Der Theologe

DER THEOLOGE zeigt den Verrat der Kirche an der Botschaft von Jesus auf und gibt Hinweise, wie jemand den christlichen Weg zu Gott finden kann. DER THEOLOGE richtet sich nicht gegen Menschen guten Willens in der katholischen oder evangelischen Kirche. Sondern er klärt auf. Denn wer schweigt, macht sich mitschuldig.

DER THEOLOGE wird von einem ehemaligen evangelisch-lutherischen Pfarrer heraus gegeben. Zu den Mitarbeitern gehören auch ein früherer römisch-katholischer Priester und ein Diplom-Theologe und ehemaliger römisch-katholischer Religionslehrer.

Bundesadler

Früher:
Die Kirchen foltern Andersgläubige und lassen sie zu Hunderttausenden hinrichten.

Der Theologe
Meldungen zum Zeitgeschehen
 zuletzt aktualisiert am 29.8.2010
 

Heute:
Die Kirchen wiegeln den Staat auf, Glaubensgemeinschaften zu bekämpfen, die ihnen ein Dorn im Auge sind.


Die Botschaft des Jesus von Nazareth war schlicht und einfach, und er sprach Herz und Verstand an. Zeremonien, Rituale und ein religiöses Gehabe gab es bei ihm nicht. Anders bei den damaligen
"Schriftgelehrten", Priestern und Theologen, die mit ihrem Wissen, ihrer Redekunst und ihrem Einfluss ihr Ego in den Vordergrund stellten. Sie waren die Gegner von Jesus. Und wie ist es heute? Lesen Sie weiter hier
 

"Trauen Sie keinem Pfarrer!" (Der Jesuit und Religionssoziologe Prof. Dr. Friedhelm Menneckes)

"Werft weg Dogma, Form und Zeremonien! Lasst alles! Werdet zum Kind!" (Ein ehemaliger römisch-katholischer Würdenträger als Vermächtnis an alle ihm Nahestehenden)
 

         Nr.

Titel
(zum Lesen im Internet: Bitte den jeweiligen Titel anklicken)
 
1  Wer folgt Luther nach, und wer folgt Christus nach? - Die verborgenen Abgründe der
 evangelischen Lehre
2  Reinkarnation - Urwissen der Menschheit und urchristlicher Glaube
3  So spricht Martin Luther - so spricht Jesus von Nazareth - ein Vergleich
4  Die evangelische Kirche und der Holocaust - Dokumentation
5  Wie Paulus die Lehre von Jesus verfälschte
6  Die Kirche - immer für den Krieg: Evangelische Kirche 1813, 1870/71, 1914 ... Kirche und Krieg heute
7  Jesus und die ersten Christen waren Freunde der Tiere
8  Wie der Teufel in der Bibel hauste
9  Exorzismus - Todesfalle Kirche: Warum musste Anneliese Michel sterben?
10  Thomas Müntzer und die Zwickauer Propheten - in den Spuren von Christus, von Luther
 verfolgt
11  Evangelische Kirche in Bayern - Der Antisemit Hans Meiser als erster Landesbischof
12  Der Sektenbeauftragte - der neue Inquisitor
13  Hintergründe zur Bibel - Wie die Priester die Macht über das Volk erlangten
14  Was ist Wahrheit? Was ist Fälschung? Hieronymus und die Entstehung der Bibel
15  Die Essener und die Schriften von Qumran - "Verschlusssache Jesus?"
16  Johannes Paul II., Benedikt XVI. und der Vatikan - Hintergründe zum Papsttum
17  Organtransplantation: Die verschwiegenen Leiden von Organspender und Organempfänger
18  Der Glaube der römisch-katholischen Kirche - Verbindliche Originaldokumente
19  Es gibt keine ewige Verdammnis - auch nicht in der Bibel
20  Elia, Amos und Jeremia - Propheten als unbequeme Mahner ihres Volkes
21  Pfarrer Geyer und die evangelisch-lutherische Lehre vom grausamen Gott
22  Der Evangelist Billy Graham - Pro Christ oder anti Christ?
23  Das Staatsross und sein kirchlicher Reiter
24  Kirchlicher Glaube und die Hölle auf Erden - Den Kirchen wird der Spiegel vorgehalten
   24 a - Sex-Verbrechen und -Vergehen in der Kirche
   24 b - Verbrechen, Skandale und Verharmlosung von Grausamkeiten in der Kirche
25  Die Kirche - keine Jesusnachfolge, sondern ein "totalitärer" Götzenkult
26  Die Aufforderung zum Völkermord in der Bibel
27  Der Kreuzzugsprediger: Der selig gesprochene Kardinal von Galen trieb Soldaten in den 2.
 Weltkrieg
28  Martin Luther und die Juden: Der "größte Antisemit seiner Zeit" und vielleicht aller Zeiten
29  1000 Jahre Erzbistum Bamberg: Kein Grund zum Feiern
30  Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg - wie die Kirche zerstört und "heilig" spricht
31  Die Klimakatastrophe und das Leid von Natur und Tieren im kirchenchristlichen Abendland
 32  Die Sakramente und Rituale der Kirche
33  Die Zehn Gebote - von Freien Christen erklärt
34  Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Einheit, Gerechtigkeit - Leben in der Nachfolge von Jesus
35  Gefährliche Rechtfertigungslehre - Der "Glaube allein" führt in den Abgrund
36  Kirche, Christentum und Islam
37  Die blutige Tempel-Kult und der Schöpfergott im eigenen Herzen
38  Der Gott Mammon und seine Kinder: Die Gesellschaft, die Kirche und das Geld
39  Die Angst geht um im Vatikan - Bewaffnete Einheiten schützen den Papst
40  Die kirchliche Taufe - Angelhaken aus dem Jenseits 
41  Apokalypse: Die Offenbarung des Johannes in der Bibel erfüllt sich in unserer Zeit
42  Die Kirche und ihre Priester: Der Baals-Kult der Gegenwart
43  "Innen sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung" - Schwarzbuch Katholische Kirche
44  "Innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat" - Schwarzbuch Evangelische Kirche
45  Maria - Die Mutter von Jesus und der katholische Marienkult
46  Warum zahlt der deutsche Staat immer noch so viele Milliarden Euro für die Kirche?
47  Mache Gotteserfahrung und werde frei!
 

 Weitere Texte

   
3     So speaks Jesus of Nazareth - So speaks Martin Luther - A comparison
8     How The Devil Wreaked Havoc in the Bible
   
      El Teólogo
   

1

    Qui suit Luther, et qui suit le Christ ?

20

    Élia, Amos, Jérémie - Les prophètes avertisseurs inconfortables pour le peuple / Les prophètes depuis Jésus
      Inquisition - La cruauté de l'église et ses méthodes de torture - L'inquisition et les femmes
   

         2

    Reinkarnacija - Iskonsko znanje čovječanstva i prakršćanska vjera
   
 

Dokumentation

  Das Schuldbekenntnis des Papstes von 1999 - eine ungültige Beichte?
Ein Offener Brief der Freien Christen
  Offene Briefe an Bischof Wolfgang Huber: Kehren Sie um!
   
 

Als Informationsschriften der Freien Christen erschienen
(zum Lesen im Internet: Bitte den jeweiligen Titel anklicken)

1  Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein - Darum treten Sie aus, Sie sind nicht allein
6  Sterben und Tod und was dann? Die Geheimnisse "Gottes" und der Kirche
      
 

Informationsschriften der Freien Christen von anderen Autoren

2  Eine dämonische Sekte (PDF-Datei)
3  Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld
4  Des "Teufels Generäle" früher und heute (PDF-Datei)
5  Voodoo auf katholisch (PDF-Datei)
     Il grande guibileo 2000 - Cosa voleva Gesú? - Cosa vuole il Cristo? - la realità della Chiesa
   
  Auf Wunsch können die Ausgaben 1, 2, 3, 4 und 5 der "Freien Christen" in deutscher Sprache zusammen mit den drei Ausgaben Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 8 des "Theologen" mit versandt werden (siehe unten). Die Selbstkosten für alle acht Schriften incl. Versand betragen ca. 10,00 €. Über eine Kostenbeteiligung freuen wir uns (siehe unten).
   

Für alle Katholiken - Testen Sie Ihren Glauben !
(Geeignet auch für Protestanten, die für die Ökumene aufgeschlossen sind)
 
Sind Sie ein gläubiger Katholik oder werden Sie ewig verdammt?

Frage und Antwort zu verschiedenen Themen lesen Sie hier

Inhaltsverzeichnis aller weiteren Artikel


Wer überwiegend an den Hinweisen zum christlichen Weg interessiert ist, dem werden v. a. die Ausgaben Nr. 1
, 2, 3, 5, 7, 8, 10, 15, 20, 33, 34, 35, 41, 47 die Ausgaben Nr. 1 und 6 der "Freien Christen", das Vaterunser und die Bethlehem-Geschichte empfohlen.
Die Bergpredigt des Jesus von Nazareth, auf die wir uns auch berufen, gibt es in der Version der Bibel
(Matthäusevangelium, Kapitel 5-7) und in einer erweiterten Fassung auf der Grundlage von Das Evangelium Jesu, eines Evangeliums außerhalb der Bibel in Verbindung mit einer aktuellen Prophetie  (http://www.das-wort.com/deutsch/der-kosmische-weg/5184449d330d43602/index.html).

Die Zeitschriften DER THEOLOGE, Ausgaben Nr. 1, 3, 8, ein Auszug aus Nr. 41 und die Ausgabe Nr. 1 der FREIEN CHRISTEN sind kostenlos auch in gedruckter Form erhältlich. Dazu einfach eine E-Mail mit Ihrer Postadresse senden und diese Hefte anfordern. Über eine finanzielle Unterstützung freuen wir uns natürlich: Konto Nr. 2005808, Volksbank Main-Tauber, BLZ 67390000 (IBAN: DE81673900000002005808; BIC: GENODE61WTH), Kontoinhaber: Dieter Potzel, Verwendungszweck: "Der Theologe". Vielen Dank! (Selbstkosten für die Hefte ohne Porto ca. 7,00 €)
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NEU:

Es sind öffentliche Vorträge im urchristlichen Sinne zum Thema "Jesus von Nazareth und die Theologie" in Vorbereitung, die auch für das TV aufgezeichnet werden und auf diese Weise viele Menschen erreichen können. Für die dafür notwendigen Saalmieten, für Handzettel bzw. Anzeigenschaltungen brauchen wir noch dringend 15.000 Euro. Wer mithelfen möchte, den Betrag aufzubringen, bitte auch auf das oben genannte Konto etwas überweisen. Verwendungszweck: "Vorträge". Vielen herzlichen Dank!
 

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Intellektuelle, Machtmenschen und Priester

Die Nachfolger von Jesus bildeten urchristliche Gemeinschaften. Doch viele, die sich dort "Christen" nannten, suchten den inneren Halt überwiegend bei anderen Menschen anstatt bei Christus und Gott. Und anstatt mit Hilfe der inneren Gotteskraft konsequent nach den Geboten Gottes zu leben, erlaubte man sich immer mehr Schwächen und Nachlässigkeiten und ließ immer mehr Kompromisse zu. Und weil die Menschen also nur wenig in Christus verwurzelt waren, entstanden oft auch Uneinigkeiten darüber, was nun in konkreten Situationen richtig und was falsch sei. Und so wurde der lebendige "Gottesgeist", der die ersten Nachtfolger von Jesus in ihrem Inneren und in der Gemeinschaft noch führte, immer mehr unterdrückt. Dafür bekamen nun religiöse Formen und äußere Regeln und Vereinbarungen ein immer größeres Gewicht. Dadurch wurden die Gemeinschaften geschwächt. Und so war es schon nach kurzer Zeit möglich, dass Intellektuelle und nach persönlicher Macht strebende Menschen in den urchristlichen Gemeinschaften zu großem Einfluss gelangten. Schließlich war der "Geist Gottes" kaum mehr spürbar. Stattdessen hatten stark auf ihr Ego bezogene Personen das Sagen, und es entstand allmählich eine Hierarchie, ein Oben und ein Unten. Die ehemaligen Urgemeinden begannen sich auf diese Weise zu "institutionalisieren", und bald führte man, wie in anderen Kulten üblich, sogar Priester und Bischöfe ein. Das alles hat Jesus nicht gewollt, ja, es wäre ihm ein Gräuel gewesen. Doch die sich auf Christus berufenden Gemeinden gerieten so immer mehr in Gegensatz zu ihm. Dies ist die Geburtsstunde der Kirche.

Das einst dynamische und lebendige Urchristentum wurde jetzt noch in kleinen Gruppen außerhalb dieser Kirche und Kirchen gelebt. In den kirchlichen Gemeinden schritt unterdessen die Institutionalisierung und Veräußerlichung noch weiter fort: Aus einst weniger wichtigen Äußerlichkeiten und Symbolen wurden verbindliche Vorschriften und am Ende gar unumstößliche Dogmen und "Sakramente" = rituelle Symbolhandlungen. Und die Priester und Bischöfe vermischten die noch verbliebenen Restbestände der Botschaft von Jesus noch weiter mit "Traditionen", gegen die schon die Propheten des Alten Testaments angekämpft hatten, sowie mit Lehren und Praktiken aus den antiken Götzen-, Herrscher- und Blut-Kulten und ihrer "Vielgötterei". Während man einerseits diese Kulte als "Konkurrenz" bekämpfte, übernahm man viele dort übliche Vorstellungen und Praktiken und baute sie zu eigenen kirchlichen Lehrgebäuden, Sakramenten und "gottesdienstlichen" Handlungen um. Auf diese Weise formte sich eine machtvolle neue (so genannte "synkretistische") Mischreligion, die römisch-katholische Kirche. Wer hingegen Jesus nachfolgen wollte, hatte dort keinen Platz mehr. Die Kirche jedoch stieg dann im 4. Jahrhundert zur einzigen Staatsreligion des Römischen Reiches auf und wurde nach der Völkerwanderung praktisch zur Nachfolgerin des antiken Imperium Romanum. Doch sie zeigte in allen Epochen seither auch ihr wahres Gesicht. Hier konnte nichts mehr im urchristlichen Geist "reformiert" werden, alles würde sogleich im Dienst des Gegenteils missbraucht. Denn das "System Kirche" war zur mächtigsten Gegenspielerin von Christus und seinen Nachfolgern geworden.

Tod den Urchristen und anderen Nichtkatholiken

Gleich zu Beginn ihrer staatlichen Etablierung ließ die römisch-katholische Kirche ihre Kritiker enteignen (ab dem Jahr 326). So beschlagnahmte die Obrigkeit z. B. Häuser, in denen sich Menschen versammelt hatten, die wie in der Zeit des Urchristentums leben wollten und übereignete sie der katholischen Kirche. Im Jahr 380 wurde dann die Todesstrafe für Nichtkatholiken eingeführt, was im Laufe von Jahrhunderten Hunderttausenden von Menschen das Leben kostete, deren Vermögen man ebenfalls meist der Kirche übereignete - ein Grundstock für den bis heute unermesslichen Reichtum der Kirche. Das antike Heidentum wurde von der Kirche auf diese Weise ganz vernichtet, und die römisch-katholische Großinstitution hat faktisch dessen Nachfolge angetreten.
Für die bisherigen Anhänger der heidnischen Kulte war es dabei nicht schwer, sich in der neuen Staatsreligion zurecht zu finden. Denn bis auf das "christliche" "Mäntelchen", das man jetzt noch mit überziehen musste, hatte sich wenig geändert. Und die Kirche gründet ihre Macht dabei bis heute auf eine Hierarchie von Priestern, Theologen und Juristen in Verbindung mit der Staatsmacht. Als geistige Grundlage schuf man sich dazu immer mehr Dogmen und verbindliche Lehrmeinungen, in die man einige Reste des Urchristentums mit einfließen ließ.
Auf diese Weise haben die Gegner von Jesus seine Botschaft praktisch vereinnahmt und verunstaltet, anstatt sie in offener Konfrontation zu vernichten. Wer jedoch wirklich Christ sein wollte, konnte deshalb nicht mehr Mitglied der Kirche sein, und hier reagierte die neue Macht des Imperium Romanum mit äußerster Grausamkeit: Mit Folter, Mord und Hinrichtungen versuchte man seither immer wieder, die Urchristen, die sich nicht der kirchlichen Machthierarchie unterordneten, auszurotten. Um sich dafür in der Bevölkerung einen gewissen Rückhalt zu verschaffen, probierte man parallel dazu, das in der Bevölkerung anerkannte Tun der Urchristen auf bestimmte Weise in die Kirche zu integrieren. So wurden z. B. im 12. Jahrhundert die urchristlichen Katharer in Frankreich ermordet und vernichtet, während die Kirche deren soziales Engagement zu kopieren versuchte, indem sie die Orden der Dominikaner oder Franziskaner ins Leben rief. Gleichzeitig wurden in diesen Orden aber die Inquisitoren rekrutiert, die dann vielfach "aus der zweiten Reihe heraus" mordeten, diskriminierten und verfolgten. Das vermeintlich "Gute" in der Kirche wurde also immer in den Dienst der kirchlichen Schreckensherrschaft gestellt.

Der hintergründige Sinn der Reformation

Als der Betrug und Verrat der römisch-katholischen Kirche an Jesus von Nazareth in Mitteleuropa um das Jahr 1500 jedoch immer offensichtlicher war, wurde das System einer obrigkeitlichen und gegen Christus gerichteten Machtkirche durch die evangelische Reformation zunächst "gerettet". Es erfolgten dazu von den "Reformatoren" einige Veränderungen und eine Neugestaltung der Machtverhältnisse, und man ging dabei anfangs noch schroff gegen den Vatikan vor. Das war damals vielen Menschen sympathisch, doch dahinter stand nicht die Lehre des Jesus, des Christus, sondern die Überzeugungen der Machtmenschen Martin Luther und Johannes Calvin und anderer "Reformatoren", die nur teilweise von den Überzeugungen der herrschenden Päpste, Kardinäle, Bischöfe und kirchlichen Theologen abwichen, diesen in ihrem Wesen aber ähnlich blieben. Diese "Reformatoren" gaben zwar vor, die "christliche" Lehre wieder herstellen zu wollen, fälschten sie aber letztlich nur auf andere Art.
Und über eine lange Zeit standen sich seither zwei große religiöse Machtblöcke in Mitteleuropa dann in Kriegen gegenüber, und erneut mussten Hunderttausende von Menschen ihr Leben lassen - für den einen Machtblock oder den anderen. Und wer die christliche Lehre wirklich wieder herstellen wollte wie z. B. Gruppen so genannter "Täufer" oder einzelne Menschen freien Geistes, wurde von beiden kirchlichen Staats-Organisationen grausam verfolgt, gefoltert und hingerichtet.


Als auch der Betrug der evangelischen Obrigkeits-Institution von immer mehr Menschen durchschaut wurde, bildeten sich im 19. Jahrhundert innerhalb oder im Umfeld der evangelischen Kirchen so genannte Erweckungsbewegungen und Freikirchen, die der  erstarrten und eiskalten Kirchenlehre neues Leben einzuhauchen versuchten, vergleichbar den Dominikanern oder Franziskanern des Mittelalters. Dies geschah, indem man die kirchlichen Lehren ernster nahm und sich gleichzeitig z. B. sozial engagierte, um so im Volk beliebter zu werden. Dies änderte jedoch nichts daran, dass die Lehren zum großen Teil weiterhin im Gegensatz zu Jesus, dem Christus standen.
Und diese Entwicklung führte bis in unsere heutige "Ökumene". In diesem Boot sitzen neben der katholischen alle evangelischen Organisationen, die mit der römisch-katholischen Kirche und dem Papst zusammen arbeiten bzw. von diesen berechtigt werden, mit ihr zusammen arbeiten zu dürfen. Und auch Gemeinschaften, deren Glieder früher von der Kirche ermordet wurden, bemühen sich wieder - unter Preisgabe oder durch Verschweigen ihrer Erkenntnisse - um die Gunst der Machtkirchen (z. B. Baptisten, Mennoniten, Waldenser, Quäker). Und in neuester Zeit bemüht sich auch die Neuapostolische Kirche um Anerkennung durch den Katholizismus und den Protestantismus. 


Durch diese Entwicklung konnte das Ziel der Kirche, Jesus durch Vereinnahmung besiegen zu können, einige weitere Jahrhunderte aufrecht erhalten werden - in Mittel- und Westeuropa nun vor allem verteilt auf zwei Groß-Institutionen, die katholische und die evangelische mit ihren vielen "Einzelkirchen" und den so genannten Freikirchen am Randbereich der so genannten Ökumene.
 
In unserer gegenwärtigen Umbruchszeit [21. Jahrhundert] werden die vielen evangelischen Blend-Feuer nun jedoch von ihrer inneren Kraft her immer schwächer oder sie vermischen sich - wie in der katholischen Kirche - mit okkulten Praktiken wie z. B. in Südamerika oder Afrika, was hier und da zu kurzfristigen "Aufbrüchen" führen kann, die dann dem "Heiligen Geist" zugeschrieben werden. Und die Nachfolger der einstigen "Reformatoren" sehnen sich heute vor allem nach Anerkennung als "richtige Kirche" durch ihre römisch-katholische Mutterkirche. Doch auch diese ist im rasanten Niedergang begriffen, vor allem durch die massenhaften Sexualverbrechen von Priestern an Kindern und deren Deckung oder Verharmlosung durch die Kirchenhierarchie, wobei sicher erst die Spitze des Eisbergs aufgedeckt ist.

Aufklärung

Die Zeitschrift Der Theologe ist dabei ausdrücklich nicht gegen katholische und evangelische Mitbürger gerichtet - im Gegenteil. Sie deckt jedoch den Etikettenschwindel der Institutionen Kirche auf und weist auf folgendes hin: Das, was dort gelehrt und getan wird, ist zwar katholisch oder evangelisch, jedoch nicht christlich. Denn mit dem Urchristentum haben beide Großkirchen und ihre Lehren nicht viel zu tun, und der Name "Christus" wird deshalb von ihnen grob missbraucht. Und selbst dort, wo die Worte hier und da mit Christus übereinstimmen, gilt vielfach das Jesuswort: "Was sie sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen´s zwar, tun´s aber nicht ... Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden" (Matthäus 23, 3.5).
Auch in unserer Zeit gibt es natürlich auch unter den Kirchenmitgliedern Menschen guten Willens, die sich ehrlich bemühen, in ihrem persönlichen Leben auch den Willen Gottes zu tun. Wenn sich diese jedoch nicht für den Kampf gegen Christus missbrauchen lassen wollen, dann gilt für sie der Aufruf des Propheten Johannes über die "Hure Babylon", einem biblischen Bild für die endzeitliche Kirche: "Tretet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen" (Offenbarung 18, 4). Tun sie es nicht, haben sie eben "teil an den Sünden" der Kirche und werden entsprechend "empfangen". Viele Menschen verhalten sich noch so und bleiben damit oft wider besseren Wissens ein Blatt am "Stammbaum der Verbrechen", der seit ca. 1900 Jahren ein Zeichen der Warnung und Mahnung für alle Menschen ist, die sehen wollen, welche Mächte tatsächlich im Hintergrund wirken.

Der Theologe
möchte also in erster Linie aufklären. Daneben wird hier und da aber auch versucht,
die ursprünglichen Anliegen von Jesus von Nazareth wieder lebendig werden zu lassen.
Jesus lehrte in seiner Bergpredigt z. B. Gewaltlosigkeit und Feindesliebe und nicht den Einsatz von Waffengewalt als "letztes Mittel" wie die Kirchen und auch wie die kirchenkritische "Theologie der Befreiung", die vor allem in den 70-er und 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts sehr weit verbreitet war. So könnte man unsere "theologische" Arbeit auch als eine "Befreiungstheologie" nach der Bergpredigt des Jesus von Nazareth bezeichnen.
 



EEl Teólogo

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