DER THEOLOGE
Nr. 82


Kirchenaustritt - Was dafür spricht und wie es geht

Wie trete ich aus der Kirche aus?


Der Kirchenaustritt ist gar nicht so kompliziert. Im Prinzip geht man einfach mit dem Personalausweis (oder Reisepass mit letzter Meldebescheinigung oder ausländischem Pass) während der Bürozeiten zum Standesamt oder Amtsgericht (je nach Bundesland) seines Wohnsitzes (oder Zeitwohnsitzes) und tritt aus. In Deutschland ist dabei das persönliche Erscheinen erforderlich. Dies ist eine aus kirchlicher Sicht kluge Erschwernis des Kirchenaustritts, wenn z.B. bettlägerige oder schwer gehbehinderte Menschen austreten möchten. Schaffen es diese nicht mehr aus dem Haus, muss man für den Austritt einen Notar zu sich in die Wohnung kommen lassen. Dies kostet natürlich ein paar Euro mehr, doch auch so geht es, und man hat den Kirchenaustritt dann auf diese Weise geschafft.
Einige Gepflogenheiten, die von Bundesland zu Bundesland bzw. von Ort zu Ort etwas verschieden sind, verunsichern allerdings manche Menschen. Doch selbst dann ist eine mögliche Hürde leicht zu überwinden, schlimmstenfalls eben mit einem zweiten Anlauf. Worum es dabei genau geht und welche Informationen dabei noch hilfreich sein könnten, lesen Sie hier.

Teil 1
1 - Wo muss ich hin? Was muss ich mitbringen?

2 - Ist eine Anmeldung nötig? Was ist mit dem Stammbuch?

3 - Kann ein Kind oder Jugendlicher selbstständig austreten?

4 - Was kostet der Kirchenaustritt?

5 - Brauche ich eine Kirchenaustritts-Bescheinigung?

6 - Ab wann muss ich keine Kirchensteuer mehr zahlen?

7 - Wie reagiere ich, wenn sich einen Brief von der Kirche bekomme?

8 - Kann ich eine Rückerstattung meiner gezahlten Kirchensteuern fordern?

9 - Was ist, wenn ich die Konfession wechseln will?
Teil 2

Und wenn ich austreten will, doch ins Zweifeln komme ... z.B. wegen

Jesus

Gott

des "Guten", das angeblich durch die Kirchensteuer geschehen soll

meiner Hochzeitspläne oder dem späteren Sterbesegen / oder der Kinder
Teil 3
Wie ist das in Österreich und der Schweiz?
Teil 4
Kann ich auch aus dem Taufregister gestrichen werden?
Teil 5

Und was bedeutet das Dekret der Deutschen Bischofskonferenz von 2012 hinsichtlich

der kirchlichen "Sakramente"

dem Paten-Amt bei katholischen Taufen

der katholischen Eheschließung

dem katholischen Begräbnis

... und wenn mir ein anderer Glaube jetzt besser gefällt?

Teil 6
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26.9.2012:
Auch überzeugte Katholiken sollen in die ewige Hölle, wenn sie austreten

Teil 7
Nachrichten zur Kirchensteuer und zum Kirchenaustritt


Weitere Literatur


 



Zu den Einzelheiten - Teil 1:

1.)
Sie gehen also mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass samt letzter Meldebescheinigung zu dem für Sie zuständigen Amtsgericht, nämlich in Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen; oder sie gehen im übrigen Deutschland zum Standesamt Ihrer Wohnsitzgemeinde.

Schwierig kann es für Sie nur werden, wenn Sie zwar Deutscher sind und in Deutschland in eine Kirche hinein getauft wurden, heute aber Ihren Wohnsitz im Ausland haben. Möglich ist ein Austritt in der Regel nur dann, wenn Sie zum Zeitpunkt Ihrer Austrittserklärung in Deutschland kirchensteuerpflichtig sind, weil sie z. B. trotz Wohnsitzes im Ausland in Deutschland arbeiten und vom Arbeitgeber in Deutschland die Kirchensteuer abgeführt wird. In Bayern ist dann beispielsweise ein Austritt zentral beim Standesamt in München möglich. Am besten Sie erkundigen sich vorher, wie es genau geregelt wird, z. B. durch Anruf beim Standesamt.
Wenn Sie jedoch im Ausland wohnen und in Deutschland auch keine Kirchensteuer bezahlen, die weitaus häufiger vorkommende Situation - dann können Sie in Deutschland auch nicht aus der Kirche austreten. Sie bleiben in diesem Sinne also ein "Gefangener" der Kirche - eine Gemeinheit des deutschen Staatskirchenrechts.
Eine gangbare Möglichkeit in diesem Fall wäre: Sie reisen nach Deutschland ein, melden hier irgendwo wieder kurzfristig einen Wohnsitz an, treten dann dort aus und melden den Wohnsitz dann wieder ab. Ihre eventuellen Flugkosten für diese Prozedur (z. B. von Sydney/Australien und wieder dorthin zurück) bezahlt Ihnen jedoch niemand.
Selbst ein Notar kann Ihnen hier nicht helfen, denn keiner erklärt sich dafür rechtlich zuständig, die gegebenenfalls von ihm angefertigten Unterlagen entgegen zu nehmen - außer vielleicht ein Sachbearbeiter in irgendeinem Konsulat oder einer kirchlichen Behörde, der die Unterlage gefälligkeitshalber rechtsunwirksam in irgendeiner Schublade aufbewahrt.
Nun taucht regelmäßig auch die Frage auf: Kann ich nicht an meinem ausländischen Wohnsitz austreten? Dazu müssten Sie zunächst in Erfahrung bringen, ob eine solche Möglichkeit dort überhaupt besteht bzw. ob es die Kirche, in der sie einst Mitglied geworden sind, dort überhaupt gibt - bei der katholischen ist dies anzunehmen, bei den evangelischen eher nicht. Falls Sie dann eines Tages wieder nach Deutschland zurück kehren und es darauf ankommen lassen und sich nun als "konfessionslos" bezeichnen, ist es jedoch fraglich bis unwahrscheinlich, dass dies - was auch immer Sie an Dokumenten vorlegen - im Konfliktfall rechtlich von den Kirchensteuerbehörden anerkannt würde. Sicherheitshalber sollten Sie dann erneut austreten.
Deshalb unbedingt beachten:
Wer seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen möchte, sollte vorher unbedingt noch in Deutschland aus der Kirche austreten!

2.)
Eine Voranmeldung zum Kirchenaustritt ist normalerweise nicht nötig. Erkundigen Sie sich einfach nach den Öffnungszeiten des jeweiligen Standesamtes oder Amtsgerichts!

Manchmal werden Bürger allerdings gebeten, zusätzlich zum Pass noch eine Meldebescheinigung des Wohnsitzes, die nicht älter als sechs Monate sein soll, mit vorzulegen, die man beim Einwohnermeldeamt bekommt und die vielleicht eine Gebühr von fünf Euro kostet. Dies wird in der Regel verlangt, wenn man beim Austritt statt eines Personalausweises den Reisepass vorlegt. Denn auf dem Personalausweis ist der aktuelle Wohnsitz vermerkt, und ein Standesbeamter findet ihn auch auf seinem PC. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dann rufen Sie am besten vorher bei der Austrittstelle an und erkundigen sich, ob Sie unbedingt eine Meldebescheinigung brauchen.

Achtung
: Wenn Sie verheiratet, verwitwet oder geschieden sind, wird in der Regel auch nach Ihrem persönlichen Stammbuch gefragt, irrtümlich manchmal "Familienbuch" genannt, wo meistens ihre bisherige Konfessionszugehörigkeit vermerkt ist und nun geändert werden kann. Auch dienen die Angaben im Stammbuch dem Standesbeamten zur Weiterleitung der nun geänderten Daten an das Standesamt der einstigen Eheschließung, in dem das Heiratsregister geführt wird und an das Geburtsregister im entsprechenden Standesamt sowie - wenn bekannt - an das Pfarramt, von dem sie einst von der Kirche vereinnahmt wurden. Notwendig sind die Konfessionsangaben in den staatlichen Heirats- und Geburtsregistern jedoch nicht mehr, und sie brauchen hierüber auch keinen Eintrag in Ihrem persönlichen Stammbuch-Unterlagen vornehmen zu lassen. Wenn in den seit 2009 in Deutschland elektronisch geführten Personenstandsregistern (Heirats- und Geburtsregistern) jedoch bisher ihre Konfessionszugehörigkeit eingetragen war, wird nun auch der Austritt dort vermerkt. Und Sie selbst können auch eine entsprechende Eintragung in Ihrem Stammbuch vornehmen lassen. Zur Sicherheit sollte man das Stammbuch, falls vorhanden, also mitnehmen, damit eindeutige Angaben vorliegen. Aber wie gesagt: Wenn Sie es nicht wollen, wird dort nichts vermerkt.

Nichts wie ab in die Freiheit!

Sicher ist aber: Taufschein, Konfirmationsurkunde oder eventuell andere kirchliche Dokumente sind nicht nötig.
Denn: Der Kirchenaustritt erfolgt in Deutschland beim Staat, nicht bei der Kirche - immer noch. Oft wird jedoch noch nach dem Taufschein gefragt, der dokumentiert, in welchem konfessionellen Pfarramt Sie einst in das dortige Taufregister eingetragen worden sind. Oder Sie werden mündlich befragt, in welcher Kirche Sie einst getauft worden sind. Ihre Angaben hierzu sind freiwillig. Sie könnten diese Frage jedoch in Ihrem eigenen Interesse beantworten, damit auch im kirchlichen Taufregister des einstigen Taufortes ein Eintrag über Ihren Kirchenaustritt gemacht werden kann.

Nach Abschluss der Vorgangs, also des Kirchenaustritts, informiert die staatliche Behörde, welche der Kirche hier mühevolle Arbeite abnimmt, die kirchlichen Behörden; zum einen das Pfarramt, das für Ihren Wohnsitz zuständig ist und gegebenenfalls eben auch das einstige Taufpfarramt.

Weitere Informationen je nach Bundesland in Deutschland und auch für die Länder Österreich und Schweiz siehe bei http://www.kirchenaustritt.de/
Doch Achtung: Aufgrund der ständigen Änderungen in den letzten Jahren kann es sein, dass dort auch nicht immer alle Details (z. B. Austrittskosten) auf den neuesten Stand gebracht sind. Aber vom Prinzip steht es dort richtig.

3.)
Schon als Jugendlicher mit 14 Jahren kann man in Deutschland selbstständig - ohne Zustimmung der Eltern - aus der Kirche austreten.
 
Zwischen dem 12. und dem 14. Lebensjahr bedarf es der Zustimmung des Kindes und der Eltern, weshalb auch ein Zwölfjähriger bei seinem Kirchenaustritt persönlich mit seinem Erziehungsberechtigten vor der staatlichen Behörde erscheinen muss. Bis zum 12. Lebensjahr entscheiden alleine die Erziehungsberechtigten. Dieser Tatbestand ist durch entsprechende Personenstands-Dokumente nachzuweisen. Dies gilt z. B. auch für das gleichberechtigte Sorgerecht eines erwachsenen Vaters, der nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, z. B. durch eine kostenfreie Sorgerechtsbescheinigung des Jugendamtes.

4.)
In jeder Behörde gibt es entsprechende Formulare für den Austritt.

Der Beamte sagt Ihnen genau, was Sie ausfüllen müssen oder er füllt das Formular nach Ihren Angaben selbst aus, und er liest Ihnen Ihre Angaben darauf hin noch einmal vor - das gilt als Protokoll. Die Gründe für den Austritt will er nicht wissen. In Berlin und Brandenburg ist der Austritt gratis. In anderen Bundesländern zahlen Sie - so weit uns derzeit bekannt ist [Stand: 2014] zwischen 5,00 € (zuletzt in Bremen) und 60,00 € Verwaltungsgebühr (in einigen Kommunen in Baden-Württemberg) - nicht schön, aber wenig im Vergleich zu den Tausenden, die man möglicherweise einspart.

5.)
Lassen Sie sich auf jeden Fall den Kirchenaustritt auf einer Bescheinigung bestätigen, was nicht automatisch gemacht wird
.
 
Eine Kirchenaustrittsbescheinigung kostet normalerweise noch ein paar Euro extra (in Bayern z. B. 6,00 €). Doch die Kirche hat in der jüngeren Vergangenheit vor allem in Ostdeutschland in Spürhundmanier Taufregister durchforstet und Bürger auch nachträglich zur Kirchensteuerzahlung heran gezogen, deren Namen in irgendeinem alten Taufregister gefunden wurden.
Können Sie für diesen Fall den Austritt nicht nachweisen (da er z. B. in der DDR nicht amtlich dokumentiert wurde), kann es Ihnen passieren, dass Sie eventuell sogar rückwirkend zur Kirchensteuerzahlung aufgefordert werden.
Und auch in Westdeutschland ist Ihr Austritt nicht auf Dauer gespeichert, da die Daten meist nach zehn Jahren gelöscht werden. Doch der Nachweis kann nötig werden, wenn Sie Ihren Wohnsitz in ein anderes Bundesland verlegen. Derzeit wird er in Berlin und in Brandenburg verlangt. Wenn Sie also nach Berlin oder Brandenburg ziehen und keine Kirchenaustrittsbescheinigung vorlegen können, werden Sie dort nach bestimmten "Ermessenskriterien" unter Umständen wieder neu zum "Kirchenmitglied" erklärt und zur Kirchensteuerzahlung verpflichtet. Um jemanden, der als Konfession "konfessionslos" angibt, vielleicht trotzdem als Kirchensteuerzahler rekrutieren zu können, werden Sie nach der Ummeldung von der Kirchensteuerbehörde z. B. auch nach dem Wohnort Ihrer Eltern zum Zeitpunkt Ihrer Geburt befragt. Dann kann sich die Behörde dort Zugriff auf die kirchlichen Taufregister in diesem Zeitraum verschaffen. Und wehe, Ihr Taufeintrag wird dort gefunden und Sie können den Austritt aus dieser Zwangschristianisierung nicht nachweisen. Ein Neubürger in Berlin wurde durch den Staat wieder neu zwangsweise zum Kirchenmitglied und Kirchensteuerzahler gemacht, nachdem die "Spürhunde" der Kirchensteuerbehörden einen alten Taufregistereintrag dieser Person gefunden hatten und die Austrittsunterlagen bei der Behörde längst geschreddert worden waren - mehr zu diesem und weiteren Kirchen-Skandalen siehe hier.

6.)
Ihre Kirchensteuerpflicht endet je nach Bundesland in dem Monat, in dem Sie ausgetreten sind, oder erst im darauf folgenden oder gar erst im übernächsten Monat.

Die ein bis zwei Monate werden Sie in diesem Fall auch noch überstehen. Sie müssen keine Ersatzsteuer oder ähnliches zahlen, Ihr bisheriger Kirchensteuerabzug fällt ersatzlos weg.
Seit dem 1. Januar 2011 sind in Deutschland nicht mehr die Gemeinden und ihre Bürgerämter, sondern ausschließlich die Finanzämter zuständig für die Änderung des "Kirchensteuermerkmals" auf der Lohnsteuerkarte. Und seit dem Jahr 2012 wird die seither elektronisch geführte Lohnsteuerkarte nach dem Kirchenaustritt durch das Finanzamt automatisch geändert. Die Kommunikation zwischen Finanzamt und Arbeitgeber ist in Deutschland jedoch noch nicht ausgereift, vor allem, wenn der Arbeitgeber diese elektronisch geführte Lohnsteuerkarte im Internet nicht abrufen kann.

Aus diesem Grund kann es zu Verzögerungen bei der Änderung bei Ihren Lohnauszahlungen geben, was aber rückwirkend korrigiert wird. Oder Sie informieren in einem kleinen Betrieb den Arbeitergeber mithilfe Ihrer Austrittsbescheinigung selbst über Ihren Kirchenaustritt.
Seien Sie auf jeden Fall wachsam, ob auch alles richtig abläuft. Sie haben es bei den Amtskirchen immerhin mit denjenigen Organisationen zu tun, die - wie keine anderen in vielen hundert Jahren - die Bürger seelisch und organisatorisch "im Griff" hatten, die im Laufe der Geschichte ein unermesslich kriminelles Potenzial entwickelten und wo vieles nach Jahrhunderte altem "Gewohnheitsrecht" abläuft, dem sich aber niemand mehr beugen muss.


7.)
Wenn Sie vielleicht nach einigen Tagen oder Wochen einen Brief vom ehemaligen Pfarramt bekommen, keine Angst!

Sie haben nichts falsch gemacht. Mittlerweile hat der Staat die Kirche über Ihren Austritt informiert. Und zwar landet das Schreiben der kommunalen Behörde dann in dem Pfarramt, zu dessen Bezirk Ihr erster Wohnsitz gehört. In den Amtsstuben der Kirchen liegen nun vielfach vorformulierte Briefe bereit, in denen der Pfarrer dann sein Bedauern über Ihren Schritt ausdrückt.
Doch was immer man dort über Sie denkt - eines ist aus Sicht der Amtskirchen gewiss: Wer verliert schon gern die Kuh, die er bisher gemolken hat! Meistens bietet Ihnen der Pfarrer ein Gespräch an, das Sie höflich und bestimmt ausschlagen können, wenn Sie nicht mit dem Pfarrer reden wollen.

Seit Ende September 2012 ist es nun so, dass alle Bürger, die aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, automatisch ein Schreiben mit dem Inhalt bekommen, dass Sie über den bereits erfolgten Austritt noch einmal mit dem Priester reden können. Dieser soll Ihnen dann noch einmal verdeutlichen, welche kirchlichen "Rechte" Sie verlieren (die Sie auch gar nicht mehr brauchen) und dass Sie nun später angeblich in eine angeblich ewige Hölle müssen, was die Kirche für alle Zeiten "unfehlbar" so beschlossen hat. Das sagen die Priester in unserer Zeit in den meisten Fällen zwar nicht so direkt, doch das ist die Lehre, welcher er verpflichtet ist.
Und der Priester ist kirchenamtlich sogar ermächtigt, Sie sogleich wieder in die Kirche aufzunehmen, wenn Sie dem Druck, den Drohungen oder den honigsüßen Argumenten, die er Ihnen vorhält, nicht standhalten, wenn Sie Ihren Kirchenaustritt "bereuen" und wieder reuevoll bitten, doch wieder in die Kirche aufgenommen zu werden.
Doch Sie brauchen überhaupt nicht zu reagieren, wenn Sie nicht wollen. Es passiert Ihnen nichts! Sie haben keine Verpflichtungen mehr gegenüber der Kirche und brauchen sich von niemandem ein schlechtes Gewissen oder Ängste einreden zu lassen. Sie haben den Austritt geschafft. Und selbst wenn der Priester trotzdem ungefragt und dreist an Ihrer Haustüre klingelt, können Sie ihn höflich aber bestimmt wieder wegschicken. Denn es handelt sich weder um die Polizei noch um den Stromableser, den Schornsteinfeger noch um einen Gerichtsvollzieher, die Sie nicht so ohne Weiteres wieder wegschicken können.

8.)
Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie ja einmal einen Antrag auf Rückzahlung von Kirchensteuern stellen oder um die Rückerstattung von Spenden bitten,

die Sie in den letzten Jahren bezahlt haben, weil Sie sich z. B. über die wahren Inhalte der Kirche getäuscht hatten. Hätten sie so manches gewusst, so sagen heute viele - wären sie also wahrheitsgemäß über alles aufgeklärt worden - wären sie schon viel früher ausgetreten.
Oder Sie könnten die Gelegenheit nutzen, um dem Pfarrer bzw. den Kirchenbehörden klar zu machen, dass Sie auch aus dem Taufregister gestrichen werden wollen. Bei von der Kirche als "Sekten" verteufelten Minderheiten ist es meist selbstverständlich, dass die Daten von "Aussteigern" komplett gestrichen werden, wenn sie nichts mehr damit zu tun haben wollen. Das sollte man dann erst recht von den kirchlichen "Großsekten" verlangen, was diese jedoch bis jetzt noch verweigert. (mehr dazu siehe hier)
Doch immer größte Vorsicht, wenn Sie in diesem Zusammenhang mit einem Pfarrer reden! Priester, Theologen und Kirchenjuristen sind rhetorisch in der Regel sehr geschickt und argumentativ meist "mit allen Wassern gewaschen", da sie eine entsprechende Predigt- und Argumentationsausbildung durchlaufen haben und darin fortgesetzt geschult werden. Erst wenn der Priester keine Chance mehr sieht, bei Ihnen eines seiner Ziele zu erreichen, wird er für sich das Gespräch beenden.

9.)
Und was bedeutet ein Konfessionswechsel?

Sollten Sie aus irgendeinem Grund wieder in die Kirchen eintreten wollen, sei der Vollständigkeit halber hinzu gefügt: Ein Wiedereintritt würde nicht beim Standesamt oder Amtsgericht erfolgen, den beiden Austrittsbehörden, sondern bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Pfarrer der jeweiligen Konfession. Für den Fall, Sie wollen nur die Konfession wechseln, müssen Sie zuerst in der oben beschriebenen Weise aus der einen Konfession austreten und dann anschließend beim Pfarrer der anderen Konfession einen Eintritt beantragen.
 
Bei einem Wunsch nach einem Konfessionswechsel legen die Kirchenoberen und Pfarrer Wert darauf, die Gläubigen nicht durch zu hohe Hürden zu beunruhigen, und man gibt sich "ökumenisch" aufgeschlossen. Das zeigt sich etwa daran, dass das katholische Taufwasser von den Protestanten nachträglich anerkannt wird und das protestantische Taufwasser nachträglich sogar vom Papst und den Katholiken, so dass z. B. die einstige evangelische Säuglingstaufe nach einem Wechsel auch die Mitgliedschaft in der Vatikankirche begründet.
Doch das alles ist nur vordergründig. Denn in beiden deutschen Großkonfessionen werden die Angehörigen der jeweils anderen Konfession weiterhin in eine angeblich ewige Hölle verflucht (näheres dazu lesen sie unter http://www.theologe.de/theologe19.htm#Oekumene). Das heißt, Sie kommen bei einem Konfessionswechsel sprichwörtlich nur "vom Regen in die Traufe", weswegen wir einen solchen Schritt nicht empfehlen. Sind Sie also ganz ausgetreten (und haben nicht nur die Großkirche gewechselt) und werden Sie dann später einmal nach Ihrer "Konfession" gefragt, könnten Sie z.B. "o.K." angeben, also "ohne Konfession", also alles okay.
 




Teil 2 - Sollten Ihnen dennoch Zweifel kommen, können Sie sich folgendes klar machen:

Jesus von Nazareth wollte keine mit dem Staat verfilzten Kirchen und schon gar keine Kirchensteuer. Er wollte überhaupt keine Kirchen aus Stein mit Pfarrern, Priestern, Kanzeln, Dogmen, Altären, Talaren, "Sakramenten", Zeremonien usw. Jesus war ein Mann des Volkes und ein freier Geist und er hat niemals eine Religion gegründet.

Und der Schritt aus der Kirche heraus ist für jeden auch ein Schritt in Richtung dieser inneren Freiheit sein, die auch Jesus von Nazareth vorlebte. So haben es viele Menschen schon erlebt.

Wenn Sie der Kirche den Rücken kehren, aber den Gott, an dien Sie glauben, die Treue halten wollen, bedenken Sie: "Gott ja, Kirche nein, damit sind Sie nicht allein!" Schon in der Bibel, in der Johannesoffenbarung (18,3-4), heißt es: "Ziehet aus von ihr, mein Volk!" Wörtlich kann man die Bibelstelle auch übersetzen mit: "Tretet aus von ihr, mein Volk!" Gemeint ist der Auszug aus der "Hure Babylon"; nach Auslegung vieler Bibelkenner ein Symbol für die Machtkirche der Endzeit.

Sie können mit der eingesparten Kirchensteuer nun so viel Gutes tun, wie Sie wollen - und zwar genau das, was Sie für sinnvoll halten und nicht das, was die Kirche für sinnvoll hält, um vor allem den Kirchenapparat am Laufen zu halten und das Milieu aufrecht zu erhalten, in dem u. a. mit ewiger Hölle gedroht wird und in dem Zigtausende von Kindern sexuell missbraucht worden sind.
Denn mit der Kirchensteuer haben Sie bislang vor allem die Kirchenbürokratie am Leben erhalten oder auch zu den 30 Millionen Euro innerkirchlichen Kosten für den Papstbesuch 2011 in Deutschland beigetragen. Jetzt können Sie freiwillig dort etwas geben, wo Ihr eigenes Gewissen es Ihnen sagt.

Sie brauchen weder einen kirchlichen Hochzeitssegen für Ihre Ehe noch einen kirchlichen Sterbesegen für Ihr Seelenheil. Die Lehre von der ewigen Verdammnis stammt - wie so vieles in der Kirche - nicht von Jesus, sondern ist eine Irreführung der Kirche, um Sie einzuschüchtern. Damit ist es jetzt vorbei. Keine Sorge wegen der Bestattung: Sie bekommen mittlerweile über jeden Bestatter eine Begräbnisfeier ohne Kirche vermittelt.
Und auch für eine Ehe-Zeremonie gibt es vielfältige ansprechende und feierliche Angebote ohne Kirche.


Und wenn Sie Ihre Kinder nicht mehr taufen lassen, tun Sie diesen einen sehr großen Gefallen. Und weit mehr noch: Sie treffen damit eine klare Entscheidung für Ihr Kind: Sie respektieren seine Freiheit. Dann können die Kinder später selbst entscheiden, ob sie einer Kirche oder Religionsgemeinschaft beitreten wollen oder nicht und sich darüber informieren, was das dann für sie genau bedeutet. Schließlich meldet man seinen Säugling ja auch nicht gleich bei der CDU an oder beim Schützenverein oder dergleichen.
Und wem Gottes Segen für das Kind wichtig ist, für den gilt: Ihr Kind ist in jedem Fall von Gott gesegnet und angenommen. Aus unserer Sicht kann niemand einem anderen - sei es einem Erwachsenen oder einem Kind - einen "Segen" zusprechen, weder Papst noch Pfarrer noch sonst wer. Hier gibt es jedoch vielfach unterschiedliche Vorstellungen, und so mancher möchte doch einen gesprochenen Segen für das eigene Kind. Auch hier gibt es Möglichkeiten, dass ihm [dieser aus unserer Sicht schon vorhandene] Segen eigens [noch einmal] zugesprochen wird, z. B. durch einen Freien Theologen oder ganz privat durch ein Mitglied der Familie oder des Freundeskreises, vielleicht bei einer kleinen Geburtsfeier. Nur Mut! Man muss hier auch gar nicht von "Segen" sprechen, sondern Freunde und Verwandte können dem Kind auch seine guten Herzenswünsche zusprechen. Und Sie können auch ganz privat "Paten" bestimmten, ohne kirchliche Beurkundungen. Und wenn Sie wollen, können Sie auch das schriftlich festhalten, vielleicht sogar in Form einer kleinen Urkunde. Fühlen Sie sich frei oder lassen sich vielleicht beraten von jemandem, der nicht kirchlich gebunden ist.


Werden Ihre Fragen hier noch nicht beantwortet, können Sie auch versuchen, ob Sie einen Theologen und ehemaligen evangelischen Pfarrer (der heute hauptsächlich freie Bestattungen durchführt) telefonisch erreichen unter: 09394 / 994 222 - Gratis-Beratung; am ehesten zu den üblichen Bürozeiten erreichbar
 



Teil 3 - Kirchenaustritt in Österreich und in der Schweiz

In Österreich gehen Sie zum Magistrat der Stadt oder zur Bezirkshauptmannschaft der Gemeinde. Dort gibt es bei den Bezirksämtern eine amtliche Kirchenaustrittsstelle. Für alle Fälle sollten Sie Geburtsurkunde, Meldezettel Ihres Wohnsitzes, Taufschein (normalerweise jedoch nicht nötig) und - wenn vorhanden - Heiratsurkunde mitbringen, die Bestimmungen sind je nach Amt etwas verschieden. Der Austritt kostete in Salzburg z.B. vor der Währungsumstellung 335 Schilling Gebühr, meist ist er aber kostenlos. In Österreich ist der Austritt auch schriftlich (per Einschreiben) möglich. Er ist sofort wirksam. Die staatlichen Behörden informieren die kirchlichen, und die Kirchenbeitragspflicht erlischt im folgenden Monat.

In der Schweiz genügt ein formloses Schreiben mit ihren Personendaten an das für Sie bisher zuständige Pfarramt. In der Regel wird Ihr Schreiben ohne weitere Nachfrage bestätigt und an die staatlichen Behörden weitergeleitet, die bisher die Kirchensteuer einzogen. Falls der Pfarrer sich meldet und um ein Gespräch bittet (kommt v.a. in ländlichen Regionen vor), können Sie dankend ablehnen. In bestimmten Orten ist es auch möglich, das Austrittsschreiben bzw. die Austrittserklärung an die politische Gemeinde zu richten. Am besten, Sie informieren sich nach den genauen Regelungen vor Ort.

 



Teil 4 - Die Taufregister - Kirchlicher Besitzanspruch auf Ihre Seele

Wer den Kirchenaustritt erfolgreich geschafft hat, kann noch einen weiteren Schritt tun. Sie können die Kirchengemeinde, in der Sie einst getauft worden sind, auffordern, Sie aus dem Taufregister zu streichen. Bislang wird dort in einer Randnotiz lediglich Ihr Austritt vermerkt, wenn Sie bei diesem Anlass das Pfarramt angegeben haben, bei dem Sie einst getauft worden waren.

Bei der Streichung stellt sich die Kirche bis jetzt stur und behauptet, die einst von ihr durchgeführte Taufe sei nicht rückgängig zu machen (!), weswegen eine Streichung auch nicht vorgenommen werde.

Und die römisch-katholische Kirche erdreistet sich sogar, auch den ehemaligen Katholiken trotz Kirchenaustritts weiter als "Katholiken" zu betrachten. Die Begründung dafür ist hanebüchen: Angeblich hätte "Gott" selbst damals bei der Taufe dem Menschen das katholische Tauf-"Siegel" unlöschbar eingebrannt. Doch das ist Humbug, und es ist zudem unmoralisch und sittenwidrig, "Gott" und den einst Getauften in dieser Weise für alle Zeiten und Ewigkeiten kirchlich vereinnahmen zu wollen.
Die evangelische Kirche formuliert diesen fortdauernden Besitzanspruch der Kirche auf den Menschen zwar nicht so drastisch, doch im Ergebnis läuft es auch dort auf das gleiche hinaus. Auch dort habe angeblich "Gott" - dieses Mal im evangelischen Sinne - unwiderruflich an dem Getauften seine "Gnade" erwiesen, und auch hier gebe es angeblich niemals mehr ein Entkommen.

Man stelle sich vor, eine von den Kirche als "Sekte" bekämpfte religiöse Minderheit würde Ähnliches praktizieren! Die Empörung der Kirche wäre riesengroß, und dieser Gemeinschaft würde vermutlich sogar das Verbot drohen. Nur in der eigenen Vereinigung wird dies als "normal" betrachtet. Und da katholische und evangelische Kirche ihre Taufen auch gegenseitig anerkennen, wird also auch die evangelische Handlung von beiden Groß-Institutionen als eine Art "unauslöschbares Siegel" betrachtet.

Wie unseriös diese Lehre ist, ergibt sich auch daraus, dass der Eintritt in die jeweilige Kirche durch Taufe in der Regel sogar ohne Zustimmung des Betroffenen erfolgt war, als dieser noch ein Säugling war.

Man könnte sich bei den Kirchenvertretern deshalb über den fortdauernden Eintrag im Taufregister beschweren bzw. darauf bestehen, dass zumindest ein Vermerk über den Löschungsantrag in das Register eingetragen wird. Sie könnten mit Nachdruck darlegen, dass Sie die Taufe und die damit verbundenen kirchlichen Verwicklungen rückgängig machen möchten und sich nicht ewig kirchlich vereinnahmen lassen werden. Und Sie könnten darauf hinweisen, dass Sie in keinster Weise mit der Kirchenlehre übereinstimmen, wie sie z. B. von Bischof Thomas Tobin aus den USA im Oktober 2010 formuliert wurde:
"
Ehemalige Katholiken … gibt es nicht. Wenn Sie katholisch getauft sind, dann sind Sie ein Leben lang katholisch, sogar wenn Sie dies widerrufen haben oder in eine andere Kirche eingetreten sind. Die Taufe hat in Ihre Seele sozusagen katholische DNA eingegossen – die Taufe definiert, wer und was Sie sind" (zit. nach http://www.kath.net/detail.php?id=29343).

Nur eine Eintragung des Kirchenaustritts im Taufregister (der normalerweise erfolgt, wenn Sie beim Austritt das Pfarramt benennen, in dem Sie einst getauft worden waren) erscheint uns angesichts des fortdauernden kirchlichen Besitzanspruches also ungenügend. Man sollte sich deshalb auch nicht gleich mit der ersten freundlichen kirchlichen Absage abspeisen lassen, dass eine Streichung angeblich nicht möglich sei, weil es sich ja um eine "Beurkundung" handle oder dergleichen. Denn steter Tropfen durch viele Menschen löst auch hier irgendwann das "Siegel" bzw. die kirchliche Fessel, indem z. B. Politiker nicht mehr zulassen, dass eine solche undemokratische und die Freiheitsrechte des Einzelnen mit Füßen tretende Institution staatlicherseits auch noch als "Körperschaft des öffentlichen Rechts" gefördert wird. Von Ihrer Seite könnten Sie schon jetzt die kirchlichen Lehren als für Sie null und nichtig betrachten.

Mehr Kritisches zur Taufe siehe bei:
http://www.theologe.de/taufe_katholisch_evangelisch.htm


 



Teil 5 - Das neue
"Dekret" der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt 2012, und wie Katholiken und Ex-Katholiken darauf reagieren können

Am 20.9.2012 erließ die Deutschen Bischofskonferenz neue Leitlinien zum Umgang mit Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind. Das Dokument lautet: Allgemeines Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt.(http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2012-145a-Allgemeines-Dekret-Kirchenaustritt_Dekret.pdf)
Der Kernpunkt darin ist gemäß vieler Kommentare in den Medien: Angeblich "alleinseligmachender" Glaube und "Kirchensteuer zahlen" sollen untrennbar zusammen gehören (siehe unten Teil 6). Kein Katholik soll sagen dürfen: Ich glaube alles und bin 150%-iger Katholik, möchte aber keine Kirchensteuer zahlen, und ich trete deshalb aus der  Amtskirche aus. Wer sich also beim Staat (!) der Bundesrepublik Deutschland aus der Großkirche als verfasster so genannter "Körperschaft des Öffentlichen Rechts" abmeldet, fällt damit laut Dekret der Bischöfe automatisch vom "rechten Glauben" ab und er soll dafür später in die ewige Hölle.
Es fehlt nur noch, dass die Städte und Gemeinden nun hin ihre Standesämter in den Keller des Rathauses neben den Heizkessel verlegen müssen, um den Austrittswilligen zu veranschaulichen, dass er sich mit der Abmeldung von der Großkirche jetzt angeblich in der "Hölle" anmeldet.

Kirchendrohung: Sobald das Geld nicht mehr im Kasten klingt, die Seele in die Hölle springt.

Natürlich ist das Unsinn. Aber es ist eben das, womit sich alle Katholiken, die es bleiben wollen oder auch nicht, auseinandersetzen müssen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb deshalb am 20.9.2012 einen Bericht mit dem Titel Kein Glaube ohne Kirchensteuer, und sie beendet ihren Kommentar vom 21.9.2012 mit den Worten: "Glaubt nur, wer zahlt?"
Hier ließen sich unzählige weitere Kommentare ergänzen, die zeigen, worauf es den Würdenträgern vor allem ankommt: aufs Geld. Denn sonst würden sie ja auch eine beitragsfreie Mitgliedschaft für Einkommensteuerzahlende erlauben, und sie würden niemanden nur aus dem Grund in die angebliche "ewige Verdammnis" schicken, weil er sich vom Finanzamt keine Kirchensteuer mehr abbuchen lass will, sondern die Summe oder gar höhere Summen z. B. lieber spenden möchte oder das Geld vielleicht lieber direkt im Vatikan abgeben möchte. Damit wird die Kirchensteuer von den Bischöfen in Deutschland faktisch auf die Stufe eines Dogmas gehoben, auch wenn dies offiziell natürlich nicht so formuliert wird.

Im folgenden sind nun aus dem betreffenden Allgemeinen Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt wortwörtlich einige kirchliche "Rechte" aufgeführt, welche der Aussteiger aus dem amtskirchlichen Machtappart verliert, jeweils mit einem kurzen Kommentar versehen.

"Die aus der Kirche ausgetretene Person darf die Sakramente der Buße, Eucharistie, Firmung und Krankensalbung - außer bei Todesgefahr - nicht mehr empfangen".
Kommentar: Das Sakrament der Buße ist eine grobe Täuschung der Menschen, denn kein Priester kann Sünden vergeben. Vergebung geschieht nur, wenn sich die Menschen untereinander vergeben. Die Eucharistie ist
nur ein dreister Versuch, Christus zu vereinnahmen und gemäß der Einsetzungsworte "Hoc est corpus meus" ("Dies ist mein Leib") im Grunde ein "Hokuspokus" (das Wort stammt von daher) und sie bringt überhaupt nichts. Die Firmung gehört zur Verführung von Jugendlichen und die "Krankensalbung" bringt auch überhaupt nichts außer vielleicht dem Gefühl falscher Sicherheit. Der Verlust dieser "Rechte" ist für Sie in Wirklichkeit ein Gewinn.

"Die aus der Kirche ausgetretene Person kann nicht Taufpate und nicht Firmpate sein."
Kommentar: Hier nützt die Kirche seit Jahrhunderten den verständlichen Wunsch der Eltern nach einem "Paten" aus, der sich mit ihnen um das Wohl des Kindes sorgt, und sie erklärt den Paten zum "Vertreter der Kirche" bei dieser kirchlichen Handlung. Der Pate aus kirchlicher Sicht ist also in der Regel nicht der Pate, so wie ihn sich die Eltern wünschen. Eltern können aber jederzeit einen "Paten" wählen, den sie wollen, nur eben nicht kirchlich offiziell und ohne kirchliche Urkunde etc. Entweder sie verzichten in diesem Zusammenhang dann auch ganz auf die katholische Taufe und entscheiden sich z. B. für eine freie christliche Segnung ohne Kirche mit frei gewähltem Paten, wenn sie möchten, z. B. mithilfe eines Freien Theologen. Oder sie geben eben einen offiziellen Paten für die Kirchenbücher an, wählen aber für sich noch einen anderen, ohne sich um die Kirchendekrete zu kümmern. Mehr dazu hier.

"Damit aus der Kirche Ausgetretene eine kirchliche Ehe schließen können, muss die Erlaubnis zur Eheschließungsassistenz beim Ortsordinarius eingeholt werden. Diese setzt Versprechen über die Bewahrung des Glaubens und die katholische Kindererziehung voraus."
Kommentar: Auch hier gilt: Am besten auf die kirchliche Ehezeremonie verzichten und stattdessen z. B. eine festliche Trauung ohne Kirche wählen. Die Alternative wäre, zähneknirschend - z. B. aus vermeintlicher Rücksicht auf Befindlichkeiten bestimmter Familienmitglieder - die Kröten zu schlucken, die man einem in den Mund stopft, z. B das "Versprechen", dass Kinder später katholisch getauft und erzogen werden. Ob man dieses jedoch dann später einhält, ist einem selbst überlassen. Die Kirche kann Sie deswegen nicht mehr hinrichten und auch nicht mehr hinter Gitter bringen. So könnte jemand auch argumentieren, das "Versprechen" sei ihm in einer seelischen Notlage abgezwungen worden oder sei von vorne herein bereits sittenwidrig gewesen. Jeder muss dies letztlich selbst entscheiden. Dennoch sei an dieser Stelle gewarnt, gegenüber dieser seelischen Macht-Organisation irgendwelche "Versprechen" abzugeben, nur um Befindlichkeiten innerhalb des Familienverbundes zu beruhigen, denn meist bewegt es einen doch mehr als man denkt. Deshalb hier die nachdrückliche Mahnung, ob man sich diese kirchliche Handlung mit dem ganzen Rankenwerk darum herum wirklich antun will.

"Falls die aus der Kirche ausgetretene Person nicht vor dem Tod irgendein Zeichen der Reue [für den Kirchenaustritt !] gezeigt hat, kann das kirchliche Begräbnis verweigert werden."
Kommentar: Seien Sie froh, wenn am Ende des irdischen Lebens kein Priester am Grab steht und dort falsche Worte von sich gibt. Da nahezu jeder Katholik von mindestens einem Bannfluch getroffen wird (siehe z. B. den Glaubenstest), müsste der Priester bei den meisten Beerdigungen den Verstorbenen ehrlicherweise in die "ewige Hölle" verfluchen. Dies tut der Pfarrer aber aus Angst vor den Angehörigen nicht oder weil er selbst nicht an das glaubt, was ihm zu glauben verbindlich vorgeschrieben ist. In beiden Fällen aber ist es eine Heuchelei.
Würdige Abschiedsfeiern ohne Kirche können Sie mit freien Theologen oder anderen Sprechern nach Ihren Vorstellungen und Ihrem Glauben mit Niveau gestalten, wenn diese dafür offen sind (hier gibt es viele Ansprechpartner, z. B. hier).
Sie können übrigens auch als Noch-Kirchenmitglied auf Ihr "Recht auf eine spätere kirchliche Bestattung" verzichten. Es passiert Ihren Angehörigen nichts. Doch konsequenter wäre der rechtzeitige Kirchenaustritt.


"Wenn aus der Reaktion des Gläubigen, der den Kirchenaustritt erklärt hat, auf einen schismatischen, häretischen oder apostatischen Akt zu schließen ist, wird der Ordinarius dafür sorgen, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen."
Kommentar: "Schismatisch" heißt für die Bischöfe, wenn sich jemand nicht mehr dem gegenwärtigen Papst "unterwerfen" will (vgl. das Dogma hier). "Häretisch" heißt für sie, wenn man fortgesetzt bereits an einem der vielen Dogmen und Lehrsätze (z. B. der angebliche Jungfrauengeburt von Jesus) zweifelt oder ein Dogma ablehnt. Und "apostatisch" heißt, jemand wird stattdessen z. B. Moslem, Buddhist, Protestant, Urchrist, oder er schließt sich einer anderen Gemeinschaft oder Religion an.
Früher hieß "die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen", schon mal, das Holz für den Scheiterhaufen zu sammeln. Heute wird eventuell die innerkirchliche "Verleumdungsabteilung" (die so genannten "Sektenbeauftragten") verständigt, um möglicherweise gesellschaftlich oder innerkirchlich gegen den Ausgetretenen und sein Umfeld tätig zu werden.

Auch aus diesem Grund haben viele Menschen die gute Erfahrung gemacht, ein Gespräch mit dem "Ordinarius", also dem Priester, besser gemieden zu haben. Denn dieser ist eben auch der Vertreter derjenigen Organisation, über die der Historiker Karlheinz Deschner einmal geschrieben hat: "Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die ... Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche" (zit. nach Die beleidigte Kirche, S. 42f.).
Das Negativ-Potenzial dieser Organisation - und damit auch mehr oder weniger ihrer heutigen Vertreter - sollten Sie nie unterschätzen, auch wenn diese sich vordergründig zugänglich oder "harmlos" geben.


 


 

Teil 6 - Kann man aus der Kirche austreten und trotzdem Katholik bleiben? Nein. Denn die Kirche lehrt sinngemäß: "Sobald das Geld nicht mehr im Kasten klingt, die Seele in die Hölle springt!" Die Kirchensteuer soll für Katholiken in Deutschland faktisch "heilsnotwendig" sein. 

Der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig entschied am 26.9.2012 zugunsten der römisch-katholischen Kirche, was bedeutet: Wer sich beim Staat von der Kirchensteuerpflicht gegenüber der römisch-katholischen Kirche abmeldet, habe damit automatisch auch die katholische Religion verlassen, selbst wenn er deren Inhalte weiterhin genauso glaubt wie bisher. Der Jurist Dr. Hartmut Zapp hat den Prozess verloren. "Er will keine Kirchensteuern mehr zahlen, aber trotzdem gläubiges Mitglied der katholischen Kirche sein" (bild.de, 26.9.2012). Das sei nicht möglich, so urteilten die Verwaltungsrichter in Leipzig und bestätigten damit die Position der Kirche. Niemand könne also gläubiges Mitglied der Vatikankirche bleiben, wenn er als Einkommensteuerzahler keine Kirchensteuern mehr zahlen will. Die Abmeldung von der Kirchensteuerpflicht wird also gleichzeitig als Glaubensabfall betrachtet. Im Umkehrschluss bedeutet das: Zum Glauben gehört auch das Zahlen. Oder: Die Kirchensteuer ist laut katholischer Lehre für die deutschen Katholiken faktisch "heilsnotwendig".
Ein Austritt aus der Institution Kirche zieht also nach
kirchlicher Lehre immer eine angeblich ewige Hölle nach sich, auch wenn z .B. ein streng katholisch Gläubiger in Deutschland damit nur seine formelle Mitgliedschaft beenden möchte. Grundlage dafür ist der als angeblich "unfehlbar" eingeordnete Lehrsatz Nr. 381 gemäß der Lehrsatzsammlung von Neuner/Roos, der lautet: "[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.` (Fulgentius)
In Deutschland gilt folglich sinngemäß das kirchliche Motto:
"Sobald das Geld nicht mehr im Kasten klingt, die Seele in die Hölle springt."

Kommentar:
Der Schuss geht für die Kirche jedoch nach hinten los, sobald die Leute mit dem Nachdenken beginnen. Denn das Urteil bedeutet: Nur wer sich den Kirchensteuergesetzen unterwirft, ist ein Katholik im Sinne des Dogmas. Wer hier aber bewusst aussteigt, soll laut Dogma das Seelenheil verlieren und dafür wiederum laut Dogma später ins "ewige Feuer" müssen.

Mit anderen Worten: Wer aus der deutschen Kirchensteuergesetzgebung aussteigt wie der überzeugte Katholik Dr. Hartmut Zapp, soll dafür für alle Ewigkeiten grausamste Höllenqualen erleiden. Das ist nun mal die Kirche, ohne Wenn und Aber.

Andersherum betrachtet: Auch wenn man als deutscher Einkommenssteuerzahler das ganze katholische Dogmenwerk glauben würde, reicht das nicht. Man stehe zwar kurz vor dem angeblichen Seelenheil, müsse sich dieses aber dann noch mit den Steuer-Euros erkaufen. Das heißt: Der Glaube allein genüge nicht, es müsse auch eine formelle Mitgliedschaft sein.

Es ist also faktisch immer noch so wie im 16. Jahrhundert, als es hieß: "Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!" Schon damals hatten viele Menschen "genug" von der Amtskirche und ihrem unchristlichen Treiben. Und auch heute werden es täglich mehr.

 


 

Teil 7 - Nachrichten zum Kirchenaustritt und zur Kirchensteuer

 

28.1.2015 - Wenn die Kirchensteuerzahler wüssten ... Pastor Ulrich Rüß kommentiert: "Wenn die Kirchensteuerzahler wüssten, wie wenig von ihren Kirchensteuern der eigenen Gemeinde zugutekommt und was alles an Fragwürdigem - was also nicht dem Auftrag der Kirche entspricht - von ihrem Geld finanziert wird, würden sie in großen Scharen die Kirche verlassen." (zit. nach idea-spektrum, Nr. 5, 28.1.2015)

 


 

Literatur, Hinweise bei weiteren Fragen:

Lesen Sie dazu auch die Online-Broschüre der Freien Christen, Nr. 1 - Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein. Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.

Werden Ihre Fragen hier noch nicht beantwortet, können Sie versuchen, ob Sie einen ehemaligen evangelischen Pfarrer telefonisch erreichen unter: 09394 / 994 222 - Gratis-Beratung; am ehesten zu den üblichen Bürozeiten erreichbar

Weitere Literatur - Online-Zeitschrift Der Theologe:
Ausgabe Nr. 24:    Die Kirche und die Hölle auf Erden
Ausgabe Nr. 24 a: Sexuelle Verbrechen und Vergehen in der Kirche
Ausgabe Nr. 24 b: Weitere Verbrechen und Vergehen in der Kirche
Ausgabe Nr. 43:    Schwarzbuch Katholische Kirche
Ausgabe Nr. 44:    Schwarzbuch Evangelische Kirche

Sowie gratis erhältlich die Aufklärungsschrift: Das Priesterjahr - Lasset die Kinder zu mir kommen, denn sie sind ohne Arg (rechts) - Schicken Sie einfach eine E-Mail mit Ihrer Postadresse an info@theologe.de und fordern das Heft Das Priesterjahr an, und es wird Ihnen von dort kostenlos zugeschickt.

Und:
Der Bestseller von Geoffrey Robertson, dem britischen Kronanwalt, The Case the Pope, für nur 9,95 € nun auch in deutscher Übersetzung

TV:
Auch das ist Deutschland - Armes Volk - reiche Kirche - Gesprächsrunde zum Thema auf http://www.der-freie-geist.de/video/armes-volk-reiche-kirche
Stoppt die Milliardengeschenke an die katholische und die evangelische Kirche. Trennung von Kirche und Staat statt ewige Kirchensubventionen. Informationen über die Macht der Kirche in Deutschland!

 

Der Text  kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Herausgeber Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 82, Wie trete ich aus der Kirche aus? Fassung vom 1.3.2016,
Copyright © und Impressum siehe hier.

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