DER THEOLOGE aktuell - 2007-1
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Klarstellung:
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28.6. -
Neu: Der Theologe Nr. 35: Gefährliche
Rechtfertigungslehre - "Allein der Glaube" führt in Abgrund
24.6. -
Nahezu täglich
getötete Zivilisten: Der heimliche Krieg wird immer brutaler
17.6. -
Vergewaltigungen von Kindern in "evangelischem" Dorf
15.6. -
Areal für
Baumbestattungen auf Friedhof - "Nicht vom Priester gesegnet" als neues
"Güte-Siegel"?
11.6. -
US-Präsident Bush: Im
Dienst der katholischen Interessen auf dem Balkan?
10.6. -
Kardinal Lehmann
möchte in Saudi-Arabien eine Messe lesen - praktische Schritte dorthin
7.6. -
US-Präsident
George W. Bush: Nach dem Tod einst gleich ins Paradies?
5.6. -
München:
Christuskirche in Bischof-Meiser-Kirche umbenennen
2.6. -
Spanien:
Gleich nach Herzstillstand werden Patienten ausgeweidet
1.6. -
Katholisches Bayern:
"Ein Bär kann kein Grundrecht haben"
25.5. -
Beliebte katholische
Religionslehrerin fristlos gefeuert. Sie unterrichtete auch Evangelische
Religion
11./28.5.-
Evangelisch-lutherische
Landesbischöfin Käßmann: Scheidung
mit Bibelverbiegung verbrämt
18.5.
-
Nach sexuellem
Übergriff durch Bischofsvikar und Stellvertreter des Kardinals: Frater in
Psychiatrie
7.5. -
Brasilien:
"Papierkugel-Priester"
Frei Galvao
heilig gesprochen
- Empörung der Indianer
30.4. -
Gegenseitige Taufanerkennung: Wer will
noch alles mit in den Bauch der Hydra?
25.4. -
Jesus war ein Mann des Volkes, kein
Intellektueller
22.4. -
Neu - "Der Theologe Nr. 32": Die Sakramente
und Rituale der Kirche
18.4. -
Evangelische Serientäterin vor Gericht:
Vier, fünf, sechs oder mehr Menschen getötet
14.4. -
Ministerpräsident Oettinger
unterschätzte Unterschied zwischen Politikern und Kirchenmännern
12.4. -
Kirche: Tödliche Messerstecherei,
Selbstmord, Unterschlagung, Erpressung, Drogenhandel
10.4. -
Opus Dei - der Motor der katholischen
Kirche: Tugend durch Abtötung?
30.3. -
Katholischer Journalist begründet Ermordung von Tieren mit
Auferstehung von Jesus
24.3. -
Einzige Demonstration "gegen
Nationalsozialismus" in München?
Landesbischof
verteidigt Meiserstraße
20.3. -
Vergebungsbitte der Kirche im Bamberger Dom - ehrlich oder Taktik?
13.3. -
"Wir fliegen in den Krieg" - Deutschland im heimlichen Angriffskrieg
28.2. -
Fehlende
Austrittsbescheinigungen - Großkirchen
erschleichen sich Hunderttausende von Euro
28.2. -
Das Jubiläum rückt näher: 1517-2017: 500
Jahre Reformation - Evangelische Kirche ist nicht christlich
28.2. -
Nach Kirchenaustritt: "Kirche outet
Homosexuellen"
26.2. -
Streit um Sex: Bibeltreuer "Christ" ersticht seinen Sohn
25.2. -
Menschen haben sich ihren besten Freund zum Feind gemacht: Die Erde
schüttelt ihren Peiniger ab
11.2. -
München: Evangelische Kirche will
antisemitischen Bischof weiter ehren
23.1. - Bistum Würzburg feiert
Bischof-Stangl-Jahr 2007 / Bischof genehmigte tödlichen Exorzismus
20.1. - Evangelischer Kirchentag in Köln: Kirche
ist nicht christlich
13.1. -
"Hostienschändung"
schlimmer als Kinderschändung? Dekan wendet körperliche Gewalt an
11.1. - Hoher katholischer Kirchenjurist: 1.010
Kinderporno-Bilder auf dem Computer
11.1. -
2007: Die Kirche feiert.
Bereuen wäre besser.
7.1. -
Gefahr eines großen Krieges wächst
5.1. -
"Grenzüberschreitung": "Perverser
Pfarrer belästigte Kinder"
1.1. -
Neu - "Der Theologe Nr. 31": Das Leid von
Natur und Tieren im kirchenchristlichen Abendland
28.6.2007 - Neu: "Der Theologe Nr. 35" - Gefährliche
Rechtfertigungslehre: Allein der Glaube führt in den Abgrund.
Lesen Sie hier.
24.6. / 28.6.2007 -
Nahezu täglich
getötete Zivilisten: Der heimliche Krieg wird immer brutaler: Im
Oktober 2001 glaubte die NATO noch, in relativ kurzer Zeit die islamistische Taliban-Regierung in
Afghanistan wegbomben und einen Staat nach westlichen Prinzipien aufbauen zu
können. Und auch die deutsche Regierung aus
SPD und GRÜNEN beteiligte sich in einer "historischen" Entscheidung an
diesem Krieg (die nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Jugoslawien im
Jahr 1999* nicht mehr so
schwer fiel). Am 5.10.2001 rief die NATO wegen des Anschläge in New York
(deren Hintergründe bis heute nicht wirklich geklärt sind) den
"Bündnisfall" aus. Man sprach von einer "Verbindung" zwischen den
Terroristen und der afghanischen Regierung, und der Krieg gegen Afghanistan
begann am 7.10.2001. Offiziell sagte man, bei dem Krieg handle sich um
"kollektive Selbstverteidigung" (NATO-Vertrag, Artikel 5). Es gehe darum, "unsere Sicherheit" am Hindukusch zu
"verteidigen", wie der damalige SPD-Verteidigungsminister Peter Struck den
Bürgern auf einer Pressekonferenz am 5.12.2002 weis zu machen versuchte
(vgl.
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/weissbuch/strutynski.html).
Doch die deutschen Wohnzimmer-Strategen unterschätzten die Taliban.
Zwar wurden sie schnell aus der Regierung vertrieben. Doch fast sechs Jahre später ist der Afghanistan-Krieg
immer noch nicht "gewonnen" und brutaler denn je. Täglich
sollen zuletzt jeweils Dutzende Taliban liquidiert worden sein, doch es
scheinen nicht weniger zu werden. Zuletzt erreichten auch nahezu täglich
Meldungen über "bedauerlicherweise" von der NATO bzw. der ISAF
(International Securitiy Assistance Force) getötete Zivilisten die
Öffentlichkeit. Und bei einer Kriegsberichterstattung erfährt man ja meist nur
etwas von der Spitze des Eisbergs.
Einige der aktuellen Meldungen: NATO-Soldaten überschritten
versehentlich die Grenze zu Pakistan und töteten Zivilisten in einem Haus
(Bild, 24.6.2007). / Bei einem US-Angriff auf ein kleines Hotel in
Pakistan wurden zwölf Zivilisten zerfetzt. / Laut pakistanischer Polizei
wurden bei einem weiteren Angriff weitere 20 Zivilisten getötet (Spiegel
online, 24.6.2007). / Erst vor einem Tag waren in einem
afghanischen Dorf neben 20 Taliban auch 25 Zivilisten getötet, darunter neun
Frauen und drei Babies (Focus online, 22.6.2007; siehe bereits unsere
Meldung hier bzw.
http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan_aid_64211.html) usw.
usw.
Um aus den Bewohnern Afghanistans mehr Informationen über die Taliban
herausholen zu können, wenden die von den USA geführten Truppen auch Folter
und Schein-Exekutionen an. Focus online schreibt: "US-Soldaten
rechtfertigten die Gewalt gegen die afghanische Bevölkerung pauschal: ´Die
Afghanen haben eine andere Kultur`, sagte Captain Brad McCoy vom
Führungsstab der aktuellen Operation ´Maiwand`. ´Wir sind nicht dazu da,
ihre Kultur zu verändern`"
(http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan_aid_64306.html).
Noch immer hat die deutsche Regierung offenbar nicht verstanden, dass
Krieg immer nur wieder mehr Krieg bringt und dass eine solche Politik den Krieg auch ganz allmählich
ins eigene Land bringt. So wenden die deutschen Regierungen keinen Schaden
vom Land ab, wozu sie verpflichtet wären, sondern sorgen durch die
Kriegsbeteiligung Deutschlands (siehe dazu die Aussage des deutschen
Ministers Franz-Josef Jung unten) täglich
für die Eskalation der Schäden. Dabei gehen die Politiker sehr leise vor, um
die deutsche Bevölkerung nicht zu verschrecken. So kämpfen offenbar auch
schon 100 deutsche "Soldaten der Elitekampftruppe ´Kommando Spezialkräfte`;
sie operieren im Verborgenen an der Seite der US-Truppen und ihrer "Koalition
der Willigen". Wie man hört, beiderseits der afghanisch-pakistanischen
Grenze"
(http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/weissbuch/strutynski.html). Dabei lassen
sich die deutschen Politiker
von den Kirchen, die den Afghanistan-Krieg von Anfang an mit dem üblichen
"Wenn und Aber" "legitimierten"**, mitunter in
trügerische "Sicherheit" versetzen. Und seitdem im Jahr 1985 das 5. Gebot
von "Du sollst nicht töten" in "Du sollst nicht morden" geändert wurde
(neue Einheitsübersetzung der Bibel), können auch die Kirchenvertreter das Töten im
Krieg leichter rechtfertigen. Doch mit dem Friedensstifter Jesus von
Nazareth haben der Afghanistan-Krieg und auch alle anderen Kriege nicht das
Geringste zu tun. Einmal mehr wird dabei Jesus, der Christus, der große
Menschheitslehrer, von denen verhöhnt, die sich zwar "christlich" nennen,
doch im krassen Gegensatz zur christlichen Lehre sowohl kriegerische
Islamisten als auch (versehentlich aber stetig) unbeteiligte Moslems in
Stücke reißen lassen. Und mit jedem Toten wächst in der Bevölkerung auch der
Hass auf die Angreifer. Was die eigentliche Aufgabe der christlich geprägten
Länder gewesen wäre, siehe hier.
Mehr zum Afghanistan-Krieg: Siehe unsere Meldung
unten. Und wieder ein kleiner Schritt Richtung großer Krieg: Bundeswehr
bald mitten im Kampfgebiet?
Lesen Sie unter:
http://www.focus.de/politik/ausland/koalitionspolitiker_aid_64864.html
*
Lesen Sie dazu auch den Offenen Brief der
Freien Christen: Distanziert Euch vom Krieg oder nennt
Euch nicht christlich!
** "In der Abschluss-Kundgebung der
EKD-Synode
[Evangelische Kirche in Deutschland] vom 9. November [2001] bezogen die
Synodalen bei aller Solidarisierung mit den zivilen Opfern und der Einrede
auf die humanitäre Verantwortung der Entscheidungsträger letztlich eine für
ihre innere Verfassung typische Sowohl-als-auch-Position: Beide Optionen
(für oder gegen den Militäreinsatz) werden der individuellen
Gewissensentscheidung anheim gestellt und damit kirchlich legitimiert ..."
Ein Antrag von einzelnen Synodalen für eine kirchliche Entscheidung gegen den Krieg
wurde von der EKD abgelehnt. "In einer fast zeitgleich ergangenen
Erklärung des Vorsitzenden der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz,
Kardinal Lehmann, werden wiederum sowohl die Bedenken wie auch die
Anerkenntnis eines «ultima ratio»-Handelnmüssens der Staaten zum Schutze
ihrer Bürger vor terroristischen Anschlägen in ein verbales Gemenge eines
von Zweifeln zerfurchten Einerseits-andererseits und Sowohl-als-auch gegossen".
Damit "legitimierte" auch die römisch-katholische Kirche den Krieg
(http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Kirche/franz.html).
17.6. / 23.6.2007 -
Vergewaltigungen von Kindern in "evangelischem" Dorf - Mehr dazu
lesen Sie hier.
Hierzu auch
eine kühne, aber seriöse These über Sexualverbrechen im ländlichen Raum
unter
http://www.das-weisse-pferd.com/02_12/fortpflanzung.html#Sexualverbrechen.
15.6.2007 -
Neues Güte-Siegel
"Nicht vom Priester gesegnet"? - Katholischer Stadtdekan verweigert Segnung
für Baumbestattungen auf Schweinfurter Friedhof - Die Stadt
Schweinfurt in Unterfranken bietet auf dem städtischen Friedhof im Stadtteil
Deutschhof neben den traditionellen Bestattungsformen jetzt auch
Baumbestattungen an. Für das Areal gilt "Nicht vom Priester gesegnet", was
für immer mehr Menschen gar nicht schlimm ist,
sondern im Gegenteil sogar eine neue Art Qualitäts-Merkmal bzw. Güte-Siegel
darstellt. Denn: Wenn Menschen im Einklang mit den Kräften und Elementen der
Natur leben und arbeiten und wenn sie die Erde und ihre Bewohner (Menschen, Tiere,
Pflanzen, Steine) nicht ausbeuten, dann erleben sie sich als Gesegnete
des Schöpfergottes. Der katholische Segen hingegen beinhaltet den
biblischen Befehl "Macht euch die Erde untertan" und die gewaltsame
Unterwerfung des Planeten bis auf den heutigen Tag. Der katholische Segen
beinhaltet auch, dass man allen Lebensformen außer dem Menschen eine
unsterbliche Seele bzw. Teilseele und eine Leidensfähigkeit abgesprochen
hat. So gibt es Befürchtungen, dass dieser Segen nicht nur nichts bringt,
sondern schlimmstenfalls sogar Negatives bewirken könnte (mehr dazu siehe
hier).
Die konkrete Situation: Die Stadt
Schweinfurt hatte die Kirche um Segnung des neuen Friedhofsteils gebeten. Doch der katholische
Dekan Stefan Mai kritisierte
u. a. einen
"bunten Mix von Symbolen wie Bändern, Perlen und Herzchen an den Bäumen",
schreibt die Zeitung Main-Echo
(15.6.2007),
womit die
Angehörigen ihre innere Verbundenheit mit dem geliebten Verstorbenen
zeigen möchten.
Weiter wird
die Überzeugung des katholischen Würdenträgers mit den Worten wieder gegeben: "´Das sanft
gestaltete Areal` verführe die Menschen dazu, der Härte des Todes – ´an die
der Grabstein mit dem Namen des Toten erinnert` – noch mehr aus dem Weg zu
gehen und sich vor der Auseinandersetzung mit dem Tod zu drücken."
Was ist der Hintergrund? Die hier beschworene "Härte des Todes" trifft nach katholischer
Überzeugung zunächst alle Andersgläubigen, die nach angeblich "unfehlbarer" kirchlicher
Lehre jetzt in die ewige Hölle kommen (was die Kirche lehrt siehe z. B.
hier). Doch auch bei den eigenen
Gläubigen versucht man, die empfundene "Härte" noch dadurch zu steigern, dass man den sterblichen Leib
in den Mittelpunkt der eigenen Zeremonien stellt. Dabei lässt man die
Trauernden im Unklaren darüber, dass die unsterbliche Seele im Augenblick
des Todes für immer ihren sterblichen Körper verlassen hat, um in der
jenseitigen Welt weiterzuleben (mehr über die Möglichkeit einer
Reinkarnation in einen anderen Körper siehe hier).
Nach kirchlicher Vorstellung würde jedoch der materielle Leib einst wieder
auferweckt, was allen Erfahrungen sowie dem von Gott geschenkten
gesunden Menschenverstand widerspricht. Kirchenlehrer Tertullian (um 200)
lehrte deshalb auch: "Credo, quia absurdum" (= "Ich glaube, weil es
absurd ist"). Und zeitgenössische Religionswissenschaftler
halten die kirchliche Lehre deshalb im Kern für materialistisch. Lesen Sie
dazu die Informationsbroschüre der Freien Christen, Ausgabe Nr. 6,
über "Kirche und Tod", Teil 2:
Kirchliche Zeremonien und Sterberituale - ein Kult des Todes und der Materie.
11.6. / 12.6.2007 - US-Präsident Bush: Vom Vatikan nach
Albanien - im Dienst der katholischen Interessen auf dem Balkan?
-
Einen Tag nach seiner Audienz bei Papst Benedikt XVI. am 9.6.2007 fuhr
US-Präsident George W. Bush in die albanische Hauptstadt Tirana und sorgte dort
am 10.6.2007 für einen Paukenschlag im Hinblick auf die zu Serbien gehörige
Provinz Kosovo, in der zu 88 % Albaner wohnen, zu 7 % Serben und zu 5 %
andere Volksgruppen. "Der Uno-Sicherheitsrat müsse die Entscheidung für eine
Unabhängigkeit des Gebiets zügig treffen" so Bush (Spiegel online, 10.6.2007).
Und: "Sollte Russland einen Beschluss weiter blockieren, werde der Westen
handeln", was immer das heißen soll. Mit anderen Worten: Wie im Jahr
1999 soll mit Serbien offenbar nur wenig verhandelt werden oder gar nicht mehr.
Sondern die serbische Regierung soll letztlich in die Knie gezwungen werden. Die
USA möchten das Kosovo acht Jahre nach dem NATO-Angriff auf Jugoslawien zu einem
zweiten albanischen Staat in Europa umwandeln, nachdem es bis jetzt
völkerrechtlich zu Serbien gehört. Zwar ist eine Lösung notwendig, die sich
daran orientiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung Albaner sind*,
doch die hier angedrohte Vorgehensweise schafft nur neuen Unfrieden und Hass.
Sie hat nichts mit Jesus von Nazareth zu tun, der lehrte, andere so zu
behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte (Matthäus 7, 12). So ließ die
Ankündigung des evangelischen Präsidenten Bush wie aus dem Nichts plötzlich die
Kriegswolken wieder aufziehen, denn weder Serbien noch Russland stimmen seinen
Plänen zu.
Zum ganzen
Komplex sind zwei Hintergründe von Bedeutung:
1.) Serbien ist stark von der serbisch-orthodoxen Kirche geprägt. Die
orthodoxen Kirchen wurden 1054 von Papst Leo IX. als "Quelle aller Häresien"
mehr oder weniger aus der römisch-katholischen Kirche verstoßen (der Konflikt
zog sich vom 5. bis ins 15. Jahrhundert hin). Doch der Vatikan würde sich die
orthodoxen Kirchen Osteuropas gerne wieder einverleiben. So schreibt der
bekannte Historiker Karlheinz Deschner über Papst Benedikt XV. (1854-1922): "So
betrachtet Benedikt die [mit Rom] unierten [orthodoxen] Gemeinschaften als
Vorposten der römischen Kirche, die von Weißrussland und der Ukraine aus
vorgehen und die orthodoxe slawische Welt für das Papsttum gewinnen
sollten (Opus Diaboli, S. 152). Genau daran knüpft Papst Benedikt XVI. im
Jahr 2005 wieder an, indem er gleich nach seiner Papstwahl im Jahr 2005 die
"Ökumene-Bemühungen" mit den orthodoxen Kirchen verstärkt und entsprechende
Maßnahmen einleitet (PS: Das Ziel von "Ökumene" ist für die katholische Kirche
immer die Einverleibung anderer Kirchen). Sein "Minister" in dieser
Angelegenheit, der deutsche Kardinal Walter Kasper, erklärt dazu: "Wir wollen
den orthodoxen Kirchen ja nichts wegnehmen, sondern ihnen etwas geben: Das
Petrusamt könnte auch ihnen die universale Präsenz bringen" (Focus Nr.
33/05). Damit lässt der Vatikan die Katze aus dem Sack. Er will den
Orthodoxen das "Petrusamt" "schenken", was praktisch bedeutet: Sie sollen sich
wieder unterwerfen. Das sind die Interessen des Vatikan. Jede Schwächung der
orthodoxen Kirche in Russland, in Serbien oder anderswo käme nun diesen
Interessen des Vatikan gelegen, da die selbstbewussten orthodoxen Kirchen sich
bislang keineswegs wieder dem "Stuhl Petri" in Rom unterwerfen wollen.
2.) Wie steht die serbisch-orthodoxe Kirche zum Kosovo? Dazu hat die
Bischofskonferenz der serbisch-orthodoxen-Kirche am 7.2.1999 eine Erklärung
abgegeben, in der es heißt: "Kosovo und Metohija sind das Zentrum des serbischen
Staates und der Kirche ... Was Jerusalem den Juden bedeutet, London den
Engländern, Notre-Dame den Franzosen und Moskau dem russischen Volk, das
bedeuten Pec und Prizren [zwei Städte aus dem Kosovo] dem serbischen Volk"
(zit. nach Heinz Ohme, Das Kosovo und die Serbisch-Orthodoxe Kirche,
Öffentlicher Vortrag in der Humboldt-Universität zu Berlin vom 14.6.1999).
Die orthodoxe Kirche fordert weiterhin gleiche Rechte für alle Albaner im
Kosovo, lehnt aber - wie nahezu alle Serben - ab, dass der Kosovo ein
unabhängiger zweiter albanischer Staat mit serbischer Minderheit wird.
Vor diesem Hintergrund ist der Auftritt von George W. Bush in Tirana/Albanien
eine deutliche Attacke gegen Serbien und seinen Bundesgenossen Russland.
Dass sich der US-Präsident zuvor mit Papst Benedikt XVI. auch über seine
Kosovo-Politik verständigt bzw. geeinigt hat, bzw. vom Papst Hinweise erhalten
hat, könnte man vermuten. Zugeben würde dies im Vatikan wahrscheinlich niemand.
Es ist nun die Frage, wie man in Serbien und Russland darauf reagiert. Den
vatikanischen Interessen könnte es jedenfalls sehr entgegen kommen, wenn die
orthodoxen Kirchen so geschwächt werden, dass man der Bevölkerung auf dem Balkan
und in Russland eines Tages das "Petrusamt" wieder leichter überstülpen kann.
Ein ungutes Omen: Die Ausgangslage vor dem 1. Weltkrieg war im Jahr 1914
durchaus ähnlich: Serbische Attentäter ermordeten den katholischen
österreichisch-ungarischen Thronfolger bei einer Fahrt durch Sarajevo in Bosnien
- ein Anschlag auf das katholische KuK-Imperium auf dem Balkan. Daraufhin
erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg, Russland unterstützte sogleich
Serbien, und Deutschland half Österreich-Ungarn. Das große Morden begann. Und am
Ende des Krieges hatte vor allem der Vatikan "gewonnen" (siehe dazu
hier).
* So
könnten z. B. die Landesteile, in denen viele Serben wohnen, wie bisher bei
Serbien verbleiben. Und für die Angliederung der anderen Landesteile an Albanien
könnten dem serbischen Staat und seiner Bevölkerung großzügige Entschädigungen
angeboten werden. Bzw. es müssten im Einzelfall Kompromisse ausgehandelt werden,
die immer die Gleichberechtigung und den Schutz der jeweiligen Minderheit
beinhalten würden.
Aktualisierung [20.7.2007]: Mittlerweile hat die überzeugt evangelische
US-Außenministerin Condoleeza Rice bekräftigt, dass man ein mögliches russisches
Veto in der UNO übergehen werde. In einer dpa-Meldung vom 19.7.2007 heißt es
dazu: "Die USA wollen die Unabhängigkeit des Kosovos am Sicherheitsrat vorbei
durchsetzen, sollte sich Russland dort nicht kooperativ zeigen.
US-Außenministerin Condoleeza Rice sagte am Donnerstag auf ihrem Flug nach
Portugal: ´Wir fühlen uns einem unabhängigen Kosovo verpflichtet, und wir werden
dahin kommen - auf dem einen oder auf dem anderen Weg.`" Wie schon vor dem
Irak-Krieg benutzt die US-Regierung die UNO nur, wenn diese so entscheidet, wie
die jeweilige Regierung der USA das will. Entscheidet sie anders, sammelte man
zuletzt vor dem Einmarsch in den Irak eine "Koalition der Willigen", die mit
militärischer Gewalt Tatsachen auch gegen die UNO schuf. Da der Krieg nicht das
gewünschte Ergebnis brachte, rief man wieder nach der UNO, die das Desaster mit
ausbaden soll. Die US-Politiker fühlen dabei mehr ihrem "Gott" verpflichtet als
dem mühsam errungenen Völkerrecht. Und Präsident George W. Bush erhält dabei
möglicherweise direkte Anweisungen seines "Gottes", was er jeweils tun soll
(mehr dazu siehe hier).
Es scheint jedoch nur eine Frage der Zeit, wie lange sich Russland die dauernden
Brüskierungen dieses "Gottes" noch gefallen lässt.
10.6.2007 - Kardinal Lehmann sollte
in Riad/Saudi-Arabien eine katholische Messe lesen dürfen - Was müsste er
selbst dafür tun? - Kardinal Karl Lehmann möchte "in
Saudi-Arabien Gottesdienst halten dürfen, ohne verhaftet zu werden"
(Spiegel online, 9.6.2007). Dieser Wunsch ist begrüßenswert, genauso wie
die allgemeine Forderung nach Religionsfreiheit in islamischen Ländern. Der
Wunsch des Kardinals bedürfte aber sicher auch einiger Vorleistungen seitens
der römisch-katholischen Kirche, um eine politische Chance zu haben. Diese
könnten sein:
1.) Die römisch-katholische Kirche bereut das Leid, das sie durch
die Kreuzzüge in den arabischen Ländern angerichtet hat und bittet um
Vergebung. Die Vergebungsbitte darf nicht unverbindlich an die Adresse
von "Jesus Christus" gerichtet werden wie frühere "Vergebungsbitten",
sondern an die Seelen und Menschen, denen das Leid tatsächlich zugefügt
wurde, also z. B. an die zahllosen Ermordeten bzw. deren Nachkommen. Die
islamischen Religionsführer beraten die Kirche dabei, welche genaue Form von
den Moslems auch als echte Vergebungsbitte (und nicht nur als taktisches
Manöver) empfunden würde und die Kirche kommt diesen Wünschen entgegen. Beide
Seiten treten auch in Gespräche über eine mögliche historische
Wiedergutmachung ein.
2.) Die römisch-katholische Kirche erklärt, dass niemals mehr
katholische Soldaten arabische bzw. muslimisch geprägte Länder überfallen werden. Und wenn sie es
doch tun, dann würden diese auf der Stelle exkommuniziert.
3.) Die römisch-katholische Kirche erklärt ihren bisher als "unfehlbar"
geltenden Lehrsatz für ungültig, der lautet: "Dem römischen Papst
sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig.
Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir" (zit. nach
Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430; siehe dazu
Der Theologe Nr. 18). Auf diese Weise nimmt
die Kirche den Moslems die Angst, sie müssten sich entweder früher oder
später alle der
Kirche unterwerfen oder mit der dauernden Einschüchterung leben, später in der Hölle
ewig grausame Qualen zu erleiden. Und sie
nimmt den islamischen Regierungen die Angst, die Kirche möchte die
muslimische
Bevölkerung in diesem Sinne bewusst indoktrinieren bzw. einzelne gezielt aus ihrer
bisherigen Religion und aus ihrem Familienverbund heraus lösen. Dazu wird kirchlicherseits auch der
ebenfalls als bisher "unfehlbar" geltende Lehrsatz für ungültig erklärt, der
lautet: "[Die heilige römische Kirche, durch das
Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und
verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide`
noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen
Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel
und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der
Kirche) anschließt" (zit. nach Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche,
Lehrsatz Nr. 381; siehe dazu Der Theologe Nr. 18).
4.) Die römisch-katholische Kirche erklärt, dass sie nicht im
Namen des Jesus von Nazareth spricht, der von allen Moslems als einer der
größten Propheten verehrt wird. Sie macht dazu den Menschen in den
arabischen Ländern klar, dass die Kirche die Person des Jesus in einen "dreieinigen" Gott
mit eingearbeitet hat, in dessen Namen sie spricht und der unter
Kaiser Konstantin im Jahr 325 zum verbindlichen "Gott der Kirche" erklärt
wurde. Wenn die Kirche also in ihren geplanten Messen in Saudi-Arabien von "Jesus" oder von
"Christus" spricht, dann sei nicht der Mensch Jesus gemeint, der
einst über die
staubigen Straßen Palästinas ging, der von einer "Dreieinigkeit" nichts
wusste (vgl. hier) und der von vielen Moslems geschätzt wird. Sondern es sei der
"Gott"
gemeint, dessen Konturen erst im 4. Jahrhundert verbindlich festgelegt
wurden und in den man einige Elemente der Botschaft von Jesus mit
aufgenommen hat. Diese Elemente könnten dann auch zu einer positiven
Verbindung zwischen Katholiken und Moslems beitragen.
Wenn Kardinal Karl Lehmann König Abdullah bin Abd al-Aziz diese
Vorschläge unterbreitet, dürften wesentliche Voraussetzungen dafür
geschaffen sein, dass eines Tages katholische Amtsträger in Riad und auch in
der übrigen islamischen Welt ohne Druck und Zwang ihren Glauben praktizieren
und Messen lesen dürfen. Dann sind auch wichtige Voraussetzungen dafür
geschaffen, die es den islamischen Ländern erleichtern würden, die
Religionsfreiheit einzuführen und einen Religionswechsel von Bürgern zu
tolerieren (Mehr zum Thema "Kirche und Islam" siehe
hier; sowie unsre Meldung
hier).
7.6. / 10.6.2007 -
US-Präsident George W.
Bush - Nach seinem Tod einst direkt ins Paradies? Und deshalb auf
der Erde so schwer belehrbar? Ob er seine Politiker-Kollegen in
Heiligendamm bei ihren Plänen zur Milderung der Klimakatastrophe bremste
(und nur durch offene Drohungen des französischen Präsidenten dazu gebracht
worden sein soll, wenigstens minimale unverbindlichen Absichtserklärungen mit zu
tragen) oder ob er
an neuen Waffensystemen* arbeiten lässt und z. B. den Widerstand der
russischen Regierung gegen neue Raketenabwehrsysteme in Polen und Tschechien
unmittelbar vor den Toren Russlands übergeht (9.6.2007;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,487600,00.html): Der US-Präsident gibt sich
wie ein "Herrscher der Welt", der letztlich macht, was er will,
bzw. was die Kräfte, die hinter ihm stehen, wollen.
Schließlich haben die USA ja die meisten und schlimmsten Waffen.** Auch die
UNO war ihm zuletzt weitgehend gleichgültig, wenn sie sich nicht so verhielt, wie seine
Regierung das will (wie vor dem
Irak-Krieg). Und schon jetzt droht er Russland, falls die Regierung Putin
in der UNO die Abspaltung des Kosovo von Serbien und die Gründung eines
zweiten albanischen Staates blockieren würde. Dann
würde eben wieder ohne die UNO "gehandelt". Zudem wird in US-Regierungskreisen weiter über konventionelle
oder gar kleinere atomare Schläge gegenüber dem Iran gesprochen.
Ein wesentlicher Hintergrund ist der evangelische Glaube des Präsidenten und vieler
seiner Freunde. Bush ist offiziell evangelischer Methodist, steht jedoch
unter dem Einfluss des evangelischen Baptistenpredigers Billy Graham
(vgl. dazu www.theologe.de/billy_graham.htm), der ihn einst von seiner Trunksucht
wegbrachte und ihm damit den Weg zum mächtigsten Mann der Welt ebnete. Billy
Graham, Seelsorger vieler amerikanischer Präsidenten, befürwortete - trotz
der auch von ihm eingestandenen Schrecken - alle US-geführten Kriege der Vergangenheit, und
er hält auch
einen drohenden Atomkrieg nicht für das Schlimmste. Der Grund:
"Der
Schrecken eines Atomkriegs geht - im Blick auf die Ewigkeit - vorüber. Der
Zorn, der sich über alle ergießen wird, welche die angebotene
Barmherzigkeit, Gnade und Erlösung in Christus ablehnen, ist viel
schrecklicher" (Billy Graham, Geht unsere Welt ihrem Ende entgegen?,
Neuhausen-Stuttgart 1993, S. 173).
Billy Graham und George W. Bush nehmen die angeblich auf solche Weise
"angebotene
Erlösung" im Unterschied zu den meisten Menschen auf dieser Welt
für sich in Anspruch. Und "das bedeutet: man steht
vor Gott, als habe man niemals eine Sünde begangen", so der Glaube
Grahams (Billy
Graham, Eine Generation entdeckt
Jesus, Witten 1982, S. 105). Offenbar sieht dies der US-Präsident
auch so, was bedeuten würde, dass er einst gleich nach seinem Tod direkt den Himmel betreten könne, ganz
gleich, für wie viel Leid er die Verantwortung trägt und was durch seine
Politik mit der Erde und ihren Bewohnern passiert. Umgekehrt bedeutet das
nach kirchlichem Verständnis auch, dass die amerikanischen (wie auch alle
anderen) Bombardements
nicht nur Tausenden von Menschen den irdischen Tod brachten, sondern auch
das Höllenfeuer für alle Ewigkeit (siehe oben).
Das ist die evangelische
Lehre, die allerdings im Widerspruch zu Jesus von Nazareth (vgl. dazu
Der Theologe Nr. 3 und
Der Theologe Nr. 1) und teilweise auch zum Kirchenlehrer Paulus
steht. Wörtlich heißt es z. B. in der Bibel: "Irret euch nicht. Gott lässt sich
nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten" (Galaterbrief
6, 7). Oder Jesus spricht demnach: "Ich bin hungrig gewesen, und ihr
habt mir nicht zu essen gegeben ... Was ihr nicht getan habt einem von
diesen Geringsten, das hat ihr mir auch nicht getan" (Matthäus 25, 42.45).
Deshalb: "Geht weg von mir ..." (V. 41; PS: zur Dauer der
"Gottferne" siehe Der Theologe Nr. 19)
Der erste Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD),
Landesbischof Otto Dibelius (1880-1967), äußerte sich sogar noch
extremer als Billy Graham. In der
Broschüre
Militärkirche oder kirchlicher
Friedensdienst
(Potsdam 1957) erklärte der
damals führende deutsche Protestant, selbst "die Anwendung einer Wasserstoffbombe sei vom
christlichen Standpunkt aus nicht einmal eine so schreckliche Sache, da wir alle
dem ewigen Leben zustreben." Wenn eine solche Bombe eine Million Menschen
töte, so erreichten die Betroffenen "umso schneller das ewige Leben"
(zit. nach Manfred Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
Beck-Verlag, München 1999, S.
259).
Es braucht also niemanden zu wundern, wenn Menschen mit einem Glauben an
einen solchen protestantischen "Erlösungszauber" mit der Mutter Erde und
ihren Geschöpfen nicht verantwortungsvoller umgehen.
PS: Zu
George W. Bush und seinen Entscheidungen siehe auch
Focus online, 8.10.2005; zit. nach
www.das-weisse-pferd.com/2005.html#Bush.
Anmerkungen:
* Im Jahr 2006 stiegen die weltweiten
Rüstungsausgaben auf neue Rekordhöhe. 900 Milliarden Euro wurden für
militärische Zwecke ausgegeben, davon fielen alleine 396,2 Milliarden Euro
auf die USA. Mehr dazu siehe
http://www.netzeitung.de/ausland/671130.html
**
Als
die Sowjetunion 1962 Raketen in Kuba vor den Toren der USA stationieren
wollte, verhinderte vermutlich nur der letztliche Verzicht der Russen einen
neuen Weltkrieg. Dieses Mal geht es zwar "nur" um US-"Abwehr"-Raketen, doch
die Logik dahinter ist ebenfalls offensiv:
Nach einem
eigenen Angriff würde ein Gegenangriff "abgewehrt", so dass ein eigener
Angriff eher riskiert werden könne.
Aktualisierung:
Einen Tag nach dem Ende des
G8-Gipfels in Heiligendamm traf US-Präsident George W.
Bush am
9.6.2007 zur Audienz beim Papst in Rom ein.
An der Ostsee hatte er zeitweise eine Magenverstimmung. In Rom ging es ihm
wieder gut.
Mehr zur Verbindung zwischen dem mächtigsten Protestanten George W. Bush und dem mächtigsten Katholiken Benedikt XVI. siehe
hier.
Einen Tag nach Heiligendamm:
George W. Bush verneigt sich tief vor dem Papst.
5.6. / 7.6.2007 -
Ein Vorschlag zu einem lange währenden Konflikt:
"Meiserstraße" in München umbenennen - im Gegenzug "Christuskirche" in
"Bischof-Meiser-Kirche" umbenennen - Ähnlich wie in Nürnberg möchte
die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern auch in München den Namen "Meiserstraße"
"mit Zähnen und Klauen" halten, und sie hat dies auch im
Vorfeld neuer Gespräche im Stadtrat im Juli 2007 bekannt gemacht
(Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 22/2007). Doch die Kirche sollte endlich
einsehen, dass sie ihren antisemitischen und kriegsbegeisterten Bischof
(siehe dazu Der Theologe Nr. 11) nicht
länger allen Münchnern als Paten für eine Straße zumuten kann. Dafür könnte
sie ja eine ihrer vielen Kirchen nach Landesbischof Meiser benennen.
Schließlich gibt es in München ja schon eine Lutherkirche oder eine
Paul-Gerhard-Kirche und sogar eine Gustav-Adolf-Kirche. Warum also nicht
auch eine Bischof-Meiser-Kirche bzw. eine Hans-Meiser-Kirche oder eine Meiserkirche?
Unser Vorschlag: Man könnte z. B. die Christuskirche in München-Neuhausen
(gar nicht so weit von der Straße entfernt, in der früher Landesbischof
Meiser residierte) in
Bischof-Meiser-Kirche umbenennen. Da die evangelisch-lutherische Lehre vielfach
im Widerspruch zu Christus steht (siehe dazu z. B.
Der Theologe Nr. 1), wäre es ehrlicher, den
Namen "Christus" wenigstens nicht auf diese hervor gehobene Weise zu benutzen. Hier
würde Hans Meiser als Pate für die Kirche viel besser passen. Man könnte in der umbenannten
Kirche dann z. B. auch ein Dokumentationszentrum einrichten, wo die Kirche
weiter öffentlich das Für und Wider ihrer braunlastigen Vergangenheit
aufarbeiten kann - ohne damit das Ansehen der Stadt München weiter zu
belasten. Siehe dazu auch unsere Meldungen vom
11.2.2007 und vom 24.3.2007.
29.5. / 2.6.2007 -
Spanien: Gleich
nach Herzstillstand werden Patienten ausgeweidet / Niederlande:
Fernsehzuschauer sollten durch Manipulation zur späteren Organspendern
gemacht werden - Großer Fopp mit den Fernsehzuschauern in der Sendung Die große Spendershow, die im
öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Niederlande BNN am 1.6.2007
ausgestrahlt wurde: Die Zuschauer schlugen gegen Ende der Sendung per SMS vor, welcher von drei kranken
Kandidaten die Niere einer angeblich todkranken Spenderin bekommen soll. Unmittelbar
vor der Entscheidung der vermeintlichen Spenderin ließ der Sender dann seinen Schwindel auffliegen. Die
Organspenderin sei nur eine Schauspielerin. Die Kandidaten seien
allerdings echt, wären jedoch in die Show eingeweiht gewesen. Der niederländische
Medienminister sprach darauf hin von einem "sagenhaften Trick" des
Fernsehens (Spiegel
online, 2.6.2007). Das Ziel des Fernsehsenders: Mehr Holländer zu
Organspendern zu machen.*
In diesem Zusammenhang beklagen auch andere Medien den "Mangel" an
Organspendern. So gibt es in Deutschland z. B. nur 15,3 Organspender auf eine Million
Einwohner, in Spanien dagegen 33,8 Spender (Abendzeitung Nürnberg,
29.5.2007). Dies ist verständlich
wenn man weiß, wie schnell man in Spanien seine Organe los ist: Ohne
Einwilligung und gleich nach dem Herzstillstand. Lediglich ein Widerspruch
darf nicht vorab vorliegen.
Lesen Sie mehr zur
Situation in Spanien (übrigens auch für Touristen) und dem angeblichen
Todeszeichen des Herzstillstands. In Deutschland war am 1.6.2007 wie in
jedem Jahr "Nationaler Organspendetag". 12.000 Deutsche warten
derzeit auf ein neues Organ. Doch kaum einer weiß von den
unbeschreiblichen Schmerzen von Organspendern und dem manipulierten Leben
von Organempfängern, deren Seele deshalb das Fremdorgan mit aller Kraft
abzustoßen versucht. Lesen Sie mehr dazu in Der Theologe
Nr. 17.
* PS: In Deutschland
versuchen die Fernsehanstalten auch, mit manipulierten Sendungen Stimmung
gegen religiöse Minderheiten zu machen, die den beiden großen Amtskirchen
nicht genehm sind
(vgl.
dazu auch Der Theologe Nr. 12). So
wurde u. a. auch der Herausgeber des
Theologen
vor einigen Jahren von einem Filmteam eines öffentlich-rechtlichen
Fernsehsenders dreist belogen. Man wollte damit die eigenen negativen Absichten
verschleiern und ein Interview bekommen. Das verlogene Machwerk ist seither
über die evangelischen und katholischen Verleihstellen für den
konfessionellen Religionsunterricht an staatlichen Schulen ausleihbar
(siehe dazu auch unsere Meldung hier).
1.6. / 3.6.2007 -
Katholisches Bayern:
"Ein Bär kann kein Grundrecht haben" - Mit dieser Formulierung
entlarvte sich der Rechtsanwalt des "Freistaats" Bayern, Peter Samberger,
vor dem Verwaltungsgericht München. Die Kirche spricht den Tieren die
unsterbliche Seele ab und nimmt nur bestimmte Menschen in ihren späteren
"Himmel" auf, und die kirchenhörigen Politiker und Juristen verweigern den Tieren
deshalb die Grundrechte. Das Weltbild der Kirche gilt in Philosophie und
Theologie als "anthropozentrisch" (= menschenzentriert), es dreht
sich also um den Menschen: Der Mensch sei die "Krone der Schöpfung"
und der Herr über Leben und Tod für alle anderen Geschöpfe, was den Planeten Erde
letztlich in den Abgrund stürzt. Und vor diesem Hintergrund entschied auch das
Verwaltungsgericht: "Aus der
bayerischen Verfassung lasse sich kein subjektiv-öffentliches Recht auf
´Nicht-Entnahme des Bären aus der Natur` ableiten" (ddp, 31.5.2007).
Mit dieser Begründung wurde die Klage des Rechtsanwalts Bruno Riechwald
gegen die "Rechtmäßigkeit" der Hinrichtung des Bären am 25.6.2006
abgewiesen. Und mit diesem zynischen Juristendeutsch wird einmal mehr der
alltägliche Mord an den Tieren gerechtfertigt, in diesem Fall von einem
Wildtier. Das Drama um den Bären Bruno ist auch in Der Theologe aktuell
sowie in Der Theologe Nr. 31
ausführlich dokumentiert und ist ein Symbol für die unermesslichen
Qualen, welche der Mensch als die "Krone der Schöpfung" bzw.
als der selbsternannte "Schöpfer des ökologischen Gleichgewichts"
täglich seinen Mitgeschöpfen zufügt (siehe dazu z. B. unsere Meldung
hier).
Lesen Sie dazu auch: "Der Theologe Nr. 7", Teil
4: Absturz in die Barbarei durch das kirchliche Christentum.
25.5. / 3.6.2007 -
Beliebte
katholische Religionslehrerin fristlos gefeuert. Sie unterrichtete auch
Evangelische Religion. Mehr dazu bei
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,484806,00.html.
Unsere Forderung: Es kann nicht länger angehen, dass der Staat, d. h. alle
Bürger, den konfessionellen Klüngel an den Staatsschulen komplett
finanzieren. Da sich die katholischen und evangelischen Würdenträger
untereinander nicht auf einen gemeinsamen Religionsunterricht einigen
wollen, muss der Staat bisher sogar alles doppelt bezahlen, insgesamt ca. 2,5
Milliarden Euro jährlich. Damit sollte endlich Schluss sein, denn das
Geld wird woanders dringend gebraucht:
Stattdessen: Ein überkonfessioneller Werte- und Religionsunterricht im
Geiste des deutschen Grundgesetzes nach dem Modell des brandenburgischen
LER (Lebensgestaltung-Ethik-Religion). Ob es den Schüler ermöglicht werden
sollte, sich von diesem Schulfach befreien zu lassen und stattdessen den
bisherigen
konfessionellen Unterricht wählen zu können, müsste geprüft werden. Diesen
konfessionellen Unterricht (als mögliche Alternative zum Religions- und
Ethikunterricht für alle) müssten aber die Konfessionen auf jeden Fall selbst bezahlen,
denn eine solche einseitige Erziehung bzw. Beeinflussung der Schüler ist nicht Sache des Staates. Genug Vermögen haben
die Kirchen ja (vgl. dazu auch
www.stop-kirchensubventionen.de), das sie dafür einsetzen können.
11.5.2009 / 11.1.2010 / 24.2.2010 -
Evangelisch-lutherische Landesbischöfin
Dr. Margot Käßmann: Scheidung mit Bibelverbiegung
verbrämt / Das Halten der Zehn Gebote verliert in
der Kirche immer mehr an Bedeutung / Margot Käßmann seit 28.10.2009 auch
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland / 2010:
EKD-Ratsvorsitzende im Vollrausch über rote Ampel gefahren. Bischöfin darauf hin
zurück getreten - Landesbischöfin Margot
Käßmann (geborene Schulze) aus Hannover hatte die Scheidung von ihrem Mann, dem Pfarrer und
zeitweiligen Hausmann Eckhard Käßmann, eingereicht. Die Bischöfin zu ihrer Scheidung: "Die Ehe ist eine gute und
richtige Institution ... Aber die Bibel sagt auch, ´was du auf Erden lösen
willst, das soll auch im Himmel gelöst sein` (Matthäus 16, 19)" (Bild, 11.5.2007).* Das Paar hat vier
Töchter (15-24 Jahr; Stand: 2007), und der Mann arbeitet seit dem Jahr 2004 wieder als Pastor.
"In den Veranstaltungen, wo sie als Ehrengast in der ersten Reihe
saß, hockte er unauffällig in der dritten", schreibt die Süddeutsche
Zeitung u. a. über die gemeinsame Vergangenheit des Paares (15.5.2007).
Frau Dr.theol.Dr.h.c. Margot Käßmann ist Landesbischöfin der
Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, die mit über drei Millionen
Mitgliedern die
größte evangelische Kirche Deutschlands ist. Trotzdem stand sie nicht auf der
vom Vatikan erstellten Namensliste von Protestanten, die im Jahr 2005 Papst Benedikt XVI.
beim Treffen der deutschen katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchenführer
in Köln die Hand schütteln durften. Auch
war die promovierte Theologin damals noch nicht ganz auf dem Gipfel der
evangelischen Karriereleiter angekommen: "Auguren sahen sie
[aber] bereits als ´natürliche` Nachfolgerin von [Bischof Wolfgang] Huber
[dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD],
dessen Amtszeit 2009 endet",
schrieb die Welt am Sonntag am 11.5.2007. Die Landesbischöfin aus Hannover galt für dieses weitere Amt
im Vorfeld auch das die "profilierteste":
"Kaum eine Talkshow, in der ein Wort der Kirche gefragt war, ohne
Margot Käßmann" (Welt am Sonntag, 11.5.2007).
Die Scheidung änderte daran nichts. Der damals noch amtierende EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang
Huber erklärte 2007 auf dem Kirchentag in Köln, die Kirche habe Grund, "dankbar"
zu sein, dass Landesbischöfin Margot Käßmann trotz ihrer Scheidung Landesbischöfin bleibe, und
sie käme weiterhin für seine Nachfolge in Frage (idea-spektrum Nr.
24/2007). Und bei der Wahl zum 15-köpfigen Rat der EKD in Ulm am 27.10.2009
schaffte sie es als einzige Kandidatin gleich im ersten Wahlgang in den Rat. Sie erhielt die
mit Abstand meisten Stimmen und wurde am 28.10.2009 dann mit großer Mehrheit auch zur neuen Ratsvorsitzenden der EKD, und damit zur Repräsentantin des
deutschen Protestantismus gewählt. Neben der Führung der eigenen Landeskirche
trägt der EKD-Ratsvorsitzende nun zusätzlich die Haupt-Verantwortung für die
Entwicklung des gesamten deutschen Protestantismus.
Sie hatte für dieses zusätzliche höchste Spitzenamt bereits im Jahr 2003
kandidiert und verlor damals gegen Wolfgang Huber aus Berlin.
An dieser Stelle soll nicht die Scheidung, ihre Hintergründe und die mögliche Not
betroffener Menschen kommentiert werden. Auch wird hier allgemein eine Scheidung
und eventuell eine zweite oder weitere Ehe ethisch nicht bewertet, da man diesem
Thema und den damit verbundenen Nöten, Charaktereigenschaften und
Taten der betroffenen Personen mit wenigen Sätzen nicht gerecht würde.
Doch eine Scheidung mit
der Bibel zu rechtfertigen oder zu verbrämen (konkret oder
allgemein), ist schon dreist. Denn die Bibel enthält
zunächst an zentraler Stelle das Gebot "Du sollst nicht ehebrechen" (und in
diesem Zusammenhang auch das Treuegebot für Eheleute). Weiterhin heißt es
dort: "Was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst
sein"**
und nicht "Was du auf Erden lösen willst", wie
Bischöfin Käßmann oben zitiert wird (Die bloße Absicht, das "Wollen", reicht also nicht). Aber vielleicht hat sich die Reporterin ja auch nur
verschrieben. Entscheidend ist jedoch, dass dieses Wort von Jesus nichts zu tun hat mit
einer Ehescheidung
(frei nach dem Motto: "Wenn du dich rechtzeitig auf Erden scheidest,
bist du dann auch im Himmel deinen Partner los"). Sondern es geht hier um das Lösen von Schuld und
Belastungen durch die gegenseitige Vergebung. Die Bedeutung dieses Jesuswortes
ist: Welche Schuld
und welche Belastungen hier auf der Erde gelöst bzw. getilgt werden, diese werden
einen dann auch später im Jenseits nicht mehr belasten (mehr dazu siehe
hier).
Zu den Folgen der eingereichten Scheidung: Kirchenintern passierte Frau
Landesbischöfin Dr.
Margot Käßmann
(Monatsgehalt ca. 11.500,00 €, direkt aus staatlichen Subventionen
für die Kirche; mehr dazu siehe
hier)
nichts,
da die Umstände der Scheidung offenbar für sie und ihre Amtsführung nicht als
belastend bzw. negativ
gewertet wurden. Und obwohl
sie es war, welche die Scheidung einreichte,
und nicht ihr Mann, konnte sie deshalb weiter
problemlos in vollem Umfang Landesbischöfin sein und als
solche auch weiterhin Trauungen
schließen und den Eheleuten dabei das Treueversprechen auf Lebenszeit abnehmen.
Die Medien und Kollegen sind sogar voller Bewunderung und Respekt für sie (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/05/12/bischoefin-kaessmann-margot/scheidung-trennung-paar.html
veröffentlicht ausschließlich positive Rückmeldungen). Und auf dem
Evangelischen Kirchentag in Köln im Jahr 2007 war sie erneut "der heimliche Star". "Nach ihrer
Bibelarbeit auf dem Kirchentag wischen sich einige Tränen aus den
Augenwinkeln, andere jubeln, johlen. Es gibt stehende Ovationen" (Der
Tagesspiegel, zit. nach idea-spektrum Nr. 24/2007).
Bemerkenswert ist in
diesem Zusammenhang, was der Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD), Christof Vetter, sagte. Auf die Frage, "ob die Bischöfin nicht ihre
Glaubwürdigkeit verloren hätte", antwortete er: "Für mich nicht. Die
Glaubwürdigkeit verliert nur, wenn er oder sie anders redet als er handelt"
(Bild, 12.5.2007). Das klingt zwar sympathisch. Damit wird aber auch deutlich, dass die Zehn Gebote in der Kirche immer mehr an Bedeutung verlieren. Gegen die Gebote könne also
hier und da verstoßen werden, wenn man es in den
Predigten auch zugibt. Man könnte sogar sagen, dass das Halten der Zehn Gebote in der evangelischen
Kirche schon lange keine große Rolle mehr spielt (siehe dazu
auch unten), während man
sich die Bibel insgesamt sowieso zurecht schneidert
und verdreht, wie man es gerade braucht.
In einem Brief an alle Pastoren ihrer Landeskirche schrieb Bischöfin Margot Käßmann als Dienstvorgesetzte über ihre beabsichtigte Scheidung
damals weiter: "Es
war für mich ein ungeheuer schwerer Schritt, zu dem viel Gottvertrauen
gehörte" (idea-spektrum Nr. 21/2007). Ohne der Bischöfin hier
persönlich nahe treten zu wollen, kann man natürlich
vermuten, dass ein Kirchenführer aufgrund seines Amtes auf jeden Fall eine
solche Formulierung wählen muss, um sein öffentliches Ansehen zu wahren,
ganz gleich, was ihn wirklich bewegt. Die Bischöfin darf sich jedoch auch
nicht beschweren, wenn sie jemand beim Wort nimmt und z. B. zurück fragt: Wenn es so "ungeheuer schwer"
sei und so viel "Gottvertrauen" erfordere, eines von
Gottes Geboten zu übertreten, warum
hält sie dann nicht einfach das Gebot?
Eine offizielle Antwort gab es darauf nicht. So wurde kirchlicherseits bei ihr und ihrem Ehemann, dem Pastor, nicht
begründet, warum die Bischöfin das eheliche Treuegebot nicht mehr halten
wollte und was die Kirche z. B. tun könnte, um Paaren die Treue zu erleichtern.
Und das evangelische Magazin idea-spektrum räumte in diesem Zusammenhang
sogar ein: "Mindestens vier Frauen in bischöflichen Funktionen (die nordelbische Bischöfin in Lübeck, eine hannoversche Landessuperintendentin,
die Regionalbischöfin für München und Oberbayern und die Stellvertreterin
von Bischof Wolfgang Huber (Berlin)) sind bereits als Geschiedene ins Amt
gekommen und haben alle erneut geheiratet. Wie viele Männer [in kirchlicher
Leitungsfunktion] geschieden sind, ist nicht bekannt" (Nr. 20/2007).
Auch darüber wird hier nicht geurteilt; sondern ebenfalls nur darauf hingewiesen,
dass auch dies ein offensichtlicher Widerspruch zur kirchlichen Bibel ist, wo es
unmissverständlich heißt: "Den Verheirateten gebiete nicht ich [Paulus],
sondern der Herr [Christus], dass die Frau sich nicht von ihrem Manne
scheiden soll - hat sie sich aber geschieden, soll sie ohne Ehe bleiben oder
sich mit ihrem Mann versöhnen - und dass der Mann seine Frau nicht verstoßen
soll" (1. Korinther 7, 10-11). Hier handelt es sich also ganz
ausdrücklich nicht
um eine Randbemerkung in der Bibel (wie die Kirche bei den ihr unliebsamen
Stellen immer gerne erklärt), sondern es handelt sich um ein Wort aus ihrem Zentrum,
das man sogar Christus direkt zuschreibt. Doch wie gesagt: Die Kirchenführer
sagen zwar, ihre Bibel sei ohne Ausnahme Gottes Wort (und attackieren z.
B. andere christliche Gruppen, die das nicht so sehen). Praktisch biegen
sie sich aber alles nach ihrem Gutdünken zurecht und klauben sich nur das
heraus, was gerade zu ihrem Verhalten passt und verstoßen gegen das, was
ihnen nicht gefällt.***
Darauf weisen wir hier hin, auf diese
dreiste Doppelzüngigkeit.
Die evangelisch-lutherische Bischöfin
von Stockholm lebt gar in einer lesbischen Partnerschaft mit einer Pfarrerin und
hat als neuer "Vater" deren leibliches Kind adoptiert (Frankfurter Rundschau,
25.5.2009). Im Alten Testament, das für die lutherische Kirche ebenfalls
ohne Abstriche als "Gottes Wort" gilt, wäre sie dafür gesteinigt worden. In der
Kirche jedoch wird sie zu deren geistlicher Leiterin berufen. Ist das nicht
schizophren?
Was die Gebote betrifft, sei hier auch an einen evangelisch-lutherischen
Pastor aus der Landeskirche in Hannover erinnert.
Bei ihm hieß es im Hinblick auf die Zehn Gebote: "Welche hat
dieser Pastor eigentlich nicht gebrochen?" (www.theologe.de/luther_geyer.htm#Gebote;
dort wird auch die grundsätzliche Haltung der Lutheraner zu den Zehn Geboten
dargelegt)
Der betreffende Pastor wurde schließlich zu acht
Jahren Haft verurteilt, weil er seine Frau umgebracht
haben soll. Im
Zuge der Ermittlungen wurde in diesem Fall der Kirchenmann
vom Pfarrdienst suspendiert. Er hatte nämlich in den
voraus gegangenen Jahren und unmittelbar nach dem Verschwinden seiner Frau durch "praktisches Tun"
mit mehreren Frauen die Ehe
gebrochen.
Auch das 5. Gebot ("Du sollst nicht töten") wird von
vielen Kirchenchristen nicht mehr Ernst genommen. Offiziell hat man es schon
lange in "Du sollst nicht morden" uminterpretiert, um z. B. das Töten im
Krieg rechtfertigen zu können. Und vielleicht dachte sich eine kirchlich
sehr engagierte Krankenschwester, die mindestens vier schwerkranke Patienten
getötet hatte: "Wenn die Kirchenoberen Gebote verändern können, kann ich
es auch". So hatte sie tatsächlich eine Umformulierung des Gebots "Du sollst
nicht töten" in "Du sollst nicht Schaden tun"
vorgeschlagen, wobei Töten eben nicht unbedingt ein "Schaden" sein müsste
(mehr dazu siehe
hier).
* Lt. der evangelischen Zeitschrift
idea-spektrum habe Bischöfin Margot Käßmann auf Rückfrage,
ob diese Darstellung stimme, gesagt, "sie habe zu ihrer Scheidung keine
Interviews gegeben und werde auch keine geben"
(Nr. 20/2007). Aus dieser Antwort lässt sich schließen, dass ihre Darstellung aus
einem anderen Zusammenhang stammt, aber dennoch in diese Situation
passt. So hat die Landesbischöfin z. B. in ihrem Kinderbuch
Wie ist es im Himmel?
den Kindern auch das Thema "Scheidung" erklärt (Bild, 12.5.2007).
** So die Übersetzung von Martin Luther, die in diesem Fall
stimmt. Ansonsten ist auch Martin Luther für solche "kleinen" Bibelfälschungen bekannt
(siehe z. B. in
Der Theologe Nr. 2; vgl. dazu auch in
Der Theologe Nr. 1).
*** Glaubwürdig
im Sinne des Sprechers der EKD
(siehe oben) wäre es, wenn
man dann z. B. sagen würde: "Wir glauben zwar, dass die Bibel ´Gottes Wort`
war,
doch wir halten uns nur dann daran, wenn sie mit unseren Vorstellungen von dem übereinstimmt,
was wir heute noch für gültig betrachten."
Aktualisierungen:
Oberkirchenrat und Käßmann-Kritiker mit
sofortiger Wirkung suspendiert / Gegenkandidaten für den EKD-Ratsvorsitz gar
nicht in den Rat gewählt
-
Für Kritiker von Landebischöfin
Margot Käßmann wehte ein rauer Wind. So wurde Oberkirchenrat Werner Führer
von der evangelischen Landeskirche in Schaumburg-Lippe "mit sofortiger Wirkung"
zunächst für drei Monate "suspendiert", weil es "kein gedeihliches Wirken" mehr
gebe. Der Anlass: Werner Führer hatte Landesbischöfin Margot Käßmann aufgefordert, ihr Amt zur Verfügung
zu stellen und er hatte fälschlicherweise gemutmaßt, "die Regelversetzung von
Pastoren bei Scheidung sei in Hannover zu dem Zeitpunkt abgeschafft worden, als
die Ehe der Bischöfin zu kriseln begonnen habe" (idea-spektrum Nr. 25/2007).
Dies geschah jedoch schon früher, doch auch eine diesbezügliche Entschuldigung
half dem Oberkirchenrat nicht. Wie Landesbischöfin Margot Käßmann über die Suspendierung ihres
Kritikers denkt, ist nicht bekannt geworden.
Zwei Jahre später, auf der EKD-Synode
im Okotber 2009 in Ulm, dann
eine Überraschung: Drei der anderen Kandidaten für den Ratsvorsitz, Landesbischof
Otfried July aus Stuttgart, Bischof Martin Hein aus Kassel (der
Dienstvorgesetzte des geschiedenen Mannes von Margot Käßmann) und Landesbischof
Gerhard Ulrich aus Kiel, wurden nicht
einmal in den 15-köpfigen Rat gewählt, geschweige denn zu dessen Vorsitzendem.
Die Synode wählte am Ende nur 14 Ratsmitglieder und ließ sogar einen Platz
unbesetzt. Alle drei Bischöfe mussten vorzeitig aufgeben.
Die Klage der Freien Christen gegen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche
Hannovers: Die Kirche kann sich evangelisch oder lutherisch nennen, aber sie
darf sich nicht mehr christlich nennen.
http://www.christus-oder-kirche.de/prozess---ev-luth-kirche/index.php
Lesen Sie dazu auch:
Stürzt Margot Käßmann Martin Luther vom Sockel?
24.2.2010 -
Volltrunkenheit: EKD-Ratsvorsitzende Margot
Käßmann mit Alkohol am Steuer (1,54 Promille) von Polizei ins Revier abgeführt.
Sie hatte eine rote Ampel überfahren. Fürsprecher begründen lebensgefährliche Trunkenheitsfahrt
mit Stress im Beruf. Bischöfin zurück getreten.
18.5.2007 -
Im Vorfeld des Papstbesuchs in Österreich: Bischofsvikar und
Stellvertreter des Kardinals nahm sexuelle Übergriffe an Frater vor. Diesen
wirft es aus der Bahn - Am 14.9.2005 singen der
Bischofsvikar und der Frater von Kloster Heiligenkreuz noch gemeinsam ein
scheinheiliges Lied zum Fest der "Kreuzerhöhung":
"Schuld findet Liebe, Wunden
heilen Wunden. Bleib uns´re Kraft, Geheimnis
ohnegleichen, Zeichen der Zeichen!"
(Aus: Gotteslob, Nr. 634) Dann geht es gemeinsam in die Sauna und
anschließend ins Pfarrhaus nach Alland. Dort leeren die Würdenträger eine
Flasche Whisky, und anschließend beginnt der Bischofsvikar, der regional auch
als Stellvertreter von Christoph Kardinal Schönborn aus Wien amtiert, mit
sexuellen Übergriffen, die den Frater nach dessen Worten nahezu lähmen.
Auch sei es nicht der erste Übergriff gewesen. Der Frater kommt in der
Folgezeit damit nicht mehr klar und ist derzeit in der Psychiatrie in Wien
stationär aufgenommen. Der beschuldigte hohe Amtsträger will nicht
ausschließen, "dass da etwas war", könne sich aber nicht mehr erinnern,
schließlich "waren wir beide ja besoffen" (Profil Nr. 20/2007).
Kardinal Schönborn steht bisher zu seinem Bischofsvikar. Vom 7.9.-9.9.2007
kommt Papst Benedikt XVI. nach Österreich. Möglicherweise muss die
Tagesordnung dann um einen Punkt erweitert werden.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2003 wurde in Österreich das ganze Priesterseminar in St. Pölten
geschlossen, nachdem homosexuelle Praktiken, in welche die Leitung verwickelt
war, von dort an die Öffentlichkeit
gelangten und umfangreiches kinderpornografisches Material sichergestellt
wurde. Und auch die Berichte über sexuelle Übergriffe auf Kinder durch den
einstigen Kardinal und Erzbischof von Wien, Hans Hermann Groer, sind
vielen noch in Erinnerung (sein Rücktrittsgesuch wurde 1995 angenommen).
Wie in Deutschland, so wird auch in Österreich die römisch-katholische Kirche durch umfangreiche
staatliche Subventionen finanziert, wodurch den Amtsträgern vielfach ein
üppiges Leben ermöglicht wird.
Lesen Sie dazu: So reich ist Österreichs
Kirche in
http://www.das-weisse-pferd.com/98_11/oesterreich_kirche.html.
Und mehr
zu den aktuell bekannt gewordenen Vorfällen in Kloster Heiligkreuz siehe bei
http://www.networld.at/profil/?/articles/0719/560/173015.shtml.
7.5. / 13.6.2007 -
Brasilien: Lutherischer
Beauftragter hilft dem Papst / Einstiger Völkermord mit
Zwangsbekehrung in Lateinamerika schon von Papst Johannes Paul II. als "glückliche Schuld" verklärt /
Empörung der Indianer auch über Benedikt XVI. / "Papierkugel-Priester"
Frei Galvao wird
"heilig" gesprochen - Die lutherischen
Kirchen verkommen nicht nur in Deutschland zunehmend zum Anhängsel der
römisch-katholischen Kirche. In Brasilien wurden die Lutheraner sogar schon
von evangelischen Frei- und so genannten "Pfingstkirchen" (ca. 35.000
Kirchen) überholt bzw. von konservativen evangelischen Gruppen, die man auch
"Evangelikale" nennt. Neben ca. 74 % Katholiken unter den 186 Millionen
Einwohnern (Tendenz weiter stark rückläufig; pro Jahr verlassen ca. 600.000
Katholiken die Kirche) gibt es dort mittlerweile 15 %
Anhänger der Evangelikalen und Pfingstkirchen. Die
Anzahl der Evangelisch-Lutherischen liegt offenbar weit darunter und wird in
den meisten Statistiken deshalb gar nicht erwähnt. Wie verhält sich in
dieser Situation die Luther-Kirche? Sie springt dem deutschen Papst Benedikt
XVI. bei, der am 9.5.2007 nach Brasilien reiste, um die Katholiken
dort im katholischen Pferch zu halten. So verurteilt der evangelisch-lutherische
Weltanschauungsbeauftragte und Kirchenrat Dr. Wolfgang Behnk aus München die
Pfingstkirchen mit den Worten: "Sie vereinnahmen den Menschen für ein
totalitäres System mit christlichem Anstrich" (Fränkische Nachrichten,
7.5.2007) - eigentlich eine treffende Beschreibung für die
römisch-katholische Kirche und ihre Bischöfe und Priester (vgl. dazu Der
Theologe Nr. 25 - Die Kirche - ein
totalitärer Götzenkult). Doch Dr. Behnk wendet bei dieser Beurteilung
die Methode der "Projektion" (= der meist fälschlichen Übertragung) von kirchlichen Zuständen und Missständen auf
Andersgläubige und kleinere
Gemeinschaften an. Denn auch das evangelisch-lutherische Glaubenssystem und
seine Staatslehre, dem er selbst anhängt, ließen sich treffend als
"totalitäres System mit christlichem Anstrich" beschreiben. Dies ist alles
ausführlich dargelegt in Der Theologe Nr. 1 -
Wer folgt Luther nach, und wer folgt Christus nach? Und als solche
Systeme haben sich die römisch-katholische und die evangelisch-lutherische
Kirche in der Geschichte auch immer wieder präsentiert, wenn ihnen von der
Politik freier Lauf gelassen wurde.
So kann man auch fragen: Wir wurden
denn die Brasilianer und andere Südamerikaner einst römisch-katholisch?
Sie wurden im 15. Jahrhundert durch Eroberungskriege im Auftrag der Kirche
in Spanien und Portugal dazu gezwungen, und Millionen (!) von Menschen, die
sich nicht bekehren ließen, wurden gefoltert und umgebracht. Man spricht
manchmal vom "größten Völkermord aller Zeiten" (zit. in: Publik-Forum, 31.5.1991):
Bis Mitte des 17. Jahrhunderts wurden 100 Millionen indianische Ureinwohner
von den Katholiken ermordet, durch Zwangsarbeit zu Tode geschunden, oder
sie starben an Infektionen als Folge der Verfolgungen (z. B. Südwest-Presse,
2.5.1992).
Der Vorgänger
von Papst Benedikt XVI., Papst Johannes Paul II., hat dazu bei der "Fünfhundertjahrfeier der Evangelisierung Lateinamerikas" (1492-1992) im
Jahr 1991 in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik gesagt: Zwar
seien die gewaltsamen Züge dieser Evangelisierung zu verurteilen.
Gleichzeitig habe sie aber zu einer "Ausweitung der Heilsgeschichte" (d. h.
der
Zwangskatholisierung der Bevölkerung) beigetragen, weswegen man im Hinblick
auf die Eroberer von einer "glücklichen Schuld" sprechen könne
(Spiegel special Nr. 3/05, S. 91). In eine ähnliche Richtung äußerte
sich jetzt Papst Benedikt XVI., der sagte, "Christus" sei der "Retter" der
Indianer gewesen, "den sich die Indianer im Stillen herbeigewünscht hätten"
(AP, 15.5.2007). Diese Äußerung "empört die Indianer" (Hamburger
Abendblatt, 16.5.2007). "Nach Angaben des katholischen
Indianermissionsrats
in Brasilia wurden allein in Brasilien zwischen 1500 und 2001 etwa 1470
indianische Volksgruppen ausgerottet."
Die Rede von der "glücklichen Schuld" ist dann katholisch und mag
auch von den Lutherischen so betrachtet werden. Aber mit Christus hat es nichts zu tun.
Es ist antichristlich. Das spüren auch immer
mehr Brasilianer, die sich derzeit zu Millionen aufmachen, um Gott und Christus
anderswo zu suchen. Und auch wenn sie dann in den Pfingstkirchen genauso
wenig fündig werden, so wissen unzählige Menschen zumindest schon einmal,
wohin sie auf keinen Fall mehr zurück wollen.
Für die verbleibenden Katholiken zur Stärkung setzt der intellektuelle Scharlatan
aus Rom am 11.5.2007 einen neuen "Heiligen" ein.
Der Priester Frei Galvao (1739-1822) schrieb einst einige
Gebetsworte an Maria auf einen Zettel und knüllte diesen dann zu einer
Papierkugel zusammen. Der Gläubige sollte dann beten und mehrere
Papierkugeln (die so genannten "Pílulas") schlucken. Dieser Zauber
(dessen Erfolg wie bei jedem Zauber von der Stärke der Suggestion bzw. des
Placebo-Effekts abhängt) soll vielen geholfen
haben (ausführlicher unter
http://www.caiman.de/05_07/kol_2/index.shtml). Für die
Heiligsprechung durch Benedikt XVI. entscheidend: Zwei Frauen bekamen keine
Kinder. Dann schluckten sie die Papierkugeln und wurden bald
schwanger. Von der römisch-katholischen Kirche wurden diese
Schwangerschaften als Wunder von Frei Galvao anerkannt. Die Kugeln sollen
praktisch als eine Art katholische "Baby-Pille" (im Gegensatz zur "Anti-Baby-Pille") gewirkt haben. Jede kleinere
Gemeinschaft würde für solche Praktiken jedoch lächerlich
gemacht
und von den Kirchenvertretern, Politikern und Medien der Gesellschaft attackiert, vor allem von Fernsehanstalten wie dem
Bayerischen
Rundfunk. Im Hinblick auf die katholische Kirche pflegt man aber auch bei diesem
Kult die übliche "Hofberichterstattung".
So zeigte man in einem Film (Stationen, Bayerischer Rundfunk, 9.5.2007) z. B. kritiklos, wie die Gläubigen einen Geldschein
auf eine Drehscheibe legen. Die katholische Nonne legt auf der
gegenüberliegenden Seite die Frei-Galvao-Papierkugeln darauf und dreht dann die
Scheibe. Dann nimmt sie das Geld, und der Gläubige bekommt die
zusammengerollten Papierstreifen.
"Auch knapp 200 Jahre nach Galvaos Tod zieht es nahezu täglich tausende
Menschen in ein Kloster außerhalb Sao Paulos, um dort seine dünnen, papierenen ´Pillen` zu kaufen",
berichten Brasilien-Korrespondenten (Netzeitung, 12.5.2007). Dabei sind
es meist arme Menschen, die sich das Geld für die Kügelchen regelrecht vom Mund
absparen, und man kann davon ausgehen, dass sich der Ansturm auf diesen Kult
nach der Heiligsprechung Frei Galvaos noch einmal vervielfacht.
Bei den
Katholiken Europas kennt man übrigens vergleichbare Kulte; z. B. die Schluckbildchen,
woraus sich auch die im Volksmund so genannten "Fresszettel" entwickelt haben
(Dr.
Edmund Müller, Mittel zum Heil, Ausstellungskatalog, Beromünster 2005). Mit Jesus von
Nazareth haben diese voodoo-ähnlichen katholischen Kulte allerdings nichts
zu tun, und nachweislich nehmen die Gläubigen dabei nur Papier
und eine bestimmte Dosierung Druckerschwärze zu sich, was beides aus
medizinischer Sicht nicht gegessen werden sollte. Und bald werden auch in Brasilien wieder Hunderttausende, denen der
neue "Heilige" Frei Galvao und seine Papierkugeln
nicht helfen, die Kirche verlassen, um Gott
außerhalb der kirchlichen Institution zu
suchen.
30.4. / 7.6.2007 -
Elf Kirchen erkennen ihre
Taufen künftig gegenseitig an - Wer will noch alles mit in den Bauch der
Hydra?
- Bei einer Veranstaltung am 29.4.2007 im Dom in Magdeburg
erkannten die römisch-katholische Kirche in Deutschland, die Gliedkirchen
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie orthodoxe und
altorientalische Kirchen und einige Freikirchen ihre Taufen gegenseitig
an, insgesamt elf Kirchen. Wechselt also ein Kirchenmitglied z. B. innerhalb dieses Verbunds die
Kirche, so wird seine ursprüngliche Taufe von seiner neuen Kirche anerkannt.
Nun hält man es für gut möglich, dass auch noch weitere Kirchen diese
Vereinbarung unterzeichnen und von den jeweils anderen anerkannt werden. Die Hydra
in der griechischen Mythologie hat zwar nur neun Köpfe, aber in ihrem Bauch hat sie noch mehr
Platz.
Alle beteiligten Kirchen praktizieren die Säuglingstaufe, die Jesus nicht
gelehrt hat. Sondern Jesus sagte sinngemäß: "Erst lehret, dann taufet"
(zum Sachverhalt: siehe
hier).
Die Taufe ist in den Kirchen jeweils eine rituelle Wassertaufe, welche die
Mitgliedschaft in der entsprechenden Institution (und teilweise auch eine
Kirchensteuerpflicht) begründet und von dieser als "heilsnotwendig"
angesehen wird. Bei Jesus und im Urchristentum gab es jedoch keine
Mitgliedschaft, geschweige denn eine Heilsnotwendigkeit einer Wassertaufe.
Der Jesus zugeschriebene Satz in Markus 16, 16 "Wer da glaubt und
getauft wird, der wird selig werden" ist eine Fälschung. So weist auch die
theologische Wissenschaft der Kirchen seit längerem auf den "unechten" und
später hinzugefügten Schluss des Markusevangeliums (Markus 16, 9-20)
hin.
Auch lehrte Jesus keine rituelle Wassertaufe an Erwachsenen. Sondern
wenn er von Taufe sprach, meinte er in der Regel die Taufe mit dem Heiligen
Geist. So erklärte auch Johannes der Täufer: "Ich taufe euch mit Wasser
zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich; ... der wird euch
mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen" (Matthäus 3, 11 und Lukas 3,
16). Die Geisttaufe von Jesus sollte also die Wassertaufe des Johannes,
die ein Zeichen der Umkehr und der Buße war, später ablösen. Doch nicht nur
die Geisttaufe ist in den Amtskirchen unbekannt.
Auch die Buße, die
bei Johannes im Zentrum seiner Wassertaufe stand, spielt in den Kirchen
praktisch keine Rolle. Ein Säugling kann z. B. überhaupt keine Buße tun, und
die meisten Getauften sind Säuglinge. Man
hat den Gedanken der Buße nur ein wenig in die kirchliche Dogmatik
mit eingestreut, um einen biblischen Bezug herstellen zu können und
damit den
Ursprung des Sakraments aus den antiken Götzenkulten besser verschleiern zu können. Tatsächlich
nahmen sich die Kirchen nämlich die antiken Götter- und Herrscherkulte und
ihre Einweihungs-
und Aufnahmeriten (die so genannten "Initiationsriten") zum Vorbild. Und sie institutionalisierten im Gegensatz
zu Jesus eine auch in den meisten heidnischen Kulten übliche Wassertaufe.
Schließlich taufen die elf Kirchen, die ihre Taufen jetzt gegenseitig
anerkennen, alle auf einen angeblich
"dreieinigen" Gott,
der von der katholischen Kirche auf dem Konzil von Nizäa im Jahr 325 zum
Dogma erhoben wurde. Mit Jesus von Nazareth und den Urchristen hat aber auch dieses
kopflastige Gottesbild einer angeblichen "Dreieinigkeit" oder "Trinität" nichts zu
tun (siehe dazu auch:
http://www.theologe.de/frageundantwort.html#Dreieinigkeit). Der
einzige biblische Hinweis am Schluss des Matthäusevangeliums (28, 19:
"Taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes")
ist nachweislich eine Fälschung aus dem 4. Jahrhundert und er fehlt in
früheren biblischen Handschriften (z. B. in Handschriften des Kirchenvaters
Euseb vor 325 bzw. in Zitierungen bei den Kirchenvätern Justin (2.
Jahrhundert) und
Aphraates (4. Jahrhundert)). Auch tauften die Urchristen entweder gar
nicht mit Wasser oder wenn doch, dann immer "auf den Namen des Herrn
Jesus" oder "in dem Namen Jesu Christi". Siehe z. B. Apostelgeschichte 8, 15 f.; 10, 44-48; 19, 3-5.
Wäre die "trinitarische" Taufaufforderung im Matthäusevangelium
also echt, hätten
Petrus, alle Apostel und Paulus allesamt dagegen verstoßen, und erst die
Kirche hätte es richtig gemacht.
Urchristliche "Täufer", welche das ganze betrügerische kirchliche Kult-System bereits vor fast 500 Jahren entlarvten,
wurden sowohl auf Veranlassung der katholischen als auch der evangelische Kirche hingerichtet
(mehr dazu siehe dazu z. B. in Der
Theologe Nr. 1 und in Der
Theologe Nr. 3). Lesen Sie dazu auch
"Der Theologe Nr. 23" - Die Sakramente
und Rituale der Kirche.
25.4.2007 -
Jesus war ein Mann
des Volkes, kein Intellektueller - In der Mai-Ausgabe des
Magazins Cicero (http://www.focus.de/politik/cicero-exklusiv/cicero-ranking_did_15300.html) wurden die "500 wichtigsten Intellektuellen" im
deutschsprachigen Raum gekürt. Platz 1: Joseph Ratzinger alias
Papst Benedikt XVI., gefolgt von den Schriftstellern Martin Walser und
Günter Grass. Dies ist einer von zahllosen gravierenden Unterschieden zu dem
Zimmermann aus Palästina. Jesus von Nazareth war ein Mann des Volkes und
nicht ein Mann der Kirche, und er war auch kein Intellektueller. Anders sein
selbst ernannter Stellvertreter. Welchen Unsinn (der ebenfalls nicht das
Geringste mit Jesus, dem Christus zu tun hat) Joseph Ratzinger dabei alles
intellektuell durchdringen und als Papst verkörpern muss, siehe z. B. bei
"Der Theologe Nr. 18" - Der Glaube der Kirche.
Die römisch-katholische Kirche sollte sich deshalb einfach nur "katholisch"
oder "römisch-katholisch" nennen, jedoch nicht länger den Namen des Mannes
aus Nazareth missbrauchen, indem sie sich weiterhin auch "christlich" nennt.
22.4. / 6.5.2007 -
Neu: Der
Theologe Nr. 32: Die Sakramente und Rituale der Kirche
Als Alternative dazu neu:
Der Theologe Nr. 33:
Die Zehn Gebote, von Freien Christen erklärt
Und: Der Theologe Nr. 34:
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Einheit, Gerechtigkeit
- Leben in der Nachfolge von Jesus
18.4. / 23.6.2007 -
Prozess gegen überzeugt evangelische Serientäterin: Vier, fünf,
sechs oder mehr Menschen getötet. Lesen Sie die
Meldung in
"Der Theologe Nr. 24".
14.4. / 17.4.2007 -
Lob für "Gegner
des NS-Regimes" Hans Filbinger: Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU)
unterschätzte den Unterschied zwischen Politikern und Kirchenmännern
- Günther Oettingers Trauerrede für Ex-Marinerichter und Ex-Ministerpräsident Hans Filbinger
(CDU) lässt die grauenvolle Erinnerung an das Schicksal zahlloser echter Gegner
des NS-Regimes wach werden; und auch die Erinnerung an die 23.000 deutschen
Soldaten, die den nationalsozialistischen Kriegswahn nicht bis zum bitteren Ende
durchziehen wollten und dafür von "Gegnern des NS-Regimes" wie Filbinger zum
Tode verurteilt worden sind - wie z. B. der junge Walter Gröger, den Hans
Filbinger in den letzten Kriegstagen wegen "Fahnenflucht" in Oslo hinrichten
ließ (Spiegel online, 14.4.2007), und wobei er selbst den Feuerbefehl
gegeben hatte. Vielleicht hat sich der evangelisch-lutherische Ministerpräsident
von Baden-Württemberg
gedacht: Wenn ein katholischer Bischof wie Clemens August
von Galen sogar selig gesprochen wird,
obwohl er die deutschen Soldaten "bis zum
letzten Blutstropfen" in die letzten Kriegswochen trieb, dann wird man Hans
Filbinger doch wohl auch nachsehen, dass er sich "den Zwängen des Regimes" nicht
entzogen hat und in dessen Auftrag hinrichten ließ. Und wenn die
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihren Landesbischof Hans Meiser
ungeniert ehrt, da er 1934 mit seinen Anhängern angeblich eine
"Demonstration
gegen den Nationalsozialismus" - mit Heil-Hitler-Rufen und Horst-Wessel-Lied
("Es schau´n aufs Hakenkreuz voll Hoffnung schon Millionen") - durchgeführt
hätte, dann wird man doch wohl auch Hans Filbinger als "Gegner des
NS-Regimes" (AP, dpa, 13.4.2007) während des Dritten Reiches bezeichnen dürfen.
Doch der CDU-Ministerpräsident kann den Scheinheiligkeits-Bonus
für
Kirchenmänner (die ungefähr am 9. Mai 1945 schwuppdiwupp fast alle zu "Gegnern"
und "Widerstandskämpfern" gegen
das NS-Regime wurden) nicht einfach auf Politiker übertragen, auch wenn sie
Kirchenchristen sind. Dass sich die
Öffentlichkeit die Geschichtsklitterung im Fall des überzeugten Katholiken Hans
Filbinger nicht gefallen ließ, gibt Hoffnung, dass bald auch
offenbar wird, was sich hinter den Masken der "seligen"
kirchlichen Amtsträger verbirgt.
Schon Hans Filbinger selbst hatte vergeblich versucht, seine Todesurteile in der
NS-Zeit zu verharmlosen. Er versuchte es ähnlich wie es z. B. die evangelische
Kirche
zu Gunsten ehemaliger Nazis tat.
Hans Filbinger im Jahr 1978 wörtlich: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht
sein" (z. B. Main-Post, 17.4.2007). Zum Vergleich ein Schreiben der
Evangelischen Kirche in Deutschland EKD an die US-amerikanische
Militärregierung vom 26.4.1946, in dem die Kirche alle Nazis rechtfertigte, die
sich an die Gesetzgebung des Dritten Reiches hielten. Dort heißt es wörtlich: "Dabei waren Handlungen
und Gesinnungen, die heute [1946] verurteilt werden, vom damaligen
Gesetzgeber [1933-1945] als rechtmäßig und gut eingeschätzt." Durch
die nachträgliche Verurteilung der Nazi-Justiz "wird das Rechtsempfinden
erschüttert und von den Angeklagten eine Rechtseinsicht verlangt, die man nicht
erwarten kann" (Amtsblatt der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern; siehe auch
www.theologe.de/theologe4.htm).
Deshalb musste der heute 85-jährige damalige echte Kriegsgegner Ludwig Baumann
auch bis zum Jahr 2002 warten, bis die deutsche Justiz seine Vorstrafe aus dem
Jahr 1942 annullierte. Baumann wurde damals wegen Fahnenflucht zum Tode
verurteilt, überlebte aber wie durch ein Wunder in der Todeszelle den Krieg.
Der echte NS-Gegner Baumann konnte "nachts nicht schlafen vor Empörung über
Günther Oettinger" und stellte Strafanzeige gegen den Ministerpräsidenten
von Baden-Württemberg
(http://www.netzeitung.de/deutschland/616670.html).
12.4. / 9.6.2007 -
Tödliche Messerstecherei,
Selbstmord, Unterschlagung, evtl. Erpressung und Drogenhandel - Kirche
kommt nicht zur Ruhe - In Deutschland leben die beiden Großkirchen
sprichwörtlich "wie Maden im Speck". Sie erhalten jährlich staatliche
Milliardensubventionen, staatliche Gehaltszahlungen für Führungspersonal,
genießen staatlichen Kirchensteuereinzug, Steuerbefreiungen, "Gefälligkeiten"
und Zuwendungen in unüberschaubaren Höhen (siehe
www.stop-kirchensubventionen.de).
In Vechta, das sich "Klein-Vatikan im Oldenburger Land" nennt,
nahmen sich Kirchenführer allerdings noch mehr. Die Rechnungsführerin der Kirchengemeinde St. Georg zweigte von
2002-2006 insgesamt 105.000,00 Euro der Friedhofseinnahmen auf das eigene Konto
ab und ließ sich das Defizit von der Stadt Vechta "zu Lasten des
Steuerzahlers" ausgleichen (Spiegel online, 12.4.2007). Ähnlich trieb es ihr
Vorgesetzter, der Propst des Bischöflich Münsterschen Offizialats Vechta. Er
unterschlug Spendengelder "im sechsstelligen Bereich", nach eigenen Angaben "für
karitative Zwecke". Spiegel online schreibt: "Vermutungen, Johannes S.
sei von dem Oberhaupt der Großfamilie, Reinaldo B., erpresst worden, wollte der
Anwalt des Priesters nicht kommentieren ... Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft
bestätigte gleichwohl gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass ein Zeuge den Pfarrer ´als
Opfer einer Erpressung dargestellt` habe." Und falls dies zutrifft: Womit machte
sich der geistliche Leiter des Bischöflichen Offizialats in dieser Höhe erpressbar?
Viel härter als den enttarnten Räuber im Talar, der also vielleicht noch anderweitig
erpresst wird (und für den dann Gutgläubige hätten zahlen müssen), traf es einen
anderen Priester. Ein Strichjunge beteuerte, einen vom Bistum Trier nach
Brasilien entsandten Würdenträger in Notwehr erstochen zu
haben. Der Priester habe seinerseits mit einem Messer auf ihn eingestochen,
als er, der junge Mann, sich gegen die Zudringlichkeiten des Priesters, so die
Aussage des
Mannes. Der Priester war u. a. theologischer Lehrer für den Priesternachwuchs in
Brasilien (mehr dazu siehe
hier).
Hier soll nicht über diese Dinge, die nur die Spitze eines Eisbergs darstellen
und im Einzelfall - wie beim Priester-Ausbilder in Brasilien - noch auf
Glaubhaftigkeit überprüft werden müssen, geurteilt werden. Doch
der Staat sollte schon jetzt aufhören, die Kirche und ihre Praktiken mit
Milliarden aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu finanzieren. Kleinere
religiöse Gemeinschaften werden ja auch nicht vom Staat finanziert. Stattdessen
werden sie in so genannten "Sektenbroschüren" staatlich schikaniert. Doch warum
klären die deutschen Staatsbeamten darin nie über die katholische und die evangelischen
"Großsekten" auf? (Siehe dazu z. B. auch den nachstehenden Beitrag über das
Opus Dei) - vielleicht, weil die Religionsfreiheit im Grundgesetz und das
Gleichbehandlungsgebot gegenüber allen gesetzestreuen Gemeinschaften nur liberale Fassaden
sind. Stattdessen gibt es faktisch zwei Staatskirchen (was den Steuerzahler
zudem doppelt so teuer kommt wie nur eine Staatskirche).
PS: Auch
in der Evangelischen Kirche häufen sich die Verbrechen und Skandale: So wurde
zuletzt der evangelische Dom in Halberstadt vom verantwortlichen Küster als
Drogenumschlagsplatz bzw. Depot u. a. für Heroin, Kokain und Marihuana genutzt.
Und erst vor wenigen Wochen begannen die Ermittlungen gegen den Ehemann einer
evangelischen Pfarrerin aus Eckernförde, der im Pfarrhaus Drogenhandel betrieben
haben soll. In dieser Gemeinde hatte sich auch der Küster aufgehängt, nachdem
man ihn zuvor überführt hatte, Spendengelder gestohlen zu haben
(siehe dazu unsere Meldung
hier).
Und was wäre passiert, wenn auch nur
eines dieser aufs Ganze gesehen unzähligen Delikte in der Kirche bei einer
religiösen Minderheit passiert wäre?
10.4.2007 - Opus Dei - der Motor der
katholischen Kirche: Tugend durch Abtötung? - Alles, was die
kirchlichen "Sektenbeauftragten" neuen religiösen Bewegungen - meist zu Unrecht
- vorwerfen, praktizieren sie in Wirklichkeit selbst. Beispiel Opus Dei: Dessen
Gründer Josemaría Escrivá de Balaguer (1902-1975) wurde am 6.10.2002 von Papst
Johannes Paul II. heilig gesprochen. Es handelt sich also bei Opus Dei nicht um eine
römisch-katholische Randerscheinung, sondern um eine Bewegung aus dem Zentrum.
Viele halten den einflussreichen Orden für den eigentlichen Motor der
römisch-katholischen Kirche. Worum es dabei unter anderem geht, darüber
berichtete das ZDF in Frontal 21 am 10.4.2002. Der komplette Text
der Sendung ist einsehbar unter
http://www.zdf.de/ZDF/download/0,5587,5000716,00.pdf.
30.3. / 4.4.2007 -
In diesem Jahr kein
Osterbraten - denn das hat Jesus nicht gewollt. / Katholischer Journalist
Hartmut Stumpf rechtfertigt Ermordung von Tieren mit der Auferstehung von Jesus
und verhöhnt damit den Mann aus Nazareth
- Besonders für kleine
Schafe ist das Osterfest ein Horror. Sie werden zuvor zu Hunderttausenden
ihren Müttern weggenommen und abgestochen, damit sich die kirchlichen Christen
an der Auferstehung Jesu
laben können.
Als Beispiel sei auf den Fernseh-Journalisten Hartmut Stumpf vom Bayerischen
Rundfunk (BR) hingewiesen, einem fanatischen Katholiken. In seinem Magazin
Unkraut warb er für das Osterlamm: "Es steht für das höchste Fest der
Christenheit und es versinnbildlicht den Auferstandenen. Und die christliche
Freude darüber, die zeigt sich durch die ganze Gestaltung dieses Osterfestes,
denn nicht nur die Seele soll sich laben, sondern auch der Leib" (2.4.2007).
Anschließend wird in der Sendung ein Rezept für den Osterlamm-Braten
vorgestellt. Doch Jesus hat niemals so etwas gewollt. Mit dem Glauben, die
getöteten und verspeisten Lämmer versinnbildlichen "den Auferstandenen",
wird der Mann auf Nazareth verhöhnt und zudem das große Leid der Tiere einmal
mehr ignoriert.
Nach römisch-katholischem Glauben haben Tiere weder eine unsterbliche Seele noch
Gefühle (stattdessen nur Instinkte und "andressierte" Verhaltensmuster; mehr
dazu siehe z. B.
hier).
In Wirklichkeit sind die Hüter des römisch-katholischen Kultes und ihr
treuer Gefolgsmann Hartmut Stumpf dermaßen verhärtet und abgestumpft, dass sie die Gefühle
der Tiere und ihre Schmerzen nur nicht wahrnehmen.
PS: In einer anderen
Unkraut-Sendung (vom
Januar 2003) hatte sich Hartmut Stumpf auch als katholischer Inquisitor hervorgetan, der
vegetarische Urchristen, die aus der Kirche ausgetreten sind, auf
niederträchtige Art und Weise verleumdet hat.
Und:
Schon die Zeitgenossen von Jesus hatten eine Art "Osterlamm"
geschlachtet, man nannte es "Passahlamm". Doch Jesus hat mit dieser
grausamen Tradition gebrochen.
Lesen Sie mehr dazu in "Der Theologe Nr. 7":
Hat Jesus ein Passahlamm gegessen?
Siehe dazu auch unsere
Meldung vom 8.12.2005.
Immer mehr Zeitgenossen sagen deshalb: An diesen Festtagen kochen wir
gesund, gut und vegetarisch.
24.3.2007 -
Einzige Demonstration
"gegen Nationalsozialismus" in München? Landesbischof Johannes Friedrich
verteidigt Meiserstraße - Mit immer neuen Geschichtsklitterungen versucht die Evangelisch-Lutherische Kirche
in Bayern, die nach dem antisemitischen und kriegstreiberischen ersten
Landesbischof Meiser benannten Straßen zu erhalten. Nachdem bereits der Stadtrat
von Ansbach an der Bischof-Meiser-Straße festhält, will die Kirche nun in
München die Meiserstraße unbedingt behalten, nachdem die Bischof-Meiser-Straße
wenigstens in Nürnberg umbenannt worden war. Die evangelische Zeitschrift
idea-spektrum gibt zum Konflikt in München die Meinung von Landesbischof
Johannes Friedrich wieder, eine Straßenumbenennung sei "´nicht die richtige Form
der Vergangenheitsbewältigung`. Immerhin habe 1934 in der heutigen Münchner
Meiserstraße die einzige Demonstration in München gegen den Nationalsozialismus
stattgefunden, nachdem die Machthaber Bischof Meiser unter Hausarrest gestellt
hatten, weil er die Landeskirche nicht der Reichskirche unterstellen wollte"
(Nr. 12/2007).
Dies ist allerdings eine Verhöhnung aller der Münchner,
die wirklich "gegen den Nationalsozialismus" waren und die - wie
z. B. die Geschwister Scholl - auch ihr Leben dafür ließen. Denn was
passiert bei der angeblich "einzigen Demonstration gegen den Nationalsozialismus" am
11.10.1934? Die evangelischen Demonstranten rufen "Heil Hitler"
und "Heil Meiser", und Landesbischof Meiser stimmt von seinem
Balkon aus ein dreifaches "Sieg Heil" auf "Führer, Volk und
Vaterland" an. Dann wird unter anderem das Horst-Wessel-Lied
gesungen. Es lautet:
Die Fahne hoch! / Die Reihen fest geschlossen! / SA marschiert / Mit mutig
festem Schritt
|: Kam'raden, die Rotfront und Reaktion erschossen / Marschier'n im Geist / In
unser'n Reihen mit :|
Die Straße frei / Den braunen Bataillonen / Die Straße frei / Dem
Sturmabteilungsmann!
|: Es schau'n aufs Hakenkreuz voll Hoffnung schon Millionen / Der Tag für
Freiheit / Und für Brot bricht an :|
Zum letzten Mal / Wird Sturmappell geblasen! / Zum Kampfe steh'n / Wir alle
schon bereit!
|: Schon flattern Hitlerfahnen über allen Straßen / Die Knechtschaft
dauert / Nur noch kurze Zeit! :|
Und das soll eine Demonstration "gegen" den Nationalsozialismus sein? Ca. fünf
Jahre später treibt dann auch Landesbischof Meiser seine evangelischen "Schafe",
die schon 1934 "zum Kampfe" bereit standen, in den 2. Weltkrieg, um die
hier 1934 im Horst-Wessel-Lied besungene "Knechtschaft" endgültig zu beenden. Und die daheim Gebliebenen lässt
Meiser für den "baldigen Endsieg" beten (z. B. Amtsblatt für die
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern am 26.6.1940).
Der Herausgeber des berüchtigten antisemitischen Hetzblattes Der Stürmer,
Julius Streicher, ist deshalb auch von dieser kirchlichen "Demonstration gegen den
Nationalsozialismus" (Landesbischof Johannes Friedrich) im Oktober 1934 "sichtlich ergriffen"
(Junge Kirche, 1934, S. 808 ff.). Dies teilt er dem Führer Adolf
Hitler persönlich mit. Und auch dieser ist offenbar von der
"Anti-Nazi-Demonstration" der Kirche beeindruckt. Denn Hitler lädt Landesbischof Meiser
darauf hin zum persönlichen Gespräch ein und verspricht ihm ca. drei Wochen
später, dass die bayerische Landeskirche
nicht - wie ursprünglich geplant - der Reichskirche unterstellt wird. Der
kurzzeitige "Hausarrest" für Meiser ist selbstverständlich aufgehoben, und
Meiser wird von der nationalsozialistischen Regierung wieder hochoffiziell als Landesbischof der
Landeskirche bestätigt. Und dieser "Erfolg" von Meiser und seinem Kirchenvolk soll
nun ein Grund sein, die Meiserstraße in München beizubehalten? Für wie dumm hält die
Kirche eigentlich die Bürger?
Siehe dazu auch unsere Meldung vom 11.2.2007. Weitere
Fakten zu Landesbischof Meiser lesen Sie in "Der
Theologe Nr. 11" - Der Antisemit Hans Meiser als erster Landesbischof der
Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern.
20.3.2007 - Vergebungsbitte der Kirche
im Bamberger Dom - ehrlich oder Taktik? Das Bistum Bamberg feiert
2007 sein 1000-jähriges Bestehen und hat am 11.3.2007 auch eine Vergebungsbitte
ausgesprochen. Mehr dazu
lesen Sie hier.
13.3. / 17.7.2007 -
"Wir fliegen in
den Krieg" - Deutschland im
heimlichen Angriffskrieg - Im krassen Widerspruch zum deutschen Grundgesetz
beschloss der deutsche Bundestag mehrheitlich die Entsendung von Kampfbombern in den
Afghanistan-Krieg, den so genannten Tornados (auch die Fraktion der GRÜNEN stimmte mehrheitlich dafür,
wie schon für den Kosovo-Krieg und für den Beginn des Afghanistan-Krieges). Zwar werfen die Deutschen die Bomben nicht selber ab, sondern
sagen "nur" der USA, wohin diese die Bomben werfen müssen. Doch der Unterschied
ist minimal. Da keine der afghanischen Kriegsparteien Deutschland bis dahin etwas getan
hat, handelt es sich um einen Angriffskrieg. Die USA führen solche "präventiven"
Angriffskriege "gegen den Terror" ohne Zustimmung der UNO seit Ende 2001 und wollen auch die Deutschen
immer weiter mit hinein ziehen. Denn man braucht die eigenen Kapazitäten wohl
schon für die nächsten Kriegsziele.
Um die überwiegend kriegsunwillige deutsche Bevölkerung ruhig zu halten, denken
sich die Politiker trickreiche Konstruktionen aus: So heißt es, die Bundeswehr
wäre im Rahmen des von der UNO eingesetzten ISAF-Einsatzes (International
Securitiy Assistance Force) tätig. Gleichzeitig ist sie aber auch Teil des
andauernden weltweiten Krieges mit den Namen "Enduring Freedom", der
unter dem Oberkommando der USA geführt wird und der mit der UNO nichts zu tun
hat. Im Rahmen dieses Krieges sind seit 2001 auch Tausende unschuldiger
Zivilisten getötet worden. Das wird jedoch gerne verheimlicht. Denn ein großer
Teil der Bevölkerung hat in der Schule auch noch gelernt,
Deutschland übe sich in Deeskalation von Konflikten, nicht im Führen von
Kriegen, wie es seit 1999 (Kosovo-Krieg der Regierung Schröder (evangelisch) /
Fischer (katholisch)) praktiziert wird.
Eine Verfassungsklage der Abgeordneten Peter Gauweiler
(CSU) und Willi Wimmer (CDU) gegen den erweiterten Kriegseinsatz Deutschlands in
Afghanistan wurde
bereits abgewiesen. Auch die Klage der Linkspartei. Derweil schaffte die
Bundeswehr erste vollendete Tatsachen. "Wir fliegen in den Krieg", schreibt
Bild am 3.4.2007.
Siehe dazu auch unsere Meldungen vom:
23.9.2006
28.10.2006 7.1.2007
sowie den Artikel: Die Lunte brennt - Wohin treibt der Afghanistan-Krieg?
vom Dezember 2001
http://www.das-weisse-pferd.com/01_12/afghanistan.html
Für den Krieg müssen wir auch wieder Millionen oder gar Milliarden
Euro an Steuergeldern aufbringen, die woanders fehlen. Z. B. gehen alleine
die Unterhaltskosten der Tornado-Flotte in die Zig-Millionen. Nach einer Stunde
Flug muss das Kriegsflugzeug nämlich 20 Stunden gewartet werden
(AP, 13.4.2007),
und bis jetzt erlitten nur bei Übungen schon 44 Tornados Totalschaden durch
Abstürze, Kollisionen und Brände.
Und glaubt die deutsche Regierung Merkel-Müntefering im Ernst, dass die Islamisten, die in Afghanistan vor dem NATO-Angriff
im Jahr 2001 die
Regierung stellten, ohne schlimme Folgen für die Bundesrepublik Deutschland und
die anderen NATO-Staaten einfach von der Erdoberfläche weggebombt werden können?
Vielmehr gilt, was schon in der Bibel (Galaterbrief 6, 7) steht: "Was der Mensch sät, das wird er ernten." Das heißt z. B. auch:
"Wer Krieg sät, wird Krieg ernten."
PS:
Die Kirchen lehren jedoch, dass dies nur manchmal so ist, nicht immer.
Und Angela Merkel ist evangelisch, Franz Müntefering katholisch, und auch die
übrigen Minister sind meistens evangelisch oder katholisch.
Aktualisierung [18.5.
/ 23.6.2007]
Drittes Selbstmordattentat gegen die Bundeswehr
- Deutsche Armee als Teil des Krieges "Enduring Freedom" / Immer mehr
Zivilisten werden versehentlich mit getötet: Während die NATO im April und Mai
2007 wöchentlich die Anzahl der von ihr im Rahmen von "Enduring Freedom" getöteten Taliban-Soldaten im zwei- oder
dreistelligen Bereich verkündet, schlagen die Islamisten teilweise in Guerilla-Taktik zurück. Zeitgleich zur Meldung über 67 getötete Taliban am
18.5.2007 im Osten Afghanistans werden im Norden drei deutsche NATO-Soldaten von zwei
Taliban-Selbstmordattentätern in die Luft gesprengt und getötet. Es ist das
dritte Selbstmordattentat gegen die Bundeswehr in Afghanistan. Und damit erhöht sich die Zahl der
auf diese Weise getöteten Deutschen von 5 auf 8. Hinzu kommen 13 bei Unfällen
getötete Soldaten.
Anlässlich des Attentats auf die Bundeswehr bestätigte der
römisch-katholische "Verteidigungs"-Minister Franz Josef Jung noch
einmal, dass die deutsche Armee nicht nur im Auftrag der UNO tätig ist, sondern
auch als Teil des von der USA geführten weltweiten Krieges "Enduring
Freedom" (z. B. Main-Echo, 24.5.2007). In diesem seit
2001 geführten Krieg hat die USA schon nachweislich mit massiven Lügen zur
Täuschung der Weltöffentlichkeit gearbeitet, z. B. zu Beginn des
völkerrechtswidrigen Einmarsches
in den Irak im Jahr 2003. Der evangelische Präsident George W. Bush setzt dort
weiter auf den militärischen Sieg und kündigt für den Sommer 2007 bereits "mehr
Opfer auf allen Seiten" an (ARD, Tagesschau, 24.5.2007).
Mittlerweile informieren Irak-Kriegs-Veteranen immer mehr über die
Gräueltaten der Enduring-Freedom-Truppen an der Zivilbevölkerung vor
allem im Irak. "Veteranen beschreiben in ´The Nation`, dass US-Soldaten
rücksichtslos um sich feuern, sobald sie das Militärgelände verlassen. Einige
schossen demnach Löcher in Benzinkanister, die am Wegesrand verkauft werden, um
dann Granaten in die Benzinpfützen zu werfen. Andere eröffnen das Feuer auf
Kinder – unter den Augen der Iraker. Es existieren sogar Fotos, auf denen
Soldaten irakische Leichen schänden. Auf einem Bild soll ein Soldat so tun, als
ob er das verspritzte Gehirn eines toten irakischen Mannes mit seinem braunen
Plastik-Löffel der Armee essen wollte." Und: "Das Kämpfen mitten in belebten
irakischen Innenstädten – auf Marktplätzen und in engen Wohnvierteln – führt
dazu, dass die US-Soldaten Gewalt völlig wahllos einsetzen und tausendfach
Unschuldige töten" (http://www.focus.de/politik/ausland/tid-6860/irak-krieg_aid_66752.html).
So frisst sich der kirchenchristliche Westen auf solche Weise immer weiter
mordend in die islamische Welt hinein und wundert sich dann, dass auch der
gewalttätige Islamismus immer mehr zunimmt. Eigentlich müssten die US-Truppen
Morde und Tötungen Unschuldiger verfolgen, doch ein Armeevertreter resigniert:
"´Man kann gar nicht jedes Mal eine Untersuchung einleiten, wenn ein Zivilist
verletzt oder getötet wird, weil es ganz einfach so oft passiert und man sonst
die ganze Zeit nichts anderes tun könnte`, sagt Leutnant Jonathan Morgenstein."
Die Bundeswehr sollte auch deshalb nicht Teil der Enduring Freedom-Truppen sein.
Zu Opfern von
"Enduring Freedom"
zählen in diesem Sommer auch in Afghanistan
vor allem immer mehr unbeteiligte Zivilisten. Zuletzt kamen wieder 25
Zivilisten ums Leben, darunter Frauen und Kinder, die bei einem
NATO-Luftangriff auf Taliban-Soldaten ebenfalls mit in Stücke gerissen wurden.
Erst einige Tage zuvor versteckten sich islamistische Kämpfer unter Kindern,
weswegen sieben Kinder bei dem Angriff gleich mit getötet wurden. In der
Vergangenheit bombte die NATO manchmal auch auf Verdacht bzw. irrtümlich, und
sie verwandelte z. B. eine Hochzeitsfeier in ein Blutmeer mit Dutzenden von
Toten. Mittlerweile hat der afghanische Präsident Karsai die ISAF-Truppen
scharf kritisiert und um Absprache aller Angriffe mit der
afghanischen Regierung aufgefordert. Wegen der deutschen Beteiligung am Krieg
"Enduring Freedom" drohen jetzt auch Deutschland Selbstmordattentate von
islamistischen Kriegern (Nachrichtenagenturen am 23.6.2007).
28.2. / 13.3.2007 -
Fehlende
Austrittsbescheinigungen - Großkirchen demonstrieren ihre Macht und erschleichen
sich Hunderttausende von Euro -
Man könnte es "Betrug" nennen, was die Kirche in Berlin tut - obwohl es
juristisch nicht als "Betrug" gilt. Und obwohl die Kirche bereits in zahllosen
Zivilprozessen gegen Kirchenaussteiger gewonnen hat, ist sie schon jetzt der
moralische Verlierer ihrer eigenen Machenschaften.
Worum es dabei geht, musste als einer von vielen auch der Stern-Reporter Claus Lutterbeck und seine Ehefrau
erleben, nachdem sie ins Visier der kirchlichen Anwälte und Finanzbeamten
geraten waren. Die Kirche kassierte bei beiden rückwirkend für
die Jahre 2003 und 2004 über das Finanzamt Kirchensteuer ab - obwohl der Reporter schon
im Jahr 1976 ausgetreten war und seine Frau 1971. Nachdem die beiden neu in
Berlin zugezogen waren, respektierte die Kirche einfach die amtliche Eintragung
"konfessionslos" nicht mehr. Sie erklärte Claus Lutterbeck kurzerhand zum
Mitglied der evangelischen Kirche und seine Frau zum Mitglied der
römisch-katholischen Kirche und ließ bei beiden ohne Rücksprache einfach
abkassieren.
Erst nachdem das 1971 für Lutterbecks Frau zuständige katholische Pfarramt
ihr eine Kopie ihres damaligen Austritts zusandte, wurde ihr
der anteilige Betrag zurückerstattet. Doch "eine Entschuldigung gab es nicht.
Auch keine Auskunft darüber, wer dem Finanzamt die Falschmeldung gab, wir seien
Kirchenmitglieder," schreibt Lutterbeck im Stern (22.2.2007).
Aus anderen Quellen ist jedoch bekannt, dass die Kirche z. B. in der Kindheit
der Bürger nachforschen lässt (siehe
hier). Stößt sie dabei auf eine Säuglingstaufe, wird der Betroffene
unter Umständen wieder zum Kirchenmitglied gemacht. Dabei vertritt die Kirche die
Rechtsauffassung, dass ein ehemaliges Mitglied im Konfliktfall die Beweispflicht
seines Austritts hätte.
Und was das bedeuten kann, erlebte der Stern-Reporter selbst. Nachdem
auch er um eine Austrittsbestätigung gebeten hatte, erfuhr er bei der für ihn zuständigen
evangelischen Behörde in Bonn, dass
das Austrittsregister schlampig geführt wurde und nicht alle Austritte
eingetragen wurden. Offiziell klang dies jedoch so: "Eine Überprüfung in unserem
Archiv ergab, dass Herr Lutterbeck nicht aus der Kirche ausgetreten ist." Ein
Skandal, denn tatsächlich wurde nur kein Vermerk gefunden. Zunächst verschwiegen
wurden jedoch die erst später zugegebenen "Lücken" im Archiv. Und die
parallel angelegten Unterlagen
im Bonner Amtsgericht, bei dem der Austritt damals rechtmäßig erfolgte, hatte man
dort natürlich turnusgemäß nach 10 Jahren vernichtet.
Nicht schlampig und lückenhaft geführt werden jedoch die kirchlichen Taufregister, die als
Grundlagen für die Zahlungspflicht dienen. Und auch im Fall des Stern-Reporters
legten die Finanzbehörden ihm eines Tages eine Kopie seines Taufscheins vor und erklärten ihm
bei diesem Anlass, dass er verpflichtet sei, seinen
Austritt zu beweisen, wenn er die eingezogene Kirchensteuer zurück haben möchte. Und dieser gab sich alle Mühe: "Ich legte ... eine
Bescheinigung meines Arbeitgebers vor, wonach mir seit 1976 keine Kirchensteuer
abgezogen wurde. Ebenso ein Dokument des Einwohnermeldeamtes, das mir bei meiner
Heirat 1984 bescheinigt hatte, konfessionslos zu sein. Ich bot eine
eidesstattliche Erklärung meiner 80-jährigen Mutter an. Alles juristisch
irrelevant, triumphierte der Kirchenjurist Dr. Arne Ziekow, deutsche Richter
interessieren sich nur für das Austrittsdokument. Wo ich es herbekomme, sei mein
Problem, rechtlich sei die Kirche nicht verpflichtet, diese Dokumente
aufzubewahren. Da wünschte mir Dr. Ziekow viel Glück: Man sei schon oft verklagt
worden, ich dürfe raten, wie viele Prozesse man verloren hatte. Keinen! Er
lächelte sanft" (Stern, 22.2.2007).
Und solche Urteile haben wohl auch
damit zu tun, dass die meisten Richter entweder evangelisch oder katholisch sind
(siehe dazu auch die Meldung
Neutrale Richter
gesucht!). Und was diesen Skandal besonders groß macht: In der Regel
wurde in den letzten Jahrzehnten bei einem Kirchenaustritt nämlich überhaupt kein
Austrittsdokument ausgehändigt. Weder in der Bundesrepublik geschweige denn in der
ehemaligen DDR. Dies geschah meist nur "auf Verlangen". Es genügten das amtliche
Protokoll der Austrittsbehörde und deren Meldungen an die Finanzbehörde und die
Kirchenbehörde. Deshalb besitzen Millionen von Bundesbürgern keine amtliche
Kirchenaustrittsbescheinigung - eine Zeitbombe, wenn das Beispiel der Kirchen in
Berlin und Brandenburg Schule macht.
Der Stern geht davon aus, dass die Kirche auf diese Weise wohl schon
"Hunderttausende von Euro" abgezockt hat - alles Geld, das sie
zu Unrecht aus gutgläubigen Menschen herausgepresst hat. Bei dem Reporter
erstattete die Kirche "bizarrerweise" schließlich die falsch eingezogene
Kirchensteuer für 2003, behielt aber zu Unrecht die ebenfalls falsch eingezogene
Kirchensteuer für 2004. Claus Lutterbeck legte Widerspruch ein, weil ihm diese
kirchliche Gnade zu wenig war, und er schreibt: "Auf eine Antwort oder das Geld
warte ich bis heute. Ob diese Abzocke rechtens ist, wird nun ein Berliner
Gericht entscheiden."
Wenn also schon ein versierter Journalist kaum gegen die Juristen der Kirche
ankommt, um wie viel mehr hat dann wohl ein einfacher Bürger Probleme, gegen die
evangelischen und katholischen Finanzhaie sein Recht zu bekommen.
Dazu ein Tipp:
Kinder gar nicht erst taufen lassen. Dann erspart man ihnen später die
Kirchensteuer. Die kirchlichen Lehren über die Taufe sind ohnehin eine Irreführung, Lüge
und Schaumschlägerei.
Auch wollte Jesus niemals eine Kindertaufe; vgl. dazu z. B. unsere Meldung
oben, sowie die Meldung vom
17.12.2006.
www.theologe.de/freiechristen1.htm#Saeuglingstaufe.
www.theologe.de/freiechristen.6.htm#Taufe
Doch das ist noch lang nicht alles: In Deutschland müssen auch
Kirchenaussteiger, Moslems, Juden usw. jährlich über 14 Milliarden Euro
zusätzliche Subventionen für die beiden Großkirchen aufbringen. Und dies
ebenfalls ganz "legal". Siehe dazu
www.stop-kirchensubventionen.de
Siehe zu diesem Thema auch unsere
Meldung vom 17.12.2006.
28.2.2007 - Das Jubiläum rückt näher:
1517 - 2017: 500 Jahre Reformation - Lesen Sie dazu das Thesenpapier
Evangelische Kirche ist
nicht christlich
28.2.2007 -
Nach Kirchenaustritt - "Kirche outet Homosexuellen"
- Die Frankfurter Rundschau berichtet am 27.2.2007 unter der
Überschrift Kirche outet Homosexuellen nach Austritt über einen massiven
Verstoß gegen den Datenschutz. Das für Kirchenaustritt zuständige Amtsgericht in
Frankfurt informierte nach dem Austritt des Mannes die römisch-katholische
Kirche - allerdings nicht nur über den Austritt, sondern auch über dessen
"eingetragene Lebenspartnerschaft". In seiner streng katholischen Familie hatte
der Mann diese bis dahin verheimlicht, doch nach deren Bekanntgabe durch das
Amtsgericht an die Kirche kannte bald sein ganzes Heimatdorf seine sexuelle Gesinnung. Mit schlimmen Folgen: "Nach dem
unfreiwilligen Outing in seiner früheren Heimatgemeinde im ländlichen Raum brach
die Familie mit dem Homosexuellen. In dem Dorf werde er wie ein Aussätziger
behandelt, klagte er. Dokumentiert hat den Fall der Hessische
Datenschutzbeauftragte Michael Ronnefitsch ... Bei dem Kirchenaustritt hätte die
Information über die eingetragene Lebenspartnerschaft nicht an die Kirche gehen
dürfen. Nur die Daten über Ehen zwischen Mann und Frau dürfen weitergegeben
werden, kritisiert der Rechtsprofessor in seinem Bericht." Eines blieb dem
Ex-Kirchenmitglied allerdings erspart: Früher hätte man ihn wahrscheinlich
verbrannt. Die spätere ewige Hölle dichtet man ihm jedoch auch heute noch an.
PS: In Berlin und Brandenburg werden Kirchenaussteiger wieder finanziell
abgezockt. Wer dort neu zuzieht und keine Kirchenaustrittsbescheinigung
vorlegen kann (war bis vor kurzem in Deutschland noch nie notwendig, geschweige denn in
der früheren DDR, weswegen in der Regel überhaupt keine Bescheinigungen
ausgestellt wurden), wird wieder als kirchensteuerpflichtig geführt. Zu diesem
Zweck schnüffeln Staat und Kirche in den Kirchenbüchern nach einem evtl.
Taufeintrag. Wird ein solcher gefunden, hat dies im Einzelfall schon zu
langwierigen Auseinandersetzungen und ungerechtfertigten Zahlungen an die Kirche
geführt. Siehe dazu unsere Meldung
vom 28.2.2007 und vom
17.12.2006.
PS: Mehr über die Scheinheiligkeit in der Kirche lesen Sie in:
"Der Theologe Nr.
24" - Kirchlicher Glaube und die Hölle auf Erden
26.2.2007 -
Streit um Sex:
Bibeltreuer "Christ" ersticht seinen Sohn - Mit Christus
hat sein Verhalten nichts zu tun. In der Bibel findet er jedoch Bestätigung.
Warum ein evangelischer Bibel-Anhänger seinen Sohn ersticht. Lesen Sie dazu
die Meldung in "Der Theologe Nr.
24" - Kirchlicher Glaube und die Hölle auf Erden.
25.2.2007 - Die Erde schüttelt allmählich
die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren besten Freund zum
Feind gemacht
- 13 Jahre Zeit hätte die Menschheit noch, um ihren
Planeten zu retten, beschwört die aktuelle UN-Klimastudie (z. B. Bild,
24.2.2007). Andere vergleichen das Weltenschiff jedoch längst mit der "unsinkbaren"
Titanic, auf der die Menschen an Bord bis zuletzt mit Musik unterhalten werden.
Doch ob man "Näher, mein Gott zu Dir" spielt (wie bis zuletzt auf der Titanic) oder sich in
einen Bewusstseinswandel hinein zu rocken versucht (wie am 7.7.2007 bei einem
großen Konzert zur Rettung der Erde) - eine ernsthafte Umkehr
einer Mehrheit von Menschen wird ohnehin nicht erfolgen, und selbst damit wäre
diese Zivilisation nicht mehr zu retten.
Und so neigt sich der Bug des Ozeanriesen Titanic immer steiler in das Meer
hinein: Weiterhin wird in den "guten Freund" Erde
kräftig hinein gebombt (schon wieder ist ein größerer Krieg geplant), mit
grausamsten Stoffen experimentiert, die Böden vergiftet, die radioaktive Verseuchung
vorangetrieben, die Weltmeere weiter verseucht, der Schutzschild in der
Atmosphäre durchlöchert usw. Auch werden die Mitgeschöpfe der Menschen, die
Tiere, in einer in der Geschichte der Menschheit weiterhin beispiellosen
Bestialität vernichtet (Schlachthöfe, Tierversuche, Jagd, Zerstörung der
Lebensräume usw.). Zudem wird
derzeit verschwiegen, dass die Massentierhaltung und der Fleischkonsum
einen, wenn nicht sogar den
entscheidenden Anteil an der Katastrophe hat. Sie tragen zur Klimakatastrophe
genauso viel bei wie der gesamte
weltweite Verkehr - und hier wird von den Verantwortlichen nichts unternommen, weil man natürlich weiter Fleisch und Wurst konsumieren
will. Immer mehr Flächen werden so für die "Schlachttier"-Haltung gerodet, der Wasser-
und Getreideverbrauch ist gigantisch (und fehlt hungernden Menschen), die zur
Schlachtung gezüchteten Rinder stoßen im Übermaß das für die Klimaveränderung
mitverantwortliche Methan aus, die
"Abfallprodukte" der industrialisierten Landwirtschaft tun ihr übriges usw.
(siehe die umfangreiche einschlägige Literatur; z. B. auch
Fleischessen zerstört nicht nur den Regenwald) - alles nur für den kulinarischen
Fleischgenuss auf Kosten der gequälten Tiere.
Man könnte insgesamt sagen: Der überhebliche
und gefühlsarme Mensch hat sich seinen besten Freund, die Mutter Erde, zum
schlimmsten Feind gemacht. Und die furchtbar gequälte Erde kann ihren Peiniger nicht mehr tragen
und versucht ihn abzuschütteln, um gesunden zu können. Es ist alles bereits im
Gange. Die täglichen Nachrichten bezeugen es.
Und wer trägt die Schuld? Sicher viele. Doch wer trägt die Hauptschuld? Wer
posaunt seit vielen Hundert Jahren, er würde die Sache "Gottes" auf der Erde
vertreten? Wer verehrt seinen Anführer auch als "Lenker des Erdkreises"? Und wer hat die Menschen
aufgefordert, sich den Planeten Erde mit Gewalt
"untertan" zu machen? Wer hat immer wieder Kriege befürwortet und Waffen
gesegnet? Und wer hat selbst Atombomben mit Hinweis auf ein nebulöses Jenseits
verharmlost? Und wer hat den Tieren die unsterbliche Seele und die Leidensfähigkeit
abgesprochen? Wer hat die Beseeltheit der Natur als "heidnischen Pantheismus"
kritisiert? Und wer hat sich mit den Lippen zwar hier und da für die "Bewahrung
der Schöpfung" ausgesprochen, doch die Aufklärung über Zusammenhänge verhindert?
Wer hat in den letzten ca. 30 Jahren diejenigen, die auf Ursachen und Folgen
hinwiesen, als "Sektierer" und
"Endzeit-Apostel" verhöhnt, verspottet und bekämpft? Wer verweigert
sich einer anderen Behandlung von Natur und Tieren, weil er Schlächter,
Massentierhalter, Metzger, Jäger, Naturschänder, Chefs der Wurstkonzerne,
Versuchstier-Ärzte usw. als Mitglieder halten will? Wer plaudert gemütlich von
der Apokalypse und veräppelt die Menschen, indem er lehrt, Gott werde schon
irgendwie eingreifen, indem er die Gläubigen entweder im Diesseits irgendwie schützet (damit sie
hinterher weiter Tiere schlachten und verspeisen und Bomben auf die "Bösen"
abwerfen können) oder indem er sie im Jenseits gleich in die "Herrlichkeit" befördert
(nach dem Motto "Nach mir die Sintflut - ich schau mir´s vom Himmel aus
an")? Wer verhöhnt das Urwissen der Menschheit, welches lautet "Was der Mensch
sät, das wird er ernten", indem er stattdessen lehrt "Allein der Glaube genüge"?
Oder indem er lehrt: "Die Hostie stärkt dich zur ewigen Seligkeit"? Und wer
verhöhnt den Schöpfergott, indem man Naturkatastrophen immer wieder scheinheilig
zu seinen "Geheimnissen" erklärt anstatt die menschlichen Ursachen dafür zu
suchen und zu finden? Mehr dazu auch in unserer Meldung zum Jahresanfang 2007 (siehe unten).
11.2. / 24.2.2007 -
München: Evangelische Kirche
will antisemitischen Bischof weiter ehren - Mit Zähnen und Klauen
wehrte sich die evangelische Kirche in Bayern lange gegen die Umbenennung der
Nürnberger Bischof-Meiser-Straße (die demnächst Spitalgasse heißt). Jetzt droht
München ein ähnlich zähes Schauspiel. Auf Wunsch der Kirche hat der Ältestenrat
des Stadtrats die Entscheidung über die Münchner Meiserstraße zunächst
verschoben. Und die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: "Wo ein klares Wort
nötig gewesen wäre, gab es bloß Bedenkenträgereien, die durchaus die Frage nahe
legen, in welchem Zustand sich eine Kirche befindet, die nicht von der Ehrung
eines bekennenden Antisemiten lassen will" (10./11.2.2007). Während
andere Institutionen ihre Geschichte ehrlicher aufarbeiten, verklärt und
verbrämt die Kirche nicht nur hier ihre blutige bzw. todbringende Vergangenheit
und weist z. B. auf die "Verdienste" von Bischof Meiser (Landesbischof von 1933-1955) zum Wohl seiner Kirche hin. Z. B. setzte er bei Adolf Hitler durch, dass
innerhalb der Kirche er, Meiser, der "Führer" sei und die Nazis dies zu
respektieren hätten. Und so ließ er sich während des kurzzeitigen Konflikts mit der
Staatsmacht 1934 von seinen Anhängern mit "Heil-Meiser-Rufen" feiern.
Die Nationalsozialisten gaben nach. Nach einem persönlichen Gespräch bei Adolf
Hitler wurde der für einige Tage abgesetzte Landesbischof wieder in Amt und
Würden eingesetzt und behielt alle Rechte. So konnte er Kirchengesetze ohne
Zustimmung anderer nach eigenem Ermessen erlassen oder ändern.
Wer war Landesbischof Meiser? Lesen Sie dazu Der
Theologe Nr. 11. Dort wird auch ein konkreter Vorschlag für eine
Umbenennung gemacht (siehe hier).
Denn die Überzeugungen von Landesbischof Meiser trugen leider maßgeblich
dazu bei, dass Millionen von Menschen einen frühen und grausamen Tod erlitten
hatten. So weigerte er sich, gegen den Holocaust zu protestieren, und er schwieg
bewusst zum Abtransport und zur Ermordung der behinderten Mitmenschen in den
Einrichtungen der evangelischen Diakonie. Und er trieb unzählige Soldaten in den 2.
Weltkrieg, indem er ihnen vorgaukelte, Gott wäre auf der Seite von
Nazi-Deutschland. Folgerichtig unterstützte er nach dem Krieg auch ein
Anwaltsbüro, das Kriegsverbrechern kostenlose Rechtsberatung anbot. Siehe dazu auch unsere Meldung vom 24.3.2007.
23.1.2007 -
Bistum Würzburg
feiert Bischof-Stangl-Jahr 2007 / Bischof genehmigte tödlichen Exorzismus
- Anlässlich des im Bistum Würzburg gefeierten römisch-katholischen Stangl-Jahres 2007 weisen wir auf den
tödlich endenden Exorzismus an der Würzburger Studentin Anneliese Michel im Jahr
1976 hin. Bischof Stangl genehmigte den Exorzismus und verleugnete seine
Genehmigung nach dem barbarischen Ende der Maßnahme. Lesen Sie:
Stangl-Jahr 2007:
Bischof genehmigte tödlichen Exorzismus. Was wusste Joseph Ratzinger?
20.1.2007 - Evangelischer Kirchentag
in Köln - vom 6.6. bis 10.6.2007. Zu diesem Anlass weisen wir darauf
hin. Die Kirche ist nicht christlich.
13.1. / 25.1.2007 -
Weil er die Hostie nicht in
den Mund steckte: Mann von Dekan körperlich angegriffen.
"Hostienschändung" schlimmer als Kinderschändung? Wann stellt
der Staat endlich die Finanzierung des kirchlichen Götzenkults ein? -
Einer dpa-Meldung vom 12.1.2007 zufolge hat der katholische
Stadtdekan
Johannes zu Eltz während einer Messe in der Bonifatiuskirche in Wiesbaden einen Gläubigen geschlagen,
nachdem dieser
die zuvor vom Dekan geweihte Backoblate nicht katholisch korrekt in den Mund
steckte, sondern nur an ihr geknabbert und sie dann in seine Tasche gesteckt
hatte. Daraufhin soll der Priester laut gerufen haben "Wo ist die Oblate, wo ist
die Oblate?" sowie den Mann im Verlauf der Feier so kräftig geschlagen haben, dass dieser mehrere Prellungen am
ganzen Körper und einen geschwollenen Knöchel erlitt. Nach Aussage des
Geistlichen hätte dieser den Gläubigen aber nur in "Notwehr"
"festgehalten", weil der Gläubige
seinerseits den Dekan getreten hätte (Frankfurter Rundschau, 13.1.2007).
Auch andere Gläubige hätten dem Mann "die Arme auseinander gezogen". Ob dieser "die Hostie letztlich mitgenommen oder doch gegessen hat, konnten weder
Staatsanwaltschaft noch Bistum sagen", schreibt dpa weiter.
Nach
römisch-katholischem Glauben wird die Oblate durch die katholische Zeremonie
real in Fleisch vom Körper von Jesus verwandelt, was für viele Nichtkatholiken
eine wenig appetitliche und kannibalische Vorstellung ist. Für die
Katholiken ist das Ergebnis dieser so genannten "Transsubstantiation" dann
angeblich real der "Leib Christi" (siehe dazu
einige offizielle römisch-katholische
Lehrsätze zu Oblate bzw. Hostie). Und diesen z. B. in
einer Tasche mit aus der Kirche hinaus zu nehmen, gilt nach katholischem Recht als "sehr schwere Sünde".
Der Kirchenbesucher erklärte dazu: "Ich wollte sie mir zu Hause
mal näher angucken." Was der Mann dabei vermutlich unterschätzte: "Im katholischen Kirchenrecht ist das die schwerste
Straftat, die man begehen kann", erläutert dazu Thomas Schüller, der
Kirchenrechtler der Diözese Limburg. Das Eingreifen des katholischen Dekans sei
notwendig gewesen, wenn auch nicht der körperliche Kontakt (FR, 13.1.2007).
Dabei hatte der Wiesbadener Gottesdienstbesucher noch Glück. Zwar erstattete die
katholische Kirche bereits Strafanzeige wegen "Störung der Religionsausübung".
(Hier werden wieder einmal Täter und Opfer vertauscht.) Doch umgekehrt zeigte der
Gläubige auch den in der katholischen Hierarchie "obersten" Priester der
Landeshauptstadt Wiesbaden wegen "gefährlicher Körperverletzung" an. Außerdem
wird das kultische
"Delikt" - es zählt zur Kategorie der "Hostienschändung"
bzw. von "Hostienfrevel" - in Deutschland nicht mehr so massiv bestraft wie in einigen anderen
Ländern. In früherer Zeit wurde jedoch auch in Deutschland vor
allem jüdischen Mitbürgern "Hostienschändung" unterstellt, und diese
wurden dafür
verfolgt und hingerichtet.
Verfolgungen und harte Strafen gibt es jedoch weiterhin in anderen Ländern.
Einige
Beispiele aus unserer Zeit aus Indonesien:
Ein muslimischer Händler
"empfing" die Oblate und nahm sie mit nach draußen. Urteil: Sieben Jahre Haft
ohne Bewährung. In "Selbstjustiz" zündeten die
katholischen Gottesdienstbesucher zudem darauf hin alle Verkaufsbuden auswärtiger moslemischer Händler
in Brand (zum Sachverhalt: siehe Vatikanradio, 12.4.2002).
Einem katholischen
Mädchen fiel die Hostie beim Empfang auf den Boden. Darauf hin wurde sie von
anderen Gottesdienstbesuchern tätlich angegriffen. Möglicherweise drohte
eine "Lynchjustiz". Unter den Angreifern und den Beschützern des verängstigten
Mädchens kam es zu schweren Ausschreitungen (zum Sachverhalt: siehe
Vatikanradio, 12.4.2002).
Eine Frau hat die Oblate
in der Kirchenbank aus dem Mund genommen und unter ihren Sitz gelegt. Warum,
wird nicht berichtet. Urteil:
Vier Jahre Haft ohne Bewährung (zum Sachverhalt: siehe Vatikanradio,
29.6.2002).
Ein junger Protestant ging
mit seiner römisch-katholischen Freundin zur Messe. Aus unbekannten Gründen
steckte er ebenfalls die Hostie nicht in den Mund, worauf hin die
Gottesdienstbesucher auf ihn losgingen. Seine Gesundheit und sein Leben waren
jetzt akut in Gefahr. Die Polizei wurde gerufen und konnte den Mann erst durch
Abfeuern von Schüssen in die Luft aus der Gewalt der Katholiken befreien. Darauf
hin stürmten die gewaltbereiten Katholiken die Polizeistation und brannten sie nieder,
ebenfalls das Polizeiauto. Auch die beiden benachbarten Polizeistationen
wurden anschließend von den Katholiken niedergebrannt, es gab viele
Verletzte (The Jakarta Post,
Sinar Indonesia Baru, 9.2.2005).
Dies ist nur eine kleine Auswahl unter Dutzenden von ähnlichen Vorfällen. Als
"aufgeklärter" Europäer mag man vielleicht vermuten: In Deutschland wäre das
aber nicht möglich. Doch was ist mit dem Stadtdekan von Wiesbaden?
(siehe oben)
Zwar hat der Amtsträger mittlerweile "angeboten", sich "dafür zu entschuldigen"
(FR, 13.1.2007). Doch wozu wären er und seine Priesterkollegen im
religiösen Eifer noch alles fähig?
Und wie beurteilen z. B. die deutschen katholischen Missionare in Indonesien die
Strafmaßnahmen in ihrem Gastland? Diese
missbilligten nun nicht etwa die siebenjährige Kerkerhaft für den Muslim, der eine
Hostie mit nach draußen nehmen wollte, sondern sie schrieben auf ihrer Homepage:
"Das Urteil beschämt so manche deutsche Richter, die die
Verunglimpfung christlicher Symbole und Werte zumeist ´auf
Kosten der Staatskasse` einstellen".
(Ursprüngliche Quelle www.steyler.de/content/de/aktuell/nachrichten/02/nachrichten-2002-09-02.php4
nicht mehr erreichbar) In Deutschland sollte sich die Justiz nach
Überzeugung der katholischen Experten also offenbar ein Beispiel an den
indonesischen Richtern nehmen.

Bei
der Hostie kennt die Kirche keine Gnade. In Berlin werden im Jahr 1510 vor der
Marinenkirche 38 Juden hingerichtet, alle anderen vertrieben
(siehe Bild).
Die Anschuldigung:
Einige Juden hätten angeblich gestohlene Hostien verkauft. Später stellte sich
heraus: Die Vorwürfe waren falsch. Es war ein von der Kirche lancierter Justizmord. Der Hintergrund: Die
"Ausmerzung"
der religiösen Minderheit
(siehe dazu: Der Glaube der Kirchen,
Nr.
382).
Im Grunde genommen bestätigen diese Vorfälle die Analyse des bekannten deutschen
Philosophen Karl Jaspers in seinem Werk
Der philosophische Glaube: Der "biblisch fundierte
Ausschließlichkeitsanspruch" der Kirchen stehe nach wie vor "ständig
auf dem Sprung, von neuem die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (9. Auflage,
1988, Seite 73).
Doch damit nicht genug. Der Tübinger Religionswissenschafter Günter Kehrer
erklärt gemäß einer dpa-Meldung vom 5.2.2006, dass der falsche Umgang mit
der Hostie nicht nur die "schwerste Straftat" nach dem Kirchenrecht sei (siehe
oben). Sondern es gilt darüber hinaus:
"Hostienschändung ist [im Katholizismus] eine Sünde, die nie vergeben werden kann,
für sie gibt es ewiges Fegefeuer [also "ewige Hölle"].
Dagegen ist Gott im Islam barmherzig, es gibt nichts, was nicht verziehen werden
könnte."
Aus den hier dokumentierten Fakten und Glaubensdokumenten ergibt sich: Für einen überzeugten Katholiken ist Hostienschändung schlimmer als Kinderschändung. (PS: Bereits Tausende von katholischen Priestern haben Kinder sexuell missbraucht; siehe z. B. http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp und unsere vielen Meldungen hier) Sehen Sie das auch so? Dann bleiben Sie katholisch. Oder sehen Sie das nicht so? Dann treten Sie aus und helfen bei der Aufklärung.
An dieser Stelle sei deshalb noch einmal darauf hingewiesen. Der katholische
Kult ist eben katholisch. Aber mit Jesus, dem Christus, und mit dem Gott, den
Jesus
uns lehrte, hat der Katholizismus nichts zu tun (auch der Protestantismus nicht,
der z. B. den freien Willen in Glaubensdingen leugnet und der die deshalb
unfreiwillig nicht Glaubenden ewig verdammen will). Der Gott, den Jesus
lehrte, ist demgegenüber ein barmherziger Gott, der keines seiner Kinder in ein ewiges
Fegefeuer oder eine ewige Hölle schickt, wie dies die Katholiken bzw.
Protestanten lehren (siehe dazu "Der Theologe Nr. 19":
Es gibt keine ewige Verdammnis). Und auch der spezielle katholische
"Hostienzauber" hat nichts mit Gott und Christus zu tun. Es handelt sich
stattdessen um einen gefährlichen Götzenkult, dessen Vorläufer auch
in anderen Kulten aus dem Vielgötter-Glauben nachweisbar sind.
Der kirchliche Glaube als Ganzes ist ein totalitärer Götzenkult (siehe dazu
Der Theologe Nr. 25). Aufgrund der
Religionsfreiheit des deutschen Grundgesetzes dürfen Menschen selbstverständlich
in aller Freiheit diesem Kult huldigen. Doch es ist ein Skandal ohnegleichen,
dass dieser vom weltanschaulich neutralen deutschen Staat nach wie vor mit über
14 Milliarden Euro jährlich subventioniert wird und damit z. B. die
konfessionelle Indoktrination der Schulkinder in den staatlichen Schulen
komplett vom Staat bezahlt wird. Wir alle müssen also die
Kirche finanzieren (Mehr dazu bei
www.stop-kirchensubventionen.de).
Ob es doch noch eines Tages wenigstens einmal einen einflussreichen Politiker gibt, der endlich
die Privilegien für die beiden Großkulte "Katholisch" und "Evangelisch" einstellen
will und alle Religionen und Weltanschauungen in Deutschland gleich behandeln
möchte,
wie es das deutsche Grundgesetz fordert? Wir haben diesen Politiker bisher noch
nicht gefunden.
11.1. / 5.9.2007 -
1.010
Kinderporno-Bilder und zwei Videos bei hohem katholischen Kirchenjuristen gefunden
/ Pädophilie in der Kirche weit verbreitet
-
Auf einer ihrer Internetseiten wirbt ein deutsches Bistum für das
Elisabethjahr 2007 (vgl. dazu
www.theologe.de/elisabeth_von_thueringen.htm), und gleich daneben wird
u. a. der
Vorsitzende Richter des Kirchlichen Arbeitsgerichts vorgestellt
(Anmerkung:
Der Link auf die Seite des Bistums, wo der Richter mit vollem
Namen genannt wird, wurde von uns entfernt, nachdem dessen Anwalt uns am
4.9.2007 mit Hinweis auf das "allgemeine Persönlichkeitsrecht"
erklärte, dass eine
"identifizierende Berichterstattung" in diesem Fall nicht mehr
zulässig sei. Damit erklärten wir uns einverstanden).
Auf dessen Computer wurden Ende vergangenen Jahres 1.010 kinderpornografische Fotos und zwei Videos gefunden. Der
oberste Jurist des kirchlichen Gerichts ist z. B. auch bei Arbeitsgerichtsprozessen pädophiler Priester
zuständig. Im Hauptberuf ist er der
Präsident eines hohen Gerichts in einem deutschen Bundesland, und zuvor war er u. a.
Richter an einem Gerichtshof dieses Landes und Jurist im
Justizministerium. Die katholische Sexualmoral hat
allerdings nicht nur bei ihm eine zweite geheime Seite. Bei ihm wurde
sie nur entdeckt.
Mehr dazu stand z.B. in der Hessisch-Niedersächsischen
Allgemeinen (Der dort mittlerweile entfernte Artikel war unter
"http://www.hna.de/kasselstart/LINKTHIRD00_20061215224109_Kein_Prozess_fuer_X..."
einsehbar).
Am 10.1.2007 wurde der Gerichtspräsident nun zu neun Monaten Haft auf
Bewährung und 4.800 Euro Geldstrafe verurteilt.
Die Pädophilie ist in der Kirche offenbar noch viel weiter verbreitet als
bekannt (siehe auch unsere Meldung vom
1.12.2006). So ist das
renommierte Priesterseminar in St. Pölten z. B. so mit Pädophilie und
anderen sexuellen Praktiken hinter der Maske des Zölibats durchsetzt, dass
es im Jahr 2004 vorüber gehend geschlossen wird. Und erst im November 2006
warf sich in Bayern ein hoher Amtsträger und Mitglied der
Bistumsleitung offenbar aus Liebeskummer vor einen Zug, weil ein ehemaliger
Ministrant mit ihm Schluss machen wollte (siehe dazu die Meldung vom
13.11.2006). Und vor wenigen Tagen
erst gestand wieder ein Priester sexuelle "Grenzüberschreitungen" an Kindern
(Meldung vom 5.1.2007).
Und:
Einer Information des italienischen Informationsdienstes axteismo.press2@yahoo.it vom 19.4.2007 zufolge waren von 1950-2002
4.392 Priester in den USA angeklagt, sich an Kindern sexuell vergangen zu haben,
wobei die Zahl der tatsächlichen Täter deutlich höher angenommen wird. Die Zahl
stammt nämlich aus dem von den Bischöfen selbst in Auftrag gegebenen
John-Jay-Report
und wird von Opfer-Vertretern als weit untertrieben
betrachtet (siehe z. B.
http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp).
Anmerkung:
Hier wird nicht über die sexuellen Verbrechen und Praktiken innerhalb
der Kirche gerichtet.
Doch die Kirche
sollte nicht mehr behaupten, ihr Kult und das Treiben ihrer angeblichen
"Mittler" zu Gott hätten etwas mit Christus zu tun.
Außerdem sollte sie damit aufhören, vor anderen unbescholtenen
Gemeinschaften zu warnen. Stattdessen könnte sie ihr gut bezahlten "Beauftragten" dafür
einsetzen, die Täter in den eigenen Reihen zu finden und so die
schlimmen Schäden zumindest einzudämmen.
11.1.2007 -
2007 - Die Kirche will feiern. Bereuen wäre
besser - Die beiden Großkirchen feiern im
Jahr 2007 zwei Jubiläen. Im Süden Deutschlands "1000 Jahre Bistum Bamberg".
Da die Kirche, für die damals der Grundstein gelegt wurde, heute evangelisch
ist, feiern die Evangelischen gleich mit. Ebenso bei dem Jubiläum in Hessen
und Thüringen. Dort wird der 800. Geburtstag der "heiligen" Elisabeth von
Thüringen gefeiert. Da die nach ihr benannte Elisabethkirche (wo ihr Skelett
ohne Kopf und nur mit einem Arm verehrt wird) in Marburg heute ebenfalls
evangelisch ist, sind die Protestanten auch wieder mit dabei. Beide Anlässe
sind jedoch alles andere als ein Grund zum Feiern, wie die beiden Ausgaben
des Theologen nachweisen.
Nr. 27: 1000 Jahre Bistum Bamberg
- kein Grund zum Feiern
Nr. 30: Elisabeth von Thüringen - wie die Kirche
zerstört und "heilig"
spricht
Feiert die Kirche dennoch, zeigt sie damit einmal mehr, dass die
Vergangenheit keineswegs überwunden ist, sondern lebt. Damit wird auch die
These bekräftigt, dass sich die heutigen Kirchen nur dem demokratischen
Zeitgeist angepasst haben, im Wesentlichen aber die alten geblieben sind.
PS: Mittlerweile hat das Bistum Bamberg im Rahmen der Feierlichkeiten
auch eine zunächst nicht geplante Vergebungsbitte ausgesprochen.
Mehr
dazu
hier.
7.1. / 10.1.2007 -
Gefahr eines großen
Krieges wächst - Der letzte Weltkrieg liegt schon lange zurück, und die
heutigen politischen Verantwortlichen haben oft kein Gefühl dafür, was dies für
zahllose Menschen bedeutete
und dass das Leid der Kriege in Zukunft sogar schlimmer würde. So wird kräftig
gezündelt: Chaos, Anarchie und Waffenlieferungen hier, kleinere Kriege da,
eventuell ein größerer Krieg wieder hier, und Planspiele über Planspiele -
vielleicht sogar mal ein kleines "Atombömbchen" riskieren. All´ das
mag manchmal mehr, manchmal weniger mit dem evangelischen oder katholischen
Glauben vereinbar sein. Mit dem großen Menschheitslehrer Jesus von Nazareth
hat es überhaupt nichts zu tun.
Aktuell z.B. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,458170,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,458186,00.html
5.1.2007 - "Perverser Pfarrer
belästigte Kinder", schreibt Focus online (5.1.2007). Erst vor
fünf Wochen wiesen wir auf "Sexualverbrechen
wie am Fließband" durch pädophile Pfarrer und Priester hin und
schrieben: "Eltern, die unter diesen Umständen ihren Kinder noch das
Ministrieren erlauben, handeln zumindest grob fahrlässig. Experten warnen
schon lange vor Amtsträgern, welche von der doppelbödigen Sexualmoral der
Kirche ´verkorkst` wurden." Jetzt gestand erneut ein Pfarrer aus
Nordrhein-Westfalen sexuelle "Grenzüberschreitungen" an Kindern,
u. a. im Messdienerlager (z.B.
http://www.taz.de/pt/2007/01/05/a0078.1/text). Viele Priester leiden
an der alltäglichen Trostlosigkeit zwischen dem Messe-Lesen am Altar und dem
einsamen Pfarrhaus und wünschen sich z. B. die seelische und körperliche Zuwendung
lebensfroher Kinder.
1.1. / 17.5.2007 -
Neu - "Der Theologe Nr. 31":
Das Leid von Natur und Tieren im kirchenchristlichen Abendland
- In den letzten Monaten waren wieder verstärkt kirchliche Bemühungen im Bereich
Umwelt- und Klimaschutz zu beobachten, nachdem einzelne
Bemühungen seit 1985 um ein kirchliches "Konzil für Frieden, Gerechtigkeit und
Bewahrung der Schöpfung" schon 1990 wieder gescheitert waren. Dabei ist es längst zu spät, um die
weltweit kommenden Katastrophen noch abzuwenden. Als es noch rechtzeitig gewesen
wäre, verleumdeten die Kirchen warnende Stimmen als "Endzeitapostel" und
"Panikmacher" (vgl. z. B.
hier),
und sie machten deren Vorschläge zur Umkehr lächerlich. Selbst pflegte
man weiterhin überwiegend eine natur- und tierfeindliche
Theologie bzw. fand einige halbherzige Worte für die "Bewahrung der Schöpfung";
siehe dazu z.B.
www.theologe.de/theologe7.htm#4
oder
http://www.theologe.de/freiechristen1.htm#Schoepfergott. Und jetzt versucht
man, als Trittbrettfahrer noch in letzter Minute auf das Führerhaus des ökologischen
Zuges zu springen, nachdem längst alle Spatzen von den Dächern pfeifen, welche
Stunde es geschlagen hat (vgl. z. B. eine Serie in der Bild-Zeitung zum
Thema). Der Theologe Nr. 31 zeigt auf, wie die von der kirchlichen Lehre
geprägte abendländische Zivilisation weiterhin gegen die Schöpfung Gottes und
gegen die
Einheit von Mensch, Tieren und Natur arbeitet und wie Natur und Tiere um Hilfe
rufen.
Der Theologe aktuell:
Hier die Meldungen von 2005 - 1. Teil / 2005 - 2. Teil / 2006
- 1. Teil / 2006 - 2. Teil /
2007 - 2. Teil / 2008 - 1. Teil / 2008 - 1. Teil
/ 2009 - 1. Teil / 2009 - 2. Teil
/
2010 - 1. Teil