2005-1
  DER THEOLOGE aktuell


Klarstellung:
Wir haben nichts gegen katholische oder evangelische Christen oder ihre Kirchen. Wir sagen jedoch:
Die beiden Großkirchen sollen sich nicht "christlich" nennen, da dort anders gelehrt und gelebt wird als Jesus, der Christus, das wollte (vgl. dazu Der Theologe Nr. 25 oder die Einleitung von "Der Theologe Nr. 24a"). Würden sich die Kirchen nur noch "römisch-katholisch" nennen oder "evangelisch", aber nicht mehr "christlich", wäre manche der hier dargebotenen Informationen nicht nötig. So aber weisen wir immer wieder auf den Verrat an der Botschaft von Jesus hin. Hinweise zu einem Leben im christlichen Glauben finden Sie u. a. hier.
 

 

 


12.5. -
"Sparen Sie sich die Kirche": Überfüllte Veranstaltung in Erfurt

10.5. -  Holocaust-Mahnmal in Berlin eingeweiht: Über die Schuld der Kirche an diesem Völkermord
               wurde geschwiegen


10.5. -  Papst-Golf und Papst-Ford: Entgleitet dem Vatikan der Handel mit modernen Reliquien?

25.4. - Die Benedikts: Amtsträger mit dem Namen Benedikt

23.4. - Hintergründige Gemeinsamkeiten zwischen Katholizismus und Nationalsozialismus

20.4. - Wie führt Benedikt XVI. das Werk Benedikt XV. fort?

18.4. - Die ruhmvoll hervorragenden unsterblichen Päpste

10.4. - Beerdigung des Papstes: Die Vertreter der Demokratien lagen einträchtig zu Füßen der Diktatur des
          Heiligen Stuhles - der römisch-katholische Glaube rechtfertigt den Begriff "Diktatur"


  6.4. - Konservierung des Fleisches für die Auferstehung?

  5.4. - Ehrentitel für den Papst: "666-Prophezeiung in der Bibel"

  4.4. - Ermordung des Bankiers Roberto Calvi von der Banco Ambrosiano
           Welche Schuld trägt der Papst?

           Mit welchen Mitteln die Vatikanbank den gesellschaftlichen Umsturz in Polen ermöglichte


  4.4. - Die Unterstützung des Vatikan für die Militärjunta in Argentinien (1976-1983)

  4.4. - Rückblick auf sein Leben: Hatte Papst Johannes Paul II. als Bischof eine Geliebte?

  3.4. - Von Präsident George W. Bush bis Islamischer Dschihad: Alle huldigen dem Papst

  2.4. - Jenseits: Papst muss sich umstellen

  2.4. - Was der Papst nicht sehen durfte: Erinnerungen an das Kirchenoberhaupt in Mainz im Jahr 1980

  2.4. - Gebet für den Papst oder Anbetung des Papstes?

  1.4. - Nachruf: Sterbender Papst - Irreführung bis zum letzten Atemzug

27.3. - Osterfeiern: Katholisches Schauspiel mit todkrankem Papst

24.3. - Kirchliche Diskriminierung der Zeugen Jehovas: Das Oberverwaltungsgericht Berlin macht nicht mit /
          Ekklesiogene Neurosen in den Kirchen


  4.3. - Antisemitismus und Judenverfolgung - Honorarprofessor Rusam kritisiert: "Es fehlt die Bereitschaft,
          sich zur Schuld der Kirche zu bekennen."


  9.2. - Philipp Melanchthon war kein Vorläufer für Gewissensfreiheit - im Gegenteil

28.1. - 60 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

28.1. - Neutrale Richter gesucht! Also nicht katholisch und nicht evangelisch

27.1. - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nach dem Krieg und die NPD heute

22.1. - Kirchliches "Obdach" für Rudolph Mooshammer

  7.1. - Stoppt ein gefordertes Tiermassaker in Deutschland!

  7.1. -
Flutkatastrophe in Südostasien: Wie kann Gott das zulassen?

 

 


12.5.2005 - "Regierung und Volk - Spart Euch die Kirche!" - Überfüllte Veranstaltung der Initiative "Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche" am 25.4.2005 in Erfurt - Obwohl sich manche Zeitungen geweigert hatten, Anzeigen zu drucken, die auf die Veranstaltung hinweisen sollten, mussten immer wieder Stühle geholt werden, bis schließlich ca. 250 Besucher in einem Saal des Radisson-Hotels Platz fanden. Auch das Hotel machte Schwierigkeiten und teilte dem Veranstalter vorab mit, dass es eine Spende an eine kirchliche Einrichtung überweisen würde, die doppelt so hoch sein soll wie der Betrag, der durch die kirchenkritische Veranstaltung eingenommen werde - sozusagen eine freiwillige moderne Ablasszahlung. Was die Besucher an dem Abend dann zu hören bekamen, waren überwiegend Fakten über die staatliche Finanzierung der Großkirchen auch in den ostdeutschen Bundesländern sowie aufschlussreiche Hintergründe über den Einfluss der Kirche im Raum Erfurt im Lauf der Geschichte. Auf dem Podium saß neben Professor Dr. Hubertus Mynarek, dem Ex-Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien auch Dieter Potzel, ehemaliger evangelischer Pfarrer und Herausgeber von "Der Theologe". Sein Redebeitrag in Erfurt ist hier einsehbar. Die Eingangsreferate aller Podiumsteilnehmer sind einsehbar unter http://www.kirchenopfer.de/downloads/erfurtbroschuere.5.pdf


 

10.5.2005 - Holocaust-Mahnmal in Berlin eingeweiht. Über die Schuld der Kirchen an diesem Völkermord wurde geschwiegen - Zur Verantwortung der katholischen Kirche siehe hier. Zur Verantwortung der evangelischen Kirche siehe Der Theologe Nr. 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust.

 

10.5.2005 - Papst-Golf und Papst-Ford - Entgleitet der katholischen Kirche der Handel mit modernen Reliquien? - Bekanntlich wurde der ehemalige VW-Golf  von Benedikt XVI. von dem kanadischen Internet-Unternehmen GoldenPalace.com für fast 190.000 € ersteigert. Und der ehemalige Ford Escort GL, Baujahr 1975, von Johannes Paul II. brachte bei einer Auktion im Oktober in Las Vegas sogar 680.000 Dollar ein. Ein Anwalt aus Texas stellt den PKW jetzt in seinem privaten Automuseum aus. Ob der im Escort befindliche Rosenkranz mit versteigert wurde, ist nicht bekannt.
Die neuen Eigentümer des ehemaligen Benedikt-Golfs ließen durch ihren Pressesprecher mittlerweile erklären: "Wir wollen ... Menschen, die in dem Auto sitzen oder damit eine Runde drehen wollen, die Möglichkeit einer spirituellen Erfahrung bieten" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.5.2005). Das Unternehmen könne jedoch nicht garantieren, dass die Fahrt im Golf  "zu einem geistlich erhebenden Erlebnis wird.
Benedikt XVI. solle "verstimmt" auf den Wirbel um seinen ehemaligen VW-Golf reagiert haben. Das ist verständlich, denn der PKW ist - wenn man so will - die erste öffentlich bedeutsame Reliquie, welche in Verbindung mit seiner Person steht. Und deren Vermarktung hatte in der Vergangenheit immer die Kirche selbst in der Hand, während sie an dem Golf und dem Escort keine Rechte mehr hat. Kirchliche Kritik an GoldenPalace.com wäre auch völlig unangebracht, denn das kanadische Unternehmen hat nur von dem Vorbild der Kirche gelernt. So lockte der Vatikan z. B. um die Jahrtausendwende 1999/2000 Hunderttausende von Pilgern nach Rom, um sie dort durch die "Heilige Pforte" zu schleusen. Und auch beim Weltjugendtag bzw. Weltjugendtreffen in Köln gingen Hunderttausende an den vermeintlichen Leichen-Resten der "Heiligen Drei Könige" vorbei, und an manchen Wallfahrtsorten werden Gegenstände ehemaliger hoher Amtsträger angeboten, die man sogar kurz berühren darf. Diese Handlungen haben nach kirchlicher Lehre eine positive Wirkung auf das eigene Seelenheil. So hieß es 1999, nachdem der Papst ein bestimmtes Tor in den Vatikanmauern geöffnet hatte, wer durch dieses Tor ginge, der würde einen Ablass seiner Sündenstrafen erhalten (das heißt, das im Jenseits noch zu erwartende Leid für noch nicht vollkommene Katholiken würde dadurch angeblich getilgt). Kritische Rückfragen (z. B. "Ist man nach dem Gang durch die Pforte ein anderer Mensch?") blieben wie immer unbeantwortet. Manche Pilger berichteten immerhin von einer "spirituellen Erfahrung". Und so könnte man fragen: Warum sollte derjenige, der mit dem ehemaligen VW-Golf von Benedikt XVI. eine Runde dreht (oder auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, auf dem Kardinal Ratzinger immer gesessen war), nicht dieselbe oder eine ähnliche "spirituelle Erfahrung" machen (oder nicht machen können) können wie derjenige, der in Rom durch eine bestimmte Türe geht? 

 

25.4. / 15.8.2005 - Die Benedikts - Joseph Ratzinger stellt sich als Benedikt XVI. bewusst in die Reihe der anderen Benedikts, die wie er diesen Namen trugen bzw. wählten. Mögliche Verbindungen zu Benedikt XV. sind unten bereits genannt. Hier einige Informationen zu Benedikt III., VI., VIII., IX., XII., XIII. und XIV.:

Benedikt XIV. (1740-1758) war ein ausgesprochener "Hüter der Glaubenswahrheiten" = Inquisitor. Im Jahr 1744 bestätigte er mit der Bulle "Ab Augustissimo" die Verordnungen seiner Vorgänger, worin die Todesstrafe für Hostienmissbrauch zu magischen Zwecken schon bei einem Erst-Täter vorgeschrieben wurde. Die Möglichkeit des Angeklagten, sich zu verteidigen, wurden eingeschränkt.

Benedikt XIII. (1724-1730) war weniger ein Inquisitor. Dafür waren seine engsten Mitarbeiter vielfach korrupt. So setzte der Papst z. B. seinen Vertrauten Niccolo Coscia als Kardinal und Papst-Koadjutor ein. Damit war dieser als Stellvertreter des "Stellvertreters Christi" wohl der heimliche Herrscher der Kirche. Während Benedikt XIII. im Verhältnis eher bescheiden gelebt haben soll, regierte sein Koadjutor den Vatikan mit Bestechungen, Ämterhandel, Korruption bzw. Umleitung von kirchlichen Einnahmen in die eigene Tasche. Der Bevölkerung wurde auf diese Weise deutlicher als sonst vor Augen geführt, wie sich Kirchenfürsten auf Kosten des Volkes einem Luxusleben hingeben. Erst nach dem Tod Benedikts XIII., der das verbrecherische Treiben seines Günstlings und von den Günstlingen seines Günstlings schützte und verteidigte, konnte der Papst-Koadjutor verhaftet werden.
 
Benedikt XII. (1334-1342) war wiederum ein brutaler Inquisitor. Vor seiner Wahl zum Papst war sein Hauptanliegen als Bischof Jacques Fournier von Parmiers/Südfrankreich die Verfolgung und Ausrottung der letzten noch nicht hingerichteten urchristlichen Katharer. Er führte selbst die Verhöre (nach Benedikt XVI. waren diese "Untersuchungen" ein Fortschritt gegenüber dem sofortigen Ermorden; siehe hier) und ließ die Scheiterhaufen anzünden.


Benedikt Caetani
nannte sich als Papst Bonifatius VIII. (1294-1303) und verfasste die bedeutendste Lehramtsschrift der römisch-katholischen Kirche im Mittelalter, die Bulle Unam Sanctam (1302). Darin heißt es: "Wer immer sich also dieser von Gott so angeordneten Gewalt [der Kirche] widersetzt, widersetzt sich der Anordnung Gottes". Und: "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig: Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir" (zit. nach Neuner/Roos, a.a.O., siehe 10.4. / 17.4., Nr. 430). Dieser Lehrsatz ist seit 1870 eine nach katholischem Glauben unfehlbare Lehrentscheidung von Benedikt Caetani, der sich als Papst Bonifatius VIII. nannte. In der Wikipedia-Biografie heißt es über ihn: "Doch war der stattliche, etwas schwergewichtige, aber wohlgestaltete Papst mit den sonderbar sensiblen Händen bei all seinen unangenehmen, oft scharf verletzenden Eigenheiten, seinem pathologischen Ehrgeiz, überzogenen Stolz, seiner unersättlichen Habgier, Fressgier (er konnte seinen Oberkoch gewaltig abkanzeln, weil er ihm an einem Fasttag nur sechs Fleischgerichte vorsetzen ließ), von seinen Bluttaten, seiner Grausamkeit zu schweigen, auch mutig, gebildet, ein versierter Jurist". In manchen seiner inoffiziellen Aussagen lässt Bonifatius VIII. nämlich durchblicken, dass er an vieles selbst nicht glaubt, was die römisch-katholische Kirche lehrt, z. B. die Jungfrauengeburt. Auch ist von ihm der Satz überliefert, "die Toten würden so wenig auferstehen wie sein vorgestern krepiertes Pferd" (http://de.wikipedia.org/wiki/Bonifatius_VIII.).  Der Benedikt, der sich Bonifatius nannte, rief auch das Jahr 1300 zum ersten Heiligen Jahr aus, um durch das Geld der Pilger die Kreuzzüge zu finanzieren. Das Vermögen zahlreicher Andersgläubiger ließ er sowieso konfiszieren.

Benedikt IX. (1032-1048), Theophylakt Graf von Tusculum, hat nach dem Historiker Ferdinand Gregorovius zusammen mit seiner Familie "in Rom gemordet und geplündert" (zit. nach Uli Weyland, Strafsache Vatikan, S. 95). Einer nicht exakt zuzuordnenden Quelle zufolge sollen Benedikt IX. und seine Anhänger z. B. "Pilger auf dem Weg nach Rom ausgeraubt haben und das Geld, das diese für den Ablass von Sünden mit sich führten, auf solche Weise schon vorher in den eigenen Beutel haben fließen lassen." (S. 95) Ein weiteres Verbrechen des Papstes war eine Vergewaltigung. Benedikt IX. wurde übrigens schon mit 11, 14 oder 18 Jahren als "Seine Heiligkeit" gekrönt und er verkaufte im Jahr 1045 schließlich das Papstamt an Gregor VI., weil er seine Cousine heiraten wollte. Nachdem ihn jedoch seine Cousine nicht mehr heiraten wollte, blieb er als Papst Benedikt IX. bis 1048 parallel zu Gregor VI. im Amt.

Benedikt VIII. (1012-1020) weihte 1020 in Bamberg die Kirche St. Stephan, als er sich dort mit dem Kaiser traf. Die zwischenzeitlich zerstörte und neu aufgebaute Kirche ist heute die evangelische Hauptkirche der Stadt, die im Volksmund als "fränkisches Rom" gilt. Zudem ist St. Stephan in Bamberg in Deutschland bis heute die einzige von einem Papst eingeweihte Kirche. Auf der Synode von Pavia im Jahr 1020 führt Benedikt VIII. auch den Zölibat bzw. Zwangszölibat für Priester ein, die von nun an nicht mehr heiraten durften (im Jahr 1139 auf dem 2. Laterankonzil als "unabdingbare Zugangsvoraussetzung" für den Priesterberuf bestätigt). Dadurch sollte das Vermögen der Kirchenmänner nicht mehr an ihre Kinder vererbt werden, sondern der Institution Kirche zufallen. Offizieller Grund für den Zölibat war allerdings die geforderte sexuelle "Reinheit" der Priester. Dafür durften Mengen an Blut an ihren Händen kleben, auch wenn die kirchlichen Amtsträger das Blut von unliebsamen Zeitgenossen durch andere vergießen lassen sollten. So ließ Benedikt VIII. im Jahr 1017 in Rom viele Juden bei einem Pogrom köpfen. Und im Jahr 1020 (dem Jahr der Synode von Pavia und der Kirchenweihe in Bamberg) inszeniert der Papst erneut ein Pogrom in Rom und lässt die jüdischen Mitbürger dieses Mal verbrennen. Der Grund: Ihr falscher Glaube sei angeblich der Grund für einen Orkan bzw. ein Erdbeben gewesen.

Benedikt VI. (973-974) gehört zu den vielen Päpsten, die auf Betreiben ihrer Nachfolger ermordet wurden. Sein Nachfolger Bonifatius VII. regierte 974 erst als "Gegenpapst", von 984-985 dann als anerkannter Papst.

Das also sind die
Benedikts. Über die anderen ist meist nur wenig bekannt. Die Existenz von Benedikt III. (855-858) ist sogar umstritten, er gilt manchen als Erfindung der Kirche, um die Amtszeit der als Mann "Johannes" verkleideten Päpstin Johanna (ab 853 oder 855) zu ersetzen. Andere bestreiten die Existenz Johannas. Eventuell folgte Benedikt III. auf Johanna alias Papst Johannes Anglicus I. Dieser soll bei einer Prozession ein Kind als Totgeburt zur Welt gebracht haben und darauf hin von den "entsetzten" Katholiken (weil "er" eine Frau war) am Straßenrand gesteinigt worden sein, bzw. "er" starb an den Geburtskomplikationen.

Bleibt noch der Ordensgründer Benedikt von Nursia (um 480-547), auf den sich Joseph Ratzinger bzw. Benedikt XVI. besonders beruft. Benedikt von Nursia lehrte u. a. das Motto "Bete und arbeite" - ein Widerspruch zu den Priestern und Amtsträgern der Kirche, die sich auch für das Beten bezahlen und vom Staat subventionieren lassen und nicht auf diese Weise arbeiten, wie Benedikt von Nursia sich das gedacht hatte. Die Gründung des Benediktiner-Ordens auf dem Monte Cassino bei Neapel im Jahr 529 gilt als geistesgeschichtlicher Beginn des Mittelalters. Gleichzeitig gilt Benedikt von Nursia der römisch-katholischen Kirche als "Patron Europas". Sehr wahrscheinlich hat Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. bei seinem Amtsantritt auch deshalb Benedikt von Nursia so hervorgehoben und seinen Namen gewählt. Und vielleicht verbinden spätere Geschichtsschreiber einmal das Jahr 2005 mit dem Beginn einer Epoche in Europa, in welcher die Neuzeit beendet und das Mittelalter wieder auferstehen sollte.



23.4. / 7.5.2005 - Vordergründige Diskussionen um den Flakhelfer und Soldaten Ratzinger - Hintergründige Gemeinsamkeiten zwischen Katholizismus und Nationalsozialismus - Die britische Presse äußert derzeit "tiefe Bedenken", was die Haltung des jugendlichen Joseph Ratzinger (1927 geboren) gegenüber den Nazis betrifft (z. B. nur "bizarr technische Begründung" für dessen Ablehnung; The Independent, 22.4.2005). Das ist jedoch weit weniger bedeutsam als die Frage, wo sich die Anliegen von Katholizismus und Nationalsozialismus grundsätzlich vereinten. So lehrt die Kirche bis heute, sie müsse "mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist" (Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche, siehe 10.4. / 17.4.2005, Nr. 382). Dieser Lehrsatz der römisch-katholischen Kirche richtete sich im 20. Jahrhundert vor allem

     1.) gegen die Kommunisten
     2.) gegen die Juden
     3.) gegen religiöse Minderheiten, so genannte "Sekten"

Gegen diese drei Geistesrichtungen, deren Ausmerzung die katholische Kirche forderte, richtete sich auch der Vernichtungswille der Nationalsozialisten. Deren Anführer Adolf Hitler hielt bis ans Lebensende der römisch-katholischen Kirche die Treue und zählt damit zu den "Söhnen und Töchtern der Kirche", für deren Tun im Laufe der Jahrhundert sich der Papst im Jahr 2002 halbherzig entschuldigte. Man könnte diese "Söhne" (denn meist waren es "Söhne") auch als "Männer fürs Grobe" bezeichnen, die mit Wissen, Billigung oder gar im Auftrag der Kirche etwas tun, womit die Kirche aus diplomatischen Gründen nicht direkt in Verbindung gebracht werden möchte.
Zu Adolf Hitler noch zwei Details am Rande: Während er immer wieder Steuern hinterzog und bis zum Jahr 1933 eine nicht bezahlte Steuerschuld von 400.000 Reichsmark anhäufte, zahlte er seinen Kirchenbeitrag stets korrekt und pünktlich, wie ein umfassender Untersuchungsbericht über Hitlers Steuerakte feststellte (so die Historikern Anna-Maria Sigmund und der Notar Klaus-Dieter Dubon bei Prüfung seiner Steuerakte Nr. 13/2548 beim Finanzamt München III; Spiegel online, 16.12.2004; Bild, 17.12.2004). Und während Papst Pius XII. im Jahr 1945 alle Italiener, die Mitglied der Kommunistischen Partei waren, exkommunizierte, wurde Adolf Hitler nie exkommuniziert.

Zum "Ausmerzen" der Kommunisten, Juden und "Sekten" im Einzelnen:

1.) Kommunisten: Hitler und die Nationalsozialisten wurden von der Kirche vor allem wegen ihres Feldzugs gegen den "Bolschewismus" in Russland gepriesen. Bis 1945 reichen die Huldigungen der Kirchenführer für diesen "gottgesegneten" Krieg gegen den Kommunismus. Die Fortsetzung dieses Kampfes führte die Kirche nach 1945 in Allianz mit den Westmächten durch (siehe auch 4.4.2005, Finanzierung von Solidarnosc in Polen).

2.) Juden: Was die Juden betrifft, rechtfertigte Adolf Hitler in einem Gespräch mit katholischen Würdenträgern deren Verfolgung damit, "dass er gegen die Juden nichts anderes tue als das, was die Kirchen in 1500 Jahren gegen sie getan habe" (Friedrich Heer, Gottes erste Liebe, Berlin 1981, S. 406). Eine Fülle von Fakten dazu auch in dem Buch von Daniel Goldhagen, Die katholische Kirche und der Holocaust bzw. in der Ausgabe Der Theologe Nr. 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust. Nachdem das europäische Judentum als einflussreiche gesellschaftliche Größe weitgehend vernichtet war und der Zeitgeist sich nach 1945 entscheidend wandelte, hat auch die Kirche in der Folgezeit ihre Position geändert.

3.) Andere religiöse Gemeinschaften: Hier richtete sich die Ausmerzungs-Allianz von Kirche und Nazis zunächst gegen die Zeugen Jehovas als damals bedeutsamste Minderheit. Gemeinsam beschloss man deren Verbot. Eine typische Stimme war damals der Kommentar in Das Evangelische Deutschland vom 10.9.1933: "Die Kirche wird dankbar anerkennen, dass durch dieses Verbot eine Entartungserscheinung des Glaubens beseitigt worden ist ... Damit ist jedoch noch keine vollständige Bereinigung der Sekten erreicht. Erwähnt seien nur die Neuapostolischen." Die Kirche gibt dem Staat den Takt vor. Und die Vertreter von Kirche und Staat arbeiten vielfach bei den Verhaftungen Hand in Hand. So kommen in den KZs 1200 Zeugen Jehovas ums Leben, weitere 250 werden anderweitig "erhängt, erschossen oder geköpft" (Frankenpost, 15.1.1999).
1945 wechselten die weltlichen Herrscher. Die geistlichen aber blieben. Und mit ihnen ihre Ziele. Vor allem seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden erneut viele religiöse Bewegungen, die nicht ins katholische bzw. evangelische Welt- und Menschenbild passen. Deshalb ist auch das "Wüten der Kirche" neu entbrannt, wie z. B. Prof. Dr. Hubertus Mynarek in seinem Buch Die neue Inquisition bzw. Prof. Erwin K. Scheuch und Prof. Gerhard Besiér in ihrem Buch Die neuen Inquisitoren nachweisen. Zwar bieten die gegen die Kirche erkämpften Rechtsgrundlagen der freiheitlichen Demokratie diesen Minderheiten noch einen gewissen Schutz. Doch ist es ein Zufall, dass gerade in unserer Zeit wieder vermehrt der Ruf von Politikern erklingt, die katholische Kirche und ihr Menschenbild sei allen anderen Religionen "überlegen" (wie z. B. zuletzt von CDU-Spitzenpolitiker Jürgen Rüttgers, Spiegel online 22.4.2005)? Und der neue Papst Benedikt XVI. erinnerte erst jüngst in einem Interview daran, die Inquisition sei ja ein "Fortschritt" gewesen, da man die Menschen vor ihrer Hinrichtung im Unterschied zu früher noch "anhörte" (wobei viele allerdings schon bei den Anhörungen ums Leben kamen). Wer Ohren hat zu hören, der hört den langen eiskalten Atem der Kirche und fühlt ihn vielleicht schon wieder in seinem Nacken ...



20.4. / 15.8.2005 / 20.9.2006 -
Wie führt Benedikt XVI. das Werk Benedikts XV. fort? Benedikt XV. starb 1922, Benedikt XVI. wurde 1927 geboren. Der XV. wurde im Jahr 1914 Papst, am Beginn des 1. Weltkrieges - nicht gerade ein gutes Omen im Hinblick auf den Beginn des "Pontifikats" des XVI. Anhänger feierten den XV. als Friedenspapst, Kritiker sahen in ihm einen gewieften Diplomaten bzw. Schaukelpolitiker, der vielfach als "Sieger" aus dem Krieg hervorging - siehe dazu das Kapitel Der Vatikan als Kriegsgewinnler in dem Geschichtsbuch von Karlheinz Deschner, Die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert, Rowohlt Verlag 1991. So rief er z. B. in den Anfangsjahren des Krieges einmal zum Frieden auf, als Deutschland und die Achsenmächte noch im militärischen Vorteil waren. Als sich das Blatt wendete, tat er es nicht mehr. Der Papst fand sich rechtzeitig im Lager der Sieger, nachdem er sich zu Kriegsbeginn noch nicht öffentlich auf eine Partei fest gelegt hatte. "Kardinal Gasquet bekannte auf dem Katholikenkongress in Liverpool geradezu: ´Man ist zu der Überzeugung gekommen, dass der am besten aus dem Krieg herausgekommene Mann der Papst war!`" (zit. nach Deschner, Opus Diaboli, 1988, S. 151 f.) Der Historiker Karlheinz Deschner prangert vor allem an, dass der XV. Benedikt den Nationen "seine schönen biblischen Sprüche zurief", während "er selber für eine Militärseelsorge verantwortlich" war, "die den katholischen Soldaten das gegenseitige Abmurksen als höchstes Pflichterfüllung befahl - die mörderischste Heuchelei der Weltgeschichte."* Diese deftigen Worte sind verständlich. Denn warum rief Benedikt XV. nicht die Katholiken beider Seiten auf, die Waffen niederzulegen, wenn es ihm wirklich um den Frieden gegangen wäre? Die ihm unterstehende Militärseelsorge auf allen Seiten tat genau das Gegenteil.
Bekannt wurde später Benedikts viel sagender Spruch im Hinblick auf die Niederlage Deutschlands: "Diesen Krieg hat Luther verloren!" (zit. nach Opus Diaboli, S. 151) Protestanten, nehmt euch also vor den Benedikts in Acht!
Erst im Jahr 2000 betonte auch Benedikt XVI. in seinem Buch Dominus Iesus noch einmal den Vorrang der römisch-katholischen Kirche vor allen anderen Kirchen und nannte die evangelischen Kirchen "defizitär". Gefahr auch für die Ostkirche! Wenn der XVI. Benedikt dort weitermacht, wo der XV. und auch Johannes Paul II. aufgehört haben, dann steht womöglich die Katholisierung der orthodoxen slawischen Welt bevor. Karlheinz Deschner schreibt wörtlich: "So betrachtet Benedikt die [mit Rom] unierten [orthodoxen] Gemeinschaften als Vorposten der römischen Kirche, die von Weißrussland und der Ukraine aus vorgehen und die orthodoxe slawische Welt für das Papsttum gewinnen sollten (Opus Diaboli, S. 152). Der Sturz des Kommunismus wäre Stufe 1 gewesen (siehe dazu die Informationen über die Finanzierung antikommunistischer Gruppen durch den Vatikan). Nun käme Stufe 2.
Parallel dazu hat es der XVI. Benedikt womöglich auch auf einen Sieg gegenüber dem Protestantismus abgesehen, wie viele Kenner der Vatikanpolitik mutmaßen. Denn ein Papst-Boom, der auch nur annähernd das Ausmaß des Kultes um Johannes Paul II. erreichte, würde die religiöse Stimmung in Deutschland, dem "Stammland der Reformation", entscheidend verändern. Die augenfälligen Versuche evangelischer Kirchenführer, von der katholischen Hierarchie eingeladen bzw. hofiert zu werden, sind ein Indiz dafür, dass diese sich wieder verstärkt an den Katholizismus anhängen möchten, um so ebenfalls von den Popularitätsschüben des Papstes zu profitieren. Oder man möchte zumindest bei den für die staatlichen Subventionen verantwortlichen Politikern auf Augenhöhe mit der Rom-Kirche zu bleiben.
Mit dem Ziel, "die orthodoxe slawische Welt für das Papsttum" zu gewinnen, wie der Historiker Deschner ein Ziel Benedikts XV. formulierte, hat auch Benedikt XVI. seine Amtszeit eingeleitet, indem er sogleich die "Ökumene"-Bemühungen im Hinblick auf die Orthodoxen verstärkte. Der Vatikanische "Ökumene-Minister", der deutsche Kardinal Walter Kasper, erklärte dazu dem Focus in einem Interview, dass das "allgemeine Interesse Russlands an Europa" dafür eine günstige Rahmenbedingung ist. Und weiter: "Ich habe eine neue Offenheit [Benedikt XVI.] entdeckt, in erster Linie gegenüber den orthodoxen Kirchen ... Wir wollen den orthodoxen Kirchen ja nichts wegnehmen, sondern ihnen etwas geben: Das Petrus-Amt könnte auch ihnen die universale Präsenz bringen" (Nr. 33/2005). Noch scheinheiliger kann man den eigenen Herrschaftsspruch wohl gar nicht in Worte fassen.
Dahinter steckt letztlich die Idee eines geeinten römisch-katholischen Europa unter der Oberhoheit des Papstes in Rom und wohl darüber hinaus die alten Weltherrschaftspläne der Kurie in Rom, zu denen man sich z. B. im Mittelalter auch unverhohlen bekannte.

Zurück zu den Benedikts: Eine Gemeinsamkeit zwischen dem XV. und dem XVI. ist weiterhin der Versuch, das Leben der Menschen bis in Einzelheiten zu regeln und mit entsprechenden Maßnahmen auch auf Verstöße reagieren zu können. Der XV. schuf Im Jahr 1917 den Codex Iuris Canonici, kurz CIC, das kirchliche Gesetzwerk, das den Corpus Iuris Canonici, ebenfalls kurz CIC, ablöste und bis 1987 unverändert gültig blieb. Der XVI. gilt als Schreiber bzw. Endkorrektor des römisch-katholischen Weltkatechismus, und er war jahrelang als Vorsitzender der "Glaubenskongregation" der oberste "Inquisitor" der Kirche und zuständig für die Anwendung des CIC. Das "sanfte" Strafrecht des CIC ist nach Uli Weyland, Autor von Strafsache Vatikan, ein listiger "Vorbehalt, eventuell auf mittelalterliche Bestrafungsformen zurückkehren zu können, wenn sich die Zeitläufe im Sinne Roms wieder ´günstiger` verändern sollten" (S. 426 f.).

* Der Historiker E. Winter bringt Benedikt XV. in seinem Buch Russland und das Papsttum, Teil 2 (II), Von der Aufklärung bis zur großen sozialistischen Oktoberrevolution, Berlin 1961 sogar mit dem mutmaßlichen Mord an Nuntius Tarnassi im Jahr 1901 in Verbindung und beruft sich dabei auf den internen vatikanischen "Klatsch", wo der spätere Papst als Täter genannt wurde, "denn Tarnassi starb zu sehr erwünscht, als dass es dabei mit rechten Dingen zugegangen sein konnte" (S. 487). Benedikt XV. soll hier ausdrücklich nicht beschuldigt werden, und es gilt, wie am Anfang von Ermittlungen - die Unschuldsvermutung. Es ist jedoch auch von einem Dementi nichts bekannt. Tatsache ist jedoch, dass zahllose Päpste Mörder waren (nachzulesen in den Bänden der Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner) und alleine 23 Päpste nachgewiesenermaßen oder vermutlich auf Veranlassung ihrer Nachfolger umgebracht wurden.



18.4. / 19.4.2005 -
Die ruhmvoll hervorragenden unsterblichen Päpste - "Mögest du viele Jahre des irdischen Lebens lang ruhmvoll hervorragen", so der offizielle Zuspruch bei der Amtseinführung eines neuen Papstes, auf den sich gerade die Kardinäle zu einigen versuchen. Und was soll nach diesen vielen Jahren kommen?  "... bis du, von deinem Herrn gerufen, beim Eintritt ins Himmlische Reich mit der Unsterblichkeit bekleidet wirst," so der Zuspruch weiter (http://dbk.de/vatican/in_vatican_17.html). Das klingt fast so, als sei die Unsterblichkeit nach katholischer Lehre ein Vorzug der Päpste. Vielleicht kommt es bei diesem Zuspruch aber auch mehr auf den ersten Teil an, auf das "ruhmvolle Hervorragen" in den Jahren zuvor, das - wie so vieles andere auch - im Widerspruch zu Jesus steht, der die Demut lehrte und die Gleichheit aller Menschen.



10.4. / 12.6.2005 - Beerdigung des Papstes: Die Vertreter der Demokratien lagen einträchtig zu Füßen der Diktatur des Heiligen Stuhl - Wem das Wort "Diktatur" in diesem Zusammenhang zu hart erscheinen mag oder wer es nicht glauben will, der lese das offizielle Lehrbuch der römisch-katholischen Kirche von Josef Neuner und Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden und ihren Lehrverkündigungen, neu bearbeitet von Karl Rahner und Karl-Heinz Weger, 12. Auflage, Regensburg 1986. Darin lässt das kirchliche Lehramt u. a. wörtlich verlauten [Hervorhebungen von "Der Theologe"]:

Glaubenswahrheit Nr. 367: "Im Glauben müssen wir festhalten, dass außerhalb der apostolischen, römischen Kirche niemand gerettet werden kann; sie ist die einzige Arche des Heils und jeder, der nicht in sie eintritt, muss in der Flut untergehen. Aber ebenso müssen wir sicher daran festhalten, dass von dieser Schuld vor den Augen des Herrn niemand betroffen wird, der da lebt in unüberwindlicher Unkenntnis der wahren Religion."* (S. 234)

* Mit dem zweiten Satz wird anscheinend eine kleine Hintertüre aus der Hölle offen gelassen. Allerdings ist dieser Lehrsatz - wie auch Abmilderungen zugunsten Andersgläubiger an anderen Stellen - vom Herausgeber als wahr, jedoch nicht als "unfehlbar" gekennzeichnet. Unfehlbar seien dafür die nachfolgenden ähnlichen "Wahrheiten"  Nr. 381, Nr. 430 und Nr. 434, die von der Kirche nicht nur als wahr erklärt wurden, sondern denen sie zudem das Gewicht absoluter Irrtumslosigkeit in Zeit und Ewigkeit verliehen hat.

Glaubenswahrheit Nr. 381 (= unfehlbar): "[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide` noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt.* So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.` (Fulgentius)" (S. 256)

* Mit anderen Worten heißt das z. B.: Juden kommen nach unfehlbarer römisch-katholischer Lehre in das "ewige Feuer"; zumindest die europäischen Juden, welche die römisch-katholische Religion kennen lernen konnten und sich nicht auf die mildernden Umständen der "unüberwindlichen Unkenntnis" lt. Nr. 367 (siehe oben) berufen können. Hier kann man auch einmal vergleichen: Was würde es jeweils für die Opfer bedeuten? Zum einen die Verbrennungsöfen von Auschwitz, in denen Menschen jüdischen Glaubens verbrannten, die kurz zuvor mit Gas ermordet worden waren? Und zum anderen der Verbrennungsofen für die nach kirchlicher Lehre vom Heil Ausgeschlossenen (Juden und andere Nichtkatholiken), in dem diese Menschen angeblich ewig ohne Aussicht auf eine Ende unter grausamen Qualen lebendig brennen müssen? Und wer hat sich das eine ausgedacht? Und wer das andere?

Glaubenswahrheit Nr. 430 (= unfehlbar): "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir." (S. 290)

Glaubenswahrheit Nr. 434 (= unfehlbar): "Wir bestimmen, dass der Heilige Apostolische Stuhl und der römische Bischof den Vorrang über den ganzen Erdkreis innehat." (S. 292)

Nachfolgend weitere heute gültige Lehr- und Glaubenssätze der römisch-katholischen Kirche, denen bisher nicht durch "höherwertige" Lehrsätze widersprochen wurde:

Glaubenswahrheit Nr. 369: "So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen, die auch der menschlichen Vernunft widerstreitet."

Glaubenswahrheit Nr. 370
: "Darum kann nicht das Heil erlangen, der trotz seines Wissens, dass die Kirche von Christus in göttlicher Weise gestiftet wurde, sich weigert, sich der Kirche zu unterwerfen, oder dem römischen Papst, dem Stellvertreter Christi auf Erden, den Gehorsam verweigert. Doch gab der Erlöser nicht nur das Gebot, dass alle Völker in die Kirche eintreten sollen*, sondern er bestimmte auch, dass die Kirche ein Heilsmittel sei, ohne dass niemand in das Reich der himmlischen Glorie eintreten kann." (S. 237)

* In Glaubenswahrheit Nr. 368 heißt es sogar, der Erlöser habe "allen Völkern den Eintritt in seine Kirche vorgeschrieben"
.

Glaubenswahrheit Nr. 382: "Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, auf das gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte. Somit kommt der Kirche aus der ihr vom göttlichen Urheber übertragenen Machtvollkommenheit nicht nur das Recht zu, sondern sogar die Pflicht, gleich welche Irrlehren nicht nur nicht zu dulden, sondern vielmehr zu verbieten und zu verurteilen, wenn das die Unversehrtheit des Glaubens und das Heil der Seelen fordern." (S. 256)

"Einheit des Leibes" und "Leibeigenschaft"
: Diese und viele andere römisch-katholische Glaubenswahrheiten lassen ahnen, was wieder auf uns zukommt, wenn es dem Heiligen Stuhl gelingt, die europäischen Demokratien weiter auszuhöhlen und allmählich in seinem Sinn umzugestalten. Zwar gibt es auch wenige Lehrsätze, die versöhnlicher gegenüber Andersdenkenden klingen. Doch darin zeigt sich ja gerade die Kunst der Kirche: Um möglichst viele Menschen einzuverleiben, passt sie sich vielen Zeitgeistern an, lehrt hier und da sogar Widersprüchliches, um dann je nach Situation das gerade Passende für den eigenen Machterhalt in den Vordergrund zu stellen.

Und um leicht an immer neuen Nachwuchs zu kommen, ist die Säuglingstaufe das zentrale Instrument der Kirche. Vordergründig benützt man so genannte "liberale" menschenfreundliche Priester, welche den Gläubigen vorgaukeln, hier ginge es um Schutz und Segen für das Kind. In Wirklichkeit werden in erster Linie Mitglieder rekrutiert. Schon der Säugling wird dabei ungefragt der "Einheit des Leibes" der Kirche unterstellt, wie es oben unter Nr. 381 heißt, und zwar, indem ihm angeblich ein "unauslöschliches Merkmal" eingeprägt wird (z. B. Nr. 504, 514, 526, 542, 709, 722, 932), das man auch durch den späteren Kirchenaustritt nicht ablegen könne. So kann man fragen: Erinnert diese "Einheit des Leibes" nicht an die "Leibeigenschaft"? Auch den Sklaven wurde vielfach ein Sklaven-Mal in die Haut gebrannt, das sich nicht mehr entfernen ließ. Und so wie der Leibeigene und seine Kinder früher zeitlebens Sklaven ihrer Herren waren, es sei denn, sie wurden von diesen frei gelassen, so beansprucht die Kirche auch heute zeitlebens den Anspruch auf diesen Menschen. Nur - die Kirche lässt nie jemanden frei (weswegen Eltern nur gewarnt werden können, ihr Kind taufen zu lassen und damit dem "Leib" der Kirche "eigen" zu machen).
 
So passierte es z. B. auch, dass der von Johannes Paul II. am 3.9.2000 selig gesprochene Papst Pius IX. (1792-1878) ein siebenjähriges Kind jüdischer Eltern in der Stadt Bologna (die offiziell zum Kirchenstaat gehörte), kidnappen und in den Vatikan entführen ließ. Davon kann man zumindest ausgehen. Denn die offizielle Version lautet immerhin: Der Papst hätte von der Entführung durch die Polizei "gewusst". Was war geschehen?
Als es dem Säugling Edgardo Mortara (geboren 1852) einmal nicht so gut zu gehen schien, hatte das römisch-katholische Kindermädchen an ihm die katholische Nottaufe vollzogen. Einige Jahre später meldete die Kirchenbehörde in Bologna diese Nottaufe an den Vatikan, und die Kirchenjuristen im Vatikan begannen zu denken: Durch die Nottaufe des Kindermädchens gehörte das Kind nach römisch-katholischer Auffassung zum "Leib" der Kirche, und seine jüdischen Eltern waren für seine Erziehung nach Ansicht der Kleriker deshalb nicht mehr geeignet. Alle oben angeführten Glaubenswahrheiten fanden nun ihre praktische Anwendung: Die Polizei nahm den entsetzten und verzweifelten Eltern das Kind weg und verschleppte es in den Vatikan. Die Eltern haben das Kind nie wieder zurück bekommen. Stattdessen wurde es von Papst Pius IX. adoptiert, streng katholisch erzogen und zu einem gehorsamen und unterwürfigen Priester gemacht. Und wehe, es wäre zu seinen Wurzeln zurück gekehrt!
Kein Hitler und kein Stalin konnten einem Abtrünnigen je so drohen wie die Kirche. Die weltlichen Diktaturen nahmen ihnen nur das irdische Leben. Die Kirche jedoch drohte und droht bis heute auch für diesen Fall mit unendlichen Qualen für alle Ewigkeiten, und sie droht mit einem Gott, dessen Höllenstrafen für diesen Fall an Grausamkeiten nicht zu überbieten sind und deren Bestialität jegliches menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt. Dies ergibt sich allein schon dadurch, dass diese Hölle nie endet und auch keine Pausen kennt, auch wenn man sich heute in der geglaubten Intensität des dauernden Leidens aus Gründen des Zeitgeistes zurückhaltender gibt. Es handelt sich um einen Gott, der gemäß Glaubenswahrheit Nr. 381 selbst Glaubenszeugen, die ihr "Blut für den Namen Christi vergießen", unendlich quält, wenn sie nicht als Katholiken gestorben sind.

Die Kirche will zudem, "dass alle Völker in die Kirche eintreten" (Nr. 370). Was könnte das bedeuten? Z. B. für  Europa, das nach dem Willen der Kirche ein römisch-katholischer Kontinent werden soll? Der bekannte deutsche Philosoph Karl Jaspers warnte eindringlich, der "biblisch fundierte Absolutheitsanspruch" der Kirchen stehe "ständig auf dem Sprung, die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (Der philosophische Glaube, 9. Auflage, 1988, S. 73). Doch die Staatsmänner dieser Erde, welche eigentlich die Werte der gegen die Kirche erkämpften Demokratie verteidigen sollen, werfen sich der Diktatur des Heiligen Stuhls an den Hals. Hier stellt sich gerade in diesen Tagen die Frage: Wo sind noch wahrhafte Demokraten, welche noch für die Ideen von Freiheit, Menschenrechten und Toleranz einstehen? Und gibt es in Europa wenigstens einen Politiker, der nicht vor der Kirche auf die Knie fällt?

 

6.4.2005 - Konservierung des "Fleisches" für die Auferstehung? - Aus Anlass des Todes von Johannes Paul II. beschäftigen sich viele Menschen mit der kirchlichen Lehre vom Tod. Siehe dazu auch die Information der Freien Christen, Ausgabe Nr. 6, zum Thema "Kirche und Tod" und Der Theologe Nr. 2 - Reinkarnation - Urwissen der Menschheit und urchristlicher Glaube. Da die Kirche im Gegensatz zu Christus großen Wert auf das "Fleisch" bzw. die Materie legt (vgl. z. B. den Reliquienkult)*, stellt sich auch die Frage der Konservierung der Körper der Päpste und ihrer Erhaltung zum Zwecke der Ehrung. Bzw. für die von der Kirche gelehrte Wiedervereinigung von "Fleisch" und "Seele" am "Jüngsten Tag", weswegen die katholische Kirche z. B. große Vorbehalte gegenüber einer Feuerbestattung hat und Päpste, Kardinäle und Bischöfe meist auch keine Organspender sind. So wurden die letzten drei verstorbenen Päpste z. B. mit einer 15 %igen Formalinlösung anstelle des Blutes konserviert. "Johannes XXIII. war nach 37 Jahren noch erhalten wie am ersten Tag", freute sich der Präparator Massimo Signoracci (Spiegel online, 5.4.2005). Viele Gläubige erklärten dies als "Wunder". Für den Bestatter war allerdings klar, dass er einfach nur sehr gut gearbeitet hatte. Bei Paul VI. sei jedoch das Formalin nicht genügend in einen Beinbereich vorgedrungen. "Ein Bein begann, sich zu zersetzen", was jedoch nicht Schuld des Bestatters war.
Was wird die Kirche letztlich mit dem Körper von Karol Wojtyla tun? Wie wäre es, wenn man wie bei den anderen Menschen einfach nach dem Wort "Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube" handelt? Auch wenn dadurch Reliquien verloren gehen - die Seele würde ja auch nach offizieller katholischer Lehre weiterleben. Doch warum hält man sich dann so an den sichtbaren materiellen Überresten fest? Vielleicht, weil man zu einer unsterblichen Seele nicht wallfahren und vor ihr nicht niederknien kann.
Inzwischen ist allerdings die Präparatorenfamilie Signoracci nicht mehr einhellig von der Einbalsamierung überzeugt, die oft in Verbindung mit einer vorherigen körperlichen Behandlung vorgenommen wird, die man ungekünstelt am ehesten als "Ausstopfung" bezeichnen könnte. Eine Ehefrau ist nämlich den Zeugen Jehovas beigetreten und der Papst sei ihr egal. Am Telefon sagte sie: "Das Ende ist nah" (Spiegel online 5.4.2005).

* Kritiker wie der ehemalige katholische Theologieprofessor und Dekan der römisch-katholischen Fakultät der Universität von Wien, Hubertus Mynarek, halten die katholische Lehre im Kern für materialistisch: "Den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele hat sie [die Kirche] z. B. im frühen Mittelalter von den Griechen übernommen", schreibt Mynarek in der Broschüre Voodoo auf Katholisch (Freie Christen, Information Nr. 5, siehe https://www.freie-christen.com/voodoo_auf_katholisch.pdf). "Doch sie vertraut nicht wirklich auf die Unsterblichkeit der Seele, wenn sie lehrt, dass am Jüngsten Tag die Leiber der Verstorbenen wieder auferweckt werden" und, wie es im katholischen Glaubensbekenntnis heißt, "wieder mit unserer Seelen vereint" werden  (Katholischer Katechismus, Nr. 1016). Denn wozu braucht eine unsterbliche Seele wieder eine Vereinigung mit ihrem Leib, der doch mittlerweile nachweisbar verwest ist oder eingeäschert wurde? Dieser Leib würde zuvor "verwandelt", so versucht die Kirche zu erklären (Nr. 1016). Professor Mynarek wies nun mehrfach darauf hin, dass manche hohe kirchliche Amtsträger daran in Wirklichkeit gar nicht glauben und stattdessen große Angst vor dem Tod und einer drohenden Auflösung ihres "Ich" haben.



5.4. / 17.4.2005 / 30.12.2018 -
Ehrentitel für den Papst - "666-Prophezeiung in der Bibel" - Der Gegensatz zwischen Christus und Papst bzw. zwischen Christus und der Kirche ist vielfältig. Darüber hinaus gibt es Spekulationen, dass dieser Gegensatz schon in der Offenbarung des Propheten Johannes in der Bibel vorher gesagt ist. Wörtlich heißt es dazu in Offenbarung 13, 11: "Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache ... Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten, dessen tödliche Wunde geheilt war ... es befahl den Bewohnern der Erde, ein Standbild zu errichten zu Ehren des Tieres, das mit dem Schwert erschlagen worden war und doch wieder zum Leben kam. Es wurde ihm Macht gegeben, dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu verleihen, so dass es auch sprechen konnte ... Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens ... seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig." 

Der Hintergrund - entnommen aus der Ausgabe Nr. 41:
"Das Totenhemd hat keine Taschen", heißt es im Volksmund – doch ganz im Gegensatz dazu wurde dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. ein Beutel mit Geld mit ins Grab gegeben – und zwar allesamt Münzen aus nahezu allen Nationen, die während seines so genannten "Pontifikats" geprägt wurden. Damit hat die katholische Kirche ein denkwürdiges Zeichen gesetzt, ein Symbol: eine Verbindung zwischen dem Papsttum einerseits und der Macht, in allen Ländern zu kaufen oder zu verkaufen andererseits. Die Verbindung hat auch reale Seiten-Aspekte, da Kirche und Vatikan auf die Finanzierung durch Staaten, Wirtschaft und zahlungskräftige Gläubige angewiesen sind, da ihre Kardinäle und Priester nicht anderweitig ehrlich für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Und mit Jesus von Nazareth, der im Gegensatz zu den Priestern von Seiner Arbeit als Zimmermann lebte, und der lehrte "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon", hat diese Grab-Beigabe sowieso nichts zu tun.
Doch was hat es mit dem Zahlencode 666 auf sich? Aufschlussreich und gleichzeitig bedrohlich ist, dass es überhaupt einen solchen Code gibt, welcher der notwendige Schlüssel zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist. Denn im Umkehrschluss bedeutet dies: Wer nicht mit dem Zahlencode des Widersachers Gottes ausgestattet ist, dessen Existenz ist in hohem Maße gefährdet, es sei denn, er ist in irgendeiner Weise unabhängig von diesem System des Kaufens und Verkaufens.
Demgegenüber wirken manche kühne Spekulationen fast wie eine Beschwichtigung, etwa über das Papsttum und die Zahl 666. So gibt es die These, dass die Bezeichnung "Vicarius Filii Dei" = "Stellvertreter des Sohnes Gottes" die Zahl 666 ergibt, wenn man die Quersumme aller lateinischen Buchstaben, denen im lateinischen Alphabet ein bestimmter Zahlenwert (V und U = 5; I = 1; C = 100; L = 50; D = 500) zugeordnet ist, addiert (V+I+C+I+V+I+L+I+I+D+I = 5+1+100+1+5+1+50+1+1+500+1), um nur eines der Beispiele zu nennen. Kirchliche Theologen widersprechen hier und weisen darauf hin, dass der Papst offiziell als "Vicarius Christi" = "Stellvertreter Christi" gelte und nicht als "Vicarius Filii Dei", was nach der Addition gemäß diesem Schema eine andere Zahl ergeben würde. Und sie selbst spekulieren ihrerseits, dass die Zahlensymbolik am ehesten auf den römischen Kaiser Nero zutreffen könnte, womit man aber wieder von den großen Nöten der Gegenwart in die Vergangenheit ablenkt. Und im Sinne dieser Ablenkung gibt es noch einige Überlegungen mehr, etwa auf den römischen Feldherrn und späteren Kaiser Titus bezogen oder auf Kaiser Trajan. Darüber hinaus präsentieren Zahlenspekulanten noch weitere von obigem Beispiel abweichende Theorien, die entweder nicht wirklich nachprüfbar oder von vorne herein an den Haaren herbei gezogen sind. Für Martin Luther bestand allerdings vor ca. 500 Jahren kein Zweifel daran, dass der Antichrist der Papst in Rom sei.
Doch wir wollen an dieser Stelle nicht mit dem Wenn und Aber fortfahren: Wir wissen es auch nicht, wie genau diese Zahl bzw. dieser Zahlencode zustande kam, und eine interessante weitere Deutung ist noch, dass es auch ein Symbol für "WWW" ist, das heutige Internet. Denn tatsächlich ist der hebräische Buchstabe "W" (= Waw) in dieser Sprache gleichzeitig das Zahlenzeichen für die Ziffer 6. Und sowohl die digitale Welt des Internet als auch die weltumspannende Religionsmacht mit Sitz in Rom haben ja mit Bestrebungen zu tun, alles unter ihre Herrschaft zu bringen, was auf der Erde geschieht, können von daher also als zwei Hilfsmittel verstanden werden, mit dem ein dämonisches System nach der ganzen Kontrolle strebt.
Tatsache ist laut der Johannes-Offenbarung auf jeden Fall: Nur wer sich in das System der antichristlichen Macht eingliedert, der wird dann laut dieser Prophezeiung zum "Kaufen" und "Verkaufen" zugelassen. Dieser Bereich steht dann also unter Kontrolle der gegen Christus gerichteten Mächte.
Dabei können wir auch nicht mit Sicherheit sagen, wen genau die beiden Tiere, die laut der Apokalypse des Johannes einander zuarbeiten, aus der Sicht von Christus bzw. des Sehers Johannes symbolisieren sollen.
Deutlich ist jedoch: Eines der Tiere sieht aus wie ein Lamm, aber es redet wie ein Drache – es ist also ein Ungeheuer im Lammkostüm, sprichwörtlich ein "Wolf im Schafspelz".
Kirchliche Theologen flüchten auch hier wieder in die Vergangenheit, und sie behaupten, hier sei vermutlich der Kaiserkult im antiken Rom gemeint. Dieser gehörte zu den damaligen Zeitumständen des Johannes von Patmos. Doch selbst wenn wir uns mit diesen Gedanken kurz in die Vergangenheit hinein ziehen lassen: Das Imperium Romanum mit dem Kaiser an der Spitze trat nie lammfromm im Schafspelz auf, und es ist von daher abwegig zu behaupten, Johannes von Patmos sah in seiner Vision den Kaiser von Rom in Gestalt eines gehörnten friedvoll anmutenden Lammes.
Doch zurück zur Gegenwart und zur Zukunft, worüber die Offenbarung des Johannes prophezeit:
Wo wird heute, in der "Endzeit", wovon auch die Kirche mittlerweile spricht und wovon dieses biblische Buch handelt, nicht Gott allein "angebetet"?
Wo gibt es heute anbetungsähnliches Verhalten oder "Anrufungen" von Menschen?
Wo geschehen heute "Wunder" oder angebliche Wunder durch Menschen, um andere Menschen damit zu täuschen?
Wo tritt man seit Jahrhunderten bis in die Gegenwart hinein fromm wie ein Lamm auf, während die Taten vielfach denen eines schäumenden "Drachens", verstanden als ein Ungeheuer, entsprechen? 
Oder wo tragen heute Männer Frauenkleider und verbergen dahinter, wer sie in Wirklichkeit sind?
Und welche Macht der Erde ist, so könnte man weiter fragen, bereits untergegangen, jedoch wieder zum Leben erweckt worden? Meint der Seher womöglich tatsächlich das antike Rom und seine Kulte, die untergingen, in der folgenden Zeit jedoch in anderem Gewande wieder zum Leben erweckt wurden?
Was lehrt dazu die Kirche selbst? Angeblich habe der römische Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert die römisch-katholische Kirche zur Erbin des Imperium Romanum eingesetzt und ihr das Zepter und den Purpurmantel als Zeichen der Herrschaft über den Erdkreis übergeben. Zwar wurde die Urkunde dieser so genannten "Konstantinischen Schenkung" in der Zeit der Aufklärung von Kirchenkritikern als Fälschung entlarvt, doch ihren Inhalt hatte sich die Kirche längst angeeignet und nie wieder zurück gegeben, und bei allen Papstkrönungen wurde jeweils dem neuen "Lenker des Erdkreises" (vgl. hier) gehuldigt.
Und wenn in der Vision zudem von der "Macht" geschrieben steht, "dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu verleihen, so dass es auch sprechen konnte", dann könnte man sich auch hier fragen: Hatte der Prophet Johannes im 2. Jahrhundert in seiner Zukunftsvision vielleicht Fernsehbilder gesehen? Auf die Vergangenheit bezogen würde sich ein "sprechendes Standbild" nur schwer erklären lassen. Für die Gegenwart ist es sehr einfach zu erklären. 


Zusammenfassend kann man sagen: Ein Sack mit Geld im Papstgrab - ein deutlicheres Zeichen der Verbindung zwischen dem Papsttum einerseits und der Macht zu kaufen oder zu verkaufen andererseits ist kaum vorstellbar. Manche Bibelleser überlegen darüber hinaus, ob auch noch andere Verse der biblischen Prophezeiung mit den gegenwärtigen Ereignissen in Zusammenhang stehen könnten. So wird in der Offenbarung die "Anbetung" des "Standbildes" vorhergesagt, und es gibt derzeit wohl keinen anderen Menschen auf der Erde, bei dem die Grenze zwischen Verehrung und anbetungsähnlichem Verhalten so fließend ist wie beim Papst, auch wenn bekennende Katholiken auf Nachfrage natürlich bestreiten, dass diese Verehrung in Richtung "Anbetung" gehe. Doch eine "Anrufung" des Papstes (eine Vorstufe einer Anbetung) vor einem "Wunder" (z. B. einer Heilung) ist sogar nötig für eine spätere Selig- bzw. Heiligsprechung. Und für einen Außenstehenden ist der Unterschied zwischen "Anrufung" und "Anbetung" nicht so groß wie dies Katholiken verschiedentlich darstellen.

Bemerkenswert in diesen Tagen ist vor allem der Aufwand insgesamt, der in Rom und weltweit bedingt durch den Tod dieses einen Menschen betrieben wird. Mit Recht kann man vermutlich sagen: Noch nie in der Geschichte der Menschheit und der Erde war er größer. Und wohl noch nie waren so viele Große und Mächtige dieser Welt und so viele Scharfschützen und Luftabwehrraketen bei einer Feier vereinigt wie dies bei der Bestattung des Papstes am 9. April 2005 der Fall sein wird. Somit kann man wohl von einem zweifelhaften Höhepunkt der menschlichen Zivilisation und ihrer Kultur sprechen.
Die Macht des Papstes wird auch durch die Tiara, die Papstkrone, zum Ausdruck gebracht, welche den Haupt-Titel des Papstes symbolisiert: "Vater der Fürsten und der Könige, Rektor der Welt und Stellvertreter Christi auf Erden" (Quelle: Deutsche Bischofskonferenz auf http://dbk.de/vatican/in_vatican_17.html). Vielleicht kann man diesen Titel etwas straffen bzw. zusammenziehen zu dem Hoheitstitel "Fürst dieser Welt", der ja auch in der Bibel bezeugt ist (Johannes 12, 31; 24, 30; 16, 11).

PS: Der erste Papst, der auf eine Krönung verzichtete, war Johannes Paul I. Einige Tage später war er tot. Sein Nachfolger Johannes Paul II. konnte die Krönung nun schwerlich wieder einführen. Die Tiara hatte Paul VI. 1964 zudem schon medienwirksam zugunsten der "Armen der Welt" "verkauft". Sie wird seither in der Kathedrale von Washington in den USA in der Nähe des Weißen Hauses präsentiert. Gemessen am Reichtum des Vatikan und der Kirche, welcher den "Armen der Welt" vorenthalten wird, ist diese Geste von 1964 allerdings nicht mehr als ein Brosamen. Eine Verbindung zwischen dem Vatikan und der USA, die seither durch den Lageort der Tiara in Washington symbolisiert wird, ist jedoch sehr aussagekräftig (vgl. dazu auch "Der Theologe Nr. 22" über die Verbindung zwischen Papst Johannes Paul II. und dem US-Präsidentenberater Billy Graham).
 

 
4.4.2005 / 4.3.2009 / 7.10.2010 / 13.10.2013 -
Ermordung des Bankiers Roberto Calvi: Welche Schuld hat der Papst? Mit welchen Mitteln der Vatikanbank wurde der gesellschaftliche Umsturz in Polen ermöglicht? - Der Versuch im Vatikan, andere Banken um ca. eine Milliarde Dollar zu betrügen, lag erst wenige Jahre zurück, in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Der damalige Chef-Unterhändler Leopold Ledl berichtet darüber (siehe hier). Anfang der 80er-Jahre ging es wieder um mehr als eine Milliarde Dollar. Und dieses Mal scheint der Coup gelungen. Auch wenn - wie üblich - nie alles restlos aufgeklärt werden konnte. Dieses Mal kamen auch einige Menschen ums Leben, z. B. der "Bankier Gottes" Roberto Calvi, seit vielen Jahren im Dienste des Vatikans. Seinen letzten Hilferuf richtete der Finanzberater des Vatikan und Bankier der renommierten Mailänder Banco Ambrosiano, Roberto Calvi, 1982 an den Papst Johannes Paul II. Er wurde nicht erhört. Die Einzelheiten lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

Wie die Vatikanbank die Banco Ambrosiano in den Betrugs-Bankrott trieb

Lange Haftstrafen für die Täter, nur nicht für den Haupttäter, den Erzbischof

Eines von Calvis letzten Worten: "Wenn ich auspacke, werden die Priester den Petersdom verkaufen müssen"

Statt Schweigegeld-Empfang ermordet - "Es waren mit Sicherheit die Priester des Vatikans"

Wie das den Vatikan belastende Material verschwunden ist

Schädel eingeschlagen bzw. von Autobombe zerfetzt - Warum mussten Calvis vermeintliche Mörder sterben?

Finanzmakler der Kirche: Zyankali im Espresso

Falkland-Krieg: "Der Vatikan hat praktisch alles in der Hand"

Die Kirche müsste Roberto Calvi fast selig sprechen

Wie die Vatikanbank die Banco Ambrosiano in den Betrugs-Bankrott trieb

Was steckte hinter der straff katholischen Banco Ambrosiano? Bis wenige Jahre vor der Zusammenbruch "mussten Aktionäre der Bank noch einen katholischen Taufschein und eine Bestätigung über gute Führung von ihrem Pfarrer vorlegen." Großaktionäre sind z. B. das Pontifikal-Institut für äußere Mission, das Erzbischöfliche Seminar in Mailand oder das Institut der Töchter vom heiligen Herzen Jesu. Bankdirektor Roberto Calvi verschaffte mit der Banco Ambrosiano damals Firmen, die der Vatikanbank IOR ("Institut für religiöse Werke") gehörten bzw. von ihr nach eigenen Angaben "kontrolliert" wurden, einen Kredit von ca. 1,3 Milliarden Dollar. "Etwa 250 internationale Bankhäuser, darunter 18 deutsche Institute mit über 250 Millionen Mark, hatten Calvi die von der Papst-Bank abgesegneten Kredite gewährt" (Der Spiegel, 9.8.1982). Roberto Calvi versicherte lt. Der Spiegel: "Es ist doch nicht für mich, sondern es geht über die Schwelle des Heiligen Stuhls."
Die Banco Ambrosiano verlieh also Institution unter der Kontrolle der Vatikanbank ca. 1,3 Milliarden Dollar. Die Vatikanbank ihrerseits ließ einen Betrag in dieser Größenordnung wiederum der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc und antikommunistischen Gruppen zugute kommen, die damals in Opposition zur polnischen Regierung standen. Gleichzeitig stellte die Vatikanbank ihrem Gläubiger, also Roberto Calvi bzw. der Banco Ambrosiano, so genannte "Patronagebriefe" aus, in denen bezeugt wurde, dass der Vatikan für die Kredit- und Glaubwürdigkeit dieser Bank gerade stehe. Am Ende ging die Banco Ambrosiano jedoch trotz der vatikanischen Patronagebriefe Bankrott. Ihr fehlten zuletzt 1,3 Milliarden Dollar - genau die Summe, welche ihr wiederum die der Vatikanbank gehörenden Firmen schuldeten, wie die ARD-Dokumentation "Im Namen des Papstes", ausgestrahlt am 8.12.1991, aufzeigte. Doch diese wollten die Schulden nicht zurückzahlen. Der Hilferuf Roberto Calvis an den Papst Johannes Paul II., doch bitte die Kredite zurück zu zahlen und die Banco Ambrosiano, die für den Vatikan arbeitete, zu retten, blieb unerhört. Die Bank ging in Insolvenz. Und eine Rechtsverbindlichkeit ihrer Patronagebriefe lehnte die Kirche bzw. die Vatikanbank ab. "Nun sehen sich die Geld-Manager [die im Vertrauen auf die Patronagebriefe die Kredite gewährten] in ihrem Gottvertrauen schwer getäuscht ... Der Erzbischof der Vatikanbank täuschte die internationale Hochfinanz mit Kredit-Garantien, für die er im Ernstfall nicht einzustehen gedenkt" (Der Spiegel, 9.8.1982). Das Geld war weg.

Lange Haftstrafen für die Täter, nur nicht für den Haupttäter, den Erzbischof

Nach einem gerichtlichen Vergleich aus dem Jahr 1984 musste die Vatikanbank die geprellten Gläubiger der Banco Ambrosiano dennoch mit 250.000 Dollar entschädigen. Über eine Milliarde Dollar wurden dem Vatikan auf diese Weise also summa summarum "geschenkt", und es ist ja bekannt, in welcher Größenordnung dieser zuvor in die polnische Politik investiert hatte. Wörtlich schreibt Der Spiegel: "Die wiederholten, hohen Zuwendungen an die polnische Solidarnosc-Bewegung für ihren Kampf gegen den Kommunismus etwa kamen nach Aussage von Calvis ehemaligem Referenten Francesco Pazienza direkt aus dem Vatikan, von Marcinkus [Anmerkung: dem Direktor der Vatikanbank IOR]. Im Kirchenstaat regierte inzwischen ein Pole: Johannes Paul II" (Spiegel special Nr. 3/2005). Und auf den Vatikan hat die italienische Justiz keinen Zugriff. So wurden im Zusammenhang des Ambrosiano-Bankrotts zwar 33 an Transaktionen beteiligte Personen schuldig gesprochen und teilweise zu langen Haftstrafen verurteilt. Einer der Hauptangeklagten war jedoch auch Erzbischof Paul Marcinkus, der Leiter der Vatikanbank IOR, und er wurde auch mit Haftbefehl gesucht. Doch der US-amerikanische Würdenträger stand im Vatikan unter dem Schutz von Papst Johannes Paul II., und er wurde trotz des Haftbefehls nie an die italienischen Behörden ausgeliefert.

Eines von Calvis letzten Worten: "Wenn ich auspacke, werden die Priester den Petersdom verkaufen müssen"

Zu diesem Zeitpunkt war Roberto Calvi, der Geschäftspartner des Erzbischofs, längst tot. Und "zufällig" am selben Tag, dem 18.6.1982, stürzte auch seine Sekretärin Teresa Graziella Corrocher aus einem Fenster der Bank in Mailand angeblich ohne Fremdeinwirkung zu Tode. Calvis Hilferuf wurde also anders "erhört" als er es sich vorstellte. Es kam noch zu einem letzten Geschäft, dessen genaue Abwicklung bis heute im Dunkeln liegt, aber sich mittlerweile mit hoher Wahrscheinlichkeit rekonstruieren lässt. Der slowakische Bischof Pavel Hnilica aus der damaligen Tschechoslowakei kaufte von Roberto Calvi für ca. 10 Millionen Dollar (andere Quellen sprechen "nur" von 1,7 bzw. von 1,2 Millionen DM) über einen Mittelsmann Material, das den Vatikan schwer belastet hätte und mit dem der Mailänder Bankier die Vatikanbank und die Kurie unter Druck gesetzt hatte. Wie gefährlich das Wissen Roberto Calvis für den Stuhl Petri war, lassen dessen Worte an seine Tochter Anna erahnen: "Wenn ich auspacke, dann werden die Priester den Petersdom verkaufen müssen." Kein Stein werde dann mehr auf dem anderen bleiben (Spiegel special Nr. 3/2005).

Statt Schweigegeld-Empfang ermordet - "Es waren mit Sicherheit die Priester des Vatikans"

Ein Geldbote der Mafia sagte später vor Gericht aus, er habe 1982 zwei Geldkoffer mit 10 Milliarden Lire (ca. 10 Millionen Dollar) von der Mafia an Erzbischof Marcinkus (!) und an einen Notar übergeben (Spiegel special Nr. 3/2005). War es das Schweigegeld, das man angeblich Roberto Calvi zukommen lassen wollte? Und hat es sich letztlich der Erzbischof genommen? Denn Roberto Calvi hat nie Geld bekommen, sondern nur einen - wie sich später herausstellte - ungedeckten Scheck der Vatikanbank. Und wenige Stunden nach dem entscheidenden Treffen am 18.6.1982 wurde er unter der Brücke der Schwarzen Brüder (Blackfriar´s Bridge) in London erhängt aufgefunden. Seine nicht wasserdichte Armbanduhr hing im Wasser und blieb um 1:52 Uhr stehen: Angeblich Selbstmord, seit 2002 laut italienischer Gerichtsakten mit 160.000 Seiten Beweismitteln eindeutig Mord (Spiegel special Nr. 3/2005). Laut Anklageschrift von Staatsanwalt Tescaroli wurde Roberto Calvi ermordet wegen Veruntreuung von Mafia-Geldern und "um zu verhindern, dass Roberto Calvi seine Drohung wahr machte, führende Politiker und hohe Vatikan-Würdenträger zu erpressen" (Spiegel special Nr. 3/2005). "Wenn mir etwas zustößt, muss der Papst zurücktreten", sagte Calvi zuvor seiner Frau Clara Canetti (Die Zeit Nr. 45/2001, http://zeus.zeit.de/text/archiv/2001/45/200145_gs-vatikanbank.xml). Roberto Calvis Körper hing, aufgehängt an einem Baugerüst, in die Themse, die Taschen seines Anzugs waren voll schwerer Steine - im symbolischen Sinne Steine des Petersdoms? Dass Calvi auch der Freimaurer-Loge P 2 angehörte, entlastet die Kirche dabei nicht. "Es waren mit Sicherheit die Priester des Vatikans", sagte seine Witwe später (ARD-Dokumentation "Im Namen des Papstes", 8.12.1991). "Das hatte uns Roberto schon vorher gesagt." Doch der Papst blieb im Amt und galt weiterhin sogar als eine Art "Märtyrer", da er das bis heute mysteriöse Attentat vom 13. Mai 1981 durch Mehmet Ali Agca überlebt hatte.

Wie das den Vatikan belastende Material verschwunden ist

Im März 1993 werden stattdessen Bischof Pavel Maria (Paul Maria) Hnilica und ein Mittelsmann, der Bauunternehmer Flavio Carboni, wegen Unterschlagung der Aktentasche Calvis vor einem italienischen Gericht zu Haftstrafen verurteilt. Die Tasche bzw. deren Inhalt gaben sie trotzdem nicht heraus, und das für den Vatikan brisante Material ist deshalb bis heute unbekannt, und der Mord an Calvi bleibt offiziell unaufgeklärt. Zudem sei der Scheck des Bischofs für Calvi (nach Angaben von Informanten zunächst zwei Blankoschecks der Vatikanbank, in denen Flavio Carboni dann den mit Calvi ausgehandelten Betrag (siehe oben) eingesetzt hätte) nicht gedeckt gewesen, obwohl Erzbischof Paul Marcinkus zumindest einen großen Teil der dort ausgewiesenen Summe über Mittelsmänner von der Mafia erhalten habe; so zumindest deren Informant, der vor Gericht aussagte (siehe oben). Ob der ungedeckte Scheck ein Indiz dafür ist, dass auch Bischof Pavel Hnilica gewusst habe, dass Calvi den Scheck ohnehin nicht mehr würde zur Bank bringen können, sei dahingestellt. Bischof Hnilica wurde von Kardinal Agostino Casaroli schließlich zur der Aussage aufgefordert, im "Alleingang" gehandelt zu haben, was er auch tat. Über den Grad der Freiwilligkeit und dem Grad der Wahrheit oder Lüge seiner Darstellung kann nur spekuliert werden. Im Jahr 2006 ist Bischof Hnilica in Rom verstorben.

Schädel eingeschlagen bzw. von Autobombe zerfetzt - Warum mussten Calvis vermeintliche Mörder sterben?

Offen bleibt die Frage, wer in diesem Fall noch zu den Mitwissern gehört. Einer davon war vermutlich Sergio Vaccari, der offenbar im Auftrag der Mafia stand und auch als unmittelbar tatverdächtig für den Mord an Calvi galt. Man fand ihn im September 1982 mit erschlagenem Schädel und zerstochenem Körper in seiner Wohnung in London, nur drei Monate nach Calvis Tod. Und der zweite unmittelbar Tatverdächtige, Vincenzo Casillo, wurde kurz nach dem Mord an Vaccari in Rom von einer Autobombe zerfetzt. Beide wären jedoch nur die Ausführenden gewesen, die ihren Killer-Auftrag von höherer Stelle erhalten hatten. Und von wem? Dieses hochbrisante Wissen war letztlich ihr Todesurteil, und auch sie nahmen es mit ins Grab bzw. ins Jenseits.

Finanzmakler der Kirche: Zyankali im Espresso

An dieser Stelle ein kurzer Rückblick über bekannt gewordene andere Finanzgeschäfte des Vatikan, die auch die hier geschilderten Ereignisse verständlicher werden lassen:
Zu seinen Lebzeiten wurde Roberto Calvi wegen seiner Geschäfte zum Wohle des Vatikan auch "Bankier Gottes" genannt. Als Calvis Vorgänger für heikle Finanzgeschäfte zugunsten der römischen Kurie galt in den 70er-Jahren der Bankier Michele Sindona. Seine Aufgabe bestand u. a. darin, den Wunsch von Papst Paul VI. zu erfüllen, Einnahmen des Vatikan ins Ausland zu schaffen, was "gegen das italienische Devisenrecht verstieß". Auf diese Weise wollte der Vatikan die italienische Steuergesetzgebung umgehen (Spiegel special Nr. 3/2005). Michele Sindona, der Finanzmakler der Kirche für solche Angelegenheiten, kam bereits unmittelbar vor dem Bankrott der Banco Ambrosiano ums Leben. Am 21.3.1982 trank er im Gefängnis unwissend einen mit Zyankali vergifteten Espresso, nachdem er zuvor damit gedroht hatte, alles auszusagen, was er über verschiedene Geschäfte, in die er verwickelt ist, weiß. Auch für ihn war sein Wissen ganz offenbar sein Todesurteil.

Falkland-Krieg: "Der Vatikan hat praktisch alles in der Hand"

Eines dieser Geschäfte deutete jedoch Roberto Rosone, Roberto Calvis Stellvertreter, im August 2002 vor Gericht an. Man sei "an einem Maxi-Kredit für die argentinischen Militärs zur Vorbereitung des Falkland-Krieges beteiligt gewesen. Ob auch diese Geldspritze für die Latino-Diktatoren aus dem Kirchenreich kam, wusste der Zeuge nicht zu sagen, nur ganz generell behauptete er: ´Der Vatikan hat praktisch alles in der Hand`" (Spiegel special Nr. 3/2005; mehr dazu siehe nächste Meldung). Mehr sagte er nicht, nachdem er einige Jahre zuvor ein Schusswaffenattentat nur knapp überlebt hatte. Roberto Rosone hatte die Botschaft des Attentats verstanden und hat danach nichts mehr aufgedeckt. Er starb an 11.3.2010 in einem Hospital, ohne je ganz ausgepackt zu haben..

Die Kirche müsste Roberto Calvi fast selig sprechen

Im Vatikan setzte Johannes Paul II. derweil eine eigene vatikanische "Untersuchungskommission" zu den Ereignissen um die bankrotte Banco Ambrosiano ein. Sie kam erwartungsgemäß zu dem Ergebnis, dass Roberto Calvi der "Schuldige" war und der Vatikan, die Vatikanbank IOR und deren Leiter, Erzbischof Paul Marcinkus, als Calvis Opfer anzusehen seien.
Roberto Calvi hat das allerdings völlig anders gesehen, doch er konnte ja nicht mehr aussagen. Außerdem wurde ja er umgebracht und nicht einer der vielen vom Vatikan frei Gesprochenen. Eines ist Roberto Calvi auf jeden Fall anzulasten. Was für einen Dienst an der Wahrheit hätte er leisten können, wenn er einfach ausgepackt und sein Wissen nicht für eine Erpressung der Kirche missbraucht hätte! Kein Stein wäre dann beim Petersdom auf dem anderen geblieben, so seine Ankündigung.
Das alles ist der katholischen Kirche erst einmal erspart geblieben, und Roberto Calvi hat obendrein keinen Cent mehr bekommen. Die katholische Kirche müsste ihn fast selig dafür sprechen, dass er bis zu seiner Ermordung den Mund hielt.

Fortsetzung: Was hat die Entführung der 15jährigen Emanuela Orlandi 1983 aus dem Vatikan mit dem Betrugsbankrott der Banco Ambrosiano zu tun? Eine Zeugin erklärt: Mit der Entführung sollte Erzbischof Marcinkus unter Druck gesetzt werden - es ging wohl um finanzielle Verpflichtungen des Vatikan gegenüber der Mafia. Emanuela Orlandi sei schließlich ermordet worden.

Weitere Verbrechen: Lesen Sie, wie nach glaubwürdigen Zeugenaussagen der Vatikan gefälschte Aktien in Höhe von 950 Millionen Dollar anfertigen ließ, um seine Finanzen aufzubessern.
 


4.4.2005 - Unterstützung des Vatikan für die Militärjunta in Argentinien - Nach dem Tod von Johannes Paul II. kommen im Rückblick die Verwicklungen der Vatikanbank in den gesellschaftlichen Umsturz in Polen wieder zur Sprache. Ein Zeuge sagte in diesem Zusammenhang auch zu Hintergründen des Falkland-Krieges bzw. zu vatikanischen bzw. kirchlichen Verbindungen zum argentinischen Militär (1976-1983) aus.
Diese Allianz ist mittlerweile mehrfach dokumentiert: Die Zeitung Die Woche berichtete bereits am 5.5.1995, dass die argentinische Militärjunta Regimekritiker und Menschenrechtler betäubte und aus dem Flugzeug ins offene Meer kippte. Den Segen dazu gab die römisch-katholische Kirche z. B. durch ihren Militärkaplan. Er tröstete nach dem Flug die ausführenden Soldaten mit den Worten, "es sei ein christlicher Tod, weil sie nicht leiden". Und er versuchte ihr Gewissen auch damit zu beruhigen, indem er sagte, "dass Krieg Krieg sei und auch die Bibel sage, dass die Spreu vom Weizen getrennt werden muss". Und die Empfehlungen für diese Hinrichtungen kamen sogar von weit höherer römisch-katholischer Stelle. Der Menschrechtler Esteban Cuya erklärt: "Die Militärs haben die Leute von der Kirche gefragt, ob sie Gegner ermorden können. Bischöfe haben gesagt: Die Ermordung in einem Militärgefecht ist nicht christlich. Besser machen Sie das so: Geben Sie eine Spritze mit Drogen den Gefangenen und dann fliegen Sie sie übers Meer - Todesflug" (Glaubensfragen, SWR 2, 14.6.2001). Und der römisch-katholische Militärbischof Victorio Bonamin gab den Mördern sozusagen die Generalabsolution, indem er sagte: "Das Militär ist gereinigt im Jordan voll Blut, um sich an die Spitze des ganzen Landes zu stellen" (SWR 2). Der Student Alcides Chiesa, damals irrtümlich verfolgt, ist davon überzeugt: "Hätte die Kirche eine andere Haltung zur Militärdiktatur gehabt, wäre es nicht zur Militärdiktatur gekommen". Und Stefan Herbst, der Argentinien-Experte der Bonner Missionszentrale der Franziskaner, der diese Zeit intensiv untersuchte, ergänzt sogar: "Die katholische Kirche hat zum Militärputsch angestachelt. Man muss sagen: Die katholische Kirche als Institution, weil der damalige Präsident der Bischofskonferenz das so erklärte." (SWR 2)
Die katholische Kirche betrachtete dabei - wie übrigens sonst v. a. Martin Luther - Andersgläubige als "Unruhestifter". Der Argentinien-Experte Herbst: "Die Rede ist von der Reinigung der argentinischen Gesellschaft, von den Unruhestiftern im Land, Menschen, die man nicht mehr als katholisch, sondern als Häretiker ansah. Leute, die das neokoloniale Modell des christlichen Abendlandes verlassen hatten." Aufgrund dieser Fakten und Überzeugungen wäre es nicht verwunderlich, wenn der Vatikan der argentinischen Militärjunta Geld für den Falkland-Krieg zukommen lassen wollte, wie ein Zeuge im Umfeld des Mordes an Bankier Robert Calvi aussagte.



4.4. / 30.4.2005 -
Rückblick auf sein Leben - Hatte der Papst als Bischof eine Geliebte? - Ist der Bericht der polnischen Zeitung Fakty i Mity Nr. 37 vom 19.9.2002 glaubwürdig? Demnach wurde Karol Wojtyla als Weihbischof von Krakau vom damaligen polnischen Geheimdienst überwacht, was die Agenten auch auf die Treffen mit seiner Vertrauten und Geliebten Irena K. brachte. Ihr Sohn Adam, dessen Vater allem Anschein nach ihr Mann war, von dem sie getrennt lebte, sagte zum späteren Papst "Onkel". Das ist insofern auffällig, da viele Kinder von Priestern und Bischöfen ihre leiblichen Väter "Onkel" nennen, was aber nicht heißen soll, dass Adam der Sohn des späteren Papstes ist. Doch unabhängig davon, ob Johannes Paul II. als Weihbischof tatsächlich eine Geliebte hatte oder nicht: Bei vielen Päpsten vor Johannes Paul II. ist dies nachweislich zutreffend, wobei einer sogar ein sexuelles Verhältnis mit seiner Tochter hatte (nachzulesen z. B. in den "Kriminalgeschichten des Christentums" von Karlheinz Deschner), während man offiziell Enthaltsamkeit und den Zölibat predigt. Und auch andere hohe Würdenträger führen ein sexuelles Doppelleben (vgl. das Buch von Prof. Hubertus Mynarek, Casanovas in Schwarz) und pflegen heimliche homo- oder heterosexuelle Beziehungen. Die heutige Situation ist zudem geprägt von dem Thema "Priesterkinder" und den Sexualverbrechen an Kindern und Jugendlichen durch Kleriker (siehe z. B. hier). Das alles passt nicht zu dem moralischen Bild, das die Kirche von sich selbst bzw. den oberen Vertretern in der Hierarchie zeichnet.
Wenn nun der verstorbene Papst - wie andere Amtsträger auch - eine Zeitlang seine Heimlichkeiten pflegte, wäre das zumindest für viele Polen ernüchternd, die Karol Wojtyla im Sinne der katholischen Morallehre idealisieren und ihm gerade in diesen Tagen nahe sein möchten, als wäre er ihr Vater oder innigster Verwandter. Sie müssten sich dann vielleicht eingestehen, dass sie im Grunde genommen ihre ungestillten Sehnsüchte nach Nähe und Geborgenheit auf den ehemaligen Bischof von Krakau projizieren.

Nachforschungen in dieser Sache werden jedenfalls zunehmend schwieriger. Irena K. soll zur Trinkerin geworden sein, nachdem Weihbischof Wojtyla befördert worden war, schließlich sogar zum Kardinal ernannt wurde und ihre Treffen mit ihm immer seltener wurden. Nach seiner Papstwahl sei sie in tiefe Depressionen gefallen und kurze Zeit später gestorben. Der für die Aufzeichnungen zuständige Geheimdienstgeneral habe Mitte der 80er-Jahre ein Giftattentat nur knapp überlebt (und ist womöglich mittlerweile verstorben), sein Nachfolger sei kurz nach seinem Amtsantritt plötzlich an Herzversagen gestorben. Bleibt der damalige Agent "M.", der Weihbischof Wojtyla beschattete und die Informationen über den späteren Papst nach vielen Jahren jetzt an die Zeitung Fakty i Mity weitergab.

 

3.4.2005 - Von Präsident Bush bis Islamischer Dschihad - alle huldigen dem Papst - Das erinnert in diesen Tagen viele Christen an die Versuchung von Jesus, wo der Versucher im Blick auf "alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht" spricht: "Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest." (Matthäusevangelium 5, 9)



2.4.2005 -
Jenseits: Papst muss sich umstellen - Es könnte schwierig werden für Johannes Paul II. nach seinem Tod. Anstelle von einer Million Jugendlicher, die beim Weltjugendtreffen in Köln im August an seinen Lippen gehangen wären und von einer Milliarde Anhänger weltweit, die sich ihm kirchlich unterordnen, erwarten ihn dort womöglich jetzt 263 andere Päpste. Sie alle waren gewohnt, den Kurs der Kirche zu bestimmen, und 23 von ihnen ließen in ihrem Erdenleben sogar ihren Vorgänger umbringen, um selbst an die Macht zu kommen (PS: Literatur zum Thema: Strafsache Vatikan - Jesus klagt an).

 

2.4.2005 - "Was der Papst nicht sehen durfte" - Erinnerungen an das Kirchenoberhaupt in Mainz im Jahr 1988; von Dieter Potzel, Theologe - "Mit einigen Dutzend Passanten stand ich 1980 am Straßenrand neben dem Studentenwohnheim in Mainz, in dem ich damals wohnte. Wir warteten auf den Papst, der hier auf der vierspurigen Schnellstraße mit seinem "Papamobil" vorbeifahren sollte. Alle waren neugierig und friedlich, auch die Gruppe engagierter Katholiken, die zwei Transparente mit sich führten, auf denen zu lesen war ´Geschieden - ausgeschieden?` und ´Ökumene - nur ein leeres Wort?` Als sich uns zunächst ein gepanzerter Mannschaftswagen der Polizei langsam näherte, dachte ich an nichts Schlimmes. Wahrscheinlich eine normale Sicherheitsvorkehrung! Was dann aber folgte, hatte ich in dieser Schnelligkeit so ähnlich nur noch einmal erlebt - bei einem Einsatz der gefürchteten rumänischen "Securitate" unter Regierungschef Ceausescu: Dabei wurde eine Passantin aus einem belebten Kaufhaus heraus in einer Geschwindigkeit gekidnappt, dass es einem als Unbeteiligten schier den Atem verschlug. Der Polizeiwagen in Mainz stoppte damals direkt vor den Transparenten. Plötzlich wurden die Türen von innen aufgestoßen, und mit Knüppeln bewaffnete und mit Helmen geschützte Polizisten in Kampfanzügen stürzten sich ohne Vorwarnung auf die entsetzt schreienden Katholiken. Das Einsatzkommando riss die Transparente an sich, und die Staatsmacht war so schnell wieder verschwunden wie sie gekommen war. Erst jetzt war der "Frieden" eingekehrt, so wie er für den Papstbesuch erwünscht war. Wenig später fuhr Johannes Paul II. ca. mit Tempo 60 vorbei. Der Empfang in Mainz sei herzlich für das Kirchenoberhaupt gewesen, hieß es wohl so oder so ähnlich später in den Nachrichten.



2.4. / 5.4.2005 -
Gebete für den Papst oder Anbetung des Papstes? - Während das öffentlich gemachte Sterben von Johannes Paul II. andauert, nimmt seine Verehrung und der damit verbundene Papstkult zunehmend apokalyptische Züge an. Ein Reporter des Bayerischen Rundfunks hat sich heute morgen wohl versprochen, als er erklärte, die Menschen hätten sich versammelt, um den Papst anzubeten. Doch unterschwellig hat er womöglich ins Schwarze getroffen. So ist zwar vordergründig Christus genannt, wenn es auch im Motto des katholischen Weltjugendtreffens im August in Köln heißt: "Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten." Doch von ihren Gefühlen liegt vielen Jugendlichen der Papst wohl näher, und zwischen einer in der katholischen Kirche praktizierten Anrufung eines "Heiligen" und einer Anbetung sind die Übergänge fließend (auch wenn beides unterschieden wird).  Und Außenstehende bekamen zuletzt den Eindruck, dass es auch bei diesem geplanten Großereignis vor allem um die Huldigung des Papstes geht. Weiterhin stehen in Köln die "sterblichen Überreste" der Sterndeuter aus dem "Morgenland" im Mittelpunkt, die den neu geborenen Jesus in Bethlehem besucht hatten und deren Knochen angeblich in dem goldenen Schrein im Kölner Dom als "Reliquien" aufbewahrt werden. Und wie es den Anschein hat, könnte die Mumie bzw. das Skelett oder einzelne Körperteile des derzeit sterbenden Papstes nach der offiziellen "Totenruhe" ebenfalls bald bedeutsame Reliquien werden.

Ergänzung der Meldung: Es verging kein halber Tag nach dem Tod Karol Wojtylas, da wurde bekannt, dass evtl. sein Herz separat vom übrigen Körper in Polen bestattet werden soll. "Sein zentrales Lebensorgan könnte, verehrt wie eine Reliquie Jesu, zu einem neuen Zentrum des Glaubens der Polen werden", heißt es bei Spiegel online (3.4.2005). Der Papstkult würde auf diese Weise noch makabrer. Da es aber keine entsprechende Verfügung des verstorbenen Papstes darüber gibt, bleibt der Leichnam als eine Art "Ganzkörper-Reliquie" in Rom erhalten.
 


1.4. / 3.4.2005 -
Nachruf: Sterbender Papst - Irreführung bis zum letzten Atemzug - Wenn das Sterben beginnt, sieht der Mensch oft seinen Lebensfilm ablaufen mit all´ dem Für und Wider des zu Ende gehenden irdischen Lebens. So bezeugen es viele Erfahrungsberichte. Ehemals Sterbende berichten auch, dass vor ihnen verstorbene Personen im Jenseits auf sie warteten, um sie abzuholen. Wer würde demnach die Seele des Papstes abholen? Der Kardinalvikar von Rom mit dem (symbolisch interessanten) Namen Ruini behauptete am Abend des 1.4., in diesen Stunden des Leidens "sehe und berühre" der Heilige Vater bereits Christus (Bild online, 1.4.2005). Wirklich? Denn Christus wollte, dass alle Menschen, einschließlich Karol Wojtyla, Brüder und Schwestern unter Geschwistern werden; dass sie in ihrem Leben allen Dünkel, allen Habitus, allen personenbezogenen Popanz und alles kirchliche Schaugepränge ablegen und schlicht das Gebot "Bete und arbeite" erfüllen. Christus, so der christliche Glaube, will allen Menschen im Leben und im Sterben nahe sein und einen speziellen "Stellvertreter" wollte er nie. Denn er lehrte auch die Gleichheit aller Menschen. Wenn der Mann, der für sich und sein Amt aber in Anspruch nahm, dieser "Stellvertreter" gewesen zu sein, aber in wesentlichen Dingen nicht tat, was Christus wollte - wessen Willen erfüllte er dann? Und wen "sieht und berührt" er dann in seinen letzten "Stunden des Leidens" auf der Erde?



27.3. / 17.4.2005 -
Osterfeiern: Katholisches Schauspiel mit todkrankem Papst - Schon im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte galt Johannes Paul II. als einer der "Großen" unter den Päpsten. Sein derzeit weltweit in den Medien sichtbares Leiden treibt sein Ansehen in noch größere Höhen. Vielen scheint Mitleid mit dem Mann das Gebot der Stunde. Andere entlarven gerade jetzt das Schauspiel der katholischen Kirche als eine Verhöhnung von Christus. So erklärte der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Mynarek im Rahmen einer Veranstaltung in Ingolstadt am 21.2.2005: "Der Papst will ja nicht abtreten. Schauen Sie, er ist so krank, er wirkt manchmal nur noch wie eine Mumie, mit Spritzen aufrechterhalten. Aber die Macht will er nicht abgeben, und deswegen sagt er die wirklich gotteslästerlichen Worte: ´Jesus ist auch nicht vom Kreuz gestiegen`. Nun, Jesus konnte nicht. Er war angenagelt.  E r  aber, der Papst, kann. Er will aber nicht. Das ist der große Unterschied."
Mit anderen Worten: Jesus war nicht schwerkrank wie der Papst heute. Jesus litt, weil er von den Menschen gequält wurde, und sein Leiden wurde ihm von den damaligen Priestern und religiösen Obrigkeiten und der römischen Besatzungsmacht zugefügt. Johannes Paul II. jedoch wird heute weltweit verehrt und fast vergöttert, und alle Priester liegen ihm zu Füßen. Doch auch vieles andere, was beide Personen charakterisiert, lässt sich nicht vergleichen. Jesus wollte z. B. keine Kirchen aus Stein, und er lehrte die Gottes- und Nächstenliebe und keine Heilsnotwendigkeit von Sakramenten. Auch befürwortete er niemals Krieg und Gewalt, auch nicht als "letzte Mittel", wie es die Kirche tut und auch Johannes Paul II. im Balkan befürwortete und vieles mehr.
Zudem: Auch wenn es durchaus in der Macht von Jesus gelegen hätte, seine Kreuzigung zu verhindern, woran viele Christen glauben: Das Friedensreich von Christus ist nicht von dieser Welt, und weltliche Macht und Herrschaft wies der Mann aus Nazareth stets zurück. Die Kirche jedoch schuf ein weltliches Reich, das mit allen Mächtigen und Reichen dieser Erde verbündet ist.
Und weiter: Jesus hat auch nie einen Stellvertreter ernannt, der spezielle Kleider, Hüte, Stäbe, Kreuze und Schals trägt und sich von Menschen verehren lassen soll. Er lehrte, wie es auch im Lied des Propheten Mose heißt, dass alleine Gott "heilig" sei (Offenbarung 15, 4), und er mahnte die Menschen, sie sollen auf Erden keinen ihrer Lehrer "Vater" (Matthäus 23, 9) nennen. Wenn Jesus vom "Heiligen Vater" sprach, dann meinte er damit seinen "Vater im Himmel" (Johannes 17, 11). Die Kirche aber nennt ihr menschliches Oberhaupt "Heiliger Vater".



24.3.2005 -
Kirchliche Diskriminierung der Zeugen Jehovas - Das Oberverwaltungsgericht Berlin macht nicht mit / Ekklesiogene Neurosen in den Kirchen - Was ist, wenn ein Staat auch einer kleineren Religionsgemeinschaft ähnliche Rechte verleihen könnte wie sie die beiden großen Quasi-Staatskirchen "Evangelisch" und "Katholisch" seit Jahrhunderten in immer wieder neuen Formen genießen! So entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin, dass das Land Berlin auch den Zeugen Jehovas den Status einer "Körperschaft des Öffentlichen Rechts" verleihen muss, was z. B. mit einigen Steuerbefreiungen verbunden ist. Der Aufschrei und der Protest der Kirchen folgte sofort. So verwies die Evangelische Kirche sogleich auf kritische Berichte von einzelnen Aussteigern bei den Zeugen Jehovas. Wörtlich erklärte z. B. der EKD-Vorsitzende Bischof Wolfgang Huber: "Man muss ja auch fragen, wer sonst Auskunft geben soll, wenn nicht diejenigen Menschen, die tatsächlich unter Druck geraten" (Spiegel online, 24.3.2005). Als Außenstehender kann man aber zurückfragen: "Warum aber nur diese und aus Gründen der Ausgewogenheit nicht auch diejenigen, die sich bei dieser Gemeinschaft wohlfühlen?" Wendet man nämlich denselben Maßstab, den Bischof Huber hier einfordert, an die evangelische und an die katholische Kirche an, hätte dies schon lange dazu führen müssen, dass die beiden Großkirchen ihre maßlosen Privilegien (vgl. www.stop-kirchensubventionen.de) verlieren. So berichten nämlich Aussteiger aus den beiden Amtskirchen seit Jahren z. B. von Einschüchterungen der Menschen mit Höllendrohungen. Oft finden diese Einschüchterungen nicht direkt statt, sondern werden sehr subtil eingesetzt. Die Folgen sind vielfach so genannte "ekklesiogene" Neurosen oder Psychosen, welche Gläubige bereits zu Hunderten aus der Bahn warfen. Davon betroffen sind meist Menschen, die sich trotz schwer wiegender Probleme mit der kirchlichen oder biblischen Lehre oder bestimmten kirchlichen Moralvorstellungen nicht von diesen lösen können. Erst Anfang März nahm in Groitzsch bei Leipzig eine engagierte lutherische Kirchenvorständin ihre drei minderjährigen Kinder mit den Tod. Sie warteten mit zwei Bibeln in eisiger Kälte auf den Tod durch Erfrieren. Hinzu kommen sexueller Missbrauch von Kindern durch kirchliche Amtsträger und vieles mehr.
Man stelle sich vor, wie das Urteil des Gerichts womöglich ausgefallen wäre, wenn auch nur eines dieser Vergehen, die in den Kirchen an der Tagesordnung sind, bei den Zeugen Jehovas passiert wäre. Außerdem wurde gerade diese Gemeinschaft auf unmittelbare oder mittelbare Veranlassung der Kirchen von den Nationalsozialisten verfolgt, was viele der "Zeugen" nicht überlebten. Ein Auszug aus der Schrift "Der Theologe Nr. 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust", der dies dokumentiert, ist hier einsehbar. Schon aus diesem Grund hätten die Kirchenvertreter allen Grund, freiwillig vom hohen Ross zu steigen und ihr Inquisitionsgebaren nach ca. 1800 Jahren endlich zu beenden.
Lesen Sie dazu auch Ein Kirchenaussteiger berichtet.



4.3.2005 -
Antisemitismus und Judenverfolgung - Honorarprofessor Rusam kritisiert: "Es fehlt die Bereitschaft, sich zur Schuld der Kirche zu bekennen" - An vielen Kirchen sind so genannte "Judensäue" in Stein gemeißelt, z. B. in der Lutherstadt Wittenberg, am Regensburger Dom oder in der Bayreuther Stadtkirche. Jüdische Mitbürger werden dabei von einem Schwein, der "Judensau", gesäugt. In Bayreuth hat die evangelische Kirche jetzt darunter eine Gedenktafel angebracht mit dem Text: "Unkenntlich geworden ist das steinerne Zeugnis des Judenhasses an diesem Pfeiler. Für immer vergangen sei alle Feindseligkeit gegen das Judentum." Dr. Hermann Rusam, Honorarprofessor der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Nürnberg, kritisiert in diesem Zusammenhang aber die fehlende Bereitschaft, "sich zur Schuld der Kirche zu bekennen" (epd, 3.3.2005). Auch wird Martin Luther, der die "Judensau" verteidigte und zur Judenverfolgung aufrief, weiter verehrt. Der Theologe Nr. 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust, weist nach, wie der Antisemitismus der Kirche in die Judenvernichtung im Dritten Reich mündete. Von dem ursprünglich kirchlichen Feindbild "Juden und Sekten" sind nach dem Holocaust freilich nur noch die so genannten "Sekten" übrig geblieben.



9.2.2005 -
Philipp Melanchthon war kein Vorläufer für Gewissensfreiheit - im Gegenteil: Bei der Suche nach Vorläufern des modernen Europa versuchen die Kirchen doch immer wieder, ihre alten Inquisitoren unterzubringen. Jüngstes Beispiel: Ein epd-Artikel über die Europäische Melanchthon-Akademie in Bretten/Baden, der von mehreren Tageszeitungen kritiklos übernommen wurde, so auch von der Würzburger Main-Post am 11.1.2005 Das sollte nicht unwidersprochen bleiben. Lesen Sie hier eine Entgegnung, die von der Main-Post auch in gekürzter Form übernommen wurde.



28.1.2005 -
60 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - Damit sich solche Grauen nicht wiederholen können, ist es nötig, die Wurzeln der Verbrechen zu finden und den Anfängen zu wehren. Eine wesentliche Wurzel wird jedoch beim Gedenken an die Millionen Opfer meist ignoriert bzw. verschwiegen. Adolf Hitler rechtfertigte sich nämlich damit, "dass er gegen die Juden nichts anderes tue als das, was die Kirchen in 1500 Jahren gegen sie getan habe" (Friedrich Heer, Gottes erste Liebe, Berlin 1986, S. 406). Vor allem Martin Luther tat sich mit seiner Forderung nach Judenpogromen hervor: Man soll ihre "Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken", ihre Häuser zerbrechen. "Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun". Aller Besitz soll ihnen weggenommen werden und den "jungen und starken Juden" soll man in die Hand geben "Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken und Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen". Wer auf jüdische Art Gott öffentlich lobt, soll, so Luther, hingerichtet werden (Belege bei: Martin Luther, Von den Juden und ihren Lügen, Tomos 8, Jena 1542; zitiert nach der im Dritten Reich heraus gegebenen Volksausgabe von H. L. Parisius; im einzelnen auch nachzulesen in "Der Theologe Nr. 4" - siehe unten; ausführlich in Der Theologe Nr. 28).
Wie verträgt sich aber das notwendige Gedenken an Auschwitz und die gleichzeitige Ehrung Martin Luthers?
Die Kirchen forderten in der Weimarer Republik und im Dritten Reich den Staat auf, gegen religiöse Minderheiten vorzugehen und bekämpften sowohl "Juden" als auch "Sekten". Heute verschweigen sie am liebsten ihre Verantwortung am Judenmord, verleumden aber wie eh und je wieder andere Minderheiten (Lesen Sie dazu Der Theologe 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust - Dokumentation).



28.1.2005 -
Neutrale Richter gesucht - also nicht katholisch und nicht evangelisch - Der Ex-Pfarrer Dieter Potzel wehrt sich mit einer Stellungnahme gegen ein Gerichtsurteil.



27.1.2005 -
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nach dem Krieg und die NPD heute - Verständlichen Unmut ernteten NPD-Vertreter im sächsischen Landtag, als sie die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten mit dem Holocaust verglichen. Weniger bekannt ist, dass die EKD in einer offiziellen Stellungnahme Ende 1945 die neue Grenzziehung im Osten Deutschlands auf eine Ebene mit dem Holocaust stellte. Wörtlich heißt es im EKD-Papier vom 28.11.1945: "Das deutsche Volk auf einen noch engeren Raum zusammenzupressen und ihm die Lebensmöglichkeiten möglichst zu beschneiden, ist grundsätzlich nicht anders zu bewerten als die gegen die jüdische Rasse gerichteten Ausrottungspläne Hitlers" (zit. nach Clemens Vollnhals, Evangelische Kirche und Entnazifizierung, München 1989, S. 39). Wie die Kirche im Dritten Reich gegen die jüdischen Mitbürger vorging und die Nazis dabei verschiedentlich unterstützte, lesen Sie in: Der Theologe Nr. 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust - Dokumentation



22.1.2005 -
Kirchliches "Obdach" für Rudolph Mooshammer - Obwohl er aus der evangelisch-lutherischen Kirche ausgetreten war, wurde der Leichnam des ermordeten Rudolph Mooshammer in einem evangelischen Kirchengebäude aufgebahrt. Außerdem sprachen je ein evangelisch-lutherischer und ein römisch-katholischer Pfarrer bei der Beisetzung des Modezaren, der ein Doppelleben führte: in der Münchner Society und im Umfeld des homosexuellen Rotlicht-Milieus. Weil Mooshammer auch geholfen habe, den Obdachlosen ein Obdach zu gewähren, gewähre die Kirche nun ihrerseits dem - kirchlich "obdachlosen" - Modezaren ein Obdach. Das klingt rührend. Und doch ist es - gelindes gesagt - unpassend, wenn ausgerechnet die Kirchen das soziale Engagement Mooshammers auf diese Weise "würdigen". Denn es lenkt davon ab, dass sie im Unterschied zu Mooshammer fast nichts von ihrem Reichtum für die Linderung von sozialer Not abgeben. Man gibt meist nur Spenden von Gläubigen weiter oder lässt sich sein soziales Engagement mit ca. 10 Milliarden Euro jährlich vom Staat bezahlen (mehr dazu siehe www.stop-kirchensubventionen.de). Unbeantwortet bleibt auch die Frage, ob es Rudolph Mooshammer recht gewesen wäre, auf diese Weise wieder in den Bauch der "Mutter" Kirche einverleibt zu werden. Schloss Neuschwanstein oder Schloss Nymphenburg in München hätte er wohl als Aufbahrungsort seines Körpers zumindest bevorzugt ...



7.1.2005 -
Stoppt ein gefordertes Tiermassaker in Deutschland! - Die Landwirte von Gut Greußenheim in Unterfranken verstehen sich als freie (und nicht als kirchliche) Christen, die im Einklang mit der Natur wirtschaften möchten. Aus diesem Grund wollen sie auch nicht, dass auf ihren Wiesen und vielen Feldern und in ihren Wäldern gejagt wird. Wildtiere, die dort Nahrung suchen, werden nicht als Schädlinge betrachtet, sondern ihnen wird der Teil der Ernte zugestanden, den sie brauchen. Denn die Früchte, welche die Erde hervorbringt, sind auch für die Wildtiere gedacht. Und die Landwirte lernen, das Verhalten und die Sprache der Tiere zu verstehen (Darüber gibt es auch bereits Veröffentlichungen). Benachbarte Landwirte werden entschädigt bzw. es wird etwas getan, damit die Tiere nicht so leicht auf ihre Felder kommen. Nun möchte das zuständige Landratsamt Würzburg im Verbund mit katholischen und evangelischen Jägern das friedvolle Miteinander dort gewaltsam beenden und fordert gegen Androhung eines Zwangsgeldes die Erschießung einer großen Anzahl von Wildschweinen. Der katholische Landrat hat sich in der Vergangenheit öffentlich gegen den Glauben der Landwirte gestellt. Doch die Landwirte wehren sich. Ihr Anwalt hat nun das Ruhen der Jagd auf deren eigenen Flächen beantragt (Ruhen der Eigenjagd), was in vielen anderen Ländern Europas (z. B. Schweiz, Italien, Frankreich) sowie in Baden-Württemberg in Einzelfällen schon erfolgreich und beispielhaft praktiziert wird. Es sollte auch auf einem kleinen Fleckchen Erde in Bayern möglich sein. In der kommenden Woche entscheidet das Gericht, darüber, ob sofort Wildschweine erschossen werden müssen.

7.1.2005: Aktualisierung der Meldung vom 5.1.2005:
Gericht schützt Tiere vor Massaker - vorerst. Eine vernünftige Entscheidung der Justiz: Vor einer abschließenden Klärung der strittigen Frage zwischen Tierschützern und Jägern bzw. der Jägerbehörde im Landratsamt Würzburg darf diese keinen "Sofortvollzug" ihrer Abschussanordnungen durchsetzen. Und auch keine hohe Zwangsgelder verlangen, wenn dies dem Jagdpächter nicht gelingt. Parallel dazu läuft der Antrag des Waldeigentümers auf Ruhen der Eigenjagd (siehe oben). So gibt es Hoffnung für die Wildtiere, dass ihnen auch in Bayern wenigstens ein kleines Fleckchen Erde zugestanden wird, auf dem sie nicht schwer verletzt oder erschossen werden.

PS: Die Landwirte arbeiten auch mit einer Stiftung zusammen, nähere Information bei info@gabriele-stiftung.de




7.1.2005 / 20.4.2006 -
Flutkatastrophe in Südostasien - Die führenden Theologen beider Kirchen geben derzeit wieder bundesweit Stellungnahmen zu der Frage ab "Wie kann Gott das zulassen?" Leider tragen sie auf diese Weise vielfach dazu bei, dass Menschen ihren Glauben an Gott verlieren. Denn man macht Ihn für Katastrophen mitverantwortlich und verschweigt, dass die Elemente der Erde aufgrund menschlicher Schuld aus den Fugen geraten sind und immer wieder geraten. Mit Gottes Willen hat dies nichts zu tun. Lesen Sie dazu die Information der Freien Christen Nr. 6 - Der Tod und was dann? Das Geheimnis der Kirchen und ein Blick hinter die Nebelwand. Sie deckt im Teil 1 Hintergründe der kirchlichen Lehre auf und weist auf eine positive Perspektive hin.

 

Aus den Texten kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Der Theologe aktuell, 1.Halbjahr 2005, Wertheim 2005, zit. nach https://www.theologe.de/2005-1.htm,
erweiterte Fassung vom 21.7.2019