DER THEOLOGE
Nr. 21


Der wegen Totschlags verurteilte Pfarrer Geyer
und die lutherische Lehre vom grausamen Gott


Am 16. April 1998 wird der evangelisch-lutherische Pfarrer Klaus Geyer aus Beienrode bei Braunschweig wegen Totschlags an seiner Ehefrau Veronika Geyer-Iwand zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Verurteilung erfolgt aufgrund zahlreicher schwerwiegendster Indizien: Dazu gehört vor allem eine zertretene Ameise an der Schuhsohle des Pfarrers - eine seltene Art, die jedoch neben dem Leichenfundort ein Nest hatte.*** Hinzu kommen nachgewiesene Lügen: Ein Telefonat führte der Pastor aus einer Telefonzelle in der Nähe des Tatortes, was er solange bestritt, bis er es durch Beweis nicht mehr leugnen konnte. Und schließlich gibt es Zeugenaussagen, wonach Geyer mit seiner Frau streitend in der Nähe des Tatorts gesehen wurde bzw. alleine in der Nähe des späteren Fundorts der Leiche. Außerdem hatte er eine Bekannte um eine Lüge bzw. einen Meineid zu seinen Gunsten gebeten.

Das Gesicht der Theologin und Pfarrfrau war regelrecht zertrümmert. Es wäre vielleicht "nur" eine furchtbare Familientragödie, wenn der beschuldigte Pastor Klaus Geyer nicht auch ein bekennender Lutheraner gewesen wäre. So aber können auch Fragen nach der evangelisch-lutherischen Lehre über das "Böse" eine wichtige Rolle spielen, die Pfarrer Klaus Geyer in Predigten zuvor öffentlich vertreten hatte. Deshalb soll hier auch nicht über den Menschen Klaus Geyer, sein Lebensumfeld und das Ausmaß seiner Schuld bzw. Unschuld geurteilt werden. Sondern der Pastor rückt in dieser Studie in seinem Denken und Lehren als Repräsentant seiner Institution in den Mittelpunkt. Und es wird dabei nach dem Anteil gefragt, den seine Kirche und das kirchliche Milieu an den Ereignissen haben können. So wird vor dem Hintergrund der Familientragödie im "Pfarrhaus Geyer" auf diese Weise auch das Selbstverständnis der Kirche hinterfragt, der er und seine Frau dienten.

Während nämlich die kirchlichen "Sektenbeauftragten" landauf landab religiöse Minderheiten verleumden, predigen die Pfarrer ihren Gläubigen unter anderem "Sündige tapfer" - ein bekannter Ausspruch von Martin Luther. Und die evangelischen Religionslehrer unterrichten die Schüler auf Staatskosten in der totalitären lutherischen Zwei-Reiche-Lehre, wonach Staat und Kirche (die beiden "Reiche") einander dienen sollen. Für die Religionsfreiheit des deutschen Grundgesetzes ist in der lutherischen Staatslehre kein Platz. Und folglich werden unbequeme andere Gemeinschaften von der lutherischen Kirche auch bis heute bekämpft, auch wenn sich die Kirche vordergründig tolerant gibt. Martin Luther leugnete zudem die Willensfreiheit des Menschen, eines der wesentlichen Persönlichkeitsmerkmale, die auch zu den Grundwerten in einer Demokratie zählt. Und Luthers Nachfolger, die evangelisch-lutherischen Theologen, haben sich zwar äußerlich mit den neuzeitlichen Demokratien arrangiert, waten aber in ihren Lehren weiter im mittelalterlichen lutherischen Sumpf. Und zu den bekanntesten "Lutheranern" gehört auch der Schwiegervater von Pfarrer Klaus Geyer, der deutsche Theologe Hans Joachim Iwand (1899-1960) (siehe unten). Dabei erörtern lutherische Theologen z.B. in ihrer "Prädestinationslehre" (= Lehre von einer vermeintlichen Vorherbestimmung) die angeblich satanische Besessenheit aller derer, die nicht von "Gott" so wie er in der evangelischen Kirche gelehrt wird, zum ewigen Heil vorherbestimmt seien. Diese dunklen Abgründe der kirchlichen Lehre blieben in der Öffentlichkeit deshalb solange unentdeckt, weil die Kirche lange Zeit vieles erfolgreich auf die kleinen Gemeinschaften projizieren konnte, die sie bekämpft. Doch das Verhalten und das Schicksal von Pastor Klaus Geyer zeigen einige reale Gefahren auf, die eben gerade von diesem Glauben ausgehen.

Klaus Geyer bestreitet bis zuletzt seine Schuld und wählt in der Todesanzeige für seine Frau ein Bibelzitat, in dem von einem "grausamen" Gott die Rede ist. "Du hast dich mir verwandelt in einen Grausamen" heißt es in Hiob 30, 21. Doch sprechen die protestantischen Theologen vielleicht gerade deshalb so oft vom "grausamen" Gott oder von dessen "unergründlichen Geheimnissen" weil sie so von ihren eigenen Vergehen und dem Versagen ihrer Kirche ablenken können? Auf jeden Fall macht auch Pastor Geyer - unabhängig von der Schuldfrage am gewaltsamen Tod seiner Frau - auf diese Weise auf seinen lutherischen Glauben aufmerksam.
 
Im folgenden soll nun detaillierter der Frage nachgegangen werden: Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Leben des 1998 zu acht Jahren Haft verurteilten Pastors, der am Allerheiligentag 2003 im Alter von 62 Jahren verstorben ist, und seinem evangelisch-lutherischen Glauben? Zunächst jedoch eine Schilderung der Geschehnisse:


Inhalt:

Die betrogene Ehefrau

"Von allen Geboten entbunden"

Die kirchliche Elite

Das theologische Erbe des Schwiegervaters Hans Joachim Iwand

Fehlende Demut

Wer ist bereit zu töten?

Totale Verfügungsgewalt einer jenseitigen Macht

Luther: Theologen sind "gerecht und im Himmel"

Etwas Doppeltes in den Augen

Theologie kann Schuldspruch nicht verhindern

Anhang:

Die Hölle im Pfarrhaus

 

Die betrogene Ehefrau

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben, dass Pastor Klaus Geyer ganz offensichtlich nicht damit rechnet, dass seine zunächst "vermisste" Frau wie gewohnt nach Hause kommen würde. Schon am Tag ihres "Verschwindens", dem 25.7.1997, schläft der Pfarrer im Ehebett des Pfarrhauses, wo er sonst neben seiner Frau die Nächte verbrachte, mit einer anderen Frau, ebenfalls einer Pfarrerin. Die Türe ist nicht einmal abgesperrt - also keine Vorsorgemaßnahme vor einer normalerweise heimkehrenden Ehefrau, der sich Klaus Geyer nach eigenen Angaben immer unterlegen gefühlt habe. Am nächsten Tag hat Pfarrer Geyer dann mit einer Frau aus dem Kirchenchor Geschlechtsverkehr, am übernächsten wieder mit der Pfarrerin. Das sind Verhaltensweisen, die u. a. darauf schließen lassen, dass der Pfarrer nicht mit der Heimkehr seiner Frau rechnete. Sie zählen später auch zu den Indizien, die den Pfarrer belasten. "Der Tod macht geil. Alte Erfahrung nach Beerdigungen", schreibt Pastor Geyer dazu später in sein Tagebuch. Und, als hätte er sich nur versehentlich selbst entlarvt, fügt er gleich "korrigierend" hinzu: "War sie tot in dem Moment? Das wusste damals doch keiner" (zit. nach Claus Just, Tagebuchseiten, Abschriften für den Psychiater, zit. bei www.schule-des-schreibens.de).

Einen weiteren Tag später wird die von schweren Schlägen im Gesicht entstellte Leiche seiner Frau Veronika Geyer-Iwand mit zertrümmertem Kopf in einem Waldstück am Rand von Braunschweig gefunden. "Es hat ihr jemand mit sieben Hieben den Schädel so eingeschlagen, dass ein Ohr abgetrennt, das Gesicht völlig zerschmettert und Augen und Hirn in den Kopf getrieben wurden. Hier hat nicht einer getötet, hier hat einer vernichtet, ausradiert" schreibt die bekannte Journalistin Alice Schwarzer in der Frauenzeitschrift Emma (Nr. 3/1998). Für so genannte "Profiler" in der Verbrechensaufklärung sind dies Indizien für eine "Beziehungstat" wo Täter und Opfer sich intensiv kannten. Und einer früheren langjährigen Geliebten des Pfarrers, einer leitenden kirchlichen Mitarbeiterin, kommt bei der Todesnachricht in den Sinn: "Jetzt hat er [der Pfarrer], was er wollte" (Stern Nr. 50/1997). Zur möglichen Täterschaft des Pfarrers wollte sie sich damit aber nicht äußern. Ihre eigene Ehe war zuvor wegen ihrer früheren Beziehung mit Pfarrer Geyer kaputt gegangen. Im Zuge der Ermittlungen kommt schließlich auch heraus, dass die damalige Hauptgeliebte des Pastors im Tatzeitraum gerade mit ihm Schluss gemacht hatte. Des weiteren, dass der evangelische Pfarrer seine Frau im Pfarrhaus u. a. auch mit einem 15-jährigen Mädchen aus der Nachbarschaft betrogen hatte (idea-spektrum Nr. 11/2003, Emma Nr. 3/1998). Umgekehrt ergaben die Ermittlungen auch, dass Veronika Geyer-Iwand ihrerseits mit einigen anderen Männern Liebesbeziehungen oder Affären hatte. Ein Konflikt innerhalb der offenbar chaotischen Ehesituation des Pfarrer-Ehepaares wäre damit auch ein nahe liegendes Tatmotiv. Auch die vier Kinder des Paares glauben an die Schuld ihres Vaters und versuchen, das Andenken ihrer Mutter in Ehren zu halten. Ihr Vater habe die Tage bis zu seiner Festnahme genutzt, um "noch Beweismittel beiseite zu schaffen", so einer der Söhne (Bild, 9.3.2003). "Er hat getäuscht und gelogen", erklärt er gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (zit. nach Bild).

"Von allen Geboten entbunden"

Eine Braunschweiger Lokalzeitung listet in einer Spalte die Zehn Gebote auf, und in einer zweiten Spalte, wie der damals 56jährige Pfarrer dagegen verstoßen hatte. Z.B. wie Pastor Klaus Geyer CDs gestohlen hat, weswegen er vorbestraft war; oder wie er eine Zeugin um einen falschen Eid zu seinen Gunsten bittet. Diese vertraut sich jedoch weinend dem Gericht an, und der Anstiftungsversuch des Pastors zum Meineid fliegt auf. Das Sonntagsblatt schreibt: "Wie war das noch mit den Zehn Geboten? Und welche hat dieser Pastor eigentlich nicht gebrochen?" (3.4.1998) Mittlerweile reagierten auch seine Vorgesetzten und suspendierten ihn vom Dienst.
Für sein Seelenheil spielt das Verhalten des lutherischen Pfarrers und sein Verstoß gegen die Zehn Gebote allerdings keine Rolle, so die evangelisch-lutherische Lehre. Martin Luther lehrt in seiner Grundsatzschrift Von der Freiheit eines Christenmenschen nämlich, dass das Halten der Gebote kein Weg zu Gott und zum Heil sei. Und die lutherischen Kirchen haben dies als Glaubenssatz so übernommen und geben es heute an ihre Gläubigen - auch auf Staatskosten an die Jugendlichen und Kinder im Religionsunterricht - weiter. Denn der "Christenmensch" habe "am Glauben genug" und ist "gewisslich von allen Geboten und Gesetzen" "entbunden" so Luther wörtlich. Martin Luther wollte mit seiner im Widerspruch zu Jesus stehenden Lehre offiziell bzw. angeblich erreichen, dass jemand durch das Halten der Gebote nur seinem Nächsten diene, ohne auf sein eigenes Heil zu schauen. Doch hat er mit seiner Lehre nicht vor allem die Hemmschwelle gesenkt, um gegen die Gebote verstoßen zu können? Tatsächlich hat er nachweislich diese Hemmschwelle gesenkt, und zwar in einem erheblichen Ausmaß. Dies gilt für ihn selbst, wenn er z.B. die Hinrichtung von Prostituierten, Andersgläubigen, Esoterikern, so genannten "Wucherern", sich zu ihrem Glauben öffentlich bekennenden Juden und vielen Menschen mehr fordert. Auch wer seine "Rechtfertigungslehre" nicht befürwortet, soll des Todes sterben, so der Reformator aus Wittenberg (siehe dazu viele Beispiele in Der Theologe Nr. 3). Und auch seine Nachfolger senkten immer wieder diese Hemmschwelle, wie eben auch Pfarrer Klaus Geyer, der in seinem Privatleben gegen die Zehn Gebote wüten konnte und dabei nicht im Geringsten um sein Seelenheil fürchten müsste - vorausgesetzt, der evangelisch-lutherische Glaube stimme, wonach "allein der Glaube" für den Himmel genüge (vgl. dazu auch Der Theologe Nr. 36). Erst die weltlichen Richter stoppen den Theologen. Auf seinen Glauben ist Pfarrer Geyer offensichtlich auch stolz, und er gibt dazu vor Gericht langwierige Erklärungen ab. In der Haft wird es dann öffentlich ruhiger um den Pfarrer. Dort erkrankt er später an Prostata-Krebs, der bald auch auf die Knochen übergreift. An seiner Sichtweise der Dinge ändert sich dadurch aber offenbar nichts. Ein Fernsehteam des ZDF gibt einem Film über Pfarrer Geyer den Arbeitstitel Hiob. Die biblische Figur ist sich wie der Pfarrer keiner Schuld bewusst. Später wird der Titel in Mord im Hause des Herrn umbenannt, wobei man fragen könnte: Welches "Herrn"? Denn den Schöpfergott oder Christus sollte man bei den bereits nachgewiesenen Vorgängen im evangelischen Pfarrhaus (und auch in vielen anderen Pfarrhäusern) und darum herum aus dem Spiel lassen. Klaus Geyer wird schließlich im November 2002 nach ca. 4 1/2 Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen und stirbt am 1.11.2003 in Hannover im Alter von 62 Jahren (er wurde am 11.9.1941 in Berlin geboren) an den Folgen seiner Krankheit.

Die kirchliche Elite

Klaus Geyer machte Karriere in der Kirche. Er ist einige Zeit stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg und sieht sich in der Tradition der "Bekennenden Kirche", die sich im Dritten Reich nicht mit den Nazi-Gremien gleichschalten ließ, obwohl sie Hitler politisch überwiegend unterstützte. Zuvor lehrte er als Assistent am "Friedensforschungsinstitut der evangelischen Kirchen" in Heidelberg, einem "Institut, das von den kirchlichen Eliten anerkannt war" (Pastor Geyer lt. Stern, 5.3.1998). Er ist schließlich Theologischer Assistent des bekannten evangelischen Theologieprofessors Helmut Gollwitzer (1908-1993), der bei der Beerdigung der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof am 15.5.1976 in Berlin sinngemäß predigte, sie würde jetzt in den "liebenden Armen Gottes ruhen"*. Von 1990-1993 ist Klaus Geyer zudem Bundesvorsitzender der "Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste" (ASF). Als Gemeindepfarrer steht er der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ochsendorf vor, einem Stadtteil im niedersächsischen Königslutter. Der Wohnort der Pfarrfamilie ist ein altes Rittergut im benachbarten Stadtteil Beienrode. Bei dem von Klaus Geyer ins Leben gerufenen "Beienroder Konvent" "wurden die Grundlagen der historischen EKD-Ostdenkschrift gelegt" (Deutsches Sonntagsblatt, 15.8.1997), einer offiziellen Schrift der Evangelischen Kirche in Deutschland. Und sogar der damalige EKD-Vorsitzende und Landesbischof Eduard Lohse kam als Gast des Ehepaares Geyer und des Konvents einst nach Beienrode (Rhein-Zeitung, 16.4.1998). Hier hatte also nicht ein einzelner unbeherrschter Dorfpfarrer vor Ort seine Sünden ausgelebt, sondern man befand sich mitten in einem Zentrum protestantischer Spiritualität, wohin an Pfingsten bis zu 3500 Anhänger der kirchlichen Friedensbewegung pilgerten, u. a., um Pfarrer Klaus Geyer predigen zu hören.

Das theologische Erbe des Schwiegervaters Hans Joachim Iwand

Und auch Klaus Geyers Familie steht in hervorgehobener lutherischer Tradition. Denn sein Schwiegervater Hans Joachim Iwand zählt zu den bedeutendsten evangelisch-lutherischen Theologen des 20. Jahrhunderts überhaupt, und er hat von der Kirche in hohem Maße gewürdigte Bücher und Aufsätze über den evangelischen Glauben geschrieben. Klaus Geyer ist der Nachlassverwalter seines theologischen Erbes, und zusammen mit dessen Tochter Veronika Geyer-Iwand betreut Geyer auch die Hans-Iwand-Stiftung in Beienrode. Das Ehepaar Geyer und Geyer-Iwand ist gerade damit beschäftigt, den Nachlass von Hans Joachim Iwand beim Bertelsmann-Verlag herauszugeben, als das Verbrechen geschieht. Geyers Schwiegervater war sehr der Tradition Luthers verpflichtet. Am intensivsten studierte Iwand, vor allem während des weltweiten Tötens und Mordens im 2. Weltkriegs, Luthers Schrift De servo arbitrio (= Vom geknechteten Willen). Darin verneint Luther den freien Willen des Menschen. Iwands Schlussfolgerung: "Wer diese Schrift nicht aus der Hand legt mit der Erkenntnis, dass die evangelische Theologie mit dieser Lehre vom unfreien Willen steht und fällt, der hat sie umsonst gelesen" (Münchner Ausgabe der Lutherschriften, Theologische Einführung, München 1975, S. 253). Es handelt sich bei dem Thema der geleugneten Willensfreiheit also um keine Fußnote der evangelischen Lehre, sondern um ihr Herzstück. Während Luther selbst dabei dem Menschen jegliche Willensfreiheit abspricht, mildern seine Nachfolger bis heute diese Lehre dahingehend ab, dass dies nur im Hinblick auf jenes Tun gelte, das für das Seelenheil des Menschen bedeutsam sei. Hans Joachim Iwand in seinen Ausführungen über Luther dazu wörtlich: "Was Menschen tun und lassen, so hat er [Luther] immer gelehrt, ist Gottes Werk. Sie sind Gottes Hand und Fuß, seine Larven, in denen er als der unerkennbare, dunkle Gott das Spiel des Weltgeschehens treibt" (Hans Joachim Iwand, Glaubensgerechtigkeit. Lutherstudien, München 1980, S. 141). Gott bewirke also sowohl das Gute als auch das Böse. Was für eine Lehre! Und was für eine Zuspitzung vor dem Hintergrund der unermesslichen Leiden des 2. Weltkriegs und der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki in Japan! Diese dunkle und böse Lehre legt sich so auch wie ein schwerer Schatten auf positive Unternehmungen Iwands zum Thema "Frieden" und "Versöhnung" (z.B. das "Haus der helfenden Hände" in Beienrode, um Vertriebenen zu helfen; oder seine Verfasserschaft des Darmstädter Worts, in dem Hans Joachim Iwand und der Schweizer Theologe Karl Barth 1947 anders als fast alle deutschen Kirchenführer wenigstens einige "Irrwege" der Kirche während der NS-Zeit eingestanden hatten; vgl. dazu hier). Auch Klaus Geyer vertieft sich in diese Bücher seines Schwiegervaters über Luther und denkt intensiv darüber nach. Und er befindet sich damit in guter Gesellschaft mit den von seiner Kirche beauftragten Verleumdern Andersgläubiger. So hatte sich auch der evangelisch-lutherische "Sektenbeauftragte" (seit 1991) und "SPD-Genosse" Wolfgang Behnk diese Schrift Martin Luthers einst ausgewählt, um durch ihre Vertiefung seinen theologischen Doktorhut zu erlangen. Dies gelingt ihm, und seine Promotion erscheint unter dem Titel Contra Liberum Arbitrium Pro Gratia Dei (= Gegen den freien Willen für die Gnade Gottes) als Europäische Hochschulschrift Nr. XXIII / Band 188, Frankfurt 1982 (mehr dazu in Der Theologe Nr. 1). Beim Lesen tut sich dabei eine furchtbare Schlangengrube auf. Immer wieder geht es auch um Mord und Totschlag. So erörtert Kirchenrat Dr. Wolfgang Behnk z.B. Martin Luthers Glaube, wonach es Gott nicht nur zulassen kann, dass sich ein Mensch "immer mehr in das Böse verstrickt" sondern er, "Gott" treibe ihn "regelrecht" dorthin (S. 336). Und fast zwangsläufig kann man fragen: Und wie ist es später womöglich bei Klaus Geyer? Wohin hat ihn schließlich sein "Gott" getrieben? Und was will er damit sagen, wenn er in der Todesanzeige für seine Frau auf den "grausamen Gott" hinweist? Gilt das auch, wenn er, Geyer, selbst es war, der seiner Frau den Schädel zertrümmert hatte, worauf alle wesentlichen Indizien hindeuten? "Gute" lutherische Theologen würden natürlich an dieser Stelle zu längeren vernebelnden Ausführungen ansetzen, um das ganze Wenn und Aber der Verantwortung des Menschen intellektuell und spitzfindig mal hierhin und mal dorthin zu drehen und. mit ihrem Gottesbild in Beziehung zu setzen. Die Politiker könnten sich jedoch einmal mehr fragen: Wollen sie, nach allem, was über diesen Glauben schon bekannt ist, diesen wirklich weiterhin staatlich privilegieren (siehe dazu www.stop-kirchensubventionen.de)? Und wollen sie den lutherischen Glaubenshütern auch dann Glauben schenken, wenn sie Andersgläubige und Kirchenaussteiger, die sich von der lutherischen Lehre aus guten Grund distanzieren, verleumden?

Fehlende Demut

Im Verlauf des Prozesses wird deutlich, wie Pfarrer Klaus Geyer sich mit der lutherischen Tradition von der angeblich dunklen Seite Gottes identifiziert. So vergleicht er seine Situation auch mit Berichten ehemaliger KZ-Insassen in Auschwitz. Selbst der Holocaust an den jüdischen Mitbürgern (den die Kirche übrigens maßgeblich mit vorbereitet hat; siehe dazu Der Theologe Nr. 4) muss herhalten, um den vieler Delikte überführten Kirchenmann als Märtyrer erscheinen zu lassen - selbst bei einer Unschuldsvermutung am Tod seiner Frau ein hanebüchener Vergleich. Doch Pastor Geyer wirbt unverdrossen und voller Selbstmitleid um Verständnis für sein Verhalten, und er zeigt offenbar auch dort keine Reue, wo man ihm nachweisen kann, gelogen zu haben. Ein "Indiz der Demut" (Süddeutsche Zeitung), das für ihn hätte sprechen können, fehlt. Auch Martin Luther bereut zahlreiche Vergehen wie die grausame Verfolgung und Hinrichtung Andersgläubiger nicht, und er fordert noch drei Tage vor seinem Tod Judenverfolgungen - obwohl er sonst immer wieder von "Buße" spricht. Für die Hinrichtung zahlloser seiner Opfer glaubte Luther nicht, Buße tun zu müssen. Denn diese grausamen Taten hielt er für richtig. Es ist ein Bereich, zu dem das Positive in seinem Gewissen keinen Zugang mehr hatte, obwohl bei Martin Luther wenigstens der Sachverhalt geklärt ist. Anders bei seinem Nachfolger Klaus Geyer. Doch vielleicht liegt hier dennoch eine Spur zum Verstehen. Vielleicht hat dieser die Tat in ihrer Ungeheuerlichkeit innerlich so massiv verdrängt und aus seinem Bewusstsein abgespalten, dass er für viele seiner immer noch zahlreichen Anhänger sogar glaubhaft die Rolle des Märtyrers einnehmen kann (vgl. dazu diese Meldung **). Oder es ist doch viel banaler. Ein Prozessbeobachter schildert Pastor Geyer als "eiskalten Hund" (Hamburger Morgenpost, 27.3.1998). Und Motive, um ein Verbrechen auch dann zu leugnen, wenn man es getan hat, würden auf der Hand liegen: "Aber ich gebe doch nicht alles auf, was wir aufgebaut haben. Ein Friedenswerk. Die Liebe der Gemeinde" (zit. nach Just, a.a.O.) - Worte, die Klaus Geyer selbst gebraucht, um für seine Unschuld zu werben. Ihr Inhalt könnte aber auch genau der Grund sein, warum er niemals zugeben würde, dass er die Tat begangen habe. Denn dann wäre sein "Friedenswerk" endgültig zerstört. So aber wird es auf jeden Fall immer einige geben, die ihm glauben - trotz nahezu erdrückender gegenteiliger Indizien. Ein Beispiel ist der eben erwähnte Prozessbeobachter, der trotz seiner charakterlichen Beschreibung Geyers als "eiskalt" nicht glaubte, dass dieser auch den brutalen Mord bzw. den Totschlag an seiner Frau begangen habe. Und allgemein gesprochen: Vielleicht steckt bei einigen Menschen auch noch ein Rest an falscher Ehrfurcht gegenüber Pfarrern und Pastoren in den Gliedern, denen man zwar mittlerweile viele Verbrechen zutraut, aber doch vielleicht nicht ein solches ...

Wer ist bereit zu töten?

Woran denkt Klaus Geyer dann, wenn er als kirchlicher Theologe z.B. über "Buße" theologisiert? Er sagt später in Haft einmal, er sei sich seiner "Schuld" wegen der Ehebrüche bewusst (Panorama, 17.9.1998), doch hat er darüber auch Reue empfunden? Prozessbeobachter und einige der Medienvertreter fragten sich jedenfalls: Wie könne ein Pfarrer so schamlos lügen? Kann er dann auch so brutal töten? Oder kann er dies nicht? Vielleicht, weil bei einem Pfarrer, wie bereits erwähnt, nicht sein kann, was nicht sein darf ...
Doch wer so denkt, der kennt nicht die Lehren der Kirche. Klaus Geyer selbst erklärt dazu in einem Panorama-Interview nach seiner Verurteilung: "
Im Prinzip kann jeder Menschen in bestimmten Situationen totschlagen, wenn er dorthin geführt wird. Das liegt im Bereich des Menschenmöglichen. Das habe ich schon vorher gepredigt" (17.9.1998).
Diese Aussage klingt fast wie ein Geständnis mit anschließender Rechtfertigung, frei nach dem Motto: "Töten, das kann halt mal passieren." Auf jeden Fall können mit einer solchen Lehre schlimmste Verbrechen mit dem Hinweis auf die allgemeine Sündhaftigkeit der Menschen bagatellisiert werden. Und dies hat die Kirche im Hinblick auf ihre eigenen Verbrechen in der Vergangenheit auch immer so getan. Der Inhalt der Geyerschen Predigten ist aber auch ein gutes Beispiel für Projektion. Vermutlich hat keiner seiner Predigthörer, denen erklärt wurde, dass sie in bestimmten Situationen zu Totschlägern würden, tatsächlich später einen Totschlag oder Mord begangen. Nur den Pfarrer selbst hat im Falle seiner Schuld seine Predigt eingeholt. Und dann hätte er zuvor auf der Kanzel seine eigene unterschwellige Totschlagsbereitschaft auf seine Mitmenschen projiziert. Was ihn also selbst umgetrieben hätte, würde in einer Predigt einfach verallgemeinert. Und das kommt bei allen Predigern vor. So ähnlich war es bei Martin Luther. Und so ähnlich ist es auch wieder bei den kirchlichen Sektenbeauftragten: Die Ungeheuerlichkeiten, die sie in ihren Predigten und Vorträgen anderen unterstellen, sind in Wirklichkeit ihre eigenen Probleme oder die Probleme in ihrer Kirche. Würde dieser Mechanismus einmal von unseren Politikern durchschaut oder auch nur probeweise durchgespielt, hätte die Religionsfreiheit in unserem Land noch eine gute Chance, und der "religiöse Meinungsführer Kirche" müsste einmal selbst auf den Prüfstand, den er immer wieder für andere einfordert.

Bei einer solchen Lehre, dass im Prinzip jeder einen anderen in bestimmten Situationen totschlagen könne, kann einem zudem Angst und Bange werden. Mit Jesus von Nazareth hat das auf jeden Fall nichts zu tun, denn Jesus setzte sich schlicht und klar für die Zehn Gebote ein, wozu auch gehört "Du sollst nicht töten". Und wenn Jesus das sagt, dann heißt das auch, dass es aus seiner Sicht möglich und geboten ist, sich daran zu halten. Anders vielfach Luther und die Kirche. Dort werden Anschauungen über die massive "Sündhaftigkeit" und "tiefste Verdorbenheit" aller Menschen, wie sie auch Pfarrer Geyer gelehrt hatte, philosophisch-theologisch verankert und das Verstoßen gegenüber den Geboten damit begründet. Und in den Sonntagspredigten heißt es dann mit den Worten Martin Luthers "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer". "Da kann es schon einmal passieren, dass man auch tötet", so könnte man fortsetzen. Oder: "Das liegt im Bereich des Menschenmöglichen", so predigte Pastor Geyer wörtlich. Oder, etwas provozierend umschrieben: "Töten wird man ja wohl noch dürfen ..."

Totale Verfügungsgewalt einer jenseitigen Macht

Ein Blick in die evangelisch-lutherische Tradition zeigte bereits, wie Martin Luther die Unfreiheit des Menschen lehrt. Und es lohnt sich, dieses Thema noch weiter zu vertiefen. Wenn der Mensch nach Martin Luther nämlich keine Willensfreiheit hat, wie kann man sich dann die Motivation oder den Antrieb seines Verhaltens erklären? Martin Luther hat dafür eine Antwort: Entweder sei der Mensch von Gott oder von Satan besessen, "zwei ihm übergeordnete Entscheidungsinstanzen, ... welche über ihn totale Verfügungsgewalt haben" (zit. beim "Sektenbeauftragten" Wolfgang Behnk, a.a.O., S. 339). Wobei Gott dies angeblich alles vorherbestimme. Die einen würden von ihm dazu vorherbestimmt, später von ihm selbst "geritten" zu werden, die anderen dazu, später von Satan "geritten" zu werden! Die lutherischen Theologen nennen dieses krankhafte und totalitäre Weltbild beschönigend "doppelte Prädestinationslehre" (mehr dazu im Buch von Behnk, a.a.O.) und verteilen für dessen intellektuelle Durchdringung Doktorhüte. Was für ein Glaube! Und in welche Situation kann jemand ganz real geraten, der sich täglich auf diesen Glauben stützt und ihn lehrt? "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer", so das bekannte und beliebte Predigtthema der evangelischen Pfarrer. Ein kritischer Analytiker wird jedoch hier nachfragen. Z.B. mit der Frage: Wäre der evangelische Christ immer noch von "Gott" besetzt bzw. würde er von ihm "geritten", wie Luther es ausdrückt, wenn er nicht nur ein wenig "tapfer sündigt" sondern in erheblichem Maß? Und kann dies dann wiederum mit "noch tapfererem Glauben" kompensiert werden?

Luther: Theologen sind "gerecht und im Himmel"

Dazu eine grundsätzliche Anmerkung: Mit den Worten "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer" will Martin Luther die Situation eines "Christenmenschen" darlegen, der scheinbar zu schwach sei, nicht zu sündigen. Doch ab welchem Punkt würde jemand nach der Lehre Luthers dann vom Satan "geritten"? Das ist für den evangelisch-lutherischen Glauben eine wesentliche Frage. Denn mit dem "Ritt Satans" auf der betroffenen Person wäre auch die spätere ewige Verdammnis des auf diese Weise Gerittenen gemäß des kirchlichen Glaubens eine sichere Sache. Und eine weitere Frage ist, inwiefern auch Pfarrer, Priester, Pastoren, Bischöfe usw. davon bedroht oder betroffen sein können? Martin Luther verneint dies. Er sagt dazu einmal, die Theologen seien bereits "gerecht und im Himmel" (Luther Deutsch. Die Werke Martin Luthers in neuer Auswahl für die Gegenwart. Herausgegeben von Kurt Aland. Band 9: Tischreden. Dritte, völlig neu bearbeitete Auflage, Stuttgart 1960; Reclam-Ausgabe, Ditzingen 1987, 361). Dann aber eine weitere Frage: Gilt das auch für Pfarrer Klaus Geyer, oder hängt das dann z.B. davon ab, ob er nun seine Frau erschlug oder nicht? Und wenn die aufgrund der Indizien weit über 90-prozentige Wahrscheinlichkeit seiner Täterschaft Gewissheit würde: Wäre er dann gemäß Luthers Lehre von "Satan" oder von "Gott" "geritten" gewesen? Nach der evangelisch-lutherischen Lehre kann Gott eben auch ein "grausamer Gott" sein, wie Pfarrer Geyer und seine Familie ja auch in der Todesanzeige für Veronika Geyer-Iwand dokumentierten. Aber wollen evangelische Theologen Gott tatsächlich einen Anteil der Verantwortung dafür zuschieben, dass Veronika Geyer-Iwand der Schädel zertrümmert wurde - von wem auch immer? Hier müsste man dann auch fragen: Von welchem "Gott" wurde ihr Mörder geritten?

Etwas Doppeltes in den Augen

Das kirchliche Magazin idea-spektrum schreibt: "Ganz unterschiedlichen Beobachtern ... ist diese Zerrissenheit in der Persönlichkeit Geyers aufgefallen" (Nr. 17/1998). Und die Gerichtszeichnerin Christine Boer sagt in einem Fernsehbericht: "Es ist etwas Doppeltes in den Augen, manchmal denkt man, es sitzt eine andere Person noch neben ihm" (ARD, 16.4.1998). Vielleicht ist das auch so, wie es beobachtet wurde, und es wäre tatsächlich eine Situation von teilweiser "Besessenheit" durch eine fremde Seele - wenn man an solche Möglichkeiten glauben mag (vgl. Der Theologe Nr. 9 über die "Besessenheit" der Katholikin Anneliese Michel). Immerhin könnte dies erklären helfen, dass manche Täter subjektiv das Gefühl haben, sie seien unschuldig, weil ja ein anderer durch sie gehandelt hätte oder weil sie Stimmen hörten, die ihnen die Tat befohlen hätten. Doch selbst wenn dem so wäre, kann man sich damit nicht herausreden, da man dann selbst dafür die Voraussetzungen geschaffen hätte. Parapsychologischen Untersuchungen zufolge kann man nämlich nur von solchen Kräften oder Seelen beeinflusst oder gesteuert werden, bei denen Gleiches oder Ähnliches vorliegt wie bei einem selbst. Keiner wird also aus heiterem Himmel von fremden "Stimmen" und zerstörerischen Mächten überfallen (siehe dazu Der Theologe Nr. 9). Und im evangelisch-lutherischen Weltbild von Pfarrer Geyer geht es ohnehin monumentaler zu. Dort kämen - wie oben beschrieben - vor allem "Gott" oder der "Satan" als mögliche Hintergrundtäter in Frage.
Als Pfarrer Geyer den Schuldspruch und das Urteil des Gerichts über acht Jahre Haft hört, beginnt er, laut zu schimpfen: "Unverschämtheit,  d a s  muss ich mir anhören" (Bild, 17.4.1998). Er hatte das Gericht nicht nur um
"Freispruch" sondern auch, so weit möglich, um "Rehabilitation" gebeten. Dass die Richter aufgrund der Beweislage aber kaum anders entscheiden konnten, dafür zeigt er einmal mehr kein Verständnis. Doch damit neigte sich die bittere Show um einen monströsen Mord auch schon dem Ende zu.

Pfarrer Klaus Geyer macht nach dem Tod seiner Frau (Ende Juli 1997) und während des Prozesses (März/April 1998) in allen deutschen Zeitungen Schlagzeilen, wird zur Person der Zeitgeschichte. Inwieweit stürzte er in den dunklen Abgrund der kirchlichen Lehre?
 

Theologie kann Schuldspruch nicht verhindern

Doch wäre das Urteil vielleicht noch milder ausgefallen als es vielen ohnehin schon schien, wenn Martin Luther für seinen Nachfolger Klaus Geyer in den Zeugenstand hätte treten können. Für den angenommenen Fall einer Schuld hätte er den Richtern etwas von den angeblich "dunklen Geheimnissen Gottes" erzählen können und davon, dass "Gott" Menschen angeblich dahin "treiben" könne, sich in das Böse zu verstricken (siehe oben). Der lutherische Kirchenrat und "Sektenbeauftragte" Dr. Wolfgang Behnk erklärt die betreffende Lehre Martin Luthers in diesem Zusammenhang am Beispiel des Jüngers Judas. Judas habe Jesus zwar "unfreiwillig" verraten, aber dennoch "willig" (Behnk, a.a.O., S. 336 f). Womöglich hätten die Richter dann ein Urteil über jemanden fällen sollen, der - wenn er denn der Täter ist - zwar "willig" tötete, aber auch "unfreiwillig", was immer das heißen mag. Und für den "unfreiwilligen" Anteil müssten dann "Gott" oder der "Satan" anteilig zur Rechenschaft gezogen werden. Doch Theologie und Verbrechensaufklärung sind zweierlei. Und auch die theologischen "Gerichtspredigten" in eigener Sache von Pastor Geyer, der scheibchenweise nur das zugibt, was mit der Zeit unumstößlich bewiesen werden kann, beirren die Richter nicht. Diese erleben nämlich, wie der Pfarrer seine Version der Geschichte immer dem jeweils neuesten Ermittlungsstand anpasst. Und so gibt es am Ende keinen Freispruch, weder aus sachlichen noch aus "theologischen" Gründen. Die Justiz schickt den Theologen aufgrund der erdrückenden Indizienlast ins Gefängnis, wo ihn nach einigen Jahren ein Schicksal in Form einer schlimmen Krankheit ereilt (siehe oben).

Es kann dabei als Fortschritt gewertet werden, wenn Behörden in Deutschland Pfarrer und kirchliche Theologen mit demselben Maßstab messen wie andere Menschen auch und wenn sie mit der gebotenen Nüchternheit auf deren akrobatische Ecken- und Winkelzüge und ihre rhetorisch ausgefeilten Predigten reagieren. An dem Beispiel dieser Behörden sollten sich auch die Politiker orientieren. Und so kann man fragen: Wie lange werden die Politiker noch brauchen, um sich nicht mehr von den kirchlichen Theologen an der Nase herumführen zu lassen? Und wie lange werden sie brauchen, um ihnen nicht mehr zu glauben, wie "gut" doch der Glaube der Kirche sei und wie "dubios" oder "gefährlich" der Glaube von anderen, die von der Kirche verleumdet werden? 
 


Anmerkungen:

*
Ulrike Meinhof ging als Verantwortliche der RAF (= Rote Armee Fraktion) auch "über Leichen", stiftete andere zur Gewalt an, um politische Ziele zu erreichen. In ihrer Gefängniszelle hängte sie sich später offenbar auf (Ihre Anhänger glauben jedoch nicht an Selbstmord). Und wo ist sie jetzt? "Ruht" sie nun "in den liebenden Armen Gottes", wie der evangelische Theologieprofessor und Lehrer von Klaus Geyer, der Theologe Helmut Gollwitzer, predigte?
Würde ein Vertreter einer religiösen Minderheit so etwas sagen, man würde ihn als "Prediger des Terrors" beschimpfen und seine Organisation sehr wahrscheinlich als verfassungsfeindlich einschätzen. Und würde ein islamischer Iman predigen, der Terrorist XY hätte nach seinem Tod den Himmel betreten, würde diesem "Hassprediger" eventuell der Prozess gemacht, und es würde seine Ausweisung drohen. Nur bei der evangelischen Kirche lässt man solches und Ähnliches durchgehen, lobt dann gar die innere Größe und Güte ihrer Theologen. Doch mit der Größe und Güte von Jesus sollte man es nicht verwechseln. Der Mann aus Nazareth verurteilte zwar niemanden, auch keinen Verbrecher oder politisch motivierten Gewalttäter. Und er sprach auch von einer dauernden Liebe Gottes zu allen Geschöpfen und nicht von einer ewigen Verdammnis wie die Kirchen. Doch Jesus lehrte auch unmissverständlich: Bereue, bitte um Vergebung, mache deine schlimme Taten wieder gut und "sündige hinfort nicht mehr". Jesus lehrte weiterhin das Gesetz von Saat und Ernte (Was der Mensch sät, das wird er ernten; siehe z.B. Matthäus 5, 25-26), und nicht, dass ein Gewalttäter ohne Reue und Buße nach seinem Tod "in die liebenden Arme Gottes" hinüber gleitet.

** So war es z.B. bei Pfarrer Bernhard D., der als 25jähriger Mann am Hochzeitsabend seine Braut ermordete, um ihre Lebensversicherung zu kassieren: Er schubste sie 1972 vom 30 m hohen Salisbury-Felsen im Queenspark von Edinburgh/Schottland in den Abgrund. Während der 16jährigen Haft studierte er als Freigänger Evangelische Theologie und wurde danach evangelisch-lutherischer Pfarrer in der Nordelbischen Kirche. Er heiratete erneut, ist heute Vater mehrerer Kinder und berichtet später: "Auch 20 Stunden nach der Tat, die Polizei hatte mich verhört, glaubte ich an meine Unschuld". Und auf die Frage, ob er die Eltern des Opfers vor deren verbittertem Tod noch um Vergebung gebeten habe: "Ich konnte sie nicht um Vergebung bitten, denn ich glaubte damals wirklich: Das war ich nicht". Er bestritt die Tat noch lange. Erst viel später stellte er sich dann dem Verbrechen, "ging auf die Knie" und kann heute den Tathergang des Mordes genau schildern (Bild, 2. und 3.5.2006; Name von der Redaktion geändert): "Ich stand auf, legte die Hand auf ihre Schulter – und täuschte vor zu stolpern. Sie sollte nicht merken, dass ich ein Mörder bin" (2.5.2006). Er hatte den Mord von langer Hand geplant, täuschte dazu Verliebtheit vor. "Er will mit einem Schlag alle Sorgen los werden. Und dazu, so sein Entschluss, muss Helga K. sterben ... ´Zuvor habe ich ihr noch von Liebe erzählt`, berichtet Bernhard D. Jahre später, ´von Kindern, von einer gemeinsamen Zukunft. Sie sollte nicht mitkriegen, dass ich sie töte`" (Spiegel online, 24.7.2006).
Gemäß kirchlicher Lehre hätte Gott ihm den Mord vergeben, und es sei dafür nicht von Bedeutung, ob auch das Opfer und seine Angehörigen vergeben oder nicht. Notwendig sei angeblich nur der Glaube des Täters, dass der kirchliche Vergebungs-Zuspruch identisch mit der "Vergebung Gottes" sei. Und der Pfarrer, der einst diesen scheußlichen Mord am Hochzeitstag begangen hatte, lehrt sogar philosophisch, dass Gott angeblich die Sünden bereits vergeben habe, "bevor wir sie begangen haben" (24.7.2006). Christus erklärt jedoch, dass die Versöhnung mit dem Opfer bzw. seinen Angehörigen notwendig ist (z.B. Matthäus 5, 23-25; vgl. Der Theologe Nr. 2 zum Thema "Vergeben"). Und die Tante der ermordeten jungen Frau sagt dazu 34 Jahre nach der Tat: "Ich kann ihm das nicht verzeihen" (3.5.2006).

*** Den Fachartikel zum Gutachten von Dipl.biol.Dr.rer.medic. Mark Benicke und Dipl.biol. Dr.rer.nat. Bernd Seifert finden Sie unter http://wiki.benecke.com/index.php?title=Forensische_Entomologie_am_Beispiel_eines_T%C3%B6tungsdeliktes.
Darin heißt es u. a.: "Die an der Bluse der Getöteten asservierten Ameisen und die am Stiefel [von Pastor Klaus Geyer] asservierte Ameise gehören zweifelsfrei zu der gleichen Spezies. Es handelt sich um Lasius fuliginosus (Latreille 1798). Die Sicherheit der Determination ist 100 %, da es sich um den einzigen mitteleuropäischen Vertreter der unverwechselbaren Untergattung Dendrolasius handelt ... Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Mensch beim zufallsverteilten Gehen in diversen Kunst- und Naturhabitaten der Kulturlandschaft des östlichen Niedersachsen auf ein Exemplar von Lasius fuliginosus tritt und dieses auch noch am Stiefel haften bleibt, muss als statistisch sehr gering angenommen werden. Da der Täter am Leichenfundort unmittelbar vor den Nestausgängen einer volkreichen L.fuliginosus Kolonie herumgelaufen ist, wo im Hochsommer Tausende von Arbeitern über den Waldboden laufen, waren die Chancen für das Eintreten dieses Ereignisses deutlich erhöht. Die Wahrscheinlichkeit, hier auf einen Lasius fuliginosus zu treten, dürfte um den Faktor 102 bis 104 höher gewesen sein als beim zufallsverteilten Gehen in der Kulturlandschaft."

Sowie: "Mehrere nacheinander herangezogene bodenkundliche Gutachter hatten die gleichartige Zusammensetzung der Bodenproben vom Leichenfundort und von der Stiefelanhaftung bestätigt (mineralische und organische Bodenpartikel, Streu, Pollen und sonstige organische Bestandteile) und konnten mit Sicherheit ausschließen, dass die Anhaftung vom Wohnsitz des Angeklagten, dem Gutspark in Beienrode [Anmerkung: wie anscheinend vom Pastor behauptet], stammt."
 


Anhang: "Die Hölle im Pfarrhaus"

Eine der letzten von Pfarrer Klaus Geyer veröffentlichten Aufsätze ist eine Buchbesprechung über den bekannten evangelischen Oberkirchenrat Ernst Lange, der Selbstmord beging. Pfarrer Geyer schreibt, dieser sei ein "visionärer Anwalt der real existierenden Kirche im ´Alltag der Welt`" gewesen, was immer das heißt (Junge Kirche Nr. 4/1997). Selbstmorde in der evangelischen Kirche häufen sich in den letzten Jahren: Vizepräses Dr. K. (Selbstmord durch Autoabgase), Pfarrer Rudolf B. (Selbstmord durch Erhängen), Theologe Lothar R. (ließ sich von einem Zug überrollen) sind nur wenige aus einer langen Reihe.

Hinzu kommen Verbrechen und Vergehen von Pfarrern in den letzten Jahren, in sehr vielen Fällen Vergewaltigungen oder Missbrauch von Kindern
: z.B. durch Pfarrer Rainer S. (nach Kindsmissbrauch in der Psychiatrie); Pfarrer Harry R. aus Schkeuditz (wg. Missbrauchs von Jugendlichen in 42 Fällen angeklagt; PS: Er filmte auch den Sex mit seinem Hund und zeigte das Video offenbar in der Jugendarbeit); Pfarrer X. aus dem Oberbergischen Kreis (vergewaltigt im Ehebett immer wieder seine Tochter; zwischen deren 10. und 17. Lebensjahr).

Daneben kamen auch weitere Fälle von Mord und Totschlag vor: Brutal z.B. die Tat von Pfarrfrau K. aus Schwarzenbach an der Saale in Oberfranken: Mordversuch an ihren Kindern durch Autoabgase und Selbstmord durch Werfen vor fahrendes Auto - aus Verzweiflung über ihren Mann, Pfarrer Günter K. Oder die Taten von Pfarrer Pandy aus Belgien, der gleich mehrere unmittelbare Familienangehörige der Reihe nach ermordete.

In der Münchner Abendzeitung gab es deswegen schon 1998 eine Serie mit dem Titel:
"Die Hölle im Pfarrhaus". Es ist angesichts dieser menschlichen Tragödien eine besondere Infamie, wenn der evangelisch-lutherische Kirchenrat Dr. Wolfgang Behnk (mit Billigung seines damaligen Landesbischofs Dr. Johannes Hanselmann) z.B. völlig unbescholtenen religiösen Minderheiten unterstellt, bei ihnen könnte sich in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen vielleicht ein "Massenselbstmord" ereignen (Näheres dazu siehe Der Theologe Nr. 12). Dies ist umso gravierender, da diese Menschen weder in ihrem Denken noch in ihrem Tun den geringsten Anhaltspunkt für eine solche Anschuldigung liefern. Demgegenüber ignoriert der offizielle  "Weltanschauungsbeauftragte" der evangelischen Kirche in diesem Zusammenhang die tatsächlichen und massiert auftretenden Selbstmorde von Kirchenmitgliedern und von Pfarrern sowie die zahllosen Verbrechen in diesen Kreisen, darunter sehr viele Morde. Das Magazin Focus schreibt z.B. unter Berufung auf den Historiker und Buchautor Udo Grashoff: "Protestantische Konfession und Druck der Verhältnisse erhöhen die Bereitschaft zum Selbstmord" (Nr. 19/2006). Und am Beispiel der früheren DDR: "Die Freitodneigung ging in der DDR in dem Maß zurück, wie auch die strenge evangelisch-lutherische Prägung zerfiel, die gerade in Sachsen und Thüringen tief wurzelte." Faktisch werden von der Kirche die eigenen Verzweiflungen und Grausamkeiten auf andere projiziert, was die übliche Methode der kirchlichen Inquisition über viele Jahrhunderte war und leider immer noch ist.

Auch katholische Priester verbreiten vielfach die "Hölle" auf Erden. Ein Beispiel dazu aus Mexiko: Der Priester, der seine schwangere Geliebte nach der Ostermesse 2006 erwürgte und anschließend in Stücke zerschnitt. Die Leichenteile packte er in Tüten und warf sie in der Nähe des Friedhofs weg. Laut der Mutter des Opfers "habe die Tochter den Priester kennen gelernt, als sie 13 Jahre alt war". Beide haben bereits ein gemeinsames Kind. Im Anschluss daran wurde ermittelt, ob der Amtsträger ein Serientäter sein könnte.
Siehe http://www.netzeitung.de/vermischtes/393433.html.
In Ruanda waren katholische Amtsträger im Jahr 1994 maßgeblich an den Massakern an 800.000 Angehörigen des Tutsi-Stammes (im Unterschied zu den hauptsächlich römisch-katholischen Hutus v.a. Anhänger von Naturreligionen) beteiligt: Ein Priester lockte die Opfer z.B. in seine Kirche und ließ sie dort mit einem Bulldozer zermalmen. Er konnte in einem italienischen Kloster untertauchen. Zwei Nonnen wurden jedoch in Belgien zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Flüchtlinge mit Benzin übergossen und angezündet hatten (z.B. Spiegel Nr. 1/2000; Main-Post, 19.4.2001).
Bei den Sexualverbrechen von Pfarrern an Kindern, sowohl Jungen als auch Mädchen, scheint erst die Spitze des Eisbergs entdeckt. Immerhin wurden in den USA bis zum Jahr 2002 schon über 1.000 Verfahren gegen über 1.600 römisch-katholische Priester durchgeführt, und die römisch-katholische Kirche hatte bis dahin schon über eine Milliarde Dollar an Schmerzens- und Schweigegeld gezahlt. Aktuellere Zahlen sind noch erschreckender. Einer Information des italienischen Informationsdienstes axteismo.press2@yahoo.it vom 19.4.2007 zufolge sind bis jetzt 4.392 Priester in den USA angeklagt, sich an Kindern sexuell vergangen zu haben - es handelt sich also offenbar auch um ein berufsbedingtes Verbrechen. Und in Irland haben in den 50er-Jahren kirchliche Amtsträger Kinder in römisch-katholischen Heimen nicht nur sexuell missbraucht, sondern es kam hinterher auch zu mindestens einem Mord.

"Protestantische Konfession und Druck der Verhältnisse
 erhöhen die Bereitschaft zum Selbstmord."

(Focus Nr. 19/2006 nach einer Studie des Suizid-Forschers Udo Grashoff)

Lt. Spiegel (Nr. 13/2001) bzw. Tagesspiegel vom 21.3.2001 liegen zudem aus 23 Ländern Verbrechensberichte vor, wonach katholische Bischöfe und Priester Nonnen oder andere Frauen vergewaltigten oder unter Androhungen zum Sex gezwungen haben. Dies erinnert an den "heiligen" Kirchenvater Johannes Chrysostomos [bzw. Chrysostomus] (354-407), der erklärte: "Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen." Im "Heiligenkalender" ist ihm der 13. September gewidmet. An diesem Tag wird der "große Kirchenlehrer" vor allem in der römisch-katholischen Kirche besonders verehrt, aber auch in der evangelischen und in der anglikanischen Kirche.
Da sowohl die evangelisch-lutherische als auch die römisch-katholische Kirche durch ihre "Sektenbeauftragten" die man als "neue Inquisitoren" bezeichnen kann, religiöse Minderheiten wegen ihrer angeblichen Gefährlichkeit bekämpfen, wird ihnen in einer eigenen Ausgabe (Nr. 24) mit dem Titel Die Kirche und die Hölle auf Erden fortlaufend der Spiegel vorgehalten. Denn das, was sie anderen meist zu Unrecht unterstellen, sind vielfach Projektionen ihrer eigenen Gefährlichkeit bzw. Niedertracht.
 

Der Text kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 21: "Pfarrer Klaus Geyer und die evangelisch-lutherische Lehre vom grausamen Gott", Wertheim 2006, zit. nach www.theologe.de/luther_geyer.htm, Fassung vom 13.11.2012, 
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Weitere Lese-Tipps:
Die evangelisch-lutherische Lehre ist ausführlich erklärt in Der Theologe Nr. 1 - Wer folgt Luther nach, und wer folgt Christus nach? Die geheimen Abgründe der lutherischen Kirche.
Und hier lesen Sie die Ausgabe Nr. 24 a über sexuelle Verbrechen und Vergehen in der Kirche.
Und hier lesen Sie die Ausgabe Nr. 24 b über weitere Verbrechen und Vergehen in der Kirche.


 

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