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Klarstellung:
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23.12. -
Verhöhnung von Christus - 10.000
sterbende Kinder pochen jeden Tag an die Tore des Vatikan
18.12. -
Ratsvorsitzender des Diakonischen Werkes wegen sexueller Vergehen an
Diakonen-Schülern angezeigt
10.12. -
Wann lässt der
deutsche Innenminister die katholische und die evangelische Kirche
verbieten?
29.10. -
Katholik als "einer der kaltblütigsten Täter der
deutschen Justizgeschichte"
27.10. -
Riekhofen:
Kindsmissbrauch
- Bischof Müller lehnt Entschuldigung weiter ab und
beruft sich auf Papst
27.10. -
Vom Dienst entbunden - verspielte
stellvertretender Dekan Spendengelder in Spielcasinos?
22.10. -
Ex-Priesteramtskandidat vergewaltigte wahrscheinlich über 200 Kinder
21.10. -
Islamische Schulbücher: Mehr Toleranz
als vermutet
18.10. -
Vergewaltigung von
Kindern im evangelischen Dorf Eschenau - Aktualisierung
22.9. -
Pädophile
Priester: Eltern können ihre Kinder nur selbst schützen
22.9. -
Fotos
von SS-Personal in Auschwitz veröffentlicht - Kirche verhalf
Kriegsverbrechern zur Flucht
21.9. -
Riekhofen: Verhöhnung
- Bischof Müller vergleicht
verfehlte Personalpolitik
mit
Jesus von Nazareth
21.9. -
Kampf der
Kulturen in Deutschland: Katholische Politiker wollen Islam klein halten
19.9. -
Streng gläubige Katholikin warf ihr
Neugeborenes aus dem 10. Stock
17.9. -
Riekhofen:
"Schweigegelder"
der Kirche als Deckung für einen
pädophilen Priester.
Und
dieser macht weiter
15.9. -
Unser Planet geht zugrunde - und die
Kirche warnt vor den Warnenden
13.9. -
Was steckt
hinter der "Maske" von "Mutter Theresa"?
13.9. -
"Euthanasie" im Dritten Reich - Die
Unterstützung der Ermordung Behinderter durch die Kirche
8.9. -
Papst in
Österreich: Der symbolische und der reale Niedergang des Papsttums
6.9. -
Papstbesuch in Österreich -
Informationen für die Bevölkerung
4.9. -
Riekhofen: Katholischer
Priester wegen Sexualverbrechen verhaftet /
Ein Ministrant sollte mindestens
18 sein
24.8. -
"Haftpflichtschaden" - Versicherungen
zahlen für Sexualverbrechen von Priestern
24.8. -
EKD-Repräsentant: Antisemitismus Anfang
des 20. Jahrhunderts mit islamkritischer Stimmung
von
Juden heute
verglichen
17.8. - Ministrant
von Dekan zu sexuellen Handlungen gezwungen?
15.8. -
Afghanistan, Irak: Kriege geraten immer
mehr außer Kontrolle
30.7. -
Israelitische
Kultusgemeinde möchte Umbenennung der Hans-Meiser-Straße in Bayreuth
26.7./14.8. -
Kater ahnt Tod von
Heimpatienten voraus
/ Tierversuche und seelische
Krankheitsursachen
21.7. -
Römisch-katholische
Exorzisten: Harry Potter "öffnet dem Teufel einen Weg"
19.7. -
Ehemalige Meiserstraße: Aufklärung statt
kirchliche Verlogenheit
18.7. -
Gegen den
erbitterten Widerstand der evangelischen Kirche:
Meiserstraße in München wird umbenannt
15.7. -
Sexualverbrechen von Priestern: 660 Millionen Dollar für 500 Opfer in der
Diözese Los Angeles
14.7. -
Bei Anschluss der
Evangelischen an den Vatikan - Staat könnte viel Geld sparen
8.7. -
Gegen Klimakatastrophe
und Intoleranz: Wird in Deutschland der Bock zum Gärtner gemacht?
7.7. -
Heinrichsfest:
Katholisches Bamberg feiert Kriegsverbrecher
7.7. -
Katholischer Priester wegen Beteiligung an sieben Morden und 31 Folterungen
angeklagt
6.7. - Meiserstraße in
München - Einzelne Kirchenvertreter immer unverfrorener
23.12.2007 / 5.1.2008 -
Verhöhnung von
Christus - 10.000 sterbende Kinder pochen jeden Tag an die schweren Tore des
Vatikan - Maria und Josef (der leibliche Vater von Jesus) reisten
einst unter schwierigsten Umständen nach Bethlehem zur angeordneten
Eintragung in die Steuerlisten. Maria war in großer Sorge um ihr Kind, denn
sie stand kurz vor der Entbindung. In Bethlehem angekommen, fand die Familie
in klirrender Kälte schließlich keine Unterkunft, wo Maria
ihr Kind hätte zur Welt bringen können. Auch hatten sie kaum etwas zu essen.
Liebe Mütter, die Sie das jetzt lesen: Erinnern Sie sich, als Sie ihr erstes
Kind zur Welt brachten, um vielleicht zu ahnen, wie es wohl Maria ergangen
ist!
Doch
eine Frau erbarmte sich und gab ihnen wenigstens ein Dach über den Kopf, den
Stall, wo die Körper der Tiere den Menschen wenigstens ein klein wenig Wärme in der
eisigen Nacht spendeten. Die Kirche hat aus diesem dramatischen Ereignis ein
Götzen-Kitsch-Fest gemacht: mit Wachsfigürlein in der Krippe (anstatt auf
den späteren erwachsenen Jesus zu hören), mit Leben zerstörenden Kulten (z. B.
abgeschlagenen Bäumen*) und mit Abermillionen brutal hingemetzelter Tiere für
den Gaumengenuss (dem alljährlichen Massaker an "Ochs und Eselein" zum Wohle der
menschlichen Leiber).
Auch heute sind Maria und Josef wieder auf
Herbergssuche. Und jeden Tag mit ihnen Tausende verhungernde und erfrierende
Menschen. Und so pochen jeden Tag auch 10.000 verhungernde Kinder an die
schweren Tore des Vatikan. Doch die Goldschätze der Priester sind für sie
unerreichbar. Die Priester rufen immer nur ihre Gläubigen zum Spenden auf.
Sie selbst tasten das Milliardenvermögen ihrer Institution mit ihren
goldverbrämten Kirchenschätzen nicht an. Sie schwenken ihr Weihrauchfass
über ihre kulinarischen Feste und verkünden dabei haarsträubende Dogmen und
Lehren, die sie aus dem antiken Heidentum übernommen hat
- wie z. B. eine angebliche Jungfrauengeburt Marias. Was soll denn so
schlimm daran gewesen sein, wenn sich Maria und Josef ein Kind wünschten und
dies in gegenseitiger Liebe zeugten? Schlimm ist das nur für die
Geheimniskrämer im Vatikan, die den natürlichen Zeugungsakt verteufeln (er
soll angeblich eine Erbsünde übertragen, die ohne kirchliche "Vergebung" in
die ewige Verdammnis führen soll), während Tausende von Pädophilen in ihren
Reihen sich an Kindern sexuell vergehen.
Vielleicht könnte man zum Thema "Liebe" noch sagen: Gott liebt natürlich
auch die Priester. Aber Er liebt sie nicht als Priester. Er hat nie Priester
gewollt. Und wenn diese nicht umkehren, werden sie spätestens als Seelen im
Jenseits erleiden, was sie anderen angetan haben, weil die angebliche kirchliche
Absolution von Sünden bzw. die angebliche Minderung von Sündenstrafen ein weiterer Unsinn ist,
den die Kirche ebenfalls aus Götzenkulten hergeleitet hat. Denn kein
Priester kann so etwas. Weder ein römisch-katholischer noch ein anderer. Die Menschen können sich immer nur gegenseitig
vergeben, und überall, wo dies geschieht, kommt ein
Segen über die Menschen. Dazu braucht es jedoch keine Priester und
Pfarrer. Denn Priester können natürlich auch nicht segnen. (Sie tun nur so.)
Hier eine kleine Geschichte für ein Weihnachtsfest ohne Kirche:
http://www.theologe.de/weihnachtsgeschichte.htm
Und hier eine Erzählung über die Geburt von Jesus ohne die kirchlichen
Verfälschungen:
http://www.theologe.de/jesus_geburt.htm
* Der Brauch,
einen Baum zu schmücken, stammt aus der Wintersonnenwende des antiken
Mithras-Kults. Dort wurden die Bäume jedoch nicht abgehackt. Und die Römer
oder Menschen in nordischen Ländern begnügten sich mit einigen Zweigen, mit
denen sie ihre Wohnungen schmückten. Erst im kirchenchristlichen Abendland
im Mittelalter begann man dann mit der Barbarei, im Saft stehende Bäume zu
Hunderten und heute gar zu Millionen (alleine 16 Millionen in Deutschland)
abzuhacken und dann geschmückt langsam sterben zu lassen. Zwar sprach die
offizielle Kirche zunächst noch von einem "heidnischen" Brauch und
befürwortete als "Waldbesitzerin" verständlicherweise die Plünderung "ihres"
Waldes nicht. Doch ist es kein Zufall, dass die Barbarei an der Natur sich
in ihrem Umfeld entwickelte. Denn die Kirche lehrt, dass Tiere und Pflanzen
unbeseelte sterbliche Wesen bzw. Objekte sind, die keinen oder kaum Schmerz
empfinden und mit ihrem Tod zugrunde gehen (siehe dazu
Der Theologe Nr. 7). Nur der Mensch sei
voll schmerzempfindlich und habe angeblich eine unsterbliche Seele. (PS: Doch wie ärmlich müsste
es in einem "Himmel" zugehen, wo man zwar auf über 200 ehemalige Päpste
treffen würde, jedoch auf kein einziges Tier?) So hatten zuerst die evangelische und dann
auch die römisch-katholische Kirche bald den größten abgeschlagenen Baum in
einem Dorf oder einer Stadt.
18.12. / 23.12.2007 -
Ratsvorsitzender des Diakonischen Werkes angezeigt - Er soll
sich an Diakonen und Diakonie-Schülern sexuell vergangen haben -
Das Diakonische Werk der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern kommt
nicht zur Ruhe. Erst im Oktober wurde ein ranghoher Pfarrer vom Dienst
suspendiert, da er Spendengelder veruntreut hat (siehe
hier). Es wird vermutet, dass diese in
tschechischen Casinos verspielt wurden. Nun ist einer der Obersten, der
Ratsvorsitzende des Diakonischen Werkes in Bayern, Karl Heinz Bierlein von
allen Ämtern zurückgetreten. Ihm werden sexuelle "Grenzüberschreitungen" an
Untergebenen zur Last gelegt. Die Betroffenen werden psychologisch betreut.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 15.12.2007: "Bierlein
gehört zu den wichtigsten Sozialmanagern in Bayern, ist Träger des
Bundesverdienstkreuzes. Die Rummelsberger Anstalten der Diakonie
beschäftigen 6100 Mitarbeiter in 170 Sozialeinrichtungen - darunter
Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen. Auch
ein geschlossenes Heim für verhaltensauffällige Jugendliche gehört dazu. Für
2006 meldete das Unternehmen eine Bilanzsumme von 522 Millionen Euro.
Bierlein stand seit 1997 an der Spitze der Rummelsberger Anstalten"
(http://www.sueddeutsche.de/,ra13l1/bayern/artikel/815/148463/).
Unser Vorschlag: Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ist
seit Ende der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland führend
in der Bekämpfung religiöser Minderheiten. In dieser Kirche gab es z. B. den
ersten deutschen Sektenbeauftragten, Pfarrer Friedrich Wilhelm Haack
(siehe hier), und er und sein
Nachfolger Wolfgang Behnk (seit 1992; siehe auch
hier) gingen mit besonderer Schärfe und
Gemeinheiten gegen Andersdenkende vor. Die skandalgeschüttelte evangelische
Kirche in Bayern könnte hier ab sofort etwas ändern: Anstatt
Lügen, Verleumdungen und haarsträubende Spekulationen über Andersgläubige zu
verbreiten, soll sich ein Beauftragter in Zukunft um die Verbesserung von
Ethik und Moral in der eigenen Kirche kümmern. Sollte die Kirche jedoch
einen solchen Beauftragten für unnötig halten, sollten die Gläubigen auch
nichts mehr spenden.
Die weitere Entwicklung: Psycho-Experimente: Diakonie-Chef soll
Studenten auch mit Metallklammern und Stockschlägen traktiert haben.
Siehe dazu:
http://mobil.sueddeutsche.de/inm/sz/dqgxei307nd9;jsessionid=67A2515B36F1CBAACCAF91C18B290CA3.app102A2
10.12.2007 -
Wann lässt der
deutsche Innenminister die katholische und die evangelische Kirche
verbieten? - Pünktlich zur Vorweihnachtszeit geben sich die
Politiker meist besonders scheinheilig und kirchenhörig. So will der
deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble (evangelisch-lutherisch, CDU) die
umstrittene Scientology-Organisation verbieten lassen und alle Innenminister
der Bundesländer seien sich darin einig "dass wir Scientology für
eine nicht mit der Verfassung vereinbare Organisation halten". "Die
Scientology-Organisation weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück"
(Die Welt, 8.12.2007). Hierzu ist anzumerken: Die
Innenminister sind entweder alle oder nahezu alle Mitglieder der
römisch-katholischen bzw. der evangelisch-lutherischen Kirche.
Ob die Vorwürfe gegenüber Scientology zutreffen, haben wir nicht geprüft.
Wir können jedoch nachweisen, dass diese zumindest auf die beiden
Großkirchen zutreffen. So heißt es z. B. in der Welt: "In
einem Urteil stellte das Verwaltungsgericht Köln ´tatsächliche
Anhaltspunkte` dafür fest, dass Scientology Bestrebungen gegen die
freiheitlich demokratische Grundordnung verfolge. Wichtige Grund- und
Menschenrechte wie die Menschenwürde oder das Recht auf freie Entfaltung der
Persönlichkeit werden bei Scientology außer Kraft gesetzt oder
eingeschränkt. Außerdem strebe die Organisation eine Gesellschaft ohne freie
Wahlen an." Tatsächlich gibt es in der katholischen Kirche
eine Hierarchie ohne demokratische freie Wahlen, und die Machtverhältnisse
werden dort von der Spitze her bestimmt. Außerdem müssen nach kirchlichen
Lehren die meisten Menschen nach deren Tod in eine grausame nie mehr endende
Verdammnis (siehe Der Theologe Nr. 19),
was nichts mehr mit Menschenwürde zu tun hat - und vieles andere mehr
(vgl. z. B. Der Theologe Nr. 18). Die
evangelisch-lutherische Lehre leugnet zudem einen freien Willen in
Glaubensdingen (vgl. z. B. Der Theologe Nr. 1
und Der Theologe Nr. 35).
Der Mensch sei entweder vom kirchlichen Gott zum "Heil" vorherbestimmt oder
die "andere Macht" würde dies verhindern. Hinzu kommen unzählige Verstöße
beider Großkirchen gegen freiheitlich-demokratische Prinzipien (vgl. z.
B. Der Theologe Nr. 12 und
Der Theologe Nr. 23). Und wenn
Scientology vorgehalten wird, dass man dort "die obersten Ebenen der
deutschen Regierung erreichen" wolle, dann haben das die beiden Kirchen
längst geschafft. Und auch, was den Vorwurf der "Expansionsbestrebungen für
die ganze EU" betrifft, so ist das ein zentrales Interesse des Vatikan. Und
die Kirchen haben diese "obersten Ebenen der deutschen Regierung" nicht nur
erreicht, sondern der Staat wird mehr oder weniger von der Kirche und ihren
Interessen kontrolliert (siehe Der Theologe
Nr. 23). Kein Wunder also, dass man hier keine Konkurrenz möchte.
Würden es also die Politiker ehrlich meinen und nicht nur als scheinheilige
Büttel ihrer Kirche handeln, dann müssten sie dieselben Maßstäbe wie an
Scientology auch an ihre eigene Kirche anlegen. Und dann könnte man auch
fragen: Wann möchte der deutschen Innenminister die katholische und die
evangelische Kirche verbieten lassen?
29.10.2007 -
Katholik als "einer
der kaltblütigsten Täter der deutschen Justizgeschichte" - Ronny
Rieken brachte in den 90er-Jahren zwei Mädchen um, vergewaltigte mindestens
14 weitere. Er war Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Die ARD
bringt um 21 Uhr eine Dokumentation. Welche Bedeutung hat die
Konfessionszugehörigkeit? Um die konfessionellen Weltanschauungsbeauftragten
zu fragen: Wie hätten sie reagiert,
wenn Rieken keiner der "Söhne und Töchter der Kirche" gewesen wäre, sondern einer religiösen
Minderheit angehört hätte?
Siehe
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,513506,00.html.
27.10.2007 / 18.3.2008 -
Kindsmissbrauch:
Bischof Müller lehnt Entschuldigung weiter ab und beruft sich auf den Papst
- Obwohl er einen wegen Kindsmissbrauchs vorbestraften Priester wieder im
Gemeindedienst einsetzte, wo dieser erneut Kinder missbrauchte, lehnt
Bischof Gerhard Ludwig Müller aus Regensburg weiter eine Entschuldigung
kategorisch ab und weist alle Kritik von sich. Der Bischof wörtlich:
Der einzige Vorgesetzte eines Bischofs sei der Papst, "und von
dieser Seite habe ich noch keine Kritik gehört" (Süddeutsche Zeitung,
27.10.2007).
Bischof Müller hat in der Tat Recht. Was in der Kirche zählt, ist, was
der Papst sagt, und ansonsten, was der Bischof sagt. Die Kirchenschafe
müssen den Kirchenherrschern in Regensburg, Rom und anderswo nur ihr üppiges
Leben aus Predigen, Repräsentieren und Anderen-sagen-wo-es-lang-geht bezahlen,
und sie haben ansonsten im Konfliktfall zu gehorchen. Und solange sie weiter
gehorchen und zahlen, werden sie von ihren Oberhirten auch weiter so
gedemütigt. Sie haben es vermutlich nicht anders verdient.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom 21.9.
17.9.
4.9.
Lesen Sie dazu auch die Informationsschrift der Freien Christen Nr. 1:
Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein -
Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein.
Aktualisierung: Priester zu drei Jahren Haft verurteilt / Justiz und
Bischof kritisieren sich gegenseitig; siehe z. B.
http://www.br-online.de/bayern1/mittags-in-niederbayern-und-der-oberpfalz/riekofen-regionalnews-prozess-ID1205232408718.xml?_requestid=135428.
http://www.haz.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,547814,2
http://www.stern.de/panorama/:Sexueller-Missbrauch-Drei-Jahre-Haft-Psychiatrie-Pfarrer/614099.html
27.10.2007 -
Mindestens 25.000 Euro fehlen - Stellvertretender Dekan wegen Verdachts der
Veruntreuung vom Dienst entbunden - verspielte der Spendengelder in
Spielcasinos? - Lesen Sie die Meldung
hier.
22.10.2007 -
Ex-Priesteramtskandidat vergewaltigte wahrscheinlich über 200 Kinder
- Der gläubige Katholik Christopher Paul Neil (32) aus Maple Rich/Kanada
soll "Hunderte Kinder" vergewaltigt haben - offenbar allesamt Jungen, die
jüngsten sechs Jahre alt (Bild, 20.10./22.10.2007). Neil wollte
ursprünglich Priester werden und ließ sich von 1995-1999 im Priesterseminar
zum katholischen Würdenträger ausbilden. Kurz vor Ende der Ausbildung brach
er diese jedoch ab und arbeitete als Englischlehrer und Jugendbetreuer in
Südkorea, Vietnam und Thailand. Dort wurde er jetzt verhaftet.
Lesen Sie dazu auch "Der Theologe Nr. 24
a": Sex-Verbrechen - und Vergehen in der Kirche
21.10.2007 -
Islamische Schulbücher: Mehr Toleranz als vermutet - Während in
deutschen Schulbüchern auch friedfertige kleinere Religionsgemeinschaften
als "gefährliche Sekten" verhetzt und verleumdet werden, rechtfertigen
Vertreter der großen Kirchen die Verleumdungen manchmal mit dem Hinweis: Diese
seien harmlos im Verhältnis zur religiösen Intoleranz in islamischen
Ländern. In diesem Zusammenhang überraschte eine Studie des Erlanger
Religionspädagogen Johannes Lähnemann, wonach islamische Schulbücher
toleranter seien als von kirchlichen "Fachleuten" vermutet. Siehe dazu
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Islam-Christentum;art772,2404114
Neu: Eine Zusammenstellung der Meldungen über Kirche,
Christentum, Islam und Islamismus finden Sie in
Der Theologe Nr. 36
18.10.2007
-
Vergewaltigung von Kindern im
evangelischen Dorf Eschenau
-
Eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse und
eine Aktualisierung siehe hier.
23.9.2007 -
Eltern können ihre Kinder nur selbst vor der Gefahr pädophiler
Priester schützen - Der Regensburger Bischof Ludwig Müller hat seine
Entscheidung, einen wegen pädophiler Vergehen in Viechtach verurteilten Priester
in Riekhofen wieder in
der Gemeinde- und Kinderseelsorge einzusetzen und niemanden vor Ort darüber zu
informieren, noch einmal als "wohlbegründet" gerechtfertigt (Fränkische
Nachrichten, 22.9.2007; siehe dazu unsere weiteren Meldungen, z. B.
hier). Der betroffene Pfarrgemeinderat klagte
zuvor,
das Bistum habe sich auf ein "grausames Experiment mit der Seele von Kindern
eingelassen" (Main-Post, 7.9.2007), doch der Bischof gibt alleine dem
Täter die Schuld.
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Klarstellung:
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28.6. -
Neu: Der Theologe Nr. 35: Gefährliche Rechtfertigungslehre - "Allein der Glaube"
führt in Abgrund
24.6. -
Nahezu täglich getötete
Zivilisten: Der heimliche Krieg wird immer brutaler
17.6. -
Vergewaltigungen
von Kindern in "evangelischem" Dorf
15.6. -
Areal für
Baumbestattungen auf Friedhof - "Nicht vom Priester gesegnet" als neues
"Güte-Siegel"?
11.6. -
US-Präsident Bush: Im Dienst der
katholischen Interessen auf dem Balkan?
10.6. -
Kardinal Lehmann möchte in
Saudi-Arabien eine Messe lesen - praktische Schritte dorthin
7.6. -
US-Präsident George W. Bush: Nach dem Tod einst gleich ins Paradies?
5.6. -
München: Christuskirche in
Bischof-Meiser-Kirche umbenennen
2.6. - Spanien:
Gleich nach Herzstillstand werden Patienten ausgeweidet
1.6. -
Katholisches Bayern: "Ein
Bär kann kein Grundrecht haben"
25.5. -
Beliebte katholische
Religionslehrerin fristlos gefeuert. Sie unterrichtete auch Evangelische
Religion
11./28.5.-
Evangelisch-lutherische
Landesbischöfin Käßmann: Scheidung mit Bibelverbiegung verbrämt
18.5.
- Nach
sexuellem Übergriff durch Bischofsvikar und Stellvertreter des Kardinals: Frater
in Psychiatrie
7.5. -
Brasilien:
"Papierkugel-Priester"
Frei Galvao heilig gesprochen
- Empörung der Indianer
30.4. -
Gegenseitige Taufanerkennung: Wer will noch
alles mit in den Bauch der Hydra?
25.4. -
Jesus war ein Mann des Volkes, kein
Intellektueller
22.4. -
Neu - "Der
Theologe Nr. 32": Die Sakramente und Rituale der Kirche
18.4. -
Evangelische Serientäterin vor Gericht: Vier, fünf, sechs oder mehr Menschen
getötet
14.4. -
Ministerpräsident
Oettinger unterschätzte Unterschied
zwischen Politikern und Kirchenmännern
12.4. -
Kirche: Tödliche Messerstecherei,
Selbstmord, Unterschlagung, Erpressung, Drogenhandel
10.4. -
Opus Dei - der Motor der katholischen
Kirche: Tugend durch Abtötung?
30.3. -
Katholischer Journalist
begründet Ermordung von Tieren mit Auferstehung von Jesus
24.3. -
Einzige Demonstration "gegen
Nationalsozialismus" in München?
Landesbischof
verteidigt Meiserstraße
20.3. -
Vergebungsbitte der Kirche im Bamberger Dom
- ehrlich oder Taktik?
13.3. -
"Wir fliegen in den Krieg" - Deutschland im heimlichen
Angriffskrieg
28.2. - Fehlende
Austrittsbescheinigungen -
Großkirchen
erschleichen sich Hunderttausende von Euro
28.2. -
Das Jubiläum rückt näher: 1517-2017: 500
Jahre Reformation - Evangelische Kirche ist nicht christlich
28.2. -
Nach Kirchenaustritt: "Kirche outet Homosexuellen"
26.2. -
Streit um Sex: Bibeltreuer "Christ" ersticht
seinen Sohn
25.2. -
Menschen haben sich ihren besten Freund zum
Feind gemacht: Die Erde schüttelt ihren Peiniger ab
11.2. -
München: Evangelische Kirche will
antisemitischen Bischof weiter ehren
23.1. - Bistum
Würzburg feiert Bischof-Stangl-Jahr 2007 / Bischof genehmigte tödlichen
Exorzismus
20.1. - Evangelischer
Kirchentag in Köln: Kirche ist nicht christlich
13.1. -
"Hostienschändung"
schlimmer als Kinderschändung? Dekan wendet körperliche
Gewalt an
11.1. -
Hoher katholischer
Kirchenjurist: 1.010 Kinderporno-Bilder auf dem Computer
11.1. -
2007: Die Kirche
feiert. Bereuen wäre besser.
7.1. -
Gefahr eines großen Krieges wächst
5.1. -
"Grenzüberschreitung": "Perverser Pfarrer
belästigte Kinder"
1.1. -
Neu -
"Der Theologe Nr. 31": Das Leid von Natur und Tieren im kirchenchristlichen
Abendland
28.6.2007 - Neu: "Der Theologe Nr. 35" -
Gefährliche Rechtfertigungslehre: Allein der Glaube führt in den Abgrund.
Lesen Sie
hier.
24.6. / 28.6.2007 -
Nahezu täglich getötete Zivilisten: Der heimliche
Krieg wird immer brutaler: Im
Oktober 2001 glaubte die NATO noch, in relativ kurzer Zeit die islamistische
Taliban-Regierung in Afghanistan wegbomben und einen Staat nach westlichen
Prinzipien aufbauen zu können. Und auch die deutsche Regierung aus SPD und
GRÜNEN beteiligte sich in einer "historischen" Entscheidung an diesem Krieg (die
nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Jugoslawien im Jahr 1999*
nicht mehr so schwer fiel). Am 5.10.2001 rief die NATO wegen des Anschläge in
New York (deren Hintergründe bis heute nicht wirklich geklärt sind) den
"Bündnisfall" aus. Man sprach von einer "Verbindung" zwischen den Terroristen
und der afghanischen Regierung, und der Krieg gegen Afghanistan begann am
7.10.2001. Offiziell sagte man, bei dem Krieg handle sich um "kollektive
Selbstverteidigung" (NATO-Vertrag, Artikel 5). Es gehe darum, "unsere
Sicherheit" am Hindukusch zu "verteidigen", wie der damalige
SPD-Verteidigungsminister Peter Struck den Bürgern auf einer Pressekonferenz am
5.12.2002 weis zu machen versuchte (vgl.
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/weissbuch/strutynski.html).
Doch die deutschen Wohnzimmer-Strategen unterschätzten die Taliban. Zwar wurden
sie schnell aus der Regierung vertrieben. Doch fast sechs Jahre später ist der
Afghanistan-Krieg immer noch nicht "gewonnen" und brutaler denn je. Täglich
sollen zuletzt jeweils Dutzende Taliban liquidiert worden sein, doch es scheinen
nicht weniger zu werden. Zuletzt erreichten auch nahezu täglich Meldungen über
"bedauerlicherweise" von der NATO bzw. der ISAF (International
Securitiy Assistance Force) getötete Zivilisten die Öffentlichkeit. Und
bei einer Kriegsberichterstattung erfährt man ja meist nur etwas von der Spitze
des Eisbergs.
Einige der aktuellen Meldungen:
NATO-Soldaten überschritten versehentlich die Grenze zu Pakistan und töteten
Zivilisten in einem Haus (Bild, 24.6.2007). / Bei einem US-Angriff auf
ein kleines Hotel in Pakistan wurden zwölf Zivilisten zerfetzt. / Laut
pakistanischer Polizei wurden bei einem weiteren Angriff weitere 20 Zivilisten
getötet (Spiegel online, 24.6.2007). / Erst vor einem Tag waren in
einem afghanischen Dorf neben 20 Taliban auch 25 Zivilisten getötet, darunter
neun Frauen und drei Babies (Focus online, 22.6.2007; siehe bereits unsere
Meldung hier bzw.
http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan_aid_64211.html) usw. usw.
Um aus den Bewohnern Afghanistans mehr
Informationen über die Taliban herausholen zu können, wenden die von den USA
geführten Truppen auch Folter und Schein-Exekutionen an. Focus online
schreibt: "US-Soldaten rechtfertigten die Gewalt gegen die afghanische
Bevölkerung pauschal: ´Die Afghanen haben eine andere Kultur`, sagte Captain
Brad McCoy vom Führungsstab der aktuellen Operation ´Maiwand`. ´Wir sind nicht
dazu da, ihre Kultur zu verändern`"
(http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan_aid_64306.html).
Noch immer hat die deutsche Regierung
offenbar nicht verstanden, dass Krieg immer nur wieder mehr Krieg bringt und
dass eine solche Politik den Krieg auch ganz allmählich ins eigene Land bringt.
So wenden die deutschen Regierungen keinen Schaden vom Land ab, wozu sie
verpflichtet wären, sondern sorgen durch die Kriegsbeteiligung Deutschlands
(siehe dazu die Aussage des deutschen Ministers Franz-Josef Jung
unten) täglich für die Eskalation der
Schäden. Dabei gehen die Politiker sehr leise vor, um die deutsche Bevölkerung
nicht zu verschrecken. So kämpfen offenbar auch schon 100 deutsche "Soldaten der
Elitekampftruppe ´Kommando Spezialkräfte`; sie operieren im Verborgenen an der
Seite der US-Truppen und ihrer "Koalition der Willigen". Wie man hört,
beiderseits der afghanisch-pakistanischen Grenze"
(http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/weissbuch/strutynski.html).
Dabei lassen sich die deutschen Politiker von den Kirchen, die den
Afghanistan-Krieg von Anfang an mit dem üblichen "Wenn und Aber" "legitimierten"**,
mitunter in trügerische "Sicherheit" versetzen. Und seitdem im Jahr 1985 das 5.
Gebot von "Du sollst nicht töten" in "Du sollst nicht morden" geändert wurde
(neue Einheitsübersetzung der Bibel), können auch die Kirchenvertreter das
Töten im Krieg leichter rechtfertigen. Doch mit dem Friedensstifter Jesus von
Nazareth haben der Afghanistan-Krieg und auch alle anderen Kriege nicht das
Geringste zu tun. Einmal mehr wird dabei Jesus, der Christus, der große
Menschheitslehrer, von denen verhöhnt, die sich zwar "christlich" nennen, doch
im krassen Gegensatz zur christlichen Lehre sowohl kriegerische Islamisten als
auch (versehentlich aber stetig) unbeteiligte Moslems in Stücke reißen lassen.
Und mit jedem Toten wächst in der Bevölkerung auch der Hass auf die Angreifer.
Was die eigentliche Aufgabe der christlich geprägten Länder gewesen wäre, siehe
hier.
Mehr zum Afghanistan-Krieg:
Siehe unsere Meldung unten.
Und wieder ein kleiner Schritt Richtung großer Krieg: Bundeswehr bald mitten im
Kampfgebiet?
Lesen Sie unter:
http://www.focus.de/politik/ausland/koalitionspolitiker_aid_64864.html
*
Lesen Sie dazu auch den Offenen Brief der Freien
Christen: Distanziert Euch vom Krieg oder nennt Euch nicht
christlich!
** "In der Abschluss-Kundgebung der
EKD-Synode [Evangelische Kirche in Deutschland]
vom 9. November [2001] bezogen die Synodalen bei aller Solidarisierung mit den
zivilen Opfern und der Einrede auf die humanitäre Verantwortung der
Entscheidungsträger letztlich eine für ihre innere Verfassung typische
Sowohl-als-auch-Position: Beide Optionen (für oder gegen den Militäreinsatz)
werden der individuellen Gewissensentscheidung anheim gestellt und damit
kirchlich legitimiert ..." Ein Antrag von einzelnen
Synodalen für eine kirchliche Entscheidung gegen den Krieg wurde von der EKD
abgelehnt. "In einer fast zeitgleich ergangenen Erklärung des
Vorsitzenden der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz,
Kardinal Lehmann, werden wiederum sowohl die
Bedenken wie auch die Anerkenntnis eines «ultima ratio»-Handelnmüssens der
Staaten zum Schutze ihrer Bürger vor terroristischen Anschlägen in ein verbales
Gemenge eines von Zweifeln zerfurchten Einerseits-andererseits und
Sowohl-als-auch gegossen". Damit "legitimierte" auch die römisch-katholische
Kirche den Krieg
(http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Kirche/franz.html).
17.6. / 23.6.2007 -
Vergewaltigungen von Kindern in "evangelischem"
Dorf - Mehr dazu lesen Sie
hier.
Hierzu auch eine kühne, aber seriöse These über Sexualverbrechen im ländlichen
Raum unter
http://www.das-weisse-pferd.com/02_12/fortpflanzung.html#Sexualverbrechen.
15.6.2007 -
Neues Güte-Siegel "Nicht vom Priester gesegnet"? -
Katholischer Stadtdekan verweigert Segnung für Baumbestattungen auf
Schweinfurter Friedhof - Die Stadt
Schweinfurt in Unterfranken bietet auf dem städtischen Friedhof im Stadtteil
Deutschhof neben den traditionellen Bestattungsformen jetzt auch
Baumbestattungen an. Für das Areal gilt "Nicht vom Priester gesegnet", was für
immer mehr Menschen gar nicht schlimm ist, sondern im Gegenteil sogar eine neue
Art Qualitäts-Merkmal bzw. Güte-Siegel darstellt. Denn: Wenn Menschen im
Einklang mit den Kräften und Elementen der Natur leben und arbeiten und wenn sie
die Erde und ihre Bewohner (Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine) nicht ausbeuten,
dann erleben sie sich als Gesegnete des Schöpfergottes. Der
katholische Segen hingegen beinhaltet den biblischen Befehl "Macht euch die
Erde untertan" und die gewaltsame Unterwerfung des Planeten bis auf den heutigen
Tag. Der katholische Segen beinhaltet auch, dass man allen Lebensformen außer
dem Menschen eine unsterbliche Seele bzw. Teilseele und eine Leidensfähigkeit
abgesprochen hat. So gibt es Befürchtungen, dass dieser Segen nicht nur nichts
bringt, sondern schlimmstenfalls sogar Negatives bewirken könnte (mehr dazu
siehe hier).
Die konkrete Situation:
Die Stadt Schweinfurt hatte die Kirche um Segnung des neuen Friedhofsteils
gebeten. Doch der katholische Dekan Stefan Mai kritisierte
u. a. einen "bunten
Mix von Symbolen wie Bändern, Perlen und Herzchen an den Bäumen",
schreibt die Zeitung Main-Echo
(15.6.2007),
womit die
Angehörigen ihre innere Verbundenheit mit dem geliebten Verstorbenen
zeigen möchten.
Weiter wird die
Überzeugung des katholischen Würdenträgers mit den Worten wieder gegeben: "´Das
sanft gestaltete Areal` verführe die Menschen dazu, der Härte des Todes – ´an
die der Grabstein mit dem Namen des Toten erinnert` – noch mehr aus dem Weg zu
gehen und sich vor der Auseinandersetzung mit dem Tod zu drücken."
Was ist der Hintergrund?
Die hier beschworene "Härte des Todes" trifft nach katholischer
Überzeugung zunächst alle Andersgläubigen, die nach angeblich "unfehlbarer"
kirchlicher Lehre jetzt in die ewige Hölle kommen (was die Kirche lehrt siehe
z. B. hier). Doch auch bei den eigenen
Gläubigen versucht man, die empfundene "Härte" noch dadurch zu steigern, dass
man den sterblichen Leib in den Mittelpunkt der eigenen Zeremonien stellt.
Dabei lässt man die Trauernden im Unklaren darüber, dass die unsterbliche Seele
im Augenblick des Todes für immer ihren sterblichen Körper verlassen hat, um in
der jenseitigen Welt weiterzuleben (mehr über die Möglichkeit einer
Reinkarnation in einen anderen Körper siehe hier).
Nach kirchlicher Vorstellung würde jedoch der materielle Leib einst wieder
auferweckt, was allen Erfahrungen sowie dem von Gott geschenkten gesunden
Menschenverstand widerspricht. Kirchenlehrer Tertullian (um 200) lehrte deshalb
auch: "Credo, quia absurdum" (= "Ich glaube, weil es absurd ist"). Und
zeitgenössische Religionswissenschaftler halten die kirchliche Lehre deshalb im
Kern für materialistisch. Lesen Sie dazu die Informationsbroschüre der Freien
Christen, Ausgabe Nr. 6, über "Kirche und Tod", Teil 2:
Kirchliche Zeremonien und Sterberituale -
ein Kult des Todes und der Materie.
11.6. / 12.6.2007 - US-Präsident Bush:
Vom Vatikan nach Albanien - im Dienst der katholischen Interessen auf dem
Balkan?
- Einen Tag nach seiner Audienz bei Papst Benedikt
XVI. am 9.6.2007 fuhr US-Präsident George W. Bush in die albanische Hauptstadt
Tirana und sorgte dort am 10.6.2007 für einen Paukenschlag im Hinblick auf
die zu Serbien gehörige Provinz Kosovo, in der zu 88 % Albaner wohnen, zu 7
% Serben und zu 5 % andere Volksgruppen. "Der Uno-Sicherheitsrat müsse die
Entscheidung für eine Unabhängigkeit des Gebiets zügig treffen" so Bush
(Spiegel online, 10.6.2007). Und: "Sollte Russland einen Beschluss weiter
blockieren, werde der Westen handeln", was immer das heißen soll. Mit
anderen Worten: Wie im Jahr 1999 soll mit Serbien offenbar nur wenig verhandelt
werden oder gar nicht mehr. Sondern die serbische Regierung soll letztlich in
die Knie gezwungen werden. Die USA möchten das Kosovo acht Jahre nach dem
NATO-Angriff auf Jugoslawien zu einem zweiten albanischen Staat in Europa
umwandeln, nachdem es bis jetzt völkerrechtlich zu Serbien gehört. Zwar ist eine
Lösung notwendig, die sich daran orientiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung
Albaner sind*, doch die hier
angedrohte Vorgehensweise schafft nur neuen Unfrieden und Hass. Sie hat nichts
mit Jesus von Nazareth zu tun, der lehrte, andere so zu behandeln, wie man
selbst behandelt werden möchte (Matthäus 7, 12). So ließ die Ankündigung
des evangelischen Präsidenten Bush wie aus dem Nichts plötzlich die Kriegswolken
wieder aufziehen, denn weder Serbien noch Russland stimmen seinen Plänen zu.
Zum ganzen Komplex sind zwei Hintergründe
von Bedeutung:
1.) Serbien ist stark von der
serbisch-orthodoxen Kirche geprägt. Die orthodoxen Kirchen wurden 1054 von
Papst Leo IX. als "Quelle aller Häresien" mehr oder weniger aus der
römisch-katholischen Kirche verstoßen (der Konflikt zog sich vom 5. bis ins 15.
Jahrhundert hin). Doch der Vatikan würde sich die orthodoxen Kirchen Osteuropas
gerne wieder einverleiben. So schreibt der bekannte Historiker Karlheinz
Deschner über Papst Benedikt XV. (1854-1922): "So betrachtet Benedikt die [mit
Rom] unierten [orthodoxen] Gemeinschaften als Vorposten der römischen Kirche,
die von Weißrussland und der Ukraine aus vorgehen und die orthodoxe slawische
Welt für das Papsttum gewinnen sollten (Opus Diaboli, S. 152). Genau
daran knüpft Papst Benedikt XVI. im Jahr 2005 wieder an, indem er gleich nach
seiner Papstwahl im Jahr 2005 die "Ökumene-Bemühungen" mit den orthodoxen
Kirchen verstärkt und entsprechende Maßnahmen einleitet (PS: Das Ziel von
"Ökumene" ist für die katholische Kirche immer die Einverleibung anderer
Kirchen). Sein "Minister" in dieser Angelegenheit, der deutsche Kardinal Walter
Kasper, erklärt dazu: "Wir wollen den orthodoxen Kirchen ja nichts wegnehmen,
sondern ihnen etwas geben: Das Petrusamt könnte auch ihnen die universale
Präsenz bringen" (Focus Nr. 33/05). Damit lässt der Vatikan die Katze
aus dem Sack. Er will den Orthodoxen das "Petrusamt" "schenken", was praktisch
bedeutet: Sie sollen sich wieder unterwerfen. Das sind die Interessen des
Vatikan. Jede Schwächung der orthodoxen Kirche in Russland, in Serbien oder
anderswo käme nun diesen Interessen des Vatikan gelegen, da die selbstbewussten
orthodoxen Kirchen sich bislang keineswegs wieder dem "Stuhl Petri" in Rom
unterwerfen wollen.
2.) Wie steht die serbisch-orthodoxe
Kirche zum Kosovo? Dazu hat die Bischofskonferenz der
serbisch-orthodoxen-Kirche am 7.2.1999 eine Erklärung abgegeben, in der es
heißt: "Kosovo und Metohija sind das Zentrum des serbischen Staates und der
Kirche ... Was Jerusalem den Juden bedeutet, London den Engländern,
Notre-Dame den Franzosen und Moskau dem russischen Volk, das bedeuten Pec und
Prizren [zwei Städte aus dem Kosovo] dem serbischen Volk" (zit. nach
Heinz Ohme, Das Kosovo und die Serbisch-Orthodoxe Kirche, Öffentlicher Vortrag
in der Humboldt-Universität zu Berlin vom 14.6.1999). Die orthodoxe Kirche
fordert weiterhin gleiche Rechte für alle Albaner im Kosovo, lehnt aber - wie
nahezu alle Serben - ab, dass der Kosovo ein unabhängiger zweiter albanischer
Staat mit serbischer Minderheit wird.
Vor diesem Hintergrund ist der Auftritt von
George W. Bush in Tirana/Albanien eine deutliche Attacke gegen Serbien und
seinen Bundesgenossen Russland. Dass
sich der US-Präsident zuvor mit Papst Benedikt XVI. auch über seine
Kosovo-Politik verständigt bzw. geeinigt hat, bzw. vom Papst Hinweise erhalten
hat, könnte man vermuten. Zugeben würde dies im Vatikan wahrscheinlich niemand.
Es ist nun die Frage, wie man in Serbien und Russland darauf reagiert. Den
vatikanischen Interessen könnte es jedenfalls sehr entgegen kommen, wenn die
orthodoxen Kirchen so geschwächt werden, dass man der Bevölkerung auf dem Balkan
und in Russland eines Tages das "Petrusamt" wieder leichter überstülpen kann.
Ein ungutes Omen: Die Ausgangslage vor
dem 1. Weltkrieg war im Jahr 1914 durchaus ähnlich: Serbische Attentäter
ermordeten den katholischen österreichisch-ungarischen Thronfolger bei einer
Fahrt durch Sarajevo in Bosnien - ein Anschlag auf das katholische KuK-Imperium
auf dem Balkan. Daraufhin erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg, Russland
unterstützte sogleich Serbien, und Deutschland half Österreich-Ungarn. Das große
Morden begann. Und am Ende des Krieges hatte vor allem der Vatikan "gewonnen"
(siehe dazu hier).
* So könnten z. B. die Landesteile, in denen viele Serben wohnen, wie
bisher bei Serbien verbleiben. Und für die Angliederung der anderen Landesteile
an Albanien könnten dem serbischen Staat und seiner Bevölkerung großzügige
Entschädigungen angeboten werden. Bzw. es müssten im Einzelfall Kompromisse
ausgehandelt werden, die immer die Gleichberechtigung und den Schutz der
jeweiligen Minderheit beinhalten würden.
Aktualisierung
[20.7.2007]: Mittlerweile hat die überzeugt evangelische US-Außenministerin
Condoleeza Rice bekräftigt, dass man ein mögliches russisches Veto in der UNO
übergehen werde. In einer dpa-Meldung vom 19.7.2007 heißt es dazu: "Die
USA wollen die Unabhängigkeit des Kosovos am Sicherheitsrat vorbei durchsetzen,
sollte sich Russland dort nicht kooperativ zeigen. US-Außenministerin Condoleeza
Rice sagte am Donnerstag auf ihrem Flug nach Portugal: ´Wir fühlen uns einem
unabhängigen Kosovo verpflichtet, und wir werden dahin kommen - auf dem einen
oder auf dem anderen Weg.`" Wie schon vor dem Irak-Krieg benutzt die
US-Regierung die UNO nur, wenn diese so entscheidet, wie die jeweilige Regierung
der USA das will. Entscheidet sie anders, sammelte man zuletzt vor dem Einmarsch
in den Irak eine "Koalition der Willigen", die mit militärischer Gewalt
Tatsachen auch gegen die UNO schuf. Da der Krieg nicht das gewünschte Ergebnis
brachte, rief man wieder nach der UNO, die das Desaster mit ausbaden soll. Die
US-Politiker fühlen dabei mehr ihrem "Gott" verpflichtet als dem mühsam
errungenen Völkerrecht. Und Präsident George W. Bush erhält dabei möglicherweise
direkte Anweisungen seines "Gottes", was er jeweils tun soll (mehr dazu siehe
hier). Es
scheint jedoch nur eine Frage der Zeit, wie lange sich Russland die dauernden
Brüskierungen dieses "Gottes" noch gefallen lässt.
10.6.2007 -
Kardinal Lehmann sollte in Riad/Saudi-Arabien eine katholische Messe lesen
dürfen - Was müsste er selbst dafür tun?
- Kardinal Karl Lehmann möchte "in Saudi-Arabien Gottesdienst halten dürfen,
ohne verhaftet zu werden" (Spiegel online, 9.6.2007). Dieser Wunsch ist
begrüßenswert, genauso wie die allgemeine Forderung nach Religionsfreiheit in
islamischen Ländern. Der Wunsch des Kardinals bedürfte aber sicher auch einiger
Vorleistungen seitens der römisch-katholischen Kirche, um eine politische Chance
zu haben. Diese könnten sein:
1.) Die römisch-katholische Kirche
bereut das Leid, das sie durch die Kreuzzüge in den arabischen Ländern
angerichtet hat und bittet um Vergebung. Die Vergebungsbitte darf nicht
unverbindlich an die Adresse von "Jesus Christus" gerichtet werden wie frühere
"Vergebungsbitten", sondern an die Seelen und Menschen, denen das Leid
tatsächlich zugefügt wurde, also z. B. an die zahllosen Ermordeten bzw. deren
Nachkommen. Die islamischen Religionsführer beraten die Kirche dabei, welche
genaue Form von den Moslems auch als echte Vergebungsbitte (und nicht nur als
taktisches Manöver) empfunden würde und die Kirche kommt diesen Wünschen
entgegen. Beide Seiten treten auch in Gespräche über eine mögliche historische
Wiedergutmachung ein.
2.) Die römisch-katholische Kirche
erklärt, dass niemals mehr katholische Soldaten arabische bzw. muslimisch
geprägte Länder überfallen werden. Und wenn sie es doch tun, dann würden diese
auf der Stelle exkommuniziert.
3.) Die römisch-katholische Kirche
erklärt ihren bisher als "unfehlbar" geltenden Lehrsatz für
ungültig, der lautet: "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für
alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten,
bestimmen und verkünden Wir" (zit. nach Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche,
Lehrsatz Nr. 430; siehe dazu Der Theologe Nr. 18).
Auf diese Weise nimmt die Kirche den Moslems die Angst, sie müssten sich
entweder früher oder später alle der Kirche unterwerfen oder mit der dauernden
Einschüchterung leben, später in der Hölle ewig grausame Qualen zu erleiden. Und
sie nimmt den islamischen Regierungen die Angst, die Kirche möchte die
muslimische Bevölkerung in diesem Sinne bewusst indoktrinieren bzw. einzelne
gezielt aus ihrer bisherigen Religion und aus ihrem Familienverbund heraus
lösen. Dazu wird kirchlicherseits auch der ebenfalls als bisher "unfehlbar"
geltende Lehrsatz für ungültig erklärt, der lautet: "[Die heilige römische
Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest,
bekennt und verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder
Heide` noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des
ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem
Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr
(der Kirche) anschließt" (zit. nach Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche,
Lehrsatz Nr. 381; siehe dazu Der Theologe Nr. 18).
4.) Die römisch-katholische Kirche
erklärt, dass sie nicht im Namen des Jesus von Nazareth spricht, der von allen
Moslems als einer der größten Propheten verehrt wird. Sie macht dazu den
Menschen in den arabischen Ländern klar, dass die Kirche die Person des Jesus in
einen "dreieinigen" Gott mit eingearbeitet hat, in dessen Namen sie
spricht und der unter Kaiser Konstantin im Jahr 325 zum verbindlichen "Gott der
Kirche" erklärt wurde. Wenn die Kirche also in ihren geplanten Messen in
Saudi-Arabien von "Jesus" oder von "Christus" spricht, dann sei nicht der Mensch
Jesus gemeint, der einst über die staubigen Straßen Palästinas ging, der von
einer "Dreieinigkeit" nichts wusste (vgl.
hier) und der von vielen
Moslems geschätzt wird. Sondern es sei der "Gott" gemeint, dessen Konturen erst
im 4. Jahrhundert verbindlich festgelegt wurden und in den man einige Elemente
der Botschaft von Jesus mit aufgenommen hat. Diese Elemente könnten dann auch zu
einer positiven Verbindung zwischen Katholiken und Moslems beitragen.
Wenn Kardinal Karl Lehmann König Abdullah
bin Abd al-Aziz diese Vorschläge unterbreitet, dürften wesentliche
Voraussetzungen dafür geschaffen sein, dass eines Tages katholische Amtsträger
in Riad und auch in der übrigen islamischen Welt ohne Druck und Zwang ihren
Glauben praktizieren und Messen lesen dürfen.
Dann sind auch wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, die es den islamischen
Ländern erleichtern würden, die Religionsfreiheit einzuführen und einen
Religionswechsel von Bürgern zu tolerieren (Mehr zum Thema "Kirche und Islam"
siehe hier; sowie unsre Meldung
hier).
7.6. / 10.6.2007 -
US-Präsident George W. Bush - Nach seinem Tod
einst direkt ins Paradies? Und deshalb auf der Erde so schwer belehrbar?
Ob er seine Politiker-Kollegen in Heiligendamm bei ihren Plänen zur Milderung
der Klimakatastrophe bremste (und nur durch offene Drohungen des französischen
Präsidenten dazu gebracht worden sein soll, wenigstens minimale unverbindlichen
Absichtserklärungen mit zu tragen) oder ob er an neuen Waffensystemen*
arbeiten lässt und z. B. den Widerstand der russischen Regierung gegen neue
Raketenabwehrsysteme in Polen und Tschechien unmittelbar vor den Toren Russlands
übergeht (9.6.2007;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,487600,00.html): Der
US-Präsident gibt sich wie ein "Herrscher der Welt", der letztlich macht, was er
will, bzw. was die Kräfte, die hinter ihm stehen, wollen. Schließlich haben die
USA ja die meisten und schlimmsten Waffen.** Auch die UNO
war ihm zuletzt weitgehend gleichgültig, wenn sie sich nicht so verhielt, wie
seine Regierung das will (wie vor dem Irak-Krieg). Und schon jetzt droht er
Russland, falls die Regierung Putin in der UNO die Abspaltung des Kosovo von
Serbien und die Gründung eines zweiten albanischen Staates blockieren würde.
Dann würde eben wieder ohne die UNO "gehandelt". Zudem wird in
US-Regierungskreisen weiter über konventionelle oder gar kleinere atomare
Schläge gegenüber dem Iran gesprochen.
Ein wesentlicher Hintergrund ist der
evangelische Glaube des Präsidenten und vieler seiner Freunde.
Bush ist offiziell evangelischer Methodist, steht jedoch unter dem Einfluss des
evangelischen Baptistenpredigers Billy Graham (vgl. dazu
www.theologe.de/billy_graham.htm), der ihn einst von seiner Trunksucht
wegbrachte und ihm damit den Weg zum mächtigsten Mann der Welt ebnete. Billy
Graham, Seelsorger vieler amerikanischer Präsidenten, befürwortete - trotz der
auch von ihm eingestandenen Schrecken - alle US-geführten Kriege der
Vergangenheit, und er hält auch einen drohenden Atomkrieg nicht für das
Schlimmste. Der Grund: "Der Schrecken eines Atomkriegs geht -
im Blick auf die Ewigkeit - vorüber. Der Zorn, der sich über alle ergießen wird,
welche die angebotene Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus ablehnen,
ist viel schrecklicher" (Billy Graham, Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?,
Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173).
Billy Graham und George W. Bush nehmen
die angeblich auf solche Weise "angebotene
Erlösung" im Unterschied zu den meisten Menschen auf dieser Welt für sich
in Anspruch. Und "das bedeutet: man steht vor Gott, als habe man niemals
eine Sünde begangen", so der Glaube Grahams (Billy Graham,
Eine Generation entdeckt Jesus, Witten 1982, S. 105). Offenbar
sieht dies der US-Präsident auch so, was bedeuten würde, dass er einst gleich
nach seinem Tod direkt den Himmel betreten könne, ganz gleich, für wie viel Leid
er die Verantwortung trägt und was durch seine Politik mit der Erde und ihren
Bewohnern passiert. Umgekehrt bedeutet das nach kirchlichem Verständnis auch,
dass die amerikanischen (wie auch alle anderen) Bombardements nicht nur
Tausenden von Menschen den irdischen Tod brachten, sondern auch das Höllenfeuer
für alle Ewigkeit (siehe oben).
Das ist die evangelische Lehre, die
allerdings im Widerspruch zu Jesus von Nazareth (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 3 und Der
Theologe Nr. 1) und teilweise auch zum Kirchenlehrer Paulus steht.
Wörtlich heißt es z. B. in der Bibel: "Irret euch nicht. Gott lässt sich nicht
spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten" (Galaterbrief 6, 7).
Oder Jesus spricht demnach: "Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu
essen gegeben ... Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das hat
ihr mir auch nicht getan" (Matthäus 25, 42.45). Deshalb: "Geht weg von
mir ..." (V. 41; PS: zur Dauer der "Gottferne" siehe
Der Theologe Nr. 19)
Der erste Ratsvorsitzende der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Otto Dibelius
(1880-1967), äußerte sich sogar noch extremer
als Billy Graham. In der Broschüre
Militärkirche oder
kirchlicher Friedensdienst
(Potsdam 1957)
erklärte der damals führende deutsche Protestant, selbst "die Anwendung einer
Wasserstoffbombe sei vom christlichen Standpunkt aus nicht einmal eine so
schreckliche Sache, da wir alle dem ewigen Leben zustreben." Wenn eine solche
Bombe eine Million Menschen töte, so erreichten die Betroffenen "umso schneller
das ewige Leben"
(zit. nach Manfred Görtemaker, Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland, Beck-Verlag, München 1999, S. 259).
Es braucht also niemanden zu wundern, wenn
Menschen mit einem Glauben an einen solchen protestantischen "Erlösungszauber"
mit der Mutter Erde und ihren Geschöpfen nicht verantwortungsvoller umgehen.
PS: Zu George W. Bush und seinen Entscheidungen siehe auch
Focus online, 8.10.2005;
zit. nach
http://www.das-weisse-pferd.com/2005.html#Bush.
Anmerkungen:
* Im Jahr 2006 stiegen die weltweiten Rüstungsausgaben
auf neue Rekordhöhe. 900 Milliarden Euro wurden für militärische Zwecke
ausgegeben, davon fielen alleine 396,2 Milliarden Euro auf die USA. Mehr dazu
siehe http://www.netzeitung.de/ausland/671130.html
** Als die
Sowjetunion 1962 Raketen in Kuba vor den Toren der USA stationieren wollte,
verhinderte vermutlich nur der letztliche Verzicht der Russen einen neuen
Weltkrieg. Dieses Mal geht es zwar "nur" um US-"Abwehr"-Raketen, doch die Logik
dahinter ist ebenfalls offensiv:
Nach einem eigenen Angriff würde ein Gegenangriff
"abgewehrt", so dass ein eigener Angriff eher riskiert werden könne.
Aktualisierung:
Einen Tag nach dem Ende des G8-Gipfels in
Heiligendamm traf US-Präsident George W.
Bush
am 9.6.2007 zur Audienz beim Papst in Rom ein.
An der Ostsee hatte er zeitweise eine Magenverstimmung. In Rom ging es ihm
wieder gut. Mehr zur Verbindung zwischen dem mächtigsten Protestanten George W.
Bush und dem mächtigsten Katholiken Benedikt XVI. siehe
hier.
Einen Tag nach
Heiligendamm: George W. Bush verneigt sich tief vor dem Papst.
5.6. / 7.6.2007 -
Ein Vorschlag zu einem lange währenden Konflikt:
"Meiserstraße" in München umbenennen - im Gegenzug "Christuskirche" in
"Bischof-Meiser-Kirche" umbenennen -
Ähnlich wie in Nürnberg möchte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern auch
in München den Namen "Meiserstraße" "mit Zähnen und Klauen" halten, und sie hat
dies auch im Vorfeld neuer Gespräche im Stadtrat im Juli 2007 bekannt gemacht
(Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 22/2007). Doch die Kirche sollte endlich
einsehen, dass sie ihren antisemitischen und kriegsbegeisterten Bischof
(siehe dazu Der Theologe Nr. 11) nicht länger
allen Münchnern als Paten für eine Straße zumuten kann. Dafür könnte sie ja eine
ihrer vielen Kirchen nach Landesbischof Meiser benennen. Schließlich gibt es in
München ja schon eine Lutherkirche oder eine Paul-Gerhard-Kirche und sogar eine
Gustav-Adolf-Kirche. Warum also nicht auch eine Bischof-Meiser-Kirche bzw. eine
Hans-Meiser-Kirche oder eine Meiserkirche?
Unser Vorschlag:
Man könnte z. B. die Christuskirche in München-Neuhausen (gar nicht so weit von
der Straße entfernt, in der früher Landesbischof Meiser residierte) in
Bischof-Meiser-Kirche umbenennen. Da die evangelisch-lutherische Lehre vielfach
im Widerspruch zu Christus steht (siehe dazu z. B.
Der Theologe Nr. 1), wäre es ehrlicher, den Namen "Christus" wenigstens
nicht auf diese hervor gehobene Weise zu benutzen. Hier würde Hans Meiser als
Pate für die Kirche viel besser passen. Man könnte in der umbenannten Kirche
dann z. B. auch ein Dokumentationszentrum einrichten, wo die Kirche
weiter öffentlich das Für und Wider ihrer braunlastigen Vergangenheit
aufarbeiten kann - ohne damit das Ansehen der Stadt München weiter zu belasten.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom 11.2.2007 und vom
24.3.2007.
29.5. / 2.6.2007 -
Spanien: Gleich nach Herzstillstand werden
Patienten ausgeweidet / Niederlande: Fernsehzuschauer sollten durch Manipulation
zur späteren Organspendern gemacht werden
- Großer Fopp mit den Fernsehzuschauern in der Sendung Die große
Spendershow, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Niederlande
BNN am 1.6.2007 ausgestrahlt wurde: Die Zuschauer schlugen gegen Ende der
Sendung per SMS vor, welcher von drei kranken Kandidaten die Niere einer
angeblich todkranken Spenderin bekommen soll. Unmittelbar vor der Entscheidung
der vermeintlichen Spenderin ließ der Sender dann seinen Schwindel auffliegen.
Die Organspenderin sei nur eine Schauspielerin. Die Kandidaten seien allerdings
echt, wären jedoch in die Show eingeweiht gewesen. Der niederländische
Medienminister sprach darauf hin von einem "sagenhaften Trick" des Fernsehens
(Spiegel online, 2.6.2007). Das Ziel des Fernsehsenders: Mehr
Holländer zu Organspendern zu machen.*
In diesem Zusammenhang beklagen auch andere Medien den "Mangel" an
Organspendern. So gibt es in Deutschland z. B. nur 15,3
Organspender auf eine Million Einwohner, in Spanien dagegen 33,8 Spender
(Abendzeitung Nürnberg, 29.5.2007). Dies ist verständlich wenn man weiß,
wie schnell man in Spanien seine Organe los ist: Ohne Einwilligung und gleich
nach dem Herzstillstand. Lediglich ein Widerspruch darf nicht vorab vorliegen.
Lesen Sie mehr zur Situation in Spanien (übrigens auch für
Touristen) und dem angeblichen Todeszeichen des Herzstillstands. In
Deutschland war am 1.6.2007 wie in jedem Jahr "Nationaler Organspendetag".
12.000 Deutsche warten derzeit auf ein neues Organ. Doch kaum einer weiß von
den unbeschreiblichen Schmerzen von Organspendern und dem manipulierten Leben
von Organempfängern, deren Seele deshalb das Fremdorgan mit aller Kraft
abzustoßen versucht. Lesen Sie mehr dazu in Der
Theologe Nr. 17.
* PS: In Deutschland versuchen die
Fernsehanstalten auch, mit manipulierten Sendungen Stimmung gegen religiöse
Minderheiten zu machen, die den beiden großen Amtskirchen nicht genehm sind
(vgl. dazu auch
Der Theologe Nr. 12).
So wurde u. a. auch der Herausgeber des
Theologen
vor einigen Jahren von einem Filmteam eines öffentlich-rechtlichen
Fernsehsenders dreist belogen. Man wollte damit die eigenen negativen Absichten
verschleiern und ein Interview bekommen. Das verlogene Machwerk ist seither über
die evangelischen und katholischen Verleihstellen für den konfessionellen
Religionsunterricht an staatlichen Schulen ausleihbar
(siehe dazu auch unsere Meldung
hier).
1.6. / 3.6.2007 -
Katholisches Bayern: "Ein Bär kann kein Grundrecht
haben" - Mit dieser Formulierung
entlarvte sich der Rechtsanwalt des "Freistaats" Bayern, Peter Samberger, vor
dem Verwaltungsgericht München. Die Kirche spricht den Tieren die unsterbliche
Seele ab und nimmt nur bestimmte Menschen in ihren späteren "Himmel" auf, und
die kirchenhörigen Politiker und Juristen verweigern den Tieren deshalb die
Grundrechte. Das Weltbild der Kirche gilt in Philosophie und Theologie als
"anthropozentrisch" (= menschenzentriert), es dreht sich also um den Menschen:
Der Mensch sei die "Krone der Schöpfung" und der Herr über Leben und Tod für
alle anderen Geschöpfe, was den Planeten Erde letztlich in den Abgrund stürzt.
Und vor diesem Hintergrund entschied auch das Verwaltungsgericht: "Aus der
bayerischen Verfassung lasse sich kein subjektiv-öffentliches Recht auf
´Nicht-Entnahme des Bären aus der Natur` ableiten" (ddp, 31.5.2007). Mit
dieser Begründung wurde die Klage des Rechtsanwalts Bruno Riechwald gegen die
"Rechtmäßigkeit" der Hinrichtung des Bären am 25.6.2006 abgewiesen. Und mit
diesem zynischen Juristendeutsch wird einmal mehr der alltägliche Mord an den
Tieren gerechtfertigt, in diesem Fall von einem Wildtier. Das Drama um den Bären
Bruno ist auch in Der Theologe aktuell sowie in
Der Theologe Nr. 31 ausführlich dokumentiert
und ist ein Symbol für die unermesslichen Qualen, welche der Mensch als die
"Krone der Schöpfung" bzw. als der selbsternannte "Schöpfer
des ökologischen Gleichgewichts" täglich seinen Mitgeschöpfen zufügt
(siehe dazu z. B. unsere Meldung hier).
Lesen Sie dazu auch: "Der Theologe Nr. 7", Teil 4:
Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum.
25.5. / 3.6.2007 -
Beliebte katholische Religionslehrerin fristlos
gefeuert. Sie unterrichtete auch Evangelische Religion.
Mehr dazu bei http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,484806,00.html.
Unsere Forderung: Es kann nicht länger angehen, dass der Staat, d. h. alle
Bürger, den konfessionellen Klüngel an den Staatsschulen komplett finanzieren.
Da sich die katholischen und evangelischen Würdenträger untereinander nicht auf
einen gemeinsamen Religionsunterricht einigen wollen, muss der Staat bisher
sogar alles doppelt bezahlen, insgesamt ca. 2,5 Milliarden Euro jährlich.
Damit sollte endlich Schluss sein, denn das Geld wird woanders dringend
gebraucht: Stattdessen: Ein überkonfessioneller Werte- und
Religionsunterricht im Geiste des deutschen Grundgesetzes nach dem Modell
des brandenburgischen LER (Lebensgestaltung-Ethik-Religion). Ob es den Schüler
ermöglicht werden sollte, sich von diesem Schulfach befreien zu lassen und
stattdessen den bisherigen konfessionellen Unterricht wählen zu können, müsste
geprüft werden. Diesen konfessionellen Unterricht (als mögliche Alternative zum
Religions- und Ethikunterricht für alle) müssten aber die Konfessionen auf jeden
Fall selbst bezahlen, denn eine solche einseitige Erziehung bzw. Beeinflussung
der Schüler ist nicht Sache des Staates. Genug Vermögen haben die Kirchen ja
(vgl. dazu auch
www.stop-kirchensubventionen.de), das sie dafür einsetzen können.
11.5.2009 / 11.1.2010 / 24.2.2010
-
Evangelisch-lutherische Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann: Scheidung mit
Bibelverbiegung verbrämt / Das Halten der Zehn Gebote verliert in der Kirche
immer mehr an Bedeutung / Margot Käßmann seit 28.10.2009 auch Ratsvorsitzende
der Evangelischen Kirche in Deutschland / 2010: EKD-Ratsvorsitzende im
Vollrausch über rote Ampel gefahren. Bischöfin darauf hin zurück getreten
- Landesbischöfin Margot Käßmann (geborene Schulze) aus Hannover hatte die
Scheidung von ihrem Mann, dem Pfarrer und zeitweiligen Hausmann Eckhard Käßmann,
eingereicht. Die Bischöfin zu ihrer Scheidung: "Die Ehe ist eine gute und
richtige Institution ... Aber die Bibel sagt auch, ´was du auf Erden lösen
willst, das soll auch im Himmel gelöst sein` (Matthäus 16, 19)"
(Bild, 11.5.2007).* Das Paar hat vier Töchter
(15-24 Jahr; Stand: 2007), und der Mann arbeitet seit dem Jahr 2004 wieder als
Pastor. "In den Veranstaltungen, wo
sie als Ehrengast in der ersten Reihe saß, hockte er unauffällig in der
dritten", schreibt die Süddeutsche Zeitung u. a. über die gemeinsame
Vergangenheit des Paares (15.5.2007).
Frau Dr.theol.Dr.h.c. Margot Käßmann ist
Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, die mit
über drei Millionen Mitgliedern die größte evangelische Kirche Deutschlands ist.
Trotzdem stand sie nicht auf der vom Vatikan erstellten Namensliste von
Protestanten, die im Jahr 2005 Papst Benedikt XVI. beim Treffen der deutschen
katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchenführer in Köln die Hand
schütteln durften. Auch war die promovierte Theologin damals noch nicht ganz
auf dem Gipfel der evangelischen Karriereleiter angekommen: "Auguren
sahen sie [aber] bereits als ´natürliche` Nachfolgerin von [Bischof
Wolfgang] Huber [dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in
Deutschland, EKD], dessen Amtszeit 2009 endet", schrieb
die Welt am Sonntag am 11.5.2007. Die Landesbischöfin aus Hannover
galt für dieses weitere Amt im Vorfeld auch das die "profilierteste": "Kaum
eine Talkshow, in der ein Wort der Kirche gefragt war, ohne Margot Käßmann"
(Welt am Sonntag, 11.5.2007). Die Scheidung änderte daran nichts. Der
damals noch amtierende EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber erklärte 2007 auf dem
Kirchentag in Köln, die Kirche habe Grund, "dankbar" zu sein, dass
Landesbischöfin Margot Käßmann trotz ihrer Scheidung Landesbischöfin bleibe, und
sie käme weiterhin für seine Nachfolge in Frage (idea-spektrum Nr. 24/2007).
Und bei der Wahl zum 15-köpfigen Rat der EKD in Ulm am 27.10.2009 schaffte sie
es als einzige Kandidatin gleich im ersten Wahlgang in den Rat. Sie erhielt die
mit Abstand meisten Stimmen und wurde am 28.10.2009 dann mit großer Mehrheit
auch zur neuen Ratsvorsitzenden der EKD, und damit zur Repräsentantin des
deutschen Protestantismus gewählt. Neben der Führung der eigenen Landeskirche
trägt der EKD-Ratsvorsitzende nun zusätzlich die Haupt-Verantwortung für die
Entwicklung des gesamten deutschen Protestantismus. Sie hatte für dieses
zusätzliche höchste Spitzenamt bereits im Jahr 2003 kandidiert und verlor damals
gegen Wolfgang Huber aus Berlin.
An dieser Stelle soll nicht die Scheidung,
ihre Hintergründe und die mögliche Not betroffener Menschen kommentiert werden.
Auch wird hier allgemein eine Scheidung und eventuell eine zweite oder weitere
Ehe ethisch nicht bewertet, da man diesem Thema und den damit verbundenen Nöten,
Charaktereigenschaften und Taten der betroffenen Personen mit wenigen Sätzen
nicht gerecht würde.
Doch eine Scheidung mit der Bibel zu rechtfertigen oder zu verbrämen (konkret
oder allgemein), ist schon dreist. Denn die Bibel enthält zunächst an zentraler
Stelle das Gebot "Du sollst nicht ehebrechen" (und in diesem Zusammenhang auch
das Treuegebot für Eheleute). Weiterhin heißt es dort: "Was du auf Erden lösen
wirst, soll auch im Himmel gelöst sein"** und nicht
"Was du auf Erden lösen willst", wie Bischöfin Käßmann oben zitiert wird
(Die bloße Absicht, das "Wollen", reicht also nicht). Aber vielleicht hat sich
die Reporterin ja auch nur verschrieben. Entscheidend ist jedoch, dass dieses
Wort von Jesus nichts zu tun hat mit einer Ehescheidung (frei nach dem
Motto: "Wenn du dich rechtzeitig auf Erden scheidest, bist du dann auch im
Himmel deinen Partner los"). Sondern es geht hier um das Lösen von Schuld und
Belastungen durch die gegenseitige Vergebung. Die Bedeutung dieses Jesuswortes
ist: Welche Schuld und welche Belastungen hier auf der Erde gelöst bzw. getilgt
werden, diese werden einen dann auch später im Jenseits nicht mehr belasten
(mehr dazu siehe hier).
Zu den Folgen der eingereichten
Scheidung: Kirchenintern passierte Frau Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann
(Monatsgehalt ca. 11.500,00 €, direkt aus staatlichen Subventionen für die
Kirche; mehr dazu siehe
hier)
nichts, da die Umstände der Scheidung offenbar für sie und ihre Amtsführung
nicht als belastend bzw. negativ gewertet wurden. Und obwohl sie es
war, welche die Scheidung einreichte, und nicht ihr Mann, konnte sie deshalb
weiter problemlos in vollem Umfang Landesbischöfin sein und als solche auch
weiterhin Trauungen schließen und den Eheleuten dabei das Treueversprechen auf
Lebenszeit abnehmen. Die Medien und Kollegen sind sogar voller Bewunderung und
Respekt für sie
(http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/05/12/bischoefin-kaessmann-margot/scheidung-trennung-paar.html
veröffentlicht ausschließlich positive Rückmeldungen). Und auf dem
Evangelischen Kirchentag in Köln im Jahr 2007 war sie erneut "der heimliche
Star". "Nach ihrer Bibelarbeit auf dem Kirchentag wischen sich einige
Tränen aus den Augenwinkeln, andere jubeln, johlen. Es gibt stehende
Ovationen" (Der Tagesspiegel, zit. nach idea-spektrum Nr. 24/2007).
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang,
was der Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christof Vetter,
sagte. Auf die Frage, "ob die Bischöfin nicht ihre Glaubwürdigkeit verloren
hätte", antwortete er: "Für mich nicht. Die Glaubwürdigkeit verliert nur, wenn
er oder sie anders redet als er handelt" (Bild, 12.5.2007). Das klingt
zwar sympathisch. Damit wird aber auch deutlich, dass die
Zehn Gebote in der Kirche immer mehr an Bedeutung
verlieren. Gegen die Gebote könne also hier und da verstoßen werden, wenn man es
in den Predigten auch zugibt. Man könnte sogar sagen, dass das Halten der
Zehn Gebote in der evangelischen Kirche schon lange keine große Rolle mehr
spielt (siehe dazu auch unten), während man
sich die Bibel insgesamt sowieso zurecht schneidert und verdreht, wie man es
gerade braucht.
In einem Brief an alle Pastoren ihrer
Landeskirche schrieb Bischöfin Margot Käßmann als Dienstvorgesetzte über ihre
beabsichtigte Scheidung damals weiter: "Es war für mich ein ungeheuer schwerer
Schritt, zu dem viel Gottvertrauen gehörte" (idea-spektrum Nr. 21/2007).
Ohne der Bischöfin hier persönlich nahe treten zu wollen, kann man natürlich
vermuten, dass ein Kirchenführer aufgrund seines Amtes auf jeden Fall eine
solche Formulierung wählen muss, um sein öffentliches Ansehen zu wahren, ganz
gleich, was ihn wirklich bewegt. Die Bischöfin darf sich jedoch auch nicht
beschweren, wenn sie jemand beim Wort nimmt und z. B. zurück fragt: Wenn es
so "ungeheuer schwer" sei und so viel "Gottvertrauen"
erfordere, eines von Gottes Geboten zu übertreten, warum hält sie dann nicht
einfach das Gebot?
Eine offizielle Antwort gab es darauf
nicht. So wurde kirchlicherseits bei ihr und ihrem Ehemann, dem Pastor, nicht
begründet, warum die Bischöfin das eheliche Treuegebot nicht mehr halten wollte
und was die Kirche z. B. tun könnte, um Paaren die Treue zu erleichtern. Und das
evangelische Magazin idea-spektrum räumte in diesem Zusammenhang sogar
ein: "Mindestens vier Frauen in bischöflichen Funktionen (die nordelbische
Bischöfin in Lübeck, eine hannoversche Landessuperintendentin, die
Regionalbischöfin für München und Oberbayern und die Stellvertreterin von
Bischof Wolfgang Huber (Berlin)) sind bereits als Geschiedene ins Amt gekommen
und haben alle erneut geheiratet. Wie viele Männer [in kirchlicher
Leitungsfunktion] geschieden sind, ist nicht bekannt" (Nr. 20/2007).
Auch darüber wird hier nicht geurteilt;
sondern ebenfalls nur darauf hingewiesen, dass auch dies ein offensichtlicher
Widerspruch zur kirchlichen Bibel ist, wo es unmissverständlich heißt: "Den
Verheirateten gebiete nicht ich [Paulus], sondern der Herr [Christus], dass die
Frau sich nicht von ihrem Manne scheiden soll - hat sie sich aber geschieden,
soll sie ohne Ehe bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen - und dass der Mann
seine Frau nicht verstoßen soll" (1. Korinther 7, 10-11). Hier handelt es
sich also ganz ausdrücklich nicht um eine Randbemerkung in der Bibel (wie die
Kirche bei den ihr unliebsamen Stellen immer gerne erklärt), sondern es handelt
sich um ein Wort aus ihrem Zentrum, das man sogar Christus direkt zuschreibt.
Doch wie gesagt: Die Kirchenführer sagen zwar, ihre Bibel sei ohne Ausnahme
Gottes Wort (und attackieren z. B. andere christliche Gruppen, die das nicht
so sehen). Praktisch biegen sie sich aber alles nach ihrem Gutdünken zurecht
und klauben sich nur das heraus, was gerade zu ihrem Verhalten passt und
verstoßen gegen das, was ihnen nicht gefällt.***
Darauf weisen wir hier hin, auf diese dreiste Doppelzüngigkeit.
Die evangelisch-lutherische Bischöfin von
Stockholm lebt gar in einer lesbischen Partnerschaft mit einer Pfarrerin und hat
als neuer "Vater" deren leibliches Kind adoptiert (Frankfurter Rundschau,
25.5.2009). Im Alten Testament, das für die lutherische Kirche ebenfalls
ohne Abstriche als "Gottes Wort" gilt, wäre sie dafür gesteinigt worden. In der
Kirche jedoch wird sie zu deren geistlicher Leiterin berufen. Ist das nicht
schizophren?
Was die Gebote betrifft, sei hier auch
an einen evangelisch-lutherischen Pastor aus der Landeskirche in Hannover
erinnert. Bei ihm hieß es im Hinblick
auf die Zehn Gebote: "Welche hat dieser Pastor eigentlich nicht gebrochen?"
(www.theologe.de/luther_geyer.htm#Gebote;
dort wird auch die grundsätzliche Haltung der Lutheraner zu den Zehn Geboten
dargelegt) Der betreffende Pastor wurde schließlich zu acht Jahren Haft
verurteilt, weil er seine Frau umgebracht haben soll. Im Zuge der Ermittlungen
wurde in diesem Fall der Kirchenmann vom Pfarrdienst suspendiert. Er
hatte nämlich in den voraus gegangenen Jahren und unmittelbar nach dem
Verschwinden seiner Frau durch "praktisches Tun" mit mehreren Frauen die Ehe
gebrochen.
Auch das 5. Gebot ("Du sollst nicht töten") wird von vielen
Kirchenchristen nicht mehr Ernst genommen. Offiziell hat man es schon lange in
"Du sollst nicht morden" uminterpretiert, um z. B. das Töten im Krieg
rechtfertigen zu können. Und vielleicht dachte sich eine kirchlich sehr
engagierte Krankenschwester, die mindestens vier schwerkranke Patienten getötet
hatte: "Wenn die Kirchenoberen Gebote verändern können, kann ich es auch". So
hatte sie tatsächlich eine Umformulierung des Gebots "Du sollst nicht töten" in
"Du sollst nicht Schaden tun" vorgeschlagen, wobei Töten eben nicht unbedingt
ein "Schaden" sein müsste (mehr dazu siehe
hier).
* Lt. der
evangelischen Zeitschrift
idea-spektrum
habe Bischöfin Margot Käßmann auf Rückfrage, ob diese Darstellung stimme,
gesagt, "sie habe zu ihrer Scheidung keine Interviews gegeben und werde auch
keine geben" (Nr.
20/2007). Aus dieser Antwort lässt sich schließen, dass ihre Darstellung aus
einem anderen Zusammenhang stammt, aber dennoch in diese Situation passt. So hat
die Landesbischöfin z. B. in ihrem Kinderbuch
Wie ist es im Himmel?
den Kindern auch das Thema "Scheidung" erklärt
(Bild, 12.5.2007).
** So die Übersetzung von Martin Luther, die
in diesem Fall stimmt. Ansonsten ist auch Martin Luther für solche "kleinen"
Bibelfälschungen bekannt (siehe z. B. in
Der Theologe Nr. 2; vgl. dazu auch in
Der Theologe Nr. 1).
*** Glaubwürdig im Sinne des Sprechers der EKD
(siehe
oben) wäre es, wenn man dann
z. B. sagen würde: "Wir glauben zwar, dass die Bibel ´Gottes Wort` war, doch wir
halten uns nur dann daran, wenn sie mit unseren Vorstellungen von dem
übereinstimmt, was wir heute noch für gültig betrachten."
Aktualisierungen:
Oberkirchenrat und Käßmann-Kritiker mit
sofortiger Wirkung suspendiert / Gegenkandidaten für den EKD-Ratsvorsitz gar
nicht in den Rat gewählt
-
Für Kritiker von Landebischöfin Margot Käßmann wehte ein rauer Wind. So wurde
Oberkirchenrat Werner Führer von der evangelischen Landeskirche in
Schaumburg-Lippe "mit sofortiger Wirkung" zunächst für drei Monate
"suspendiert", weil es "kein gedeihliches Wirken" mehr gebe. Der Anlass: Werner
Führer hatte Landesbischöfin Margot Käßmann aufgefordert, ihr Amt zur Verfügung
zu stellen und er hatte fälschlicherweise gemutmaßt, "die Regelversetzung von
Pastoren bei Scheidung sei in Hannover zu dem Zeitpunkt abgeschafft worden, als
die Ehe der Bischöfin zu kriseln begonnen habe" (idea-spektrum Nr. 25/2007).
Dies geschah jedoch schon früher, doch auch eine diesbezügliche Entschuldigung
half dem Oberkirchenrat nicht. Wie Landesbischöfin Margot Käßmann über die
Suspendierung ihres Kritikers denkt, ist nicht bekannt geworden.
Zwei
Jahre später, auf der EKD-Synode im Oktober 2009 in Ulm, dann eine Überraschung:
Drei der anderen Kandidaten für den Ratsvorsitz, Landesbischof Otfried July aus
Stuttgart, Bischof Martin Hein aus Kassel (der Dienstvorgesetzte des
geschiedenen Mannes von Margot Käßmann) und Landesbischof Gerhard Ulrich aus
Kiel, wurden nicht einmal in den 15-köpfigen Rat gewählt, geschweige denn zu
dessen Vorsitzendem. Die Synode wählte am Ende nur 14 Ratsmitglieder und ließ
sogar einen Platz unbesetzt. Alle drei Bischöfe mussten vorzeitig aufgeben.
Die Klage der Freien Christen gegen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche
Hannovers: Die Kirche kann sich evangelisch oder lutherisch nennen, aber sie
darf sich nicht mehr christlich nennen.
http://www.christus-oder-kirche.de/prozess---ev-luth-kirche/index.php
Lesen Sie dazu auch:
Stürzt Margot Käßmann Martin Luther vom Sockel?
24.2.2010 -
Volltrunkenheit: EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann mit Alkohol am Steuer (1,54
Promille) von Polizei ins Revier abgeführt. Sie hatte eine rote Ampel
überfahren. Fürsprecher begründen lebensgefährliche Trunkenheitsfahrt mit Stress
im Beruf. Bischöfin zurück getreten.
18.5.2007 -
Im Vorfeld des Papstbesuchs in Österreich:
Bischofsvikar und Stellvertreter des Kardinals nahm sexuelle Übergriffe an
Frater vor. Diesen wirft es aus der Bahn
- Am 14.9.2005 singen der Bischofsvikar und der Frater von Kloster
Heiligenkreuz noch gemeinsam ein scheinheiliges Lied zum Fest der
"Kreuzerhöhung":
"Schuld findet Liebe, Wunden heilen Wunden. Bleib
uns´re Kraft, Geheimnis ohnegleichen, Zeichen der Zeichen!" (Aus: Gotteslob,
Nr. 634) Dann geht es gemeinsam in die Sauna und anschließend ins Pfarrhaus
nach Alland. Dort leeren die Würdenträger eine Flasche Whisky, und anschließend
beginnt der Bischofsvikar, der regional auch als Stellvertreter von Christoph
Kardinal Schönborn aus Wien amtiert, mit sexuellen Übergriffen, die den Frater
nach dessen Worten nahezu lähmen. Auch sei es nicht der erste Übergriff gewesen.
Der Frater kommt in der Folgezeit damit nicht mehr klar und ist derzeit in der
Psychiatrie in Wien stationär aufgenommen. Der beschuldigte hohe Amtsträger will
nicht ausschließen, "dass da etwas war", könne sich aber nicht mehr erinnern,
schließlich "waren wir beide ja besoffen" (Profil Nr. 20/2007). Kardinal
Schönborn steht bisher zu seinem Bischofsvikar. Vom 7.9.-9.9.2007 kommt Papst
Benedikt XVI. nach Österreich. Möglicherweise muss die Tagesordnung dann um
einen Punkt erweitert werden.
Zur Erinnerung:
Im Jahr 2003 wurde in Österreich das ganze Priesterseminar in St. Pölten
geschlossen, nachdem homosexuelle Praktiken, in welche die Leitung verwickelt
war, von dort an die Öffentlichkeit gelangten und umfangreiches
kinderpornografisches Material sichergestellt wurde. Und auch die Berichte über
sexuelle Übergriffe auf Kinder durch den einstigen Kardinal und Erzbischof
von Wien, Hans Hermann Groer, sind vielen noch in Erinnerung (sein
Rücktrittsgesuch wurde 1995 angenommen).
Wie in Deutschland, so wird auch in Österreich die römisch-katholische Kirche
durch umfangreiche staatliche Subventionen finanziert, wodurch den
Amtsträgern vielfach ein üppiges Leben ermöglicht wird.
Lesen Sie dazu: So reich ist Österreichs Kirche in
http://www.das-weisse-pferd.com/98_11/oesterreich_kirche.html.
Und mehr zu den aktuell bekannt gewordenen Vorfällen in Kloster Heiligkreuz
siehe bei
http://www.networld.at/profil/?/articles/0719/560/173015.shtml.
7.5. / 13.6.2007 -
Brasilien: Lutherischer Beauftragter hilft dem
Papst / Einstiger Völkermord mit Zwangsbekehrung in Lateinamerika schon von
Papst Johannes Paul II. als "glückliche Schuld" verklärt / Empörung der Indianer
auch über Benedikt XVI. / "Papierkugel-Priester" Frei Galvao wird "heilig"
gesprochen - Die lutherischen Kirchen
verkommen nicht nur in Deutschland zunehmend zum Anhängsel der
römisch-katholischen Kirche. In Brasilien wurden die Lutheraner sogar schon von
evangelischen Frei- und so genannten "Pfingstkirchen" (ca. 35.000 Kirchen)
überholt bzw. von konservativen evangelischen Gruppen, die man auch
"Evangelikale" nennt. Neben ca. 74 % Katholiken unter den 186 Millionen
Einwohnern (Tendenz weiter stark rückläufig; pro Jahr verlassen ca. 600.000
Katholiken die Kirche) gibt es dort mittlerweile 15 % Anhänger der Evangelikalen
und Pfingstkirchen. Die Anzahl der Evangelisch-Lutherischen liegt offenbar weit
darunter und wird in den meisten Statistiken deshalb gar nicht erwähnt. Wie
verhält sich in dieser Situation die Luther-Kirche? Sie springt dem deutschen
Papst Benedikt XVI. bei, der am 9.5.2007 nach Brasilien reiste, um die
Katholiken dort im katholischen Pferch zu halten. So verurteilt der
evangelisch-lutherische Weltanschauungsbeauftragte und Kirchenrat Dr. Wolfgang
Behnk aus München die Pfingstkirchen mit den Worten: "Sie vereinnahmen den
Menschen für ein totalitäres System mit christlichem Anstrich" (Fränkische
Nachrichten, 7.5.2007) - eigentlich eine treffende Beschreibung für die
römisch-katholische Kirche und ihre Bischöfe und Priester (vgl. dazu Der
Theologe Nr. 25 - Die Kirche -
ein totalitärer Götzenkult). Doch Dr. Behnk wendet bei dieser
Beurteilung die Methode der "Projektion" (= der meist fälschlichen Übertragung)
von kirchlichen Zuständen und Missständen auf Andersgläubige und kleinere
Gemeinschaften an. Denn auch das evangelisch-lutherische Glaubenssystem und
seine Staatslehre, dem er selbst anhängt, ließen sich treffend als "totalitäres
System mit christlichem Anstrich" beschreiben. Dies ist alles ausführlich
dargelegt in Der Theologe Nr. 1 - Wer folgt Luther
nach, und wer folgt Christus nach? Und als solche Systeme haben sich die
römisch-katholische und die evangelisch-lutherische Kirche in der Geschichte
auch immer wieder präsentiert, wenn ihnen von der Politik freier Lauf gelassen
wurde.
So kann man auch fragen: Wir wurden denn
die Brasilianer und andere Südamerikaner einst römisch-katholisch? Sie
wurden im 15. Jahrhundert durch Eroberungskriege im Auftrag der Kirche in
Spanien und Portugal dazu gezwungen, und Millionen (!) von Menschen, die sich
nicht bekehren ließen, wurden gefoltert und umgebracht. Man spricht manchmal vom
"größten Völkermord aller Zeiten" (zit. in: Publik-Forum, 31.5.1991): Bis
Mitte des 17. Jahrhunderts wurden 100 Millionen indianische Ureinwohner von den
Katholiken ermordet, durch Zwangsarbeit zu Tode geschunden, oder sie starben an
Infektionen als Folge der Verfolgungen (z. B. Südwest-Presse, 2.5.1992).
Der Vorgänger von Papst Benedikt XVI., Papst Johannes Paul II., hat dazu bei der
"Fünfhundertjahrfeier der Evangelisierung Lateinamerikas" (1492-1992) im Jahr
1991 in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik gesagt: Zwar seien die
gewaltsamen Züge dieser Evangelisierung zu verurteilen. Gleichzeitig habe sie
aber zu einer "Ausweitung der Heilsgeschichte" (d. h. der Zwangskatholisierung
der Bevölkerung) beigetragen, weswegen man im Hinblick auf die Eroberer von
einer "glücklichen Schuld" sprechen könne (Spiegel special Nr. 3/05,
S. 91). In eine ähnliche Richtung äußerte sich jetzt Papst Benedikt
XVI., der sagte, "Christus" sei der "Retter" der Indianer gewesen, "den sich die
Indianer im Stillen herbeigewünscht hätten" (AP, 15.5.2007). Diese
Äußerung "empört die Indianer" (Hamburger Abendblatt, 16.5.2007). "Nach
Angaben des katholischen Indianermissionsrats in Brasilia wurden allein in
Brasilien zwischen 1500 und 2001 etwa 1470 indianische Volksgruppen
ausgerottet."
Die Rede von der "glücklichen Schuld" ist dann katholisch und mag auch von den
Lutherischen so betrachtet werden. Aber mit Christus hat es nichts zu tun. Es
ist antichristlich. Das spüren auch immer mehr Brasilianer, die sich derzeit zu
Millionen aufmachen, um Gott und Christus anderswo zu suchen. Und auch wenn sie
dann in den Pfingstkirchen genauso wenig fündig werden, so wissen unzählige
Menschen zumindest schon einmal, wohin sie auf keinen Fall mehr zurück wollen.
Für die verbleibenden Katholiken zur
Stärkung setzt der intellektuelle Scharlatan aus Rom am 11.5.2007 einen neuen
"Heiligen" ein. Der Priester Frei Galvao (1739-1822) schrieb
einst einige Gebetsworte an Maria auf einen Zettel und knüllte diesen dann zu
einer Papierkugel zusammen. Der Gläubige sollte dann beten und mehrere
Papierkugeln (die so genannten "Pílulas") schlucken. Dieser
Zauber (dessen Erfolg wie bei jedem Zauber von der Stärke der Suggestion bzw.
des Placebo-Effekts abhängt) soll vielen geholfen haben (ausführlicher unter
http://www.caiman.de/05_07/kol_2/index.shtml). Für die Heiligsprechung durch
Benedikt XVI. entscheidend: Zwei Frauen bekamen keine Kinder. Dann schluckten
sie die Papierkugeln und wurden bald schwanger. Von der römisch-katholischen
Kirche wurden diese Schwangerschaften als Wunder von Frei Galvao anerkannt. Die
Kugeln sollen praktisch als eine Art katholische "Baby-Pille" (im Gegensatz zur
"Anti-Baby-Pille") gewirkt haben. Jede kleinere Gemeinschaft würde für solche
Praktiken jedoch lächerlich gemacht und von den Kirchenvertretern, Politikern
und Medien der Gesellschaft attackiert, vor allem von Fernsehanstalten wie dem
Bayerischen Rundfunk. Im Hinblick auf die katholische Kirche pflegt man
aber auch bei diesem Kult die übliche "Hofberichterstattung". So zeigte man in
einem Film (Stationen, Bayerischer Rundfunk, 9.5.2007) z. B. kritiklos,
wie die Gläubigen einen Geldschein auf eine Drehscheibe legen. Die
katholische Nonne legt auf der gegenüberliegenden Seite die
Frei-Galvao-Papierkugeln darauf und dreht dann die Scheibe. Dann nimmt sie das
Geld, und der Gläubige bekommt die zusammengerollten Papierstreifen.
"Auch knapp 200 Jahre nach Galvaos Tod zieht es nahezu täglich tausende Menschen
in ein Kloster außerhalb Sao Paulos, um dort seine dünnen, papierenen ´Pillen`
zu kaufen", berichten Brasilien-Korrespondenten (Netzeitung, 12.5.2007).
Dabei sind es meist arme Menschen, die sich das Geld für die Kügelchen
regelrecht vom Mund absparen, und man kann davon ausgehen, dass sich der Ansturm
auf diesen Kult nach der Heiligsprechung Frei Galvaos noch einmal vervielfacht.
Bei den Katholiken Europas kennt man
übrigens vergleichbare Kulte; z. B. die Schluckbildchen, woraus sich auch
die im Volksmund so genannten "Fresszettel" entwickelt haben (Dr. Edmund
Müller, Mittel zum Heil, Ausstellungskatalog, Beromünster 2005). Mit Jesus
von Nazareth haben diese voodoo-ähnlichen katholischen Kulte allerdings nichts
zu tun, und nachweislich nehmen die Gläubigen dabei nur Papier und eine
bestimmte Dosierung Druckerschwärze zu sich, was beides aus medizinischer Sicht
nicht gegessen werden sollte. Und
bald werden auch in Brasilien wieder Hunderttausende, denen der neue "Heilige"
Frei Galvao und seine Papierkugeln
nicht helfen, die Kirche verlassen, um Gott außerhalb der kirchlichen
Institution zu suchen.
30.4. / 7.6.2007 -
Elf Kirchen erkennen ihre Taufen künftig gegenseitig an - Wer will noch alles
mit in den Bauch der Hydra?
- Bei einer Veranstaltung am 29.4.2007 im Dom in
Magdeburg erkannten die römisch-katholische Kirche in Deutschland, die
Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie orthodoxe und
altorientalische Kirchen und einige Freikirchen ihre Taufen gegenseitig an,
insgesamt elf Kirchen. Wechselt also ein Kirchenmitglied z. B. innerhalb dieses
Verbunds die Kirche, so wird seine ursprüngliche Taufe von seiner neuen Kirche
anerkannt.
Nun hält man es für gut möglich, dass auch noch weitere Kirchen diese
Vereinbarung unterzeichnen und von den jeweils anderen anerkannt werden. Die
Hydra in der griechischen Mythologie hat zwar nur neun Köpfe, aber in ihrem
Bauch hat sie noch mehr Platz.
Alle beteiligten Kirchen praktizieren die
Säuglingstaufe, die Jesus nicht gelehrt hat. Sondern Jesus sagte
sinngemäß: "Erst lehret, dann taufet" (zum Sachverhalt: siehe
hier).
Die Taufe ist in den Kirchen jeweils eine rituelle Wassertaufe, welche die
Mitgliedschaft in der entsprechenden Institution (und teilweise auch eine
Kirchensteuerpflicht) begründet und von dieser als "heilsnotwendig" angesehen
wird. Bei Jesus und im Urchristentum gab es jedoch keine Mitgliedschaft,
geschweige denn eine Heilsnotwendigkeit einer Wassertaufe. Der Jesus
zugeschriebene Satz in Markus 16, 16 "Wer da glaubt und getauft wird, der
wird selig werden" ist eine Fälschung. So weist auch die theologische
Wissenschaft der Kirchen seit längerem auf den "unechten" und später
hinzugefügten Schluss des Markusevangeliums (Markus 16, 9-20) hin.
Auch lehrte Jesus keine rituelle
Wassertaufe an Erwachsenen. Sondern wenn er von Taufe sprach, meinte er in der
Regel die Taufe mit dem Heiligen Geist.
So erklärte auch Johannes der Täufer: "Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der
aber nach mir kommt, ist stärker als ich; ... der wird euch mit dem Heiligen
Geist und mit Feuer taufen" (Matthäus 3, 11 und Lukas 3, 16). Die
Geisttaufe von Jesus sollte also die Wassertaufe des Johannes, die ein Zeichen
der Umkehr und der Buße war, später ablösen. Doch nicht nur die Geisttaufe ist
in den Amtskirchen unbekannt.
Auch die Buße, die bei Johannes im Zentrum
seiner Wassertaufe stand, spielt in den Kirchen praktisch keine Rolle. Ein
Säugling kann z. B. überhaupt keine Buße tun, und die meisten Getauften sind
Säuglinge. Man hat den Gedanken der Buße nur ein wenig in die kirchliche
Dogmatik mit eingestreut, um einen biblischen Bezug herstellen zu können und
damit den Ursprung des Sakraments aus den antiken Götzenkulten besser
verschleiern zu können. Tatsächlich nahmen sich die Kirchen nämlich die antiken
Götter- und Herrscherkulte und ihre Einweihungs- und Aufnahmeriten (die so
genannten "Initiationsriten") zum Vorbild. Und sie institutionalisierten im
Gegensatz zu Jesus eine auch in den meisten heidnischen Kulten übliche
Wassertaufe.
Schließlich taufen die elf Kirchen, die
ihre Taufen jetzt gegenseitig anerkennen, alle auf einen angeblich
"dreieinigen" Gott, der von der
katholischen Kirche auf dem Konzil von Nizäa im Jahr 325 zum Dogma erhoben
wurde. Mit Jesus von Nazareth und den Urchristen hat aber auch dieses
kopflastige Gottesbild einer angeblichen "Dreieinigkeit" oder "Trinität" nichts
zu tun (siehe dazu auch:
http://www.theologe.de/frageundantwort.htm#Dreieinigkeit). Der einzige
biblische Hinweis am Schluss des Matthäusevangeliums (28, 19: "Taufet sie
auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes") ist nachweislich
eine Fälschung aus dem 4. Jahrhundert und er fehlt in früheren biblischen
Handschriften (z. B. in Handschriften des Kirchenvaters Euseb vor 325 bzw. in
Zitierungen bei den Kirchenvätern Justin (2. Jahrhundert) und Aphraates (4.
Jahrhundert)). Auch tauften die Urchristen entweder gar nicht mit Wasser oder
wenn doch, dann immer "auf den Namen des Herrn Jesus" oder "in
dem Namen Jesu Christi". Siehe z. B. Apostelgeschichte 8, 15 f.; 10,
44-48; 19, 3-5. Wäre die "trinitarische" Taufaufforderung im
Matthäusevangelium also echt, hätten Petrus, alle Apostel und Paulus allesamt
dagegen verstoßen, und erst die Kirche hätte es richtig gemacht.
Urchristliche "Täufer", welche das ganze
betrügerische kirchliche Kult-System bereits vor fast 500 Jahren entlarvten,
wurden sowohl auf Veranlassung der katholischen als auch der evangelische Kirche
hingerichtet (mehr dazu siehe dazu z. B. in
Der Theologe Nr. 1 und in
Der Theologe Nr. 3). Lesen
Sie dazu auch "Der Theologe Nr. 23" - Die
Sakramente und Rituale der Kirche.
25.4.2007 -
Jesus war ein Mann des Volkes, kein Intellektueller
- In der Mai-Ausgabe des Magazins Cicero
(http://www.focus.de/politik/cicero-exklusiv/cicero-ranking_did_15300.html)
wurden die "500 wichtigsten Intellektuellen" im
deutschsprachigen Raum gekürt. Platz 1: Joseph Ratzinger alias Papst
Benedikt XVI., gefolgt von den Schriftstellern Martin Walser und Günter Grass.
Dies ist einer von zahllosen gravierenden Unterschieden zu dem Zimmermann aus
Palästina. Jesus von Nazareth war ein Mann des Volkes und nicht ein Mann der
Kirche, und er war auch kein Intellektueller. Anders sein selbst ernannter
Stellvertreter. Welchen Unsinn (der ebenfalls nicht das Geringste mit Jesus, dem
Christus zu tun hat) Joseph Ratzinger dabei alles intellektuell durchdringen und
als Papst verkörpern muss, siehe z. B. bei "Der
Theologe Nr. 18" - Der Glaube der Kirche. Die römisch-katholische Kirche
sollte sich deshalb einfach nur "katholisch" oder "römisch-katholisch" nennen,
jedoch nicht länger den Namen des Mannes aus Nazareth missbrauchen, indem sie
sich weiterhin auch "christlich" nennt.
22.4. / 6.5.2007 -
Neu: Der Theologe Nr. 32:
Die Sakramente und Rituale der Kirche
Als Alternative dazu neu:
Der Theologe Nr. 33:
Die Zehn Gebote, von Freien Christen erklärt
Und: Der Theologe Nr. 34:
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Einheit, Gerechtigkeit - Leben in der
Nachfolge von Jesus
18.4. / 23.6.2007 -
Prozess gegen überzeugt evangelische
Serientäterin: Vier, fünf, sechs oder mehr Menschen getötet.
Lesen Sie die Meldung
in "Der Theologe Nr. 24".
14.4. / 17.4.2007 -
Lob für "Gegner des NS-Regimes" Hans Filbinger:
Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) unterschätzte den Unterschied zwischen
Politikern und Kirchenmännern - Günther
Oettingers Trauerrede für Ex-Marinerichter und Ex-Ministerpräsident Hans
Filbinger (CDU) lässt die grauenvolle Erinnerung an das Schicksal zahlloser
echter Gegner des NS-Regimes wach werden; und auch die Erinnerung an die 23.000
deutschen Soldaten, die den nationalsozialistischen Kriegswahn nicht bis zum
bitteren Ende durchziehen wollten und dafür von "Gegnern des NS-Regimes" wie
Filbinger zum Tode verurteilt worden sind - wie z. B. der junge Walter Gröger,
den Hans Filbinger in den letzten Kriegstagen wegen "Fahnenflucht" in Oslo
hinrichten ließ (Spiegel online, 14.4.2007), und wobei er selbst den
Feuerbefehl gegeben hatte. Vielleicht hat sich der evangelisch-lutherische
Ministerpräsident von Baden-Württemberg gedacht: Wenn ein katholischer Bischof
wie Clemens August von Galen sogar
selig gesprochen wird, obwohl er
die deutschen Soldaten "bis zum letzten Blutstropfen" in die letzten
Kriegswochen trieb, dann wird man Hans Filbinger doch wohl auch nachsehen,
dass er sich "den Zwängen des Regimes" nicht entzogen hat und in dessen Auftrag
hinrichten ließ. Und wenn die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihren
Landesbischof Hans Meiser ungeniert ehrt, da er 1934 mit seinen Anhängern
angeblich eine "Demonstration gegen den
Nationalsozialismus" - mit Heil-Hitler-Rufen und Horst-Wessel-Lied ("Es
schau´n aufs Hakenkreuz voll Hoffnung schon Millionen") - durchgeführt hätte,
dann wird man doch wohl auch Hans Filbinger als "Gegner des NS-Regimes" (AP,
dpa, 13.4.2007) während des Dritten Reiches bezeichnen dürfen.
Doch der CDU-Ministerpräsident kann den Scheinheiligkeits-Bonus für
Kirchenmänner (die ungefähr am 9. Mai 1945 schwuppdiwupp fast alle zu
"Gegnern" und "Widerstandskämpfern" gegen das NS-Regime wurden) nicht einfach
auf Politiker übertragen, auch wenn sie Kirchenchristen sind. Dass sich die
Öffentlichkeit die Geschichtsklitterung im Fall des überzeugten Katholiken Hans
Filbinger nicht gefallen ließ, gibt Hoffnung, dass bald auch offenbar wird, was
sich hinter den Masken der "seligen" kirchlichen Amtsträger verbirgt.
Schon Hans Filbinger selbst hatte
vergeblich versucht, seine Todesurteile in der NS-Zeit zu verharmlosen. Er
versuchte es ähnlich wie es z. B. die evangelische Kirche zu Gunsten ehemaliger
Nazis tat. Hans Filbinger im Jahr 1978 wörtlich: "Was damals Recht war, kann
heute nicht Unrecht sein" (z. B. Main-Post, 17.4.2007). Zum
Vergleich ein Schreiben der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD an
die US-amerikanische Militärregierung vom 26.4.1946, in dem die Kirche alle
Nazis rechtfertigte, die sich an die Gesetzgebung des Dritten Reiches hielten.
Dort heißt es wörtlich: "Dabei waren Handlungen und Gesinnungen, die heute
[1946] verurteilt werden, vom damaligen Gesetzgeber [1933-1945]
als rechtmäßig und gut eingeschätzt." Durch die nachträgliche Verurteilung
der Nazi-Justiz "wird das Rechtsempfinden erschüttert und von den Angeklagten
eine Rechtseinsicht verlangt, die man nicht erwarten kann"
(Amtsblatt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern; siehe auch
www.theologe.de/theologe4.htm).
Deshalb musste der heute 85-jährige damalige echte Kriegsgegner Ludwig
Baumann auch bis zum Jahr 2002 warten, bis die deutsche Justiz seine
Vorstrafe aus dem Jahr 1942 annullierte. Baumann wurde damals wegen Fahnenflucht
zum Tode verurteilt, überlebte aber wie durch ein Wunder in der Todeszelle den
Krieg. Der echte NS-Gegner Baumann konnte "nachts nicht schlafen vor
Empörung über Günther Oettinger" und stellte Strafanzeige gegen den
Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg
(http://www.netzeitung.de/deutschland/616670.html).
12.4. / 9.6.2007 -
Tödliche Messerstecherei, Selbstmord,
Unterschlagung, evtl. Erpressung und Drogenhandel - Kirche kommt nicht zur Ruhe
- In Deutschland leben die beiden Großkirchen sprichwörtlich "wie Maden im
Speck". Sie erhalten jährlich staatliche Milliardensubventionen, staatliche
Gehaltszahlungen für Führungspersonal, genießen staatlichen Kirchensteuereinzug,
Steuerbefreiungen, "Gefälligkeiten" und Zuwendungen in unüberschaubaren Höhen
(siehe
www.stop-kirchensubventionen.de).
In Vechta, das sich "Klein-Vatikan im Oldenburger Land" nennt, nahmen sich
Kirchenführer allerdings noch mehr. Die Rechnungsführerin der Kirchengemeinde
St. Georg zweigte von 2002-2006 insgesamt 105.000,00 Euro der Friedhofseinnahmen
auf das eigene Konto ab und ließ sich das Defizit von der Stadt Vechta "zu
Lasten des Steuerzahlers" ausgleichen (Spiegel online, 12.4.2007).
Ähnlich trieb es ihr Vorgesetzter, der Propst des Bischöflich
Münsterschen Offizialats Vechta. Er unterschlug Spendengelder "im
sechsstelligen Bereich", nach eigenen Angaben "für karitative Zwecke".
Spiegel online schreibt: "Vermutungen, Johannes S. sei von dem Oberhaupt der
Großfamilie, Reinaldo B., erpresst worden, wollte der Anwalt des Priesters nicht
kommentieren ... Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte gleichwohl
gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass ein Zeuge den Pfarrer ´als Opfer einer Erpressung
dargestellt` habe." Und falls dies zutrifft: Womit machte sich der geistliche
Leiter des Bischöflichen Offizialats in dieser Höhe erpressbar?
Viel härter als den enttarnten Räuber im Talar, der also vielleicht noch
anderweitig erpresst wird (und für den dann Gutgläubige hätten zahlen müssen),
traf es einen anderen Priester. Ein Strichjunge beteuerte, einen vom Bistum
Trier nach Brasilien entsandten Würdenträger in Notwehr erstochen zu haben.
Der Priester habe seinerseits mit einem Messer auf ihn eingestochen, als er, der
junge Mann, sich gegen die Zudringlichkeiten des Priesters, so die Aussage des
Mannes. Der Priester war u. a. theologischer Lehrer für den Priesternachwuchs in
Brasilien (mehr dazu siehe hier).
Hier soll nicht über diese Dinge, die
nur die Spitze eines Eisbergs darstellen und im Einzelfall - wie beim
Priester-Ausbilder in Brasilien - noch auf Glaubhaftigkeit überprüft werden
müssen, geurteilt werden. Doch der Staat sollte schon jetzt aufhören, die Kirche
und ihre Praktiken mit Milliarden aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu
finanzieren. Kleinere religiöse
Gemeinschaften werden ja auch nicht vom Staat finanziert. Stattdessen werden sie
in so genannten "Sektenbroschüren" staatlich schikaniert. Doch warum klären die
deutschen Staatsbeamten darin nie über die katholische und die evangelischen
"Großsekten" auf? (Siehe dazu z. B. auch den nachstehenden Beitrag über das
Opus Dei) - vielleicht, weil die Religionsfreiheit im Grundgesetz und das
Gleichbehandlungsgebot gegenüber allen gesetzestreuen Gemeinschaften nur
liberale Fassaden sind. Stattdessen gibt es faktisch zwei Staatskirchen (was den
Steuerzahler zudem doppelt so teuer kommt wie nur eine Staatskirche).
PS: Auch in der Evangelischen Kirche
häufen sich die Verbrechen und Skandale: So wurde zuletzt der evangelische Dom
in Halberstadt vom verantwortlichen Küster als Drogenumschlagsplatz bzw. Depot
u. a. für Heroin, Kokain und Marihuana genutzt. Und erst vor wenigen Wochen
begannen die Ermittlungen gegen den Ehemann einer evangelischen Pfarrerin aus
Eckernförde, der im Pfarrhaus Drogenhandel betrieben haben soll. In dieser
Gemeinde hatte sich auch der Küster aufgehängt, nachdem man ihn zuvor überführt
hatte, Spendengelder gestohlen zu haben (siehe dazu unsere Meldung
hier).
Und was wäre passiert, wenn auch nur eines dieser aufs Ganze gesehen
unzähligen Delikte in der Kirche bei einer religiösen Minderheit passiert wäre?
10.4.2007 - Opus
Dei - der Motor der katholischen Kirche: Tugend durch Abtötung?
- Alles, was die kirchlichen "Sektenbeauftragten" neuen religiösen Bewegungen -
meist zu Unrecht - vorwerfen, praktizieren sie in Wirklichkeit selbst. Beispiel
Opus Dei: Dessen Gründer Josemaría Escrivá de Balaguer (1902-1975) wurde am
6.10.2002 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Es handelt sich also
bei Opus Dei nicht um eine römisch-katholische Randerscheinung, sondern um eine
Bewegung aus dem Zentrum. Viele halten den einflussreichen Orden für den
eigentlichen Motor der römisch-katholischen Kirche. Worum es dabei unter anderem
geht, darüber berichtete das ZDF in Frontal 21 am 10.4.2002. Der
komplette Text der Sendung ist einsehbar unter
http://www.zdf.de/ZDF/download/0,5587,5000716,00.pdf.
30.3. / 4.4.2007 -
In diesem Jahr kein Osterbraten - denn das hat
Jesus nicht gewollt. / Katholischer Journalist Hartmut Stumpf rechtfertigt
Ermordung von Tieren mit der Auferstehung von Jesus und verhöhnt damit den Mann
aus Nazareth - Besonders für kleine
Schafe ist das Osterfest ein Horror. Sie werden zuvor zu Hunderttausenden ihren
Müttern weggenommen und abgestochen, damit sich die kirchlichen Christen an der
Auferstehung Jesu laben können.
Als Beispiel sei auf den Fernseh-Journalisten Hartmut Stumpf vom Bayerischen
Rundfunk (BR) hingewiesen, einem fanatischen Katholiken. In seinem Magazin
Unkraut warb er für das Osterlamm: "Es steht für das höchste Fest der
Christenheit und es versinnbildlicht den Auferstandenen. Und die christliche
Freude darüber, die zeigt sich durch die ganze Gestaltung dieses Osterfestes,
denn nicht nur die Seele soll sich laben, sondern auch der Leib" (2.4.2007).
Anschließend wird in der Sendung ein Rezept für den Osterlamm-Braten
vorgestellt. Doch Jesus hat niemals so etwas gewollt. Mit dem Glauben, die
getöteten und verspeisten Lämmer versinnbildlichen "den Auferstandenen",
wird der Mann auf Nazareth verhöhnt und zudem das große Leid der Tiere einmal
mehr ignoriert. Nach römisch-katholischem Glauben haben
Tiere weder eine unsterbliche Seele noch Gefühle (stattdessen nur Instinkte und
"andressierte" Verhaltensmuster; mehr dazu siehe z. B.
hier).
In Wirklichkeit sind die Hüter des römisch-katholischen Kultes und ihr
treuer Gefolgsmann Hartmut Stumpf dermaßen verhärtet und abgestumpft,
dass sie die Gefühle der Tiere und ihre Schmerzen nur nicht wahrnehmen.
PS: In einer anderen
Unkraut-Sendung
(vom Januar 2003) hatte sich Hartmut Stumpf auch als katholischer Inquisitor
hervorgetan, der vegetarische Urchristen, die aus der Kirche ausgetreten sind,
auf niederträchtige Art und Weise verleumdet hat.
Und: Schon die Zeitgenossen von Jesus hatten eine Art "Osterlamm"
geschlachtet, man nannte es "Passahlamm". Doch Jesus hat mit dieser grausamen
Tradition gebrochen. Lesen Sie mehr dazu
in "Der Theologe Nr. 7": Hat Jesus ein
Passahlamm gegessen?
Siehe dazu auch unsere
Meldung vom 8.12.2005.
Immer mehr Zeitgenossen sagen deshalb:
An diesen Festtagen kochen wir gesund, gut
und vegetarisch.
24.3.2007 -
Einzige Demonstration "gegen Nationalsozialismus" in München? Landesbischof
Johannes Friedrich verteidigt Meiserstraße
- Mit immer neuen Geschichtsklitterungen versucht die Evangelisch-Lutherische
Kirche in Bayern, die nach dem antisemitischen und kriegstreiberischen ersten
Landesbischof Meiser benannten Straßen zu erhalten. Nachdem bereits der Stadtrat
von Ansbach an der Bischof-Meiser-Straße festhält, will die Kirche nun in
München die Meiserstraße unbedingt behalten, nachdem die Bischof-Meiser-Straße
wenigstens in Nürnberg umbenannt worden war. Die evangelische Zeitschrift
idea-spektrum gibt zum Konflikt in München die Meinung von Landesbischof
Johannes Friedrich wieder, eine Straßenumbenennung sei "´nicht die richtige Form
der Vergangenheitsbewältigung`. Immerhin habe 1934 in der heutigen Münchner
Meiserstraße die einzige Demonstration in München gegen den Nationalsozialismus
stattgefunden, nachdem die Machthaber Bischof Meiser unter Hausarrest gestellt
hatten, weil er die Landeskirche nicht der Reichskirche unterstellen wollte"
(Nr. 12/2007). Dies ist allerdings eine Verhöhnung aller der
Münchner, die wirklich "gegen den Nationalsozialismus" waren und
die - wie z. B. die Geschwister Scholl - auch ihr Leben dafür ließen. Denn
was passiert bei der angeblich "einzigen Demonstration gegen den
Nationalsozialismus" am 11.10.1934? Die evangelischen Demonstranten rufen
"Heil Hitler" und "Heil Meiser", und Landesbischof
Meiser stimmt von seinem Balkon aus ein dreifaches "Sieg Heil" auf
"Führer, Volk und Vaterland" an. Dann wird unter anderem das
Horst-Wessel-Lied gesungen. Es lautet:
Die Fahne hoch! / Die Reihen fest geschlossen! /
SA marschiert / Mit mutig festem Schritt
|: Kam'raden, die Rotfront und Reaktion erschossen / Marschier'n im Geist / In
unser'n Reihen mit :|
Die Straße frei / Den braunen Bataillonen / Die Straße frei / Dem
Sturmabteilungsmann!
|: Es schau'n aufs Hakenkreuz voll Hoffnung schon Millionen / Der Tag für
Freiheit / Und für Brot bricht an :|
Zum letzten Mal / Wird Sturmappell geblasen! / Zum Kampfe steh'n / Wir alle
schon bereit!
|: Schon flattern Hitlerfahnen über allen Straßen / Die Knechtschaft
dauert / Nur noch kurze Zeit! :|
Und das soll eine Demonstration "gegen" den
Nationalsozialismus sein? Ca. fünf Jahre später treibt dann auch Landesbischof
Meiser seine evangelischen "Schafe", die schon 1934 "zum Kampfe" bereit standen,
in den 2. Weltkrieg, um die hier 1934 im Horst-Wessel-Lied besungene
"Knechtschaft" endgültig zu beenden. Und die daheim Gebliebenen lässt Meiser für
den "baldigen Endsieg" beten (z. B. Amtsblatt für die Evangelisch-Lutherische
Kirche in Bayern am 26.6.1940).
Der Herausgeber des berüchtigten antisemitischen Hetzblattes Der Stürmer,
Julius Streicher, ist deshalb auch von dieser kirchlichen "Demonstration
gegen den Nationalsozialismus" (Landesbischof Johannes Friedrich)
im Oktober 1934 "sichtlich ergriffen" (Junge Kirche, 1934,
S. 808 ff.). Dies teilt er dem Führer Adolf Hitler persönlich mit. Und auch
dieser ist offenbar von der "Anti-Nazi-Demonstration" der Kirche beeindruckt.
Denn Hitler lädt Landesbischof Meiser darauf hin zum persönlichen Gespräch ein
und verspricht ihm ca. drei Wochen später, dass die bayerische Landeskirche
nicht - wie ursprünglich geplant - der Reichskirche unterstellt wird. Der
kurzzeitige "Hausarrest" für Meiser ist selbstverständlich aufgehoben, und
Meiser wird von der nationalsozialistischen Regierung wieder hochoffiziell als
Landesbischof der Landeskirche bestätigt. Und dieser "Erfolg" von Meiser und
seinem Kirchenvolk soll nun ein Grund sein, die Meiserstraße in München
beizubehalten? Für wie dumm hält die Kirche eigentlich die Bürger?
Siehe dazu auch unsere Meldung vom 11.2.2007. Weitere
Fakten zu Landesbischof Meiser lesen Sie in "Der
Theologe Nr. 11" - Der Antisemit Hans Meiser als erster Landesbischof der
Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern.
20.3.2007 -
Vergebungsbitte der Kirche im Bamberger Dom - ehrlich oder Taktik?
Das Bistum Bamberg feiert 2007 sein 1000-jähriges Bestehen und hat am 11.3.2007
auch eine Vergebungsbitte ausgesprochen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
13.3. / 17.7.2007 -
"Wir fliegen in den Krieg" - Deutschland im
heimlichen Angriffskrieg - Im krassen
Widerspruch zum deutschen Grundgesetz beschloss der deutsche Bundestag
mehrheitlich die Entsendung von Kampfbombern in den Afghanistan-Krieg, den so
genannten Tornados (auch die Fraktion der GRÜNEN stimmte mehrheitlich dafür, wie
schon für den Kosovo-Krieg und für den Beginn des Afghanistan-Krieges). Zwar
werfen die Deutschen die Bomben nicht selber ab, sondern sagen "nur" der USA,
wohin diese die Bomben werfen müssen. Doch der Unterschied ist minimal. Da keine
der afghanischen Kriegsparteien Deutschland bis dahin etwas getan hat, handelt
es sich um einen Angriffskrieg. Die USA führen solche "präventiven"
Angriffskriege "gegen den Terror" ohne Zustimmung der UNO seit Ende 2001 und
wollen auch die Deutschen immer weiter mit hinein ziehen. Denn man braucht die
eigenen Kapazitäten wohl schon für die nächsten Kriegsziele.
Um die überwiegend kriegsunwillige deutsche Bevölkerung ruhig zu halten, denken
sich die Politiker trickreiche Konstruktionen aus: So heißt es, die Bundeswehr
wäre im Rahmen des von der UNO eingesetzten ISAF-Einsatzes (International
Securitiy Assistance Force) tätig. Gleichzeitig ist sie aber auch Teil des
andauernden weltweiten Krieges mit den Namen "Enduring Freedom", der
unter dem Oberkommando der USA geführt wird und der mit der UNO nichts zu tun
hat. Im Rahmen dieses Krieges sind seit 2001 auch Tausende unschuldiger
Zivilisten getötet worden. Das wird jedoch gerne verheimlicht. Denn ein großer
Teil der Bevölkerung hat in der Schule auch noch gelernt,
Deutschland übe sich in Deeskalation von Konflikten, nicht im Führen von
Kriegen, wie es seit 1999 (Kosovo-Krieg der Regierung Schröder (evangelisch) /
Fischer (katholisch)) praktiziert wird.
Eine Verfassungsklage der Abgeordneten
Peter Gauweiler (CSU) und Willi Wimmer (CDU) gegen den erweiterten Kriegseinsatz
Deutschlands in Afghanistan wurde bereits abgewiesen. Auch die Klage der
Linkspartei. Derweil schaffte die Bundeswehr erste vollendete Tatsachen. "Wir
fliegen in den Krieg", schreibt Bild am 3.4.2007.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom:
23.9.2006
28.10.2006
7.1.2007
sowie den Artikel: Die Lunte brennt - Wohin treibt der Afghanistan-Krieg?
vom Dezember 2001
http://www.das-weisse-pferd.com/01_12/afghanistan.html
Für den Krieg
müssen wir auch wieder Millionen oder gar Milliarden Euro an Steuergeldern
aufbringen, die woanders fehlen. Z. B. gehen alleine die Unterhaltskosten der
Tornado-Flotte in die Zig-Millionen. Nach einer Stunde Flug muss das
Kriegsflugzeug nämlich 20 Stunden gewartet werden
(AP, 13.4.2007),
und bis jetzt erlitten nur bei Übungen schon 44 Tornados Totalschaden durch
Abstürze, Kollisionen und Brände.
Und glaubt die deutsche Regierung Merkel-Müntefering im Ernst, dass die
Islamisten, die in Afghanistan vor dem NATO-Angriff im Jahr 2001 die Regierung
stellten, ohne schlimme Folgen für die Bundesrepublik Deutschland und die
anderen NATO-Staaten einfach von der Erdoberfläche weggebombt werden können?
Vielmehr gilt, was schon in der Bibel (Galaterbrief 6, 7) steht: "Was der
Mensch sät, das wird er ernten." Das heißt z. B. auch: "Wer Krieg sät, wird
Krieg ernten."
PS: Die Kirchen lehren jedoch, dass dies nur manchmal so ist,
nicht immer. Und Angela Merkel ist evangelisch, Franz Müntefering katholisch,
und auch die übrigen Minister sind meistens evangelisch oder katholisch.
Aktualisierung [18.5. / 23.6.2007]
Drittes
Selbstmordattentat gegen die Bundeswehr - Deutsche Armee als Teil des Krieges
"Enduring Freedom" / Immer mehr Zivilisten werden versehentlich mit getötet:
Während die NATO im April und Mai 2007 wöchentlich die Anzahl der von ihr im
Rahmen von "Enduring Freedom" getöteten Taliban-Soldaten im zwei- oder
dreistelligen Bereich verkündet, schlagen die Islamisten teilweise in
Guerilla-Taktik zurück. Zeitgleich zur Meldung über 67 getötete Taliban am
18.5.2007 im Osten Afghanistans werden im Norden drei deutsche NATO-Soldaten von
zwei Taliban-Selbstmordattentätern in die Luft gesprengt und getötet. Es ist das
dritte Selbstmordattentat gegen die Bundeswehr in Afghanistan. Und damit erhöht
sich die Zahl der auf diese Weise getöteten Deutschen von 5 auf 8. Hinzu kommen
13 bei Unfällen getötete Soldaten.
Anlässlich des Attentats auf die Bundeswehr
bestätigte der römisch-katholische "Verteidigungs"-Minister
Franz Josef Jung noch einmal, dass die deutsche Armee nicht nur im Auftrag der
UNO tätig ist, sondern auch als Teil des von der USA geführten weltweiten
Krieges "Enduring Freedom" (z. B. Main-Echo, 24.5.2007).
In diesem seit 2001 geführten Krieg hat die USA schon nachweislich mit massiven
Lügen zur Täuschung der Weltöffentlichkeit gearbeitet, z. B. zu Beginn
des völkerrechtswidrigen Einmarsches in den Irak im Jahr 2003. Der evangelische
Präsident George W. Bush setzt dort weiter auf den militärischen Sieg und
kündigt für den Sommer 2007 bereits "mehr Opfer auf allen Seiten" an (ARD,
Tagesschau, 24.5.2007).
Mittlerweile informieren Irak-Kriegs-Veteranen immer mehr über die
Gräueltaten der Enduring-Freedom-Truppen an der Zivilbevölkerung vor
allem im Irak. "Veteranen beschreiben in ´The Nation`, dass US-Soldaten
rücksichtslos um sich feuern, sobald sie das Militärgelände verlassen. Einige
schossen demnach Löcher in Benzinkanister, die am Wegesrand verkauft werden, um
dann Granaten in die Benzinpfützen zu werfen. Andere eröffnen das Feuer auf
Kinder – unter den Augen der Iraker. Es existieren sogar Fotos, auf denen
Soldaten irakische Leichen schänden. Auf einem Bild soll ein Soldat so tun, als
ob er das verspritzte Gehirn eines toten irakischen Mannes mit seinem braunen
Plastik-Löffel der Armee essen wollte." Und: "Das Kämpfen mitten in belebten
irakischen Innenstädten – auf Marktplätzen und in engen Wohnvierteln – führt
dazu, dass die US-Soldaten Gewalt völlig wahllos einsetzen und tausendfach
Unschuldige töten"
(http://www.focus.de/politik/ausland/tid-6860/irak-krieg_aid_66752.html).
So frisst sich der kirchenchristliche Westen auf solche Weise immer weiter
mordend in die islamische Welt hinein und wundert sich dann, dass auch der
gewalttätige Islamismus immer mehr zunimmt. Eigentlich müssten die US-Truppen
Morde und Tötungen Unschuldiger verfolgen, doch ein Armeevertreter resigniert:
"´Man kann gar nicht jedes Mal eine Untersuchung einleiten, wenn ein Zivilist
verletzt oder getötet wird, weil es ganz einfach so oft passiert und man sonst
die ganze Zeit nichts anderes tun könnte`, sagt Leutnant Jonathan Morgenstein."
Die Bundeswehr sollte auch deshalb nicht Teil der Enduring Freedom-Truppen sein.
Zu Opfern von
"Enduring Freedom" zählen in diesem
Sommer auch in Afghanistan vor allem immer mehr unbeteiligte Zivilisten.
Zuletzt kamen wieder 25 Zivilisten ums Leben, darunter Frauen und Kinder, die
bei einem NATO-Luftangriff auf Taliban-Soldaten ebenfalls mit in Stücke gerissen
wurden. Erst einige Tage zuvor versteckten sich islamistische Kämpfer unter
Kindern, weswegen sieben Kinder bei dem Angriff gleich mit getötet wurden. In
der Vergangenheit bombte die NATO manchmal auch auf Verdacht bzw. irrtümlich,
und sie verwandelte z. B. eine Hochzeitsfeier in ein Blutmeer mit Dutzenden von
Toten. Mittlerweile hat der afghanische Präsident Karsai die ISAF-Truppen scharf
kritisiert und um Absprache aller Angriffe mit der afghanischen Regierung
aufgefordert. Wegen der deutschen Beteiligung am Krieg "Enduring Freedom" drohen
jetzt auch Deutschland Selbstmordattentate von islamistischen Kriegern
(Nachrichtenagenturen am 23.6.2007).
28.2. / 13.3.2007 -
Fehlende Austrittsbescheinigungen - Großkirchen
demonstrieren ihre Macht und erschleichen sich Hunderttausende von Euro
- Man könnte es "Betrug" nennen, was die Kirche in Berlin tut - obwohl es
juristisch nicht als "Betrug" gilt. Und obwohl die Kirche bereits in zahllosen
Zivilprozessen gegen Kirchenaussteiger gewonnen hat, ist sie schon jetzt der
moralische Verlierer ihrer eigenen Machenschaften.
Worum es dabei geht, musste als einer von vielen auch der Stern-Reporter
Claus Lutterbeck und seine Ehefrau erleben, nachdem sie ins Visier der
kirchlichen Anwälte und Finanzbeamten geraten waren. Die Kirche kassierte bei
beiden rückwirkend für die Jahre 2003 und 2004 über das Finanzamt Kirchensteuer
ab - obwohl der Reporter schon im Jahr 1976 ausgetreten war und seine Frau 1971.
Nachdem die beiden neu in Berlin zugezogen waren, respektierte die Kirche
einfach die amtliche Eintragung "konfessionslos" nicht mehr. Sie erklärte Claus
Lutterbeck kurzerhand zum Mitglied der evangelischen Kirche und seine Frau zum
Mitglied der römisch-katholischen Kirche und ließ bei beiden ohne Rücksprache
einfach abkassieren.
Erst nachdem das 1971 für Lutterbecks Frau zuständige katholische Pfarramt ihr
eine Kopie ihres damaligen Austritts zusandte, wurde ihr der anteilige Betrag
zurückerstattet. Doch "eine Entschuldigung gab es nicht. Auch keine Auskunft
darüber, wer dem Finanzamt die Falschmeldung gab, wir seien Kirchenmitglieder,"
schreibt Lutterbeck im Stern (22.2.2007).
Aus anderen Quellen ist jedoch bekannt, dass die Kirche z. B. in der Kindheit
der Bürger nachforschen lässt (siehe
hier). Stößt sie dabei auf eine Säuglingstaufe, wird der Betroffene
unter Umständen wieder zum Kirchenmitglied gemacht. Dabei vertritt die Kirche
die Rechtsauffassung, dass ein ehemaliges Mitglied im Konfliktfall die
Beweispflicht seines Austritts hätte.
Und was das bedeuten kann, erlebte der
Stern-Reporter selbst. Nachdem auch er um eine Austrittsbestätigung gebeten
hatte, erfuhr er bei der für ihn zuständigen evangelischen Behörde in Bonn, dass
das Austrittsregister schlampig geführt wurde und nicht alle Austritte
eingetragen wurden. Offiziell klang dies jedoch so: "Eine Überprüfung in unserem
Archiv ergab, dass Herr Lutterbeck nicht aus der Kirche ausgetreten ist." Ein
Skandal, denn tatsächlich wurde nur kein Vermerk gefunden. Zunächst verschwiegen
wurden jedoch die erst später zugegebenen "Lücken" im Archiv. Und die parallel
angelegten Unterlagen im Bonner Amtsgericht, bei dem der Austritt damals
rechtmäßig erfolgte, hatte man dort natürlich turnusgemäß nach 10 Jahren
vernichtet.
Nicht schlampig und lückenhaft geführt werden jedoch die kirchlichen
Taufregister, die als Grundlagen für die Zahlungspflicht dienen. Und auch im
Fall des Stern-Reporters legten die Finanzbehörden ihm eines Tages eine
Kopie seines Taufscheins vor und erklärten ihm bei diesem Anlass, dass er
verpflichtet sei, seinen Austritt zu beweisen, wenn er die eingezogene
Kirchensteuer zurück haben möchte. Und dieser gab sich alle Mühe: "Ich legte
... eine Bescheinigung meines Arbeitgebers vor, wonach mir seit 1976 keine
Kirchensteuer abgezogen wurde. Ebenso ein Dokument des Einwohnermeldeamtes, das
mir bei meiner Heirat 1984 bescheinigt hatte, konfessionslos zu sein. Ich bot
eine eidesstattliche Erklärung meiner 80-jährigen Mutter an. Alles juristisch
irrelevant, triumphierte der Kirchenjurist Dr. Arne Ziekow, deutsche Richter
interessieren sich nur für das Austrittsdokument. Wo ich es herbekomme, sei mein
Problem, rechtlich sei die Kirche nicht verpflichtet, diese Dokumente
aufzubewahren. Da wünschte mir Dr. Ziekow viel Glück: Man sei schon oft verklagt
worden, ich dürfe raten, wie viele Prozesse man verloren hatte. Keinen! Er
lächelte sanft" (Stern, 22.2.2007).
Und solche Urteile haben wohl auch damit zu tun, dass die meisten Richter
entweder evangelisch oder katholisch sind (siehe dazu auch die Meldung
Neutrale Richter
gesucht!). Und was diesen Skandal besonders groß macht: In der
Regel wurde in den letzten Jahrzehnten bei einem Kirchenaustritt nämlich
überhaupt kein Austrittsdokument ausgehändigt. Weder in der Bundesrepublik
geschweige denn in der ehemaligen DDR. Dies geschah meist nur "auf Verlangen".
Es genügten das amtliche Protokoll der Austrittsbehörde und deren Meldungen an
die Finanzbehörde und die Kirchenbehörde. Deshalb besitzen Millionen von
Bundesbürgern keine amtliche Kirchenaustrittsbescheinigung - eine Zeitbombe,
wenn das Beispiel der Kirchen in Berlin und Brandenburg Schule macht.
Der Stern geht davon aus, dass die Kirche auf diese Weise wohl schon
"Hunderttausende von Euro" abgezockt hat - alles Geld, das sie
zu Unrecht aus gutgläubigen Menschen herausgepresst hat. Bei dem Reporter
erstattete die Kirche "bizarrerweise" schließlich die falsch eingezogene
Kirchensteuer für 2003, behielt aber zu Unrecht die ebenfalls falsch eingezogene
Kirchensteuer für 2004. Claus Lutterbeck legte Widerspruch ein, weil ihm diese
kirchliche Gnade zu wenig war, und er schreibt: "Auf eine Antwort oder das Geld
warte ich bis heute. Ob diese Abzocke rechtens ist, wird nun ein Berliner
Gericht entscheiden."
Wenn also schon ein versierter
Journalist kaum gegen die Juristen der Kirche ankommt, um wie viel mehr hat dann
wohl ein einfacher Bürger Probleme, gegen die evangelischen und katholischen
Finanzhaie sein Recht zu bekommen. Dazu
ein Tipp: Kinder gar nicht erst taufen lassen. Dann erspart man ihnen später
die Kirchensteuer. Die kirchlichen Lehren über die Taufe sind ohnehin
eine Irreführung, Lüge und Schaumschlägerei. Auch wollte Jesus niemals eine
Kindertaufe; vgl. dazu z. B. unsere Meldung oben, sowie
die Meldung vom 17.12.2006.
www.theologe.de/freiechristen1.htm#Saeuglingstaufe.
www.theologe.de/freiechristen.6.htm#Taufe
Sowie "Der Theologe Nr. 40" - Die
kirchliche Taufe - Angelhaken aus dem Jenseits
Doch das ist noch lang nicht alles: In
Deutschland müssen auch Kirchenaussteiger, Moslems, Juden usw. jährlich über 14
Milliarden Euro zusätzliche Subventionen für die beiden Großkirchen aufbringen.
Und dies ebenfalls ganz "legal". Siehe dazu
www.stop-kirchensubventionen.de
Siehe zu diesem Thema auch unsere
Meldung vom 17.12.2006.
28.2.2007 - Das
Jubiläum rückt näher: 1517 - 2017: 500 Jahre Reformation
- Lesen Sie dazu das Thesenpapier
Evangelische Kirche ist nicht
christlich
28.2.2007 -
Nach Kirchenaustritt - "Kirche outet
Homosexuellen" - Die Frankfurter
Rundschau berichtet am 27.2.2007 unter der Überschrift Kirche
outet Homosexuellen nach Austritt über einen massiven Verstoß gegen den
Datenschutz. Das für Kirchenaustritt zuständige Amtsgericht in Frankfurt
informierte nach dem Austritt des Mannes die römisch-katholische Kirche -
allerdings nicht nur über den Austritt, sondern auch über dessen "eingetragene
Lebenspartnerschaft". In seiner streng katholischen Familie hatte der Mann diese
bis dahin verheimlicht, doch nach deren Bekanntgabe durch das Amtsgericht an die
Kirche kannte bald sein ganzes Heimatdorf seine sexuelle Gesinnung. Mit
schlimmen Folgen: "Nach dem unfreiwilligen Outing in seiner früheren
Heimatgemeinde im ländlichen Raum brach die Familie mit dem Homosexuellen. In
dem Dorf werde er wie ein Aussätziger behandelt, klagte er. Dokumentiert hat den
Fall der Hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronnefitsch ... Bei dem
Kirchenaustritt hätte die Information über die eingetragene Lebenspartnerschaft
nicht an die Kirche gehen dürfen. Nur die Daten über Ehen zwischen Mann und Frau
dürfen weitergegeben werden, kritisiert der Rechtsprofessor in seinem Bericht."
Eines blieb dem Ex-Kirchenmitglied allerdings erspart: Früher hätte man ihn
wahrscheinlich verbrannt. Die spätere ewige Hölle dichtet man ihm jedoch auch
heute noch an.
PS:
In Berlin und Brandenburg werden Kirchenaussteiger wieder finanziell
abgezockt. Wer dort neu zuzieht und keine Kirchenaustrittsbescheinigung
vorlegen kann (war bis vor kurzem in Deutschland noch nie notwendig, geschweige
denn in der früheren DDR, weswegen in der Regel überhaupt keine Bescheinigungen
ausgestellt wurden), wird wieder als kirchensteuerpflichtig geführt. Zu diesem
Zweck schnüffeln Staat und Kirche in den Kirchenbüchern nach einem evtl.
Taufeintrag. Wird ein solcher gefunden, hat dies im Einzelfall schon zu
langwierigen Auseinandersetzungen und ungerechtfertigten Zahlungen an die Kirche
geführt. Siehe dazu unsere Meldung vom 28.2.2007 und vom
17.12.2006.
PS:
Mehr über die Scheinheiligkeit in der Kirche lesen Sie in:
"Der Theologe Nr. 24" -
Kirchlicher Glaube und die Hölle auf Erden
26.2.2007 -
Streit um Sex: Bibeltreuer "Christ" ersticht
seinen Sohn - Mit Christus hat sein
Verhalten nichts zu tun. In der Bibel findet er jedoch Bestätigung. Warum ein
evangelischer Bibel-Anhänger seinen Sohn ersticht. Lesen Sie dazu die Meldung in
"Der Theologe Nr. 24" -
Kirchlicher Glaube und die Hölle auf Erden.
25.2.2007 - Die Erde
schüttelt allmählich die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren
besten Freund zum Feind gemacht
- 13 Jahre Zeit hätte die Menschheit noch, um
ihren Planeten zu retten, beschwört die aktuelle UN-Klimastudie (z. B. Bild,
24.2.2007). Andere vergleichen das Weltenschiff jedoch längst mit der
"unsinkbaren" Titanic, auf der die Menschen an Bord bis zuletzt mit Musik
unterhalten werden. Doch ob man "Näher, mein Gott zu Dir" spielt (wie bis
zuletzt auf der Titanic) oder sich in einen Bewusstseinswandel hinein zu rocken
versucht (wie am 7.7.2007 bei einem großen Konzert zur Rettung der Erde) - eine
ernsthafte Umkehr einer Mehrheit von Menschen wird ohnehin nicht erfolgen, und
selbst damit wäre diese Zivilisation nicht mehr zu retten.
Und so neigt sich der Bug des Ozeanriesen Titanic immer steiler in das Meer
hinein: Weiterhin wird in den "guten Freund" Erde kräftig hinein gebombt (schon
wieder ist ein größerer Krieg geplant), mit grausamsten Stoffen experimentiert,
die Böden vergiftet, die radioaktive Verseuchung vorangetrieben, die
Weltmeere weiter verseucht, der Schutzschild in der Atmosphäre durchlöchert usw.
Auch werden die Mitgeschöpfe der Menschen, die Tiere, in einer in der Geschichte
der Menschheit weiterhin beispiellosen Bestialität vernichtet (Schlachthöfe,
Tierversuche, Jagd, Zerstörung der Lebensräume usw.). Zudem wird derzeit
verschwiegen, dass die Massentierhaltung und der Fleischkonsum einen,
wenn nicht sogar den entscheidenden Anteil an der Katastrophe hat. Sie
tragen zur Klimakatastrophe genauso viel bei wie der gesamte weltweite Verkehr -
und hier wird von den Verantwortlichen nichts unternommen, weil man natürlich
weiter Fleisch und Wurst konsumieren will. Immer mehr Flächen werden so für die
"Schlachttier"-Haltung gerodet, der Wasser- und Getreideverbrauch ist gigantisch
(und fehlt hungernden Menschen), die zur Schlachtung gezüchteten Rinder stoßen
im Übermaß das für die Klimaveränderung mitverantwortliche Methan aus, die
"Abfallprodukte" der industrialisierten Landwirtschaft tun ihr übriges usw.
(siehe die umfangreiche einschlägige Literatur; z. B. auch
Fleischessen zerstört nicht nur den Regenwald) - alles nur für den
kulinarischen Fleischgenuss auf Kosten der gequälten Tiere.
Man könnte insgesamt sagen: Der überhebliche und gefühlsarme Mensch hat sich
seinen besten Freund, die Mutter Erde, zum schlimmsten Feind gemacht. Und die
furchtbar gequälte Erde kann ihren Peiniger nicht mehr tragen und versucht ihn
abzuschütteln, um gesunden zu können. Es ist alles bereits im Gange. Die
täglichen Nachrichten bezeugen es.
Und wer trägt die Schuld? Sicher viele. Doch wer trägt die Hauptschuld?
Wer posaunt seit vielen Hundert Jahren, er würde die Sache "Gottes" auf der Erde
vertreten? Wer verehrt seinen Anführer auch als "Lenker des Erdkreises"? Und wer
hat die Menschen aufgefordert, sich den Planeten Erde mit Gewalt "untertan" zu
machen? Wer hat immer wieder Kriege befürwortet und Waffen gesegnet? Und wer hat
selbst Atombomben mit Hinweis auf ein nebulöses Jenseits verharmlost? Und wer
hat den Tieren die unsterbliche Seele und die Leidensfähigkeit abgesprochen? Wer
hat die Beseeltheit der Natur als "heidnischen Pantheismus" kritisiert? Und wer
hat sich mit den Lippen zwar hier und da für die "Bewahrung der Schöpfung"
ausgesprochen, doch die Aufklärung über Zusammenhänge verhindert? Wer hat in den
letzten ca. 30 Jahren diejenigen, die auf Ursachen und Folgen hinwiesen, als
"Sektierer" und "Endzeit-Apostel" verhöhnt, verspottet und bekämpft? Wer
verweigert sich einer anderen Behandlung von Natur und Tieren, weil er
Schlächter, Massentierhalter, Metzger, Jäger, Naturschänder, Chefs der
Wurstkonzerne, Versuchstier-Ärzte usw. als Mitglieder halten will? Wer
plaudert gemütlich von der Apokalypse und veräppelt die Menschen, indem er
lehrt, Gott werde schon irgendwie eingreifen, indem er die Gläubigen
entweder im Diesseits irgendwie schützet (damit sie hinterher weiter Tiere
schlachten und verspeisen und Bomben auf die "Bösen" abwerfen können) oder indem
er sie im Jenseits gleich in die "Herrlichkeit" befördert (nach dem Motto "Nach
mir die Sintflut - ich schau mir´s vom Himmel aus an")? Wer verhöhnt das
Urwissen der Menschheit, welches lautet "Was der Mensch sät, das wird er
ernten", indem er stattdessen lehrt "Allein der Glaube genüge"? Oder indem er
lehrt: "Die Hostie stärkt dich zur ewigen Seligkeit"? Und wer verhöhnt den
Schöpfergott, indem man Naturkatastrophen immer wieder scheinheilig zu seinen
"Geheimnissen" erklärt anstatt die menschlichen Ursachen dafür zu suchen und zu
finden? Mehr dazu auch in unserer Meldung zum Jahresanfang 2007 (siehe
unten).
11.2. / 24.2.2007 -
München: Evangelische Kirche will antisemitischen
Bischof weiter ehren - Mit Zähnen und
Klauen wehrte sich die evangelische Kirche in Bayern lange gegen die Umbenennung
der Nürnberger Bischof-Meiser-Straße (die demnächst Spitalgasse heißt). Jetzt
droht München ein ähnlich zähes Schauspiel. Auf Wunsch der Kirche hat der
Ältestenrat des Stadtrats die Entscheidung über die Münchner Meiserstraße
zunächst verschoben. Und die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: "Wo ein
klares Wort nötig gewesen wäre, gab es bloß Bedenkenträgereien, die durchaus die
Frage nahe legen, in welchem Zustand sich eine Kirche befindet, die nicht von
der Ehrung eines bekennenden Antisemiten lassen will" (10./11.2.2007).
Während andere Institutionen ihre Geschichte ehrlicher aufarbeiten, verklärt und
verbrämt die Kirche nicht nur hier ihre blutige bzw. todbringende Vergangenheit
und weist z. B. auf die "Verdienste" von Bischof Meiser (Landesbischof von
1933-1955) zum Wohl seiner Kirche hin. Z. B. setzte er bei Adolf Hitler durch,
dass innerhalb der Kirche er, Meiser, der "Führer" sei und die Nazis dies zu
respektieren hätten. Und so ließ er sich während des kurzzeitigen Konflikts mit
der Staatsmacht 1934 von seinen Anhängern mit "Heil-Meiser-Rufen" feiern. Die
Nationalsozialisten gaben nach. Nach einem persönlichen Gespräch bei Adolf
Hitler wurde der für einige Tage abgesetzte Landesbischof wieder in Amt und
Würden eingesetzt und behielt alle Rechte. So konnte er Kirchengesetze ohne
Zustimmung anderer nach eigenem Ermessen erlassen oder ändern.
Wer war Landesbischof Meiser? Lesen Sie dazu
Der Theologe Nr. 11. Dort wird auch ein konkreter Vorschlag für eine
Umbenennung gemacht (siehe hier).
Denn die Überzeugungen von Landesbischof Meiser trugen leider maßgeblich dazu
bei, dass Millionen von Menschen einen frühen und grausamen Tod erlitten hatten.
So weigerte er sich, gegen den Holocaust zu protestieren, und er schwieg bewusst
zum Abtransport und zur Ermordung der behinderten Mitmenschen in den
Einrichtungen der evangelischen Diakonie. Und er trieb unzählige Soldaten in den
2. Weltkrieg, indem er ihnen vorgaukelte, Gott wäre auf der Seite von
Nazi-Deutschland. Folgerichtig unterstützte er nach dem Krieg auch ein
Anwaltsbüro, das Kriegsverbrechern kostenlose Rechtsberatung anbot. Siehe
dazu auch unsere Meldung vom 24.3.2007.
23.1.2007 -
Bistum Würzburg feiert Bischof-Stangl-Jahr 2007 /
Bischof genehmigte tödlichen Exorzismus
- Anlässlich des im Bistum Würzburg gefeierten römisch-katholischen
Stangl-Jahres 2007 weisen wir auf den tödlich endenden Exorzismus an der
Würzburger Studentin Anneliese Michel im Jahr 1976 hin. Bischof Stangl
genehmigte den Exorzismus und verleugnete seine Genehmigung nach dem
barbarischen Ende der Maßnahme. Lesen Sie:
Stangl-Jahr 2007: Bischof genehmigte tödlichen Exorzismus. Was wusste Joseph
Ratzinger?
20.1.2007 -
Evangelischer Kirchentag in Köln - vom
6.6. bis 10.6.2007. Zu diesem Anlass weisen wir darauf hin.
Die Kirche ist nicht christlich.
13.1. / 25.1.2007 -
Weil er die Hostie nicht in den Mund steckte: Mann
von Dekan körperlich angegriffen. "Hostienschändung" schlimmer als
Kinderschändung? Wann stellt der Staat endlich die Finanzierung des kirchlichen
Götzenkults ein? -
Einer dpa-Meldung vom 12.1.2007 zufolge hat der katholische
Stadtdekan Johannes zu Eltz während einer Messe in der Bonifatiuskirche in
Wiesbaden einen Gläubigen geschlagen, nachdem dieser die zuvor vom Dekan
geweihte Backoblate nicht katholisch korrekt in den Mund steckte, sondern nur an
ihr geknabbert und sie dann in seine Tasche gesteckt hatte. Daraufhin soll der
Priester laut gerufen haben "Wo ist die Oblate, wo ist die Oblate?" sowie den
Mann im Verlauf der Feier so kräftig geschlagen haben, dass dieser mehrere
Prellungen am ganzen Körper und einen geschwollenen Knöchel erlitt. Nach Aussage
des Geistlichen hätte dieser den Gläubigen aber nur in "Notwehr" "festgehalten",
weil der Gläubige seinerseits den Dekan getreten hätte (Frankfurter
Rundschau, 13.1.2007). Auch andere Gläubige hätten dem Mann "die Arme
auseinander gezogen". Ob dieser "die Hostie letztlich mitgenommen oder doch
gegessen hat, konnten weder Staatsanwaltschaft noch Bistum sagen", schreibt
dpa weiter.
Nach römisch-katholischem Glauben wird die
Oblate durch die katholische Zeremonie real in Fleisch vom Körper von Jesus
verwandelt, was für viele Nichtkatholiken eine wenig appetitliche und
kannibalische Vorstellung ist. Für die Katholiken ist das Ergebnis dieser so
genannten "Transsubstantiation" dann angeblich real der "Leib Christi" (siehe
dazu einige offizielle römisch-katholische
Lehrsätze zu Oblate bzw. Hostie). Und diesen z. B. in einer Tasche mit
aus der Kirche hinaus zu nehmen, gilt nach katholischem Recht als "sehr schwere
Sünde". Der Kirchenbesucher erklärte dazu: "Ich wollte
sie mir zu Hause mal näher angucken." Was der Mann dabei vermutlich
unterschätzte: "Im katholischen Kirchenrecht ist das die schwerste Straftat,
die man begehen kann", erläutert dazu Thomas Schüller, der Kirchenrechtler
der Diözese Limburg. Das Eingreifen des katholischen Dekans sei notwendig
gewesen, wenn auch nicht der körperliche Kontakt (FR, 13.1.2007).
Dabei hatte der Wiesbadener
Gottesdienstbesucher noch Glück. Zwar erstattete die katholische Kirche bereits
Strafanzeige wegen "Störung der Religionsausübung". (Hier werden wieder
einmal Täter und Opfer vertauscht.) Doch umgekehrt zeigte der Gläubige auch den
in der katholischen Hierarchie "obersten" Priester der Landeshauptstadt
Wiesbaden wegen "gefährlicher Körperverletzung" an. Außerdem wird das kultische
"Delikt" - es zählt zur Kategorie der "Hostienschändung" bzw. von
"Hostienfrevel" - in Deutschland nicht mehr so massiv bestraft wie in einigen
anderen Ländern. In früherer Zeit wurde jedoch auch in Deutschland
vor allem jüdischen Mitbürgern "Hostienschändung" unterstellt, und diese wurden
dafür verfolgt und hingerichtet. Verfolgungen und harte Strafen gibt es
jedoch weiterhin in anderen Ländern.
Einige Beispiele aus unserer Zeit aus
Indonesien:
Ein muslimischer Händler
"empfing" die Oblate und nahm sie mit nach draußen. Urteil: Sieben Jahre Haft
ohne Bewährung. In "Selbstjustiz" zündeten die
katholischen Gottesdienstbesucher zudem darauf hin alle Verkaufsbuden
auswärtiger moslemischer Händler in Brand (zum Sachverhalt: siehe
Vatikanradio, 12.4.2002).
Einem katholischen
Mädchen fiel die Hostie beim Empfang auf den Boden. Darauf hin wurde sie von
anderen Gottesdienstbesuchern tätlich angegriffen. Möglicherweise drohte
eine "Lynchjustiz". Unter den Angreifern und den Beschützern des verängstigten
Mädchens kam es zu schweren Ausschreitungen (zum Sachverhalt: siehe
Vatikanradio, 12.4.2002).
Eine Frau hat die Oblate
in der Kirchenbank aus dem Mund genommen und unter ihren Sitz gelegt. Warum,
wird nicht berichtet. Urteil: Vier Jahre Haft ohne Bewährung (zum
Sachverhalt: siehe Vatikanradio, 29.6.2002).
Ein junger Protestant ging
mit seiner römisch-katholischen Freundin zur Messe. Aus unbekannten Gründen
steckte er ebenfalls die Hostie nicht in den Mund, worauf hin die
Gottesdienstbesucher auf ihn losgingen. Seine Gesundheit und sein Leben waren
jetzt akut in Gefahr. Die Polizei wurde gerufen und konnte den Mann erst durch
Abfeuern von Schüssen in die Luft aus der Gewalt der Katholiken befreien. Darauf
hin stürmten die gewaltbereiten Katholiken die Polizeistation und brannten sie
nieder, ebenfalls das Polizeiauto. Auch die beiden benachbarten
Polizeistationen wurden anschließend von den Katholiken niedergebrannt,
es gab viele Verletzte (The
Jakarta Post, Sinar Indonesia Baru, 9.2.2005).
Dies ist nur eine kleine Auswahl unter
Dutzenden von ähnlichen Vorfällen. Als "aufgeklärter" Europäer mag man
vielleicht vermuten: In Deutschland wäre das aber nicht möglich. Doch was ist
mit dem Stadtdekan von Wiesbaden?
(siehe oben)
Zwar hat der Amtsträger mittlerweile "angeboten", sich "dafür zu entschuldigen"
(FR, 13.1.2007). Doch wozu wären er und seine Priesterkollegen im
religiösen Eifer noch alles fähig? Und wie beurteilen z. B. die deutschen
katholischen Missionare in Indonesien die Strafmaßnahmen in ihrem Gastland?
Diese missbilligten nun nicht etwa die siebenjährige Kerkerhaft für den
Muslim, der eine Hostie mit nach draußen nehmen wollte, sondern sie schrieben
auf ihrer Homepage: "Das Urteil beschämt so manche deutsche
Richter, die die Verunglimpfung
christlicher Symbole und Werte zumeist ´auf
Kosten
der Staatskasse` einstellen".
(Ursprüngliche Quelle
www.steyler.de/content/de/aktuell/nachrichten/02/nachrichten-2002-09-02.php4
nicht mehr erreichbar) In Deutschland sollte sich die Justiz nach
Überzeugung der katholischen Experten also offenbar ein Beispiel an den
indonesischen Richtern nehmen.

Bei der Hostie kennt die Kirche
keine Gnade. In Berlin werden im Jahr 1510 vor der Marinenkirche 38 Juden
hingerichtet, alle anderen vertrieben
(siehe Bild).
Die Anschuldigung: Einige Juden hätten
angeblich gestohlene Hostien verkauft. Später stellte sich heraus: Die Vorwürfe
waren falsch. Es war ein von der Kirche lancierter Justizmord. Der Hintergrund:
Die
"Ausmerzung"
der religiösen Minderheit
(siehe dazu: Der Glaube der Kirchen,
Nr. 382).
Im Grunde genommen
bestätigen diese Vorfälle die Analyse des bekannten deutschen Philosophen Karl
Jaspers in seinem Werk Der
philosophische Glaube: Der "biblisch fundierte
Ausschließlichkeitsanspruch" der Kirchen stehe nach wie vor "ständig
auf dem Sprung, von neuem die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen"
(9. Auflage, 1988, Seite 73).
Doch damit nicht genug. Der Tübinger
Religionswissenschafter Günter Kehrer erklärt gemäß einer dpa-Meldung vom
5.2.2006, dass der falsche Umgang mit der Hostie nicht nur die "schwerste
Straftat" nach dem Kirchenrecht sei (siehe oben).
Sondern es gilt darüber hinaus:
"Hostienschändung ist [im Katholizismus] eine
Sünde, die nie vergeben werden kann, für sie gibt es ewiges Fegefeuer
[also "ewige Hölle"]. Dagegen ist Gott im Islam barmherzig, es
gibt nichts, was nicht verziehen werden könnte."
|
Aus den hier dokumentierten Fakten und Glaubensdokumenten ergibt sich: Für einen überzeugten Katholiken ist Hostienschändung schlimmer als Kinderschändung. (PS: Bereits Tausende von katholischen Priestern haben Kinder sexuell missbraucht; siehe z. B. http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp und unsere vielen Meldungen hier) Sehen Sie das auch so? Dann bleiben Sie katholisch. Oder sehen Sie das nicht so? Dann treten Sie aus und helfen bei der Aufklärung. |
An dieser Stelle sei deshalb noch einmal darauf
hingewiesen. Der katholische Kult ist eben katholisch. Aber mit Jesus, dem
Christus, und mit dem Gott, den Jesus uns lehrte, hat der Katholizismus nichts
zu tun (auch der Protestantismus nicht, der z. B. den freien Willen in
Glaubensdingen leugnet und der die deshalb unfreiwillig nicht Glaubenden ewig
verdammen will). Der Gott, den Jesus lehrte, ist demgegenüber ein barmherziger
Gott, der keines seiner Kinder in ein ewiges Fegefeuer oder eine ewige Hölle
schickt, wie dies die Katholiken bzw. Protestanten lehren (siehe dazu
"Der Theologe Nr. 19": Es gibt keine ewige Verdammnis).
Und auch der spezielle katholische "Hostienzauber" hat nichts mit Gott und
Christus zu tun. Es handelt sich stattdessen um einen gefährlichen Götzenkult,
dessen Vorläufer auch in anderen Kulten aus dem Vielgötter-Glauben nachweisbar
sind.
Der kirchliche Glaube als Ganzes ist ein
totalitärer Götzenkult (siehe dazu
Der Theologe Nr. 25).
Aufgrund der Religionsfreiheit des deutschen Grundgesetzes dürfen Menschen
selbstverständlich in aller Freiheit diesem Kult huldigen. Doch es ist ein
Skandal ohnegleichen, dass dieser vom weltanschaulich neutralen deutschen Staat
nach wie vor mit über 14 Milliarden Euro jährlich subventioniert wird und
damit z. B. die konfessionelle Indoktrination der Schulkinder in den staatlichen
Schulen komplett vom Staat bezahlt wird. Wir alle müssen also die Kirche
finanzieren (Mehr dazu bei
www.stop-kirchensubventionen.de).
Ob es doch noch eines Tages wenigstens
einmal einen einflussreichen Politiker gibt, der endlich die Privilegien für die
beiden Großkulte "Katholisch" und "Evangelisch" einstellen will und alle
Religionen und Weltanschauungen in Deutschland gleich behandeln möchte, wie es
das deutsche Grundgesetz fordert? Wir haben diesen Politiker bisher noch nicht
gefunden.
11.1. / 5.9.2007 -
1.010 Kinderporno-Bilder und zwei Videos bei hohem
katholischen Kirchenjuristen gefunden / Pädophilie in der Kirche weit verbreitet
- Auf einer ihrer Internetseiten wirbt ein deutsches Bistum für das
Elisabethjahr 2007 (vgl. dazu
www.theologe.de/elisabeth_von_thueringen.htm), und gleich daneben wird
u. a. der Vorsitzende Richter des Kirchlichen Arbeitsgerichts vorgestellt
(Anmerkung: Der Link auf
die Seite des Bistums, wo der Richter mit vollem
Namen genannt
wird, wurde von uns entfernt, nachdem dessen Anwalt uns am 4.9.2007 mit Hinweis
auf das "allgemeine Persönlichkeitsrecht" erklärte, dass eine "identifizierende
Berichterstattung" in diesem Fall nicht mehr zulässig sei. Damit erklärten wir
uns einverstanden).
Auf dessen
Computer wurden Ende vergangenen Jahres 1.010 kinderpornografische Fotos und
zwei Videos gefunden. Der oberste Jurist des kirchlichen Gerichts ist z. B. auch
bei Arbeitsgerichtsprozessen pädophiler Priester zuständig. Im Hauptberuf ist er
der Präsident eines hohen Gerichts in einem deutschen Bundesland, und zuvor war
er u. a. Richter an einem Gerichtshof dieses Landes und Jurist im
Justizministerium. Die katholische Sexualmoral hat allerdings nicht nur
bei ihm eine zweite geheime Seite. Bei ihm wurde sie nur entdeckt. Mehr dazu
stand z.B. in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen
(Der dort mittlerweile entfernte Artikel war unter
"http://www.hna.de/kasselstart/LINKTHIRD00_20061215224109_Kein_Prozess_fuer_X..."
einsehbar).
Am 10.1.2007 wurde der Gerichtspräsident nun zu
neun Monaten Haft auf Bewährung und 4.800 Euro Geldstrafe verurteilt.
Die Pädophilie ist in der Kirche offenbar
noch viel weiter verbreitet als bekannt (siehe auch unsere Meldung vom
1.12.2006). So ist das
renommierte Priesterseminar in St. Pölten z. B. so mit Pädophilie und anderen
sexuellen Praktiken hinter der Maske des Zölibats durchsetzt, dass es im Jahr
2004 vorüber gehend geschlossen wird. Und erst im November 2006 warf sich in
Bayern ein hoher Amtsträger und Mitglied der Bistumsleitung offenbar aus
Liebeskummer vor einen Zug, weil ein ehemaliger Ministrant mit ihm Schluss
machen wollte (siehe dazu die Meldung vom
13.11.2006). Und vor wenigen Tagen erst gestand wieder ein
Priester sexuelle "Grenzüberschreitungen" an Kindern (Meldung vom
5.1.2007).
Und:
Einer Information des italienischen
Informationsdienstes axteismo.press2@yahoo.it vom 19.4.2007
zufolge waren von 1950-2002 4.392 Priester in den USA angeklagt, sich an
Kindern sexuell vergangen zu haben, wobei die Zahl der tatsächlichen Täter
deutlich höher angenommen wird. Die Zahl stammt nämlich aus dem von den
Bischöfen selbst in Auftrag gegebenen John-Jay-Report
und wird von
Opfer-Vertretern als weit untertrieben betrachtet (siehe z. B.
http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp).
Anmerkung:
Hier wird nicht über die sexuellen
Verbrechen und Praktiken innerhalb der Kirche gerichtet.
Doch die Kirche
sollte nicht mehr behaupten, ihr Kult
und das Treiben ihrer angeblichen "Mittler" zu Gott hätten etwas mit Christus zu
tun.
Außerdem sollte sie damit aufhören, vor anderen
unbescholtenen Gemeinschaften zu warnen. Stattdessen könnte sie ihr gut
bezahlten "Beauftragten" dafür einsetzen, die Täter in den eigenen Reihen zu
finden und so die schlimmen Schäden zumindest einzudämmen.
11.1.2007 - 2007
- Die Kirche will feiern. Bereuen wäre besser
- Die beiden Großkirchen feiern im Jahr 2007 zwei Jubiläen. Im Süden
Deutschlands "1000 Jahre Bistum Bamberg". Da die Kirche, für die damals der
Grundstein gelegt wurde, heute evangelisch ist, feiern die Evangelischen gleich
mit. Ebenso bei dem Jubiläum in Hessen und Thüringen. Dort wird der 800.
Geburtstag der "heiligen" Elisabeth von Thüringen gefeiert. Da die nach ihr
benannte Elisabethkirche (wo ihr Skelett ohne Kopf und nur mit einem Arm verehrt
wird) in Marburg heute ebenfalls evangelisch ist, sind die Protestanten auch
wieder mit dabei. Beide Anlässe sind jedoch alles andere als ein Grund zum
Feiern, wie die beiden Ausgaben des Theologen nachweisen.
Nr. 27:
1000 Jahre Bistum Bamberg - kein Grund zum Feiern
Nr. 30:
Elisabeth von Thüringen - wie die Kirche zerstört und "heilig"
spricht
Feiert die Kirche dennoch, zeigt sie damit
einmal mehr, dass die Vergangenheit keineswegs überwunden ist, sondern lebt.
Damit wird auch die These bekräftigt, dass sich die heutigen Kirchen nur dem
demokratischen Zeitgeist angepasst haben, im Wesentlichen aber die alten
geblieben sind.
PS:
Mittlerweile hat das Bistum Bamberg im Rahmen der Feierlichkeiten auch eine
zunächst nicht geplante Vergebungsbitte ausgesprochen.
Mehr dazu
hier.
7.1. / 10.1.2007 -
Gefahr eines großen Krieges wächst
- Der letzte Weltkrieg liegt schon lange zurück, und die heutigen politischen
Verantwortlichen haben oft kein Gefühl dafür, was dies für zahllose Menschen
bedeutete und dass das Leid der Kriege in Zukunft sogar schlimmer würde. So wird
kräftig gezündelt: Chaos, Anarchie und Waffenlieferungen hier, kleinere Kriege
da, eventuell ein größerer Krieg wieder hier, und Planspiele über Planspiele -
vielleicht sogar mal ein kleines "Atombömbchen" riskieren. All´ das mag manchmal
mehr, manchmal weniger mit dem evangelischen oder katholischen Glauben vereinbar
sein. Mit dem großen Menschheitslehrer Jesus von Nazareth hat es überhaupt
nichts zu tun.
Aktuell z.B. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,458170,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,458186,00.html
5.1.2007 -
"Perverser Pfarrer belästigte Kinder",
schreibt Focus online (5.1.2007). Erst vor fünf Wochen wiesen wir auf
"Sexualverbrechen wie am Fließband"
durch pädophile Pfarrer und Priester hin und schrieben: "Eltern, die
unter diesen Umständen ihren Kinder noch das Ministrieren erlauben, handeln
zumindest grob fahrlässig. Experten warnen schon lange vor Amtsträgern, welche
von der doppelbödigen Sexualmoral der Kirche ´verkorkst` wurden." Jetzt
gestand erneut ein Pfarrer aus Nordrhein-Westfalen sexuelle
"Grenzüberschreitungen" an Kindern, u. a. im Messdienerlager (z.B.
http://www.taz.de/pt/2007/01/05/a0078.1/text).
Viele Priester leiden an der alltäglichen Trostlosigkeit zwischen dem
Messe-Lesen am Altar und dem einsamen Pfarrhaus und wünschen sich z. B. die
seelische und körperliche Zuwendung lebensfroher Kinder.
1.1. / 17.5.2007 -
Neu - "Der Theologe Nr. 31":
Das Leid von Natur und Tieren im kirchenchristlichen
Abendland - In den letzten Monaten
waren wieder verstärkt kirchliche Bemühungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz
zu beobachten, nachdem einzelne Bemühungen seit 1985 um ein kirchliches "Konzil
für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" schon 1990 wieder
gescheitert waren. Dabei ist es längst zu spät, um die weltweit kommenden
Katastrophen noch abzuwenden. Als es noch rechtzeitig gewesen wäre, verleumdeten
die Kirchen warnende Stimmen als "Endzeitapostel" und "Panikmacher" (vgl. z.
B. hier),
und sie machten deren Vorschläge zur Umkehr lächerlich. Selbst
pflegte man weiterhin überwiegend eine natur- und tierfeindliche Theologie bzw.
fand einige halbherzige Worte für die "Bewahrung der Schöpfung"; siehe dazu z.B.
www.theologe.de/theologe7.htm#4 oder
http://www.theologe.de/freiechristen1.htm#Schoepfergott. Und jetzt
versucht man, als Trittbrettfahrer noch in letzter Minute auf das Führerhaus des
ökologischen Zuges zu springen, nachdem längst alle Spatzen von den Dächern
pfeifen, welche Stunde es geschlagen hat (vgl. z. B. eine Serie in der
Bild-Zeitung zum Thema). Der Theologe Nr. 31 zeigt auf, wie die von
der kirchlichen Lehre geprägte abendländische Zivilisation weiterhin gegen die
Schöpfung Gottes und gegen die Einheit von Mensch, Tieren und Natur arbeitet und
wie Natur und Tiere um Hilfe rufen.
Der Theologe aktuell:
Hier die Meldungen von 2005 - 1. Teil / 2005 - 2. Teil / 2006
- 1. Teil / 2006 - 2. Teil
2007 - 1. Teil /
2007 - 2. Teil / 2008 - 1. Teil /
2008 - 2. Teil
2009 - 1. Teil /
2009 - 2. Teil / 2010 - 1. Teil /
2010 - 2. Teil
2011
2012
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Impressum
"Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die Öffentlichkeit kommt. Das tut weh." (Einer der missbrauchten Jugendlichen im Bistum Regensburg über das Verhalten der Kirchenmänner; Der Spiegel Nr. 38/07)
Diese Selbstrechtfertigung der Kirchenoberen darf niemanden verwundern. In den USA
schaffte es ein krimineller Kinderschänder im Priestertalar sogar, dass er vom
zuständigen Kardinal und der Kirchenobrigkeit der Reihe nach auf insgesamt 17 Pfarrstellen versetzt wurde,
wo er jedes Mal
wieder Kinder missbrauchte (siehe hier). Erst
die weltlichen Gerichte machten dann dem kriminellen Treiben an Kindern und
Jugendlichen in der Kirche ein Ende.
Erst vor einigen Monaten kam heraus, dass ein fränkischer Dekan, der auch in der
Leitung des Bistums Würzburg tätig war, mit einem 16jährigen Ministranten ein
sexuelles Abhängigkeitsverhältnis aufgebaut hatte und dies über Jahre pflegte
(siehe hier). Da sich der Dekan darauf
hin offenbar freiwillig vor einen Güterzug warf, wurden alle weiteren
Untersuchungen gestoppt und gegenüber dem Toten wurde offiziell die "Unschuldsvermutung"
ausgesprochen.
Und auf einer Pressekonferenz in Riekhofen beklagte
jetzt die Mutter eines von einem Priester in Georgenberg im Bistum
Regensburg 2002 missbrauchten Kindes: "Es wurde uns vorgeworfen, dass
unsere Kinder lügen" (Spiegel online, 23.9.2007).
Und auch der Priester von Falkenberg im Bistum Regensburg hat 2005 ein
Kind sexuell missbraucht (PS: Das Bistum hatte es nicht an die
Staatsanwaltschaft gemeldet).
Da in Deutschland vermutlich erst die Spitze eines Eisbergs
freigelegt ist und von der Kirche kaum ein wirkungsvolles Interesse an
Aufklärung und ausreichendem Opferschutz besteht, können sich Eltern nur selber
helfen.
Hierzu können sie sich folgendes bewusst machen: Zwar sind viele Priester nicht
pädophil, doch handelt es sich bei Priestern um eine Haupt-Risikogruppe für
pädophile Straftaten, in deren Reihen diese Verbrechen massenhaft
vorgekommen sind und vorkommen. In der Diözese Los Angeles waren in nachweislich
75 % aller römisch-katholischen Pfarrgemeinden Kinderschänder aktiv, meist die Priester selbst
(siehe hier). Aus Deutschland gibt
es zwar noch keine Hochrechnungen über die Wahrscheinlichkeit einer konkreten
Gefahr. Doch Eltern, denen das seelische Wohl ihrer Kinder
ein Anliegen ist, müssten zumindest Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Diese
könnten z. B. sein:
Das Kind niemals
unbeaufsichtigt in die Kirche oder zu einem Priester gehen lassen. Ein
Erwachsener sollte immer in unmittelbarer Nähe sein. Auch eine kirchliche
Kinderbetreuung sollte ein Priester niemals alleine durchführen dürfen. Es
sollte auf jeden Fall eine seriöse Frau dabei sein. Und wenn nicht, sollten die
Eltern lieber ein solches Angebot nicht wahrnehmen.
Dem Kind erklären, dass
es bei "Verstecken" oder ähnlichen Spielen, z. B. in der
Dunkelheit, nicht mitspielen soll, wenn ein Priester mitspielt. Und bringt
der Kirchenmann das Gespräch auf den menschlichen Körper oder auf Sex, könne
das Kind antworten: "Ich möchte jetzt nicht darüber reden. Ich bespreche das alles mit
meinen Eltern bzw. mit Geschwistern und Freunden." Auch könnte das Kind oder der
Jugendliche darauf achten, dass er möglichst auf einem eigenen Stuhl und dem
Priester gegenüber sitzt, nicht auf einer Couch oder Bank, wo sich die Körper
berühren können. Auch wäre es gut, wenn immer ein Tisch dazwischen steht.
Segnungen mit Handauflegung oder dergleichen sollte das Kind oder der
Jugendliche auf jeden Fall dankend
ablehnen.
Vorsicht auch bei
so genannten Gebetsgemeinschaften, bei denen ebenfalls gefährliche
körperliche Annäherungsversuche oder
seelische Grenzüberschreitungen vorkommen können. Bringen Sie dem Kind bei, in
der Stille zum Gott der Liebe zu beten, der im eigenen Herzen wohnt, so dass es
dazu keinen betenden Priester oder eine äußere Kirche braucht.
Das Kind nicht alleine auf
Fahrten oder Reisen schicken, bei denen ein Priester die Verantwortung trägt.
Das Risiko ist dort noch größer als im Alltag.
Solange der
Ministrantendienst vom Gesetzgeber noch nicht auf mindestens 18-Jährige beschränkt ist, Kindern
und Jugendlichen diese Aufgabe nicht erlauben. Als kleine "Entschädigung"
dem Kind lieber etwas Gutes tun oder anderweitige Engagements fördern, am besten
außerhalb der Kirche.
Den Säugling nicht durch
Taufe bereits zum Kirchenmitglied machen und ihn dadurch bereits in eine
seelische Erst-Abhängigkeit zur Kirche und zu Priestern bringen. Auch Jesus hat
niemals eine Säuglingstaufe gewollt (siehe
hier). Das Kind soll später
selbst entscheiden, ob es dort Mitglied werden möchte.*
Zudem kann jeder aus der Kirche austreten. Ehrliche Gottsucher
finden Gott ohnehin nicht in einer Kirche aus Stein, über die es schon in der
Bibel heißt: "Der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht
sind" (Apostelgeschichte 7, 48). Sondern sie können
Gott durch ein aufrichtiges Leben nach den Zehn Geboten (vgl.
hier) und durch
die Achtung vor allem Leben finden. Ein Leitmotiv könnte dabei die "Goldene Regel" von
Jesus von Nazareth aus der Bergpredigt sein: "Alles, was ihr wollt, das euch die
Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst" (Matthäus 7, 12). Die
kirchlichen Einschüchterungsversuche, ein Aussteiger würde sein Seelenheil
verlieren (siehe z. B. Der Theologe Nr. 18),
sind zudem erfunden und erlogen.
* Wenn die Eltern darauf hin eingeschüchtert
werden, sie würden einem ungetauften Säugling die "unschätzbare Gnade Gottes vorenthalten"
(Katechismus Nr. 1250)
oder
dergleichen, dann könnten sie sich auch fragen, ob sie selbst weiter
Kirchensteuer bezahlen und auch dadurch einen solchen Unsinn unterstützen wollen.
PS: Eine Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht ist für Kinder
auch ohne Mitgliedschaft möglich, wenn die Eltern bzw. das Kind oder der
Jugendliche das möchten.
Lesen Sie auch: Neue Pfarrer, alte Schmerzen in
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,507340-2,00.html
Sowie unsere Meldung: Die kirchliche Vertuschung geht
weiter. Bischof Müller vergleicht seine verfehlte Personalpolitik mit Jesus von
Nazareth.
22.9.2007 -
Freizeit-Fotos von SS-Personal in Auschwitz aufgetaucht - Die
Kirche verhalf zahllosen NS-Kriegsverbrechern zur Flucht
- Aus dem
privaten Nachlass des ehemaligen SS-Offiziers Karl Höcker sind jetzt Fotos in
die Öffentlichkeit gelangt, die überwiegend das "unbeschwerte" Freizeit-Leben
des SS-Personals zeigte, das die Zwangsarbeit und die
Vergasung von Hunderttausenden von Menschen organisierte. Bekannt wurden z. B.
die grausamen Menschenversuche der Arztes Josef Mengele, der auch auf einigen
der Fotos zu sehen ist.
"Mengele führte perverse, pseudowissenschaftliche
Versuche an Häftlingen durch. Sie reichten von sinnlosen, ohne Betäubung
durchgeführten ´Übungsoperationen` über Erfrierungen bis zur bewussten
Ansteckung mit tödlichen Krankheiten" (Bild, 22.9.2007).
Anlässlich der Veröffentlichung der Fotos wird derzeit an Dr. Mengele und viele
andere Kriegsverbrecher erinnert, der größte Teil von ihnen katholisch oder
evangelisch. Dr. Mengele wanderte nach dem Krieg mit "gefälschten italienischen
Papieren" nach Lateinamerika aus und kam in Brasilien als freier Mann 1979 bei
einem Badeunfall ums Leben.
Verschwiegen wird von vielen Medien jedoch, was sich meist hinter den
"gefälschten italienischen Papieren" verbarg - nämlich der Vatikan bzw.
Vertreter der römisch-katholischen Kirche, die zahllosen deutschen
Kriegsverbrechern zur Flucht verhalfen, nachdem es auch der Vatikan war, der als
erster Staat Nazi-Deutschland 1933 diplomatisch anerkannt hatte (vgl.
hier).
Mehr dazu siehe z. B.
http://www.ila-web.de/artikel/ila301/rattenlinie.htm.
PS: Dr. Josef Mengele
stammte aus dem bayerischen Günzburg, wurde als
Kind "sehr streng katholisch erzogen"
(http://psypost.psych.nat.tu-bs.de/download/%DCbung%20Zwillingsforschung/Die%20Zwillinge%20des%20Dr%20Mengele.pdf)
und gab sich auch unter seiner falschen Identität "Helmut Gregor",
unter der er nach dem Krieg in Argentinien einreiste, als "Katholik" aus.
Seine grausamen Taten in Auschwitz hat er bis zuletzt gerechtfertigt.
21.9.2007 - Riekofen: Priester
missbrauchte Ministranten - Die
kirchliche Vertuschung geht weiter - Verhöhnung: Bischof Gerhard Ludwig
Müller vergleicht seine verfehlte Personalpolitik mit Jesus von Nazareth
Lesen Sie dazu Hilflose Vertuschungsmanöver im Bistum Regensburg z. B. unter
http://www.fnweb.de/nachrichten/politik/20070921_srv0000001490516.html
Bischof Gerhard Ludwig
Müller, der gegen die "Leitlinie" der Deutschen Bischofskonferenz verstoßen
hatte und entgegen dieser "Linie" einen verurteilten Sexualstraftäter an Kindern
wieder im Gemeindedienst mit Kindern eingesetzt hatte, wäscht seine Hände in
Unschuld und ist sich [wie nahezu alle Bischöfe zu allen Zeiten] "keiner Schuld
bewusst" (z. B. Main-Echo, 22.9.2007; vgl. auch
www.kirchenopfer.de). Mehr noch: Er vergleicht sich mit Jesus von Nazareth. Der Bischof
wörtlich: "Wenn Jesus auch den schlimmsten Sündern verziehen hat, wie
konnte man dem Pfarrer da eine zweite Chance versagen?" (Spiegel online,
21.9.2007)
Hier wird Jesus, der Christus, einmal mehr verhöhnt. Denn:
Die Jünger und Nachfolger von Jesus sind keine praktizierenden Pädophilen - im Unterschied zu Tausenden von katholischen Priestern.
Jesus von Nazareth hat keine Verbrechen vertuscht wie die römisch-katholische Kirche, sondern er hat die Menschen zur aufrichtigen Reue geführt. Und wer ehrlich bereut und die Geschädigten um Vergebung gebeten hatte, dem sagte er: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr". Nach echter Reue und ehrlicher Vergebungsbitte muss man jedoch im katholischen Pädophilen-Sumpf lange suchen. Meist ging es darum, die Vergehen mit Biegen und Brechen unter der Decke zu halten bzw. massiv zu verharmlosen, falls etwas bekannt wurde. Zudem wurden Opfer immer wieder eingeschüchtert (siehe auch hier) bzw. es wurde "Schmerzensgeld" gezahlt, wenn die Betroffenen schweigen.
Eine "zweite Chance" hätte aus katholischer Sicht sein können, den vorbestraften Priester nicht mehr im Gemeindedienst einzusetzen, sondern anderweitig. Doch der Bischof setzte den Straftäter ausgerechnet in dem Bereich wieder ein, in dem er straffällig geworden war, und er ließ es sogar zu, dass der Priester wieder bei Kindern seinen Tätigkeitsschwerpunkt setzte. Und bei alledem stellte der Bischof ihm weder eine in das Vergehen eingeweihte Aufsichtsperson zur Seite, noch schaute man dem Täter selbst hin und wieder auf die Finger, was wenigstens ein Minimum an Vorsichtsmaßnahmen gewesen wäre. Für dieses grob fahrlässige eigene Fehlverhalten (ob es bereits als kriminell gelten könnte, müssten die weltlichen Richter entscheiden) auch noch Jesus von Nazareth zu missbrauchen, ist schäbig.
Bischof Müller wähnt sich in dieser
Personalsache also im Bund mit Jesus. Doch der Mann aus Nazareth hätte niemals
einen vorbestraften pädophilen Sexualtäter (die in Fachkreisen
als nicht heilbar gilt) in seinem Namen
unbeaufsichtigt auf Kinder losgelassen. Sondern Jesus war hier sehr
drastisch: "Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall
verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt
und er ins Meer geworfen würde" (Markus 9, 38).
PS: Aus sehr vielen Prozessen gegenüber pädophilen Sexualverbrechern
im Priestergewand ist bekannt, dass die Opfer durch die Taten auch ihren
Glauben an Gott verloren hatten. Nach römisch-katholischer Lehre müssen sie
dafür später auch noch in die "ewige Hölle" (siehe
Der Theologe Nr. 18), während der
verbrecherische Priester zu guter Letzt angeblich die "ewige Herrlichkeit"
genießen darf.
Mehr zu den Vorgängen in Riekhofen siehe
hier.
Grundsätzlich: Die Kirche kann sich gerne römisch-katholisch nennen. Doch
sie sollte bei all´ ihrem Treiben und Tun wenigstens Jesus von Nazareth aus dem
Spiel lassen. Denn nicht nur das Fehlverhalten ihrer Würdenträger widerspricht
Jesus, dem Christus. Auch die offizielle römisch-katholische Lehre (siehe z.
B. Der Theologe Nr. 18) hat nichts mit Jesus zu
tun. Außerdem hatte Jesus niemals Priester gewollt, die sich mit speziellen
Gewändern vom Volk abheben, auf Kanzeln stehen oder hinter einem
Altar ihr Ego zelebrieren. Jesus war ein Mann des Volkes und nicht der Kirche.
Das kirchliche Brimborium und Schaugepränge stammt demgegenüber aus den antiken
Götzenkulten.
21.9.2007 -
Kampf der Kulturen in Deutschland:
Katholische Politiker wollen Islam klein halten
-
Der künftige CSU-Vorsitzende Erwin Huber ist
als bekennender Katholik ein Gegner von großen Moscheen in Deutschland.
Wörtlich erklärt er:
"Wir lassen uns den christlichen Charakter unseres
Landes nicht durch monströse Moscheebauten verschandeln" (Netzeitung,
3.9.2007). Mit Christus und "christlich" hat eine solche
Einstellung jedoch nicht das Geringste zu tun.
Nun hat der scheidende CSU-Vorsitzende
und ebenfalls bekennende Katholik Edmund Stoiber noch einmal nachgelegt und
präzisiert:
"Es gibt eine in Jahrhunderten gewachsene Leitkultur in Deutschland.
Also: Bei aller Toleranz - Kathedralen müssen größer sein als Moscheen"
(Bild, 21.9.2007).
Worte sind schnell ausgesprochen. Doch in diesem Fall lohnt es sich, einmal
in die Worte hinein zu empfinden. Welcher Inhalt wurde in die Worte
hineingelegt?
Jesus von Nazareth wollte keine Kirchen und Kathedralen, da jeder Mensch
selbst ein "Tempel" Gottes sein soll. Lesen Sie dazu
"Freie Christen Nr. 1" - Es braucht keine
Kirchen aus Stein: Darum treten Sie aus. Sie sind nicht allein.
Mehr zu der "in Jahrhunderten gewachsenen Leitkultur" lesen Sie z. B. unter
www.kirchenopfer.de
Lesen Sie auch den Artikel: Sie galten als "Fremdkörper" im kirchliche
geprägten "Volksleben": "Die Juden passten nicht in die deutsche Leitkultur
der 30er-Jahre",
http://www.das-weisse-pferd.com/00_23/leitkultur.html
Siehe auch:
Evangelischer CDU-Generalsekretär
macht Islam für Gewalt verantwortlich und verschweigt Verantwortung des
kirchlichen Christentums
Sowie mehr zu
Papst Benedikt XVI. und der Islam
Und:
Kardinal Lehmann möchte in
Riad/Saudi-Arabien eine Messen lesen - Hintergründe
18.9. / 20.9.2007 -
Streng gläubige Katholikin warf ihr
Neugeborenes aus dem 10. Stock - Die Mutter
(Monika K. aus Hamburg, 27 Jahre alt, "streng gläubige Katholikin"), die ihr Neugeborenes 30 Minuten nach der Geburt in
eine Plastiktüte steckte und von einem Hochhausbalkon warf, kommt mit einer
milden Strafe davon: drei Jahre und neun Monate Haft für Totschlag wegen
verminderter Zurechnungsfähigkeit (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/18/urteil-mutter-hamburg/baby-10-stock,geo=2514186.html).
Bevor sie das Verbrechen gestand, hatte sie noch ihren islamischen Freund der Tat bezichtigt:
Er habe "das Baby in eine Tüte gestopft und vom Balkon geworfen"
(Bild, 5.9.2007). Die Polizei glaubte ihr und verfolgte zunächst den
Freund. Die Frau machte ihm zudem Vorwürfe, sie nicht heiraten zu wollen. Außerdem hätte er sie mit
anderen Frauen betrogen und viele Nächte in Spielsalons verbracht.
Der Mann erklärte hingegen: "Sie hatte Angst vor ihren katholischen Eltern.
Sie wollten keinen Moslem als Schwiegersohn. Aber das ist keine Entschuldigung.
Ich wäre für das Kind da gewesen." Und: "Sie ist so eiskalt."
Der erste
Polizist am Tatort sagte vor Gericht aus: "´Es war schrecklich, das Kind in der
Folie. Ich fasste einen Knöchel an, sah das Blut.` Kurz nach seiner Aussage
brach der erfahrene Polizist zusammen, schlug sich die Hände vors Gericht – und
weinte" (Bild, 5.9.2007).
Zum Hintergrund: Ein Katholik muss nach der Lehre seiner
Kirche bei einer Eheschließung auch katholisch heiraten. Von dieser "Formpflicht"
einer katholischen Trauung kann
der einzelne Katholik jedoch unter bestimmten Bedingungen befreit werden, z.
B. wenn ein islamischer oder evangelischer Partner keine katholische Trauung
möchte. In
diesem Fall ist diese "Befreiung von der Formpflicht" (= Dispens) nur möglich, wenn die Frau der Kirche
versprochen hätte, das von ihrem islamischen Freund gezeugte Kind katholisch
zu taufen und zu erziehen. Dies ist die Bedingung der Kirche.
Andernfalls macht sich die Frau nach katholischem Kirchenrecht strafbar (siehe
hier).
Die Folge: Ihr droht der Ausschluss von den katholischen Sakramenten, und sie gefährdet
damit nach katholischer Lehre ihr Seelenheil und das Seelenheil des Kindes - ein furchtbares
Droh- und Druckmittel gegenüber gläubigen Katholiken. Deshalb die Frage: Hat
der Glaube der sogar "streng" katholischen Frau sie deshalb
möglicherweise zu
dieser Verzweiflungstat getrieben? Hat sie das Kind vielleicht unbewusst lieber
getötet als zuzulassen, dass es vielleicht zu einem kleinen Moslem wird?
Denn die römisch-katholische Lehre sieht vor:
Bei einem ungetauft
gestorbenen oder ermordeten Säugling: Die "Internationale Theologische
Kommission" des Vatikan kam im April 2007 nach dreijähriger Beratung zu der
Schlussfolgerung, "dass es theologische Grundlagen und ernst zu nehmende
Liturgien gibt, die hoffen lassen, dass ungetaufte Säuglinge erlöst werden,
wenn sie sterben" (zit.
nach Spiegel online, 20.4.2007). Die bisherige Vorstellung einer Art
leidensfreien ewigen "Vorhölle" als endgültiger Bestimmungsort dieser Kinder
sei "zu
streng" gewesen.
Bei einem Moslem:
Hier gilt weiterhin folgender "unfehlbare" Lehrsatz:
[Die heilige römische Kirche, durch das
Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] "glaubt fest, bekennt und
verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide`
noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter des ewigen
Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel
und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der
Kirche) anschließt" (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz
Nr. 381, siehe hier).
Konkret: Hätte der moslemische Vater also einer
katholischen Taufe des Säuglings nicht zugestimmt und seinen Sohn
stattdessen islamisch erzogen, wäre das Kind nach römisch-katholischem
Dogma von der ewigen Verdammnis bedroht gewesen. Denn es
hätte durch seine Mutter diesen Glauben zunächst kennen gelernt. Und es hätte sich
nach "unfehlbarer" katholischer Lehre später von seiner islamischen
Erziehung distanzieren und in die Kirche eintreten müssen, um dem
angeblichen Schicksal grässlicher ewiger Höllenqualen zu entgehen (PS: Auch wenn diese
Lehrentscheidung heute
in der katholischen Kirche nicht besonders hervorgehoben wird, so wurde es eben doch als
"unfehlbare" "irrtumslose" Entscheidung des päpstlichen Lehramtes
so festgelegt, und die
Gläubigen werden bewusst oder unbewusst damit geängstigt und innerlich
gebunden).
Von daher sollte geprüft werden, ob im Zusammenhang des Säuglingsmords
bzw. -totschlags auch ein Verfahren gegen den Papst bzw. gegen seinen
Stellvertreter vor Ort, dem Bischof von Hamburg, eröffnet werden muss, dass
diese die Garanten und
Verantwortlichen für die
fortgesetzte Gültigkeit der römisch-katholischen Verdammnis-Lehre sind.
17.9. / 18.9.2007 -
Schweigegelder
der Kirche, um pädophilen Priester zu decken. Dieser nutzt die Deckung für
neue Verbrechen - Die Sexualverbrechen an Kindern in Riekofen in
Bayern hätten leicht verhindert werden können. Doch das Bistum Regensburg
startete stattdessen ein "grausames Experiment mit den Seelen von Kindern"
(Pfarrgemeinderat Riekofen) (siehe hier)
und drehte seither an der Wahrheit, dass sich die Balken biegen.
Die Fakten:
Mittlerweile scheint klar, dass der Priester die Ministranten "einzeln
eingeladen und aus einem Sexualkundebuch vorgelesen" habe (Der Spiegel
Nr. 38/2007). "Dann habe der Priester die Jungs oft gefragt, ob sie
schon einmal Sex hatten. Anschließend soll er zudringlich geworden sein.
´Die Übergriffe`, mutmaßt der Vater [eines Jungen], ´waren wohl wesentlicher
schlimmer als das Geschehen in Viechtach` [wo der Priester einem Neunjährigen
an das Geschlechtsteil fasste und einen Zwölfjährigen dazu brachte, sich vor
ihm nackt auszuziehen]. 100 Kinder sind jetzt Zeugen und sollen das Ausmaß
der
"Übergriffe" in Riekofen bzw. mögliche Versuche dazu jetzt genauer
schildern.
"Es könnte einer der schlimmsten Sex-Skandale in der deutschen Katholischen Kirche werden" (Spiegel online, 17.9.2007). Und so mancher sagt jetzt: "Es ist genug".
Vertuschungen, Schweigegelder, Verdrehungen der Wahrheit (=
Lügen) der Kirchenoberen:
Die Opfer des
Priesters in Viechtach [dem vorausgehenden Dienstort des Priesters] bekamen
insgesamt 6.500 DM Schweigegeld vom Bistum.
Dafür gehen die Eltern
nicht zur Polizei, sondern lassen das Bistum die Vergehen "intern regeln".
Eine schriftliche
Zusicherung, dass der Priester nicht wieder mit Jugendlichen arbeiten wird,
bekamen die Eltern der Opfer ausdrücklich nicht: Eine solche Zusicherung könne "nicht
gutgeheißen werden", doch der künftige Einsatz werde "erst aufgrund einer
sorgfältigen Entscheidung erfolgen," so die Erklärung des Bistums an
die Eltern (Der
Spiegel Nr. 38/2007).
Auch einen Vorbehalt
einer evtl. späteren Anzeige bügelte das Bistum ab: "Da der künftige
seelsorgerliche Einsatz von Herrn K. allein im Kompetenzbereich des
Bischöflichen Ordinariats verbleiben soll, wobei bei Art und Zeitpunkt des
Einsatzes die Vorfälle berücksichtigt werden, können wir es nicht
akzeptieren, dass ... eine Anzeige vorbehalten bleibt." Das heißt: Die 6.500
DM gab es nur nach Unterschrift der Eltern unter diese Bedingung.
Da der Priester dann aber von einem Mitwisser angezeigt wurde, kam es zu
einer Bewährungsstrafe (siehe hier),
welche die Kirche im Lebenslauf des Würdenträgers dann allerdings wieder vertuschte,
indem man einfach den Dienstort, an dem es passierte, aus dem Lebenslauf
strich.
"Die Kirche habe erst
eine vierjährige Therapie abgewartet, bevor K. wieder in die Nähe von
Kindern eingesetzt wurde, sagte Bistumssprecher Jakob Schötz noch vergangene
Woche" (Der Spiegel Nr. 38/2007). Doch Tatsache ist: Zwar setzte man
ihn sogleich schwerpunktmäßig im Altenheim ein, doch nur wenige Monate (!) nach
Beginn der dreijährigen "Bewährungszeit" firmte der Priester im Frühjahr
2001 bereits aushilfsweise die Kinder in Riekofen und segnete "dabei mindestens einen
Jungen, der laut Zeugenaussagen zu seinen späteren Opfern zählen sollte. Und
bereits von hier an, also ab 2001, hatte der pädophile Priester in Riekofen
wieder die Kinder im Visier und begann mit der "Ministrantenarbeit".
Schließlich wurde der Priester von Bischof Gerhard Ludwig Müller nach der
"Bewährungszeit" als ordentlicher Priester von
Riekofen eingesetzt, obwohl die Deutsche Bischofskonferenz den Gläubigen
und der Gesellschaft versprochen hatte, verurteilte Sexualstraftäter nicht
mehr als Seelsorger für Kinder einzusetzen. Der Bischof von Regensburg hielt
sich jedoch nicht daran. Und so wurde es dem pädophilen Priester leicht
gemacht, wieder seinen sexuellen Vorlieben nachzugehen: "Überhaupt bemühte sich der junge Kirchenmann rührend um die
Jugend ... schaffte es, rund 100 Schüler aus der Gemeinde als Ministranten
zu werben" (Der Spiegel Nr. 38/2007). Und auch bei dem Gutachten, das nach kirchlicher Rechtfertigung angeblich die "Heilung"
des Priesters behauptete, handelte es sich nur um eine Stellungnahme des
persönlichen Therapeuten des Priesters.
Die Mutter der in
Viechtach missbrauchten Jungen hat "die Kirche in Regensburg" "mehrfach"
"vor so etwas gewarnt", nachdem sie die Schweigevereinbarung unterzeichnet
hatte. Doch die Kirche vertuschte und verharmloste, was das Zeug hielt und
setzte sich nach Zahlung der 6.500 DM selbstherrlich über alle Warnungen
hinweg.
Man wird sehen, wie sich der Bischof und seine Leute diesmal
wieder aus der Situation herauszuwinden versuchen. Zu bedenken ist hierbei
auch, dass die Kirchenmitglieder ja Kirchensteuer zahlen und
obendrein Spenden an die Kirche geben. "Für wo am Nötigsten"
heißt es oft bei der Zweckbestimmung von Spenden an die Kirche. Damit
hätte man wohl im Ernstfall genügend Spielraum für weitere Schweigegelder
oder Schmerzensgelder.
PS: Erst im Sommer 2004 wurde bekannt, "dass ein Pfarrer in
Falkenberg [im Bistum Regensburg] über einen Jungen hergefallen war. Die
Eltern des Opfers wandten sich an das Bistum, wurden aber nach eigenen
Aussagen hingehalten. Erst als sie dann doch zur Polizei gingen, wurde der
Priester aus dem Verkehr gezogen" (Der Spiegel Nr. 38/2007).
Deshalb der Aufruf: Sofort zur Polizei gehen und sich nicht
mitschuldig an den Vertuschungspraktiken der Kirche machen (auch
nicht gegen Schweigegeld). In der Diözese Los Angeles/USA waren zuletzt
in 75 % aller Kirchengemeinden Sexualstraftäter tätig, meist die Priester
selbst.
Deshalb die weiteren Aufrufe: Ministrieren soll vom Gesetzgeber im
Jugendschutzgesetz erst ab 18 Jahren
erlaubt werden. Und: Kinder sollten gar keinen unmittelbaren Kontakt zu
Priestern haben oder nur in Begleitung Erwachsener.
Aktualisierung hier
15.9.2007 -
Unser Planet
geht zugrunde - und die Kirchen warnen vor den Warnern -
Man kann davon ausgehen, dass den Bürgern das
wahre Ausmaß des dramatischen Sterbens auf unserem ursprünglich herrlichen
Wohnplaneten weitgehend verschwiegen wird. Nur manchmal sickert es durch -
wie in dem Artikel Friedhof Regenwald - So kämpfen die letzten Gorillas
um ihr Überleben (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/14/gorilla-ueberleben/tiere-ueberlebenskampf,geo=2490284.html).
Und es zählt zu den allgemeinen Wahrheiten, wenn man sagt: Erst sterben
die Tiere, dann der Mensch. Denn der Mensch hat einen Naturkörper und kann
letztlich ohne die Einheit der Natur nicht leben.
Wer in der Vergangenheit rechtzeitig gewarnt und Alternativen
aufgezeigt oder gar vorgelebt hat, wurde immer wieder verleumdet und
lächerlich gemacht. Handelte jemand dabei aus christlicher Überzeugung, traf
ihn der kirchliche Bannstrahl, er sei ein
"Sektierer" oder
"Endzeit-Apostel", der in der Bevölkerung "Ängste schüre".
In dem Buch Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit
- Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt (http://www.das-wort.com/deutsch/zeitkritisches/der-schattenwelt-neue-kleider.php)
beschreibt der Journalist und Soziologe Matthias Holzbauer z. B., wie die
Kirche gegen prophetische Warnungen über die Entwicklungen auf dem Planeten
Erde (z. B. aus den Reihen der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben)
vorging.
Einige Beispiele:
"[Kirchliche] Sektenspezialisten warnen, dass die einseitige Konzentration
auf apokalyptische Entwicklungen und die Endzeitverzögerung zu
Todessehnsüchten führen können" (Tagesanzeiger Zürich, 13.10.1998).
"Das Geschrei um die Apokalypse", das die "apokalyptischen Brandstifter"
machten, sei "ein von Menschen gemachtes Phänomen ..., aus der Erfahrung der
Unvollkommenheit, aus Sehnsucht nach Reinigung und Erlösung" (Der
evangelische "Sektenbeauftragte" Hugo Stamm; Aargauer Zeitung, 12.12.1998).
"Begierig greifen ... obskure Sekten ... solche Vorhersagen auf und wollen
damit Endzeitstimmung und Ängste schüren - im Namen Jesu" (Der
evangelische "Sektenbeauftragte" Bernhard Wolf, zit. nach Holzbauer, S. 143);
vgl. die Schlagzeile: "Will die Angst vor der Apokalypse nehmen: Pfarrer
Bernhard Wolf" (Abendzeitung Nürnberg, 20.4.1999).
und viele Beispiele mehr
Der Soziologe Holzbauer fasst zusammen: "Das Problem ist [für die
kirchlichen angeblichen "Experten"] nicht die Lage der Welt - das Problem
erzeugen diejenigen, die darüber reden. Und Hinweise und Warnungen, die für
alle hätten gelten sollen, werden schlicht zu einem egoistischen
"Überlebenstraining" einer "Sekte" umgedeutet. Die Rechnung der kirchlichen
Verleumder geht auf" (S. 144).
Doch allmählich werden andere Rechnungen präsentiert ...
Siehe auch unsere Meldung vom 8.7.2007.
13.9.2007 - "Missbrauchs-Pfarrer:
Jetzt sprechen die Eltern" - Donnerstag, 13.9.,
20.15 Uhr, Bayerisches Fernsehen: "Die Wellen im Missbrauchsfall durch
einen vorbestraften Gemeindepfarrer in Riekhofen schlagen immer höher ... Jetzt erzählen zum ersten Mal Eltern, wie sich der Pfarrer systematisch
und über lange Zeit das Vertrauen der Ministranten erschlich. Hätte man
in der Gemeinde gewusst, dass der Pfarrer einschlägig vorbestraft war, hätte
man viel früher einschreiten können ..." (http://www.br-online.de/kultur-szene/quer/aktuell/).
Mehr dazu siehe hier sowie neu
hier und hier.
13.9.2007 -
Was steckt hinter
der Maske von "Mutter Theresa"? Anlässlich ihres 10.
Todestages (5.9.1997 - 5.9.2007) mehr dazu in der Zeitschrift
Das Weisse Pferd.
Mutter Theresa ist nach katholischer Lehre "selig" und steht kurz vor der
"Heiligsprechung". Aus urchristlicher Sicht ist jedoch allein Gott "heilig".
Doch welche Menschen versucht uns die Kirche als "heilig" hinzustellen?
Lesen Sie dazu auch z. B. Der
Theologe Nr. 30 über die deutsche "Nationalheilige" Elisabeth von
Thüringen.
13.9.2007 -
Drittes Reich: Die Ermordung der Behinderten und diese
Unterstützung und Vorbereitung dieser "Euthanasie" durch die Kirche
- Siehe unter
www.theologe.de/euthanasie.htm
8.9. / 13.9.2007 -
Benedikt XVI. in
Österreich: Der symbolische und der reale Niedergang des Papsttums -
Während im Jahr 2005 verheerende Überflutungen in den Alpen erst begannen,
nachdem der Papst - im Flugzeug vom Weltjugendtag aus Köln kommend - im
Sinkflug seinen Geburtsort Marktl und die Region gesegnet hatte (siehe
hier), sind die Überschwemmungen
dieses Mal schon vorher eingetreten. Zwei vorbereitete Pilgerwege
nach Mariazell wurden zum Papstbesuch überflutet und der eigens für den
Papst umgebaute Hubschrauber konnte wegen des Wetters nicht starten. Auf dem dritten
vorbereiteten Pilgerweg starben zudem zwei ältere Pilger an Kreislaufversagen. Der
Papst flüchtete sich angesichts dieser tragischen Ereignisse in Spekulationen über das
Jenseits und
behauptete, die "Muttergottes" habe die Pilger "direkt zum Herrn hingeführt"
(Spiegel online, 8.9.2007).
Zum Glück für das Kirchenoberhaupt kann dies niemand nachprüfen. Doch
im Diesseits hat jedenfalls nachweisbar die Klimakatastrophe nun auch den Papst
unmittelbar erreicht. Das ist insofern von Bedeutung, da das Oberhaupt der
Kirche sich in den letzten Jahrhunderten auch als "Lenker des Erdkreises"
krönen ließ - offensichtlich nur eine "leere Worthülse", denn der Papst ist den Naturgewalten des Erdkreises genauso hilflos ausgeliefert wie
die meisten anderen Menschen auch. Hinzu kommt die kirchliche Verantwortung
für den verheerenden Klimawandel (vgl. hier).
In Wien konnte Benedikt XVI. dann auch seine Rede über die Bedeutung
"Marias" für Österreich nicht beenden (Netzeitung 7.9.2007). Im Dauerregen
setzte er mehrfach an: "Schon vor der Erschaffung der Welt ..."
Stromausfall. Auch auf der Großleinwand wurde alles schwarz. Benedikt
trat schließlich stumm segnend ab (Spiegel
online, 7.9.2007) - ein starkes Symbol dafür, dass der Papst besser
schweigen sollte als weiterhin Unwahrheiten über die Mutter von Jesus zu verbreiten.
Von den erwarteten 30.000 Besuchern kamen zudem nur
ca. 7.000, die Hälfte davon Schüler, die vor die Wahl gestellt wurden: Entweder
zum Schulunterricht oder zum Papst! Die meisten blieben in der Schule.
Und von denen, die zum Papst gingen, erregten viele den Unwillen der wenigen Gläubigen: "Die rauchen,
trinken Bier, keiner hört zu und die Lieder singen sie auch nicht mit"
(Die Gläubige Ingrid Wallner, Main-Post, 8.9.2007).
Wer zu einem Menschen "Heiliger Vater" sagt, verhöhnt damit den Vater im Himmel, der einzig heilig ist und der auch in unseren Herzen wohnen möchte. Jesus von Nazareth nannte einzig Gott "Heiliger Vater" (Johannes 17, 11). Die Kirche jedoch übertrug den Namen Gottes auf ihren Papst.
Kritiker deuten die Überflutungen während des Papstbesuchs in
Österreich auch als mögliche symbolische Vorboten neuer Überflutungen mit
Skandalen. Und ausgerechnet zum Auftakt des katholischen Pilgerzugs nach Mariazell
verbreiten die Nachrichtenagenturen weltweit, dass die Diözese San Diego
in den USA
akzeptiert hat, 200 Millionen Dollar an Entschädigung für insgesamt 144
Opfer von Sexualverbrechen von römisch-katholischen Priestern zu zahlen.
Damit erhöhen sich die Entschädigungssummen alleine in den USA auf drei
Milliarden Dollar, wohinter sich unermessliches Leid verbirgt. Fünf Diözesen gingen in den USA
auf diese Weise bereits an den eigenen Sünden bankrott, und
zahlreiche Priester sind in Haft bzw. vorbestraft (z. B. Bild.T-Online,
Newsticker, 8.9.2007). Und nachdem die österreichische Kirche bereits
in den 90-er Jahren von Sexualverbrechens-Skandalen geschüttelt wurde, fürchten viele
demnächst auch dort eine neue Aufklärungswelle. Erst im Mai 2007 wurde
enthüllt, dass der Bischofsvikar von Kloster Heiligenkreuz und
Stellvertreter von Christoph Kardinal Schönborn sich an einem Frater sexuell
vergangen hatte, den es daraufhin aus der Bahn warf (siehe unsere
Meldung hier). Jetzt
kam
Benedikt XVI. nach Heiligenkreuz, und wer weiß, was alles hinter den
Kulissen lief.
Und nicht nur in Österreich steht dem Papst das Wasser bis zum Hals. Vgl.
zuletzt den Bericht über die Papstreise
nach Brasilien.
Derweil versucht er zwar, die bestimmende Rolle des Vatikan
wenigstens auf die Entwicklung Europas zu halten - einen Kontinent, den die
Kirche seit Jahrhunderten faktisch beherrscht wie ein Reiter, der das Ross
(= den Staat und die Staaten) lenkt (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 23) und der es wie in früheren Jahrhunderten
Richtung
Abgrund lenkt. Doch seinen Niedergang kann das Papsttum damit
nicht aufhalten, und es ist die Entscheidung der Staaten, einem blinden
"Lenker" zu
folgen oder echte demokratische Werte zu fördern, die auch den Prinzipien
des großen Menschheitslehrers Jesus von Nazareth entsprechen (vgl. dazu
Der
Theologe Nr. 34).
Siehe dazu auch u. a. unsere Meldungen:
Die Vertreter der Demokratien lagen
einträchtig zu Füßen der Diktatur des Heiligen Stuhls
Wie führt Benedikt XVI. das Werk
Benedikts XV. fort?
Soll das vereinigte Europa katholisch
werden?
PS: Die Hauptaussage des Papstbesuchs in Österreich (7.-9.9.2007)
soll nach
ersten Resümees von Journalisten gewesen sein,
den Sonntag mehr zu
heiligen. Durch Kirchgang ist dies jedoch nicht möglich.
Siehe dazu
unsere Artikel: Zum 3. Gebot:
Sich
besinnen auf die große Einheit und zu den
"Kirchen aus Stein".
6.9.2007 -
Papstbesuch in Österreich - Informationen für die Bevölkerung
- Lesen Sie hier unter
www.papst-besuch.net.
31.8. / 7.9.2007 -
Wegen Ministrantenmissbrauchs vorbestrafter Priester von
Kirche wieder in Gemeinde eingesetzt / "Grausames Experiment mit der Seele
unserer Kinder" / Priester nach erneutem Sexualverbrechen
verhaftet / Vertuschungspolitik der Kirche von Staatsanwaltschaft gedeckt? /
"Der Bischof muss hart bestraft werden" / Ministranten sollten mindestens 18 Jahre alt sein -
Die erste Agenturmeldung zum Thema lautete wie folgt: "Ein
wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafter katholischer Pfarrer aus dem Landkreis
Regensburg soll sich erneut an einem Kind vergangen haben. Gegen
den 39-Jährigen sei wegen Fluchtgefahr ein Haftbefehl erlassen worden,
teilte die Nürnberger Justizpressestelle mit. Die Staatsanwaltschaft wirft
dem Mann vor, sich mehrere Jahre lang an einem Ministranten vergangen
zu haben. Erst im Juli war bekannt geworden, dass das Bistum Regensburg den
Mann trotz seiner einschlägigen Vorstrafe wieder in der Gemeindeseelsorge
einsetzt hat. Bereits vor acht Jahren hatte er sich als Kaplan im
niederbayerischen Viechtach an mindestens einem Jungen vergangen" (Bild
online, 31.8.2007;
Aktualisierung am 1.9.2007:
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/09/01/pfarrer-missbrauch/haft-ministranten-regensburg,geo=2422192.html).
Nach kurzer Zeit stellte sich dann heraus, dass der im Jahr 2000 verurteilte
Priester sich seither "mehrere Jahre" erneut an einem Ministranten
an seinem neuen Dienstort vergangen habe. In einer dpa-Meldung
heißt es dazu: "Der Bürgermeister von Riekhofen, Armin Gerl, warf der
Kirchenleitung Versagen vor. Sie hätte die Gläubigen schon vor Jahren über
die kriminelle Vergangenheit des Priesters aufklären müssen ... Der
Rathauschef kritisierte weiter, das Bistum hätte dem vorbestraften
Geistlichen ´auf die Finger schauen` müssen. ´Die Schuld muss man dem
Ordinariat geben`", das sich seinerseits damit verteidigte, der Priester sei
"laut einem Gutachten geheilt" gewesen (3.9.2007). Dem
widerspricht der Leiter der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch
an Kindern", der Sozialpädagoge Johannes Heibel: "Unter Fachleuten ist es
unumstritten, dass Pädophilie eine Neigung ist, die sich nicht therapieren
lässt" (Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007). Doch noch vor fünf Wochen,
als die Passauer Neue Presse erstmals von den neuen Vorwürfen gegen
Pfarrer Peter K. berichtete (Quelle siehe auch
http://www.gegensexuellegewalt.at/2007/07/kath-kirche-und-der-umgang-mit/), wiegelte der Generalvikar des Bistums
Regensburg, Michael Fuchs, ab. "Von dem Pfarrer gehe keine Gefahr für Kinder
mehr aus, hieß es" (PNP, 3.9.2007). Mittlerweile stellte sich
zudem heraus, dass das angebliche "Gutachten" nur eine Stellungnahme des
persönlichen Therapeuten des Priesters ist (Der Spiegel Nr. 38/2007).
Deutliche Kritik übt Johannes Heibel sowohl an der Kirchenleitung als auch
an der Staatsanwaltschaft: "Der Priester kam im Jahr 2000 mit einem
Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung davon. Für mich sieht
das so aus, dass die Vertuschungspolitik der Kirche von der
Staatsanwaltschaft gedeckt wurde. Wäre der Täter zum Beispiel ein einfacher
Arbeiter gewesen und kein Pfarrer, dann wäre die Justiz sicher anders
vorgegangen." Und: "Die Macht der Kirche in Bezug auf unser Rechtssystem
ist nicht von der Hand zu weisen. Dafür gibt es auch Beispiele aus anderen
Bundesländern. Aber so ein Fall ist doch kein Kavaliersdelikt, den man unter
der Hand regeln kann" (Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007). Und
weiter: "Sexueller Missbrauch, begangen von einem Pfarrer, richtet oft noch
einen größeren seelischen Schaden an als sexuelle Gewalt vom eigenen Vater."
Aktualisierungen am 6.9. und 7.9.2007: Nach Recherchen des Magazins quer
(Bayerischer Rundfunk, 6.9.2007) gingen die Verbrechen des Pfarrers
in Riekhofen über seinen einstigen Missbrauch in Viechtach hinaus. Und Opfer
seien diesmal nicht nur ein Ministrant, sondern mehrere, denen der
Amtsträger in Einzelgesprächen offenbar zunächst aus einem sexuellen
Aufklärungsbuch vorlas, bevor er zum Praktischen überging bzw. übergehen
wollte. In einer Erklärung des Pfarrgemeinderats Riekhofen vom 6.9.2007
heißt es, es hätten zudem "zahlreiche versuchte sexuelle Übergriffe
stattgefunden" (z. B. Main-Post, 7.9.2007). Und mittlerweile
ist auch bekannt, dass der Regensburger Bischof Ludwig Müller bei der
Verleihung der Pfarrstelle an den pädophilen Priester gegen einen
Beschluss der deutschen Bischöfe verstieß, verurteilte Sexualstraftäter im
Talar nicht
mehr im Gemeindedienst einzusetzen. Aus diesem Grund ist es auch
verständlich, wenn Johannes Heibel von der "Initiative gegen Gewalt und
sexuellen Missbrauch an Kindern" fordert: "Der Bischof muss hart bestraft
werden" (Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007).
Und mehr noch:
Der Pfarrgemeinderat Riekofen beklagt, dass der Priester auch während seiner
juristischen Bewährungszeit keineswegs nur im "Altenheim" eingesetzt wurde,
sondern auch bereits in dieser Zeit im Gemeindedienst.
Das Bistum habe sich auf ein "grausames Experiment mit den
Seelen unserer Kinder" eingelassen (z. B. Main-Post, 7.9.2007).
Dafür sollte der Bischof zumindest zurück treten.
Mehr dazu z. B. in der Passauer Neuen Presse:
http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-17207669&Ressort=bay&Ausgabe=&RessLang=bay&BNR=0
Doch leider ist es immer dasselbe, hundertfach, tausend- und zehntausendfach,
Ausnahmen nicht bekannt: Die Kirche fordert von ihren Priestern sexuelle
Enthaltsamkeit. Und während diese dann vordergründig immer wieder mit Worten wohlgeformte
und hohle Predigten
halten, werden hinter den Kulissen sexuelle Ausschreitungen und Verbrechen in
unübersehbarem Ausmaß praktiziert. Dabei verstecken sich die kirchlichen Würdenträger
in der Öffentlichkeit hinter ihren festlichen Gewändern. Und was wird
darunter und dahinter nicht alles verborgen? Und hierzu schweigt die Kirche, vertuscht
und spielt herunter, so weit das irgendwie möglich ist.
"Die Kirche arbeitet mit allen Tricks", so der Leiter der Initiative
gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch, Johannes Heibel
(Süddeutsche Zeitung, 4.9.2007).
Deshalb kann sich der Bürger nur noch selbst helfen, was z. B. auch
bedeutet: Die Kinder schützen und nicht mehr in die Kirche schicken und
auf jeden Fall von Priestern fernhalten. In der Diözese Los Angeles
waren die Kinder z. B. in 75 % aller Pfarreien in mittelbarem oder
unmittelbarem Kontakt mit Sexualverbrechern, meist den Priestern selbst
(siehe unten).
In Deutschland gibt es noch keine so detaillierten Zahlen.
Doch auch hier müsste einiges geschehen, z. B. ein Handeln des
Gesetzgebers. So könnte z.
B. das Jugendschutzgesetz dahin gehend erweitert werden, dass der
römisch-katholischen Kirche grundsätzlich untersagt wird, Ministranten unter
18 Jahren zu beschäftigen, weil die Gefahr für die Jugendlichen und
Kinder, sexuell missbraucht zu werden, einfach zu groß ist.
Doch auch wenn von einer bestimmten Anzahl von Priestern keine sexuelle
Bedrohung für Kinder ausgeht, so droht ihnen durch den Priester
auf jeden Fall eine Gottesvergiftung durch die kirchlichen Lehren (siehe
dazu auch Der Theologe Nr. 18).
Siehe dazu auch die nachfolgende Meldung sowie die Meldungen vom
17.8. und 15.7.2007
Weitere Aktualisierungen:
Schweigegelder der Kirche, um pädophilen Priester zu decken. Dieser nutzt
die Deckung für neue Verbrechen sowie
Die Vertuschung geht weiter.
24.8.2007 -
"Haftpflichtschaden" - Versicherungen zahlen für Sexualverbrechen von
Priestern / Auch Münchner Rück muss 10 Millionen zahlen - Der Bürger muss nicht nur
jährliche staatliche Milliarden-Subventionen an die Kirchen finanzieren
(siehe
www.stop-kirchensubventionen.de). Auch für die Sex-Verbrechen von
Priestern an Kindern wird der Bürger jetzt indirekt zur Kasse gebeten. So
werden z. B. von den 660 Millionen Dollar, welche die Diözese Los Angeles
Missbrauchs-Opfern bezahlt (siehe unten),
227 Millionen Dollar durch die Haftpflichtversicherungen der Kirche
übernommen. Von den Zahlungen sind auch zwei deutsche Gesellschaften
betroffen. Während die Allianz-Versicherung den Schaden durch die klerikalen
Sex-Verbrechen noch nicht bezifferte, geht die Münchner Rück von "mehr als
10 Millionen Euro" aus (Financial Times Deutschland, 17.7.2007).
24.8.2007 -
Evangelische
Kirchenführer immer schamloser: Antisemitismus Anfang des 20. Jahrhunderts
mit islamkritischer Stimmung von Juden heute verglichen - Um
ihren antisemitischen Landesbischof Hans Meiser (siehe dazu
Der Theologe Nr. 11) und die nach ihm
benannten Straßen zu rechtfertigen, dachte sich jetzt der Leiter des
Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Prof. Dr. Axel Freiherr von Campenhausen, ein neues Argument aus. Im
Europa der 20er-Jahre habe "generell" eine "Stimmung gegen die Juden
geherrscht. Doch habe dabei niemand Vertreibung und Massenmord im Blick
gehabt" (Warum schützt die Kirche Meiser nicht? in: idea-spektrum Nr.
33/2007).
Axel Freiherr von Campenhausen wörtlich: "Vielleicht wird man den Menschen
von damals eher gerecht, wenn man ihre Stimmung mit den Äußerungen des
heutigen Schriftstellers Ralph Giordano über Muslime vergleicht. Ihm ist der
Gedanke an eine große Moschee in Köln eklig. An Vertreibung oder Ermordung
denkt er deshalb nicht" (zit. nach idea-spektrum Nr. 33/2007).
Der EKD-Jurist unterschlägt dabei jedoch, dass die
"generelle" "Stimmung gegen die Juden" von der Kirche über Jahrhunderte
immer wieder angefacht und vor allem in der Weimarer Republik in Deutschland
massiv geschürt wurde.
Falsch ist auch von Campenhausens Behauptung, niemand habe dabei an
Vertreibung und Massenmord gedacht. Der spätere Landesbischof Hans Meiser in
seinem Gutachten Die evangelische Gemeinde und die Judenfrage von
1926 wörtlich:
"Radikal gesinnte Antisemiten empfehlen … Bekämpfung des Judentums mit
allen Mitteln, Zurückverweisung der Juden ins Ghetto, Ausmerzung der Juden
aus dem Volkskörper - das ist der einzig mögliche Weg zur Lösung der
Judenfrage. Vor allem sind es rassehygienische Gesichtspunkte, die stark in
den Vordergrund gestellt werden. Von der antisemitischen Bewegung stark
beeinflusst, sieht auch die völkische Bewegung [mit der sich Meiser im
selben Gutachten "weithin einverstanden" erklärt] in der Rassenfrage den
Kernpunkt der Judenfrage und steht hier mit der antisemitischen Bewegung in
einer Front" (siehe hier).
Zudem hatte vor allem Martin Luther als eine Art Vermächtnis für die
Zukunft das Niederbrennen der Synagogen und der jüdischen Wohnhäuser und die
Vertreibung der Juden gefordert (siehe dazu
Der Theologe Nr. 28).
Und Kirchenmänner haben wiederum betont, "dass man in der
evangelischen Kirche Jahrhunderte lang immer wieder auf Luthers antijüdische
Schriften hingewiesen hat" (z. B. Kirchenrat
D. Hermann
Steinlein im Januar 1933, noch vor der Machtergreifung durch die
Nationalsozialisten; siehe hier).
17.8.2007 -
Ministrant von Dekan zu sexuellen Handlungen gezwungen?
- Die Familie des ehemaligen
Ministranten, der in einem homosexuellen Verhältnis mit dem Dekan von
Lohr/Main-Spessart lebte, hat laut Panorama (ARD, 16.8.2007) schwere
Vorwürfe gegen den Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann erhoben. Dieser
"habe den Missbrauch unter der Decke halten wollen. Der damals 17-Jährige
... sei ein Jahr lang von K. [dem Dekan] zu sexuellen Handlungen gezwungen
worden" (Main-Echo, 17.8.2007). Die katholische Kirche wies durch
ihren Generalvikar Karl Hillebrand die Vorwürfe jedoch zurück. Dekan K.
hatte sich im November 2006 durch Selbstmord der Verantwortung entzogen. Dem
ehemaligen Ministranten habe er anscheinend zuvor mit Selbstmord gedroht,
wenn dieser die sexuellen Wünsche des Dekans nicht mehr erfülle
(mehr dazu hier). Deswegen wurden
die Ermittlungen und Nachforschungen seinerzeit eingestellt - es gelte weiter die
"Unschuldsvermutung" für den katholischen Amtsträger, so der
Abschlussbericht. Der Dekan hatte auch Bischof Friedhelm Hofmann bei der
Leitung des Bistums Würzburg unterstützt.
Erst kürzlich schockte ein Untersuchungsbericht aus der römisch-katholischen
Diözese Los Angeles die Katholiken. Demnach waren in 75 % der 288 Pfarreien
der Diözese einer der Priester oder kirchlichen Mitarbeiter aktiv, die an
Sexualverbrechen bzw. Missbrauch an Kindern beteiligt waren (siehe
unten). Und selbst wenn in deutschen
Diözesen der Anteil der betroffenen Pfarreien deutlich unter 50 % liegen
sollte, so ist das Risiko für Kinder, die sich in ihrer Freizeit dort
aufhalten, doch überdurchschnittlich hoch, vergleicht man es etwa mit dem
Engagement in einem Sportverein, mit anderen Freizeitbeschäftigungen oder
mit anderen ehrenamtlichen Diensten
Der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Mynarek rät Eltern in
diesem Zusammenhang deshalb auch: "Kinder
sollten am besten gar keinen Kontakt zu Priestern haben" (Das Weisse
Pferd Nr. 6/2002).
15.8. /
16.8.2007
-
Afghanistan, Irak -
Kriege geraten immer mehr außer Kontrolle - Trotz immer neuer
"Erfolgsmeldungen" über im Krieg getötete Taliban (25.7.2007:
"Mehr als 70"
http://www.focus.de/politik/ausland/koalitionstruppen_aid_67837.html; 10.8.2007: "Dutzende"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,498739,00.html)
geraten die beiden von der US-Regierung entfesselten
Kriege in Afghanistan und Irak immer mehr außer Kontrolle. Es scheint, dass
trotz der andauernden Tötungen von Taliban, die bis zum NATO-Angriff im
Oktober
2001 die afghanische Regierung stellten, immer mehr Taliban
"nachwachsen". Diese oder andere gewaltbereite Gruppen töten nun ihrerseits z. B. Deutsche, wie z. B. am
15.8.2007 die drei
Sicherheitsbeamten.
Im Irak kamen am selben Tag gar
mindestens 500 Menschen bei Anschlägen um (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,499961,00.html).
Dennoch gibt es weiter Bestrebungen, zusätzlich zu den beiden Fronten am
Hindukusch und im Zweistromland noch einen dritten Krieg gegen den Iran zu
beginnen.
Doch man kann Islamisten nicht einfach von der Erdoberfläche
wegbomben, und dies hat auch nicht das Geringste mit Jesus von Nazareth zu
tun, der
die Goldene Regel lehrte ("Alles, was ihr wollt, das Euch die Leute
tun, das tut ihr ihnen zuerst"; Matthäus 7, 12). Und
einen Frieden wird es auch nie geben, solange man glaubt, man hätte ja ein
"Recht", einen Krieg zu führen und solange man
zudem glaubt, die "Goldene
Regel" könne man nicht auf die Politik anwenden.
Mehr zum Afghanistan-Krieg lesen Sie z. B.
hier.
30.7.2007 -
Bayreuth: Israelitische Kultusgemeinde möchte Umbenennung von
Hans-Meiser-Straße in Dietrich-Bonhoeffer-Straße - Evangelische Kirche
sträubt sich wieder - Lesen Sie dazu die Meldung unter
Der Theologe Nr. 11.
26.7. / 14.8.2007 -
Kater ahnt Tod von Heimpatienten voraus / Tierversuche und seelische
Krankheitsursachen
- Als Hospizhelfer
engagiert sich ein kleiner Kater
in Providence/USA. Lesen Sie
dazu
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,496608,00.html - ein Beispiel
mehr, dass Tiere Freunde des Menschen sein wollen.
Die Kirche hat sie aber zu seelen- und
gefühllosen Objekten ohne volle Leidensfähigkeit degradiert (vgl.
http://www.das-weisse-pferd.com/03_04/tiere_seele.html), denen auf
der Erde unvorstellbar grässliche Qualen zugefügt werden dürfen (http://www.theologe.de/theologe7.htm#4).
Katzen sind z. B. "beliebte" "Versuchstiere", gemäß katholischem
Katechismus-Lehrsatz Nr. 2417: "Tierversuche sind in vernünftigen
Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu
heilen und zu retten," wobei das augenblickliche Grauen der Versuchstiere
offenbar innerhalb dieser "vernünftigen Grenzen" stattfindet, denn etwas
Anderes ist von der Kirche nicht bekannt. Die Irreführungen der Kirche sind
im wahrsten Sinne des Wortes "teuflisch"
(siehe z.B.
http://www.universelles-leben.org/cms/?id=816&type=98,
http://www.animalprotection.de/tierversuche1.htm,
http://www.3sat.de/3sat.php? http://www.3sat.de/nano/news/44926/index.html
u. a. ).
Nach der Lehre des Jesus von Nazareth ist bei einer körperlichen
Krankheit auch von einer Krankheit in der Seele
auszugehen, die sich dann auch im menschlichen Körper bemerkbar macht. Aus
diesem Grund sagte er immer wieder: "Dein Glaube hat dich gesund gemacht" (Markus
5, 34 und viele vergleichbare Stellen). In ihrer Aussagekraft sinnlose,
fehlerhafte bzw. zweifelhafte Tierversuche stehen im Gegensatz zum Geist des
Heilers aus Nazareth und seinem Hauptanliegen, zu den seelischen Wurzeln von
Krankheiten und zu den inneren Heilkräften im Menschen vorzudringen
(vgl.
auch
http://www.das-weisse-pferd.com/01_02/gesundheit.html).
Auch gibt
es keine Zufälle, so dass auch Unfälle mit der Lebensgeschichte eines Menschen
in Verbindung stehen (Mehr zum Thema "Saat und Ernte" und "Reinkarnation" z. B. in Der
Theologe Nr. 2). Während Menschen Warnungen des Schicksals oft überhören, sind Tiefe
sensibel und haben viel feinere Antennen als der Mensch. Sie nehmen vieles
wahr, was der abgestumpfte Mensch nicht mehr sieht, hört oder fühlt; z. B.
der Kater in Providence/USA, der erspürt, wann die Seele eines Menschen
dabei ist, ihren Körper zu verlassen.
Doch
die bornierten Amtskirchen lassen lieber unschuldige Tiere für einen
angeblichen Fortschritt in Pharmazie und Kosmetik bestialisch
zugrunde gehen. Dies bringt dem Menschen aber auf keinen Fall einen Segen,
sondern sein Schuldkonto steigt ins Unermessliche. Nur für den "Gott der
Unterwelt" sind Tierversuche "in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig",
und nur er gibt dazu seinen Segen.
22.7.2007 / 1.6.2011 - Exorzisten der römisch-katholische Kirche:
Harry Potter-Bücher und -Filme seien "Machwerk des Teufels". Sie
würden "dem
Teufel einen Weg" öffnen /
Heutiger Papst im Jahr 2003:
Sie "zersetzen" "Christentum in der Seele" der Kinder - Während der
katholische "Sektenbeauftragte" des Bistums Essen, Gary Albrecht,
lobend auf Parallelen zwischen Harry Potter und dem Christentum hinweist
(z. B. Basler Zeitung, 20.7.2007), sehen das der Papst und die
Exorzismus-Verantwortlichen seiner Kirche
anders. Erst vor kurzem bezeichnete Papst Benedikt XVI. die
Harry-Potter-Bücher als "antichristlich" (Spiegel online, 21.7.2007).
Wörtlich schrieb er z. B. als Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation (früher
"Großinquisitor" genannt) in einem Brief vom 7.3.2003: "Dies sind
subtile Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das
Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen konnte"
(zum Konflikt um dieses Thema siehe http://www.kath.net/detail.php?id=11066).
Und jetzt legte der Exorzismus-Experte Padre Pedro Mendoza nach. Zum Abschluss einer
katholischen Exorzismus-Konferenz bezeichnete der mexikanische Haupt-Teufelsaustreiber
die Harry-Potter-Bücher als "schädlich für Kinder" (AP, 21.7.2007).
"Die Buchserie interessiere die Kirche nicht". Doch "die Geschichten von
Zauberei könnten dem Teufel den Weg in die Seelen junger Menschen öffnen".
Pedro Mendoza ist
"Exorzismus-Koordinator" in der Erzdiözese Mexiko-Stadt, wo die
römisch-katholische Kirche den Exorzismus - wie auch sonst überall auf der
Welt - erheblich forciert und ausgeweitet hat (siehe auch
hier). Wörtlich sagte der Exorzismus-Koordinator: "Wenn man alle diese Ideen in den
Kopf von Kindern steckt, dass man ein Zauberer werden kann, das Kind glaubt
das und das öffnet dem Teufel einen Weg, über den er eintreten kann".
Bereits im Jahr 2006 hatte sich der Haupt-Exorzist der römisch-katholischen
Kirche in Europa, Pater Gabriele Amorth, gemäß eines Berichts des
australischen Daily Telegraph vom 28.2.2006 ähnlich geäußert:
Die Sache ende demnach beim "Teufel". Der Mann des Vatikan, der bereits mehrere
Tausende Exorzismen vollzogen hat, wörtlich: "Es gibt keinen Zweifel,
dass in den Harry Potter Büchern die Unterschrift des Fürsten der Finsternis
klar enthalten ist." Damit wiederholte der Exorzist seine Warnung aus dem
Jahr 2001, als er bereits behauptete, dass die Harry-Potter-Bücher und -Filme "Machwerke des Teufels"
seien (zit. nach http://www.kreuz.net/article.2798.html).
Zwar ist es in der Tat keine christliche Botschaft, wenn Harry Potter
am Ende des Romans den "dunklen" Lord und mehrfachen Mörder Voldemort tötet
[nach urchristlicher Lehre würde dieser eines Tages Opfer seiner eigenen
bösen Taten], doch werden auch viele positive Werte vermittelt. Und
die Stellungnahme von Joseph Ratzinger und die Warnungen der profilierten katholischen
Haupt-Exorzisten
sind in diesem Zusammenhang vor
allem ein Ablenkungsmanöver, um die Hintergründe und Abgründe der
eigenen Kirche verborgen zu halten. Wie "dem Teufel" der Weg "in die Seelen
junger Menschen" z. B. tatsächlich geöffnet wurde, lesen Sie hier:
"Der Theologe Nr. 9": Todesfalle Kirche - Warum
musste Anneliese Michel sterben?
Und siehe dazu auch neu die
Parallelen zwischen dem Papst und dem Lord Voldemort aus der
Harry-Potter-Saga!
19.7.2007 -
Ehemalige Meiserstraße - Aufklärung statt kirchliche
Verlogenheit - Seit 1.700 Jahren indoktriniert die Kirche Europa und
spricht viele ihrer finsteren Gestalten "heilig" oder ehrt sie bis heute mit
Straßen, Plätzen, Gebäuden, Jubiläen, Preisen usw. Von "falschen Vorbildern"
für die Jugendlichen zu sprechen, ist noch sehr zurückhaltend formuliert.
Hinzu kommen die unsäglichen Fälschungen und Verdrehungen, mit denen die
Kirche bis heute ihre Dunkelmänner in ein besseres Licht zu stellen
versucht. So verbrämt man ihre Untaten häufig mit der Ausrede, sie
waren aber doch "Kinder ihrer Zeit", und man unterschlägt
dabei, dass ihre Opfer genauso "Kinder ihrer Zeit" waren - nur eben in "ihrer Zeit" ganz anders
dachten und lebten, was ihnen dann den Missmut der Kirche und deshalb
vielfach den Galgen einbrachte.
Markantestes Beispiel für diese unseligen Prozeduren ist derzeit
Landesbischof Hans Meiser in München. Die evangelische Landeskirche "verteidigt Meiser
wie einen Heiligen", schreibt die Süddeutsche Zeitung (19.7.2007). Wie eine Schlange dreht und windet
sich die Kirche dabei in jede noch so kleine Lücke hinein, um von dort heraus zu
holen, was vielleicht zur Ehre für ihren früheren "Führer"
dienen könnte.
Dabei spekuliert man offenbar darauf, dass man aufgrund eines
Wissensvorsprungs bei einzelnen Details den Durchschnittsbürger immer wieder
für die kirchliche Sache einwickeln kann. All´ dies nährt aber auch die Befürchtung
des großen deutschen Philosophen Karl Jaspers, dass die Kirche sich nicht
wirklich geändert habe. Sondern dass auch die Verhaltensweisen früherer
Päpste, Bischöfe und Inquisitoren, die heute weiterhin geehrt werden, morgen
wieder praktiziert werden. Oder, wie es Karl Jaspers sagte: Der Absolutheitsanspruch
der Kirche stehe "ständig auf dem Sprung, von neuem
die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (Der philosophische
Glaube, 9. Auflage, München 1988, S. 73).
So war es übrigens auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern,
die als erste in Deutschland nach
dem 2. Weltkrieg wieder an die "Sektenbekämpfung" der 30er-Jahre anknüpfte
und einen "Weltanschauungsbeauftragten" einführte.
Aus diesem Grund wird hier auf die Waage der Gerechtigkeit verwiesen und
- auch wenn es manchmal mühsam ist - nicht zugelassen, dass die Kirche - wie seit Jahrhunderten - Mücken aussiebt und
Kamele verschluckt (vgl. Matthäus 23, 24), um dann, wenn es veränderte Zeitumstände wieder
erlauben, die alten Gespenster der Vergangenheit wieder auf die Menschen
loszulassen.
Die jüngsten Details sind folgende:
|
Das Lob der Kirche |
Was die Kirche lieber unter dem
Teppich hält / |
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"Was ist mit Ludwig Thoma, Richard Wagner, Heinrich von
Treitschke? Sie alle haben sich antisemitisch geäußert, nach ihnen sind
Straßen benannt. Da sagen nicht nur Protestanten in München: Warum immer
wir?" |
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"Mehrmals hat er [Meiser] öffentlich die Mitschuld der Kirchen eingestanden, so etwas bei der Weihe des Friedhofs für die KZ-Opfer in Dachau, als er am 16.12.1949 im Beisein von Weihbischof Neuhäusler und Oberrabbiner Dr. Ohrenstein sagte: ´Wir denken daran, dass wir alle durch den Ungeist der Zeit, der zu diesen Gräbern geführt hat, mitschuldig geworden sind.`" (Oberkirchenrat i. R. Martin Bogdahn, Süddeutsche Zeitung, 18.7.2007)
|
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"Der Oberrabbiner [Dr. Ohrenstein] schrieb an Meiser zu dessen 65. Geburtstag im Februar 1950: ´In einer Zeit, in der die Welt so arm ist an wirklichen Persönlichkeiten, empfindet man es ganz besonders, wenn man einer solchen Persönlichkeit wie Ihnen begegnet. Ich hatte nun das Glück und bin dem Schicksal für diese Fügung besonders dankbar.`"
(Oberkirchenrat i. R. Martin Bogdahn, Süddeutsche Zeitung,
18.7.2007) |
|
18.7.2007 -
Gegen
den erbitterten Widerstand der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern:
Meiserstraße in München wird umbenannt - Gegen den massiven
Widerstand der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (bzw. der
Evangelisch-Lutherischen kirchlichen Gemeinschaft; siehe dazu
unten) entschied sich die Mehrheit des Münchner
Stadtrats jetzt für eine Umbenennung der Straße, die bis jetzt den Namen des
antisemitischen und kriegsverherrlichenden Bischofs trug. Auch der letzte
"Rettungsversuch" von Landesbischof Johannes Friedrich nutzte nichts. Er
hatte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung seinem
Vorgänger zugute gehalten: "Es war nicht der Rassenantisemitismus der Nazis.
Der theologische Antisemitismus zielte - was ich keineswegs verharmlosen
möchte - auf Bekehrung [der Juden zum evangelisch-lutherischen Glauben],
nicht auf Vernichtung" (12.7.2007). Dieses Ziel hatte Landesbischof
Hans Meiser von Martin Luther übernommen, der allerdings zum schlimmsten
Antisemiten seiner Zeit und zu einem Vordenker einer möglichen "Endlösung"
(= Vernichtung der Juden) wurde, als er merkte, dass die Mehrheit der
jüdischen Mitbürger sich keineswegs zum kirchlichen Glauben bekehren wolle
(Begründung: siehe hier; zum
Thema "Luthers Antisemitismus" siehe "Der Theologe Nr. 28" -
Martin Luther und die Juden).
Und gerade an dieser zusätzlichen Variante des Antisemitismus nahm Münchens
Oberbürgermeister Christian Ude nun Anstoß: "Ude sagte in der rund
dreistündigen Debatte im Münchner Rathaus, Meisers theologisch begründeter
Antisemitismus sei schlimmer gewesen als der rassistische, da er eine
zusätzliche Legitimation gegen die jüdische Bevölkerung geliefert habe"
(ddp, 18.7.2007).
Außerdem hatte Landesbischof Johannes Friedrich den Sachverhalt wieder
einmal zugunsten seiner Kirche zurecht gebogen. So hat Landesbischof Meiser
in seinem Gutachten Die evangelische Kirche und die Judenfrage im
Jahr 1926 u. a. geschrieben: "Es liegt
etwas durchaus Berechtigtes in der Forderung nach Reinhaltung des Blutes. So
wenig wir Mischehen etwa mit naturalisierten Slaven gutheißen können, so
wenig können wir Mischehen zwischen Deutsch-Stämmigen mit Juden billigen."
Und weiter: "Gott hat jedem Volk seine völkische Eigenart und seine
rassischen Besonderheiten doch nicht dazu gegeben, damit es seine völkische
Prägung in rassisch unterwertige Mischlingsbildungen auflösen lässt ...
Darum können wir uns mit den völkischen Idealen weithin einverstanden
erklären". Zählt das auch zum "theologischen Antisemitismus“, von dem
Landesbischof Friedrich sprach? Oder ist das auch "rassisch"? Das Infame ist dabei der Missbrauch des
Namens "Gottes" für Meisers Ideen von der "Reinhaltung des Blutes". Es wurde
von Meiser also "Gott" und der Jude Jesus von Nazareth mit in diesen Schmutz
hinein gezogen, was die Nazis nicht getan hatten und weswegen die Empörung
des Münchner Oberbürgermeisters über Meisers Variante des Antisemitismus
verständlich ist.
(PS: Nach Bischof Meiser wäre folglich auch eine Ehe zwischen Jesus
von Nazareth und einer germanischen Frau aufgrund der Gene des Mannes eine "rassisch
unterwertige Mischlingsbildung" gewesen.)
Was hinzu kommt: Meiser war sich bereits im Jahr 1926 bewusst, dass "die
völkische Bewegung", mit deren Idealen er sich in seinem Gutachten
"einverstanden" erklärte, "in einer Front" mit den damals aufstrebenden
Nazis stand. Meiser wörtlich:
"Radikal gesinnte Antisemiten empfehlen … Bekämpfung des Judentums mit
allen Mitteln, Zurückverweisung der Juden ins Ghetto, Ausmerzung der Juden
aus dem Volkskörper - das ist der einzig mögliche Weg zur Lösung der
Judenfrage. Vor allem sind es rassehygienische Gesichtspunkte, die stark in
den Vordergrund gestellt werden. Von der antisemitischen Bewegung stark
beeinflusst, sieht auch die völkische Bewegung in der Rassenfrage den
Kernpunkt der Judenfrage und steht hier mit der antisemitischen Bewegung in
einer Front."
Der spätere erste Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in
Bayern kritisiert also nicht etwa, dass die "Juden ins Ghetto" sollen und
"aus dem Volkskörper" "ausgemerzt" werden sollen.*
Dabei wäre es in der Weimarer
Republik notwendig und leicht möglich gewesen, gegen solches zu
protestieren. Auch
warnt Meiser nicht vor dem, was sich hier bald in Deutschland zusammenbrauen
könnte. Sondern er erklärt sich im Gegenteil sogar einverstanden mit denen,
die "hier mit der antisemitischen Bewegung in einer Front" stehen
(Mehr zu Landesbischof Meiser in Der Theologe
Nr. 11).
Nichtsdestotrotz will die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihren
Alt-Landesbischof wegen seiner sonstigen "Verdienste" weiter
kritisch ehren, auch mit Straßennamen, und sie erwägt eine Klage gegen die
Umbenennung. Wegen der kirchlichen "Verdienste" Meiser haben wir bereits
am 5.6.2007 vorgeschlagen, doch eine
evangelische Kirche in München anstelle der öffentlichen Straße nach
Landesbischof Meiser zu benennen.
Vielleicht merkt aber bald auch so mancher Protestant, dass dies alles nicht
mehr seine Wellenlänge ist und tritt aus. Mehr zu den geheimen Hintergründen
und Abgründen des evangelisch-lutherischen Glaubens siehe auch in
Der Theologe Nr. 1.
PS: Lesen Sie dazu auch unsere Meldung:
Evangelische Kirchenvertreter immer unverfrorener
* Wie ist das zu verstehen?
Eine Ghettoisierung ist zunächst eine Isolierung
innerhalb des Volkes, während die "Ausmerzung aus dem Volkskörper" als
spätere Tötung gedeutet werden kann, was ja dann genauso auch geschehen ist.
Die Maßnahmen könnten also hier in Form einer Steigerung aneinandergereiht
sein: Erst Bekämpfung, dann Gettoisierung, dann Ausmerzung. Eine genauere
Untersuchung wäre einmal eine Aufgabe für einen kirchenunabhängigen
Historiker.
15.7. / 25.7.2007 -
Sexualverbrechen von Priestern in der Diözese Los Angeles: Ca. 600 Millionen
Dollar Entschädigung für 500 Opfer
- die Spitze eines Eisbergs.
Bereits 10.000 Kirchen-Opfer haben in den USA geklagt. Der jetzige Vergleich
mit den 500 Opfern erspart der römisch-katholischen Kirche zunächst weitere
Prozesse. Trotz der finanziellen Entschädigung bleiben oft tiefe Wunden. Ein
Mann, der den Tränen nahe ist, erklärt im Fernsehen: Die Summe könne ihm
seine Kindheit "nicht zurück geben" (ZDF, Heute, 16.7.2007).
Und das Opfer Mary Ferell erklärt: "Das Geld zeigt nur die ungeheuerliche
Schuld. Ich würde es zurückgeben, könnte ich dafür meine Kindheit
wiederhaben" (Süddeutsche Zeitung, 16.7.2007).
Der Religionswissenschaftler
Prof. Dr. Hubertus Mynarek rät in diesem Zusammenhang deshalb: "Kinder
sollten am besten gar keinen Kontakt zu Priestern haben" (Das Weisse
Pferd Nr. 6/2002). Denn das Risiko ist überdurchschnittlich groß, und
Eltern handeln mittlerweile verantwortungslos, wenn sie ihren Kindern noch
gestatten, sich im Umfeld eines Priesters zu bewegen bzw. wenn sie sie ohne
Begleitung eines Erziehungsberechtigten in die katholische Kirchengemeinde
gehen lassen. In der Diözese Los
Angeles waren z. B. in 75 % aller katholischen Kirchengemeinden
Sexualverbrecher an Kindern tätig. Die Süddeutsche Zeitung
schreibt: "Es stellte sich heraus, dass in drei Vierteln der 288 Pfarreien
der Diözese im Laufe der Jahre mindestens einer der 221 Priester, Mönche
oder Laienlehrer Dienst getan hatte, denen Kindsmissbrauch vorgeworfen
wurde. Und es stellte sich ebenso heraus, dass die Kirche in vielen Fällen
Bescheid wusste und, wenn überhaupt - nur Täter versetzte - und sie einfach
weitergewähren ließ" (16.7.2007). Dabei wurde einer der Priester
vom zuständigen Kardinal Mahoney immer wieder in eine andere Kirchengemeinde
versetzt, nachdem er in der jeweils vorherigen Kinder missbrauchte. Auf
diese Weise brachte er es auf 17 Pfarrstellen (El pais, 16.7.2007).
Wer jedoch glaubt, die Kirche würde jetzt reinen Tisch machen, der irrt.
"Die Erzdiözese veröffentlichte mehrere Schuldbekenntnisse, gab zu, die
Täter und nicht die Opfer geschützt zu haben, und weigerte sich dennoch,
Unterlagen heraus zu geben, in denen Missbrauchsfälle dokumentiert waren -
und die Fehlreaktion der Kirchenhierarchie. Am Ende kommt die Einigung die
Kirche in Los Angeles vielleicht tatsächlich noch vergleichsweise billig"
(Süddeutsche Zeitung, 16.7.2007).
Lesen Sie zur aktuellen gerichtlichen Einigung in den USA auch:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,494499,00.html
PS:
Die Entschädigungssumme wird übrigens teilweise von den
Haftpflichtversicherungen der Kirche übernommen, auch von den deutschen
Gesellschaft Allianz und Münchner Rück
(siehe
oben).
14.7.2007 -
Römisch-katholische
Kirche verweigert Evangelischen weiter die Bezeichnung "Kirche" - Bei
Anschluss der Evangelischen an Rom könnte der deutsche Staat viel Geld
sparen - "Für Benedikt XVI. bedeutet Ökumene, dass die anderen
die Führungsrolle Roms zu akzeptieren haben", schreibt einmal mehr zu Recht
die deutsche Presse (z. B. Main-Echo, 14.7.2007). Denn
zwischenzeitlich hat der Vatikan wieder bekräftigt, dass die Evangelischen
keine richtige "Kirche" seien (siehe z. B.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/866/122698/). Sie
sei allenfalls eine "kirchliche Gemeinschaft", aber keine "Kirche". Und
ein Leserbriefschreiber drückt aus, was viele Katholiken denken: "Sicherlich
hat damals Luther zu Recht Missstände in der katholischen Kirche verurteilt;
aber das ist längst Vergangenheit ... Deshalb muss jetzt nach Jahrhunderten
des Protestes endlich Schluss sein" (E. Balling, Hösbach; Main-Echo,
14.7.2007).
Für einen Außenstehenden ist es nicht sehr sinnvoll zu beurteilen, welche
Kirche
jeweils noch weniger mit Jesus von Nazareth zu tun hat als die andere - die katholische oder die
evangelische Kirche. Denn "christlich" sind sie beide nicht und
sie stehen beide aufs Ganze gesehen im Gegensatz zu Jesus, dem Christus (siehe
Der Theologe Nr. 25).
Ein Anschluss der evangelischen Kirchen an den Vatikan hätte für den Bürger
in Deutschland aber zumindest einen finanziellen Vorteil: Der deutsche Staat
würde dann unter Umständen nur noch eine Großkirche subventionieren statt
bisher zwei. So könnte er Milliarden einsparen und anderweitig sinnvoll
verwenden, z. B. für Steuersenkungen zu Gunsten des einfachen Bürgers. Als nächsten
Schritt könnte er dann auch die Subventionen für die eine verbliebene
Großkirche streichen, denn sie sind grundsätzlich an
der falschen Stelle eingesetzt (Mehr dazu unter
www.stop-kirchensubventionen.de). Zum Thema "Evangelische sind keine
richtige Kirche" lesen Sie auch unsere Meldung
hier.
8.7. / 11.7.2007 -
Kampf gegen
Klimakatastrophe und Intoleranz: Wird in Deutschland der Bock zum Gärtner
gemacht? - Während über eine Milliarde Menschen weltweit
Rock-Konzerte besuchten oder teilweise über Fernsehen verfolgten, die auf die
drohende
Klimakatastrophe hinwiesen, feierte das Erzbistum Bamberg zu Ehren seines
Gründers Heinrich II. das Heinrichsfest (siehe nächste
Meldung). Der Kirche ging es anlässlich der
Bistumsgründung vor 1000
Jahren um die Vernichtung des "Heidentums"
in Europa. Und die
beiden Themen haben miteinander zu tun, auch wenn es auf den ersten Blick
nicht so scheint.
Das geistesgeschichtliche symbolkräftigste Datum im Zusammenhang der
"Vernichtung des Heidentums" ist nämlich die Fällung der großen Donars-Eiche in Geismar bei
Kassel durch den römisch-katholischen Missionar und späteren "Heiligen" Bonifatius im
Jahr 724 (siehe hier).
Den "Heiden" sollte von der Kirche der Glaube an das
Göttliche in der Natur und an deren Beseeltheit ausgetrieben werden.
Dies war ein Glaube, der auch mit großem Respekt, Achtung und Ehrfurcht vor der Natur
verbunden war. Und wären die Naturreligionen vom Katholizismus nicht
ausgemerzt worden (vgl. hier), würde
es heute anders auf unserem Planeten aussehen. Und die Menschen in
Europa wären nicht so abgestumpft gegenüber der Schöpfung Gottes.
In vielen Jahrhunderten hat die Kirche dabei immer auch versucht,
nicht nur andere Glaubensrichtungen zu bekämpfen, sondern die Andersdenkenden
selbst zu verfolgen und auszurotten, was auch Martin Luther und
seine Nachfolger vielfach so hielten (vgl. z. B.
Der Theologe Nr. 1 und Nr. 3).
Von daher hat man den Eindruck, dass die evangelische Bundeskanzlerin Angela Merkel den
Bock zum Gärtner macht, wenn sie ausgerechnet die Kirchen dazu auffordert,
ihr "Wächteramt" in Sachen Toleranz in Europa wahrzunehmen. "Toleranz ist für mich die Seele Europas", so die Kanzlerin (Netzeitung,
8.7.2007) -
ein hoher Wert, der im Laufe der Geschichte allerdings gegen die Kirchen erkämpft werden musste und bis
heute muss. Von daher macht man in der Tat den Bock zum Gärtner, wenn
ausgerechnet die Kirchen radikalen intoleranten Islamisten die Stirn bieten
sollen, wie sich das Angela Merkel wünscht.
Jüngstes Beispiel: Die massive Behinderung der Hollywood-Verfilmung
des Lebens des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg durch
den deutschen Staat. Der
Grund: der persönlichen Glaube des Hauptdarstellers Tom Cruise. Aus diesem
Grund nehmen einmal mehr die Medien in den USA ihr "Wächteramt"
gegen die religiöse Intoleranz staatlicher und anderer Stellen in Deutschland wahr, wo viele
kleinere Gemeinschaften seit je her über einen negativen Kamm geschoren und
pauschal und vielfach ungeprüft verleumdet und diskriminiert werden (Dies geschieht
auch im staatsfinanzierten konfessionellen Religionsunterricht, wo
bereits die Kinder in Deutschland in diesem Sinne indoktriniert werden). So heißt es z. B. in einem Kommentar der
US-amerikanischen Tageszeitung Philadelphia Daily
News über die Verbote, den Stauffenberg-Film an Original-Schauplätzen zu
drehen: "Wie könnte man besser an die Nazi-Zeit erinnern als dadurch, dass
man einen Mann wegen seines Glaubens an seiner Arbeit behindert" (mehr
dazu bei
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,491982,00.html).
Die Verursacher dieser Kampagnen früher und
heute sind die Kirchen und ihre Büttel in Staat, Politik, Medien und Justiz (siehe dazu Der Theologe Nr.
12). Tatsächlich haben diese in der Nazi-Zeit sowohl gegen Juden
als auch gegen so genannte "Sekten" massiv gekämpft (siehe dazu eine
Fülle von Belegen und Quellen in
Der Theologe Nr. 4). Und nach 1945 blieben aus bekannten Gründen nur
noch die "Sekten" übrig, gegen die man seither weiter mit "bewährten" Methoden
der Intoleranz oder des Rufmords
vorgeht (siehe hier). Schon der
Begriff "Sekte" ist eine Rufmord, weil die Kirche alleine schon dadurch die
Existenz des Angegriffenen ruinieren kann. Deshalb sollte man das Wort
"Sekte" eine Zeitlang nur noch für die beiden Großsekten "Katholische
und Evangelische ´Kirche`" verwenden. Schließlich sind
beide Institutionen auch "Abspaltungen" ("Sekte"
kommt von lateinisch "secare" = abspalten) vom Urchristentum. Auf diese Weise würden die
"Herren der Kirche" und geheimen "Reiter des Staats-Rosses" (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 23) am eigenen Leib zu
erfahren beginnen, was sie seit Jahrhunderten anderen antun, so dass
vielleicht doch noch der eine oder andere zur Besinnung kommt.
(PS:
Die römisch-katholische Kirche erkennt die evangelische sowieso nicht als
"Kirche" an (siehe z. B.
http://www.mainpost.de/aaw/brennpunkte/art112,4043940), so dass es
auch den überzeugten Katholiken nicht schwer fallen sollte, zumindest die
Evangelischen schon einmal als "Sekte" zu bezeichnen. Der nächste Schritt
wäre dann die Selbsterkenntnis über die "Sekte", der man selber angehört.)
Und auch beim Klimaschutz sind die "Kirchen-Sekten" - wenn überhaupt - nur
Trittbrettfahrer, wenn sie sich in dieser Richtung äußern oder gar - wie in
Bayern - in ein "Bündnis für Umwelt" mit dem Staat einbezogen werden.
Hier wird der Bock mit zum Gärtner gemacht. Geht man nämlich den geistesgeschichtlichen Wurzeln für die
sich anbahnende Katastrophe auf den Grund, stößt man auf die kirchliche Christenheit als
den Hauptverantwortlichen
für die zunehmend apokalyptischeren Ereignisse. Lesen Sie die Gründe dafür
in der Meldung:
Die Erde schüttelt allmählich
die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren besten Freund zum
Feind gemacht.
7.7. / 8.7.2007 -
Heinrichsfest:
Katholisches Bamberg feiert Kriegsverbrecher - Nicht nur in
Argentinien stehen derzeit Verbrechen mit kirchlicher Beteiligung oder unter
kirchlicher Anleitung im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses (siehe
dazu die nachfolgende Meldung). Auch in
Deutschland ist dies - wenn auch weit gehend unausgesprochen - der Fall. So feiert z. B. das Erzbistum Bamberg
im Jahr 2007 sein 1000jähriges Jubiläum. Bistumsgründer ist der König und
spätere Kaiser
Heinrich II., der in unzähligen Kriegen immer wieder unschuldiges
Menschenblut vergossen hat (mehr dazu
hier). Nach ihm ist auch
das Heinrichsfest benannt, das am 7.7. und 8.7.2007 in Bamberg
gefeiert wurde. Das Bistum Bamberg wurde mit dem Ziel gegründet,
Andersgläubige wirkungsvoller vernichten zu können. Wörtlich heißt es in
einem Dokument aus dem Jahr 1146 anlässlich der Heiligsprechung Heinrichs: "... dass das Heidentum der Slawen [die z.
B. im angrenzenden Fichtelgebirge lebten] vernichtet werde." Dies lief auf
die
Zwangsbekehrung bzw. Ermordung der Menschen hinaus. Ein schlimmes
Kriegsverbrechen war auch das grausame Massaker Heinrichs an den Einwohnern
der italienischen Stadt Pavia in der Nacht vom 14. auf den 15.5.1004. Die
Bevölkerung hatte zuvor die Krönung Heinrichs zum König der Langobarden
missbilligt, die seiner späteren Kaiserkrönung im Jahr 1014 voraus ging. Die
Kinder auf dem Heinrichsfest in Bamberg ließ man deshalb Heinrichs-Kronen
basteln. Mehr zum Gründer des Bamberger Bistums und zu seiner
Geschichte lesen
Sie in "Der Theologe Nr. 29" - 1000 Jahre
Bistum Bamberg und St. Stephan - kein Grund zum Feiern.
Zum Vergleich: Auch die Protestanten in Bayern feiern ihren "Kriegsherren". Anlässlich des 50. Todestages von Landesbischof Hans Meiser
hatte man das Jahr 2006 zum "Meiserjahr" erklärt. Der
Landesbischof bejubelte z. B. den Überfall Nazi-Deutschlands auf Belgien,
die Niederlande und Frankreich und die Besetzung dieser Länder im Jahr 1940
als einen Sieg, "wie er ähnlich in der Geschichte der Völker nicht gefunden
wird." Doch bei der Ehre für Bischof Meiser regt sich allmählich Widerstand.
So geht es seit 2006 in der öffentlichen Diskussion auch um die Umbenennung von
Meiserstraßen. Ausführlich in Der Theologe Nr.
11. Siehe dazu auch unsere Meldung unten.
Unsere Bitte: Die Kirchen können ihre Antisemiten,
Inquisitoren, Kriegsherren und Menschenschlächter gerne feiern oder
"bedenken" wie sie wollen, solange sie nicht gegen geltende Gesetze
verstoßen (solches wird in begrenztem Umfang ja z. B. auch bei Neonazis
nicht geahndet). Und das werden die Kirchen auch im 21. Jahrhundert weiter
tun, denn sie haben sich in ihrem Wesen nicht geändert, sondern nur dem
demokratischen Zeitgeist angepasst (vgl. z. B. Der Theologe Nr.
12). Aber sie sollen dies tun als römisch-katholische oder z. B.
evangelisch-lutherische Kirche. Mit Jesus, dem Christus, hat das
alles jedoch nicht das Geringste zu tun, denn er lehrte und verkörperte das
Gegenteil von dem, was die Kirche aufs Ganze gesehen lehrt und tut.
Deshalb sollten die Kirchen endlich so ehrlich sein und sich nicht mehr
"christlich" nennen. Siehe dazu auch
Der Theologe Nr. 25.
7.7. / 8.7.2007 -
Im Namen der
Kirche: Katholischer Priester wegen Beteiligung an sieben Morden, 31
Folterungen und 42 Entführungen angeklagt - Am 5.7.2007 begann in
La Plata in Argentinien der Prozess gegen den deutschstämmigen
römisch-katholischen Priester Christian von Wernich (69). Der Seelsorger war
Polizeipfarrer und galt als einer der engsten Vertrauten von Ramón Camps, dem
Sicherheitschef von Buenos Aires in der Zeit der Militärdiktatur (1976-1983),
während der mehrere Tausend Bürger spurlos und für immer verschwanden. Die Verbrechen des Würdenträgers von Wernich sind kein
Einzelfall. Römisch-katholische Bischöfe haben Politiker und Militärs z. B.
beraten, wie sie Andersdenkende möglichst unauffällig hinrichten können
(mit Drogen voll pumpen und aus dem Flugzeug werfen), und sie haben
verantwortlichen
Politikern und Militärs die Vergebung ihrer Sünden und den späteren Eintritt
in den "Himmel" zugesprochen (mehr dazu siehe
hier).
Nach
römisch-katholischer Lehre behält Hochwürden (wörtlich: H.H. = "Hochwürdiger
Herr") Christian von Wernich auch
beim Nachweis seiner Beteiligungen an den Morden und Folterungen das Recht,
stellvertretend für "Gott" den Menschen die Vergebung zusprechen zu können,
selbst wenn die eigenen Sünden des Würdenträgers als "Todsünden" beurteilt werden (mehr dazu
hier; und wer hier nicht zustimmt, muss
nach katholischer Lehre in die ewige Hölle). Doch möglicherweise
werden die Untaten von der Kirche ja auch gerechtfertigt, denn der Priester
hatte sie ja als Seelsorger im Dienst des Staates ausgeübt.
Der Historiker Karlheinz
Deschner schrieb im Jahr 1986: "Nach intensiver Beschäftigung mit der
Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit,
einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der
Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen
belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische
Kirche" (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
6.7.2007 -
Meiserstraße in
München - Einzelne Kirchenvertreter immer unverfrorener - Mit aller Macht
möchte die evangelische Kirche die nach dem antisemitischen und
"kriegstreiberischen" Landesbischof Hans Meiser benannte Meiserstraße in
München erhalten. Neben der Kirchenleitung unter Führung von Landesbischof
Johannes Friedrich meldet sich jetzt auch die Kirchliche Sammlung für
Bibel und Bekenntnis (KSSB) in Bayern zu Wort. Mit einer Umbenennung "würde den
Nationalsozialisten noch nachträglich ein Triumph gewährt", behaupten die
Kirchenvertreter (idea, 5.7.2007).
Der Hintergrund: Im Spätsommer
1934 legte sich Landesbischof Meiser kurzfristig mit den Nazis an, weil er
der beabsichtigten Eingliederung der Landeskirche in die Reichskirche
widersprach. Darauf hin hieß es einmal in der lokalen Fränkischen
Tageszeitung:
"Fort mit Landesbischof D. Meiser!" Doch Julius Streicher, der
Herausgeber des antisemitischen Kampfblattes Der Stürmer, war letztlich sehr "gerührt" vom "Widerstand" des Bischofs, und Adolf Hitler hat
in dem Konflikt schließlich nachgegeben. Hitler rehabilitierte Meiser nach
einem persönlichen Gespräch mit ihm, und
er erfüllte den Wunsch des Bischofs - der sonst nahezu in jeder Hinsicht mit den
Nationalsozialisten kooperierte -, dass die Landeskirche selbstständig bleiben
könne und nicht in eine Reichskirche eingegliedert werde.
Heute nun werfen Kirchenvertreter aufrechten Demokraten vor, im Sinne
der Nationalsozialisten zu handeln, wenn sie Landesbischof Meiser nicht mehr
als Paten für eine öffentliche Straße möchten, in der auch Leute wohnen, die
mit den kirchlichen Untaten nichts zu tun haben wollen.
Doch was hat Landesbischof Meiser
genau getan? Und wieso kann er für aufrichtige Gottsucher kein Vorbild sein? Mehr dazu lesen Sie in Der Theologe Nr. 11. Dort
finden Sie im Anhang auch weitere Meldungen zum Thema
Meiserstraße. Die letzte
Meldung zu diesem Thema: Unser Vorschlag, dass die Kirche der
Umbenennung der Meiserstraße zustimmt und als Ausgleich eines ihrer eigenen
Kirchengebäude Hans-Meiser-Kirche benennt.
Einer der führenden Köpfe der Kirchlichen Sammlung für Bibel und
Bekenntnis (KSSB) ist übrigens bis heute der Theologieprofessor Dr. Walter Künneth (1901-1997),
ähnlich wie sein Bischof Hans Meiser ein Antisemit und Kriegsverherrlicher.
Dr. Künneth
wusste sich "in der Ausschaltung des jüdischen Einflusses im
Volksleben" "einig" mit Adolf Hitler, und er forderte
in einem offiziellen kirchlichen Gutachten aus dem Jahr 1933
"die Ausschaltung der Juden als Fremdkörper im Volksleben".
Dies solle jedoch in einer Weise geschehen,
die "dem christlichen Ethos" nicht widerspreche - ein Widerspruch
in sich selbst, denn eine solche Forderung ist eine Verhöhnung des Jesus von
Nazareth und von vorneherein antichristlich.
Ende 1933 berichtete Künneth offenbar mit einem gewissen Stolz von einer
Arbeitsverbindung der Apologetischen Centrale der Kirche mit der
Gestapo, wo es auch um die "Ausschaltung" anderer
religiöser Minderheiten ging (wie der Zeugen Jehovas, die dann zu Hunderten
hingerichtet wurden).
Und 1934 schrieb
der Theologe Walter Künneth weiter: "Die Kirche weiß, dass der Staat das Schwertamt zu führen hat.
Dieses Amt bedeutet Härte und Strenge. Die Kirche kann und will dem Staat in der
Ausübung dieses Amtes nicht in den Arm fallen".
Wegen eines weltanschaulichen
und kirchenpolitischen Konflikts mit dem auch in der NSDAP umstrittenen
Alfred Rosenberg im Jahr 1937 wurde Künneth nach 1945 irrtümlich dem
"Widerstand" gegen das Dritte Reich zugeordnet. Und seit dem Jahr 2004
verleiht die
KSSB
einen Walter-Künneth-Preis. Doch selbst der Katholik Adolf Hitler
widersprach den germanisch-heidnischen Religionstheorien Rosenbergs und
erklärte sie zu dessen Privatmeinung.
(Mehr zu den hier nur stichpunktartig angesprochenen Themenkreisen sowie die Quellenangabe zu den Zitaten
des Kirchenmannes Künneth siehe in: Der Theologe Nr. 4).
Die Kirchliche Sammlung für Bibel und Bekenntnis, die
ihren eigenen "Walter-Künneth-Preis" also auch nach einem bekannten Antisemiten und Kriegsverherrlicher
benannt hat, spottet zudem über die Demokraten,
welche die Meiserstraße umbenennen wollen, wie folgt: "Wenn wir alle
historisch problematischen Vorgänge und Personen aus dem Gedächtnis der
Öffentlichkeit streichen, Geschichte exorzieren, werden wir nur noch
Gänseblümchen-Wege, Edelweiß-Straßen und Distel-Plätze haben können"
(idea, 5.7.2007). Diese Sorge ist
jedoch unbegründet. Denn es brauchen ja nur bestimmte Straßen nach Opfern
der Kirche benannt werden anstatt nach Tätern im Pfarrertalar bzw. nach Mitläufern
oder schweigenden Amtsträgern,
wie dies bisher sehr oft üblich war. Alleine der evangelisch-lutherische
Landesbischof Meiser hat sehr viele Menschenleben mit auf dem Gewissen. Mit
den Namen der Opfer könnte man Straßen eines ganzen Stadtteils in München benennen
und darüber hinaus.
Der Theologe aktuell:
Hier die Meldungen von 2005 - 1. Teil / 2005 - 2. Teil / 2006
- 1. Teil / 2006 - 2. Teil
2007 - 1. Teil /
2007 - 2. Teil / 2008 - 1. Teil /
2008 - 2. Teil
2009 - 1. Teil /
2009 - 2. Teil / 2010 - 1. Teil /
2010 - 2. Teil
2011
2012
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