt, seit sechs Jahren mit einem fremden Herz
- Die Süddeutsche Zeitung fragte ihn, wie es ihm nach der
Operation ergangen sei. Seine Antwort: "Körperlich nicht schlecht. Ich habe
mich schnell erholt. Aber psychisch ... Noch Tage danach hatte ich irgendwie
das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Da war etwas im Raum, etwas
Undefinierbares. Nachts vor dem Schlafengehen dachte ich manchmal: Der macht
sich aber breit in meinem Bett! Ich war nicht der einzige mit solchen
Halluzinationen" (Süddeutsche Zeitung, Magazin Nr.
42/1992).
Womöglich reden Ärzte den Transplantierten mit solchen Problemen ein,
dies wären Halluzinationen. Doch es sind keine Halluzinationen ... (vgl.
hier).
2.6. - Eine Frau mit einem fremden Herzen berichtet, sie fühle sich,
"als ob die Welt sich dreht und ich nehme nicht mehr daran teil". "Wozu
bin ich noch da?" fragte ein anderer Herztransplantierter
(Herzwechsel, WDR, 25.4.1996). Könnte es
sein, dass die "Lebensuhr" dieser Menschen eigentlich schon abgelaufen ist
und die Seele für das weitere Leben keine Pläne und Ziele mehr gespeichert
hat?
2.7. - Eine
59jährige US-Amerikanerin, der man ein neues Herz eingepflanzt hatte,
verspürte plötzlich einen vorher unbekannten Appetit auf Hühnerkeulen und
Bier. Außerdem wechselte sie ihre Lieblingsfarbe unvermittelt zu Grün. Die
Frau hatte weiterhin Träume von einem Mann mit den Anfangsbuchstaben T. L.,
dessen Körper sie im Schlaf förmlich "einsog". Später fand sie tatsächlich
die Todesanzeige eines 18-Jährigen, auf den, wie Nachforschungen ergaben,
sowohl die Anfangsbuchstaben als auch die Vorlieben für bestimmte Speisen
und Farben genau zutrafen. Und er war Organspender
(Bild am Sonntag, 26.5.1996) (vgl.
hier).
Zwei Jahre nach dieser Meldung, im Jahr 1998, erschien der
Erlebnisbericht der Frau in deutscher Sprache im
Verlag Hoffmann und Campe unter dem Titel Herzensfremd - Wie ein
Spenderherz mein Selbst veränderte, Hamburg 1998. Dort erfährt man mehr
über die Geschichte von Claire Sylvia.
Es war fünf Monate nach der Operation,
als sie in ihren Träumen den Organspender mit Namen "Tim" spürt.
Sie
fühlt,
dass Tims Seele in ihr weiterlebt. Bald darauf träumt sie wieder von
ihm, und im Traum kommt es zwischen ihr und ihrem Organspender zur
Versöhnung. Sie schreibt: "Dann küssen wir uns. Und während wir uns küssen,
atme ich ihn in mich ein. Es fühlt sich an wie der tiefste Atemzug, den ich
je getan habe. Und in diesem Augenblick weiß ich, dass Tim für immer bei mir
bleibt." Es sei, als hätte sie ein neues Leben eingeatmet. Sie hatte das
Gefühl, dass sie die neuen Organe endgültig als ihre angenommen hatte. Doch
auch die Seele Tims blieb ganz offensichtlich bei seinen früheren Organen.
Die Situation kann an siamesische Zwillinge erinnern, die sich von Geburt an
bestimmte Organe teilen. Seitdem fror
Claire Sylvia nicht mehr, schwitzte häufiger und spürte eine Rastlosigkeit
in sich. Sie fühlt die Kraft und die Unruhe des
18-jährigen Tim in sich und hat außerdem keine Lust mehr zu kochen, was sie
früher gern getan hat.
2.8. - Claire Sylvia berichtet in ihrem Buch Herzensfremd auch über die von ihr gegründeten Selbsthilfegruppe herztransplantierter Menschen: Alle fanden es entlastend, dass sie hier aussprechen konnten, was wirklich in ihnen vorging: "... den Schrecken, die Schuldgefühle und die Verwüstung auszudrücken, die durch dieses entsetzliche Entzweigerissen- und Wiederzusammengesetzt-Werden verursacht worden waren ... Einen Großteil der Zeit waren wir elend und verstört oder starr vor Angst." Ein Teilnehmer: "Es kotzt mich an, dass jeder ständig sagt, was ich für ein Glück habe, dass ich noch lebe. Mir geht’s sauschlecht! Ich versuche immer noch mit der Zeit fertig zu werden, als mir zum Sterben die Kraft fehlte." Eine Frau äußert: "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich am Telefon liebreizend daherrede, und wenn ich den Hörer auflege, würde ich mich am liebsten umbringen. Ich kann nur sagen, dagegen war mein voriges Leben Gold." Die Teilnehmer berichten von einem Gefühl der Angst vor dem Eingeschlossensein, "als ob man am Boden gehalten wird, während eine in dir existierende Kraft verzweifelt nach einem Fluchtweg sucht". Alle betrachteten das neue Herz als ein eigenständiges Wesen. Jeder hatte es mehr oder weniger als "Fremdkörper" erlebt, als ein Gegenüber, als "eine fremde Präsenz" im eigenen Inneren. Ein Mann sagte: "Ich glaube, dass der Geist meines Spenders noch in der Nähe ist, und in diesem Sinne ist er immer noch am Leben" (vgl. hier).
2.9. - Nach der Übertragung einer fremden Niere änderte eine bis dahin schüchterne und zurückhaltende Frau ihren Charakter. Die 40-jährige Julie Shambra aus Covina/USA liebte Blumen und hübsche Kleider. Nach der Operation wurde sie immer öfter aggressiv und "erlag" im Fernsehen Boxkämpfen und American Football. Stundenlang zappte sie von einem Sportkanal zum nächsten und hatte kaum mehr Lust auf ihre früheren Hobbies. Die Frau erklärte: "Es ist ein ganz neues Leben. Ich spüre förmlich den Spender in mir weiterleben." Der Spender, er hieß Dakari Karimah, war 18 Jahre alt, als er bei einem Schusswaffen-Unfall starb. Er liebte Kampfsportarten über alles. Dr. Bruno Cortis von der Universität in Illinois gibt zumindest zu, was hier passierte, und er erklärt es sich zusammen mit anderen Medizinern als ein "Zellen-Gedächtnis-Syndrom": "Nicht nur das Gehirn, sondern auch Organe wie die Niere oder das Herz verfügen über derartige Gedächtniszellen. Vorlieben und Abneigungen können durch eine Transplantation übertragen werden" (Das schweizerische Magazin Blick, 17.2.1999). Die These des "Zellen-Gedächtnis-Syndroms" und die These, dass die verstorbene Seele noch in Verbindung mit ihren ehemaligen Organen steht (vgl. hier), widersprechen sich nicht.|
Zwischenbemerkung Nr. 2:
Doch was sagen dazu die Kirchen, die Organspenden aus Gründen der "Nächstenliebe"
lehren? "Der Empfänger eines Organs braucht keine Änderung
seines Wesens zu befürchten, kann aber zuweilen bedenken, dass er das
Organ eines anderen, meistens eines verstorbenen Menschen in sich
trägt."
(Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland zur Organtransplantation, 1990) |
2.13. -
Silke R. (siehe
2.12.) erlebte auch den
Tod ihrer Bekannten, die wie sie wöchentlich zur Dialyse kam, sich jedoch
später für eine Transplantation entschied: "Vor der Operation kamen ihr
plötzlich Bedenken, ob es wohl richtig sei. Doch sobald ein ´geeignetes`
Organ gefunden sei, geht alles sehr schnell, innerhalb weniger Stunden.
Sie hörte nicht mehr auf ihren inneren Mahner und ließ sich operieren.
Von einer Krankenschwester hörte ich, dass es ihr direkt nach der
Transplantation sehr schlecht ging. Sie wollte, dass man ihr die fremde
Niere gleich wieder raus nimmt. Doch man erfüllte ihr diesen Wunsch nicht.
Sie bekam stattdessen die üblichen Immunsuppressiva, damit ihr Körper die
fremde Niere nicht wieder abstößt. Nach ca. drei Wochen starb sie an einer
Infektion. Sie hinterlässt einen zehnjährigen Sohn."
2.14. - Ein Mann, der erst seit ca. zwei Jahre auf die Dialyse angewiesen
war, stirbt nach einer Nierentransplantation an Hepatitis C, nachdem man ihm
eine mit Hepatitis C infizierte Niere eingesetzt hatte. Die Firma
"Eurotransplant" hatte die Infektion vermerkt, doch laut Monitor
(22.5.2000) werden solche Organe manchmal trotzdem verpflanzt, wenn der
Empfänger eine solche Krankheit schon einmal überwunden hat. Das war hier
aber nicht der Fall. Die Ärzte gingen also bei dieser Verpflanzung ein
deutlich höheres Todesrisiko ein. Für die Tochter des Mannes ist dies im
nachhinein sehr bitter, denn ihr Vater hätte mit der Dialyse wohl noch
jahrelang gut weiterleben können.
2.15. - Eine Reportage des Hessischen Rundfunks über einen jungen
Mann, dem ein fremdes Herz eingepflanzt wurde: "Nur wenige Minuten später
ist von Thorstens Optimismus nichts mehr zu spüren. Er ist völlig
durcheinander. Der Körper hat sein Herz akzeptiert [Anmerkung der
Redaktion: aber nur aufgrund von Medikamenten, die das eigene Immunsystem
unterdrücken]. Die Seele noch nicht ... Er darf leben, weil ein
anderer sterben möchte. Für Thorsten schwer zu verarbeiten ... 20 Minuten
nach dem Gespräch kollabiert Thorsten. Er ist nicht mehr bei Bewusstsein. Er
erleidet den totalen psychischen Zusammenbruch. Sein Körper schaltet ab."
Wie geht es weiter?
"Jeden Tag schluckt er 21 Tabletten. Die meisten, um sein eigenes
Abwehrsystem auszuschalten. Thorstens Körper erkennt das neue Herz permanent
als Fremdkörper, den es abzustoßen gilt. Um das zu verhindern, muss Thorsten
mit Medikamenten sein eigenes Immunsystem unterdrücken, und das ein Leben
lang, sonst würde Thorsten sterben ... Deshalb darf er auch keine
Topfpflanzen haben. In der Blumenerde sind Bakterien, die ihn gefährden
könnten. Selbst Menschen können ihm gefährlich werden, wenn sie krank sind.
Nur mit Mundschutz geht Thorsten deshalb aus dem Haus. Jeder Virus könnte
für ihn lebensgefährlich sein ..." (Zum Geburtstag ein neues Leben,
Hessischer Rundfunk, 9.1.2003) Natürlich ist er trotzdem "dankbar"...
2.20 - "Das entnommene Organ
besitzt also noch Lebenskraft - es lebt, wie es ja auch von medizinischer
Seite her vorgesehen ist. Im Organ sind die Informationen des Totgesagten.
Diese Informationen prägen das Spenderorgan; es ist die Schwingung des
Spenders. Wird nun dieses Organ in einen anderen Körper eingepflanzt, so
kann dieser die Schwingung des ´Spenders`, die im Organ lebendig ist, nicht
annehmen, weil der Spender in einem ganz anderen Bewusstsein gelebt hat als
der Empfänger, denn das Bewusstsein eines Menschen setzt sich aus den
jeweiligen Inhalten seiner Gefühle, Empfindungen, Gedanken, Worte und
Handlungen zusammen; es stimmt nicht mit dem Bewusstsein irgend eines
anderen Menschen überein. Der Empfänger des Organs hat also ein
vollkommen anderes Bewusstsein. Infolgedessen sind es zum einen zwei
verschiedene Schwingungsebenen, so dass der Körper des Empfängers bestrebt
ist, das ihm fremde Organ wieder abzustoßen. Zum anderen ist es möglich,
dass die Seele des nun hingeschiedenen Spenders durch sein Organ, das
Spenderorgan, das in einem anderen Menschen ist, über dessen Bewusstsein -
soweit dessen Charakterstruktur die Voraussetzungen hierfür bietet - agiert.
Das kann bedeuten, dass ein Empfänger Teile der Programme des Spenders
übernimmt und somit zwangsläufig eine Bewusstseinsveränderung erfährt ... So
mancher wird denken: ´Das glaube ich nicht` oder ´Das ist ein
Horrorszenario` [einschließlich dem, was mit dem Spender geschieht; siehe
1.22]. Wir können beides vorbringen, dass wir daran nicht glauben
oder dass es ein Horrorszenario sei. Doch eines sollten wir bedenken: Dass
wir das meiste nicht sehen, was sich hinter den Kulissen unserer materiellen
Welt abspielt. Und außerdem: Wer will den Gegenbeweis antreten? Hier steht
Aussage gegen Aussage. Keiner kann dem anderen beweisen, dass es so ist oder
dass es nicht so ist. Wie sagt der Kleine Prinz? ´Man sieht nur mit dem
Herzen gut.`" (Gabriele, Der
Zeitgenosse Tod, Jeder stirbt für sich allein. Das Leben und Sterben,
um weiterzuleben, Verlag Das Wort, Marktheidenfeld 2004, S. 89-91).
3.
Hinweis und Überlegungen für Betroffene oder für Menschen, die sich
entscheiden müssen
Welche Befürworter von
Organstransplantationen rufen am meisten Zustimmung hervor? Meistens sind es
Menschen, die selbst ein fremdes Organ empfangen haben und die über ihre
"Dankbarkeit" berichten, das Leben, wie es oft heißt, noch einmal
"geschenkt" bekommen zu haben. Vielfach werden diese Menschen
auch von Organspende-Organisationen ermuntert, über ihre positiven
Erfahrungen seither zu berichten. Aus diesem Grund möchten wir hier
unmissverständlich klar stellen:
Keine positive
Erfahrung eines Betroffenen soll von uns abgewertet werden.
Und auch nicht das Gute, das ein Organempfänger in seinem Leben noch tun
konnte oder kann.
Allerdings glauben gerade Organempfänger oft, vor allem dadurch
etwas Gutes zu tun, dass sie sich gesellschaftlich für Organspenden
einsetzen, damit auch anderen Menschen auf diese Weise "geholfen" werde. Damit laden sie
ihrer Seele jedoch neue Belastungen auf, die sie
irgendwann schmerzhaft abzutragen haben. Denn wenn aufgrund ihrer Erfahrung
sich jemand zu einer Organspende oder zum Empfang eines Fremdorgans
entschließt, dies später jedoch bereut, dann ist derjenige mitschuldig, der
diese Entscheidung maßgeblich mit beeinflusst hat.
Unglückliche Organempfänger und verzweifelte Angehörige, die einst einer Organspende zustimmten
Und wie ist das
bei jemandem, der in der Vergangenheit einer
Organspende bei einem sterbenden Angehörigen zugestimmt hatte und dies heute
nicht mehr tun würde? Oder bei jemandem, der heute mit
einem fremden Organ Probleme hat und die Transplantation nicht mehr
durchführen lassen würde? Auch dazu sei klar gesagt: Er soll hier nicht in Verzweiflung geführt werden.
Denn freie Christen glauben, dass man aus jeder Situation das Beste machen kann
und dass einem Gott dabei hilft, den nächsten positiven Schritt zu finden
und gehen zu können - natürlich auch mit einem fremden Organ. Und sie glauben, dass z. B. Vergeben und Um-Vergebung-Bitten auch über den
Tod hinaus möglich sind, da die Verstorbenen ja nicht wirklich tot, sondern
ihre Seelen unsterblich sind und folglich weiterleben. Freie Christen glauben
nicht, dass man nach dem Tod in den Himmel, in das Fegefeuer oder in eine
ewige Hölle kommt, sondern dass gerechterweise jeder irgendwann das erntet,
was er gesät hat. Und dass jeder früher oder später wieder glücklich werden
kann, indem er seine Fehler erkennt und aufarbeitet - im Diesseits oder im
Jenseits.
Die Zusammenstellung der Informationen zur Organtransplantation
in dieser Studie ist auch als Ausgleich zu den
Werbekampagnen von Transplantationsmedizin und Kirchen gedacht, so dass sich
jemand besser ein eigenes Urteil bilden kann. Und eines möchten wir an dieser
Stelle ebenfalls klarstellen: Wir raten niemanden ab oder zu, eine
Transplantation durchführen zu lassen oder nicht. Jeder trägt selbst die Verantwortung
für das, was er tut oder unterlässt. Wir geben nur Informationen und
Schlussfolgerungen weiter, so dass uns niemand eines Tages vorhalten kann:
Warum habt ihr uns nicht gewarnt?
Eine Werbezusammenstellung fand sich z. B. in
Bild
am 1.6.2005. Als Zeugen befragte das Blatt vor allem den Sportler Hartwig Gauder,
der mit transplantierten Organen (Herz, Niere, Leber) damals wieder
läuferische Höchstleistungen brachte und nach seiner Darstellung keine
Wesensfremdheit verspürte.
Jede Situation unterscheidet sich von den anderen
Aufgrund solcher und ähnlicher Darstellungen sei hier grundsätzlich und allgemein darauf hingewiesen: Organtransplantation ist immer ein Schaden für die Seele, doch jede Situation ist individuell verschieden
, so auch das Ausmaß der durch die Transplantation erfolgten zusätzlichen Belastung. Eine Bedeutung hat z. B. die seelische Verfassung des Organspenders. Denn unsere Befindlichkeit bzw. die Inhalte unseres Tuns, Redens, unserer Gedanken, Gefühle und Empfindungen, strahlen auch in die Zellen unseres Körpers ein und damit auch in die Organe, und sie schlagen sich dort nieder. Und sie werden schließlich mit transplantiert. Da es für den Empfänger in jedem Fall wesensfremde Informationen sind, wehrt sich dessen Seele immer (!) verzweifelt gegen ein neues Organ, doch je nachdem mit unterschiedlicher Intensität, je nach Situation.Warum die Blockierung der Gefühlsebene nicht erforscht wird
Grundsätzlich: In welchem Ausmaß durch die neuen Organe die bisherige Gefühlsebene bzw. das bisherige Gewissen des Empfängers verändert bzw. blockiert ist, wird ja gar nicht erforscht, weil die Befürworter der Transplantationsmedizin an solchen Ergebnissen natürlich überhaupt nicht interessiert sind. Die Krankenkassen, welche für die horrenden Kosten und Folgekosten aufkommen müssen, könnten jedoch einmal eine solche Studie in Auftrag geben und deren Ergebnisse würden vielleicht viele Menschen zum Einlenken bewegen. Doch Forschungsgelder fließen nur in Projekte zur Förderung von Transplantationen. Auch interessiert die Befürworter nicht die Antwort auf die Frage, ob der Organempfänger für seine neue "Chance" überhaupt "Lebensprogramme" bzw. Lebensziele in seiner Seele trägt. Dass dies eventuell nicht so ist, zeigt sich z. B. an einer oft erfahrenen Ziel- bzw. Orientierungslosigkeit bei Organempfängern, die allerdings meist nicht eingestanden wird. Denn der Organempfänger, von dem sein ganzes Lebensumfeld nun Dankbarkeit erwartet, traut sich seltenst, undankbar zu sein. Das Beispiel des Läufers ist kein Widerspruch dazu. Denn es kommt immer wieder vor, dass mit den neuen Organen bisherige Zielsetzungen oder Lebenshaltungen einfach wieder aufgenommen bzw. fortgesetzt werden, die zuvor krankheitsbedingt aufgegeben werden mussten; vor allem, wenn diese auch zuvor ein entsprechendes Gewicht hatten. Und gerade auch dann, wenn die Informationen in den Zellen des neuen Organs hierzu anscheinend nicht im Widerspruch stehen, gilt: Die Krankheiten des Körpers, die den Betroffenen auch zur tieferen Selbsterkenntnis führen könnten, werden durch eine Transplantation zwischenzeitlich "behoben", das heißt, in die Seele zurück gedrängt. Von dort werden sie dann jedoch früher oder später ohne Wenn und Aber wieder aufbrechen. Ohne Wenn und Aber.
Die schwere Krankheit ist kein geheimnisvoller Zufall, sondern hat eine tiefe Bedeutung
Dabei ist es ja kein geheimnisvoller Zufall, dass die Seele das irdische Leben eines Menschen so führt und lenkt, dass er z. B. einen bestimmten Lebensstil krankheitshalber aufgeben muss. Oder dass er aufgrund der schwersten Krankheit zur Besinnung kommen muss und oft nur auf diese Weise zu tieferen seelischen Wurzeln der Krankheit findet. Denn der Körper und seine Organe sind immer ein Spiegel der Seele. In diesem Zusammenhang ist dann eine andere wichtige und grundsätzliche Fragestellung von Bedeutung, die lautet: Versucht ein möglicher Organempfänger, den tieferen seelischen Wurzeln für die schwere Erkrankung überhaupt auf den Grund zu kommen oder geht es für ihn ausschließlich um eine mögliche Verlängerung des irdischen Lebens mit einem neuen Organ?
Ganzheitsheilung und der rechte Zeitpunkt zum Hinübergehen
Wurde oder wird von ihm also versucht, zu einer
"Ganzheitsheilung" zu kommen, indem man auch nach den seelischen Ursachen der
schweren Krankheit fragt, diesen auf den Grund kommt und sie zu "bereinigen" versucht? Und werden
dabei auch die
Selbstheilungskräfte der eigenen Seele und des eigenen Körpers mobilisiert?
Bzw. wird darüber nachgedacht, das näher rückende mögliche irdische Abschiednehmen auch als
Lernaufgabe für die Seele annehmen zu können, wenn es zuvor zu
keiner Heilung oder Besserung der Krankheit kam? So haben es viele Menschen
dankbar berichtet, die sich darauf eingelassen haben. Oder wird das Sterben
bzw. Hinübergehen der Seele in die für die irdischen Augen unsichtbare Welt nur
einmal mehr verdrängt und zeitlich verschoben?
(vgl. dazu auch
Der Theologe
Nr. 2 - Reinkarnation) Für
die Transplantationsmedizin geht es nur um diese Verschiebung. Und
hierzu
stellt sich auch die Frage: Läuft der Mensch dann vielleicht mit dem neuen Organ noch einige Jahre wieder in
seinen alten Bahnen, eventuell unheilvollen Bahnen? Oder es erfüllen sich sogar private oder berufliche
Träume oder Wünsche, deren Nichterfüllung der Seele vielleicht geholfen
hätten, näher zu ihrem "wahren Wesen" zu finden. Oder wird die Zeit mit dem
Fremdorgan im Nachhinein sogar zu einer Zeit, in welcher der Mensch noch
mehr falsch gemacht hatte als zuvor und sich Beziehungen gar verschlechtern?
13.11.2008
/ 3.8.2009 -
13-Jähriges Mädchen wollte lieber sterben als eine
Herztransplantation
-
Z.B.
http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-22130013&Ressort=pol&BNR=0
Besonders traurig: Der letzte Wunsch der 13-jährigen Hannah Jones aus
Großbritannien, einmal
nach Disneyland zu fliegen, scheiterte daran, dass ihr von allen
Agenturen eine Reiseversicherung verweigert wurde. Das ist ein gutes
Beispiel für die gesellschaftliche Doppelmoral: Für ein fremdes Herz
hätte das Mädchen weltweite Unterstützung bekommen. Für ein womögliches
baldiges Abschiednehmen aus der diesseitigen Welt in Liebe und Würde,
bei dem man ihm zuvor noch einmal einen großen Wunsch erfüllt,
verschlossen sich anscheinend die Herzen (vgl. dazu auch das Beispiel
2.11.).
Schlimm auch die Erfahrung der Eltern:
Ihr Vater
findet es "empörend, dass die Leute im Gesundheitsdienst dachten, wir
wollten nicht das Beste für unsere Tochter" (zit. nach Passauer Neue
Presse, siehe Link oben, 13.11.2008).
Die Ärzte gaben ihr eine Lebenserwartung von maximal sechs Monaten, die
sie bereits um zwei Monate überschritten hatte, als ihre Nieren im Juli
2009 versagten. Doch aufgrund der Gefährdung ihres Herzens bekam sie
keine Dialyse. In dieser Situation entschied sie sich dann doch für ein
neues Herz, das offenbar sofort bereit stand. Dies hätte "mehr Vorteile"
als in dem vorherigen Zustand zu bleiben, so Hannah Jones (Die Welt,
29.7.2009).
9.1.2009 -
Organspender fordert vom Organempfänger
Niere zurück - Bei einem Scheidungsverfahren in einem Vorort
von New York geht es unter anderem um eine Niere: Als die Frau schwer
krank war, wurde sie offenbar durch eine Spenderniere des Ehemannes
gerettet. Der Mann ließ sich für seine Frau eine seiner beiden Nieren
heraus operieren, die der Frau transplantiert wurde. Die Frau wurde
wieder gesund, ging später fremd und reichte die Scheidung an. Nun will
der Ehemann seine Niere zurück oder 1,5 Millionen Dollar als
"symbolischen Ausgleich" für das verlorene Organ. Der Prozess dauert an
(Spiegel online, 9.1.2009).
2.2.2009 -
Herzempfänger geht wieder "gern zum Jagen" - Die doppelte
verhängnisvolle Irreführung der Kirche -
Die Kirche erklärt
Organtransplantationen als "Akte der Nächstenliebe" und macht sich
unsäglich schuldig an allen oben aufgezeigten seelischen Leiden und weit
reichenden negativen Folgen, auch weit über den Tod hinaus. Und die Kirche
führt die Menschen auch hinsichtlich des 5. Gebotes "Du sollst nicht
töten" in die Irre. Es gilt nämlich gemäß der guten
Schöpfungsordnung auch gegenüber Tieren. Und jeder
Mensch, der Tieren z. B. Leid zufügt, würde nach dem Gesetz von Saat und Ernte
(Bibel, Galater 6, 7) auch diese Saat ernten. So wird denzufolge also auch
ein Jäger früher oder später zum Gejagten (so ein Jesuswort aus einem
apokryphen Evangelium; siehe
hier), der das Leid
der von ihm gejagten, verwundeten und getöteten Tiere einst am eigenen
Seelenleib verspürt. Völlig anders die Kirche, die das Töten von Tieren, auch durch
Jagd, Jagd-Vergnügen und Jagd-Sport erlaubt.
Die Apotheken-Umschau berichtet in diesem Zusammenhang von Max Mohr, einem
16-jährigen Jungen, der ein fremdes Herz erhielt. Dadurch konnte er auch
wieder jagen (Nr. 10/2008). Damit belastet er jedoch auch seine
Seele weiter.
Allgemein gesprochen: Eines Tages wird das Entsetzen im Jenseits für
viele groß sein über die vielen Lügen und Irreführungen der Kirche, was für die
Verführten unsägliches Leid bedeutet.
30.10.2009 -
Priester darf nicht mehr
"Seelsorger" sein, weil er vor Organspende warnt /
Katholisch-theologische Problematik: Bei welchem Verstorbenen steht das
transplantierte Organ bei der "Auferstehung des Fleisches" wieder auf?
- Pfarrer Andreas Hirsch (40) aus Violau bei Augsburg sprach im
Pfarrbrief vom 10.10.2009 Klartext. Er befürworte zwar das
freiwillige Spenden einer von zwei gesunden Nieren, nicht jedoch die Organentnahme
an Sterbenden. Wörtlich schrieb Pfarrer Andreas Hirsch: "Der Körper des
Spenders reagiert mit Bewegung, Grimassen und windet sich, soweit dem
Spender nicht vorher ein Betäubungsmittel gegeben wurde. Doch selbst
wenn ein Betäubungsmittel verabreicht wurde, erhöhen sich dennoch
Blutdruck und Herzfrequenz. Das Herz schlägt weiter, bis der
Transplantationschirurg es stoppt. Damit tötet der Arzt diesen Menschen
direkt und entspricht so nicht Gottes Gebot ..." (zit. nach tz,
28.10.2009).
Darauf hin ließ der bekannte Bischof Walter Mixa "sofort richtig stellen, dass
Hirschs Meinung nicht der katholischen Lehre entspreche. Außerdem wurde
der Priester aufgefordert, im nächsten Pfarrbrief dies richtig zu
stellen. Doch Hirsch weigerte sich - und reichte stattdessen seinen
Rücktritt ein".
Dabei hat die römisch-katholische Kirche aufgrund der Organspende auch
ein neues theologisches Problem. Erst am 1.11.2009 betete der Papst
wieder:
"In diesen
Vatikanischen Grotten vertrauen wir der Barmherzigkeit des Vaters alle
an, die hier ihr Grab haben und auf die Auferstehung des Fleisches
warten"
(http://www.kath-kirche.at/content/site/home/article/43922.html). Bei welchem Toten würde nun nach katholischer Lehre aber ein
transplantiertes Organ bei der "Auferstehung des Fleisches" auferstehen?
Man könnte denken, bei dem ursprünglichen Besitzer. Doch diesem wurde es
ja unwiderruflich entnommen, und es ging ja ohne Wenn und Aber in das
Eigentum des späteren Besitzers über (vgl. dazu den Artikel
Zwei Seelen kämpfen um einen Körper).
Eine offizielle Antwort aus Rom liegt noch nicht vor.
In Violau kam Pfarrer Andreas Hirsch mit seinem Rücktritt derweil seiner Suspendierung zuvor, denn der
Pressesprecher des Bischofs Walter Mixa, Christoph Goldt, erklärte: "Wer nicht auf der
Plattform des katholischen Glaubens handelt, kann im Bistum nicht als
Seelsorger tätig sein." Und:
"Die Trennung von Pfarrer Hirsch sei freilich auch ein Signal an alle
Gläubigen der katholischen Kirche. ´Diese müssen sich sicher sein,
dass unsere Priester den Standpunkt der katholischen Kirche klar
vertreten`" (Wertinger Zeitung, 26.10.2009). Der Priester konterte, und die tz
schreibt: "Er habe nicht vor, es den Menschen recht zu machen, seine
Richtschnur sei einzig der Wille Gottes."
Würden alle Priester so denken, müssten sie allesamt ihr Amt niederlegen,
denn auch sonst entspricht die katholische Lehre nicht dem Willen
Gottes (siehe Der
Theologe Nr. 25).
Pfarrer Andreas Hirsch bleibt allerdings weiter im kirchlichen Netz und hat sich in
die Obhut der Petrusbruderschaft begeben.
29.12.2009 -
Evangelisch-lutherischer Transplantationsmediziner ist Präsident des
zweiten Ökumenischen Kirchentags in München
- Der Transplantations-Mediziner Dr.med. Dr.phil. Eckhard Nagel aus
Bayreuth ist evangelischer Präsident des
Zweiten Ökumenischen Kirchentags
(ÖKT) vom 12.-16.5.2010 in München.
Die
evangelische Kirche lehnt das Urwissen der Menschen von der
Unsterblichkeit der Seele ab und behauptet stattdessen einen
Komplett-Tod mit späterer Neu-Auferweckung durch "Gott". Folglich will
sie von den hier dargelegten furchtbaren Leiden von Organspendern nichts
wissen, und sie ignoriert auch die manchmal unsäglichen seelischen Leiden
von Organempfängern (von deren Weiterleben im Jenseits noch gar nicht
gesprochen, wenn die durch Fremdorgane im Diesseits manipulierte Seele
dort leidet und sich nicht mehr zurecht findet).
Die Meinungsführer der Evangelischen Theologie
verleihen Dr.Dr. Eckhard Nagel am 27.1.2010 zudem die
Ehrendoktorwürde der Theologie: "Die Akzentuierung
reflektierter Glaubensverantwortung in der Gesellschaft - besonders in
vielen schwierigen Fragen des Medizin-Systems - motivierte unsere
Entscheidung, Prof. Nagel die Ehrendoktorwürde zu verleihen", erklärte
Prof. Dr. Peter Dabrock, Dekan des Fachbereichs Evangelische Theologie
der Universität in Marburg (Pressemeldung der Philipps-Universität
Marburg, 9.10.2009).
Auch mehrere Schicksalsschläge konnten den Transplantations-Chirurgen
nicht von seiner verhängnisvollen Karriere abhalten
(http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/05/23/a0211).
PS: Organtransplantationen gelten in unserer Gesellschaft
als Fortschritt der Medizin. Und für den Fortschritt der Medizin gelten
- ganz allgemein - auch Tierversuche sogar als notwendig, wenn die
Ergebnisse angeblich dem Wohl des Menschen dienen. Das lehrt auch die
Kirche. Zu dieser Art des medizinischen "Fortschritt" vgl. jedoch auch
die Geschichte
"Nachruhm" von Manfred Kyber.
29.8. / 5.9.2010 -
Nach Frank-Walter Steinmeiers (SPD)
Nierenspende an seine Lebensgefährtin Elke Büdenbender: CDU und CSU fordern Änderung des
Organtransplantations-Gesetzes: Jedem Menschen sollen Organe entnommen
werden können, wenn er zuvor nicht ausdrücklich widersprochen hat /
Kirche führt Menschen auf brutale Weise in die Irre
- Den Bürgern Deutschlands droht eine
Gesetzesänderung mit den furchtbaren Folgen, über die wir in dieser
Ausgabe des Theologen informiert haben.
"Es sei nachdenkenswert, das System so zu ändern, dass künftig
jedem Hirntoten Organe entnommen werden dürfen, der dem Eingriff zu
Lebzeiten nicht widersprochen hat, sagten mehrere Experten der
Unionsfraktion der ´Welt am Sonntag`" (bild.de, 29.8.2010).
Dies nennt man "Widerspruchslösung". Genannt
werden unter anderem der römisch-katholische Politiker Wolfgang Zöller
(CSU) und der evangelisch-lutherische Politiker Rolf Koschorrek (CDU).
Die Hauptschuld an der Desinformation tragen die Institutionen Kirche,
welche die Menschen auch hier auf brutale Weise in die Irre führen
(siehe z. B. die Päpste oder die
deutschen Kirchenführer).
So auch wieder nach der Nierenspende von
Frank-Walter Steinmeier. Auf römisch-katholischer Seite machte sich nun
der katholische Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, "für
Organspendeausweise stark". Der Spitzenpolitiker Steinmeier setze "ein
starkes Zeichen, von dem zu wünschen sei, dass sich viele Bürger davon
anstecken ließen".
Zuvor hatte bereits der amtierende
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus
Schneider, Christen dazu aufgerufen, sich einen Organspendeausweis
zuzulegen"
(epd, 1.9.2010).
13.10. / 14.10.2010 -
Seit wenigen
Wochen erst ist die Ministerin Manuela Schwesig bekennende Lutheranerin:
Jetzt verbreitet sie die kirchlichen Vorstellungen zur Organspende im
Namen des Staates / Die Bundesregierung zieht unter dem bekennenden
Katholiken Philipp Rösler nach -
Am 31.7.2010 wurde
die Hoffnungsträgerin der SPD, die Gesundheitsministerin von
Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig, im Dom von Schwerin
evangelisch-lutherisch getauft. Täufer war der frühere "Beauftragte
der evangelischen Kirche bei der Landesregierung" Martin Scriba.
Kirchenrat Martin Scriba ist seit dem Jahr 2010 nun Landespastor der
evangelischen Diakonie. Und sein Täufling handelt gleich ganz im
Sinne der Kirche. In einer Presseerklärung der Landesregierung vom
5.10.2010 heißt es dazu: "In einer gemeinsamen Aktion werben die
Landesregierung und die demokratischen Landtagsfraktionen bei den
Bürgern Mecklenburg-Vorpommerns für eine größere Bereitschaft zu Organ-
und Gewebespenden. ´Leben schenken durch Organspende` lautet der Name
des Aufrufs, den Gesundheitsministerin Manuela Schwesig initiiert hat"
(http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/sm/index.jsp?&pid=23023).
Nur ca. eine Woche später begann die Kampagne der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für mehr Organentnahmen.
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vom Zentralkomitee der
deutschen Katholiken stellte die Kampagne vor
(http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1013/politik/0081/index.html).
Die evangelisch-lutherische Kirche und die römisch-katholische Kirche
führen die Menschen dabei einmal mehr auf schlimme Weise in die Irre.
Sie verschweigen den Menschen, was bei einer Organspende wirklich mit
dem Spender und dem Empfänger geschieht, worüber in dieser Ausgabe des
Theologen berichtet wird. Zur Kirchenlehre siehe z. B.
hier.
Und kann der Staat dies verantworten, einmal mehr der Kirche zu
vertrauen und einseitig in diesem Sinne Partei zu ergreifen? Warum
informiert der Staat die Bürger nicht über das Für und Wider anstatt einmal
mehr blind und verhängnisvoll der Kirche zu folgen?
Erst vor wenigen Wochen hat der SPD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen
Bundestag, Frank-Walter-Steinmeier, durch einen Nierenspende an seine
Lebensgefährtin die Öffentlichkeit in diesem Sinne beeinflusst.
12.2. / 8.3.2011 -
Nun ist es
wissenschaftlich bewiesen: "Hirntote" Menschen sind nicht tot
- Während die deutschen Politiker derzeit fieberhaft versuchen, die
Bevölkerung zu mehr Organspenden zu bewegen, widerlegen neuere
wissenschaftliche Studien nun eindeutig die Voraussetzung dieser
Maßnahmen, dass nämlich "hirntote" Menschen, die zur Organentnahme
freigegeben werden, tot seien
(http://taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/neue-zweifel-am-hirntod/).
In Wirklichkeit handelt es sich um sterbende Menschen und vor allem um Menschen,
die noch voll schmerzempfindlich sind.
Tot ist keiner von ihnen, alle werden zum Zwecke der Organentnahmen
getötet.
Dr. phil. Dipl. phys. Sabine Müller vom
Berliner Universitätsklinikum Charité schreibt dazu in ihrer Studie
Revival der Hirntod-Debatte, erschienen im Fachblatt Ethik in der
Medizin, dass das Konzept vom Hirntod "empirisch widerlegt" sei. Dr.
Sabine Müller nimmt dabei Bezug auf ein 2008 veröffentlichtes White
Paper des US-amerikanischen President's Council on Bioethics,
vergleichbar dem Deutschen Ethik-Rat. Die US-amerikanische Behörde fasst
dabei die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse des Neurologen Alan
Shewmon zusammen. Demnach vergingen bei 170 dokumentierten Fällen
zwischen dem vermeintlichen "Hirntod" und dem tatsächlichen Tod eine
Spanne von einer Woche bis zu 14 Jahren. Zehn hirntote Frauen
brachten Kinder zur Welt. "Zudem haben Shewmon und andere
Wissenschaftler beobachtet, dass Hirntote ihre Körpertemperatur
regulieren, Infektionen und Verletzungen bekämpfen, auf Schmerzreize
reagieren, verdauen und ausscheiden. Hirntote Kinder können wachsen und
ihre Geschlechtsentwicklung fortsetzen".
Auffällig ist, dass in Deutschland nicht (!) die neueste Technik zur
Feststellung des Hirntodes eingesetzt werde, "auch weil eine
verbesserte Hirntoddiagnostik das Organaufkommen verringern könnte",
so Sabine Müller.
Der deutsche Bioethiker Prof. Dr. Dieter Birnbacher, Mitglied der Bundesärztekammer,
kann die Untersuchungsergebnisse aus den USA nicht verleugnen: "Wir
müssen anerkennen, dass hirntote Menschen eben noch nicht tot sind".
Er möchte aber erreichen, "dass wir sie aber dennoch als Organspender
heranziehen können". Mit anderen Worten: Es soll offiziell erlaubt
werden, Organspender in einem bestimmten Stadium ihrer Gehirn- und
Körperfunktionen zu töten.
Und hiermit bestätigt die
Wissenschaft eindeutig,
dass "hirntote" Menschen allenfalls sterbende Menschen sind,
die für eine Organentnahme getötet werden müssen. Doch das
ethisch notwendige Gebot gegenüber einem Sterbenden ist die seelische
und körperliche Hilfe, die dieser braucht, wenn seine Seele ihre
körperliche Hülle ablegt. Der Mensch ist dabei extrem
schmerzempfindlich, auch wenn er von einem Arzt schon komplett für "tot"
erklärt wurde, da sich die Seele eben nur allmählich vom Körper löst und die Vorgänge um ihren Körper herum auch dann noch an ihrem Seelenleib
empfindet, wenn sie den Körper schon verlassen hat.
Zum
Urwissen der Menschheit gehört es deshalb, einen Sterbenden liebevoll zu
begleiten und noch einige Zeit (wenn möglich einen Tag bis zu drei
Tagen) ruhen zu lassen, damit sich in dieser Zeit die Seele
vollständig lösen kann. Die Transplantationsmediziner nehmen den
Körper jedoch schon vor dem Tod komplett auseinander. Eine liebevolle
Sterbebegleitung findet nicht mehr statt. Der körperliche Schmerz und
der Seelenschmerz für den Spender sind dabei unermesslich.
Die Kirche bestreitet dies jedoch. Leider kein Wunder. Sie weiß, wie man
den Staat vor seine Interessen spannen kann und die Finanzen des Staates
für seine eigenen Zwecke abzweigen kann. Von geistigen Dingen versteht
sie nicht viel. Dabei wäre hier gar nicht viel Verständnis nötig. Denn eines
der 10 Gebote lautet schlicht: "Du sollst nicht töten". Doch
ob ein Mensch, der nach kirchlicher Lehre nun in eine angeblich ewige
Hölle muss (siehe dazu Der Theologe Nr. 18),
vorher auch noch diese Schmerzen ertragen muss, ist dann wohl für
diejenigen, die solches lehren, auch nicht mehr so gravierend.
16.2.2011 -
Transplantations-Arzt kehrt nach Gewissensbissen um - Organspenden nicht
im Sinne Gottes - In einem
Leserbrief für das evangelische Magazin idea-spektrum berichtet
ein Transplantations-Arzt von seiner Umkehr. Dr. med. Peter Beck, Arzt
für Innere Medizin, schreibt: "Als Arzt an der Medizinischen Hochschule
in Hannover - einem Zentrum für Organtransplantationen - war ich noch
von der Richtigkeit der Transplantationsverfahren überzeugt. Das
änderte sich, als ich als Chefarzt - letztinstanzlich - einen Patienten
für tot erklären musste ... Dramatisch hat mir Gott deutlich
gemacht, dass ich ihn nicht gefragt habe ...
Durch unsere
Körperabwehr wehren wir alles Fremde ab. Diese Fähigkeit hat Gott
geschaffen. Daher bin ich überzeugt, dass eine lebenslange
chemotherapieähnliche Unterdrückung der Körperabwehr nach der
Transplantation nicht gottgewollt ist. Entsprechend ist die Krebsrate
bei diesen Patienten massiv erhöht ... Im 10. Gebot steht: ´Lass dich
nicht gelüsten deines Nächsten Weib, noch ... alles, was dein Nächster
hat - auch nicht seines Herzens, seiner Lunge, seiner Leber etc ...`"
(idea-spektrum Nr. 7/2011, 16.2.2011).
Der Arzt hat auf sein Gewissen gehört und fragt im Gegensatz zur Kirche
nach dem Willen Gottes. Sein Beispiel zeigt, dass man auch mit
evangelischen Gottesvorstellungen die Möglichkeit hätte, dem scheinbaren
medizinischen "Fortschritt" Einhalt zu gebieten und damit viel mehr
richtig zu machen als man sich vielleicht bewusst ist.
13.6.2011 -
"Nimm deine Organe
nicht mit den Himmel" - Evangelische Kirche richtet unbeschreibliches Chaos
an
- "Mit
dem Slogan ´Nimm deine Organe nicht mit in den Himmel – der Himmel weiß, wir
brauchen sie hier` wirbt der Transplantationsbeauftragte des
Diakonie-Klinikums Schwäbisch Hall, Wolfgang Ullrich, für Organspenden"
(idea.de, 12.6.2011). Der Oberarzt des evangelischen (aber komplett vom
Staat finanzierten) Krankenhauses hilft auf diese Weise mit, das Chaos, das
seine Kirche hier anrichtet, weiter zu vergrößern. Zunächst einmal lehren
beide Großkirchen tatsächlich die "Auferstehung des Fleisches", und man ließ
die Gläubigen Jahrhunderte lang in den Sonntagsgottesdiensten im
Glaubensbekenntnis bekennen: "Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches",
bis man die Wörter änderte in "Ich glaube an die Auferstehung der Toten",
womit man offen lässt, wie die fleischliche Auferstehung genau geschehen
soll. Die katholische Kirche hat dabei 1950 dogmatisiert, dass z. B. Maria
nicht nur seelisch, sondern auch mit ihrem Leib (!), also ihrem "Fleisch" in
den Himmel aufgefahren sei und dass andere Gläubige ihr auf diese
Weise eines Tages folgen.
Dies wirft nun aber im Zusammenhang der Organtransplantation die Frage
auf, welcher Person dann einst im Jenseits das Organ zugesprochen würde: dem
Erstbesitzer oder dem Zweitbesitzer? Oder wie ist das bei einem
katholischen "Heiligen" oder "Seligen"? War dieser auch ein Organspender,
hätten die Ärzte dann sogar eine "Reliquie" verpflanzt. Was ist nun aber,
wenn der Organempfänger nach katholischer Lehre später in die ewige Hölle
muss? Was passiert dann mit dem Organ, welches auch eine Reliquie ist? Steht
es mit dem Empfänger in die Hölle auf oder holt es sich der Spender in den
Himmel zurück?
Sagen Sie nicht, das sei Spott! Es ist kein Spott, sondern nur logisches
Denken. Der Spott liegt in den kirchlichen Lehren, nicht bei denen, die
diese aufdecken. Doch die Kirche weicht natürlich
solchen konsequenten Fragen regelmäßig mit viel Wortgeklingel aus,
da sie letztlich rein materialistisch ausgerichtet ist. Dazu gehört z.
B. die Leugnung der genauen Zusammenhänge zwischen seelischer und
körperlicher Gesundheit und Krankheit, der immer mehr wissenschaftlich
erforscht wird, von der Kirche jedoch weitgehend abgestritten wird. Die
evangelische Kirche streitet sogar das Urwissen der Menschheit von der
Existenz einer unsterblichen Seele überhaupt ab und sie setzt die Seele mit
dem sterblichen Menschen = seinem Ich gleich. Auch streitet die Kirche ab,
dass in einem Organ auch seelische Informationen gespeichert sind und bei
einer Transplantation mit übertragen werden - auch wenn dies aufgrund
unzähliger Erfahrungsberichte schon als bewiesen gelten kann. Aber die
Kirche reagiert darauf in altbewährte Manier, frei nach dem Motto: "Die Erde
muss eine Scheibe sein, denn bei einer Kugel würden ja viele Millionen
Menschen einfach herunter fallen."
Die Kirche streitet auch die unsagbaren Schmerzen von sterbenden
Organspendern ab, und sie streitet das seelische Chaos ab, das bei einem
Organempfänger nach einer Transplantation entsteht. Die Kirche fragt auch
nicht danach, ob Organtransplantationen zur Verlängerung der irdischen
Lebenszeit dem Willen Gottes entsprechen, weil sie im Grunde genommen nie
nach dem Willen Gottes fragt. Früher lehrte sie noch "Der Herr, hat´s
gegeben, der Herr hat´s genommen", weil sie abstreitet, wie der Mensch und
seine Seele selbst die Lebensspanne auf der Erde maßgeblich beeinflussen.
Jetzt lehrt sie faktisch "Der Herr hat´s gegeben, aber bevor er es
nimmt, können wir es noch mit enormen Kosten verhindern, bis er es
schließlich doch nimmt".
Und wenn es der Himmel angeblich weiß, dass die Organe Sterbender hier auf
der Erde für weitere Menschen gebraucht würden, warum sorgt "der Himmel"
dann nicht auch dafür, dass z. B. fremde Organe vom Immunsystem eines
Körpers nicht abgestoßen werden? Das zumindest hätte doch der "Himmel" dann
rechtzeitig bedenken können. So aber braucht es unzählige Medikamente mit
Nebenwirkungen, die das körpereigene Immunsystem unterdrücken, und die
vielfach dafür verantwortlich sind, dass der Mensch dann eben aus einem
anderen Grund stirbt. Hat also Gott letztlich nicht gut genug vorgearbeitet,
denn diese medizinische Möglichkeit hätte er ja bei der Schöpfung zumindest
vorhersehen und durch entsprechende Voraussetzungen in der Schöpfung =
Evolution erleichtern können?
Am Ende der kirchlichen Ausflüchte steht schließlich immer die Rede vom
"Geheimnis Gottes". Doch dieses "Geheimnis", was nur eine Ausrede ist, ist
im Kern immer das Geheimnis ihrer eigenen Gottlosigkeit und Ignoranz. Doch
leider hören immer noch viele Menschen nicht auf ihr Gewissen, nicht auf
ihren gesunden Menschenverstand und nicht auf weise und erfahrene
Mitmenschen, sondern sie glauben weiter der Institution Kirche und schwimmen
mit dem breiten Strom.
4.7.2011 -
Neues
Transplantationsgesetz kommt in Deutschland noch 2011
- Die Zustimmung gilt als sicher: Noch im Jahr 2011 ändert Deutschland nach
dem Papstbesuch die Gesetze hinsichtlich Organtransplantation. Als sicher
gilt folgendes neues Gesetz. Jeder Bürger wird zu Lebzeiten gefragt, ob er
Organspender sein wird oder nicht. Bei welchem Anlass die Frage erfolgt (z.
B. bei Ausstellung eines Personalausweises), ist noch offen. Bis jetzt
musste sich ein Organspender freiwillig melden oder seine Angehörigen haben
zugestimmt, als er im Sterben lag. Jetzt muss jeder vorab eine Entscheidung
treffen, was natürlich zu mehr Spendern führt, die von sich aus sonst nicht
die Initiative ergriffen hätten.
Die offiziellen Informationen zu diesem Thema durch Staat und Kirche sind
jedoch eine furchtbare Irreführung (siehe diese Seite). Es wird das
meiste auf die Kirchenvertreter zurück fallen, denn diese behaupten, auch
hier, die Wahrheit von "Gott" her zu kennen, obwohl sie von geistigen Dingen
und von "Gott" nicht viel oder nichts verstehen. Da sie aber das Gegenteil
suggerieren und sich in unserer Gesellschaft als angebliche "Experten" für
"Gott" hofieren lassen, haben sie mit Abstand die größte Schuld und werden
keineswegs nach ihrem eigenen Tod "allein aus Glauben selig" ...
Ein neues Herz - eine Erzählung
Der arme und der reiche Mann
Es war einmal ein reicher und angesehener Mann, der lebte in einem Schloss
voller Kostbarkeiten, und er war in feinem Leinen gekleidet. Er
trachtete zeit seines Lebens danach, die sich ihm bietenden Genüsse des Lebens auszukosten.
Beruflich besaß er eine große
Firma, die nach Bodenschätzen gräbt, und vor Seinesgleichen glänzte er gerne
mit seinem Reichtum. Und er setzte diesen auch ein, um andere damit gefügig zu machen.
Vor den Toren seines Schlosses hingegen wohnte ein armer rechtschaffener Mann, der sich
redlich mühte, für sich und seine Familie den Lebensunterhalt zu verdienen
und der weder Mensch noch Tier ein Leid zufügte. Er arbeitete hart in einer
der Gruben des reichen Mannes, so dass diese Belastung seiner Gesundheit immer mehr
zusetzte. Und doch fehlte es oft an Nötigem, weil das Geld dafür nicht
reichte. Denn sein Einkommen war nicht
einmal ein Tausendstel von dem, was der reiche Mann für sich beanspruchte.
Im Krankenhaus
Im Krankenhaus waren derweil Ärzte, Schwestern Tag und Nacht um das
Leben des reichen Mannes bemüht. Und in seiner Kirche zündete man eine Kerze
an, vor der ebenfalls Tag und Nacht jemand für seine Genesung betete. Doch die intensivsten und kostspieligsten
Behandlungen, die nur denkbar sind, brachten keine entscheidende Besserung. Nur eine
Herztransplantation würde sein Leben retten können, so sagten die Ärzte.
Der plötzliche Tod
Manchmal schien er - bis auf die immer wiederkehrenden Aussetzer und Anflüge von
Orientierungslosigkeit - wieder der Alte zu sein, der er vor seiner
Operation war.
Eines Abends saß er aufrecht in seinem Bett und blickte
dankbar auf sein bisheriges Leben zurück: Reichtum und Erfolg waren ihm
beschieden und viele Menschen, die ihm seine Wünsche erfüllten und sogar ein
neues Herz. Und für den Fall, dass die Zeiten schwieriger werden, konnte er
auf vielerlei Art Vorsorge treffen. So dachte er bei sich: "Ich muss mir nun
wirklich um meinen Lebensabend keine Sorgen mehr machen", und er schlief
über diesen Gedanken ein.
Da hatte er in dieser Nacht
unvermittelt einen Traum. Es erschien ihm eine Gestalt mit sehr ernstem Blick.
Die Gestalt beugte
sich über ihn und sagte mit eindringlichen Worten: "Du
Narr, diese Nacht wird deine Seele von dir genommen werden. Und wo wird dann
alles das sein, das du dir erworben hast und was du genossen hast?"
Der reiche Mann erschrak darüber so furchtbar, dass er am ganzen Körper zusammen zuckte und
dabei sogleich aufwachte. "Was war das?" Der reiche Mann saß
nun erneut aufrecht in seinem Bett. Hastig versuchte er aufzustehen. Und er überlegte,
ob er jetzt, mitten in der Nacht, seinen Pfarrer anrufen
könne, der ihm vielleicht erklären könne, was ihm hier widerfahren sei und
wie dieser Traum einzuordnen sei. In diesen
Augenblicken spürte er ein heftiges Stechen in seinem Herzen und in seiner
linken Schulter, und er hatte das Gefühl, als würde
ihm von innen der Sauerstoff entzogen werden. In diesem Zustand kroch er
wieder in sein Schlafgemach, nahm die doppelte Dosis seiner Medikamente und öffnete weit das Fenster.
Wie im Fluge sah er nun seine vergangenen Lebensjahre an seinem inneren Auge
an sich vorbei ziehen, begleitet von dem
immer mulmigeren Gefühl, das meiste vielleicht doch falsch gemacht zu haben.
Am nächsten Morgen lag er tot in seinem Bett. Die eilig herbei gerufenen
Ärzte diagnostizierten einen Herzinfarkt. Nun war also auch sein neues Herz
nicht mehr zu retten. Und der Pfarrer kam und sprach endlos lange Gebete neben seiner Leiche, während
Handwerker bereits die Gruft in seinem Mausoleum für die Belegung herrichteten. Und in seiner Kirche wurde wieder eine Kerze angezündet, vor der
den ganzen Tag jemand für sein Seelenheil betete und neben der Menschen in
so genannten Kondolenzlisten ihr Beileid bekundeten.
Der arme und der reiche Mann im Jenseits
Doch wo befand sich nun seine Seele? Sie war nun hin und gerissen zwischen
Diesseits und Jenseits - unsichtbar für diejenigen, die auf der Erde seinen Tod
beklagten oder intensiv über das zu erwartende Erbe nachdachten. Schließlich erkannte
die Seele, dass es für sie kein Zurück mehr ins Diesseits
gab. Und so streifte sie scheuen Blickes im Jenseits umher. Die Gestalt im
Traum hatte also die Wahrheit gesagt. Doch wie sollte es jetzt weiter gehen? Da
sah der
einst Reiche
plötzlich den einst armen Mann vor ihm stehen, der vor seinem Schloss wohnte und dessen starkes Herz ihm,
dem einst Reichen, noch viele weitere
irdische Lebensjahre ermöglicht hatte.
Noch viel kraftvoller als früher war dieser arme Mann nun geworden, und er hatte
bereits eine geraume Zeit auf den reichen Mann gewartet. Nun ging er auf den
eben noch Reichen zu
mit der Bitte, ihm einiges sagen zu können. Der gerade eben Verstorbene war
einverstanden, denn er wusste nicht, wie er sich sonst hier orientieren
könnte.
Also
sprach der einst arme Mann zu dem einst Reichen:
"Deine Lebenszeit war schon vor vielen Jahren abgelaufen. So wie auch die
meine. Dass man mir mein Herz aus dem Körper geschnitten
hat, einen Schmerz, wie ich ihn bis dahin noch nicht kannte, kann ich nur schwer verzeihen. Und auch die vielen leidvollen
und beschwerlichen Jahre vor
den Toren deines Schlosses wären nicht notwendig gewesen, wenn du gütiger und
verständnisvoller gewesen wärst. Selbst die kleine
Hoffnung, mit meinem Herzen in deinem Leib könntest du vielleicht ein besserer
Mensch werden, hat sich nicht erfüllt. Dein Maß war bereits vor Jahren voll, und nun
ist es gar um ein Vielfaches übergelaufen, ohne dass du es rechtzeitig in
deinem Herzen gemerkt hattest. Denn du
hattest ja ein falsches Herz, nämlich mein Herz. Und nun bin ich hier, um mir das Herz wieder zu
holen."
Dies meinte der Mann symbolisch, denn längst hatte er sich von seiner einstigen
materiellen Hülle mit ihren Organen gelöst. Doch für den Neuankömmling im Jenseits schien das
fremde Herz in seinem Leib immer noch greifbar und fassbar.
Und der einst Reichen war über dieser Rede sprachlos und voller Ängste und doch auch
wieder ein wenig froh, dass sich überhaupt jemand seiner annahm. Dann
formulierte er zögerlich doch einige Worte: "Ich trage noch dein Herz, das stimmt. Was
geschieht nun aber mit mir?"
"Gib mir zuerst mein Herz zurück", sagte der einst arme Mann, und er sprach
weiter in Bildern: "Da drüben findest du dein richtiges Herz, das zu dir
gehört", und er zeigte in Richtung eines dunklen Winkels in der jenseitigen Welt.
"Dieses dein richtiges Herz wurde hier für dich aufbewahrt, bis du einmal selbst hier
angekommen sein
wirst. Das ist nun erfolgt. Im richtigen Herzen ist alles gespeichert, was du ihm auferlegt hast
und was dich deinen Weg hier in dieser Welt weiterführen wird. Und es ist
dort auch
alles aufgezeichnet, was du während deiner irdischen Lebenszeit anderen
angetan hast. Nur das, was du dem allem noch hinzugefügt hast, nachdem deine
Lebenszeit schon abgelaufen war, ist nicht dort registriert. Dies hast du
stattdessen meinem armen Herzen
aufgebürdet, das nun ebenfalls kollabiert ist."
Die Rücknahme der Organtransplantation
Der
früher reiche Mann atmete bei diesen Worten erst einmal tief durch. Dann griff
er instinktiv nach seinem falschen neuen Herzen, das er immer
noch an der Stelle wähnte, an der es ihm einst eingepflanzt wurde, und er riss es aus
seinem Seelenleib heraus. In diesem Augenblick erfüllte sein
markerschütternder unbeschreiblicher Schrei die jenseitige Welt, und es war
ihm, als sei er noch einmal unter furchtbaren Schmerzen neu gestorben.
Schwer atmend fiel er nun vor die Füße des anderen Mannes.
"Leider konnte dir das keiner ersparen", so der einst arme Mann.
"Aber ich spüre, dass du umkehren möchtest". Und er
streckte seine Hand aus und er nahm sein Herz, das ihm einst heraus geschnitten
wurde und eine Zeitlang im Körper des reichen Mannes schlug, symbolisch gesprochen,
wieder zurück. Und er sprach weiter:
"Nun geh, und hole dir wieder dein richtiges Herz."
Der nun herzlose Mann kroch in die dunkle Ecke, und in seiner Bilderwelt
erschien es ihm tatsächlich so, als läge dort in diesem dunklen Winkel der
jenseitigen Welt sein altes
Herz. Und so transplantierte er sich sein
eigenes Herz in seinen Seelenkörper zurück, ganz ohne Ärzte und Schwestern und
ohne das Gebet eines Pfarrers, und dieses Mal war der Eingriff weit gehend
schmerzlos. Es ging alles wie von selbst.
Und dann fasste sich der Mann - im übertragenen Sinne - wirklich ein Herz, und
zwar mit seinem richtigen Herzen, und er flehte
den einst armen Mann an: "Bitte verzeihe mir!"
Und dieser Mann merkte nun, dass es ihm ehrlich und ernst ist, und er
antwortete: "Ja, damit kann ich dir helfen. Ich verzeihe dir." Und
dem reichen Mann, dessen Reichtum in der jenseitigen Welt nicht mehr existent
war, wurde es augenblicklich leichter um sein altes Herz und es war nicht
mehr so eisig kalt wie einst, sondern das alte Herz wurde wieder wärmer.
Und der Mann nahm sich nun nur dieses eine vor: Zu lernen, wie er sein richtiges,
sein
eigenes Herz, das er nun wieder in sich spürte, von seinen Lasten befreien
und von seinen Sünden reinigen könne, so dass es wieder ganz gesund würde.
Und der einst arme Mann sah ihn mit gütigen Augen an und sprach zu ihm: "Ich wünsche
dir sehr viel Kraft, die du bald brauchen wirst.
Weil du deine Erdenzeit nicht genützt hast, hast du nun einen sehr sehr
langen und schmerzhaften Weg vor dir. Doch er führt dich früher oder später in die bessere
Welt."
Und der einst Arme war glücklich, dass er so lange auf den reichen Mann
gewartet hatte dass er ihm und sich hat helfen könne. Und er ging nun getrost und
zuversichtlich seines eigenen Weges.
6.)
Weitere Links und Literaturhinweise
Verein kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V. -
http://www.initiative-kao.de/Impressum.htm
Roberto Rotondo, Dipl.-Psychologe und ehemaliger Krankenpfleger in der
Intensivmedizin, Sachverständiger und Buchautor zum Thema
"Organtransplantation"
http://www.transplantation-information.de/
Anmerkung: Es besteht keine Verbindung zu den Betreibern dieser
beiden Seiten. Wir finden es jedoch gut, wie auch dort sehr wichtige Informationen
an die Bevölkerung weitergegeben werden.
Renate Greinert, Unversehrt sterben, Der Kampf einer Mutter,
München 2008
http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/unversehrt-sterben.php
Ilse Gutjahr, Mathias Jung, Sterben auf Bestellung, Fakten zur
Organentnahme, Lahnstein 1997
http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/sterben-auf-bestellung.php
Der Text kann
wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 17:
Die verschwiegenen Leiden von Organspender und
Organempfänger, Wertheim 2005, zit. nach
http://www.theologe.de/theologe17.htm, Fassung vom
25.1.2012
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