DER THEOLOGE
Nr. 99



Zungenreden ist unchristlicher Vulgärspiritismus,
der Gottesgeist spricht verständlich

 


Weltweit sind unübersehbar viele Konfessionen tätig, die sich alle als "Christen" bezeichnen und sich auf Jesus von Nazareth berufen. Doch jeder lehrt etwas anderes. Sie sind untereinander uneins oder gar zerstritten. So könnte man fragen: Ist das nicht bereits ein Zeichen dafür, dass sie sich von der Ur-Lehre, von der Stammlehre des Jesus von Nazareth, entfernt haben? Doch welcher Geist ist dann dort am Wirken?
Ein Beispiel für die vielen Konfessionen ist die so genannte Pfingstbewegung, die weltweit - geschätzt - mehrere hundert Millionen Anhänger hat. Die meisten verstehen sich als evangelische Freikirchen. Einige sind jedoch gleichzeitig Mitglieder der römisch-katholischen Kirche, und eine Richtung nennt sich "Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche". An Pfingsten 2017 hatte sich Papst Franziskus in Rom mit deren Vertretern getroffen und bei ihnen gepredigt. Anlass war das 50jährige Jubiläum dieser kirchlichen Gruppierung, die also sowohl pfingstkirchlich als auch römisch-katholisch ist. Mehr zu diesem Thema in dieser Ausgaben des Theologen.


Geister und Totenbeschwörung

Besetzungs-Phänomene

Teufel "ganz sicherlich" im Vatikan

Inneres Verstehen, keine Zungenrede

Jesus heilte ohne Reden in fremden Sprachen

Das wiederholte Versagen der Jünger

Nicht christlich, sondern aus archaisch ekstatischen Kulten überliefert

Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw

Niedere Seelen machen sich wichtig

Wer steckt hinter diesen Kräften?
 


Geister und Totenbeschwörung

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts sind die ersten so genannten "Pfingstkirchen" in den USA entstanden, und eines ihrer Kennzeichen ist, dass dort das so genannte Zungenreden praktiziert wird, in diesen Kreisen auch "Sprachengebet" genannt. Theologen nennen es meist "Glossolalie". Zungenreden – darunter versteht man, dass der Gläubige entweder in einer ihm ansonsten fremden Sprache redet, was von vielen als eine Art übersinnliches Geschehen, als eine Art Wunder betrachtet wird. Oder er redet oder betet mit gänzlich unverständlichen Lauten. Von Anhängern dieser Bewegung wird das Phänomen "Zungenreden" angeblich als Wirken des "Heiligen Geistes" gedeutet. Andere sprechen jedoch von Spiritismus bzw. Vulgärspiritismus. Mit diesen Begriffen werden vor allem verschiedene Formen der Geister- bzw. Totenbeschwörung bezeichnet bzw. Phänomene, die auf eine Besessenheit einer Person durch eine andere Kraft hindeuten. Für viele ist das dann eine Seele aus den jenseitigen Bereichen.

Foto: Exorzismus aus Stundenbuch, Herzog von Berry (14. Jhdt.) gemeinfrei nach commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=351545

Um die Hintergründe dieser Religionsausprägung "Zungenreden" besser verstehen zu können, hier zunächst einige weitere der in diesen so genannten charismatischen Gruppierungen ausgeübten religiösen Praktiken oder Erscheinungsformen: neben dem Zungenreden z. B. erhobene Hände, betende oder singende Wiederholung von bestimmten Wortkombinationen, Schwanken des Oberkörpers, in der Regel begleitet von durchgehender so genannter "Lobpreismusik". Das sind popmusikartige Rhythmen mit vielen Wiederholungen, was an das Wiederholen von Mantras im Sprechgesang mancher östlicher Religionen erinnert.

Besetzungs-Phänomene

Manchmal sind spezielle Phänomene zu beobachten wie andauerndes Lachen oder Zuckungen des Körpers oder auch gellende Schreie. Letzteres wird in diesen Kreisen unter Umständen als Besetzung durch Dämonen gedeutet. Und wenn das so ist, werden anschließend im Umfeld der Pfingstkirchen anwesende Exorzisten tätig, um mithilfe von Handauflegung oder Beschwörungsformeln diese unerwünschten Erscheinungen zu beenden. Die anderen genannten Phänomene sind jedoch erwünscht und gehören zu den geförderten Ausdrucksformen dieser Religiosität.
Immer wieder fallen Gläubige während der Versammlungen auch rückwärts um und bleiben eine Zeitlang regungslos am Boden liegen, was einen Kontrollverlust über den Körper anzeigt. Dies wird von den Gläubigen als angebliches "Ruhen im Geist" gedeutet. Andere gehen bei diesen Zuständen aber davon aus, dass die eigene Seele des Betroffenen unmittelbar zuvor aus dem Körper heraus gedrängt oder geschleudert wurde. Und neben dem Umfallen ist eine mögliche Folge einer nicht mehr fest im eigenen Körper verankerten Seele, dass dieser Körper von fremden Seelen, die ja für das menschliche Auge unsichtbar sind, noch leichter besetzt werden kann.

Bei der Veranstaltung am Pfingstsamstag 2017 in Rom, unter Anwesenheit des Papstes, ging es allerdings etwas gesitteter zu. Jener Zweig dieser Pfingstkirchenbewegung, der innerhalb der Vatikankirche tätig ist, ordnet sich der katholischen Hierarchie und ihren Sakramenten, Ritualen und den üblichen Gepflogenheiten unter – anders als die meisten Pfingstkirchen, die nicht an eine institutionelle Großkirche gebunden sind. Die Gläubigen erhoben auch in Rom ihre Hände, aber die Exorzisten wurden bei dieser Zusammenkunft offenbar nicht tätig. Warum nicht? Vielleicht, weil mit dem Papst ja gewissermaßen der Hauptexorzist gegenwärtig war.

Teufel "ganz sicherlich" im Vatikan

Zum Vergleich: Der im Jahr 2016 verstorbene Vatikan-Pater und Exorzist Gabriele Amorth hatte seine Kirche einmal mit den eindringlichen Worten gewarnt, ich zitiere: "Der Teufel ist in Fatima tätig, in Lourdes, überall. Und ganz sicherlich ist er im Vatikan." (z. B. spiegel.de, 8.1.2008)
Nur: Wo und wie genau ist wohl dieser "Teufel" am Wirken?
Fatima und Lourdes zählen zu den größten Wallfahrtsorten der Vatikankirche. Und was die Charismatische Erneuerung in der römisch-katholischen Kirche betrifft, hat das Kirchenoberhaupt, Papst Franziskus, diese Bewegung mit ihren so genannten pfingstkirchlichen Wurzeln jedenfalls kirchlich anerkannt. Sie "füge sich voll in die biblische Tradition" ein, so seine Worte an Pfingsten 2017.

Inneres Verstehen, keine Zungenrede

Betrachten wir an dieser Stelle deshalb das Ereignis etwas näher, über das die Apostelgeschichte der Bibel berichtet und auf welches sich die Pfingstkirchen durchgehend berufen:
In Jerusalem ist während des damaligen Wochenfestes, des ersten Erntedankfestes im Jahreslauf, eine große Menschenmenge versammelt. Es sind die ersten Wochen nach der Hinrichtung und Auferstehung von Jesus von Nazareth. Einige Seiner Jünger hatten auf diesem Fest öffentlich von Christus, dem Sohn Gottes, gesprochen.

Ein so genanntes Pfingstfest war die damalige Festversammlung also nicht gewesen
, denn dieses Fest ist eine spätere Erfindung der Kirche. Die Bevölkerung hatte sich stattdessen zum jüdischen Wochenfest versammelt, um für die erste Ernte zu danken und dafür, dass Gott dem Volk Sein Gesetz mit den Zehn Geboten übermittelt hat.

Was bei diesem Anlass nun bemerkenswert war und seither überliefert wurde: Die Jesusnachfolger, vor allem Petrus, wurden dem Bericht der Bibeln zufolge von den Menschen unterschiedlichster Nationen und Sprachen verstanden.
Dieser Bericht enthält allerdings Unklarheiten bzw. Widersprüchlichkeiten, und in den Pfingstkirchen glaubt man, die Apostel hätten in Zungen geredet, also in fremden Sprachen - so ähnlich, wie in ihren Gruppierungen üblich und eingangs beschrieben. Doch stimmt das? Vielen Menschen, die auch ihren gesunden Menschenverstand zu Rate ziehen, ist eine solche Vermutung von vorne herein suspekt in der Frage: Warum sollte der Schöpfergott sich solcher Praktiken bedienen, um Seinen Kindern nahe zu kommen? Jesus von Nazareth hat solches jedenfalls niemals gelehrt, sondern Er hat das Halten der Gebote, vor allem das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe, gelehrt.
Um Klarheit zu schaffen, erklärt und berichtigt Christus in unserer Zeit durch Prophetenmund, was damals in Jerusalem geschah; so wie Gott, der Ewige, und der Christus-Gottes-Geist auch im Alten Bund zu den Menschen durch wahre Gottespropheten wie Jesaja, Jeremia, Amos und viele mehr gesprochen hat.
Ich zitiere dazu die Worte von Christus durch Prophetie, wie sie in dem Werk Alpha und Omega. Das ist Mein Wort niedergelegt sind. Er spricht über die damaligen Zuhörer und erklärt: "Was sie verstanden, war das, was sie entsprechend der Reife ihres geistigen Bewusstseins verstehen konnten. Weil sie das Wort Gottes durch Menschenmund in ihrem Innersten verstehen konnten, glaubten sie, es wäre ihre Sprache"
(S. 1032 ff.). Dies vorausgesetzt, war es also kein Zungenreden der Jünger und damit kein Spiritismus, man könnte auch drastischer sagen, kein Vulgärspiritismus. Sondern es war ein inneres Verstehen der Festbesucher, obwohl sie die von den Jüngern von Jesus von Nazareth gesprochene Sprache, höchstwahrscheinlich Aramäisch, im Äußeren nicht verstanden hatten. Sie hatten aber das Entscheidende in ihrem Inneren, in ihrer Empfindungs- und Gefühlswelt bzw. in ihrer Seele, erspürt und verstanden.

Jesus heilte ohne Reden in fremden Sprachen

Der Spiritismus des Zungenredens, den man auch unter der Überschrift "Vulgärspiritismus" betrachten kann, wonach eine fremde Seele hier den betenden Gläubigen steuert, hat folglich nichts mit den Jüngern von Jesus zu tun, und erst recht nicht mit Jesus von Nazareth selbst.

Denn wie war es, als der mutige junge Mann Jesus von Nazareth, der Christus Gottes, unter den Menschen lebte? Er hat Menschen geheilt, aber ohne wiederholtes Singen immer gleicher Verse und ohne Reden in fremden Sprachen; auch ohne unkontrollierte Körperbewegungen, sondern ruhig und bei vollem Bewusstsein.
Jesus von Nazareth lehrte, wie bereits erwähnt, die Gottes- und Nächstenliebe und, um ganz frei dafür zu werden, die Selbsterkenntnis, die Reue über erkanntes Fehlverhalten, die Vergebung und die Bitte um Vergebung; auch die Wiedergutmachung und, das erkannte falsche Verhalten nicht mehr zu tun. Ekstatische Phänomene lehrte Er nicht.

In den Bibeln der Kirche wird berichtet, dass Seine Jünger Mühe hatten, Ihm nachzufolgen und dass sie nicht mit gleicher Vollmacht wirken konnten. Einmal wird erzählt, wie die Jünger eine Bitte um Heilung nicht erfüllen konnten, weil es ihnen an Glauben mangelte.
So sagte Jesus von Nazareth bei diesem Anlass und des Öfteren zu Seinen Aposteln und Jüngern: "Wie lange habe ich euch noch zu ertragen?" "Wie lange soll ich euch erdulden?" (z. B. Matthäus 17, 17)

Das wiederholte Versagen der Jünger

Die Heilkraft, die durch Christus zu den Menschen gelangte, wirkt letztlich in den Selbstheilungskräften des Menschen, denn Christus und Seine Erlöserkraft sind in jeder Seele und in jedem beseelten Menschen gegenwärtig. Und diese Kräfte können sich nur entfalten bei einem Hineinwachsen in ein selbstloses Leben in der Gottes- und Nächstenliebe - ohne fremde Sprachen und ekstatische Rituale. Doch von einem solchen demütigen Dienen waren die Jünger noch recht weit entfernt.
Denn wie man weiß, haben die Apostel und Jünger öfters Streit gehabt, wer von ihnen der Größte ist (z. B. Lukas 22, 24). Sie haben viel geurteilt und ihre Mitmenschen kritisch bewertet anstatt dass jeder der Diener seines Nächsten war, wie es ihnen von Jesus von Nazareth gelehrt wurde.
Als Seine Gefangennahme im Garten Gethsemane bevor stand, haben sie geschlafen. Und als Jesus von Nazareth dann vor dem römischen Gericht stand, wo waren die Apostel und Jünger?
Und als Er
schließlich gekreuzigt wurde, wo waren die Apostel und Jünger?
Wo waren also diejenigen, von denen so mancher der Größte sein wollte, als es darauf angekommen war?
Von einem Apostel wissen wir: Petrus. Bei ihm hatte dreimal der Hahn gekräht, was ihm von Jesus vorher gesagt wurde: "Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verraten."
Die Verleugnung des Jesus von Nazareth war also damals schon an der Tagesordnung.
Und wenn heute in den so genannten charismatischen pfingstkirchlichen Kreisen fälschlicherweise behauptet wird, das Zungenreden gehe auf Jesus und Seine Jünger zurück, dann würde das bedeuten: Nachdem die Jünger also ein ums andere Mal nicht heilen konnten und sie Jesus, den Christus, im Stich gelassen hatten, soll Jesus also Seine Apostel und Jünger angeregt haben, das Zungenreden zu praktizieren? Jesus von Nazareth soll Seine Apostel also in Praktiken des Vulgärspiritismus eingeweiht haben. Vielleicht als Ersatz für ihre Versäumnisse und ihr Versagen? Betrachten wir dazu das Leben von Jesus von Nazareth, wie es auch in den kirchlichen Bibeln überliefert ist, dann zeigt sich: Solches kann auch von daher nicht stimmen.

Nicht christlich, sondern aus archaisch ekstatischen Kulten überliefert

Doch woher kommen das Zungenreden und die pfingstkirchlichen Phänomene dann?
Vieles erinnert an die Praktiken von Medizinmännern, Schamanen oder Priestern in ekstatischen archaischen Kulten, bei denen man mit der Geisterwelt bzw. mit Verstorbenen bzw. deren Seelen in Verbindung kommen möchte, um beispielsweise eine Krankenheilung zu bewirken. Dies sind Formen des Spiritismus bzw. Vulgär-Spiritismus, und es kommt dabei dann meist zu Trancezuständen. Der davon betroffene Mensch spricht also nicht aus sich selbst, sondern es machen sich so genannte "Geister" bemerkbar, welche nichts anderes sind als Seelen aus der jenseitigen Welt, die noch sehr an die materielle Welt auf der Erde gebunden sind.


Ein solches Phänomen ist auch in der Bibel überliefert, bei Paulus, der erklärte, ebenfalls in Zungen reden zu können, wie es heißt. Er mahnte aber, diese Gabe, wie er sie nannte, nur sehr zurückhaltend einzusetzen. Außenstehende würden sonst sagen, die Beter seien von Sinnen. Man könnte auch übersetzen, sie seien verrückt - eben der Eindruck, der bei vulgärspiritistischen Praktiken oft entsteht. Niemand würde sie verstehen, denn, so Paulus wörtlich: "Wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist?" (1. Korinther 14, 9)

Diese Mahnung hat Paulus in einem Brief an seine Anhänger in der antiken Metropole Korinth gerichtet, einer Bastion des Vulgärspiritismus, in der nahezu alle damals im Vorderen Orient bekannten Religionen und Kulte ihre Praktiken ausübten. In der Metropole Korinth waren also den Menschen Phänomene wie das Zungenreden aus heidnischen Kulten geläufig.
So gab es im benachbarten Apollo-Tempel von Delphi Orakeldeutungen durch Priesterinnen, in denen die unverständliche Sprache als Gemeinschaft mit den Göttern gedeutet wurde. Ähnliches geschah auch an weiteren heidnischen Orakelstätten im gesamten Mittelmeerraum, zum Beispiel beim Kult des Dionysos. Paulus war dies sicher bekannt, und er hat also ganz offensichtlich selbst gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmen könne, wenn solches jetzt auch bei seinen Glaubensgeschwistern auftritt, woraufhin er diese bei der Ausübung dieser Praktiken bremste.
Und, um es noch einmal zu wiederholen: Mit Jesus, dem Christus, und mit Seiner Nachfolge, haben diese Phänomene auch nichts zu tun.

Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw

Schon beim Gottespropheten Jesaja finden wir eine Warnung vor Priestern und falschen Propheten, die gemäß der Interpretation von Paulus auch mit dem Zungenreden zu tun hat, nach Jesajas Darlegung aber vor allem mit Alkohol, wobei beides wiederum nichts mit dem "Heiligen Geist" zu tun hat. Jesaja wörtlich: "Darum wird für sie des Herrn Wort zu Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw dass sie hingehen und rücklings fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden." (28, 13)

Das Rücklings-Fallen gehört, wie schon erwähnt, bekanntlich zu den Hauptkennzeichen so genannter charismatischer Versammlungen und zeigt einen Kontrollverlust des Menschen über seinen Körper.

Niedere Seelen machen sich wichtig

Heute, in unserer Zeit, spricht Christus wieder durch das Prophetische Wort, so wie Er im Alten Bund durch Jesaja, Hosea, Daniel und viele wahren Gottespropheten gesprochen hat.
Im Jahr 1979 gab Er eine Offenbarung durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in unserer Zeit. Diese Botschaft aus dem Reich Gottes erklärt diese Phänomene, welche seit über 100 Jahren zu immer wieder neuen Spaltungen führten und immer neue Kirchen und Konfessionen hervor brachte.

Christus sprach in dieser Offenbarung vom Vulgärspiritismus und von erdgebundenen Seelen, was hinter dem so genannten Zungenreden steht, wenn ein Mensch sich für solche Einsprachen öffnet. Der Christus Gottes erklärte in diesem Zusammenhang im Jahr 1979 auch, wohin die unsterbliche Seele beim Tod des Menschen unter Umständen geht. Menschen, welche das gottlose Treiben auf der Erde als ihr Leben betrachteten, halten sich auch als Seele oft weiterhin auf der Erde auf, nur eben für den Menschen mit seinen irdischen Augen unsichtbar. Und Christus klärte nun darüber wie folgt auf:
"Die unwissenden, gebundenen Seelen versuchen, mit ihresgleichen zu leben, das heißt, sie klammern sich an Menschen, da sie von ihrem Seelenzustand wenig wissen. Sie leben, so könnte man sagen, in ihrer eigenen Scheinwelt, da sie im Erdenkleid die göttlichen Gesetze nicht beachtet haben Wenn sie dann von ihrer Wahnvorstellung erwachen und bei den Menschen kein Gehör finden, werden sie aggressiv; dann versuchen sie, Menschen zu beeinflussen. Hiermit geben sie sich den Selbstbeweis, dass sie leben und den Menschen ebenbürtig sind. Sie fühlen sich dann stärker und auch wissender als der Mensch. Sie hören auch, was in der ganzen Welt gesprochen wird, da sie in ihrer Schwingungsstufe mehr wahrnehmen als die Menschen. Dadurch dringen Dinge an des Menschen Ohr, die Teilwahrheiten oder aber auch Streiche der Erdgebundenen sind. Damit machen sich die niederen Seelen wichtig. Ganz besonders ist das dann der Fall, wenn ein medialer Mensch seinen Kanal für diese Schwingungsebene öffnet. Der Geist nennt dies auch den Vulgärspiritismus, der vom göttlichen Prinzip nicht bejaht wird. Die Seelen, die sich durch solche Kanäle kundtun, besitzen für diese Ausstrahlungen wenig Kraft sie wird vom medialen Menschen und von den Zuhörern genommen. Der Geist Gottes wirkt hier kräftemäßig nicht aufbauend, da er das Tun nicht befürwortet." (Die Seele auf ihrem Weg zur Vollendung, Marktheidenfeld 2017, S. 22 f.)

Im Jahr 1980 folgten in einer anderen Offenbarung weitere Aufklärungen. "Der Gottesgeist ... spricht nur in der jeweiligen Muttersprache." "So kommen diese Fremdsprachen nicht aus dem zentralen Licht. Es sind Seelen, die Besitz ergreifen und sich der Gehirnzellen des Menschen bemächtigen. Der Mensch wird benützt", wobei viele solcher Seelen auch in der Muttersprache des Menschen einsprechen. Die Seele "nimmt nicht nur seelische Kraft, sondern auch physische", was bis zur Verwirrung der Sinne beim Menschen führen kann (mehr dazu nachlesbar in der Sophia-Bibliothek in Altfeld). Jesus, der Christus, hat also niemals das Zungenreden angeregt, sondern es sind ganz andere Kräfte, die hier dahinter stehen.
Es sind letztlich fremde Seelen, die sich dabei durch Menschen bemerkbar machen können und die ihnen dabei auch noch Kräfte entziehen. Und man kann sich dann auch gut erklären, dass diese Seelen ihr Instrument, den pfingstkirchlich gläubigen Menschen, nicht immer exakt bedienen und steuern können, wodurch das Ergebnis oftmals mehr ein Lallen ist als eine klare Ausdrucksweise in einer fremden Sprache.

Wer steckt hinter diesen Kräften?

Und so, wie Gott, der Ewige, auch kein Pfingstfest eingesetzt hat, so sind folglich auch die Pfingstkirchen nur menschlich geprägte Institutionen, die mit den Ursprüngen der Lehre Jesu nicht mehr viel zu tun haben.
Petrus sprach auf diesem jüdischen Fest, das damals gefeiert wurde: "Tut Buße". Das heißt sinngemäß: "Bittet um Vergebung für eure Sünden, für euer Fehlverhalten und lebt wieder nach den Geboten Gottes, die uns Gott durch den Propheten Mose übermittelt hat."
Jesus, der Christus, hat also das Halten der Gebote gelehrt, und in diesem Sinne sprach auch Petrus auf dem jüdischen Wochenfest. Das Zungenreden hatte Jesus nicht angeregt.
Jesus von Nazareth gestern nicht, Christus heute nicht.
Dann aber die Frage: Wer war es? Wer war es damals?
Und wer ist es? Wer ist es heute?

Wer steckt also hinter den Kräften, die sich mit diesen Phänomenen wichtig machen? Welcher Geist wird angebetet? Und welcher Geist ist dort am Wirken?
Wer Christus, den Freien Geist, der in Jesus von Nazareth unter uns lebte, nachfolgen möchte, wird sich von diesen "Geistern" fern halten. Oder, wenn er damit schon Erfahrungen gemacht hat, wird er sich von dieser Gebundenheit abwenden, bis er wieder frei wird von den niederen so genannten "Geistgaben", frei von diesem Spiritismus, der den Menschen in die Irre führt.


Lesen Sie auch:

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Löscht den Geist aus - Kirche contra Pfingsten

 


 

Der Text kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Herausgeber Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 99: Zungenreden ist unchristlicher Vulgärspiritismus, der Gottesgeist spricht verständlich, zit. nach
https://www.theologe.de/zungenreden_vulgaerspiritismus_nicht_christlich.htm,
Fassung vom 7.9.2021,
Copyright © und Impressum siehe hier.


 

  Der Theologe Nr. 99 auch im TV - Der Theologe - Folge 9: Zungenreden ist Vulgärspiritismus - https://www.der-freie-geist.de/video/zungenreden/

 

Link: Gesprächsrunde im Rahmen der Sendereihe: Die Rehabilitation des Christus Gottes - Folge 1 - derzeit nicht abrufbar: https://www.der-freie-geist.de/video/die_rehabilitation_beginnt


 

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