DER THEOLOGE
Nr. 98


Die Sterne als Speicherplaneten
Das Horoskop ist nicht mein Schicksal


"Sieben sehr schwierige Planetenaspekte stehen uns 1999 bevor. Es wird das Jahr der Entscheidung, unser aller Schicksalsjahr." So lautete im Jahr 1998 die Vorhersage der bekannten Astrologin Elisabeth Teissier.
Es war im Rückblick auch das Jahr des Kriegseintritts Deutschlands gegen Jugoslawien, eine nach 1945 eingetretene Situation, die bis dahin von den führenden Politikern immer kategorisch ausgeschlossen worden war. Im Jahr 1999 hatte die NATO erstmals ohne UN-Mandat und unter massivem Protest Russlands angegriffen, und zwar in Jugoslawien, wo die dortige Regierung im Krieg mit der albanischen Rebellen-Armee UCK stand und es wechselseitige heftige Vorwürfe gab. Das überwiegend von Albanern besiedelte Kosovo wurde in den folgenden Jahren völkerrechtswidrig von Serbien abgetrennt, und die westlichen Staaten schufen einen zweiten albanischen Staat in Europa, der jedoch bis heute kaum "funktioniert". Zehntausende Kosovaren beantragten z. B. 2015 Asyl in Deutschland. Weitere Kriege und Kriegshandlungen unter Ausschaltung der UNO folgten, vor allem der völkerrechtswidrige Krieg der "Koalition der Willigen" gegen den Irak im Jahr 2003, dieses Mal allerdings ohne direkte Beteiligung Deutschlands. Und die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton befürwortete das Schüren eines kriegerischen Aufstands in Syrien unter anderem mit dem Argument, Russland habe ja auch 1999 im Kosovo letztlich still gehalten und würde es in Syrien wohl wieder so tun.
Kriege eines großen Machtblocks im Gegensatz zu den Beschlüssen der Vereinten Nationen - war das eine Entscheidung, deren langfristige Folgen "unser aller Schicksal" wird? Um die Interpretation von Planetenkonstellationen und deren Zuordnung bzw. Nähe zu Ereignissen auf der Erde bemüht sich die Astrologie.



Priester ließen Astrologen verfolgen

Katholisches Dogma contra Sterne am Himmel

Beziehungen zwischen Sternbildern und Persönlichkeitsmerkmalen

Das Weltbild der Astrologie

Astrologie und Gottesprophetie

Die menschliche Seele und der materielle Makrokosmos

Der Mensch ändert sich ständig

Das Horoskop ist nicht mein Schicksal

Astrologie ist ein "Versuch" ...

Ein wenig Wochen-Horoskop?

Bin ich noch derselbe "Widder", als der ich zur Welt kam?

Das Geburtshoroskop und die menschlichen Anlagen bei der Geburt

Jede nicht bereinigte Ursache ist registriert
 


Priester ließen Astrologen verfolgen

Immer mehr Menschen suchen Lebenshilfe in der Astrologie. Während Untersuchungen aus dem Jahr 1998 zufolge, als diese Studie ursprünglich verfasst wurde, nur noch 38 % der Deutschen an einen persönlichen Gott glaubten, waren 41 % überzeugt, dass die Sterne irgendwie unser Schicksal bestimmen.
Etwa 4.000 Jahre alt ist die Beobachtung und Deutung der Himmelskörper. Erst um das Jahr 1600 trennten sich Astronomie, die wissenschaftliche Himmelskunde, und Astrologie, die Lehre von der Sterndeutung, und standen sich seither oft unversöhnlich gegenüber. Die größten Gegner der Astrologen davor oder danach waren immer die Priester, da sie befürchteten, dass die Sterndeuter über Wissen verfügen, das ihnen, den Priestern, nicht zugänglich ist, was ihre totalitäre Herrschaft in den jeweiligen Gesellschaften untergraben könnte. So werden die Astrologen in der Priesterschrift in einem Atemzug mit den Totenbeschwörern genannt und es heißt: "Wenn ein Mann oder eine Frau ... Zeichen deuten kann, so sollen sie des Todes sterben; man soll sie steinigen, ihre Blutschuld komme über sie." (3. Mose 20, 27)
Und in der von den Theologen und Priestern beherrschten kirchlichen Inquisition des Mittelalters und der frühen Neuzeit gerieten deshalb auch Astrologen ins Visier von Folter und Todesurteilen - ein Indiz auch dafür, dass die Astrologie zumindest näher an der Wahrheit ist als die Priester und Pfarrer der Institutionen Kirche.
Der bekannte Philosoph Friedrich Nietzsche schrieb dazu einmal:
"Was ein Theologe als wahr empfindet, das muss falsch sein: man hat daran beinahe ein Kriterium der Wahrheit." (Der Philosoph Friedrich Nietzsche in: Der Antichrist, 1894, Kapitel 9)

Katholisches Dogma contra Sterne am Himmel

Doch die Ermordung von nicht kirchenkonformen Sterndeutern genügte der Vatikankirche nicht. Jeder, der den Sternen Vernunft oder auch nur "Logik" zusprach, wurde von ihr verflucht, was nach dem Tod zusätzliche ewige Höllenstrafen bedeuten soll. So entschied die Synode von Konstantinopel im Jahr 543, bei der Lehrsätze des Origenes, dem bekannte Lehrer und Wissenschaftler der frühen Christenheit, verflucht wurden: "Wer sagt oder daran festhält, der Himmel, die Sonne, der Mond, die Sterne ... seien irgendwelche beseelten und vernunftbegabten [original: logikas, also logischen] Kräfte, der sei mit dem Bannfluch belegt" (Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Freiburg 209, Nr. 408). Dieser Lehrsatz gilt bis in die Gegenwart. Damit hat die Romkirche praktisch auch die "Weisen aus dem Morgenland", denen der Überlieferung nach ein Stern den Weg um Stall von Bethlehem wies, mit dem Fluch bedroht.
Im apokryphen Evangelium Jesu heißt es dazu: "Und siehe, der Stern, den die Weisen aus dem Osten sahen, und der Engel des Sterns, zogen vor ihnen hin, bis er kam und über dem Orte stand, da das Kindlein war" (Kap. 5, 5). Diese "Weisen aus dem Osten" wurden im kirchlichen Brauchtum dann bald zu "Heiligen Drei Königen" umgedeutet, und sie werden bis heute für die katholische Folklore missbraucht und als Anlass zu Spenden-Bitten an den Haustüren durch katholische Kinder - immer zu Beginn jeden Jahres an dem so genannten "Heilig-Drei-König"-Fest. In dem Begriff "Sternsinger" für diese konfessionell tätigen Kinder spiegelt sich noch eine dem Dogma zuwiderlaufende Verbindung zwischen den Sternen und den damaligen Sterndeutern.

Beziehungen zwischen Sternbildern und Persönlichkeitsmerkmalen

Doch was hat es nun auf sich mit den Sternenkonstellationen? Eine einfache Untersuchung, die Statistik-Experten im Auftrag des Firmenerben Gunter Sachs (1932-2011) in unserer Zeit durchführten (Die Akte Astrologie, 1997), zeigt jedoch an einfachen Beispielen: Es gibt Beziehungen zwischen Sternbildern und Persönlichkeitsmerkmalen, die nicht mit dem Zufall erklärbar sind. Sie gelten im Wortgebrauch der Statistiker deshalb als "signifikant". Sachs hatte in seinem Projekt 358.763 Schweizer Ehen bezüglich der Frage untersucht: Welches "Sternbild" heiratet eigentlich welches? Ergebnis: Wassermann-Männer und Wassermann-Frauen heiraten am häufigsten. Am seltensten heiraten Wassermann-Mann und Stier-Frau, Löwe-Mann und Wassermann-Frau, Wassermann-Mann und Skorpion-Frau.
Nicht nur bei der Partnerwahl, sondern auch in anderen Bereichen fand man so genannte "signifikante" Ergebnisse. "Wir konnten signifikant belegen, dass Fische am häufigsten Selbstmord begehen und Waagen am seltensten." Wieso das alles so ist, wusste auch Gunter Sachs nicht. Doch "die Sternzeichen üben in allen von uns untersuchten Bereichen einen gewissen Einfluss auf das Verhalten von Menschen aus. Wie ausgeprägt dieser Zusammenhang sein mag und inwieweit er von den Sternen ausgeht, wissen wir nicht - nur dass er existent ist", so Gunter Sachs damals weiter.

Das Weltbild der Astrologie

Im biblischen Buch Weisheit ist ein Dank König Salomos an Gott überliefert, in dem es unter anderem heißt: "Denn er gab mir sichere Erkenntnis dessen, was ist, so dass ich den Bau der Welt begreife und das Wirken der Elemente ... und wie das Jahr umläuft und wie die Sterne stehen" (7, 7.19). Und aus dem Neuen Testament sind eben vor allem die Sterndeuter aus dem Orient bekannt, die aufgrund einer bestimmten Sternenkonstellation die Geburt des Christus Gottes voraus sahen.
Die Astrologen können bis heute jedoch keine physikalisch messbare Kraft angeben, die für den Einfluss der Gestirne auf den Menschen verantwortlich sein könnte. Der Grund dafür ist, dass der Astrologie ein anderes Weltverständnis zugrunde liegt als das, was die mechanistische Physik lehrt. Diese hält nur das für existent, was man messen und zählen kann. Moderne Physiker haben jedoch oftmals die Grenze der Materie überschritten und sind überzeugt, dass hinter der Materie ein nichtmaterielles Energiefeld steht, welches das ganze Universum durchdringt.

Astrologie und Gottesprophetie

Horoskop heißt wörtlich "in die Stunde schauen". Jeder Zeitpunkt ist dabei anders als der vorhergehende, weil in jedem Augenblick die Sterne anders auf die Erde einstrahlen. Was aber kann das für die Erde und den Menschen bedeuten? Die Gottespropheten des Alten Bundes warnten das Volk vor dem Zeichendeuten, was im Umfeld anderer Religionen intensiv betrieben wurde und den Charakter von abhängig machenden Götzenkulten hatte. Sie sollten stattdessen auf das hören, was Gott ihnen zu sagen hat, auf die Zehn Gebote und auf die unmittelbare göttliche Führung durch das Prophetische Wort, gegeben durch die jeweiligen Propheten. Dennoch werden die Sterne gepriesen als Teil der großen Schöpfungsordnung Gottes.
Die Gottesprophetie in unserer Zeit gibt darüber hinaus klare Antworten, welches die Aufgaben der Sterne z. B. in unserem Sonnensystem ist: Es wird ausführlich dargelegt, dass die Sterne Speichersysteme des Universums sind und auch das Verhalten von allen Menschen gespeichert haben (siehe z. B. Kasten "Die menschliche Seele und der materielle Makrokosmos"). Und von dort strahlt es wieder auf die Erde und die Menschen zurück. Die Gestirne des materiellen Kosmos speichern zunächst alle Regungen des Menschen als "Eingaben" in den materiellen Kosmos. Es sind also Speichersterne. Entsprechend der Rotation der Himmelskörper strahlen diese Eingaben früher oder später auf den Urheber zurück - nach dem Prinzip "Senden und Empfangen". Die Astrologie hat demnach zumindest einen wahren Kern.
Neben den äußeren sichtbaren Sternen und Planeten gibt es dabei auch noch einen unsichtbaren Kosmos von Kräften, von für unsere irdischen Augen unsichtbaren Sternen und Planeten. Dazu gehören die "Reinigungsebenen", in denen sich eine menschliche Seele entsprechend ihrem Bewusstsein im Jenseits aufhält, bis sie einst wieder in die reinen Himmel zurückkehren kann. Wer nun glaubt, die Sterne seien also doch an unserem Verhalten schuld, ignoriert also die schlichte Tatsache, dass wir alles, was uns die Gestirne zu strahlen, selbst zuvor in den materiellen Kosmos, den wir auch als Kausalcomputer bezeichnen können, eingegeben haben - entsprechend dem Prinzip "Senden und Empfangen".

Die menschliche Seele und der materielle Makrokosmos

"Was im Gehirn, im Ober- und Unterbewusstsein, gespeichert bleibt, das gelangt auch in das Genmaterial und in die Seele und in die Speicherplaneten. Infolgedessen kommen die Impulse, welche in unserem Gehirn wirksam werden, aus den Bereichen oder Regionen der Gestirne, wo unser Fühlen, Empfinden, Denken, Sprechen, Handeln, unsere Leidenschaften, Sehnsüchte, Wünsche, unsere Eignungen, Berufserfahrungen, Erfindungen und dergleichen gespeichert sind. Die ganze Unendlichkeit verläuft in Rhythmen, so auch alles, was wir in die Planeten eingegeben haben, und somit auch unser Leben. Durch die beständige Bewegung des Alls kommen unsere Eingaben, das, was in den Planeten gespeichert ist, zum Schwingen. Es schwingt dann auch in unsere Seele, überträgt sich auf unser Gehirn und von unserem Gehirn auf unsere Gene ... Der Mensch ist ein Naturkörper. Er steht mit der Natur in Kommunikation. Die Seele ist ein geistiger Körper. Sie steht mit dem im Austausch, was sie gespeichert hat. Ist Göttliches in ihr aktiv, dann kommuniziert sie mit dem göttlichen Makrokosmos. Hat sie Ungöttliches, also Sündhaftes, gespeichert, dann steht sie mit dem Makrokosmos der Reinigungsebenen und mit dem materiellen Kosmos in Kommunikation ..." (Aus: Sein Auge, Die Buchhaltung Gottes - Der Mikrokosmos im Makrokosmos, Gabriele-Verlag Das Wort, Würzburg 1992, S. 176-178)
 

Der Mensch ändert sich ständig

Die Berechnung der Planetenkonstellation z. B. für das Geburtshoroskop ist dabei unproblematisch. Eine Deutung hingegen ist ein subjektiver Vorgang und hängt auch von der Qualität des Interpreten ab. In der Regel wird zwischen harmonischen Aspekten und Spannungsaspekten unterschieden. Die ersteren sind Fähigkeiten, Qualitäten und Talente, die anderen enthalten Fehlhaltungen und Defizite, also letztlich Aufgaben, die in diesem Leben zu lösen sind. Doch wie die Lösung zu bewerkstelligen ist, darüber sagt das Horoskop nichts aus. Und zu dem Versuch, das Horoskop zur Vorhersage künftiger Ereignisse zu benutzen, ist zunächst auf der sachlichen Ebene zu sagen: Der Mensch ändert sich ständig, vor allem von dem Zeitpunkt an, wo er über seinen freien Willen verfügt.

Das Horoskop ist nicht mein Schicksal

Wie ein Aha-Erlebnis kann es für einen Menschen sein, wenn er sich bewusst macht: Die Inhalte seines Geburtshoroskops sind keine unveränderlichen schicksalhaften Gegebenheiten, wie er vielleicht bisher geglaubt hatte - sie können von ihm täglich verändert werden.
So sind viele Menschen unter einem ähnlichen Sternbild geboren, doch jeder hat - in der Regel in Vorinkarnationen (vgl. Der Theologe Nr. 2 zum Thema Reinkarnation) - etwas anderes in die Sterne "hineingelegt". Das ist wesentlich. Die Sterne des materiellen Kosmos sind, wie dargelegt, aus geistiger Sicht die Speicher = Speichersterne für alles Tun, Reden, Denken, Fühlen und Empfinden der Menschheit und jedes einzelnen Menschen auf der Erde. Und nur das, was der Einzelne in diesen materiellen Makrokosmos der Gestirne eingegeben hat, das kommt wieder auf ihn zu. Nur der Planet kann uns also beeinflussen, der Teile unserer Belastungen gespeichert hat. Beherrscht ein Mensch z. B. einige seiner Mitmenschen, dann kann z. B. aus seinen Vorinkarnationen schon der Wunsch zugrunde liegen, bestimmte Menschen nach den eigenen Vorstellungen lenken und führen zu können.
Doch braucht man dazu ein Geburtshoroskop? Man braucht es nicht, denn alles, was in diesem Leben für einen Menschen von Bedeutung ist, kommt zu gegebener Zeit auf ihn zu, damit er daraus lernen kann. Bei einem Horoskop besteht demgegenüber die Gefahr, dass man sich in vielen Spekulationen darüber verliert und damit letztlich nur um sein Ego kreist. Anstatt sich ein klares Ziel im Leben vorzugeben und an jedem Tag wachsam darauf zu achten, was dieser Tag einem sagen möchte, vertieft man sich in intellektuelle Ausarbeitungen mit verschiedenen Deutungsmöglichkeiten. Dies gilt auch dann, wenn die Astrologie zu einem Tagesbegleiter eines Menschen wird. Entsprechend kritisch wird die Astrologie auch von den Gottespropheten gesehen.

Astrologie ist ein Versuch ...

"Astrologische Prognosen haben nichts mit Hexerei zu tun. Sie sind ein Versuch, die Einflüsse und Zyklen der Planeten zu deuten, und sie geben Aufschluss über die Zeitqualität. Ich sehe keine Ereignisse voraus, sondern ich versuche, durch den Vergleich mit früheren Geschehnissen bei ähnlichen Konstellationen und mit Hilfe der astrologischen Symbolik, eine Hypothese über mögliche Ereignisse aufzustellen."
(Elisabeth Teissier)
 

Ein wenig Wochen-Horoskop?

"Ein stabiles inneres Gleichgewicht wird nur in der Ruhe geboren. Sie sollten sich nicht nervös machen lassen." Was ein Wochen-Horoskop den Jungfrau-Geborenen für Zeit vom 19. bis 25.12.1998 empfohlen hatte, klang nicht schlecht. Aber ist es ein spezifischer Aspekt der "Jungfrau"? Wohl kaum. Wenn Zeitungen und Radiosendungen astrologische Beratung anbieten, so hat das mit ernsthafter Astrologie wenig zu tun. Oft sind die Empfehlungen recht allgemein und gehören in den Bereich "Unterhaltung". Wenn sie jedoch in den Lebensplan des Einzelnen eingreifen, dann ist dies unverantwortlich und gefährlich. Spezielle Ratschläge wie: "Machen Sie sich lieber nicht selbständig!", oder "Sie könnten im Bereich Lebensberatung ein zweites berufliches Standbein aufbauen!" oder "Mit diesem Partner würde Sie eine ungünstige Konstellation verbinden. Überlegen Sie es sich gut!", sind also äußerst gefährlich, vor allem, weil man sich davon abhängig machen kann und sich fremden Kräften aussetzen kann, anstatt die volle Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
Die Astrologie, seriös betrieben, kann also eine bestimmte Diagnose der Fähigkeiten und Aufgaben des Menschen für seine jetzige Inkarnation aufzeigen. In dieser Hinsicht ist die Astrologie vergleichbar mit anderen Diagnose-Ebenen wie etwa Irisdiagnose, Blutbild, Haut, Handlinien, Muskelprofil des Körpers. Doch selbst seriöse Diagnosen sind letztlich subjektive Interpretationen, und sie sind noch lange keine Handlungsanweisungen für konkrete Veränderungen. Auch ist die mögliche Selbsterkenntnis eines Menschen, der lernt, sein Tun, Denken und Fühlen in seinem Alltag ungeschönt zu betrachten, in der Regel treffender als eine eventuelle Selbsterkenntnis aufgrund eines Horoskops.

Bin ich noch derselbe "Widder", als der ich zur Welt kam?

In seinem Geburtshoroskop liest jemand z. B. von der Anlage, Macht und Einfluss auf andere ausüben zu können. Darauf könnte er allerdings auch ohne Geburtshoroskop kommen. Wenn er sich nun aber aufgrund der Beschäftigung mit einem Horoskop damit auseinandersetzt, kommt es darauf an: Fühlt er sich nun in seiner Herrschsucht bestätigt - oder bereinigt er diese Fehlhaltung? Eine Bereinigung wandelt das Gegensätzliche um, und es kommen dann die positiven Aspekte der Anlage auf ihn zu: In ihm wächst allmählich die Fähigkeit, Verantwortung für eine Gemeinschaft oder für einen Betrieb oder eine Familie übernehmen zu können. Anstelle des Herrschenwollens tritt die Fähigkeit, den anderen mehr und mehr verstehen und ihm helfen zu können.
Nicht immer kann der Mensch Positiv und Negativ auf Anhieb richtig unterscheiden, und zur Lebenserfahrung vieler Menschen gehört: Das "Dunkle" schleicht sich oft an oder versteckt sich hinter scheinbarem Licht. Konkret auf das obige Beispiel bezogen: Das Streben nach Macht und Einfluss, Geld und Gut werden in der Astrologie vielfach als positiv angesehen, obwohl es meist Ego-Aspekte sind, die ein Mensch, der sich für die Nachfolge Jesu entscheidet, zu überwinden hat.
Und wenn diese Aspekte auf die eine oder andere Art im Sternbild liegen, die Frage: Woher kommen sie? Ist es also gut für unsere Seele, wenn wir reich sind, wenn wir großen Einfluss auf andere haben, oder dient und schmeichelt es nur dem menschlichen Ich, das z. B. das Thema "Macht" in Vorinkarnationen eingegeben hat, weswegen dieses "Sündhafte" nun über die Sternenkonstellation wieder aktiviert wird? Die Frage kann sich genauso jemand stellen, der gern viel Ansehen und Geld hätte: Würde ich z. B. ein entsprechendes Vermögen selbstlos für das Wohl anderer einsetzen oder für das Eigenwohl?
Täglich kommen Eingaben aus den Planetenkonstellationen auf uns zu, in denen wir uns selbst erkennen und das Fehlerhafte bereinigen können. Beobachte ich mich genau und überwinde allmählich mein niederes Selbst, dann werde ich von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat ein veränderter Mensch mit anderen Eigenschaften. Und am Ende des Lebens bin ich nicht mehr der Widder, der Stier, der Schütze oder die Waage, als der ich zur Welt kam, mit seinem ganzen Für und Wider. Durch die Arbeit an mir selbst bin ich ein anderer geworden.

Das Geburtshoroskop stellt die Planetenkonstellation dar,
die auch den Anlagen der sich inkarnierenden Seele entspricht

Ein wichtiges Instrument der Astrologie ist die Sternenkonstellation bei der Geburt eines Menschen, das so genannte Geburtshoroskop. Es versucht, die zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen einwirkenden Kräfte zu bestimmen. Dadurch sind Rückschlüsse auf Anlagen des Menschen und auf Aufgaben möglich, die er in seinem Erdengang zu lösen hat. Denn jede Seele braucht für ihre Inkarnation eine bestimmte Sternenkonstellation, die ihren aus Vorleben mitgebrachten Anlagen und Belastungen entspricht.

Jede nicht bereinigte Ursache ist registriert

Die einfachste und genialste Methode der Erkenntnis unserer selbst ist dabei also die Selbstbeobachtung unserer Gefühle, Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen. Entsprechen sie dem Gesetz Gottes (den Zehn Geboten und der Bergpredigt des Jesus von Nazareth), d. h. dem Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe, dann sind sie, man könnte sagen "gesetzmäßig", das heißt im Einklang mit den Geboten und der Ordnung Gottes. Entsprechen sie ihm nicht, dann sollten wir sie bereinigen und Positives an ihre Stelle setzen. Dazu braucht es aber weder einen Astrologen noch einen Psychologen.
Hier ist jeder sein eigener Psychologe. Denn, um es noch einmal zu wiederholen: An jedem Tag unseres Lebens strahlen uns die Gestirne den Teil unserer eigenen Eingaben zu, den wir heute mit Hilfe der inneren Kraft, der Kraft des Christus, bereinigen sollen und können. Es ist die Tagesenergie, die uns über Gedanken, Begegnungen oder Ereignisse mitteilt, was heute zu erarbeiten ist.
Treffen wir z. B. einen bestimmten Menschen, so können wir ihm entweder etwas von dem an Positivem mitgeben, was wir bereits in uns erschlossen haben, oder wir bereinigen das, was er in uns auslöst, z. B. Angst, Neid oder Aggression. Das ist konkrete Arbeit an uns selbst im Hier und Jetzt. Und darauf kommt es an: Dass wir wieder werden, was wir im Innersten sind.
Eine intensive Weise, unsere selbst verursachten Fehlhaltungen und Schwächen abzulegen und unser göttliches Wesen wieder zu entfalten, ist der ebenfalls durch Gottesprophetie offenbarte "Innere Weg zum Kosmischen Bewusstsein". Wer ihn ernsthaft geht, entwickelt sich über die Planeteneinwirkungen hinaus und wird auch frei vom Rad immer neuer Wiedergeburten.

 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
"Der Theologe", Herausgeber Dieter Potzel
; Matthias Holzbauer, Das Horoskop ist nicht mein Schicksal, Wertheim 1999, zit. nach
http://www.theologe.de/sterne_astrologie_horoskop.htm

Fassung vom 20.5.2017;
Copyright © und Impressum siehe hier.

 

 

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