DER THEOLOGE
Katholikentage und Wallfahrten in Deutschland
97. Katholikentag 2008 in Osnabrück
Motto: "Du führst uns hinaus ins Weite"
98. Katholikentag 2012 in Mannheim
Motto: "Einen neuen Aufbruch wagen"
Geplant:
99. Katholikentag vom 28.5.-1.6.2014 in Regensburg
Motto noch nicht bekannt
Sowie:
Heilig-Rock-Wallfahrt
2012 nach Trier
(siehe dazu auch
hier)
Motto: "Und führe zusammen, was getrennt ist"
Geplant: XIV. Weltjugendtag vom 22.-28.7.2013
in Rio de Janeiro in Brasilien
Motto:
"Geht zu allen Völkern, und
macht alle Menschen zu meinen Jüngern"
Kirche ist nicht christlich
Die
Finanzen
Katholiken und
Moslems im Konflikt
Der Veranstalter und seine
Lehre / Bibel / Jüdische Mitbürger
Die moderne
Inquisition
Kirche und
Krieg und Frieden
Kirche und Ökologie
Ökologie und Inquisition
Die Hölle "unter dem
Teppich"
Die Ökumene
Nachrichten von den Katholikentagen in Osnabrück und
Mannheim und von der
Wallfahrt nach Trier
Aktuelle Klage:
Katholische Kirche darf sich nicht mehr christlich nennen
Frühere Katholikentage
Die beiden großen Kirchen in Deutschland werden
zu einem großen Teil vom deutschen Staat finanziert. Dies gilt zu
einem großen Teil auch für kirchliche Veranstaltungen. So kostete der
katholische Weltjugendtag in Köln im Jahr 2005 den deutschen Steuerzahler 15
Millionen Euro. Und auch das soziale Engagement
der Kirchen ist überwiegend staatsfinanziert (siehe dazu www.stop-kirchensubventionen.de).
Der Evangelische Kirchentag in Köln im Jahr 2007 erhielt
ebenfalls staatliche Subventionen in Millionenhöhe:
3,1 Millionen Euro vom Bundesland Nordrhein-Westfalen (idea-spektrum,
25.1.2006), 430.000 Euro von der Bundesrepublik Deutschland und einen weiteren Millionenbetrag von der Stadt Köln. Man ging
zunächst von 1,5 Millionen Euro aus (KNA, 4.6.2007). In Köln stöhnten
viele Menschen über diese Ausgabe, weil die Stadt bereits dem katholischen Weltjugendtreffen im Jahr 2005 2,33
Millionen Euro geschenkt hatte plus 395.000 Euro für Quartiere und weitere
401.000 Euro an "zusätzlichen Ausgaben" (Kölner Stadtanzeiger, 29.1.2006).
Ähnlich war es im Vergleich zu Köln im viel kleineren Osnabrück, wo die
Stadt den 97. Katholikentag vom 21.-25. Mai 2008 mit 1,5 Millionen Euro
subventionierte (http://www.osnabrueck.de/18182.asp).
Vom 12.-16.5.2010 fand zwischendurch der 2. ökumenische Kirchentag in München
statt (nach dem ersten solchen Ereignis im Jahr 2003 in Berlin; Motto in München: "Damit
ihr Hoffnung habt", entlehnt aus 1. Petrus 1, 21; mehr dazu auf der
Seite zum Evangelischen Kirchentag).
Hier wurden Kosten von ca. 20 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt München
bezahlte davon ca. zwei Millionen Euro, der Freistaat
Bayern vier Millionen Euro und das Bundesinnenministerium in Berlin 1,55
Millionen Euro, zusammen 7,55 Millionen Euro Staatssubventionen – die
Sachleistungen (wie z. B. Polizeidienst) noch gar nicht gerechnet, so die ersten
Informationen.
Dann wurden die Zahlen wie meistens nach oben korrigiert: München zahlte 3,6 statt zwei
Millionen, Bayern fünf statt vier Millionen, der Bund anscheinend "nur" noch 1,5
Millionen statt 1,55 Millionen, ergab zusammen 10,1 Millionen Euro
Staatssubventionen (Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 13, 29.2.2009),
also etwa die Hälfte der Gesamtkosten.
Und vom
16.-20.5.2012 ist der 98. Deutsche Katholikentag in Mannheim geplant.
Dabei
erwartet die Teilnehmer ähnlich wie in Osnabrück eine "diffuse" "Spiritualität". Die Kirche lässt
sich also in jedem Jahr mindestens ein solches Ereignis mit
Millionen vom Staat subventionieren.
Katholiken und Moslems im Konflikt
Ein wichtiges Thema bei
Kirchen- und Katholikentagen ist das Verhältnis zwischen Christentum uns Islam.
So sprach der katholische Kardinal Karl Lehmann
auf einer Veranstaltung im Rahmen des 32. Evangelischen Kirchentags in Köln im
Jahr 2007 zum Thema
"Kirche und Islam". Dabei äußerte er den Wunsch, eine Messe in Riad/Saudi-Arabien zu
dürfen
(mehr dazu siehe hier). Und
Vertretern der islamischen Gemeinden wehte ein eher rauer Wind entgegen.
Religionsfreiheit, so der Kardinal, könne nur "wechselseitig" praktiziert werden
(Spiegel online, 9.6.2007), was im Prinzip vernünftig ist. Jesus von Nazareth lehrte jedoch
darüber hinaus: "Alles nun,
was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch"
(Matthäusevangelium 7, 12), was dem Sinn nach auch bedeutet: "Das tut ihr
ihnen zuerst".
Das erleben die Vertreter der Moslems jedoch nicht
so.
"Deutschland tut sich schwer, nicht-christliche [= nicht-kirchliche]
Religionsgemeinschaften als gleichwertig zu akzeptieren", so Ayyub Axel Köhler
vom Zentralrat der Muslime in Deutschland auf diesem Kirchentag.
Und Ex-Bundespräsident Christian Wulff (2010-2012) hat sich später für
kirchliche Verhältnisse zu weit aus dem Fenster gelehnt, als er sagte,
der Islam gehöre zu Deutschland.
Die unzähligen Privilegien für die beiden Großkirchen und die Beargwöhnung oder
gar Bekämpfung vieler anderer (siehe unten)
beweisen ebenfalls, dass Deutschland von der Gleichberechtigung aller
gesetzestreuen Religionen noch weit entfernt ist. Daran hat auch der in Osnabrück stattgefundene
"christlich-islamische Dialog" nichts geändert.
Und was weiterhin den Islam betrifft: So durfte zwar in Deutschland
zuletzt eine
Nonne oder evangelische Ordensschwester in kompletter Nonnentracht
einschließlich aufwändiger Kopf- und Gesichtsbedeckung als Lehrerin unterrichten
(PS: was verbirgt sie dahinter?), eine muslimische Lehrerin darf jedoch nicht
einmal ein dezentes Kopftuch tragen, wenn sie das möchte. Das eine sei angeblich
"normal", das andere sei ein Zeichen für die "Unterdrückung der Frau", obwohl dies
selbst der "heilige" Kirchenlehrer Paulus in der Bibel für Frauen im
"Gottesdienst" so verlangt (1. Korinther 11, 4-6.10.13).
Also würde sich demnach auch Paulus hier für die "Unterdrückung der Frau"
aussprechen und tatsächlich schreibt er, "dass Christus das Haupt eines jeden
Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau" (11, 3). Hier wird
also in der Bibel entgegen der Schöpfungsordnung Gottes, zu der die Gleichheit aller Menschen
gehört, die Frau dem Mann untergeordnet. Für die Kirche gilt Paulus jedoch als
"heilig" und seine Worte gelten als "Gottes Wort". Wenn
dann ausgerechnet Kirchenchristen einer moslemischen Frau vorhalten, ein
Kopftuch, das diese unter Umständen freiwillig tragen möchte, sei ein Zeichen
ihrer "Unterdrückung", dann ist das mehr als scheinheilig. Und anstatt muslimischen Lehrerinnen das Kopftuch zu
verbieten, sollten die kirchenchristlichen deutschen Richter lieber mit dem
Besen in der eigenen Kirche kehren.
PS: Zu diesem Thema
finden derzeit noch weitere Prozesse statt. So wird z. B. in Baden-Württemberg
muslimischen Lehrerinnen im Unterricht das Kopftuch verboten. Doch Nonnen und
Mönchen an staatlichen Schulen dürfen ihre Ordenstrachten jetzt auch nur noch im
(allerdings staatlich finanzierten) Religionsunterricht tragen. In Bayern können
Nonnen jedoch mit voller Tracht auch weiterhin Mathematik unterrichten. Eine Muslimin,
die Mathematik unterrichtet,
muss dazu jedoch ihr Kopftuch abnehmen.
Der Veranstalter und seine Lehre /
Die Bibel und das Verhältnis zu den jüdischen Mitbürgern
Doch diese
Ungereimtheiten sind nicht das Gravierendste. Ein Blick in die Lehre der
römisch-katholischen Kirche offenbart weit mehr. Zwar werden die Katholikentage
nicht vom Vatikan veranstaltet. Das Bistum
Osnabrück und das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) hatten dazu
eigens den
Trägerverein "97. Deutscher Katholikentag Osnabrück 2008 e.V." gegründet,
am 23.9.2009 wurde dann der Trägerverein "98. Deutscher Katholikentag Mannheim
2012 e.V." gegründet.
Doch die Inhalte der Veranstaltungen haben natürlich die offizielle römisch-katholische
Lehre als Basis.
Und wofür tritt nun diese Kirche ein? Und was ist ihre Lehre?
Hierüber werden die Menschen in die Irre geführt. Schon
Papst Benedikt XVI. informierte die vielen Jugendlichen beim
Weltjugendtreffen in Köln im Jahr 2005 nicht über die verbindlichen Inhalte des römisch-katholischen Glaubens,
wie sie z. B. in www.theologe.de/theologe18.htm
dargelegt sind. Die Begeisterung
über das Gemeinschaftserlebnis und über den Papst als hautnahen "Star" wäre dann nämlich schnell in
Ernüchterung umgeschlagen. Doch der ehemalige katholische Theologieprofessor
Dr. Hubertus Mynarek und Dieter Potzel, ehemaliger evangelischer Pfarrer und
Herausgeber des "Theologen", deckten in einem Podiumsgespräch der
Initiative "Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche" in
Köln zeitgleich über diese
Hintergründe auf (www.theologe.de/kirche_koeln.htm).
Belastend für die Kirche hinzu kommt das vielfach negative Verhalten der Verantwortlichen dieser Institution, die vom Vatikan aus
hierarchisch vom Papst gelenkt wird (vgl. www.theologe.de/theologe16.htm).
Hier sind vor allem die Kinderschänder-Verbrechen durch die Priester und ihre
Vertuschung durch den Papst zu nennen.
Und diesem Papst müssen
sich nach "unfehlbarer" katholischer Lehre alle Menschen unterwerfen (siehe
hier). Natürlich auch die
jüdischen Mitbürger, für die nach Anordnung von Papst Benedikt XVI.
am Karfreitag wieder indirekt gebetet wird, dass sie alle Katholiken werden (zum
Sachverhalt siehe hier; siehe dazu auch
die Ausführungen von Joseph
Ratzinger in seinem Jesus-Buch). Daran
ändert auch nichts, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz,
Bischof Robert Zollitsch, sagte, der Text des Gebets sei "missverständlich"
(AFP, 21.5.2008). Natürlich gibt man vordergründig nicht zu, was man
hintergründig meint. Doch es wird durchaus verstanden. So hatte die Präsidentin
des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, von der Kirche vergeblich die
Rücknahme der Karfreitagsbitte bis zum Katholikentag gefordert (Spiegel
online, 21.5.2008).
So versuchte die katholische Kirche auch vom 21.-25. Mai 2008 in Osnabrück,
einmal mehr den Eindruck zu erwecken, sie wäre
eine weltoffene und tolerante Institution, welche die
Botschaft von Jesus, dem Christus vertritt. Das
Kirchentagsmotto lautete dabei "Du führst uns hinaus ins Weite",
frei nach einem Bibelwort in Psalm 18, 20.
Laut kirchlicher Lehre ist die
Bibel dabei das "Wort Gottes". Doch die Bibel ist voller Widersprüche
(www.theologe.de/theologe8.htm).
Woran soll man sich dann aber halten, wenn sich die Bibel widerspricht? An die
Kirche, so deren Lehre, die für sich in Anspruch nimmt, die Bibel richtig
auszulegen. Dabei nahm man es von Anfang an mit den ursprünglichen Texten aber nicht so
genau und erklärte z. B. nicht die Urtexte, sondern eine lateinische Übersetzung (die so genannte "Vulgata")
als "unfehlbar" bzw. "fehlerlos" (www.theologe.de/theologe14.htm)
-
um diese dann seither noch mehrfach zu korrigieren.
Und immer mehr Katholiken zweifeln nicht nur deshalb am angeblich göttlichen Ursprung
ihrer Kirche. Bwz. sie kommen zu der Überzeugung, dass man in der Kirche keineswegs
zu Gott geführt wird. Sondern man wird stattdessen in einen Irrgarten und in die Abgründe von
"sündigen" Menschen gezogen (siehe dazu
www.theologe.de/kirche_hoelle.htm).
Dennoch hofft so mancher, irgendwann doch "hinaus ins
Weite" geführt zu werden - wie es im Kirchentagsmotto von 2008 hieß. Und wer
tatsächlich einmal
etwas weiter blickte, der ist meist nicht mehr
bereit, wieder zurückzukehren und sich erneut an die Verrenkungen kirchlicher
Enge zu binden. Und da im Grunde genommen jeder Mensch in seinem Inneren die "Weite"
sucht, nämlich die Freiheit des Herzens und des Verstands, verliert die Kirche
immer mehr Mitglieder. Denn so mancher ehemalige Katholik hat Gott auch als
einen erlebt, der ihm geholfen hat, "das Weite" zu suchen und auch zu finden. Und
sein
Weg führte deshalb aus der Kirche hinaus.
Zusammenfassend lassen sich beide großen Kirchen in Deutschland als
Götter-Kulte bezeichnen,
die sich aus Elementen verschiedener Herkunft zusammensetzen, vor allem aus
antiken "heidnischen" Kulten. In der Theologie hat man dafür den Begriff
"Synkretismus" (= Verschmelzung, Vermischung von Religionen) geprägt. Die Belege dafür in den vielen
Einzelfällen lesen Sie in
http://theologe.de/kirche_verrat-an-jesus-dem-christus.htm
und
www.theologe.de/sakramente_der_kirche.htm. Auch bei den Kirchen- und
Katholikentagen erlebt man
immer wieder eine Art
modernen "Synkretismus" in Form von teils im Widerspruch zueinander stehenden
kirchlichen Strömungen und Interessengruppen.
Die Kirche gibt sich auf diese Weise gerne
weltoffen und tolerant und meist sehr honorig. In Wirklichkeit hat sie in unserer
Zeit aber die Inquisition wieder belebt (www.theologe.de/theologe12.htm)
und viele, die sich nicht auf den Kirchen- und Katholikentagen tummeln dürfen, sind
stattdessen im Visier der so genannten kirchlichen "Sekten- und
Weltanschauungsbeauftragten".
Wenn die Kirche dabei missliebigen
Minderheiten vorwirft, "Sekten" zu sein, dann projiziert sie dabei
nur auf andere, was sie sich einmal selbst vorhalten könnte, nämlich eine "Sekte" zu sein, das heißt, eine Abspaltung
("Sekte" von lateinisch "secare" = abspalten) vom
ursprünglichen Christentum zu sein. Genau genommen könnte man es jedoch auch so
sehen: Die katholische Kirche ist die Nachfolgerin antiker
heidnischer Götzenkulte (z. B. des Mithras-Kultes), in die man einige Aspekte der
Botschaft von Jesus hinein gewoben hat (http://theologe.de/kirche_verrat-an-jesus-dem-christus.htm).
Und die evangelische Reformation hat daran nur wenig geändert und manches gar
verschlimmert (vgl. dazu www.theologe.de/theologe1.htm
und www.theologe.de/glaube_rechtfertigungslehre.htm). In der deutschen Gesellschaft
ist es den Kirchen jedoch gelungen, sogar den Staat für ihre "moderne
Inquisition" einzuspannen bzw. entsprechende staatliche Stellen mit
Kirchenvertretern zu besetzen (http://www.theologe.de/kirche_staat.htm). Doch das ist nicht Christus. Das ist Kirche.
Und auch ihre Vorbilder, welche die Kirche der Gesellschaft bis heute anbietet,
sind bei näherem Hinsehen oft "arme" oder arm gemachte "Seelen", die sich
z. B. für
die Verfolgung Andersgläubiger missbrauchen ließen oder der inquisitorischen
Kirche ein Feigenblatt verschafften wie z.B. Elisabeth von Thüringen im 13.
Jahrhundert (siehe
www.theologe.de/elisabeth_von_thueringen.htm).
In der Vergangenheit haben die Kirchen den Staaten auch immer ein gutes
Gewissen verschafft, wenn diese Kriege führten. Ein Beispiel dafür ist, wie der
im Jahr 2005 "selig" gesprochene Kardinal von Galen die deutschen Katholiken in den 2.
Weltkrieg trieb (www.theologe.de/kardinal_von_galen.htm).
Und das Bistum Bamberg feierte und ehrte anlässlich seines 1000-jährigen Bestehens
im Jahr 2007 den
kriegerischen Kaiser Heinrich II (www.theologe.de/erzbistum_bamberg.htm),
der regelrecht im Blut seiner politischen Gegner watete.
So stünde eine Friedensbewegung, welche von den Kirchen gefördert würde,
immer in Gefahr, letztlich doch zum Steigbügelhalter für einen Krieg zu werden.
Denn in
der Vergangenheit war die Kirche
fast immer für den Krieg (siehe
http://www.theologe.de/theologe6.htm) und auch in der Gegenwart liebäugelt man immer wieder damit. Jesus von
Nazareth war jedoch Pazifist. Demgegenüber lehren die
Kirchen, dass auch die Aufforderungen zum Völkermord im Alten
Testament "reines Gotteswort" seien (www.theologe.de/altes_testament.htm).
Doch das ist nicht Christus. Das ist eben Kirche.
Und auch der neuerliche Einstieg der Kirchen in die ökologische
Bewegung ist mehr eine Bewegung aus dem Zeitgeist heraus als aus dem
Zentrum der kirchlichen Lehre. Die Kirche handelt hier als
"Trittbrettfahrerin", denn ihre Lehre hat bis heute nachweislich gegenteilige und
schlimme Folgen für den ganzen Planeten Erde: So hat die Natur- und Tierfeindlichkeit im
europäischen Abendland
kirchliche Wurzeln bzw. Ursachen (www.theologe.de/theologe7.htm#4).
Gerade von kirchlich geprägten Ländern "gehe die globale Zerstörung
aus", so auch die Pfarrerin Mechthild Werner beim Abschlussgottesdienst des
Evangelischen Kirchentags in Köln
am 10.6.2007 (Kölner Stadtanzeiger, 10.6.2007). Die Kirche hat nämlich alleine dem Menschen eine "gottesebenbildliche"
Sonderstellung in der Schöpfung zuerkannt und den Tieren eine
unsterbliche Seele abgesprochen. Zudem hat sie dem Menschen die Erlaubnis gegeben, alle
anderen Geschöpfe zu seinem Wohl töten zu dürfen und auch zu quälen, wenn dies
dem Menschen diene (z. B. bei Tierversuchen). Und gerade die Tiere leiden bis heute fürchterlich unter dieser
Tradition (www.theologe.de/tiere_kirche.htm),
die mit einer notwendigen Ökologie (und - religiös gesprochen - der Einheit der
"Schöpfung Gottes") nichts zu tun hat.
Bezeichnenderweise ist deshalb auch die Idee eines vom Philosophen Carl Friedrich von
Weizsäcker im Jahr 1985 angeregten kirchlichen Konzils für "Frieden,
Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" bereits 1991 wieder im Sande verlaufen.
Religiöse Minderheiten jedoch, die schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten vor
einer Klimakatastrophe warnen (als vieles noch rechtzeitig gewesen
wäre), wurden und werden von der Kirche als "Endzeitapostel"
und "Sektierer" lächerlich gemacht (siehe z.B.
http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/der-schattenwelt-neue-kleider.php).
Auch das hat Tradition.
Denn zu allen Zeiten haben die Kirchen Propheten und
aufrichtige Gottesboten verleumdet und verfolgt (z.B. die
Zwickauer Propheten im 16. Jahrhundert, siehe
www.theologe.de/theologe10.htm oder die Katharer im 13. Jahrhundert,
siehe http://www.theologe.de/elisabeth_von_thueringen.htm#Katharer). Als Aufhänger für die kirchlichen
Verfolgungen dienten manchmal
Kleinigkeiten, oder es wurde einfach gelogen. Dabei projiziert die
Kirche immer wieder eigene Untaten, Verbrechen und Unzulänglichkeiten (www.theologe.de/kirche_hoelle.htm)
auf religiöse Minderheiten
und baut so ein Feindbild auf.
In Wirklichkeit waren die Gottespropheten aller Zeiten, von denen auch im
Neuen Testament noch die Rede ist (z. B. 1. Korinther 12, 28; Epheser 3, 5), unbescholtene Mitbürger, die
der Bevölkerung sehr unbequeme Wahrheiten vorhielten. Und sie sprachen aus einer
Vollmacht heraus. Die Kirche jedoch hat diese Vollmacht nicht; sie
hängt stattdessen am Tropf der Staatsmacht (siehe auch oben:
Finanzen).
Der Kirchen-Apparat in Deutschland wird vor allem durch den
Kirche-Staat-Filz (bzw. einem Kirche-Staat-Komplott) am Leben gehalten
(www.theologe.de/kirche_staat.htm).
Der bekannte Kirchenkritiker Hubertus Mynarek spricht sogar von einem "prostitutiven
Verhältnis" von Kirche und Staat.
So werden sich auch ehrliche Gottsucher, die z. B. etwas zum Schutz unseres
Planeten tun möchten, auf Dauer nicht an kirchliche Verlautbarungen anhängen,
die in ihrem zauderhaften Kompromissgeist letztlich mehr dem Gegenteil dienen.
In einem ist die Kirche jedoch unverändert
"klar", auch wenn vielen Katholiken das Thema unangenehm ist. Sie lehrt einen
Gott, der einen großen Teil der Menschheit (nach kirchlichem Denken vermutlich
den größten) nach dem Tod in eine ewige Hölle im Jenseits schickt. Zwar
gilt es als unmodern, darüber zu predigen, weswegen das Thema gerne "unter dem
Teppich" gehalten wird. Doch es zählt für die Kirche nicht, was gerade modern
ist, sondern was in ihren Dogmen verbindlich und angeblich "unfehlbar"
festgelegt ist, und dazu gehört z. B. maßgeblich die Lehre von der ewigen
Verdammnis (www.theologe.de/theologe18.htm).
Vor allem junge Menschen, welche diese Lehre ernst nehmen, stehen in großer
seelischer Gefahr. So wurde diese kirchliche Botschaft z. B. in den 70er-Jahren
für die Studentin Anneliese Michel zur Todesfalle (www.theologe.de/theologe9.htm).
Eine solche "ewige Hölle" ist jedoch eine kirchliche Erfindung zur
Einschüchterung der Menschen, und sie hat - wie das meiste andere Kirchliche
auch - nichts mit Jesus von Nazareth zu tun
(www.theologe.de/theologe19.htm).
Schließlich spielt auch die Ökumene zwischen evangelischen und
katholischen Kirchenmitgliedern immer wieder eine große Rolle bei Kirchen- und
Katholikentagen.
Doch diese funktioniert dort nur deshalb, weil weder die meisten Protestanten
wissen, was evangelisch ist, noch die meisten Katholiken, was katholisch ist.
Praktisch degenerieren die evangelischen Kirchen dabei mehr und mehr zu einem
"Anhängsel" der katholischen (vgl. z. B.
hier).
Während Martin Luther noch seine Stimme gegen Papsttum, Reliquien,
Ablass, Heiligenverehrung usw. erhob, haben seine Nachfolger ihre Kritik am
Katholizismus weitgehend eingestellt. Sie wünschen sich im
Gegensatz dazu, von der katholischen Mutterkirche wenigstens als "Kirche"
anerkannt zu werden (siehe dazu
hier),
und sie können sich in diesem Zusammenhang sogar vorstellen, den Papst
als evangelisches Kirchenoberhaupt zu akzeptieren (siehe hier).
Auch in Osnabrück fand im Dom ein
ökumenischer Gottesdienst mit Erzbischof Dr. Werner Thissen und der damaligen Landesbischöfin
Dr. Margot Käßmann statt. Das Thema: "Beim Namen gerufen - in die Weite geführt"
- letztlich ein hohles Wort. Und vielleicht denkt sich so mancher Besucher, ob
nicht viel mehr gilt "Beim Namen gerufen - in die Irre geführt"?
Wer an dieser Stelle noch mehr über den römisch-katholischen
Glauben wissen möchte, der ist eingeladen, einen
Glaubenstest zu machen. So mag sich die Evangelische Kirche
"evangelisch"
nennen und die Katholische Kirche "katholisch". Doch beide sollten
so ehrlich sein und zugeben, dass ihr Glaube nicht mit Jesus von Nazareth und
seiner Lehre übereinstimmt. Sie sollen sich deshalb nicht mehr "christlich"
nennen.
|
97. Katholikentag 2008 in Osnabrück -
Nachrichten
98. Katholikentag 2012 in Mannheim -
Nachrichten
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Die Freien Christen für den Christus der Bergpredigt in allen
Kulturen weltweit sind vor Gericht gegangen: |
PS: Vgl. auch den Artikel über den
Evangelischen Kirchentag. Einige
Aspekte, welche die römisch-katholische Kirche betreffen, sind dort weggelassen.
Dafür sind Lehren bzw. Verhaltensweisen in der evangelischen Kirche ergänzt.
Frühere Deutsche
Katholikentage:
Der erste deutsche Katholikentag war 1848 in
Mainz. 1899 fand bereits der 46. Deutsche Katholikentag in Neiße im heutigen
Polen statt, im neuen Jahrtausend folgte der 47. Katholikentag 1900 in Bonn. Der
60. Deutsche Katholikentag war 1913 in Metz im heutigen Frankreich, nach dem 1.
Weltkrieg folgt 1921 der 61. Katholikentag in Frankfurt am Main. 1932 war der
71. Katholikentag in Essen, der 72. Katholikentag folgte dann erst nach dem 2.
Weltkrieg 1948 wiederum in Mainz. Nachfolgend die weiteren Katholikentage nach
dem 2. Weltkrieg:
Bochum (73 - 1949), Passau und Altötting (74 - 1950), Berlin (75 - 1952), Fulda
(76 - 1954), Köln (77 - 1956), Berlin (78 - 1958), Hannover (79 - 1962),
Stuttgart (80 - 1964), Bamberg (81 - 1966), Essen (82 - 1968), Trier (83 -
1970), Mönchengladbach (84 - 1974), Freiburg (85 - 1978), Berlin (86 - 1980),
Düsseldorf (87 - 1982), München (88 - 1984), Aachen (89 - 1986), Berlin (90 -
1990), Karlsruhe (91 - 1992), Dresden (92 - 1994), Mainz (93 - 1998), Hamburg
(94 - 2000), Ulm (95 - 2004), Saarbrücken (96 - 2006), Osnabrück (97 - 2008),
Mannheim (98 - 2012)
Lesen Sie auch:
Katholische Weltjugendtage -
Religiöse Drogenabhängigkeit für die Endzeit - XIII. Weltjugendtag in Madrid in
Spanien
|
Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
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interessanter Texte.
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Inhaltsverzeichnis
]
[
1 - Luther-Evangelische Lehre
]
[
2 - Reinkarnation
]
[
3 - Luther-Christus
]
[ 4 - Kirche-Holocaust
]
[
5 - Paulus
] [
7 - Urchristentum-Tiere
]
[ 8 - Bibel
] [
12 - Sektenbeauftragte ]
[
14 - Hieronymus-Bibel ]
[ 15
- Qumran ] [
16 - Papst ]
[
17 - Organspende ]
[
18 - Glaube der Kirche
]
[
19 - Keine ewige Hölle ]
[
20 - Propheten ]
[ 23 - Kirche-Staat
]
[
25 - Götzenkult Kirche ]
[
28 - Luther-Juden ]
[
31 - Tiere-Kirche ] [
33 - Zehn Gebote ]
[ 34 -
Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit ]
[ 35 - Rechtfertigungslehre
]
[
40 -Taufe ] [
41- Apokalypse ]
[ 45 -
Maria ]
[ 46 - Kirchensubventionen
]
[ 47 - Gotteserfahrung
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[ 48 - Positives Denken
]
[ 49 - Prädestination ]
[ 50 - Genmanipulation
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[
51 - Petrus-Kirche ]
[ 53 - Atomkraft
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[ 54 - Papst Ratzinger
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[ 55 - Beichtgeheimnis
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[
57 - Pius XII. ]
[ 58
- Kreuzigung ]
[ 59 - Abendmahl ] [
60 - Mahnmal für Kirchenopfer
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[ 61 - Nachruf auf Kirche
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[ 62 - Reliquien
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[ 63 - Pfarrer
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[
64 - Hildegard von Bingen ]
[ 66 - Kaiser Konstantin
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FC 1 - Kirchenaustritt
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FC 3 - Reichtum der Kirche ]
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FC 6 - Kirche und Tod ]
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Spanisch - Teólogo ] [ 500 Jahre Reformation
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