DER THEOLOGE - 2008-2

Klarstellung:
Wir haben nichts gegen katholische oder evangelische Christen oder ihre Kirchen. Wir sagen jedoch:
Die beiden Großkirchen sollen sich nicht "christlich" nennen, da dort anders gelehrt und gelebt wird als Jesus, der Christus, das wollte (vgl. dazu Der Theologe Nr. 25 oder die Einleitung von "Der Theologe Nr. 24a"). Würden sich die Kirchen nur noch "römisch-katholisch" nennen oder "evangelisch", aber nicht mehr "christlich", wäre manche der hier dargebotenen Informationen nicht nötig. So aber weisen wir immer wieder auf den Verrat an der Botschaft von Jesus hin. Hinweise zu einem Leben im christlichen Glauben finden Sie u. a. hier.
 

 

 

  30.12. -   Proteste in Israel gegen den Gaza-Krieg

  29.12. -   Bundeskanzlerin gibt Hamas "Alleinschuld" / Israel: "Krieg ohne Gnade"

  29.12.  -  Israel will die Hamas vernichten: "Krieg bis zum bitteren Ende"

  27.12.  - 
Israel bombardiert Gaza / Die ersten 300 Toten / Wer durchbricht die Spirale der Gewalt?

  25.12.  -  Die etwas andere Weihnachts-Erfahrung: Papst und Bischöfe kommen nicht durchs Nadelöhr
 
  20.12.  -  Unser Tipp zu Weihnachten: Betreten Sie keine Kirche aus Stein, sondern den inneren Tempel

  14.12.  - 
120 Jahre alte und 33 m hohe Fichte für den Vatikan abgeschlagen - Heuchlerische Papstrede
                  Ein Symbol: Der stellvertretende Tod des Vatikan-Baumes

  14.12.  -  Seit "Befreiung" des Landes durch die USA: Verfolgung von Kirchenmitgliedern im Irak

    8.12.  -  Pfarrer warten jahrelang auf Stelle - bei vollen Bezügen

    8.12.  - 
Unschuldige Tiere als Opfer von Religionen - Für ein Silvestermenü vegetarisch

    8.12.  -  Verstärkte Bewaffnung - "Die Angst geht um im Vatikan"
 
  22.11.  -  Bestialisches Brauchtum - US-Politikerin Palin gibt Interview vor laufender Truthahn-Hinrichtung

    9.11.  -  Erhöhung der Kirchensteuer ab 1.1.2009 - Deshalb: Kirchenaustritt jetzt


9./10.11. -
1938-2008: 70 Jahre Reichspogromnacht - Die Verantwortung der Kirchen damals und heute

   9.11.  -   Schon wieder 37 tote Zivilisten bei NATO-Angriff in Afghanistan

   2.11.  -   Kirche spendiert Papst-Bruder Konzert für über 150.000 Euro

   2.11.  -   Obama-Berater: Sofort den Krieg gegen Iran vorbereiten - Läuft bereits der Countdown?

   2.11.  -   Ex-Kultusminister in Spanien: "Kirche sieht den Bürgerkrieg immer noch als Kreuzzug"

 31.10.  -   Evangelisch-lutherische Kirche verliert nochmals 200.000 Euro

 29.10.  -   Spielcasino Wirtschaft: So geht alles früher oder später kaputt

 28.10.  -   CSU/FDP-Koalition in Bayern: "Chamäleon" FDP knickt vor der CSU und den Kirchen ein

 27.10.  -   Konfessionelle "Priesterkaste" möchte grausamen "Blut-Gott" beibehalten

 25.10.  -   Die Schere: Bahnfahren wird immer teurer, Bahn-Manager erwarten Boni-Millionen
                  Auch Millionen-Boni für Postbank-Manager

 23.10. -    'Der gekreuzigte Bischof" - Enkel von Landesbischof Meiser verhöhnt Jesus von Nazareth

 22.10.  -   Quo Vadis Amerika? Im Hintergrund agiert Zbigniew Brzezinski

 18.10.  -   Bankrott-Manager belohnen sich mit 70 Milliarden Dollar "Sonderzuwendungen"
/ Vatikan hortet Gold /
                  Sänger Udo Lindenberg kritisiert Kirche

 17.10.  -   Afghanistan-Desaster: Wieder 25 Zivilisten bei NATO-Angriff getötet?

 13.10.  -   
Entsetzen der Umwelt-Wissenschaftler über Kandidatin Sarah Palin - "Schlimmer geht´s immer"

 12.10.  -   Der Mittelstand sinkt immer mehr ab
  
 10.10.  -   
Wie der Gott "Mammon" die Herrschaft übernahm / Banker fühlt sich als Schwerverbrecher
                  Zum Vergleich: Fünf Billionen Dollar Schaden pro Jahr durch gnadenlose Abholzung der Wälder

 09.10.  -  
Nachts, wenn der Priester kommt - Internatsschüler in ihrem Bett missbraucht / Und auch blutig geschlagen

 06.10.  -  
Missbrauch von 12-Jährigem - Ex-Jugendpfarrer zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt

 05.10.  -   Glaubenswahn um die Wiederkunft von Jesus: Manche denken, ungeniert Kriege führen zu können

 30.09.  -   Die Schere öffnet sich weiter: Banken-Manager kassieren, Steuerzahler und Sparer haften
                  Astronomische Bürgschaften: Irland gibt sich als erstes Land damit praktisch auf

 29.09.  -   Serienverbrecher im Talar: Katholischer Priester aus Freiburg wegen 101 Straftaten angeklagt

 29.09.  - 
 US-Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin - eine fanatische und brutale Tiertöterin

 25.09.  - 
 CSU will Bischöfe weiter vom Staat bezahlen lassen - Kräftige Wahlniederlage
 
 25.09.  -   Finanzkrise: Werden wir von Kriminellen beherrscht und ausgenommen?

 24.09.  -   Die "totale" Herrschaft des Mammon: US-Finanzminister war bis 2006 Chef von Goldman Sachs 

 23.09.  -   Evangelische Kirche verzockt 4,3 Millionen Euro bei Lehman Brothers
 
 19.09.  -   Auch deutsche Steuerzahler finanzieren Bankenpleite in den USA - Dafür Kirchensubventionen streichen

 19.09.  -   Bankenpleite: Der einfache Steuerzahler bezahlt wieder die Zeche

 17.09.  -   Einbrecher fand im Schlafzimmer des Priesters kinderpornografische Fotos - Erpressung misslungen

 14.09.  -   Waffengeschäft: USA verkaufen Israel 1.000 Bunker sprengende Bomben / NATO trifft sich in Georgien

 12.09.  -  
Sarah Palin würde Russland unter Umständen den Krieg erklären. Als Hobby ermordet sie wehrlose Tiere.

 11.09.  -   Kriege und ihre Begründungen - Was wird hier eigentlich gemacht?

 05.09.  -   Die Philosophie des Westens über die "Guten" und die "Bösen" - Steht Angriff auf Iran bevor?

 04.09.  -  
US-Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin erklärt Irak-Krieg als "von Gott gegebene Aufgabe"

 04.09.  -   Die Kandidaten im US-Wahlkampf und ihre Kirche
 

 03.09.  -   Nach dem 11.9.2001 wurde der NATO-"Bündnisfall" ausgerufen und der Afghanistan-Krieg:
                  Nach sieben Jahren wird es immer schlimmer

 02.09.  -   Das "gekürzte" Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin

 19.08.  -   Der Hochmut des Westens

 15.08.  -   Der neue "kalte Krieg" ist in vollem Gange

 13.08.  -   Skandal-Taufe: Verwaltungsgericht kapituliert vor dem "Kirchenrecht"

 13.08.  -   Georgischer Präsident trennt Russland von Europa: "Grenze zwischen Gut und Böse"
                  Zieht Regierung in Georgien den ganzen Westen in Krieg hinein?
            
 12.08.  -   Georgien: Nationalflagge entspricht der Kreuzfahrerfahne von 1099

   5.08. -   
Erzbistum Bamberg: "Doktorspiele mit dem Trend zum Unterleib" - Domkapitular zurückgetreten

 20.07.  -   Zum Papstbesuch: Mehrere demokratischen Rechte in Australien außer Kraft gesetzt

 19.07.  -   Australien: Opfer der Kirche beklagen: "Wir werden ausgeschlossen"

 18.07.  -   Unheilvolle Zwangserziehung - Der Papst und die katholisch gewordenen Aborigines

   8.07. -    Neu: Die katholische Kirche und der Holocaust


Klarstellung zur unserer Berichterstattung über den Gaza-Krieg 2008/2009

Kain, wo ist dein Bruder Abel?

Wir stehen weder auf der Seite der Palästinenser-Regierung in Gaza noch auf der Seite der Regierung Israels. Wir sind bestrebt, dem großen Friedenslehrer und Pazifisten, Jesus, dem Christus, nachzufolgen, der als der Jude Jesus von Nazareth einst in Palästina lebte und der niemals einen Krieg befürworten oder Partei für eine Seite im Krieg ergreifen würde. Er lebte nach den Prinzipien Freiheit, Gleichheit, Einheit, Geschwisterlichkeit und Gerechtigkeit.
Jede Übervorteilung eines Mitmenschen lehnte der ab, und er lehrte zur Konfliktlösung die Goldene Regel ("Was du willst, dass dir andere tun, das tue du ihnen zuerst" / "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu"). Weiter unterwies er die Menschen darin, zunächst den "Balken im eigene Auge" zu entfernen, bevor man sich um den "Splitter im Auge des Nächsten" kümmert. Und als entscheidenden Schritt zum Frieden brachte er den Menschen nahe: "Tut Gutes denen, die euch hassen".
Alle diese Grundsätze werden von den großen Ego-Konflikt-Parteien in dieser Welt mit Füßen getreten. Dass sich einige dieser Parteien auch noch "christlich" nennen, ist eine Verhöhnung des Jesus, des Christus.
Wem es um mehr Gerechtigkeit geht, der fragt immer auch nach dem "Warum" und er wägt beständig das Für und Wider, um entsprechende Vorschläge für die Lösung von Problemen machen zu können. Dabei könnten sich Perspektiven eröffnen, die vielleicht auch der genialen Botschaft des Friedenslehrers aus Nazareth nahe kommen.
Das Führen von Kriegen, Abwerfen von Bomben, Abschießen von Raketen und Vertreiben und Töten von Menschen gehört nie dazu. Deshalb verhöhnen diejenigen Christus, die sich "christlich" nennen oder gar "bekennende Christen", welche aber das Töten durch eine der Konflikt-Parteien in der Vergangenheit befürwortet haben oder heute befürworten.
Und so hört man auch in diesen Tagen des fortdauernden Brudermordes einmal mehr den mahnenden Ruf aus dem so genannten "Alten Testament" der Bibel: "Kain, wo ist Dein Bruder Abel?"



Anmerkung:
Obige Klarstellung stammt vom 9.1.2009 anlässlich des Krieges Israel gegen Hamas 2008/2009. Es folgte der Krieg Israel gegen Hamas im November 2012 und der Krieg Israel gegen Hamas im Juli 2014. Die Abstände wurden also kürzer ...
Unmittelbar vor dem zweiten Krieg Israel gegen Hamas 2012 erfolgte ein großes Geschenk der Bundesrepublik Deutschland für die Atomwaffen-Aufrüstung des Staates Israels. Spiegel.de fasste die deutsch-israelische Atomaufrüstung wie folgt zusammen:
"Drei U-Boote hat eine deutsche Werft für Israel gebaut, drei weitere sollen folgen. Nach SPIEGEL-Informationen stattet Jerusalem die U-Boote aus Kiel mit nuklear bestückten Marschflugkörpern aus" (3.6.2012). Das 135-Millionen-Euro-Geschenk der Bundesregierung für das Atom-U-Boot ist möglicherweise nur ein kleiner Teilbetrag. Spiegel.de schreibt, dass die Kosten "zu einem Großteil" von Deutschland getragen werden. Doch damit nicht genug. Die CDU/CSU/FDP-Regierung stundet darüber hinaus den israelischen Eigenbeitrag an den Kosten bis 2015. Das heißt, die Regierung Israels muss bis auf weiteres erst einmal keinen Cent für die hochmodernen deutschen Waffensysteme bezahlen. Es zahlt alles der deutsche Steuerzahler bzw. er streckt es bis 2015 vor.
Unsere Forderung: Keine Waffenexporte und schon gar keine Waffen-"Geschenke" im Namen von Christus, wie es CDU und CSU an der Regierung tun. Denn es ist ein grober Missbrauch des guten Namens Christus. Unterschreiben auch Sie:
http://www.freie-christen.eu/unterschriften-gegen-waffenexport/index.php
PS: Beim Krieg Israel gegen Hamas 2014 wird der Gaza-Streifen auch von Anfang an vom Mittelmeer aus beschossen. Auch mit deutschen Waffen?
 


30.12.2008 / 5.1.2009 - Proteste in Israel gegen den Krieg / Kriegsparteien lehnen Waffenruhe ab / Doch es braut sich immer mehr zusammen / Die Götter des Krieges / US-Präsident George W. Bush: Israel sei 307 Millionen Einwohner stark, wenn es "gegen den Terror" vorgeht - Die Kriegspolitik der israelischen Regierung und von deren moralischen Unterstützern wird auch von sehr vielen Juden abgelehnt, während man sich in der Ablehnung der Raketenangriffe der Hamas ohnehin einig ist. So erschienen z. B. in der großen israelischen Tageszeitung Haaretz Anti-Kriegs-Kommentare. Und 9 % der jüdischen Bevölkerung Israels stimmen ebenfalls für einen sofortigen Waffenstillstand (Spiegel online, 4.1.2009).

"Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen"

Der israelische Schriftsteller Uri Avnery schreibt z. B., wie die Regierung Israels womöglich gezielt das Ende der Waffenruhe im Dezember provozierte. "Das Ziel [verschiedener Aktionen] war", so Avnery, "einen Vorwand für die Beendigung der Feuerpause zu finden, und zwar in einer Weise, die es ermöglichte, den Palästinensern die Schuld dafür zu geben". Näheres siehe unter http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/hamas-hoch-zehn/

Leider lehnten zuletzt beide Kriegsparteien, die Regierung des Staates Israel und die Hamas, einen Waffenstillstand ab, und jeder möchte den anderen letztlich zerstören, wobei es sich um einen "ungleichen" Krieg handelt, der vor allem Todesopfer von den Palästinensern fordert. Wer merkt dabei, dass sich in der islamischen Welt mit jedem weiteren Kriegstag etwas zusammenbraut, was bald nicht mehr umgekehrt werden kann, und dass es keine militärische Lösung der Problematik gibt, denn für jeden "vernichteten" Feind wachsen zwei und mehr nach? So fordern z. B. immer mehr Muslime weltweit die Ausrufung des Dschihad, des "heiligen" Krieges gegen Israel. Doch die führenden Politiker in Israel wissen, dass ihr Krieg ja letztlich doch vom Westen gedeckt wird, ganz gleich, wie viele Opfer er fordert und wie grausam alles noch für alle Kriegsopfer wird. Doch dem Gesetz von Saat und Ernte kann niemand entrinnen: Wer den Wind sät, wird den Wind und bald auch den Sturm ernten. Und wer den Sturm sät, wird den Sturm und bald auch den Hurrikan ernten. Das erlebt derzeit z. B. die Hamas. Doch es gilt für alle.
Und, allgemein gesprochen: "Wer zerstört und vernichtet - auch wenn er militärische Notwehr geltend macht -, der wird früher oder später selbst Zerstörung und Vernichtung erleben", so das eherne Gesetz von Saat und Ernte, auch Gesetz von Ursache und Wirkung genannt, von dem das gesamte Alte Testament der Bibel geprägt ist. Im Judentum spricht man von den "heiligen" Schriften des Tanach. Oder, wie es Jesus von Nazareth sagte: "
Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen", auch wenn der Schwerteinsatz vermeintlich berechtigt erscheint. Der Jude Jesus sprach diesen Satz einst, als sein Anhänger Petrus die unberechtigte Gefangennahme von Jesus vor 2000 Jahren mit dem Schwert verhindern wollte. Die Alternative in einem Konflikt zwischen Regierungen oder Staaten sind immer Verhandlungen, auch wenn man sich im Recht fühlt und den anderen als "böse" betrachtet. Ein neutraler Beobachter sieht hingegen nie nur einen Schuldigen oder nur einen "Bösen" und er weiß darum, was alles über einen längeren Zeitraum an aggressiven Taten, Worten, Gedanken und Gefühlen voraus ging, bis jemand den Zünder einer Rakete bedient.
Zudem ist es niemals möglich, einen "Feind" tatsächlich zu vernichten. Denn die Seelen sind unsterblich und führen unter Umständen "ihren" Krieg in der jenseitigen Welt fort. Oder sie inkarnieren wieder in einen menschlichen Körper und tragen dann den Hass aus dem vergangenen Leben weiterhin in ihrer Seele, von wo er in dieser weiteren Inkarnation eines Tages wieder heraus bricht
(siehe dazu Der Theologe Nr. 2).

Die ungeplanten Kriegsopfer

Aktualisierung [31.12.2008] - Spiegel online zeichnet ein Portrait von dem Uhrmacher des Krieges, wie sie ihn nennt, von Verteidigungsminister Ehud Barak, der jede Bombe zuvor plante, die abgeworfen werden soll. "Selbstsicher tritt er auf - etwas zu selbstsicher, meinen viele. Er urteile blitzschnell, weil er stets überzeugt sei, dass seine Logik besser sei als die der anderen. Er sieht sich deshalb nicht als gewöhnlichen Politiker ... Barak fehlt erstens die Geduld für den Dialog. Zweitens denkt der Hobbyuhrmacher in geschlossenen Systemen. Die Umwelt in seinem Kalkül zu berücksichtigen gehört nicht zu seinen Stärken" (31.12.2008).
Deshalb hat er wohl auch nicht berücksichtigt, dass die Trümmer einer Moschee, die er in Schutt und Asche bomben ließ, auf das benachbarte Wohnhaus fallen und fünf palästinensischen Mädchen den schlimmen Tod brachten
(Main-Post u.a., 31.12.2008). Obwohl sie nichts mit der Hamas zu tun haben, wurden ihre Särge mit Hamas-Fahnen geschmückt. Man kann eben die Hamas nicht aus dem Gaza-Streifen heraus destillieren und ohne "Nebenwirkungen" vernichten, wie es bestimmte Kriegsherren gerne täten. Und selbst, wenn man es könnte: Das neue Leid und der neue Hass, der durch die Vernichtung in vielen Menschenherzen entsteht, sind bereits die Keime für wieder neues Leid und wieder neuen Hass und wieder neuen Krieg, wie auch die ganze Kriegsgeschichte des Nahen Ostens seit 1947 immer und immer wieder beweist. Und dies alles führt früher oder später in eine gegenseitige Selbstvernichtung. Und alle diejenigen werden hier mehr oder weniger mit hinein gezogen, die hier Partei ergreifen oder glauben, Partei ergreifen zu müssen oder die glauben, der Krieg könne gewonnen werden, da ja eine Seite über die militärisch überlegeneren Waffensysteme verfüge.

Was will Gott?

So denkt auch die Hamas trotz militärischer Chancenlosigkeit nicht an Kapitulation. Für ihre Soldaten sei dies ein "heiliger" Krieg, und sie seien bereit, auch als "Märtyrer" zu sterben. Mit einem Bein bereits im Grab, beschwört der Hamas-Chef Hanija den Gott Allah. Er "sagte am Mittwochabend [31.12.2008] in einer TV-Ausstrahlung, an die Palästinenser gewandt: ´Der Sieg ist nahe, so Gott will, und er ist näher als ihr denkt`" (Spiegel online, 1.1.2009). "So Gott will", so denken aber auch die Israeliten und beten zu ihrem Gott, der laut ihrer "heiligen" Schriften schon oft den Krieg befohlen habe, wobei die Propheten Israels jedoch immer widersprochen haben (z. B. Jesaja, Jeremia, Amos; leider haben kriegerische Priester die Prophetenschriften später an vielen Stelle verfälscht). Und "Deus vult" = "Gott will es", so auch der Schlachtruf der katholischen Kreuzfahrer und Krieger bis ins 20. und 21. Jahrhundert hinein.
Doch wie man die Götter auch nennen mag, die angeblich schon so viele Kriege gewollt und gesegnet haben: Früher oder später werden die Krieger merken, dass ihnen ihre eigenen Bomben und Raketen um die Ohren fliegen und weit Schlimmeres. Denn das Gesetz von Saat und Ernte ist unbestechlich und lässt sich von keinem "Gott" und keinem Priester hinweg segnen.

Viele wachsame Zeitgenossen dachten bei den "friedlichen" Silvesterraketen zur Jahreswende unwillkürlich auch daran, dass im Nahen Osten die Raketen entsetzliches Leid und Tod bringen - und zwar in diesem Augenblick und auch in der kommenden Zeit. Auf diese Weise wurden die Silvesterraketen auch zu einem Symbol für das, was in Palästina passiert und wohl bald auch verstärkt anderswo. Und wie lange wird man sich im Westen nach einem Glas Wein noch friedlich ins Bett legen können?

PS: Der Angriff Israels auf Gaza ist möglicherweise mit dem evangelischen US-Präsident George W. Bush abgesprochen. Bereits am 16.5.2008 schrieb der Tagesspiegel in Berlin: "US-Präsident Bush stimmt einer Großoffensive im Gaza-Streifen angeblich zu." Und er sicherte Israel grundsätzlich zu, "dass sie sich auf die USA verlassen könnten". Bush wörtlich: "Israels Bevölkerung mag nur knapp über sieben Millionen betragen. Doch wenn sie gegen den Terror und das Böse angehen, sind Sie 307 Millionen stark, weil die USA ihnen beistehen." Dies erinnert so manchen auch an Kriege in biblischer Zeit, als sich das damalige Israel entgegen den mahnenden Prophetenworten im Konflikt mit Babylon z. B. militärisch auf die Großmacht Ägypten verlassen hat. Das Ergebnis war damals der Untergang.
 

 



29.12. / 30.12.2008  / 3.1. / 21.1.2009 - Kanzlerin Angela Merkel und CDU geben Hamas "Alleinschuld" / Israel verkündet "Krieg ohne Gnade": "Das Schlimmste steht uns noch bevor" / "Christliche" Kriegs- und Bombenbefürworter verhöhnen Christus / Anti-westliche Stimmung in islamischer Welt nimmt massiv zu / Bibelfundamentalisten fiebern Schlacht von Harmagedon entgegen - Die deutsche Kanzlerin, evangelische Kirchenchristin und CDU-Politikerin Angela Merkel, lässt verlauten: "Die radikal-islamische Hamas trägt die alleinige Schuld an der Eskalation" (Bild, 29.12.2008), sie trage "eindeutig und ausschließlich" die Verantwortung (Spiegel online, 29.12.2008) - eine einseitige politisch kalkulierte Parteinahme, die viele Faktoren ausblendet, denn bei einem solchen Konflikt hat grundsätzlich niemals nur einer die "Alleinschuld". Mit anderen Worten: Jeder an einem Konflikt Beteiligte hat zumindest einen Anteil daran. Und vermutlich widersprechen auch die meisten anderen deutschen Politiker der Kanzlerin. "Jemand, der seit 60 Jahren Gewalt mit Gewalt beantwortet, ist immer nicht nur Opfer, sondern auch Täter. Das gilt für beide Seiten. Nur ein Psychopath wird das bestreiten", heißt es z. B. im Leitartikel der Frankfurter Rundschau  für den eigenen Web-Blog zum Thema (21.1.2009). Unmittelbar vor den israelischen Kampfhandlungen erklärte ja die Hamas, die Waffenruhe würde nicht verlängert, da Israel mit seiner Total-Blockade den Gaza-Streifen mehr und mehr strangulierte. Und Israel wird dafür wieder einen Grund nennen, worauf die Hamas wieder einen Grund nennt, woraufhin wieder Israel usw. usw. Man zeigt nach dieser Logik so lange mit dem Finger auf den anderen, bis beide umgefallen gefallen sind und am Boden liegen und nicht mehr aufstehen.

Eine friedliche Alternative

Und hier kann man auch bedenken, dass der Konflikt einst damit begann, dass die Palästinenser in den Jahren 1947 und 1948 gewaltsam aus ihrem Land vertrieben wurden und dass sie erleben mussten, wie damals über 500 ihrer Dörfer und Städte zerstört und viele Menschen getötet wurden. Eine Alternative für die Einwanderer wäre z. B. gewesen, friedlich zu siedeln und Landstücke Zug um Zug von Palästinensern zu kaufen, z. B. mit der Hilfe von finanzstarken jüdischen Organisationen in den USA; oder auch mit Hilfe von Zahlungen aus Deutschland - als Zeichen gegen das grausame Leid des voran gegangenen Holocaust (vgl. dazu Der Theologe Nr. 4); und mit dem Ziel eines friedlichen Nebeneinanders von bisherigen und neuen Bewohnern des Landes. Und diese Entwicklung hat es ja auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tatsächlich gegeben, bis Gewaltbereite auf beiden Seiten die Oberhand bekamen, unterstützt von religiösen Fanatikern, die z. B. das ganze Land nur für die eigene Partei beanspruchen. Doch immerhin hat die UNO in den Jahren 1948, 1967 und 1973 auch aufgrund der geschichtlichen Gesamtsituation (Die Israeliten wurden nach einem Aufstand im Jahr 135 von den Römern aus Palästina vertrieben und wurden ab ca. 1938 in Deutschland bestialisch umgebracht) die Existenz des Staates Israel anerkannt (z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_338_des_UN-Sicherheitsrates). Dies hätte die Grundlage dafür sein können, den palästinensischen Flüchtlingen - mit internationaler Hilfe und Vermittlung - die Rückkehr zu ermöglichen oder sie wenigstens im Nachhinein angemessen und großzügig für ihr unfreiwilliges Opfer, das ihnen die "Weltgemeinschaft" auferlegt hat, zu entschädigen und ihren Zorn damit etwas zu besänftigen. Möglicherweise hätte sich dann nie eine "Hamas" (gegründet 1988) entwickelt. Und möglicherweise wäre dann weltweit nie ein solcher gewalttätiger Islamismus entstanden, der sich zuletzt immer weiter ausbreitete.

Das Bild vom Splitter im Auge des Nächsten und vom Balken im eigenen Auge

Jesus von Nazareth, zu dem sich die deutsche Bundeskanzlerin dem Munde nach bekennt, sprach bei Konflikten sogar vom "Balken" im eigenen Auge, der zuerst entfernt gehört, während der Konfliktbeteiligte aus Sicht eines Christen nur den "Splitter" im Auge hat. Doch das "C" für "Christus" hat die CDU bekanntlich nur im Namen. Die Lehre des Christus befolgt man ausdrücklich nicht. Sonst würde man sich zumindest bemühen, den eigenen Balken zu finden.
Denn würde Jesus, der Christus, auf den sich auch die Kanzlerin in ihrem CDU-Parteiprogramm formal beruft, in einem Krieg für die eine Seite Partei ergreifen, wie dies die Kanzlerin tut? Nein, sondern er lehrte wörtlich: "Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst" (
Matthäusevangelium, 7, 3-5). Was würde also Jesus von Nazareth wohl zu Angela Merkels einseitiger Schuldzuweisung an die streng islamische Organisation der Araber sagen?

Die Verhöhnung von Christus

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, der Protestant Eckart von Klaeden, erklärte sogar, "es liege ´allein in der Hand der Hamas`, ein Ende der Kampfhandlungen herbeizuführen" (Spiegel online, Handelsblatt, 29.12.2008). Israels Führung sprach demgegenüber von einem "Krieg ohne Gnade" und der kompletten Zerstörung aller Einrichtungen der Hamas. "Nicht ein stehendes Haus" der Hamas werde es bald mehr geben. Doch der Hass, den Israel früher oder später dafür ernten wird, würde dann schon bald mit Macht über das eigene Land herein brechen.
"Wir befinden uns erst am Anfang des Kampfes, dies kann man nicht mit einem Schlag lösen. Das Schlimmste ist noch nicht ausgestanden, es steht uns noch bevor, und darauf müssen wir uns vorbereiten", so Israels Vize-Generalstabschef Dan Harel
(ntv.de, 29.12.2008). Doch Dan Harel ist wenigstens kein Christ und beruft sich im Unterschied zu seinen kirchenchristlichen Sympathisanten nicht auf den Pazifisten Jesus von Nazareth, sondern er lehnt vermutlich dessen Friedensbotschaft ab und handelt entsprechend. Wenn jedoch Politiker von der CDU wie Angela Merkel und ihr außenpolitischer "Experte" Eckart von Klaeden sich auf Christus berufen und dann ebenfalls die Bombardierungen und damit die Eskalation der Gewalt befürworten oder wohlwollend tolerieren, dann ist das eine schwerwiegende Verhöhnung des Mannes aus Nazareth, ein schändlicher Missbrauch seines Namens.

Verhandlungen mit dem "bösen" Nachbarn als einzige Chance

Zum Hintergrund: Israel will die islamistische Hamas vernichten und nicht mit ihr verhandeln, obwohl diese von der Mehrheit der Palästinenser im Jahr 2006 bei demokratischen Wahlen, die doch vom Westen eigens eingefordert worden waren, gewählt wurde. Und so schwenkte auch die Hamas wohl wieder vom zwischenzeitlichen Angebot einer Waffenruhe um zum Aufruf zu einer neuen so genannten "Intifada", einem Aufstand gegen Israel, der auch Selbstmordattentate einschließt. Hintergrund ist hier das Bestreben, den Staat Israel zu beseitigen und einen islamischen Staat in Palästina zu gründen. "Seit September 2004 enthält sich die Hamas selbst im Allgemeinen der Gewalt gegen Israel, meint aber, dass ´Israel die Ursache jeglichen Terrorismus` sei und bezeichnet den Beschuss Israels mit Kassam-Raketen durch andere militante Gruppen als Akt der Selbstverteidigung". Nach Gesprächen mit Ex-US-Präsidenten Jimmy Carter im April 2008 soll sich die Hamas sogar zwischenzeitlich zu einer Anerkennung Israels in den Grenzen von 1967 bereit erklärt haben, dies jedoch später widerrufen haben, was allerdings auf eine noch bestehende Flexibilität der Position hindeute (http://de.wikipedia.org/wiki/Hamas). Doch anstatt die Chance zu prüfen, lehnte Israels Präsident Ehud Olmert es ab, Ex-USA-Präsident Jimmy Carter überhaupt anzuhören.
Dabei sind Verhandlungen mit dem jeweils "bösen" Nachbarn für jede Seite die einzige sinnvolle Möglichkeit, zu einem geordneten Nebeneinander zu kommen. Jeder Versuch einer Vernichtung wird auf einen selbst zurückfallen, was derzeit vor allem der militärisch unterlegenen Hamas droht.
Doch mittlerweile lassen sich - wie im Iran und in Indonesien -
Muslime weltweit zur Hilfe für die Hamas und zum angeblich "heiligen" Krieg gegen Israel rekrutieren. Die islamistische Gewalt wird also jetzt massiv und auf vielerlei Art zunehmen. Und sie wird auch diejenigen treffen, die sich immer noch auf die Macht ihrer Hochrüstung und auf ihre Waffen einschließlich Atombomben verlassen. Und das alles bestätigt einmal mehr die Spirale von Gewalt und Gegengewalt ... Und was Israels Minister Ehud Barak sagte, gilt für alle Beteiligten, wenn sie nicht endlich aufhören: "Bis zum bitteren Ende".

Evangelische Krieger warten auf Schlacht von Harmagedon

Und am bittersten könnte es wohl für die kommen, welche im Namen von Jesus von Nazareth in das Kriegsgeschrei einstimmen. Denn sie sind nicht nur kriegerisch, sondern sie verstellen durch ihre Scheinheiligkeit und ihre Heuchelei auch den Blick auf die Alternative, die sich allmählich daraus ergibt, dass man wenigstens versucht, die Jesus-Worte "Liebe deine Feinde" ernst zu nehmen und daraus konkrete einzelne Schritte ableitet.
Die radikalste Gruppe der kirchlichen Krieger sind dabei meist
evangelische Bibelfundamentalisten, vor allem aus den USA. Sie unterstützen seit Jahren mit vielen Millionen Dollar radikale jüdische Siedler und andere fanatische Gruppen in Israel, und sie standen bei jedem Krieg fest an der Seite Israels (wie auch meist bei den Kriegen der USA an der Seite ihrer Krieg führenden Regierung). Sie erwarten aufgrund einiger schwer verständlicher und teilweise gefälschter Stellen im letzten Buch der Bibel allerdings dabei auch folgendes: Ein großer Teil der Juden würde sich bald zum falschen Christus der Institutionen Kirche bekehren und die Gegner Israels und deren Verbündete würden dann in einer grausamen Endschlacht bei einem Ort mit Namen "Harmagedon" militärisch besiegt werden.
Über diese kirchlichen "Helfer" äußerte sich der damalige Präsidentschaftskandidat des Likud-Blockes und spätere Präsident
Benjamin Netanjahu im Jahr 2006 z. B. wie folgt: "Eine erstaunlich große Anzahl von fundamentalistischen Christen glaubt daran, dass wir jetzt auf das Ende der Zeiten und die Schlacht von Armageddon (oder: Harmagedon bzw. Harmageddon) zusteuern. Natürlich ist das so seit dem Tode von Jesus gewesen, dessen Anhänger seine bevorstehende Rückkehr erwarteten, damit er die Dinge in Ordnung bringt. Doch obgleich die Christen glauben, die Apokalypse werde aus Gründen geschehen, die keinen Sinn für die meisten Leute (einschließlich mir) ergeben, heißt das nicht, dass sie nicht stattfindet" (Trimondi online, 5.4.2006).
Mit dem Mann aus Nazareth, der vor ca. 2000 Jahren das kommende Friedensreich verkündete und von den Priestern seiner Zeit verfolgt und von den Römern gekreuzigt wurde, haben diese "fundamentalistischen Christen" und ihr falscher "Kriegs-Christus" jedoch nichts zu tun. Der echte Christus bringt "die Dinge in Ordnung", indem seine Nachfolger sich an seine Gebote und seine Bergpredigt halten (wozu das Erlernen der Feindesliebe gehört) und womit sie ganz allmählich eine Alternative zu der kriegerischen Welt der großen Ego-Konflikt-Parteien aufbauen könnten.

Anti-westliche Stimmung nimmt massiv zu

Aktualisierung: Der in Deutschland lebende libanesische Journalist Mottaleb el Husseini erklärt gegenüber Focus online (30.12.2008) die Stimmung in den islamischen Ländern: "Die Menschen in der arabischen Welt sind wütend. Die Wut richtet sich aber nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen die eigenen Regime, die sich absolut passiv verhalten [PS: und von denen viele später im so genannten "Arabischen Frühling" ab 2011 gestürzt oder seither bekriegt werden, wie in Syrien] Das Problem von Gaza ist nicht nur der Raketenbeschuss auf Israel. Gaza ist abgeriegelt, es ist ein Gefängnis für seine Bewohner. Das schürt Hass und ist Wasser auf die Mühlen der Islamisten. Selbst gemäßigte Muslime, die bislang an der Seite des Westens standen, sind enttäuscht. Die anti-westliche Stimmung nimmt massiv zu" (http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/tid-12981/nahost-die-intifada-hat-bereits-begonnen_aid_358574.html). Der Krieg stärkt also den gewalttätigen und nicht zu Friedensverhandlungen bereiten Islamismus weltweit in ungeheurem Ausmaß.

Und hier die Stellungnahme des UN-Sonderberichterstatters: "Die Luftangriffe hätten nicht nur jede Polizeistation und jede Sicherheitseinrichtung der gewählten Regierung im Gazastreifen zerstört, sondern auch viele Zivilisten getötet, heißt es in einer Erklärung des UN-Sonderberichterstatters über die Menschenrechtslage in den Palästinensergebieten, Richard Falk, vom Montag. Zwar seien die Raketenangriffe gegen Zivilisten in Israel gesetzeswidrig, aber dies gebe Israel weder als Besatzungsmacht noch als souveräner Staat das Recht, das internationale humanitäre Völkerrecht zu verletzten. Die Eskalation der Militärangriffe habe das Leben für israelische Zivilisten nicht sicherer gemacht" (Netzeitung, 30.12.2008).
Der ehemalige UN-Generalsekretär Butros Gali hat mittlerweile resigniert: "Die Araber haben gemeinsam einen guten Friedensplan vorgelegt, der die Anerkennung Israels in den Grenzen von 1967 im Gegenzug für die Unabhängigkeit eines palästinensischen Staates im Rahmen dieser Grenzen vorsah. Israel hat den Fehler gemacht, dieses Angebot zu ignorieren" (Das ganze Interview unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599240-2,00.html).

 




29.12. / 30.12.2008 - Israel will die Hamas vernichten: "Krieg bis zum bitteren Ende" / Symbol für die Weltpolitik? Denn "die Erde steht auf der Kippe" / Auf ein gutes Neues Jahr ohne die Hamas? - Israel will in diesem Krieg eine "endgültige" "Lösung" der Konflikte mit der islamistischen Palästinenser-Organisation Hamas, die bei den palästinensischen Parlamentswahlen vom 25.1.2006 im Westjordanland und im Gaza-Streifen die absolute Mehrheit der Mandate erreichte, jedoch nur in Gaza gewaltsam die Macht übernommen hatte. Eine Verhandlungslösung werde ausgeschlossen, so Israels Minister Ehud Barak, es gibt "Krieg bis zum bitteren Ende" (Bild, 29.12.2008). Er vertraut dabei auf das riesige Waffenarsenal seines Landes, und Ministerpräsident Ehud Olmert sagte ja im Blick auf die schier unzählig vielen Bomben und Raketen: "Wir sind stärker" (Focus online, 25.12.2008).

Völkerrecht als Verhandlungsbasis für Versöhnung und Wiedergutmachung

Und was würde dann von Gaza und seinen derzeit noch 1,5 Millionen Einwohnern, überwiegend Anhänger oder Wähler der Hamas und ihre Familienangehörigen, am Ende noch übrig sein außer einem Trümmerhaufen? Die meisten Bewohner Gazas lebten vor dem Krieg von weniger als zwei Dollar pro Tag (Focus online, 30.12.2008). Und dass die palästinensische Bevölkerung Jahr für Jahr mehr der Hamas bzw. dem gewaltbereiten Islamismus zuneigt, hat seine Ursache auch in der Politik Israels gegenüber den Palästinensern (zuletzt in der Abriegelung des Gaza-Streifens von der Außenwelt), mit deren Vertreibung im Jahr 1948 die Tragödie begann. 750.000 Palästinenser wurden damals aus ihrem Land getrieben, über 500 ihrer Dörfer und Städte wurden zerstört, weil israelitische Einwanderer dort siedeln wollten; siehe auch unten; vgl. dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Nakba). Und bis heute weiten militante und religiös fanatische Siedler meist mit Deckung der Regierung ihren Herrschaftsanspruch auf immer mehr Land aus, das den Palästinensern gehört. Und Fanatiker jeder Seite wollen das ganze Land allein für sich. Und jeder beruft sich dabei auf seine Religion. Dabei hat die UNO in den Jahren 1948, 1967 und 1973 eindeutig entschieden, welcher Teil des Landes wem völkerrechtlich zusteht, und zwar ohne Wenn und Aber (z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_242_des_UN-Sicherheitsrates), was jedoch die voran gegangene Vertreibung von fast einer Million Palästinenser ethisch-moralisch nicht legitimiert. Dies bedarf aus geistiger Sicht der Bitte um Vergebung und der Wiedergutmachung an den Vertriebenen und den Nachkommen der Getöteten, wobei das Völkerrecht als gute Verhandlungsbasis dienen könnte. Doch davon ist man weiter entfernt denn je. Weder die Regierung Israels noch die Palästinenser, die einen islamischen Staat in ganz Palästina wollen, akzeptieren die UNO-Beschlüsse, woraufhin jede Seite schon bislang negative Folgen vielfach tragen musste. Dabei könnte ja jeder Staat, der jüdische wie der palästinensische, auch friedfertigen Bewohnern bzw. Siedlern der anderen Volksgruppe Wohn- bzw. Minderheitenrechte einräumen, wenn diese die Gesetze und Regeln des Gastlandes respektieren und achten, wie es ja z. B. vielen Palästinensern in Israel auch grundsätzlich gewährt wird.

Was kommt nach dem "bitteren Ende" in Palästina?

Doch was wird jetzt, wenn die jeweiligen Regierungen Israels erst Krieg bis zum "bitteren Ende" in Gaza führen? Oder dieses Ziel vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen möchten, der ihnen dann vielleicht "günstiger" erscheint. Und dann eventuell eines Tages auch gegen den Iran ins Feld zieht? Und wenn es immer weiter Krieg führt "bis zum bitteren Ende", eventuell irgendwann auch mal mit den Atombomben? Denn mit jeder abgeworfenen Bombe bombt man sich gleichzeitig einen neuen Feind herbei. Eigentlich war es völlig anders gemeint mit dem "Segen für alle Völker", der nach 1. Mose 12, 3 im Alten Testament (jüdisch: Tanach) von den Nachkommen Abrahams ausgehen sollte, die den Auftrag hatten, Vorbild für andere Völker zu sein. Und glaubt der Westen allen Ernstes, mit der Befürwortung von Kriegen zu einer Verständigung mit der islamischen Welt zu kommen?
Aber vielleicht lässt sich ja die Hamas tatsächlich" ausradieren" und alle überlebenden Islamisten geben dann auf? Und im Westen sagt man dann vielleicht: "Glück gehabt"? Oder muss man im Westen einfach einmal schlicht vom hohen Ross der maßlosen Selbstgerechtigkeit herunter? Immerhin sind es nicht die islamischen Staaten und die palästinensischen Kleinbauern, welche die ganze materialistische Welt auf den Klimakollaps und dadurch auf einen großen Zusammenbruch zusteuern, der etwas in der Geschichte Vergleichbares vermutlich nur schwer finden lässt.

Bitteres Ende für die ganze Welt? "Die Erde steht auf der Kippe"

So könnte die Ankündigung Israels "bis zum bitteren Ende" ein Symbol für die Weltpolitik überhaupt sein: für alle Kriege, auch den globalen Krieg des weltweiten brutalen Wirtschafts- und Finanzsystems gegen die Schöpfung Gottes. "Die Erde steht auf der Kippe", sagt der führende deutsche Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber in einem Interview (http://www.mainpost.de/nachrichten/meinung/art9517,4894663). Und ist es vielleicht so, dass die Worte "Bis zum bitteren Ende" eine symbolische Warnung für den ganzen Erdplaneten sind und ein böses Omen hinzu? "Bis zum bitteren Ende?" Und sagen alle Politiker, die so handeln, dann im Jenseits: "Das war es uns wert gewesen. Doch jetzt möchten wir gerne in den kirchlichen Himmel"? Die Friedensbotschaft des Juden Jesus von Nazareth, der unter anderem lehrte "Tut Gutes denen, die euch hassen", war es jedenfalls noch keinem einzigen (!) so genannten "christlichen" Politiker Wert, ihr eine echte Chance zu geben. Am christlichsten von allen war Mahatma Gandhi, doch dieser war ein Hinduist. Und kein führender Politiker nimmt die Botschaft ernst, die auch das ganze "Alte Testament" durchzieht, und welche zusammengefasst heißt: "Was der Mensch sät, das wird er ernten", was zwar auch für den "Feind" gilt (aus israelischer Sicht z. B. für die Palästinenser, die den Raketenbeschuss auf israelische Siedlungen verantworten), aber eben auch für einen selbst. Und welche Ernte werden wohl diejenigen früher oder später einfahren, die zwar die Friedensbotschaft von Jesus mit dem Mund befürworten, jedoch praktisch dagegen handeln, indem sie z. B. Kriege und Bombardierungen unterstützen oder gar selbst befehlen?

PS: Verglichen mit dem legendären Kampf des israelitischen Hirten David mit seiner Steinschleuder und dem Philisterkrieger Goliath in seiner schweren Rüstung sind die "Spielregeln" in unserer Zeit "umgekehrt" (siehe dazu hier): Diesmal haben die Nachfahren der Philister, die Palästinenser, die Steine. Und "gewonnen" hatte damals derjenige, der mit einem bloßen Stein auf einen hochgerüsteten Riesen zielte.

 





26.12. / 29.12.2008 / 18.11.2012 - Israel wirft Bomben auf Gaza / Wer durchbricht die Spirale von Gewalt und Gegengewalt? / Israel zerbombt eine Einrichtung nach der anderen / Die Weihnachtsansprache des iranischen Präsidenten - Um die Weihnachtszeit 2008 stimmten die westlichen Medien die Bevölkerung auf einen Angriff Israels auf den Gaza-Streifen ein. Der Grund klang nachvollziehbar: Raketenbeschüsse aus dem Gaza-Streifen auf die angrenzenden israelischen Dörfer und Städte, zuletzt war von ca. 80 Raketen "seit dem Heiligen Abend" die Rede.

Die Blockade von Gaza

Getötet wurde jedoch offenbar niemand. Was dabei aber vielfach nicht mehr berichtet wurde: Die Regierung Israels hatte den Gaza-Streifen seit dem 5.11.2008 intensiv und komplett abgeriegelt, nachdem eine bis dahin weit gehende Blockade praktisch schon seit ca. 18 Monaten andauerte. Damit wollte man die Hamas-Regierung in die Knie zwingen. Diese wiederum begründete die Nichtverlängerung der Waffenruhe ab dem 19.12.2008 damit, dass Israel nicht genügend Lebensmittel und Waren ins Land lässt und dass Gaza auf diese Weise mehr und mehr stranguliert wird. Die Bevölkerung musste inzwischen um die alltäglichsten Dinge kämpfen. So gab es kein Mehl mehr und nur einmal in der Woche Wasser. Und nur noch in 23 von 3900 Betrieben konnte zuletzt gearbeitet werden, die Menschen waren immer verzweifelter (z.B. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_19866572.php), und militante Palästinenser begannen verstärkt zu schießen. Und warum die Komplett-Blockade seit Wochen? Auch bereits wegen vorheriger Raketenbeschüsse einzelner Palästinenser, nachdem es zuvor ein halbes Jahr "ruhig" war. Und warum die Raketenbeschüsse? Wegen der Blockaden usw. ...

Friedliche Besiedlung oder gewaltsame Vertreibung

Man findet immer wieder ein nächstes Glied in der Kette der Gewalt und wird im aktuellen Konflikt vor Ort bis zur Vertreibung der Palästinenser zurück finden - aus dem Land, in dem sie Jahrhunderte lang ohne Kriege lebten. Bereits in der ersten Hälfe des 20. Jahrhunderts kam es zwischen palästinensischen und beduinischen Bewohnern Palästinas und jüdischen Einwanderern immer häufiger zu gewaltsamen Zusammenstößen. Doch vieles verlief friedlich. Welcher Umgang miteinander würde sich durchsetzen? Dann wurden 750.000 Palästinenser in den Jahren 1947 und 1948 durch militärische jüdische Organisationen bzw. durch den (durch einen Beschluss der UNO neu gegründeten) Staat Israel vertrieben, über 500 Dörfer und Städte zerstört, eine große Zahl getötet (hierzu gibt es viele Forschungsberichte, welche die Vorgänge im Detail dokumentieren). Die Nachkommen der Flüchtlinge sind mittlerweile auf ca. sieben Millionen Menschen angewachsen und leben meist immer noch in Flüchtlingslagern. Anstatt dass z. B. Siedler weiterhin Landstücke von Palästinensern kauften (jüdische Organisationen in den USA hätten z. B. sehr viel Geld ausschließlich für friedliche Besiedlungsaktionen bereit stellen können) und sich legal und friedlich ansiedelten, was viele in der erste Hälften des 20. Jahrhunderts ja auch taten, wurde jetzt mehr und mehr brachiale Gewalt eingesetzt und Palästinenser vertrieben. Doch wohin das immer wieder führte, zeigte die Zeit bis jetzt. Und die Erfahrung ist dabei immer: Jeder Gewaltakt enthält bereits wieder die Keime für den nächsten Gewaltakt, und jede kriegerische Handlung setzt die Ursachen für den nächsten Krieg usw. usw.
Dabei kam die UNO Israel entgegen, indem sie den Staat 1948 trotz der ethisch-moralisch nicht legitimierbaren Gewalt
(siehe hier) völkerrechtlich ins Leben rief und 1967 und 1973 in seinen Grenzen bestätigte - eine gute Basis für eine baldige Aussöhnung und Wiedergutmachung an den Flüchtlingen und Opfern der Gewalt. Doch die Regierung Israels hatte die 1967 zusätzlich eroberten palästinensischen Gebiete besetzt und sich allen völkerrechtlich verbindlichen Resolutionen der UNO seither mit Unterstützung der USA stur widersetzt. Und die meisten der heutigen Islamisten akzeptieren die Resolutionen aus ihrer Sicht natürlich auch nicht. So hatte sich Israel zwar 2006 aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen, kontrollierte das Land jedoch seither faktisch vielfach von außen und lässt einen unabhängigen Staat, der z. B auch über seine Bewaffnung selbst entscheidet, nicht zu.

Wenn der eine nicht mit dem anderen reden, sondern ihn zerstören will

Die Hamas-Regierung forderte zuletzt die für Gaza notwendige Öffnung der Grenze, dann würde der Beschuss aufhören. Und Israel forderte den Stopp der Raketenbeschüsse, damit die Grenze nach Israel etwas weiter geöffnet würde. Die Spirale von Hass und Gewalt hat z. B. der Mann aus Nazareth vor 2.000 Jahren durchbrochen, indem er lehrte "Tut Gutes denen, die Euch hassen". Die Hassenden und Gewalttätigen entgegnen, das sei leicht gesagt. Doch wer hat sich je ernsthaft auch nur ansatztweise darum bemüht? Z. B., indem man miteinander redet und verhandelt statt tötet (schließlich heißt ja auch das 5. Gebot: "Du sollst nicht töten", und es steht im jüdischen Tanach, im Christentum "Altes Testament" genannt); und dabei auch Geduld übt. Die Regierung Israels beklagte zwar andauernde Raketenbeschüsse durch Palästinenser, die damit vor allem Grenzöffnungen erzwingen wollten. Gleichzeitig weigerte sie sich jedoch, mit der Hamas-Regierung, welche die demokratische palästinensische Wahl gewonnen hatte, zu überhaupt verhandeln. Deren Regierung wird stattdessen wegen deren Gewaltanwendung von der Israel-Regierung als "Terroristen" bezeichnet und die Bevölkerung zu deren Sturz aufgerufen, also unter Umständen auch zu einer anderen Form des "Terrors" gegen eine demokratisch gewählte Regierung. Doch wenn ein Palästinenser in Gaza in Opposition zur Hamas geht, drohen ihm Unterdrückung oder gar Tod (Spiegel online, 24.1.2009). Engagements, z. B. des Ex-US-Präsidenten Jimmy Carter, der mit der Hamas sprach, zeigten jedoch, dass die islamistische Organisation ihre Position auch ändern kann. Doch wird das wohl keinen Bestand haben, wenn sie nun ihrerseits von der anderen Seite vernichtet werden soll. Und die Regierung Israels weigerte sich damals sogar, mit Jimmy Carter, dem Architekten des Friedens zwischen Israel und Ägypten 1979, zu reden (vgl. dazu bei http://de.wikipedia.org/wiki/Hamas).
Aktualisierung
[22.1.]: "Chaled Maschaal, Chef der radikal-islamischen Hamas, erklärte, an seiner Organisation führe kein Weg vorbei. Seit drei Jahren werde durch eine Blockade des von der Hamas kontrollierten Gazastreifens versucht, die Hamas ´loszuwerden`, sagte Maschaal in einer von mehreren arabischen Fernsehsendern übertragenen Rede. Nun sei es an der Zeit, mit der Hamas zu reden"
(Bild, 22.1.2009). Allerdings wollen viele Hamas-Vertreter auch mit keinem israelischen Regierungsvertreter reden bzw. nach dem Krieg nicht mehr reden.

Doch ohne Gespräche miteinander funktioniert das alles nicht. Auch nicht dem Iran gegenüber
. Erleben wir deshalb derzeit erst das grausame Vorspiel zu einem weit apokalyptischeren Szenario? Falls der Iran mit Hilfe der USA von Israel genauso in die Knie gezwungen werden soll wie Gaza? Auch mit der Regierung des Iran will ja niemand von vor Selbstgerechtigkeit strotzenden westlichen Politikern reden.

Was würde Jesus heute tun? fragt nicht die Kirche, sondern der Präsident des Iran

Was war das für ein Empören, als der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die westlichen Kirchenchristen und ihre politischen Führer über das britische Fernsehen an Weihnachten an den Friedenslehrer Jesus von Nazareth erinnerte! Weil er selbst nicht friedlich sei, so der Vorwurf an ihn. Doch er nennt sich wenigstens nicht "Christ" - im Unterschied zu den westlichen Politikern, die sich zwar "Christen" nennen, aber das Gegenteil von dem tun, was Jesus, der Christus, lehrte. Doch anstatt sich zu schämen, dass es Mahmud Ahmadinedschad war, der die Frage stellte, was wohl Jesus von Nazareth heute tun würde, und dass sie nicht selbst oder zumindest der Papst diese Frage stellten und beantworteten, prügelte man lieber auf die "Kuschelrede" des Persers ein. Doch der iranische Präsident, dessen Politik hier keineswegs verteidigt wird, stellte zumindest die richtige Frage, die sich Christen in dieser Weltsituation stellen sollten, auch wenn er darauf keine christliche Antwort gibt. Er ist ja auch Muslim und wird seinem islamischen Glauben gemäß eine Antwort geben. Doch die kirchenchristlichen Politiker fragen nicht einmal nach der Quelle ihres Glaubens und regen sich dann auch noch scheinheilig darüber auf, wenn sie von Vertretern anderer Religionen an etwas erinnert werden, was für sei eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müsste.

Und so dreht sich auch im Nahen Osten die Spirale der Gewalt immer brutaler. Derweil spendete der Papst einmal mehr seine unkonkreten "Friedenswünsche", verschwieg aber - wie meistens -, wie die verfeindeten Parteien den Frieden einleiten könnten. Er hätte dazu jedoch nur die Frage von Mahmud Ahmadinedschad nach Jesus zu wiederholen brauchen. Stattdessen verweigerte auch der Papst im Jahr 2007 dem iranischen Präsidenten dessen Wunsch nach einem Gespräch. Und warum war der Papst einmal mehr so unkonkret? Weil sich die katholische Kirche in ihrer grausamen Geschichte selbst nie an konkrete Friedensschritte hielt und bis heute Waffen segnet und Soldaten im Kriegseinsatz.

Israel: "Wir sind stärker"

Israels Regierungspräsident Ehud Olmert erklärte: "Wir sind [militärisch] stärker" (Focus online, 25.12.2008). Das denkt so mancher und verlässt sich auf die Menge und die Grausamkeit seiner Waffen. Aber am Ende wird die Rechnung auch hier nicht aufgehen - so wie in den Zeiten der alten Propheten Israels wie Jesaja und Jeremia, als sich Könige und Politiker ebenfalls auf ihre militärische Stärke verließen. Doch die Gottespropheten lehrten sinngemäß: "Tut Gutes denen, die euch hassen," was keineswegs naiv ist, sondern die realistische Chance, früher oder später das Herz des Hassenden zu verwandeln. Und sie lehrten niemals: "Wenn derjenige, der euch hasst, nicht tut, was ihr wollt, dann wendet Gewalt an ..."

Aktualisierung [27.12.2008]: Zwei Tage nach dem päpstlichen "Urbi et Orbi" begann Israel am Morgen des 27.12.2008, dem jüdischen Sabbat, plötzlich aus heiterem Himmel und deutlich vor Ablauf eines zugesagten Ultimatums mit Bombenangriffen auf Gaza.
Am
Sabbat dürfte nach jüdischem Glauben aber nicht einmal ein Feuer angezündet werden. Und Kämpfen sei am Sabbat nur zur unmittelbaren "Selbstverteidigung" erlaubt. Der Sabbat gilt als "Vorgeschmack auf die Freuden im Jenseits" (Wikipedia, 28.12.2008). Auch deshalb wurden die Moslems in Gaza vom plötzlichen Bombenhagel überrascht.
 
Stern.de schreibt: "Alles hatte zuvor auf einen relativ ruhigen Samstag hingedeutet. Militante Palästinenser hatten zwar in der Nacht eine Rakete auf einen Kibbuz abgefeuert, aber auf die sonst üblichen Angriffe in den Morgenstunden verzichtet. Die Bevölkerung von Gaza deckte sich mit Lebensmitteln ein. Israel hatte am Freitag nach einer zehn Tage langen Blockade rund 100 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern, Medikamenten und Getreide durchgelassen. Die Bewohner von Gaza freuten sich schon auf das ebenfalls gelieferte Kochgas. ´Wir leben hier wie in der Steinzeit. Wir essen nur ungekochte Sachen wie Gemüse. Wir haben kein Kochgas und können keine Eier kochen oder warmes Essen machen`, sagte Umm Ramadan. Sie freute sich auch wieder auf frisches Fladenbrot. Die meisten Bäckereien hatten wegen des Mangels an Mehl und Gas schließen müssen" (27.12.2008). Doch dann kamen die Flieger aus heiterem Himmel, gerade als sich die Bevölkerung um Zugang zu gerade erst gelieferten Hilfsgütern bemühte.

Kein Segen, sondern wieder einmal die "Zeit des Tötens" - Wie lange noch?

Doch jeder Gewaltakt ist gleichzeitig die Saat für den nächsten Gegen-Gewaltakt. Und in unserer bis zur x-fachen möglichen Weltzerstörung exzessiv hochgerüsteten Welt (vielfach mit deutschen Waffen) sind angeblich militärische "Lösungen" noch kurzlebiger als früher. Und jede militärische "Lösung" trägt bereits die Keime für den nächsten Krieg in sich, bis zum "finalen" "Showdown", wenn man nicht damit aufhört. Doch man macht weiter, solange es den Glauben an gerechte oder sinnvolle Kriege gibt, wie ihn die beiden Großkirchen (die katholische und die evangelische) weiterhin lehren und solange das präzise Gesetz von Saat und Ernte und die Gesetzmäßigkeit der Reinkarnation (siehe Der Theologe Nr. 2) abgelehnt werden, wie es ebenfalls die Großkirchen tun.

Israels Außenminister Ehud Barak sprach in Anspielung auf Prediger Salomo, Kapitel 3 in der Bibel ("Töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit ... lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit, Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit"): "Es gibt eine Zeit der Ruhe und eine Zeit der Gefechte" (Bild, 27.12.2008). Die großen Gottespropheten Israels wie Jesaja, Jeremia oder Micha sprachen jedoch im Gegensatz zum Prediger Salomo nie von einer "Zeit der Gefechte" oder einer "Zeit des Tötens" (vgl. dazu Der Theologe Nr. 8 - Wie der Teufel in der Bibel hauste). Sie versuchten jeweils vergeblich, die Regierenden vor einem Krieg und vor einem Vertrauen in militärische Stärke zu warnen. Denn die Folgen waren jeweils verheerend: Unzählige Tote, Eroberung des Landes, Verschleppung von Gefangenen usw. Doch dieses Mal hat man wohl so viele Waffen, einschließlich Atombomben, um damit theoretisch die ganze Welt zerstören zu können. Doch der Auftrag wäre eigentlich ein anderer: "In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden" (1. Mose 12, 3). Und Abraham, der erste Empfänger dieser Verheißung, hatte bekanntlich bei der Landfrage gegenüber seinem Neffen Lot nachgegeben (1. Mose 13).

Kein Herz wird gewonnen

Aktualisierung [28.12.2008]: Neue Luftangriffe erschütterten den Gaza-Streifen. Schwer vorstellbar, dass Israel so auch nur das Herz eines einzigen Palästinensers gewinnen kann. Die furchtbare Ernte auf diese Saat wird wohl bald folgen. Und selbst wenn es einem gelänge, alle vermeintlichen Feinde umzubringen: Da hilft dann kein Beten mehr und kein Klagen, keine neuen Gelder und neue noch bessere Waffen, kein Blanko-Scheck für jede Art von Gewalt von mächtigen Verbündeten und kein Papstbesuch. Bald würden die "Feinde" wieder "auferstehen". Und wie ... Immerhin forderte der Papst am 28.12.2008 einen sofortigen Waffenstillstand, der von der Regierung in Israel mit klaren Worten abgelehnt wurde (Spiegel online, 28.12.2008). Auch die gleich lautende Forderung der UNO lehnten die führenden Politiker Israels ab. Israel gehe es nach den Worten seines Ministers Ehud Barak vielmehr um die "Umkehrung der Spielregeln". Und solange die Regierungen Israels letztlich über einen Blanko-Scheck des Westens und seiner Großkirchen für jeden Krieg verfügt und nicht die geringste Sanktion befürchten muss, kann sie Politiker-Appelle als bloße Rhetorik abtun und auch UNO-Beschlüsse weiterhin ignorieren.
In der Zwischenzeit wurde
die Situation der Eingeschlossenen immer verzweifelter: "Blutüberströmte Männer rufen nach einem Arzt oder einer Krankenschwester, doch die Mediziner wissen kaum, bei welchem zerfetzten Körper sie anfangen sollen", schreibt z.B.
Spiegel online (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,598555,00.html). In Israel feierte man unterdessen noch bis zum 29.12.2008 das Chanukka-Fest anlässlich der Wiedereinweihung des Tempels im Jahr 164 v. Chr., nachdem die griechischen Besatzer dort zwischenzeitlich Schweine anstatt von Rindern, Schafen und Ziegen auf dem Opferaltar verbrannten.

Aktualisierung [29.12.2008] - Das Militär Israels zerstörte weiter einen Ort nach dem anderen, der irgendwie mit der Hamas oder eines ihrer Mitglieder in Verbindung stand oder stehen sollte, was letztlich die gesamte Infra-Struktur betrifft, denn die Hamas stellt auch die Regierung und Verwaltung in Gaza und sie unterhält auch die sozialen Einrichtungen (und hat ja auch die Wahl im Jahr 2006 gewonnen). So ist auch für die Palästinenser nicht klar, wer oder was genau alles auf den Abschuss- bzw. Todeslisten steht. Und glaubt man in Israel tatsächlich, auf diese Weise die von Palästinensern ausgehende Gewalt stoppen zu können?
PS
: Bereits im Jahr 2002 hatte die damalige Regierung Israels den mit Geldern aus Deutschland, Spanien, Saudi-Arabien, Ägypten und Japan finanzierten Flughafen in Gaza-Stadt zerbombt
(Wikipedia, 29.12.2008) und seither eine Wiedereröffnung verhindert.

Zur Erinnerung [18.11.2012]: Wie sagte Israels Präsident Benjamin Netanjahu im Jahr 2006 noch als Oppositionspolitiker: "Eine erstaunlich große Anzahl von fundamentalistischen Christen glaubt daran, dass wir jetzt auf das Ende der Zeiten und die
Schlacht von Armageddon (oder: Harmagedon bzw. Harmageddon) zusteuern. Natürlich ist das so seit dem Tode von Jesus gewesen, dessen Anhänger seine bevorstehende Rückkehr erwarteten, damit er die Dinge in Ordnung bringt. Doch obgleich die Christen glauben, die Apokalypse werde aus Gründen geschehen, die keinen Sinn für die meisten Leute (einschließlich mir) ergeben, heißt das nicht, dass sie nicht stattfindet" (Trimondi online, 5.4.2006).

Kirchliche Bibelfanatiker erwarten die "Endschlacht" von Harmageddon - Foto: Topory; GNU-Lizenz für freie Dokumentation




25.12. / 26.12.2008 - "Weh euch Reichen!" (Jesus) - Die etwas andere Weihnachtserfahrung: Papst und Bischöfe kommen nicht durchs Nadelöhr - "Weh euch Reichen!" ruft Jesus (Lukas 6,24). "Weh euch, die ihr jetzt satt seid! Denn ihr werdet hungern!" (V. 25) Worte aus der Vollmacht. Und: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme" (Lukas 18, 25). Seit Jahrzehnten verniedlichen die großen Kirchen das gewaltige Weihnachtsgeschehen und ziehen dem später erwachsen gewordenen Jesuskind einen Zahn nach dem anderen.
In diesem Jahr konnte man jedoch nicht anders als die Praktiken, die in die
Finanzkrise führten, zu kritisieren, nachdem ein Bischof sich z. B. noch zu Jahresanfang, also bevor die Krise offenkundig wurde, gegen die Begrenzung von Managergehältern aussprach (siehe hier). Doch ob der Papst redet (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,598350,00.html) oder die Bischöfe (http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/kultur/952/452654/text/) - alles bleibt letztlich kraftlos, blass und unverbindlich.
Heribert Prantl, ein Journalist der
Süddeutschen Zeitung, ist nur einer, der den Theologen ein großes Stück voraus ist, wenn er z. B. schreibt: "Von Jesaja bis Maleachi haben die Propheten Wirtschaftskriminalität und Korruption angeprangert, Gott als den Gott der Armen und der kleinen Leute verkündet und die Verlogenheit eines Kults angeprangert, der Gott benutzt, aber nicht ehrt. ´Ich hasse eure Feste, ich kann eure Feiern nicht riechen, eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen, euer Harfenspiel nicht hören.` Feiern angesichts schreiender Ungerechtigkeit empfindet der Prophet Amos als gotteslästerlich. Vor dem Feiern kommt anderes: ´Das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach`. Das ist eine zornige, strenge und tröstliche Weihnachtsbotschaft. Darin steckt das innere Feuer für eine bessere Lebensordnung" (http://www.sueddeutsche.de/politik/907/452610/text/3/).
In den Kirchen hört man solches in der Regel nicht oder nur unverbindlich allgemein oder bis zur Unkenntlichkeit verharmlost. Die
Bischöfe stehen derweil mit ihren feinen Gewändern, teuren Ringen, hohen Mützen und goldenen Krummstäben vor dem Nadelöhr. Im Gepäck hat jeder einen Teil des milliardenschweren Vermögens seiner Kirche: ein paar Goldbarren, Immobilienbriefe und Wertpapiere aller Art, hinzu genügend Schweizer Franken. "Für eine andere Zeit", so rechtfertigen sich zur Verblüffung der Umstehenden einige der Würdenträger, damit die Kirche dann, wenn es so weit sei, etwas geben könne.
Doch diese Zeit hat schon lange begonnen.
Täglich klopfen Frauen, die im neunten Monat schwanger sind wie Maria, an die schweren Tore der Kirche. Oder Kinder, die etwas anderen brauchen als einen kirchlichen Segen oder ein paar Almosen aus dem Topf der staatlichen Subventionen. Und so stehen die Amtsträger ratlos vorm Nadelöhr und kommen nicht durch - auch wenn man schweren Herzens ein paar Goldbarren zurücklässt oder den Spitzhut abnimmt oder erst den Krummstab durchwirft, um dann hinterher kriechen zu wollen. Es geht nicht. Auch der Bauch ist bei manchem ein großes Hindernis.
In viele Einzelteile verpackt steht auch der
Stuhl Petri vor dem Nadelöhr, doch nicht einmal die einzelnen Stücke passen durch. Man müsste ihn weiter zersägen und zu Kleinholz schreddern, doch dann würde man ihn hinter dem Nadelöhr nicht mehr wieder zusammenbauen können. Und so stellen sich die Würdenträger vor das Nadelöhr und fangen an zu predigen, die Hostie zu verteilen und zu beten, dass das Nadelöhr sich vergrößere. Doch da können sie lange warten.
Und so bewahrheitet sich in diesen Tagen einmal mehr das Wort des
Jesus von Nazareth: "Weh euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen" (Matthäus 23, 13).

 




20.12. / 23.12.2008 - Unser Tipp zu Weihnachten: Betreten Sie keine Kirche aus Stein, sondern zünden Sie eine Kerze an, als Symbol des inneren Lichts, und treten Sie ein in den inneren Tempel, wie es Jesus uns lehrt - Der CDU-Vorstand in Baden-Württemberg Thomas Volk forderte angesichts von eventuell vollen Kirchen an Weihnachten "´Ich bin dafür, dass Messen am 24. Dezember nur für Kirchensteuerzahler offen sind. Wer nicht in der Kirche sei, müsse auf Gottesdienstbesuche verzichten" (Bild, 22.12.2008). Und der Berliner FDP-Fraktionschef Martin Lindner forderte ein Sitzrecht für alle Kirchenmitglieder an Heiligabend. Die Kirchenführer reagierten aus verschiedenen Gründen ablehnend. Vom Unterbewusstsein her ist es wohl das Gefühl, wenigstens am Heiligabend von der Bevölkerung "gebraucht" zu werden, gleich ob Kirchensteuerzahler oder nicht. Doch die kirchlichen Gottesdienste sind letztlich ein Hohn auf den Mann aus Nazareth, der später als Erwachsener keine Kirchen aus Stein, keine Kanzeln, Altäre und Talare, keine Pfarrer und Priester und keine kirchlichen Zeremonien wollte und dessen Lehre vielfach nicht mit der späteren kirchlichen Lehre übereinstimmt (siehe dazu Der Theologe Nr. 25).

Deshalb unser Tipp zu Weihnachten: Betreten Sie gar keine Kirche aus Stein, sondern zünden Sie eine Kerze an, als Symbol des inneren Lichts, und treten Sie ein in den inneren Tempel, wie Jesus uns lehrt: "Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir´s vergelten" (Matthäus 6, 6). Und wer es im Äußeren etwas festlicher möchte, kauft einfach ein paar Fackeln und geht mit Familie oder Freunden in den Wald. Dort kann man dann z. B. die Weihnachtsgeschichte vorlesen - und es ist viel realistischer als in der vollgezwängten Kirche mit dem ganzen Kult und dem Brimborium darum herum, das Jesus ein "Gräuel" wäre.
Dazu auch unser Lese-Tipp:
Der Theologe Nr. 37 - Der blutige Tempelkult und der Schöpfergott im eigenen Herzen.
Vgl. dazu auch vegetarische Weihnachtsmenüs unter
http://www.lebegesund.de

 




11. / 18. / 25.12.2008 - Neuer Höhenrekord - 33 m hohe und 120 Jahre alte Fichte für den Vatikan abgeschlagen - Heuchlerische Papstrede - Neben den Millionen von arglosen Tieren, die zum kirchlichen Weihnachtsfest geschlachtet werden, werden auch Millionen von Fichten und Tannen, die im vollen Lebenssaft stehen, alljährlich für das Fest umgehauen, allein in Deutschland 16 Millionen - ein Brauch, der sich im kirchenchristlichen Deutschland seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert entwickelt hat und sich von dort weltweit verbreitet hat
(siehe hier). Dass diese Tradition einem Todesurteil für die stattlichen Bäume gleichkommt, wird meist ignoriert. Und dass dieses Brauchtum in Zeiten gigantischen weltweiten Waldsterbens zudem ein Hohn ist, kommt noch hinzu. Das hindert die Kirche jedoch nicht daran, mit die jeweils größten "Christbäume" in einem Dorf oder in den Städten für sich abholzen zu lassen (bereits der Name "Christbaum" ist dabei ein Unding, denn Christus hat nie Bäume zur Pflege eines Brauchs abhacken lassen).
Ein neuer Höhenrekord wird dabei 2008 im Vatikan erzielt. "Seit 120 Jahren" ist eine monumentale Fichte aus dem Klostertal bei Gutenstein im Bezirk Wiener Neustadt auf 33 m Höhe angewachsen. Die bisherige Rekordhöhe eines Vatikanbaumes war 31,5 m. Das Gewicht des diesjährigen Baumes im Vatikan ohne Wurzel beträgt, wie man wog, neun Tonnen
(vol.at, 28.11.2008).  Dem Alter zufolge wäre der 33 m hohe Baum also um 1888 gepflanzt worden. Jetzt lässt man ihn nach 120 Jahren Leben auf dem Petersplatz in Rom also in ein paar Tagen allmählich sterben. Zum Vergleich: Der im Vergleich zu anderen Bäumen "riesige" Weihnachtsbaum, der während der Straßenunruhen in Athen abbrannte, war "nur" 20 m hoch. Und der große traditionelle Weihnachtsbaum, den die USA alljährlich vor dem Kapitol in Washington aufstellen lässt, ist in diesem Jahr 8 m hoch. Auch er wirkt bereits riesig, wenn man daneben die Menschen stehen sieht.
 
Bäume sterben nicht mit Getöse. Sondern schier unmerklich und langsam zieht sich das Leben aus ihnen zurück, wenn man sie, für die Pflanze schmerzvoll, fällt. Oder wenn man ihre Wurzeln bzw. ihre Verbindung zum Erdreich kappt. Deshalb ist der Weihnachtsbaum auch ein Symbol der Warnung. Er stirbt, so wie sich auch immer mehr Tier- und Pflanzenarten in riesiger Zahl, doch schier unmerklich von diesem Planeten Erde verabschieden und die Menschen mehr und mehr ihrem eigenen Schicksal überlassen.

Während also auch das Sterben dieser monumentalen alten Fichte im Angesicht des Stuhles Petri begonnen hat, veranstaltete die Kirche ihr Kult-Brimborium darum herum: Mit dem Segen des Heiligenkreuzer Abtes Gregor Henkel-Donnersmarck begann der aufwändige Tieflader-Spezialtransport der Fichte vom österreichischen Klostertal nach Rom. In Rom angekommen wurde die riesige Fichte neben dem Obelisken in einen tonnenschweren Sockel gesenkt und mit Drahtseilen gesichert. Und am Freitag, den 12.12.2008 hatten Diözesanbischof Klaus Küng aus St. Pölten und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll mit 850 römisch-katholischen Pilgern im Gefolge den Rekord-Baum an Papst Benedikt XVI. übergeben. Neben dem Heiligkreuzer Abt Henkel-Donnersmark waren auch die Äbte Georg Wilfinger (Stift Melk) und Christian Haidinger (Altenburg) zur Baumübergabe mitgereist. Gleichzeitig verlieh Erwin Pröll Joseph Ratzinger die Statuette des "goldenen Heiligen Leopold" als Ehrenauszeichnung für den Kirchenführer. Und sozusagen als abgehackte Zugaben schenkte die Abordnung aus Niederösterreich dem Vatikan auch 40 kleinere Weihnachtsbäume für die Audienzhalle und die Kurienbehörden (kathweb.at, 11.12.2008). In seiner Dankesrede sagte Benedikt XVI. über den Baum: "Seine aufstrebende Gestalt, sein Grün und die Lichter auf seinen Zweigen sind Symbole des Lebens" (Radio Vatikan, 12.12.2008). Doch schon bald, im neuen Jahr 2009, liegt der jetzt wurzellose Baum wieder quer, das Grün ist zu Fahlgelb verwelkt und die Lichter alle abmontiert. Was ist der Baum im Vatikan dann für ein Symbol? Wer Ohren hat zu hören, der höre!
 

Ein Symbol: Der stellvertretende Tod des Vatikan-Baumes

Wie einen todgeweihten Gefangenen, den man aus der Provinz ins alte Rom brachte, fährt man die monumentale über 30 m hohe Fichte mit einem Tieflader in die Stadt. Zum Tode verurteilt und gefällt an dem Ort, an dem der Baum seit über 100 Jahren seine Schöpfungsaufgabe erfüllte und gerne weiter erfüllt hätte: den Menschen, den Tieren und seiner ganzen Umgebung zu dienen - fest und tief verwurzelt im Erdreich, dem er die für ihn lebenswichtigen Nährstoffe entnimmt, damit er Sauerstoff spenden kann und die Luft reinigen kann und damit er vieles mehr zum Wohle aller Lebewesen auf der Erdoberfläche tun kann; auch als Lebensraum für Vögel und unzählige Klein- und Kleinsttiere.

Jetzt hat man den Baum jedoch mit der brachialen Gewalt einer Motorsäge von seinen Wurzeln getrennt und man hat ihm den Halt genommen, Und man muss ihn in der Gefangenschaft mit Stahlseilen sichern, damit er nicht ungewollt einen von denen erschlägt, die seine imposante Höhe und sein langsames Sterben bestaunen. Denn so sehr er es auch versucht, aus sich heraus noch einmal Wurzeln zu schlagen: Es ist nicht mehr möglich. Er beginnt zu vertrocknen.

Der Baum leuchtete weit über 100 Jahre aus sich selbst. Dies jedoch wird von den schwarzen Herzen im Vatikan, denen er sterbend seinen letzten unfreiwilligen Dienst erweist, geleugnet. Weil man dort die Finsternis und Dunkelheit in der eigenen Seele auf die ganze Schöpfung Gottes projiziert und den Baum folglich als "unbeseelt" betrachtet.

Dabei spendete der große Baum Jahrzehnt um Jahrzehnt, ja bereits im dritten aufeinander folgenden Jahrhundert, Sauerstoff für die Mutter Erde und ihre Bewohner. Sein Schmuck waren und sind immer noch seine Zweige mit ihren immergrünen Nadeln.

"Macht Euch die Erde untertan", lehren die Führer der Kirche. Und so wie sie sich diesen großen Baum als jüngste Beute untertan gemacht haben, so haben sie sich die ganze Schöpfung untertan gemacht - und zur gnadenlosen Ausbeutung und zum Sterben verurteilt. Und so fahren sie in bisher nie bekanntem Ausmaß fort, weil dei Priester und Theologen das Gesetz der Einheit nicht anerkennen, das besagt: "Menschen, Tiere, Pflanzen und die Elemente gehören zusammen. Was dem einen geschieht, geschieht bald auch dem anderen."

Und so ist das Sterben des 30 m hohe Weihnachtsbaum im Vatikan ein Symbol für den Zustand der Mutter Erde und für das Schicksal der Menschen.
Und wenn ein Naturfreund diesem machtvollen großen Baumes einmal eine Stimme geben würde, dann könnte der Baum vielleicht wie folgt sprechen:

"Vor euren Augen sterbe ich im Glitzer eures äußeren Scheins. Ich sterbe vor den Augen eines von euch ´heilig` genannten Vaters, der von euch auch der "Lenker des Erdkreises" genannt wird. Und ich sterbe hier zusammen mit unendlich vielen Bäumen dieser Erde. Wir, die grünen Lungen des Planeten, wollen euch dienen. Doch merkt ihr nicht, wie die hemmungslose Profitgier den ganzen Planeten zerstört! Hört ihr es noch nicht? Habt ihr es noch immer nicht gemerkt? Der Mensch ist dabei, die Natur, die unser aller Lebensgrundlage hier auf der Erde ist, zu vernichten.
 
Schaut mich an, den Baum, aber nicht nur während eures Festes, sondern sucht mich vor allem dann, wenn das neue Jahr begonnen hat.
Das Fest wird dann für viele schon wieder vergessen sein. Und Millionen von Bäumen haben dann dafür ihr Leben gelassen, nachdem man sie - wie mich, den großen Baum für den Vatikan - abschlug, mitten im vollen Lebenssaft.

Ich schätze die Ehre nicht, aus allen Bäumen dieser Welt auserwählt zu sein, im Angesicht eurer
"Heiligkeit" sterben zu dürfen. Denn das ist nicht meine Bestimmung. Aber es wird zu eurer Bestimmung werden, denn ich bin für euch ein Symbol. Schaut an, was bald aus mir und allen den anderen Weihnachtsbäumen geworden ist, wenn bereits das neue Jahr begonnen hat! Und ihr seht dann auch, was gerade mit dem Planeten Erde und mit immer mehr Menschen passiert!

Und schaut schon heute in die Augen der Tiere, die zu Millionen auf grausamste Art ihr Leben lassen müssen für euer Fest - wie wir Bäume. Schaut in die Augen eurer Opfer in den Schlachthöfen und Metzgerkammern in eurem Advent. Und mich, den Baum, sucht wieder, wenn das Fest vorbei ist.
Was wird dann aus mir geworden sein, wenn die Gestalter eures falschen Prunks schon nach dem nächsten großen Baum Ausschau halten, der mich an Höhe vielleicht noch übertreffen soll? Seht, was dann noch übrig ist von meinem mächtigen Stamm und den herrlichen Zweigen und den immergrünen Nadeln! Ich kann euch dann keinen Sauerstoff mehr schenken. Sondern ich werde für viele, ja für sehr viele, dann nur noch wie ein Spiegel sein.
" 


Zunächst war der Baum jedoch mit der Rekordzahl von 2.000 Christbaumkugeln sowie Lichterketten und Girlanden - sozusagen als festliche Sterbehilfe - geschmückt worden. Und am Samstag, den 13.12.2008, wurde der Baum in Anwesenheit von Kurienkardinal Giovanni Lajolo "illuminiert", wie vol.at schreibt, also künstlich beleuchtet. Und am Sonntag, den 14.12.2008, erfolgte als Abschluss der Baumübergabe auch noch eine Messe im Petersdom mit den Altenburger Sängerknaben, den Ziersdorfer Turmbläsern und allen österreichischen Priestern, die sich derzeit in Rom aufhalten. Der Baum stirbt derweil weiter, was jedoch mit den heuchlerischen Worten von den "Symbolen des Lebens" vernebelt wird. Erinnert sei dazu auch an die Ansprache von Papst Benedikt XVI. zur vorletzten Weihnachtsbaum-Übergabe im Jahr 2007. Damals stammte der Baum aus Südtirol in Italien. Nach net-tribune.de vom 17.12.2007 erklärte der Papst damals, "die Tanne sei ein Symbol für das Weihnachtsfest, denn mit ihren immergrünen Blättern erinnere sie an das Leben, das nicht sterbe". Eine solche Rede könnte man vielleicht in einem gesunden Wald halten, doch vor einem abgeschlagenen Baum ist es alle Jahre wieder eine Scheinheiligkeit, denn schon nach einigen Tagen verwelken bekanntlich die "immergrünen Blätter" = Nadeln der Tanne oder Fichte, und würden beim Schütteln abfallen. Zurück bleibt immer nur ein kahles Baumgerüst, das nur noch daran erinnert, dass hier ein einst stattlicher Baum (der nebenbei zwei Weltkriege überlebte) sinnlos und nur für eine diffuse religiöse Kult-Gefühlsduselei der Gläubigen sterben musste.

Nach Weihnachten: Das Ende der Bäume ist jetzt unübersehbar.

PS:
Ein neuer Rekord auch in Deutschland: In der reichsten römisch-katholischen Diözese der Welt, in Köln in Deutschland, deren Dom den Petersdom in Rom an Höhe deutlich überragt, wollte man natürlich auch beim Weihnachtsbaum nicht "kleckern". Man schlug dazu eine 25 m hohe monumentale Fichte ab, "den größten Weihnachtsbaum des Rheinlands" (koeln-journal.de) und nicht ganz in Deutschland, denn auf dem Münchner Marienplatz stellte man mit einer 27 m hohen todgeweihten Fichte wohl ebenfalls einen Rekord-Baum auf (nach 22 m im Jahr 2006 und 26 m im Jahr 2007). Der sterbende Baum in Köln wurde dafür mit deutlich mehr Lämpchen als in München geschmückt, nämlich mit 140.000 (gegenüber mageren 3.000 in München), was zu einem neuen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde führte (koelnerweihnachtsmarkt.de).

PS
: Wer auf einen Weihnachtsbaum nicht verzichten will, kann ja auch einen edlen Baum mit künstlichen Nadeln in seinem Wohnzimmer schmücken. Und für wen es unbedingt eine lebendige Pflanze sein muss, der kann ja eine Fichte im Wald schmücken. So waren offenbar auch die Ursprünge dieses Brauchs zur Wintersonnenwende im antiken Mithras-Kult.
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel
Chile. Dort ist der Handel mit gefällten Tannenbäumen verboten. Es dürfen nur Bäume mit Wurzel verkauft werden. Die meisten an der Tradition orientierten Christen schmückt zu Weihnachten schöne Kunst-Bäume, die in jedem Jahr wieder verwendet werden können (siehe Bild links).

Lesen Sie dazu auch eine etwas andere Weihnachtsgeschichte für Kinder und Erwachsene:
Der lebenden Weihnachtsbäume

 




14.12. / 20.12.2008 / 15.12.2009 - Seit Befreiung des Landes durch die USA: Verfolgung von Kirchenmitgliedern im Irak / 2.500 Irak-Flüchtlinge nach Deutschland / Afghanistan-Krieg: "Sieg" mit der Brechstange? - Ca. 1,3 Millionen Mitglieder verschiedener Kirchen lebten bis zum Jahr 2003 friedlich im Irak. Für die kirchlichen Minderheiten galt die Religionsfreiheit, und Außenminister war sogar der chaldäische Christ Tariq Aziz. Dann befreite die Regierung der USA und ihre "Koalition der Willigen" mit dem vielfachen Segen des kirchlichen Gottes das Land gewaltsam von der Herrschaft Saddam Husseins. Tausende von Menschen wurden dabei getötet.
Und seither ist es auch mit dem seit ca. 1.400 Jahre währenden friedlichen Miteinander von Muslims und Christen im Land vorbei. Die Früchte des Krieges werden geerntet, und das Land versinkt in unkontrollierbarer Anarchie und Chaos. Und nach Anschlägen und Verfolgungen durch islamische Extremisten sind jetzt nur noch ca. 300.000 Kirchenmitglieder im Land. Und immer mehr fliehen in Nachbarländer oder nach Europa, und sie bekommen dort auch Asyl. Ende des Jahres 2008, so ist zu hören, spitzt sich die Lage weiter dramatisch zu, und man gedenkt in europäischen Kirchengemeinden gerade im Advent der leidenden Christen im Irak. Dabei hat der kirchenchristliche Westen doch das Land mit Tonnen von Bomben (die zahllose Menschen und auch Tiere in Stücke gerissen haben) "befreit" und anschließend Milliarden über Milliarden an "Wiederaufbauhilfe" investiert. Gleichzeitig muss er jedoch immer mehr Bürgern des von ihm "befreiten" Landes Asyl gewähren. Was also ist aus der "Befreiung" geworden?

Der Fluch des Irak-Krieges, der mit nachweisbaren Falschinformationen des US-Geheimdienstes CIA begründet wurde und bei dem auch die UNO und das Völkerrecht missachtet wurden, trifft die westlichen Kriegsherren immer stärker. Und immer mehr Menschen wird bewusst: Auch der Krieg gegen den Irak stand wie alle Kriege im krassesten Gegensatz zum Friedenslehrer Jesus von Nazareth. Gleichzeitig behaupten aber die Kriegsverantwortlichen, sie wären Christen. Und deren Bischöfe sind auch noch stolz auf ihre prominenten Mitglieder. Damit verhöhnen sie Christus einmal mehr und erwecken zudem in der islamischen Welt den Eindruck, der Gott der Christen würde solche Kriege billigen oder befürworten. Nun darf man sich nicht wundern, wenn der Hass sich mehr und mehr gegen diejenigen richtet, die dem Namen nach an denselben Gott glauben wie die Eroberer und Besatzer. Und auch in anderen überwiegend islamischen Ländern steigert sich der Hass auf den kirchlichen Gott des Westens und den falschen Christus der Institutionen Kirche, der im so genannten Abendland überwiegend verehrt wird, immer mehr. Der echte Christus lehrte in der Bergpredigt "Tut wohl denen, die euch hassen" (Lukas 6, 27).
Das könnten in einem ersten Schritt Verhandlungen sein, wie es z. B. der afghanische Präsident Hamid Karzai gegenüber den Taliban fordert; und zwar Verhandlungen, bei denen man nicht selbstgerecht auf dem hohen Ross sitzt. Doch die Anhänger des falschen Christus des Westens schmieden schon wieder an neuen Kriegsplänen.
PS: Zudem wollen die USA im Jahr 2009 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken, um den Krieg gegen die Taliban jetzt mit der Brechstange zu "gewinnen"
(Netzeitung, 20.12.2008; siehe dazu auch unten).

Aktualisierung [15.2.2009]: Die ersten 2.500 Flüchtlinge aus dem Irak treffen im März in Deutschland ein (Bild, 15.2.2009)

 




8.12.2008 -
Pfarrer warten jahrelang auf Stelle - bei vollen Bezügen - Weil keine Kirchengemeinde sie will, sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland "130 Pfarrer ... für lange Jahre im Wartestand - mit vollen Bezügen" (Sonntagsblatt, Evangelische Wochenzeitung für Bayern Nr. 48/2008). Und der Staat leistet Personalzuschüsse in Millionenhöhe.
In den anderen evangelischen Kirchen in Deutschland werden den Kirchengemeinden unbeliebte Pfarrer nach einem bestimmten Modus von der Kirchenleitung "aufs Auge gedrückt" - mal entscheidet z. B. die Kirchengemeinde, das nächste Mal die Kirchenleitung. Auf diese Weise muss eine Gemeinde im Extremfall ca. 35 Jahre lang einen Pfarrer als "Chef" ertragen, den sie niemals wollte. Alles zusammen ein Unding in unserer Zeit.
Jesus wollte überhaupt keine Pfarrer und Priester und auch keine Institution Kirche, und wer Jesus nachfolgen will, sollte aus der Kirche aussteigen und nach den Spuren des Mannes aus Nazareth in unserer Gesellschaft suchen, die ihn zu ganz anderen Orte führen werden.

 




8.12.2008 / 18.12.2009 - Unschuldige Tiere als Opfer der Menschen - Grausame Schlachtungen im kirchlichen Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus / Für ein Weihnachts- und Silvestermenü vegetarisch -
Ob die jüdischen Schlachtfeste, das islamische Opferfest, das grausame hinduistische Opferfest für die Göttin Gadhimai in Nepal (300.000 Tiere werden vor 1.000.000 schaulustigen Menschen massakriert und das Fleisch hinterher an die Menschen verteilt) oder das kirchliche Weihnachts- oder Osterfest: In jedem Fall sind die Tiere die Leidtragenden dieser religiösen Praktiken. So könnte man zunächst fragen: "Was wäre das für ein Gott, der durch Tierschlachtungen gnädig gestimmt werden müsste?" Im kirchlichen Christentum wurden diese Götzen-Opfer nun durch einen angeblich freiwilligen Opfertod von Jesus ersetzt (siehe dazu hier). Doch bleibt damit auch der kirchliche Gott ein Gott, der einst ein solches Blutopfer für seine heutige "Gnade" brauchte, in diesem Fall angeblich das seines eigenen Sohnes. Und den Tieren wurde dadurch überhaupt nicht geholfen hat. Im Gegenteil: Als "Dank" für dieses "Opfer" bringt man dafür im Kirchenchristentum mehr Tiere um als je zuvor. Sie werden statt zu religiösen Opferzwecken nun jedoch zu Millionen als Festtagsbraten für den eigenen Gaumengenuss der Gläubigen "geopfert", was unzähligen Tieren mehr den grausamen Tod bringt als in anderen Religionen, wo man mit einer Schlachtung noch einen Gott "gnädig" zu stimmen versucht.

Ausgerechnet die Sperrung des Gaza-Streifens durch das israelische Militär rettete jetzt wenigstens einigen Schafen vorläufig das Leben, die für das Opferfest ins Land geschmuggelt werden sollten und entdeckt wurden. Ohne Arg vertrauen die Schafe der Bestie Mensch. So wie unzählige Tiere noch ohne Arg derzeit in den kirchenchristlichen Ländern auf ihr qualvolles Ende warten - zum Horror des Jahres für die Tierwelt, dem Weihnachtsfest.

Eine Alternative dazu wäre ein vegetarisches Weihnachts- und Silvestermenü (Rezepte z.B. unter http://www.lebegesund.de) und grundsätzlich auch religiöse Feste ohne Tiertötungen bzw. ohne Fleischmahlzeiten. Und es braucht ein Land, wo Tiere weder gejagt noch geschlachtet werden (siehe z. B. der Ansatz bei Gabriele-Stiftung, info@gabriele-stiftung.de) und wo schon eine kleine Ahnung von dem Schöpfungsfrieden wahrnehmbar ist, den der Prophet Jesaja für das kommende Friedensreich verkündete: "Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Rinder miteinander treiben. Kühe und Bären werden zusammen weiden, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter. Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land wird voll der Erkenntnis des Herrn sein, wie Wasser das Meer bedeckt" (11, 6-9).

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt. (Leo Tolstoi)

Hier spricht der Prophet deutlich aus, dass Tiere, die heute noch "Raubtiere" sind, einst friedfertig leben und sich nicht mehr von dem Fleisch anderer Tiere ernähren werden. Dies ist natürlich nicht von heute auf morgen möglich. Doch die Voraussetzung ist zunächst die Umkehr des brutalen Räubers und Jägers Mensch, der im Unterschied zur aktuellen Situation mancher Tierarten gar nicht auf Fleisch angewiesen ist. Kehrt der Mensch um, dann wird auch in der Tierwelt ganz allmählich der ursprüngliche Frieden der Schöpfung Gottes wieder einziehen und der Planet Erde würde sich nach und nach umgestalten. Denn die heutigen Raubtiere wurden in der Evolutionsgeschichte vor langer Zeit erst durch den Jäger und Schlächter Mensch ebenfalls zu Jägern und Tötern.
Noch werden Menschen heute ausgelacht, die glauben, dass der Prophet Jesaja Recht hat und dass die Entwicklung wieder in die von ihm prophezeite Richtung gehen sollte. Die Zukunft wird jedoch zeigen, welche Form der Zivilisation überlebt und welche nicht.
Siehe dazu auch unsere Meldung vom 22.11.2008.

 




8.12.2008 - Die Angst geht um im Vatikan - Verstärkte Bewaffnung - "Seit Monaten mehr sich die Drohungen gegen den Vatikan", so
Bild am 6.12.2008. "Der Papst musste handeln. Die Gendarmerie erhielt eine moderne, neue Uniform und dazu Waffen. Jetzt müssen die Gendarmen des Papstes wieder Schießtraining absolvieren." Und der Journalist, der im Vatikan akkreditiert ist, schreibt: "Keiner spricht gern darüber, aber nach dem Bombenanschlag in Bombay ist es noch deutlicher zu spüren: Die Angst geht um im Vatikan."
Zum Hintergrund: Neben den Gendarmen gibt es im Vatikan die bekannte Schweizergarde. Und über sie heißt es in dem Artikel wörtlich: "Die Schweizergardisten trainieren regelmäßig mit der Schweizer Armee und sind mit Pistolen vom Schweizer Hersteller SIG Sauer und mit Sturmgewehren ausgerüstet."
Was ist ein Sturmgewehr? "Nach taktischen Gesichtspunkten ist das ´Sturmgewehr` eine Handfeuerwaffe, welche die Einsatzbereiche des Gewehrs, gegebenenfalls sogar eines Scharfschützengewehrs, und einer Maschinenpistole gleichermaßen abdecken soll," so das
Internet-Lexikon Wikipedia (Stand: 8.12.2008). Die Eigenschaften: "Zielgenaues, durchschlagskräftiges Einzelfeuer im Fernkampf" und "Hohe Feuerdichte im Nahkampf".

Doch was im Vatikan üblich ist und jetzt ausgerechnet in der so genannten "friedlichen" Vorweihnachtszeit noch einmal verschärft wird, ist bei den Reichen dieser Welt das "Normale": Leibwächter, Scharfschützen, strengste Sicherheitsmaßnahmen. Doch der Vatikan nennt sich "christlich", und so müsste er sich schon die Frage gefallen lassen: Würde Jesus, der Christus, der den Kreuzweg gegangen ist, seine Jünger mit Sturmgewehren trainieren lassen? Oder Scharfschützen in Position bringen lassen? Hat Jesus der Christus, einst die Schwerter oder Speere der Soldaten gesegnet?

Und: Woher kommt die Angst im Vatikan? Könnte es nicht sein, dass man Angst hat, dass einen das eigene unbereinigte Schicksal einholt? Jahrhunderte lang hat man Kriege geführt oder zu Kriegen aufgerufen und die Waffen gesegnet, und die Täter von einst gelten heute oft als Heilige oder Selige. Das ist der Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth, der lehrte: "Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen."

Der Historiker Karlheinz Deschner sagte dazu in einem Interview:
"Nein, Kriege, Kriege in eigener Regie, führt der Papst inzwischen keine mehr, nicht mehr gegen Heiden und nicht mehr gegen Christen, weil man ihm alles, womit er Jahrhunderte lang Kriege geführt, weggenommen hat - Truppen, Generäle, Schlachtschiffe, Kanonen, Festungen, Waffenfabriken. Doch gibt es Möglichkeiten, die Menschen auf andere Weise, gleichsam friedlicher zu bekämpfen. Ideologisch, durch dogmatischen Wahnsinn, der sich ja nie mit dem bloßen Glauben begnügt, der "missionieren", ausgreifen will; durch Unterstützung einer desaströsen Gesellschaftsmoral, die die Armen zugunsten der Reichen betrügt; durch eine desaströse Sexualmoral, die im Mutterschoß schützt, was sie preisgibt im Krieg ... Im Übrigen ist das Papsttum, seine ganze Geschichte beweist es, intolerant durch und durch, ist tolerant nur, wenn es die Opportunität erheischt, wenn es zweckdienlich ist, wenn es einfach nicht mehr anders geht, aber nur dann!" (Main-Post, 1.10.2008)

So nützt es auch nichts, wenn man heute zur angeblich besseren Sicherheit das Schwert oder die Lanze durch Pistolen und Sturmgewehre ersetzt. Die Angst wird bleiben, solange man z. B. weltweit so genannte Militärseelsorge betreibt, um die Soldaten in ihren Kriegen zu stärken. Irgendwann schlägt der Kriegsgegner zurück und trifft dann vielleicht auch diejenigen, die bis heute den Soldaten mit ihren Segnungen immer wieder ein gutes Gewissen verschaffen.

Lesen Sie dazu auch ausführlicher:
Der Theologe Nr. 39 - Die Angst geht um im Vatikan - Bewaffnete Einheiten schützen den Papst

 




22.11. / 27.11. / 7.12.2008 - Thanksgiving Day in den USA: Bestialisches Brauchtum; US-Gouverneurin Sarah Palin plaudert in die Kamera, während Truthahn live geköpft wird / Kirche verfluchte Vegetarier - Jährlich werden in den USA 50 Millionen Truthähne geschlachtet und aufgegessen, im Durchschnitt also ca. 136.000 am Tag, ca. 95 pro Minute. Dafür wurden Hinrichtungsmaschinen entwickelt, in die der lebendige Truthahn kopfüber hineingesteckt wird. Dann wird ihm dort der Kopf abgerissen und der Schlachter zieht den Rumpf wieder heraus. Vor allem zum Thanksgiving Day, dem amerikanischen Erntedankfest an jedem 4. Donnerstag im November (also in diesem Jahr am Donnerstag, den 27.11.2008), werden in den Familien die zuvor furchtbar gemästeten und gequälten Mitgeschöpfe des Menschen verzehrt. Passend dazu auch eine kannibalische Zeremonie: "Ein bekannter Brauch an Thanksgiving ist das Brechen des Gabelbeins (
wishbone) des Truthahns. Hierzu wird dieser Knochen getrocknet und dann von zwei Festteilnehmern mit je einem kleinen Finger auseinander gezogen. Derjenige, dessen Stück nach dem Bruch das größere ist, hat einen Wunsch frei" (Wikipedia, Thanksgiving, Stand: 22.11.2008).
In der Gouverneurs-Familie Palin ist die Gouverneurin selbst für die Besorgung des Truthahns zuständig. Dies sagt sie, nachdem hinter ihr im Bild gerade ein Truthahn in der Hinrichtungsmaschine geköpft wurde. Siehe
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/11/21/sarah-palin-interview/truthaehne-geschlachtet.html.
Die Redakteure von
bild-online fragen, ob man die Politikerin mit den Filmaufnahmen vielleicht herein gelegt habe. Aber wieso herein gelegt? Was man sieht, ist nun mal die Realität, und dies sind nun mal die üblichen "Vorarbeiten" für die Festessen der Menschen. Und man sollte niemals ausblenden, was vor jedem Fleischmahl geschieht. Und was die evangelische Bibelanhängerin Sarah Palin betrifft: Sie ist ja selbst als zigfache Tiertöterin bekannt (siehe hier). Warum sollte sie also herein gelegt worden sein? Was man sieht, ist Bestandteil ihrer Welt.
Sarah Palin darf zwar nach der verlorenen Wahl nun nicht die Welt mitregieren, sondern muss sich auf Alaska beschränken. Doch das Töten gehört auch zur Welt von
Hillary Clinton, die als künftige US-Außenministerin vermutlich in Zukunft die mächtigste Frau der Welt ist. Siehe dazu unsere Nachricht hier.
Übrigens gibt es in den USA auch
den zynischen "Brauch", dass der Präsident zwei Truthähne "begnadigt" (im Vergleich dazu: 50 Millionen Truthähne werden pro Jahr geschlachtet, den meisten davon bei lebendigem Leib unbetäubt der Kopf abgerissen) zwei. In diesem Jahr fliegen die "begnadigten" Tiere 1. Klasse nach Disney-Land, um dort als Attraktion für die Thanksgiving-Parade missbraucht zu werden (siehe z. B. http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=925499&kat=267). Doch Tiere spüren auch den Weh und den Schmerz, der ihren Artgenossen angetan wurde.

PS
: Diese Meldung ist keine spezielle Kritik an den USA und ihren Bräuchen. Vergleichbare bösartige "Bräuche" gibt es auch in Europa und anderen Kontinenten.
Die
Hauptschuld daran trägt die Kirche. So ließ z. B. Papst Johannes III. auf der offiziellen Synode der römisch-katholischen Kirche 561 in Braga in Portugal verkünden: "Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt" (Cod. Alderspac. 184 membranac. Saec. XIV. zit. nach Ignaz von Döllinger, Beiträge zur Sektengeschichte des Mittelalters, Bd. 2, München 1890, S. 295 f.). Vegetarisch lebende Tierfreunde müssen nach römisch-katholischer Lehre demnach in eine ewige Hölle.
Zum Vergleich: Im späteren römisch-katholischen "Himmel" soll man später z. B. 264 Päpste wiedersehen, aber kein einziges Tier, denn Tiere hätten angeblich keine unsterbliche Seele. Jeder Mensch mit Herz und Gewissen wird deshalb im Jenseits diesen gespenstischen Ort wohl meiden.
 
Siehe dazu auch:
Der Theologe Nr. 7 - Jesus und die ersten Urchristen waren Freunde der Tiere.
Sowie unsere
Kurzmeldungen zum kirchlichen Weihnachtsfest in den Jahren 2005 und 2007, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

 




9.11.2008 - Spürbare Erhöhung der Kirchensteuer ab 1.1.2009: Deshalb: Kirchenaustritt jetzt! Still und heimlich kassieren die Kirchen wieder mit. Ab dem 1.1.2009 wird die neue Abgeltungssteuer eingeführt, welche die bisherige Kapitalertragssteuer ersetzt. Auf alle "private Kapitalerträge" kassiert der Staat jetzt 25 % Abgeltungssteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag. Der bisher verheimlichte Skandal: Auf die Abgeltungssteuer wird zusätzlich auch noch Kirchensteuer drauf geschlagen, also 8 % in Bayern und Baden-Württemberg und 9 % in anderen Bundesländern. Zusätzlich zu der Kirchensteuer, welche die Kirchen sowieso schon bekommen.
Deshalb unser Tipp: Kirchenaustritt jetzt!
Alle Einzelheiten unter:
http://www.kirchenaustritt.de/

 




9./10.11.2008 - 1938-2008: 70 Jahre Reichspogromnacht und die Verantwortung der Kirche - Heute beklagen die beiden deutschen Großkirchen die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10.11.1938. Dabei kaschieren sie ihre eigene Mittäterschaft. Und sie verschweigen, dass sich der kirchliche Kampf gegen Juden und "Sekten" ab den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts nur auf die "Sekten" konzentrierte, nachdem die verbliebenen Juden in Deutschland nach dem Holocaust keine große gesellschaftliche Rolle mehr spielten. Angesichts des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht sei beispielhaft an drei Sachverhalte erinnert.
An den Jubel des evangelischen Landesbischofs Martin Sasse,
dass die Synagogen gerade am 10. November brennen, dem Geburtstag Martin Luthers, der ja einst gefordert hatte, die Synagogen in Deutschland in Brand zu setzen. Siehe dazu hier.
Vgl. dazu auch einen Kommentar aus jüdischer Sicht.

An das furchtbare
Schicksal des jüdischen Staatskommissars Philipp Auerbach im Nachkriegsdeutschland des Jahres 1952. Der Antisemitismus nahm damals sogar wieder zu. Siehe dazu hier.
An die mahnenden Worte des Holocaust-Überlebenden Professor Ernö Lazarovits aus dem Jahr 2002, der angesichts des kirchlichen und staatlichen Kampfes gegen religiöse Minderheiten darauf hinwies, dass wieder "eine Behandlung von Andersgläubigen praktiziert wird, die man im Ansatz als kollektives Schlechtmachen bezeichnen kann, so wie man uns seinerzeit den ´Judenstern` umhängte". Siehe dazu hier.

 




9.11. / 17.11. / 7.12.2008 - Schon wieder 37 Zivilisten zerfetzt - Betrachtet NATO die Zivilbevölkerung in Afghanistan als Luft? Und verhindert der Westen den Friedensschluss in Afghanistan? -
Mit entsetzlicher Regelmäßigkeit zerfetzt der "christliche" Westen in Afghanistan Zivilisten, so dass man mit den Meldungen fast nicht nachkommt. Die neueste unter http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F307675.html. Taliban hätten sich dieses Mal bei einem Angriff in einem Dorf versteckt (wie immer). Darauf hin wurden eben 37 Dorfbewohner mit ins Jenseits gebombt, hinzu kamen 35 Verletzte. Auch so wird also Deutschland am Hindukusch "verteidigt", wie der Ex-Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) uns 2001 weis zu machen versuchte. Und in Wirklichkeit steckt auch hinter "Erfolgsmeldungen" von in Stücke gerissenen Taliban weiteres Entsetzen. Zwei Drittel der angeblich getöteten Taliban seien nämlich bisher ebenfalls unbeteiligte Zivilisten gewesen, so Beobachter vor Ort (siehe hier).
Inzwischen hat sich der afghanische Präsident Karsai nachdrücklich für Friedensverhandlungen mit den Taliban ausgesprochen - im Gegensatz zu den USA, welche die Taliban vernichten wollen. Die Taliban stellten vor dem dem Angriff der USA auf Afghanistan und der Erklärung des "NATO-Bündnisfalles" im Oktober 2001 die dortige Regierung in Afghanistan. Der Regierung wurde vom Westen schnell weggebombt. Doch seither tobt ein grausamer Krieg.
Siehe dazu
http://www.heise.de/tp/blogs/8/118960.


Aktuell [7./8.12.2008]: - 300 NATO-LKWs nach Angriff verbrannt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,594869,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,595112,00.html
Taliban auf dem Vormarsch - USA schicken 4.000 weitere Soldaten allein in die Hauptstadt Kabul
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,594893,00.html
[25.1.2009] -
Wieder 16 Zivilisten bei US-Angriff getötet. "
Der Tod unschuldiger Afghanen ´stärkt die Terroristen`", so Afghanistans Präsident Hamid Karsai (Bild, 25.1.2009).

 




2.11.2008 - Kirche spendiert Papst-Bruder Konzert für über 150.000 Euro - Der 85. Geburtstag von Papst-Bruder Georg Ratzinger am 15.1.2009 wirft seine Schatten voraus. Die Feier im Vatikan kostet über 150.000 Euro, wovon das Bistum Regensburg 100.000 Euro übernimmt,
"Gelder aus Steuermitteln, Mieteinnahmen und Spenden"
(http://www.focus.de/panorama/welt/papstbruder-neuer-aerger-um-geburtstagsfeier_aid_345323.html).
Wie wäre es, wenn der Vatikan alle "guten Katholiken" unter den Musikern bittet, einmal umsonst zu spielen. Dann könnte man Eintritt verlangen und den Erlös für Not leidende Menschen oder Tiere spenden. Und zur Feier des Tages (immerhin wird der Papst-Bruder ja 85, der Papst selbst ist erst 81) schmilzt man von der eben auf den Finanzmärkten erworbenen Tonne Gold mal 50 kg ab und legt den Gegenwert auf den Konzert-Erlös oben drauf. Und wenn alles dann nicht nur eine PR-Maßnahme zur Verbesserung des kirchlichen Images ist, sondern eine Herzensgabe, dann würde einst der Mühlstein nicht so schwer sein, der einen irgendwann in den Abgrund zieht.

 




2.11. / 7.11.2008 -
Obama-Berater: Sofort den Krieg gegen Iran vorbereiten - Läuft bereits der Countdown für den großen Krieg? - Während viele kritische US-Amerikaner glauben, durch eine Wahl von Barack Obama zum Präsidenten etwas Gutes zu tun und damit zumindest eine Angst erregende "bibelfundamentalistische" Vizepräsidentin oder gar spätere Präsidentin Sarah Palin verhindern zu können (vgl. z. B. unsere Meldungen vom 12.9. oder vom 13.10.), brauen sich bereits die dunklen Wolken am Horizont zusammen. Dennis Ross, außenpolitischer Berater des nächsten US-Präsidenten Barack Obama, rät zusammen mit anderen Kongressabgeordneten z. B. zur sofortigen Vorbereitung des Krieges gegen den Iran, bei dem die USA bei Bedarf auch Atombomben einsetzen sollten. Läuft also schon der Countdown für den nächsten großen Krieg? Und wird der gläubige evangelische Kirchenchrist Obama in diesem Sinne auf seinen Berater hören? (PS: Obama gehört der Vereinigten Kirche Christi an, die in Kirchengemeinschaft mit der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) steht) Danach sieht es aus. Denn in einer Rede am 4.6.2008 hatte sich Obama auch selbst schon ähnlich geäußert. Neues Grauen und Elend würden folgen und eine weitere apokalyptische Kettenreaktion.
Und nebenbei scheint alles eine Ablenkung davon zu sein, dass das Land praktisch bankrott ist bzw. es scheint auch ein furchtbares Manöver zu sein, um dem entgegen zu wirken. Als ob die Welt nicht sowieso schon an allen Enden aus den Fugen gerät.
Kritische Zeitgenossen haben mittlerweile den Eindruck, niemand habe Barack Obama mehr geholfen als die Bibelfundamentalistin Sarah Palin (PS: Nach letzten Informationen sei sie unter Druck "immer ausgeflippt" und habe z. B. auch nicht gewusst, dass Afrika kein Staat, sondern ein Kontinent sei
(Bild, 7.11.2008)). Um einen Einzug von ihr an der Seite von John McCain ins Weiße Haus zu verhindern, hat sich eine ganze Allianz von Künstlern, Nobelpreisträgern, Journalisten, Intellektuellen usw. hinter Barack Obama versammelt. Und ob diese dann rechtzeitig aufgewacht sind, falls Obama zuschlägt? Denn eines ist jetzt schon klar: Seine Rhetorik löst nicht ein einziges Problem. Sie ist noch nicht einmal ein "Flicken", mit dem man versuchen könnte eines der zahlreichen Lecks des Schiffes zu stopfen.
Und alle Kriegsvorbereitungen mögen evangelisch oder katholisch sein (wie der nächste Vizepräsident Joseph Biden)
(siehe dazu auch Der Theologe Nr. 6). Mit Christus haben sie nichts zu tun.
Mehr dazu siehe
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/politik/240230.html.

Siehe dazu auch unsere Meldung hier.

 




2.11.2008 - Ex-Kultusminister in Spanien - "Die Kirche sieht den Bürgerkrieg immer noch als Kreuzzug" - Der spanische Bürgerkrieg von 1936-1939 kostete Hunderttausenden von Menschen das Leben. Dabei kam der Diktator Franco auch dank massiver Unterstützung durch die Kirche an die Macht und führte "gewaltsame Säuberungen" im Land durch. Erst nach seinem Tod im Jahr 1975 konnte sich Spanien mit Unterstützung von König Juan Carlos zur Demokratie entwickeln. Doch Ex-Kultusminister Jorgé Semprun erklärt, wie die Kirche heute weiterhin alte Seilschaften knüpft und die Gesellschaft indoktriniert: "V
on den Republikanern ermordete Priester werden heute selig gesprochen. Die Erinnerung an die getöteten Republikaner hingegen darf nicht wachgerüttelt werden", so Semprun. Oder: "Die Kirche hat sich immer noch nicht kritisch distanzieren können von ihren Positionen des Bürgerkriegs. Sie sieht den Krieg immer noch als Kreuzzug." Ein Beispiel: "Bei den Prozessionen zur ´Semana Santa`, zur Karwoche, in Sevilla wird die Statue der Jungfrau von Macarena durch die Straßen getragen. Niemand erinnert daran, dass diese Statue noch heute, nach all den Jahren, bei den Prozessionen die Schärpe von Francos General Queipo de LLano trägt. Queipo de LLano ist der General, der Sevilla angegriffen hat, der für seine Unterdrückung und seine faschistoiden Ansichten bekannt war" (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,587669,00.html).
Der lange kalte Atem der Kirche ist bekannt. Und der bekannte deutsche Philosoph Karl Jaspers sagte einmal
: Nach wie vor stehe der "biblisch fundierte Ausschließlichkeitsanspruch" der Kirche "ständig auf dem Sprung, von neuem die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (Der philosophische Glaube, 9. Auflage, München 1988, S. 73).

 



 
31.10.2008 - Evangelisch-lutherische Kirche verliert nochmals 200.000 Euro / Obere Amtsträger werden in Deutschland vom Staat bezahlt - Nachdem die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg schon durch die Pleite von Lehman Brothers 4,3 Millionen Euro verloren hat, folgte nun ein weiterer Verlust von 200.000 Euro aufgrund einer Einlage bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, die jetzt in eine sicherere Anlage umgewandelt wurde

(http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_artikel.php?id=1826705)
. Der Vatikan hatte schon rechtzeitig vor Beginn der Finanzkrise zahlreiche "unsichere" Anlagen u. a. in eine Tonne Gold umgewandelt (siehe hier).
Bei dem 4,3 Millionen Euro Verlust handelte es sich kirchlichen Angaben zufolge "nur" um "Zinsen aus [anderen] kirchlichen Rücklagen", Höhe unbekannt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg zählt zu den kleinsten evangelischen Kirchen in Deutschland. Die Rücklagen der meisten anderen evangelischen Kirchen sind folglich um einiges höher.

Bei Spendenaktionen ruft die Kirche immer nur ihre Mitglieder dazu auf, tastet nie das eigene Vermögen an. Dies wird für die evangelischen und die katholische Kirche in Deutschland zusammen von Experten auf ca. 500.000.000.000 Euro (500 Milliarden) geschätzt (Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland, Aschaffenburg 2002). Zudem erhalten die beiden Großkirchen jährlich vom Staat ca. 14,15 Milliarden Euro staatliche Subventionen, soziale Subventionen (noch einmal ca. 10 Milliarden) noch nicht mitgerechnet. So wird z. B. das gesamte obere Kirchenpersonal (Bischöfe, Weihbischöfe, Domkapitulare, Landesbischöfe, Kirchenpräsidenten usw.) in beiden Großkirchen in Deutschland vom Staat bezahlt - entweder direkt wie in Bayern (dort stehen z. B. allein die Gehälter von 290 römisch-katholischen Würdenträgern auf den staatlichen Subventionslisten; siehe z. B.
http://www.arbeitsgemeinschaft-trennung-staat-kirche.de/Staatsleistungen%20an%20die%20Kirchen.htm) oder indirekt durch "Pauschalzuschüsse" in anderen Bundesländern. Und auch für die einfachen Pfarrer und Priester gibt es staatliche Lohnzuschüsse vom Staat - dazu viele weitere Privilegien (vgl. dazu www.stop-kirchensubventionen.de).

 




29.10. / 14.11.2008 - Spielcasino Wirtschaft - So geht alles früher oder später kaputt / Kirche mit im Boot der Reichen / USA: Geld aus dem staatlichen "Rettungspaket" für Milliardäre und Millionäre - Ohnmächtig merken Profi-Zocker, wie schnell die Top-Zocker ihnen die Hosen ausziehen können. Was derzeit z. B. mit den VW-Aktien passiert, zeigt, dass die Bosse aus dem Finanzdesaster keine grundlegenden Konsequenzen für eine Verbesserung der Lage ziehen. Im Gegenteil: Man versucht, das Casino "Wirtschaft und Finanzen" zum Ego-Vorteil einiger weniger immer weiter zu perfektionieren. Diese stehen dann am Ende ganz oben, während andere in immer größere Desaster fallen und dann nach der Hilfe des Staates rufen.
Dazu passt das
Bild der auseinander gehenden Schere: Auf der einen Seite wenige Super-Super-Reiche, die immer noch reicher werden und auf der anderen Seite immer mehr Arme, die allmählich bettelarm werden. Das hat mit dem ursprünglichen Sinn eines fairen Handels nichts mehr zu tun. Der Gott "Mammon" feilt hier stattdessen an seinem Meisterstück. Und so wird eine ganze Volkswirtschaft zu einem gigantischen Wett- und Jonglierbüro. Es kommt immer weniger darauf an, hochwertige Waren ehrlich und zu einem fairen Preis zu produzieren und an die Bürger zu verkaufen, sondern mit immer gewiefterer Zockerei die Milliarden und Millionen abzuschöpfen, die man überwiegend den arbeitenden Menschen aus der Tasche zieht (oder indem man einfache Leute dazu verführt, mit Lock-Kredittricks maßlos über ihre Verhältnisse zu leben wie in den USA, wo vermutlich ca. Kredite in Höhe von ca. einer Billion Dollar nicht zurückbezahlt werden können). Doch es wird immer mehr Verlierer geben und am Ende verlieren wohl alle. So kann man im Hinblick auf Deutschland z. B. einmal fragen: Regieren eigentlich ein Bundeskanzler und sein Kabinett das Land? Oder bereits zu einem großen Teil die Top-Zocker und ihre Helfer?
Zum Thema siehe:
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:VW-Aktien-Porsche-Image/643797.html.

Hier hilft jedoch kein "starker Mann", der das Desaster scheinbar zu bändigen versucht und am Ende doch mit den Zockern in einem Boot sitzt; sondern einzig die Besinnung auf die urchristlichen Prinzipien "Freiheit, Gleichheit, Einheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit" sowie der Grundsatz: "Üb immer Treu und Redlichkeit". Daraus würde auch ein völlig anderer Umgang mit den Tieren und der Natur erwachsen, wenn diese nämlich nicht mehr zur "Profitmaximierung" des Gottes Mammon und seiner Diener ausgebeutet und malträtiert bzw. zu Millionen abgestochen und erschossen werden. Auch sie brauchen ihren Lebensraum, und nur so könnte auch der Planet Erde Schritt für Schritt allmählich wieder etwas gesünder werden.
Die Kirchen jedoch haben den Menschen diese Achtung vor dem Planeten Erde und seinen Geschöpfen nicht gelehrt, im Gegenteil
(siehe Der Theologe Nr. 7). Und statt Vorbild im ehrlichen "Bete und arbeite" zu sein, lassen sich die Kirchenführer ungeniert vom Staat (!) bezahlen (siehe z. B. hier) und horten Berge an "Schätzen auf Erden" (vgl. Matthäus 6, 19 sowie die Informationsschrift der Freien Christen Nr. 3 - Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld).

In der gegenwärtigen Finanzkrise fehle nun bezeichnenderweise auch "die Stimme der Kirche". So z. B. Holger Dohmen in einem Kommentar des Hamburger Abendblatts (24.10.2008). Was könnte der Grund sein? Immerhin meldete sich im Juli 2008 die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) mit der "Denkschrift" Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive zu Wort. Doch was mag diese bewirken?
In der Vergangenheit waren einzelne positive Ansätze in anderen "Denkschriften" in der Regel nur ein weiterer Kompromissversuch aus allen möglichen faulen Kompromissen - und selbst das meist noch um Jahre und Jahrzehnte zu spät. Damit wird nichts bewegt. Dies scheint auch hier wieder der Fall zu sein, auch wenn der EKD-Vorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, darauf hinwies, dass die Denkschrift auch "vor zerstörerischem Handeln auf den Kapitalmärkten warne"
(idea, 2.11.2008). Doch wird nichts wirklich angetastet bzw. angeprangert, was die Reichen und Mächtigen ernsthaft stören könnte - ein Zeichen dafür, dass die Kirchenführer letztlich immer mit ihnen in einem Boot saßen und sitzen. So schreibt z. B. die Wirtschaftswoche unter der Überschrift Frieden mit dem Kapital über diese Denkschrift: "Auch die Globalisierung wird in dem Kirchen-Papier im wesentlichen positiv bilanziert. Denn sie ´eröffnet ärmeren Ländern die Möglichkeit, von Investitionen ausländischer Unternehmen zu profitieren, offene Märkte zu nutzen und ihr allgemeines Sozial- und Wohlstandsniveau zu verbessern`. Jetzt komme es darauf an, das Konzept der sozialen Marktwirtschaft ´weltweit tragfähig zu machen`" (5.7.2008).
Die weltweite Entwicklung geht jedoch mit großem Tempo schon lange in eine völlig andere Richtung: Armut und Verelendung nehmen sprunghaft zu, und der Planet Erde liegt im Fieber und gerät durch zunehmende Naturkatastrophen immer mehr aus den Fugen.
Gleichzeitig bekämpfte und bekämpft die Kirche seit je her unbequeme Propheten und Mahner, welche die Ursachen dafür aufzeigen und die Menschen zur Umkehr rufen.
 
Aktuell: Der Gott "Mammon" verhöhnt die Menschen derweil immer mehr. So schütten 33 US-Pleitebanken jetzt riesige Dividenden an ihre Aktionäre aus (darunter z. B. der Milliardär Warren Buffet), insgesamt 163 Milliarden (!!) Dollar. Und woher kommt das Geld? Aus dem Rettungsfonds (!!) der Regierung, also vom einfachen Volk. Und diese Dividenden machen mehr als die Hälfte dessen aus, was man bis dahin von der US-Regierung kassierte (immerhin: in Deutschland sind Dividenden aus Staatsgeschenken nicht erlaubt)
( http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/30/us-banken-hohe-dividende/
ausgeschuettet-rettungs-fonds-milliarden-verpulvert.html
;
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/us-banken-stecken-staatshilfe-in-dividenden;2076240).
Das "Rettungspaket" der US-Regierung stopfen sich also die Superreichen wieder zu einem großen Teil in die eigene Tasche, während für die Verhungernden dieser Welt noch nicht einmal ein kleines "Rettungspaket" geschnürt wurde; obwohl es nur einen Bruchteil von dem kosten würde (ca. 20 Milliarden Euro jährlich), was man jetzt in den Schlund der Banken und teilweise der Milliardäre und Millionäre wirft, die dort im Hintergrund wirken.
Und während Autofahren zwischenzeitlich wegen der Benzinpreise fast zum Luxus geworden ist und man nicht weiß, wie es sich weiter entwickelt, machten die Öl-Multis und ihre Manager Rekordgewinne; der Konzern Exxon Mobil wegen der zwischenzeitlich hohen Ölpreise z. B. den höchsten Quartalsgewinn, den je ein Unternehmen in der Geschichte der USA erzielt hat
(http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/31/rekord-gewinne/fuer-oel-multis.html)
.
PS:
Doch die Pole schmelzen und die Wasser werden kommen, und zwar aufgrund menschlicher Schuld
(
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/schmelzende-pole-mensch-als-schuldiger-ueberfuehrt_aid_344775.html).

 




28.10.2008 - CSU/FDP-Koalition in Bayern: "Chamäleon" FDP knickt vor der CSU und den Kirchen ein - Einst gab es einmal das FDP-Papier von 1974 Freie Kirche im freien Staat, das vom damaligen FDP-Bundesparteitag beschlossen wurde. Darin heißt es unter anderem: "Die bestehenden Staatsverträge mit den Kirchen (Kirchenverträge und Konkordate) sind wegen ihres Sonderrechtscharakters kein geeignetes Mittel, die Beziehungen zwischen Kirche und Staat zu regeln. Deshalb dürfen solche Verträge nicht neu abgeschlossen werden. Die bestehenden Kirchenverträge und Konkordate sind, soweit sie noch gültig sind, in gemeinsamer Übereinkunft aufzuheben. Ihre Gegenstände sind, soweit erforderlich, durch Gesetz oder Einzelvereinbarungen neu zu regeln" (http://www.payer.de/religionskritik/FDP1974.htm). Diese Verträge sichern den Kirchen jährlich staatliche Subventionen in Höhe von ca. 15 Milliarden Euro, zusätzlich zu den sozialen Subventionen (nochmals ca. 10 Milliarden). Geht es jedoch darum, die Privilegien der Kirche auch nur zu einem Bruchteil von dem in Frage zu stellen, was man hier vollmundig verkündete, knickt die FDP rückgratlos ein.
Was nützt es da, dass die FDP in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl noch 1994 erklärte: "Deshalb muss der Staat sich, gebunden an das Grundgesetz, weltanschaulich-religiös neutral verhalten"?
(http://ibka.org/artikel/miz94/fdp.html)
Wie die Wirklichkeit in Bayern trotz FDP-Regierungsbeteiligung weiterhin aussieht, beschreibt der evangelische Nachrichtendienst
idea wie folgt: "´Die bayerische FDP hat sich hier der sehr viel stärkeren CSU gefügt`, sagte der evangelische Politiker [Günther Beckstein] der in Würzburg erscheinenden katholischen Zeitung ´Die Tagespost` (Ausgabe 28. Oktober). So sei es gelungen, ein Bekenntnis zu den christlichen Symbolen in den Koalitionsvertrag aufzunehmen ... Zur Frage, ob mit der FDP-Beteiligung an der Landesregierung das traditionell gute Verhältnis zu den Kirchen in Bayern belastet sein könnte, sagte Beckstein, das zu verhindern, werde Aufgabe des neuen Ministerpräsidenten Horst Seehofer sein" (idea, 28.10.2008).
So spielt also die Musik.
Von wegen Konkordate aufgeben oder auch nur einen einzigen Krümel der Staatsmillionen für die Kirchen antasten, die diese Jahr für Jahr einstreicht. So stehen alleine in Bayern 290 römisch-katholische Würdenträger auf den staatlichen (!) Gehaltslisten, nicht etwa den kirchlichen. Dafür wird dann auch die evangelisch-lutherische Großkirche in dieser Größenordnung proportional "finanziert" und, und, und ...
Und die FDP-Politiker können erleichtert den Beichtstuhl verlassen, frei nach dem Motto: Der Politiker zum Priester: "Eure Privilegien bleiben euch erhalten". Darauf hin der Priester zum Politiker: "Dann sind dir deine Sünden vergeben." [PS: Ein Priester kann überhaupt keine Sünden vergeben, doch noch immer lassen sich die Gläubigen bluffen und in die Irre führen; vgl. dazu
hier]

Siehe dazu auch unsere Meldung hier.

 




27.10.2008 - Konfessionelle "Priesterkaste" möchte grausamen "Blut-Gott" beibehalten - Dass wir in einer großen Zeitenwende leben, ist auch in der Theologie spürbar. So weist etwa der ehemalige evangelische "nordelbische" Landesbischof und Bibelübersetzer Ulrich Wilckens bei einem Vortrag in Bensheim darauf hin, dass sich das "Christentum" "heute einer Welle der Kritik ausgesetzt" sieht, die sich gegen "zentrale Inhalte ihres Glaubens richtet und etwa den Sinn des Kreuzestodes Jesu anzweifelt"
(idea, 26.10.2008). Mit diesem Sinn meint er die "Vorstellung eines Gottes", "der zu seiner Versöhnung den Tod seines Sohnes brauche". Daran glaubt der ehemalige Landesbischof. Dies ist jedoch die grausame Vorstellung der Priesterkaste, für die bis zum Kommen von Jesus unschuldige Tiere abgeschlachtet werden mussten, um diesen Gott zu "beruhigen", und für die schließlich Jesus von Nazareth als angebliches "Sühnopfer" grausam hingerichtet werden musste.
In diesem Sinne entlarvt sich auch Altbischof Ulrich Wilckens. So schreibt
idea über Aussagen seines Vortrags: "Das Verlangen, die durch die Auflehnung des Menschen gegen Gott, die Sünde, gestörte Lebensgemeinschaft wiederherzustellen, stehe ebenso hinter alttestamentlichen Opferritualen wie dem Kreuzestod Jesu Christi." Wilckens weist also auf eine Kontinuität dieses Glaubens hin, der im Alten Testament durch die damaligen Priester repräsentiert wurde und in der Zeit des Neuen Testaments durch die Priester der Kirche.

Gemäß dem Alt-Landesbischof und den konfessionellen Kirchen dienen also z. B. folgende angebliche Anweisungen Gottes dazu, die "gestörte Lebensgemeinschaft wiederherzustellen":
Der Priester soll beim Schaf "seine Hand auf den Kopf des Opfers legen und es vor dem Offenbarungszelt schlachten." "Den ganzen Fettschwanz, den er nahe an den Schwanzwirbelknochen ablösen soll", soll er Gott "darbringen"
(3. Mose 3, 8-9).
Den Stier soll der Priester "abhäuten und ihn in Stücke zerlegen". Sein Fell und seinen Mageninhalt soll er "aus dem Lager hinaus an den Abfallplatz schaffen"
(3. Mose 1, 6; 4, 11-12).
Von der Ziege soll er "den Kopf auf das Holz über dem Altarfeuer legen"
(3. Mose 1, 11-12).
Der Taube soll er "ihren Kopf abtrennen", "ihren Kropf mit den Federn entfernen" und ihr die "Flügel einreißen, ohne sie dabei zu teilen ... Ihr Blut soll gegen die Altarwand ausgepresst werden"
(3. Mose 1, 15-17).
Bei diesen Voodoo-ähnlichen Praktiken sollen die genannten Tiere zuvor ohne Betäubung abgemurkst werden - alles zur "Beruhigung" dieses Gottes. Und die brennenden Kadaver dienen dann "zum lieblichen Duft" für diesen Gott
(z. B. auch 3. Mose 3, 1-17).
 
Angeblich wäre dieser Gott durch den Foltertod seines Sohnes dann endgültig "beruhigt" worden, so dass er den "lieblichen Duft" von Schlachthäusern und Fleischküchen heute nicht mehr braucht. Umso mehr sollen sich die Menschen dann an diesen Düften und Geschmäckern laben - in der Folge einer in der Geschichte der Zivilisation bisher beispiellosen Barbarei an den Mitgeschöpfen der Menschen in der Massentierhaltung
(siehe dazu Der Theologe Nr. 7).
Doch schon die Gottespropheten des Alten Testaments sprachen vehement gegen diesen Opferglauben, der angeblich "Gottes Wort" sein soll
(siehe z. B. hier). Daran knüpfte später Jesus von Nazareth an. Mit ihm hat ein solcher Glaube, der zu "alttestamentlichen Opferritualen" führte, wie es Bischof Wilckens sagte, ebenso nichts zu tun. Und auch die Vorstellung, dass Jesus durch seinen Tod einen angeblichen Zorn Gottes sühne, stammt nicht von Jesus. Denn Jesus von Nazareth war nicht auf der Erde, um sich hier zur angeblichen Genugtuung für diesen Gott zu Tode foltern zu lassen. Er wollte mit den Menschen ein Friedensreich aufbauen - als Vorbild für alle Menschen und Völker, um zu zeigen, wie Mensch und Tier in Einheit mit der Schöpfung in Frieden auf der Erde leben können. Zum "Opfer" der damaligen Priesterkaste und der römischen Besatzungsmacht wurde Jesus erst, als die Menschen, eingeschüchtert von den Priestern, ihn im Stich ließen (mehr dazu siehe hier).
Und heute sind es die geistigen Nachfolger der damaligen Priesterkaste, nämlich die Priester der konfessionellen Kirchen, welche die Menschen einschüchtern. Sie wollen die "Kirchenschafe" mithilfe der Drohung mit der ewigen Verdammnis (der grässlichsten aller religiösen Vorstellungen, erfunden im Kirchenchristentum; vgl. dazu
Der Theologe Nr. 19) im Pferch ihrer Institution und ihres letztlich zornigen Gottes festhalten. Und dieser Gott öffnet die Türe für die "Seligkeit" angeblich nur dann, wenn der Mensch im kirchlichen Sinne "glaubt", also den Dogmen der Kirche hörig ist, was auch nicht das Geringste mit Jesus zu tun hat.

Doch die Zeitenwende ist im Gange. Und so wird heute auch entlarvt, wie die Kirche, angefangen mit Paulus, die Lehre des großen Friedenslehrers und Sohnes Gottes, Jesus von Nazareth, verfälschte und seinen furchtbaren Tod zu einem "Sühnopfer" im Sinne der alttestamentlichen Priesterkaste umdeutete (mehr dazu in Der Theologe Nr. 5).
Dabei hatte Jesus gewollt, dass die Menschen nach den Zehn Geboten und seiner Bergpredigt praktisch leben
(siehe z. B. hier) und dass sie auf diese Weise den nahen Gott erleben, der ihnen dabei hilft, ihr Leben zu meistern. Dieser Gott lehrte niemals, ein unschuldiges Tier, das Er selbst erschaffen hat, zu Seiner "Beruhigung" abzustechen und für seinem Nasengenuss zu verbrennen. Und dieser Gott hat auch nicht den Foltertod Seines Sohnes gewollt noch hat Er sich eine ewige Verdammnis für diejenigen Menschen ausgedacht, die dem kirchlichen Horror und Zeremonienkult nicht mehr folgen wollen.
So könnte man auch sagen:
Jesus ist ein Mann des Volkes und nicht der Kirche. Und er lehrte einen Gott der Liebe und nicht der Kirche.

 




25.10. / 1.11.2008 - Die Schere: Bahnfahren wird immer teurer. Doch Bahn-Manager bekommen für geplanten Börsengang Millionen-Boni / Dazu: Bis zu 37,5 % Steigerung der Gehälter und Boni bei den Vorständen / Und: Trotz Millionen-Verluste Millionen-Boni für Postbank-Manager - Unaufhaltsam und brachial vollzieht sich in unserer Gesellschaft das Prinzip der Schere: Das Einkommensgefälle zwischen Superreich und Arm wird immer größer. Wenn schon die Bank-Manager für ihre Misswirtschaft grandios Privatmillionen über Privatmillionen absahnen, dann möchten auch die Bahn-Manager ein größeres Stück vom Kuchen der Reichen und Super-Reichen. Z. B. anlässlich des geplanten Börsengangs der Bahn
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586564,00.html). Doch damit nicht genug. Die Bahn-Bosse wollen sich unabhängig davon die Gehälter und Bonuszahlungen um bis zu 37,5 % erhöhen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,587612,00.html). Immerhin, so die Bahn, liege die Vergütung immer noch "im unteren marktüblichen Bereich". Das heißt: Warum sollen sich immer nur die anderen Bosse den Hals vollstopfen bis zum Erbrechen? (geradezu grotesk wirkt demgegenüber das Gefeilsche von Arbeitgebern und Gewerkschaften um z. B. 2,2 % oder 2,5 % mehr Gehalt). Gleichzeitig werden die Preise für das Bahnfahren derzeit gerade weiter erhöht - vielleicht eine Art "Sonderopfer" der Bahnfahrer (von denen immer mehr Mühe haben, das Geld für eine notwendige Bahnkarte anzusparen) für die Manager. Interessant wäre in diesem Zusammenhang einmal die Aufschlüsselung des zynischen Wortinhalts des Wortes "marktüblich"
Und "hurra": Auch die Postbank-Manager kriegen Bonus-Millionen in Höhe eines gesamten Jahresgehaltes zusätzlich (also nicht etwas eines 13. Monatsgehaltes wie bei manchen Arbeitnehmern, sondern von zwölf (!)zusätzlichen Monatsgehältern) - trotz massiven Gewinneinbruchs und Überlebenshilfe von einer Milliarde durch den Mutterkonzern Post. Man hätte die gigantische Zusatzzahlung den Managern im Frühjahr versprochen, wenn sie die Postbank zu einem lukrativen Preis an einen Großkäufer verscherbeln könnten, der jetzt Deutsche Bank heißt.

Was waren das noch für Zeiten, wo die Post noch die Post war und von seriösen Postbeamten geleitet wurde! Da sind noch viele mit ihrem Postsparbuch an den Postschalter gegangen und waren vielleicht sogar ein wenig stolz, Postkunde zu sein.
Jetzt ist es so:

http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/11/01/postbank-gewaehrt-managern/sonderbonus-hoehe-eines-jahresgehaltes.html

Und was waren das noch für Zeiten, wo die Bahn noch die Bahn war und von seriösen Bahnbeamten geleitet wurde! Da hat man sich noch am Fahrkartenschalter eine Fahrkarte gekauft und man zahlte gerne den Preis.
Denn man konnte sicher sein, dass die Post- und Bahnbeamten sich nicht die Taschen vollstopfen mit Bonus-Millionen, die man als solider Arbeitnehmer in Jahrzehnten nicht verdient.

Jesus von Nazareth lehrte unter anderem die Gerechtigkeit (Matthäus 5, 6), und er forderte die Reichen auf, für die Armen einzustehen. Doch nach der Lehre der Kirchen, vor allem der evangelischen, genüge alleine der Glauben (siehe z. B. Der Theologe Nr. 35). Das aber hat Jesus niemals gelehrt.
Und der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich setzte sich z. B. erst zu Jahresbeginn dafür ein, dass die Managergehälter nicht nach oben begrenzt werden sollen
(siehe hier). Und bekanntlich werden ja weltweit auch nach unten keine Grenzen gesetzt. Das ist dann eben die Schere. Sie öffnet sich so weit, dass die Kluft zwischen Oben und Unten ein solches Ausmaß annimmt, dass alles auf einen noch nie da gewesenen Siedepunkt zusteuert, der jedoch gleichzeitig der Kipppunkt sein wird.

 




23.10.2008 - "Der gekreuzigte Bischof" - Enkel von Landesbischof Meiser verhöhnt Jesus von Nazareth und die Opfer des Nationalsozialismus - Die heftigen Auseinandersetzungen um den antisemitischen ersten Landesbischof Bayerns gehen weiter. Nun hat sein Enkel Hans-Christian Meiser ein Buch mit dem Titel Der gekreuzigte Bischof veröffentlicht, in dem er versucht, alle Fakten zu Meisers Vorteil hin zu biegen - auch indem man wesentliche Hintergrundinformationen verschweigt. Was zum Beispiel wirklich dahinter steckte, dass Meiser angeblich 126 Juden das Leben rettete (was nach einem riskanten persönlichen und heroischen Einsatz klingt und nicht, was es tatsächlich war, nach der Installation einer Ausreise-Behörde für ausschließlich zur Kirche konvertierte (!) Juden in Absprache mit den Nationalsozialisten und mit Wissen der Gestapo), wird in Der Theologe Nr. 11 zurecht gerückt (z. B. hier). Aufgewärmt wird in dem Buch Der gekreuzigte Bischof auch wieder Meisers Schreiben aus dem Jahr 1934, in dem er vor einer fanatischen antisemitischen Aktion von Nazi-Mitgliedern in Ansbach warnte. Seine Begründung dafür ist jedoch: Um "die besten Teile der Bevölkerung", nämlich überzeugte NSDAP-Anhänger, durch überzogene Maßnahmen nicht in Gewissenskonflikt zu bringen. Außerdem wird damit keineswegs relativiert, dass Meiser selbst Antisemit war (zum ganzen Sachverhalt siehe hier).
Meiser sei heute "Opfer" kirchenpolitischer Interessen geworden, so wie er 1933/1934 angeblich "Opfer" der Nationalsozialisten geworden sei. Damit werden zum einen die wirklichen Opfer der Nationalsozialisten verhöhnt - z. B. zig-tausende von Menschen, die ihr Leben lassen mussten und nicht nur einige Tage Hausarrest bekamen wie Meiser
(siehe hier) bzw. wie Meiser von Adolf Hitler wieder in offiziell in Amt und Würden bestätigt wurden (siehe hier)
Und schließlich wird auch der große Menschheitslehrer und Friedensstifter Jesus von Nazareth, der von den damaligen Obrigkeiten furchtbar hingerichtet wurde, verhöhnt. Denn der Buchtitel
Der gekreuzigte Bischof missbraucht den gequälten Jesus und sein Sterben, nämlich die Kreuzigung, um Stimmung für Bischof Meiser zu machen, der mit den Nationalsozialisten offen sympathisierte, mit seinen Predigten die Soldaten zu Tausenden für Nazi-Deutschland in den 2. Weltkrieg trieb, den Antisemitismus förderte, kleinere Glaubensgemeinschaften bekämpfte und sich heftig gegen Ansätze von kirchlicher Zivilcourage wehrte (siehe z. B. hier), um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Auf die Aufzählung weiterer Gegensätze zwischen Jesus von Nazareth und Hans Meiser wird hier verzichtet  Der Vergleich wurde z. B. einmal durchgeführt mit Meisers großem Vorbild Martin Luther - Der Theologe Nr. 3 - So spricht Martin Luther - so spricht Jesus von Nazareth.

 




22.10.2008 - Quo vadis Amerika? Im Hintergrund agiert Zbigniew Brzezinski - Erst allmählich erfuhr man in Deutschland, dass der US-Stratege Zbigniew Brzezinski, bekannt durch sein Buch
Die einzige Weltmacht, der außenpolitische Berater des vermutlich nächsten US-Präsidenten, dem Protestanten Barack Obama, ist. Brzezinski bezeichnet darin Russland z. B. als "Das Schwarze Loch".  In dem Buch Quo vadis Amerika? Die Welt nach Bush (Blätter für deutsche und internationale Politik) heißt es u. a.: Brzezinski kommt ... zu dem Schluss [allerdings bereits 1997], dass das erste Ziel amerikanischer Außenpolitik darin bestehen muss, »dass kein Staat oder keine Gruppe von Staaten die Fähigkeit erlangt, die Vereinigten Staaten aus Eurasien [Europa und Zentralasien] zu vertreiben oder auch nur deren Schiedsrichterrolle entscheidend zu beeinträchtigen.« (S. 283) Die USA müssen »das Emporkommen eines Rivalen um die Macht ... vereiteln« (S. 306)
(zit. nach http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/nach-bush.html).
Ein Teil dieser "Weltmacht-Strategie" könnte auch der kurze Krieg des georgischen US-Günstlings Micheil Saakaschwili gegen Russland gewesen sein
(siehe dazu die Meldungen weiter unten). Allerdings hält Brzezinski die aggressive Politik der USA gegenüber Iran für falsch und fordert die Regierung auf, endlich mit dem Iran zu verhandeln (http://www.stern.de/politik/ausland/:Iran-Ein-Iran/560430.html).

Abgesehen davon, dass die USA nahezu bankrott sind und maßgeblich mit für die Weltdesaster Klimakatastrophe und Hungersnöte verantwortlich sind, steht man auch mit den Weltmacht-Strategien zu der Lehre des Jesus von Nazareth (u. a. "Wer unter euch der Größte sein will, der sei Euer Diener"; "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst") im krassen Gegensatz. Und Jesus war Realist, der bei seiner Lehre die Anwendung auf die Politik nicht ausklammerte. Wie diese dann praktisch aussehen könnte, wäre eigentlich die Aufgabe von Politikern, die sich "christlich" nennen. Alles andere erscheint letztlich nur wie neue undichte Flicken auf einen porösen Schlauch (siehe dazu hier). Und wer - wie auch immer - Gewalt sät, wird diese Gewalt - jetzt immer schneller - ernten.

 




18.10. / 19.10.2008 - Bankrott-Manager in den USA belohnen sich mit 70 Milliarden Dollar "Bonuszahlungen" und "Sonderzuwendungen", bevor sie dann die staatlichen Rettungs-Milliarden für ihre Misswirtschaft abholen / Keine "Sonderzuwendungen" und "Boni" für Verhungernde / Vatikan stieg um auf noch mehr Gold / Sänger Udo Lindenberg kritisiert Kirche - Obwohl sie zahllose Sparer leichtfertig um ihr Geld gebracht haben und der Steuerzahler aufgrund ihres Zockens bis auf die Knochen ausgequetscht wird, gelten die Bank-Manager weltweit weiter als ehrbare Millionäre. In den USA genehmigen sie sich für ihre Bankrott-Wirtschaft jetzt Belohnungen in Höhe von 70 Milliarden Dollar an "Sonderzuwendungen" und Boni für das laufende Jahr. Der Steuerzahler bezahlt mit seinem Geld diese Zuwendungen. So entscheiden die Politiker. Wer weiß, wie viel von den weltweit Billionenzahlungen der Staaten an die Banken sich die Banker insgesamt in die eigenen Tasche stopfen.
Siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584916,00.html
Einen kleinen Einblick gibt ein Top-Banker, der bis zu 870 % Rendite abzockte und seine Kollegen verhöhnt, dass sie sich "auf seine Geschäfte eingelassen hätten"
(Bild, 19.10.2008;
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/19/andrew-lahde/verhoehnt-manager-und-rechnet-mit-seinen-kollegen-per-brief-ab.html).

Was dazu passt: Die US-Regierung Bush hatte die Zahl der FBI-Mitarbeiter im Bereich Wirtschaftskriminalität seit 2001 gezielt um 600 reduziert. Stattdessen hat man beim "Kampf gegen den Terror" das Personal erhöht. Die Behörde hatte deshalb immer weniger Personal, um bei Wirtschaftskriminalität effektiv tätig werden zu können (Bild, 19.10.2008). Bereits 2004 hatte das FBI vor kriminellen Machenschaften "im Zusammenhang mit dem Hypothekenmarkt gewarnt", doch es wurde weiter Personal gekürzt.

Gleichzeitig leiden ca. 900 Millionen Menschen bittere Hungersnot und 35.000 verrecken täglich, weil sie nichts zu essen haben. Bereits für 20 Milliarden Euro jährlich bräuchte niemand mehr zu hungern - nur ein Bruchteil von dem, was die Großbanken an Geschenken bekommen. Doch für die qualvoll Verhungernden machen die Staaten das Geld nicht locker. Geschweige denn, dass sie zumindest eine  "Sonderzuwendung" bekommen oder wenigstens ein Bonus-Brötchen (von dem in der Geschichte der Zivilisation beispiellosen Leidens und Aussterbens der Tiere weltweit gar nicht zu reden). "Mal schauen, wie lange das noch gut geht", denken sich der Gott Mammon und seine Diener in Wirtschaft, Politik, Kirche und Gesellschaft (siehe Matthäus 6, 24). Und sie fressen und fressen und fressen.

Dabei haben die Finanzexperten des Vatikan schon früher als andere Banker das Desaster vorher gesehen und Risiko-Papiere im Jahr 2007 "im großen Stil" verkauft und die Millionen so angelegt, dass bei dem kommenden Desaster nichts passiert. "Insgesamt erwarb der Vatikan Währung im Gegenwert von 520 Millionen Franken, sichere Anleihen für 800 Millionen und eine Tonne Gold im Wert von fast 30 Millionen Franken". Und angesichts der Finanzkrise hat er jetzt - ohne nennenswerte Einbußen hinnehmen zu müssen - verkündet, "das Geld ... nichts bedeutet" (Basler Zeitung, 14.10.2008). Doch warum verkauft der Vatikan nicht wenigstens 100 kg Gold von seiner rechtzeitig neu gekauften Tonne und hilft wenigstens ein paar qualvoll Leidenden? Nach Informationen der Zeitschrift Oggi aus dem Jahr 1952 (Nr. 42/1952) hortete der Vatikan schon damals nach den USA den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Dessen Wert soll schon damals 3,5 Milliarden Euro betragen haben.
Dazu sagte der bekannte Sänger
Udo Lindenberg: "Früher wurden im Namen der Kirche ganze Völker und Kulturen niedergemetzelt und der Vatikan ist auf geklautem Gold aufgebaut. Da kann man doch nicht still halten" (Freies Wort [Tageszeitung von Suhl in Thüringen], 2.10.2008; vgl. dazu die Informationsschrift der Freien Christen Nr. 3 - Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld).
Gottes Mühlen mahlen langsam, doch sie mahlen ... Das "Weltgericht"
(siehe Matthäus 25, 31 ff.) hat bereits seine Plätze eingenommen.
Mehr zum unermesslichen Reichtum = Mammon des Vatikan siehe hier.

 




17.10. / 20.12.2008 - Afghanistan-Desaster: Wieder 25 Zivilisten bei NATO-Angriff zerfetzt? / Experte: "NATO züchtet globalen Terrorismus" - Deutschland und die USA schicken ständig neue Soldaten in den Hindukusch. Der Ex-Entwicklungshilfeminister der CDU, Jürgen Todenhöfer, erklärt zum Afghanistan-Krieg: "Die Nato züchtet mit ihrem Bombenkrieg in Afghanistan den globalen Terrorismus jeden Tag ein Stück weiter"
(http://www.sueddeutsche.de/politik/441/312356/text/7/ vom 6.10.2008). Eines der jüngsten Ereignisse: Bewohner in dem Bezirk Nad Ali legten 16 Leichen vor das Büro des Provinz-Gouverneurs - 16 von 25, die bei einem NATO-Luftangriff umgekommen sein sollen (Bild, 17.10.2008).
Jürgen Todenhöfer berichtet auch von eigenen Recherchen: "Ich habe in den afghanischen Medien gelesen, die Koalitionstruppen hätten nach US-Angaben in Asisabad bei Herat 30 Taliban getötet. Daraufhin habe ich über einen Dolmetscher mit einem Einwohner von Asisabad telefoniert. Er hatte bei dem amerikanischen Luftangriff 75 Angehörige verloren. 75 Angehörige! Er berichtete mir, dass die US-Luftwaffe eine Trauerfeier bombardiert hatte, die er für seinen verstorbenen Bruder veranstaltet hatte. Insgesamt seien 90 Zivilisten getötet worden, darunter 60 Kinder. Die UN, Präsident Karzai und mehrere afghanische Untersuchungskommissionen haben diese Zahlen inzwischen ausdrücklich bestätigt.
Die US-Truppen haben hier wie in vielen anderen Fällen einfach die Unwahrheit gesagt ... Die Bilder von Asisabad liefen im afghanischen Fernsehen zwei Wochen lang. Man sah immer wieder, wie ein verzweifelter Mann das blutverschmierte Hemd seines getöteten sechs Monate alten Babys in die Kamera hielt. Man sah Bilder getöteter Zivilisten, die ein Arzt heimlich mit seinem Handy gefilmt hatte. Und anschließend musste die afghanische Bevölkerung sich immer wieder den amerikanischen Militärsprecher anhören, der behauptete, man habe lediglich 30 Taliban getötet, vielleicht seien zusätzlich auch noch fünf bis sieben Zivilisten ums Leben gekommen. Die blutige Wahrheit wird bis heute einfach wegdementiert" (Süddeutsche Zeitung, 6.10.2008). Und weiter: "Hochrangige afghanische Politiker haben mir gesagt, in der Regel seien zwei Drittel der angeblich getöteten Taliban unschuldige Zivilisten. Das ist einer der Gründe für die wachsende Popularität der einst verjagten und verachteten Taliban". Diesen grausamen Krieg können die NATO und als Teil davon die Bundeswehr nie gewinnen. Während die Bundeswehr anfangs für zivile Aufgaben nach Afghanistan ging, wurden die Bundeswehr-Truppen seit kurzem in den US-NATO-Krieg "Enduring Freedom" integriert (siehe hier). Doch mittlerweile kontrollieren die Taliban bereits wieder 60 % des Landes. Die USA reagieren mit 30.000 zusätzlichen Soldaten, die man 2009 an den Hindukusch schicken will, um den Krieg doch noch zu gewinnen - eine Verdopplung der bisherigen Anzahl (Netzeitung, 20.10.2008).
Und zum angeblichen Kriegsgrund des Westens, der nach den Anschlägen in New York vom 11.9.2001 diesen Krieg begann, erklärt der Experte Jürgen Todenhöfer: "Globale Terroristen brauchen heute keine Ausbildungslager mehr - weder in Afghanistan noch in Pakistan. Diese Phase ist längst vorbei. Die sitzen heute bei uns im Westen oder sonst wo auf der Welt in bequemen kleinen Räumen mit Internetanschluss und lernen dort, wie man Sprengstoffgürtel herstellt und bedient. Selbst wenn die USA alle Bomben, die sie besitzen, auf den Hindukusch werfen und dabei alle Taliban und Al-Qaida-Terroristen töten würden, wäre der globale Terrorismus nicht besiegt. Er würde im Gegenteil dramatisch zunehmen."

Jesus von Nazareth fasste das Geschehen bei Kriegen mit einfachen Worten zusammen: "Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen." Und als Alternative: "Tut Gutes denen, die euch hassen." Wer nicht glaubt, dass dies auch in der Politik funktionieren würde, wird einmal mehr im Afghanistan-Krieg das Ergebnis für das bekommen, was er stattdessen glaubt.

Zum Afghanistan-Krieg der NATO siehe auch unsere Meldungen vom:  3.9.2008   9.11.2008

 




13.10. / 17.10.2008 / 16.12.2009 - Entsetzen der Umwelt-Wissenschaftler über Kandidatin Sarah Palin - "Schlimmer geht´s immer" / Lenkt Palin davon ab, dass auch die anderen keine Lösungen haben? / 2009: Sarah Palin fordert USA auf, Klimagipfel von Kopenhagen zu boykottieren und keinen weiteren Umweltschutzmaßnahmen zuzustimmen - Präsident George W. Bush schien lange Zeit einer der letzten Menschen zu sein, der sich gegen die Erkenntnis sträubte, dass der Klimawandel, der sich mehr und mehr zur Klimakatastrophe ausweitet, vom Menschen verursacht ist. Erst mit der Zeit zeigte er ein wenig Einsicht. Die Kandidatin Sarah Palin jedoch, die im Fall einer Präsidentschaft des Republikaners John McCain neue "Energieexpertin" der USA würde (und im Fall des Abtretens des bereits 72-jährigen McCain neue Präsidentin), habe noch vor kurzem in einem Interview gesagt, "Menschen hätten mit dem Klimawandel nichts zu tun". So schreibt
Spiegel online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,583226,00.html).
Wörtlich sagte sie im Dezember 2007: "Ich bin kein Al-Gore-Weltuntergangs-Umweltaktivist, der die Veränderungen in unserem Klima menschlichen Aktivitäten zuschreibt". Weiterhin wurde noch an dem Tag ihrer Nominierung zur Kandidatin [31.8.2008] ein Interview zum Thema Klimakatastrophe veröffentlicht, in dem sie sagte: "Ich bin niemand, der den Menschen als Ursache betrachtet"
(zit. nach Frankfurter Rundschau, 16.9.2008;
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/wahlen_in_den_usa/1595289_Eskimos-bringen-Palin-in-Bedraengnis.html)
.
Mittlerweile erhielt die Gouverneurin von Alaska in der Folgezeit verschiedene Schulungen in Politik. So relativierte sie seither in einem Fernsehduell auch ihre Position und sagte, der Klimawandel sei "nicht nur vom Menschen verursacht", sondern auch von angeblich "zyklischen Temperaturschwankungen"
(Spiegel online, 3.10.2008). Ist das nun - was den immerhin von ihr erstmals eingestandenen Anteil der Menschen betrifft (nachdem dies jedoch schon seit Jahren bewiesen ist) - teilweise eine neue Einsicht oder vor allem ein weitgehend folgenloses taktisches Manöver? Es zeigt sich daran, wenn man fragt: Was würde aus einer solchen Haltung praktisch abgeleitet? Wenn vor allem "zyklische Temperaturschwankungen" Schuld sein sollen, ist dann ein radikales Umdenken und eine Umkehr überhaupt nötig? Und weiter: Wer soll dann wiederum Schuld sein an diesen "zyklischen Temperaturschwankungen", die den ganzen Planeten bedrohen? Vielleicht ihr Gott? Schon das wäre ein Grund, diesem "Gott" und seinen Hintermännern nicht im Geringsten zu vertrauen.

Ein gutes Jahr später legt Sarah Palin nach und streitet den Klimawandel nun völlig ab. Die Wissenschaftler würden Daten fälschen und in Wirklichkeit würden die Temperaturen weltweit sinken. Ihre Theorie: "Führende Klimaexperten haben Aufzeichnungen zerstört und ihre Daten manipuliert, um den tatsächlichen Rückgang der weltweiten Temperaturen zu vertuschen". "Schon allein wegen dieses ´eklatanten Skandals`, fordert die konservative Republikanerin, müssten die USA jetzt den gesamten Kopenhagen-Gipfel boykottieren". Strengere Umweltmaßnahmen würden dem Wohlstand schaden. Dahinter stecken womöglich auch die Öl-Konzerne, welche die streng evangelisch gläubige "wieder geborene" Politikerin unterstützen. "Palin ist in ihrer Zeit als Alaskas Gouverneurin von fast allen großen Ölkonzernen unterstützt worden – von Exxon über Chevron und Conoco Phillips bis Shell. Ihr Ehemann Todd hat für BP gearbeitet. Sie selbst hat sich für neue Ölbohrungen stark gemacht und wollte dafür sogar ein Wildschutzgebiet im Norden ihres Bundesstaates, das ´Arctic National Wildlife Refuge`, freigeben lassen." (focus.de, 16,12.2009).

Während die Klima-Apokalypse nicht mehr abzuwenden ist, die schlimmen Auswirkungen durch beherztes Handeln jedoch wenigstens hier und da ein wenig zu lindern seien, denkt die angeblich in "Jesus" "wiedergeborene" Kandidatin jedoch gar nicht daran. Spiegel online kommentiert hierzu einen Artikel des renommierten US-Wissenschaftsmagazins New Scientist und schreibt: "Nach acht Jahren der Gängelung der Wissenschaft [durch die Regierung Bush], der Hörigkeit gegenüber Öl-Lobbyisten und religiösen Eiferern, der Leugnung des Klimawandels und der Missachtung seriöser Studien kann es nur besser werden im Weißen Haus. Egal, wer Präsident wird. Doch inzwischen ist man sich nicht mehr so sicher. Spätestens seit McCain Sarah Palin zu seiner Vize-Kandidatin auserkoren hat, schwant manchem Forscher: Schlimmer geht's immer" (Spiegel online, 13.10.2008).
Damit wird auch die Verhöhnung des Jesus von Nazareth weiter auf die Spitze getrieben, der die Einheit von Menschen, Tieren und Natur lehrte
(siehe z. B. hier; Hinweise in der Bibel in Der Theologe Nr. 7). Doch auch die "Götter" von Obama, Biden und McCain sind nicht viel besser.

So würde auch die Wahl des ökumenischen Duos Barack Obama (evangelisch) und Joseph Biden (katholisch) von den Demokraten keine echte Umkehr bringen, so dass die "Mächtigsten dieser Welt" die Menschheit und diese Zivilisation so oder so wohl in noch nie da gewesene Katastrophen führen (siehe dazu auch oben). Und hier und da lenken die teils Furcht erregenden Ansichten der Kandidatin Palin möglicherweise nur davon ab, dass auch der politische Gegner nichts anderes bieten kann als den einen oder anderen undichten "Flicken" auf einem porösen Schlauch, dem mehr und mehr die Luft ausgeht.

Siehe dazu auch unsere Meldungen: Glaubenswahn um die Wiederkunft von Jesus
Fünf Billionen Euro Schaden jährlich durch gnadenlose Abholzung der Wälder
Sarah Palin will Eisbären von der roten "Liste der gefährdeten Tierarten" streichen und Wölfe und Bären von Flugzeugen aus jagen lassen
Und:
Der Theologe Nr. 7 über das tierfreundliche Urchristentum und die Barbarei gegenüber der Natur im kirchenchristlichen Abendland
Und
:
Der Theologe Nr. 32 über das Verhältnis von Kirche und Tieren
Sowie:
Der Theologe Nr. 33 über die Zehn Gebote: Darin über das Orchester der Mutter Erde und über die verlorene Einheit der Schöpfung

 




12.10.2008 - Der Mittelstand sinkt immer mehr ab - Eindrücke aus den USA - Schon seit langem zeichnet sich in den westlichen Industrieländern die "Schere" ab, deren Klingen immer weiter auseinander gehen: Immer mehr Superreiche und Milliardäre einerseits, und immer mehr Arme und Verelendete andererseits. Der Mittelstand stirbt. Das aktuelle Finanzdesaster beschleunigt diese Entwicklung: Die Bank-Manager kassieren weiter ihre Millionen. Und der Staat, der das Geld der einfachen Steuerzahler sammelt, stützt mit diesen Einnahmen vermehrt die Banken und vielleicht bald auch Konzerne, an deren Spitze sich Milliardäre und Millionäre tummeln, welche nicht nur erwirtschaftete Gelder abschöpfen, sondern durch Finanztricks auch zusätzlich Geld von Anlegern absaugen
. Was wird am Ende dieser Entwicklung stehen? Zeichnet sich in Zukunft wieder eine neue Sklavenhaltergesellschaft ab? Eindrücke aus den USA zeigen: Familien, die sich gestern noch im Mittelstand wähnten, bevölkern jetzt in Zelten die Straßen -
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/12/finanzkrise-opfer/us-zeltstaedte-bestatter-grossbritannien.html

 



 
10.10. / 23.10.2008 - Wie der Gott "Mammon" die Herrschaft übernahm / Kleiner Banker fühlt sich als Schwerverbrecher / Top-Banker retten mit Staatsgeldern ihr kaputtes System und ihre Millionen / Doch Zusammenbruch des Öko-Systems finanziell noch viel gravierender / Allein fünf Billionen Dollar pro Jahr Schaden durch gnadenlose weltweite Abholzungen - Unmerklich für den einfachen Bürger vollzog sich in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, was jetzt kollabiert. Die totale Herrschaft des Gottes "Mammon" in den Ländern des Westens. Und der große "Gott" ist weiter sehr hungrig und schreit täglich nach mehr zum Fressen. Sein wesentliches Erkennungszeichen: Er schafft selbst keinen einzigen Wert, sondern nimmt durch Tricks, Zocken und falsche Situationsbeschreibungen andere aus, die durch ihre Arbeit etwas erwirtschaften und ansparen möchten, z. B. für ihre Alterssicherung.

Von Grund auf geändert wird jedoch auch durch den Zusammenbruch nichts. So werden durch die 700.000.000.000,00 Dollar, die man z. B. dem US-Steuerzahler zur Rettung des Mammon-Systems abnimmt, jetzt auch die Millionengehälter, Provisionen, Pensionen und fetten Abfindungen der Manager gesichert. Und in Deutschland ist es ähnlich - gigantische Summen werden bezahlt, die man dem einfachen Bürger wohl in Zukunft scheibchenweise abknöpft, um mit Flicken das kaputte System zu flicken, die aber irgendwann auch nicht mehr halten.
Den Skandal dabei fasst der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach in folgende Worte:
"´In dem Milliardenpaket sind Aufputschmittel enthalten, um das, was in die Krise geführt hat, fortzusetzen`, sagte der emeritierte Professor für Christliche Sozialwissenschaft der Stuttgarter Zeitung. ´Dieses Paket schützt nicht den Sparer, sondern die für die Krise verantwortlichen Banken.` Es gebe vier Prominente unter den Hauptverursachern der Krise: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Commerzbank-Chef Martin Blessing, den Präsidenten des Bankenverbandes, Klaus-Peter Müller, und den Finanzchef der Allianz, Paul Achleitner [Anmerkung: allesamt Millionen-Verdiener]. ´Es ist auffällig, dass die vier Herren mit am Tisch saßen, als das 500-Milliarden-Paket geschnürt wurde`, sagte Hengsbach. Es gebe also eine wechselseitige Komplizenschaft" (Netzeitung, 15.10.2008). Denn offenbar saßen die Verursacher nicht als Angeklagte oder Beschuldigte dabei, von denen man Schritte zur Reue und Wiedergutmachung einforderte, sondern - wie bisher - als angesehene "Experten".

Die Banken haben mit Wissen der Politiker in den letzten Jahren und Jahrzehnten weltweit eine künstliche Geldblase in Höhe von ca. 600.000.000.000.000,00 Euro aufgepumpt - das heißt, es wurden den ahnungslosen Anlegern Billionen-Werte in "Zertifikaten", "Derivaten" und ähnlichem undurchsichtigem Zeug ohne realen Gegenwert vorgetäuscht (siehe z. B. http://www.welt.de/finanzen/article2565675/Die-gefaehrlichen-Produkte-der-Finanzbranche.html). Und die Politiker haben mit den "Dienern des Mammon" einen Pakt geschlossen, aus dem sie - weil sie nicht können oder wegen der wechselseitigen Verfilzung nicht wollen - nicht aussteigen, so dass man derzeit von einer "Verbanklichung" oder "Mammonisierung" des Staates sprechen könnte, mit dem der "Tanz auf dem Vulkan" weiter geht. 

Mittlerweile bekennt ein erster Banker, dass er sich als Schwerverbrecher fühlt, der ahnungslosen und vertrauenden Kunden Schrott-Zertifikate angedreht hat. Mit hohen "Zielvorgaben" wurde er zuvor von den Bank-Managern unter "unerträglichen" "Druck" gesetzt. Wichtige Informationen über die "wahre" Situation habe auch er nicht erhalten. "Unser System ist einfach nur korrupt und kaputt: Der Kunde wurde von den Bankchefs als Milchkuh gesehen, aus dem immer höhere Renditen rausgeholt werden müssen" (Bild, 11.10.2008).
Mehr dazu siehe auch:
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/2838/palaeste_fuer_die_chefs_koks_fuer_die_sekretaerin.html
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/11/erster-banker-packt-aus/wie-die-kunden-betrogen-werden.html
Der wegen Wirtschaftskriminalität einst zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilte
Ex-Baulöwe Jürgen Schneider hat dazu erklärt: "Heute, muss ich sagen, ist mein Fall doch Peanuts gegen das, was sich die Banken erlauben". Bild schreibt: "Nach Ansicht des 74-Jährigen haben Bankmanager beim Handel mit faulen Krediten ´die Spekulationen mit Vorsatz in die Höhe getrieben – genau wie ich damals. Auch sie haben wie ich auf die Zukunft spekuliert. Das ist Betrug und muss hart bestraft werden`" (23.10.2008;
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/22/interview-bau-loewe-juergen-schneider/bankster-gehoeren-in-den-knast.html)
.
PS: Wir sind keine Richter. Aber an der Stellungnahme von Jürgen Schneider zeigt sich, dass es keine gesellschaftliche Übereinstimmung darüber mehr gibt, was noch rechtens ist und was bereits Wirtschaftskriminalität.

Hierzu ist zu ergänzen:
"Die Menschheit verliert durch die Umweltzerstörung mehr Geld als bei der aktuellen Finanzkrise. Besonders teuer ist die Abholzung von Wäldern weltweit. Sie verursacht Schäden bis zu fünf Billionen Dollar pro Jahr
(!), ergab eine EU-Studie" (Spiegel online, 11.10.2008). Durch die gnadenlose Zerstörung des Planeten Erde durch mächtige "Diener des Mammon" werden "Naturwerte" unwiederbringlich zerstört, "die allen Menschen gehören". Zudem sind sie der notwendige Lebensraum von Tieren, ohne die der Mensch nicht überleben kann. Doch die Tiere werden vom Menschen, der selbsternannten "Krone der Schöpfung", ja ohnehin aus Profitgier weltweit bestialisch vernichtet, im übertragenen Sinne also auf dem Altar des Gottes "Mammon" zu Milliarden grausamst gequält und abgeschlachtet. Nach römisch-katholischer Lehre haben die Tiere keine unsterbliche Seele und sind nicht schmerzempfindlich wie der Mensch, was zu den geistigen Hintergründen für das beispiellose Desaster gehört.
Siehe dazu:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,583396,00.html

http://www.theologe.de/theologe7.htm#4

Die Alternative dazu wäre die einfache Lehre des Jesus von Nazareth gewesen, der auch die Tiere liebte (siehe dazu Der Theologe Nr. 7) und den Menschen in der Bergpredigt (Matthäusevangelium, Kapitel 5-7) die Goldene Regel erklärte, die lautet: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch", was z. B. im Wirtschaftsleben bedeutet: "Üb immer Treu und Redlichkeit".

 




9.10. / 21.11.2008 - Nachts, wenn der Priester kommt - Internatsschüler in ihrem Bett missbraucht / Schüler wurden auch blutig geschlagen - Ein ehemaliger Internatsschüler eines römisch-katholischen Internats in Bad Neustadt/Bayern packt aus. In dem Internat im Ortsteil Lebenhan, das von dem Orden der "Missionare der Heiligen Familie" (MSF) betrieben wurde, kam der Priester "über Jahre" abends und nachts in den Schlafsaal der eingeschüchterten Jungen und nahm an ihnen sexuelle Handlungen vor. "Die Folgen für die Opfer sind gravierend", so der Zeuge, der heute selbst Theologe ist. Pater Michael Baumbach von der Leitung des Ordens erklärte, die Taten wären in den 70er-Jahren geschehen und seien "eindeutig verjährt". Anders die Ermittlungsbehörden: "Nach Auskunft des Schweinfurter Leitenden Oberstaatsanwalts Rainer Vogt hängt die Frage der Verjährung davon ab, wie schwer die Taten wiegen. Er könne nicht von vornherein sagen, das sei verjährt, so Vogt"
(Main-Post, 9.10.2008; http://www.mainpost.de/lokales/franken/Franken;art1727,4740755).
Der Beschuldigte hat bereits gestanden und wurde in ein Kloster versetzt.
Mittlerweile weitet sich das Ausmaß der Verbrechen immer weiter aus:
Der Theologe, der den Stein ins Rollen brachte, berichtet: "Es gebe drei Gruppen von Betroffenen: ´Die, die missbraucht wurden, die, bei denen es versucht wurde und die, die den Missbrauch mitbekommen haben.` So gesehen liege die Zahl der Betroffenen, die damals etwa zehn Jahre alt waren, ´wahrscheinlich nicht unter 100`. Es habe zum Teil Angst geherrscht, wenn der Pater abends oder nachts am Bett vorbeiging. Keiner habe ´der Liebling von Pater X` sein wollen. ´Liebling des Paters` sei unter den Schülern ein feststehender Begriff gewesen, so der 50-Jährige ... Bei der Redaktion dieser Zeitung meldete sich auch ein früherer Mitarbeiter einer Veitshöchheimer Firma, der 1977 beruflich in dem Kloster zu tun hatte. Damals habe sich ihm ein etwa neunjähriger Junge anvertraut. ´Das Kind war fix und fertig`, berichtet der Mann. Auch einem anderem Buben sei es so ergangen. Er habe seinerzeit die Internatsleitung informiert und dies außerdem auf dem Rathaus in Bad Neustadt gemeldet." Der beschuldigte Priester wurde 1978 spontan versetzt.
"Der Fall bleibt für den beschuldigten Priester ohne strafrechtliche Folgen. ´Anlass zur Aufnahme von Ermittlungen besteht nicht, weil die Vorwürfe in jedem Fall und eindeutig verjährt sind`, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt der mit dem Fall betrauten Staatsanwaltschaft Koblenz, Horst Hund, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa" (http://www.mainpost.de/lokales/franken/Franken;art1727,4765563).
In der Zwischenzeit haben sich bereits zwölf Opfer des Priester gemeldet, die einst seine "Lieblinge" sein durften (Süddeutsche Zeitung, 4.11.2008). Man geht von 16 Opfern aus. Und inzwischen scheint auch klar, dass der Priester seine "Lieblinge" auch geschlagen hat, wenn sie nicht "brav" waren, so dass manchmal sogar Blut floss. Einem Schüler wurden z. B. die Schneidezähne ausgeschlagen (http://www.mainpost.de/lokales/franken/Franken;art1727,4824209).

 




6.10.2008 - Sexueller Missbrauch von einem 12-Jährigen - Katholischer Priester und Ex-Jugendpfarrer zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt - Opfer bricht 14 Jahre später zusammen -  In der schier unendlichen Liste von Sexualverbrechen von Pfarrern an Kindern wird jetzt wieder eine Tat strafrechtlich gesühnt. Der heute 67-jährige Horst G., ehemaliger langjähriger Priester von St.Franziskus in Bottrop-Welheim, kann seinen nächsten runden Geburtstag vermutlich hinter Gittern begehen. Er hatte in den 90er-Jahren als Priester einen damals 12-jährigen Jungen mindestens zehnmal sexuell missbraucht. Angeklagt waren 15 Fälle. Tatort war jeweils das Schlafzimmer des Pfarrers im Pfarrhaus. Der Verurteilte arbeitete zeitweise auch als Stadtjugendseelsorger in Gelsenkirchen.
"Das Opfer des Pfarrers erinnert sich, dass seine schulischen Leistungen abfielen. Er sei auch aufsässig geworden, sagt der [heute] 26-Jährige. Als er sich jetzt bei der Polizei offenbarte, brach er zusammen, musste in die Klinik"
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 22.9.2008). Auch an einigen seiner Geschwister soll sich der Priester vergangen haben.
Mehr dazu hier:
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2008/9/22/news-78544493/detail.html
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bottrop/2008/9/22/news-78552449/detail.html
http://www.kreuz.net/article.7294.html


 




5.10. / 6.10.2008 - Glaubenswahn um die Wiederkunft von Jesus: Manche denken, ungeniert Kriege führen zu können - Folgende Meldung könnte manchen hellhörig machen: Die Vizepräsidenten-Kandidatin der Republikaner,
Sarah Palin, "bekräftigte ihre Einschätzung, die US-Soldaten im Irak erfüllten eine Aufgabe Gottes" (Bild, 12.9.2008; siehe hier). "Ich glaube, dass es einen Plan für diese Welt gibt und dass dieser Plan für die Welt gut ist", so die Politikerin. Bekanntlich gehört die Kandidatin einer bibelfundamentalistischen evangelischen Kirche an (siehe hier). Was die Anhänger dieses Glaubens so gefährlich macht, wenn diese politische Verantwortung tragen: Sie glauben, dass die Rechtgläubigen ungeniert an der Eskalation der Apokalypse mitwirken können, wie sie in der Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, prophezeit wird. D. h. für manche derart Gläubigen: Irgendwann seien eben z. B. die Atombomben oder die B- oder C-Waffen fällig und könnten einem angeblichen "Plan Gottes" zufolge abgeworfen werden. Schließlich würde ja - wenn alles auf die Spitze getrieben wurde - Jesus wiederkommen und Partei für die eigene Seite ergreifen und das ganze Desaster dann mit einem Streich in Ordnung bringen.
Was Präsidentschaftskandidat
Barack Obama, der vermutlich nächste Präsident*, genau darüber denkt, ist offenbar derzeit nicht bekannt. Aber auch er redet vom "Willen Gottes" und ist evangelisch.

Dieses Denken ist auf jeden Fall "gut evangelisch" und vielleicht auch katholisch, doch niemals christlich. Und "für alle Fälle" hat man auch noch eine Hintertüre mit eingebaut: Käme Jesus nämlich noch nicht im Diesseits wieder, so funktioniere es mit dem angeblichen Heil doch auf alle Fälle schon im Jenseits, auch wenn man die Welt zuvor in die Luft jagt. So verkündete schon der erste Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Landesbischof Manfred Dibelius (1880-1967). Selbst "die Anwendung einer Wasserstoffbombe sei vom christlichen Standpunkt aus nicht einmal eine so schreckliche Sache, da wir alle dem ewigen Leben zustreben." Wenn eine solche Bombe eine Million Menschen töte, so erreichten die Betroffenen "umso schneller das ewige Leben" (zit. nach Manfred Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Beck-Verlag, München 1999, S. 259; vgl. Der Theologe Nr. 6 - Die evangelische Kirche - immer für den Krieg).
Aber so wird das nicht funktionieren.

Anhänger der These, dass Jesus mit einem Mal alles "neu" mache, berufen sich zwar auch auf die Offenbarung des Johannes, wo Christus durch Prophetenwort tatsächlich sagt: "Siehe ich mache alles neu" (21, 5). Doch wie ist das gemeint? Es ist nicht so gemeint, dass Christus das Gesetz von Ursache und Wirkung außer Kraft setzen würde. Demnach ernten die Menschen, was sie zuvor angerichtet haben, wenn sie dieses nicht ernsthaft bereut und wieder gut gemacht haben und wenn ihnen ihre Opfer noch nicht vergeben haben. Christus beginnt jedoch, im Kleinen dort "alles neu" zu machen, wo man ganz praktisch tut, was er lehrte: D. h., auch seine Friedensbotschaft konsequent befolgt, wozu auch ein politischer Pazifismus gehört ("Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch fluchen"; "Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen" usw.). Wenn immer mehr Menschen diese Lehre befolgen, so Jesus, dann verhält es sich mit dem Reich Gottes wie mit einem Senfkorn; einst nur ein kleiner Same. Doch eines Tages nisten Vögel in den Zweigen des zum Baum heran gewachsenen Korns (Matthäusevangelium, Kapitel 13).

Wer hingegen glaubt, Kriege führen und den Planeten Erde vernichten zu können und bei der "Wiederkehr von Jesus" - wie durch einen Zauber - hauruck von den grausamen Folgen befreit zu werden, der ist einem nach Schwefel stinkenden Zauber verfallen, und er verhöhnt einmal mehr den größten Friedensstifter der Menschheit. Es denkt dann ähnlich wie manche islamistische "Gotteskrieger", die man dazu verführt hat, zu glauben, nach einem "Märtyrertod" im Krieg im Jenseits angeblich von "Jungfrauen" verwöhnt zu werden. Doch das Erwachen wird hier wie da anders sein (vgl. dazu auch Der Theologe Nr. 2 über das Gesetz von Saat und Ernte). Und besonders furchtbar für den, der in seinem kirchlichen, islamistischen oder anderem Glaubenswahn nicht nur einzelnen Menschen Leid zufügte, sondern Millionen ...

* PS: Papst Johannes XXIII. habe allerdings wohl "prophezeit", dass die USA irgendwann eine Präsidentin bekommen werden
(so bei Pier Capri, Die Prophezeiungen von Papst Johannes XXIII. Die Geschichte der Menschheit von 1935 bis 2033, Rom 1976).

 




30.9. / 26.10. / 28.11.2008 / 12.2.2009 - Die Schere öffnet sich weiter: Banken-Manager kassieren ab, Steuerzahler und Sparer haften / BayernLandesbank bittet um Geld aus Berlin / Bürgschaften für Banken 2 1/2 x so groß wie gesamtes Brutto-Inlandsprodukt: Irland gibt sich als erstes Land damit praktisch auf / Hypo Real Estate in München braucht 100 Milliarden Subventionen plus x  - Bankenskandal jetzt auch in Deutschland: Für die Rettung der Münchner
Hypo Real Estate bürgte der deutsche Steuerzahler (und damit hauptsächlich die kleinen Leute und der Mittelstand, der den großen Teil der Steuern zahlt) zunächst mit 26,6 Milliarden Euro für "faule US-Hypotheken" der Bank, die sonst keiner kaufen will. Die Hypo-Real-Estate-Verantwortlichen kassierten derweil weiter ihre unverschämten Spitzengehälter. Jetzt kam heraus: Die Hypo Real Estate brauchte noch mal schnell 25 weitere Milliarden vom Steuerzahler. Und vielleicht hinterher noch mal erst mal weitere 20 Milliarden.

Aktualisierung
[11.2.2009]: Und, wie sich heraus stellte, reichten diese über 70 Milliarden noch lange nicht und wieder nicht. Jetzt braucht die Hypo-Real-Estate insgesamt 102 Milliarden und hat sie auch bekommen. Das ist ein Drittel der Summe des gesamten Staatshaushalts. Ob das aber reicht, weiß auch noch niemand. Aktualisierung [19.2.2009]: Jetzt braucht die Hypo Real Estate die nächsten 20 Milliarden Euro, um nicht pleite zu gehen, macht bereits 122 Milliarden ... Und allein die acht Bank-Bosse verdienen für das Desaster, für das sie verantwortlich sind, zwischen 767.000,00 und 1.900.000,00 Euro im Jahr. (Bild, 6.10.2008, http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/06/finanzkrise/hypo-real-chef-funke-seine-rente-ist-sicher.html).
Hinzu kommen Pensionszusagen für alle "Vorstandsmitglieder" von 24,34 Millionen Euro im Jahr. Vorschlag: Zusagen sofort streichen, sonst gibt es keine neuen Milliarden. Die Vorstände verdienten bereits am Zocken mit den Ersparnissen ihrer Kunden so viel, dass sie sich für ihre Pension selbst ein paar Hunderttausend locker zurücklegen können.

Die Skandale sind fast beispiellos. Jetzt wurde bekannt, dass die belgisch-französische Zocker-Bank Dexia, die vorläufig ebenfalls von den Steuerzahlern "gerettet" wurde, für seine Misswirtschaft gerade mal so eben 3,7 Millionen Euro Abfindung erhalten habe (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581749,00.html). Und wer weiß, was die anderen Skandal-Banker alles noch privat einstreichen. Der Gott "Mammon" belohnt seine Diener und frisst seine Kinder.

Und auch die Bayerische Landesbank BayernLB hat bereits angeklopft. "Notfalls brauchen wir eine Milliarde plus x", so Sparkassen-Präsident Siegfried Naser (http://www.sueddeutsche.de/finanzen/287/312203/text/). Also: "Steuerzahler, gebt mir schnell man eine Subvention von ein paar Milliarden. Das ist doch eine Kleinigkeit gegenüber den über 100 Milliarden für die Hypo Real Estate." Also mal sehen, wer alles noch wie viele Milliarden braucht? Zur Erinnerung: In Banken werden keine Werte erwirtschaftet. Man handelt nur mit Werten, die andere erwirtschaftet haben oder auch nicht. Das "plus x" wurde am 19.10.2008 konkretisiert: Es gehe um insgesamt ca. fünf (!) Milliarden (Spiegel online, 19.10.2008), die man vom Staat bräuchte. Und der Wert scheint sich weiter zu steigern. Bald waren es bereits 5,4 Milliarden, welche die BayernLB aus Berlin möchte (22.10.2008). Und nach kurzer Zeit sickerte dadurch, dass die BayernLB auf jeden Fall zehn Milliarden insgesamt geschenkt braucht. Schließlich ist von einem Rettungspaket in Höhe von 30 Milliarden Euro die Rede (28.11.2008) - wie sagte doch der Verantwortliche Siegfried Naser: "Eine Milliarde plus x". Bei der Hypo Real Estate ist man mittlerweile bei 100 Milliarden plus x.

Solange der Staat nicht gegen das Milliarden-Zocken und das künstliche Erzeugen von Billionen-Geldblasen (kurze Erklärung siehe http://goldblogger.de/weltgeschehen/wo-sind-die-billionen.html) einschreitet, werden wohl immer neue Milliarden verlangt.

Die Rentnerin Ingrid Otto wäre jedoch vermutlich schon mit 10.000 € zufrieden. Ihr wurden an einem deutschen Bankschalter US-Lehman-Zertifikate über 10.000,00 € als angeblich "sicher" verkauft (ihre gesamten Ersparnisse). Nun wurden sie plötzlich auf den Wert "0" gestellt (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581478,00.html).
Die Dresdner Bank hatte offenbar die dramatische Lage von Lehman Brothers gekannt. "Dennoch hielt das Geldinstitut seine Berater offenbar an, Kunden, die Lehman-Zertifikate halten, nicht zu informieren", so Spiegel online am 1.10.2008
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581679,00.html).
Bei den angekündigten "Entschädigungen" für Opfer der deutschen Tochter von "Lehman Brothers" (26.10.2008) gehen die meisten Kleinanleger leer aus. Sie hatten von ihrer Hausbank (z. B. vor allem Citibank) Zertifikate der US-amerikanischen Zentrale erworben und dafür gibt es keine Entschädigung.
 
Die Schere zwischen Reich und Superreich einerseits und Arm auf der anderen Seite öffnet sich unterdessen immer mehr. Nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO verdienen Chefs im Vergleich zu ihren Angestellten von Jahr zu Jahr mehr. So verdienen in Deutschland z. B. Topmanager ca. 148-mal mehr als ein Durchschnittsverdiener (Main-Post, 17.10.2008) und noch ein zigfaches mehr als ein einfacher Verdiener, in den USA ist es noch drastischer. Gleichzeitig mit den Schwindel erregenden Einkommenssteigerungen für die Chefs steigt die Zahl der Hungertoten weltweit drastisch an.
Zu leicht lassen sich die Staaten dabei als Melkkuh für die Superreichen missbrauchen und werden von diesen praktisch verhöhnt. Dazu passt auch das Gotteswort durch den
Propheten Jeremia: "Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, und rettet den Ausgeplünderten aus der Hand des Gewalttäters" (22, 3). Oder die Anklage des Propheten Jesaja: "Eure Häuser sind voll von dem, was ihr den Armen geraubt habt" (4, 14). Oder das Jesuswort in Lukas 6, 24: "Weh euch ihr Reichen!"

Als erstes Land gab sich Irland praktisch auf. Der Staat gibt den Großbanken 400.000.000.000 Euro an Bürgschaften (400 Milliarden = 0,4 Billionen; bild.de, 30.0.2008). Das ist das 2 1/2-fache des gesamten Bruttoinlandsprodukts. Anstatt die Praktiken des Finanz-Wahns zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, gibt sich der Staat im Ernstfall komplett auf und überreicht den Banken-Chefs praktisch einen Blanko-Scheck für jedes denkbare Finanz-Desaster. Damit wird der Staat zwar nicht formell, aber doch praktisch an die Großbanken übereignet. Siehe dazu auch eine weitere Meldung über Irland hier. Wer weiß, wann das nächste Land folgt. Ungarn soll bereits kräftig wackeln, und die Atommacht Pakistan soll auch nahezu bankrott sein.
In
Deutschland wählte man einen Weg, bei dem sich der Staat zumindest seiner Verantwortung für die Bürger bewusster ist. Er bürgt jetzt für alle privaten Spareinlagen mit einer Summe von über einer Billion Euro (Spiegel online, 6.10.2008). Mit einem riesigen "Flicken" soll also das ganze kaputte System gerettet werden. Es ist nur die Frage: Woher nimmt der Staat im Ernstfall das Geld? Und wie lange hält dieser "Flicken"?
Island folgte jetzt, indem der Staat per Notstandsgesetz "die komplette Kontrolle über das Bankengewerbe" übernimmt. Das bedeutet allerdings keine Verstaatlichung, würde den Politikern aber eine Verstaatlichung ermöglichen (Spiegel online, 7.10.2008).

Das gesamte weltweite Banken-Desaster erinnert auch an den größten Coup der Bankräuber im Drama von Bertolt Brecht, Die Dreigroschenoper: Die Bankräuber ändern eines Tages ihre Strategie und gründen jetzt eine Bank. Und ihr Boss Mackie Messer triumphiert darauf hin mit den Worten: "Denn was ist der Einbruch in eine Bank schon gegen die Gründung einer Bank!"

 




29.9. / 17.10.2008 / 6.11.2009 - Serienverbrecher im Talar: Katholischer Priester aus Freiburg wegen 101 Straftaten verurteilt / In der Rechtsgeschichte beispiellos mildes Urteil wegen Geständnisses, das der Priester ein Jahr später aber widerruft / Priester bringt nun seinerseits Opfer auf die Anklagebank / Innerkirchliches Verfahren wird verschleppt / "Bischof, wo bist du?" - Wegen zahlreicher Verbrechen stand in Freiburg ein 39jähriger römisch-katholischer Priester vor Gericht. Ihm wurde unter anderem "Erpressung, Betrug, Untreue, Nötigung und Körperverletzung in insgesamt 101 Fällen vorgeworfen"
(swr.de, 29.9.2008; siehe auch:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,581128,00.html)
. So hat er z. B. im Jahr 2005 Spenden für die Kirche gesammelt, das Geld aber für sich behalten. Auch die Erzdiözese Freiburg habe er finanziell betrogen, dazu vier Privatpersonen. Der Priester pflegte einen aufwändigen Lebensstil und hatte mehrere Geliebte, lebte jedoch offiziell im Zölibat. Seine Haupt-Geliebte vor Gericht: "Ich wusste, dass er andere Frauen hatte. Manchmal hat er ihnen Liebesnachrichten geschrieben, sie versehentlich auf mein Handy geschickt" (Bild, 4.10.2008). Der Priester habe seine Partnerin  zudem "körperlich misshandelt, bedroht und systematisch unter Druck gesetzt". Und: "Wenn er aggressiv wurde, ging sein erster Griff an den Gürtel. Mit dem schlug er mich."
In der Konsequenz der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre beider Großkirchen aus dem Jahr 1999 gilt seither: Die Kirchen und jeder kirchlich Gläubige dürfen sich des Heils geschenkweise gewiss sein, ganz gleich, wie viel Verbrechen von ihnen zu verantworten sind und ob diese alle bereinigt sind". In der Bibel steht jedoch: "Was der Mensch sät, das wird er ernten"
(Galater 6, 7).

Das Urteil am 17.10.2008 erfolgte schließlich nach "einer Absprache der Prozessparteien" (Fränkische Nachrichten, 18.10.2008). Der Würdenträger gesteht alles und verspricht hier und da Wiedergutmachungen. Dafür wird er wegen vielfachen Betrugs und Körperverletzung nur zu einer beispiellos milden Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt.

Mit diesem Urteil in der Tasche ließ er dann ca. ein Jahr später die Bombe platzen. Er widerrief Teile seines Geständnisses und seiner Reue und ging nun gegen sein damaliges Hauptopfer vor.
Hintergrund: Die traumatisierte Frau hat "offen und selbstkritisch" ein anonymisiertes Buch unter dem Titel
Bischof - wo bist du? geschrieben, um ihre Leidensgeschichte mit der Kirche aufzuarbeiten: "
Von ihrer Entdeckung, dass sie nicht die einzige Geliebte des römisch-katholischen Geistlichen war. Von ihren Erfahrungen mit der Kirchenhierarchie" (Badische Zeitung, 30.10.2009). Dagegen ging der Priester nun vor und stoppte vorerst die Auslieferung des Buches. Weiterhin hat er seine Hauptgeliebte vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe jetzt seinerseits verklagt. Die Badische Zeitung veröffentlichte ihren Artikel dazu unter der Überschrift: "Verurteilter Priester will sein Opfer vor Gericht bringen" (http://www.badische-zeitung.de/freiburg/verurteilter-priester-will-sein-opfer-vor-gericht-bringen).
Angesprochen auf die innerkirchlichen Maßnahmen gegen den "Serientäter" im Talar erklärte der Generalvikar der Diözese Freiburg, Fridolin Keck: Das kirchliche Verfahren gegen den verurteilten Priester sei "unmittelbar nach Abschluss des Strafverfahrens vor dem Landgericht Freiburg, Anfang Dezember 2008, eröffnet worden"
(31.10.2009, http://www.badische-zeitung.de/freiburg/generalvikar-ist-verwundert). Laut Erzbistum hänge dieses Verfahren aber "von der Kooperationsbereitschaft der Beteiligten ab, die jedoch nicht erzwungen werden könne". Die Badische Zeitung hatte auch an anderer kirchlicher Stelle nachgefragt und schreibt weiter: "Das vom Dienstherrn des Priesters gegen diesen angekündigte kirchliche Verfahren, so der zuständige Offizial Stephan Burger, ´läuft noch`. Nach anderen Quellen ist es indes angeblich noch gar nicht eröffnet" (30.10.2009). Der Priester ist also weiterhin mit allen Rechten im Amt.

Der Sachverhalt wirft auch seine Schatten auf ein anderes laufendes Verfahren, das gerade beim Verwaltungsgericht Freiburg gegen das Erzbistum anhängig ist. Dem Bistum soll sich zwar weiterhin "katholisch" nennen dürfen, aber nicht mehr "christlich" - aufgrund der vielen Widersprüche und Gegensätze zu Christus zu seiner Lehre.

 




29.09. / 1.10.2008 - Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin: eine fanatische und brutale Tiertöterin / Sie entwirft auch ein Szenario, wonach "Putin" die USA in Alaska angreifen könnte - Dass Sarah Palin als "Sport"-Jägerin Tiere zu ihrem privaten "Vergnügen" verwundet und tötet, war bereits bekannt. Nun werden immer grausamere Details bekannt: "Im Mai 2008 soll sie eine
Kampagne zur Streichung der Eisbären von der Roten Liste gefährdeter Arten unterstützt haben [damit sie umgebracht werden dürfen]. Außerdem legalisierte sie das Jagen von Wölfen und Bären in Alaska per Flugzeug", eine besonders feige Art der Jagd (Bild, 29.9.2008; Information über die Bären und Wölfe aus The Independent, 6.9.2008 http://www.independent.co.uk/news/world/americas/palin-the-real-scandal-920803.html; und über die von ihr forcierte Streichung der Eisbären von der Roten Listen aus Anchorage Daily News, 22.5.2008, http://www.adn.com/polarbears/story/413710.html).
Die Seite
http://www.grizzlybay.org/SarahPalinInfoPage.htm zeigt zudem einige Fotos des Jagdtriebs der Familie Palin. Ein völlig anderer Umgang mit den Tieren siehe z. B. hier.
In einem Interview entwirft die "evangelikale" Kirchenanhängerin
(siehe hier) zudem ein außenpolitisches Szenario, wonach Russland die USA angreift. Wörtlich: "Wenn Putin aufmuckt und in den Luftraum der Vereinigten Staaten von Amerika kommt, wohin gehen sie? Alaska!" (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,580937,00.html) Hoffentlich würde sie nicht versuchen, "präventiv" gegen diese Phantasien vorgehen zu wollen. Sollte der 72-jährige John McCain zum Präsidenten gewählt werden und ihm etwas zustoßen, wäre Sarah Palin zumindest die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika - mit Zugang zu viel größeren Waffen als denen, mit denen sie bisher schoss. Derzeit bekommt sie von ihrer Partei auch Politik-Kurse, um sich auf ihre möglichen neuen Aufgaben vorzubereiten.
Siehe dazu
Der Theologe Nr. 7 - Jesus und die ersten Urchristen waren Freunde der Tiere
Mehr zu Sarah Palin in unseren Meldungen vom 12.9.2008 und vom 4.9.2008.
Siehe dazu auch der Link:
http://www.abschaffung-der-jagd.de

 




28.9.2008 - Haben US-Militärs das "Nein" Irlands gegen den geplanten EU-Vertrag von Lissabon bezahlt? -  Siehe dazu
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,580807,00.html.

 




25.9. / 28.9.2008 - Kurz vor der Landtagswahl: CSU entlarvte sich und stimmte gegen eigenes Wahlversprechen / CSU will Bischöfe weiter vom Staat bezahlen / Kräftige Wahlniederlage - Mit dem Wahlversprechen, die
Pendlerpauschale bei der Steuererklärung wieder einzuführen, ging die CSU zuletzt auf Stimmenfang. Jetzt stimmte sie im Bundestag aber überraschend geschlossen gegen (!) einen entsprechenden Antrag der Linken. Die Begründung: "Die CSU stehe ... zur Verpflichtung aus dem Koalitionsvertrag, stets zusammen mit SPD und CDU einheitlich abzustimmen" (Spiegel online, 15.9.2008; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,580494,00.html). Das heißt also: Die CSU ist nur dann für die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale, wenn sie ihre Koalitionspartner in diesem Sinne umstimmen kann. Und da diese abwinken, sind es also wohl bloß hohle Worte bzw. Wählertäuschung.
Auch wehrt sich die CSU vehement dagegen, die Bischofsgehälter nicht mehr wie bisher vom Staat bezahlen zu lassen, wie es die Grünen fordern (http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/konkordat-csu-gruene-ID1219491609336.xml). Die CSU maßt sich sogar an, die Grünen deshalb mit der SED zu vergleichen. Dann müsste man aber auch Jesus von Nazareth mit der SED vergleichen. Denn Jesus wollte weder eine Institution Kirche mit Pfarrern, Priestern und Bischöfen geschweige denn eine staatliche Finanzierung dieser modernen "Schriftgelehrten". Im Gegenteil. Er rief aus: "Weh euch ihr Schriftgelehrten ..." (Matthäusevangelium, Kapitel 23).
In Bayern stehen alleine 290 römisch-katholische Würdenträger auf den staatlichen Gehaltslisten, nicht nur Bischöfe, sondern auch die Hierarchie-Bereiche darunter. Und auch die Evangelischen dürfen proportional dazu Säcke voller Geld aus der Staatskasse entwenden. Für die CSU ist es selbstverständlich, dass auch Humanisten, Atheisten, Freidenker, Urchristen, Moslems und Juden das Zeremonien-Brimborium und die Drohungen mit der ewigen Verdammnis
(siehe Der Theologe Nr. 18) mit finanzieren müssen. Es ist Zeit, diese absurde "Selbstverständlichkeit" zu beenden.
Ein erster Schritt hierzu ist die Landtagswahl gewesen, die der kirchlichen Partei CSU Verluste von ca. 18 % bescherte.
Und wenn der vermutliche CSU-Koalitionspartner FDP einmal zu sich selber stehen würde und tatsächlich "liberal" wäre, könnte endlich einmal an der skandalösen staatlichen Kirchenfinanzierung gerüttelt werden.

PS: Zum CSU-Wahl-Desaster hinzu kommt, dass der evangelische Ministerpräsident Günther Beckstein nach römisch-katholischer Lehre ernsthaft auch noch von der ewigen Verdammnis bedroht ist, obwohl er als Innenminister zum Papstbesuch 2006 bei Regensburg eigens die Autobahn A 3 sperren ließ. Das ist leider keine Satire, sondern gerne verschwiegener, aber doch bitterer römisch-katholischer Ernst. Siehe dazu dieses angeblich "unfehlbare" Dogma. Und auch die viel beschworene Ökumene ist in Wirklichkeit eine Augenwischerei. Die Fakten u. a.
hier.

 




25.9.2008 - Finanzkrise: Werden wir von Kriminellen beherrscht? / Prophetenworte gegen Betrüger und Unterdrücker: Sie werden fallen.
Siehe dazu den Artikel in
Focus online:
http://www.focus.de/finanzen/news/oezgenc_oekonomie/finanzkrise-nieten-in-nadelstreifen-nein-ganoven_aid_335699.html
Sollten Straftaten vorliegen, wäre es dann sinnvoll, den Tätern Milliarden zu schenken und dabei zu hoffen, dass dann weitere Taten dieser Art in Zukunft ausbleiben? Oder werden die Täter dann nicht sogar ermuntert, in leicht veränderter Form weiter zu machen?
Vgl. dazu auch, was der echte
Gottesprophet Jeremia (vgl. zu den Propheten Der Theologe Nr. 20) einst sagte: "Sie sind doch alle, vom Kleinsten bis zum Größten, nur auf Gewinn aus; vom [falschen] Propheten bis zum Priester betrügen sie alle. Den Schaden meines Volkes möchten sie leichthin heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! Aber kein Heil ist da. Schämen müssten sie sich, weil sie Gräuel verüben. Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie fallen, wenn die anderen fallen" (Jeremia 6, 13-15a).
Oder der echte Gottesprophet Amos: "Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt. Ihr sagt: ... Wir wollen ... das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der HERR geschworen: Keine ihre Taten werde ich jemals vergessen. Sollte deshalb die Erde nicht beben, sollten nicht alle ihre Bewohner voll Trauer sein? Sollte nicht die ganze Erde sich heben wie der Nil, aufgewühlt sein und sich wieder senken wie der Strom von Ägypten?" (Amos 8, 4-8)
Die Alternative dazu ist: "So spricht der HERR: Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, und rettet den Ausgeplünderten aus der Hand des Gewalttäters ... Hört ihr aber nicht auf diese Worte ... Zum Trümmerhaufen [wird] dann dieser Palast" (Jeremia 22, 3a.5).
Weitere "prophetische Gottesworte" zur Krise siehe hier.

 




24.9. / 26.9.2008 - Die "totale" Herrschaft des Mammon: US-Finanzminister Henry Paulson war bis 2006 alleiniger Chef von Goldman Sachs / Präsidentschaftskandidat John McCain vergleicht Desaster mit den Ereignissen des 11. September 2001 / Steuerzahler "hängen am Haken" / Folgt wieder ein Krieg? - Henry Paulson ist als ehemaliger Boss bzw. Chief Executive Officer (CEO; = alleiniger Vorstand eines Unternehmens) der Zocker-Bank Goldman Sachs, verdiente dort im Jahr 2005 ca. 37 Millionen Dollar im Jahr und sorgte dafür, dass auch seine Untergebenen privat "säckeweise das Geld aus der Bank schleppen durften". Henry Paulson, genannt "Hank" Paulson, ist einer der Hauptverantwortlichen für das Banken-Desaster. "Unter seiner Verantwortung entstanden all jene hochriskanten Finanzprodukte, die bis heute kaum jemand versteht. All diese seltsam harmlos klingenden 3-Buchstaben-Kombinationen wie ´ABS`, ´CDS` und ´MBS`. All diese ´Massenvernichtungswaffen`, an denen die Weltfinanzmärkte zu kollabieren drohen – an denen aber gerade ... Goldman Sachs lange Zeit so blendend verdiente"
(Focus online, 24.9.2008;
http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/us-finanzminister-der-zocker-der-die-welt-retten-will_aid_335359.html)
. Nachdem Paulson dann im Jahr 2006 zum obersten Finanzpolitiker der USA "mutierte" (sprichwörtlich vom Bock zum Gärtner gemacht wurde), verschenkt er jetzt 700.000.000.000 Dollar an Steuergeldern ohne staatliche Aufsicht an die Zocker-Banken (durch staatliches Aufkaufen von annähernd wertlosen Krediten). Praktisch bekommen offenbar jetzt alle Reichen und Mächtigen Geld geschenkt, die kurz vor dem Bankrott stehen
(vgl. http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2008-109_DerWendePunkt.pdf). Dadurch soll das möglicherweise verbrecherische Finanzgebaren (derzeit ermittelt das FBI) "gerettet" werden, das er einst selbst entscheidend verursachte und nebenbei "rettet er auch Goldman Sachs, seine ehemaligen Kumpels – und nicht zuletzt auch sein eigenes Geld" (Focus online, 24.9.2008).
Der Ex-US-Präsident Jimmy Carter kritisierte in diesem Zusammenhang, dass dies jeder US-amerikanischen Familie 10.000 Dollar kostet
(Bild-newsticker, 24.9.2008; ein Betrag, den mancher Finanz- und Wettjongleur z. B. in weniger als einer Stunde verdient, obwohl er nichts produziert, d. h. "0 Wert" schafft).
Henry Paulson macht noch nicht einmal einen Hehl daraus und sagte der Kongresspräsidentin Nancy Pelosi: "
Sie machen sich Sorgen, dass die Steuerzahler am Haken hängen könnten? Ach wissen Sie, die hängen doch schon längst am Haken.“
Noch wehren sich die Europäer und wollen ihre Steuerzahler nicht auch an diesem Haken aufspießen, und sie geben den USA derzeit kein Geld zur Rettung ihres Bankrott-Systems (über 10 Billionen Dollar Staatsschulden). Falls jedoch der Iran angegriffen wird und der Benzinpreis z. B. weltweit in die Höhe schnellt, wird den Europäern schon ihr "Trotz" vergehen, so denkt sich vielleicht mancher insgeheim. Dann würde manch´ anderer schon merken, was "Herren der Welt" noch vermögen, auch wenn diese schon pleite sind. Denn die Bomben funktionieren auch bei Bankrott (PS: Die Rüstungsausgaben sind in den USA ca. 13 x höher als z. B. in Russland).

Jesus von Nazareth klärte dazu die Menschen auf: "Wer im Kleinsten treu ist, der ist es auch im Großen. Und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen." Und Jesus fragte weiter: "Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?" Und so gilt für Urchristen auch der Satz: "Üb immer treu und Redlichkeit!" (Lukasevangelium 16, 10) Und in der Bergpredigt erklärte Jesus, der Christus: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon" (Matthäusevangelium 6, 24). Wenn also die Diener des Mammon von "Gott" sprechen, welchen Gott meinen sie dann?

Mittlerweile verglich der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain "die derzeitige Finanzkrise mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001" (Spiegel online, 25.9.2008). Damals folgte nach nur wenigen Wochen auch der Beginn des Krieges in Afghanistan und kurze Zeit später der Krieg im Irak. Kritiker warnen, die USA könnten vielleicht mit einem neuen Krieg von ihrer eigenen Pleite ablenken wollen, und sie mahnen die Völker zur Wachsamkeit, falls eine massive "Ablenkung" mit verstärktem Säbelrasseln beginnen würde. Düstere Vorzeichen: Bei der letzten finanziellen "Depression" in den USA von 1929-1939 brachte erst der 2. Weltkrieg die "glückliche" Wende. Die Rüstungsindustrie boomte und zog die Mammon-Welt wieder nach oben ...

* PS
: Immerhin soll US-Präsident George W. Bush sich zuletzt gegen israelische Angriffspläne gestellt haben (http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F303271.html), was ihm und uns allen zu wünschen ist.

 




23.9.2008 - "Kirche verzockt Millionen" - Evangelisch-Lutherische Kirche hatte 4,3 Millionen Euro in hochriskante Anlagen bei Lehman Brothers investiert - Kaum hat die Luther-Dekade (= Luther-Jahrzehnt bis zum 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017; vgl. hier) am 21.9.2008 begonnen, da folgt auch schon der erste Paukenschlag. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hatte ca. 1/12 ihres jährliches Kirchensteueraufkommens (ca. 51 Millionen Euro) bei der pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers in hochriskante Anlagen investiert. Auch viele "Scherflein der Witwen und Waisen" landeten also in den prallen Taschen der Zocker. Mehr dazu in der Nordwestdeutschen Zeitung:
http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_artikel.php?id=1787941

http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_politik_meinung_artikel.php?id=1787977&printme=TRUE


 




19.9. / 23.9.2008 - Pleite der US-Bank Lehman Brothers: Staatliche Deutsche Landesbanken haben Forderungen von 1,7 Milliarden Euro - Zum Ausgleich Kirchensubventionen stornieren / Bayern: 290 katholische Würdenträger auf den staatlichen (!) Gehaltslisten; Geld stattdessen an die Bürger auszahlen - Der deutsche Steuerzahler wird zunehmend zur Kasse gebeten. Und immer mehr Bürger kämpfen trotz Fleiß und gutem Willen wirtschaftlich ums Überleben.
Doch wohin geht das viele Geld, das der Staat abzieht? 550 Millionen Euro verlor die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), nachdem man noch schnell 300 Millionen in die USA überwiesen hatte, obwohl sich der Bankrott schon abgezeichnet hatte. Und 1,7 Milliarden Euro steht Lehman Brothers zudem bei den deutschen Landesbanken in der Kreide. Es seien doch nur "kleine" Beträge, monieren manche Verantwortliche. Immerhin hatte die KfW 10 Milliarden Euro bei der Pleite der Deutschen Industriebank (DIB) verloren, die im Jahr 2007 wiederum wegen der USA-"Immobilien-Krise" pleite ging. Das heißt: Milliarden-Forderungen gegenüber den Schuldnern aus den USA waren verloren. Soll man das alles einfach so hinnehmen?

Dann sind da z. B. als "Dauer-Ärgernis" auch die staatlichen Milliarden-Subventionen an die beiden deutschen Großkirchen - pro Jahr ca. 14,15 Milliarden Euro (www.stop-kirchensubventionen.de). Alleine in Bayern stehen z. B. 290 römisch-katholische Würdenträger aus der oberen Hierarchie auf der staatlichen (!) Gehaltsliste (siehe http://www.arbeitsgemeinschaft-trennung-staat-kirche.de/Staatsleistungen%20an%20die%20Kirchen.htm). Sie verkünden ihre Dogmen und praktizieren ihre Kulte, und der Bürger muss es bezahlen.

Und weiter das Beispiel Bayern: Auch die BayernLB (Bayern Landesbank) rechnet wegen der Lehman-Pleite mit "Ausfallrisiken" von 300 Millionen Euro. "Kleinigkeiten", nachdem wegen der Finanzkrise bei der BayernLB bisher schon insgesamt 4,9 Milliarden Euro "versenkt" werden mussten
(Spiegel online, 19.9.2008). Wie wäre es, wenn die deutschen Bundesländer einmal ein Jahr lang die Subventionen für die Großkirchen stornieren und die Kirchen wenigstens einmal probeweise ein Jahr lang z. B. ihre Bischöfe und ihre Priesterausbildung selbst bezahlen dürfen? Die entsprechenden Mittel dafür dürften bei einem Vermögen der Kirchen in Deutschland von ca. 500 Milliarden Euro (Der Spiegel Nr. 49/2001) vorhanden sein. Die entsprechenden Konkordate und Staatskirchenverträge müssten dann im gleichen Zug entsprechend geändert werden. Damit könnte man das Desaster bei den Banken-Pleiten wenigstens einigermaßen wieder auffangen. Sonst muss der einfache Steuerzahler wieder für alles aufkommen. Für die Banken-Pleiten, für den Kirchen-Apparat, für den Krieg in Afghanistan usw. ...

PS:  Geht es nach der Regierung der USA, soll es noch viel schlimmer werden, und auch die Bürger Deutschlands sollen den amerikanischen Milliarden-Zocker-Banken und ihren Millionären Geld schenken, also dem Gott "Mammon" (vgl. Matthäus 6, 24) sogar direkt ein Opfer bringen (siehe z.B.
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/09/23/banken-pleite/warum-sollen_20wir-milliarden-fuer-us-banken-zahlen.html) Wer weiß, was noch alles auf uns zukommt, wenn das Opfer, wie es derzeit aussieht, nicht freiwillig erbracht wird.

PS: In Bayern sind am 28.9.2008 Wahlen. Die "C"-Partei, die für das Desaster der Landesbank entscheidend mitverantwortlich ist, hat bereits die Abermillionen-Subventionen an den Kirchen-Apparat verteidigt. Andere sagen jedoch: Das geht so nicht mehr weiter, dass z. B. Atheisten und Muslime auch die katholischen Dogmenverkünder und Zeremonienmeister bezahlen müssen. Der Bürger kann nicht grenzenlos "gemolken" werden. Der Wähler entscheidet.

PS: Kleiner Lichtblick. Die Regierung will den Steuerzahler im Jahr durchschnittlich um 320,00 € entlasten
(http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKOE04564720080920). Das ist gut. Wir haben weiter errechnet: Wenn der Staat die Milliardensubventionen an die Kirchen streicht (nicht die jährlichen ca. 10 Milliarden Euro Subventionen für die kirchlichen Sozialwerke, nur die darüber hinaus gehenden zusätzlichen Subventionen von jährlich ca. 14.15 Milliarden Euro. vgl. www.stop-kirchensubventionen.de), dann könnte dafür jeder Steuerzahler pro Jahr 410,00 € bekommen. Damit kann er z. B. eine Zusatzrente erwerben oder etwas kaufen, was er dringend benötigt.

 




19.9. / 21.9.2008 -
Die Schere von Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Beispiel: Finanzskandal und Bankenpleiten: Der einfache Bürger bezahlt wieder die Zeche / Die kriegerische Regierung Bush erhöht Schulden drastisch auf nun 11,3 Billionen Dollar / Weiter Säbelrasseln gegen Russland - "Der Steuerzahler zahlt die Zeche", so Focus online Money am 19.9.2008 über die Finanz-Praktiken in den USA. Wörtlich heißt es: "Die Bush-Regierung hat in nur wenigen Jahren ein Defizit von rund 9,7 Billionen Dollar angehäuft [Anmerkung: Jeder Unternehmer und jeder Privatmann, der vergleichbar wirtschaftet, wäre längst am Ende und womöglich des betrügerischen Bankrotts angeklagt]. Durch Steuerschecks an verschuldete Hausbesitzer in diesem Sommer und die Hilfen für gestrauchelte Banken erhöht sich das Minus in diesem Jahr voraussichtlich um weitere 400 Milliarden Dollar – gut doppelt so viel wie im vergangenen Jahr mit 161,5 Milliarden Dollar. Damit überschreitet das Staatsdefizit in diesem Budgetjahr, das im September endet, die Zehn-Billionen-Marke", genauer bis zu 11,3 Billionen (Spiegel online, 21.9.2008). Nun traut sich wenigstens die Bundesregierung, der US-Regierung den Vorwurf zu machen, alle in diesem Zusammenhang sinnvollen wirtschaftspolitischen Auflagen nach dem Motto "Wir nicht" ignoriert zu haben und somit nicht nur das Desaster verursacht, sondern auch andere Länder mit hinein gezogen zu haben.

Dies gilt auch für andere Bereiche wie die Klimapolitik oder die Kriegspolitik. So geht unterdessen nämlich das militärische Säbelrasseln der USA weiter, und die Europäer lassen es sich wieder gefallen. Die angeblich in "Jesus" wiedergeborene US-Außenministerin Condoleeza Rice "forderte die USA und Europa [nun erneut] auf, sich der ´russischen Aggression` zu widersetzen" (welt.de, 19.9.2008). Gleichzeitig verweigern die USA auch den Präsidenten von Süd-Ossetien und Abchasien ein Einreisevisum. Die beiden Politiker wollten zu einer Anhörung vor die Vereinten Nationen nach New York reisen (Spiegel online, 19.9.2008). Die für jede Diplomatie notwendigen Gespräche werden also hier von der US-Regierung verhindert, so wie man in der NATO derzeit auch nicht mehr mit Russland reden will. Und im Hintergrund wird wohl weiter über Szenarien nachgedacht, falls Israel oder die USA die Islamische Republik Iran angreifen sollten. Die Politik steht auch hier wieder im krassesten Gegensatz zur christlichen Lehre. Denn Jesus, der Christus, lehrte in der Bergpredigt (Matthäusevangelium, Kapitel 5-7), zuerst den eigenen Anteil an einem Konflikt zu erkennen und in Ordnung zu bringen (der "Balken im eigenen Auge"). Dies schafft automatisch auch das Verständnis für den anderen, der am Konflikt beteiligt ist und ist die Voraussetzung, ihm helfen zu können, den "Splitter in seinem Auge" ebenfalls zu entfernen.

Derweil wächst die Armut in den USA und den westlichen Ländern immer weiter an, und der Mittelstand geht kaputt, während die Verelendung in den so genannten Ländern der Dritten Welt ohnehin schon lange noch weiter zunimmt. Die Schere von Superreich und Arm geht weltweit immer weiter auseinander. Und die "Zocker" bekommen für ihr desaströses Jonglieren mit Milliarden weiterhin Millionengehälter, die sie sich zudem ständig massiv erhöhen, während der einfache Bürger mit immer weniger auskommen muss. Nicht nur in den USA. Was das "Hilfspaket" der US-Regierung für die Zocker-Banken betrifft, kritisiert hierzu der Nobelpreisträger für Wirtschaft Joseph Stiglitz: "
Der 700-Milliarden-Dollar-Plan sei nur eine ´kurzfristige Lösung`, mit der die riskanten Anlagen in die Hände der Steuerzahler gelegt würden, sagte Stiglitz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (zit. nach Spiegel online, 22.9.2008). "Kein privater Investor wolle diese Anlagen haben, ´aber dem Steuerzahler drückt man sie auf. Das ist ungeheuerlich`, kritisierte er." Und weiter: "Ich frage mich, was ist das für eine Gesellschaft, in der wir zwar 85 Milliarden Dollar für AIG [eine Zocker-Bank] haben, aber nicht für kranke Kinder [weil die Regierung kein Geld für die Krankenversicherung von Kindern aus armen Verhältnissen bezahlen wollte]? Das macht mich wütend."
 
Vielleicht sollten die "Zocker" und die mit ihnen verbündeten Politiker einmal in ihrer eigenen Bibel lesen, in der z. B. durch den Propheten Amos verkündet wurde: "Darum schicke ich Feuer ... es frisst Jerusalems Paläste ... weil sie die Kleinen in den Staub treten und das Recht der Schwachen beugen" (2, 5.7). Oder: "Weh denen, die das Recht in bitteren Wermut verwandeln und die Gerechtigkeit zu Boden schlagen. Bei Gericht hassen sie den, der zur Gerechtigkeit mahnt, und wer Wahres redet, den verabscheuen sie. Weil ihr von Hilflosen Pachtgeld annehmt und ihr Getreide mit Steuern belegt ... Ihr bringt den Unschuldigen in Not, ihr lasst euch bestechen und weist den Armen ab bei Gericht" (5, 7-11.12b). Und weiter: "Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit feinstem Öl und sorgt euch nicht um den Untergang Josefs" (6, 6). Oder der Prophet Jesaja: "Dein Silber wurde zur Schlacke, dein Wein ist verwässert" (1, 22). Und: "Ihr, ihr habt den Weinberg geplündert; eure Häuser sind voll von dem, was ihr den Armen geraubt habt" (4, 14). Und: "Weh euch, die ihr Haus an Haus reiht und Feld an Feld fügt, bis kein Platz mehr da ist und ihr allein im Land ansässig seid" (5, 8). Auch die anderen Propheten sprachen ähnlich. Z. B. Jeremia: "Weh dem, der seinen Palast mit Ungerechtigkeit baut, seine Gemächer mit Unrecht ... Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken, dabei aber für Recht und Gerechtigkeit gesorgt? Und es ging ihm gut. Dem Schwachen und Armen verhalf er zum Recht. Heißt nicht das, mich wirklich erkennen? Spruch des Herrn. Doch deine Augen und dein Herz sind nur auf deinen Vorteil gerichtet ..." (22, 13.14-17) Und viele Stellen dieser Art mehr, die deutlich machen, dass der Gott dieser Propheten nicht den Gegensatz zwischen Superreich und Bettelarm möchte, wie er derzeit weltweit immer mehr zunimmt (siehe dazu auch weitere Worte Gottes, gegeben durch die Propheten Jeremia und Amos). Und Jesus von Nazareth zog daraus folgende Schlussfolgerung für alle, die ihm nachfolgen möchten: "Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon" (Matthäus 6, 24). Die "Diener des Mammon" täuschen also die Menschen, wenn sie behaupten, sie würden Jesus nachfolgen.

PS: Diese Bibelstellen könnten sich auch die kirchlichen Vermögensverwalter und die Kirchenführer in ihren Palais (= Schlösser und Palästen) durchlesen. So wird alleine das Vermögen der beiden Großkirchen in Deutschland auf 500 Milliarden Euro geschätzt (Der Spiegel Nr. 49/2001).

 




17.9.2008 -
Einbrecher fand im Schlafzimmer des katholischen Priesters kinderpornografische Fotos - Erpressung misslungen - Auf ungewöhnliche Weise wurde ein katholischer Priester in Hamm/Nordrhein-Westfalen "enttarnt". Ein Einbrecher fand kinderpornografische Foto in seinem Schlafzimmer. Nach einer gescheiterten Erpressung ist der Einbrecher jetzt zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden
(Mehr dazu: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,578601,00.html).
Der Priester ist nur einer in einer langen Reihe. Zuletzt wurde auch gegen einen Priester aus Völklingen wegen des Besitzes kinderpornografischer Dateien ermittelt
(http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3152467)
und gegen einen Priester aus Bielefeld
(http://www.localxxl.com/lokal_nachrichten/bielefeld/pfarrer-hat-kinderpornos-auf-der-festplatte-1212499387).


 




14.9. / 23.9.2008 - Waffengeschäft: USA verkaufen Israel 1.000 Bunker sprengende Bomben / Russische Schiffe in der Karibik / Neue Provokation gegenüber Russland: NATO trifft sich in Georgien / Hintergrund: Hinter jedem georgischen Minister "steht ein Berater aus den USA" / Gleichzeitig Finanzkrise: "Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter" / Jetzt wird Geld massenhaft nachgedruckt - Das US-Verteidigungsministerium Pentagon verkauft jetzt an Israel 1.000 "bunker buster bombs", mit denen auch sehr tief gebaute unterirdische Bunker zerfetzt werden können. Eine solche Bombe kostet zwischen 70.000 und 90.000 $ (http://www.haaretz.com/hasen/spages/1020702.html). Unabhängig davon hatte erst vor wenigen Tagen der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy den Iran vor einem möglichen Angriff Israels mit Rückendeckung durch die USA gewarnt (siehe hier). Und dort wird man angesichts der Entwicklung des iranischen Atomprogamms immer nervöser
(http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=5&Param_Red=10485).

In den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland versuchen israelische Siedler mit Berufung auf die Bibel derweil fortgesetzt, ihre Gebiete zu erweitern. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, palästinensische Dörfer zu überfallen und zu versuchen, die Bewohner zu vertreiben (vgl. z. B. http://www.ism-germany.net/2008/05/02/siedler-sturmen-palastinensisches-dorf-verletzen-zwei-italiener /
http://www.ism-germany.net/2008/03/31/peace-now-siedlungsbau-in-beispiellosem-tempo-seit-annapolis /
http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht2.php?ID=4502)
. Dies wird im Westen meist verschwiegen, wenn man umgekehrt von Anschlägen der  palästinensischen Hamas oder von palästinensischen Einzeltätern berichtet.

In der Zwischenzeit macht sich die USA über das gemeinsame Manöver von Venezuela und Russland vor der Karibik lustig. Die Russen hätten "wohl einige Schiffe gefunden, die so weit fahren können", spottet der Sprecher der US-Außenministerin Condoleeza Rice, Sean McCormack, im sicheren Gefühl der militärischen Überlegenheit (novosti, 14.9.2008). Doch wie die USA (430.600.000.000 Euro im Jahr 2009), so gibt auch Russland im kommenden Jahr eine bisherige Rekordsumme für die Aufrüstung aus (novosti, 14.9.2008; mit 33.000.000.000 Euro allerdings nur ca. ein Dreizehntel der US-Ausgaben) und kritisiert die USA für die Wiederaufrüstung Georgiens (siehe dazu auch unsere Meldung vom 4.6.2008 über die beispiellose Aufrüstung).

In Georgien "belohnten" jetzt die westlichen NATO-Führer die georgische Regierung Saakaschwili, und sie besprachen in Georgien vor NATO- und georgischer Kreuzzugsfahne (siehe unten) den geplanten Eintritt des Landes in das Militärbündnis. Gerade beginnt die Opposition in Georgien, sich hörbar zu Wort zu melden (z. B. http://derstandard.at/?url=/?id=1220458300004; vgl. das Interview "Saakaschwili wollte Krieg" mit Teimuras Chatschischwili bei http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,578261,00.html), da stützt der Westen die derzeitige kriegerische Regierung. Der Hintergrund: "Hinter jedem Minister, hinter jedem leitenden Beamten, hinter jedem führenden Militär [in Georgien] steht ein Berater aus den USA" (Der Oppositionspolitiker Chatschischwili in Spiegel online, 15.9.2008). Der Politiker weiter: "Mit Russland müssen wir Handel treiben und zu einer guten Nachbarschaft kommen. Glauben Sie, in Kalifornien wird man unseren Wein trinken?" Doch: "Unser Land, unsere Hauptstadt Tiflis befinden sich faktisch in den Händen der US-Regierung."

Aktualisierung [9.4.2009] - Zehntausende Georgier protestieren gegen die Regierung Saakaschwili
http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/brennpunkte/Zehntausende-Georgier-bei-Demo-gegen-Saakaschwili;art112,5066939

Und während die Nord-Ossetier und Süd-Ossetier sich langfristig innerhalb Russlands wieder vereinigen möchten, riskiert (ausgerechnet) die Regierung (des dank der Zustimmung Russlands wieder vereinigten) Deutschlands sogar einen drohenden Weltkrieg gegen Russland. Ihre Position: Die verwaltungsmäßige Zuordnung Süd-Ossetiens zu Georgien durch den georgischen Diktator Josef Stalin und damit die Trennung Ossetiens, die als "territoriale Integrität Georgiens" gilt, soll unter allen Umständen bestehen bleiben (siehe dazu unsere Meldungen weiter unten), so wie es die USA möchte. Was hat das "NATO-Christentum" im Osten vor? (vgl. dazu hier)
Die Gesamt-Entwicklung verläuft immer mehr in Gegensatz zum großen Menschheitslehrer, dem Juden Jesus von Nazareth, der einst sagte: "Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen."

Und während das NATO-Christentum mächtig die Säbel rasselt, hat man fast den Eindruck, als sollte damit von etwas anderem abgelenkt werden. Denn derzeit bricht die ganze verlogene wirtschaftliche Basis der scheinbaren Übermacht zusammen. "Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter", so ein Finanzmakler aus den USA (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,578876,00.html).
Während Urchristen nach dem Prinzip "Üb immer Treu und Redlichkeit" zu wirtschaften versuchen, kommt jedem, der sich mit der Banken-Krise näher beschäftigt, das kalte Grausen über die dort üblichen Praktiken und den Lug und Trug und die Milliarden-Manipulationen. So hat sich z. B. eine Geldblase an "Derivaten" in Höhe von ca. 600 Billionen Dollar gebildet ohne jeden praktischen Gegenwert
(http://www.mmnews.de/index.php/200809171079/MM-News/Derivate-Bombe-vor-Explosion.html). Zur "Stützung" der vor dem Bankrott stehenden US-Banken wird derzeit in den USA massiv Geld nachgedruckt und den Banken übergeben.


 




12.9.2008 - Die kirchengläubige Sarah Palin würde Russland unter Umständen den Krieg erklären und Israel unterstützen, wenn es den Iran angreift. Als Hobby ermordet sie wehrlose Tiere - So nah war man dem 3. Weltkrieg schon lange nicht mehr. Der Westen einschließlich der deutschen Regierung Merkel/Steinmeier forciert derzeit die
NATO-Mitgliedschaft Georgiens. Und die georgische Regierung behauptet weiter entgegen aller neutralen Untersuchungen, Russland habe in Süd-Ossetien mit dem Krieg begonnen und man habe nur zurück geschossen (PS: ... und dabei unter anderem eine ganze russische Division liquidiert (siehe hier) und die Hauptstadt in Schutt und Asche gelegt (siehe u. a. hier)). Nun erklärt die im angeblichen Glauben an Jesus "wiedergeborene" evangelische Vize-Präsidenten-Kandidatin der Republikaner, sie sei bereit für die Präsidentschaft, falls John McCain zum Präsidenten gewählt und ihm etwas zustoßen würde (siehe hier). Und auf die Frage "Sollte Georgien in die Nato aufgenommen und dann von Russland angegriffen werden - müssten die USA dann Russland nicht den Krieg erklären?" antwortete sie: "Vielleicht ja. Ich meine, das ist doch die Vereinbarung, dass du als Nato-Alliierter zu Hilfe gerufen wirst, wenn ein anderes Land angegriffen wird" (Spiegel online, 12.9.2008).
Georgien braucht also bloß in die NATO eintreten, dann wieder Süd-Ossetien angreifen und schließlich behaupten, die Russen hätten angegriffen. So einfach könnte das gehen.
Was sind eigentlich über 60 Jahre Friedenserziehung in der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 noch wert? Und was die Lehre des großen Friedensstifters Jesus von Nazareth, den die führenden US-amerikanischen Politiker und auch die Politiker der deutschen "C"-Parteien so missbrauchen? Der Krieg ruft. Und immer mehr kirchenchristliche Politiker wollen wieder auf diese verführerische Stimme hören
(vgl. dazu Der Theologe Nr. 6 - Die evangelische Kirche - immer für den Krieg).

Die Jägerin, Vertreterin und Mitglied auf Lebenszeit der Waffenlobby NRA (siehe hier) und "tiefgläubige" Hoffnungsträgerin zahlloser Kirchenchristen in den USA (siehe dazu hier) würde auch "einen Militärschlag Israels gegen den Iran unterstützen, sollte die israelische Regierung ihn für nötig halten" (welt.de, 12.9.2008). Und weiter wörtlich: "Wir können nicht die Schritte infrage stellen, die Israel für notwendig erachtet, sich selbst zu schützen" (siehe dazu auch unsere Meldung unten). Als Außenstehender fragt man sich dazu: Warum eigentlich nicht? Oder: Wer bestimmt eigentlich, wer was zu tun hat? Und den militärischen Sieg auch im Irak-Krieg zu erringen, betrachtet sie als "von Gott" gegebene Aufgabe", ohne zuletzt jedoch genau zu wissen, wer dort eigentlich wen erschießt und warum (siehe dazu unsere Meldung unten).
Auch stimmte Sarah Palin der so genannten Bush-Doktrin von 2002 zu, in der sich die USA heraus nimmt, jedes Land der Welt "präventiv" anzugreifen, wenn die Regierung den Eindruck hat, dass von dort eine diesen Schritt rechtfertigende Gefahr drohe (was sich ja z. B. durch gelogene Geheimdienst-Informationen mühelos behaupten lässt, wie das Beispiel Irak zeigt)

Als Hobby bringt Sarah Palin am liebsten Tiere um, vor allem die edlen Alaska-Karibu-Hirsche mit ihren prächtigen Geweihen. Spiegel online zeigt sie vor einem Hirsch, den sie in den Hals und den Unterkiefer geschossen hat und der vermutlich qualvoll verblutete. Und es heißt dort: "Palins Speisekammer ist voll gestopft mit von ihr selbst erlegten Exemplaren der gesamten Tierwelt der alaskischen Tundra" (12.9.2008; http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,577469,00.html). Und weiter: "Jagdgewehre prägten ihre Kindheit, tote Körper von im wilden Nordwesten Alaskas erlegten Tieren". Und zum Foto mit dem getöteten Hirsch. "Sie lächelt ihr berühmtes Lächeln inmitten blutiger Beute." "Endlich einmal eine Frau, die richtig töten kann", so sagt sich vielleicht mancher Amerikaner. "Und dann noch gläubig".

Von dem russischen Schriftsteller Leo Tolstoi stammt der Satz: "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt".

PS: Nicht einmal die verbündeten Israelis hatten die kriegerische Politik Georgiens unterstützt. Georgien wollte kurz vor Kriegsbeginn noch 300 Panzer von Israel. Doch Israel stoppte eine Woche vor dem georgischen Angriff auf Süd-Ossetien alle Waffenlieferungen an Georgien
(http://de.rian.ru/world/20080904/116543357.html).

 




11.9.2008 -
Kriege und ihre Begründungen - was wird hier eigentlich gemacht? - Sieben Jahre nach den Anschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York halten nur noch die wenigsten US-Amerikaner die offizielle Version der US-Regierung für wahr. Schon 2006 glaubten einer Umfrage zufolge "nur noch 16 Prozent der Amerikaner, dass die Regierung Bush die volle Wahrheit über ihr Vorwissen zu den Terroranschlägen gesagt hat. 53 Prozent meinen, sie verberge etwas. 28 Prozent denken, sie lügt" (Netzeitung, 11.9.2008, siehe auch http://www.netzeitung.de/vermischtes/1149637.html).
Zur Erinnerung
: Die Anschläge waren die offizielle Begründung für den völkerrechtswidrigen (weil nicht von der UNO legitimierten) NATO-Krieg "
Enduring Freedom", der am 7.10.2001 mit dem Angriff der US-geführten Truppen auf Afghanistan begann (siehe unten) und seither, wie der Name "enduring" (= andauernd) auch schon sagt, weiter geführt wird, zuletzt immer mehr mit der deutschen Bundeswehr. Doch auch wenn die US-Bürger z. B. zu 84 % dem Kriegsgrund nicht oder nur teilweise glauben, so können sie in der US-amerikanischen Medien-Plutokratie (Erklärung siehe hier) faktisch keinen großen Einfluss ausüben. Sie können nur zwischen den sehr ähnlichen - Millionen schweren - Großparteien Republikanern und Demokraten entscheiden (Wahlkampfkosten pro Partei derzeit 200 Millionen Dollar plus weitere zigmillionen Vorwahlkampfkosten), so dass der Wähler mit seiner Stimme keinen wirklichen Politik-Umschwung herbeiführen kann.

Nachgewiesen ist mittlerweile, dass der ebenso völkerrechtswidrige Irak-Krieg im Jahr 2003 aufgrund gezielter Lügen begonnen wurde, der Irak verfüge angeblich über Massenvernichtungswaffen. Dennoch erdreisten sich Top-Politiker wie Sarah Palin, ihn als "von Gott gegebene Aufgabe" zu verklären (siehe hier) und Gott dabei zu verhöhnen.

Was kann man eigentlich glauben? Nun sind kürzlich ausgerechnet auch die "Original-Filme" über die erste Mondlandung von 1969 unter unbekannten Umständen "verloren gegangen" (siehe dazu unsere Meldung vom 15.8.2006), obwohl sie als einzigartige Dokumente der Zeitgeschichte gelten. Dies nährt wiederum den Verdacht, dass diese Bilder womöglich gefälscht waren. Das Mondfahr-"Programm" wurde 1972 beendet. Und es gilt auch als merkwürdig, dass man nicht wenigstens einmal in den letzten 36 Jahren dorthin zurück gekehrt sei, nachdem man von 1969-1972 sechs Mal schon fast routinemäßig dort gewesen wäre. Immerhin möchte man bis 2020 wieder hin. Doch wie dem auch sei: Auf jeden Fall wird die "selbst ernannte" Überlegenheit der USA gegenüber Russland, der auch das gigantische Mond-Spektakel einst dienen musste, von den USA derzeit wieder in der Weltöffentlichkeit in Szene gesetzt (siehe hier).

Doch alle Unwahrheiten, Lügen und Heucheleien kommen in dieser Umbruchszeit, in der sich die Welt gegenwärtig befindet, verstärkt ans Licht. Doch auch die echte Friedensbotschaft des Jesus von Nazareth, der Pazifist war, kommt verstärkt ins Bewusstsein der Menschen, so dass sie sich entscheiden können - für oder gegen. Und der Missbrauch des Mannes aus Nazareth durch die scheinchristlichen Politiker und Kirchenführer wird ebenfalls verstärkt aufgedeckt.

 




5.9.2008 -
Die Philosophie im Westen über die "Guten" und die "Bösen" - Steht Angriff auf Iran bevor? - Der Hochmut des Westens (siehe unten) treibt eine weitere lebensbedrohliche Blüte. Wenn Iran sein "Programm der Urananreicherung" nicht stoppe, werde die mutmaßliche Atommacht Israel mit Rückendeckung der USA den Iran angreifen, so der französische Präsident Nicolas Sarkozy mehr als deutlich (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,576374,00.html).
Siehe dazu auch unsere
Meldungen vom 12.5.2008 und vom 4.6.2008.
Iran gehört zu den Ländern mit "bösen" Regierungen (genauer zu der von US-Präsident George W. Bush im Jahr 2002 so definierten "Achse des Bösen"), die nach dem Willen der USA und einiger anderer Länder die Kernenergie nicht nutzen dürfen, weil sie verdächtigt werden, diese auch militärisch nutzen zu wollen. Dies wird zwar von den USA selbst und vielen anderen Ländern selbstverständlich so getan. Doch eben nur die "Guten" dürfen die Kernenergie auch militärisch nutzen und ein paar "Böse" (wozu gemäß Georgiens Präsident auch Russland gehört (siehe hier) und wobei ihm kein westlicher Regierungsvertreter widersprach), die man aus strategischen Gründen derzeit damit in Ruhe lässt. Die "Guten" dürfen nach westlicher Philosophie auch die "Bösen" mit Krieg überziehen, wenn jene nicht tun, was die "Guten" von ihnen fordern. Deshalb muss der selbsternannte "Gute" auch immer über weit mehr, bessere und grausamere Waffen verfügen als der zum "Bösen" Erklärte, damit der "Gute" jederzeit "notfalls" den "Bösen" massakrieren kann ohne umgekehrt vom "Bösen" massakriert zu werden. Das scheint derzeit das Ziel so manches Politikers zu sein (vgl. dazu das Buch des einflussreichen US-Politikers und Politikwissenschaftlers Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft, Frankfurt am Main 1997; Brzezinski hatte Russland z. B. einmal als "überflüssiges Land" bezeichnet (zit. nach Interview mit Alexander Solschenizyn, Welt am Sonntag 21.6.1998). Und was sich hier zunehmend zusammen braut, ist um einiges explosiver als das in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts beklagte "Gleichgewicht des Schreckens" zwischen West und Ost.
Jesus von Nazareth lehrte jedoch in der Goldenen Regel in der Bergpredigt: "Alles, was ihr wollt, das Euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst". Auf dieses Beispiel übertragen: "Wenn ihr wollt, dass der andere euch nicht mit Atomprogrammen bedroht, dann hört auf, ihn mit Atomprogrammen zu bedrohen". Oder anders formuliert: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu." Also übertragen: "Wenn du nicht angegriffen werden willst, dann greife auch du nicht an."
Doch für diese geniale Friedensbotschaft haben die kirchenchristlichen Politiker nur Hohn und Spott übrig. Dies geht seit nahezu 2000 Jahren so. Zu keiner Zeit wurde ernsthaft versucht, die Lehre von Jesus in die Tat umzusetzen. Immer wussten es die Kirchenchristen und ihre Verbündeten besser. Auch diesmal. Das Ergebnis sind die Kriege der Vergangenheit und die heutige explosive Weltlage. Und so steuert alles auf einen Höhepunkt zu, der wohl auch zum Kipppunkt werden wird. Denn jeder, der glaubt, mit militärischen Mitteln eine Herrschaft über die ganze Welt ausüben zu können, werden sich wohl verrechnen. Und es wird sich zeigen, wie lange dann der Hohn und Spott noch währt.


 




4.9.2008 / 13.9.2008 - US-Medien-Plutokratie: Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin erklärt Irak-Krieg als "von Gott gegebene Aufgabe" / Es gehe um "Sieg im Krieg" / Präsidentschaftskandidat John McCain will dazu mehr Soldaten und Waffen in den Irak schicken - Während der Wähler in Deutschland real zwischen unterschiedlichen Parteien wählen kann, hat die USA ein Wahlsystem, bei dem kleinere Parteien von vorneherein chancenlos sind und nur die beiden Millionärs-Parteien "Republikaner" und "Demokraten" um die Macht streiten. Deshalb ist die USA auch keine echte Demokratie, sondern könnte als eine moderne "
Medien-Plutokratie" bezeichnet werden. "Plutokratie" ist eine Staatsform, in der Herrschaft durch Vermögen ermöglicht wird und in den USA geht neben den notwendigen Millionen nur mithilfe der Massenmedien. Für die heiße Phase des Präsidentschafts-Wahlkampfs gibt jede Partei ca. 200 Millionen Dollar aus (stern.de, 11.9.2008; PS: Der streckenweise brutale Vorwahlkampf allein der Demokraten untereinander kostete ebenfalls Unsummen, so dass man insgesamt wohl auf nahezu eine Milliarde Dollar Kosten nur für Wahlkampf-Propaganda ausgehen kann). Der Unterschied zwischen beiden Parteien ist jedoch oft minimal, so dass für den Bürger faktisch kaum eine Wahlmöglichkeit besteht.
So berufen sich z. B. die führenden Politiker beider Parteien auf den kirchlichen "Gott" und benutzen ihn zur Rechtfertigung ihrer Machtpolitik. Jüngst
die Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin von den Republikanern, die den Krieg im Irak mit seinen Tausenden von Toten und unermesslichem Leid als "von Gott gegebene Aufgabe" (Bild, 4.9.2008) bzw. als "Gottes Plan" (Welt, 4.9.2008) bezeichnet. Die US-Soldaten im Irak
"verteidigen" laut Frau Palin "die Unschuldigen vor den Feinden, die den Tod von Tausenden Amerikaner geplant, ausgeführt und sich darüber gefreut haben" (Spiegel online, 12.9.2008). Doch selbst Präsident George W. Bush hat mittlerweile zugegeben, dass zwischen dem Irak unter Saddam Hussein und der Al-Qaida, die man für die Anschläge vom 11.9.2001 verantwortlich macht, keine Verbindung bestand. Doch möglicherweise ist Sarah Palin von den Predigten in ihrer Kirche verblendet (vgl. hier) und blickt bei den Fakten nicht richtig durch. Deshalb bekommt sie jetzt auch einen privaten Politik-Kurs ihrer Partei (Spiegel online, 12.9.2008).
Sarah Palin ist seit 2006 Mitglied der evangelisch evangelikalen [= konservativ evangelisch] Wasilla Bible Church**, zuvor war sie Mitglied der evangelikalen Assembly of God. Derzeit befinden sich die USA streckenweise in einer Art Sarah-Palin-Rausch
(stern.de, 11.9.2008).

Sarah Palin ist fünffache Mutter* und "Mitglied auf Lebenszeit" der mächtigen Waffen-Lobby NRA (National Rifle Assosiacion), und sie bringt in ihrer Freizeit als Jägerin sehr gerne unschuldige Tiere um.
Dies ist eine Gemeinsamkeit mit der Spitzenpolitikerin der Demokraten und Entenjägerin Hillary Clinton, die ebenso gerne zum Vergnügen Tiere erschießt, die ihr nichts angetan haben (siehe hier; vgl. dazu auch "Der Theologe Nr. 7" über die Barbarei an den Tieren im kirchenchristlichen Abendland).

Wenn der Irak-Krieg für Sarah Palin eine "von Gott gegebene Aufgabe" sein soll, dann ist die Frage: Welcher "Gott" gibt den USA eine solche Aufgabe? Der Schöpfergott und "Vater" von Jesus, dem Christus, mit Sicherheit nicht. Denn Jesus lehrte die Feindesliebe und warnte: "Wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen" (Bibel, Matthäus 26, 52). Und vieles mehr dieser Art. Deshalb ist es eine Verhöhnung von Christus, wenn auch Frau Palin sich "christlich" nennt.
Die Aufgabe für den Irak-Krieg erhielt der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George W. Bush, letztlich eventuell von einer jenseitigen "Fopp-Seele", die sich "Gott" nennt, und die der "mächtigste Mann der Welt" als Stimme in sich vernahm
(mehr dazu hier). Mal sehen, was sich dieser "Gott" demnächst für den Iran ausdenkt und für den Kaukasus, und was er den amerikanischen Politikern dann vielleicht einflüstert. Dort wehen in Georgien seit 2004 schon einmal wieder die alten Kreuzzugsfahnen (siehe hier).

PS: * Sarah Palin predigt eine strenge sexuelle Moral mit Verzicht auf Sex vor der Ehe, Abschaffung von sexueller Aufklärung in der Schule und strenger Enthaltsamkeit vor allem für Jugendliche, was bei den Betroffenen nicht selten zu einer inneren oder äußeren Rebellion gegenüber den Eltern führt, die wiederum deren Karriere in den USA Schaden zufügen kann. Auch Sarah Palins 17-jährige Tochter Bristol hielt sich nicht an die Prinzipien ihrer Mutter und ist schwanger, was die gesamte Familie jedoch sympathisch erscheinen lässt, was wiederum Wählerstimmen bringt. Und so war der 18-jährige Freund der Tochter bei Sarah Palins Nominierung zur Vizepräsidenten-Kandidatin mit auf der Bühne - ein Signal, dass er seine Freundin jetzt immerhin heiraten werde, so dass seine zukünftige Schwiegermutter keinen "unehelichen" Enkel bekommt (Und wehe, er würde es sich anders überlegen! Erst dann würde es vermutlich ungemütlich hinter der in den USA beim Kampf um die Macht wichtigen Familien-Fassade. "I don't want kids" (= "Ich will keine Kinder"), wird er z. B. noch vor kurzem von der US-Tageszeitung New York Daily News zitiert (Bild, 2.9.2008).

Sarah Palin, ihre Familie, ihre als besonders "christlich" verbrämten Ansichten und ihre raffiniert vorgetragenen Emotionen sind ansonsten wie ein Spiegel für die "durchschnittliche" amerikanische Familie, die sich plötzlich "verstanden" fühlt. Und der Schachzug ihrer Nominierung macht den Vietnam-Kämpfer, Militaristen und Putin-Gegner John McCain (http://de.wikipedia.org/wiki/John_McCain) zum aussichtsreichen Kandidaten für das "mächtigste Amt der Welt". McCain wurden die Kriegsorden Silver Star, Bronze Star, Legion of Merit, Purple Heart und Distinguished Flying Cross verliehen. John McCain will als Präsident mehr Soldaten und Waffen in den Irak schicken, um den Krieg zu gewinnen. Und mit ihm würde auch Vize-Präsidentschafts-Kandidatin Sarah Palin zu den Knöpfen gelangen, mit denen die Atomraketen der USA, das gigantischste Zerstörungspotenzial der gesamten Welt, ausgelöst werden können. Und so sagte sie auch, sie werde als Präsidentin der USA bereit sein, falls John McCain etwas zustoßen würde, um die "Mission, die wir verfolgen, Reformierung des Landes und Sieg im Krieg" zu erfüllen (Bild, 12.9.2008).

 




4.9.2008 / 12.9.2008 - Die Kandidaten im US-Wahlkampf und ihre Kirche
- Der Jagdbomber-Pilot und Präsidentschaftskandidat der Republikaner John McCain ist ein protestantischer Anglikaner, der regelmäßig eine evangelisch-baptistische Kirche besucht (idea-spektrum Nr. 37/2008). Seine Vize-Präsidenten-Kandidatin  Sarah Palin gehört der evangelikalen Wasilla Bible Church in Alaska an.

** Am 17.8.2008 predigte in der Wasilla Bible Church in Anwesenheit von Sarah Palin ein Mann mit Namen David Brickner, der die Juden zum kriegerischen "Jesus" der Kirchen bekehren möchte***. Und der Assembly of God, der Sarah Palin bis 2006 angehörte und der sie heute noch freundschaftlich verbunden ist, steht Pastor Ed Kalnin vor. Dieser hätte Zeugenaussagen zufolge im Jahr 2004 sinngemäß gepredigt, "
die Kritiker Präsident George W. Bushs kämen in die Hölle. Wähler, die 2004 für den Demokraten John Kerry stimmten, hätten kaum eine Chance, in den Himmel zu kommen. Die Angriffe des 11. September und der Sturz Saddam Husseins seien Teil eines ´Krieges um euren Glauben`, Jesus habe seine Botschaft ´als Krieger` verkündet" (zit. nach http://www.welt.de/welt_print/article2393032/Ein-Hurrikan-namens-Sarah.html) - eine Verhöhnung des Mannes aus Nazareth. Doch selbst wenn die anscheinenden Zitate des einflussreichen Pastors Ed Kalnin in dieser Form - vielleicht wegen des Wahlkampfs - nicht bestätigt oder weiter veröffentlicht würden, so zeigen sie doch beispielhaft das Denken und die aggressiven religiösen Gefühle in vielen dieser evangelikalen Kirchen auf, die massiv im Gegensatz zu Jesus von Nazareth stehen.
*** PS: Ein Brandanschlag auf die Wassila Bible Church von Anchorage, der die Gouverneurin Sarah Palin angehört, richtete Sachschaden in Höhe von 750.000 Euro an. Der Anschlag wurde am 12.12.2008 durchgeführt
(idea-spektrum Nr. 51/2008). Gilt hier vielleicht: "Wer den Krieg sät, wird den Krieg ernten"? Und Jesus lehrte ja auch: "Wer zum Schwert greift, der wird durch das Schwert umkommen."

Der Kandidat der Demokraten, Barack Obama, Mitglied der evangelischen Vereinigten Kirche Christi (die in Kirchengemeinschaft mit der Union Evangelischer Kirchen in der EKD in Deutschland steht), hat den Katholiken Joseph Biden zum Vize-Präsidenten-Kandidaten gewählt. Biden möchte gerne ein richtiger Katholik sein (und dann natürlich auch von Katholiken gewählt werden) (siehe dazu unseren Glaubenstest), und er besucht jeden Sonntag die Messe. Doch die von Tausenden von pädophilen Priestern durchsetzte römisch-katholische Kirche der USA (mehr dazu siehe z. B. hier) lässt ihn wegen seiner liberalen Haltung zum Thema Abtreibung und zur Homosexuellen-Ehe nirgends innerhalb der Kirche reden. Sein letzter Bischof Michael Saltarelli erteilte ihm - auch für den Fall seiner Wahl zum Vizepräsidenten - Redeverbot in allen kirchlichen Einrichtungen, und Erzbischof Charles Caput "empfahl ihm, nicht an der Heiligen Kommunion teilzunehmen" (idea-spektrum Nr. 37/2008).

 




3.9. / 13.9.2008 - Nach dem 11.9.2001 (Anschlag auf das World Trade Center in New York) wurde der NATO-"Bündnisfall" ausgerufen. Bundeswehr zog in den Afghanistan-Krieg. Nach sieben Jahren wird es immer schlimmer / Erste zivile Opfer durch Bundeswehr / Deutschland jagt jetzt Mullah Salam / Bürger in Deutschland fordern Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan / US-Armee erhöht Anzahl der Pfarrer -
Am 5.10.2001 rief die NATO nach den bis heute teilweise noch nicht geklärten Ereignissen vom 11.9.2001 erstmals den "Bündnisfall" aus: Ein Mitgliedsland (in diesem Fall die USA) soll angegriffen worden sein, und die Kriegshandlungen würden anhalten, so die NATO-Definition. Als Mittäter machte man die damalige islamistische Taliban-Regierung Afghanistans aus und erklärte ihr am 7.10.2001 den Krieg. Und Deutschland zog mit, weil die Politiker seither glauben, die "Freiheit" Deutschlands "am Hindukusch" mit militärischen Mitteln "verteidigen" zu müssen (so vor allem der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD)). Dieser Krieg entwickelt sich seither mehr und mehr zum Albtraum, und für jeden getöteten Taliban scheinen zwei nachzuwachsen. Der Westen startete 2002 mit 5.000 Soldaten vor Ort. Jetzt hat man die Menge verfünfzehnfacht (es sind derzeit ca. 70.000), und es "reicht" immer noch nicht. Die USA wollen deshalb bis 2011 20.000 weitere Soldaten in Afghanistan kämpfen lassen. Und die Deutschen wollen 1.000 weitere Soldaten nach Afghanistan schicken. Dann werden wohl für jeden getöteten Taliban drei neue nachwachsen.
Zudem wurde wohl schon über eine Milliarde Euro an deutschen Steuergeldern dorthin gepumpt (zuletzt wurden die aktuellen Mittel auf 140 Millionen Euro erhöht). Doch es funktioniert eben nicht, eine islamistische Regierung wegzubomben und die darauf hin neu eingesetzte Regierung und den "Wiederaufbau" mit Abermillionen und -milliarden hochziehen zu wollen.
Die Entwicklung Afghanistans lässt sich eben nicht von Washington und Berlin aus steuern - genauso wenig wie 1979/1980 von Moskau aus. (Für diesen Versuch wurde die Sowjetunion vom Westen damals mit dem Boykott der Olympischen Sommerspiele in Moskau bestraft und mit der Aufrüstung (!) der damals gegen die Russen kämpfenden islamistischen Milizen). Und Krieg bringt immer nur wieder neuen Krieg und ist niemals eine Basis für eine gesunde Entwicklung eines Landes (vgl. auch Irak).
Einer der ranghöchsten britische Generäle in Afghanistan gehört zu denen, die allmählich umdenken. Er erklärt den Krieg für "verloren" und setzt sich für Verhandlungen mit den Taliban ein
(Spiegel online, 5.10.2008; http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,582266,00.html)
.
 
In Deutschland setzen Politiker jedoch immer noch auf "Sieg". Doch nach dem Tod eines Bundeswehr-Soldaten, der mit seinem Jeep in einer Sprengfalle der Taliban geriet, sind es mittlerweile schon 28 deutsche Soldaten, die in Afghanistan starben. Und kurz darauf schossen deutsche Soldaten auf ein Auto, das aus deutscher Sicht der Aufforderung zum Anhalten nicht nachkam, sondern umdrehte und wegzufahren versuchte. In dem Auto saßen fünf Frauen und acht Kinder, die von einer Hochzeitsfeier kamen, sowie deren Fahrer. Eine Frau und zwei Kinder starben im Maschinengewehr-Kugelhagel des deutschen Kontrollposten. Der überlebende Fahrer schildert die Situation so: "Ich kenne das so. Wenn die ausländischen Truppen an ihrem Checkpoint die Scheinwerfer aufblenden, soll man sich fernhalten. Und als ich die ersten Schüsse hörte, bin ich nur noch schneller gefahren." Nach Bundeswehr-Stellungnahme hätten die Soldaten sich "korrekt" verhalten. Außerdem seien sie von einem Auto-Typ dieser Art gewarnt worden, in dem Taliban unterwegs sein könnten. Außerdem sei es dunkel gewesen, und einer der deutschen Soldaten hätte sich sicherheitshalber auf den Boden geworfen. Nur leider wissen aber offenbar viele Afghanen nicht, dass aufblendende Scheinwerfer "Stoppen oder ´Wir erschießen euch`" bedeuten soll und dass die deutschen Soldaten offenbar auch auf wegfahrende Autos blind schießen dürfen. Später im Krankenhaus kamen Bundeswehr-Soldaten und "haben auf mich eingeredet, ich möge aussagen, dass die Afghanen geschossen hätten. Dann kamen Leute von der Polizei und beschworen mich, ich solle nicht lügen" (Focus online, 3.9.2008). Die Bundeswehr zahlte den Angehörigen jetzt ein "Blutgeld" von insgesamt 20.000 Dollar, um sich vor einer drohenden Blutrache zu schützen. Die Familie verzichtete darauf hin, mit den Getöteten durch die Straßen der Stadt zu ziehen. Unterdessen machen die deutschen Truppen jetzt Jagd auf den Taliban-Führer Mullah Salam.
Dieser blutige Krieg hat wie alle Kriege nichts mit der christlichen Lehre zu tun und steht im Gegensatz zu Jesus von Nazareth. Und auch die deutschen Bürger fordern endlich den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Bei einer Umfrage der konservativen Internetseite
www.welt.de stimmten von ca. 4.000 abgegebenen Stimmen 80 % für den Abzug der Deutschen. Der Bundestag muss sich also entscheiden, ob er auf die eigene Bevölkerung hört (auf anderen Internetseiten würden vermutlich noch mehr Deutsche für den Abzug stimmen) oder einmal mehr auf George W. Bush, Condoleeza Rice, John McCain, Barack Obama, Sarah Palin usw.


Schon vor über einem Jahr war klar: Es wird immer schlimmer. Zu den Hintergründen des Afghanistan-Krieges siehe unsere Meldung vom 24.6.2007.
Aktuell: Kämpfte die Bundeswehr bisher im Rahmen der von der UNO bereit gestellten ISAF-Truppen (International Securitiy Assistance Force), werden diese Truppen jetzt faktisch mit den Truppen des völkerrechtswidrigen US-Krieges "Enduring Freedom" vereint (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,576672,00.html).
So läuft das also. Erst bekniet die Regierung den deutschen Bundestag, dem Afghanistan-Krieg zuzustimmen, da er ja von der UNO legitimiert sei. Mit der Zeit wird dann diese Legitimierung unterlaufen und zuletzt faktisch aufgehoben.
Und dann kämpft die Bundeswehr praktisch im US-amerikanischen Krieg "Enduring Freedom", der aufgrund des letztlich unaufgeklärten Anschlags auf das World Trade Center vom 11.9.2001 weltweit gestartet wurde. Mal sehen, wie sich der Bundestag das nächste Mal über den Tisch ziehen lässt. Das alles war schon seit sieben Jahren verfassungswidrig (wurde vom Bundesverfassungsgericht jedoch als "vefassungskonform" hingebogen) und wird es jetzt noch mehr.
Und vielfach sind es gar nicht die Taliban, die getötet werden. Der Stern schreibt: "Afghanen aller politischen Lager und Ethnien inklusive Präsident Hamid Karzai sind verbittert darüber, dass die US-Streitkräfte im Land offensichtlich weiterhin ihren ganz eigenen Krieg führen und alle paar Wochen Zivilisten bombardieren; im Juli eine Hochzeitsgesellschaft in Ostafghanistan, am 21. August eine Gedenkfeier in Westafghanistan, jedes Mal gab es Dutzende von Toten. Von denen das US-Militär behauptet, es habe sich meistens um Taliban gehandelt. Bis überlebende Zeugen eine gänzlich andere Version offenbaren: dass es friedliche Zusammenkünfte Unbewaffneter waren. Dass Beteiligte einer der zahllosen innerafghanischen Fehden die Opfer beim US-Militär angeschwärzt hätten. Ein Muster, das sich seit 2001 vielfach wiederholt hat" (stern.de, 13.9.2008).
Meldungen ähnlich wie die obige oder diese vom 3.9.2008 - NATO soll Zivilisten in Pakistan getötet haben; es soll bei einem Angriff 20 Tote gegeben haben, darunter Frauen und Kinder - wiederholen sich immer wieder. Aus Protest hat Pakistan darauf hin den Sprit-Nachschub für die NATO blockiert. http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1142437.html http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,576658,00.html
Und es geht auch weiter so: Bei der Jagd auf den Taliban-Führer Siradschuddin Hakkani bombte die US-Armee in Pakistan am 8.9.2008 gleich eine ganze Koran-Schule mit Mädchen mit in Grund und Boden: Erneut 20 Tote, meist Frauen und Kinder. Siradschuddin Hakkani war nicht dabei.
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=879663&kat=120
Und auch die Bomben in Afghanistan selbst verfehlen immer wieder das Ziel. Statt eine Taliban-Stellung zu treffen, bombardierte die NATO versehentlich einen harmlosen Bauernhof - zwei Tote, zehn Verletzte
(Bild, 9.9.2008). Usw. usf. Diese Meldungen sind "nur" Momentaufnahmen aus einer langen Reihe ähnlicher Tragödien.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom: 17.10.2008   9.11.2008
Schließlich wurde auch ein enger Vertrauter von Präsident Hamid Karzai und seine beiden Leibwächter versehentlich für Taliban gehalten und umgebracht
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,579028,00.html). Usw. usf. Und wer weiß, ob die "Erfolgsmeldungen" (nach dem Motto "Wieder zahlreiche Taliban umgebracht") stimmen und es sich bei getöteten mutmaßlichen Taliban wirklich immer um Taliban handelte.
Auch im Irak läuft immer mehr aus dem Ruder. So haben US-Truppen aktuell versehentlich sechs irakische Sicherheitskräfte erschossen und zehn weitere verletzt.
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=5694082.html
Oder diese Meldung: Vier wehrlose Iraker, die frei gelassen werden sollten, wurden von US-Soldaten aus Frustration hingerichtet.
http://www.mainpost.de/lokales/franken/Franken;art1727,4683988
Viele US-Soldaten bringen sich auch selber um. Im laufenden Jahr vorbehaltlich abschließender Untersuchungen bereits über 90 - neuer Rekord.
Die US-Army erhöhte darauf hin die Zahl der Pfarrer (vgl. dazu Der Theologe Nr. 6 - Die evangelische Kirche - immer für den Krieg). Die US-Soldaten sollen schließlich andere töten, nicht sich selbst.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/selbstmordrate_us-soldaten__1.824463.html

 




2.9.2008 - Das "gekürzte" Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin - Während zumindest der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die eskalierende Weltlage zu entschärfen versucht, geht es anderen Kräften offenbar um eine weitere Eskalation des "kalten Krieges" (eventuell mit dem Ziel, konkurrenzlos in der Welt herrschen zu können und Kriege ohne Gefahr, diese verlieren zu können, jederzeit führen zu können).
Interessant ist in diesem Zusammenhang das von der
ARD "gekürzte" Interview mit dem russischen Präsidenten Putin. So berichtete Putin u. a., dass die Georgier bei ihrem Angriff auf Süd-Ossetien mehrere Dutzend russischer Blauhelme (im Auftrag der OSZE stationierte Friedenstruppen) getötet hätten. Danach erst hätte Russland zurück geschlagen. Und wie hätten wohl die scheinchristlichen US-amerikanischen Politiker, welche die Russen einseitig als die "Bösen" hinstellen, in einer vergleichbaren Situation reagiert?
Weiterhin geht Putin von einer stärkeren Beteiligung der USA am Kaukasus-Krieg aus, als im Westen berichtet wird (vgl.
unten, wo ein georgischer Minister am ersten Kriegstag stolz berichtet, dass dank israelischer Ausbildung "eine kleine Gruppe" georgischer Soldaten eine ganze russische Division "auslöschen" konnte ("wipe out")). Alle diese Passagen und viele weitere im Westen kaum bekannte Hintergründe bzw. Sichtweisen wurden von der ARD gestrichen bzw. "zensiert". Würde die deutschen Bevölkerung über diese Position jedoch umfassend informiert, könnte die deutsche Bundeskanzlerin und ihre Partei den von der USA geschürten Konfrontationskurs gegen Russland wohl kaum in dieser Form aufrecht erhalten.
Und die
Goldene Regel des Jesus von Nazareth hätte auch in diesem Konflikt vielleicht wieder eine kleine Chance. Sie lautet: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch." Was sinngemäß auch bedeutet: "Das tut ihr ihnen zuerst". Oder als Sprichwort formuliert: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu." Hier geht es bei aller Anklage für jedes Leid auch um Verstehen, Vorbild und um das ehrliche Abwägen, nicht um eine verlogene Machtpolitik, für die man in den USA und auch in Deutschland (siehe das "C" in CDU/CSU) auch noch den Namen von Christus schändlich missbraucht. Dort nennt man sich "christlich", hat die Goldene Regel jedoch in ihr Gegenteil verkehrt, indem man z. B. nach folgender Ethik handelt: "Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das sollen sie euch auch tun. Oder ihr macht Druck auf sie und droht ihnen." Und: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ dem andern zuerst zu, damit er es dir später nicht mehr zufügen kann."

In diesem Zusammenhang scheint es kein Zufall zu sein, dass Georgien die frühere Kreuzzugsfahne (die auf den Kirchenheiligen Georg zurück geht) im Jahr 2004 zur Nationalflagge erhoben hat (siehe unten). Unter dieser Fahne wurde im Jahr 1099 das von Moslems bewohnte Jerusalem dem Erdboden gleichgemacht. Und jetzt weht diese Fahne offenbar an der Speerspitze von einer Art neuem "Kreuzzug".
Möglicherweise hat sich jemand auch gedacht: "Wenn wir den Iran angreifen, ist es wichtig, den möglichen Kritiker eines solchen Krieges, Russland, vorher entscheidend zu schwächen." Dieses "Vorspiel" wäre damit geglückt.
Das ganze Interview mit Wladimir Putin unter
http://www.mmnews.de/index.php/20080901940/MM-News/ARD-manipuliert-Putin-Interview.html

Ob es vertrauenswürdig ist oder nicht, kann dann jeder selbst entscheiden.


 




19.8. / 5.9.2008 -
Der Hochmut des Westens
- Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, "die Nato behandle Russland wie ein Kind, das diszipliniert werden müsse" (Spiegel online, 19.8.2008). Zwar verschlimmert jede Kriegshandlung die Situation und schafft neues Unrecht, weswegen jede darauf bezogene Kritik, Distanzierung bzw. jede Klage berechtigt sind. Doch die westlichen Kritiker messen immer mit zweierlei Maß, gerade wie es ihnen passt. Was ist z. B. mit dem Krieg des Westens gegen Serbien, bei dem ca. 1.000 unbeteiligte Zivilisten getötet wurden und sehr viele zivile Ziele bewusst zerstört wurden (während die Russen offenbar nur Militäranlagen treffen wollten)? Was ist mit dem Krieg gegen den Irak, den man aufgrund von Lügen begann und der das Land seither ins Chaos stürzt - unzählige Tote, zerstörte Existenzen und gar Verfolgungen von kirchlichen Christen? Alles nur halb so schlimm wie das, was die russische Regierung an der Grenze ihres eigenen Landes und im Nachbarland tut?
Diese Haltung des Westens gegenüber anderen Ländern konnte in den letzten Jahren durchgängig auch anderweitig beobachtet werden. Allen voran die USA und mehr und mehr auch ihre "willigen" Nachahmer spielten sich auf der Weltbühne auf, als sei ihre Sichtweise und ihre Politik eine Art "Weltgesetz", und alle anderen müssen sich beugen, oder es gehe ihnen an den Kragen. Und dann wird eben selbstherrlich entschieden: "Machen wir Krieg, machen wir Sanktionen, sprechen wir nur Warnungen aus?" Die Heuchelei und Arroganz treibt dabei immer weitere Blüten. "
Die Russen fangen an zu verstehen, dass sie für diese Art von Verhalten bezahlen müssen", so die US-Außenministerin Condoleeza Rice (Focus online, 5.9.2008). Immer sei man selbst dabei der ´Gute` und die anderen die Problematischen oder die ´Bösen`", wie es der Vasall des Westens, der georgische Präsident Michail Saakaschwili (zur Biografie siehe hier) sogar wörtlich ausführte (siehe unten), ohne dabei den geringsten Widerspruch von einem aktiven namhaften westlichen Politiker hervor zu rufen.
Dabei stützt man sich vor allem auf Schwindel erregende Steigerungen der Rüstungsausgaben. Auch hier Georgien als kleines Beispiel, das im Jahr 2006 dreimal so viel Geld für Rüstung ausgegeben hatte als noch 2003.
Für die Eskalation zwischen dem Westen und Russland machte der erfahrene SPD-Politiker Erhard Eppler (SPD) mittlerweile die USA verantwortlich. "Diese hätten nicht begriffen, dass auch andere Staaten Machtansprüche geltend machten und ´die Zeit der unipolaren Welt [wo die USA mit Waffengewalt weltweit machen können, was immer sie wollen] vorbei ist`" (Focus online, 28.8.2008).

Die selbstherrliche politische Geisteshaltung der westlichen Länder entspricht dabei exakt der im Westen dominierenden Lehre der römisch-katholischen Kirche, die ihr Glaubensgebäude für "der Weisheit letzten Schluss hält" und alle anderen als "defizitär" betrachtet - also nur insofern gut, wie sie mit der katholischen Lehre übereinstimmen. Deshalb verstehen sich wohl auch Papst Benedikt XVI. und US-Präsident George W. Bush so gut und es wird bereits spekuliert, dass Bush früher oder später römisch-katholisch wird (wie sein nach geordneter Kriegsherr Tony Blair).
Entgegen den grausamen Regeln der "christlichen" Politiker (Zwang, politische Erpressung, Sonderrechte für das eigene Lager, Spionage, Propaganda, Militärintervention, Kriegslügen, Präventivangriff, Hochrüstung, Drohung mit Atombomben, "gerechter" Krieg usw.) lautet die "Goldene Regel" des Jesus von Nazareth aus der
Bergpredigt: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch" (Matthäus 7, 12). Oder als Sprichwort formuliert: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Wie viel Leid hätte schon weltweit verhindert werden können, wenn die so genannten "christlichen" Politiker sich wenigstens darum bemüht hätten, so zu handeln. Hier ist also das schlichte Vorbild gefragt. Doch die Kirchen lehren ja, die Bergpredigt könne man nicht auf die Politik anwenden. Doch dann wird sich wohl eines Tages ein anderes Sprichwort bewahrheiten: "Hochmut kommt vor dem Fall".

Aktualisierung: Zuletzt forderte der Europarat in Straßburg (dem auch Russland und Georgien angehören) eine "Strafe für Russland" für das militärische Vordringen nach Georgien (Spiegel online, 22.8.2008). Demgegenüber wird Georgien, das mit der Bombardierung Süd-Ossetiens den Krieg begann (siehe dazu z. B. http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/08/23/georgien/bild-mit-russlands-star-dirigent-gergiev-in-ossetien.html
und http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,574263,00.html), im Gegensatz dazu von der EU mit Millionen für "humanitäre Hilfe" unterstützt. Das ist - gelinde gesagt - einseitig, wenn man bedenkt, dass die georgische Armee die südossetische Hauptstadt "Zchinwali einfach dem Erdboden gleichgemacht" hat (Der russische Dirigent Valery Gergiev vor Ort, Bild, 25.8.2008; vgl. dazu auch den Vorwurf von Kriegsverbrechen). Der georgische Einmarsch kostete nach russischen Untersuchungen 2.100 Osseten das Leben (Ria Novosti, 28.8.2008), ehe er von der russischen Armee zurück geschlagen wurde; Georgien-freundliche Quellen sprechen von einigen Hundert Opfern. Während der georgische Präsident behauptet, seine Panzer seien erst nach den russischen in Süd-Ossetien eingedrungen, widersprechen neutrale OSZE-Beobachter [OSZE = Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa]. Spiegel online schreibt: "
Demnach habe Georgien den Militärschlag gegen Südossetien intensiv vorbereitet und seinen Angriff begonnen, bevor russische Panzer den Verbindungstunnel nach Südossetien befuhren. In den Berichten sei von möglichen georgischen Kriegsverbrechen die Rede. So berichten OSZE-Beobachter davon, dass die georgische Führung die südossetischen Zivilisten zur Schlafenszeit habe angreifen lassen" (30.8.2008).  

Auf die Frage nach den Kriegsverbrechen der georgischen Armee in Ossetien antwortet der Präsident: "Das werden sie niemals beweisen können". Natürlich kann - allgemein gesprochen - mit Propaganda alles geleugnet und gelogen werden, selbst Beweise. Doch alles, was wirklich geschah und geschieht, ist in der Atmosphäre der Erde verzeichnet und wird immer schneller auf die Verursacher zurückfallen, gleich auf welcher Seite diese stehen.

 




15.8. / 4.9.2008 - Der neue "kalte Krieg" ist in vollem Gange - Im Zusammenhang des Krieges im Kaukasus warf der ehemalige georgische Präsident und Kritiker der jetzigen georgischen Regierung, Eduard Schewardnadse, den USA vor, "eine neue Runde des atomaren Wettrüstens" begonnen zu haben (Spiegel online, 13.8.2008). Ein neuer kalter Krieg sei "doch schon längst von den USA angezettelt durch den so genannten Raketenabwehrschirm der Amerikaner in Tschechien und Polen". Die Raketen-Verträge zwischen Polen und den USA wurden jetzt flugs und offenbar taktisch genau geplant am 14.8.2008 unterzeichnet, solange Russland noch "an der Wand steht" hat und genötigt wird, sich zu rechtfertigen. Neben dem Raketenabwehrschirm stationiert die USA ab sofort Patriot-Luftabwehrraketen in Polen. "Wir haben den Rubikon überschritten", verkündete der polnische Präsident Donald Tusk scheinbar nebenbei (http://www.welt.de/politik/arti2329334/USA_stationieren_Raketen_in_Polen.html). Der Satz wurde durch den römischen Feldherrn Gaius Julius Cäsar zu einem historischen Wort. Er bedeutete damals Krieg. Cäsars Truppen überschritten den Fluss Rubikon, vernichteten die Republik in Rom und eroberten darauf hin ganz Italien und Spanien. Und bedeutet der Satz auch in der Gegenwart Krieg? (Als die Russen in den 60er-Jahren umgekehrt Raketen in Kuba in der Nähe der USA stationieren wollten, verhinderte nur ihr Nachgeben den 3.Weltkrieg. Die USA mit ihrem Präsidenten John F. Kennedy waren zum Weltkrieg entschlossen, was wohl zur Zerstörung Deutschlands und Mitteleuropas geführt hätte.) Russische Experten glauben, dass "die USA als nächstes in der Ukraine versuchen, eine bewaffnete Konfrontation mit Russland zu provozieren" (Ria Novosti, 14.8.2008) und empfehlen, "Kontakte zu anderen Ländern unter Ausschluss der USA herzustellen".
Der kalte Krieg eskaliert - offenbar schlimmer als in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, wo die US-Regierungen noch etwas Respekt vor Russland und seinen Interessen hatten. US-Außenministerin Condoleeza Rice versuchte Russland u. a. auch dadurch zu demütigen, dass sie sagte: "Russland wird mehr und mehr zum Geächteten in diesem Konflikt" [der Auseinandersetzung mit Georgien] (Spiegel online, 20.8.2008).
Am 2.9.2008 hat sich nun der bei allen um den Weltfrieden besorgten Menschen besonders gefürchtete US-amerikanische
Vize-Präsident Dick Cheney in Georgien mit den "Kreuzzugsfahnen" bejubeln lassen und - wie nicht anders zu erwarten - einen schnellen NATO-Eintritt Georgiens verkündet. Dabei lobte er den kriegerischen georgischen Präsidenten als "prinzipienfesten Politiker" und überbrachte eine Milliarden-Spende (Netzeitung, 5.9.2008). Außerdem steuerten verstärkt NATO-Kriegsschiffe in das Schwarze Meer. Darunter das große US-Kriegsschiff "Mount Whitney", das mit angeblich nur "humanitären" Gütern in den georgischen Hafen Poti einlief. Russischen Posten in der Stadt wurde das Prüfen der Ladung verweigert. Russland wirft den USA in diesem Zusammenhang eine Verschärfung des Konflikts vor
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,576613,00.html).
Siehe dazu unten auch die Meldungen über den Krieg am Kaukasus bzw. über die georgische Nationalfahne.

Aktualisierung (17.8./29.8.2008):
"Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft für Nato-Beitritt Georgiens"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572610,00.html

Das würde ganz einfach bedeuten: Wenn Georgien, durch die NATO-Mitgliedschaft gestärkt, seine Armee demnächst wieder nach Süd-Ossetien marschieren lassen würde und die dort stationierten russischen Soldaten angreifen würde und diese sich wehren, dann steht auch Deutschland Seite an Seite mit dem Saakaschwili-Regime Georgiens gegen Russland im Krieg.
Die in Deutschland in vielen Jahrzehnten gereifte Friedenspolitik wird so einfach über Bord geworfen, und das Schicksal des westlichen Abendlandes wird von Kanzlerin Merkel (die aus ihrer DDR-Zeit ein Problem mit den Russen haben soll) mehr oder weniger in die Hände des kriegerischen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili gelegt anstatt Schaden von der deutschen Bevölkerung abzuwenden. Mittlerweile hat der russische Präsident Putin den Westen auch gemahnt, "Menschen wie Saakaschwili dürften seiner Meinung nach keinen Staat führen" (Bild, 29.8.2008). Was aber zeichnet sich ab? Sobald nämlich Saakaschwili seine von Angela Merkel "erkämpfte" NATO-Mitgliedschaft in der Tasche hat, würde Georgien dann nicht im Zeichen der Kreuzzugs-Fahne (siehe unten) seiner Truppen wieder "mobil" machen (dann zum vierten Mal nach 1992, 2004 und 2008)?
PS: Wie wäre es gleich mit der Bundeswehr zur "Grenzsicherung" Georgiens und mit amerikanischen Atomwaffen im Schwarzen Meer zur Sicherung der "territorialen Integrität" Georgiens? Mittlerweile kann man offenbar alles einmotten, was man in der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 zum Thema "Friedenssicherung" und "Nie wieder Krieg" gelernt hat.
Und mit Christus hat das heutige Zündeln der Politiker sowieso nicht das Geringste zu tun, obwohl sie sich auf allen Seiten "christlich" nennen
. Jesus, der Christus, war Pazifist. Und er lehrte z. B. auch, zuerst den Balken im eigenen Auge zu entfernen ...

"Georgier kämpften mit deutschen Sturmgewehren"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572615,00.html
"Das doppelte Leid der Leila Djojewa"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572570,00.html
Der Countdown scheint zu laufen.
Siehe dazu die Meldungen vom
13.8.2008 sowie vom 12.8.2008.

Für Regierung Saakaschwili, gegen Russland: CSU-Chef Erwin "Huber macht mobil"
http://www.stern.de/politik/ausland/:Krieg-Georgien-Huber-/635238.html
Was Erwin Huber u. a. sagte: "Die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Russland muss gründlich überprüft werden" Und: "Europa kann das nicht tatenlos hinnehmen."
Wenn Russland Regime-Kritiker einsperrt und diese offenbar keine fairen Prozesse bekommen, wird das jedoch meist tatenlos hingenommen (aktuell z. B.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Michail-Chodorkowski-Keine-Chance-Ex-Oligarchen/635792.html
). Auch hier zweierlei Maß (vgl. oben).


Mittlerweile melden sich auch besorgte deutsche Militärs zu Wort, die dem halsbrecherischen "Crash-Kurs" der Politiker nicht einfach nur zuschauen. So z. B. Bundeswehr Vize-Admiral a. D. Ulrich Weisser: "´Die USA, Großbritannien, Polen und die Balten haben das Bündnis auf einen gefährlichen Kurs gebracht, der für Europa nichts Gutes verheißt`, schreibt Weisser [im Kölner Stadtanzeiger]. Zentralasien habe alle Ingredienzien für Krisen und Konflikte: immense Energievorräte, ethnische Gegensätze, korrupte Regimes, islamische Fundamentalisten und ölbestimmte Gegensätze der Weltmächte. Wer die Lunte an dieses Pulverfass lege, könne nur verlieren. Deshalb sei es im deutschen Interesse, einen anderen Kurs zu steuern, appellierte der Ex-Admiral. Dabei sollte die Bundesregierung durchaus in Kauf nehmen, im Gegensatz zur Bush-Administration und zu einigen Nachbarn im Osten zu stehen" (Focus online, 22.8.2008).
Wenn nicht, würden sich die Gegensätze und Aggressionen weiter hoch schaukeln und früher oder später entladen - im noch krasseren Gegensatz zu Jesus von Nazareth, der den Weg zum Frieden vorlebte, z. B. indem man sein Wort befolgt: "Tut Gutes denen, die euch hassen". Angewandt auf die Politik, könnte diese einfache Regel ganz praktische Wunder bewirken.

Mehr über die Stellungnahme des Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder lesen Sie unter
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,575701,00.html

 




13.8.2008 - Skandal-Taufe: Verwaltungsgericht kapituliert vor dem Kirchenrecht
- Taufskandal in Bünde/Ostwestfalen: Obwohl der Vater gemeinsam mit der von ihm getrennt lebenden Mutter seiner beiden Kinder das Sorgerecht für die Kinder ausübt, erschlich sich die Mutter entgegen dem Willen des Vaters die evangelisch-lutherische Taufe der beiden Kinder. Auch die beiden Kinder im Vorschulalter wurden aufgrund der Geheimhaltung nicht auf ihre Taufe vorbereitet. Der Vater zog deshalb vor das Verwaltungsgericht. "Da seine Frau nicht das alleinige Sorgerecht habe und die Taufvorbereitung nicht ordnungsgemäß erfolgt sei, seien die Taufen ungültig", so die einleuchtende Position des Vaters (idea-spektrum Nr. 33/2008). Doch das Gericht wies die Klage ab. Die Taufe könne nach kirchlichem Recht nicht rückgängig gemacht werden und außerdem sei das Gericht nicht zuständig. Obwohl von der Mutter eindeutig gegen das staatliche Sorgerecht verstoßen wurde.
Wer sei also dann zuständig? Die Kirche? Nach kirchlicher Lehre bleiben die beiden Kinder für immer Glieder der Kirche, auch wenn sie später austreten
(mehr dazu siehe hier). Außerdem wurden sie bei der Taufe automatisch Kirchenmitglieder, was auch ihre spätere Kirchensteuerpflicht begründet, die wiederum der Staat einzieht. Zwar sagte der zuständige evangelische Superintendent, die Taufe sei ein Fehler gewesen, doch bei ihrem Tauf-Sakrament kennt die Kirche keine Gnade: Es kann aus ihrer Sicht niemals rückgängig gemacht werden. Und es wird dadurch der Anspruch der Kirche begründet, den Getauften für "ewig" als Mitglied betrachten zu können.
Deshalb
: Kinder gar nicht erst taufen lassen. Es nützt nichts und schadet, weil es dem Kind die Freiheit nimmt, seinen Glauben später eigenverantwortlich zu wählen
(mehr dazu siehe auch hier sowie weitere Hintergründe hier). Zudem wird es bei einer späteren eigenverantwortlichen Wahl von der Kirche mit einer angeblichen "ewigen Verdammnis" eingeschüchtert, falls es die Wahl seiner Eltern korrigieren möchte. Auch hat Jesus niemals Kinder getauft. Und weiterhin ist es eine ungeheure Anmaßung der Kirche, wenn sie behauptet, dass "Gott" bei einer kirchlichen Taufe der eigentlich Handelnde sei (was zudem Unsinn ist). Hier kann man auch fragen: Welcher "Gott"?
Hier könnten die staatlichen Gerichte insgesamt ohne weiteres einen Riegel vorschieben, wenn sie wollten: Wenn nämlich kirchliches Recht dem staatlichen widerspricht (in diesem Fall den eindeutigen Bestimmungen des Sorgerechts), kann es im Konfliktfall aus staatlicher Sicht als nichtig erklärt werden. Aus staatlicher Sicht wären die beiden Getauften demnach weiterhin als "konfessionslos" zu behandeln. Zumindest solange, wie die beiden nicht "religionsmündig" sind. Dann, ab Vollendung des 14. Lebensjahres, könnten sie z. B. selbst entscheiden, ob sie ihrer von ihrer Mutter erschlichenen Taufe und deren kirchenrechtlichen und staatlichen Konsequenzen nachträglich zustimmen oder ob sie diese endgültig annullieren. Zudem müsste das Kirchenrecht einmal dringend auf seine Verfassungsgemäßheit überprüft werden.
Der folgenschwerste bekannt gewordene Fall einer Skandal-Taufe ereignete sich im 19. Jahrhundert in der Stadt Bologna in Italien, die damals vom Vatikan aus mitregiert wurde. Das römisch-katholische Kindermädchen, das bei jüdischen Eltern angestellt war, führte aus dem Affekt heraus eine römisch-katholische Nottaufe an dem siebenjährigen jüdischen Kind durch, weil sie Angst hatte, das Kind sei krankheitsbedingt in Todesgefahr. Die Eltern hatten von nun an keine Chance mehr. Ihr Sohn Edgardo war jetzt zunächst "für immer" Katholik. Und schlimmer noch: Weil die jüdischen Eltern ihr jetzt katholisches Kind natürlich nicht katholisch erziehen wollten, wurde ihnen der Junge von staatlicher Stelle mit Gewalt weg genommen - ein an Grausamkeit kaum mehr zu überbietendes staatliches Verbrechen der katholischen Bürokratie. Der Papst selbst (der später "selig" gesprochene Pius IX.) kümmerte sich von nun an darum, dass aus dem kleinen Juden ein römisch-katholischer Priester wurde. Er durfte seine Eltern nicht mehr sehen. Mehr dazu siehe hier.


Neu zum Thema [2010]: Der Theologe Nr. 40 - Die kirchliche Taufe: Was steckt dahinter?


 




13.8. / 25.8.2008 - Neue Kriegsgelüste: Georgischer Präsident trennt Russland von Europa ab: "Grenze zwischen Gut und Böse" / Zieht Regierung in Georgien den ganzen Westen in Krieg hinein? -
Der georgische Präsident und Freund von US-Präsident George W. Bush, Michail Saakaschwili, lässt sich vor 50.000 Landsleuten in Tiflis feiern. Dabei schwenken sie die alte mittelalterliche Kreuzzugsfahne, die seit 2004 fast identisch auch Nationalfahne Georgiens wurde (siehe unten). Unter dieser Flagge und mit dem Ruf "Deus vult" (= "Gott will es") (und auch mit dem angeblichen Schutz des Kirchenheiligen Georg) zogen früher die Kreuzfahrer in grausame Kriege. Und der kriegerische Präsident Saakaschwili spricht heute offen aus, was viele politische Analytiker ohnehin befürchteten: Sein Land sei ein "Vorposten im Kampf gegen Russland". Georgien sei die "Grenze zwischen Gut und Böse". Und: "Heute stehen wir an vorderster Front zwischen Europa und Russland" (Spiegel online, 13.8.2008). Und weiter: "Wir werden siegen."
Hier wird Europa zunächst zweigeteilt in den "bösen" europäischen Teil Russlands und den "guten" Rest Europas, und es wird eine neue dummdreiste, erschreckende und gespenstische Kriegsfront in Europa eröffnet. Und die anderen westlichen Politiker lassen sich solche Reden nicht nur gefallen. Sie unterstützen diese Demagogie auch noch, wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Die Regierung Georgiens hatte in der Nacht vom 7. auf den 8.8.2008 parallel zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking den Krieg mit dem Angriff auf die südossetische Hauptstadt Zchinwali und weitere Städte und Dörfer begonnen, nachdem zuvor Georgier offenbar von Osseten angegriffen worden seien.
Dabei wurden die Menschen in Zchinwali vielfach im Schlaf von der georgischen Armee "totgebombt" (siehe dazu z. B. den Bericht in
http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/08/23/georgien/bild-mit-russlands-star-dirigent-gergiev-in-ossetien.html und http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,574263,00.html). Und dabei wurden offenbar gleich zu Beginn auch Soldaten der russischen Friedenstruppe, die an der Grenze stationiert waren, getötet. Und zu diesem Anlass hatte der georgische Staatschef sogar dreist vor einer Fahne der Europäischen Union gesprochen (siehe unten). Und ein georgischer Minister prahlte sogar damit, dass die Georgier sogar eine ganze russische Division ausgelöscht hätten (siehe hier).


Wie hätten die USA wohl in einer vergleichbaren Situation reagiert? (Zur Erinnerung: Auf den Anschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001, dessen Umstände bis heute umstritten sind, folgte der Angriff auf Afghanistan, der Sturz der dortigen Taliban-Regierung und der Beginn des seither anhaltenden "Krieges gegen den Terror".)

Rolf Hochhuth: "Nato im Osten - das gibt Krieg"

Dann schlug das russische Militär zurück und beendete den Krieg nach wenigen Tagen. Jetzt lässt sich die georgische Regierung nach der militärischen Niederlage feiern und gießt gleichzeitig neues Öl in das Kriegsfeuer, während man in Russland einen Tag der Staatstrauer angeordnet hat. Und auch Regierungsvertreter von Polen (die sich in der EU zuletzt mehrfach quer stellten) und der Ukraine feierten jetzt mit, während man in den USA Sanktionen gegen Russland diskutiert. Die USA hatten zuvor eigens georgische Soldaten aus dem Irak ausgeflogen, damit diese am Kaukasus gegen Russland kämpfen können. Doch Georgien hatte noch weit mehr militärische Hilfe von den USA erwartet. Noch 2005 wurde George W. Bush in Tiflis von 150.000 begeisterten Georgiern mit "Bushi! Bushi!"-Rufen und unter dem Wehen zahlloser "Kreuzzugsfahnen" (siehe dazu unten) frenetisch gefeiert wie sonst nirgends in der Welt, und George W. Bush kündigte damals im Bad der begeisterten Menge den "Beistand" der USA für Georgien im Pulverfass Kaukasus an.
Und durch sein von den USA massiv unterstütztes Drängen nach EU- und NATO-Mitgliedschaft versucht Georgien nun, den ganzen Westen in seine Bekämpfung Russlands hinein zu ziehen. Bzw. es ist auch umgekehrt: Teile des Westens versuchen, Georgien für eigene militärstrategische Absichten zu benutzen
(vgl. dazu Rolf Hochhuth, "NATO im Osten? Das gibt Krieg" in Die Zeit Nr. 23/1998; http://www.zeit.de/1998/23/199823.t_nato.xml). Und was tun die westeuropäischen Politiker, wenn ihnen ein faires Miteinander am Herzen liegt, das letztlich auch zum Wohl der Bevölkerungen führen würde?

Abchasien und Süd-Ossetien traten nie dem Staat Georgien bei

Die Unabhängigkeitserklärungen der Provinzen Abchasien und Süd-Ossetien von Georgien (erstmals 1990 in Südossetien und 1992 in Abchasien) werden von Georgien genauso abgelehnt (und damals schon jeweils mit Krieg beantwortet) wie die nachfolgenden Volksbegehren 1992 und 2006. So wollten 1992 z. B. über 90 % der Bevölkerung Süd-Ossetiens schließlich den Anschluss an Russland und dort die Vereinigung mit Nord-Ossetien, doch Georgien reagierte auch darauf wieder mit Krieg. Es gab schon Anfang der 90er-Jahre Tausende von Toten und z. B. ca. 200.000 Georgier, die nach dem Angriff Georgiens auf Abchasien aus Abchasien in Richtung georgisches Kernland fliehen mussten. Umgekehrt waren es in Süd-Ossetien vor allem ca. 100.000 Osseten, die vor der georgischen Armee nach Russland flohen, während ca. 20.000 Georgier von Ossetien Richtung Georgien flohen. Die Provinzen wurden unter dem Georgier Josef Stalin einst verwaltungsmäßig als autonome (!) Regionen der Sozialistischen Sowjetrepublik Georgien zugeschlagen, was der US-Präsident heute "territoriale Integrität" Georgiens nennt. Dabei waren Süd-Ossetien und Abchasien nie Teil Georgiens. Spiegel online schreibt am 26.8.2008: "Denn als sich die Sowjetunion auflöste, entstanden auf dem Gebiet der früheren georgischen Sowjetrepublik faktisch drei Staaten: Die Republiken Südossetien und Abchasien und das neue Georgien, dem es gelang, in den von Stalin gezogenen Grenzen der Sowjetrepublik Mitglied der Vereinten Nationen zu werden." Dadurch trennt seit 1992 "eine Staatsgrenze [Nord- und Süd-Ossetien und damit] Brüder, Schwestern, Eltern und Kinder". Doch faktisch sind weder Abchasien noch Süd-Ossetien Georgien jemals beigetreten. Das wird jedoch von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und anderen westlichen Länder jedoch nicht respektiert und sogar zum Anlass genommen, einen neues furchtbares Weltkriegs-Szenario in Europa aufzubauen.
Allgemein gesprochen steckt hinter den Grenzkonflikten
das "satanische" geistige Prinzip "Trenne, binde und herrsche". Positiv wäre demgegenüber ein "Verbinde und sei" und eine Diplomatie, die sich an dem freien Willen der dort lebenden Menschen orientiert und an der Goldenen Regel des Jesus von Nazareth in der Bergpredigt: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch" bzw. "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem anderen zu." Doch der "scheinchristliche" Westen hat damit nichts mehr im Sinn. Und mit den "Scheinchristlichen" auf der anderen Seite sieht es wohl nicht viel besser aus.

Nach dem ersten von Georgien 1992 begonnenen Krieg folgte im selben Jahr allerdings zunächst ein Waffenstillstand, und Spiegel online schreibt darüber am 26.8.2008 weiter. Er "brachte auf georgischen und ossetischen Wunsch russische Friedenstruppen ins Land. Die Waffenruhe hielt rund zwölf Jahre, bis Micheil Saakaschwili kam. Kaum war der Mann im Januar 2004 mit verdächtigen 96 Prozent und dem Wohlwollen Washingtons gewählt, folgten hitzigen Reden gegen ´kriminelle Separatisten` bald scharfe Schüsse. Ein erster Sturmangriff georgischer Truppen auf Südossetien scheiterte im August 2004 am ossetischen Widerstand und auch daran, dass die USA, anders als jetzt, den Hasardeur Saakaschwili stoppten"
(
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,574263,00.html). Die aktuelle Entwicklung ist bekannt, wozu auch die Unterstützung
des Saakaschwili-Regimes durch Bundeskanzlerin Merkel und der CDU/CSU/SPD-Bundesregierung gehört.

PS
: Im georgischen Gori, der Geburtsstadt Stalins, wird der Diktator und "Menschenschlächter" heute immer noch mit einer Säule in der Stadtmitte geehrte. Die Abchasen und Osseten wollen jedoch nicht mehr von Georgien bekriegt und gefangen gehalten werden, und die jeweiligen Regierungen wollen mit der georgischen Regierung nicht einmal mehr reden. Der Westen will sie jedoch dazu zwingen und misst dabei wie nahezu immer mit zweierlei Maß. Zum Vergleich: Eine "territoriale Integrität" Serbiens interessiert die USA-Regierung und auch die übrigen westlichen Länder nicht. Dort sind die West-Interessen, den Serben die völkerrechtlich zu Serbien gehörende Provinz Kosovo einfach wegzunehmen. Vom "Völkerrecht" wird also nur dann scheinheilig gesprochen, wenn es den eigenen Macht-Interessen dient. Ansonsten setzt sich der Westen selbstherrlich über das Völkerrecht hinweg, und UNO-Beschlüsse werden dann einfach ignoriert. So argumentiert man in Sachen Kosovo mit einer gewissen Logik mit dem Willen der Bevölkerungsmehrheit in der Provinz. Doch das ist genauso scheinheilig, denn in Süd-Ossetien und Abchasien gilt dieser Wille nämlich nichts. Mit "Freiheit", von der vor allem die US-Regierungen immer so heuchlerisch reden, hat das also auch nichts zu tun, nur mit knallharter Machtpolitik. Und die Politiker, für die ethische Werte auf diese Weise nur Mittel zur Macht und zum Zweck sind, sollten dann zumindest aufhören, sich Christen zu nennen.
Denn Christus würde niemals irgendwelche machtpolitischen Interessen mit Scheinheiligkeit, Gewaltandrohung oder gar Krieg durchsetzen.

Kirche

In Georgien hat die Georgische Orthodoxe Apostelkirche ein entscheidendes Gewicht. Andere religiöse Gemeinschaften werden vom georgischen Staat stark benachteiligt oder gar verfolgt. In den 90er-Jahren wurden z. B. Kirchenbauten religiöser Minderheiten enteignet und der Georgisch Orthodoxen Apostelkirche übergeben (vgl. dazu, wie einst Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert die Häuser von Urchristen und anderen religiösen Minderheiten enteignete und der römisch-katholischen Kirche übergab).
Und es gibt natürlich vor allem noch
die zweitgrößte Öl-Pipeline der Welt in Georgien, die aus Aserbaidschan kommt und auf Drängen der USA im Jahr 2003 an Russland vorbei gebaut wurde, von der der Westen stark profitiert und neben der jetzt auch die "Kreuzzugsfahne" weht ...

Die Provokationen nach dem Krieg

Aktualisierung: Derweil provoziert der georgische Präsident Michail Saakaschwili (oder Micheil Saakaschwili) ("Georgien ist die Grenze zwischen Gut und Böse"), gedeckt von seinem Freund, US-Präsident George W. Bush, die russische Regierung nahezu täglich mit neuen demagogischen Reden, womit er auch seine Bevölkerung weiter aufzuwiegeln versucht. "Sie bringen uns doch sowieso um", so der georgische Präsident über Russland (Focus online, 14.8.2008). Und George W. Bush versichert seinem Freund und der Weltöffentlichkeit: "Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite der demokratisch gewählten Regierung Georgiens". Diese hat bekanntlich zeitgleich mit der Eröffnung der Olympischen Spiele am 7.8.2008 den Krieg begonnen und dabei offenbar auch Soldaten der russischen Friedenstruppe an der Grenze getötet (PS: Wie hätten die USA wohl reagiert, wenn in einer vergleichbaren Situation amerikanische Soldaten getötet worden wären?). Dabei hätte sie ihren Angaben zufolge "nur" auf Schüsse von Osseten auf Georgier "reagiert". Weiter fügte George W. Bush noch hinzu, er wolle "die freie Welt hinter sich versammeln" und hinter Georgien (stern.de, 14.8.2008). Apropos angeblich "freie Welt": In Georgien sind z. B. alle russischen Internetseiten gesperrt, um der Bevölkerung die dort veröffentlichten Informationen vorzuenthalten (Spiegel online, 14.8.2008).
Seite an Seite mit der grimmig drein schauenden US-Außenministerin Condoleeza Rice warf Michail Saakaschwili schließlich den westeuropäischen Ländern "Ignoranz" vor und gab ihnen eine Mitschuld am Krieg, weil sie Georgien nicht in die NATO aufgenommen haben (dann hätte er die Südosseten und Abchasier nämlich gegen deren ausdrücklichen Willen militärisch wieder einverleiben bzw. "platt" machen können, und
Deutschland hätte gegen Russland in den Krieg ziehen müssen, wenn Russland den beiden Provinzen und ihren Bürgern mit überwiegend russischen Pässen beigestanden hätte oder die dort bis dahin stationierten russischen Friedenstruppen sich gewehrt hätten). Zudem erteilte der georgische Präsident den westeuropäischen Politikern und ihren Bürgern eine demagogische ethische Nachhilfestunde: "Wir schauen dem Bösen direkt ins Gesicht" (Spiegel online, 16.8.2008).

Michail Saakaschwili durfte in den USA studieren und seinen Doktorhut erwerben

Solche Worte sind keine Überraschung, wenn man weiß, dass Michail Saakaschwili mit Stipendium in den USA studiert hat und an der George Washington University in Washington D.C., also in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses, seinen juristischen Doktorhut erworben hat. Sein Berater ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler. Und seine beiden Brüder leben heute noch als Filmproduzenten in den USA.
Den Angaben seines ehemaligen Verteidigungsministers zufolge habe ihn Saakaschwili 2005 mit der Liquidierung eines georgisch-russischen Geschäftsmannes beauftragt. Im selben Jahr wurde er von der US-Senatorin Hillary Clinton
(siehe hier) für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, vermutlich wegen seines radikalen politischen Kurses im Einklang mit den Führern der USA.

"Autoritäres" Regime schickt Soldaten in den Irak

Im November 2007 kam es in Tiflis zu Massenprotesten gegen Saakaschwili, die er mit Gewalt zerschlug. Vermutlich dank Wahlfälschungen wurde er kurz darauf jedoch wieder zum Präsidenten gewählt (http://de.wikipedia.org/wiki/Micheil_Saakaschwili). So sieht es auch der ehemalige georgische Minister im Kabinett Saakaschwili, Georgij Chaindrawa. Er bezeichnet das Saakaschwili-Regime mittlerweile als "kriminell": "Saakaschwili ... verkörpert ein autoritäres Regime, ähnlich wie Putin, das die Bürgerrechte missachtet und die Medienfreiheit unterdrückt, etwa durch den Einsatz staatlicher Schlägertrupps gegen den unabhängigen TV-Sender Imedi im November. Saakaschwili ist kein Demokrat. Der Mann hat im November den Ausnahmezustand gegen oppositionelle Massendemonstrationen verhängt und danach die Präsidentenwahlen und die Parlamentswahlen gefälscht." Chaindrawa wurde 2006 von dem USA-Spezi Saakaschwili wegen dessen Kritik an den georgischen Kriegsvorbereitungen entlassen. Michail Saakaschwili hat laut seinem Ex-Minister zudem "psychische Probleme, er überschätzt sich maßlos" (Spiegel online, 16.8.2008). Doch George W. Bush, Condoleeza Rice, ihre "freie Welt" und ihre "Koalition der Willigen" (mit den polnischen Zwillingen) stehen fest zu ihm und seiner Kriegspolitik, und im US-Sender CNN ist er eine Art "Superstar". Dafür lässt er sein Militär auch im Irak kämpfen. "Bezogen auf die Einwohnerzahl Georgiens" sind die 2.000 Georgier im Irak "das größte Kontingent aller an der Operation im Irak beteiligten Staaten", schreibt georgien-nachrichten.de am 16.1.2008. Nominell sind die Georgier nach den US-Amerikanern und Briten die drittstärkste Truppe im Irak. Und dass die Georgier dabei unter ihrer neuen Staatsflagge, welche der alten kirchlichen Kreuzzugsfahne entspricht (siehe hier) im überwiegend islamischen Irak operieren, ist weiterer Zündstoff.

Die Bevölkerung im Kriegsgebiet

Zur Lage der Bevölkerung schreibt stern.de am 14.8.2008: "Das Rote Kreuz beklagte verheerende Zustände im Krisengebiet. In weiten Teilen Südossetiens sei die Infrastruktur zerstört." Der russische Botschafter erklärt, "die georgischen Truppen ´hätten Frauen und Kinder ermordet, Kirchen voller Flüchtlinge angezündet und ganze Dörfer niedergewalzt`" (Spiegel online, 15.8.2008; siehe dazu auch ein Interview bei http://www.youtube.com/watch?v=H8XI2Chc6uQ). Allerdings sind solche Aussagen im einzelnen immer schwer nachzuprüfen. Umgekehrt behauptet Georgien, Osseten hätten zuvor auf Georgier geschossen. Zudem macht Georgien Russland für das "Plündern, Vergewaltigen und Töten" durch "irreguläre Truppen" verantwortlich, was von Russland bestritten wird. Sicher ist: US-amerikanische Transportmaschinen landen derweil in Tiflis. "Russland habe Bedenken, welche Art von Fracht nach Georgien gebracht werde, sagte Vize-Generalstabschef Nogowizyn". So schreibt dazu Focus online (14.8.2008). Neben Hilfsgütern auch neue Waffen? Ist ein weit größerer Krieg bereits in Vorbereitung? Siehe dazu oben.
Der Präsident Süd-Ossetiens, Eduard Kokojty, hat Russland nun um ständige Militärpräsenz gebeten. 90 % der Bevölkerung besitzen einen russischen Pass. Das Land wird aber entgegen dem Willen der Bevölkerung völkerrechtlich als Teil Georgiens betrachtet. Es wurde nämlich unter dem Georgier Josef Stalin einst der Georgischen Sowjetrepublik zugeordnet. Auf der Internetseite des
Österreichischen Rundfunks heißt es: "
Kokojty schloss den Einsatz von internationalen Beobachtern zur Überwachung des zwischen Russland und Georgien vereinbarten Waffenstillstands aus. ´Wir haben kein Vertrauen in diese internationalen Beobachter, diese Leute verdrehen die Wahrheit`" (http://www.orf.at/080818-28530/index.html).

Wie könnte sich das zerstörte Klima zwischen den Völkern und Politikern allmählich wandeln, wenn man damit beginnen würde, zuerst den Balken im eigenen Auge zu finden bevor man wegen des Splitters im Auge des Nächsten gegen ihn in den Krieg zieht. Das wäre die
gelebte Bergpredigt und die so genannten "Christlichen" hätten hier eigentlich Vorbild sein sollen, gleich auf welcher Seite sie stehen.

 




12.8. / 17.9.2008 -
Georgien: Nationalflagge entspricht der Kreuzfahrerfahne von 1099
- Ein interessantes Detail zum Krieg auf dem Kaukasus: Der jetzige georgische Regierung unter Präsident Michail Saakaschwili und das Parlament entschieden sich am 14.1.2004 für eine neue Staatsflagge. Es ist die alte mittelalterliche Kreuzzugsfahne (siehe z. B. http://www.dgz-gelsenkirchen.de/Aktuelles/Fahne/fahne.html), bekannt geworden vor allem im 1. Kreuzzug. Die abendländischen katholischen Kreuzfahrer unter Gottfried von Boullion richteten im Zeichen dieser Fahne im Jahr 1099 z. B. ein grässliches Blutbad unter den Moslems in Jerusalem an. Man nennt die Fahne im Zusammenhang ihrer Verwendung durch die Kreuzfahrer deshalb auch "Jerusalemkreuz" (ein großes Kreuz in der Mitte und vier kleine an den Seiten, angeblich ein Symbol für die fünf Wunden von Jesus). Siehe dazu http://www.das-weisse-pferd.com/99_14/jerusalem.html. Verständlich, dass der frühere georgische Präsident Eduard Schewardnadse die Einführung dieser Flagge einst ablehnte - er fürchtete eine negative Reaktionen der nichtkirchlichen Bevölkerung Georgiens. Die georgische Nationalfahne ist auch farblich nahezu identisch mit dem Kreuz des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (http://wapedia.mobi/de/Jerusalemkreuz).
Doch es ist nicht die einzige "Fahnenpolitik" der georgischen Regierung. In seiner Fernsehansprache zur Rechtfertigung des Angriffs Georgiens auf Süd-Ossetien (in der Nacht zum 7.8.2008) saß Präsident Michail Saakaschwili sowohl vor einer georgischen Fahne als auch vor einer
Fahne der Europäischen Gemeinschaft, obwohl Georgien gar kein Mitglied der EU ist. Von einem Protest der EU ist jedoch nichts bekannt geworden. Und: Merken die westeuropäischen Politiker eigentlich nichts? Oder ziehen sie mit? Und bei einem ARD-Tagesthemen-Interview am 16.9.2008 baute Saakaschwili dann gleich fünf Fahnen (!) hinter sich auf: Drei georgische "Kreuzzugsfahnen" und zwei Fahnen der Europäischen Union jeweils zwischen den georgischen Fahnen.
Interessant auch, dass das israelische Militär die georgischen Truppen offenbar in nicht unwesentlichem Umfang trainiert - neben Militärberatern aus den USA in Georgien.
So verkündete der georgische Minister Temur Yakobashvili stolz, dass im Zusammenhang dieser Ausbildung ("due to this training") "eine kleine Gruppe georgischer Soldaten in der Lage war, eine ganze russische Militär-Division auszulöschen" ("wipe out") (http://www.haaretz.com/hasen/spages/1010187.html).
Und während in der georgischen Hauptstadt Tiflis bei einer Kundgebung am 12.8.2008 die Fahnen zu Hunderten geschwenkt wurden (ein gespenstisches Szenario, da es eben die alte Kreuzzugs-Fahne ist), hat die Regierung Georgiens die NATO zur militärischen Hilfe bzw. zum militärischen Wiederaufbau aufgefordert. Hier wird mit dem Schicksal von Millionen Menschen gezündelt. Und mit dem gekreuzigten Christus haben die Kreuze auf der georgischen Fahne in Wirklichkeit nicht das Geringste zu tun, es sei denn, man deutet sie als erneute Verhöhnung und Kreuzigung des Mannes aus Nazareth.


PS: Besonders prekär ist auch, dass die Georgier mit ihrer "Kreuzzugs"-Fahne neben den Amerikanern und den Briten des drittgrößten Soldaten-Kontingent im Irak stellen.


 




5.8. / 12.8. / 22.8.2008 / 20.1.2009 - Erzbistum Bamberg: "Doktorspiele mit dem Trend zum Unterleib" - Domkapitular zurückgetreten / Zwei spätere Selbstmorde wg. Missbrauchs? / Weiterer Angestellter wegen sexueller Vergehen entlassen / Kirche sollte Verjährungsfristen nicht in Anspruch nehmen - Ein Jahr nach seiner 1000-Jahr-Feier (siehe dazu Der Theologe Nr. 29 - 1000 Jahre Erzbistum Bamberg: Kein Grund zum Feiern) wird das Bistum Bamberg erneut erschüttert (zu Verbrechen, Gräueln und Vergehen der Vergangenheit siehe hier). Der bekannte Personalchef des Erzbistums, Domkapitular Otto Münkemer (Besoldungsgruppe A 16), wird dabei beschuldigt, in seiner Zeit als Direktor des erzbischöflichen Knabenseminars Ottonianum von 1976-1991 "Schutzbefohlene" sexuell missbraucht zu haben. Er trat nach Bekanntwerden der Anschuldigungen zurück. Münkemer "gehörte zum engsten Beraterkreis des Erzbischofs und genoss bis zum Herbst letzten Jahres dessen uneingeschränktes Vertrauen" (Abendzeitung Nürnberg, 31.7.2008). Innerhalb der Kirche sind die Vorwürfe "bereits seit mehr als einem halben Jahr bekannt, wurden jedoch diskret unter dem Tisch gehalten". Stattdessen ließ man zu, dass sich Münkemer weiterhin mit Kindern vertraut machte. So heißt es z. B.: "Im Anschluss an den Gottesdienst lud Stadtpfarrer Simon die [100] Firmlinge (Kinder im Alter von ca. 12-13 Jahren) in den Pfarrsaal ein, wo sie Herrn Domkapitular Münkemer näher kennenlernen konnten." Dabei stellten die Kinder u. a. auch Fragen zu "seinem eigenen Beichtverhalten" und "sie erfuhren auch vieles aus seinem privaten familiären Umfeld"
(http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/pfarreien/dekanate/bayreuth/
mariae_himmelfahrt_hollfeld/wir_ueber_uns/archiv_2008/Treffen_mit_Otto_Muenkemer.html)

Der römisch-katholische Domkapitular wird vom Staat bezahlt.* Mehr dazu in der Artikelserie in den Nürnberger Nachrichten:
Siehe z. B.
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=858498&kat=27&man=3
Dies ist jedoch derzeit nicht der einzige Skandal im Erzbistum: Ein Angestellter hatte sich zuletzt an mehreren Frauen sexuell vergangen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch, der Angestellte hat einen Auflösungsvertrag erhalten
(Nürnberger Nachrichten, 7.8.2008)
.

Aktualisierung - 12.8.2008: Hierzu schreiben die Nürnberger Nachrichten am 12.8.2008: "Angeblich soll ein ehemaliger Schüler des Knabengymnasiums 1990 und damit vier Jahre nach seinem Abitur am Ottonianum Suizid begangen haben, weil er in seiner Schulzeit von dem Geistlichen missbraucht wurde. ´Natürlich prüfen wir das nach`, so [Oberstaatsanwalt] Düsel. In den Akten habe sich aber kein Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen dem Internatsbesuch und dem Selbstmord finden lassen. Ebenso schwierig dürften sich die Ermittlungen im zweiten Fall gestalten. Nach Informationen der Redaktion hat sich 1991 ein ehemaliger Schüler des Bamberger Franz-Ludwig-Gymnasiums das Leben genommen, an dem Münkemer Religionsunterricht gehalten haben soll. Laut einer ehemaligen Grundschullehrerin des Schülers, die auch während dessen Gymnasialzeit Kontakt zu ihm und seiner Familie gehabt haben will, habe sich der Betroffene ab einem gewissen Zeitpunkt ´von einem Tag auf den anderen` abgeschottet und schließlich nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen tatsächlich umgebracht. Für die ehemalige Lehrerin besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Freitod und dem Kontakt des Schülers mit dem Geistlichen. Nach eigenen Angaben wurde sie in dieser Sache auch bereits von Ermittlungsbeamten vernommen." Weiterhin wird derzeit geprüft, ob der Domkapitular aus Kirchengeldern 10.000 Euro an die Eltern eines weiteres Missbrauchsopfers gezahlt habe.

Aktualisierung
- 20.1.2009: Die Staatsanwaltschaft Bamberg stellte das Ermittlungsverfahren gegen den Domkapitular am 19.1.2009 wegen "Verjährung" der Taten ein. Ist ein solcher Umgang mit den Taten vertretbar? Im Zusammenhang eines anderen Verfahrens forderte ein deutscher Anwalt in einem Brief an Papst Benedikt XVI., die Verjährungsfristen nicht in Anspruch zu nehmen (http://hpd.de/node/4658), damit Vorgänge vorbehaltlos aufgeklärt werden können. Dies sollte auch hier geschehen, gerade weil die Opfer sich oft erst nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten an die Öffentlichkeit trauen.

* Aus dem bis heute [2008] gültigen Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Bayern vom 29.3.1924, zuletzt geändert am 26.7.1988, Artikel 10, § 1 (a): "Der Staat wird die ... Domkapitel mit einer Dotation [= Zahlung] in Gütern und ständigen Fonds ausstatten ..."

 




20.7. / 22.7.2008 - Zum Papstbesuch: Mehrere demokratische Rechte in Australien außer Kraft gesetzt
- Kirchenkritischen Demonstranten drohen nach dem Weltjugendtag hohe Geldstrafen. Die australische Regierung hatte anlässlich des Besuchs des absoluten Herrschers der katholischen Kirche (siehe dazu den "unfehlbaren" römisch-katholischen Lehrsatz über die Unterwerfung unter den Papst) mehrere Gesetze geändert. So durften z. B. die Pilger zum Weltjugendtag weder "verärgert noch belästigt" werden. Wer es tut bzw. wem es unterstellt wird, soll Bußgelder bis zu 5.500,00 € bezahlen (Bayerischer Rundfunk online, 15.7.2008). Hierzu ist zu sagen, dass z. B. ein Flugblatt mit wahren Informationen über den katholischen Glauben natürlich bereits den einen oder anderen unwissenden Pilger "verärgern" kann. Auch das Demonstrationsrecht wurde massiv eingeschränkt. Obwohl der Papst vordergründig von "Religionsfreiheit" sprach, drohen jetzt antikatholischen Demonstranten "Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Euro" (Stern-TV, 16.7.2008) - ein Hohn und vielleicht ein Vorgeschmack auf ein neues katholisches Europa vom Ural bis ans Mittelmeer, so wie es viele Politiker und Würdenträger sich wünschen.
Doch überall, wohin der Papst auch reist: An jedem Ort trauen sich jetzt auch die Opfer der Priester und ihre Angehörigen auf die Straße - in Sydney wurden sie jenseits der "Pilgerströme" abgedrängt. Eine echte Entschuldigung des Papstes gab es auch in Australien nicht.

PS: Der Weltjugendtag mit Papstbesuch hat 92 Millionen Euro gekostet
(idea, 22.7.2008). Das sind ca. viermal mehr wie die beim Papstbesuch anlässlich des Weltjugendtages 2005 in Köln. Unklar dabei ist, welchen Anteil der australische Staat zahlen muss (vermutlich das meiste) und ob die Kosten für Polizei u.ä. hier überhaupt schon eingerechnet sind.

 




19.7.2008 - Australien: Opfer der Kirche beklagen: "Wir werden ausgeschlossen" -
Auch in Australien sind bereits 107 "Priester und andere Geistliche" wegen Sexualverbrechen an Kindern verurteilt worden. Zudem laufen weitere Prozesse, und vielfach wurden die Taten nicht an die Justiz gemeldet. Man geht von Tausenden von Sexualverbrechen aus. Und gegenüber dem Erzbischof von Sydney, Kardinal George Pell, gibt es Vorwürfe der Vertuschung (Bild, 19.7.2008) - ein Grund, dass der Papst die Verbrechen auch in Australien öffentlich "zutiefst bedauere". Die Kirche müsse die Opfer mit "größtem Mitgefühl" behandeln. Seine Aussagen werden von der Kirchenopfer-Organisation "Broken Rites" insgesamt jedoch als "halbherzig" bezeichnet: "´Wie kann er sagen, dass er das Leid der Opfer teilt, wenn wir nicht einmal mit ihm sprechen dürfen! Wir werden ausgeschlossen`", so ein Opfersprecher laut Focus online (19.7.2008). Die Zeitung weiter: "Die Missbrauchsopfer werfen der katholischen Kirche in Australien ´jahrelange Vertuschungsversuche` und ein Verzögern von Entschädigungsverfahren vor."
Vor den verschlossenen Kirchentoren warteten auch Barbara und Anthony Foster, deren beide Töchter in der Grundschule vom römisch-katholischen Priester mehrfach vergewaltigt worden sind. "Beide Kinder wurden schwer geschädigt. Eine Tochter ist psychisch krank, die andere beging vor sechs Monaten Selbstmord. Die Eltern hatten darauf gehofft, mit dem Papst sprechen zu können"
(Focus online, 19.7.2008)
. Der Vater der beiden Opfer: "Der Papst hat uns nicht gehört. Die Kirche will sich nicht wirklich um uns kümmern."

 




18.7. / 19.7.2008 - Unheilvolle Zwangserziehung - Der Papst und die katholisch gewordenen Ureinwohner Australiens -
Unter den Teilnehmern an den derzeit stattfindenden Papstmessen in Australien sind auch viele Aborigines, Ureinwohner des australischen Kontinents. Die Mehrheit der noch ca. 450.000 Aborigines besitzt mittlerweile die römisch-katholische oder anglikanische Konfession. Dies hat damit zu tun, dass bis in die 1970er-Jahre hinein den Aborigines-Eltern per Gesetz ihre Kinder weg genommen wurden. Diese wurden dann in speziellen Heimen z. B. zu Katholiken oder Anglikanern erzogen (siehe z.B. http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Australien-Aborigines;art123,2475784).

Ursprünglich hatten die Aborigines ihre eigene Religion. Hierzu einige kurze Anmerkungen: "Die Ureinwohner Australiens ... kennen weder Himmel noch Hölle, weder Päpste noch Pastoren. Dennoch sind sie keine Gottlosen. Das Land - ihr Land - ist ihnen heilig. Nirgendwo sonst kommt die tiefe Verwurzelung der Aborigines mit ihrem Land stärker zum Ausdruck als in ihren religiösen Anschauungen. Nach der Vorstellung der Aborigines wurde das Land von so genannten Ahnen- oder Schöpferwesen geschaffen. Diese schwebten einst über die körperlose Urmasse und gaben ihr Gestalt in Form von Bergen, Flüssen und Tälern. Gleichzeitig schufen sie alles Leben. Ob Tier, Pflanze oder Mensch, alles und jeder erhielt seinen Sinn und seine Aufgabe und dadurch seine Bedeutung im universellen Ganzen. So begegnet jeder Aborigine allem Erschaffenen mit tiefem Respekt ... Nach getaner Arbeit zogen sich die Schöpferwesen wieder zurück in die Tiefe der Ozeane, in unterirdische Höhlen oder in den Himmel. Von dort aus beobachten sie ihr Land und wachen über die Einhaltung der Gesetze. Sie sind allgegenwärtig und können zu jeder Zeit und an jedem Ort Einfluss nehmen, auf das Leben eines jeden Aborigines. Von dem Wirken dieser Schöpferwesen, ihrer göttlichen Kraft und Weisheit erzählen die Geschichten der Traumzeit" (zit. nach Australienweit, Verlag 360°, Gamehl 2005). Oder: "Jedes Geschöpf besitzt eine Seele und ist heilig, denn es ist die Erscheinungsform einer göttlichen Ordnung, und dieser Ordnung zollt der Aborigine Respekt. Er weiß, dass er nur ein kleiner Teil der Natur ist und handelt nach diesem Jahrtausende alten Wissen. Niemals würde er das von ihm bewohnte Land besitzen wollen, denn er ist sich seiner hohen Verantwortung für seinen Lebensraum bewusst" (zit. nach http://www.paganforum.de/traeume/1684-traumzeit-schoepfungszeit.html).

Dieser Glaube ist für die katholisch gewordenen Aborigines jetzt vorbei. Jetzt gilt z. B., das Tiere keine unsterbliche Seele hätten und Massentierhaltung, Tierversuche und vieles grausame Tierleid mehr zum angeblichen Wohle des Menschen erlaubt seien - auch die Ausbeutung des Planeten im Sonderinteresse des Menschen, denn der kirchliche Gott habe den Menschen den Befehl gegeben "Macht euch die Erde untertan" und "herrscht" über die Tiere (1. Mose 2, 15; vgl. dazu Der Theologe Nr. 7, Teil 4). Auch wenn der Papst und die Katholiken natürlich ebenfalls von "Bewahrung der Schöpfung" und von Umweltschutz sprechen, so muss alles weiterhin der angeblichen "Krone der Schöpfung", dem maßlosen Menschen, untertan sein - was sich die Erde jedoch nicht mehr bieten lässt. Sie schüttelt sich in so genannten "Naturkatastrophen" wie im Fieber, und es wird immer mehr schwerer für ihre Bewohner.

Für die Kirchenchristen scheint ihr Glaube an den jenseitigen Himmel nun ein Ausweg. Doch im katholischen "Himmel" werden die überwiegend zwangsweise katholisch gewordenen Aborigines später keinen Tieren mehr begegnen - dafür aber 200 Päpsten. Denn jetzt gilt für sie nicht mehr das überlieferte Wissen der Vorfahren, sondern z. B. die Lehre des Kirchenheiligen Thomas von Aquin, der z. B. schrieb: "Also ist auch die Seele des Tieres unfähig, immer zu existieren" (Summa contra gentiles II, 82). Daraus folgert der heilig gesprochene Kirchenlehrer, "dass die Tierseele mit dem Körper zugrunde geht".
Überlegt sich der Aborigine z. B. angesichts dieser Lehre und vielem mehr
(siehe z. B. Der Theologe Nr. 18), zu der Aborigines-Religion der Einheit aller Lebensformen zurückzukehren, schüchtert ihn die katholische Kirche auf massivste Art und Weise ein: Dann müsse er nämlich nach seinem Tod in die ewige Hölle (siehe z. B. in Der Theologe Nr. 18; vgl. Der Theologe Nr. 19). Das ist zwar Unsinn (vgl. dazu Der Theologe Nr. 2)
. Aber leider sind noch immer viele Menschen dafür empfänglich.

 




8.7.2008 - Neu: Die katholische Kirche und der Holocaust -
Der Theologe Nr. 4 trägt den Titel Die evangelische Kirche und der Holocaust. Die Dokumentation erhält aber auch zahlreiche Verweise auf die Verantwortung der römisch-katholischen Kirche. Z. B. Synodenbeschlüsse gegen die Juden, welche von den Nationalsozialisten wieder aufgegriffen wurden. In dem Auszug Die katholische Kirche und der Holocaust sind nun alle Stellen aus der Dokumentation zusammengefasst, welche die römisch-katholische Kirche betreffen.

 


 

Aus den Texten kann wie folgt zitiert werden:
Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Der Theologe aktuell, 2.Halbjahr 2008, Wertheim 2008, zit. nach http://www.theologe.de/2008-2.htm,
erweiterte Fassung vom 25.12.2013

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